| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 425 206 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
09.01.2019 Patentblatt 2019/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.04.2010 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2010/055708 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2010/125098 (04.11.2010 Gazette 2010/44) |
|
| (54) |
VERFAHREN ZUM PRÄZISEN MESSBETRIEB EINES MIKROMECHANISCHEN DREHRATENSENSORS
METHOD FOR THE PRECISE MEASURING OPERATION OF A MICROMECHANICAL ROTATION RATE SENSOR
PROCÉDÉ POUR ASSURER UNE MESURE PRÉCISE AVEC UN CAPTEUR DE LACET MICROMÉCANIQUE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
30.04.2009 DE 102009019318
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
07.03.2012 Patentblatt 2012/10 |
| (73) |
Patentinhaber: |
|
- Continental Teves AG & Co. OHG
60488 Frankfurt am Main (DE)
- Murata Electronics Oy
01620 Vantaa (FI)
|
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- SIVARAMAN, Ramnath
122001 Gurgaon (IN)
- SCHMID, Bernhard
61169 Friedberg (DE)
- HILSER, Roland
73230 Kirchheim Teck (DE)
- GÜNTHNER, Stefan
60489 Frankfurt (DE)
- KLEMETTI, Petri
FI-01800 Klaukkala (FI)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-03/010492 DE-A1-102007 030 119
|
DE-A1- 19 939 998
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum präzisen Messbetrieb eines mikromechanischen
Drehratensensors gemäß Oberbegriff von Anspruch 1 oder 2, einen mikromechanischen
Drehratensensor gemäß Oberbegriff von Anspruch 7 sowie die Verwendung des Drehratensensors
in Kraftfahrzeugen.
[0002] Es ist bekannt, dass mikromechanische Federn zur Aufhängung seismischer Massen in
Drehratensensoren teilweise schon aufgrund relativ geringer Fertigungsungenauigkeiten,
die insbesondere zu unerwünschten Flankenwinkeln der jeweiligen Strukturen führen,
ohne Vorliegen einer Drehrate, in der Antriebsmode Auslenkungen in Ausleserichtung
verursachen. Hierdurch werden Störsignale erzeugt, welche unerwünschterweise als Drehratensignalanteile
ausgewertet werden können und somit das Drehratensignal verfälschen bzw. einen Messfehler
bezüglich des Drehratensignals verursachen.
[0003] Solche unerwünschten Flankenwinkel bzw. Verkippungen von Federn sind prozessbedingt
und können nur eingeschränkt vermieden werden. Obig beschriebene Störsignale, welche
nicht aufgrund einer erfassten Drehrate, sondern aufgrund von fehlerhaften Auslenkungen
in Ausleserichtung in Abhängigkeit der Auslenkung der seismischen Masse sowie deren
Federn in Antriebsrichtung entstehen, werden auch als Quadratur bzw. Quadratursignale
bezeichnet.
[0004] Die gattungsbildende
DE 199 39 998 A1 beschreibt ein Verfahren zum Betreiben eines Drehratensensors, welcher ein erstes
und ein zweites Trimm-Elektrodenelement aufweist, die einer seismischen Masse zugeordnet
sind, wobei zwischen dem ersten Trimm-Elektrodenelement und der seismischen Masse
eine erste elektrische Trimmspannung sowie zwischen dem zweiten Trimm Elektrodenelement
und der seismischen Masse eine zweite elektrische Trimmspannung eingestellt werden,
wobei die erste und die zweite elektrische Trimmspannung zumindest in Abhängigkeit
eines Quadraturparameters und eines Resonanzparameters eingestellt werden.
[0005] Druckschrift
WO 03/010492 A1 schlägt ein Verfahren zur Unterdrückung von Quadratursignalen in einem Drehratensensor
vor, welcher zwei Trimmelektroden-Anordnungen umfasst, die einer seismischen Masse
zugeordnet sind, bei dem mittels der an den Trimmelektroden angelegten Spannung die
Quadratur des Drehratensensors unterdrückt wird. Allerdings kann durch diese Quadraturunterdrückung
die Resonanzfrequenz der Auslesemode des Drehratensensors in unerwünschter Weise beeinflusst
werden, wodurch auch die Differenzfrequenz zwischen den Resonanzfrequenzen hinsichtlich
der Antriebsmode und der Auslesemode des Drehratensensors verändert wird. Dies ist
umso nachteiliger, da die an den Trimmelektroden angelegte Spannung in die Verschiebung
der Resonanzfrequenz der Auslesemode quadratisch eingeht.
[0006] Es ist üblich, dass die Ausprägung der Quadratur von Drehratensensoren eines Wafers,
aufgrund von Prozessschwankungen relativ stark streut bzw. sich von Drehratensensor
zu Drehratensensor eines Wafers relativ stark unterscheidet.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, ein Verfahren vorzuschlagen,
bei dem eine unerwünschte Beeinflussung der Frequenz/Resonanzfrequenz der Auslesemode
des Drehratensensors im Zuge einer Quadraturunterdrückung vermieden werden kann und
insbesondere eine gewünschte Resonanzfrequenz bei gleichzeitiger Quadraturunterdrückung
eingestellt werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Verfahren gemäß Ansprüchen 1
und 2 sowie den mikromechanischen Drehratensensor gemäß Anspruch 7.
[0009] Der Erfindung liegt insbesondere der Gedanke zu Grunde, eine erste und eine zweite
Trimmspannung an einer ersten und einer zweiten Trimm-Elektrode eines Drehratensensors
zumindest im Wesentlichen in Abhängigkeit eines Quadraturparameters und eines Resonanzparameters
einzustellen bzw. anzulegen bzw. einzuregeln.
[0010] Unter dem Einstellen der Trimmspannungen wird zweckmäßigerweise auch ein Regelungsvorgang
verstanden.
[0011] Der Quadraturparameter ist vorzugsweise als Maß für die Quadratur des Drehratensensors
bzw. hinsichtlich des Auslenkverhaltens der wenigstens einen seismischen Masse zu
verstehen. Insbesondere ist der Quadraturparameter abhängig vom Quadratursignal bzw.
Quadratursignalanteil des Ausgangssignals des Drehratensensors, welcher gegenüber
dem die Drehrate abbildenden Anteil des Ausgangssignals des Drehratensensors im Wesentlichen
um 90° bzw. 270° phasenverschoben ist. Außerdem ist das Quadratursignal gegenüber
dem Primärsignal bzw. der Antriebsmode insbesondere um 0° bzw. 180° phasenverschoben.
Besonders bevorzugt ist der Quadraturparameter eine Stellgröße in einer Regelung oder
Steuerung, mit der eine Aktorik der seismischen Masse angesteuert werden muss, um
die Quadratur bzw. das Quadratursignal der seismischen Masse zu unterdrücken bzw.
zu vermeiden. Der Quadraturparameter ist dabei ganz besonders bevorzugt über die an
die Aktorik als Stellgröße anzulegende elektrische Spannung definiert und weist dieselbe
Einheit auf.
[0012] Der Resonanzparameter ist bevorzugt als Maß für die Frequenz bzw. Eigenfrequenz der
Auslesemode oder alternativ vorzugsweise als Maß für die Frequenzdifferenz zwischen
der Frequenz bzw. Eigenfrequenz des Auslesemode und der Frequenz der Antriebsmode
zu verstehen. Der Resonanzparameter wird insbesondere in Abhängigkeit der Resonanzfrequenzen
des Drehratensensors bezüglich seiner Antriebs- und seiner Auslesemode bestimmt bzw.
ist von diesen Werten abhängig. Besonders bevorzugt soll der Drehratensensor dabei
so betrieben werden, dass die Frequenzdifferenz aus der Resonanzfrequenz der Auslesemode
minus der Resonanzfrequenz der Antriebsmode im Wesentlichen einen definierten Wert
aufweist bzw. auf einen definierten Wert eingeregelt wird oder alternativ vorzugsweise
im Wesentlichen Null ist bzw. auf Null eingeregelt wird. Der Resonanzparameter ist
dabei ganz besonders bevorzugt über ein die an die Aktorik als Stellgröße anzulegende
elektrische Spannung definiert und weist dieselbe Einheit auf.
[0013] Es ist zweckmäßig, dass der Resonanzparameter ein Regelparameter ist, um die Auslesefrequenz
auf einen definierten Wert oder auf einen definierten Wert in Relation, insbesondere
definiert durch eine Frequenzdifferenz, zur Anregefrequenz einzuregeln.
[0014] Unter der Frequenz der Auslesemode wird vorzugsweise die Frequenz der Auslese- bzw.
Sekundärmode verstanden bzw. die Eigenfrequenz des Auslese- bzw. Sekundäroszillators
und unter der Frequenz des Anregesignals bzw. der Anregefrequenz die Frequenz der
Antriebsmode bzw. Primärmode, bzw. die Eigenfrequenz des Antriebs-/ Primäroszillators.
[0015] Unter einer Antriebsmode bzw. Primärmode wird eine Eigenmode eines Drehratensensors
verstanden, bevorzugt die Eigenschwingung, besonders bevorzugt die Schwingung mit
einer Resonanzfrequenz, der mindestens einen seismischen Masse, in welcher die seismische
Masse des Drehratensensors insbesondere ständig schwingt. Ganz besonders bevorzugt
weist der Drehratensensor wenigstens zwei mit einander gekoppelte seismische Massen
auf, welche gegenphasig schwingen bzw. jeweils mit inverser Orientierung zueinander
in gleicher Richtung im Zuge der Antriebsmode ausgelenkt werden.
[0016] Unter einer Auslesemode bzw. Sekundärmode wird eine Eigenmode verstanden, welche
sich vorzugsweise aufgrund einer Drehrate und der damit verbundenen Wirkung der Corioliskraft
einstellt.
[0017] Der Drehratensensor umfasst bevorzugt ein Substrat, welches mit dem System bzw. dem
Inertialsystem, dessen Drehrate erfasst bzw. gemessen werden soll verbunden ist. Diese
Verbindung ist insbesondere starr und/oder steif ausgebildet. Besonders bevorzugt
ist die zumindest eine seismische Masse an dem Substrat aufgehängt und die mindestens
zwei Trimm-Elektrodenelemente sind mit dem Substrat fest verbunden.
[0018] Der Drehratensensor umfasst vorzugsweise ein Substrat, welches bezüglich seiner Grundfläche
im Wesentlichen parallel zur x-y-Ebene eines kartesischen Koordinatensystems ausgerichtet
ist. Insbesondere ist dabei die Antriebsmode in x-Richtung ausgeprägt und die Auslesemode
in y- oder z-Richtung oder die Antriebsmode ist in y-Richtung ausgeprägt und die Auslesemode
in x- oder z-Richtung. Der Drehratensensor ist zweckmäßigerweise entsprechend ausgebildet.
[0019] Unter einem Substrat wird ein Grund- und/oder Trägerkörper und/oder Gehäuseteil des
Drehratensensors verstanden, welcher bevorzugt ein im Wesentlichen unstrukturierter
Teil des Wafers ist, aus welchem der Drehratensensor ausgebildet ist. Besonders bevorzugt
besteht das Substrat aus kristallinem oder polykristallinem, insbesondere leitendem,
Silizium oder einer oder mehreren Schichten Halbleitermaterials und/oder Metall/en
und/oder elektrisch isolierenden Schichten.
[0020] Der Drehratensensor weist zweckmäßigerweise wenigstens eine Antriebseinrichtung bzw.
ein Antriebsmittel zum Antrieb der seismischen Masse sowie ein oder mehrere Ausleseeinrichtungen
zur direkten oder indirekten Erfassung der Auslenkung der seismischen Masse auf.
[0021] Es ist bevorzugt, dass der Drehratensensor bezüglich eines kartesischen x-y-z-Koordinatensystems
so ausgebildet und angeordnet ist, dass die Antriebsrichtung in x-Richtung erfolgt
und er Drehraten um die z-Achse und/oder x-Achse erfassen kann.
[0022] Es ist bevorzugt, dass der Drehratensensor so ausgebildet ist, dass er Drehraten
um zumindest zwei verschiedene Achsen erfassen kann, also der Drehratensensor "mehrachsig"
ausgebildet ist.
[0023] Eine seismische Masse umfasst bevorzugt zumindest teilweise eine oder mehrere Antriebseinrichtungen
und/oder zumindest teilweise eine oder mehrere Ausleseeinrichtungen und/oder ein oder
mehrere zusätzliche mikromechanische Elemente des Drehratensensors.
[0024] Der Drehratensensor wird vorzugsweise mittels wenigstens eines mikromechanischen
Verfahrens hergestellt. Dabei werden die Strukturen in ein Membranmaterial, insbesondere
Silizium, durch besonders bevorzugt anisotropes Trockenätzen im Wesentlichen senkrecht
durch die Membran geätzt. Die Ebene der Membrangrundfläche erstreckt sich im Wesentlichen
parallel zur Substratoberfläche. An den Stellen, wo die Membran mit dem darunter liegenden
Substrat fest verbunden ist, entstehen Ankerpunkte, an denen wiederum entweder Federelemente
oder unbewegliche Strukturen befestigt sind. Dadurch können starre Körper, welche
an Federn aufgehängt werden, frei schwingend realisiert werden. Die Ankerpunkte sind
ganz besonders bevorzugt durch isolierende Schichten voneinander elektrisch isoliert
und von außen kontaktierbar.
[0025] Es ist bevorzugt, dass das erste und das zweite Trimm-Elektrodenelement, insbesondere
hinsichtlich seiner jeweiligen Elektrodenfläche, im Wesentlichen unbeweglich ausgebildet
und angeordnet sind und elektrisch isoliert und beabstandet gegenüber der seismischen
Masse angeordnet sind.
[0026] Die Trimm-Elektrodenelemente sind zweckmäßigerweise voneinander isoliert und besonders
bevorzugt jeweils identisch ausgebildet.
[0027] Das erste und das zweite Trimm-Elektrodenelement sind bevorzugt oberhalb oder unterhalb
oder eines oberhalb und eines unterhalb der seismischen Masse angeordnet und/oder
vor oder hinter oder eines vor und eines hinter der seismischen Masse angeordnet.
[0028] Der Drehratensensor weist zweckmäßigerweise zwei seismische Massen auf, welche miteinander
gekoppelt sind.
[0029] Der mindestens einen seismischen Masse sind vorzugsweise zwei zusätzliche Trimm-Elektrodenelemente
zugeordnet.
[0030] Die erste und zweite Trimmspannung werden bevorzugt zusätzlich in gegenseitiger Abhängigkeit
von einander eingestellt.
[0031] Die Einstellung der ersten und zweiten Trimmspannung erfolgt erfindungsgemäß mittels
einer Regelung. Diese Regelung bzw. das Regelungsverfahren wird im Betrieb des Drehratensensors
insbesondere zu definierten Zeiten bzw. periodisch bzw. ständig durchgeführt. Die
Regelung ist besonders bevorzugt als "closed loop"-Regelung ausgebildet.
[0032] Das Verfahren wird erfindunsgemäß erweitert, indem der Quadraturparameter zu definierten
Zeiten bzw. periodisch bzw. ständig in Abhängigkeit bzw. aus dem Quadratursignal ermittelt
wird und der Resonanzparameter zu definierten Zeiten bzw. periodisch bzw. ständig
in Abhängigkeit bzw. aus der Frequenz der Auslesemode oder aus der Frequenzdifferenz
zwischen Auslesemode und Antriebsmode ermittelt wird.
[0033] Die erste und zweite Trimmspannung werden gemäß einer erstern Ausführungsform der
Erfindung so eingeregelt, dass die Summe, aus dem Quadrat der ersten elektrischen
Trimmspannung multipliziert mit einem ersten konstanten Faktor und aus dem Quadrat
der zweiten elektrischen Trimmspannung multipliziert mit einem zweiten konstanten
Faktor, auf einen ersten Referenzwert des Resonanzparameters zum Quadrat eingestellt/eingeregelt
wird. Dabei wird zusätzlich die Differenz, aus dem Quadrat der ersten elektrischen
Trimmspannung multipliziert mit einem dritten konstanten Faktor und aus dem Quadrat
der zweiten elektrischen Trimmspannung multipliziert mit einem vierten konstanten
Faktor, auf einen ersten Referenzwert des Quadraturparameters zum Quadrat eingestellt/eingeregelt.
Es hat sich herausgestellt, dass obige Ansteuerung/Regelung der ersten beiden Trimm-Elektrodenelemente
mittels der ersten beiden Trimmspannungen besonders geeignet sind zur Quadraturunterdrückung
und gleichzeitigem definierten Einstellen eines Resonanzparameters bzw. der Resonanzfrequenz
der seismischen Masse hinsichtlich der Auslesemode in dem besonders bevorzugten Fall,
dass die Trimm-Elektrodenelemente mit ihrer der seismischen Masse gemeinsam jeweils
zugeordneten Elektrodenfläche im Wesentlichen parallel zur Trimmfläche der seismischen
Masse im unausgelenkten Zustand angeordnet sind und diese Elektrodenflächen im Wesentlichen
plan ausgebildet sind.
[0034] Gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung werden die erste und die zweite
elektrische Trimmspannung so eingestellt/eingeregelt, dass die Summe, aus der ersten
elektrischen Trimmspannung multipliziert mit einem ersten konstanten Faktor und aus
der zweiten elektrischen Trimmspannung multipliziert mit einem zweiten konstanten
Faktor, auf einen ersten Referenzwert des Resonanzparameters eingestellt/eingeregelt,
wobei zusätzlich die Differenz, aus der ersten elektrischen Trimmspannung multipliziert
mit einem dritten konstanten Faktor und der zweiten elektrischen Trimmspannung multipliziert
mit einem vierten konstanten Faktor, auf einen ersten Referenzwert des Quadraturparameters
eingestellt/eingeregelt wird.
[0035] Die erste elektrische Trimmspannung U
T01 sowie die zweite elektrische Trimmspannung U
TO2 werden bevorzugt im Wesentlichen gemäß folgender Gleichungen in Abhängigkeit des
Quadraturparameters U
T und der Resonanzparameters U
f eingestellt und/oder eingeregelt:

und

bzw.
α, β, γ und δ sind dabei der erste, der zweite, der dritte und der vierte konstante
Faktor. Der Ausdruck sgn(QS) symbolisiert dabei bzw. steht für die Signumfunktion
des Quadratursignals QS. Der Parameter ε ist dabei eine Konstante, insbesondere 1,
deren Vorzeichen in Abhängigkeit folgender Bedingungen ausgeprägt ist:
wenn eine Erhöhung des Quadraturparameters UT zum Quadrat zu einer Reduzierung des Quadratursignals führt, dann ist die Konstante
positiv, bzw. wenn bei einer Erhöhung des Terms γ *UTO12 - δ*UTO22 das Quadratursignal QS kleiner wird, dann gilt ε = 1;
wenn eine Erhöhung des Quadraturparameters UT zum Quadrat zu einer Erhöhung des Quadratursignals führt, dann ist die Konstante
negativ, bzw. wenn bei einer Erhöhung des Terms δ*UTO22 - γ *UTO12 das Quadratursignal QS kleiner wird, dann gilt ε = -1.
[0036] Gemäß dem in diesen Gleichungen dargestellten Zusammenhang wird bevorzugt die Resonanzfrequenz
der Auslesemode unabhängig von der Quadraturunterdrückung bzw. der Resonanzparameter
unabhängig vom Quadraturparameter eingestellt.
[0037] Es ist zweckmäßig, dass der erste, der zweite, der dritte und der vierte konstante
Faktor einen positiven Wert aufweisen, welcher jeweils wenigstens abhängig von einer
ersten und einer zweiten Trimm-Kapazität ist, wobei die erste Trimm-Kapazität zumindest
abhängig ist von der jeweiligen Ausbildung des erstens Trimm-Elektrodenelements und
der seismischen Masse sowie deren Anordnung und Relativbewegungsverhalten zueinander
und wobei die zweite Trimm-Kapazität wenigstens abhängig ist von der jeweiligen Ausbildung
des zweiten Trimm-Elektrodenelements und der seismischen Masse sowie deren Anordnung
und Relativbewegungsverhalten zueinander.
[0038] Das Verfahren umfasst vorzugsweise ein Regelungsverfahren, durch welches der Resonanzparameter
in zeitlicher Abhängigkeit wenigstens eines zusätzlichen Parameters des Drehratensensors
und/oder eines zusätzlichen Parameters, der den Betrieb des Drehratensensors beeinflusst,
vorgegeben oder durch zumindest einen zweiten Referenzwert des Resonanzparameters
ersetzt wird. Insbesondere ist dieser zusätzliche Parameter eine im Drehratensensor
und/oder in dessen direkter Umgebung vorherrschende Temperatur, da der Resonanzparameter
eine temperaturabhängige Größe ist.
[0039] Es ist bevorzugt, dass im Rahmen des Verfahrens Informationen bezüglich des Betriebsverhaltens
des Drehratensensors in Abhängigkeit der Temperatur in Form von wenigstens einer Funktion
und/oder von Daten bereitstehen bzw. bereitgestellt werden.
[0040] Es ist bevorzugt, dass zumindest das erste Trimm-Elektrodenelement an eine erste
elektrische Spannungsquelle angeschlossen ist und das zweite Trimm-Elektrodenelement
und/oder die seismische Masse insbesondere an eine zweite elektrische Spannungsquelle
angeschlossen ist/sind.
[0041] Es ist zweckmäßig, dass das erste und das zweite Trimm-Elektrodenelement jeweils
zumindest eine Elektrodenfläche aufweisen, welche einer Trimmfläche der seismischen
Masse im Wesentlichen parallel gegenüberliegend angeordnet sind und wobei die Elektrodenflächen
des ersten und zweiten Trimm-Elektrodenelements stets einem gegenüberliegenden Bereich
der Trimmfläche zugeordnet sind und/oder diesen Bereich überlappen, insbesondere unabhängig
vom Auslenkungszustand der seismischen Masse, zumindest bis zu einer definierten Amplitude/Auslenkung,
besonders bevorzugt auch bei maximaler Auslenkung der seismischen Masse. Zweckmäßigerweise
ragen die Elektrodenflächen dabei stets über den gegenüberliegenden Bereich der Trimmfläche
hinaus. Die Elektrodenflächen und die Trimmfläche sind ganz besonders bevorzugt im
Wesentlichen plan ausgebildet.
[0042] Es ist bevorzugt, dass der Drehratensensor vier oder ein Vielfaches von vier Trimm-Elektrodenelemente
aufweist, von denen zwei oder ein Vielfaches von zwei jeweils eine Elektrodenfläche
parallel zur x-y-Ebene und zwei oder ein Vielfaches von zwei jeweils eine Elektrodenfläche
parallel zur x-z-Ebene und/oder y-z-Ebene aufweisen. Diese Trimm-Elektrodenelemente
sind dabei zwei oder mehr seismischen Masse gemeinsam zugeordnet. Insbesondere sind
zwei oder mehr seismischen Massen des Drehratensensors jeweils acht solcher Trimm-Elektrodenelemente
zugeordnet.
[0043] Zweckmäßigerweise ist der Drehratensensor als 2-achsiger Drehratensensor oder alternativ
vorzugsweise als 3-achsiger Drehratensensor ausgebildet, wobei er als 3-achsiger Drehratensensor
zumindest jeweils zwei, insbesondere genau zwei, Trimm-Elektrodenelemente parallel
zur x-y-, x-z, und y-z-Ebene aufweist.
[0044] Der Drehratensensor umfasst zweckmäßigerweise zumindest zwei seismische Massen, die
über zumindest ein Kopplungselement, insbesondere eine Kopplungsfeder und/oder einen
Kopplungsbalken, miteinander gekoppelt sind und insbesondere mittels wenigstens einer
Antriebseinrichtung gegenphasig angetrieben werden bzw. eine gegenphasige Antriebsmode
aufweisen, wodurch der gemeinsame Massenschwerpunkt dieser seismischen Massen im Wesentlichen
in Ruhe bleibt.
[0045] Der Drehratensensor ist bevorzugt zumindest teilweise aus Silizium, insbesondere
einkristallinem Silizium ausgebildet, wobei die wenigstens eine seismische Masse und/oder
zumindest ein Aufhängungselement der seismischen Masse besonders bevorzugt aus leitendem
polykristallinem Silizium oder alternativ vorzugsweise aus kristallinem bzw. einkristallinem
Silizium ausgebildet ist/sind.
[0046] Die Erfindung betrifft auch die Verwendung des Drehratensensors in Kraftfahrzeugen,
insbesondere in einem Kraftfahrzeugregelungssystem.
[0047] Das erfindungsgemäße Verfahren sowie der erfindungsgemäße Drehratensensor kann in
unterschiedlichen Bereichen zum Erfassen einer oder mehrerer Drehraten und/oder mittels
entsprechender Signalverarbeitung zur Erfassung einer oder mehrerer Drehbeschleunigungen
verwendet werden. Dabei ist die Verwendung in Fahrzeugen, insbesondere in Kraftfahrzeugen
und Luftfahrzeugen, in der Automatisierungstechnik, in Navigationssystemen, in Bildstabilisatoren
von Kameras, in der Industrierobotik und in Spielekonsolen bevorzugt, dabei besonders
bevorzugt in den jeweiligen entsprechenden Regelungssystemen. Ganz besonders bevorzugt
ist die Verwendung des Verfahrens sowie des Drehratensensors bei/als Gierraten- und/oder
Gierbeschleunigungssensor/en in einem Kraftfahrzeugregelungssystem, wie beispielsweise
ESP.
[0048] Weitere bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen und den
nachfolgenden Beschreibungen von Ausführungsbeispielen an Hand von Figuren.
Es zeigen in schematischer Darstellung
[0049]
- Fig. 1 bis 3
- Ausführungsbeispiele zur Unterdrückung unerwünschter Auslenkungen der seismischen
Masse senkrecht zur Antriebsrichtung und senkrecht zur Schwingungsebene,
- Fig. 4, 5
- beispielhafte Drehratensensoren zur Unterdrückung unerwünschter Auslenkungen der seismischen
Masse senkrecht zur Antriebsrichtung und innerhalb der Schwingungsebene,
- Fig. 6
- einen beispielhaften Drehratensensor mit einer zylinderförmigen, an einer Torsionsfeder
aufgehängten, seismischen Masse,
- Fig. 7, 8
- beispielhaft eingestellte Trimmspannungen an einem Drehratensensor mit einer seismischen
Masse,
- Fig. 9, 10
- beispielhaft eingestellte Trimmspannungen an einem Drehratensensor mit zwei gekoppelten
seismischen Massen, und
- Fig. 11 bis 13
- beispielhafte Diagramme zur Veranschaulichung der Regelung der Trimmspannungen.
[0050] Die in den Fig. 1 bis 10 Ausführungsbeispiele zumindest teilweise dargestellter mikromechanischer
Drehratensensoren sind jeweils gegenüber einem kartesischen x-y-z-Koordinatensystem
eines Inertialsystems, dessen Drehrate erfasst werden soll, ausgerichtet. Bezüglich
dieses Koordinatensystems erfolgt die Antriebsrichtung der wenigstens einen seismischen
Masse in x-Richtung und der jeweilig beispielgemäße Drehratensensor ist so ausgebildet,
dass er Drehraten zumindest um die z-Achse und/oder y-Achse erfassen kann. Außerdem
weisen diese Drehratensensoren eine Fertigungsrichtung bzw. Strukturierungsrichtung
in z-Richtung auf, bezüglich der diese aus einem Siliziumwafer herausgebildet sind.
Die Trimm-Elektrodenelemente sind bei diesen Ausführungsbeispielen jeweils unbeweglich
angeordnet und elektrisch von einander und von der seismischen Masse isoliert ausgebildet
und angeordnet. Die Trimm-Elektrodenelemente sind jeweils beispielhaft symmetrisch
bzw. paarweise symmetrisch zur zugeordneten seismischen Masse ausgebildet, weshalb
des erste bis vierte Konstante Faktor jeweils als 1 angenommen werden kann.
[0051] In Fig. 1 a) und b) ist ein beispielgemäßer Drehratensensor veranschaulicht, der
ein erstes und ein zweites Trimm-Elektrodenelement 2, 3 aufweist, die gemeinsam seismischer
Masse 1 zugeordnet sind. Seismische Masse 1 wird in x-Richtung angetrieben und weist
parallel zur x-y-Ebene stets zwei Überlappungsbereiche 4 und 5 einer Trimmfläche 8
der seismischen Masse auf, welche jeweils einer Elektrodenfläche 6, 7 eines Trimm-Elektrodenelements
zugeordnet sind. Dies ist auch bei maximaler Auslenkung d
max seismischer Masse 1 in x-Richtung der Fall, wie dies in Fig. 1 b) veranschaulicht
ist.
[0052] Durch Trimmfläche 8 seismischer Masse 1 und die jeweilige Elektrodenfläche 6, 7 des
ersten und zweiten Trimm-Elektrodenelements 2 und 3, wobei diese Flächen 6, 7, 8 parallel
zur x-y-Ebene ausgebildet sind, werden eine erste Trimm-Kapazität C
TO1 und eine zweite Trimm-Kapazität C
TO2 gebildet. Die erste und zweite Trimmspannung U
T01 und U
T02 sind wie in Fig. 2 dargestellt an diese Kapazitäten angelegt.
[0053] Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Drehratensensors, welcher in z-Richtung
oberhalb und unterhalb seismischer Masse 1 Trimm-Elektrodenelemente 2, 3, 9, 10 aufweist,
die jeweils paarweise einer Trimmfläche 8a und 8b seismischer Masse 1, parallel zur
x-y-Ebene, zugeordnet sind und jeweils mit dieser die Trimm-Kapazitäten C
TO1, C
TO2 C
TU1, C
TU2 bilden, an welche die Trimmspannungen U
TO1, U
TU2 als erste Trimmspannungen und U
TO2, U
TU1 als zweite Trimmspannungen angelegt werden.
[0054] Die Ausführungsbeispiele, welche anhand der Fig. 1 bis 3 veranschaulicht sind, sind
zur Unterdrückung unerwünschter Auslenkungen der seismischen Masse in Ausleserichtung,
senkrecht zur Antriebsrichtung (x-Richtung) und senkrecht zur x-y- Ebene ausgelegt.
[0055] In Fig. 4 ist ein beispielhafter Drehratensensor mit vier Trimm-Elektrodenelementen
11, 12, 13 und 14 dargestellt, welche mit ihren Elektrodenflächen parallel zur x-z-Ebene
ausgebildet sind. Hierbei sind Trimm-Elektrodenelemente 11, 12, 13, 14 sowie seismische
Masse 1 so ausgebildet und angeordnet, dass seismische Masse 1 auch bei ihrer maximalen
Auslenkung in der x-z-Ebene stets einen gemeinsamen Überlappungsbereich mit jeder
ihr zugeordneten Elektrodefläche aufweist. Die Trimm-Elektrodenelemente 11, 12, 13,
14 sind jeweils um eine definierte Länge in y-Richtung von seismischer Masse 1 bezüglich
ihres unausgelenkten Zustandes angeordnet und bilden mit seismischer Masse 1 vier
Trimm-Kapazitäten C
T1H, C
T2H, C
T1V und C
T2V aus, an welche elektrische Trimmspannungen U
T1H, U
T2V als erste Trimmspannungen und U
T2H, U
T1V als zweite Trimmspannungen angelegt werden.
[0056] Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Drehratensensors aus Fig. 4, bei welchem
Trimm-Elektrodenelemente 11, 12, 13 und 14 als Kammstrukturen ausgebildet sind, von
denen seismische Masse 1 entsprechende Gegenstücke aufweist, wobei Trimm-Elektrodenelemente
11, 12, 13, 14 jeweils an Substrat S aufgehängt sind. Zwischen diesen Kammstrukturen
der Trimm-Elektrodenelemente und den Kammstrukturen der seismischen Masse 1 bilden
sich die Trimm-Kapazitäten C
T1H, C
T2H, C
T1V, C
T2V aus, an denen die Trimmspannungen U
T1H, U
T2V als erste Trimmspannungen und U
T2H, U
T1V als zweite Trimmspannungen angelegt werden.
[0057] Die Ausführungsbeispiele, welche anhand der Fig. 4 und 5 veranschaulicht sind, sind
zur Unterdrückung unerwünschter Auslenkungen der seismischen Masse senkrecht zur Antriebsrichtung
(x-Richtung) und innerhalb der Schwingungsebene (x-y-Ebene), welche von der Antriebs-
und der Auslesemode auf gespannt wird, ausgelegt.
[0058] In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel des Drehratensensors als 2-achsiger
Drehratensensor, also ein Drehratensensor der sensitiv für Drehraten um zwei Achsen
ist, weist dieser acht Trimm-Elektrodenelemente auf, von denen vier jeweils Elektrodenflächen
parallel zur x-y-Ebene, zwei oberhalb, zwei unterhalb der seismischen Masse angeordnet,
und vier jeweils Elektrodenflächen parallel zur x-z-Ebene, zwei vor und zwei hinter
der seismischen Masse angeordnet, aufweisen. Diese Trimm-Elektrodenelemente sind dabei
einer seismischen Masse gemeinsam zugeordnet.
[0059] In Fig. 6 ist ein Ausführungsbeispiel eines Drehratensensors veranschaulicht, der
eine zylinderförmige seismische Masse 20 aufweist, die an einer Torsionsfeder 21 rotatorisch
auslenkbar um die z-Achse aufgehängt ist. Zusätzlich ermöglicht Torsionsfeder 21 rotatorische
Auslenkungen seismischer Masse 20 um die x-Achse. Die Antriebsmode dieses Ausführungsbeispiels
schwingt rotatorisch um die z-Achse und die Auslesemode schwingt rotatorisch um die
x-Achse, wobei die gegenüberliegenden Ränder seismischer Masse 20 gegenphasig in z-Richtung
ausgelenkt werden. Trimm-Elektrodenelemente 22, 23, 24 und 25 sind dabei an Substrat
S bzw. dem Inertialsystem aufgehängt, in z-Richtung unterhalb seismischer Masse 20
angeordnet und dieser zugeordnet und bilden mit dieser Trimm-Kapazitäten C
T1H, C
T2H, C
T1V, C
T2V aus, an denen die Trimmspannungen U
T1H, U
T2V als erste Trimmspannungen und U
T2H, U
T1V als zweite Trimmspannungen angelegt werden.
[0060] In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel sind vier Trimm-Elektrodenelemente
entsprechend den Trimm-Elektrodenelementen aus Fig. 6 in z-Richtung oberhalb der seismischen
Masse zugeordnet. In einem weiteren, alternativen, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
sind der seismischen Masse acht Trimm-Elektrodenelemente gemeinsam zugeordnet, vier
unterhalb und vier oberhalb der seismischen Masse bezüglich der z-Richtung.
[0061] Der in Fig. 7 beispielhaft veranschaulichte Drehratensensor weist lediglich ein erstes
und ein zweites Trimm-Elektrodenelement 2, 3 auf, welche gemeinsam seismischer Masse
1 zugeordnet sind und somit Trimm-Kapazitäten C
TO1 und C
To2 ausbilden, an welchen die erste elektrische Trimmspannung U
TO1 und die zweite Trimmspannung U
TO2 anliegen. Diese beiden Trimmspannungen werden jeweils zumindest in Abhängigkeit eines
Quadraturparameters und eines Resonanzparameters im Rahmen eines beispielgemäßen Verfahrens
eingestellt. Trimmspannungen U
TO1 und U
TO2 werden als Gleichspannungen unabhängig einer möglichen Quadratur an Trimm-Kapazitäten
C
TO1 und C
TO2 angelegt. Dazu sind Trimm-Elektrodenelemente 2, 3 beispielgemäß jeweils mit einer
elektrischen Spannungsquelle verbunden und seismische Masse 1 mit der elektrischen
Masse. Gemäß der Gleichung

werden Trimmspannungen U
TO1 und U
TO2 in Abhängigkeit des Resonanzparameters U
f eingestellt. Hierdurch wird die Resonanzfrequenz des Drehratensensors gezielt verschoben.
Falls der Drehratensensor keine Quadratur bzw. kein Quadratursignal aufweist, werden
die Trimmspannungen U
TO1 und U
TO2 auf gleich Werte eingestellt. Es gilt dann also

[0062] Falls der Drehratensensor allerdings eine Quadratur bzw. ein Quadratursignal aufweist,
wird dieses zusätzlich durch die Trimmspannungen eliminiert. Quadraturparameter U
T ist dabei ein Maß für die zur Eliminierung der Quadratur erforderliche elektrische
Spannung. In Abhängigkeit des Quadraturparameters U
T werden Trimmspannungen U
TO1 und U
TO2 gemäß der Gleichung

eingestellt, wodurch die Quadratur eliminiert wird.
[0063] Im Fall, dass der Drehratensensor eine maximal trimmbare Quadratur aufweist, werden
die Trimmspannungen im Grenzwert nach folgenden Zusammenhängen eingestellt:

[0064] Die Höhe der maximal anlegbaren Trimmspannung hängt von der maximal verfügbaren Elektrodenfläche
und dem maximal zu erwartenden Quadratursignal ab. Für den Fall eines hinsichtlich
des Beispiels inversen Quadratursignals werden die Trimmspannungen vertauscht angelegt.
Gemäß Gleichungen (1) und (3) werden die Trimmspannungen wie folgt eingestellt

und

[0065] Das in Fig. 8 dargestellte Ausführungsbeispiel basiert auf dem in Fig. 7 gezeigten
Ausführungsbeispiel, ist allerdings dabei um zwei zusätzliche Trimm-Elektrodenelemente
9 und 10, welche in z-Richtung unterhalb seismischer Masse 1 angeordnet sind, ergänzt.
Diese bilden zusätzliche Trimm-Kapazitäten C
TU1 und C
TU2 mit seismischer Masse 1 aus. Dabei ist an Trimm-Kapazität C
TU1 Trimmspannung U
TU1 = U
TO2, also die selbe Trimmspannung wie an Trimm-Kapazität C
TO2 angelegt und an Trimm-Kapazität C
TU2 Trimmspannung U
TO2 = U
TO1, also die selbe Trimmspannung wie an Trimm-Kapazität C
TO1. Die Trimmspannungen U
TO1, U
TO2, U
TU1, und U
TO2 werden dabei beispielgemäß wie durch Gleichungen (5) und (6) definiert gewählt, und
damit in Abhängigkeit des Quadraturparameters U
T und des Resonanzparameters U
f zur Eliminierung der Quadratur des Drehratensensors bei gleichzeitiger Einstellung
einer definierten Resonanzfrequenz der Auslesemode des Drehratensensors eingestellt.
[0066] In Fig. 9 und 10 ist jeweils ein Ausführungsbeispiel eines Drehratensensors dargestellt,
welcher zwei seismische Massen 1 und 15 aufweist, die miteinander über ein Kopplungselement
16, beispielgemäß als Feder ausgebildet, gekoppelt sind. Seismische Massen 1 und 15
werden dabei gegenphasig angetrieben und weisen somit eine gegenphasige Antriebsmode
aus, wodurch der gemeinsame Schwerpunkt in Ruhe bleibt und die beiden seismischen
Massen 1, 15 eine gemeinsame Resonanzfrequenz bezüglich jeweils der Antriebsmode und
der Auslesemode aufweisen. Die Aufhängungs-Federelemente 17 der seismischen Massen
1, 15 sind beispielgemäß in dieselbe Richtung gekippt. Die Trimmspannungen an den
jeweiligen Trimm-Kapazitäten C
TLO1, C
TL02, C
TRO1 und C
TR02 zwischen Trimm-Elektrodenelementen 2, 3 und seismischer Masse 1 sowie zwischen Trimm-Elektrodenelementen
18, 19 und seismischer Masse 15 werden jeweils paarweise identisch eingestellt, also
die ersten Trimmspannungen an C
TLO1 und C
TRO1 , U
TLO1, U
TR01 sowie die zweiten Trimmspannungen an C
TLO2 und C
TR02, U
TLO2, U
TRO2 werden paarweise identisch eingestellt. Das anhand der Fig. 10 veranschaulichte Ausführungsbeispiel
weist zusätzlich jeweils zwei Trimm-Elektrodenelemente 31, 32, 33 und 34 in z-Richtung
unterhalb der seismischen Massen 1 und 15 auf. Dabei werden die erste und die zweite
Trimmspannung wie folgt eingestellt:
erste Trimmspannung: UTLO1 = UTRO1 = UTLU2 = UTRU2,
zweite Trimmspannung: UTLO2 = UTRO2 = UTLU1 = UTRU1.
[0067] In Fig. 11 und 12 sind zwei beispielhafte Diagramme dargestellt, welche die Regelung
der ersten und zweiten Trimmspannung anhand des Quadraturparameters U
T und des Resonanzparameters U
f veranschaulichen. Zu Beginn "Start", Funktionsblock A sind der Quadraturparameter
U
T und der Resonanzparameter U
f definiert. Mittels der in Fig. 11 und Fig.12 dargestellten Regelungen wird lediglich
eine Quadraturtrimmung/ - regelung durchgeführt und die Resonanzfrequenz/Frequenz
der Auslesemode bleibt mittels des Verfahrens im Wesentlichen unbeeinflusst. In Fig.
11 weist der Resonanzparameters U
f einen definierten Konstantwert auf und in Fig. 12 ändert sich U
f in Abhängigkeit der Temperatur. Der Quadraturparameter U
T, welcher abhängig vom Quadratursignal des Drehratensensors ist, weist einen konstanten
Startwert auf, welcher beispielsweise auch 0 sein kann. Anschließend wird in Funktionsblock
B das Quadratursignal QS gemessen, welches als um 180° bzw. 0° zur Antriebsmode phasenverschobener
Anteil des Auslesesignals bzw. als um 90° bzw. 270° zu dem die Drehrate abbildenden
Signalanteil bzw. Nutzsignal des Auslesesignals phasenverschoben ist, erfasst und
entsprechend gewonnen wird. Danach wird in Funktionsblock C eine Beurteilung vorgenommen,
ob das gemessene Quadratursignal QS größer oder kleiner oder gleich einem Schwellwert,
beispielsweise 0, ist. Abhängig davon, wird anschließend in Funktionsblock D der Quadraturparameter
U
T erhöht oder vermindert oder gleich gelassen, was beispielsweise durch eine Addition
und/oder Multiplikation mit einer Funktion und/oder einem definierten Wert durchgeführt
wird. Hiernach werden in Funktionsblock E gemäß den dargestellten Formeln, wobei sgn
als die Signumfunktion definiert ist, die Trimmspannungen U
T01 und U
T02 jeweils in Abhängigkeit des Quadraturparameters U
T und des Resonanzparameters U
f an die Trimmkapazitäten des Drehratensensors angelegt. Diese Ansteuerungsfunktionen
bilden dabei Stellgrößen der Regelung. Anschließend wird wieder Funktionsblock B ausgeführt
und die nachfolgende Regelschleife beginnt.
[0068] In dem schematischen, beispielhaften Verfahrensdiagramm aus Fig. 13 starten beide
Parameter U
f und U
T mit einem definierten Wert in Funktionsblock A. Anschließend wird in Funktionsblock
B das Quadratursignal QS gemessen sowie die Frequenzdifferenz Δf zwischen der Auslesemode
und der Antriebsmode. Danach werden diese Werte QS, Δf in Funktionsblock C jeweils
mit definierten Schwellwerten verglichen, wonach in Funktionsblock D Quadraturparameter
U
T und Resonanzparameter U
f angepasst werden, entsprechend den jeweiligen Vergleichsergebnissen a), b), c), d),
e), f) wie in Funktionsblock D veranschaulicht. Diese Anpassung umfasst eine Erhöhung
oder Verminderung oder nicht Beeinflussung der Parameter U
T und U
f, wobei beispielsweise eine oder mehrere Addition/Subtraktion und/oder Multiplikationen
mit einem oder mehreren definierten Konstanten und/oder Funktionen durchgeführt werden.
Hiernach werden in Funktionsblock E gemäß den dargestellten Formeln, wobei sgn als
die Signumfunktion definiert ist, die Trimmspannungen U
T01 und U
T02 jeweils in Abhängigkeit des Quadraturparameters U
T und des Resonanzparameters U
f an die Trimmkapazitäten des Drehratensensors angelegt. Hierdurch kann in Abhängigkeit
der Anpassung der Parameter U
T und U
f sowohl eine Quadraturunterdrückung durchgeführt werden als auch gleichzeitig mittels
derselben Trimm-Elektrodenelemente und Trimmspannungen eine Frequenzanpassung bzw.
Frequenzverschiebung der Auslesemode durchgeführt werden. Anschließend wird wieder
Funktionsblock B ausgeführt und die nachfolgende Regelschleife beginnt.
[0069] Bei den in den Fig. 11 bis 13 dargestellten Ausführungsbeispielen wird angenommen
bzw. vorausgesetzt, dass eine Erhöhung des Quadraturparameters U
T zum Quadrat zu einer Reduzierung des Quadratursignals QS führt und dass der beispielhafte
Drehratensensor entsprechend ausgebildet ist.
1. Verfahren zum präzisen Messbetrieb eines mikromechanischen Drehratensensors, umfassend
zumindest eine auslenkbar aufgehängte seismische Masse (1, 15, 20), wenigstens eine
Antriebseinrichtung zum Antreiben der seismischen Masse (1, 15, 20) und mindestens
ein erstes (2, 11, 18) und ein zweites (3, 12, 19) Trimm-Elektrodenelement, welche
der seismischen Masse (1, 15, 20) direkt oder indirekt gemeinsam zugeordnet sind,
wobei zwischen dem ersten Trimm-Elektrodenelement (2, 11, 18) und der seismischen
Masse (1, 15, 20) eine erste elektrische Trimmspannung (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) sowie zwischen dem zweiten Trimm-Elektrodenelement (3, 12, 19) und der seismischen
Masse (1, 15, 20) eine zweite elektrische Trimmspannung (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) eingestellt werden, wobei
die erste und die zweite elektrische Trimmspannung zumindest in Abhängigkeit eines
Quadraturparameters (UT) und eines Resonanzparameters (Uf) eingestellt werden,
dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der ersten und zweiten Trimmspannung mittels einer Regelung erfolgt,
wobei die erste (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) und die zweite (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) elektrische Trimmspannung so eingestellt werden, dass die Summe, aus dem Quadrat
der ersten elektrischen Trimmspannung (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) multipliziert mit einem ersten konstanten Faktor (α) und aus dem Quadrat der zweiten
elektrischen Trimmspannung (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) multipliziert mit einem zweiten konstanten Faktor (β), auf einen ersten Referenzwert
des Resonanzparameters (Uf) zum Quadrat eingestellt wird und dass zusätzlich die Differenz, aus dem Quadrat
der ersten elektrischen Trimmspannung (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) multipliziert mit einem dritten konstanten Faktor (γ) und aus dem Quadrat der zweiten
elektrischen Trimmspannung (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) multipliziert mit einem vierten konstanten Faktor (δ), auf einen ersten Referenzwert
des Quadraturparameters (UT) zum Quadrat eingestellt wird, wobei der Quadraturparameter (UT) zu definierten Zeiten und/oder periodisch und/oder ständig in Abhängigkeit und/oder
aus einem Quadratursignal ermittelt wird und der Resonanzparameter (Uf) zu definierten Zeiten und/oder periodisch und/oder ständig in Abhängigkeit und/oder
aus einer Frequenz einer Auslesemode oder aus einer Frequenzdifferenz zwischen einer
Auslesemode und einer Antriebsmode ermittelt wird, wobei der Quadraturparameter eine
Stellgröße in der Regelung ist.
2. Verfahren zum präzisen Messbetrieb eines mikromechanischen Drehratensensors, umfassend
zumindest eine auslenkbar aufgehängte seismische Masse (1, 15, 20), wenigstens eine
Antriebseinrichtung zum Antreiben der seismischen Masse (1, 15, 20) und mindestens
ein erstes (2, 11, 18) und ein zweites (3, 12, 19) Trimm-Elektrodenelement, welche
der seismischen Masse (1, 15, 20) direkt oder indirekt gemeinsam zugeordnet sind,
wobei zwischen dem ersten Trimm-Elektrodenelement (2, 11, 18) und der seismischen
Masse (1, 15, 20) eine erste elektrische Trimmspannung (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) sowie zwischen dem zweiten Trimm-Elektrodenelement (3, 12, 19) und der seismischen
Masse (1, 15, 20) eine zweite elektrische Trimmspannung (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) eingestellt werden, wobei
die erste und die zweite elektrische Trimmspannung zumindest in Abhängigkeit eines
Quadraturparameters (UT) und eines Resonanzparameters (Uf) eingestellt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der ersten und zweiten Trimmspannung mittels einer Regelung erfolgt,
wobei die erste (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) und die zweite (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) elektrische Trimmspannung so eingestellt werden, dass die Summe, aus der ersten
elektrischen Trimmspannung (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) multipliziert mit einem ersten konstanten Faktor (α) und aus der zweiten elektrischen
Trimmspannung (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) multipliziert mit einem zweiten konstanten Faktor (β), auf einen ersten Referenzwert
des Resonanzparameters (Uf) eingestellt wird und dass zusätzlich die Differenz, aus der ersten elektrischen
Trimmspannung (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) multipliziert mit einem dritten konstanten Faktor (γ) und der zweiten elektrischen
Trimmspannung (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) multipliziert mit einem vierten konstanten Faktor (δ), auf einen ersten Referenzwert
des Quadraturparameter (UT) eingestellt wird, wobei der Quadraturparameter (UT) zu definierten Zeiten und/oder periodisch und/oder ständig in Abhängigkeit und/oder
aus einem Quadratursignal ermittelt wird und der Resonanzparameter (Uf) zu definierten Zeiten und/oder periodisch und/oder ständig in Abhängigkeit und/oder
aus einer Frequenz einer Auslesemode oder aus einer Frequenzdifferenz zwischen einer
Auslesemode und einer Antriebsmode ermittelt wird, wobei der Quadraturparameter eine
Stellgröße in der Regelung ist.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (α), der zweite (β), der dritte (γ) und der vierte (δ) konstante Faktor
einen positiven Wert aufweisen, welcher jeweils wenigstens abhängig von einer ersten
(CTO1, CTLO1, CTRO1) und einer zweiten Trimm-Kapazität (CTO2, CTLO2, CTRO2) ist, wobei die erste Trimm-Kapazität (CTO1, CTLO1, CTRO1) zumindest abhängig ist von der jeweiligen Ausbildung des ersten Trimm-Elektrodenelements
(2, 11, 18) und der seismischen Masse (1, 15, 20) sowie deren Anordnung und Relativbewegungsverhalten
zueinander und wobei die zweite Trimm-Kapazität (CTO2, CTLO2, CTRO2) wenigstens abhängig ist von der jeweiligen Ausbildung des zweiten Trimm-Elektrodenelements
(3, 12, 19) und der seismischen Masse (1, 15, 20) sowie deren Anordnung und Relativbewegungsverhalten
zueinander.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dieses ein Regelungsverfahren umfasst, durch welches der Resonanzparameter (Uf) oder der erste Referenzwert des Resonanzparameters in zeitlicher Abhängigkeit wenigstens
eines zusätzlichen Parameters des Drehratensensors und/oder eines zusätzlichen Parameters,
der den Betrieb des Drehratensensors beeinflusst, vorgegeben wird, wobei dieser zusätzliche
Parameter insbesondere die im Drehratensensor und/oder in dessen direkter Umgebung
vorherrschende Temperatur ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das erste Trimm-Elektrodenelement (2, 11, 18) an eine erste elektrische
Spannungsquelle angeschlossen ist und das zweite Trimm-Elektrodenelement (3, 12, 19)
und/oder die seismische Masse (1, 15, 20) an eine zweite elektrische Spannungsquelle
angeschlossen ist/sind.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das erste (2) und das zweite (3) Trimm-Elektrodenelement jeweils zumindest eine Elektrodenfläche
(6, 7) aufweisen, welche einer Trimmfläche (8) der seismischen Masse (1) im Wesentlichen
parallel gegenüberliegend angeordnet sind und wobei die Elektrodenflächen des ersten
(6) und zweiten (7) Trimm-Elektrodenelements stets einem gegenüberliegenden Bereich
(4, 5) der Trimmfläche der seismischen Masse zugeordnet sind und/oder diesen jeweils
überlappen, insbesondere unabhängig vom Auslenkungszustand der seismischen Masse (1),
zumindest bis zu einer definierten Amplitude/Auslenkung.
7. Mikromechanischer Drehratensensor , umfassend zumindest eine auslenkbar aufgehängte
seismische Masse (1, 15, 20), wenigstens eine Antriebseinrichtung zum Antreiben der
seismischen Masse und zumindest ein erstes (2, 11, 18) und ein zweites (3, 12, 19)
Trimm-Elektrodenelement, welche der seismischen Masse (1, 15, 20) direkt oder indirekt
gemeinsam zugeordnet sind, wobei insbesondere zumindest das erste Trimm-Elektrodenelement
(2, 11, 18) an eine erste elektrische Spannungsquelle angeschlossen ist und das zweite
Trimm-Elektrodenelement (3, 12, 19) und/oder die seismische Masse an eine zweite elektrische
Spannungsquelle (1, 15, 20) angeschlossen ist/sind, und wobei zwischen dem erstem
Trimm-Elektrodenelement (2, 11, 18) und der seismischen Masse (1, 15, 20) eine erste
elektrische Trimmspannung (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) sowie zwischen dem zweiten Trimm-Elektrodenelement (3, 12, 19) und der seismischen
Masse (1, 15, 20) eine zweite elektrische Trimmspannung (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass
der Drehratensensor so ausgebildet ist, dass er zur Durchführung des Verfahrens gemäß
einem der Ansprüche 1 bis 6 geeignet ist.
8. Verwendung des Drehratensensors gemäß Anspruch 7 in Kraftfahrzeugen, insbesondere
in einem Kraftfahrzeugregelungssystem.
1. Method for the precise measuring operation of a micromechanical rotation rate sensor,
comprising at least one deflectively suspended seismic mass (1, 15, 20), at least
one drive device for driving the seismic mass (1, 15, 20) and at least one first (2,
11, 18) and one second (3, 12, 19) trimming electrode element, which are jointly assigned
directly or indirectly to the seismic mass (1, 15, 20), a first electrical trimming
voltage (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) being set between the first trimming electrode element (2, 11, 18) and the seismic
mass (1, 15, 20), and a second electrical trimming voltage (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) being set between the second trimming electrode element (3, 12, 19) and the seismic
mass (1, 15, 20), wherein the first and the second electrical trimming voltages are
set at least as a function of a quadrature parameter (UT) and a resonance parameter (Uf), characterized in that the setting of the first and second trimming voltages is performed by means of a
control system, wherein the first (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) and the second (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) electrical trimming voltages are set so that the sum of the square of the first
electrical trimming voltage (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) multiplied by a first constant factor (α) and of the square of the second electrical
trimming voltage (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) multiplied by a second constant factor (β) is set to a first reference value of
the resonance parameter (Uf) in relation to the square, and in that, in addition, the difference of the square of the first electrical trimming voltage
(UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) multiplied by a third constant factor (γ) and of the square of the second electrical
trimming voltage (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) multiplied by a fourth constant factor (δ) is set to a first reference value of
the quadrature parameter (UT) in relation to the square, wherein the quadrature parameter (UT) is determined at defined times and/or periodically and/or continuously as a function
of and/or from a quadrature signal and the resonance parameter (UF) is determined at defined times and/or periodically and/or continuously as a function
of and/or from a frequency of a readout mode or from a frequency difference between
a readout mode and a drive mode, wherein the quadrature parameter is a manipulated
variable in the control system.
2. Method for the precise measuring operation of a micromechanical rotation rate sensor,
comprising at least one deflectively suspended seismic mass (1, 15, 20), at least
one drive device for driving the seismic mass (1, 15, 20) and at least one first (2,
11, 18) and one second (3, 12, 19) trimming electrode element, which are jointly assigned
directly or indirectly to the seismic mass (1, 15, 20), a first electrical trimming
voltage (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UTIH, UT2V) being set between the first trimming electrode element (2, 11, 18) and the seismic
mass (1, 15, 20), and a second electrical trimming voltage (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) being set between the second trimming electrode element (3, 12, 19) and the seismic
mass (1, 15, 20), wherein the first and the second electrical trimming voltages are
set at least as a function of a quadrature parameter (UT) and a resonance parameter (Uf), characterized in that the setting of the first and second trimming voltages is performed by means of a
control system, wherein the first (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) and the second (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) electrical trimming voltages are set so that the sum of the first electrical trimming
voltage (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) multiplied by a first constant factor (α) and of the second electrical trimming
voltage (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) multiplied by a second constant factor (β) is set to a first reference value of
the resonance parameter (Uf), and in that, in addition, the difference of the first electrical trimming voltage (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) multiplied by a third constant factor (γ) and the second electrical trimming voltage
(UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) multiplied by a fourth constant factor (δ) is set to a first reference value of
the quadrature parameter (UT), wherein the quadrature parameter (UT) is determined at defined times and/or periodically and/or continuously as a function
of and/or from a quadrature signal and the resonance parameter (UF) is determined at defined times and/or periodically and/or continuously as a function
of and/or from a frequency of a readout mode or from a frequency difference between
a readout mode and a drive mode, wherein the quadrature parameter is a manipulated
variable in the control system.
3. Method according to one of Claims 1 to 2, characterized in that the first (α), the second (β), the third (γ) and the fourth (δ) constant factors
have a positive value that is respectively at least a function of a first (CTO1, CTLO1, CTRO1) and a second trimming capacitor (CTO2, CTLO2, CTRO2), the first trimming capacitor (CTO1, CTLO1, CTRO1) being at least a function of the respective design of the first trimming electrode
element (2, 11, 18) and of the seismic mass (1, 15, 20) as well as their arrangement
and relative motion behavior relative to one another, and the second trimming capacitor
(CTO2, CTLO2, CTRO2) being at least a function of the respective design of the second trimming electrode
element (3, 12, 19) and of the seismic mass (1, 15, 20) as well as their arrangement
and relative motion behavior relative to one another.
4. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that said method comprises a control method by which the resonance parameter (Uf) or the first reference value of the resonance parameter is prescribed as a time
function of at least one additional parameter of the rotation rate sensor and/or of
an additional parameter that influences the operation of the rotation rate sensor,
wherein this additional parameter is particularly the temperature prevailing in the
rotation rate sensor and/or in its immediate surroundings.
5. Method according to one of Claims 1 to 4, characterized in that at least the first trimming electrode element (2, 11, 18) is connected to a first
electrical voltage source and the second trimming electrode element (3, 12, 19) and/or
the seismic mass (1, 15, 20) are/is connected to a second electrical voltage source.
6. Method according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the first (2) and the second (3) trimming electrode elements respectively have at
least one electrode surface (6, 7) that are arranged situated opposite a trimming
surface (8) of the seismic mass (1) in a substantially parallel fashion, and the electrode
surfaces of the first (6) and second (7) trimming electrode elements always being
assigned an opposite region (4, 5) of the trimming surface of the seismic mass, and/or
respectively overlapping the same, in particular independently of the state of deflection
of the seismic mass (1), at least up to a defined amplitude/deflection.
7. Micromechanical rotation rate sensor, comprising at least one deflectively suspended
seismic mass (1, 15, 20), at least one drive device for driving the seismic mass and
at least one first (2, 11, 18) and one second (3, 12, 19) trimming electrode element,
which are jointly assigned directly or indirectly to the seismic mass (1, 15, 20),
in particular at least the first trimming electrode element (2, 11, 18) being connected
to a first electrical voltage source and the second trimming electrode element (3,
12, 19) and/or the seismic mass being connected to a second electrical voltage source
(1, 15, 20), a first electrical trimming voltage (UTO1, UTLO1, UTRO1, UTU2, UT1H, UT2V) being set between the first trimming electrode element (2, 11, 18) and the seismic
mass (1, 15, 20), and a second electrical trimming voltage (UTO2, UTLO2, UTRO2, UTU1, UT2H, UT1V) being set between the second trimming electrode element (3, 12, 19) and the seismic
mass (1, 15, 20), characterized in that the rotation rate sensor is designed such that it is suitable for carrying out the
method according to one of Claims 1 to 6.
8. Use of the rotation rate sensor according to Claim 7 in motor vehicles, in particular
in a motor vehicle control system.
1. Procédé de fonctionnement en mesure précis d'un capteur de vitesse de rotation micromécanique,
comprenant au moins une masse sismique (1, 15, 20) suspendue pouvant être déviée,
au moins un dispositif d'entraînement destiné à entraîner la masse sismique (1, 15,
20) et au moins un premier (2, 11, 18) et un deuxième (3, 12, 19) élément d'électrode
d'ajustement, lesquels sont associés ensemble directement ou indirectement à la masse
sismique (1, 15, 20), une première tension d'ajustement électrique (UT01, UTL01, UTR01, UTU2, UT1H, UT2V) étant réglée entre le premier élément d'électrode d'ajustement (2, 11, 18) et la
masse sismique (1, 15, 20) ainsi qu'une deuxième tension d'ajustement électrique (UT02, UTL02, UTR02, UTU1, UT2H, UT1V) entre le deuxième élément d'électrode d'ajustement (3, 12, 19) et la masse sismique
(1, 15, 20),
la première et la deuxième tension d'ajustement étant réglées au moins en dépendance
d'un paramètre de quadrature (UT) et d'un paramètre de résonance (Uf), caractérisé en ce que le réglage de la première et de la deuxième tension d'ajustement s'effectue au moyen
d'une régulation, la première (UT01, UTL01, UTR01, UTU2, UT1H, UT2V) et la deuxième (UT02, UTL02, UTR02, UTU1, UT2H, UT1V) tension d'ajustement électrique étant réglées de telle sorte que la somme du carré
de la première tension d'ajustement électrique (UT01, UTL01, UTR01, UTU2, UT1H, UT2V) multiplié par un premier facteur constant (α) et du carré de la deuxième tension
d'ajustement électrique (UT02, UTL02, UTR02, UTU1, UT2H, UT1V) multiplié par un deuxième facteur constant (β) est réglée à une première valeur
de référence du paramètre de résonance (Uf) au carré et qu'en plus la différence du carré de la première tension d'ajustement
électrique (UT01, UTL01, UTR01, UTU2, UT1H, UT2V) multiplié par un troisième facteur constant (γ) et du carré de la deuxième tension
d'ajustement électrique (UT02, UTL02, UTR02, UTU1, UT2H, UT1V) multiplié par un quatrième facteur constant (δ) est réglée à une première valeur
de référence du paramètre de quadrature (UT) au carré, le paramètre de quadrature (UT) étant déterminé à des moments définis et/ou périodiquement et/ou constamment en
fonction et/ou à partir d'un signal de quadrature et le paramètre de résonance (Uf) étant déterminé à des moments définis et/ou périodiquement et/ou constamment en
fonction et/ou à partir d'une fréquence d'un mode de relevé ou d'une différence de
fréquences entre un mode de relevé et un mode d'entraînement, le paramètre de quadrature
étant une grandeur de commande dans la régulation.
2. Procédé de fonctionnement en mesure précis d'un capteur de vitesse de rotation micromécanique,
comprenant au moins une masse sismique (1, 15, 20) suspendue pouvant être déviée,
au moins un dispositif d'entraînement destiné à entraîner la masse sismique (1, 15,
20) et au moins un premier (2, 11, 18) et un deuxième (3, 12, 19) élément d'électrode
d'ajustement, lesquels sont associés ensemble directement ou indirectement à la masse
sismique (1, 15, 20), une première tension d'ajustement électrique (UT01, UTL01, UTR01, UTU2, UT1H, UT2V) étant réglée entre le premier élément d'électrode d'ajustement (2, 11, 18) et la
masse sismique (1, 15, 20) ainsi qu'une deuxième tension d'ajustement électrique (UT02, UTL02, UTR02, UTU1, UT2H, UT1V) entre le deuxième élément d'électrode d'ajustement (3, 12, 19) et la masse sismique
(1, 15, 20),
la première et la deuxième tension d'ajustement étant réglées au moins en dépendance
d'un paramètre de quadrature (UT) et d'un paramètre de résonance (Uf), caractérisé en ce que le réglage de la première et de la deuxième tension d'ajustement s'effectue au moyen
d'une régulation, la première (UT01, UTL01, UTR01, UTU2, UT1H, UT2V) et la deuxième (UT02, UTL02, UTR02, UTU1, UT2H, UT1V) tension d'ajustement électrique étant réglées de telle sorte que la somme de la
première tension d'ajustement électrique (UT01, UTL01, UTR01, UTU2, UT1H, UT2V) multipliée par un premier facteur constant (α) et de la deuxième tension d'ajustement
électrique (UT02, UTL02, UTR02, UTU1, UT2H, UT1V) multipliée par un deuxième facteur constant (β) est réglée à une première valeur
de référence du paramètre de résonance (Uf) et qu'en plus la différence de la première tension d'ajustement électrique (UT01, UTL01, UTR01, UTU2, UT1H, UT2V) multipliée par un troisième facteur constant (γ) et de la deuxième tension d'ajustement
électrique (UT02, UTL02, UTR02, UTU1, UT2H, UT1V) multipliée par un quatrième facteur constant (δ) est réglée à une première valeur
de référence du paramètre de quadrature (UT), le paramètre de quadrature (UT) étant déterminé à des moments définis et/ou périodiquement et/ou constamment en
fonction et/ou à partir d'un signal de quadrature et le paramètre de résonance (Uf) étant déterminé à des moments définis et/ou périodiquement et/ou constamment en
fonction et/ou à partir d'une fréquence d'un mode de relevé ou d'une différence de
fréquences entre un mode de relevé et un mode d'entraînement, le paramètre de quadrature
étant une grandeur de commande dans la régulation.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que le premier (α), le deuxième (β), le troisième (γ) et le quatrième (δ) facteur constant
possèdent une valeur positive, laquelle est respectivement au moins dépendante d'un
premier (CT01, CTL01, CTR01) et d'un deuxième (CT02, CTL02, CTR02) condensateur d'ajustement, le premier condensateur d'ajustement (CTO1, CTL01, CTR01) étant au moins dépendant de la configuration respective du premier élément d'électrode
d'ajustement (2, 11, 18) et de la masse sismique (1, 15, 20) ainsi que de leur arrangement
et leur comportement de mouvement relatif l'un par rapport à l'autre et le deuxième
condensateur d'ajustement (CT02, CTL02, CTR02) étant au moins dépendant de la configuration respective du deuxième élément d'électrode
d'ajustement (3, 12, 19) et de la masse sismique (1, 15, 20) ainsi que de leur arrangement
et leur comportement de mouvement relatif l'un par rapport à l'autre.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que celui-ci comprend un procédé de régulation par lequel le paramètre de résonance (Uf) ou la première valeur de référence du paramètre de résonance est prédéfini en dépendance
temporelle d'au moins un paramètre supplémentaire du capteur de vitesse de rotation
et/ou d'un paramètre supplémentaire qui influence le fonctionnement du capteur de
vitesse de rotation, ce paramètre supplémentaire étant notamment la température qui
règne dans le capteur de vitesse de rotation et/ou dans son environnement direct.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'au moins le premier élément d'électrode d'ajustement (2, 11, 18) est raccordé à une
première source de tension électrique et le deuxième élément d'électrode d'ajustement
(3, 12, 19) et/ou la masse sismique (1, 15, 20) est/sont raccordé (s) à une deuxième
source de tension électrique.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le premier (2) et le deuxième (3) élément d'électrode d'ajustement possèdent respectivement
au moins une surface d'électrode (6, 7), lesquelles sont disposées sensiblement parallèlement
à une surface d'ajustement (8) de la masse sismique (1) et les surfaces d'électrode
du premier (6) et du deuxième (7) élément d'électrode d'ajustement sont toujours associées
à une zone opposée (4, 5) de la surface d'ajustement de la masse sismique et/ou chevauchent
respectivement celle-ci, notamment indépendamment de l'état de déviation de la masse
sismique (1), au moins jusqu'à une amplitude/déviation définie.
7. Capteur de vitesse de rotation micromécanique, comprenant au moins une masse sismique
(1, 15, 20) suspendue pouvant être déviée, au moins un dispositif d'entraînement destiné
à entraîner la masse sismique et au moins un premier (2, 11, 18) et un deuxième (3,
12, 19) élément d'électrode d'ajustement, lesquels sont associés ensemble directement
ou indirectement à la masse sismique (1, 15, 20), notamment au moins le premier élément
d'électrode d'ajustement (2, 11, 18) étant raccordé à une première source de tension
électrique et le deuxième élément d'électrode d'ajustement (3, 12, 19) et/ou la masse
sismique (1, 15, 20) étant raccordé(s) à une deuxième source de tension électrique,
et une première tension d'ajustement électrique (UT01, UTL01, UTR01, UTU2, UT1H, UT2V) étant réglée entre le premier élément d'électrode d'ajustement (2, 11, 18) et la
masse sismique (1, 15, 20) ainsi qu'une deuxième tension d'ajustement électrique (UT02, UTL02, UTR02, UTU1, UT2H, UT1V) entre le deuxième élément d'électrode d'ajustement (3, 12, 19) et la masse sismique
(1, 15, 20),
caractérisé en ce que le capteur de vitesse de rotation est configuré de telle sorte qu'il est apte à mettre
en oeuvre le procédé selon l'une des revendications 1 à 6.
8. Utilisation du capteur de vitesse de rotation selon la revendication 7 dans des véhicules
automobiles, notamment dans un système de régulation de véhicule automobile.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente