[0001] Die Erfindung betrifft ein Außenleiter-Kontaktelement für koaxiale Kabelenden nach
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Eine elektrische Anschlussverbindung insbesondere für den Anschluss eines Außenleiters
eines Koaxialkabels ist beispielsweise aus der
EP 1 573 862 B1 bekannt geworden. Die Anschlussverbindung umfasst ein Steckelement mit einem Steckabschnitt
und einem Hülsenansatz. Der Steckabschnitt kann in eine Aufnahmeöffnung eines elektrisch
leitfähigen geschirmten Gehäuses eingesteckt werden. Der mit dem Außenleiter des Koaxialkabels
zu verbindende Hülsenansatz des Steckelements weist eine Innenbohrung auf, die zumindest
geringfügig größer ist als der Außendurchmesser eines abisolierten Außenleiters eines
Koaxialkabelendes. Die axiale Länge der Innenbohrung durchsetzt fast die gesamte Axiallänge
des Steckelements, wobei am Ende der so gebildeten Innenbohrung eine Ringschulter
unter Ausbildung einer gestuften Bohrung vorgesehen ist. Dadurch kann das bis auf
den Außenleiter abisolierte Koaxialkabel bis zum Anschlag an diese Ringschulter in
das Steckelement eingeführt werden. Vor der weiteren Verbindung mit der Aufnahmeöffnung
oder aber nach Herstellung der Verbindung mit einer Kupplungseinrichtung kann dann
ein Lötprozess durchgeführt werden um mittels des Lotes den Außenleiter mit dem elektrisch
leitenden Steckelement gut elektrisch leitend zu verbinden.
[0003] Eine Vorrichtung zum Anschluss eines Koaxialkabels an einem Vorrichtungsgehäuse ist
auch aus der
EP 1 709 711 B1 bekannt geworden.
[0004] Gemäß dieser Vorveröffentlichung wird ein hülsenförmiges Anschlusselement vorgeschlagen,
welches in Umfangsrichtung mit einer spezifisch ausgebildeten Profilnut versehen ist,
worüber das Koaxialkabelende in einem Kupplungselement auch mechanisch verankert werden
kann. Auch bei diesem vorbekannten Stand der Technik wird der Außenleiter vorzugsweise
in die Hülse eingelötet.
[0005] Darüber hinaus sind koaxiale Steckverbinder und insbesondere Außenleiterhülsen bekannt
geworden, die auf ein abisoliertes Koaxialkabelende aufgesteckt und dort mechanisch
verankert und mit dem Außenleiter des Koaxialkabels elektrisch verbunden werden können.
Dabei wird üblicherweise die Außenisolierung am Koaxialkabelende in einer bestimmten
Axiallänge entfernt, bis der darunter befindliche meist aus einem Außenleitergeflecht
und einer Außenleiterfolie bestehende Außenleiter frei liegt. Der Außenleiter wird
vom Kabelende weg umgelegt, um dann eine entsprechende Außenleiterhülse aufzustecken
und mit ihren vom Koaxialkabelende weg ragenden in Umfangsrichtung versetzt liegenden
federnden Kontaktzungen auf das Außenleitergeflecht angepresst zu werden. Bei Bedarf
kann auch eine Kontermutter gegengeschraubt werden, die über eine konische Anlageschulter
mit dem Hauptleiterhülsen-Steckelement aufläuft und dadurch radiale Presskräfte zur
Kontaktierung der Kontaktzungen mit dem Außenleitergeflecht erzeugt.
[0006] Mit anderen Worten ist es also bekannt, Außenleiterhülsen an einem koaxialen Kabelende
mittels Klemmen oder Crimpen mit dem Außenleiter des Koaxialkabels zu verbinden.
[0007] Zudem ist auch eine Außenleiterhülse bekannt geworden, die an ihrem Anschlussende
mit einem um ihre Zentralachse herum verlaufenden Innengewinde versehen ist. Auch
in diesem Falle wird ein Koaxialkabelende so vorbereitet, dass das Innenleiterende
über das stirnseitige Ende des Koaxialkabels über eine gewisse axiale Wegstrecke frei
vorsteht, wobei die sich daran anschließende Außenleiterisolierung freigelegt und
das den Außenleiter bildende Geflecht oder eine eventuell vorgesehene Außenleiterfolie
über den Außenmantel zurückgeschlagen und umgelegt wird, um dann eine Hülse mit Innengewinde
auf den Außenmantel aufzuschrauben. Dabei wird die Außenleiterfolie und/oder das Außenleitergeflecht
zwischen der aufgeschraubten Hülse und dem Außenmantel des Koaxialkabels geklemmt.
[0008] Zudem ist auch ein sogenannter Kompressionsstecker bekannt geworden, dessen hülsenförmiger
Steckansatz zwischen der Außenleiterfolie bzw. dem Außenleitergeflecht oder zwischen
dem Außenleitergeflecht bzw. der Außenleiterhülse und der Außenisolierung eingepresst
wird, wozu Werkzeug erforderlich ist, in der Regel zumindest eine Zange. Dabei wird
die Hülse geradlinig auf das entsprechend vorbereitete Koaxialkabel aufgesteckt und
mittels Klemmen in der Regel fest verklemmt, so dass die Hülse unlösbar und nicht
wieder verwendbar an dem Koaxialkabelende angeschlossen ist.
[0009] Ein Koaxialkabel mit aufgesetztem Koaxialkabel-Verbinder ist aus der
US 6 402 550 B2 bekannt geworden. Beschrieben wird ein Koaxialkabel mit einem Innenleiter und einem
den Innenleiter umgebenden hülsenförmigen Dielektrikum, wobei das Dielektrikum von
einer mit Aluminium laminierten Folie umgeben ist.
[0010] Hierauf soll ein Koaxialkabel-Verbinder aufgesteckt werden, wobei dessen Hülsenkörper
mit einer glatten Innenfläche oder mit einer auf der Innenfläche vorgesehenen Wendel-
oder Schraubenstruktur versehen sein kann. Unabhängig von diesen unterschiedlichen
Ausbildungen soll die Aufsteckhülse des Verbinders mit Längsschlitzen versehen sein,
um sie unterhalb der Außenisolierung auf die mit Aluminium laminierte Außenleiterfolie
aufschieben oder aufdrehen zu können. Da hierdurch kein ausreichend fester Sitz sowie
keine ausreichende Schirmung gewährleistet werden kann, ist in all diesen Ausführungsformen
die Verwendung eines zusätzlichen Klemmringes notwendig, der benachbart zum stirnseitigen
Ende der aufgesteckten Hülse auf die Außenisolierung des Kabels aufgeschoben werden
muss, um dadurch einen ausreichend sicheren Presssitz zur langfristigen dauerhaften
Verankerung und Kontaktierung der Hülse am Kabelende zu gewährleisten.
[0011] Ein Koaxialkabel-Anschlusssystem ist auch aus der
EP 1 447 881 A2 als bekannt zu entnehmen. Ein daraus entnehmbarer
[0012] Kabelaußenleiter besteht im Gegensatz beispielsweise zu der vorstehend genannten
Vorveröffentlichung nicht aus einer glatten Folie oder einem Geflecht, sondern weist
eine aufwendiger herzustellende gewellte umlaufende helixförmige Struktur auf. Dies
ermöglicht, einen Steckverbinder zu verwenden, dessen innere Oberfläche an die Außenflächengestaltung
des Außenleiters des Koaxialkabels angepasst ist und insoweit auf diese Außenleiterkontur
aufgedreht werden kann. Da ein derartiges Aufschrauben einer Außenleiterhülse auf
die Gewindestruktur des Außenleiters des Koaxialkabels zu keiner dauerhaft sicheren
Verankerung und Kontaktierung führt, ist ein zusätzliches Crimpen des entsprechenden
Verbindungsbereiches notwendig. Von daher wird in dieser Vorveröffentlichung auch
von einem Crimp-Konnektor gesprochen.
[0013] Eine Crimphülse zur Befestigung an einem koaxialen Außenleiter ist auch aus der
DE 103 43 558 A1 zu entnehmen. Um die Crimphülse-Montage erleichternd zu gestalten, ist vorgesehen,
dass beispielsweise im Falle eines Koaxialkabels die Crimphülse mit ihrem zylinderförmigen
Verbindungsmantel auf der Außenfläche des Dielektrikums aufgeschoben werden kann,
und zwar so, dass sich die Hülse mit ihrem keilförmig vorlaufenden Einschneidrand
auf dem Dielektrikum unterhalb des der Schirmung dienenden Isolationsmantels eingeführt
wird. Da der zylinderförmige Hülsenkörper innenliegend mit einem Holzgewinde versehen
ist, kerbt sich dieses Holzgewinde in das Dielektrikum ein, wobei der der elektrischen
Kontaktierung dienende Außenleiter am Außenumfang der Hülse lose anliegt. Da aufgrund
dieser Bedingung keine dauerhafte und gleichförmige Verbindung zwischen der Außenleiterisolierung
und der aufgesetzten Hülse besteht, muss ein weiteres hülsenförmiges Kontaktelement
aufgeschoben werden und ein Crimpvorgang durchgeführt werden.
[0014] Ein Koaxialstecker für Koaxialkabel mit Volldielektrikum ist auch aus der
DE 2 159 867 A zu entnehmen. Auch hier wird eine Lösung vorgeschlagen, bei der die aufzudrehende
Hülse lediglich an ihrer Innenseite, nämlich auf der der Isolationsschicht zugewandten
Innenseite mit Schneidgewindegängen versehen ist, die es ermöglichen sollen, so die
Hülse auf das Dielektrikum aufzudrehen und dabei die elektrisch leitfähige Außenleitergeflecht
vom Dielektrikum abzuheben und zu weiten. Von daher muss für eine gute elektrische
Kontaktierung stets eine zusätzlich aufschraubbare Überwurfmutter verwendet werden,
um so hohe radiale Presskräfte zu erzeugen, dass durch die Überwurfmutter das Ende
des aufgeweiteten Außenleitergeflechtes am Außenumfang der aufgeschraubten Hülse besser
und fester dauerhaft anliegt.
[0015] Auch die
DE 690 16 891 T2 beschreibt einen Koaxialkabel-verbinder, der aufgrund seiner spezifischen Ausführungsform
vor der Montage in Form von zwei metallischen Teilen vorliegt, die nach der Montage
eine einstückige Metalleinheit bilden soll. Das eine Teil umfasst dabei eine Stütze,
einen Kragen und eine Mutter, wobei das zweite Teil eine Hülse umfasst. Um die beiden
Teile zu montieren, wird zuerst die Hülse auf das Ende des Kabels geschoben, um dann
das entsprechend vorbereitete Ende eines Koaxialkabels in die sogenannte Stütze und
unter den Kragen des integralen Endstückes einzuführen. Durch die Presspassung zwischen
der Hülse und dem Endstück soll das Drahtgeflecht des Außenleiters gegenüber dem integralen
Endstück verpresst werden, um einen guten Sitz zu gewährleisten und eine ausreichende
Schirmung zu erzeugen.
[0016] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber ein verbessertes Kontaktelement
für Außenleiter von flexiblen Koaxialkabeln zu schaffen.
[0017] Die Erfindung wird entsprechend den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0018] Die erfindungsgemäße Außenleiterhülse für flexible Koaxialkabelenden zeichnet sich
unter anderem dadurch aus, dass an der Innenwandung der Außenleiterhülse zumindest
in einer Teillänge sich über die Innenwandung erhebende Formelemente vorgesehen sind,
die sich in Axialrichtung oder helixförmig um die Zentralachse der Außenleiterhülse
erstrecken bzw. verlaufen. Die Bemaßung ist dabei derart, dass der freie Innenquerschnitt
zwischen den Formelementen bei axialer Betrachtung der Außenleiterhülse kleiner ist
als der Durchmesser des Außenleiter des anzuschließenden Koaxialkabels. Andererseits
ist der Innenquerschnitt der Oberfläche der Außenleiterhülse gleich oder geringfügig
größer als der Außenleiterdurchmesser des anzuschließenden Koaxialkabels. Dies eröffnet
die Möglichkeit, dass eine entsprechende Außenleiterhülse auf den Außenleiter eines
anzuschließenden Koaxialkabelendes direkt aufgesteckt oder aufgedreht werden kann,
ohne dass der Außenleiter beispielsweise in Form eines Außenleitergeflechtes oder
in einer ein- oder doppelseitig elektrisch leitfähig beschichteten Außenleiterfolie
vom Außenleiterende weg auf einen unabisolierten Abschnitt des Koaxialkabel-Außenisolators
umgelegt werden muss.
[0019] Insbesondere bei der heutigen Generation von koaxialen Außenleitern bestehen diese
Außenleiter nur noch zum Teil aus einem Gewebe oder einem Geflecht sondern häufig
aus einer nicht nur ein- sondern beidseitig metallbeschichteten (beispielsweise aluminiumbeschichteten)
dünnen Folie, wobei diese Außenleiter häufig mit dem den Innenleiter umgebenden Dielektrikum
verklebt sind. Dies trifft vor allem dann zu, wenn der Außenleiter aus der vorstehend
erwähnten in der Regel beidseitig metallbeschichteten Folie besteht.
[0020] Da das Dielektrikum andererseits relativ weich ist, haben sich bisherige vor allem
durch Klemmen oder Crimpen realisierte Befestigungsverfahren zur elektrischen Kontaktierung
einer Außenleiterhülse mit dem Außenleiter eines Koaxialkabelendes als nicht vorteilhaft
erwiesen, da bei einer entsprechenden Verformung des Dielektrikums weg von der idealen
Zylinderform hin zu einer ovalen Querschnittsform sich die elektrischen Anschlusseigenschaften
verschlechtern.
[0021] Dem gegenüber wird durch Verwendung der erfindungsgemäßen Außenleiterhülse ein idealer
zylinderförmiger Querschnitt für den Außenleiter und vor allem das den Innenleiter
umgebende Dielektrikum beibehalten, und dies bei einer gleichzeitigen "Versteifung"
des Anschlussendes des Koaxialkabels. Andererseits kann die erfindungsgemäß vorgesehene
Anschlusshülse so dünn dimensioniert sein, d. h. eine so geringe Wandstärke aufweisen,
dass sie faktisch den Außendurchmesser des mit einer Außenleiterisolierung versehenen
Koaxialkabels nicht oder kaum übersteigt. Nur zur Optimierung der Handhabung kann
die Außenleiterhülse mit einem entsprechenden verstärkten Rändelabschnitt, mit einer
Anschlussfläche zum Ansatz von Werkzeugen oder dergleichen versehen sein.
[0022] Dies eröffnet im Rahmen der Erfindung auch die Möglichkeit ein so vorbereitetes koaxiales
Kabelende beispielsweise bei Anschlussdosen zu verwenden, da beim Festdrehen oder
Festklemmen von elektrischen Anschlussmitteln unter Einwirkung einer radialen Kraft
auf die erfindungsgemäß vorgesehene Anschlusshülse diese ihre ideale Zylinderform
beibehält.
[0023] Da die Formelemente insbesondere in Form des Innengewindes verrundet, also nicht
schneidenförmig gestaltet sind, wird gewährleistet, dass beim Aufstecken oder Aufdrehen
der Außenleiterhülse z. B. auf die Außenleiterfolie diese weder beim Aufdrehen noch
bei einer Demontage beschädigt wird. Dabei können sich die axial oder nach Art einer
Helix gebildeten Formelemente direkt in das Dielektrikum oder über die Außenleiterfolie
mittelbar in das Dielektrikum eindrücken bzw. einkerben, ohne im letzt genannten Fall
die Außenleiterfolie oder das entsprechende Außenleitergeflecht zu verletzen oder
zu durchtrennen. Mit anderen Worten formt die dünnwandige Außenleiterhülse ein Gewinde
in die Außenleiterfolie bzw. in das Dielektrikum, wobei bei der heutigen Generation
von Koaxialkabeln häufig ein Dielektrikum eingesetzt ist, was relativ weich ist (bspw.
aus geschäumten Polyethylen PE). Zudem zeichnen sich die Außenleiterfolien bei der
heutigen Generation von Koaxialkabeln durch ihre relativ hohe Dehnbarkeit und Reißfestigkeit
aus.
[0024] Ein weiterer wesentlicher Vorteil liegt darin, dass die Außenleiterhülse auf eine
ein- oder zweiseitig metallbeschichtete und auf dem Dielektrikum verklebte Außenleiterfolie
ohne jedes Werkzeug aufgeschoben oder aufgedreht werden kann, und dass dabei der Außenleiter
zwar verformt wird, und zwar so stark, dass die Verformung bis in das darunter befindliche
Dielektrikum stattfindet, dass aber gleichwohl die Außenleiterfolie nicht beschädigt
oder geschlitzt wird. So finden im Rahmen der Erfindung eine gewindeformende spänefreie
und keimzerstörende Folie verursachende Fixierung der Hülse auf den vorbereiteten
Koaxialkabelende statt, und zwar mit einer optimalen elektrisch dauerhaften Kontaktierung
und einer hohe Klemmkräfte aufweisenden mechanischen Fixierung. Dass dabei das Dielektrikum
in seiner Materialdicke keine Änderung erfährt, trägt ebenfalls zu dem oben genannten
Vorteil bei, dass ein mit einer erfindungsgemäßen Hülse versehenes Koaxialkabelende
problemlos auch zum Anschließen von Verbindungen, beispielsweise in einer Antennendose,
verwendet werden kann, und da beim Festdrehen einer Kontakt- und Fixierschraube in
der Antennendose die erfindungsgemäße Hülse verhindert, dass das Dielektrikum eine
Verformung erfährt und dadurch das übertragene Antennensignal verschlechtert wird.
[0025] Nachfolgend sind einige der wesentlichen im Rahmen der Erfindung erzielbaren Vorteile
aufgelistet, nämlich:
- die erfindungsgemäße Außenleiterhülse ist lösbar gestaltet, sie ist dabei auch wiederverwendbar.
D. h. sie kann an neuen Kabelenden aber auch an zuvor verwendeten Kabelenden wieder
aufgedreht werden;
- die erfindungsgemäße Außenleiterhülse ist dabei ohne Werkzeug montier- und demontierbar.
- Die erfindungsgemäße Außenleierhülse ist elektrisch sehr gut mit dem Außenleiter eines
Koaxialkabels kontaktierbar, das es im Kontaktbereich keine großen Veränderungen des
Außenleiterdurchmessers ergibt, wodurch der Wellenwiderstand der Koaxialleitung nahezu
unverändert bleibt.
- Die erfindungsgemäße Außenleiterhülse trägt dabei zu einer hohen Schirmdichtigkeit
bei.
- Insbesondere dann, wenn die erfindungsgemäße Außenleiterhülse mit einem Innengewinde
versehen ist, besteht eine hohe Auszugsicherung und optimale Zugentlastung.
- Zudem ist im Rahmen der Erfindung ein großer Toleranzbereich für Außenleiterdurchmesser
möglich.
- Die erfindungsgemäße Außenleiterhülse trägt letztlich auch zu einer Versteifung des
Außenleiters bei, weshalb ein mit der erfindungsgemäßen Außenleiterhülse versehenes
Kabelende auch für Klemmund Steckverbindungen geeignet ist, und dies bei einem extrem
geringen Platzbedarf.
- Die erfindungsgemäße Außenleiterhülse ist zudem auch für Koaxialkabel-Steckverbinder
verwendbar.
- Die erfindungsgemäße Außenleiterhülse ist besonders für Koaxialkabel geeignet, bei
denen der Außenleiter in Form einer beschichteten Außenleiterfolie vorgesehen ist,
die mit dem den Innenleiter umgebenden Dielektrikum verklebt ist.
- Insbesondere bei einer Außenleiterhülse mit Innengewinde, die in den Außenleiter und
das Dielektrikum ein Gewinde formt, ergibt sich eine optimale Losdrehsicherung.
[0026] Die Erfindung schafft vor allem auch wesentliche Vorteile gegenüber den im Stand
der Technik bekannten Aufdrehsteckern, die ebenfalls aus einer Hülse mit einem Innengewinde
bestehen, die jedoch auf einen Außenmantel eines Koaxialkabels aufgedreht werden.
In diesem Falle würde der Außenmantel des Koaxialkabels die Schraubverbindung sichern,
der jedoch in der Regel aus einem sehr viel härteren Material als das Dielektrikum
des Koaxialkabels besteht. Mit andern Worten ist die erfindungsgemäße Hülse sehr viel
leichter und effizienter auf das Dielektrikum aufzudrehen, welches aus weicherem Material
besteht. Zudem wird durch die erfindungsgemäße Hülse weniger Platz benötigt, d. h.
die erfindungsgemäße Hülse kann, da sie auf dem Dielektrikum bzw. der das Dielektrikum
umgebenden aufgeklebten elektrisch leitfähigen Außenleiterfolie aufgedreht wird, mit
geringerem Durchmesser realisiert werden. Zudem können umgelegte Geflechtadern eines
Außenleitergeflechtes bei den nach dem Stand der Technik bekannten Aufdrehsteckern
durchtrennt werden, im Gegensatz zur erfindungsgemäßen Lösung. Darüber hinaus wird
bei der erfindungsgemäßen Lösung das Aufdrehmoment durch ein undefiniertes Umlegen
von den die Außenleiter bildenden Geflechtadern nicht nachteilig beeinflusst, wie
dies im Stand der Technik die Regel ist.
[0027] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Dabei zeigen im Einzelnen:
- Figur 1a:
- ein Axialquerschnitt durch ein Koaxial-Kabelende;
- Figur 1b:
- ein Axialschnitt durch eine erfindungs-gemäße Außenleiterhülse;
- Figur 1c:
- ein Axialschnitt durch ein Koaxialkabelen- de, auf welches die erfindungsgemäße Au-ßenleiterhülse
aufgesetzt ist;
- Figur 2:
- ein Axialquerschnitt eines leicht abgewan-delten Ausführungsbeispiels mit einer ge-stuften
Außenleiterhülse;
- Figur 3:
- ein gegenüber Figur 2 abgewandeltes Aus-führungsbeispiel mit einem nach außen vor-stehenden
Ringansatz an der Außenleiter-hülse;
- Figur 4:
- ein nochmals abgewandeltes Ausführungsbei-spiel mit einer zylinderförmigen Erweite-rung
für die Außenleiterhülse;
- Figur 5:
- eine in der axialen Länge größer dimensio-nierte Außenleiterhülse;
- Figur 6:
- ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel mit einem separaten zusätzlich vorgesehenen
Außen- oder Mantelring;
- Figur 7:
- ein nochmals abgewandeltes Ausführungsbei-spiel;
- Figur 8:
- ein weiteres Ausführungsbeispiel unter Verwendung einer Überwurfmutter;
- Figur 9a:
- ein Axialschnitt durch ein Koaxialkabelen-de mit einem Außenleiter in Form einer aufgeklebten
beidseitig beschichteten, elektrisch leitfähigen Außenleiterfolie und eines Geflechtes,
wobei das Geflecht nicht aufgespreizt ist;
- Figur 9b:
- ein Ausführungsbeispiel basierend auf dem Koaxialkabelende gemäß Figur 9a mit aufge-setzter
Außenleiterhülse;
- Figur 10a:
- ein Axialschnitt durch ein Außenleiter-Kontaktelement;
- Figur 10b:
- eine räumliche Darstellung der erfindungs-gemäßen Außenleiterhülse;
- Figur 10c:
- ein Teil-Querschnitt durch einen Gewinde-gang der Außenleiterhülse;
- Figur 11:
- eine räumliche Darstellung einer abgewan-delten Außenleiterhülse mit einer außen vorgesehenen
Rändelung;
- Figur 12:
- ein weiteres abgewandeltes Ausführungsbei-spiel einer Außenleiterhülse mit einer außen
vorgesehenen Abflachung;
- Figur 13a:
- ein Axialschnitt durch ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel mit mehreren Formele-menten,
die in axialer Längsrichtung ver-laufen;
- Figur 13b:
- eine Querschnittsdarstellung bzw. Seiten-ansicht des Ausführungsbeispiels gemäß Figur
13a im Bereich der Formelemente; und
- Figur 13c:
- eine Axialschnittdarstellung durch die in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 13a
und 13b verwendete Außenleiterhülse.
[0028] In Figur 1a ist in schematischer axialer Längsschnittdarstellung ein Koaxialkabel
1, d. h. ein entsprechend vorbereitetes Koaxialkabelende 1' und in Figur 1b im Axialschnitt
ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Außenleiterhülse 3 gezeigt,
die in der Regel aus Metall besteht.
[0029] Das Koaxialkabelende 1' ist entsprechend vorbereitet, um eine erfindungsgemäße Außenleiterhülse
3 aufzusetzen.
[0030] Das Koaxialkabel umfasst dabei bekanntermaßen einen Innenleiter 5, ein den Innenleiter
umgebendes Dielektrikum 7, einen das Dielektrikum umgebenden Außenleiter 9 (hülsen-oder
zylinderförmigen Außenleiter 9) und eine alles umgebende Außenisolierung 11, die nachfolgend
teilweise auch als Isolationsmantel 11 bezeichnet wird.
[0031] Zur Vorbereitung des Koaxialkabelendes 1' ist vom Isolationsmantel 11, dem Außenleiter
9, und dem Dielektrikum 7 so viel Material entfernt worden, dass ein entsprechender
Endabschnitt 5' des Innenleiters 5 axial vorsteht. Auch von dem Außenleiter 11 ist
ein gewisses Material endseitig entfernt worden, so dass im gezeigten Ausführungsbeispiel
der Außenleiter 9 noch vor dem Dielektrikum 7 endet, aber nicht enden muss. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel besteht der Außenleiter 9 aus einer Außenleiterfolie 9" und einem
Außenleitergeflecht 9', welches die Außenleiterfolie 9" umgibt, und welches endseitig
in der Darstellung gemäß Figur 1a und 1c vom Außenumfang des Dielektrikums 7, d. h.
hier auch vom Außenumfang der Außenleiterfolie 9", abgehoben und somit aufgespreizt
ist. Die erwähnte Außenleiterfolie 9" besteht dabei üblicherweise aus einer Folie,
die zumindest einseitig und in der Regel auf beiden gegenüberliegenden Seiten mit
einer metallischen, d. h. elektrisch leitfähigen Schicht, überzogen ist. Diese Außenleiterfolie
ist dann auf dem Dielektrikum aufgeklebt, also mit dem Dielektrikum fest verbunden.
[0032] Der Isolationsmantel 11 ist am weitesten verkürzt und endet am frühesten bezogen
zum weitesten axial überstehenden stirnseitigen Innenleiterende 5".
[0033] Die erfindungsgemäße Außenleiterhülse 3 fasst eine der Zylinderform zumindest nahekommende
Hülsenwandung 3a mit einer Hülsenaußenfläche 3b und einer Hülseninnenfläche 3c auf.
Sowohl in Figur 1a wie in Figur 1b und auch in den folgenden Figuren ist mit X jeweils
die Längs- oder Zentralachse des Koaxialkabels bzw. der Außenleiterhülse eingezeichnet.
Bis auf die nachfolgend erörterten Formelemente ist dabei die Koaxialhülse in der
Regel rotationssymmetrisch gebildet.
[0034] Auf der Kabel-Verbindungsseite 13a ist die Hülsenwandung 3a mit einer kegligen Abflachung
3d versehen, die sich über eine gewisse axiale Weglänge erstreckt, in welcher die
Hülsenwandung 3a zunehmend dünner wird. Mit anderen Worten nimmt der Außenumfang in
diesem Bereich zur Kabel-Anschlussseite 13a zunehmend ab. Die zur Kabel-Verbindungsseite
13a gegenüberliegende offene Anschlussseite ist mit Bezugszeichen 13b gekennzeichnet.
[0035] Wie aus der Querschnittsdarstellung gemäß Figur 1b auch zu ersehen ist, erhebt sich
in der Anschlusshülse 3 von der Innenfläche 3c nach innen vorstehend ein Formelement
15, im gezeigten Ausführungsbeispiel ein helixförmiges Formelement 15a, welches ein
Innengewinde 15'a bildet.
[0036] Um die so gebildete Außenleiterhülse am Kabelende 1' anzuschließen, wird die Außenleiterhülse
3 mit ihrem Verbindungsende 13a auf das Kabelende 1' aufgesteckt und dann in entsprechender
Rotationsrichtung gedreht, wobei sich die helixförmigen Formelemente 15, 15a, also
das Innengewinde 15'a in die Außenleiterfolie 9" und das darunter befindliche Dielektrikum
7 einkerbt und dadurch die Außenleiterhülse zunehmend weiter auf das Kabelende 1'
aufgedreht wird, was unkompliziert durchzuführen ist, da die Außenleiterfolie üblicherweise
auf dem Dielektrikum 7 aufgeklebt ist, also nicht relativ zum Dielektrikum verschiebbar
ist.
[0037] Dabei wird die Außenleiterhülse 3 mit ihrer in Eindrehrichtung vorlaufenden keilförmigen
Abflachung 3d unterhalb des Außenleitergeflechts 9' auf die Außenleiterfolie 9" und
das darunter befindliche Dielektrikum 7 aufgedreht, und zwar unter gleichzeitiger
geringfügiger Spreizung, also Aufweitung des Außenleitergeflechts 9', wie dies aus
der Darstellung gemäß Figur 1c zu ersehen ist.
[0038] Die Aufdrehbewegung kann besonders leicht erfolgen, da das Dielektrikum 7 in der
Regel aus nicht zu hartem, sondern eher weicherem Material besteht, nämlich häufig
aus geschäumten Polyethylen PE, welches eine niedrige Dielektrizitätszahl aufweist,
weshalb dieses Material bevorzugt ist. Durch die Aufweitung des Außenleitergeflechtes
liegt dieses vollflächig unter ausreichender Vorspannung an der aus Metall bestehenden,
oder zumindest elektrisch leitfähige Oberflächen aufweisenden Außenleiterhülse 3 an,
wodurch eine optimale elektrische Kontaktierung sowohl zu dem Außenleitergeflecht
9' als auch zur Außenleiterfolie 9" gewährleistet ist. Zudem wird eine optimale Auszugsicherung
verbunden mit einer optimalen Losdrehsicherung und zudem eine optimale Zugentlastung
erzielt.
[0039] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 weist die Außenleiterhülse 3 an ihrem zum
Verbindungsende 13a gegenüberliegenden offenen Anschlussseite 13b eine umlaufende
Abstufung 17 auf, so dass hierdurch eine gestufte Axialbohrung 19 mit einem ersten
Bohrungsquerschnitt 19a und einem sich daran anschließenden zweiten größeren Bohrungsquerschnitt
19b gebildet ist. Dadurch wird die maximale Aufdrehbewegung der Außenleiterhülse 3
auf dem Kabelende 1' begrenzt, da in diesem Fall der so gebildete Anschlagring 17a
am stirnseitigen Ende des Dielektrikums 7 anschlägt.
[0040] Bei der Variante gemäß Figur 3 ist ein entsprechender Anschlagring 17b nicht innenliegend
sondern außenliegend vorgesehen, nämlich in Form einer zum Anschlussende 13b hin sich
erweiternden Abstufung 17, die dann nicht am stirnseitigen Ende des Dielektrikum 7
sondern am stirnseitigen Ende des Isolationsmantels 11 aufläuft. Gegebenenfalls kann
ein Rest 9a des aufgeweiteten Außenleitergeflechts 9' zwischen dem stirnseitigen Ende
des Isolationsmantels 11 und der Abstufung 17 sandwichartig eingeklemmt sein.
[0041] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4 ist die Außenleiterhülse 3, d.h. der radial
nach außen vorstehende Anschlagring 17b, mit einem vom Anschlussende 13b weggerichtet
verlaufenden Zylinderansatz 17c versehen, der die Außenisolierung 11, d.h. den Isolationsmantel
11, noch über eine axiale Länge außen übergreift. Dadurch wird auch der Außenumfang
des Isolationsmantels 11 noch über eine gewisse Axialstrecke von der Außenleiterhülse
3 nicht nur umgriffen, sondern auch geschützt. Die radiale Breite dieser Ringnut 17b
entspricht von daher in Etwa der Dicke des Isolationsmantels 11 plus der Dicke des
Außenleitergeflechts 9'. Dies trägt auch zu einer gewissen Versteifung (Knick-schutz)
des so mit der Außenleiterhülse 3 verbundenen Koaxialkabels bei.
[0042] Bei der Variante gemäß Figur 5 ist die Außenleiterhülse 3 so gebildet, dass der in
den vorausgegangenen Figuren gezeigte Innenleiter 5 nicht über das offene Anschlussende
13b hinüber steht sondern zumindest kurz vor dem stirnseitigen offenen Anschlussende
13b innerhalb der zylinderförmigen Anschlusshülse 3 endet.
[0043] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6 ist in Abweichung zu dem Ausführungsbeispiel
nach Figur 4 die Außenleiterhülse 3 nicht mit einer zylinderförmigen Erweiterung 17b
versehen, die Teil der Außenleiterhülse 3 ist, sondern anstelle dessen ist ein separater
Aufsteckzylinder 21 vorgesehen. Dieser wird bei der Montage der Außenleiterhülse vorzugsweise
weiter vom eigentlichen Kabelende weg geschoben, wo er lose auf dem Außenumfang des
Isolationsmantels 11 aufliegt. Nach der Montage der Außenleiterhülse 3 unter Aufweitung
des Außenleitergeflechts 9' und damit auch unter geringfügiger Ausweitung des Isolationsmantels
11 kann dann der Aufsteckzylinder 21 in Richtung Kabelende vor bewegt werden, bis
er maximal die radial nach außen vorstehende Abstufung 17 erreicht und dort anschlägt.
Dadurch wird eine erhöhte Auszugssicherung und Losdrehsicherheit gewährleistet.
[0044] Bei der Variante gemäß Figur 7 ist lediglich der Innenleiter 5 durch Entfernung des
Dielektrikums, des Außenleiters und des Isolationsmantels 11 frei gelegt worden. Mit
andern Worten enden Dielektrikum 7, Außenleiter 9 und Isolationsmantel 11 mehr oder
weniger in einer gleichen senkrecht zur Erstreckungsrichtung X des Koaxialkabels verlaufenden
Ebene, wobei hier die Außenleiterhülse 3 mit einem radial vorstehenden Flansch 23
versehen ist, der dann am stirnseitigen Ende des Isolationsmantels 11 und dem Außenleiter
9 anliegt. Die Außenleiterhülse 3 formt wiederum beim Aufdrehen ein Gewinde in die
Außenleiterfolie 9" sowie in das darunter befindliche Dielektrikum 7 und weitet gleichzeitig
das Außenleitergeflecht 9' auf. Je nach axialer Länge der Außenleiterhülse 3 kann
der Innenleiter innerhalb der Außenleiterhülse zu liegen kommen (wie in Figur 7 dargestellt
ist) oder über das offene Anschlussende 13b überstehen wie dies beispielhaft anhand
der Figuren 1 bis 4 gezeigt ist.
[0045] Bei Figur 8 handelt es sich um eine Abwandlung gegenüber dem Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 4. Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 8 ist ferner noch eine Überwurfmutter
25 vorgesehen, die zum Kabelende hin eine radiale Ausnehmung 25a mit einem dort vorgesehenen
Innengewinde 25b umfasst, welches dann auf ein Außengewinde 17'c der zylinderförmigen
Erweiterung 17c der Außenleiterhülse 3 aufgeschraubt werden kann.
[0046] Da die Überwurfmutter 25 vom Kabelende weg verlaufend mit einem geringer werdenden
Innendurchmesser unter Ausbildung einer Schräge 25c, d. h. schräge oder kegelige Anlageschulter
25c ausgebildet ist, wird beim Festdrehen der Überwurfmutter die Anlageschräge 25c
zunehmend mehr auf den im Bereich der Außenleiterhülse erweiterten Außendurchmesser
des Isolationsmantels 11 aufgedreht, wodurch radiale Presskräfte im Bereich der Außenleiterhülse
3 erzeugt werden. Mit anderen Worten führt der Konus 25c zur Erhöhung der Klemmkräfte,
mit denen der Kabelmantel 11 verpresst wird. Auch dies trägt zu einer Erhöhung der
Auszugs- und Losdrehsicherheit. Zudem wird auch bei dieser Ausführungsform ähnlich
wie bei der Variante gemäß Figur 4 und 6 auch ein verbesserter Knickschutz des Kabelendes
gewährleistet.
[0047] Durch die geschilderte Positionierung der Außenleiterhülse innerhalb des eigentlichen
Außenleiters 9 ergibt sich zudem durch das dadurch bewirkte Aufspreizen des Außenleitergeflechtes
9', dass eine theoretische Kurzschlussgefahr - wie beim Stand der Technik - vermieden
wird, da die Flechtadern 9' und der Innenleiter durch die zwischengefügte Außenleiterhülse
eindeutig sicher voneinander getrennt sind.
[0048] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 9a und 9b handelt es sich nunmehr um ein
Ausführungsbeispiel, bei welchem die Außenleiterhülse einen größeren Innendurchmesser
als das Außenleitergeflecht 9' aufweist. Die Außenleiterfolie 9" besteht wiederum
aus einem Folienmaterial, welches bevorzugt beidseitig mit einer metallisch leitfähigen
Schicht überzogen ist. Die Außenleiterfolie weist also bevorzugt nicht nur auf der
Innenseite, also dem Dielektrikum 7 zugewandt liegenden Seiten, oder auf ihrer Außenseite,
also dem Außenleitergeflecht 9', sondern auf beiden Seiten eine metallisch leitende
Schicht auf. Die so gebildete Außenleiterfolie 9" ist dabei in der Regel vollflächig
mit dem Außenmantel des Dielektrikums 7 verklebt.
[0049] In diesem Falle kann die erfindungsgemäße Außenleiterhülse 3 mit ihren Formelementen,
d. h. ihrem anhand der gezeigten Ausführungsbeispiele helixförmigen Formelement 15a
unter Bildung des Innengewindes 15'a über das Außenleitergeflecht 9' aufgedreht werden,
wobei sich das Innengewinde 15'a über das Außenleitergeflecht 9' und die Außenleiterfolie
9" in das Dielektrikum 7 eingräbt und -kerbt, wie dies durch die Schnittdarstellung
gemäß Figur 9b verdeutlicht ist.
[0050] Die vorstehend erläuterte Befestigungsmethode der Außenleiterhülse 3 funktioniert
aber ebenso auch bei einem Außenleiter 9, der beispielsweise nur aus einem Außenleitergeflecht
9' oder nur aus einer Außenleiterfolie 9" besteht.
[0051] Die erläuterten Formelemente 15, 15a, 15'a sind dabei in einer Längszone Z vorgesehen,
die sich in eine Teillänge der axialen Gesamt-Länge der Außenleiterhülse um die zentrale
Längsachse X erstrecken, das heißt von der innenliegenden Fläche 3c der Außenleiterhülse
sich nach Innen, in der Regel radial erheben. Diese Zone kann im Abstand zum Verbindungs-Ende
13a beginnen und in einem noch größeren Abstand zum Anschlussende 13b enden.
[0052] Anhand der Figuren 10a, 10b und 10c ist das bisher erläuterte Ausführungsbeispiel
einer Außenleierhülse 3 nochmals im vergrößerten Axialschnitt, in einer räumlichen
Darstellung und in einem Ausschnitt gezeigt, um zu verdeutlichen, dass die Formelemente
15 an ihren zur jeweiligen Innenfläche oder Innenwandung 3c entferntest liegenden
Erhebung 16 abgerundet sind, also die Gewindespitzen verrundet sind, damit beim Aufdrehen
der erfindungsgemäßen Gewindehülse, insbesondere beim Aufdrehen auf die Außenleiterfolie
9" diese nicht durch zu spitze Gewindeerhebungen 16 durchtrennt und verletzt werden
kann.
[0053] Durch diese Gewindegestaltung, das heißt die Gestaltung der Formelemente 15 ergibt
sich, dass durch Aufdrehen der Außenleiterhülse diese bezogen auf das Dielektrikum
und die das Dielektrikum umgebende Außenleiterfolie gewindeformend ist, also eine
entsprechende negative Gewindeform sich von außen her in das Dielektrikum 7 und die
Außenleiterfolie 9" einprägen kann. Ferner ist im Gewindebereich die Realisierung
einer trilobularen Geometrie möglich, wodurch kleinere Aufdrehmomente realisiert werden
können.
[0054] Zudem ist der Anfang wie das Ende 16a bzw. 16b der Formelemente 15, hier also des
Innengewindes 15'a mit einer entsprechenden Abflachung 16' versehen, wodurch das Innengewinde
15'a beim Aufdrehen auf das Kabelende, d. h. beim Aufdrehen auf das Dielektrikum 7
und die Außenleiterfolie 9" gewindeformend gebildet ist. Da auch das entsprechende
Gewindeende 16b mit einer entsprechenden Abflachung versehen ist, wird auch hier sicher
gestellt, dass beim Abdrehen der Außenleiterhülse weder das Dielektrikum noch der
Außenleiter beispielsweise in Form des Außenleitergeflechts oder der Außenleiterfolie
verletzt wird, insbesondere durchtrennt wird.
[0055] Ebenso kann das Gewindeende 16b beispielsweise auch gegen ein Losdrehen sperrend
ausgeführt sein.
[0056] Anhand von Figur 11 ist gezeigt, dass die Außenleiterhülse 3 zumindest in einem axialen
Teilbereich mit einem Hülsenabschnitt 27 versehen sein kann, der Griffflächen 28 umfasst,
beispielsweise in Form einer gezeigten Rändelung 28'. Dadurch wird das Auf- aber auch
das Abdrehen auf ein Kabelende deutlich erleichtert. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß
Figur 12 ist dabei ferner eine Angriffsfläche 30 an der Hülsenaußenfläche 3b vorgesehen,
beispielsweise in Form einer Abflachung 30'. Diese Abflachung kann als Grifffläche
dienen oder aber auch als Werkzeugangriffsfläche.
[0057] Abschließend wird auf ein noch leicht abgewandeltes Ausführungsbeispiel gemäß der
Figuren 13a bis 13c verwiesen, bei welchem eine entsprechende Außenleiterhülse 3 gezeigt
ist, die vom Grundaufbau her gemäß den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen
gestaltet sein kann.
[0058] Unterschiedlich zu den vorausgegangenen Ausführungsbeispielen ist, dass als innen
vorstehende Formelemente 15, d. h. als innerhalb der Außenleiterhülse 3 über die Hülseninnenfläche
3c sich erhebende Formelemente 15 in Längsrichtung verlaufende Formelemente 15b vorgesehen
sind, insbesondere in Form von so genannten Rippen oder Stegen 15'b. Auch diese Rippen
oder Stege sollen im Bereich ihrer höchsten Erhebung abgerundet sein, wobei auch hier
diese Formelemente 15 bevorzugt in Einsteckrichtung, d. h. also am Anfang 16a wie
an ihrem Ende 16b mit einer entsprechenden Abflachung 16b versehen sind. Diese Formelemente
in Form von Rippen oder Stegen stehen bevorzugt radial, d.h. senkrecht zu dem entsprechenden
Abschnitt der Zylinderwandung 3a des Außenleiters 3 nach innen hin vor und weisen
bis auf ihren Anfang und ihrem Ende über die gesamte Länge, ähnlich wie die gewindeförmigen
Formelemente 15a, 15'a, eine gleiche radiale Höhe auf. Sie erstrecken sich in axialer
Längsrichtung X der Außenleiterhülse, wobei in der Regel mehrere derartige steg- oder
rippenförmige Formelemente 15b in Umfangsrichtung versetzt zueinander liegend angeordnet
sind, und zwar bevorzugt in gleicher Höhe, bezogen auf die Längserstreckung der Außenleiterhülse
3. Die Zone Z, das heißt die Längszone Z, in deren axialer Längsrichtung X die Formelemente
15, 15a, 15b etc. ausgebildet sind, kann in weiten Bereichen variieren und zwischen
10% bis 200% des Durchmessers der Außenleiterhülse 3 betragen, vorzugsweise zwischen
20% und 150%, insbesondere zwischen 30% und 100%. Mit anderen Worten sollte die Länge
vorzugsweise mehr als 10%, 20%, 30%, 40% oder 50% des Durchmessers der Außenleiterhülse
betragen und vorzugsweise weniger als 200%, insbesondere weniger als 150%, 100%, 90%,
80%, 70%, 60% oder im Einzelfall sogar weniger als 50% des Durchmessers der Außenleiterhülse
ausmachen.
[0059] Die Höhe der stegförmigen oder der helixförmigen Formelemente kann beispielsweise
um 10% des Durchmessers der Außenleiterhülse betragen, also insbesondere zwischen
1% und 20%, 2% und 18%, 4% und 16% usw. betragen. Vorzugsweise liegt diese Höhe zwischen
8% und 12% des Durchmessers der Außenleiterhülse 3.
[0060] Die Dicke der Formelemente ist so zu wählen, damit die maximale Erhebung 16" nicht
scharfkantig sondern abgerundet ist. Mit anderen Worten liegt die Dicke der Gewindegänge
oder der Rippen oder Stege der Formelemente zwischen 0,2 mm und 1 mm, vorzugsweise
zwischen 0,3 mm und 0,8 mm bzw. 0,4 mm und 0,6 mm, insbesondere um 0,5 mm. In gleicher
Größenordnung liegt auch die Höhe der Formelemente.
[0061] Die Steigung der helixförmigen Formelemente, also der Abstand zwischen den Gewindespitzen,
kann beispielsweise um 1 mm bis 3 mm variieren. Einschränkungen bestehen insoweit
nicht.
[0062] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 13a bis 13c sind vier in 90° Abstand in Umfangsrichtung
versetzt liegende und in axialer Längsrichtung verlaufende stegförmige Formelemente
15 vorgesehen, wobei zumindest zwei, drei oder vier derartige Formelemente vorgesehen
sein sollten, auch fünf oder sechs derartige in Umfangsrichtung versetzt liegende
Stege oder mehr können zum Einsatz kommen.
[0063] Eine so gebildete Außenleiterhülse 3 wird dann axial (also nicht unter einer Drehbewegung)
auf das Kabelende aufgesteckt, wobei die Außenleiterhülse 3 mit ihrer Abflachung 3d
dann zwischen der Außenleiterfolie 9" und dem Außenleitergeflecht 9' (wie grundsätzlich
bei den vorausgehenden Ausführungsbeispielen gezeigt ist) oder wie im Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 9b zwischen dem Außenleitergeflecht 9' und der Innenseite des Kabelmantels
11 axial eingeschoben wird.
[0064] Auch in diesem Falle wird eine einfach montierbare, ebenfalls wieder lösbare, einen
guten elektrischen Kontakt zum Außenleiter herstellbare Außenleiterhülse 3 verwendet,
die einen extrem kleinen maximalen Außendurchmesser aufweist, und von daher bevorzugt
auch für Steck- und Klemmverbindungen eingesetzt werden kann.
1. Außenleiter-Kontaktelement für koaxiale Kabelenden, mit folgenden Merkmalen
- im Inneren einer Außenleiterhülse (3) ist zumindest ein Formelement (15'; 15a, 15b)
vorgesehen, zumindest in einer Längszone (Z) der Außenleiterhülse (3),
- das zumindest eine Formelement (15; 15a, 15b) umfasst zumindest ein sich im Inneren
der Außenleiterhülse (3) von der Hülseninnenfläche (3c) erhebendes und um die axiale
Zentralachse (X) helixförmig verlaufendes Formelement (15) oder mehrere in axialer
Längsrichtung verlaufende und in Umfangsrichtung versetzt zueinander angeordnete Formelemente
(15; 15b),
- die Außenleiterhülse (3) ist mit ihrer Verbindungsseite (13a) zumindest in einer
Teillänge auf ein koaxiales Kabelende (1') eines Koaxialkabels (1) aufgedreht oder
aufdrehbar bzw. aufgesteckt oder aufsteckbar,
- die Außenleiterhülse (3) ist so auf ein Koaxialkabelende (1') aufsetzbar oder aufgesetzt,
dass sich das zumindest eine oder die mehreren Formelemente (15; 15a, 15b) unterhalb
des Kabelmantels (11) in den Außenleiter (9) oder unterhalb des Außenleitergeflechts
(9') in die Außenleiterfolie (9") einkerbt und/oder eindrückt,
- wobei die Außenleiterhülse (3) den Außenleiter (9) des Koaxialkabels (1) schirmdicht
elektrisch kontaktiert,
gekennzeichnet durch die folgenden weiteren Merkmale
- die Höhe der Formelemente (15; 15a, 15b), mit der sie sich über die Hülseninnenfläche
(3c) erheben, liegt zwischen 0,2 mm und 1,0 mm,
- der Anfangsbereich (16a) des zumindest einen Formelements (15; 15a, 15b) ist mit
einer Abflachung oder Rampe (16') versehen,
- die höchsten Erhebungen (16) des zumindest einen Formelements (15; 15a, 15b) sind
verrundet, und
- die Außenleiterhülse (3) ist so auf ein Koaxialkabelende (1') aufsetzbar oder aufgesetzt,
dass sich das zumindest eine Formelement (15; 15a, 15b) über die Außenleiterfolie
(9") hinaus in das darunter befindliche Dielektrikum (7) einkerbt und/oder eindrückt.
2. Außenleiter-Kontaktelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Formelement (15) als helixförmiges Formelement (15a) nach Art zumindest eines
Gewindeganges (15'a) gebildet ist.
3. Außenleiter-Kontaktelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das helixförmige Formelement (15a, 15'a) gewindeformend ausgebildet ist.
4. Außenleiter-Kontaktelement nach Anspruch 1, dadurch gekennezeichnet, dass zumindest zwei Formelemente (15; 15b) vorzugsweise zumindest drei oder vier
Formelemente (15; 15b) vorgesehen sind, die in der Längszone (Z) in Umfangsrichtung
parallel zur axialen Längsrichtung (X) verlaufend vorzugsweise in einem gleichen Abstand
in Umfangsrichtung versetzt zueinander liegend angeordnet sind.
5. Außenleiter-Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der auch der Endbereich (16b) des zumindest einen Formelements (15; 15a, 15b) mit
einer Abflachung oder Rampe (16') versehen ist.
6. Außenleiter-Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenleiterhülse an ihrem Außenumfang (3b) zumindest in einer axialen Teillänge
der Außenleiterhülse (3) Griffflächen (28) vorzugsweise in Form einer Rändelung (28')
aufweist.
7. Außenleiter-Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenleiterhülse (3) zumindest in einer Teillänge eine Angriffsfläche (30), vorzugsweise
in Form zumindest einer Abflachung (30') aufweist.
8. Außenleiter-Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe der Formelemente (15; 15a, 15b) mit der sie sich über der HülsenInnenfläche
(3c) erheben, zwischen 0,3 mm und 0,8 mm liegt.
9. Außenleiter-Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Formelemente (15; 15a, 15b) eine Dicke im Fußbereich benachbart zur HülsenInnenfläche
(3c) oder in ihrem mittleren Bereich aufweisen, die zwischen 0,2 mm und 1 mm, vorzugsweise
zwischen 0,3 mm und 0,8 mm liegt.
10. Außenleiter-Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenleiterhülse (3) eine axiale Länge (X) aufweist und soweit auf das Kabelende
(1') aufdrehbar oder aufgedreht bzw. aufsteckbar oder aufgesteckt ist, dass ein entsprechend
freigelegter Innenleiter (5) über das freie Anschlussende (13b) der Außenleiterhülse
(3) übersteht.
11. Außenleiter-Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenleiterhülse eine axiale Länge (X) aufweist und soweit auf das Kabelende
(1') aufdrehbar oder aufgedreht bzw. aufsteckbar oder aufgesteckt ist, dass ein entsprechend
freigelegter Innenleiter (5) innerhalb der Außenleiterhülse (3) endet.
12. Außenleiter-Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenleiterhülse (3) mit einem radial nach innen vorstehenden oder radial nach
außen vorstehenden Ansatz, Ring oder einer entsprechenden Abstufung (17; 17a, 17b)
ausgebildet ist.
13. Außenleiter-Kontaktelement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenleiterhülse (3) mit einem an ihrem Anschlussende (13b) nach außen vorstehenden
Radialansatz (17) versehen ist, von welchem sich von dem freien Anschlussende (13b)
weglaufend ein Zylinder (17c) erstreckt, und zwar unter Ausbildung einer ringförmigen
Nut.
14. Außenleiter-Kontaktelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinder (17c) mit einem Innenoder einem Außengewinde versehen ist, in oder auf
welches eine Überwurfmutter (25) ein- oder aufdrehbar ist.
15. Außenleiter-Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass am Kabelende (1') vor der Außenleiterhülse (3) ein gegenüber der Außenleiterhülse
(3) separater Aufsteckzylinder (21) vorgesehen ist, der die Außenleiterisolierung
(11) umgreift und hier bevorzugt gehalten ist.
16. Außenleiter-Kontaktelement nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenleiterhülse (3) auf einem flexiblen Koaxialkabel, dessen Außenleiterfolie
(9") mit dem Dielektrikum (7) verklebt ist, montiert ist.