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EP 2 423 149 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.11.2016 Patentblatt 2016/47 |
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Anmeldetag: 24.08.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Rüsten eines Hilfshubwerks an einem Mobilkran
Mounting for an auxiliary lifting device on a mobile crane
Equipement d'un dispositif de levage auxiliaire sur une grue mobile
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.02.2012 Patentblatt 2012/09 |
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Patentinhaber: Manitowoc Crane Group France SAS |
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69574 Dardilly Cedex (FR) |
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Erfinder: |
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- Schröder, Dierk
26197 Grossenkneten (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schwabe - Sandmair - Marx |
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Patentanwälte Rechtsanwalt
Partnerschaft mbB
Joseph-Wild-Straße 20 81829 München 81829 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 956 312 JP-A- 2001 220 088
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DE-U1- 20 203 662
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ganz allgemein das Rüsten eines Hilfshubwerks
an einem Mobilkran. Insbesondere beschäftigt sie sich mit einem Rüstsystem für ein
Mobilkran-Hilfshubwerk und mit einem Verfahren zum Rüsten eines Mobilkran-Hilfshubwerks;
außerdem wird eine Fußlagerung für ein Mobilkran-Hilfshubwerk offenbart.
[0002] Die Verwendung von Hilfshubwerken zur Ergänzung bzw. Unterstützung der Haupthubwerke
ist im Mobilkran-Bau bekannt. Meist werden Hilfshubwerke für bestimmte Einsatzzwecke
als separate Einheiten bereitgestellt, um sie bei Bedarf am Kran zu rüsten und zum
Einsatz zu bringen. Zu diesem Zweck weisen solche Hubwerke Rüstbefestigungen auf,
die meist an ihren Rahmenteilen angeordnet sind und der Befestigung des Hilfshubwerkes
am Kran dienen.
[0003] Bisher wurden die Hilfshubwerke, die natürlich aufgrund ihres Gewichtes und ihrer
Abmessungen kraftunterstützt bewegt werden müssen, meist mit Hilfe des vorhandenen
Gegengewichts-Hubsystems bewegt und gerüstet, d.h. verhoben und dann an einer Drehtischaufnahme
befestigt.
[0004] Dieses Vorgehen brachte nachteiligerweise einen hohen Bedarf an Arbeit und Aufmerksamkeit
durch das Bedienungspersonal mit sich, um das genaue Ansetzen des Hilfshubwerks mittels
eines Hubwerkes zu bewerkstelligen, das eigentlich für die Bewegung von Gegengewichten
ausgelegt ist.
[0005] Aus der
DE 199 56 312 A1 ist ein Zusatzhubwerk für einen Kran bekannt, bei dem auf der Unterseite des Rahmens
des Zusatzhubwerkes mindestens eine mit dem Unterwagen des Krans verbolzbare und eine
Schwenkachse für das Zusatzhubwerk bildende Lasche befestigt ist.
[0006] Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Rüstsystem
sowie ein Verfahren zum Rüsten eines Mobilkran-Hilfshubwerkes bereitzustellen, welche
das Rüsten eines solchen Hilfshubwerkes in verbesserter Weise gestalten. Insbesondere
soll das Rüsten mit einem überschaubaren Arbeits-, Zeit- und Aufmerksamkeitsaufwand
erfolgen können.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Rüstsystem gemäß dem Anspruch 1 sowie
eine Rüstanlage nach dem Anspruch 8 und ein Verfahren zum Rüsten eines Mobilkran-Hilfshubwerkes
nach dem Anspruch 12 gelöst. Die Unteransprüche definieren bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung.
[0008] Das Rüstsystem gemäß der vorliegenden Erfindung, das Hilfshubwerk-Rüstbefestigungen
aufweist, die dem Rahmen des Hilfshubwerks zugeordnet sind und der Befestigung des
Hilfshubwerkes am Kran dienen, hat ein Rüstwerk, welches den Hilfshubwerk-Rahmen und/oder
die Rüstbefestigungen in vertikaler Richtung translatorisch in eine Rüststellung verfahren
kann. Gemäß der Erfindung sind an der Unterseite bzw. der dem Rahmen abgewandten Seite
der Abstützbasis oder Grundplatte zumindest ein positionsmäßig einstellbarer und/oder
positionsausgleichender Fuß angeordnet. Solche Füße können natürlich auch unmittelbar
am unteren Teil des Rüstwerks angeordnet werden, z.B. in dem Fall, wo keine Abstützbasis
oder Grundplatte unter dem Rüstwerk vorhanden ist. Mit anderen Worten ist das Rüstsystem
gemäß der vorliegenden Erfindung mit einer eigenen Montageausstattung versehen, die
dazu in der Lage ist, die notwendigen Teile des Hilfshubwerkes oder das Hilfshubwerk
selbst zu bewegen bzw. in eine Stellung zu bringen, die das Durchführen des Rüstvorganges
erlaubt bzw. möglich macht. Das Rüstwerk könnte in diesem Sinne auch als Bewegungs-
oder Stelleinrichtung für den Hilfshubwerkrahmen bzw. die Rüstbefestigungen betrachtet
werden. Vorteilhafterweise unterstützt das erfindungsgemäß vorhandene Rüstwerk den
Rüstvorgang in einer solchen Art, dass dieser sehr viel weniger aufwendig und arbeitsintensiv,
in vielen Fällen sogar automatisch oder halbautomatisch durchgeführt werden kann.
Das Gegengewichts-Hubsystem muss nicht mehr für den Hilfshubwerk-Rüstvorgang zweckentfremdet
oder für diese Aufgabe angepasst werden. Der Hilfshubwerk-Rüstvorgang kann schnell,
und weil das, insbesondere automatische oder halbautomatische, Rüstwerk wiederholbar
immer die gleichen, richtigen Tätigkeiten durchführen wird, auch in sehr sicherer
Art und Weise durchgeführt werden.
[0009] Die Rüststellung kann eine Befestigungsstellung am Kran-Oberwagen sein, bei der ein
Eingriff zwischen den Hilfshubwerk-Rüstbefestigungen und Gegenbefestigungen stattfindet,
die am Kranoberwagen, insbesondere am Haupthubwerk angeordnet sind. Natürlich kann
die Rüststellung an jedweder geeigneter Stelle am Mobilkran sein, wo es je nach Krangestaltung
Sinn ergibt, das Hilfshubwerk zu befestigen. Das Rüstwerk kann in unterschiedlicher
Art und Weise arbeiten, bzw. wirken, beispielsweise den Hilfshubwerk-Rahmen und/oder
die Rüstbefestigungen in die Rüststellung bewegen, verfahren oder versetzen. Ferner
sind verschiedene Antriebs- bzw. Betätigungsarten denkbar, nämlich z.B. elektrisch,
hydraulisch, pneumatisch oder in einer Kombination, wobei natürlich mechanische Antriebe
bei jeder der genannten Antriebsformen eine Rolle spielen oder auch separat bzw. alleine
verwendet werden können. Natürlich sind auch grundsätzlich auch handbetätigte mechanische
Antriebe, wie z.B. Kurbelantriebe oder verzahnte Getriebe einsetzbar. Wichtig ist,
dass der Rüstvorgang immer wieder nachvollziehbar in reproduzierbarer Art und Weise
stattfindet, wie insbesondere auch durch den Begriff "Rüstwerk" zum Ausdruck kommt.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst das Rüstwerk
eine hydraulische Hebezylindervorrichtung, die den Hilfshubwerk-Rahmen von einem Unterbauelement
weg- oder anhebt. Ein solches Unterbauelement kann ein Teil der Hilfshubwerk-Einheit
sein. Ganz generell bilden gemäß der vorliegenden Erfindung das Hilfshubwerk und sein
Rüstwerk vorteilhafterweise eine Einheit, d.h. ein separates oder einzelnes bzw. vereinzelbares
Bauteil.
[0011] Bei einer Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Rüstsystems ist das Unterbauelement
eine dem Rahmen zugeordnete, insbesondere über das Rüstwerk bzw. die Hebezylindervorrichtung
mit dem Rahmen verbundene, Abstützbasis oder Grundplatte, von welcher der Rahmen mittels
des Rüstwerk bzw. der Hebezylindervorrichtung weg in die Rüstposition gehoben werden
kann. Mit anderen Worten kann das Unterbauelement derjenige Teil sein, der auf dem
entsprechenden Kranteil zur Auflage kommt und dafür passend ausgestaltet ist, während
das Rüstwerk den Rest des Hilfshubwerks von dieser Unterbaukonstruktion weg in die
Rüststellung anhebt. Dabei ist es möglich, das Rüstwerk bzw. die Hebezylindervorrichtung
druckfest, insbesondere zug- und druckfest, mit der Abstützbasis oder Grundplatte
zu verbinden. Im letzteren Fall (zug- und druckfest) kann der Rahmen nicht nur von
der Unterbaukonstruktion weg gedrückt werden, vielmehr lässt sich nach dem Rüstvorgang
die Unterbaukonstruktion dann auch wieder zum Rahmen hinziehen, so dass das Hilfshubwerk
von seinem Montageplatz frei wird.
[0012] Die erfindungsgemäße Rüstanlage für ein Mobilkran-Hilfshubwerk umfasst ein Rüstsystem,
wie es oben allgemein in verschiedenen Ausführungsformen und im Weiteren auch detaillierter
beschrieben wird, und sie weist ferner eine zum Aufsetzen des Hilfshubwerkes oder
seiner Abstützbasis oder Grundplatte geeignete bzw. angepasste Unterkonstruktion auf.
Eine solche Unterkonstruktion kann sein:
- das oberste montierte Gegengewichtselement und/oder
- ein auf die Gegengewichtsablage oder ein Gegengewichtselement aufgestelltes Montagegestell.
[0013] Gemäß einer Ausführungsvariante der Rüstanlage sind auf der Unterkonstruktion, insbesondere
auf der Gegengewichtsablage oder auf dem Montagegestell, komplementär zu den Füßen
der Abstützbasis oder Grundplatte Fuß-Gegenlagerungen vorgesehen, speziell Fußaufnahmen.
[0014] Oben wurden schon an einigen Stellen Füße bzw. eine Fußlagerung für ein Mobilkran-Hilfshubwerk
angesprochen. Eine solche Fußlagerung wird hierin einzeln, also als individuell eine
erfinderische Einheit begründende Vorrichtung offenbart, sie kann aber auch einen
Teil eines Rüstsystems bzw. einer Rüstanlage bilden, wie sie oben und insbesondere
später detailliert beschrieben werden. In jedem Fall weist die Fußlagerung ein nach
unten vorstehendes Fußlagerelement auf, das in mindestens einer Richtung gegenüber
dem Hilfshubwerk eingeschränkt beweglich und/oder verstellbar angeordnet ist.
[0015] Bisher wurden solche Fußlagerungen meist als Spitzdornkonstruktionen mit Stahldornen
ausgeführt, die in Aufnahmelöcher in der jeweils vorhandenen Unterkonstruktion eingesetzt
werden konnten. Eine solche starre Lagerung ist höchst unflexibel und macht den Rüstvorgang
langsam und kompliziert, da ein genaues Einsetzen erforderlich wird. Wenn aber, wie
gemäß der vorliegenden Erfindung, eine eingeschränkte Beweglichkeit in mindestens
einer Richtung gegenüber dem Hilfshubwerk vorhanden ist, ergeben sich schon für diese
Richtung erhöhte mögliche Toleranzen, sowohl bei der Fertigung als auch bei der Aufstellung
des Hilfshubwerks auf seiner Unterkonstruktion. Eine bewegliche Anordnung umfasst
in diesem Sinne sowohl eine Verstellbarkeit in einer Richtung als auch eine Bewegbarkeit,
die durch Konstruktionsmaßnahmen aber auch durch Materialwahl erzielt werden kann.
Beispielsweise kann das Fußlagerelement elastisch verformbar ausgestaltet werden,
insbesondere senkrecht zu seiner Längsachse bzw. quer zu seiner Befestigung, so dass
eine Beweglichkeit in zwei Achsen senkrecht zur Längsachse gegeben ist.
[0016] Eine andere oder zusätzliche Möglichkeit besteht darin, das Fußlagerelement am Hilfshubwerk
oder an dessen Abstützbasis oder Grundplatte mit einer entlang der Fußelement-Längsachse
bzw. in Richtung seiner Befestigung verstellbaren, arretierbaren Lagerung auszurüsten,
die eine arretierbare Schrauben-Gewinde-Verbindung sein kann. Eine solche Verbindung
macht eine einfache Höheneinstellung möglich. Eine Bewegbarkeit bzw. Verstellbarkeit
des Fußlagerelements kann die Fertigungskosten reduzieren, weil die einzuhaltenden
Toleranzen für die Bauteile vergrößert werden können. Außerdem reduziert sich die
Zerspanungsarbeit. Auch für angrenzende Bauteile lassen sich große Fertigungstoleranzen
ausgleichen, z.B. bei der Verwendung von Gussplatten-Aufnahmelöchern und insbesondere
auch beim Rüstvorgang für den Fall, dass eine Gussplatte (Unterkonstruktion) nicht
zentrisch abgelegt ist. Weil die Aufnahmepunkte größer gestaltet werden können und
so für den Kranfahrer besser sichtbar sind, lässt sich der Rüstvorgang schneller durchführen,
und bei ausreichendem Bauraum können Aufnahme-Hilfskonstruktionen teilweise oder ganz
entfallen, wie z.B. die oben schon angesprochenen Spitzdornkonstruktionen.
[0017] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Rüsten eines wie hierin beschriebenen Mobilkran-Hilfshubwerkes
mit Hilfshubwerk-Rüstbefestigung, die dem Rahmen des Hilfshubwerks zugeordnet sind
und der Befestigung des Hilfshubwerkes am Kran dienen, werden das Hilfshubwerk oder
sein Hilfshubwerk-Rahmen und/oder die Rüstbefestigungen in eine Rüststellung bewegt,
verfahren oder versetzt. Dabei erfolgt die Bewegung, das Verfahren oder das Versetzen
durch ein am Hilfshubwerk angebrachtes Rüstwerk, welches den Hilfshubwerk-Rahmen und/oder
die Rüstbefestigungen in die Rüststellung bringt. Natürlich hat das erfindungsgemäße
Verfahren wiederum diejenigen Vorteile und optionale Merkmale die oben schon anhand
des Rüstsystems bzw. der Rüstanlage beschrieben worden sind. Außerdem können bei einem
erfindungsgemäßen Verfahren in verschiedenen Ausführungsformen beim Rüsten ein Rüstsystem,
eine Rüstanlage oder eine Fußlagerung verwendet bzw. eingesetzt werden, wie sie oben
oder im Detail später noch beschrieben wurden bzw. werden.
[0018] Die Erfindung wird im Weiteren anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Sie kann alle hierin beschriebenen Merkmale einzeln sowie in jedweder sinnvollen Kombination
umfassen. In den Zeichnungen zeigen:
- Figuren 1 bis 4
- ein erfindungsgemäß ausgestaltetes Hilfshubwerk in einer schrägen, perspektivischen
Ansicht, einer Ansicht von oben, einer seitlichen sowie einer stirnseitigen Ansicht;
- Figuren 5 bis 11
- einen Rüstvorgang mit einem erfindungsgemäßen Rüstsystem, mit einem Gegengewicht als
Unterkonstruktion für das Hubwerks-Rüstsystem, vom freiliegenden Gegengewicht bis
zum am Haupthubwerk gerüsteten, vom Gegengewicht abgehobenen Hilfshubwerk;
- Figuren 12 bis 14
- ein Beispiel für eine Rüstsystem, das ein Montagegestell als Unterkonstruktion verwendet;
und
- Figuren 15 und 17
- Einzelheiten einer erfindungsgemäßen Fußlagerung für ein Mobilkran-Hilfshubwerk in
freigeschnittenen Darstellungen.
[0019] Eine Ausführungsform eines Mobilkran-Hilfshubwerkes, das erfindungsgemäß mit einem
Rüstwerk ausgestaltet ist, ist in den Figuren 1 bis 4 zu sehen. Die Figur 1 zeigt
dabei eine schräge, perspektivische Ansicht von links oben, die Figur 2 eine obere
Ansicht, die Figur 3 eine Seitenansicht und die Figur 4 eine Stirnansicht.
[0020] Das Hilfshubwerk trägt insgesamt das Bezugszeichen 10. An dieser Stelle ist anzumerken,
dass Bezugszeichen, die durchgängig in den Figuren verwendet werden, auch gleiche
oder zumindest funktionsgleiche Teile bezeichnen.
[0021] Das Hilfshubwerk 10 weist einen Stahlrahmen 14 auf, in dem eine Seilwinde 12 drehbar
gelagert ist. Auf einer Stirnseite, die in der Figur 4 als Ansichtsseite dient, ragt
das Anschluss-Stück 36 für die Winde 12 aus dem Rahmen 14 heraus.
[0022] Das Hilfshubwerk 10 umfasst außerdem drei weitere Baugruppen, nämlich die Baugruppe
der Rüstbefestigungen, die Baugruppe des Rüstwerks und die Fußlagerungs-Baugruppe.
Mit den Rüstbefestigungen wird das Hilfshubwerk am Kran-Oberwagen, z.B. am Haupthubwerk
befestigt, während das Rüstwerk im Rahmen mit den Rüstbefestigungen in eine Rüststellung
bringen kann. An dieser Stelle ist anzumerken, dass ganz allgemein das Hilfshubwerk
selbst, nur sein Rahmen oder auch lediglich die Rüstbefestigungen mit dem Rüstwerk
so bewegt werden können, dass die Rüststellung erreicht wird. Es kann aber auch eine
Kombination dieser Bauteile bewegt werden, wie dies im vorliegenden Beispiel der Fall
ist.
[0023] Die Rüstbefestigungen, mit denen das Hilfshubwerk der Figuren 1 bis 4 in seiner Arbeitsposition
gesichert wird, befinden sich auf der Seite des Hubwerks 10, die in den Figuren 1
und 3 von schräg vorne bzw. vorne zu sehen ist. Sie sind beidseitig und spiegelverkehrt
gleich an den Kanten angebracht und weisen oben einen Vorsprung 18 auf, der von zwei
Seiten her einen Bolzen 16 hält. An der Unterseite ist wiederum ein doppelter Vorsprung
20 ausgebildet, der einen Zwischenraum 22 ausformt, in den ein Bolzen 26 aus der Kolben-Zylinder-Einheit
24 einfahren kann. Die Bolzen 16 und 26 dienen, wie schon erwähnt, der Befestigung
des Hilfshubwerk-Rahmens 10 an dem Kran-Oberwagen bzw. am Haupthubwerk, wie später
noch detaillierter erläutert werden wird.
[0024] Die zweite, funktionswesentliche Baugruppe des Hubwerks 10 ist das Rüstwerk, welches
dazu in der Lage ist, das Hubwerk 10 an seinem Rahmen 14 anzuheben und in eine Rüststellung
zu bringen, in der die Bolzen 16 und 26 einen Montageeingriff bilden. Für die Hubbewegung
verantwortlich ist die Kolben-Zylinder-Einheit, die an jeder Stirnseite am Rahmen
10 angeordnet ist, wobei der Zylinder das Bezugszeichen 32 und der Kolben das Bezugszeichen
40 erhalten haben. Während der Zylinder über die seitliche Platte 34 (Figur 1) am
Rahmen 10 befestigt ist, hat der Kolben 40 über sein Endstück 38 eine Befestigung
an der Grundplatte 28, die in den Figuren 1 und 4 gut sichtbar ist. Durch ein Ausfahren
des Kolbens 40 aus dem Zylinder 32 bewegt sich der Rahmen 10 von der Platte 28 weg
nach oben, ein Einfahren bewirkt wiederum die Annäherung zwischen Platte 28 und Rahmen
10. Damit ändert sich natürlich auch die Höhenlage der Bolzen 26 und 16 an der Rüstbefestigung,
so dass ein Montageeingriff an diesen Stellen erfolgen kann. Diese Mechanik wird noch
genauer erläutert.
[0025] Die dritte Baugruppe des Hilfshubwerks 10, die in den Figuren 1 bis 4 ersichtlich
wird, ist die Fußlagerung, die hier mit in den Figuren 1, 3 und 4 ersichtlichen Füßen
30 verwirklicht wird. Die Fußlagerung und die Füße 30 werden auch noch genauer beschrieben;
sie weisen ein sich nach unten konisch verjüngendes und aus einem elastischen Material
bestehendes Fußlagerelement auf, das besonders einfach in eine Gegenlagerung eingesetzt
werden kann und dabei große Toleranzen und Positionierungsungenauigkeiten zulässt
bzw. ausgleicht. Die Füße 30 sind unten an den (vier) Ecken der Grundplatte 28 angeordnet;
sie sind auf der Vorderseite explizit dargestellt. Hier soll auch angemerkt sein,
dass zum Toleranzausgleich grundsätzlich nur mindestens einer der Füße 30 elastisch
bzw. beweglich oder verstellbar ausgestaltet sein muss, wobei natürlich auch die Möglichkeit
besteht, zwei, drei oder vier der Füße, d.h. ganz allgemein einzelne, mehrere oder
alle Füße entsprechend der Definition der erfindungsgemäßen Fußlagerung auszugestalten.
[0026] Anhand der Figuren 5 bis 11 wird im Weiteren ein Montagevorgang, also ein Rüstvorgang
für ein Hilfshubwerk unter Verwendung der vorliegenden Erfindung exemplarisch beschrieben.
Das Hilfshubwerk wird bei diesem Beispiel zur Vorbereitung des Rüstvorgangs auf dem
in Figur 5 ersichtlichen Gegengewichtspaket 44 aufgesetzt. Das Gegengewichtspaket
44 ruht auf dem Kran-Unterwagen 42 eines Mobilkrans, und das oberste Gegengewicht
mit den als runden, konkaven Ausnehmungen ausgebildeten Fußaufnahmen 48 wird als Unterkonstruktion
für den Rüstvorgang verwendet.
[0027] Die Figur 6 zeigt, wie ein Hilfshubwerk 10 zur Vorbereitung des Rüstvorgangs auf
die oberste Gegengewichtsplatte 46 so aufgesetzt worden ist, dass die hier kaum mehr
sichtbaren Füße in die Fußaufnahmen 48 eingebracht worden sind. Derselbe Zustand ist
in einer Schrägansicht von der gegenüberliegenden Seite her in Figur 7 dargestellt,
wo der vorher angesprochene Fuß 30 in seiner Fußlagerung auch mit einem Bezugszeichen
angedeutet ist. Die Richtung "vorne" relativ zum Kran-Unterwagen 42 geht in der Figur
6 nach links schräg oben und in der Figur 7 nach rechts schräg unten, so dass man
sagen kann, dass das Hilfshubwerk 10 mit seinen Rüstbefestigungen 16, 18, 20, 24 am
Kran nach vorne ausgerichtet auf dem obersten Gegengewichtselement 46 abgestellt ist.
[0028] Der weitere Rüstvorgang ist der Figur 8 zu entnehmen, wobei die Ansichtsrichtung
wieder derjenigen der Figuren 5 und 6 entspricht. In der Figur 8 steht das Hilfshubwerk
10 noch immer so auf dem obersten Gegengewichtselement 46 wie es in den Figuren 6
und 7 gezeigt worden ist. Es hat sich aber der Kran-Oberwagen 48 mit der Hubwerkshalterung
50, an der das Haupthubwerk 52 befestigt ist, so nach hinten eingedreht, dass er gerade
nach vorne und hinten ausgerichtet über dem Kran-Unterwagen 42 steht. In dieser Stellung
kommt das Haupthubwerk 52 in eine Position, in welcher die an ihm angebrachten Hilfshubwerk-Gegenbefestigungen
54 und 56 gerade frei oberhalb der Rüstbefestigungen 16, 18, und 20 zu liegen kommen.
Die Gegenbefestigungen 54 und 56 umfassen obere, beidseitig angebrachte Hakenelemente
54 und unten beidseitig angebrachte Fang- und Zentrierlaschen 56. Im Zustand der Figur
8 ist die Kolben-Zylinder-Einheit mit dem Zylinder 32, also das Rüstwerk, noch vollständig
eingefahren, so dass der Rahmen 10 dicht über der Platte 28 sitzt.
[0029] Nunmehr wird das Rüstwerk betätigt, um die Befestigung des Hilfshubwerks 10 am Haupthubwerk
52 vorzunehmen, und der Zustand nach diesem Schritt ist in der Figur 9 gezeigt. Es
ist zu sehen, dass der Kolben 40 des Rüstwerks aus dem Zylinder 32 ausgefahren wurde
und den Rahmen des Hilfshubwerks 10 von der Grundplatte 28 nach oben hin angehoben
hat. Bei diesem Vorgang ist einerseits der Bolzen 16 (zwischen seinen Lagern 18) in
den Haken 54 an der oberen hinteren Seite des Haupthubwerks 52 eingefahren, andererseits
ist der Vorsprung 20 mit zunächst nicht ausgelöstem Bolzen 26 in der Fang- und Zentrierlasche
56 an der unteren Seite beidseitig eingefangen worden. In diesem Zustand kann dann
der Bolzen 26 mit Hilfe der Kolben/Zylinder-Einheit 24 in den Zwischenraum 22 eingefahren
werden (siehe z.B. Figur 1), und eine zentrierte, feste Bolzenverbindung ist an der
Unterseite zwischen Haupthubwerk 52 und Hilfshubwerk 10 erzielt worden. Die Befestigungen
16, 18 und 54 sorgen an der Oberseite beidseitig für die Kippsicherheit.
[0030] In einem weiteren Arbeitsschritt, der in der Figur 10 schon abgeschlossen ist, wird
nunmehr die Grundplatte 28 wiederum mit Hilfe des Rüstwerks, also der Kolben/Zylinder-Einheit
32, 40 an das nun fest montierte Hilfshubwerk 10 herangezogen, so dass sich die Füße
30 aus den Fußlagerungen 48 lösen und so eine freie Drehbarkeit des Komplexes aus
Haupthubwerk 52 und Hilfshubwerk 10 sichergestellt wird.
[0031] Wenn es erforderlich ist, das Gegengewicht am Kranoberwagen zu befestigen, kann noch,
wie man der Figur 11 entnehmen kann, die Kolben-Zylinder-Einheit 58 zum Einsatz kommen,
die mit ihrer Befestigung 60 in das Gegengewichtspaket eingreift und es insgesamt
nach oben anhebt. Dabei kommt das Hilfshubwerk 10 wieder in seiner Fußlagerung zu
liegen und das gesamte Gegengewichtspaket kann mit den Hubwerken am Oberwagen transportiert
werden.
[0032] Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist in den Figuren 12 bis
14 dargestellt. Mit einem kurzen Rückblick auf die Figuren 8 und 9 ist feststellbar,
dass bei dem hier aufgezeigten Erfindungsbeispiel das Hilfshubwerk 10 in einer bestimmten
Höhe auf dem Kranunterwagen 42 aufgestellt werden sollte, damit das Haupthubwerk 52
herangefahren und das Hilfshubwerk durch ein Anheben mit dem Rüstwerk in seine gekoppelte
Rüstposition gefahren werden kann. Im Beispiel der Figuren 5 bis 11 war die Abstellhöhe
passend die Höhe des obersten Gegengewichtselements, aber es kann Fälle geben, wo
weniger oder keine Gegengewichte gerüstet werden. Für diese Fälle kann gemäß einem
Beispiel für die vorliegende Erfindung ein Montagegestell bereitgestellt werden, wie
es in der Figur 12 gezeigt und mit dem Bezugszeichen 64 versehen worden ist. Das Montagegestell
64 ruht mit seinen beiden Säulen 66 auf der Gegengewichts-Ablage 62, und es trägt
den Rahmen 68, in den oben die vier Fußaufnahmen 70 eingebracht sind, die in Anordnung
und Ausgestaltung den Fußaufnahmen 48 gleichen, die z.B. in der Figur 5 zu sehen sind.
[0033] Die Figur 13 zeigt nun, wie ein Hilfshubwerk 10 entsprechend auf das Montagegestell
46 aufgesetzt werden kann, und somit schon die Vorbereitung für den Rüstvorgang erfolgt
ist, der dann in entsprechender Ausgestaltung genau so erfolgt wie in den Figuren
8 bis 10 gezeigt ist, wobei das Montagegestell 64 die Funktion der obersten Gegengewichtsplatte
46 als Stellfläche für das Hilfshubwerk 10 übernimmt. In der Figur 14 ist schließlich
noch gezeigt, dass die Ausführungsform mit dem Montagegestell nicht nur ganz ohne
Gegengewichte funktioniert, sondern auch dann, wenn eine Anzahl Gegengewichte 72 gerüstet
sind, wobei diese Gegengewichte Aussparungen 74 für den Durchgang der Säule 66 haben.
[0034] Wie oben schon angedeutet, wird nunmehr mit Bezugnahme auf die Figuren 15 und 16
erläutert, wie die Füße der erfindungsgemäß vorgesehen Fußlagerung im Detail ausgestaltet
sind. Die Figur 15 zeigt hier eine zu einem Viertel ausgeschnittene Ansicht einer
erfindungsgemäßen Fußlagerung, während eine zur Hälfte geschnittene Ansicht aus der
Figur 16 entnehmbar ist.
[0035] Der Fuß 30 ist an einer Ecke der Grundplatte 28 befestigt, wobei sein Fußlagerelement
92 in der Ausnehmung bzw. Fußaufnahme 48 einer Gegengewichtsplatte 46 zu liegen kommt.
Das Fußlagerelement 92 besteht aus einem elastisch verformbaren Material, und schon
hierdurch lassen sich relativ große Fertigungstoleranzen ausgleichen, und es findet
beim Einsetzen eine automatische Zentrierung statt, wenn das konvexe, kegelförmige
Fußlagerelement 92 in die konkave, entsprechend umgekehrt ausgebildete Fußaufnahme
48 eintritt. Wegen des relativ großen Durchmessers des Fußlagerelements 92 und der
Fußaufnahmen 48 kann der Rüstvorgang bzw. das Aufstellen des Hilfshubwerks schnell
erfolgen, auch weil die Aufnahmepunkte für den Kranführer gut sichtbar sind. Das Fußlagerelement
92, das als Spezialgummifederelement ausgestaltet werden kann, sorgt in der horizontalen
Richtung für einen selbsttätigen Ausgleich von Positionierungsungenauigkeiten sowie
für einen Radialspielausgleich.
[0036] Die vorgenannte horizontale Verstellbarkeit bzw. Beweglichkeit, die aus der Elastizität
des Fußlagerelements 92 resultiert, wirkt hauptsächlich senkrecht zur Längsachse der
Fußbefestigung, die durch den Bolzen 82 festgelegt wird. Der Bolzen 82 ist ein Schraubbolzen,
der mit seinem Kopf oben über eine Scheibe 84 in einer Buchse zentriert gelagert wird,
die aus einer oberen Hälfte 86 und einer unteren Hälfte 88 besteht und die Grundplatte
28 beidseitig umfasst. Unterhalb der unteren Buchsenhälfte 88 geht der Bolzen 82 durch
eine weitere Scheibe 90 hindurch in das Fußlagerelement 92 hinein, wodurch dieses
im Gewindeeingriff gehalten wird. Die Scheibe 90 ist fest mit dem elastischen Material
des Fußlagerelements 92 verbunden - sie ist aus einem metallischen Werkstoff und trägt
ein Innengewinde, das mit dem Außengewinde des Bolzens 82 im unteren Bereich eingreift.
[0037] Bei dieser Konstruktion bewirkt ein Verdrehen des Bolzens 82 die Vergrößerung oder
Verkleinerung des Abstandes zwischen dem Fußlagerelement 92 und der Grundplatte 28,
so dass der Fuß 30 von der Grundplatte 28 her gesehen abgesenkt oder angehoben werden
kann. Hieraus resultiert eine weitere Beweglichkeit bzw. Verstellbarkeit des Fußlagerelements
92 bzw. des Fußes 30 in Längsrichtung seiner Befestigung, also in Längsrichtung des
Bolzens und senkrecht zur horizontalen Befestigungsebene.
[0038] Mit der in zwei Richtungen (x, y) horizontalen mechanischen Verstellbarkeit und der
Beweglichkeit durch das elastische Fußlagerelement und der Höhenverstellbarkeit z
durch den Bolzen 82 ist der Fuß 30 demnach bei dieser Ausführungsform in drei Richtungen
beweglich bzw. verstellbar und kann so große Fertigungstoleranzen ausgleichen und
immer für einen geeigneten Aufstellwinkel des Hilfshubwerkes sorgen. Diese Verstellbarkeit
erfolgt durch Normteile wie Schrauben, Scheiben und Muttern und ist deshalb in einfacher
Weise herstellbar; sie kann auch große Einstellbereiche, beispielsweise +/- 15 mm
sowohl in der horizontalen Ebene als auch in der hierzu senkrechten Längsrichtung
bereitstellen. Speziell kann dazu, wie in der Figur 17 gezeigt ist, eine geschlitzte
Buchse (oder Nabe) 87 verwendet werden, wobei eine Einstellbarkeit der Richtung durch
ein Verdrehen der Buchsenhälften 86, 87 gewährleistet wird. Wenn die Hälften 86, 87
mit gemeinsam ausgerichteter Öffnung in eine Richtung gedreht werden, kann der Bolzen
82 in dieser Richtung verschoben und dann wieder befestigt werden. Verdreht man die
Hälften 86, 87 gegeneinander, wird eine Verschiebung schon durch Formschluss ausgeschlossen
(optimale Verschiebesicherung).
1. Rüstsystem für ein Mobilkran-Hilfshubwerk (10) mit Hilfshubwerk-Rüstbefestigungen
(16, 24, 26), die dem Rahmen (14) des Hilfshubwerks zugeordnet sind und der Befestigung
des Hilfshubwerkes am Kran dienen, mit einem Rüstwerk (32, 40), welches den Hilfshubwerk-Rahmen
(10) und/oder die Rüstbefestigungen (16, 24, 26) in vertikaler Richtung translatorisch
in eine Rüststellung verfahren kann, gekennzeichnet durch eine Fußlagerung für das Mobilkran-Hilfshubwerk (10), mit mindestens einem Fuß, der
ein nach unten vorstehendes Fußlagerelement (92) aufweist, wobei das Fußlagerelement
(92) elastisch verformbar und in mindestens einer Richtung gegenüber dem Hilfshubwerk
(10) eingeschränkt beweglich oder verstellbar angeordnet ist.
2. Rüstsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rüststellung eine Befestigungsstellung am Kran-Oberwagen (48) ist, bei der ein
Eingriff zwischen den Hilfshubwerk-Rüstbefestigungen (16, 24, 26) und Gegenbefestigungen
(54, 56) am Kranoberwagen (48), insbesondere am Haupthubwerk (52) stattfindet.
3. Rüstsystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rüstwerk (32, 40) elektrisch, hydraulisch, pneumatisch oder in einer Kombination
hiervon angetrieben und/oder betätigt wird.
4. Rüstsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rüstwerk eine hydraulische Hebezylindervorrichtung (32, 40) umfasst, die den
Hilfshubwerk-Rahmen (10) von einem Unterbauelement (28) weg- oder anhebt.
5. Rüstsystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterbauelement eine dem Rahmen (10) zugeordnete, insbesondere über das Rüstwerk
bzw. die Hebezylindervorrichtung mit dem Rahmen (10) verbundene, Abstützbasis oder
Grundplatte (28) ist, von welcher der Rahmen (10) mittels des Rüstwerks bzw. der Hebezylindervorrichtung
weg in die Rüstposition gehoben werden kann.
6. Rüstsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Rüstwerk bzw. die Hebezylindervorrichtung (32, 40) druckfest, insbesondere zug-
und druckfest, mit der Abstützbasis oder Grundplatte (28) verbunden ist.
7. Rüstsystem nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite bzw. der dem Rahmen abgewandten Seite der Abstützbasis oder Grundplatte
(28) mehrere Füße (30) angeordnet sind, insbesondere positionsmäßig einstellbare und/oder
positionsausgleichende Fußlagerungen.
8. Rüstanlage für ein Mobilkran-Hilfshubwerk (10), mit einem Rüstsystem nach einem der
Ansprüche 1 bis 7, und mit einer zum Aufsetzen des Hilfshubwerks oder seiner Abstützbasis
oder Grundplatte (28) geeigneten bzw. angepassten Unterkonstruktion, die
- das oberste montierte Gegengewichtselement (46) und/oder
- ein auf die Gegengewichtsablage (62) oder ein Gegengewichtelement aufgestelltes
Montagegestell (68)
aufweist.
9. Rüstanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Unterkonstruktion, insbesondere auf der Gegengewichtsablage (62) oder auf
dem Montagegestell (68), komplementär zu den Füßen (30) der Abstützbasis oder Grundplatte
(28) Fuß-Gegenlagerungen vorgesehen sind, speziell Fußaufnahmen (48).
10. Rüstsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußlagerelement (92) elastisch verformbar ist, insbesondere senkrecht zu seiner
Längsachse bzw. quer zu seiner Befestigung, und das Fußlagerelement (92) an einem
quer zur Längsachse verschiebbar angebrachten Bolzen (82) sitzt, der insbesondere
in einer offenen bzw. geschlitzten Buchse (87), die, speziell um 360°, drehbar ist,
verschieblich gelagert ist.
11. Rüstsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Fußlagerelement (92) am Hilfshubwerk (10) oder an dessen Abstützbasis oder Grundplatte
(28) mit einer entlang der Fußelement-Längsachse bzw. in Richtung seiner Befestigung
verstellbaren, arretierbaren Lagerung angebracht ist, insbesondere mit einer arretierbaren
Schrauben-Gewinde-Verbindung.
12. Verfahren zum Rüsten eines Mobilkran-Hilfshubwerks (10) mit Hilfshubwerk-Rüstbefestigungen
(16, 24, 26), die dem Rahmen (14) des Hilfshubwerks zugeordnet sind und der Befestigung
des Hilfshubwerkes am Kran dienen, bei dem das Hilfshubwerk (10) oder sein Hilfshubwerk-Rahmen
(10) und/oder die Rüstbefestigungen (16, 24, 26) in vertikaler Richtung translatorisch
in die Rüststellung verfahren werden, wobei das Verfahren durch ein am Hilfshubwerk
angebrachtes, zusätzlich zum Gegengewichts-Hubsystem des Mobilkrans vorgesehenes Rüstwerk
(32, 40) erfolgt, welches den Hilfshubwerk-Rahmen (10) und/oder die Rüstbefestigungen
(16, 24, 26) in die Rüststellung bringt, dadurch gekennzeichnet, dass beim Rüsten ein Rüstsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, 10 oder 11, oder eine
Rüstanlage nach Anspruch 8 oder 9 verwendet bzw. eingesetzt wird.
1. Mounting system for a mobile crane auxiliary hoisting unit (10) that comprises auxiliary
hoisting unit mounting fasteners (16, 24, 26) that are assigned to the frame (14)
of the auxiliary hoisting unit and used to fasten the auxiliary hoisting unit to the
crane, comprising a mounting unit (32, 40) which can translationally move the auxiliary
hoisting unit frame (10) and/or the mounting fasteners (16, 24, 26) in a vertical
direction into a mounting position, characterised by a footstep bearing for the mobile crane auxiliary hoisting unit (10), comprising
at least one foot that comprises a footstep bearing element (92) that protrudes downwards,
the footstep bearing element (92) being elastically deformable and being arranged
such as to be movable or displaceable to a limited extent in at least one direction
relative to the auxiliary hoisting unit (10).
2. Mounting system according to claim 1, characterised in that the mounting position is a fastening position on the crane upper structure (48) in
which the auxiliary hoisting unit mounting fasteners (16, 24, 26) and mating fasteners
(54, 56) engage on the crane upper structure (48), in particular on the main hoist
(52).
3. Mounting system according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the mounting unit (32, 40) is driven and/or operated electrically, hydraulically,
pneumatically or in a combination thereof.
4. Mounting system according to any of claims 1 to 3, characterised in that the mounting unit comprises a hydraulic lifting cylinder device (32, 40) which lifts
the auxiliary hoisting unit frame (10) away from a base element (28).
5. Mounting system according to claim 4, characterised in that the base element is a support base or base plate (28) that is assigned to the frame
(10), is connected to the frame (10) in particular by means of the mounting unit or
the lifting cylinder device, and away from which the frame (10) can be lifted into
the mounting position by means of the mounting or the lifting cylinder device.
6. Mounting system according to claim 5, characterised in that the mounting unit or the lifting cylinder device (32, 40) is connected to the support
base or the base plate (28) in a compression-resistant manner, in particular in a
tension- and compression-resistant manner.
7. Mounting system according to either claim 5 or claim 6, characterised in that a plurality of feet (30), in particular position-adjustable and/or position-compensating
footstep bearings, are arranged on the underneath or on the side of the support base
or base plate (28) facing away from the frame.
8. Mounting equipment for a mobile crane auxiliary hoisting unit (10), comprising a mounting
system according to any of claims 1 to 7 and comprising a substructure suitable or
adapted for placing thereon the auxiliary hoisting unit or the support base or base
plate (28) thereof, which substructure comprises
- the uppermost mounted counterweight element (46), and/or
- a stand (68) placed on either the counterweight rest (62) or a counterweight element.
9. Mounting equipment according to claim 8, characterised in that footstep counter-bearings, in particular feet receptacles (48), that complement the
feet (30) of the support base or base plate (28) are provided on the substructure,
in particular on the counterweight rest (62) or on the stand (68).
10. Mounting system according to any of claims 1 to 7, characterised in that the footstep bearing element (92) is elastically deformable, in particular perpendicularly
to the longitudinal axis thereof or transversely to its fastening, and the footstep
bearing element (92) is seated on a bolt (82) that is attached so as to be displaceable
transversely to the longitudinal axis and is displaceably mounted in particular in
an open or slotted bush (87) that can be rotated, particularly by 360°.
11. Mounting system according to any of claims 1 to 10, characterised in that the footstep bearing element (92) is attached to the auxiliary hoisting unit (10)
or to the support base of base plate (28) thereof by means of a lockable bearing that
can be moved along the foot element longitudinal axis or in the direction of the fastening
thereof, in particular by means of a lockable screw thread connection.
12. Method for mounting a mobile crane auxiliary hoisting unit (10) that comprises auxiliary
hoisting unit mounting fasteners (16, 24, 26) which are assigned to the frame (14)
of the auxiliary hoisting unit and are used to fasten the auxiliary hoisting unit
to the crane, in which method the auxiliary hoisting unit (10) or the auxiliary hoisting
unit frame (10) thereof and/or the mounting fasteners (16, 24, 26) are translationally
moved in the vertical direction into the mounting position, the method being carried
out by a mounting unit (32, 40) that is attached to the auxiliary hoisting unit and
is provided in addition to the counterweight lifting system of the mobile crane, said
mounting unit moving the auxiliary hoisting unit frame (10) and/or the mounting fasteners
(16, 24, 26) into the mounting position, characterised in that, during mounting, a mounting system according to any of claims 1 to 7, 10 or 11,
or mounting equipment according to either claim 8 or claim 9 is used.
1. Système d'équipement pour un mécanisme de levage auxiliaire de grue mobile (10) comprenant
des fixations d'équipement de mécanisme de levage auxiliaire (16, 24, 26), qui sont
associées au châssis (14) du mécanisme de levage auxiliaire et qui servent à la fixation
du mécanisme de levage auxiliaire au niveau de la grue, comprenant un mécanisme d'équipement
(32, 40), qui peut déplacer dans une position d'équipement par translation dans une
direction verticale le châssis de mécanisme de levage auxiliaire (10) et/ou les fixations
d'équipement (16, 24, 26), caractérisé par un support de socle pour le mécanisme de levage auxiliaire de grue mobile (10), comprenant
au moins un socle, qui présente un élément de palier de socle (92) faisant saillie
vers le bas, dans lequel l'élément de palier de socle (92) peut être déformé élastiquement
et est disposé avec une mobilité ou un ajustement restreint dans au moins une direction
par rapport au mécanisme de levage auxiliaire (10).
2. Système d'équipement selon la revendication 1, caractérisé en ce que la position d'équipement est une position de fixation au niveau du chariot supérieur
de grue (48), dans le cadre de laquelle une prise entre les fixations d'équipement
de mécanisme de levage auxiliaire (16, 24, 26) et des fixations complémentaires (54,
56) a lieu au niveau du chariot supérieur de grue (48), en particulier au niveau du
mécanisme de levage principal (52).
3. Système d'équipement selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le mécanisme d'équipement (32, 40) est entraîné et/ou actionné de manière électrique,
de manière hydraulique, de manière pneumatique ou avec une combinaison de ces dernières.
4. Système d'équipement selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le mécanisme d'équipement comprend un dispositif de vérin de levage (32, 40) hydraulique,
qui enlève ou soulève le châssis de mécanisme de levage auxiliaire (10) d'un élément
de soubassement (28).
5. Système d'équipement selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'élément de soubassement est une base d'appui ou une plaque de base associée (28)
au châssis (10), en particulier reliée au châssis (10) par l'intermédiaire du mécanisme
d'équipement ou du dispositif de vérin de levage, depuis laquelle le châssis (10)
peut être levé au moyen du mécanisme d'équipement ou du dispositif de vérin de levage
dans la position d'équipement.
6. Système d'équipement selon la revendication 5, caractérisé en ce que le mécanisme d'équipement ou le dispositif de cylindre de levage (32, 40) est relié
de manière solidaire en pression, en particulier de manière solidaire en traction
et en pression, à la base d'appui ou à la plaque de base (28).
7. Système d'équipement selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que sont disposés, au niveau du côté inférieur ou au niveau du côté, opposé au châssis,
de la base d'appui ou de la plaque de base (28), plusieurs socles (30), en particulier
des supports de socle pouvant être réglés selon la position et/ou compensant la position.
8. Installation d'équipement pour un mécanisme de levage auxiliaire de grue mobile (10),
comprenant un système d'équipement selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
et comprenant une sous-structure appropriée ou adaptée pour poser le mécanisme de
levage auxiliaire ou sa base d'appui ou plaque de base (28), laquelle sous-structure
présente
- l'élément de contrepoids (46) monté le plus haut, et/ou
- un bâti de montage (68) placé sur le plateau de réception de contrepoids (62) ou
sur un élément de contrepoids.
9. Installation d'équipement selon la revendication 8, caractérisée en ce que des supports complémentaires de socle, de manière spécifique des logements de socle
(48), sont prévus sur la sous-structure, en particulier sur le plateau de réception
de contrepoids (62) ou sur le bâti de montage (68), en complément des socles (30)
de la base d'appui ou de la plaque de base (28).
10. Système d'équipement selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'élément de palier de socle (92) peut être déformé élastiquement, en particulier
de manière perpendiculaire par rapport à son axe longitudinal ou de manière transversale
par rapport à sa fixation, et en ce que l'élément de palier de socle (92) repose au niveau d'un boulon (82) installé de manière
à pouvoir coulisser par rapport à l'axe longitudinal, lequel boulon est logé de manière
coulissante en particulier dans une douille (87) ouverte ou fendue, qui peut tourneur
de manière spécifique sur 360°.
11. Système d'équipement selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'élément de palier de socle (92) est installé au niveau du mécanisme de levage auxiliaire
(10) au niveau de la base d'appui ou de la plaque de base (28) de ce dernier, par
un support pouvant être ajusté, bloqué le long de l'axe longitudinal d'élément de
socle ou dans la direction de sa fixation, en particulier par un système d'assemblage
à vis et à filetage pouvant être bloqué.
12. Procédé servant à équiper un mécanisme de levage de grue mobile (10) avec des fixations
d'équipement de mécanisme de levage auxiliaire (16, 24, 26), qu: sont associées au
châssis (14) du mécanisme de levage auxiliaire et qui servent à la fixation du mécanisme
de levage auxiliaire au niveau de la grue, dans le cadre duquel le mécanisme de levage
auxiliaire (10) ou son châssis de mécanisme de levage auxiliaire (10) et/ou les fixations
d'équipement (16, 24, 26) sont déplacées dans la position d'équipement par translation
dans une direction verticale, dans lequel le procédé est effectué par un mécanisme
d'équipement (32, 40) prévu en plus du système de levage de contrepoids de la grue
mobile, installé au niveau du mécanisme de levage auxiliaire, lequel amène le châssis
de mécanisme de levage auxiliaire (10) et/ou les fixations d'équipement (16, 24, 26)
dans la position d'équipement, caractérisé en ce que lors de la procédure d'équipement, un système d'équipement selon l'une quelconque
des revendications 1 à 7, 10 ou 11 ou une installation d'équipement selon la revendication
8 ou 9 sont utilisés ou mis en oeuvre.
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