[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Bevorratung großer Längen eines langgestreckten,
flexiblen Gegenstandes, insbesondere Elektrokabel, Schlauch oder Röhren.
[0002] Die Anordnung kann stationär oder auf einem Fahrzeug installiert sein. Bei der Betrachtung
eines Fahrzeugs kommt insbesondere ein antriebsloses Wasserfahrzeug, beispielsweise
ein Schwimmponton infrage. Es sind sogenannte schwimmende Kabelleger bekannt, von
denen Seekabel auf dem Meeresgrund verlegt werden. Hierbei kann vorgesehen sein, dass
das Kabel in einen Kabelraum des Wasserfahrzeugs eingebracht ist, um es von dort aus
über Bord auf den Meeresboden zu verlegen (beispw.
JP 2000139013 A).
[0003] Die Alternative ist es, ein Kabel oder mehrere Kabelabschnitte auf Kabelrollen zu
bevorraten; beispielsweise sei die
GB 1451407 hier zitiert. Hierbei ergibt es sich, dass auf eine Kabelrolle nur eine begrenzte
Länge eines Kabels aufgewickelt werden kann. Wollte man eine größere Länge eines Kabels
verlegen, als auf einer einzigen Kabelrolle vorhanden ist, so muss der Kabelabschnitt
von einer ersten Kabelrolle nach ihrem vollständigen Abwickeln von der ersten Kabelrolle
mit dem Anfang des Kabelabschnitts einer zweiten Kabelrolle verbunden (gespleißt)
werden. Es lassen sich größere Längen eines Kabels nicht kontinuierlich auf zwei unabhängigen
Kabelrollen aufwickeln und wieder abwickeln, weil der Wickeltrommelkern mindestens
einmal umschlungen wird, und sich die Umschlingung ohne Trennung (Unterbrechung) des
Kabelabschnitts nicht lösen lässt.
[0004] Um Wickelgut in einer Länge zu bevorraten, die das Aufnahmevermögen einer einzigen
Wickeltrommel übersteigt, ist schon vorgeschlagen worden, mehrere Wickeltrommel in
einer Reihe anzuordnen und sie gemeinsam an ihren Achsen abzustützen, und dort auch
anzutreiben (vgl.
US 2008 0048063,
EP 0014193 A1), oder sie an ihren Radkränzen anzutreiben (vgl.
US 3 934 854).
[0005] Die
US 2 958 478 zeigt eine Anordnung mit einer einzigen Wickeltrommel auf einer Standfläche zur Bevorratung
eines langgestreckten Gegenstandes. Die Wickeltrommel besteht aus zwei Trommelscheiben
einheitlichen Durchmessers, zwischen denen ein zylindrischer Trommelkern vorhanden
ist. Die Wickeltrommel ist so aufgeständert, dass der Trommelkern der Wickeltrommel
parallel zur Standfläche liegt, wobei Radkränze der Trommelscheiben der Wickeltrommel
auf freilaufenden Rollen gelagert sind.
[0006] In der
US 3,375,991 ist ein einziger Antrieb für mehrere Wickeltrommeln beschrieben. Die Wickeltrommeln
sind über ihre Radkränze auf Rollen gelagert und liegen mit den Wickeltrommel-Achsen
in einer Linie nebeneinander. In der
US 3,375,991 ist dargestellt, dass jede Wickeltrommel mit eigenem Wickelgut beschickbar ist. Eine
Vorrichtung zum Beschicken der Wickeltrommeln ist allerdings nicht beschrieben. Der
Antrieb ist weiterhin so gestaltet, dass unterschiedliche Rotationsgeschwindigkeiten
der Wickeltrommeln zugelassen sind, die durch unterschiedliche Kräfte und Reibungswiderstände
am aufzuwickelnden Wickelgut auftreten können.
[0007] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung anzugeben, die es erlaubt einen
langen Gegenstand, dessen Länge so groß ist, dass sie das Aufnahmevermögen einer einzigen
Wickeltrommel übersteigt, sowohl auf- als auch abzuwickeln. Mehrere Wickeltrommeln
sollen mit einer kontinuierlichen Länge eines langgestreckten, flexiblen Gegenstandes
beschickbar sein, ohne dass getrennte Abschnitte des Gegenstandes gespleißt werden
müssen.
[0008] Die Lösung wird in den Merkmalen des Hauptanspruchs wiedergegeben. Weitergehende
Ausgestaltungen sind in Unteransprüchen zu finden. In den jeweiligen Unteransprüchen
sind vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung beansprucht.
[0009] Die Anordnung zeichnet sich dadurch aus, dass sie mehrere Antriebsvorrichtungen in
Form antreibbarer Rollen aufweist. Die antreibbaren Rollen können so eingesetzt sein,
dass sie an einer einzigen Wickeltrommel angreifen, oder es können antreibbaren Rollen
an mehreren Wickeltrommeln zum Angriff kommen.
[0010] Die Anordnung umfasst: eine Vorrichtung zum Aufständern von Wickeltrommeln in einer
Lage, in der Achsen der Wickeltrommeln parallel zur horizontalen Standfläche liegen
und die Achsen in einer geraden Linien hintereinander angeordnet sind, eine Antriebsvorrichtung
für mindestens eine Wickeltrommel zum in Drehbewegungsetzen um ihre Achse und eine
Vorrichtung zum Beschicken (Auf und Abwickeln des Gegenstandes) mindestens einer Wickeltrommel
mit dem Gegenstand. Die Anordnung kann stationär oder auf einem Fahrzeug, insbesondere
antriebsloses Wasserfahrzeug, beispielsweise ein Schwimmponton, eingerichtet sein.
[0011] Der besondere Vorteil der Erfindung liegt darin, dass ein flexibler, langgestreckter
Gegenstand aufgebracht werden kann, dessen Länge größer ist das Aufnahmevermögen einer
einzelnen Wickeltrommel. Sollte ein flexibler, langgestreckter Gegenstand auf mehreren
Wickeltrommeln bevorratet werden, ist dies kaum ohne Spleißen von einzelnen Abschnitten
des Gegenstandes möglich. Eine vorgegebene Standfläche (Gesamtlänge eines Fahrzeugs)
kann in nahezu ganzer Länge ausgenutzt werden.
[0012] Eine Wickeltrommel hat die besonderen Merkmale, dass an mindestens einer Trommelscheibe
ein Einfädelfenster für den Gegenstand (Elektrokabel, Pipeline, flexibles Rohr) vorhanden
ist und an jedem Einfädelfenster ein Einsatz vorhanden ist, mit dem eine durch das
Einfädelfenster im Radkranz der Trommelscheibe gebildete Öffnung überbrückbar ist.
[0013] Der wesentliche Aufbau der Anordnung besteht in einer Standfläche zur Aufnahme von
Wickeltrommeln für einen langgestreckten, flexiblen Gegenstand, wobei eine Wickeltrommel
aus zwei Trommelscheiben einheitlichen Durchmessers besteht, zwischen denen ein zylindrischer
Trommelkern vorhanden ist, auf den der Gegenstand wickelbar ist, und weitere Einzelheiten
der Anordnung sind:
- eine Vorrichtung zum Aufständern der Wickeltrommeln in einer Lage, in der Achsen der
Wickeltrommeln parallel zur Standfläche liegen,
- eine Antriebsvorrichtung für mindestens eine Wickeltrommel zum in Drehbewegungsetzen
um ihre Achse, und
- eine Vorrichtung zum Beschicken mindestens einer Wickeltrommel mit dem Gegenstand.
[0014] Der langgestreckte, flexible Gegenstand kann ein Schlauch, ein Elektrokabel, ein
Halbfabrikat eines Kabels oder ähnliches sein.
[0015] Weitere besondere Ausgestaltungen sind in Unteransprüchen formuliert, welche einzeln
oder in Kombination miteinander verwirklicht sein können. Diese Merkmale sind folgende:
[0016] Die Antriebsvorrichtung kann derart ausgebildet sein, dass mindestens eine der als
Antrieb ausgebildeten Rollen in synchrone Drehbewegung versetzbar ist. Weiterhin können
mehrere Antriebsvorrichtungen vorhanden und derart eingerichtet sein, dass alle Wickeltrommeln
in synchrone Drehung versetzbar sind. Zwischen den Wickeltrommeln können Verbindungselemente
(beispielsweise Streben) vorhanden sind, mit denen eine starre Verbindung zwischen
den Wickeltrommeln herstellbar ist. Die Antriebsvorrichtung kann versenkt in der Standfläche
angeordnet sein, so dass sie bei Nichtgebrauch durch schwere Metall- oder Betonplatten
abgedeckt werden kann, so dass die abgedeckte Fläche von Fahrzeugen befahrbar wird.
[0017] Die Vorrichtung zum Aufständern jeder Wickeltrommel kann derart ausgebildet sein,
dass Radkränze der Trommelscheiben auf Rollen gelagert sind, von denen mindestens
eine - wie erwähnt - drehbar antreibbar ist. Die Rollen und Radkränze können mit einer
flachen Oberfläche oder mit profilierter Oberfläche ausgestattet sein. Somit können
Rollen und Radkränze reibend (kraftschlüssig) aneinander greifen. Alternativ können
profilierte Oberflächen auf Rollen und Radkränzen ausgebildet sein, so dass Rollen
und Radkränze formschlüssig ineinander greifen. Die Ausbildung kann als Verzahnung
(Zahnrad und Zahnkranz auf Umfang einer Trommelscheibe) gestaltet sein.
[0018] An mindestens einer Wickeltrommel soll ein Einfädelfenster für den Gegenstand (Elektrokabel)
vorhanden sein.
[0019] An jedem Einfädelfenster ist ein Einsatz vorhanden ist, mit dem eine durch das Einfädelfenster
im Radkranz der Trommelscheibe gebildete Öffnung überbrückbar ist.
[0020] An mindestens einer Trommelscheibe kann eine Ablaufschnecke vorhanden sein, welche
am Einfädelfenster beginnend sich spiralförmig zum Trommelkern fortsetzt. Die Ablaufschnecke
liegt an der während eines Beschickungsvorgangs vom Gegenstand zuerst erreichten Innenfläche
einer Trommelscheibe oder Innenfläche einer Stützscheibe.
[0021] Eine Wickeltrommel, insbesondere für die erfindungsgemäße Anordnung, bestehend aus
zwei Trommelscheiben, zwischen denen ein zylindrischer Trommelkern vorhanden ist,
soll folgende Merkmale aufweisen, dass an mindestens einem Radkranz einer Trommelscheibe
ein den Radkranz unterbrechendes Einfädelfenster und ein Einsatz vorhanden ist, mit
dem der durch das Einfädelfenster unterbrochene Radkranz überbrückbar ist.
[0022] Eine alternative Wickeltrommel, insbesondere für die erfindungsgemäße Anordnung,
kann wie folgt ausgebildet ein. Sie hat zwei Trommelscheiben einheitlichen Durchmessers
mit einem zylindrischen Trommelkern zwischen den Trommelscheiben, wobei die Länge
des Trommelkerns in einheitlicher Unterteilung unterbrochen ist, und dort jeweils
eine als Stützscheibe ausgebildete Trommelscheibe vorhanden ist. Die Stützscheiben
laufen auf ihrem Radkranz auf Unterstützungsrollen. Damit werden die Gewichte abgefangen,
die durch die vergrößerte Länge des Trommelkerns und durch das Gewicht des aufgebrachten
Gegenstandes (Elektrokabel) erzeugt werden. Die Unterteilung des Trommelkerns kann
im Muster 1/2:1/2 (hier eine Stützscheibe auf dem Trommelkern); 1/3:1/3:1/3 (hier
zwei Stützscheiben); 1/4:1/4:1/4:1/4 (hier drei Stützscheiben auf dem Trommelkern)
und so weiter - je nach Länge des Trommelkerns - vorgenommen sein. Die Stützscheiben
können denselben Durchmesser haben, wie die endständigen Trommelscheiben. Der Durchmesser
kann auch vom Durchmesser der endständigen Trommelscheiben unterschiedlich sein. Es
kommt auf die Lage der Unterstützungsrollen an.
[0023] Diese alternative Wickeltrommel hat ebenso an mindestens einem Radkranz einer Stützscheibe
ein den Radkranz unterbrechendes Einfädelfenster und es ist ein Einsatz vorhanden,
mit dem die am Radkranz durch das Einfädelfenster gebildete Öffnung überbrückbar ist.
[0024] Bei der Beschickung der Wickeltrommel(n) kann eine ungleichmäßige Beladung einzelner
Wickeltrommel auftreten. Bei einer Unsymmetrie der Massen auf einer Wickeltrommel
in Bezug zur Rotationsachse entsteht Unwucht, die den Antriebsmechanismus mechanisch
belastet. Weiterhin besteht die Gefahr der Beschädigung des aufgebrachten Gegenstandes.
Bei Auftreten einer Unwucht durch ungleichmäßige Massenverteilung sollte die Anordnung
stillgesetzt werden, um bei den durch Unwucht betroffenen Wickeltrommeln einen Unwuchtausgleich
vorzunehmen. Die Wickeltrommeln können daher im Innern des Trommelkerns mit mindestens
einem Behälter zur Aufnahme von Zusatzgewichten fest feste oder fluide Stoffe ausgebildet
sein. Vorzugsweise sind mehrere über den Durchmesser verteilte Behälter eingebaut,
die vorzugsweise als Wassertanks gestaltet sind. Diese können relativ schnell gefüllt
und geleert werden. Nach dem Unwuchtausgleich kann der Antriebsmechanismus unmittelbar
wieder in Gang gesetzt werden. Eine elektronische Überwachung der Antriebe sollte
so gestaltet sein, dass die auftretenden Drehmomente oder die elektrische Leistungsaufnahme
an den Antriebsrollen mittels einer elektronischen Sensoranordnung erfassbar sind
und bei dem Auftreten kritischer Größen von Drehmoment oder Leistungsaufnahme, die
auf Unwucht schließen lassen, eine Alarmmeldung und/oder eine Angabe zur Lage und
Größe der Unwucht abgegeben wird.
[0025] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden in den Figuren dargestellt. Sie zeigen
im Einzelnen:
Fig. 1: Seitenansicht eines Pontons mit mehreren Wickeltrommeln,
Fig. 2: Draufsicht auf die Standfläche einer Anordnung, bspw. Ponton nach Fig. 1,
Fig. 3: Teilansicht von drei Wickeltrommeln,
Fig. 4A und 4B: Einzelheit an einer Trommelscheibe, insbesondere Einfädelfenster,
Fig. 5: Wickeltrommel mit Ausgleichstanks,
Fig. 6: ein System von Wassertanks und
Fig. 7: Seitenansicht eines Pontons mit einer weiteren Ausführungsform.
[0026] Die Fig. 1 zeigt ein Ponton in gekürzter Seitenansicht mit mehreren Wickeltrommeln
(T1 bis T5) auf dem Deck (Standfläche De) des Pontons 100. Die Fig. 2 zeigt eine entsprechende,
gekürzte Draufsicht.
[0027] Die Achsen A der Wickeltrommeln sind bezüglich des Schwerpunkts des Aufbaus in der
Längsmitte des Decks positioniert. Die Zahl der Wickeltrommeln bestimmt sich durch
die Länge des Pontons, so dass Länge und Fläche des Decks möglichst optimal ausgenutzt
sind. Die Wickeltrommeln T1 ... T5 haben jeweils zwei Trommelscheiben (F1', F1") eines
einheitlichen Durchmessers. Zwischen den Trommelscheiben ist ein zylindrischer Trommelkern
TK vorhanden, auf den der Gegenstand (vorzugsweise ein Seekabel) wickelbar ist. Die
Wickeltrommeln T1 ... T5 sind in einer solchen Lage aufgeständert, dass die Achsen
A der Wickeltrommeln parallel zur Standfläche De liegen und die Achsen A in einer
geraden Linien hintereinander angeordnet sind. Es gibt eine Antriebsvorrichtung für
mindestens eine Wickeltrommel T1 ... T3 zum in Drehbewegungsetzen einer Wickeltrommel
um ihre Achse. Der Antrieb (Bezugszeichen A1, A2) ist in Fig. 3 zeichnerisch angedeutet.
[0028] Auf dem Deck des Pontons befinden sich weitere Aggregate, die für den Betrieb notwendig
sind, von denen nicht alle genannt werden müssen. Beispielhaft sollen erwähnt werden:
Module M1 bis M3, die für die Energieversorgung, für die Hydraulik, für die Steuerung,
für Werkzeug und weitere Funktionen eingerichtet sind. Als Wasserfahrzeug hat der
Ponton insbesondere auch Ankerwinden 32.
[0029] Die Wickeltrommeln werden eine nach dem anderen von einem Elektrokabel beschickt,
welches über einen Kabeleinlauf KE (links - am Bug - in der Figur) auf den Ponton
verfrachtet wird. Das Elektrokabel wird von der Beschickungseinrichtung übernommen
und an eine Laufkatze LK übergeben. An der Laufkatze ist ein Montagearm 40 vorhanden,
von dem das Kabel an eine Wickeltrommel geführt wird. Bei Start des Beschickungsvorgangs
wird das vordere Kabelende über die auf Schienen Sch laufende Laufkatze LK und über
den Montagearm 40 an die erste Wickeltrommel T1 herangeführt. Angedeutet ist der Bewegungsablauf
Be der Laufkatze LK mit dem Montagearm 40. Das Elektrokabel wird beginnend mit einer
ersten Lage auf dem Trommelkern TK der Start-Wickeltrommel T1 aufgebracht und dann
Lage auf Lage weitergewickelt, bis das Aufnahmevermögen der ersten Wickeltrommel erreicht
ist. Das Elektrokabel wird dann von der ersten Wickeltrommel zur zweiten Wickeltrommel
T2 weitergeführt. Hierbei wird das Elektrokabel durch ein Einfädelfenster EF1' in
der rechten Trommelscheibe EF1" (der ersten Wickeltrommel T1) durch ein entsprechendes
Einfädelfenster EF2' in der linken Trommelscheibe EF2' der zweiten Wickeltrommel T1
hindurchgeführt. Die Einfädelfenster sind in den Figuren 3 und 4 detailliert dargestellt.
Die Einfädelfenster sind durch Einsätze verschließbar, wobei die Radkränze der Trommelscheiben
nur in dem Moment des Hindurchfädelns des Kabels - bei Stillstand der Wickeltrommeln
- geöffnet werden.
[0030] Der Wickelvorgang wird von einer oder mehreren Antriebsvorrichtungen A1, A2 in Gang
gehalten. Durch den Übergang des Elektrokabels von der ersten Wickeltrommel zur zweiten
Wickeltrommel T2 und weiter von jeder folgenden Wickeltrommel bis in zur letzten Wickeltrommel
(T5) ist es zwingend, dass die Wickeltrommeln in synchrone Drehung versetzt werden.
Dies kann dadurch realisiert werden, dass jede Wickeltrommel von einem eigenen Antrieb
in Drehung versetzt wird und eine elektronische Steuerung eingesetzt wird, die Drehungen
aller beteiligten Wickeltrommeln drehsynchron zu gestalten. Die synchrone Drehbewegung
der Wickeltrommeln lässt sich auch dadurch erreichen, dass nur eine Wickeltrommel
von einem Antrieb beaufschlagt wird, und die Wickeltrommeln untereinander mit Verbindungselementen
20 starr verbunden sind, so dass sie einheitlich dieselbe Rotation vollführen.
[0031] Die Drehbewegung durch die Antriebsvorrichtung wird beim Abwickelvorgang in der Gegenrichtung
eingestellt, wodurch das Abwickeln (und Ausfädeln durch die Einfädelfenster) in umgekehrtem
Ablauf wie beim Aufwickeln erfolgt.
[0032] Jede Wickeltrommel T1 ... T5 ist derart aufständert, dass die Radkränze RK1' ...
RK3" der Trommelscheiben F1'... F3" auf Rollen (A1) gelagert sind (siehe auch Fig.
3 und 4). Über mindestens einer dieser Rollen soll mindestens eine Wickeltrommel drehend
antreibbar sein. Die Rollen A1, A2 dienen der Lagerung, der Führung und dem Antrieb
der Radkränze. Es können durchaus mehr als zwei Rollen A1,A2 - beispielsweise bis
zu zwölf - vorhanden sein. Die Rollen und die Radkränze können entweder kraftschlüssig
oder formschlüssig ineinander greifen. Die Gestaltung eines formschlüssigen Eingriffs
kann über eine profilierte Oberfläche von Rolle und Radkranz eingerichtet sein, oder
sogar als Verzahnung über Zahnrad (auf der Rolle) und Zahnkranz (auf dem Radkranz)
mindestens eines Radkranzes. Eine kraftschlüssige Übermittlung der Drehbewegung kann
durch Reibung zwischen Rollen und Radkränzen erreicht werden, wobei Rollen und Radkränze
relativ glatte oder leicht profilierte Oberflächen haben. In der Figur sind die Radkränze
RK', RK" der Trommelscheiben F1', F2' glattrandig gezeichnet.
[0033] Die Figuren 3, 4A und 4B zeigen Einzelheiten an den Wickeltrommeln T1 bis T3. Die
erste Wickeltrommel (Starttrommel T1) befindet sich links in der Zeichnung von Fig.
3. Eine letzte Wickeltrommel T3 befindet sich rechts in der Zeichnung. Von letzterer
ist nur die linke Trommelscheibe sichtbar. Am linken Radkranz RK2" (bzw. Trommelscheibe)
und am rechten Radkranz RK2' (bzw. Trommelscheibe) der zweiten Wickeltrommel T2 ist
je ein Einfädelfenster EF2" und EF2' ausgebildet. Am linken Radkranz der dritten Wickeltrommel
T3 ist ein Einfädelfenster EF3" zu erkennen. Nicht sichtbar ist ein Einfädelfenster
am rechten Radkranz RK1' der ersten Wickeltrommel T1. Die Einfädelfenster sind zur
jeweiligen Nachbarwickeltrommel um einen Winkel versetzt. Da die Einfädelfenster am
jeweiligen Radkranz eine Lücke oder Öffnung bilden, wäre der Eingriff von Antrieb
A1, A2 mit dem jeweiligen Radkranz nicht kontinuierlich möglich. Es ist daher vorgesehen,
dass die jeweiligen Einfädelfenster mittels eines Einsatzes EE3' ... EE2" nach dem
Durchfädeln des Elektrokabels wieder geschlossen werden. Damit erhalten die Radkränze
einen lückenlosen Rand. Ein Einsatz EE1' ... EE2" wird mittels Schrauben oder Klammern
am Radkranz RK1' ... RK3" der Trommelscheibe F1' ... F3" gelöst oder befestigt. Die
Fig. 4B zeigt den Einsatz EE2" als Einzeldarstellung. Die äußere Oberfläche des Einsatzes
EE2" ist ebenso ausgebildet (glatt, profiliert, oder gezahnt) wie die gesamte Oberfläche
des Radkranzes.
[0034] An einer der Innenseiten der Trommelscheiben (F1' ... F3") jeder Wickeltrommel ist
eine Ablaufschnecke (S1, S2) vorhanden. Die Ablaufschnecke dient der Führung des Elektrokabels
vom Ort der Einfädelung am Einfädelfenster auf den Durchmesser, bzw. die Mantelfläche
des Trommelkems hinunter. Die Ablaufschnecke hat eine spiralige Form etwa in der Breite,
die dem Durchmesser eines Elektrokabels entspricht. Die Ablaufschnecke beginnt am
Einfädelfenster und setzt sich spiralförmig im Radius verjüngend zum Trommelkern fort.
Die Ablaufschnecken befinden sich daher an der Trommelscheibe mit Einfädelfenster,
durch welches in Richtung des Beschickungsvorgangs (Aufwickeln) des Elektrokabels
zuerst hindurchgeführt wird; in den Figuren 1 und 2 also jeweils an der linken Trommelscheibe
der zweiten, dritten Wickeltrommel (und so weiter). An der Starttrommel (T1) muss
keine Ablaufschnecke vorhanden sein, da das Elektrokabel an der Starttrommel von dem
Montagearm 40 der Laufkatze LK direkt auf den Trommelkern geführt wird.
[0035] Die Fig. 5 zeigt eine Wickeltrommel mit im hinteren Drittel entfernter Mantelfläche
des Trommelkems TK1. Im geöffneten Bereich der Mantelfläche sind (zum Teil) sieben
als Zylinder ausgebildete Behälter WT zur Aufnahme von Zusatzgewichten sichtbar. Die
Behälter WT liegen parallel zur Achse A (Symmetrie- oder Zylinderachse) der Wickeltrommel
und sind mit Wasser befüllbar. Auf der Vorderseite der Wickeltrommel sind zwischen
den Speichen Halter erkennbar, in denen Ventile zur Füllung mit Wasser eingesetzt
sind. Die Wickeltrommel wird von dem externen Drehantrieb A1,A2 drehend angetrieben,
wie schon in Fig. 3 angedeutet. Zeichnerisch ist nicht dargestellt, dass der Drehantrieb
mit einer Sensoreinrichtung ausgestattet ist, die eine Unwucht beim Be- oder Entladen
anzeigbar macht, wenn eine Unwucht auftritt.
[0036] In der Fig. 6 ist ein System von zwölf Wassertanks WT dargestellt, welches im Innern
des Trommelkerns TK untergebracht wird. Die Wassertanks sind untereinander mit einem
Gerüst von Tankhaltern TH befestigt. Am Vorderende der Wassertanks WT sind jeweils
Füllventile FV erkennbar. Typische Abmessung eines Wassertanks: Länge ca 7,5 m; Durchmesser
30 cm; Füllvolumen ca. 500 cm
3, entspricht ca. 500 kg Wassermenge.
[0037] Die Fig. 7 stellt eine Seitenansicht eines Pontons mit einer weiteren erfindungsgemäßen
Ausführungsform dar. Da die synchrone Drehbewegung der Wickeltrommeln während Beschicken
und Entnehmen des Elektrokabels notwendig ist, werden in der Ausführungsform nach
Fig. 1 (und Fig. 2) Verbindungselemente 20 zwischen den Wickeltrommeln eingesetzt.
Die Ausführungsform nach Fig. 7 ist demgegenüber eine Vereinfachung, als nur eine
besonders lange Wickeltrommel TT eingesetzt wird, deren Länge nur von der Länge des
Standfläche und der Länge der geforderten, aufzubringenden Kabelmenge bestimmt wird.
Die lange Wickeltrommel TT wird durch Stützscheiben SS auf dem Deck gelagert, wo die
Radkränze der Stützscheiben auf drehbaren Rollen abgestützt sind. Nach der Fig. 7
ist die Wickeltrommel TT im Muster 1/4-1/4-1/4-1/4 regelmäßig unterteilt. Daher sind
auf dem Trommelkern drei Stützscheiben SS vorhanden. Bei einer größeren Länge des
Trommelkerns (Abstand der Trommelscheiben F' - F") würde man die regelmäßige Unterteilung
mit vier (mit einem Bruchteil 1/5) oder mit fünf Stützscheiben (mit einem Bruchteil
1/6) vornehmen, um die Massen der langen Wickeltrommel TT und des aufgebrachten Kabels
abfangen zu können. Die Vorgänge des Beschickens und Entnehmens des Elektrokabels
erfolgen nach demselben Schema wie bei der vorab dargestellten Ausführungsform. Daher
können die Stützscheiben SS auch mit Einfädelfenstern (und zugehörigen Einsätzen)
und Ablaufschnecken versehen sein.
[0038] Typische Abmessungen eines Aufbaus (der ersten Ausführungsform, Fig. 1): Länge Standfläche
oder Ponton 71 m; Breite Standfläche 20 m; Länge Wickeltrommel 8,2 m; Durchmesser
Trommelscheibe 7,5 m; Durchmesser Trommelkern 4 m; Zahl Wickeltrommeln 5; Abstand
Wickeltrommeln - von Trommelscheibe zu Trommelscheibe 1,2 m.
Bezugszeichen
[0039]
- A
- Achse Wickeltrommel
- A1, A2
- Antrieb, Rollen für Antrieb
- Be
- Bewegung Laufkatze
- De
- Standfläche (Fahrzeugdeck)
- KE
- Kabeleintritt
- M1 ... M3
- Module für Energieversorgung, für Hydraulik, für Steuerung, für Werkzeug
- S1 .. S3
- Schnecke
- Sch
- Schienenstrang für Verleger (Laufkatze)
- T1 ... T5
- Wickeltrommel
- F1' ... F3"
- Trommelscheibe (Flansch)
- TT
- lange Wickeltrommel
- F', F"
- Trommelscheiben von Wickeltrommel TT
- SS
- Stützscheiben
- RK1' ... RK3"
- Radkranz
- TK
- Trommelkern (zylindrisch)
- EF1' .. EF2"
- Einfädelfenster
- EE1' ... EE2"
- Einsatz für Einfädelfenster
- WT
- Wassertank
- TH
- Tankhalter
- FV
- Füllventil
- Sp
- Speichen
- 20
- Verbindungselement zwischen den Wickeltrommeln
- 30
- Montagekran, Laufkatze
- 32
- Ankerwinde
- 40
- Auslegerarm
- 100
- Fahrzeug (Ponton)
1. Anordnung zur Bevorratung großer Längen eines langgestreckten, flexiblen Gegenstands
auf einer horizontalen Standfläche (De) zur Aufnahme mindestens einer Wickeltrommel
(T1 ... T5, TT) für den Gegenstand, wobei eine Wickeltrommel aus zwei Trommelscheiben
(F1' ... F3") einheitlichen Durchmessers besteht, zwischen denen ein zylindrischer
Trommelkern (TK) vorhanden ist, auf den der Gegenstand wickelbar ist,
und die Anordnung weiterhin umfasst:
- eine Vorrichtung zum Aufständern der mindestens einen Wickeltrommel (T1 ... T5,
TT) in einer Lage, in der der Trommelkern (TK) der mindestens einen Wickeltrommel
(T1 ... T5, TT) parallel zur Standfläche (De) liegt und die Achsen (A) mehrerer Wickeltrommeln
(T1 ... T5) in einer geraden Linie hintereinander angeordnet sind, und dabei Radkränze
(RK1' ... RK3") der Trommelscheiben (F1' ... F3") auf Rollen (A1,A2) gelagert sind,
- eine Vorrichtung (LK, 40) zum Beschicken mindestens einer Wickeltrommel (T1 ...
T5, TT) mit dem Gegenstand,
- eine Antriebsvorrichtung (A1, A2) für mindestens eine Wickeltrommel (T1 ... T5,
TT) zum in Drehbewegungsetzen um ihre Achse (A),
wobei die Antriebsvorrichtung mit mindestens einem Radkranz (RK1' ... RK3") einer
Trommelscheibe (F1' ... F3") in Eingriff gelangt,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere aus mindestens einer antreibbaren Rolle (A1, A2) bestehende Antriebsvorrichtungen
(A1, A2) vorhanden sind, die derart eingerichtet sind, dass mehrere Wickeltrommeln
(T1 ... T5, TT) in synchrone Drehung versetzbar sind
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (A1, A2) versenkt in der Standfläche (De) ausgebildet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (A1, A2) mit einer Sensoreinrichtung ausgestattet ist, die
eine Unwucht beim Be- oder Entladen anzeigbar macht, wenn eine Unwucht auftritt.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung als elektronische Sensoreinrichtung zur Erfassung von als elektrische
Leistungsaufnahme der Antriebsvorrichtung auftretenden Antriebsgrößen ausgestattet
ist.
5. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Wickeltrommeln (T1 ... T5) Verbindungselemente (20) vorhanden sind,
mit denen eine starre Verbindung zwischen den Wickeltrommeln (T1 ... T5) herstellbar
ist.
1. Arrangement for storing great lengths of an elongate flexible object on a horizontal
base (De) for receiving at least one winding drum (T1...T5, TT) for the object, a
winding drum comprising two drum discs (F1' .. F3") of a uniform diameter, between
which there is present a cylindrical drum core (TK) on which the object can be wound,
and the arrangement further comprising:
- a device for positioning the at least one winding drum (T1...T5, TT) in a position
in which the drum core (TK) of the at least one winding drum (T1...T5, TT) is located
parallel with the base (De), and the axes (A) of a plurality of winding drums (T1...T5)
are arranged one behind the other in a straight line, and wheel rims (RK1' - RK3")
of the drum discs (F1' - F3") are supported on rollers (A1, A2),
- a device (LK, 40) for charging at least one winding drum (T1...T5, TT) with the
object,
- a drive device (A1, A2) for at least one winding drum (T1...T5, TT) in order to
produce rotational movement about the axis (A) thereof,
- the drive device moving into engagement with at least one wheel rim (RK1' - RK3")
of a drum disc (F1' - F3"),
characterised in that
there are provided a plurality of drive devices (A1, A2) which comprise at least one
drivable roller (A1, A2) and which are configured in such a manner that a plurality
of winding drums (T1...T5, TT) can be caused to rotate in a synchronous manner.
2. Arrangement according to claim 1, characterised in that the drive device (A1, A2) is constructed in a recessed manner in the base (De).
3. Arrangement according to claim 1 or claim 2, characterised in that the drive device (A1, A2) is provided with a sensor device which can indicate an
imbalance during loading or unloading if an imbalance occurs.
4. Arrangement according to claim 3, characterised in that the sensor device is provided as an electronic sensor device for detecting drive
variables which occur as an electrical power consumption of the drive device.
5. Arrangement according to claim 1, characterised in that between the winding drums (T1...T5) there are provided connection elements (20) with
which a rigid connection can be produced between the winding drums (T1...T5).
1. Ensemble pour le stockage de longueurs importantes d'un objet flexible allongé sur
une base horizontale (De) permettant de recevoir au moins un tambour d'enroulement
(T1 ... T5, TT) pour l'objet, un tambour d'enroulement étant composé de deux disques
de tambour (F1' ... F3") d'un diamètre unique entre lesquels se trouve une âme de
tambour cylindrique (TK) sur laquelle l'objet peut être enroulé,
et que l'ensemble comprend en outre :
- un dispositif destiné à redresser l'au moins un tambour d'enroulement (T1 ... T5,
TT) dans une position dans laquelle l'âme du tambour (TK) de l'au moins un tambour
d'enroulement (T1 ... T5, TT) est orientée parallèlement à la surface de pose (De)
et les axes (A) de plusieurs tambours d'enroulement (T1 ... T5) sont agencés l'un
derrière l'autre dans une ligne droite, et ce faisant, des jantes (RK1' ... RK3")
des disques de tambour (F1' ... F3") sont posées sur des rouleaux (A1, A2),
- un dispositif (LK, 40) destiné à charger l'objet sur au moins un tambour d'enroulement
(T1 ... T5, TT) ;
- un dispositif d'entraînement (A1, A2) pour au moins un tambour d'enroulement (T1
... T5, TT) destiné à le mettre en rotation autour de son axe (A) ;
le dispositif d'entraînement s'engageant avec au moins une jante (RK1' ... RK3") d'un
disque de tambour (F1' ... F3") ;
caractérisé
en ce qu'il est prévu plusieurs dispositifs d'entraînement (A1, A2) constitués d'au moins un
rouleau (A1, A2) pouvant être entraîné, qui sont conçus de telle sorte que plusieurs
tambours d'enroulement (T1 ... T5, TT) peuvent être mis en rotation de façon synchronisée.
2. Ensemble selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement (A1, A2) est réalisé de façon noyée dans la surface
de pose (De).
3. Ensemble selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement (A1, A2) est doté d'un dispositif de capteur qui permet
de signaler un déséquilibre lors du chargement ou du déchargement lorsqu'un déséquilibre
survient.
4. Ensemble selon la revendication 3, caractérisé en ce que le dispositif de capteur est conçu comme dispositif de capteur électronique destiné
à déterminer des valeurs d'entraînement indiquées comme puissance absorbée électrique
du dispositif d'entraînement.
5. Ensemble selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu entre les tambours d'enroulement (T1 ... T5) des éléments de liaison
(20) avec lesquels une liaison fixe entre les tambours d'enroulement (T1 ... T5) peut
être réalisée.