[0001] Die Erfindung betrifft eine Schutzplanke zum Einsatz an Straßen. Derartige Schutzplanken
werden als durchlaufende Sperre entlang einer Straße oder zwischen Fahrspuren verwendet,
um von der Fahrbahn abkommende Fahrzeuge abzubremsen, zurückzuleiten oder zu stoppen.
Die Schutzplanken werden üblicherweise an einem im Boden befestigten Pfosten angebracht,
oder können auch miteinander verbunden werden. Zur Befestigung einer Schutzplanke
an einem Pfosten oder zweier Schutzplanken miteinander werden üblicherweise Schraubverbindungen
verwendet.
[0002] Aus der
DE 10 2004 034 999 A1 ist ein Leitplanken-Pfosten bekannt, der eine Frontstütze, eine hintere Schrägstütze
und ein Fußteil zum Verbinden der Frontstütze mit einem Fundament aufweist. Oberhalb
der Verbindung zwischen der Frontstütze und der Schrägstütze ist eine Leitplanke mittels
Flachkopfschrauben befestigt. Die Frontstütze, die Schrägstütze und das Fußteil bestehen
aus Blech und werden durch Stanz-Biege-Verfahren hergestellt. Dabei ist das Fußteil
dickwandiger ausgebildet als die Frontstütze und die Schrägstütze.
[0003] Aus der
DE 10 2005 039 705 A1 ist eine Verkehrsleiteinrichtung zur Anbringung am Rand von Fahrbahnen bekannt. Die
Leiteinrichtung umfasst mehrere mit dem Boden verbundene Stützen, an dem eine obere
Leitplanke unter Zwischenschaltung eines L-förmigen Stützelements und eine untere
Leitplanke über ein Dämpfungselement befestigt ist. Die Stützen sind zur Längsversteifung
über einen Zuganker miteinander verbunden.
[0004] Aus der
DE 100 41 280 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum flexiblen Walzen eines Metallbandes bekannt.
Das Metallband wird zum Walzen durch einen zwischen einer ersten Arbeitswalze und
einer zweiten Arbeitswalze gebildeten Walzspalt geführt. Dabei wird die Größe des
Walzspalts derart variiert, dass über die Länge des Metallbandes Bandabschnitte mit
größerer Banddicke und Bandabschnitte mit geringerer Banddicke erzielt werden.
[0005] Aus der
DE 10 2009 056 514 A1 ist ein Walzverfahren und eine Walzvorrichtung zum Herstellen eines Metallbandes
mit einer über seine Breite variierenden Dicke bekannt.
[0006] Aus der
DE 2 010 127 A1 ist eine Leitplanke bekannt, die aus im Strangpressverfahren gezogenen Aluminiumlegierungen
besteht und unterschiedliche Wandstärken über der Breite aufweist. Die Leitplanke
ist in der Mitte geschwächt und am oberen und unteren Rand verstärkt. Die verstärkten
Ränder können durch Sicken profiliert oder in Form einer massiven Abrundung gestaltet
sein.
[0007] Aus der
DE 1 291 349 A ist eine Straßenleitplanke aus einem Strangpressprofil aus einer Aluminiumlegierung
bekannt. Der Holm der Straßenleitplanke weist zwei rinnenförmige Teile auf, die gegen
die Fahrbahn vorspringen und an den Stellen die zuerst den Stoß aufnehmen, dicker
ausgebildet sind. Auch die oberen und unteren Ränder sind zur Versteifung verstärkt.
[0008] Aus der
CH 449 689 ist eine Straßenleitplanke aus Verbundwerkstoff bekannt. Die Oberfläche besteht beidseitig
aus dünnem Metallblech, das mit einer zwischen den Blechen angeordneten, im Verhältnis
zur Blechstärke dicken Kunststoffschicht fest verbunden ist. Die Leitplanke ist im
Querschnitt gewellt. Die Dicke der Kunststoffschicht im Bereich des Wellenscheitels
ist größer als an den Wellenflanken.
[0009] Aus der
GB 1 272 588 ist eine Leitplanke mit einem hohlen Profil, das eine geringere Dicke als Tiefe aufweist,
und einem innerhalb des Profils längs verlaufenden Verstärkungsdraht.
[0010] Aus der
DE 20 2004 013 606 U1 ist eine Schutzeinrichtung für eine Straße bekannt, die einen am Boden festgelegten
Pfosten, einen an diesen befestigten Leitholmstrang aus hölzernen Leitholmen und einen
unterhalb des Leitholmstrangs aufgehängten Leitblechstrang. Der Leitblechstrang besteht
aus sich im Wesentlichen vertikal erstreckenden, mit von der Fahrbahn weg gerichteten
schrägen Randstreifen versehenen Leitblechen.
[0011] Aus der
EP 1 555 349 A1 ist ein Plastikelement als Schutzvorrichtung für Motorradfahrer bekannt. Das Plastikelement
umfasst einen aus Polymermaterial gespritzten Hohlkörper, der an bestehende Schutzplanken
befestigt werden kann. Die Endabschnitte des Plastikelements haben eine reduzierte
Dicke, so dass zwei aneinandergesetzte Plastikelemente ein einheitliches Profil bilden.
[0012] Aus der
EP 0 246 545 A2 ist eine bewegliche Schutzplanke bekannt, die aus einer Reihe von Elementen besteht,
von denen jedes Element mittig an einem Pfosten schwenkbar befestigt ist.
[0013] Problematisch bei der Gestaltung von Schutzplanken ist, dass die größte Belastung
der Schutzplanken beim Aufprall eines Fahrzeugs im Bereich der Anschraubverbindungen
zu den im Boden verankerten Pfosten auftritt. Bei zu hoher Belastung können die Schutzplanken
in den Anschraublöchern durch Lochleibung ausreißen, so dass das Fahrzeug von der
Fahrbahn abkommen kann.
[0014] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schutzplanke für
eine Sicherheitseinrichtung an einer Straße vorzuschlagen, die einen zuverlässigen
Schutz gegen Ausreißen der Schutzplanke von einem Pfosten der Sicherheitseinrichtung
bietet und die gleichzeitig mit geringem Materialaufwand hergestellt werden kann.
Die Aufgabe besteht ferner darin, ein entsprechendes Verfahren zur Herstellung einer
solchen Schutzplanke für eine Sicherheitseinrichtung vorzuschlagen.
[0015] Die Lösung besteht in einer Schutzplanke für eine Sicherheitseinrichtung an einer
Straße, umfassend zumindest einen ersten Abschnitt mit einer ersten Materialdicke
und zumindest einen zweiten Abschnitt mit einer zweiten Materialdicke, wobei die erste
Materialdicke größer ist als die zweite Materialdicke. Es ist insbesondere vorgesehen,
dass der zumindest eine erste Abschnitt und der zumindest eine zweite Abschnitt über
der Länge der Schutzplanke verteilt angeordnet sind oder, mit anderen Worten, dass
die Schutzplanke eine variable Materialdicke über der Länge aufweist. Zumindest ein
erster bzw. zweiter Abschnitt bedeutet, dass auch zwei oder mehr erste Abschnitte
bzw. zwei oder mehr zweite Abschnitte an einer Schutzplanke vorgesehen sein können.
[0016] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Schutzplanke besteht darin, dass diese hinsichtlich
der Materialdicke über der Länge bzw. über der Breite individuell an die Anforderungen
in Bezug auf die Festigkeit bzw. Steifigkeit angepasst werden kann. Die Dimensionierung
der einzelnen Abschnitte der Schutzplanke kann in den einzelnen Bereichen nach den
jeweiligen Belastungen individuell erfolgen, so dass eine Überdimensionierung der
Schutzplanke reduziert wird. Durch gezielte Reduktion der Dicke der Schutzplanke in
geringer belasteten Bereichen kann Material eingespart werden, so dass die Schutzplanke
letztlich ohne Einbußen in Bezug auf die mechanischen Eigenschaften ein geringes Gewicht
aufweist und somit kostengünstig hergestellt werden kann. Es lassen sich durch flexibles
Walzen auch hoch belastete Bereiche der Schutzplanke mit geringem Fertigungs- und
Materialaufwand kostengünstig verstärken.
[0017] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung liegt das Verhältnis zwischen der dünneren zweiten
Materialdicke und der dickeren ersten Materialdicke zwischen 1/10 und 9/10, vorzugsweise
zwischen 1/3 oder 1/2 als Untergrenze und 3/4 oder 4/5 als Obergrenze, und liegt insbesondere
zwischen 2/3 und 3/4. Dabei sind innerhalb einer Schutzplanke prinzipiell auch mehr
als zwei Abschnitte mit unterschiedlicher Materialdicke denkbar, beispielsweise drei
oder vier Abschnitte mit unterschiedlicher Dicke. Dies gilt insbesondere für Schutzplanken
mit über der Höhe variabler Materialdicke. Dabei können gegebenenfalls Verhältnisse
zwischen der dünnsten Materialdicke und der dicksten Materialdicke von weniger als
1/2 erreicht werden. Bei Verwendung von mehr als zwei Abschnitten mit unterschiedlicher
Materialdicke ist die Materialdicke der ein oder mehreren weiteren Abschnitte vorzugsweise
jeweils kleiner als die des ersten Abschnitts und größer ist als die des zweiten Abschnitts.
Die Schutzplanke mit einer variablen Materialdicke ist vorzugsweise durch flexibles
Walzen eines Blechbandes hergestellt.
[0018] Nach einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Materialdicke
über eine Länge der Schutzplanke variabel ist, erste und zweite Abschnitte also über
die Länge der Schutzplanke verteilt angeordnet sind. Das bedeutet, dass die Abschnitte
mit unterschiedlicher Materialdicke in Längsrichtung benachbart zueinander angeordnet
sind. Dabei weist die Schutzplanke über ihre Länge in geringer belasteten Bereichen
eine niedrigere Materialdicke auf und in höher belasteten Bereichen eine größere Materialdicke,
so dass diese gezielt verstärkt sind.
[0019] Nach einer zweiten bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Materialdicke
über eine Breite der Schutzplanke, das heißt quer zur Längserstreckung, variabel ist,
erste und zweite Abschnitte also über die Breite verteilt angeordnet sind. Das bedeutet,
dass die Abschnitte mit unterschiedlicher Materialdicke in Querrichtung benachbart
zueinander angeordnet sind. Dabei weist die Schutzplanke über ihre Breite in geringer
belasteten Bereichen eine niedrigere Materialdicke auf und in höher belasteten Bereichen
eine größere Materialdicke, so dass diese gezielt verstärkt sind.
[0020] Nach einer dritten bevorzugten Ausführungsform, die eine Kombination der ersten und
zweiten Möglichkeit darstellt, ist ferner vorgesehen, dass die Materialdicke über
der Länge und über der Breite der Schutzplanke variabel ist. Das bedeutet, dass die
Schutzplanke eine dreidimensionale Struktur erhält, wobei erste Längsabschnitte mit
unterschiedlicher Materialdicke vorgesehen sind, die in Längsrichtung benachbart zueinander
angeordnet sind, und zumindest einer der Längsabschnitte in Querrichtung, das heißt
über der Breite der Schutzplanke, mehrere Breitenabschnitte mit unterschiedlicher
Materialdicke aufweist. Durch die letztgenannte Ausführungsform wird ein Höchstmaß
an Flexibilität hinsichtlich der Anpassbarkeit der Schutzplanke an die Beanspruchung
erreicht.
[0021] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung, die für alle der obengenannten Ausführungsformen
gilt, ist zwischen jeweils zwei Abschnitten mit unterschiedlicher Materialdicke ein
Übergangsabschnitt vorgesehen, in dem die Materialdicke über der Länge bzw. über der
Breite variiert. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass die Materialdicke im Übergangsabschnitt
zwischen dem dickeren ersten Abschnitt und dem dünneren zweiten Abschnitt stetig abnimmt.
Es sind gegebenenfalls auch Übergangsabschnitte zwischen dem ersten bzw. zweiten Abschnitt
und einem oder mehreren weiteren Abschnitten vorzusehen. Jeder einzelne Abschnitt
hat vorzugsweise eine zumindest im wesentlichen gleichbleibende Wandstärke in Erstreckungsrichtung
des jeweiligen Abschnitts, das heißt in Längs- oder in Querrichtung. Zwischen zwei
benachbarten Abschnitten mit etwa konstanter Wanddicke ist jeweils ein Übergangsabschnitt
mit veränderlicher Wanddicke in Erstreckungsrichtung vorgesehen.
[0022] Für die obengenannte erste Ausführungsform mit über der Länge variabler Dicke der
Schutzplanke gilt vorzugsweise, dass der Übergangsabschnitt eine geringere Länge,
also Ausdehnung entlang der Schutzplanke aufweist, als der dickere erste Abschnitt.
Weiter ist vorzugsweise vorgesehen, dass der erste Abschnitt eine geringere Länge,
bzw. Ausdehnung entlang der Schutzplanke aufweist, als der dünnere zweite Abschnitt.
[0023] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung, die für alle der obengenannten Ausführungsformen
gilt, ist im ersten Abschnitt oder in zumindest einem weiteren Abschnitt zumindest
eine erste Durchgangsöffnung vorgesehen. Diese erste Durchgangsöffnung dient insbesondere
zum Befestigen der Schutzplanke an einem Pfosten der Sicherheitseinrichtung. Die Befestigung
erfolgt dabei vorzugsweise mittels einer Schraubverbindung, wobei eine Schraube durch
die Durchgangsöffnung der Schutzplanke und eine entsprechende Bohrung im Pfosten hindurchgesteckt
und mittels einer Mutter verschraubt wird. Dabei kann die Befestigung der Schutzplanke
an dem Pfosten auch unter Zwischenschaltung eines Dämpfungselements erfolgen, dass
einen Teil der Aufprallenergie absorbieren kann. Üblicherweise sind die Durchgangsöffnungen
zum Anbringen der Schutzplanken am Pfosten etwa mittig in Bezug auf die Breite der
Schutzplanke angeordnet. Die Durchgangsöffnungen sind insbesondere in Form von Langlöchern
gestaltet. Sie können prinzipiell jedoch auch eine beliebig andere Kontur aufweisen.
[0024] Für eine hohe Steifigkeit bzw. Festigkeit der Schutzplanke ist es günstig, wenn ein
Querschnitt durch den ersten Abschnitt bzw. den weiteren Abschnitt, und zwar im Bereich
der zumindest einen ersten Durchgangsöffnung, eine Querschnittsfläche aufweist, welche
wenigstens einer Querschnittsfläche eines Querschnitts durch den zweiten Abschnitt
entspricht. Das bedeutet, dass die Querschnittsfläche des Querschnitts durch die Schutzplanke
im Bereich der Durchgangsöffnung gleich groß oder größer der Querschnittsfläche des
Querschnitts durch die Schutzplanke in einem Bereich ist, der keine Durchgangsöffnung
oder andere Schwächungszone aufweist. Dies gilt sowohl für die Ausführungsform mit
über der Länge der Schutzplanke variabler Dicke, als auch für die Ausführungsform
mit über der Breite der Schutzplanke variabler Dicke, als auch für die Kombination
aus beiden Ausführungsformen.
[0025] Dies gilt vorzugsweise auch für weitere Abschnitte der Schutzplanke, in denen weitere,
zweite Durchgangsöffnungen vorgesehen sind. Die zweiten Durchgangsöffnungen können
in Längsrichtung mit Abstand zu der ersten Durchgangsöffnung angeordnet sein. Dabei
können insbesondere mehrere zweite Durchgangsöffnungen über der Breite der Schutzplanke
vorgesehen sein. Diese zweiten Durchgangsöffnungen dienen insbesondere zum Verbinden
zweier Schutzplanken miteinander. Dabei erfolgt die Verbindung vorzugsweise mittels
Schraubverbindungen.
[0026] Bezüglich der zweiten Durchgangsöffnungen gilt vorzugsweise ebenfalls, dass die Querschnittsfläche
durch den Abschnitt, in dem die zweiten Durchgangsöffnungen angeordnet sind, einer
Querschnittsfläche durch den zweiten Abschnitt wenigstens entspricht. Das bedeutet,
dass die Querschnittsfläche durch die Schutzplanke im Bereich der zweiten Durchgangsöffnung
gleich groß oder größer der Querschnittsfläche durch die Schutzplanke in dem Bereich
ist, der keine Durchgangsöffnung oder andere Schwächungszone aufweist.
[0027] Zusammen mit einem oder mehreren Pfosten bildet die erfindungsgemäße Schutzplanke
eine Sicherheitseinrichtung. Bei einer solchen Sicherheitseinrichtung sind vorteilhafterweise
auch die Pfosten mit einer variablen Materialdicke ausgeführt, welche vorzugsweise
durch flexibles Walzen eines Blechbandes hergestellt wird.
[0028] Die Lösung der obengenannten Aufgabe besteht weiter in einem Verfahren zum Herstellen
einer Schutzplanke für eine Sicherheitseinrichtung an einer Straße mit folgenden Verfahrensschritten:
Walzen eines Bleches, wobei erste Abschnitte mit einer ersten Materialdicke und zweite
Abschnitte mit einer zweiten Materialdicke über eine Erstreckungsrichtung der Schutzplanke
erzeugt werden, wobei die erste Materialdicke größer ist als die zweite Materialdicke.
Die Erzeugung der Kontur der Schutzplanke kann durch Rollprofilieren oder Tiefziehen
erfolgen. Vorzugsweise erfolgt ein Einbringen von zumindest einer Durchgangsöffnung
in die Schutzplanke in einem Abschnitt mit größerer Materialdicke, insbesondere im
ersten Abschnitt.
[0029] Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens bestehen, wie oben bereits erläutert,
darin, dass sich Schutzplanken herstellen lassen, die hinsichtlich ihrer Materialdicke
an die Anforderungen in Bezug auf die Belastung bei einem Aufprall angepasst sind.
Unter optimaler Ausnutzung des eingesetzten Materials können die erfindungsgemäß hergestellten
Schutzplanken denselben oder höheren Belastungen standhalten, wie herkömmliche Schutzplanken
mit einheitlicher Materialstärke, wobei das Gewicht und damit die Kosten deutlich
reduziert sind.
[0030] Die Erzeugung der unterschiedlichen Materialstärken kann nach einer ersten Möglichkeit
mittels flexiblem Walzen erfolgen, wobei über der Länge des Werkstücks unterschiedliche
Materialdicken erzeugt werden. Nach einer alternativen oder ergänzenden Möglichkeit
kann als Verfahrensschritt Bandprofilwalzen eines Bleches vorgesehen sein. Mit dem
Bandprofilwalzen wird die Materialdicke des Bleches über der Breite verändert. Hiermit
lässt sich insbesondere eine Schutzplanke herstellen, die in Breitenabschnitten, in
denen ein oder mehrere Durchgangslöcher einzubringen sind, eine größere Materialdicke
aufweist, als in hierzu im Querschnitt benachbarten Breitenabschnitten. Das Bandprofilwalzen
kann vor, während oder nach dem Rollprofilieren oder Tiefziehen erfolgen.
[0031] Nach einer dritten Möglichkeit kann sowohl ein flexibles Walzen als auch ein Bandprofilwalzen
durchgeführt werden. Hiermit wird ein Werkstück mit über der Länge und über der Breite
variabler Wandstärke erzeugt. Mit der dritten Möglichkeit ergibt sich die größtmögliche
Flexibilität hinsichtlich der Ausgestaltung der Dickenbereiche über der Länge bzw.
der Breite der Schutzplanke.
[0032] Nach einer möglichen Ausgestaltung ist als weiterer Verfahrensschritt zur Herstellung
der Schutzplanke eine Wärmebehandlung vorgesehen, die zwischen oder nach den einzelnen
Verfahrensschritten erfolgen kann. Es ist jedoch auch denkbar, dass nach dem flexiblen
Walzen, nach dem Bandprofilwalzen oder dem Rollprofilieren keine Wärmebehandlung durchgeführt
wird, sondern dass die Schutzplanke in walzhartem Zustand eingesetzt wird. Diese weist
im dünnen Abschnitt bzw. den dünnen Abschnitten eine höhere Festigkeit auf als in
dem bzw. den dicken Abschnitten. Insofern ist die nicht wärmebehandelte Schutzplanke
gleichzeitig dicken- als auch festigkeitsoptimiert.
[0033] Bevorzugte Ausführungsformen werden nachstehend anhand der Zeichnungsfiguren erläutert.
Hierin zeigt:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Schutzplanke in einer ersten Ausführungsform mit über der Länge
variabler Materialdicke in perspektivischer Ansicht;
- Figur 2
- die Schutzplanke nach Figur 1 in Seitenansicht;
- Figur 3
- den Verlauf der Materialdicke der Schutzplanke nach Figur 1 über der Länge;
- Figur 4
- den Bereich, an dem die Schutzplanke nach Figur 1 an einem Pfosten befestigt ist,
im Detail;
- Figur 5
- eine erfindungsgemäße Schutzplanke in einer zweiten Ausführungsform mit über der Breite
variabler Materialdicke in perspektivischer Ansicht;
- Figur 6
- einen Teilabschnitt der Schutzplanke nach Figur 5;
- Figur 7
- die Schutzplanke nach Figur 5 im Querschnitt gemäß Schnittlinie VII-VII aus Figur
6;
- Figur 8
- den Dickenverlauf der Schutzplanke nach Figur 5 über der Breite;
- Figur 9
- eine erfindungsgemäße Schutzplanke in einer dritten Ausführungsform mit über der Länge
und über der Breite variabler Materialdicke in perspektivischer Ansicht;
- Figur 10
- die Schutzplanke nach Figur 9 im Querschnitt durch den ersten Abschnitt;
- Figur 11
- den Dickenverlauf der Schutzplanke nach Figur 10 im ersten Abschnitt über der Breite;
- Figur 12
- die Schutzplanke nach Figur 9 im Querschnitt durch den zweiten Abschnitt;
- Figur 13
- den Dickenverlauf der Schutzplanke nach Figur 10 im zweiten Abschnitt über der Breite;
- Figur 14
- eine erfindungsgemäße Schutzplanke in einer vierten Ausführungsform mit über der Länge
und über der Breite variabler Materialdicke in perspektivischer Ansicht;
- Figur 15
- die Schutzplanke nach Figur 14 in einem Querschnitt durch den ersten Abschnitt;
- Figur 16
- den Dickenverlauf der Schutzplanke nach Figur 15 im ersten Abschnitt über der Breite;
- Figur 17
- die Schutzplanke nach Figur 14 in einem Querschnitt durch den zweiten Abschnitt; und
- Figur 18
- den Dickenverlauf der Schutzplanke nach Figur 15 im zweiten Abschnitt über der Breite.
[0034] Die Figuren 1 bis 4 werden im folgenden gemeinsam beschrieben. Es ist eine erfindungsgemäße
Schutzplanke 2 für eine Sicherheitseinrichtung 3 gezeigt, die entlang von Fahrbahnen
für Kraftfahrzeuge angebracht werden und zum Schutz dienen, falls Fahrzeuge von der
Fahrbahn abkommen. Hierfür werden einzelne Schutzplanken 2 miteinander lösbar verbunden
und über Pfosten 4 entlang einer Fahrbahn angebracht.
[0035] In Figur 1 ist eine einzelne Schutzplanke 2, die auch als Leitplanke bezeichnet werden
kann, in perspektivischer Ansicht und in Figur 2 in Seitenansicht gezeigt. Die Schutzplanke
2 ist aus einem Stahlwerkstoff durch Umformen hergestellt. Die Schutzplanke 2 umfasst
an ihren Enden jeweils einen ersten Abschnitt 5 mit einer ersten Materialdicke D5
sowie einen dazwischen liegenden zweiten Abschnitt 6 mit einer zweiten Materialdicke
D6, die kleiner ist als die Materialdicke D5 der endseitigen ersten Abschnitte. Zwischen
dem dickeren ersten Abschnitt 5 und dem dünneren zweiten Abschnitt 6 ist jeweils ein
Übergangsabschnitt 7 gebildet, in dem die Materialdicke ausgehend vom dickeren Abschnitt
in Richtung zum dünneren Abschnitt stetig abnimmt. Der erste Abschnitt 5 erstreckt
sich über eine Länge L5, der zweite Abschnitt 6 über eine Länge L6 und der Übergangsabschnitt
7 über eine Länge L7. Die Länge L7 des Übergangsabschnitts 7 ist kürzer als die Länge
L5 des dickeren ersten Abschnitts 5.
[0036] Wie aus Figur 3 erkennbar ist, die das Dickenprofil der Schutzplanke 2 über der Länge
zeigt, ist das Verhältnis der Materialdicke D6 des dünneren zweiten Abschnitts 6 zur
Materialdicke D5 des dickeren Abschnitts 5 etwa 2 zu 3, wobei hier auch andere Dickenverhältnisse
denkbar wären, die beispielsweise zwischen 1 zu 2 bis 4 zu 5 liegen können. Durch
die variable Dicke der Schutzplanke 2 über der Länge kann die Schutzplanke 2 individuell
an die Anforderungen in Bezug auf die Festigkeit beziehungsweise Steifigkeit angepasst
werden. Dabei versteht es sich, dass auch andere Dickenverläufe als der gezeigte Dickenverlauf
denkbar sind. Beispielsweise kann zusätzlich oder alternativ zu den ersten Abschnitten
5, die an den Enden der Schutzplanke 2 gebildet sind, auch ein oder mehrere dickere
erste Abschnitte im mittleren Bereich der Schutzplanke vorgesehen werden. Diese können
insbesondere in den Bereichen angeordnet werden, in denen die Schutzplanke an einem
Pfosten befestigt werden soll. Es ist auch denkbar, dass der Dickenverlauf der Schutzplanke
etwa wellenförmig gestaltet ist, das heißt, dass die Materialstärke jeweils von den
dickeren ersten Abschnitten weg abnimmt, dann ein Minimum erreicht und im Anschluss
an das Minimum in Richtung zum nächsten dickeren ersten Abschnitt wieder zunimmt.
Dabei wäre der zweite Abschnitt im Bereich des Minimums gebildet und auf eine minimale
Länge verkürzt. Demgegenüber wären die Übergangsabschnitte mit kontinuierlicher Änderung
der Dicke über der Länge entsprechend lang ausgebildet.
[0037] Die Schutzplanke 2 hat über ihre Länge verteilt mehrere Durchgangsöffnungen 8, die
insbesondere in Form von Langlöchern gestaltet sind. Diese Durchgangsöffnungen 8 sind
in Bezug auf die Breite der Schutzplanke 2 etwa mittig angeordnet und dienen zum Anbringen
der Schutzplanke 2 an einem Pfosten 4, der wiederum in dem Boden verankert ist. Die
Verbindung zwischen der Schutzplanke 2 und dem Pfosten 4 erfolgt über Schraubverbindungen,
die hier nicht dargestellt sind. Die Durchgangsöffnungen 8 sind in regelmäßigen Abständen
über die Länge der Schutzplanke 2 verteilt. Dabei befindet sich in jeder Querschnittsebene
jeweils nur eine einzige erste Durchgangsöffnung 8. Die Materialdicke D5 im dickeren
ersten Abschnitt 5, in dem die erste Durchgangsöffnung 8 zum Anbringen an dem Pfosten
4 vorgesehen ist, ist insbesondere so gestaltet, dass die Querschnittsfläche in einer
Schnittebene E1, in der sich die erste Durchgangsöffnung 8 befindet, gleichgroß oder
größer der Querschnittsfläche durch die Schutzplanke 2 in einer Ebene E2 ist, in der
keine Durchgangsöffnung vorhanden ist. Durch diese Ausgestaltung ergibt sich eine
hohe Steifigkeit beziehungsweise Festigkeit der Schutzplanke 2 im Anbindungsbereich,
so dass hier im Falle eines Aufpralls verhindert wird, dass die Schutzplanke 2 aufreißt
und vom Pfosten 4 getrennt wird.
[0038] Zusätzlich zu den ersten Durchgangsöffnungen 8 sind zweite Durchgangsöffnungen 9
an den Endabschnitten der Schutzplanke 2 vorgesehen. Dabei sind jeweils mehrere zweite
Durchgangsöffnungen 9 über die Breite der Schutzplanke 2 verteilt angeordnet. Diese
zweiten Durchgangsöffnungen 9 dienen zum Befestigen zweier Schutzplanken 2 aneinander.
Die Befestigung erfolgt üblicherweise mittels Schraubverbindungen. Es ist erkennbar,
dass vorliegend an jedem Ende der Schutzplanke 2 zwei Reihen von zweiten Durchgangsöffnungen
9 vorgesehen ist, von denen eine erste Reihe auf der einen Seite der ersten Durchgangsöffnung
8 liegt und eine zweite Reihe auf der anderen Seite der ersten Durchgangsöffnung 8
liegt.
[0039] Für die Materialdicke im Bereich der zweiten Durchgangsöffnungen 9 gilt vorzugsweise
ebenfalls, dass die Querschnittsfläche der Schutzplanke in einer Ebene E3, in der
die zweiten Durchgangsöffnungen 9 angeordnet sind, gleichgroß oder größer der Querschnittsfläche
der Schutzplanke 2 in der Ebene E2 ist, in der keine Löcher oder andere Schwächungszonen
vorgesehen sind. Hierdurch ergibt sich auch im Bereich der zweiten Durchgangsöffnungen
9 eine ausreichende Festigkeit der Schutzplanke 2, die verhindert, dass die Schutzplanke
2 bei einem Aufprall von einem Kraftfahrzeug aufgerissen wird.
[0040] Die vorliegende Ausführungsform der Schutzplanke 2 mit über der Länge variabler Materialdicke
wird vorzugsweise durch flexibles Walzen eines Blechbandes hergestellt. Nach dem flexiblen
Walzen wird das Blechband entsprechend der gewünschten Länge abgelängt und es werden
die Durchgangsöffnungen zum Befestigen der Schutzplanke 2 an einem Pfosten 4 bzw.
mehrerer Schutzplanken 2 untereinander in das Blech eingebracht. Die Kontur der Schutzplanke
2 wird mittels Rollprofilieren oder Tiefziehen erzeugt. Nach dem flexiblen Walzen
kann als weiterer Verfahrensschritt eine Wärmebehandlung vorgesehen werden. Die Wärmebehandlung
kann zwischen oder nach den einzelnen Verfahrensschritten erfolgen.
[0041] Die Figuren 5 bis 8 zeigen eine erfindungsgemäße Schutzplanke 2' in einer zweiten
Ausführungsform. Diese entspricht in weiten Teilen derjenigen gemäß den Figuren 1
bis 3, so dass hinsichtlich der Gemeinsamkeiten auf die obige Beschreibung Bezug genommen
wird.
[0042] Die Besonderheit der vorliegenden Ausführungsform besteht darin, dass die Schutzplanke
2' über der Breite eine variable Materialdicke aufweist, wie sich am besten in den
Figuren 7 und 8 erkennen lässt, die einen Schnitt entlang der Linie VII-VII in Figur
6, sowie den Dickenverlauf über die Breite der Schutzplanke 2' zeigen. Es ist erkennbar,
dass die Schutzplanke 2' in Bezug auf die Mittelebene M spiegelsymmetrisch gestaltet
ist, was sowohl in Bezug auf die Kontur als auch in Bezug auf den Dickenverlauf gilt.
Insofern ist hier nur die obere Hälfte beschriftet und wird beschrieben. Für die untere
Hälfte gilt entsprechend dasselbe. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Schutzplanke
in Bezug auf die Ebene M eine unsymmetrische Ausgestaltung des Dickenverlaufs über
der Breite aufweist. Auch ist es denkbar, dass das Profil der Schutzplanke im Querschnitt
betrachtet unsymmetrisch ist.
[0043] Die Schutzplanke 2" weist einen ersten Abschnitt 11 mit einer ersten Materialdicke
D11 auf. Diese stellt die größte Materialdicke der Schutzplanke 2" dar und kann beispielsweise
3 mm betragen. Es ist ferner ein zweiter Abschnitt 12 mit geringster Wandstärke D12
erkennbar, der am Außenrand der Schutzplanke 2" gebildet ist. Dieser kann beispielsweise
eine Wandstärke von 2 mm aufweisen.
[0044] Betrachtet man den Dickenverlauf beginnend an dem in der Abbildung oberen Ende der
Schutzplanke 2', weist diese an ihrem oberen Ende die Dicke D12 auf. Nach einem ersten
Radius steigt die Materialdicke im Übergangsabschnitt 13, der eine variable Dicke
D13 in Querrichtung hat, von der Dicke D12 auf die Dicke D11 des ersten Abschnitts
11 an. Dabei ist der Dickenverlauf des Übergangsabschnitts 13 stetig. Der erste Abschnitt
11 hat einen gekrümmten Bereich, der in montiertem Zustand in Richtung Fahrbahn weist,
sowie einen daran anschließenden geraden Abschnitt, der winklig in Richtung Mittelebene
verläuft. Im Anschluss an den Abschnitt 11 mit größter Wandstärke D11 schließt wieder
ein Übergangsabschnitt 15 mit einer in Richtung Mittelebene M abnehmenden Wandstärke
D15 an. Nach dem Übergangsabschnitt 15 mit stetig abnehmender Dicke D15 schließt sich
ein gebogener Abschnitt 14 mit einer deutlich verringerten Dicke D14 an. Dieser gebogene
Abschnitt 14, der auch als dritter Abschnitt bezeichnet werden kann, hat beispielsweise
eine Dicke von 2,5 mm. An den gebogenen Abschnitt 14 schließt wieder ein Übergangsabschnitt
17 mit einer in Richtung Mittelebene M zunehmenden Wandstärke D17 an. Der Übergangsabschnitt
17 ist verhältnismäßig kurz, insbesondere kürzer als der außen benachbarte gebogene
Abschnitt 14 oder der innen anschließende Mittelabschnitt 16. Der Mittelabschnitt
16, der auch als vierter Abschnitt bezeichnet werden kann hat die Dicke D16. Diese
ist annähernd damit annähernd so groß wie die größte Dicke D11 des ersten Abschnitts
11. Es versteht sich, dass der Mittelabschnitt 16 auch die Dicke D11, wie der erste
Abschnitt 11 aufweisen kann. Der weitere Verlauf der Materialdicke ergibt sich aus
der Symmetrie der Schutzplanke. Die Abschnitte 11, 16 größerer Materialstärke wechseln
sich mit den Abschnitten 12, 14 kleinerer Dicke ab. Jeweils dazwischen sind unterschiedlich
ausgedehnte rampenartige Übergangsabschnitte 13, 15, 17 angeordnet.
[0045] Die erfindungsgemäße Schutzplanke 2' gemäß der vorliegenden Ausführungsform wird
vorzugsweise mittels Bandprofilwalzen eines Bleches hergestellt. Mit dem Bandprofilwalzen
wird die Materialdicke des Bleches über der Breite verändert. Das Bandprofilwalzen
kann vor, während oder nach dem Rollprofilieren oder Tiefziehen erfolgen, mit dem
die Kontur der Schutzplanke erzeugt wird.
[0046] In den Figuren 9 bis 13 ist eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schutzplanke
2" dargestellt, bei welcher die Dicke des Materials sowohl über die Länge, als auch
über die Breite variiert ist. Der Verlauf der Dicke über die Länge mit einem mittleren
zweiten Abschnitt 6 und zwei randseitigen ersten Abschnitten 5 und dazwischen angeordneten
Übergangsbereichen 7 entspricht etwa dem in der Figur 3 dargestellten Verlauf. Die
Variation der Dicke über die Breite der Schutzplanke 2" entspricht dem in der Figur
8 dargestellten Verlauf. Dieser ist durch die Angabe von Abschnitten mit den Dicken
D11 bis D17 dargestellt. Die jeweiligen Abschnitte erstrecken sich entlang der Schutzplanke
2", über den ersten Abschnitt 5", den Übergangsabschnitt 7" und den zweiten Abschnitt
6".
[0047] Die dreidimensionale Struktur der Materialstärke über die Schutzplanke 2" ergibt
sich aus einer Kombination der Dickenverläufe nach den Figuren 3 und 8. Insofern stellt
die vorliegende Ausführungsform gemäß den Figuren 9 bis 13 eine Kombination der beiden
obengenannten Ausführungsformen dar. Hinsichtlich der Gemeinsamkeiten kann daher auf
die entsprechenden Beschreibungen Bezug genommen werden. Die vorliegende Ausführungsform
hat in dem Abschnitt 5" insgesamt das dickste Dickenprofil über der Breite. Der entsprechende
Querschnitt durch den Abschnitt 5" ist in Figur 10 gezeigt. Dabei kann innerhalb des
Längsabschnitts 5" der Querabschnitt 11 eine dickste Materialstärke von 3,0 mm haben,
während der dünnste Querabschnitt 12 eine Materialstärke von 2,0 aufweisen kann. Der
zweite Längsabschnitt hat denselben Dickenverlauf über dem Querschnitt, nur auf etwas
niedrigerem Niveau. Das heißt, alle Abschnitte 12', 13', 11', 15', 14', 17', 16' des
zweiten Längsabschnitts 6" haben eine etwas geringere Materialdicke D12', D13', D11',
D15', D14', D17', D16' als die entsprechenden Abschnitte 12, 13, 11, 15, 14, 17, 16
des ersten Längsabschnitts 5". Dabei kann der Dickenunterschied beispielsweise 0,5
bis 1,0 mm betragen. Im Übergangsabschnitt 7" erfolgt ein entsprechender rampenartiger
Übergang zwischen den jeweils in Längsrichtung benachbarten Längsabschnitten 12, 12';
13, 13' usw.
[0048] Die Herstellung der Schutzplanke 2" erfolgt durch die Kombination der Verfahrensschritte
flexibles Walzen, mittels dem ein Band mit über der Länge variabler Wandstärke mit
dickeren ersten Abschnitten 5, Übergangsabschnitten 7 und dünneren zweiten Abschnitten
6 erzeugt wird, und Bandprofilwalzen, mittels dem anschließend Abschnitte 11, 12,
13, 14, 15, 16, 17 mit über der Breite unterschiedlicher Dicke erzeugt werden.
[0049] In den Figuren 14 bis 18 ist eine vierte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Schutzplanke 2'" dargestellt, bei welcher die Dicke des Materials sowohl über die
Länge, als auch über die Breite variiert ist. Diese Ausführungsform entspricht in
weiten Teilen derjenigen gemäß den Figuren 9 bis 13, so dass hinsichtlich der Gemeinsamkeiten
auf die obige Beschreibung, und damit auf die Beschreibung zu den Figuren 1 bis 8
Bezug genommen werden kann.
[0050] Der Verlauf der Dicke über die Länge mit einem mittleren zweiten Abschnitt 6'" und
zwei randseitigen ersten Abschnitten 5'" und dazwischen angeordneten Übergangsbereichen
7'" entspricht etwa dem in der Figur 3 dargestellten Verlauf. Die Variation der Dicke
über die Breite der Schutzplanke 2'" im zweiten Abschnitt 6'" entspricht dem in der
Figur 8 dargestellten Verlauf. Dieser ist durch die Angabe von Abschnitten mit den
Dicken D11 bis D17 dargestellt. Die jeweiligen Abschnitte erstrecken sich entlang
der Schutzplanke 2"', über den zweiten Abschnitt 6"'.
[0051] Die vorliegende Ausführungsform hat in dem Abschnitt 5" insgesamt das dickste Dickenprofil
über der Breite. Dabei ist in Figur 10, die einen Querschnitt durch den Abschnitt
5'" zeigt, erkennbar, dass die Schutzplanke 2'" hier über die gesamte Breite eine
gleichbleibende maximale Dicke D5"' aufweist. Das heißt, die einzelnen Querabschnitte
12", 13", 11 ", 15", 14", 17" und 16" haben alle dieselbe Dicke D5"'. Diese kann beispielsweise
3,0 mm betragen.
[0052] Die Schutzplanke 2'" hat im zweiten Abschnitt 6''' denselben Dickenverlauf über dem
Querschnitt, wie bei der Ausführungsform gemäß den Figuren 5 bis 8. Im Übergangsabschnitt
7" erfolgt ein entsprechender rampenartiger Übergang zwischen den jeweils in Längsrichtung
benachbarten Abschnitten 12", 13" usw. des ersten Längsabschnitts 5''' und den entsprechenden
Abschnitten 12"', 13"' usw. des zweiten Längsabschnitts 6"'.
[0053] Die Herstellung der Schutzplanke 2" erfolgt durch die Kombination der Verfahrensschritte
flexibles Walzen, mittels dem ein Band mit über der Länge variabler Wandstärke mit
dickeren ersten Abschnitten 5, Übergangsabschnitten 7 und dünneren zweiten Abschnitten
6 erzeugt wird, und Bandprofilwalzen, mittels dem anschließend im zweiten Längsabschnitt
6'" die Abschnitte 11 "', 12"', 13"', 14"', 15"', 16"', 17"' mit über der Breite unterschiedlicher
Dicke erzeugt werden.
[0054] Es versteht sich, dass die gezeigten Ausführungsformen hinsichtlich der Dickenverläufe
über der Länge bzw. der Breite nur beispielhaft sind. Selbstverständlich sind auch
andere Dickenverläufe über der Länge bzw. über der Breite denkbar. Beispielsweise
könnte auch eine weitere Schutzplanke so gestaltet werden, dass sie im ersten Abschnitt
5 ein Profil mit über der Breite veränderlicher Dicke aufweist, wie es in Figur 8
gezeigt ist, und im zweiten Abschnitt 6 eine konstante Dicke über der Breite aufweist,
wie im Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 1 bis 4. Ein Übergangsabschnitt 7 würde
die Dicken des ersten und zweiten Abschnitts entsprechend verbinden. Das Verhältnis
zwischen der dünneren zweiten Materialdicke und der dickeren ersten Materialdicke
kann zwischen 1/10 und 9/10 liegen, vorzugsweise zwischen 1/3 und 4/5 oder 1/2 und
4/5, und liegt insbesondere zwischen 1/3 und 3/4, oder zwischen 2/3 und 3/4.
[0055] Alle der vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Schutzplanken haben den Vorteil,
dass diese hinsichtlich der Materialdicke über der Länge bzw. über der Breite individuell
an die Anforderungen in Bezug auf die Festigkeit bzw. Steifigkeit angepasst werden
können. Durch gezielte Reduktion der Dicke der Schutzplanke in geringer belasteten
Bereichen kann Material eingespart werden, so dass die Schutzplanke letztlich ohne
Einbußen in Bezug auf die mechanischen Eigenschaften ein geringes Gewicht aufweist
und somit kostengünstig hergestellt werden kann.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 2
- Schutzplanke
- 3
- Sicherheitseinrichtung
- 4
- Pfosten
- 5
- erster Abschnitt
- 6
- zweiter Abschnitt
- 7
- Übergangsabschnitt
- 8
- erste Durchgangsöffnung
- 9
- zweite Durchgangsöffnung
- 11
- erster Abschnitt
- 12
- zweiter Abschnitt
- 13
- Übergangsabschnitt
- 14
- dritter Abschnitt
- 15
- Übergangsabschnitt
- 16
- vierter Abschnitt
- 17
- Übergangsabschnitt
- D
- Dicke
- E
- Ebene
- L
- Länge
- M
- Mittelebene
1. Schutzplanke (2, 2', 2") aus Blech für eine Sicherheitseinrichtung an einer Straße,
umfassend zumindest einen ersten Abschnitt (5, 11) mit einer ersten Materialdicke
(D5, D11) und zumindest einen zweiten Abschnitt (6, 12) mit einer zweiten Materialdicke
(D6, D12),
wobei die erste Materialdicke (D5, D11) größer ist als die zweite Materialdicke (D6,
D12),
dadurch gekennzeichnet
dass der zumindest eine erste Abschnitt (5) und der zumindest eine zweite Abschnitt (6)
über der Länge der Schutzplanke (2) verteilt angeordnet sind.
2. Schutzplanke nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verhältnis zwischen der zweiten Materialdicke (D6, D12) und der ersten Materialdicke
(D5, D11) zwischen 1/3 und 3/4 liegt, und insbesondere 2/3 beträgt.
3. Schutzplanke nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest einer der ersten und zweiten Abschnitte (5, 6) über der Breite der Schutzplanke
(2) eine variable Dicke aufweist.
4. Schutzplanke nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Abschnitt (5, 6) mit über der Breite variabler Dicke zumindest ein erster
Querabschnitt (11) mit einer größeren Materialdicke (D11) und zumindest ein zweiter
Querabschnitt (12) mit einer kleineren Materialdicke (D12) gebildet ist.
5. Schutzplanke nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein weiterer Abschnitt (14, 16) mit einer Materialdicke (D14, D16) vorgesehen
ist, wobei die Materialdicke (D14, D16) des weiteren Abschnitts (14, 16) kleiner ist
als die erste Materialdicke (D5, D11) und größer ist als die zweite Materialdicke
(D6, D12).
6. Schutzplanke nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zumindest eine erste Abschnitt (5) und/oder der zumindest eine zweite Abschnitt
(6) und/oder der zumindest eine weitere Abschnitt (14, 16) eine konstante Materialdicke
(D5, D6, D14, D16) über der Länge aufweisen.
7. Schutzplanke nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem zumindest einen ersten Abschnitt (5, 11) und dem zumindest einen zweiten
Abschnitt (6, 12) oder dem zumindest einen weiteren Abschnitt (14, 16) jeweils ein
Übergangsabschnitt (7, 13, 15, 17) vorgesehen ist.
8. Schutzplanke nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Übergangsabschnitt (7, 13, 15, 17) eine geringere Ausdehnung entlang der Schutzplanke
(2, 2', 2") aufweist, als der erste Abschnitt (5, 11).
9. Schutzplanke nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Veränderung der Materialdicke (D7, D13, D15, D17) des zumindest einen Übergangsabschnitts
(7, 13, 15, 17) zwischen einem anschließenden Abschnitt (5, 11, 16) größerer Materialdicke
(D5, D11, D16) und einem anschließenden Abschnitt (6, 12, 14) kleinerer Materialdicke
(D6, D12, D14) stetig verläuft.
10. Schutzplanke nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Abschnitt (5, 5") eine geringere Ausdehnung entlang der Schutzplanke (2,
2") aufweist, als der zweite Abschnitt (6, 6").
11. Schutzplanke nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass im ersten Abschnitt (5, 11) oder in zumindest einem weiteren Abschnitt (14, 16) zumindest
eine erste Durchgangsöffnung (8) vorgesehen ist.
12. Schutzplanke nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Querschnitt durch den ersten Abschnitt (5) oder den zumindest einen weiteren
Abschnitt (16) im Bereich einer ersten Durchgangsöffnung (8) eine Querschnittsfläche
aufweist, die wenigstens einer Querschnittsfläche eines Querschnitts durch den zweiten
Abschnitt (6) entspricht.
13. Schutzplanke nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Materialdicke (D5, D16) derart gewählt ist, dass eine Steifigkeit des ersten
Abschnitts (5) oder des zumindest einen weiteren Abschnitts (16) im Bereich einer
ersten Durchgangsöffnung (8) wenigstens einer Steifigkeit des zweiten Abschnitts (6)
entspricht.
14. Verfahren zum Herstellen einer Schutzplanke für eine Sicherheitseinrichtung an einer
Straße nach einem der Ansprüche 1 bis 13, mit folgenden Verfahrensschritten:
Flexibles Walzen eines Bleches, wobei erste Abschnitte (5, 11) mit einer ersten Materialdicke
und zweite Abschnitte (6, 12) mit einer zweiten Materialdicke in Längsrichtung der
Schutzplanke erzeugt werden, wobei die erste Materialdicke größer ist als die zweite
Materialdicke.
15. Verfahren zum Herstellen einer Schutzplanke nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Blech nach dem flexiblen Walzen zumindest abschnittsweise mittels Bandprofilwalzen
umgeformt wird, wobei in Querrichtung der Schutzplanke zumindest ein erster Querabschnitt
(11) mit einer größeren Materialdicke (D11) und zumindest ein zweiter Querabschnitt
(12) mit einer kleineren Materialdicke (D12) erzeugt werden.