[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern eines Torpedos zu wenigstens einem
Ziel, wobei der Torpedo während seiner Fahrt zum Ziel ein- oder mehrmals in den der
Wasseroberfläche benachbarten oberflächennahen Bereich eines Gewässers auftaucht,
wobei der Torpedo jedoch auch in diesen oberflächennahen Bereich untergetaucht bleibt,
und eine Funkantenne in den Überwasserbereich oberhalb der Wasseroberfläche ausfährt.
Ferner betrifft die Erfindung einen gemäß diesem Verfahren fernsteuerbaren Torpedo
mit einer ausfahrbaren Funkantenne und einem Funkempfänger zum Empfang von Positionsdaten.
Ein derartiges Steuerungsverfahren sowie ein entsprechender Torpedo sind aus
DE 601 24 520 T2 bekannt. Ferner betrifft die Erfindung eine Antennensektion eines derartigen, sektionsweise
ausgebildeten Torpedos.
[0002] Herkömmlicherweise werden Torpedos von U-Booten aus gestartet und mittels über einen
Lichtwellenleiter stattfindenden Datenaustausch zwischen Torpedo und U-Boot zum Ziel
geführt. Zu diesem Zweck weist sowohl der Torpedo als auch eine zum Torpedo gehörende,
jedoch im U-Boot verbleibende Kassette jeweils eine Lichtwellenleiterspule auf, von
der der Lichtwellenleiter während des Laufs des Torpedos bzw. der Fahrt des U-Boots
abgespult wird.
[0003] Derartige Lichtwellenleiter können jedoch nur mit einer begrenzten Länge hergestellt
werden. Daher sind die Reichweiten derartiger lichtwellenleitergeführter Torpedos
begrenzt.
[0004] Ferner ist aus
EP 0 494 092 A2 bekannt, einen Torpedo während seiner Fahrt zum Ziel in einen oberflächennahen Bereich
auftauchen zu lassen, eine Antenne aufzuklappen und Steuerbefehle über die Funkantenne
zu empfangen, welche zur Ansteuerung des Ziels verwendet werden.
[0005] Auch
US 2,413,350 A zeigt einen Torpedo, der auf seiner Fahrt mehrmals auftaucht, die Antenne ausfährt
und Signale empfängt, mittels denen sein Kurs bestimmt wird.
[0006] Ferner ist aus
DE 10 2006 045 686 B3 ein unbemanntes Unterwasserfahrzeug mit einer Funkvorrichtung bekannt, die zum Senden
von Aufklärungsdaten verwendet wird.
[0007] Ferner ist aus
DE 10 2006 024 858 B4 ein Verfahren zur Übertragung von aktuellen Bildern eines Lenkflugkörpers an ein
Unterwasserfahrzeug über eine dauerhafte Lichtwellenleiterverbindung bekannt.
[0008] Ferner beschreibt
DE 172 245 A einen Unterwasserlaufkörper, der von Land oder vom Wasser aus über Leitungsdrähte
gesteuert wird.
[0009] US 3,890.919 zeigt eine Startvorrichtung für Torpedos an U-Booten.
[0010] DE 601 24 520 T2 offenbart eine elektronische Schnittstelle zur drahtlosen Kommunikation von elektronischen
Einrichtungen innerhalb eines Torpedos.
[0011] US 5,379,034 A beschreibt eine Vorrichtung sowie ein Verfahren welche Datenübertragungen eines Unterwasserfahrzeugs
mittels einer nachgeschleppten, und separat auftauchbaren Antenne erlauben. Die übertragenen
Daten umfassen z.B. Informationen bezüglich Informationen bezüglich der Präsenz weiterer
Unterwasserfahreuge im Bereich des Unterwässerfahrzeugs.
[0012] Der Erfindung liegt nach alledem das Problem zugrunde, bei (fern-)gesteuerten Torpedos
hoher Reichweite die Annäherung an das Ziel zu verbessern.
[0013] Die Erfindung löst dieses Problem mittels eines Verfahrens zum Steuern, insbesondere
Fernsteuern, eines Torpedos gemäß der eingangs genannten Art, bei dem der Torpedo
während seiner Fahrt zum Ziel ein- oder mehrmals in den der Wasseroberfläche benachbarten,
oberflächennahen Bereich eines Gewässers auftaucht, wobei der Torpedo jedoch auch
in diesem oberflächennahen Bereich untergetaucht bleibt, eine Funkantenne in einen
Überwasserbereich oberhalb der Wasseroberfläche ausfährt, sodann Zielpositionsdaten
des Ziels aufweisende Positionsdaten, die dem Torpedo von einer land-, luft- oder
seegestützten Leitstelle übermittelt werden, über die Funkantenne empfängt und diese
Positionsdaten verwendet, um das Ziel anzusteuern.
[0014] Ferner löst die Erfindung das Problem mittels eines Torpedos der eingangs genannten
Art mit einer Steuerungssektion zum Führen des Torpedos zu einem Ziel, mittels der
Steuersignale zum Steuern von Rudern des Torpedos zur Kurs- und Tiefenbestimmung des
Torpedos erzeugbar sind, wobei der Torpedo eine Antennensektion mit einer ausfahrbaren
Funkantenne und einen Funkempfänger zum Empfang von Zielpositionsdaten des Ziels aufweisenden
Positionsdaten, die dem Torpedo von einer land-, luft- oder seegestützten Leitstelle
übermittelt werden, aufweist, die der Steuerungssektion zuführbar sind.
[0015] Schließlich löst die Erfindung dieses Problem auch durch die Bereitstellung einer
Antennensektion eines derartigen, sektionsweise ausgebildeten Torpedos mit einer ausfahrbaren
Funkantenne und einem Funkempfänger zum Empfang von Zielpositionsdaten aufweisenden
Positionsdaten, wobei die Antennensektion eine Schnittstelle aufweist, die derart
ausgebildet ist, dass die Positionsdaten einer Steuerungssektion zuführbar sind.
[0016] Die Steuerungssektion erzeugt unter Berücksichtigung der Positionsdaten Steuersignale,
die in einer Rudersektion Ruder des Torpedos derart stellen, dass der Torpedo zum
gewünschten Ziel fährt.
[0017] Die Erfindung ermöglicht dank einer Funkkommunikationseinrichtung im Torpedo eine
Übertragung von Signalen mittels elektromagnetischer Wellen. Üblicherweise werden
elektromagnetische Wellen zur Signalübertragung im Wasser nicht verwendet, da sie
nur eine sehr kurze Reichweite im Wasser besitzen. Der Erfindung liegt jedoch die
Erkenntnis zugrunde, dass auch elektromagnetische Wellen zur Fernsteuerung von Torpedos
sinnvoll eingesetzt werden können, wenn der Torpedo während der Übermittlung elektromagnetischer
Wellen eine Funkantenne über die Wasseroberfläche hinaus ausfährt. Über eine derartige
Funkantenne können dann elektromagnetische Signale über weite Strecken ausgetauscht
werden. Derartige Strecken überschreiten signifikant die Reichweite herkömmlicher
Lichtwellenleiterspulen. Daher kann dank der Steuerung eines Torpedos über elektromagnetische
Wellen die Reichweite von Torpedos wesentlich erhöht werden. Erfindungsgemäß ist hierzu
ein Auftauchen des Torpedos dicht unter die Wasseroberfläche vorgesehen, so dass die
Antenne über die Wasseroberfläche ausgefahren werden kann. Über die mittels der Antenne
erhaltenen Positionsdaten lässt sich eine präzise Positionsbestimmung des Torpedos
und eine präzise Kursbestimmung des Torpedos zum Ziel durchführen. Somit können selbst
bei großen Reichweiten und über lange Distanzen dank der empfangenen Positionsdaten
etwaige Kursschwankungen des Torpedos, die während einer Phase ohne externe Datenübertragung
entstehen können, ausgeglichen werden.
[0018] Erfindungsgemäß wird hierzu in einen herkömmlichen sektionsweise aufgebauten Torpedo
eine weitere Antennensektion eingebaut, welche die ausfahrbare Antenne und einen entsprechenden
Funkempfänger zum Empfang von Positionsdaten aufweist. Diese Antennensektion lässt
sich mit minimalem Aufwand in einen sektionsweise aufgebauten Torpedo einbauen, so
dass keine vollständige Neukonstruktion von Torpedos erforderlich ist. Die Antennensektion
weist zu diesem Zweck eine Schnittstelle auf, die derart ausgebildet ist, dass die
mittels der Antennensektion erhaltenen Positionsdaten einer Steuerungssektion zuführbar
sind, mittels der Steuersignale zum Steuern der Torpedoruder zur Kurs- und Tiefenbestimmung
des Torpedos erzeugbar sind.
[0019] Vorteilhafterweise weisen die Positionsdaten Zielpositionsdaten des Ziels auf, die
dem Torpedo von einer land-, luft- oder seegestützten Leitstelle übermittelt werden.
Die empfangenen Positionsdaten können daher - zusätzlich oder alternativ zu den Positionsdaten
eines Navigationssystems - von einer Leitstelle übermittelte Daten sein bzw. enthalten.
Auf diese Weise können Änderungen der Zielposition dem Torpedo übermittelt werden,
so dass auch bei längeren Fahrtzeiten des Torpedos und damit auch des Ziels das Ziel
nachgeführt werden kann. Dies ist vorteilhaft, wenn das Ziel ein Manöver vollführt
hat und daher die Gefahr besteht, dass das Ziel sich aus dem erwarteten Zielgebiet
herausbewegt. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass das Ziel innerhalb
der Detektionsreichweite des Torpedos liegt, wenn sich der Torpedo dem Ziel annähert.
Es kann somit das Zielgebiet bzw. ein innerhalb des Zielgebiets liegendes Zielerwartungsgebiet
nachgeführt werden, so dass Zielmanöver während der Zielansteuerung berücksichtigt
werden können. Dies ist insbesondere deshalb vorteilhaft, da gerade bei großen Torpedoreichweiten
lange Fahrtzeiten des Torpedos auftreten, die während der Fahrtzeit des Torpedos zu
signifikanten Positionsänderungen und ggf. auch Kursänderungen des Ziels führen können.
[0020] Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist der Torpedo ein Torpedosonar mit einer
begrenzten Detektionsreichweite auf, wobei der Torpedo außerhalb eines um ein Ziel
herum bestimmten sog. Ziel-Detektionsbereichs gestartet wird, innerhalb dessen die
Detektionsreichweite ausreicht, um das Ziel zu detektieren, und bei Erreichen eines
innerhalb des ZielDetektionsbereichs liegenden Zielgebiets die Steuerung des Torpedos
zum Ziel mittels des Torpedosonars erfolgt. Der Einsatz des torpedoeigenen Torpedosonars
erfolgt somit erst im Zielgebiet. Dies ist deshalb vorteilhaft, da die Reichweite
eines Torpedosonars regelmäßig begrenzt ist und daher eine Steuerung des Torpedos
anhand des eigenen Torpedosonars nur in einem eng um das Ziel begrenzten Bereichs
möglich ist. Mittels der Funkantenne und der über die Funkantennen empfangenen Positionsdaten
wird der Torpedo zum Zielgebiet geführt und bei Erreichen des Zielgebiets aktiviert
der Torpedo sein orteigenes Torpedosonar und findet daraufhin sein Ziel selbsttätig.
Ein Auftauchen des Torpedos in der Nähe des Ziels ist daher nicht erforderlich. Dies
ist vorteilhaft, da ein Auftauchen und Ausfahren einer Antenne selbst bei weiterhin
untergetauchtem Torpedokörper die Gefahr einer Radardetektion des Torpedos erhöht.
[0021] Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform weisen die Positionsdaten sog. Eigenpositionsdaten
des Torpedos auf, d.h. Daten aus denen sich die Eigenposition des Torpedos ergibt.
Diese Daten werden mittels eines satelliten-, luft-, land- und/oder seegestützten
Navigationssystems gewonnen und zur Korrektur des torpedoeigenen Kurses verwendet.
Vorteilhafterweise handelt es sich hierbei um GPS-Navigationsdaten, d h von Daten
eines satellitengestützten globalen Positionierungssystems. Diese Variante ist vorteilhaft,
da bei einer Fahrt des Torpedos über eine lange Distanz aufgrund begrenzter Genauigkeit
eines torpedoeigenen Navigationssystems unter Wasser, insbesondere einem Gyrometer
bzw. Kreisel ein Winkelfehler bzgl. des Kurses des Torpedos auftritt. Je länger die
Fahrt eines Torpedos andauert, desto größer wird aufgrund des Winkelfehlers die Abweichung
zum gewünschten Kurs. Über die erhaltenen Positionsdaten bestimmt der Torpedo seine
Eigenposition, um sodann die erforderliche Kurskorrektur vorzunehmen.
[0022] Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform weist der Torpedo nicht nur einen Funkempfänger
zum Empfang über die Funkantenne, sondern auch einen Funksender zum Senden über die
Funkantenne auf, so dass die Positionsdaten, insbesondere Zielpositionsdaten aber
auch Eigenpositionsdaten über eine bidirektionale Funk-Datenverbindung übertragen
werden können. Diese Funk-Datenverbindung wird vorteilhafterweise über eine oder mehrere
satelliten-, land, luft- und/oder seegestützte Relaisstationen geleitet Dank einer
derartigen bidirektionalen Funk-Datenverbindung ist es möglich, dass ein Verbindungsaufbau
zwischen der Leitstelle und dem Torpedo erst dann erfolgt, wenn sich der Torpedo bei
einer Relaisstation gemeldet hat. Für einen Verbindungsaufbau erfolgt daher ein Datenaustausch
in beide Richtungen, d.h. vom Torpedo zur Leitstelle und umgekehrt von der Leitstelle
zum Torpedo. Auf diese Weise können dem Torpedo zusätzliche besondere Befehle gegeben
werden, wie bspw. der Befehl eines Abbruchs einer Mission
[0023] Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform sendet der Torpedo aktuelle und/oder
zuvor gespeicherte Sonardaten des Torpedosonars über die Funk-Datenverbindung an die
Leitstelle. Die Leitstelle erhält somit präzise Sonardaten eines zielnahen Sonars,
nämlich des Torpedosonars, was der Lageaufklärung in der Leitstelle dienlich ist.
[0024] Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform ist die Leitstelle eine mobile Leitstelle,
die von einer fest installierten, entfernt errichteten Operationszentrale Ziele zugewiesen
erhält. D.h. die Leitstelle wird ihrerseits von einer übergeordneten Operationszentrale
geführt und führt dann ihrerseits den Torpedo an sein Ziel. Eine derartige Organisation
mit einer mobilen Leitstelle ist vorteilhaft, da auf diese Weise die Leitstelle schnell
verlegt und insbesondere in Küstennähe verbracht werden kann. Dies ist insbesondere
dann vorteilhaft, wenn die Kommunikation zwischen Leitstelle und Torpedo über land-,
luft- oder seegestützte Relaisstationen geführt wird. Etwaige Hindernisse, wie Berge,
die die Kommunikationsverbindung beeinträchtigen könnten, können nämlich somit umgangen
werden.
[0025] Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform werden die Zielpositionsdaten aus einer
land-, luft- und/oder seegestützten Radar- und/oder Sichtaufklärung erhalten. Derart
erhaltene Zielpositionsdaten können mitunter sehr präzise und aktuell gewonnen werden
und zwar oftmals präziser als die von Passiv-Sonaranlagen von U-Booten gewonnenen
Daten. Die Präzision der Zieldaten wird somit auf vorteilhafte Weise erhöht.
[0026] Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform werden dem Torpedo Wegpunkte für seinen
Weg zum Ziel mitgegeben und/oder über Funk gesendet, die dann während seines Wegs
zum Ziel angesteuert werden. Die Führung eines Torpedos entlang von Wegpunkten ist
vorteilhaft, da somit Hindernisse, wie Inseln oder sonstige beschränkte Gebiete, wie
bspw. Schifffahrtsstraßen der Handelsschifffahrt oder Hoheitsgebiete fremder Staaten,
umfahren werden können.
[0027] Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform nimmt die Leitstelle eine Zielselektion
während der Torpedofahrt vor, wenn durch Aufklärung eine Mehrzahl von Zielen anstelle
eines zuvor angenommenen Einzelziels erkannt wird und dem Torpedo von der Leitstelle
ein ausgewähltes Ziel mitgeteilt wird, welches der Torpedo anzugreifen hat. Diese
Ausführungsform ist vorteilhaft, wenn sich mehrere Schiffe in einem Verband befinden,
unter dem sich insbesondere auch zivile Handelsschiffe befinden, die nicht anzugreifen
sind.
[0028] Vorteilhafterweise ist die Antennensektion des Torpedos leichter als das von ihr
verdrängte Wasser, insbesondere Seewasser, so dass die Antennensektion den torpedoeigenen
Untertrieb reduziert. Üblicherweise werden Torpedos nämlich mit einem Untertrieb versehen,
so dass sie bei Stillstand des Antriebs auf dem Meeresgrund absinken. Durch die Reduktion
des Untertriebs wird jedoch der Energiebedarf des Torpedos während seiner Fahrt reduziert,
so dass er größere Reichweiten erreichen kann.
[0029] Vorteilhafterweise wird der Torpedo von einem landgestützten Verbringungssystem gestartet.
Dazu ist der Torpedo in einer Startvorrichtung zum Starten des Torpedos untergebracht,
die einen landseitig verfahrbaren Container zum Transport des Containers aufweist,
wobei der Container ein Verbringungssystem zum landgestützten Verbringen des Torpedos
in ein Küstengewässer enthält.
[0030] Dieser Variante liegt die Erkenntnis zugrunde, dass Torpedos nicht notwendigerweise
von einer seegestützten Plattform aus gestartet werden müssen, sondern dass dies auch
mittels eines landgestützten Systems möglich ist. Hierzu ist ein landgestütztes Verbringungssystem
vorgesehen, mittels dem direkt von Land aus Torpedos ins Wasser verbracht und dort
gestartet werden können. Auf diese Weise sind seegestützte Plattformen entbehrlich,
so dass auf die Verwendung kostspieliger Über- oder Unterwasserfahrzeuge verzichtet
werden kann. Dies ermöglicht ein signifikant kostengünstigeres System zum Starten
von Torpedos, das überdies aufgrund seiner Mobilität sehr flexibel einsetzbar ist.
[0031] Bevorzugt weist das Verbringungssystem einen aus dem Container ausfahrbaren Ausleger,
eine Laufkatze und ein Seil auf, wobei die Laufkatze an dem Ausleger verfahrbar ist
und das Seil an einem ersten seiner beiden Enden mittelbar oder unmittelbar mit dem
Torpedo verbindbar und über die Laufkatze geführt ist und mit seinem zweiten Ende
mit einem Antrieb in Verbindung steht, mittels dem bei ausgefahrenem Ausleger und
an eine äußere Endposition am Ausleger verfahrene Laufkatze der Torpedo zu Wasser
gelassen werden kann. Der Torpedo kann somit mit Hilfe der Laufkatze und dem verfahrbaren
Ausleger aus dem Container herausgefahren und über dem Gewässer im Wesentlichen senkrecht
ins Wasser gelassen und dann gestartet werden.
[0032] Diese Ausführungsform ist insbesondere deshalb vorteilhaft, da ein kontrolliertes
Verbringen des Torpedos ins Wasser auch bei flachen Gewässern gewährleistet ist. Der
Torpedo kann selbst bei geringer Wassertiefe gestartet werden, da er aus einer stationären,
ruhigen Horizontalposition heraus beschleunigt werden kann. Dies wird ermöglicht durch
das im Wesentlichen senkrechte, an einem Seil geführte Herablassen des Torpedos in
eine vorbestimmte Wassertiefe.
[0033] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Verbringungssystem einen
Käfig zur Aufnahme des Torpedos auf, wobei das erste Ende des Seils mit dem Käfig
verbindbar ist. Dank eines derartigen Käfigs benötigt der Torpedo keine Ausklinkeinrichtung,
um ihn vom Seil zu trennen, was bei einer alternativen unmittelbaren Befestigung des
Seils am Torpedo erforderlich wäre. Dies würde jedoch zunächst zu einem Absinken und
somit zu einer vertikal gerichteten Beschleunigung des Torpedos führen. Dank des Käfigs
kann jedoch der Torpedo horizontal aus dem Käfig heraus beschleunigt werden.
[0034] Die Ausbildung als Käfig, d.h. mit nur wenigen Streben, welche den Torpedo umgeben,
ist insbesondere deshalb vorteilhaft, da beim Wassern des Torpedos keine Luft verdrängt
werden muss, wie dies beispielsweise bei einem rohrartigen Behälter der Fall wäre.
Darüber hinaus entsteht im Wesentlichen beim Starten des Torpedos auch kein Rückstoß
am Käfig, der zu unkontrollierbaren Bewegungen des Käfigs führen würde und somit einen
horizontalen Start des Torpedos erschweren würde. Die Verwendung eines Käfigs ist
daher auch vorteilhaft im Hinblick auf die notwendige Wassertiefe. Würde nämlich ein
Torpedo mit laufendem Propeller zunächst aufgrund einer Neigung eine dynamische Tauchfahrt
aufnehmen, wäre eine substanziell tiefere Wassertiefe zum Starten erforderlich. Dank
der mittels des Käfigs unterstützten horizontalen Startausrichtung des Torpedos sind
jedoch auch geringe Wassertiefen ausreichend, um den Torpedo zu starten.
[0035] Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform ist der Ausleger als Teleskopausleger
mit mehreren mit Teleskopsegmenten ausgebildet. Ein derartiger Teleskopausleger ermöglicht
längere Auslegerreichweiten und damit eine weiter vom Ufer entfernte Startposition,
bei der größere Wassertiefen zu erwarten sind. Die Einsatzmöglichkeiten der Startvorrichtung
werden hierdurch erweitert, da auch bei nur flach abfallenden Ufern somit eine Verbringung
des Torpedos ins Wasser möglich ist.
[0036] Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform weist der Container ein Gegengewicht
auf, welches im Bereich des Endes des Containers angeordnet ist, das einer ggf. verschließbaren,
insbesondere heckseitigen, Öffnung zum Ausfahren des Auslegers gegenüber liegt. Diese
Ausführungsform ist vorteilhaft im Hinblick auf längere Auslegerreichweiten, die tendenziell
ein größeres Kippmoment am Container mit der Gefahr eines Kippens des Containers um
eine hintere untere Kante des Containers oder um eine (hintere) Achse eines den Container
tragenden Trailers verursachen. Dank des Gegengewichts kann einem derartigen Kippmoment
entgegen gewirkt werden. Das Gegengewicht ermöglicht somit längere Auslegerreichweiten.
Dies führt, wie oben bereit ausgeführt, jedoch zu einem erweiterten Einsatzgebiet,
da die größere Reichweite ein Verbringen eines Torpedos auch in nur flach abfallende
Gewässer ermöglicht, da dank der längeren Auslegerreichweite größere Wassertiefen
erreicht werden können.
[0037] Vorteilhafterweise ist der Ausleger im oberen Bereich des Containers angebracht.
Hierdurch bleibt der Raum unterhalb des Auslegers zur Lagerung einer Mehrzahl von
Torpedos frei. Auf diese Weise ist es ohne weiteres möglich eine Vielzahl von Torpedos
in einem einzigen Container unterzubringen.
[0038] Bei einer weiteren Ausführungsform weist das Verbringungssystem eine Rutscheneinrichtung
auf, die unterhalb eines sich im Container befindenden Torpedos oder im Anschluss
an einen den Torpedo aufnehmenden Käfig beginnend sich über eine verschließbare, insbesondere
heckseitige, Öffnung des Containers erstreckend und abwärts neigend verlängerbar ist.
Auf diese Weise kann ein Torpedo über eine Rutsche ins Wasser verbracht und dann gestartet
werden. Der Torpedo benötigt hierzu lediglich eine geneigte Rutschbahn, die vorteilhafterweise
nach Art einer Rinne ausgebildet ist. Diese Rutschbahn beginnt im Container unterhalb
des Torpedos oder im Anschluss an den genannten Käfig und wird im Zuge von Startvorbereitungen
um einen oder mehrere Abschnitte außerhalb des Containers verlängert. Auf diese Weise
ist ein Einsatz des Verbringungssystems auch an Stränden oder schlickartigen Küstenabschnitten
möglich, an denen der unmittelbare Uferbereich nicht befahrbar ist.
[0039] Vorteilhafterweise weist die Rutscheneinrichtung daher mehrere Rutschenverlängerungssegmente
auf, welche miteinander verbindbar sind. Hierdurch lässt sich die Rutsche derartig
verlängern, dass auch größere Wassertiefen erreichbar sind, in denen der Torpedo problemlos
ohne die Gefahr eine Beschädigung am Gewässergrund gestartet werden kann.
[0040] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Verbringungssystem einen
Käfig zur Aufnahme des Torpedos auf, wobei dieser Käfig mittels eines Antriebs um
eine im Bereich der Containeröffnung vorgesehene Schwenkachse in einer Vertikalebene
schwenkbar ist. Durch ein Verschwenken dieses Käfigs beginnt ab einem vorbestimmten
Neigungswinkel der Torpedo zu rutschen, so dass er über die Rutscheneinrichtung ins
Wasser gelangt. Der Torpedo wird daher durch Verschwenken des Käfigs freigegeben.
[0041] Bei einer besonderen Ausführungsform weist der Käfig Befestigungsmittel zum Befestigen
einer Kassette mit einer die Startvorrichtung und den Torpedo verbindenden Nachrichtenleitung,
insbesondere bei einem Lichtwellenleiter, auf. Torpedos sind regelmäßig über eine
Nachrichtenleitung mit einer Steuerungszentrale zum Steuern des Torpedos verbunden.
Die Nachrichtenleitung wird zu diesem Zweck vom Torpedo abgespult, wobei bei bewegten
Startplattformen üblicherweise auch von der Startplattform aus eine Nachrichtenleiterspule
abgespult wird. Da erfindungsgemäß jedoch die Startplattform während des Laufens des
Torpedos im Wasser stationär bleibt, wird im Bereich der Startvorrichtung lediglich
eine Nachrichtenleiterspule mit geringer Länge benötigt. Dieser Teil der Nachrichtenleitung
ist jedoch in einer Kassette untergebracht, die vorteilhafterweise am Käfig befestigt
ist.
[0042] Vorteilhafterweise umfasst die Kassette dabei eine Spule, auf die die Nachrichtenleitung
aufgewickelt ist, sowie einen Schutzschlauch zum Führen der Nachrichtenleitung. Der
Schutzschlauch weist dabei eine Länge auf, die einem Mehrfachen der Länge des Käfigs
entspricht. Unter einem "Mehrfachen der Länge" sind dabei auch nicht-ganzzahlige Vielfache
der Länge zu verstehen. Auf diese Weise ist die Nachrichtenleitung durch den Schutzschlauch
geschützt und zwar über eine Länge, die über die Länge des Käfigs hinaus geht. Somit
ist die Nachrichtenleitung nicht nur im Bereich des Käfigs geschützt ist, sondern
auch im Bereich der Brandung, also auch in einem Bereich, in dem Wellenschlag möglicherweise
die Nachrichtenleitung beschädigen könnte, wenn sie ungeschützt im Wasser läge.
[0043] Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform ist der Container mit einem Kontrollraum
versehen, der mit wenigstens einem Arbeitsplatz ausgestattet ist. Dieser Kontrollraum
weist Steuereinrichtungen zum Starten und Lenken des Torpedos auf. Beispielsweise
kann über diesen Kontrollraum der Startvorgang initiiert werden. Darüber hinaus kann
beispielsweise auch aus diesem Kontrollraum heraus eine Mission des Torpedos abgebrochen
werden, falls dies erforderlich sein sollte.
[0044] Bei einer speziellen Ausführungsform ist der Kontrollraum von dem den Torpedo aufnehmenden
Raum durch eine Trennwand getrennt, welche vorzugsweise eine Tür aufweist. Diese Trennwand
weist vorteilhafterweise im Bereich des Torpedos einen Vorsprung in Richtung des Kontrollraums
auf. Auf diese Weise wird die maximale Länge eines Torpedos, der in dem Container
untergebracht ist, erhöht. Auf diese Weise kann ein Torpedo durch eine oder mehrere
zusätzliche Batteriesektionen erweitert werden. Dies ist vorteilhaft, da dadurch seine
Reichweite erhöht werden kann.
[0045] Vorteilhafterweise ist der Container ein vierzig Fuß Container mit in der Handelsschifffahrt
üblichen Abmessungen. Derartige Container weisen eine Länge von 12,19 m, eine Breite
von 2,44 m und eine Höhe von 2,60 m auf. Vorzugweise ist der Container daher gemäß
ISO 668 ausgebildet. Dies ist vorteilhaft, da ein derartiger Container mit üblichen
Verladeeinrichtungen auf Schiffen oder auf Lastkraftwagen und Trailer zur Aufnahme
derartiger Standardcontainer verladen werden kann. Dies erleichtert die Handhabung
derartiger Container und verringert die bei der Herstellung und Verwendung anfallenden
Kosten.
[0046] Die Startvorrichtung sieht daher vorzugsweise einen Trailer zum Transport des Containers
vor. Alternativ kann der Container jedoch fest mit einem Fahrgestell verbunden sein.
[0047] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie
aus den anhand der beigefügten Zeichnung erläuterten Ausführungsbeispielen. In der
Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Steuern eines Torpedos;
- Fig. 2
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Torpedos und
- Fig. 3
- ein Szenario zur Erläuterung der Fernsteuerung eines Torpedos sowie der Nachführung
eines Zielgebiets.
[0048] Fig. 1 zeigt einen Torpedo 1, der von einem in einem Container 2 vorgesehenen landgestützten
Verbringungssystem 3 in ein Seegebiet 4 verbracht worden ist. Der Container befindet
sich auf einem Trailer 5, der mittels eines Zugfahrzeugs 6 landseitig verfahrbar ist.
Mehrere derartige containergestützte landgestützte Verbringungssysteme 3, 3', 3" sind
entlang einer Küstenlinie 7 in Stellung gebracht. Innerhalb der Container 2 befinden
sich Steuerungssysteme, die über eine Nachrichtenleitung 8, bspw. ein Lichtwellenleiter,
mit dem Torpedo 1 zumindest über eine erste Distanz und damit für eine erste Zeitdauer
verbunden sind. Diese erste Distanz wird begrenzt durch die Länge der Nachrichtenleitung,
die insbesondere auf einer innerhalb des Torpedos 1 angebrachten Spule aufgewickelt
ist. Der Torpedo 1 kann für diese erste Zeitdauer mittels der Nachrichtenleitung geführt
werden, aber auch Daten, insbesondere Sonardaten zurück an die Steuerungssysteme im
Container 2 senden. Für Distanzen größer als diese erste Distanz reicht jedoch die
Länge der Nachrichtenleitung 8 nicht mehr aus, so dass der Torpedo 1 über eine Funkverbindung
9 geführt wird.
[0049] Der Torpedo 1 weist zu diesem Zweck eine Funkantenne 10 auf, die im dargestellten
Ausführungsbeispiel über einen Satelliten 11 eine Kommunikationsverbindung mit dem
im Container 2 untergebrachten Steuerungssystem und/oder einer mobilen Leitstelle
12 in Verbindung steht. Das Steuerungssystem innerhalb des Containers 2 ist daher
ebenfalls mit einer Funkantenne 13 ausgestattet, ebenso wie die mobile Leitstelle
12 eine Funkantenne 14 aufweist. Die mobile Leitstelle 12 und die Funkantenne 14 stehen
jeweils mit einer Sende-Empfangseinrichtung 15 in Verbindung, welche Daten mit der
Leitstelle 12 austauscht und Signale zum Senden über die Antenne 14 generiert bzw.
von der Antenne 14 empfangene Signale in Datensignale für die Leitstelle 12 umwandelt.
[0050] Die mobile Leitstelle 12 steht wiederum über eine funkgestützte oder drahtgebundene
Verbindung 16 mit einer übergeordneten Operationszentrale 17 in Verbindung, welche
über ein Radar 18 erhaltene Radaraufklärungsdaten bzgl. eines Seegebietes erhält.
Die Radaraufklärungsdaten werden dazu verwendet, feindlichen Zielen ein oder mehrere
Torpedos 1 zuzuweisen, welche zu dem betreffenden Ziel zum Zwecke der Neutralisierung
des Ziels geführt werden.
[0051] Alternativ oder zusätzlich zu einer Aufklärung mittels eine Radars können optische
und/oder hydroakustische Aufklärungssysteme verwendet werden, um Ziele zu lokalisieren.
[0052] Nach einer in der Operationszentrale 17 erfolgenden Zielzuweisung an die Leitstelle
12 über die Verbindung 16 koordiniert und steuert die Leitstelle 12 einen Torpedo
1 in das Zielgebiet.
[0053] Da das Zielgebiet außerhalb der Reichweise der Nachrichtenleitung 8 und außerhalb
der Detektionsreichweite eines torpedoeigenen Torpedosonars liegen kann, erfolgt eine
Steuerung des Torpedos 1 über eine Funkverbindung. Der Torpedo 1 taucht daher zu vorbestimmten
Zeitpunkten dicht unter die Wasseroberfläche auf und zwar so weit, dass seine Antriebs-
und Rudersektion weiterhin vollständig unter Wasser sind, um eine Steuerbarkeit des
Torpedos zu gewährleisten. Dicht unter der Wasseroberfläche fährt der Torpedo seine
Funkantenne so weit aus, dass sie sich oberhalb der Wasseroberfläche befindet und
eine von Wasser ungestörte Funkverbindung zum Satelliten 11 oder zu anderen luft-,
see- oder landgestützten Relaisstationen aufbauen kann. Diese Relaisstationen stehen
mit der Leitstelle 12 in Funkverbindung.
[0054] Der Torpedo 1 erhält über diese Verbindung Daten betreffend das Ziel, insbesondere
Informationen über eine Veränderung des Zielgebiets bzw. des Zielerwartungsgebiets
sowie ggf. weitere seine Mission betreffende Informationen wie bspw. einen Befehl
zum Abbruch einer Mission oder die Umfahrung beschränkter Seegebiete, in denen sich
Hindernisse oder eigene bzw. befreundete Schiffe befinden.
[0055] Zusätzlich oder alternativ erhält der Torpedo 1 über die Antenne 10, d.h. im aufgetauchten
Zustand Informationen über seine eigene Position und zwar über ein satellitengestütztes
Navigationssystem, wie z.B. GPS (Global Positioning System) oder Galileo oder ähnliche
land-, see- oder luftgestützte Systeme. Der Torpedo 1 kann somit im aufgetauchten
Zustand exakt seine eigene Position bestimmen. Steht sein Ziel und dessen Position
bereits im Vorfeld genau fest, bspw. weil es sich um ein ortsfestes Ziel handelt,
wird keine bidirektionale Kommunikationsverbindung mit der Leitstelle 12 benötigt.
Vielmehr reichen dann genaue Positionsdaten der Eigenposition aus, um den Torpedo
1 sicher zum Ziel zu führen.
[0056] Sofern das dem Torpedo 1 zugewiesene Ziel jedoch ein bewegtes Ziel ist, insbesondere
ein Wasserfahrzeug, aktiviert der Torpedo 1 sein bordeigenes Sonar spätestens sobald
das Zielgebiet sich innerhalb der Reichweite des Torpedosonars befindet und lenkt
sich selbst zum Ziel anhand der eigenen Sonardaten.
[0057] Die torpedoeigenen Sonardaten werden vorzugsweise über die Antenne 10 bei aufgetauchtem
Torpedo 1 über die genannten Relaisstationen an die Leitstelle 12 zurückgesendet,
welche auf diese Weise erkennen kann, ob die mittels der vorherigen Aufklärung bspw.
über das Radar 18 erhaltenen Zieldaten ausreichend detailliert waren. Insbesondere
kann auf diese Weise festgestellt werden, ob ein Ziel tatsächlich aus nur einem Einzelziel
oder einem Verband mehrerer Ziele besteht. Sofern letzteres der Fall ist, erfolgt
in der Leitstelle 12 oder in der Operationszentrale 17 eine Zielauswahl, bspw. indem
das wichtigste Ziel neutralisiert wird bzw. zivile Ziele nicht angegriffen werden.
[0058] Fig. 2 zeigt den Torpedo 1 in vergrößerter Darstellung. Neben einem Sonarkopf 19
weist der Torpedo 1 eine Sektion 20 mit einer Explosivladung auf. Ferner umfasst der
Torpedo mehrere Batteriesektionen 21, 22, 23, 24 sowie eine Steuerungssektion 25,
eine Nachrichtenleitersektion 26, welche eine Spule mit einer Nachrichtenleitung enthält,
und eine Antriebssektion 27 mit einem Motor zum Antrieb zweier gegenläufiger Propeller
28, 29. Ferner weist der Torpedo 1 eine Rudersektion 29 mit mehreren Rudern 30 zur
Bestimmung des Kurses und der Tiefe des Torpedos während seiner Fahrt auf.
[0059] Etwa im Bereich seines Schwerpunkts weist der Torpedo eine Antennensektion 31 auf,
welche eine ausfahrbare Antenne 10 sowie Funkkommunikationseinrichtungen zum Senden
und/oder Empfangen aufweist. Die Antenne 10 ist bspw. teleskopartig ausgebildet: Sie
weist eine derartige Länge auf, um auch im getauchten Zustand des Torpedos 1 die Wasseroberfläche
erreichen zu können, um dabei eine Satellitenkommunikationsverbindung aufzubauen oder
zumindest Daten eines satellitengestützten Navigationssystems empfangen zu können.
[0060] Vorteilhafterweise reduziert der Torpedo 1 seine Fahrgeschwindigkeit, bevor er die
Antenne 10 ausfährt und erhöht seine Geschwindigkeit nach Einfahren der Antenne 10
wieder.
[0061] Die Antenne 10 weist eine Struktur auf, mittels der Daten auf mindestens zwei Frequenzen
empfangbar und/oder sendbar sind. Dies ist vorteilhaft, da zu einem Eigenpositionsdaten
empfangbar sind, insbesondere über ein Satellitennavigationssystem, und andererseits
Zielpositionsdaten und weitere Daten über einen weiteren Kommunikationskanal austauschbar
sind. Vorteilhafterweise sind die Frequenzen im gleichen Frequenzband vorgesehen,
damit die für jede Frequenz erforderliche Antennenstruktur im Wesentlichen die gleiche
Größenordnung aufweist.
[0062] Vorteilhafterweise weist die Antenne 10 mehrere, insbesondere zwei, getrennte Antennenstrukturen
auf. Dies ist vorteilhaft, da jede Antennenstruktur speziell auf einen bestimmten
Frequenzbereich ausgelegt ist. Das Signal/Rauschverhältnis ist somit für jede einzelne
Antennenstruktur optimierbar. Vorzugsweise sind die Antennenstrukturen in ähnlicher,
möglichst kleiner Ausführungsgröße ausgebildet. Dies erleichtert eine strömungsgünstige
Anordnung für die Antenne 10 im nicht ausgefahrenen Zustand. Alternativ weist die
Antenne eine Multi-Band-Antennenstruktur auf, die auf mehrere Frequenzen abgestimmt
ist. Mittels wenigstens einer der Frequenzen ist eine bidirektionale Kommunikation
bereitgestellt.
[0063] Die Antennensektion 31 ist unter Berücksichtigung ihres Volumens leichter als das
umgebende (See-)Wasser und reduziert auf diese Weise den Untertrieb des Torpedos 1.
Auf diese Weise wird der Energiebedarf des Torpedos reduziert, so dass die Reichweite
erhöht werden kann.
[0064] Der Torpedo 1 entspricht bzgl. seiner Komponenten mit Ausnahme der Antennensektion
31 im Wesentlichen einem herkömmlichen Torpedo, dem jedoch eine weitere Sektion, nämlich
die Antennensektion 31 eingefügt worden ist. Die Antennensektion 31 ist somit ein
modulares Bauteil, welches in herkömmliche Torpedokonzepte eingefügt werden kann.
[0065] Die Antennensektion 31 ist daher lediglich über eine Schnittstelle mit der Steuerungssektion
25 verbindbar, um für einen Datenaustausch der gesendeten bzw. empfangenen Funkdaten
zu sorgen.
[0066] Fig. 3 veranschaulicht die Führung eines Torpedos 1 zu einem Ziel Z, das sich entlang
einer Zielbahn 33 fortbewegt. Der Torpedo 1 bewegt sich entlang der Eigenbahn 34.
[0067] Der Torpedo 1 wird mittels des im Container 2 untergebrachten landgestützten Verbringungssystems
ins Seegebiet 4 verbracht und fährt dort zunächst über die Distanz D ferngesteuert
mittels Nachrichtenleitung, z.B. mittels Lichtwellenleiter oder Kupferkabel.
[0068] Nachdem die Nachrichtenleitung vollständig abgespult ist und somit getrennt wird,
taucht der Torpedo 1 zunächst an der Position P1 auf und erhält neue Koordinaten für
ein Zielgebiet 35 innerhalb dessen ein Zielerwartungsgebiet zu einem Zeitpunkt liegt,
zu dem der Torpedo 1 das Zielerwartungsgebiet 36 erreicht haben könnte. Zu einem vordefinierten
Zeitpunkt und zwar an der Position P2 taucht der Torpedo 1 erneut auf. Mittels radargestützter
Aufklärung und/oder ggf. hydroakustischer Aufklärung und/oder Sichtaufklärung wurde
jedoch in der Operationszentrale 17 festgestellt, dass das Ziel Z ein Zielmanöver,
d.h. eine Kursänderung vollführt hat, so dass sich das Zielgebiet und auch das Zielerwartungsgebiet
verändert hat und das neue Zielgebiet in Fig. 3 mit der Bezugsziffer 37 und das neue
Zielerwartungsgebiet mit der Bezugsziffer 38 dargestellt ist.
[0069] Der Torpedo 1 vollführt daher seinerseits eine Kursänderung und verlässt die zunächst
geplante Route 39 und schwenkt auf eine neue Route 40 ein.
[0070] Mit gestrichelter Linie ist in Fig. 3 um den Torpedo 1 herum ein Detektionsbereich
41 gekennzeichnet, innerhalb dessen das torpedoeigene Signal Ziele detektieren kann.
Fig. 3 veranschaulicht somit, dass die vom Torpedo zurückgelegte Wegstrecke signifikant
größer ist als der Detektionsradius, der um Detektionsbereich 41 gehört. Der Torpedo
1 kann daher nicht alleine nach seinem bordeigenen Sonar gesteuert werden. Daher erfolgt
eine Steuerung über die vorgenannte Funkverbindung, über welche der Torpedo 1 in das
Zielgebiet 35 bzw. 37 geführt wird. Sobald das Zielgebiet 35 bzw. 37 innerhalb eines
um das Ziel herum von der Detektionsreichweite des Torpedos 1 bestimmten sog. Ziel-Detektionsbereichs
42 liegt, kann eine Steuerung des Torpedos 1 zum Ziel mittels des torpedoeigenen Sonars
erfolgen. Es ist jedoch auch in diesem Fall, d.h. wenn das Zielgebiet 37 innerhalb
des Ziel-Detektionsbereichs 42 liegt, je nach Situation sinnvoll, dass der Torpedo
auftaucht und eine Kommunikationsverbindung über die genannten Relaisstationen mit
der Leitstelle 12 und/oder der Operationszentrale 17 aufbaut, um Daten aus dem Zielgebiet
an die Leitstelle 12 bzw. Operationszentrale 17 zu senden, da dies Aufklärungszwecken
dienlich ist.
[0071] Fig. 3 veranschaulicht ferner, dass dank der besonderen Fernsteuerung des Torpedos
beschränkte Gebiete 43, wie z.B. Inseln, durch vorbestimmte Wegpunkte umfahren werden
können.
[0072] Das erfindungsgemäße Fernsteuerungsverfahren ermöglicht signifikant höhere Reichweiten
von Torpedos, welche insbesondere dadurch erreicht werden, dass der Torpedo mit spürbar
verringerter Geschwindigkeit fährt, um einen geringeren Energiebedarf pro zurückgelegter
Strecke zu haben. Aufgrund der relativ geringen Geschwindigkeit kommt es jedoch zu
spürbaren Abweichungen eines vorbestimmten Kurses, da die Winkelabweichung u.a. zeitabhängig
ist, d.h. umso größer ist, je länger der Torpedo unterwegs ist. Diese Kursabweichungen
werden erfindungsgemäß durch Kurskorrekturen behoben, welche eine Positionsbestimmung
des Torpedos voraussetzen. Diese Positionsbestimmung erfolgt erfindungsgemäß im aufgetauchten
Zustand anhand von Daten eines vorzugsweise satellitengestützten Navigationssystems.
[0073] Dank der Erfindung können herkömmliche Torpedos derart erweitert werden, dass sie
signifikant höhere Reichweiten erzielen. Die Einsatzgebiete und Einsatzzwecke von
Torpedos können somit dank der Erfindung wesentlich erweitert werden.
1. Verfahren zum Steuern eines Torpedos (1) zu wenigstens einem Ziel (Z), wobei der Torpedo
(1) während seiner Fahrt zum Ziel (Z) ein- oder mehrmals in den der Wasseroberfläche
benachbarten oberflächennahen Bereich eines Gewässers (4) auftaucht, wobei der Torpedo
(1) jedoch auch in diesem oberflächennahen Bereich untergetaucht bleibt, eine Funkantenne
(10) in einen Überwasserbereich oberhalb der Wasseroberfläche ausfährt,
dadurch gekennzeichnet, dass der Torpedo (1) sodann Zielpositionsdaten des Ziels aufweisenden Positionsdaten,
die dem Torpedo (1) von einer land-, luft- oder seegestützten Leitstelle (12) übermittelt
werden, über die Funkantenne (10) empfängt und diese Positionsdaten verwendet, um
das Ziel (Z) anzusteuern.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Torpedo (1) ein Torpedosonar (19) mit einer begrenzten Detektionsreichweite trägt,
außerhalb eines um ein Ziel (Z) herum von der Detektionsreichweite bestimmten sog.
Ziel-Detektionsbereichs (42) gestartet wird, innerhalb dessen die Detektionsreichweite
ausreicht, um das Ziel (Z) zu detektieren, und wobei bei Erreichen eines innerhalb
des Ziel-Detektionsbereichs (42) liegenden Zielgebiets (37) die Steuerung des Torpedos
(1) zum Ziel (Z) mittels des Torpedosonars (19) erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsdaten zur Bestimmung von Eigenpositionsdaten des Torpedos (1) verwendet
werden, die mittels eines Satelliten-, luft-, land- und/oder seegestützten Navigationssystems
gewonnen werden und diese Eigenpositionsdaten zur Korrektur des Eigenkurses des Torpedos
(1) verwendet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Torpedo (1) einen Funkempfänger, der über die Funkantenne (10) empfängt, sowie
einen Funksender aufweist, der über die Funkantenne (10) sendet, wobei die Positionsdaten
über eine bidirektionale Funk-Datenverbindung (9) übertragen werden, die über eine
oder mehrere Satelliten-, land-, luft- und/oder seegestützten Relaisstationen (11)
geleitet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Torpedo (1) aktuelle und/oder zuvor gespeicherte Sonardaten des Torpedosonars
(19) über die Funk-Datenverbindung (9) an die Leitstelle (12) sendet.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Torpedo (1) von einem landgestützten Verbringungssystem (3) gestartet wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zielpositionsdaten aus einer land-, luft- und/oder seegestützten Radar- und/oder
Sichtaufklärung und/oder hydroakustischen Aufklärung erhalten werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Torpedo (1) Wegpunkte für seinen Lauf zum Ziel (Z) mitgegeben und/oder über Funk
gesendet werden, die während seiner Fahrt angesteuert werden.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitstelle (12) eine Zielselektion während der Fahrt des Torpedos vornimmt, wenn
durch Aufklärung eine Mehrzahl von Zielen anstelle eines zuvor angenommenen Einzelziels
(Z) erkannt wird und den Torpedo (1) von der Leitstelle (12) ein ausgewähltes Ziel
mitgeteilt wird, das der Torpedo (1) anzugreifen hat.
10. Torpedo mit einer ausfahrbaren Funkantenne (10) und einem Funkempfänger zum Empfang
von Positionsdaten, gekennzeichnet durch eine Steuerungssektion (25) zum Führen des Torpedos zu einem Ziel, mittels der Steuersignale
zum Steuern von Rudern (30) des Torpedos (1) zur Kurs- und Tiefenbestimmung des Torpedos
(1) erzeugbar sind, und eine Antennensektion (31), welche die ausfahrbare Funkantenne
(10) und den Funkempfänger aufweist, wobei der Funkempfänger zum Empfang von Zielpositionsdaten
des Ziels aufweisenden Positionsdaten ausgebildet ist, die dem Torpedo (1) von einer
land-, luft- oder seegestützten Leitstelle (12) übermittelt werden, und der Steuerungssektion
(25) zuführbar sind.
11. Torpedo nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Antennensektion (31) ein Empfangsteil für ein Satelliten-, luft-, land- und/oder
see- gestütztes Navigationssystem aufweist, das derart ausgebildet ist, um aus den
empfangenen Positionsdaten Eigenpositionsdaten zu ermitteln, wobei der Torpedo (1)
derart ausgebildet ist, um aus den Eigenpositionsdaten Kurskorrekturdaten zur Korrektur
eines Eigenkurses zu einem Ziel zu ermitteln.
12. Torpedo nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Antennensektion (31) leichter als das von ihr zu verdrängende Wasser, insbesondere
Seewasser, ist.
13. Startvorrichtung mit Torpedo nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei der Torpedo
(1) in der Startvorrichtung zum Starten des Torpedos (1) untergebracht ist, wobei
die Startvorrichtung einen landseitig verfahrbaren Container (2) zum Transport des
Torpedos (1) und der Container ein Verbringungssystem (3) zum landgestützten Verbringen
des Torpedos (1) in ein Küstengewässer aufweist.
14. Antennensektion für einen sektionsweise ausgebildeten Torpedo (1) nach einem der Ansprüche
10 bis 13 und zur Durchführung des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 mit
einer ausfahrbaren Funkantenne (10) und einem Funkempfänger zum Empfang von Zielpositionsdaten
eines Ziels aufweisenden Positionsdaten, die dem Torpedo (1) von einer land-, luft-
oder seegestützten Leitstelle (12) übermittelt werden, wobei die Antennensektion eine
Schnittstelle aufweist, die derart ausgebildet ist, dass die Positionsdaten einer
Steuerungssektion zuführbar sind, mittels der Steuersignale zum Steuern von Rudern
(30) des Torpedos (1) zur Kurs- und Tiefenbestimmung des Torpedos (1) erzeugbar sind.
1. Method for controlling a torpedo (1) to at least one target (Z), wherein the torpedo
(1) emerges during its travel to the target (Z) once or several times into the area
of a body of water (4) which is close to the surface and adjacent to the surface of
the water, wherein, however, the torpedo (1) remains submerged even in this area close
to the surface and a radio aerial moves out into an area above the water surface,
characterized by that the torpedo (1) then receives position data that comprises target position data of
the target which is transmitted to the torpedo (1) from a land-, air- or sea-supported
guidance location (12) via the radio aerial (10) and uses this position data to steer
at the target (Z).
2. The method according to Claim 1, characterized by that the torpedo (1) carries a torpedo sonar (19) with a limited detection range and is
started outside of a so-called target detection area (42) determined around a target
(Z) by the detection range within which area the detection range suffices for detecting
the target (Z) and wherein upon reaching a target area (37) lying within the target
detection range (42) the control of the torpedo (1) to the target (Z) takes place
by the torpedo sonar (19).
3. The method according to Claim 1 or 2, characterized by that the position data is used for determining specific position data of the torpedo (1)
that is obtained by a satellite-, land-, air- and/or sea-supported navigation system
and that this specific position data is used to correct the specific course of the
torpedo (1).
4. The method according to Claim 3, characterized by that the torpedo (1) comprises a radio receiver that receives via the radio aerial (10),
and comprises a radio transmitter that transmits via the radio aerial (10), wherein
the position data is transmitted via a bidirectional radio-data connection (9) that
is conducted via one or more satellite-, land-, air- and/or sea-supported relay stations
(11).
5. The method according to Claim 4, characterized by that the torpedo (1) transmits actual and/or previously stored sonar data of the torpedo
sonar (19) via the radio-data connection (9) to the guidance location (12).
6. The method according to one of the previous claims, characterized by that the torpedo (1) is started by a land-supported delivery system (3).
7. The method according to one of the previous claims, characterized by that the target position data is obtained from a land-, air-and/or sea-supported radar-and/or
sight reconnoitring and/or hydroacoustic reconnoitring.
8. The method according to one of the previous claims, characterized by that path points are given to the torpedo (1) and/or transmitted by radio for its course
to the target (Z) which are steered toward during its travel.
9. The method according to one of the previous claims, characterized by that the guidance location (12) performs a target selection during the travel of the torpedo
when a plurality of targets instead of a previously assumed individual target (Z)
is recognized by reconnoitring and a selected target which the torpedo (1) is to attack
is communicated to the torpedo (1) by the guidance location (12).
10. Torpedo with an extensible radio aerial (10) and a radio receiver for receiving position
data, characterized by a control section (25) for guiding the torpedo to a target by which control signals
can be generated for controlling rudders (30) of the torpedo (1) for determining the
course and the depth of the torpedo (1), and by an aerial section (31) which comprises
the extensible radio aerial (10) and the radio receiver, wherein the radio receiver
is designed to receive target position data comprising position data of the target
which is transmitted to the torpedo (1) from a land-, air- or sea-supported guidance
location (12) and can be supplied to the control section (25).
11. The torpedo according to Claim 10, characterized by that the aerial section (31) comprises a receiving part for a satellite-, air-, land-
and/or sea-supported navigation system that is constructed in such a manner as to
determine specific position data from the received position data, wherein the torpedo
(1) is constructed in such a manner as to determine course correction data from the
specific position data for correcting a specific course to a target.
12. The torpedo according to Claim 10 or 11, characterized by that the aerial section (31) is lighter than the water, especially sea water, to be displaced
by it.
13. Start device with a torpedo according to one of Claims 10 to 12, wherein the torpedo
(1) is housed in the start device for starting the torpedo (1), wherein the start
device comprises a container (2) that can be moved on land for transporting the torpedo
(1) and the container comprises a delivery system (3) for the land-supported delivery
of the torpedo (1) into a coastal body of water.
14. Aerial section for a torpedo (1) constructed in sections according to one of Claims
10 to 13 and for carrying out the method according to one of Claims 1 to 9 with an
extensible radio aerial (10) and a radio receiver for receiving position data comprising
target position data of a target, which data is transmitted to the torpedo (1) by
a land-, air- or sea-supported guidance location (12), wherein the aerial section
comprises an interface constructed in such a manner that the position data can be
supplied to a control section with which control signals can be generated for controlling
rudders (30) of the torpedo (1) for determining the course and the depth of the torpedo
(1).
1. Procédé de commande d'une torpille (1) vers au moins une cible (Z), dans lequel la
torpille (1), au cours de sa trajectoire vers la cible (Z), plonge une ou plusieurs
fois à faible profondeur dans une zone proche de la surface de l'eau (4), la torpille
(1) restant toutefois immergée même dans cette zone proche de la surface, et fait
sortir une antenne radio (10) dans une zone située au-dessus de la surface de l'eau,
caractérisé en ce que la torpille (1) reçoit alors, par le biais de l'antenne radio (10), des données de
position indicatrices de la position de la cible, transmises à la torpille (1) par
un poste de contrôle terrestre, aérien ou maritime (12), et utilise ces données de
position pour se diriger sur la cible (Z).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la torpille (1) porte un sonar (19) présentant une portée de détection limitée et
est déclenchée hors d'une zone dite de détection de cible (42), qui est déterminée
par la portée de détection tout autour d'une cible (Z) et dans laquelle la portée
de détection suffit pour pouvoir détecter la cible (Z), la commande de la torpille
(1) jusqu'à la cible (Z) s'effectuant au moyen du sonar (19) de la torpille dès que
celle-ci parvient à une zone cible (37) située à l'intérieur de la zone de détection
de cible (42).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les données de position servent à déterminer des donnés de position réelle de la
torpille (1) qui sont acquises au moyen d'un système de navigation satellite, aérien,
terrestre et/ou maritime et ces donnés de position réelle servent à corriger le cap
effectif de la torpille (1).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la torpille (1) présente un récepteur radio qui reçoit par le biais de l'antenne
radio (10), ainsi qu'un émetteur radio qui émet par le biais de l'antenne radio (10),
les données de position étant transmises par liaison de données radio (9) bidirectionnelle
assurée par une ou plusieurs stations de relais satellites, terrestres, aériennes
et/ou maritimes (11).
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que la torpille (1) émet auprès du poste de contrôle (12) des données actuelles et/ou
préenregistrées du sonar (19) de la torpille par le biais de la liaison de données
radio (9).
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la torpille (1) est déclenchée par un système d'apport par voie terrestre (3).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les données de position de la cible proviennent d'un renseignement radar et/ou visuel
terrestre, aérien et/ou maritime et/ou d'un renseignement hydroacoustique.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la torpille (1) reçoit par radio et/ou est dotée de points de cheminement pour sa
course jusqu'à la cible (Z), vers lesquels elle se dirige au cours de sa trajectoire.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le poste de contrôle (12) réalise une sélection de cible au cours de la trajectoire
de la torpille lorsque le renseignement détecte une pluralité de cibles au lieu d'une
seule cible (Z) préalablement admise, et la torpille (1) reçoit l'indication, par
le poste de contrôle (12), d'un choix de cible que la torpille (1) doit attaquer.
10. Torpille comportant une antenne radio télescopique (10) et un récepteur radio destiné
à recevoir des données de position, caractérisée par une section de commande (25) destinée au guidage de la torpille vers une cible et
au moyen de laquelle des signaux de commande permettant de commander les gouvernes
(30) de la torpille (1) peuvent être produits pour déterminer le cap et la profondeur
de la torpille (1), et par une section d'antenne (31) présentant l'antenne radio télescopique
(10) et le récepteur radio, le récepteur radio étant conçu pour recevoir des données
de position indicatrices de la position de la cible qui sont transmises à la torpille
(1) par un poste de contrôle terrestre, aérien ou maritime (12) et qui peuvent être
transférées à la section de commande (25).
11. Torpille selon la revendication 10, caractérisée en ce que la section d'antenne (31) présente une partie de réception pour un système de navigation
satellite, aérien, terrestre et/ou maritime qui est conçue pour établir des donnés
de position réelle à partir des données de position reçues, la torpille (1) étant
conçue pour établir des données de correction de cap à partir des donnés de position
réelle permettant de corriger un cap effectif vers une cible.
12. Torpille selon la revendication 10 ou 11, caractérisée en ce que la section d'antenne (31) est plus légère que l'eau qu'elle doit déplacer, notamment
l'eau de mer.
13. Dispositif de démarrage comportant une torpille selon l'une des revendications 10
à 12, la torpille (1) étant installée dans le dispositif de démarrage de la torpille
(1), le dispositif de démarrage présentant un conteneur (2) mobile par voie terrestre
permettant de transporter la torpille, et le conteneur présentant un système d'apport
(3) permettant l'apport par voie terrestre de la torpille (1) dans des eaux côtières.
14. Section d'antenne d'une torpille (1) conçue par sections selon l'une des revendications
10 à 13 et permettant de mettre en oeuvre le procédé selon l'une des revendications
1 à 9, comportant une antenne radio télescopique (10) et un récepteur radio destiné
à recevoir des données de position indicatrices de la position d'une cible qui sont
transmises à la torpille (1) par un poste de contrôle terrestre, aérien ou maritime
(12), la section d'antenne présentant une interface conçue de manière que les données
de position puissent être transférées à une section de commande au moyen de laquelle
des signaux de commande permettant de commander les gouvernes (30) de la torpille
(1) peuvent être produits pour déterminer le cap et la profondeur de la torpille (1).