[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Funktionsüberwachung
eines Straßenmautsystems, das zumindest ein seine Position in Form von rohen Positionsdaten
aufzeichnendes Fahrzeuggerät und einen stationären Proxyrechner umfaßt, der die rohen
Positionsdaten vom Fahrzeuggerät empfängt und daraus durch Mautkartenabgleich kartenabgeglichene
Mautdaten erzeugt.
[0002] Derartige Straßenmautsysteme werden auch als Thin-client-Systeme bezeichnet. Das
Fahrzeuggerät, auch On-board-Unit bzw. OBU genannt, kann kostengünstig mit geringer
Rechenleistung ("thin-client") ausgeführt werden, weil der rechenintensive Mautkartenabgleich,
d.h. der Abgleich der Positionsdaten mit für die Mauterhebung relevanten geographischen
Elementen z.B. auf einer entsprechend vorbereiteten oder geeigneten digitalen Straßenkarte,
in leistungsfähige stationäre Proxyrechner des Straßenmautsystems ausgelagert ist.
Thin-Client-OBUs ermitteln dabei ihre Position beispielsweise mit Hilfe von Satellitennavigation
oder Funklokalisierung in terrestrischen Funkbaken- oder Mobilfunknetzen.
[0003] Auch wenn Thin-client-Mautsysteme für den einzelnen Benutzer aufgrund der geringen
Kosten einer Thin-client-OBU erhebliche Vorteile bringen, haben sie für den Betreiber
des Stra-βenmautsystems den Nachteil, daß eine durchgehende sichere Funktionsüberprüfung
("secure monitoring") nicht möglich ist: So ist z.B. die Zuverlässigkeit des Mautkartenabgleichs
im Proxyrechner für den Mautbetreiber nicht nachprüfbar und damit auch für Systemlieferanten
schwer oder nicht nachweisbar.
[0004] Hingegen ist eine solche Funktionsüberwachung bei sog. Thick-client-Mautsystemen
möglich: Bei diesen Mautsystemen werden kostspielige Thick-client-OBUs eingesetzt,
welche über ihr eigenes Mautkartenmaterial und hohe Rechenleistung verfügen, um selbst
den Mautkartenabgleich durchzuführen und die kartenabgeglichenen Mautdaten an ein
Zentralsystem abzusetzen. Für solche Systeme sind Konzeptüberlegungen bekannt, die
von den Thick-client-OBUs berechneten Mautdaten mit einer vom Mautbetreiber ausgegebenen
und in der OBU installierten Signatur zu versehen, um die Authentizität der Daten
gegenüber dem Zentralsystem des Mautbetreibers zu gewährleisten. Diese Lösung erfordert
OBUs mit hoher Rechenleistung, welche die vom Mautbetreiber geforderten Authentifizierungsfunktionen
ausführen können, und ist für herkömmliche Thin-client-Systeme nicht geeignet.
[0005] Die Erfindung setzt sich zum Ziel, eine Secure-Monitoring-Lösung für Thin-client-Straßenmautsysteme
zu schaffen, welche die Vorteile der Betreibersicherheit von signierenden Thick-client-Systemen
mit den Kostenvorteilen von Thin-client-Systemen verbindet.
[0006] Dieses Ziel wird in einem ersten Aspekt der Erfindung mit einer Vorrichtung der eingangs
genannten Art erreicht, die sich gemäß der Erfindung durch zumindest ein erstes mit
einer Signatur ausgestattetes und kryptographisch zugangsgesichertes Prozessorelement
auszeichnet, welches einerseits die rohen Positionsdaten oder daraus extrahierte Streckendaten
vom Fahrzeuggerät und anderseits die kartenabgeglichenen Mautdaten vom Proxyrechner
empfängt und dafür ausgebildet ist, die kartenabgeglichenen Mautdaten gegenüber den
rohen Positions- bzw. den daraus extrahierten Streckendaten zu plausibilisieren und
bei erfolgreicher Plausibilisierung mit seiner Signatur versehen auszugeben.
[0007] Die Erfindung schafft damit erstmals eine durchgehende Zertifizierungslösung für
von Thin-client-OBUs erzeugte Mautdaten. Ein mit einer Signatur ausgestattetes und
kryptographisch zugangsgesichertes Prozessorelement stellt ein "trusted element" für
den Mautbetreiber dar, welches mit einer ihm vertrauenswürdigen Signatur, z.B. einem
Zertifikat einer vertrauenswürdigen Ausgabestelle, ausgestattet und für seinen alleinigen
Zugang gesichert werden kann. Prozessorelemente dieser Art können kostengünstig als
Single-Chip-Module hergestellt werden, wie sie bei SIM-Karten, Chipkarten usw. in
breitem Umfang verwendet werden. Im Gegensatz zu dem bei Thick-client-OBUs erforderlichen
Kartenabgleich in der OBU erfordert die erfindungsgemäße Plausibilitätsprüfung der
kartenabgeglichenen Mautdaten gegenüber den Positions- bzw. Streckendaten eine nur
geringe Rechenleistung des Trusted Elements, wie sie von handelsüblichen SIM- bzw.
Chipkarten-Prozessorelementen ohne weiteres aufgebracht werden kann.
[0008] Unter dem Begriff "Plausibilisieren" wird in der vorliegenden Beschreibung eine grobe
Überprüfung bzw. ein ungefährer Vergleich verstanden, ob die vom Proxyrechner erstellten
Mautdaten den Positionsdaten bzw. daraus extrahierten Streckendaten entspringen können,
d.h.
plausibel sind: So lassen sich beispielsweise gebietsbezogene Mautdaten plausibilisieren, indem
überprüft wird, ob die zugrundegelegenen Positionsdaten in dem Gebiet der Mautdaten
liegen. Wenn die Mautdaten auf einer zurückgelegten Wegstrecke oder Wegzeit beruhen,
kann die Plausibilität z.B. mit Hilfe einer überschlagsmäßigen Kumulierung der zwischen
einzelnen Positionen der Positionsdaten liegenden Entfernungen geprüft werden.
[0009] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das erste Prozessorelement
im Proxyrechner des Mautbetreibers angeordnet. Dadurch kann das Prozessorelement direkt
in der Verfügungsgewalt des Betreibers (oder eines vertrauenswürdigen Dritten) stehen
und auch betreiberspezifisch ausgeführt werden.
[0010] Eine alternative bevorzugte Ausführungsform der Erfindung für ein Straßenmautsystem,
dessen Proxyrechner die kartenabgeglichenen Mautdaten zurück an das Fahrzeuggerät
sendet, zeichnet sich dadurch aus, daß das erste Prozessorelement im Fahrzeuggerät
angeordnet ist. Diese Lösung hat den Vorteil, daß das Prozessorelement mit verschiedenen
Proxyrechnern unterschiedlicher Mautbetreiber zusammenarbeiten kann. Darüber hinaus
sind dadurch die von einer Thin-client-OBU abgegebenen Mautdaten in derselben Art
und Weise zertifiziert, wie sie von einer herkömmlichen zertifizierten Thick-client-OBU
erhaltbar sind.
[0011] Besonders günstig ist es, wenn das erste Prozessorelement in das Fahrzeuggerät modular
austauschbar eingesetzt ist, beispielsweise in der Art einer SIM-Karte. Dadurch können
z.B. von Drittlieferanten gefertigte Thin-client-OBUs vom Betreiber mit Prozessorelementen
seines Vertrauens ausgestattet werden.
[0012] Wie bereits erörtert, kann das Prozessorelement entweder die rohen Positionsdaten
oder daraus extrahierte Streckendaten mit den Mautdaten abgleichen. Bevorzugt werden
aus den Positionsdaten extrahierte Streckendaten verwendet, d.h. das Fahrzeuggerät
ist dafür ausgebildet, aus den rohen Positionsdaten Streckendaten zu extrahieren und
an das erste Prozessorelement zu senden, welches die kartenabgeglichenen Mautdaten
gegenüber den extrahierten Streckendaten plausibilisiert. Dies stellt einen Zugewinn
an Vertraulichkeit ("privacy") dar: Das dem Mautbetreiber zur Zertifizierung dienende
Prozessorelement erfährt damit nicht die rohen Positionsdaten der OBU ("position fix
track"), sondern nur Auszüge bzw. Verallgemeinerungen derselben, was die Bewegungshistorie
des Benutzers vor Datenmißbrauch schützt.
[0013] Zu diesem Zweck sind bevorzugt die extrahierten Streckendaten aus den rohen Positionsdaten
akkumulierte Wegstrecken oder Wegzeiten, aus welchen sich keine direkten Rückschlüsse
auf die einzelnen Bewegungen des Benutzers mit seinem Fahrzeuggerät ziehen lassen.
[0014] Bei Verwendung solcher Streckendaten zeichnet sich eine weitere bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung durch zumindest ein zweites mit einer Signatur ausgestattetes und kryptographisch
zugangsgesichertes Prozessorelement aus, das im Fahrzeuggerät angeordnet und dafür
ausgebildet ist, die genannten extrahierten Streckendaten aus den rohen Positionsdaten
zu erzeugen und mit seiner Signatur zu versehen. Dadurch kann eine zusätzliche Funktionsüberwachungsstufe
eingeführt werden, welche auch den Schritt der Extrahierung der Streckendaten umfaßt.
[0015] Bevorzugt ist auch das zweite Prozessorelement in das Fahrzeuggerät modular austauschbar
eingesetzt, und besonders bevorzugt können das erste und das zweite Prozessorelement
sogar ident sein.
[0016] Eine weitere besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch
aus, daß das Fahrzeuggerät dafür ausgebildet ist, die mit der Signatur versehenen
extrahierten Streckendaten auf einer Schnittstelle zur Abfrage durch eine straßenseitige
Infrastruktur bereitzustellen. Dadurch ermöglicht das Prozessorelement bzw. "trusted
element" gleichzeitig auch einen "secure freezing service" für die im Fahrzeuggerät
fortlaufend anfallenden Positions- bzw. daraus extrahierten Streckendaten. Straßenseitige
Infrastruktur wie Mautbaken, Kontrollfahrzeuge usw. können auf diese Weise vertrauenswürdige
("trusted") Kontrolldaten von passierenden Fahrzeuggeräten einholen.
[0017] In einem zweiten Aspekt schafft die Erfindung ein Verfahren zur Funktionsüberwachung
eines Straßenmautsystems der genannten Art, welches sich dadurch auszeichnet, daß
in einem mit einer Signatur ausgestatteten und kryptographisch zugangsgesicherten
Prozessorelement die kartenabgeglichenen Mautdaten des Proxyrechners gegenüber den
rohen Positionsdaten des Fahrzeuggeräts oder daraus extrahierten Streckendaten plausibilisiert
und bei erfolgreicher Plausibilisierung mit der Signatur versehen ausgegeben werden.
[0018] Wenn der Proxyrechner die kartenabgeglichenen Mautdaten zurück an das Fahrzeuggerät
sendet, erfolgt das genannte Plausibilisieren bevorzugt in einem Prozessorelement
des Fahrzeuggeräts.
[0019] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung werden im Fahrzeuggerät aus den rohen
Positionsdaten die Streckendaten extrahiert und im Prozessorelement die kartenabgeglichenen
Mautdaten gegenüber den extrahierten Streckendaten plausibilisiert.
[0020] Dabei sind bevorzugt die extrahierten Streckendaten Wegstrecken oder Wegzeiten, die
aus den Positionsdaten akkumuliert werden.
[0021] Besonders günstig ist es, wenn in demselben oder einem weiteren mit einer Signatur
ausgestatteten und kryptographisch zugangsgesicherten Prozessorelement die extrahierten
Streckendaten aus den rohen Positionsdaten erzeugt und mit der Signatur versehen werden.
[0022] Bevorzugt werden die mit der Signatur versehenen extrahierten Streckendaten im Fahrzeuggerät
für eine Abfrage durch eine straßenseitige Infrastruktur bereitgestellt.
[0023] Hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
auf die obigen Ausführungen zur erfindungsgemäßen Vorrichtung verwiesen.
[0024] Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den beigeschlossenen Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer ersten Vorrichtung der Erfindung, in dem gleichzeitig
die Datenflüsse des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt sind; und
Fig. 2 ein Blockschaltbild einer zweiten Ausführungsform der Vorrichtung der Erfindung,
welches gleichzeitig die Datenflüsse einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wiedergibt.
[0025] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung und ein Verfahren zur sicheren Funktionsüberwachung
("secure monitoring") im Rahmen eines schematisch dargestellten Straßenmautsystems
1. Das Straßenmautsystem 1 umfaßt eine Vielzahl von Fahrzeuggeräten bzw. O-BUs 2 (nur
eine OBU stellvertretend dargestellt) in Form von Thin-Clients, welche auf an sich
bekannte Weise fortlaufend ihr eigene geographische Position bestimmen, z.B. mit Hilfe
von Satellitennavigation oder Funklokalisation in einem Netz von Funkbaken, Mobilfunkstationen
usw. Die von einer OBU 2 bestimmten Positionen ("position fixes") werden als "rohe"
Positionsdaten ("position fix tracks") 3 in einem Speicher der OBU aufgezeichnet.
Die Positionsdaten 3 können durch die Kombination der Sensordaten verschiedenster
Sensoren des Fahrzeuges, in dem die OBU 2 verbaut ist, wie Tachometer-, Kompaß- oder
Beschleunigungsmeßdaten, ergänzt oder verbessert werden, wie dem Fachmann bekannt.
[0026] Die OBUs 2 können über eine Funkschnittstelle 4 z.B. nach dem DSRC-Standard (dedicated
short range communication) mit einer straßenseitigen Infrastruktur 5 (roadside equipment,
RSE) in Verbindung stehen, beispielsweise DSRC-Funkbaken, WLAN-Accesspoints (wireless
local aerea network), WAVE-Basisstationen (wireless access in a vehicle environment)
usw., die sie auf ihrem Weg passieren und an welche sie eine Kopie der Positionsdaten
3 zu Kontrollzwecken übermitteln können.
[0027] Über dieselbe Funkschnittstelle 4 oder über eine weitere Funkschnittstelle 6, z.B.
eine Datenverbindung in einem Mobilfunknetz, stehen die OBUs 2 ferner mit (zumindest)
einem Proxyrechner 7 des Straßenmautsystems 1 in Verbindung, welchem sie - fortlaufend
oder stapelweise, z.B. periodisch oder im Anlaßfall - ihre Positionsdaten 3 übermitteln.
Der Proxyrechner 7 verfügt über eine hohe Rechenleistung, z.B. in Form einer Serverfarm,
und umfangreiches Land- bzw. Mautkartenmaterial, um einen Kartenabgleich ("map matching")
zwischen den rohen Positionsdaten 3 einerseits und vorgegebenen geographischen Positionen
wie Straßenverläufen, virtuellen Mauterhebungsstellen usw. durchzuführen. Durch diesen
Mautkartenabgleich wird die Genauigkeit der Positionsbestimmung der OBU 2 verbessert,
weil streuende bzw. abweichende Positionsbestimmungen (position fixes) jeweils korrekten
Positionen in einem Straßennetz zugeordnet werden können. Beispielsweise könnte die
Genauigkeit der rohen Positionsdaten 3 hinsichtlich der zurückgelegten Wegstrecke
("driven distance") bei herkömmlicher GPS-Bestimmung etwa ± 5% betragen, wogegen sie
nach dem Kartenabgleich im Proxyrechner 7 eine Genauigkeit von ± 1% aufweisen könnte.
[0028] Die derart kartenabgeglichenen, verbesserten Positionsdaten werden im Proxyrechner
7 als Grundlage für kartenabgeglichen Mautdaten 8 verwendet. Diese Mautdaten lassen
in der Regel keine individuellen Rückschlüsse mehr auf die einzelnen Positionen der
Positionsdaten 3 zu, denn sie stellen je nach Prinzip und Ausführungsform des Mautsystems
eine zusammenfassende bzw. abstrahierende und "ortsanonymisierte" Auswertung derselben
dar, beispielsweise in Form der befahrenen Streckenabschnitte eines Straßennetzes
oder der zurückgelegten Wegstrecke ("driven distance") oder Wegzeit. Letztere können
z.B. zur wegeabhängigen Vergebührung von Mautstraßen ("pay as you drive") oder zeitabhängigen
Vergebührung von gebührenpflichtigen Parkplätzen usw. verwendet werden. Die kartenabgeglichenen
Mautdaten 8 können im Proxyrechner 7 optional mit solchen Mautgebühreninformationen
versehen werden.
[0029] Die kartenabgeglichenen, ortsanonymisierten Mautdaten 8 werden vom Proxyrechner 7
in der Ausführungsform von Fig. 1 zurück an die OBU 2 gesandt, siehe Pfeil 8'. Wie
dem Fachmann bekannt, kann auf diese Weise, wenn sich die OBU 2 gegenüber dem Proxyrechner
7 für den Mautdatenabgleich mit einer anonymen temporären Kennung identifiziert, Anonymität
("privacy") für die sensiblen Positionsdaten 3 und damit den Weg des Fahrzeuges gewährleistet
werden.
[0030] Um diesen Vorgang für einen Mautbetreiber, welcher die Mautdaten 8 zur Vergebührung
benötigt, in seiner Funktionsweise nachprüfbar zu machen und die Systemfunktionalität
ihm gegenüber gewährleisten zu können, dienen die folgenden Vorrichtungen und Verfahren.
[0031] Die OBU 2 erzeugt unabhängig vom Proxyrechner 7 - ohne Mautkartenabgleich und nur
mit einfachen Rechenmitteln, u.zw. bevorzugt mit einem später noch ausführlich beschriebenen
Prozessorelement 13 - eine grobe Schätzung der Mautdaten, in weiterer Folge als aus
den Positionsdaten 3
extrahierte Streckendaten 9 bezeichnet. Die Streckendaten 9 dienen dazu, eine Plausibilitätsprüfung
der vom Proxyrechner 7 erzeugten Mautdaten 8 durchführen zu können. Die Streckendaten
sind demgemäß mit den Mautdaten 8 vergleichbar, wenn auch weit weniger genau, weil
sie ja auf den unverbesserten, rohen Positionsdaten 3 beruhen. Wenn die Mautdaten
8 z.B. die zurückgelegte Wegstrecke ("driven distance") bzw. Wegzeit wiedergeben,
dann sind die von der OBU 2 aus den Positionsdaten 3 extrahierten Streckendaten 9
ebenfalls eine daraus berechnete zurückgelegte Wegstrecke bzw. Wegzeit. In dem zuvor
genannten Beispiel von GPS-bestimmten Positionsdaten 3 und mautkartenabgeglichenen
Mautdaten 8 ist die Genauigkeit der Streckendaten 9 z.B. ± 5% und jene der Mautdaten
8 z.B. ± 1%.
[0032] Die Mautdaten 8 können aufgrund dieser Genauigkeitsunterschiede damit zwar nicht
direkt mit den Streckendaten 9 verglichen werden, jedoch gegenüber diesen plausibilisiert
werden, d.h. es kann geprüft werden, ob die Mautdaten 8 auf Grundlage der Streckendaten
9
plausibel sind.
[0033] Zu diesem Zweck ist in der OBU 2 ein speziell geschütztes Prozessorelement 10 vorgesehen,
das z.B. vom Mautbetreiber selbst in die OBU 2 eingesetzt werden kann, beispielsweise
in Form einer SIM- oder Chipkarte. Das Prozessorelement 10 ist auf Hardwareniveau
kryptographisch zugangsgesichert, sodaß beispielsweise nur der Mautbetreiber Zugang
zu den darin enthaltenen Daten und Programmen hat. Das Prozessorelement 10 stellt
damit ein für den Mautbetreiber vertrauenswürdiges Element ("trusted element") dar
und erfüllt ähnlich hohe Sicherheitsanforderungen, wie sie beispielsweise an die auf
SIM-Karten, Kreditkarten, Bankkarten usw. integrierten Single-Chip-Prozessoren gestellt
werden.
[0034] Das kryptographisch zugangsgesicherte Prozessorelement 10 ist ferner in an sich bekannter
Weise mit einer kryptographischen Signatur 10', z.B. einem kryptographischen Zertifikat,
ausgestattet, d.h. einem kryptographischen Datenelement 10', welches vom Prozessorelement
10 all seinen Datenausgaben hinzugefügt werden kann, um deren Authentizität gegenüber
der Ausgabestelle der Signatur bzw. des Zertifikats, z.B. dem Mautbetreiber, nachweisen
zu können.
[0035] In dem Prozessorelement 10 wird der geschilderte Plausibilitätsvergleich der Mautdaten
8 mit den Streckendaten 9 durchgeführt. Für diesen Plausibilitätsvergleich ist keine
hohe Rechenleistung - wie sie etwa für den Mautkartenabgleich im Proxyrechner 7 erforderlich
ist - notwendig, weil hier lediglich z.B. eine grobe Abschätzungsrechnung zwischen
einer in den Mautdaten 8 genau und in den Streckendaten 9 ungenau angegebenen Wegstrecke
durchgeführt werden muß. Die Plausibilitäts- überprüfung im Prozessorelement 10 kann
daher mit der in einem einfachen Trusted-Element-Single-Chip-Prozessor zur Verfügung
stehenden Rechenleistung durchgeführt werden.
[0036] Bei erfolgreicher Plausibilisierung der Mautdaten 8 versieht das Prozessorelement
10 diese mit seiner Signatur 10' und gibt sie als signierte Mautdaten 11 aus, siehe
Pfad 11'. Die signierten Mautdaten 11 können vom Prozessorelement 10 der OBU 2 beispielsweise
wieder über die Funkschnittstelle 6 an den Proxyrechner 7 zurückgesandt und von diesem
an einen Zentralrechner 12 des Straßenmautsystems 1 weitergeleitet werden, siehe Pfad
11'. Alternativ können sie auch direkt von der OBU 2 an den Zentralrechner 12 abgesetzt
werden, u.zw. sowohl "online" z.B. über die Funkschnittstelle 4 oder 6 als auch "offline"
über einen Datenträger.
[0037] Auf diese Weise plausibilisiert und signiert bzw. zertifiziert das Prozessorelement
10 die in einem fortlaufenden Strom einlangenden Mautdaten 8 jeweils einzeln oder
fortlaufend abschnittsweise.
[0038] In einer alternativen, vereinfachten Ausführungsform könnte die OBU 2 auf die Extraktion
der Streckendaten 9 aus den Positionsdaten 3 verzichten und die Positionsdaten 3 könnten
dem Prozessorelement 10 direkt zugeführt werden. In diesem Fall plausibilisiert das
Prozessorelement 10 die Mautdaten 8 direkt gegenüber den Positionsdaten 3, wobei das
Prozessorelement 10 dann vermehrte Rechenschritte ausführen muß oder eine stärker
vereinfachte Plausibilisierung durchführt, z.B. lediglich überprüft, ob einzelne Positionen
aus den Positionsdaten 3 in eine in den Mautdaten 8 angegebenen Gebietsmaut fallen,
USW.
[0039] In einer bevorzugten Ausführungsform wird in der OBU 2 ein zweites kryptographisch
zugangsgesichertes Prozessorelement ("trusted element") 13 vorgesehen werden, um aus
den Positionsdaten 3 die Streckendaten 9 zu extrahieren. Das Prozessorelement 13 ist
mit einer eigenen Signatur 13' ausgestattet, mit welcher es die von ihm erzeugten
Streckendaten 9 versieht (signiert).
[0040] Die vom Prozessorelement 13 signierten Streckendaten 9 können überdies in der OBU
2 zur Abfrage durch die Infrastruktur 5 über die Schnittstelle 4 bereitgestellt werden.
Dadurch leistet das Prozessorelement ("trusted element") 13 einen "secure freezing
service" für die Positionsdaten 3 bzw. die daraus extrahierten Streckendaten 9. Die
Signierung bzw. Zertifizierung der Streckendaten 9 gewährleistet gegenüber der Infrastruktur
5, daß die über die Schnittstelle 4 abgefragten Streckendaten 9 von einem entsprechend
vertrauenswürdigen Rechenelement, u.zw. Prozessorelement ("trusted element") 13, erzeugt
und signiert wurden.
[0041] In Fig. 1 können das erste und das zweite Prozessorelement 10, 13 auch ein und dasselbe
physische Prozessorelement sein, in der nachfolgend beschriebenen Ausführungsform
von Fig. 2 ist dies nicht möglich. In Fig. 2 bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche
Elemente wie in Fig. 1 und es wird nur auf die Unterschiede gegenüber Fig. 1 eingegangen.
[0042] In der Ausführungsform von Fig. 2 sendet der Proxyrechner 7 die kartenabgeglichenen
Mautdaten 8 nicht mehr zurück an die OBU 2. Das erste Prozessorelement 10 ist daher
im Proxyrechner 7 angeordnet bzw. mit diesem verbunden, und die OBU 2 sendet hier
zusätzlich zu den rohen Positionsdaten 3 auch die extrahierten Streckendaten 9 an
den Proxyrechner 7, siehe Pfeil 9'. Die Streckendaten 9 können optional wieder von
dem zweiten, in der OBU 2 angeordneten Prozessorelement 13 aus den rohen Positionsdaten
3 erzeugt und mit der Signatur 13' signiert worden sein, sodaß der Proxyrechner 7
bzw. das erste Prozessorelement 10 sicher sein kann, daß die Streckendaten 9 korrekt
in der OBU 2 extrahiert wurden. Auch hier können wieder die signierten Streckendaten
9 von der OBU 2 über die Schnittstelle 4 für Kontrollabfragen bereitgestellt werden.
[0043] Das erste Prozessorelement 10 im Proxyrechner 7 plausibilisiert nun wieder die im
Proxyrechner 7 kartenabgeglichenen Mautdaten 8 gegenüber den (optional signierten)
Streckendaten 9 und versieht sie im Plausibilisierungsfall mit seiner Signatur 10',
um signierte Mautdaten 11 auszugeben (Pfeil 11").
[0044] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondern
umfaßt alle Varianten und Modifikationen, die in den Rahmen der angeschlossenen Ansprüche
fallen.
1. Vorrichtung zur Funktionsüberwachung eines Straßenmautsystems (1), das zumindest ein
seine Position in Form von rohen Positionsdaten (3) aufzeichnendes Fahrzeuggerät (2)
und einen stationären Proxyrechner (7) umfaßt, der die rohen Positionsdaten (3) vom
Fahrzeuggerät (2) empfängt und daraus durch Mautkartenabgleich kartenabgeglichene
Mautdaten (8) erzeugt, gekennzeichnet durch zumindest ein erstes mit einer Signatur (10') ausgestattetes und kryptographisch
zugangsgesichertes Prozessorelement (10), welches einerseits die rohen Positionsdaten
(3) oder daraus extrahierte Streckendaten (9) vom Fahrzeuggerät (2) und anderseits
die kartenabgeglichenen Mautdaten (8) vom Proxyrechner (7) empfängt und dafür ausgebildet
ist, die kartenabgeglichenen Mautdaten (8) gegenüber den rohen Positions- bzw. den
daraus extrahierten Streckendaten (3, 9) zu plausibilisieren und bei erfolgreicher
Plausibilisierung mit seiner Signatur (10') versehen auszugeben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Prozessorelement (10) im Proxyrechner (7) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 für ein Straßenmautsystem (1), dessen Proxyrechner (7)
die kartenabgeglichenen Mautdaten (8) zurück an das Fahrzeuggerät (2) sendet, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Prozessorelement (10) im Fahrzeuggerät (2) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Prozessorelement (10) in das Fahrzeuggerät (2) modular austauschbar eingesetzt
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzeuggerät (2) dafür ausgebildet ist, aus den rohen Positionsdaten (3) die
Streckendaten (9) zu extrahieren und an das erste Prozessorelement (10) zu senden,
welches die kartenabgeglichenen Mautdaten (8) gegenüber den extrahierten Streckendaten
(9) plausibilisiert.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die extrahierten Streckendaten (9) aus den rohen Positionsdaten (3) akkumulierte
Wegstrecken oder Wegzeiten sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, gekennzeichnet durch zumindest ein zweites mit einer Signatur (13') ausgestattetes und kryptographisch
zugangsgesichertes Prozessorelement (13), das im Fahrzeuggerät (2) angeordnet und
dafür ausgebildet ist, die extrahierten Streckendaten (9) aus den rohen Positionsdaten
(3) zu erzeugen und mit seiner Signatur (13') zu versehen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Prozessorelement in das Fahrzeuggerät modular austauschbar eingesetzt
ist.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Prozessorelement (10, 13) ident sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzeuggerät (12) dafür ausgebildet ist, die mit der Signatur (13') versehenen
extrahierten Streckendaten (9) auf einer Schnittstelle (4) zur Abfrage durch eine
straßenseitige Infrastruktur (5) bereitzustellen.
11. Verfahren zur Funktionsüberwachung eines Straßenmautsystems (1), das zumindest ein
seine Position in Form von rohen Positionsdaten (3) aufzeichnendes Fahrzeuggerät (2)
und einen stationären Proxyrechner (7) umfaßt, der die rohen Positionsdaten (3) vom
Fahrzeuggerät (2) empfängt und daraus durch Mautkartenabgleich kartenabgeglichene
Mautdaten (8) erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß in einem mit einer Signatur (10') ausgestatteten und kryptographisch zugangsgesicherten
Prozessorelement (10) die kartenabgeglichenen Mautdaten (8) des Proxyrechners (7)
gegenüber den rohen Positionsdaten (3) des Fahrzeuggeräts (2) oder daraus extrahierten
Streckendaten (9) plausibilisiert und bei erfolgreicher Plausibilisierung mit der
Signatur (10') versehen ausgegeben werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11 für ein Straßenmautsystem (1), dessen Proxyrechner (7)
die kartenabgeglichenen Mautdaten (8) zurück an das Fahrzeuggerät (2) sendet, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte Plausibilisieren in einem Prozessorelement (10) des Fahrzeuggeräts (2)
erfolgt.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß im Fahrzeuggerät (2) aus den rohen Positionsdaten (3) die Streckendaten (9) extrahiert
und im Prozessorelement (10) die kartenabgeglichenen Mautdaten (8) gegenüber den extrahierten
Streckendaten (9) plausibilisiert werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die extrahierten Streckendaten (9) Wegstrecken oder Wegzeiten sind, die aus den Positionsdaten
(3) akkumuliert werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß in demselben oder einem weiteren mit einer Signatur (10', 13') ausgestatteten und
kryptographisch zugangsgesicherten Prozessorelement (10, 13) die extrahierten Streckendaten
(9) aus den rohen Positionsdaten (3) erzeugt und mit der Signatur (10', 13') versehen
werden.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Signatur (10', 13') versehenen extrahierten Streckendaten (9) im Fahrzeuggerät
(2) für eine Abfrage durch eine straßenseitige Infrastruktur (5) bereitgestellt werden.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Vorrichtung zur Funktionsüberwachung eines Straßenmautsystems (1), das zumindest
ein seine Position in Form von rohen Positionsdaten (3) aufzeichnendes Fahrzeuggerät
(2) und einen stationären Proxyrechner (7) umfaßt, der die rohen Positionsdaten (3)
vom Fahrzeuggerät (2) empfängt und daraus durch Mautkartenabgleich kartenabgeglichene
Mautdaten (8) erzeugt, gekennzeichnet durch zumindest ein erstes mit einer Signatur (10') ausgestattetes gesondertes Prozessorelement
(10), welches einerseits die rohen Positionsdaten (3) oder daraus extrahierte Streckendaten
(9) vom Fahrzeuggerät (2) und anderseits die kartenabgeglichenen Mautdaten (8) vom
Proxyrechner (7) empfängt und dafür ausgebildet ist, die kartenabgeglichenen Mautdaten
(8) gegenüber den rohen Positions- bzw. den daraus extrahierten Streckendaten (3,
9) abschätzend zu vergleichen und bei erfolgreichem Abschätzungvergleich mit seiner
Signatur (10') versehen auszugeben.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Prozessorelement (10) im Proxyrechner (7) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 für ein Straßenmautsystem (1), dessen Proxyrechner (7)
die kartenabgeglichenen Mautdaten (8) zurück an das Fahrzeuggerät (2) sendet, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Prozessorelement (10) im Fahrzeuggerät (2) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Prozessorelement (10) in das Fahrzeuggerät (2) modular austauschbar eingesetzt
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzeuggerät (2) dafür ausgebildet ist, aus den rohen Positionsdaten (3) die
Streckendaten (9) zu extrahieren und an das erste Prozessorelement (10) zu senden,
welches die kartenabgeglichenen Mautdaten (8) gegenüber den extrahierten Streckendaten
(9) abschätzend vergleicht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die extrahierten Streckendaten (9) aus den rohen Positionsdaten (3) akkumulierte
Wegstrecken oder Wegzeiten sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, gekennzeichnet durch zumindest ein zweites mit einer Signatur (13') ausgestattetes gesondertes Prozessorelement
(13), das im Fahrzeuggerät (2) angeordnet und dafür ausgebildet ist, die extrahierten
Streckendaten (9) aus den rohen Positionsdaten (3) zu erzeugen und mit seiner Signatur
(13') zu versehen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Prozessorelement in das Fahrzeuggerät modular austauschbar eingesetzt
ist.
9. Vorrichtung nach den Ansprüchen 3 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Prozessorelement (10, 13) ident sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrzeuggerät (12) dafür ausgebildet ist, die mit der Signatur (13') versehenen
extrahierten Streckendaten (9) auf einer Schnittstelle (4) zur Abfrage durch eine
straßenseitige Infrastruktur (5) bereitzustellen.
11. Verfahren zur Funktionsüberwachung eines Straßenmautsystems (1), das zumindest ein
seine Position in Form von rohen Positionsdaten (3) aufzeichnendes Fahrzeuggerät (2)
und einen stationären Proxyrechner (7) umfaßt, der die rohen Positionsdaten (3) vom
Fahrzeuggerät (2) empfängt und daraus durch Mautkartenabgleich kartenabgeglichene
Mautdaten (8) erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß in einem mit einer Signatur (10') ausgestatteten gesonderten Prozessorelement (10)
die kartenabgeglichenen Mautdaten (8) des Proxyrechners (7) gegenüber den rohen Positionsdaten
(3) des Fahrzeuggeräts (2) oder daraus extrahierten Streckendaten (9) abschätzend
verglichen und bei erfolgreichem Abschätzungsvergleich mit der Signatur (10') versehen
ausgegeben werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11 für ein Straßenmautsystem (1), dessen Proxyrechner (7)
die kartenabgeglichenen Mautdaten (8) zurück an das Fahrzeuggerät. (2) sendet, dadurch gekennzeichnet, daß das genannte abschätzende Vergleichen in einem Prozessorelement (10) des Fahrzeuggeräts
(2) erfolgt.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß im Fahrzeuggerät (2) aus den rohen Positionsdaten (3) die Streckendaten (9) extrahiert
und im Prozessorelement (10) die kartenabgeglichenen Mautdaten (8) gegenüber den extrahierten
Streckendaten (9) abschätzend verglichen werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die extrahierten Streckendaten (9) Wegstrecken oder Wegzeiten sind, die aus den Positionsdaten
(3) akkumuliert werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß in demselben oder einem weiteren mit einer Signatur (10', 13') ausgestatteten gesonderten
Prozessorelement (10, 13) die extrahierten Streckendaten (9) aus den rohen Positionsdaten
(3) erzeugt und mit der Signatur (10', 13') versehen werden.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die mit der Signatur (10', 13') versehenen extrahierten Streckendaten (9) im Fahrzeuggerät
(2) für eine Abfrage durch eine straßenseitige Infrastruktur (5) bereitgestellt werden.