[0001] Die Erfindung betrifft ein passives Mengenbegrenzungsventil für einen Grossdieselmotor
gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs dieser Kategorie. Die Erfindung
betrifft ferner einen Grossdieselmotor mit einem solchen Mengenbegrenzungsventil.
[0002] Grossdieselmotoren, die als Zweitakt- oder als Viertakt-Maschinen ausgestaltet sein
können, werden häufig als Antriebsaggregate für Schiffe oder auch im stationären Betrieb,
z. B. zum Antrieb grosser Generatoren zur Erzeugung elektrischer Energie eingesetzt.
[0003] In modernen Grossdieselmotoren hat sich dabei für die Brennstoffversorgung das Common
Rail System durchgesetzt. Dabei wird mittels einer Hochdruckpumpe der Brennstoff in
einen Druckspeicher gefördert, der auch als Akkumulator oder als Rail bezeichnet wird.
In diesem Druckspeicher befindet sich Brennstoff mit einem Druck von beispielsweise
1600 bar oder noch mehr, z. B. bis zu 2000 bar. Mit dem unter Druck stehenden Brennstoff
aus dem Druckspeicher werden dann die Brennstoffeinspritzdüsen aller Zylinder versorgt,
die den Brennstoff in den jeweiligen Zylinder einspritzen. Dabei ist es bekannt, zwischen
dem Druckspeicher und jeder Brennstoffeinspritzdüse jeweils ein passives Mengenbegrenzungsventil
vorzusehen. Dieses hat die Aufgabe, die Strömungsverbindung zwischen dem Druckspeicher
und der jeweiligen Brennstoffeinspritzdüse selbsttätig zu verschliessen, sobald eine
vorgebbare Menge Brennstoff in dem jeweiligen Arbeitszyklus aus dem Druckspeicher
zu der Brennstoffeinspritzdüse geflossen ist. Hiermit lässt es sich vermeiden, dass
im Falle von Leckagen oder anderen Schädigungen der Brennstoff unkontrolliert oder
ungewünscht austritt. Zudem ist es möglich, beispielsweise für Wartungsarbeiten, die
Verbindungsleitung zwischen dem Druckspeicher und einer Brennstoffeinspritzdüse zu
entfernen, wenn der Motor abgeschaltet ist und der Brennstoff bei einem vergleichsweise
geringen Druck von z.B. 2 bis 20 bar umgewälzt, d.h. durch den Vorratstank und den
Druckspeicher zirkuliert wird, um ein Verstopfen des Brennstoffsystems zu vermeiden.
[0004] Aufgrund des sehr hohen Drucks des Brennstoffs von 1600 bis 2000 bar ist es notwendig,
dass das Mengenbegrenzungsventil eine sehr gute und zuverlässige Dichtfunktion aufweist.
[0005] Ein Problem bekannter Mengenbegrenzungsventile im Grossdieselmotor resultiert aus
den Viskositätsschwankungen des Brennstoffs, die insbesondere temperaturbedingt sind.
Im Grossdieselmotor wird üblicherweise Schweröl als Brennstoff verwendet, das aufgrund
seiner sehr hohen Viskosität typischerweise auf Temperaturen von über 100°C aufgeheizt
werden muss, um überhaupt ausreichend fliessfähig bzw. einspritzfähig zu sein. Daneben
wird aber auch deutlich niederviskoseres Marinedieselöl verwendet, mit dem üblicherweise
der Motor gestartet und auch abgeschaltet wird. Typischerweise ist es so, dass insbesondere
während der Schiffsbewegungen im Hafenbereich der Motor mit Marinedieselöl betrieben
wird und auf offener See dann kontinuierlich in den Schwerölbetrieb übergegangen wird.
Der Betrieb mit Marinedieselöl erfolgt aber üblicherweise bei niederen Temperaturen
im Brennstoffzuliefersystem als der Betrieb mit Schweröl. Aufgrund dieser Temperaturschwankungen
kommt es auch zu Schwanlkungen in der Viskosität des Brennstoffs. Diese Änderungen
in der Viskosität beeinflussen aber die Menge an Brennstoff, nach deren Passieren
das Mengenbegrenzungsventil schliesst. Wird beispielsweise das Mengenbegrenzungsventil
bei einer ersten Viskosität auf eine bestimmte Menge eingestellt, so kann es sein,
dass das Mengenbegrenzungsventil bei einer anderen Viskosität bereits nach einer kleineren
oder erst nach einer grösseren Menge Brennstoff schliesst.
[0006] Diesem unerwünschten Effekt will die vorliegende Erfindung Abhilfe schaffen. Dementsprechend
ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein passives Mengenbegrenzungsventil für einen
Grossdieselmotor vorzuschlagen, bei welchem die Menge, nach deren Passieren das Ventil
selbständig schliesst, im Wesentlichen unabhängig von der Viskosität des Mediums ist.
[0007] Der diese Aufgaben lösenden Gegenstand der Erfindung ist durch die Merkmale des unabhängigen
Anspruchs dieser Kategorie gekennzeichnet.
[0008] Erfindungsgemäss wird also ein passives Mengenbegrenzungsventil für einen Grossdieselmotor
vorgeschlagen, mit einem Ventilgehäuse, das einen Einlass und einen Auslass für ein
fliessfähiges Medium aufweist sowie eine dazwischen angeordnete Ventilkammer, wobei
in der Ventilkammer ein Ventilkörper mit einem eingangsseitigen und einem ausgangsseitigen
Schliesselement vorgesehen ist, die jeweils zum dichtenden Zusammenwirken mit einem
eingangsseitigen und einem ausgangsseitiger Ventisitz ausgestaltet sind, wobei das
eingangsseitige Schliesselement durch eine Feder gegen den eingangsseitigen Ventilsitz
vorgespannt ist, sowie mit einem am Ventilkörper vorgesehenen Kolben, dessen Aussenseite
gleitfähig durch die Wandung der Ventilkammer geführt ist. In der Stirnseite des Kolbens
ist mindestens eine Durchlassbohrung vorgesehen, durch welche das fliessfähige Medium
hindurchströmen kann.
[0009] Durch den Kolben wird die Ventilkammer in eine vordere und in eine hintere Kammer
aufgeteilt, wobei die mindestens eine Durchlassbohrung in der Stirnseite des Kolbens
eine Strömungsverbindung zwischen der hinteren und der vorderen Kammer darstellt.
Dadurch, dass die Durchlassbohrung in der Stirnseite des Kolbens vorgesehen ist, kann
sie sehr kurz ausgestaltet werden, sodass ihr Strömungswiderstand im Wesentlichen
unabhängig von der Viskosität des Mediums ist. Hieraus resultiert dann, dass die Menge
nach deren Durchströmen das Mengenbegrenzungsventil selbständig schliesst, unabhängig
von der Viskosität des Mediums ist.
[0010] Die Unabhängigkeit von der Viskosität ist insbesondere dann gewährleistet, wenn für
jede Durchlassbohrung das Verhältnis aus Länge und Durchmesser der Durchlassbohrung
höchstens 4 ist.
[0011] Eine besonders gute Dichtfunktion lässt sich erzielen Mengenbegrenzungsventil nach
einem der vorangehenden Ansprüche, wenn das eingangsseitige Schliesselement für einen
Linienkontakt mit dem eingangsseitigen Ventilsitz ausgestaltet ist.
[0012] Aus dem gleichen Grund ist es bevorzugt, dass das ausgangsseitige Schliesselement
für einen Linienkontakt mit dem ausgangsseitigen Ventilsitz ausgestaltet ist.
[0013] Der Linienkontakt lässt sich insbesondere gut dadurch reaslisieren, dass das eingangsseite
Schliesselement oder das ausgangsseitige Schliesselement eine sphärische Oberfläche
zum Zusammenwirken mit dem eingangsseitigen bzw. dem ausgangsseitigen Ventilsitz aufweisen.
[0014] Bei dieser Ausgestaltung ist es eine bevorzugte Massnahme, dass der Krümmungsmittelpunkt
der sphärischen Oberfläche exzentrisch bezüglich der Längsachse des Ventilkörpers
liegt. Hierdurch lässt sich eine kleinere Krümmung der sphärischen Oberfläche realisieren,
wodurch sich die Länge des Linienkontakts vergrössert. Dadurch kann der Öffnungsdruck,
genauer gesagt die zum Öffnen benötigte Druckdifferenz auf kleine Werte eingestellt
werden.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung weisen der eingangsseitige Ventilsitz oder der
ausgangsseitige Ventilsitz eine konische Oberfläche auf. Hiermit lassen sich besonders
gute Dichtwirkungen erreichen.
[0016] Im Hinblick auf eine Selbstzentrierung des Ventilkörpers beziehungsweise seiner beiden
Schliesselemente ist es bevorzugt, wenn das eingangsseitige Schliesselement und das
ausgangsseitige Schliesselement gleich ausgestaltet sind.
[0017] Gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel erstreckt sich der Ventilkörper im Innern
der Feder. Dies ist eine konstruktiv besonders einfache Ausgestaltung.
[0018] Unter praktischen Aspekten ist es vorteilhaft, wenn jede Durchlassbohrung bezüglich
der radialen Richtung ausserhalb der Feder angeordnet ist.
[0019] In der Praxis hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Druckdifferenz zum Öffnen
der Strömungsverbindung zwischen dem eingangsseitigen Ventilsitz und dem eingangsseitigen
Schliesselement 2 bar bis 20 bar beträgt. Dies liegt darin begründet, dass das Mengenbegrenzungsventil
im geschlossenen Zustand verbleiben soll, wenn im Umwälzbetrieb der Brennstoff zwischen
dem Vorratsbehälter und dem Druckspeicher zirkuliert wird. Üblicherweise beträgt der
Druck im Druckspeicher beim Umwälzbetrieb zwischen 2 und 20 bar, beispielsweise 10
bar. Dann wird die Druckdifferenz zum Öffnen der Strömungsverbindung zwischen dem
eingangsseitigen Ventilsitz und dem eingangsseitigen Schliesselement etwas höher eingestellt,
beispielsweise auf 15 bar, sodass im Umwälzbetrieb kein Öffnen resultiert.
[0020] Unter konstruktiven Aspekten ist es bevorzugt, wenn der Kolben als separates Teil
ausgestaltet ist und mit dem Ventilkörper verbunden ist.
[0021] Ferner ist es vorteilhaft, wenn sich die Feder an der Stirnseite des Kolbens abstützt.
[0022] Durch die Erfindung wird ferner ein Grossdieselmotor vorgeschlagen mit einem erfindungsgemässen
Mengenbegrenzungsventil.
[0023] Das Mengenbegrenzungsventil ist vorzugsweise zwischen einem Hochdruckspeicher für
den Brennstoff und einer Brennstoffeinspritzdüse angeordnet.
[0024] Weitere vorteilhafte Massnahmen und bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0025] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und anhand der Zeichnung
näher erläutert. In der schematischen, nicht massstäblichen Zeichnung zeigen teilweise
im Schnitt:
- Fig. 1:
- einen Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Mengenbegrenzungsventils,
- Fig. 2:
- eine schematische Darstellung eines Common Rail Systems eines Grossdieselmotor
- Fig. 3:
- den Ventilkörper des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1, und
- Fig. 4:
- den Ventilkörper des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1 mit aufgesetztem Kolben.
[0026] Fig. 1 zeigt in einer Längsschnittdarstellung ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen
Mengenbegrenzungsventils, das gesamthaft mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet ist. Der
Schnitt erfolgt entlang der Längsachse A des Mengenbegrenzungsventils 1.
[0027] Das Mengenbegrenzungsventil 1 ist ein passives Ventil, womit gemeint ist, dass es
nicht aktiv beispielsweise durch ein Steuersignal angesteuert bzw. betätigt wird,
sondern abhängig von den herrschenden Druckdifferenzen selbständig bzw. selbsttätig
öffnet und schliesst.
[0028] Das passive Mengenbegrenzungsventil 1 hat ein Ventilgehäuse 2, welches hier zweiteilig
ausgestaltet ist, und ein Unterteil 21 sowie einen Deckel oder ein Oberteil 22 umfasst.
Das Oberteil 22 und das Unterteil 21 sind mittels mehrerer Schrauben 23 fest miteinander
verbunden. Das Ventilgehäuse 2 weist einen Einlass 3 und einen Auslass 4 für ein fliessfähiges
Medium auf. Zwischen dem Einlass 3 und dem Auslass 4 ist in dem Ventilgehäuse 2 eine
Ventilkammer 5 vorgesehen, in welcher ein Ventilkörper 6 angeordnet ist, der sich
in Richtung der Längsachse A erstreckt.
[0029] Zum besseren Verständnis zeigt Fig. 3 noch eine Darstellung des Ventilkörpers 6.
Seine beiden axialen Enden werden durch zwei Schliesselemente 63, 64 gebildet, nämlich
das eingangsseitige Schliesselement 63 und das ausgangsseitige Schliesselement 64.
Diese Schliesselemente 63, 64 sind zum dichtenden Zusammenwirken mit einem eingangsseitigen
Ventilsitz 31 beziehungsweise einem ausgangsseitigen Ventilsitz 41 ausgestaltet. Beide
Ventilsitze 31, 41 sind im Ventilgehäuse 2 vorgesehen, nämlich am eingangsseitigen
Ende der Ventilkammer 5 bzw. am ausgangsseitigen Ende der Ventilkammer 5. Die Ventilsitze
31, 41 können direkt in das Ventilgehäuse 2 eingearbeitet werden, oder sie werden
als separate Teile angefertigt, die dann in entsprechende Ausnehmungen im Ventilgehäuse
2 eingesetzt und beispielsweise durch Aufschrumpfen dort befestigt werden. Je nach
Anwendungsfall kann es vorteilhafter sein, die Ventilsitze 31, 41 als separate Teile
anzufertigen, weil daraus eine höhere Flexibilität bezüglich des Materials resultiert.
Denn die Ventilsitze 31, 41 können dann aus einem anderen Material gefertigt werden
als das Ventilgehäuse 2.
[0030] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weisen sowohl der eingangsseitige Ventilsitz
31 als auch der ausgangsseitige Ventilsitz 41 jeweils eine konische Oberfläche 32
bzw. 42 auf, welche mit dem eingangsseitigen Schliesselement 63 bzw. mit dem ausgangsseitigen
Schliesselement 64 zusammenwirken.
[0031] An dem Ventilkörper 6 ist ein Kolben 7 vorgesehen, welcher bezüglich seines Aussendurchmessers
so bemessen ist, dass die Aussenseite gleitfähig durch die Wandung der Ventilkammer
5 geführt ist. Zwischen der Aussenseite des Kolbens 7 und der Wandung der Ventilkammer
5 ist ein geringfügiges Spiel vorgesehen. Zum besseren Verständnis zeigt Fig. 4 eine
Darstellung des Ventilkörpers 6 mit dem Kolben 7. Der Kolben 7 ist im Wesentlichen
zylindrisch ausgestaltet und so angeordnet, dass seine Zylinderachse mit der Längsachse
A zusammenfällt. Der Kolben 7 hat an seiner dem Einlass 3 zugewandten Seite eine Stirnseite
71, das andere axiale Ende des Kolbens 7 ist offen.
[0032] Der Ventilkörper 6 und der Kolben 7 können einstückig ausgestaltet sein. Fertigungstechnisch
ist es jedoch meist günstiger, den Ventilkörper 6 und den Kolben 7 als zwei separate
Bauteile anzufertigen und sie anschliessend zu verbinden. Der Kolben 7 kann auch aus
mehr als einem Teil hergestellt werden, beispielsweise auch aus verschiedenen Materialien,
um seine Eigenschaften optimal an den jeweiligen Anwendungsfall anzugpassen oder um
die Herstellung zu vereinfachen.
[0033] Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel ist die Stirnseite 71 des Kolbens
7 mit einer zentralen Ausnehmung 72 versehen, welche zur Aufnahme des Ventilkörpers
6 dient. Der Ventilkörper 6 weist einen flanschartigen Vorsprung 65 auf, welche als
Anschlag für die Stirnseite 71 dient. Der Ventilkörper 6 wird von innen durch die
zentrale Ausnehmung 72 in der Stirnseite 71 geschoben, bis der flanschartige Vorsprung
65 von innen an der Stirnseite 71 anliegt. Dabei sind die Dimensionen so aufeinander
abgestimmt, dass das eingangsseitige Schliesselement 63 des Ventilkörpers 6 vollständig
über die Stirnseite 71 des Kolbens 7 herausragt (siehe Fig. 4). Bei dem hier beschriebenen
Ausführungsbeispiel ist der Kolben 7 auf den Ventilkörper 6 aufgeschrumpft.
[0034] Erfindungsgemäss ist in der Stirnseite 71 des Kolbens mindestens eine Durchlassbohrung
73 vorgesehen, welche sich in axialer Richtung parallel zur Längsachse A durch die
Stirnseite 71 hindurch erstreckt. Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel sind
mehrere Durchlassbohrungen 73 vorgesehen.
[0035] Jede Durchlassbohrung 73 hat einen Durchmesser d und eine Länge L, wobei mit dem
Durchmesser d der für den Strömungswiderstand massgeblich Durchmesser gemeint ist,
also in der Regel der kleinste Durchmesser der Durchlassbohrung 73.
[0036] In der Mantelfläche des Kolbens 7 sind zudem mehrere Bohrungen 74 vorgesehen, welche
sich jeweils in radialer Richtung durch die Wand des Kolbens 7 erstrecken. Mit der
radialen Richtung ist dabei die zur axialen Richtung senkrechte Richtung gemeint,
wobei die axiale Richtung durch die Längsachse A festgelegt ist. Durch die Bohrungen
74 kann das fliessfähige Medium austreten und an die Wandung der Ventilkammer 5 gelangen,
um hier beispielsweise für eine Schmierung des Kolbens 7 zu sorgen.
[0037] Wie dies insbesondere Fig. 1 zeigt, ist der Ventilkörper 6 zusammen mit dem Kolben
7 mittels einer Feder 8 gegen den eingangsseitigen Ventilsitz 31 vorgespannt, derart
dass das eingangsseitige Schliesselement 63 gegen den eingangsseitigen Ventilsitz
31 gedrückt wird. Die Feder 8 erstreckt sich in axialer Richtung und koaxial zum Ventilkörper
6, sodass sich der Ventilkörper 6 im Innern der Feder 8 erstreckt. Die Feder 8 stützt
sich einerseits am Ventilgehäuse 2 ab, nämlich um den ausgangsseitigen Ventilsitz
41 herum, und andererseits innen an der Stirnseite des Kolbens 7.
[0038] Bevor nun weiter Details erläutert werden, soll zunächst die Funktionsweise des Mengenbegrenzungsventils
1 erläutert werden. Das Mengenbegrenzungsventil 1 ist für das Common Rail System eines
Grossdieselmotors geeignet. In modernen Grossdieselmotoren gibt es üblicherweise mehrere
Common Rail Systeme, beispielsweise für die Brennstoffeinspritzung, für den Gaswechsel
oder für Hilfssysteme. Im Folgenden wird auf den Anwendungsfall der Brennstoffeinspritzung
Bezug genommen. Grossdieselmotoren werden üblicherweise mit Schweröl als Brennstoff
betrieben, das heisst, das fliessfähige Medium ist in diesem Fall Schweröl. Als weiterer
Brennstoff wird häufig Marinedieselöl verwendet, welches insbesondere für den Motorenbetrieb
im Hafen eingesetzt wird, das heisst bevor das Schiff den Hafen verlässt oder wenn
es in den Hafenbereich einläuft, wird der Grossdieselmotor typischerweise mit Marinediesel
betrieben. Die Betriebstemperatur des Brennstoffs ist beim Betrieb mit Martinedieselöl
üblicherweise deutlich geringer als beim Schwerölbetrieb. Auch hieraus resultieren
Schwankungen in der Viskosität des Brennstoffs.
[0039] Das erfindungsgemässe Mengenbegrenzungsventil 1 ist schweröltauglich und kann daher
auch im Common Rail System der Brennstoffeinspritzung eines Grossdieselmotors eingesetzt
werden. Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung eines solchen Common Rail Systems
eines Grossdieselmotor. Das System umfasst eine Hochdruckpumpe 50, mit welcher der
Brennstoff, nämlich das Schweröl, in einen Druckspeicher 51 gefördert wird, der auch
als Akkumulator oder als Rail bezeichnet wird. Dieser Druckspeicher 51 ist üblicherweise
als rohrähnliches Bauteil ausgestaltet, das sich etwa auf Höhe der Zylinderköpfe entlang
des Motors erstreckt. Von dem Druckspeicher zweigen Leitungen 52 ab, welche zu den
Brennstoffeinspritzdüsen 53 führen, um diese mit Schweröl zu versorgen. In Fig 2 ist
nur eine solche Leitung 52 und nur eine Brennstoffeinspritzdüse 53 dargestellt, weil
es für das Verständnis ausreichend ist. In dem Druckspeicher befindet sich das Schweröl
unter einem Druck, der im Wesentlichen dem Einspritzdruck entspricht. Dieser Druck
ist beispielsweise 1600 bar, kann aber auch noch höher sein, beispielsweise bis zu
2000 bar. Zwischen dem Druckspeicher 51 und der Leitung 52 ist das Mengenbegrenzungsventil
1 vorgesehen, das beispielsweise direkt an oder auf den Druckspeicher 51 montiert
ist. Das Mengenbegrenzungsventil 1 ist so angeordnet, dass sein Einlass 3 mit dem
Druckspeicher 51 in Strömungsverbindung steht und sein Auslass 4 mit der Leitung 52.
[0040] Solange die Brennstoffeinspritzdüse 53 noch keinen Brennstoff in den Zylinder einspritzt,
befindet sich das Mengenbegrenzungsventil 1 in der in Fig. 1 dargestellten Schliessstellung,
in welcher das eingangsseitige Schliesselement 63 mit dem eingangsseitigen Ventilsitz
31 dichtend zusammenwirkt, sodass kein Schweröl durch das Mengenbegrenzungsventil
1 hindurchströmen kann. In diesem Zustand herrscht am Auslass 4 und am Einlass 3 im
Wesentlichen der gleiche Fluiddruck durch das Schweröl. Die Feder 8 drückt das eingangsseitige
Schliesselement 63 dichtend in den eingangsseitigen Ventilsitz 31.
[0041] Sobald nun die Brennstoffeinspritzdüse 53 beginnt, das Schweröl in den Brennraum
des Zylinders einzuspritzen, sinkt der Druck in der Leitung 52 ab. Dies hat zur Folge,
dass sich der Ventilkörper 6 mit dem Kolben 7 darstellungsgemäss (Fig. 1) nach oben
bewegt, wodurch das eingangsseitige Schliesselement 63 aus dem eingangsseitigen Ventilsitz
31 herausgehoben wird, sodass das Schweröl aus dem Druckspeicher 51 durch die Durchlassbohrungen
73 das Mengenbegrenzungsventil 1 passiern und in die Leitung 52 strömen kann. Die
Druckdifferenz, die zum Öffnen der Strömungsverbindung am eingangsseitigen Ventilsitz
31 benötigt wird, kann durch verschiedene Massnahmen eingestellt werden, die weiter
hinten noch erläutert werden. Vorteilhafterweise wird diese Druckdifferenz auf einen
Wert von 2 bar bis 20 bar eingestellt. Die Druckdifferenz wird auf einen Wert eingestellt,
der grösser ist als der Druck im Druckspeicher 51 während des Umwälzbetriebs.
[0042] Ist die Strömungsverbindung am eingangsseitigen Ventilsitz 31 geöffnet, so ist der
Hub des Kolbens 7 abhängig und zumindest näherungsweise proportional zur Menge der
eingespritzten Menge an Schweröl. Sobald der Einspritzvorgang beendet ist, d.h. die
Brennstoffeinspritzdüse 53 ist geschlossen, baut sich der Druck in der Leitung 52
wieder auf. Hierdurch und durch die Spannung der Feder 8 bewegt sich der Kolben 7
darstellungsgemäss (Fig. 1) nach unten, wobei das Schweröl durch die Durchlassbohrungen
73 abströmen kann. Diese Bewegung endet, wenn das eingangsseitige Schliesselement
63 wieder dichtend in den eigangsseitigen Ventilsitz 31 gedrückt wird.
[0043] Der Kolben 7 erreicht seinen maximalen Hub, wenn die als Maximum festgelegte Menge
an Schweröl das Mengenbegrenzungsventil 1 durchströmt hat. Üblicherweise wird das
Mengenbegrenzungsventil 1 so bemessen bzw. so ausgestaltet, dass bei einem regulären
bzw. normalen Einspritzvorgang der maximale Hub des Kolbens 7 nicht ausreicht, um
das ausgangsseitige Schliesselement 64 dichtend in den ausgangsseitigen Ventilsitz
41 zu drücken.
[0044] Tritt beispielsweise stromabwärts des Mengenbegrenzungsventils 1 eine Leckage auf
oder eine Fehlfunktion der Brennstoffeinspritzdüse 53, so strömt mehr Schweröl durch
das Mengenbegrenzungsventil 1 als bei einem normalen Einspritzvorgang. Dies hat zur
Folge, dass der Kolben seine darstellungsgemässe (Fig. 1) Aufwärtsbewegung fortsetzt,
solange, bis der ausgangsseitige Schliesskörper 64 dichtend in den ausgangsseitigen
Ventilsitz 41 gedrückt wird. Sobald dies geschieht, kann kein weiteres Schweröl mehr
durch das Mengenbegrenzungsventil 1 in die Leitung 52 strömen.
[0045] Es kann wünschenswert sein, beispielsweise im Rahmen von Wartungsarbeiten, die Leitung
52 oder die Brennstoffeinspritzdüse 53 zu demontieren. Dazu wird der Grossdieselmotor
abgeschaltet. Damit der Brennstoff nicht abkühlt und dabei so schwerflüssig bzw. fast
fest wird, dass er das Brennstoffzuliefersystem verstopft, ist es üblich, in einem
Umwälzbetrieb den Brennstoff von dem Vorratsbehälter durch den Druckspeicher 51 und
durch eine in Fig. 2 nicht dargestellte Rückstromleitung zurück in den Vorratsbehälter
zu zirkulieren. Dieser Umwälzbetrieb findet üblicherweise nur mit nicht dargestellten
Vorpumpen statt, das heisst die Hochdruckpumpe 50 ist in diesem Umwälzbetrieb nicht
aktiv. Typischerweise beträgt der Druck im Druckspeicher 51 im Umwälzbetrieb 2 bar
bis 20 bar beispielsweise 10 bar.
[0046] Ist nun der Druck im Druckspeicher 51 auf diesen Wert gesunken, wird die Leitung
52 druckentlastet und kann dann demontiert werden. Dadurch fällt am Auslass 4 des
Mengenbegrenzungsventils 1 der Druck ab. Da aber die Druckdifferenz zum Öffnen der
Strömungsverbindung zwischen dem eingangsseitigen Ventilsitz 31 und dem eingangsseitigen
Schliesselement 63 so eingestellt ist, dass sie grösser ist als der Druck im Umwälzbetrieb
- in diesem Beispiel ist diese Druckdifferenz auf etwa 15 bar eingestellt - bewegt
sich der Kolben nicht, sondern auch bei druckfreier Leitung 52 verharrt der Kolben
in der in Fig. 1 dargestellten Schliessstellung.
[0047] Gerade um eine derartige Demontage der Leitung 52 möglichst einfach zu gestalten,
ist es vorteilhaft, wenn die Druckdifferenz zum Öffnen der Strömungsverbindung zwischen
dem eingangsseitigen Ventilsitz 31 und dem eingangsseitigen Schliesselement 63 auf
einen Wert von 2 bar bis 20 bar eingestellt wird, nämlich auf einen Wert, der grösser
ist als der druck im Druckspeicher 51 beim Umwälzbetrieb. Dadurch kann das Schweröl
in einfacher Weise rezirkuliert werden. Eine Druckdifferenz von 2 bar bis 20 bar bedeutet,
dass das eingangsseitige Schliesselement 63 erst dann öffnet, wenn der Druck an der
darstellungsgemässen (Fig. 1) Unterseite der Stirnseite 71 um diesen Wert zwischen
2 und 20 bar kleiner ist, als der Druck am Einlass 3 des Mengenbegrenzungsventils1
.
[0048] Ein wesentlicher Aspekt des erfindungsgemässen Mengenbegrenzungsventils 1 ist es,
dass die zumindest eine Durchlassbohrung 73 in der Stirnseite 71 des Kolbens 7 vorgesehen
ist. Durch diese Massnahme kann jede Durchlassbohrung 73, durch die der Brennstoff
hindurchströmt (oder zurück gedrückt wird) sehr kurz gehalten werden, wodurch der
hydrodynamische Strömungswiderstand der Durchlassbohrung 73 unabhängig von der Viskosität
des Brennstoffs ist. Somit ist gewährleistet, dass auch bei Viskositätsschwankungen
des Brennstoffs die Menge an Brennstoff, auf die das Mengenbegrenzungsventil eingestellt
ist, konstant bleibt. Ist also das Mengenbegrenzungsventil 1 auf eine bestimmte maximale
Menge eingestellt, so bleibt die Menge an Brennstoff, bei der dieses Maximum erreicht
wird, auch dann konstant, wenn sich die Viskosität des Brennstoffs ändert bzw. wenn
die Viskosität schwankt. Diese Unabhängigkeit von der Viskosität bedeutet, dass eine
sehr genaue und gleichbleibende Begrenzung der Brennstoffmenge auf einen bestimmten
Wert realisierbar ist, wobei dieser Wert auch bei Viskositätsschwankungen keinen Änderungen
unterworfen ist.
[0049] Damit der hydrodynamische Strömungswiderstand der Durchlassbohrung unabhängig von
der Viskosität des durchströmenden Mediums ist, hat es sich als besonders vorteilhaft
erwiesen, wenn das Verhältnis aus der Länge L der Durchlassbohrung 73 zum Durchmesser
d der Durchlassbohrung 73 höchstens 4 ist. Mit dem Durchmesser d ist dabei der für
den Strömungswiderstand massgebliche Durchmesser d gemeint, was im Falle eines sich
über die Länge L ändernden Durchmessers in der Regel der minimale oder kleinste Durchmesser
ist.
[0050] Da der Betriebsdruck im Druckspeicher 51 sehr gross ist,beispielsweise 1600 bar oder
auch bis zu 2000 bar, ist es natürlich sehr wichtig, dass eine sehr gute Dichtwirkung
zwischen dem eingangsseitigen Ventilsitz 31 und dem eingangsseitigen Schliesselement
63 bzw. zwischen dem ausgangsseitigen Ventilsitz 41 und dem ausgangsseitigen Schliesselement
64 erzielt wird. Hierzu hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn das eingangsseitige
Schliesselement 63 oder das ausgangsseitige Schliesselement 64 und insbesondere beide
Schliesselemente 63, 64 für einen Linienkontakt mit dem eingangsseitigen Ventilsitz
31 bzw. dem ausgangsseitigen Ventilsitz 41 ausgestaltet sind. Ein solcher Linienkontakt
zwischen den beteiligten Partnern ist sehr effizient und insbesondere leckagefrei.
Ferner ist der Linienkontakt sehr tolerant gegenüber Verkippungen des Kolbens 7, d.h.
auch bei leichten Verkippungen oder Fehlorientierungen des Kolbens 7 ist die hohe
Dichtwirkung gewährleistet. Bei dem hier beschriebenen Ausführungbeispiel ist der
Linienkontakt sowohl am eingangsseitigen Ventilsitz 31 als auch am ausgangsseitigen
Ventilsitz 41 dadurch realisiert, dass das eingangsseitige Schliesselement 63 und
das ausgangsseitige Schliesselement 64 jeweils eine sphärische Oberfläche 631 bzw.
641 zum Zusammenwirken mit der jeweiligen konischen Oberfläche 32 bzw. 42 des eingangsseitigen
bzw. des ausgangsseitigen Ventilsitzes 31, 41 aufweisen.
[0051] Die Lage des Linienkontakts bezüglich der axialen Richtung beeinflusst die Druckdifferenz
die zum Öffnen der jeweiligen Strömungsverbindung notwendig ist. Beispielsweise ist
bei dem eingangsseitigen Ventilsitz 31 die über den gesamten Umfang gemessene Länge
des Linienkontakts umso grösser je höher - bezüglich der Darstellung in Fig. 1 - der
Linienkontakt bezüglich der axialen Richtung liegt.. Je grösser die Länge des Linienkontakts
ist, desto geringer ist die Druckdifferenz, welche zum Öffnen der Strömungsverbindung
benötigt wird. Somit kann also über die Lage des Linienkontakts der sphärischen Oberfläche
631 bzw. 641 die Druckdifferenz eingestellt werden, bei welcher die jeweilige Strömungsverbindung
geöffnet wird.
[0052] Da die bevorzugte Druckdifferenz mit 2 bis 20 bar relativ klein ist, ist es vorteilhaft,
wenn die Länge des Linienkontakts gross ist. Dies lässt sich insbesondere dadurch
gewährleisten, dass der Krümmungsmittelpunkt M der sphärischen Fläche 631 bzw,641
extentrisch bezüglich der Längsachse A des Ventilkörpers 6 liegt. Damit ist gemeint,
dass der Krümmungsmittelpunkt M, hier als der Mittelpunkt derjenigen Kugel, auf deren
Oberfläche die sphärische Oberfläche 631 bzw 641 liegt, auf einer Geraden K liegt,
die parallel zur Längsachse A liegt, und einen Abstand e von der Längsachse A aufweist.
Durch diese Massnahme kann eine deutlich geringere Krümmung realisiert werden als
wenn der Krümmungsmittelpunkt auf der Längsachse A liegt.
[0053] In vielen Fällen ist die Krümmung unter dem Aspekt der praktischen Ausführbarkeit
relativ gering, sie sollte aber vorteilhafterweise so gross sein, dass ein Linienkontakt
zwischen den Oberflächen 631 bzw. 641 und den konischen Oberflächen 32 bzw. 42 gewährleistet
ist. Die Länge des jeweiligen Linienkontakts - und damit die zum Öffnen benötigte
Druckfifferenz lässt sich bei gegebener Krümmung über die Grösse des Abstands e einstellen.
[0054] Eine weitere Massnahme mit welcher die Druckdifferenz zum Öffnen der jeweiligen Strömungsverbindung
beeinflusst bzw. eingestellt werden kann, ist die Wahl der elastischen Eigenschaften,
speziell die Wahl der Federkonstanten, der Feder 8.
[0055] Eine weitere vorteilhafte Massnahme ist es, wenn das eingangsseitige Schliesselement
63 und das ausgangsseitige Schliesselement 64 zumindest bezüglich der Oberfläche,
welche mit dem jeweiligen Ventilsitz 31, 41 zusammenwirkt, gleich ausgestaltet sind.
Durch diese Symmetrie lässt sich eine selbstzentrierende Wirkung des Ventilkörpers
6 realisieren. Durch das geringfügige Spiel zwischen der Mantelfläche des Kolbens
7 und der Wandung des Ventilkammer 5 wird eine einfache Zentrierung des Ventilkörpers
6 erreicht.
[0056] Ein Linienkontakt zwischen dem eingangsseitigen Schliesselement 63 und dem eingangsseitigen
Ventilsitz 31 bzw. zwischen dem ausgangsseitigen Schliesselement 64 und dem ausgangsseitigen
Ventilsitz 41 lässt sich auch durch andere geometrische Ausgestaltungen der jeweils
zusammenwirkenden Oberflächen realisieren. Beispielsweise können beide zusammenwirkenden
Oberflächen jeweils als sphärische Flächen ausgestaltet sein oder beide zusammenwirkenden
Oberflächen sind jeweils als konische Oberflächen, insbesondere mit unterschiedlichem
Konuswinkel, ausgestaltet.
[0057] Wie bereits erwähnt liegen alle Durchlassbohrungen 73 bezüglich der axialen Richtung
vorzugsweise ausserhalb der Feder 8, das heisst der Abstand zwischen der Mittelachse
der Durchlassbohrung 73 und der Längsachse A ist für jede Durchlassbohrung grösser
als der halbe Aussendurchmesser der Feder 8 plus dem Radius der jeweiligen Bohrung
73 an der Aussenfläche der Stirnseite 71 des Kolbens.
1. Passives Mengenbegrenzungsventil für einen Grossdieselmotor mit einem Ventilgehäuse
(2), das einen Einlass (3) und einen Auslass (4) für ein fliessfähiges Medium aufweist
sowie eine dazwischen angeordnete Ventilkammer (5), wobei in der Ventilkammer (5)
ein Ventilkörper (6) mit einem eingangsseitigen und einem ausgangsseitigen Schliesselement
(63; 64)vorgesehen ist, die jeweils zum dichtenden Zusammenwirken mit einem eingangsseitigen
und einem ausgangsseitiger Ventisitz (31; 41) ausgestaltet sind, wobei das eingangsseitige
Schliesselement (63) durch eine Feder (8) gegen den eingangsseitigen Ventilsitz (31)
vorgespannt ist, sowie mit einem am Ventilkörper (6) vorgesehenen Kolben (7), dessen
Aussenseite gleitfähig durch die Wandung der Ventilkammer (5) geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass in der Stirnseite (71) des Kolbens (7) mindestens eine Durchlassbohrung (73) vorgesehen
ist, durch welche das fliessfähige Medium hindurchströmen kann.
2. Mengenbegrenzungsventil nach Anspruch1, bei welchem für jede Durchlassbohrung (73)
das Verhältnis aus Länge (L) und Durchmesser (d) der Durchlassbohrung (73) höchstens
4 ist.
3. Mengenbegrenzungsventil nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem das eingangsseitige
Schliesselement (63) für einen Linienkontakt mit dem eingangsseitigen Ventilsitz (31)
ausgestaltet ist.
4. Mengenbegrenzungsventil nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem das ausgangsseitige
Schliesselement (64) für einen Linienkontakt mit dem ausgangsseitigen Ventilsitz (41)
ausgestaltet ist.
5. Mengenbegrenzungsventil nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem das eingangsseite
Schliesselement (63) oder das ausgangsseitige Schliesselement (64) eine sphärische
Oberfläche (631; 641) zum Zusammenwirken mit dem eingangsseitigen bzw. dem ausgangsseitigen
Ventilsitz (31; 41) aufweisen.
6. Mengenbegrenzungsventil nach Anspruch 6, bei welchem der Krümmungsmittelpunkt (M)
der sphärischen Oberfläche (631; 641) exzentrisch bezüglich der Längsachse (A) des
Ventilkörpers (6) liegt.
7. Mengenbegrenzungsventil nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem der eingangsseitige
Ventilsitz (31) oder der ausgangsseitige Ventilsitz (41) eine konische Oberfläche
(32; 42) aufweisen.
8. Mengenbegrenzungsventil nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das eingangsseitige
Schliesselement (63) und das ausgangsseitige Schliesselement (64) gleich ausgestaltet
sind.
9. Mengenbegrenzungsventil nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem sich der
Ventilkörper (6) im Innern der Feder (8) erstreckt.
10. Mengenbegrenzungsventil nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem jede Durchlassbohrung
(73) bezüglich der radialen Richtung ausserhalb der Feder (8) angeordnet ist.
11. Mengenbegrenzungsventil nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem die Druckdifferenz
zum Öffnen der Strömungsverbindung zwischen dem eingangsseitigen Ventilsitz (31) und
dem eingangsseitigen Schliesselement (63) 2 bar bis 20 bar beträgt.
12. Mengenbegrenzungsventil, bei welchem der Kolben (7) als separates Teil ausgestaltet
ist und mit dem Ventilkörper (6) verbunden ist.
13. Mengenbegrenzungsventil nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem sich die
Feder (8) an der Stirnseite (71) des Kolbens (7) abstützt.
14. Grossdieselmotor mit einem Mengenbegrenzungsventil gemäss einem der vorangehenden
Ansprüche.
15. Grossdieselmotor nach Anspruch 14, bei welchem das Mengenbegrenzungsventil zwischen
einem Hochdruckspeicher (51) für den Brennstoff und einer Brennstoffeinspritzdüse
(53) angeordnet ist.