[0001] Die Erfindung betrifft ein Breitband-Antennensystem zur Kommunikation zwischen mobilen
Trägern und Satelliten, insbesondere für aeronautische Anwendungen.
[0002] Der Bedarf an drahtlosen Breitbandkanälen zur Datenübertragung mit sehr hohen Datenraten,
insbesondere im Bereich der mobilen Satellitenkommunikation steigt ständig an. Es
fehlt jedoch insbesondere im aeronautischen Bereich an geeigneten Antennen, welche
insbesondere die für den mobilen Einsatz erforderlichen Bedingungen, wie geringe Abmessungen
und geringes Gewicht, erfüllen können. Für die gerichtete, drahtlose Datenkommunikation
mit Satelliten (z. B. im Ku- oder Ka-Band) bestehen zudem extreme Anforderungen an
die Sendecharakteristik der Antennensysteme, da eine Störung benachbarter Satelliten
zuverlässig ausgeschlossen werden muss.
[0003] In aeronautischen Anwendungen ist das Gewicht und die Größe des Antennensystems von
sehr großer Bedeutung, da es die Nutzlast des Flugzeugs verringert und zusätzliche
Betriebskosten verursacht.
[0004] Das Problem besteht deshalb darin, möglichst kleine und leichte Antennensysteme zur
Verfügung zu stellen, welche dennoch im Betrieb auf mobilen Trägern den regulatorischen
Anforderungen an den Sende- und Empfangsbetrieb genügen.
[0005] Die regulatorischen Anforderungen an den Sendebetrieb ergeben sich z. B. aus den
Normen CFR 25.209, CFR 25.222, ITU-R M. 1643 oder ETSI EN 302 186. Alle diese regulatorischen
Vorschriften sollen sicherstellen, dass im gerichteten Sendebetrieb einer mobilen
Satellitenantenne keine Störung benachbarter Satelliten auftreten kann. Hierzu werden
typischerweise Envelopen (Hüllkurven) maximaler spektraler Leistungsdichte in Abhängigkeit
vom Abstandswinkel zum Zielsatelliten definiert. Die für einen bestimmten Abstandswinkel
vorgegebenen Werte dürfen im Sendebetrieb des Antennensystems nicht überschritten
werden. Dies führt zu strengen Anforderungen an die winkelabhängige Antennencharakteristik.
Als Beispiel ist in Fig. 5a die Anforderung aus CFR 22.209 an den winkelabhängigen
Antennengewinn im Ku-Band in Richtung des Azimuts (tangential zum Clarke-Orbit) dargestellt
(fett markierte Kurve). Mit zunehmendem Abstandswinkel vom Zielsatelliten muss der
Antennengewinn stark abfallen. Dies kann physikalisch nur durch sehr homogene Amplituden-
und Phasenbelegungen der Antenne erreicht werden. Typischerweise werden daher Parabolantennen
verwendet, die diese Eigenschaften aufweisen. Für den mobilen Einsatz, insbesondere
auf Flugzeugen, sind solche Antennen jedoch nicht geeignet. Hier werden zur Verringerung
des Luftwiderstands rechteckige oder rechteckähnliche Antennenaperturen verwendet
welche ein Aspektverhältnis Höhe zu Breite von höchstens 1:4 aufweisen. Da Parabolspiegel
bei solchen Aspektverhältnissen nur sehr geringe Effizienzen besitzen, kommen für
die Anwendungen, z. B. auf Flugzeugen oder Kraftwagen, bevorzugt Antennenfelder in
Frage.
[0006] Bei Antennenfeldern tritt jedoch das bekannte Problem der sog. "grating lobes" auf.
Grating lobes sind signifikante parasitäre Nebenkeulen, welche dadurch entstehen,
dass die Strahlzentren der Antennenelemente, welche das Antennenfeld bilden, konstruktionsbedingt
einen bestimmten Abstand zueinander haben müssen. Dies führt unter bestimmten Strahlwinkeln
zur positiven Interferenz der Antennenstrahler und damit zur unerwünschten Abstrahlung
von elektromagnetischer Leistung in unerwünschte Raumwinkelbereiche. Aus der Theorie
zweidimensionaler Antennenfelder (z. B.
J. D. Kraus und R. J. Marhefka, "Antennas: for all applications", 3rd ed., McGraw-Hill
series in electrical engineering, 2002) ergibt sich, dass signifikante parasitäre grating lobes nur dann nicht auftreten,
wenn die Strahlzentren des Antennenfeldes weniger als eine Wellenlänge der minimalen
Nutzwellenlänge von einander entfernt sind.
[0007] Da Antennenfelder über ein Speisenetzwerk verfügen müssen, ergibt sich das praktische
Problem Netzwerk- und Antennenfeldtopologien zu finden, die zum einen die obige Bedingung
an den maximalen Abstand der Strahlzentren erfüllen und zum anderen so wenig Bauraum
wie möglich beanspruchen. Zudem dürfen die Speisenetzwerke nur minimal dissipativ
sein, um hohe Antenneneffizienzen und damit minimale Antennengrößen realisieren zu
können.
[0008] Bei der gerichteten Satellitenkommunikation werden zur Erhöhung der Datenrate zudem
typischerweise zwei unabhängige Signal-Polarisationen eingesetzt. Das Antennensystem
muss daher in der Lage sein, zwei unabhängige Polarisationen simultan zu verarbeiten.
Sowohl im Sende- als auch im Empfangsbetrieb ist eine hohe Polarisationstrennung erforderlich
damit es zu keiner Vermischung und damit zu einer Effizienzeinbuße kommt. Im Sendebetrieb
bestehen zudem strenge regulatorische Anforderungen an die Polarisationstrennung damit
es zu keiner Störung benachbarter Transponder mit orthogonaler Polarisation kommen
kann (vgl. z. B. CFR 25.209 bzw. 25.222). Bei Antennenfeldern muss daher zum einen
gewährleistet sein, dass die primären Strahlerelemente über eine genügend gute Polarisationstrennung
bzw. -erhaltung verfügen, und zum anderen, dass in den Speisenetzwerken keine unerwünschte
Vermischung der orthogonalen Polarisationen erfolgt.
[0009] Insbesondere bei aeronautischen Anwendungen stellt die erforderliche Polarisationsentkopplung
bei linear polarisierten Signalen sehr hohe Anforderungen an das Antennensystem. Da
solche Systeme typischerweise auf dem Flugzeugrumpf angebracht sind und über einen
Zwei-Achsen Positionierer verfügen, liegt die Antennenapertur mit ihrer Azimutachse
immer in der Flugzeugebene. Die Flugzeugebene ist typischerweise eine Tangentialebene
zur Erdoberfläche. Sind nun Flugzeugposition und Satellitenposition nicht auf der
gleichen geographischen Länge, dann ist die Antennenapertur, wenn sie auf den Satelliten
gerichtet ist, immer um einen bestimmten Winkel, der von der geographischen Länge
abhängt, gegenüber der Ebene des Clarke-Orbits, verdreht. Dieser sog. geographische
skew kann bei mobilen Anwendungen nicht durch eine Drehung der Antenne um eine senkrecht
zur Aperturebene liegende Achse kompensiert werden, wie dies bei stationären terrestrischen
Antennen möglich ist. So muss ein aeronautisches Antennensystem trotz des im Prinzip
ungünstigen Längen zu Seitenverhältnisses auch bei Vorliegen eines geographischen
skews bis zu einem bestimmten Drehwinkel von typischerweise ca. ±35° die regulatorischen
Anforderungen erfüllen können.
[0010] Damit ergeben sich folgende Problemstellungen für mobile, insbesondere aeronautische
Satellitenantennen, die simultan gelöst werden müssen:
- 1. minimal mögliche Dimension zur Erfüllung der regulatorischen Anforderungen,
- 2.höchste Antenneneffizienz bei minimalem Gewicht,
- 3. große Bandbreite um das Empfangs- und das Sendeband abzudecken (z. B. Ku-Band Betrieb:
10, 7-12, 75 GHz und 13, 75-14, 5 GHz),
- 4. sehr gute Richtcharakteristik,
- 5. hohe Polarisationstrennung,
- 6. Kompensation des geographischen skews durch Nachführung der Polarisationsebenen
bei linear polarisierten Signalen.
Stand der Technik:
[0011] Es ist bekannt, dass Antennen welche als Felder von Hornstrahlern ausgebildet sind,
über eine sehr hohe Effizienz verfügen. Werden Felder von Hornstrahlern mit einem
Netzwerk von Hohlleitern gespeist, dann kann die Dämpfung elektromagnetischer Wellen
durch solche Netzwerke sehr klein werden. Ein solches Feld wird z. B. in der Patentschrift
US 5243357 vorgeschlagen. Es handelt sich dabei allerdings um eine reine Empfangsantenne (Spalte
1, Zeile 10 ff.). Die für den Betrieb als Sendeantenne notwendige, sehr hohe Polarisationsentkopplung
kann mit dem vorgeschlagenen Netzwerk aus quadratischen Hohlleitern nicht erreicht
werden. Zudem ist der Abstand zwischen den Strahlerelementen konstruktionsbedingt
vergleichsweise groß, da die quadratischen Hohlleiter zur effizienten Wellenleitung
Abmessungen im Bereich der halben Wellenlänge der Nutzfrequenz haben müssen und die
Zentren der Strahlelemente daher weit mehr als eine Wellenlänge voneinander entfernt
sind. Es ist bekannt, dass dies in der Antennencharakteristik zu signifikanten Nebenkeulen(sog.
"grating lobes") führt. Im reinen Empfangsbetrieb sind diese Nebenkeulen unschädlich.
Ein regulatorisch erlaubter Sendebetrieb ist jedoch nicht möglich, da z. B. CFR 25.209
bzw. CFR 25.222 sehr strenge Anforderungen an die Nebenkeulenunterdrückung setzen.
Eine Verbesserung der Polarisationstrennung kann durch separate Speisenetzwerke erreicht
werden. So wird z. B. in der
US 2005/0146477 vorgeschlagen, jeweils ein eigenes Speisenetzwerk für die linkszirkulare und die
rechtszirkulare Polarisation zu verwenden. Die Strahlerelemente (hier Aperturkreuze)
müssen hierzu jedoch seriell gespeist werden. Dies schränkt die nutzbare Bandbreite
stark ein. Ein typischer Ku-Band Betrieb, z. B. mit einem Empfangsband von 10,7 GHz
bis 12,75 GHz und einem Sendeband von 14,0 GHz bis 14,5 GHz, ist mit einer solchen
Anordnung nicht möglich. In z. B.
US 5568160 wird ebenfalls vorgeschlagen, das Verteilernetzwerk mit Aperturkreuzen zu speisen.
Primäre Antennenelemente sind hier jedoch quadratische Hornstrahler. Das Speisenetzwerk
zerfällt in ein Netzwerk für die horizontale und ein Netzwerk für die vertikale Polarisation.
Eine hohe Polarisationsentkopplung ist damit möglich. Konstruktionsbedingt liegen
die Strahlerzentren jedoch auch hier vergleichsweise weit auseinander, sodass parasitäre
Nebenkeulen auftreten. Dasselbe Problem tritt bei den z. B. in
US 6225960,
WO 2006/061865 und
GB 2247990 vorgeschlagenen Anordnungen auf. In der
US 6201508 wird vorgeschlagen, zur Homogenisierung der Aperturbelegung über jedem einzelnen
Hornstrahler ein Gitter ("crossed septum"; Spalte 3, Zeile 26)anzubringen. Die Strahlzentren
liegen jedoch auch hier konstruktionsbedingt weit mehr als eine Wellenlänge voneinander
entfernt und phasenkorrelationsbedingte parasitäre Nebenkeulen treten weiterhin auf.
Auch besitzt die Vorrichtung konstruktionsbedingt eine erhebliche Höhe (Ausdehnung
senkrecht zur Aperturebene), was sie für mobile und insbesondere für aeronautische
Anwendungen kaum brauchbar macht (im Ku-Band "0.37 m"; Spalte 5, Zeile 15).
Zeichnungen:
[0012]
- Fig. 1a-c
- stellen den erfindungsgemäßen Aufbau einer Hornfeld-Apertur und den schematischen
Aufbau der Speisenetzwerke dar;
- Fig. 2
- zeigt den Detailaufbau der Aperturoberfläche;
- Fig. 3a-d
- zeigen die Rückseite einer erfindungsgemäßen Antenne und den detaillierten Aufbau
des Hornstrahler-Feldes mit den Speisenetzwerken für zwei orthogonale lineare Polarisationen;
- Fig. 4a-b
- stellen exemplarisch einen E-Feld Teiler und einen H-Feld Teiler der Speisenetzwerke
dar;
- Fig. 5a-b
- zeigen ein typisches Antennendiagramm einer erfindungsgemäßen Antenne,
- Fig. 6
- zeigt die Rückseite einer erfindungsgemäßen Antenne mit Frequenzdiplexern und Verstärkern;
- Fig. 7
- stellt ein erfindungsgemäßes Hohlleitermodul zur Polarisationsnachführung dar;
- Fig. 8
- zeigt ein aeronautisches Antennensystem mit einem Zwei-Achsen-Positionierer;
- Fig. 9
- stellt einen kombinierten E-Feld und H-Feld Teiler dar, mit dessen Hilfe die Antenne
hochpräzise nachgeführt werden kann.
[0013] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein breitbandiges Antennensystem, insbesondere
für aeronautische Anwendungen zur Verfügung zu stellen, das bei minimalen Dimensionen
einen regulatorisch konformen Sende- und Empfangsbetrieb und die präzise Ausrichtung
der Antenne auf den Zielsatelliten erlaubt.
[0014] Diese Aufgabe wird mit der Erfindung gemäß des Anspruchs 1 gelöst. Fig. 1a-c stellen
einen bevorzugten erfindungsgemäßen Aufbau des Antennensystems dar. Die Antenne zur
Breitband-Satellitenkommunikation, insbesondere für mobile Anwendungen, besteht aus
einem Feld von primären Hornstrahlern (1), welche durch ein Hohlleiter-Speisenetzwerk
(2) miteinander verbunden sind, wobei die Antenne aus einer Anzahl N=N
1 x N
2 primären Hornstrahlern mit N
1 > 4 N
2 besteht, N
1 und N
2 ganze gerade Zahlen sind, für die gesamte Aperturfläche A der Antenne A=L x H mit
L ≥ 4 H und L < N
1 λ gilt, wobei λ die minimale Freiraumwellenlänge der zu sendenden oder zu empfangenden
elektromagnetischen Welle bezeichnet, die primären Hornstrahler den Empfang und das
Senden von zwei orthogonalen linear polarisierten elektromagnetischen Wellen dadurch
ermöglichen, dass sie über eine rechteckige Aperturfläche a = 1 x h mit 1 < h und
1 < λ und einen jedenfalls näherungsweise quadratischen Ausgang (3) verfügen, wobei
L = N
1 1, H = N
2 h, und A = N
1 x N
2 x 1 x h = L x H gilt, und die primären Hornstrahler (1) direkt an ihrem Ausgang (3)
über rechteckige Hohlleiter (4,5) derart gespeist werden, dass die eine der orthogonalen
linearen Polarisationen parallel zur Aperturfläche zu- und abgeführt wird und die
andere der orthogonalen linearen Polarisationen über ein Hohlleiter-Septum (6)in einer
Ebene senkrecht zur Aperturfläche zu- und abgeführt wird, die Hörner der primären
Hornstrahler gestaucht sind und senkrecht zur Aperturfläche eine Länge 1
H < 1,5 λ aufweisen, das Hohlleiter-Speisenetzwerk (2) aus einem Speisenetzwerk für
die eine der beiden orthogonalen linearen Polarisationen (4) und einem davon getrennten
Speisenetzwerk für die andere der beiden orthogonalen linearen Polarisationen (5)
besteht, jedes der beiden Speisenetzwerke als binärer Baum mit binären E- und H-Leistungsteilern
(7, 8) aufgebaut ist, sodass der jeweils letzte Leistungsteiler auf der niedrigsten
Ebene des binären Baums die Leistungen von zwei Halbaperturen mit jeweils N/2 primären
Hornstrahlern für jede der beiden orthogonalen Polarisationen getrennt symmetrisch
zusammenführt, die Aperturbelegung der Antenne jedenfalls näherungsweise der Relation

folgt, wobei k und m ganze Zahlen sind und 2k+m=N
1 gilt, und die Leistungen p
i,j, i=1..N
1, j=1..N
2, die Leistungsbeiträge der einzelnen primären Hornstrahler bezeichnen, die Aperturbelegung
durch symmetrische und asymmetrische binäre E- und H-Leistungsteiler (7, 8) in jedem
der beiden Speisenetzwerke für jede der beiden orthogonalen Polarisationen realisiert
ist, und die gesamte Aperturfläche von einem Phasenegalisierungsgitter (9) abgedeckt
ist, wobei die Maschen (10) des Phasenegalisierungsgitters eine quadratische Dimension
mit Kantenlänge b aufweisen und jedenfalls näherungsweise b = 1, h = 2 b und b < λ
gilt, sodass in der Richtung N
1 die Stege des Gitters über der Stoßkante zweier benachbarter Hornstrahler liegen
und in Richtung N
2 die Stege des Gitters sich jedenfalls näherungsweise genau in der Mitte der Aperturfläche
der einzelnen Hornstrahler befinden.
[0015] Durch die Dimensionierung des Hornstrahler-Feldes mit einer Anzahl N=N
1 x N
2 primären Hornstrahlern, wobei N
1 > 4 N
2, und N
1 und N
2 ganze gerade Zahlen, wird eine rechteckige Antennenapertur erzielt, die den Anforderungen
einer möglichst geringen Höhe im mobilen, insbesondere aeronautischen, Einsatz genügt.
Diese Dimensionierungsvorschrift stellt zudem sicher, dass bei Drehung der Antenne
um die Hauptstrahlachse die mit der Drehung zwangsläufig verbundene Aufweitung der
Hauptkeule innerhalb des für die Anwendung wichtigen Winkelbereichs +/-35° gering
bleibt. Bei einem Längen zu Seiten Verhältnis von 4:1 beträgt die Aufweitung etwa
im Ku-Sendeband (14 GHz-14,5 GHz) nur wenige Zehntel Grad.
[0016] Der Winkelbereich für den geographischen skew von +/-35° ist deshalb von besonderer
Bedeutung, weil dann z. B. im Ku-Band der gesamte Nordamerikanische Kontinent mit
nur einem Satelliten abgedeckt werden kann. Dies führt zu einer erheblichen Reduzierung
der Providingkosten eines entsprechenden Dienstes.
[0017] Sind N
1 und N
2 gerade Zahlen, dann kann das Hornstrahler-Feld mit einem in beiden Richtungen binären
Zuführungsnetzwerk effizient gespeist werden.
[0018] Die Dimensionierungsvorschrift für die Länge L des Hornstrahlerfeldes, L < N
1 λ, stellt sicher, dass in Azimutrichtung keine parasitären Nebenkeulen auftreten,
die durch einen zu großen Abstand der Strahlzentren der primären Hornstrahler erzeugt
werden. Die Wellenlänge λ muss dabei die kleinste der im Sendebetrieb auftretende
Wellenlänge sein. Im Ku-Band Sendebetrieb ist dies z. B. die Wellenlänge bei 14.5
GHz, sodass λ≈2,07 cm. Nur durch die Unterdrückung parasitärer Nebenkeulen ist ein
regulatorisch erlaubter Sendebetrieb möglich.
[0019] Die primären Hornstrahler besitzen, wie in Fig. 1b und Fig. 2 dargestellt, eine rechteckige
Aperturfläche a, mit a = 1 x h und 1 < h. Das Hornstrahlerfeld ist dann entsprechend
den Vorschriften L = N
1 l, H = N
2 h, und
A = N
1 x N
2 x 1 x h = L x H aufgebaut, wobei A die gesamte Aperturfläche des Feldes bezeichnet.
Damit liegen die Aperturflächen a der primären Hornstrahler in Azimut- und Elevationsrichtung
dicht nebeneinander und sind mit ihrer kurzen Kante in Azimutrichtung und mit ihrer
langen Kante in Elevationsrichtung ausgerichtet. Mit 1 < λ wird dann erreicht, dass
bei dichter Hornbelegung keine parasitären Nebenkeulen in Azimutrichtung auftreten
können. Wird z. B. für den Ku-Band Sendebetrieb im Frequenzband 14 GHz-14,5 GHz 1
< λ
max und l≈λ
max≈2,07 cm gewählt, dann erhält man bei erfindungsgemäßer Wahl von h = 2 1 und N
1 > 4 N
2 ein Hornstrahlerfeld minimaler Dimension, dass den regulatorischen Anforderungen
entsprechen kann. Wird regulatorisch z. B. für die 3dB-Breite Δ
3dB der Hauptkeule in Azimut 2° gefordert, dann ergibt sich mit der bekannten Näherungsformel
Δ
3dB = 51°/L
λ (z. B.
J. D. Kraus und R. J. Marhefka, "Antennas: for all applications", 3rd ed., McGraw-Hill
series in electrical engineering, 2002, pa. 374) mit L
λ = L/λ
max = N
1,min eine minimale Anzahl N
1,min = 26. Für die minimale Anzahl von N
2, N
2,min, gilt dann N
2,min ≤ 4, der Vorschrift, dass N
1 und N
2 ganze gerade Zahlen sind, entsprechend.
[0020] Wird nun zusätzlich die Vorschrift aus Anspruch 1 herangezogen, dass das Speisenetzwerk
als binärer Baum ausgeführt ist, dann ergibt sich ein Hornstrahlerfeld mit N
1=32 und N
2=4, d. h. L≈64cm und H≈16cm. Wird die Aperturbelegung durch symmetrische und asymmetrische
binäre E- und H-Leistungsteiler nun erfindungsgemäß gewählt, dann kann das Antennendiagramm
den regulatorischen Vorschriften entsprechen.
[0021] Durch die Dimensionierung der primären Hornstrahler ist zudem sichergestellt, dass
diese über einen quadratischen Ausgang verfügen können, der zwei orthogonale lineare
Polarisationen unterstützt. Der quadratische Ausgang (3) wird durch zwei in orthogonalen
Ebenen zueinander liegenden rechteckigen Hohlleitern gespeist. Diese Geometrie stellt
eine effektive Polarisationstrennung sicher. Zudem ist der in einer Ebene senkrecht
zur Aperturebene liegende Speisehohleiter mit einem Hohlleiterseptum (6) versehen,
das die parasitäre Migration der orthogonalen Polarisation in diesen Hohlleiterzweig
verhindert. Der Übergang vom quadratischen Ausgang (3) des primären Hornstrahlers
zu dem in der Aperturebene liegenden Eingang des Rechteckhohleiters der einen linearen
Polarisation ist typischerweise stufenförmig ausgelegt. Dies kann ebenfalls die Polarisationstrennung
und die Breitbandigkeit verbessern. Eine typische Ausführungsform der Signalauskopplung
aus den primären Hornstrahlern ist in Fig. 2 dargestellt.
[0022] Um die Dimensionen des Hornfeldes möglichst gering zu halten, sind die Hörner der
primären Hornstrahler in Strahlrichtung gestaucht. Ihre Länge senkrecht zur Aperturfläche
beträgt lediglich 1
H < 1,5 λ. Diese Länge ist sehr viel kleiner als die Länge, welche sich nach den bekannten
Dimensionierungsvorschriften für Hornaperturen ergeben würde und führt ohne Phasenegalisierungsgitter
zu einer signifikanten Impedanzfehlanpassung an die Freiraumwelle und damit zu erheblichen
Reflektionsverlusten. Wird die Apertur jedoch mit einem erfindungsgemäßen Phasenegalisierungsgitter
versehen, dann können die Hörner erfindungsgemäß dimensioniert werden ohne dass signifikanten
Verluste auftreten. Dies führt zu einer erheblichen Größenreduzierung der Gesamtantenne.
Das Phasenegalisierungsgitter hat bei erfindungsgemäßen Antennen daher nicht nur die
Aufgabe die Phasenbelegung der Apertur zu homogenisieren, sondern dient auch zur Impedanzanpassung
der primären Hornstrahler an die Freiraumwellenimpedanz.
[0023] Zur Erzielung einer größtmöglichen Polarisationstrennung und einer größtmöglichen
instantanen Bandbreite ist ein für jede der beiden orthogonalen Polarisationen getrenntes
Speisenetzwerk vorgesehen. Die getrennte Speisung direkt ab Hornausgang hat zudem
den Vorteil, dass die beiden linearen orthogonalen Polarisationen völlig getrennt
verarbeitet werden können und ein hochpräziser Phasenabgleich erfolgen kann. Dies
ist notwendig, um die für die Polarisationsnachführung erforderliche Genauigkeit von
typischerweise < 1° über die gesamte instantane Bandbreite von typischerweise mehr
als 3 GHz erzielen zu können. Auch wird die Trennung von Sende- und Empfangsband durch
entsprechende Frequenzdiplexer dadurch erleichtert.
[0024] Der Aufbau der Speisenetzwerke als binäre Bäume, wie schematisch in Fig. 1c dargestellt,
ermöglicht die Verwendung von hochpräzisen binären symmetrischen und asymmetrischen
E-Feld und H-Feld Leistungsteilern (7, 8), wie sie beispielhaft in Fig. 4a und Fig.
4b dargestellt sind. Diese hohe Präzision ist notwendig, um einen für beide Polarisationen
nahezu identischen Frequenzgang über die gesamte instantane Bandbreite zu erzielen,
was erforderlich ist, um die notwendige Präzision bei der Polarisationsnachführung
erreichen zu können. Konstruktionsbedingt kann ein hocheffizienter Phasenabgleich
dann durch eine geeignete Kombination von Hohlleiterstücken mit Koaxialkabelstücken
über die gesamte instantane Bandbreite erzielt werden. Zudem hat dies den Vorteil,
dass die Amplituden- und Phasenbelegung der Apertur sehr genau eingestellt werden
kann. Dies ist notwendig um die regulatorische Envelope zuverlässig über die gesamte
erforderliche Sendebandbreite von typischerweise mehr als 500 MHz einhalten zu können.
Es hat sich gezeigt, dass im Gegensatz zu Mehrfach-Leistungsteilern sich bei größeren
Feedingstrukturen produktionsbedingte Toleranzen bei binären Strukturen typischerweise
herausmitteln. Die Hohlleiter (2) der Speisenetzwerke sind für beide Polarisationen
derart dimensioniert, dass zum Einen eine möglichst verlustfreie Wellenleitung über
die gesamte instantane Bandbreite erreicht wird, und zum Anderen durch eine hohe Integrationsdichte
der erforderliche Bauraum minimiert wird. Im Ku-Band z. B. kommen daher Hohlleiter
zum Einsatz deren Seitenverhältnis wesentlich kleiner als das Standardverhältnis 1:2
ist. In der in Fig. 1a dargestellten Ausführungsform besitzen die Hohlleiter (2) lediglich
ein Seitenverhältnis von 6,5:16. Es hat sich gezeigt, dass dies ausreicht um die gesamte
instantane Bandbreite von 10,7 GHz-12,75 GHz und 13,75 GHz-14,5 GHz abzudecken. Gegenüber
Hohlleitern mit Standarddimensionen wird dadurch eine signifikante Volumenreduzierung
bei den Speisenetzwerken von ca. 20 % und eine entsprechende Gewichtsreduzierung erreicht.
So hat die in Fig. 3a-d dargestellte Ausführungsform für das Ku-Band insgesamt nur
eine Tiefe (Ausdehnung senkrecht zur Aperturebene) von ca. 15 cm, was insbesondere
für aeronautische Anwendungen von sehr großem Vorteil ist.
[0025] Es ist vorgesehen, die Speisenetzwerke derart auszuführen, dass der Leitungsteiler
auf der niedrigsten Ebene die Signale der zwei Halbaperturen mit jeweils N/2 primären
Hornstrahlern zusammenführt. Dies hat den Vorteil, dass dieser Leistungsteiler auch
als kombinierter E-Feld und H-Feld Teiler ausgelegt werden kann. Damit kann nicht
nur das Summensignal der beiden Halbaperturen sondern auch das Differenzsignal direkt
am Aperturausgang abgegriffen werden. Wird das Differenzsignal entsprechend verarbeitet
ermöglicht dies die hochpräzise Ausrichtung der Antenne auf den Zielsatelliten. Für
den Ku-Band Sendebetrieb in den USA z. B. verlangt die Norm CFR 25.222 eine Genauigkeit
bei der Ausrichtung auf den Zielsatelliten von < 0.2°. Dies ist mit herkömmlichen
Methoden der "open loop" Nachführung mit Hilfe von Positionsdaten (z. B. über GPS
und/oder Inertialdetektoren) nur über kurze Zeiträume möglich. Dann muss der Sendebetrieb
unterbrochen und die Antenne mit Hilfe des Empfangssignals neu ausgerichtet werden.
[0026] Ist die Apertur hingegen so aufgebaut, dass sie das Differenzsignal zur Verfügung
stellen kann, dann können mit Hilfe einer "closed loop" Nachführung Genauigkeiten
erzielt werden, die zeitlich dauerhaft <<0.2° sind.
[0027] In Fig. 1c ist der schematische Aufbau der beiden Speisenetzwerke für die beiden
orthogonalen linearen Polarisationen dargestellt. Direkt am Ausgang (3) der primären
Hornstrahler (1) werden die beiden Polarisationen getrennt und in zwei getrennten
Speisenetzwerken (4) (durchgezogene Linien) und (5) (punktierte Linien) zu- und abgeführt.
Beide Speisenetzwerke sind als binäre Bäume mit E-Feld Teilern (7) und H-Feld Teilern
(8) ausgeführt. Auf der niedrigsten Ebene werden jeweils die Signale von N/2 primären
Hornstrahlern symmetrisch zusammengeführt. Zur Messung des Differenzsignals der beiden
Aperturhälften für beide Polarisationen kann der Teiler auf der niedrigsten Ebene
als kombinierter E-Feld und H-Feld Teiler (30) ausgeführt werden.
[0028] Es ist zudem vorgesehen die Apertur mit einer hyperbolen Amplitudenbelegung zu versehen,
die jedenfalls näherungsweise der Relation

gehorcht, wobei k und m ganze Zahlen sind und 2k+m=N
1 gilt, und die Leistungen p
i,j, i=1..N
1, j=1..N
2, die Leistungsbeiträge der einzelnen primären Hornstrahler bezeichnen. Es hat sich
gezeigt, dass Amplitudenbelegungen, die dieser Relation gehorchen - sofern alle anderen
erfindungsgemäßen Merkmale vorhanden sind - Antennendiagramme erzeugen, welche die
typischen regulatorischen Envelopen (z. B. definiert in CFR 25.209 und ETSI EN 302
186) einhalten können. Diese Klasse von Amplitudenbelegungen hat zudem, zusammen mit
den Dimensionierungsvorschriften für das Hornstrahlerfeld, die einzelnen primären
Hornstrahler und das Phasenegalisierungsgitter des Anspruch 1 die Eigenschaft, dass
bei zunehmendem geographischem skew Winkel keine parasitären "grating lobes" auftreten,
sondern das Niveau der Nebenkeulen in Azimutrichtung über die gesamte instantane Bandbreite
abnimmt. Dies ist ein wesentlicher Vorteil erfindungsgemäßer Anordnungen gegenüber
bisher bekannten Anordnungen. Der Effekt ist in Fig. 5a und Fig. 5b für eine typische
Ausführungsform und für eine Frequenz im Ku-Sendeband (14.25 GHz) dargestellt. Der
Winkel theta bezeichnet dabei den Winkel entlang der Tangente an den Clark-Orbit an
der Stelle, an der sich der geostationäre Satellit befindet, und der skew-Winkel den
Rotationswinkel der Apertur senkrecht zur Strahlrichtung, wenn die Antenne auf diesen
Satelliten ausgerichtet ist. Die fett eingezeichnete Kurve ("FCC") markiert die regulatorische
Envelope nach CFR 25.209, die vom Antennengewinn "gain" nicht überschritten werden
darf. Fig. 5a zeigt den Winkelbereich -180° bis +180°, Fig. 5b den Bereich um die
Hauptkeule.
[0029] Die Aperturbelegung wird durch symmetrische und asymmetrische binäre E- und H-Leistungsteiler
(7, 8) in jedem der beiden Speisenetzwerke für jede der beiden orthogonalen Polarisationen
realisiert und ist damit über die gesamte instantane Bandbreite wirksam. Dies hat
den Vorteil, dass auch im Empfangsband eine sehr hohe Direktivität erreicht wird und
die parasitäre Einstrahlung von Signalen benachbarter Satelliten stark reduziert wird.
Eine typische Ausführungsform der Speisenetzwerke ist in Fig. 1c dargestellt. Typische
Ausführungsformen der E-Feld Teiler (7) und H-Feld Teiler (8) sind in den Figuren
4a und 4b dargestellt.
[0030] Wie in Fig. 1a, 1b und 2 dargestellt, ist zudem vorgesehen, dass die gesamte Aperturfläche
von einem Phasenegalisierungsgitter (9) abgedeckt ist, wobei die Maschen (10) des
Phasenegalisierungsgitters eine quadratische Dimension mit Kantenlänge b aufweisen
und jedenfalls näherungsweise b = 1, h = 2 b und b < λ gilt, sodass in der Richtung
N
1 die Stege des Gitters über der Stoßkante zweier benachbarter Hornstrahler liegen
und in Richtung N
2 die Stege des Gitters sich jedenfalls näherungsweise genau in der Mitte der Aperturfläche
der einzelnen Hornstrahler (1) befinden. Die Dimensionierung b = 1 und damit b < λ
stellt sicher, dass das Phasenegalisierungsgitter in Azimutrichtung der Periodizität
des Hornstrahlerfeldes folgt und damit keine zusätzlichen parasitären Nebenkeulen
auftreten. In Elevationsrichtung unterteilen die Stege des Phasenegalisierungsgitters
die Aperturflächen der primären Hornstrahler in zwei gleiche Teile, wie in Fig. 1a
dargestellt. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass die Phasenbelegung des Feldes in
beide Richtungen homogenisiert wird und auch bei Drehung der Apertur um die Hauptstrahlrichtung
keine phasenkorrelationsbedingten parasitären Nebenkeulen auftreten. Dadurch, dass
das Gitter quadratische Zellen besitzt, tritt auch bei Vorliegen eines geographischen
skew keine Verzerrung der E-Feld und H-Feld Vektoren auf, selbst wenn, wie bei erfindungsgemäßen
Anordnungen, die Aperturflächen der primären Hornstrahler ein Seitenverhältnis von
1:2 besitzen. Damit kann die Zahl der erforderlichen primären Hornstrahler in Elevationsrichtung
halbiert werden, da diese dann in dieser Richtung keine Ausdehnung haben müssen die
kleiner λ ist. Die topologischen Anforderungen an die Speisenetzwerke vereinfachen
sich dadurch erheblich und es wird eine zusätzliche Volumen bzw. Gewichtsreduzierung
erreicht.
[0031] Die Ausdehnung des Phasenegalisierungsgitters (9) in Richtung senkrecht zur Aperturfläche
liegt typischerweise zwischen λ/4 und λ/2. Diese Ausdehnung wird durch die Ausdehnung
l
H der Horntrichter der Hornstrahler bestimmt, welche erfindungsgemäß < 1,5 λ ist. Durch
eine Variation beider Längen kann die instantane Bandbreite und die Impedanzanpassung
an die Freiraumwelle entsprechend den jeweiligen Anforderungen eingestellt werden.
Erfindungsgemäße Anordnungen haben gegenüber Feldern aus unmodifizierten Hornstrahlern
damit den Vorteil, dass ein zusätzlicher Freiheitsgrad für das Aperturdesign existiert
und die Antennenleistung der stark verkürzten Hörner damit bezüglich des zur Verfügung
stehenden Bauraumes optimiert werden kann.
[0032] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Antenne werden im Folgenden beschrieben.
[0033] Hinsichtlich der regulatorischen Konformität und wegen der einfacheren Fertigung
ist es von Vorteil, wenn die Aperturbelegung der Antenne jedenfalls näherungsweise
der Relation

folgt, wobei k und m ganze Zahlen sind und m ≥ 2 k, 2k+m=N
1 und jedenfalls näherungsweise p
i,j = p
2k+m+1-i,j für i=1..N
1/2 gilt, und die Leistungen p
i,j, i=1..N
1, j=1..N
2, die Leistungsbeiträge der einzelnen primären Hornstrahler bezeichnen. Mit dieser
Klasse von trapezförmigen Amplitudenbelegungen wird erreicht, dass die Zahl der asymmetrischen
Leistungsteiler der Speisenetzwerke minimiert werden und dennoch den regulatorischen
Anforderungen genügt werden kann. Die Netzwerke werden dadurch erheblich fehlertoleranter
und einfacher zu fertigen. Für das oben genannte Beispiel einer Apertur für das Ku-Band
mit N
1=32 und N
2=4, ergibt sich z. B. m=16 und k=8, sodass im Prinzip nur 8 unterschiedliche asymmetrische
Leistungsteiler notwendig sind. Dies stellt eine erhebliche Vereinfachung dar. Ein
Beispiel eines gemessenen Antennendiagramms einer erfindungsgemäßen Antenne mit trapezförmiger
Aperturbelegung ist in Fig. 5a und 5b dargestellt.
[0034] Eine weitere Vereinfachung der Fertigung kann dadurch erreicht werden, dass die Aperturbelegung
der Antenne jedenfalls näherungsweise der Relation

folgt, wobei k und m ganze Zahlen sind und m ≥ 2 k, 2k+m=N
1 und jedenfalls näherungsweise p
i,j = p
2k+m+1-i,j für i=1..N
1/2 gilt, und die Leistungen p
i,j, i=1..N
1, j=1..N
2, die Leistungsbeiträge der einzelnen primären Hornstrahler bezeichnen und die Leistungen
p
i,j bis p
k,j sowie die Leistungen p
k+m,j bis p
2k+m,j jeweils linear voneinander abhängig sind, sodass die p
1,j bis p
k,j und die p
k+m,j bis p
2k+m,j jeweils zumindest näherungsweise auf einer Geraden liegen, und die Steigungen der
beiden Geraden sich jedenfalls näherungsweise nur durch das Vorzeichen unterscheiden.
[0035] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform ist in Fig. 6 dargestellt. Wird die Antenne
gleichzeitig zum Senden und zum Empfangen verwendet, dann ist es vorteilhaft, wenn
der Ausgang des Speisenetzwerkes jeder der beiden orthogonalen Polarisationen jeweils
durch einen Hohlleiter (11) mit einem Hohlleiter-Frequenz-Diplexer (12) verbunden
ist, der das Sendefrequenzband vom Empfangsfrequenzband trennt und der Empfangsfrequenzband-Ausgang
(13) der beiden Hohlleiter-Frequenz-Diplexer (12) jeweils mit einem rauscharmen Verstärker
(14) verbunden ist. Es sind dabei Hohlleiterkomponenten vorgesehen, da diese die geringste
Dämpfung und die höchste Isolation zwischen Sende- und Empfangsband besitzen können.
Der Empfangsfrequenzband-Ausgang ist jeweils mit einem rauscharmen Verstärker direkt,
oder vorzugsweise mit einem Hohlleiter, verbunden, sodass die parasitäre Rauschleistung
durch dissipative Verbindungen minimal bleibt.
[0036] Wegen des geringen Eigenrauschens erfindungsgemäßer Antennen können hier vorteilhafterweise
auch gekühlte rauscharme Verstärker verwendet werden. Insbesondere mit thermoelektrisch
gekühlten rauscharmen Verstärkern oder aktiv oder passiv kryogekühlten rauscharmen
Verstärkern lässt sich die Empfangsleistung der Antenne weiter steigern.
[0037] In Fig. 7 ist eine typische Ausführungsform eines Hohlleitermoduls zur Polarisationsnachführung
dargestellt. Zur Kompensation des geographischen skew oder anderer Polarisationsdrehungen,
die durch entsprechende Bewegungen des Antennenträgers verursacht werden, ist es vorteilhaft,
wenn die beiden orthogonal linear polarisierten Signale, die an den beiden Ausgängen
der Speisenetzwerke und/oder an den Ausgängen der Hohlleiter-Frequenz-Diplexer und/oder
an den Ausgängen der rauscharmen Verstärker anliegen, orthogonal in ein oder mehrere
Hohlleitermodule eingespeist werden, welche aus zwei miteinander entlang ihrer Achse
verbundenen Hohlleiterstücken (15, 16) bestehen, welche gegeneinander um die Hohlleiterachse
(17) motorbetrieben (18) mit Hilfe eines Getriebes (19) gedreht werden können, sodass
auf der den Einspeisepunkten (20) gegenüberliegenden Seite (21) der Hohlleitermodule
in ihrer Polarisation gegenüber den eingespeisten orthogonal linear polarisierten
Signalen gedrehte linear polarisierte Signale ausgekoppelt werden können und so die
Polarisation der einfallenden Wellen rekonstruiert werden oder die Polarisation der
abzusendenden Wellen gesteuert werden kann.
[0038] Wird die Antenne zum Empfang und zum Senden von Signalen in unterschiedlichen Frequenzbändern,
welche unter Umständen weit auseinander liegen, eingesetzt, dann ist es von Vorteil,
wenn die Antenne mit einem Hohlleitermodul zur Polarisationsnachführung für das Sendeband
und einem davon getrennten Hohlleitermodul zur Polarisationsnachführung für das Empfangsband
ausgestattet ist. Die beiden Hohlleitermodule können dann genau auf das entsprechende
Band abgestimmt werden. Hierdurch wird eine hochpräzise Polarisationsnachführung erzielt
und die durch die Frequenzdispersion der Hohlleiter bedingten Abweichungen können
minimiert werden.
[0039] Soll die Antenne nicht nur zum Empfang und zum Senden von linear polarisierten Signalen
sondern auch zum Empfang und/oder Senden von zirkular polarisierten Signalen eingesetzt
werden, dann ist es vorteilhaft, wenn die beiden orthogonal linear polarisierten Signale,
die an den beiden Ausgängen der Speisenetzwerke und/oder an den Ausgängen der Hohlleiter-Frequenz-Diplexer
und/oder an den Ausgängen der rauscharmen Verstärker anliegen mit einem oder mehreren
90°-Hybrid-Kopplern in orthogonale zirkular polarisierte Signale umgewandelt werden,
sodass mit der Antenne auch zirkular polarisierte Signale gesendet und/oder empfangen
werden können. Auch ist bei entsprechender Aufteilung der Sende- und Empfangssignale
der simultane Betrieb mit allen vier möglichen orthogonalen Polarisationen (2 x linear
+ 2 x zirkular) sowohl im Sende- als auch im gleichzeitigen Empfangsbetrieb möglich.
Eine Anordnung nach Anspruch 1 besitzt damit die höchstmögliche Variabilität.
[0040] Insbesondere für mobile Anwendungen ist es von Vorteil, wenn die Antenne auf der
Elevationsachse eines Zwei-Achsen Positionierers angebracht ist und die Hohlleitermodule
zur Kompensation von Polarisationsdrehungen und/oder die 90°-Hybrid-Koppler zur Rekonstruktion
zirkular polarisierter Signale auf der Azimutplattform des Positionierers angebracht
sind und die Antenne und die Hohlleitermodule und/oder die 90°-Hybrid-Koppler mit
flexiblen Hochfrequenzkabeln miteinander verbunden sind. Diese Anordnung von Apertur
und HF-Modulen reduziert den erforderlichen Bauraum und erleichtert die Integration,
insbesondere bei aeronautischen Anwendungen. Eine typische Anordnung mit einem Zwei-Achsen-Positionierer
ist in Fig. 8 dargestellt. Die Hornfeld-Apertur mit Speisenetzwerk (22) ist auf der
Elevationsachse (23) montiert und kann mit Hilfe des Elevationsmotors (24) und dem
Elevationsgetriebe (25) in Elevationsrichtung ausgerichtet werden. Mit Hilfe des Azimutmotors
(26) kann die Antenne um die Azimutachse (27) gedreht werden. In die Azimutachse (27)
ist eine Hochfrequenzdrehdurchführung mit typischerweise zwei Kanälen integriert.
Die Elektronikboxen (28) und (29) enthalten typischerweise die Steuerungselektronik
für den Positionierer und zusätzliche Hochfrequenzmodule, wie z. B. Module nach Anspruch
4 zur Polarisationsnachführung. Auch können die Boxen (28) und (29) die Verarbeitungselektronik
zur hochpräzisen Nachführung der Antenne enthalten, wie etwa die Elektronik zur Verarbeitung
des Differenz- und des Summensignals eines kombinierten E-Feld und H-Feld-Teilers.
Wegen der extremen Umweltbedingungen, denen insbesondere rumpfmontierte aeronautische
Antennen ausgesetzt sind, kann es von Vorteil sein, wenn alle oder ein Teil der Bauteile
der Antenne ganz oder teilweise versilbert oder verkupfert sind, alle oder ein Teil
der Bauteile miteinander verlötet und/oder verschweißt und/oder verklebt sind, die
Antenne mit Ausnahme der Aperturfläche von Außen ganz oder teilweise mit einer Schutzschicht
gegen das Eindringen von Feuchtigkeit versehen ist, und in der Ebene zwischen den
Primärhörnern (1) und dem Phasenegalisierungsgitter (9) oder in der Ebene der Hornausgänge
(3) eine hochfrequenzdurchlässige wasserdichte Folie eingebracht ist, die das Eindringen
von Feuchtigkeit in die Primärhörner und das Hohlleiter-Speisenetzwerk verhindert.
Insbesondere bei mobilen Anwendungen bestehen erfindungsgemäße Antennen aus Gründen
der Gewichtsreduktion typischerweise aus Leichtmetallen wie Aluminium oder aus metallisierten
Plastikmaterialien. Zur Erhöhung der Antenneneffizienz ist es vorteilhaft diese Materialien
zu versilbern oder zu verkupfern, da Silber und Kupfer eine sehr hohe HF-Leitfähigkeit
besitzen. Um die erforderliche HF-Dichtigkeit auch bei extremen schnellen Temperaturwechseln
zu gewährleisten, ist es von Vorteil zumindest kritische Teile der Apertur zu verlöten,
zu verschweißen, oder zu verkleben, wobei bei der Verklebung typischerweise elektrisch
leitende Klebstoffe zum Einsatz kommen. Zudem kann es notwendig sein, die Apertur
gegen eindringende Feuchtigkeit, insbesondere Kondenswasser, zu schützen. Da es sich
gezeigt hat, dass das Phasenegalisierungsgitter nicht galvanisch mit den primären
Hornstrahlern verbunden sein muss, ist es vorteilhaft, eine notwendige Schutzfolie
zwischen der Ebene der Primärhörner und dem Phasenegalisierungsgitter oder in der
Ebene der Hornausgänge (3) anzubringen. Dies hat zudem den Vorteil der sehr hohen
mechanischen Stabilität auch bei starker Änderung des Umgebungsluftdruckes.
[0041] Zum Schutz gegen eindringende Feuchtigkeit kann auf das Phasenegalisierungsgitter
jedoch auch von Außen ein geeignetes HF-durchlässiges Material aufgebracht werden.
Geeignete Materialien sind insbesondere dünne Platten aus geschlossenzelligen Schäumen
(z. B. Polystyrol, Airex, etc.). Diese Platten können mit der Oberfläche des Phasenegalisierungsgitters
mit geeigneten flexiblen oder viscoplastischen Klebstoffen verklebt und/oder verschraubt
werden und verhindern so zuverlässig das Eindringen von Feuchtigkeit oder anderen
unerwünschten Stoffen in die Antenne. Vorteilhaft ist darüber hinaus eine hydrophobe
und/oder eine fungizide Ausstattung der Oberfläche des Schutzmaterials da dies die
unerwünschte Ansiedelung biologischer Organismen ("biological slime", Pilze) verhindert,
welche die Hochfrequenzeigenschaften negativ beeinflussen können. Auch das direkte
Verschäumen der Öffnungen des Phasenegalisierungsgitters ist möglich.
[0042] Weiterhin kann es, insbesondere für aeronautische Anwendungen, von Vorteil sein,
das Speisenetzwerk mit Belüftungsöffnungen zu versehen. Solche Belüftungsöffnungen
können verhindern, dass sich im Inneren der Antenne Kondenswasser akkumuliert, was
zu einer Beeinträchtigung der Hochfrequenzeigenschaften der Antenne führen kann. Die
Belüftungsöffnungen werden dabei vorzugsweise an der langen Kante der Hohlleiter des
Speisenetzwerks angebracht, da hier nur geringe Hochfrequenzströme fließen. Die Dimension
der Belüftungsöffnungen ist typischerweise sehr viel kleiner als die Wellenlänge für
die die Antenne ausgelegt ist. Die Belüftungsöffnungen können jedoch auch in der Schutzfolie
des Phasenegalisierungsgitters beziehungsweise in dem das Phasenegalisierungsgitter
bedeckenden Material angebracht werden, wobei hier auch größere Öffnungen realisiert
werden können. Um das Eindringen von Schmutz oder sonstiger unerwünschter Stoffe wie
z. B. Öl zu verhindern kann es darüber hinaus vorteilhaft sein die Belüftungsöffnungen
mit lediglich wasserdampfdurchlässigen Membranen (z. B. oleophoben Gore-Membranen)
zu versehen.
[0043] Fig. 9 stellt eine typische Ausführungsform eines kombinierten E-Feld und H-Feld
Teilers dar, mit dessen Hilfe die Antenne hochpräzise nachgeführt werden kann. Eine
vorteilhafte Ausführung der Antenne ist dadurch gekennzeichnet, dass der letzte Hohlleiter-Leistungsteiler
jedes der beiden Speisenetzwerke (4,5), welcher die Signale der beiden Aperturhälften
mit jeweils N/2 primären Hornstrahlern zusammenführt, als kombinierter E- und H-Teiler
(30) ausgelegt ist, sodass an diesem Hohlleiter-Viertor sowohl das Summensignal (31)
der beiden symmetrischen Aperturhälften als auch das Differenzsignal (32) der beiden
symmetrischen Aperturhälften anliegt und für jede der beiden orthogonalen Polarisationen
sowohl das Summensignal als auch das Differenzsignal getrennt abgeleitet werden können.
Kombinierte E-Feld und H-Feld-Teiler, sogenannte "Magic Tees", sind Viertorelemente,
welche aufgrund ihrer geometrischen Eigenschaften sowohl das Summensignal zweier zugeführter
Signale, als auch das Differenzsignal zur Verfügung stellen. Bedingt durch den binären
Aufbau der Speisenetzwerke ist es bei erfindungsgemäßen Hornfeld-Aperturen möglich,
statt des letzen binären Leistungsteilers ein "magic Tee" einzubauen. Das Differenzsignal
kann dann entweder alleine oder zusammen mit dem Summensignal zur hochpräzisen Ausrichtung
der Antenne auf den Zielsatelliten verwendet werden. Da das Differenzsignal bei exakter
Ausrichtung verschwindet und das Summensignal bei exakter Ausrichtung maximal wird,
hat z. B. der Quotient der Signalleistungen P
differenz/P
summe ein extrem ausgeprägtes Minimum (eine sogenannte "Null") bei exakter Ausrichtung.
Bei Abweichungen von der exakten Ausrichtung steigt der Wert des Quotienten stark
an und kann zur präzisen und schnellen Nachführung der Antenne verwendet werden. Zudem
hat die Phase des HF-Signals am Differenztor (32) einen Nulldurchgang bei exakter
Ausrichtung, sodass das Vorzeichen der Phasenlage die Richtung angibt, in die die
Antenne nachgeführt werden muss. Da die hochpräzise Nachführung bei Satellitenantennen
im Prinzip nur entlang des Clarke-Orbit - der Azimutrichtung - erfolgen muss, ist
es ausreichend, die Apertur in zwei Hälften in Azimutrichtung zu teilen. In Elevationsrichtung
reicht typischerweise eine "open loop" Nachführung mit Hilfe von Positionsdaten und/oder
Inertialdetektordaten aus.
[0044] Ist der letzte Leistungsteiler der Speisenetzwerke als kombinierter E-Feld und H-Feld
Teiler (30) ausgelegt, dann ist es von Vorteil, wenn das Differenztor (32) des kombinierten
E- und H-Teilers mit einem Sendeband-Sperrfilter ausgestattet ist, der das Eindringen
von Sendesignalen in den Differenzzweig verhindert und das Differenztor (32) über
den Sendeband-Sperrfilter mit einem rauscharmen Verstärker verbunden ist. Da zur hochpräzisen
Nachführung der Antenne mit Hilfe des Signals des Differenztors nur das Empfangsignal
verwendet werden muss, kann der rauscharme Verstärker, welcher dieses Signal verstärkt,
effizient durch einen Sendeband-Sperrfilter vor Übersteuerung durch das typischerweise
sehr starke Sendesignal geschützt werden. Typischerweise wird hierzu ein Hohlleiter-Sperrfilter
verwendet, da diese Klasse von Bauteilen eine nur sehr geringe Dämpfung besitzt. Es
ist zudem von Vorteil, den rauscharmen Verstärker direkt mit dem Sendeband-Sperrfilter
zu verbinden, vorzugsweise ebenfalls durch Hohlleiter, da hierdurch der Signalverlust
minimiert werden kann. Ist das Empfangssignal stark genug dann sind jedoch auch Ausführungsformen
denkbar, bei denen der rauscharme Verstärker mit einem Hochfrequenzkabel, z. B. einer
Koaxialleitung, mit dem Sendeband-Sperrfilter verbunden wird.
[0045] Insbesondere für mobile Anwendungen der Antenne ist es vorteilhaft, wenn die Differenzsignale
und/oder ein Teil der Summensignale der beiden symmetrischen Aperturhälften an eine
Verarbeitungselektronik weitergeleitet werden, welche die Stärke und/oder die Phasenlage
der Differenzsignale und/oder der Summensignale auswertet und diese an die Steuerungselektronik
des Antennen-Positionierers übergibt, sodass die Steuerungselektronik die Antenne
derart nachführen kann, dass das Differenzsignal minimal wird und so die Antenne auf
den Zielsatelliten ausgerichtet bleibt wenn sich der Antennenträger relativ zum Zielsatelliten
bewegt. Konstruktionsbedingt ist die Antenne dann optimal auf den Zielsatelliten ausgerichtet,
wenn das Empfangssignal am Differenztor des kombinierten E-Feld und H-Feld Teilers
minimal wird. Dieses Optimalitätskriterium kann in einfacher weise dadurch zur hochpräzisen
Nachführung der Antenne bei sich bewegendem Antennenträger verwendet werden, dass
es von einer geeigneten Elektronikeinheit verarbeitet und an die Steuerung des Antennen-Positionierungssystems
weitergeleitet wird. Da das Differenzsignal zeitlich permanent zur Verfügung steht,
sind sehr hohe Abtastraten und damit eine sehr schnelle Nachführung auch bei sich
sehr schnell bewegendem Antennenträger möglich. Da die Phase des Differenzsignals
bei optimaler Ausrichtung auf den Zielsatelliten einen schnellen Nulldurchgang besitzt,
ist es vorteilhaft, auch die Phasenlage des Differenzsignals auszuwerten und zur Nachführung
zu verwenden. Typischerweise kann dadurch eine noch höhere Präzision bei der Nachführung
erreicht werden, als wenn nur die Stärke des Differenzsignals verwendet wird. Da das
Antennendiagramm des Differenztors zwei Hauptkeulen besitzt, welche im ungünstigen
Fall auf Nachbarsatelliten zeigen können, ist es zudem von Vorteil, das Differenzsignal
in seiner Stärke und/oder seiner Phasenlage mit dem Summensignal zu vergleichen, um
die parasitäre Interferenz von Nachbarsatelliten bei der Nachführung auszuschließen.
Im Prinzip können durch eine entsprechende Verarbeitung des Summensignals, da das
Antennendiagramm des Summentors nur eine einzige, wohl definierte Hauptkeule besitzt,
parasitäre Interferenzterme im Differenzsignal eliminiert werden. Dies kann z. B.
dadurch erfolgen, dass das Differenzsignal phasenabgestimmt auf das Summensignal projiziert
wird.
[0046] Um die Antenne hochpräzise nachzuführen, können im Prinzip sowohl Beacon-Signale
des Satelliten als auch normale Transpondersignale verwendet werden. Dabei besteht
ein Satelliten-Beacon typischerweise aus einem schmalbandigen (< 1 kHz) CW-ähnlichen
Signal, während ein normaler Transponder typischerweise ein breitbandiges Signal abstrahlt
(im Ku-Band z. B. 30 MHz), dem durch Phasencodierung (z. B. QPSK) ein Informationsgehalt
aufgeprägt ist. In beiden Fällen kann es vorteilhaft sein, das Signal zu RauschVerhältnis
des Differenztorsignals und/oder des Summentorsignals dadurch zu erhöhen, dass die
Rauschbandbreite eingeschränkt wird. Auch wird die Verarbeitung hochfrequenter Signale
dadurch erleichtert, dass die Verarbeitungselektronik für die Differenzsignale und/oder
die Summensignale einen oder mehrere feste Frequenzmischer und/oder einen oder mehrere
steuerbare frequenzvariable Mischer und einen oder mehrere Frequenzfilter enthält,
mit welchen das Differenzsignal oder ein Teil des Differenzsignals und/oder das Summensignal
oder ein Teil des Summensignals in ein definiertes Basisband konvertiert und dort
verarbeitet werden kann. Durch die Verwendung steuerbarer frequenzvariabler Mischer
("Frequenzsynthesizer") kann der zur Nachführung verwendete Frequenzbereich bzw. Transponder
gezielt angesteuert werden.
[0047] Bei Satellitensignalen geeigneter Stärke können das Differenzsignal und das Summensignal
im Basisband direkt ausgewertet werden. Hierzu ist es von Vorteil, wenn die Stärke
des Differenzsignals und/oder des Summensignals im Basisband mit einer geeigneten
elektronischen Schaltung gemessen und an die Steuerungselektronik des Antennen-Positionierers
übergeben wird. Hierbei können elektronische Standardbauteile, wie etwa geeignete
Verstärker oder Leistungsdetektoren, eingesetzt werden, welche für typische Basisbänder
im MHz-Bereich kostengünstig verfügbar sind.
[0048] Bei schwachen Satellitensignalen oder bei ungünstigen Satellitenkonfigurationen kann
es von Vorteil sein, wenn das Differenzsignal und/oder das Summensignal im Basisband
mit einem analog-digital Konverter digitalisiert und an einen Prozessor weitergeleitet
wird, welcher über geeignete Auswertungsverfahren verfügt, um die Stärke und/oder
die Phasenlage des Differenzsignals und/oder des Summensignals zu bestimmen, und diese
Informationen an die Steuerungselektronik des Antennen-Positionierers übergibt. Durch
die Digitalisierung der Signale wird die software-gesteuerte Auswertung und damit
die flexible Anpassung an die jeweiligen Gegebenheiten möglich. Der Prozessor kann
hierbei z. B. aus einem speziell programmierten FPGA oder einer einfachen frei programmierbaren
Recheneinheit bestehen. Zur Verbesserung der Signalqualität können z. B. sofware-implementierte
steuerbare Filter verwendet werden, mit deren Hilfe die Rauschbandbreite optimiert
werden kann.
[0049] Werden die Antennensignale zum Zweck der hochpräzisen Nachführung in ein Basisband
konvertiert, digitalisiert und an einen Prozessor weitergeleitet, dann ist es insbesondere
für aeronautische Anwendungen, bei denen sich der Antennenträger (z. B. das Flugzeug)
mit sehr hoher Geschwindigkeit bewegen kann, vorteilhaft, wenn der Prozessor über
ein Auswerteverfahren verfügt, mit welchem die bei schnellen Bewegungen des Antennenträgers
auftretende Doppler-Frequenzverschiebung des Differenzsignals und/oder des Summensignals
kompensiert werden kann. Im Gegensatz zur elektronischen Implementierung einer Dopplerverfolgungselektronik
ist die software-implementierte Verfolgung relativ unaufwändig in einem geeigneten
Prozessor realisierbar, wenn die Signale bereits in digitalisierter Form vorliegen.
Da die maximale Dopplerverschiebung über die maximale Geschwindigkeit des Antennenträgers
berechnet werden kann, ist es möglich, einen software-implementierten Filter entsprechend
zu konfigurieren. Dann kann z. B. mit Hilfe einer FFT ("Fast Fourier Transformation")
die aktuelle Frequenz des Signals bestimmt, die Rauschbandbreite entsprechend eingestellt
und die Stärke des Signals gemessen werden.
[0050] Da die Antennenapertur in mobilen und insbesondere aeronautischen Anwendungen typischerweise
nicht um die Strahlachse rotiert werden kann, kann es von Vorteil sein, wenn eine
durch die räumliche Lage des Antennenträgers bedingte Polarisationsdrehung des Differenzsignals
und/oder des Summensignals der beiden Aperturhälften durch ein oder mehrere Hohlleitermodule
nach Anspruch 4 oder dadurch, dass der Prozessor der Verarbeitungselektronik über
ein geeignetes Auswertungsverfahren verfügt, kompensiert werden kann. Hierdurch wird
eine Vermischung der Signale unterschiedlicher Polarisation und damit eine Signalstörung,
welche die präzise Nachführung beeinträchtigen kann, verhindert. Im Prinzip stehen
hierzu je nach Anwendungsfall zwei Verfahren, die Verwendung von Hohlleitermodulen
nach Anspruch 4 und die softwaremäßige Verarbeitung, zur Verfügung. Da die Position
des Antennenträgers, z. B. über GPS, typischerweise bekannt ist, lässt sich die Polarisationsdrehung
in einfacher Weise berechnen und kann dann an die Steuerung des Hohlleitermoduls bzw.
an den Prozessor übergeben werden.
[0051] Liegen die Signale des Differenztors und des Summentors in digitalisierter Form vor,
dann hat sich gezeigt, dass es vorteilhaft ist, wenn das Auswertungsverfahren des
Prozessors darin besteht, jeweils zwei oder mehr zeitlich aufeinander folgende Werte
der Amplitude des Basisband-Differenzsignals zu multiplizieren und diese Produkte
über eine bestimmt Zeit Δt zu einer Summe S
1 aufzusummieren, jeweils zwei oder mehr zeitlich aufeinander folgende Werte der Amplitude
des Basisband-Summensignals zu multiplizieren und diese Produkte über eine bestimmt
Zeit Δt zu einer Summe S
2 aufzusummieren, nach Ablauf der Zeitspanne Δt den Quotienten S
1/S
2 und/oder eine andere geeignete Funktion f(S
1, S
2) zu bilden, den dadurch erhaltenen Wert nach der Methode des kleinsten Abstandes
oder einer anderen geeigneten Methode mit der durch Kalibrierungsmessung oder Berechnung
bekannten Normkurve f
N (δ, S
1, S
2) zu vergleichen, dadurch den Wert des Abweichungswinkels δ zu bestimmen und diesen
an die Steuerungselektronik des Antennen-Positionierers zu übergeben. Mit Hilfe dieses
Verfahrens können selbst Differenzsignale verarbeitet werden, für welche die Rauschleistung
höher ist als die Signalleistung. Bei entsprechender Wahl der Zeitspanne Δt verschwinden
im Multiplikationskorrelator alle Rauschanteile und die Stärke des typischerweise
verallgemeinert periodischen Signals wird sichtbar. Wird auch das Summensignal entsprechend
verarbeitet, dann wird z. B. der Quotient S
1/S
2 unabhängig von den jeweiligen Signalamplituden, was bei wechselnden Signalstärken
von großem Vorteil ist. Die signalstärkenunabhängige Normkurve f
N (δ, S
1, S
2) kann durch einfache mathematische Verfahren berechnet werden. Zur präzisen Nachführung
kann die Normkurve jedoch auch mit Hilfe des Verfahrens und eines geeigneten Satellitentransponders
oder -Beacons gemessen und dann gespeichert werden. Wegen seiner Einfachheit kann
das Verfahren auch in z. B. Analogelektronik implementiert werden.
[0052] Da insbesondere aeronautische Antennen typischerweise unter einem aerodynamisch optimierten
Radom montiert sind, kann es bauraumbedingt notwendig sein die rechteckige Form erfindungsgemäßer
Aperturen zu modifizieren. Insbesondere kann, um den notwendigen Abstand zur Unterseite
des Radoms einzuhalten, eine Abrundung der Ecken der Apertur (Hörner mit Leistungen
p
11, p
1N1, p
1N2, p
N2N1 in Fig. 1b) erforderlich werden. Es hat sich gezeigt, dass eine Veränderung der Hornkanten
oder eine Verkleinerung der Hornöffnung und selbst die vollständige Wegnahme von Hörnern
des Hornfeldes an den Ecken der Apertur die Leistungsfähigkeit der Antenne und ihre
positiven Eigenschaften hinsichtlich der Antennencharakteristik kaum beeinflusst.
[0053] In einer nicht dargestellten Ausführung ist die Antenne erfindungsgemäß aufgebaut,
bis zu insgesamt N
1/2 primäre Hornstrahler, welche am Rand der Apertur liegen sind jedoch physikalisch
nicht realisiert, oder in ihrer Umrandung verändert oder verkleinert realisiert, die
zugehörigen Zellen des Phasenegalisierungsgitters sind entsprechend so modifiziert,
dass die Kanten der Zellen weiterhin auf den Kanten der primären Hornstrahler liegen,
die erfindungsgemäße Aperturbelegung ist nur für vollständige Zeilen der Feldes von
primären Hornstrahlern realisiert, welche N
1 primäre Hornstrahler enthalten (vgl. Fig. 1b), und die binäre Baumstruktur der beiden
Speisenetzwerke (vgl. Fig. 1c) ist im Fall des Fehlens von primären Hornstrahlern
entsprechend beschnitten.
1. Antenne zur Breitband-Satellitenkommunikation, insbesondere für mobile Anwendungen,
bestehend aus einem Feld von primären Hornstrahlern (1), welche durch ein Hohlleiter-Speisenetzwerk
(2) miteinander verbunden sind, wobei die Antenne aus einer Anzahl N=N
1 x N
2 primären Hornstrahlern, besteht und N
1 und N
2 ganze gerade Zahlen sind, dadurch gekenntzeichnet, dass N
1 > 4 N
2 ist, für die gesamte Aperturfläche A der Antenne A=L x H mit L ≥ 4 H und L < N
1 λ gilt, wobei λ die minimale Freiraumwellenlänge der zu sendenden oder zu empfangenden
elektromagnetischen Welle bezeichnet, die primären Hornstrahler den Empfang und das
Senden von zwei orthogonalen linear polarisierten elektromagnetischen Wellen dadurch
ermöglichen, dass sie über eine rechteckige Aperturfläche a = 1 x h mit 1 < h und
1 < λ und einen jedenfalls näherungsweise quadratischen Ausgang (3) verfügen, wobei
L = N
1 l, H = N
2 h, und A = N
1 x N
2 x l x h = L x H gilt, und die primären Hornstrahler (1) direkt an ihrem Ausgang über
rechteckige Hohlleiter (4, 5) derart gespeist werden, dass die eine der orthogonalen
linearen Polarisationen parallel zur Aperturfläche zu- und abgeführt wird und die
andere der orthogonalen linearen Polarizationen über ein Hohlleiter-Septum (6) in
einer Ebene senkrecht zur Aperturfläche zu- und abgeführt wird, die Hörner der primären
Hornstrahler gestaucht sind und senkrecht zur Aperzurfläche eine Länge 1
H < 1,5 λ aufweisen, das Hohlleiter-Speisenetzwerk (2) aus einem Speisenetzwerk für
die eine der beiden orthogonalen linearen Polarisationen und einen davon getrennten
Speisenetz-werk für die andere der beiden orthogonalen linearen Polarisationen besteht,
jedes der beiden Speisenetzwerke als binärer Baum mit binären E- und H-Leistungsteilern
(7, 8) aufgebaut ist, sodass der jeweils letzte Leistungsteiler auf der niedrigsten
Ebene des binären Baums die Leistungen von zwei Halbaperturen mit jeweils N/2 primären
Hornstrahlern für jede der beiden orthogonalen Polarisationen getrennt symmetrisch
zusammenführt, die Aperturbelegung der Antenne jedenfalls näherungsweise der Relation

folgt, wobei k und m ganze Zahlen sind und 2k+m=N
1 gilt, und die Leistungen p
i,j, i=1..N
1, j=1..N
2, die Leistungsbeiträge der einzelnen primären Hornstrahler bezeichnen, die Aperturbelegung
durch symmetrische und asymmetrische binäre E- und H-Leistungsteiler (7, 8) in jedem
der beiden Speisenetzwerke für jede der beiden orthogonalen Polarisationen realisiert
ist, und die gesamte Aperturfläche von einem Phasenegalisierungsgitter (9) abgedeckt
ist, wobei die Maschen (10) des Phasenegalisierungsgitters (9) eine quadratische Dimension
mit Kantenlänge b aufweisen und jedenfalls näherungsweise b = 1, h = 2 b und b < λ
gilt, sodass in der Richtung N
1 die Stege des Gitters über der Stoßkante zweier benachbarter Hornstrahler (1) liegen
und in Richtung N
2 die Stege des Gitters sich jedenfalls näherungsweise genau in der Mitte der Aperturfläche
der einzelnen Hornstrahler (1) befinden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Aperturbelegung der Antenne jedenfalls näherungsweise der Relation

folgt, wobei k und n ganze Zahlen sind und m ≥ 2 k, 2k+m=N
1 und jedenfalls näherungsweise p
i,j = p
2k+m+1-i,j für i=1..N
1/2 gilt, und die Leistungen p
i,j, i=1..N
1, j=1..N
2, die Leistungsbeiträge der einzelnen primären Hornstrahler bezeichnen.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang des Speisenetzwerkes jeder der beiden orthogonalen Polarisationen jeweils
durch einen Hohlleiter (11) mit einem Hohlleiter-Frequenz-Diplexer (12)verbunden ist,
der das Sendefrequenzband vom Empfangsfrequenzband trennt und der Empfangsfrequenzband-Ausgang
(13) der beiden Hohlleiter-Frequenz-Diplexer (12) jeweils mit einem rauscharmen Verstärker
(14) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichret, dass
die beiden orthogonal linear polarisierten Signale, die an den beiden Ausgängen der
Speisenetzwerke und/oder an den Ausgängen der Hohlleiter-Frequenz-Diplexer (12)und/oder
an den Ausgängen der rauscharmen Verstärker (14) anliegen, orthogonal in ein oder
mehrere Hohlleitermodule eingespeist werden, welche aus zwei miteinander entlang ihrer
Achse verbundenen Hohlleiterstücken (15, 16) bestehen, welche gegeneinander um die
Hohlleiterachse (17) motorbetrieben gedreht werden können, sodass auf der den Einspeisepunkten
(20) gegenüber-iegenden Seite (21) der Hohlleitermodule in ihrer Polarisation gegenüber
den eingespeisten orthogonal linear polarisierten Signalen gedrehte linear polarisierte
Signale ausgekoppelt werden können und so die Polarisation der einfallenden Wellen
rekonstruiert werden oder die Polarisation der abzusendenden Wellen gesteuert werden
kann.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenne mit einem Hohlleitermcdul zur Polarisationsnachführung für das Sendeband
und einem davon getrennten Hohlleitermodul zur Polarisationsnachführung für das Empfangsband
ausgestattet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden orthogonal linear polarisierten Signale, die an den beiden Ausgängen der
Speisenetzwerke (2) und/oder an den Ausgängen der Hohlleiter-Frequenz-Diplexer (12)
und/oder an den Ausgängen der rauscharmen Verstärker (14) anliegen mit einem oder
mehreren 90°-Hybrid-Kopplern in orthogonale zirkular polarisierte Signale umgewandelt
werden, sodass mit der Antenne auch zirkular polarisierte Signale gesendet und/oder
empfangen werden können.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenne auf der Elevationsachse (23) eines Zwei-Achsen Positionierers angebracht
ist und die Hohlleitermodule (15, 16) nach Anspruch 4 und/oder die 90°-Hybrid-Koppler
nach Anspruch 5 auf der Azimutplattform des Positionierers angebracht sind und die
Antenne und die Hohlleitermodule (15, 16) und/oder die 90°-Hybrid-Koppler mit flexiblen
Hochfrequenzkabeln miteinander verbunden sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere für aeronautische
Anwendungen, dadurch gekennzeichnet, dass alle oder ein Teil der Bauteile der Antenne ganz oder teilweise versilbert oder verkupfert
sind, alle oder ein Teil der Bauteile miteinander verlötet und/oder verschweißt und/oder
verklebt sind, die Antenne mit Ausnahme der Aperturfläche von Außen ganz oder teilweise
mit einer Schutzschicht gegen das Eindringen von Feuchtigkeit versehen ist, und in
der Ebene zwischen den Primärhörnern (1) und dem Phasenegalisierungsgitter (9) oder
in der Ebene der Hornausgänge (3) eine wasserdichte Folie eingebracht ist, die das
Eindringen von Feuchtigkeit in die Primärhörner und das Hohlleiter-Speisenetzwerk
verhindert.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der letzte Hohlleiter-Leistungsteiler jedes der beiden Speisenetzwerke (4, 5), welcher
die Signale der beiden Aperturhälften mit jeweils N/2 primären Hornstrahlern (1) zusammenführt
als kombinierter E-und H-Teiler (30) ausgelegt ist, sodass an diesem Hohlleiter-Viertor
sowohl das Summensignal (31) der beiden symmetrischen Aperturhälften als auch das
Differenzsignal (32) der beiden symmetrische Aperturhälften anliegt und für jede der
beiden orthogonalen Polarisationen sowohl das Summensignal als auch das Differenzsignale
getrennt abgeleitet werden können.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Differenztor (32) des kombinierten E- und H-Teilers mit einem Sendeband-Sperrfilter
ausgestattet ist, der das Eindringen von Sendesignalen in den Differenzzweig verhindert
und das Differenztor (32) über den Sendeband-Sperrfilter mit einem rauscharmen Verstärker
verbunden ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, insbesondere für mobile Anwendungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Differenzsignale und/oder ein Teil der Summensignale der beiden symmetrischen
Aperturhälften an eine Verarbeitungselektronik weitergeleitet werden, welche die Stärke
und/oder die Phasenlage der Differenzsignale und/oder der Summensignale auswertet
und diese an die Steuerungselektronik des Antennen-Positionierers übergibt, sodass
die Steuerungselektronik die Antenne derart nachführen kann, dass das Differenzsignal
minimal wird und so die Antenne auf den Zielsatelliten ausgerichtet bleibt wenn sich
der Antennenträger relativ zum Zielsatelliten bewegt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungselektronik für die Differenzsignale und/oder die Summensignale einen
oder mehrere feste Frequenzmischer und/oder einen oder mehrere steuerbare frequenzvariable
Mischer und einen oder mehrere Frequenzfilter enthält, mit welchen das Differenzsignal
oder ein Teil des Differenzsignals und/oder das Summensignal oder ein Teil des Summensignals
in ein definiertes Basisband konvertiert und dort verarbeitet werden können.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke des Differenzsignals und/oder des Summensignals im Basisband mit einer
geeigneten elektronischen Schaltung gemessen und an die Steuerungselektronik des Antennen-Positionierers
übergeben wird.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Differenzsignal und/oder das Summensignal im Basisband mit einem analog-digital
Konverter digitalisiert und an einen Prozessor weitergeleitet wird, welcher über geeignete
Auswertungsverfahren verfügt um die Stärke und/oder die Phasenlage des Differenzsignals
und/oder des Summensignals zu bestimmen, und diese Informationen an die Steuerungselektronik
des Antennen-Positionierers übergibt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, insbesondere für aeronautische Anwendungen, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozessor über ein Auswerteverfahren verfügt, mit welchem die bei schnellen Bewegungen
des Antennenträgers auftretende Doppler-Frequenzverschiebung des Differenzsignals
und/oder des Summensignals kompensiert werden kann.
16. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine durch die räumliche Lage des Antennenträgers bedingte Polarisationsdrehung des
Differenzsignals und/oder des Summensignals der beiden Aperturhälften durch ein oder
mehrere Hohlleitermodule nach Anspruch 4 oder dadurch, dass der Prozessor der Verarbeitungselektronik
über ein geeignetes Auswertungsverfahren verfügt, kompensiert werden kann.
17. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Auswertungsverfahren des Prozessors darin besteht, jeweils zwei oder mehr zeitlich
aufeinander folgende Werte der Amplitude des Basisband-Differenzsignals zu multiplizieren
und diese Produkte über eine bestimmt Zeit Δt zu einer Summe S1 aufzusummieren, jeweils zwei oder mehr zeitlich aufeinander folgende Werte der Amplitude
des Basisband-Summensignals zu multiplizieren und diese Produkte über eine bestimmt
Zeit Δt zu einer Summe S2 aufzusummieren, nach Ablauf der Zeitspanne Δt den Quotienten S1/ S2 und/oder eine andere geeignete Funktion f (S1, S2) zu bilden, den dadurch erhaltenen Wert nach der Methode des kleinsten Abstandes
oder einer anderen geeigneten Methode mit der durch Kalibrierungsmessung oder Berechnung
bekannten Ncrmkurve fN (δ, S1, S2) zu vergleichen, dadurch den Wert das Abweichungswinkels δ zu bestimmen und diesen
an die Steuerungselektronik des Antennen-Positionierers zu übergeben.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bis zu insgesamt N1/2 primäre Hornstrahler, welche am Rand der Apertur liegen, physikalisch nicht realisiert,
oder in ihrer Umrandung verändert oder verkleinert realisiert sind, die zugehörigen
Zellen des Phasenegalisierungsgitters entsprechend so modifiziert sind, dass die Kanten
der Zellen weiterhin auf den Kanten der primären Hornstrahler (1) liegen, die erfindungsgemäße
Aperturbelegung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2 nur für vollständige Zeilen des Feldes
von primären Hornstrahlern (1) realisiert ist, welche N1 primäre Hornstrahler (1) enthalten, und die binäre Raumstruktur der beiden Speisenetzwerke
(4, 5) im Fall des Fehlens von primären Hornstrahlern entsprechend beschnitten ist.
1. Aerial for broadband satellite communication, in particular for mobile applications,
comprising an array of primary horn radiators (1) which are connected together by
a waveguide feed network (2), wherein the aerial consists of a number N=N
1 x N
2 of primary horn radiators, where N
1 and N
2 are even integers,
characterised in that N
1 > 4 N
2, for the total aperture area A of the aerial A=L x H, where L ≥ 4 H and L < N
1 λ, where λ denotes the minimum free-space wavelength of the electromagnetic wave
to be transmitted or to be received, the primary horn radiators enable the reception
and the transmission of two orthogonal linearly polarised electromagnetic waves
in that they have a rectangular aperture area a = 1 x h where 1 < h and 1 < λ, and have an
approximately square output (3), where L = N
1 1, H = N
2 h and A = N
1 x N
2 x 1 x h = L x H, and the primary horn radiators (1) are fed directly at their output
via rectangular waveguides (4, 5) such that one of the orthogonal linear polarisations
is supplied and carried away parallel to the aperture area, and the other of the orthogonal
linear polarizations is supplied and carried away via a waveguide septum (6) in a
plane at right angles to the aperture area, the horns of the primary horn radiators
are compressed and have a length 1
H < 1.5 λ at right angles to the aperture area, and the waveguide feed network (2)
comprises a feed network for one of the two orthogonal linear polarizations and a
separate feed network for the other of the two orthogonal linear polarizations, each
of the two feed networks is in the form of a binary tree with binary E and H power
dividers (7, 8), so that the respective last power divider on the lowest level of
the binary tree combines the powers of two half-apertures, in each case with N/2 primary
horn radiators for each of the two orthogonal polarizations, separately and symmetrically,
the aperture configuration of the aerial in each case approximately follows the relationship:

where k and m are integers and 2k+m=N
1, and the powers pij, i=1 ... N
1, j=1 ... N
2, denote the power contributions of the individual primary horn radiators, the aperture
configuration is formed by symmetrical and asymmetrical binary E and H power dividers
(7, 8) in each of the two feed networks for each of the two orthogonal polarizations,
and the entire aperture area is covered by a phase equalization grid (9), where the
meshes (10) of the phase equalization grid (9) have a square dimension with an edge
length b, and in each case approximately b=1, h=2 b and b < λ, such that in the direction
N
1 the webs of the grid lie above the abutting edge of two adjacent horn radiators (1)
and in the direction N
2, the webs of the grid are each located approximately precisely at the centre of the
aperture area of the individual horn radiators (1).
2. Device according to claim 1,
characterised in that the aperture configuration of the aerial in each case approximately follows the relationship:

where k and m are integers and m ≥ 2k, 2k+m=N
1 and, in each case approximately, pi,j=P
2k+m+1-i,j for i=1 ... N
1/2, and the powers p
i,j, i=1 ... N
1, j=1 ... N
2 denote the power contributions of the individual primary horn radiators.
3. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the output of the feed network of each of the two orthogonal polarizations is in
each case connected by means of a waveguide (11) to a waveguide frequency diplexer
(12), which separates the transmission frequency band from the reception frequency
band, and the reception frequency band output (13) of the two waveguide frequency
diplexers (12) is in each case connected to a low-noise amplifier (14).
4. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the two orthogonally linear polarized signals which are present at the two outputs
of the feed networks and/or at the outputs of the waveguide frequency diplexers (12)
and/or at the outputs of the low-noise amplifiers (14) are fed orthogonally into one
or more waveguide modules, which consist of two waveguide pieces (15, 16) which are
connected to one another along their axis and can be rotated, driven by motors, with
respect to one another about the waveguide axis (17), so that on the opposite side
(21) of the waveguide modules to the feed points (20) linearly polarized signals whose
polarization has been rotated with respect to the orthogonally linear-polarized signals
fed in can be output, and the polarization of the incident waves can thus be reconstructed,
or the polarization of the waves to be transmitted can be controlled.
5. Device according to claim 4, characterised in that the aerial is equipped with a waveguide module for polarization tracking for the
transmission band and with a waveguide module separate from the former for polarization
tracking for the reception band.
6. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the two orthogonally linear-polarized signals, which are present at the two outputs
of the feed networks (2) and/or at the outputs of the waveguide frequency diplexers
(12) and/or at the outputs of the low-noise amplifiers (14), are converted by one
or more 90° hybrid couplers to orthogonal circular-polarized signals, so that the
aerial can also be used to transmit and/or receive circular polarized signals.
7. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the aerial is fitted onto the elevation axis (23) of a two-axis positioner, and the
waveguide modules (15, 16) according to claim 4 and/or the 90° hybrid couplers according
to claim 5 are fitted on the azimuth platform of the positioner, and the aerial and
the waveguide modules (15, 16) and/or the 90° hybrid couplers are connected to one
another by means of flexible high frequency cables.
8. Device according to any one of the preceding claims, in particular for aeronautical
applications, characterised in that all or some of the components of the aerial are entirely or partially silver-plated
or copper-plated, all or some of the components are soldered and/or welded and/or
adhesively bonded to one another, the aerial with the exception of the aperture area
is provided entirely or partially from the outside with a protective layer against
the penetration of moisture, and a watertight film is introduced in the plane between
the primary horns (1) and the phase equalization grid (9) or in the plane of the horn
outputs (3) which film prevents the penetration of moisture into the primary horns
and the waveguide feed network.
9. Device according to one of the preceding claims, characterised in that the last waveguide power divider of each of the two feed networks (4, 5) which combines
the signals from the two aperture halves with in each case N/2 primary horn radiators
(1) is designed as a combined E and H divider (30) such that both the sum signal (31)
of the two symmetrical aperture halves and the difference signal (32) of the two symmetrical
aperture halves are applied to this waveguide four-port network, and both the sum
signal and the difference signal can be passed out separately for each of the two
orthogonal polarizations.
10. Device according to claim 9, characterised in that the difference port (32) of the combined E and H divider is equipped with a transmission
band stop filter, which prevents the transmission signals from entering the difference
branch, and the difference port (32) is connected via the transmission band stop filter
to a low-noise amplifier.
11. Device according to claim 9, in particular for mobile applications, characterised in that the difference signals and/or a portion of the sum signals of the two symmetrical
aperture halves are passed to processing electronics, which evaluate the strength
and/or the phase angle of the difference signals and/or of the sum signals and transfers/transfer
them/this to the control electronics of the aerial positioner, such that the control
electronics can readjust the aerial such that the difference signal is minimal, and
the aerial thus remains aligned with the target satellites when the aerial carrier
is moving relative to the target satellite.
12. Device according to claim 11, characterised in that the processing electronics for the difference signals and/or the sum signals contains
one or more fixed frequency mixers and/or one or more controllable variable-frequency
mixers and one or more frequency filters, by means of which the difference signal
or a portion of the difference signal and/or the sum signal or a portion of the sum
signal can be converted to a defined baseband and can be processed there.
13. Device according to claim 12, characterised in that the strength of the difference signal and/or of the sum signal in the baseband is
measured by a suitable electronic circuit, and is transferred to the control electronics
of the aerial positioner.
14. Device according to claim 12, characterised in that the difference signal and/or the sum signal is digitized in the baseband by an analogue/digital
converter and is passed to a processor which has suitable evaluation methods for determining
the strength and/or the phase angle of the difference signal and/or of the sum signal
and for transferring this information to the control electronics of the aerial positioner.
15. Device according to claim 14, in particular for aeronautical applications, characterised in that the processor has an evaluation method by means of which it is possible to compensate
for the Doppler frequency shift which occurs in the difference signal and/or in the
sum signal when the aerial carrier is moving fast.
16. Device according to claim 9, characterised in that a polarization rotation of the difference signal caused by the spatial position of
the aerial carrier and/or the sum signal of the two apertures halves can be compensated
for by one or more waveguide modules according to claim 4, or by the processor in
the processing electronics having a suitable evaluation method.
17. Device according to claim 14, characterised in that the evaluation method of the processor consists of multiplying two or more successive
values of the amplitude of the baseband difference signal and adding these products
over a specific time Δt to form a sum S1, multiplying two or more successive values of the amplitude of the baseband sum signal
in each case and adding these products over a specific time Δt to form a sum S2, forming the quotient S1/S2 and/or some other suitable function f(S1, S2) after the time interval Δt has elapsed, comparing the value obtained in this way
with the standard curve fN (δ, S1, S2), which is known from a calibration measurement or calculation using the shortest-interval
method or some other suitable method, determining in this way the value of the error
angle δ and transferring the latter to the control electronics of the aerial positioner.
18. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that up to a total of N1/2 primary horn radiators, which are located at the edge of the aperture, are not
physically implemented, or their border is changed or is reduced in size, the associated
cells of the phase equalization grid are correspondingly modified such that the edges
of the cells still lie on the edges of the primary horn radiators (1), the aperture
configuration according to claim 1 or claim 2 is implemented only for complete rows
in the array of primary horn radiators (1) which contain N1 primary horn radiators (1), and the binary tree structure of the two feed networks
(4, 5) is appropriately tailored when primary horn radiators are absent.
1. Antenne pour communication par satellite à large bande, en particulier pour des utilisations
mobiles se composant d'un champ de radiateurs en cornets électromagnétiques primaires
(1) qui sont reliés entre eux par un réseau d'alimentation par guides d'ondes (2),
cette antenne étant constituée d'un nombre N = N
1 x N
2 de radiateurs en cornets primaires, et N
1 et N
2 étant des nombres entiers directs,
caractérisé en ce que
N
1 > 4 N
2, sur la totalité du champ d'ouverture A de l'antenne A = L x H avec L ≥ 4 H et L
< N
1λ, λ étant la longueur d'ondes de rayonnement direct minimum de l'onde électromagnétique
devant être émise ou reçue, les radiateurs à cornets primaires permettant la réception
et l'émission de deux ondes électromagnétiques à polarisations linéaires orthogonales
de sorte qu'ils disposent d'un champ d'ouverture rectangulaire a = 1 x h avec 1 <
h et 1 < λ, et d'une sortie (3) approximativement carrée, avec L = N
1 1, H = N
2 h et A = N
1 x N
2 x 1 x h = L x H, et les radiateurs à cornets primaires (1) étant alimentés directement
au niveau de leur sortie par des guides d'ondes rectangulaires (4, 5) de sorte que
l'une des polarisations linéaires orthogonales soit introduite et extraite parallèlement
au champ d'ouverture tandis que l'autre polarisation linéaire orthogonale est introduite
et évacuée dans un plan perpendiculaire au champ d'ouverture par l'intermédiaire d'un
septum de guides d'ondes (6), les cornets des radiateurs à cornets étant aplatis et
présentant perpendiculairement au champ d'ouverture une longueur 1
H < 1,5 λ, le réseau d'alimentation par guides d'ondes (2) étant constitué d'un réseau
d'alimentation pour l'une des deux polarisations linéaires orthogonales et d'un réseau
d'alimentation séparé de celui-ci pour l'autre polarisation linéaire orthogonale,
chacun des deux réseaux d'alimentation étant réalisé sous la forme d'un arbre binaire
avec des diviseurs de puissance E et H binaires (7, 8) de sorte que le dernier diviseur
de puissance respectif rassemble en les séparant symétriquement sur le plan le plus
bas de l'arbre binaire les puissances de deux semi-ouvertures avec respectivement
N/2 radiateurs à cornets primaires pour chacune des deux polarisations orthogonales,
l'occupation de l'ouverture de l'antenne suivant à chaque fois approximativement la
relation

k et m représentant des nombres entiers et 2k+m=N
1 et les puissances p
i,
j, i=1...N
1, j=1...N
2 caractérisant la contribution à la puissance des différents radiateurs à cornets
primaires, l'occupation de l'ouverture étant réalisée par des diviseurs de puissance
E et H binaires symétriques et asymétriques (7, 8) dans chacun des deux réseaux d'alimentation
pour chacune des deux polarisations orthogonales et la totalité du champ d'ouverture
étant couverte par une grille d'égalisation de phase (9), les mailles (10) de cette
grille d'égalisation de phase (9) ayant la forme d'un carré dont les côtés ont une
longueur b, et, dans chaque cas, et approximativement, b=1, h=2b et b<λ de sorte que
dans la direction N
1, les traverses de la grille soient situés sur les bords d'impact de deux radiateurs
à cornets (1) voisins, et que dans la direction N
2 les traverses de la grille se trouvent chaque cas approximativement au milieu du
champ d'ouverture de chaque radiateur à cornet (1).
2. Dispositif conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'occupation de l'ouverture de l'antenne suit à chaque fois approximativement la relation

k et m étant des nombres entiers et m ≥ 2 k, 2k+m=N
1 dans chaque cas approximativement p
i,j=p
2k+m+1-i,
j pour i=1...N
1/2, et les puissances p
i,j, i=1...N
1, j=1...N
2 représentant les contributions à la puissance des différents radiateurs à cornets
primaires.
3. Dispositif conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la sortie du réseau d'alimentation de chacune des deux polarisations orthogonales
est respectivement reliée par un guide d'ondes (11) avec un coupleur de fréquence
de guides d'ondes (12) qui sépare la bande de fréquence d'émission de la bande de
fréquence de réception et la sortie (13) de la bande de fréquence de réception (13)
des deux coupleurs de fréquence de guides d'ondes (12) étant respectivement reliée
à un amplificateur (14) à faible bruit.
4. Dispositif conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les deux signaux à polarisation linéaire orthogonaux qui s'appliquent aux deux sorties
du réseau d'alimentation et/ou aux sorties du coupleur de fréquence de guides d'ondes
(12) et/ou aux sorties de l'amplificateur (14) à faible bruit sont fournis de manière
orthogonale à au moins un module de guide d'ondes (15, 16) constitué de deux éléments
de guide d'ondes reliés l'un à l'autre le long de leur axe qui peuvent être déplacés
en rotation de façon motorisée l'un par rapport à l'autre autour de l'axe (17) du
guide d'onde de sorte que sur la face (21) du module de guide d'onde opposée aux points
d'alimentation (20) de ce module, des signaux à polarisation linéaire déplacés par
rotation puissent présenter une polarisation décuplée par rapport aux signaux à polarisation
linéaire orthogonale fournis de façon à pouvoir ainsi reconstruire la polarisation
des ondes incidentes ou commander la polarisation des ondes à émettre.
5. Dispositif conforme à la revendication 4,
caractérisé en ce que
l'antenne est équipée d'un module de guide d'ondes pour poursuivre la polarisation
pour la bande d'émission et d'un module de guide d'ondes séparé de celui-ci pour poursuivre
la polarisation de la bande de réception.
6. Dispositif conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les deux signaux à polarisation linéaire orthogonaux appliques sur les deux sorties
du réseau d'alimentation (2) et/ou sur les sorties du coupleur de fréquence de guides
d'ondes (12) et/ou sur les sorties de l'amplificateur à faible bruit (14) sont transformés
par un ou plusieurs coupleurs hybrides à 90° en des signaux à polarisation circulaire
orthogonaux de sorte que l'antenne permette également d'émettre et/ou de recevoir
des signaux à polarisation circulaire.
7. Dispositif conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'antenne est montée sur l'axe de couverture angulaire (23) d'une table de positionnement
à deux axes et les modules de guide d'ondes (15, 16) conformes à la revendication
4 et/ou le coupleur hybride à 90° conforme à la revendication 5 sont montés sur la
plate-forme azimutale de la table de positionnement, et l'antenne et les modules de
guide d'ondes (15, 16) et/ou le coupleur hybride à 90° sont reliés par des câbles
haute fréquence flexibles.
8. Dispositif conforme à l'une des revendications précédentes,
en particulier pour des utilisations dans le domaine de l'aéronautique
caractérisé en ce que
tous ou une partie des composants de l'antenne sont totalement ou partiellement argentés
ou cuivrés, tous ou une partie des composants de l'antenne sont brasés et/ou soudés
et/ou collés, l'antenne, à l'exception du champ d'ouverture est équipée par l'extérieur,
totalement ou partiellement d'une couche de protection contre la pénétration d'humidité,
et, dans le plan situé entre les cornets primaires (1) et la grille d'égalisation
de phase (9) ou dans le plan de sortie des cornets (3) est appliqué un film étanche
à l'eau qui empêche la pénétration d'humidité dans les cornets primaires et dans le
réseau d'alimentation par guides d'ondes.
9. Dispositif conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dernier diviseur de puissance de guide d'ondes de chacun des deux réseau d'alimentation
(4, 5), qui rassemble les signaux des deux demi ouvertures constituées par l'assemblage
respectif de N/2 radiateurs à cornets primaires (1) est réalisé sous la forme d'un
diviseur E et H combiné (30), de sorte que s'appliquent sur cette quadruple porte
de guides d'ondes le signal de sommation (31) des deux demi ouvertures symétriques
ainsi que le signal de différentiation (32) des deux demi ouvertures symétriques,
et pour chacune des deux polarisations orthogonales, le signal de sommation ainsi
que le signal de différentiation peuvent être dérivés de manière séparés.
10. Dispositif conforme à la revendication 9,
caractérisé en ce que
la porte de différentiation (32) du diviseur combiné E et H est équipée d'un filtre
de blocage de bande d'émission qui empêche la pénétration de signaux démission dans
la branche de différentiation et la porte de différentiation (32) est reliée par l'intermédiaire
du filtre de blocage de bande d'émission à un amplificateur à faible bruit.
11. Dispositif conforme à la revendication 9,
en particulier pour le domaine des utilisations mobiles
caractérisé en ce que
les signaux de différentiation et/ou une partie des signaux de sommation des deux
demi ouvertures symétriques sont transmis à une électronique de traitement qui exploite
l'intensité et/ou la position de phase des signaux de différentiation et/ou des signaux
de sommation et les transmet à l'électronique de commande de la table de positionnement
de l'antenne de sorte que cette électronique de commande puisse suivre l'antenne de
sorte que le signal de différentiation devienne minimum, et qu'ainsi, l'antenne reste
dirigée sur les satellites cibles lorsque le support de l'antenne se déplace par rapport
à ces satellites.
12. Dispositif conforme à la revendication 11,
caractérisé en ce que
l'électronique de traitement des signaux de différentiation et/ou des signaux de sommation
comprend au moins un mélangeur de fréquences fixes et/ou un ou plusieurs mélangeurs
variables en fréquences pouvant être commandés et un ou plusieurs filtres de fréquence
avec lesquels le signal de différentiation ou une partie du signal de différentiation
et/ou le signal de sommation ou une partie du signal de sommation peuvent être convertis
dans une bande de base définie et y être traités.
13. Dispositif conforme à la revendication 12,
caractérisé en ce que
l'intensité du signal de différentiation et/ou du signal de sommation dans la bande
de base est mesurée avec un circuit électronique adapté et est délivrée à l'électronique
de commande de la table de positionnement de l'antenne.
14. Dispositif conforme à la revendication 12,
caractérisé en ce que
le signal de différentiation et/ou le signal de sommation est numérisé dans la bande
de base par un convertisseur analogique-numérique et est transmis à un processeur
qui dispose d'un processus d'exploitation adapté pour déterminer l'intensité et/ou
la position de phase du signal de différentiation et/ou du signal de sommation et
transmet ces informations à l'électronique de commande de la table de positionnement
de l'antenne.
15. Dispositif conforme à la revendication 14,
en particulier pour des applications dans le domaine de l'aéronautique
caractérisé en ce que
le processeur dispose d'un processus d'exploitation permettant de compenser les décalages
de fréquences de Doppler du signal de différentiation et/ou du signal de sommation
se produisant en présence de mouvements rapides du support de l'antenne.
16. Dispositif conforme à la revendication 9,
caractérisé en ce qu'
une rotation de la polarisation du signal de différentiation et/ou du signal de sommation
des deux demi ouvertures conditionnée par la position spaciale du support de l'antenne
peut être compensée par un ou plusieurs modules de guide d'ondes conforme à la revendication
4, ou par le fait que
le processeur de l'électronique de traitement dispose d'un processus d'exploitation
adapté.
17. Dispositif conforme à la revendication 14,
caractérisé en ce que
le processus d'exploitation du processeur consiste à multiplier respectivement deux
ou un plus grand nombre de valeurs de l'amplitude du signal de différentiation de
la bande de base se succédant dans le temps et à faire la somme de ces produits sur
un temps déterminé Δt pour obtenir une somme S1, respectivement à multiplier deux ou un plus grand nombre de valeurs de l'amplitude
du signal de sommation de la bande de base se succédant dans le temps et à faire la
somme de ces produits sur un temps déterminé Δt pour obtenir une somme S2, après écoulement de l'intervalle de temps Δt à former les quotients S1/S2 et/ou une autre fonction adaptée f (S1, S2), à comparer les valeurs ainsi obtenues selon la méthode du plus petit écart ou une
autre méthode adaptée avec la courbe standard fN (δ, S1, S2) connue par mesure de calibration ou par calcul de façon à déterminer la valeur de
l'angle d'écart δ et transmettre celui-ci à l'électronique de commande de la table
de positionnement de l'antenne.
18. Dispositif conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
jusqu'à globalement N1/2 radiateurs à cornets primaires qui sont situés au bord de l'ouverture ne sont pas
réalisés physiquement ou sont modifiés sur leurs bords ou sont diminués, les cellules
correspondantes de la grille d'égalisation de phase sont modifiées en conséquence,
de sorte que les bords des cellules soient disposés sur les bords des radiateurs à
cornets primaires (1), l'occupation de l'ouverture conforme à la revendication 1 ou
à la revendication 2 n'est réalisée que pour des cellules complètes du champ des radiateurs
à cornets primaires (1) qui renferment N1 radiateurs à cornets primaires (1) et la structure d'arbre binaire des deux réseaux
d'alimentation (4, 5) est coupée en conséquence en cas de défaillance de radiateurs
à cornets primaires.