[0001] Die vorliegende Anmeldung betrifft ein Magnetschloss, einen Magnetschlüssel sowie
eine zueinander passende Kombination eines Magnetschlosses und eines Magnetschlüssels
wie sie in der
EP1 355 550 und der
US4425771 gezeigt ist.
[0002] Die vorliegende Anmeldung stellt ein demgegenüber konstruktiv vereinfachtes und einfacher
zu bedienendes Magnetschloss bereit.
[0003] Aus der Druckschrift
US 4,774,503 A1 sind ein Magnetschloss und ein Magnetschlüssel mit den Merkmalen der Oberbegriffe
der unabhängigen Ansprüche bekannt geworden.
[0004] Die Anmeldung betrifft ein Magnetschloss mit wenigstens einem Riegel, der als Mitnehmer
mit einem Riegelblech ausgebildet sein kann. Der Riegel weist einen ersten Magneten
auf und dieser ist zwischen einer Verriegelungsstellung und einer Entriegelungsstellung
hin- und herbewegbar ist, so dass in der Verriegelungsstellung der Riegel eine Aufnahmeöffnung
für ein insbesondere als Schaft ausgebildetes Riegelelement wenigstens teilweise oder
ganz verschließt. Zusätzlich ist im Magnetschloss ein zweiter Magnet vorgesehen, wobei
der erste Magnet und der zweite Magnet eine Kraft aufeinander ausüben. Hierbei werden
vorzugsweise Permanentmagneten eingesetzt, es sind aber auch magnetisierbare Materialien
als Magnet einsetzbar, wenn mit diesen dieselbe Wirkung erzielt wird. Vorteilhafterweise
wird der Riegel zusammen mit dem Magneten aufgrund dieser Kraft in die Verriegelungsstellung
gezogen. Dadurch ergibt sich eine platzsparende und sichere Ausführung des Magnetschlosses.
Dabei wird nicht nur ein dynamisches Ziehen umfasst, sondern auch ein statisches Halten
des Riegels bzw. Mitnehmers.
[0005] Anstelle von sich anziehenden Magneten können diese auch so angeordnet werden, daß
sie sich abstoßen. Dann besteht jedoch in vielen Fällen ein etwas größerer Platzbedarf.
[0006] Bei der Erfindung sind in dem Magnetschloss ein erster Riegel und ein zweiter Riegel,
d.h. auch Mitnehmer mit je einem Riegelblech vorgesehen, wobei der erste Riegel wenigstens
einen ersten Magneten aufweist und wobei der zweite Riegel den zweiten Magneten aufweist.
Der erste Riegel und der zweite Riegel sind zwischen einer Verriegelungsstellung und
einer Entriegelungsstellung hin- und herbewegbar, so dass in der Verriegelungsstellung
der erste Riegel und der zweite Riegel bzw. dessen die Riegelbleche eine Aufnahmeöffnung
für das Riegelelement bzw. für den Schaft wenigstens teilweise oder ganz verschließen.
Diese Ausführung ist im Betrieb besonders sicher und zuverlässig, weil ein Öffnen
und ein Verschließen des Magnetschlosses bei besonders geringem Platzbedarf ermöglicht
wird. Mit zwei Riegeln oder Mitnehmern können diese sich nämlich linear zwischen Verriegelungsstellung
und einer Entriegelungsstellung hin- und herbewegbar ausgebildet werden, während in
der Ausführung nur mit einem einzigen Riegel oder Mitnehmer dieser oft drehbar mit
einem Gelenk ausgeführt wird. Diese drehbare Anordnung muß dann so ausgeführt werden,
daß die Aufnahmeöffnung für ein Riegelelement in der offenen Stellung des Schlosses
möglichst vollständig freigegeben wird, wenn eine zuverlässige Funktion gewährleistet
werden soll. Außerdem wird ein Einrasten der Riegelbleche auf der vollen Fläche der
Nut eines Riegelelements bzw. eines Sockels ermöglicht.
[0007] Vorteilhafterweise ziehen sich durch den ersten Magneten und durch den zweiten Magneten
der erste Mitnehmer und der zweite Mitnehmer in die Verriegelungsstellung. Es sind
dann zwar zusätzliche Federlemente oder Gummielemente möglich, aber diese sind für
einen guten Verschluß nicht unbedingt nötig. Der erste Riegel kann dabei auch zwei
erste Magneten aufweisen, während der zweite Riegel zwei zweite Magneten hat, wobei
jeweils ein erster Magnet und ein zweiter Magnet eine Kraft aufeinander ausüben. Dies
begünstigt eine zuverlässigen Handhabung des Magnetschlosses.
[0008] Die Riegel bzw. Mitnehmer können sich im Magnetschloss frei verdrehen oder sie können
auch durch eine Schlosskontur z.B. in einer Form als Steg im Magnetschloss und durch
eine Riegelkontur als Mitnehmerkontur oder als Kontur im Mitnehmer gegen ein Verdrehen
relativ zu dem Magnetschloss gesichert sind, wenn die Schlosskontur entsprechend in
die Riegelkontur eingreift.
[0009] Die Anmeldung sieht in einer Ausgestaltung in einem Oberteil eine auch konische Aussparung
vor. In einem Unterteil ist eine Kippnut vorgesehen, wobei die Riegel in der Kippnut
aufgenommen sind, wenn die Riegel z.B. durch eine äußere Kraft in der Aussparung aufgenommen
sind relativ gegen die konische Aussparung bewegt werden. Dadurch wird einer Manipulation
des Magnetschlosses vorgebeugt, indem die Kippnut einer Öffnung der Riegel entgegenwirkt.
[0010] Der Riegel kann einen Mitnehmer aufweisen, der aus einem nichtmagnetischem Material
gefertigt sind, damit man sicher sein kann, daß sich nur die Magneten anziehen und
nicht etwa die Mitnehmer. Das erhöht die Zuverlässigkeit des Magnetschlosses und verhindert
ein Öffnen etwa mit einem starken Magneten von außen.
[0011] Der Riegel kann ein Riegelblech aufweisen, das Metall aufweist. Im Zusammenhang mit
einem Mitnehmer braucht man dann den Mitnehmer nur aus einem leichten Material herstellen,
während das die Aufnahmeöffnung verschließende Riegelblech z.B. aus stabilem Stahl
hergestellt ist.
[0012] Die Anmeldung umfasst auch eine Schlossanordnung mit einem solchen Magnetschloß und
mit einem Riegelelement oder Sockel der einen konisch geformten Sockelkopf, eine umlaufende
Sockelnut unterhalb des Sockelkopfes und mit einem Sockelschaft unterhalb der umlaufenden
Sockelnut. Der Riegel bzw. die Riegel greift bzw. greifen in der Verriegelungsstellung
in die umlaufende Sockelnut ein.
[0013] Zum Öffnen des Schlosses ist ein Magnetschlüssel mit wenigstens zwei Schlüsselmagneten
vorgesehen, die in einer Ebene angeordnet sind, so dass ein Nordpol eines Schlüsselmagneten
nach oben zeigt und ein Nordpol eines anderen Schlüsselmagneten nach unten zeigt.
Dieses Merkmal ergibt sich aus der Anforderung , daß die Schlüsselmagneten die sich
zwischen den Schlossmagneten wirkende Kraft überwinden sollen, so daß der Mitnehmer
in die Öffnungsstellung gezogen wird. In einer allgemeineren Form sind die Schlüsselmagneten
nebeneinander angeordnet, so dass ein Nordpol eines Schlüsselmagneten in eine Richtung
zeigt und ein Nordpol eines anderen Schlüsselmagneten im wesentlichen in die entgegengesetzte
Richtung zeigt. Somit sind auch andere Gestaltungen denkbar, auf die die Begriffe
"oben" und "unten" sowie "in einer Ebene angeordnet" nicht unmittelbar passen.
[0014] Man kann auch vier Schlüsselmagneten vorsehen, die in einer Ebene um einen Mittelpunkt
herum so angeordnet sind, so dass bei Schlüsselmagneten, die sich bezüglich des Mittelpunktes
gegenüberliegen, jeweils der gleiche Pol nach oben zeigt. Dies ist besonders sicher,
weil man derart ausgebildete Mitnehmer nicht oder nur sehr schwer durch einen externen,
nicht entsprechend komplex gepolten Schlüsselmagneten öffnen kann. Nur ein richtig
ausgeführter Magnetschlüssel öffnet diese Riegel bzw. Mitnehmer.
[0015] Wenn die Schlüsselmagneten auf einer Scheibe um eine Drehachse herum drehbar angeordnet
sind, dann wird dadurch ein Ausrichten beim Öffnen begünstigt.
[0016] An einem Überstand an der Unterseite des Magnetschlüssels können Vorsprünge oder
Stufen vorgesehen sein, die an Aussparungen eingreifen, die an der Oberseite eines
Oberteils des Magnetschlosses vorgesehen sind. Dies begünstigt eine Ausrichtung beim
Aufsetzen des Magnetschlüssels auf ein Magnetschloss.
[0017] Schließlich umfasst die Anmeldung auch eine Kombination eines solchen Magnetschlüssels
und eines solchen Magnetschlosses, wobei je ein Schlüsselmagnet in der Entriegelungsstellung
jeweils einen horizontalen Versatz gegenüber einem benachbarten Schlossmagneten aufweist,
so dass die Schlüsselmagneten weiter voneinander entfernt sind als die Schlossmagneten,
dann ergibt sich ein zuverlässiges Öffnen des Schlosses. Der gleiche Vorteil ergibt
sich, wenn je ein Schlüsselmagnet in der Entriegelungsstellung jeweils einen vertikalen
Versatz gegenüber einem benachbarten Schlossmagneten aufweist.
- Figur 1
- stellt eine Seiten-Querschnittsansicht einer ersten Ausführungsform eines Magnetschlosses
gemäß der Anmeldung in einer Verriegelungsstellung dar,
- Figur 2
- zeigt eine Draufsicht auf einen Querschnitt durch das Magnetschloss gemäß Figur 1,
- Figur 3
- zeigt eine Querschnittsansicht des Magnetschlosses aus Figur 1 und Figur 2 bei Anlegen
eines beliebigen Magneten,
- Figur 4
- zeigt eine Querschnittsansicht des Magnetschlosses der vorhergehenden Figuren in einer
Entriegelungsstellung,
- Figur 5
- zeigt eine Draufsicht auf das Magnetschloss aus Figur 4,
- Figur 6
- zeigt eine Draufsicht des Magnetschlüssels für das Magnetschloss,
- Figur 7
- zeigt einen Querschnitt durch den Magnetschlüssel entsprechend der Figur 6,
- Figur 8
- zeigt eine Querschnittsansicht des Magnetschlosses und des Magnetschlüssels sowie
einen Sockel in der Entriegelungsstellung gemäß der vorhergehenden Figuren,
- Figur 9
- zeigt eine Querschnittsansicht eines Magnetschlosses gemäß einer weiteren Ausführungsform,
- Figur 10
- zeigt eine Querschnittsansicht des Oberteils des Magnetschlosses auf Figur 9,
- Figur 11
- zeigt eine Ansicht in das Oberteil des Magnetschlosses aus Figur 9 und 10 von unten,
- Figur 12
- zeigt eine Schnittansicht durch das Magnetschlosses von Fig. 9,
- Figur 13
- zeigt eine Querschnittsansicht eines Unterteils des Magnetschlosses aus Fig. 9,
- Figur 14
- zeigt einen Ausschnitt der Querschnittsansicht von Fig. 9,
- Figur 15
- zeigt einen Ausschnitt der Querschnittsansicht von Fig. 14,
- Figur 16
- zeigt eine Seitenansicht eines Sockels des Magnetschlosses gemäß Fig. 9,
- Figur 17
- zeigt eine Querschnittsansicht eines Zehnkants des Sockels aus Figur 16,
- Figur 18
- zeigt eine Ansicht in ein Oberteil einer weiteren Ausführung eines weiteren Magnetschlosses
von unten,
- Figur 19
- zeigt eine Querschnittsansicht des Oberteils von Fig. 18,
- Figur 20
- zeigt eine weitere Querschnittsansicht des Oberteils von Fig. 18,
- Figur 21
- zeigt eine Ansicht auf die Magnetmitnehmer im verriegelten Zustand,
- Figur 22
- zeigt eine Ansicht auf die Magnetmitnehmer im entriegelten Zustand,
- Figur 23
- zeigt eine Draufsicht auf ein Riegelblech,
- Figur 24
- zeigt einen Querschnitt des Riegelblechs aus Fig. 23,
- Figur 25
- zeigt eine Ansicht eines Gehäuseoberteils einer weiteren Ausführung des Magnetschlosses,
- Figur 26
- zeigt eine Querschnittsansicht des Gehäuseoberteils aus Fig. 25,
- Figur 27
- zeigt eine räumliche Ansicht eines Magnetschlüssels gemäß einer weiteren Ausführungsform,
- Figur 28
- zeigt eine Querschnittsansicht des Magnetschlüssels von Fig. 27,
- Figur 29
- zeigt eine Querschnittsansicht des Magnetschlüssels auf Fig. 28,
- Figur 30
- zeigt eine Querschnittsansicht eines weiteren Oberteils,
- Figur 31
- zeigt eine Draufsicht auf eine Beschriftung eines Oberteils eines Magnetschlosses
[0018] In der folgenden Figurenbeschreibung werden Details angegeben, um die Ausführungsformen
der Anmeldung zu beschreiben. Es sollte jedoch für einen Fachmann offensichtlich sein,
dass die Ausführungsformen auch ohne diese Details ausgeführt werden können.
[0019] Figur 1 bis Figur 5 zeigen eine erste Ausführungsform eines Magnetschlosses 20 in
verschiedenen Ansichten.
[0020] Figur 1 zeigt eine Querschnittsansicht des Magnetschlosses 20 in einer Verriegelungsstellung
von der Seite. Das Magnetschloss 20 gliedert sich in einen Sockel 22, ein Gehäuse
24 und andere Bauteile innerhalb des Gehäuses 24. Das Gehäuse 24 weist eine kreisförmige
Öffnung 26 am Boden des Gehäuses 24 auf. Ein Sockelkopf 28 des Sockels 22 ist in die
Öffnung 26 eingeschoben, so dass der Sockel 22 im Gehäuse 24 verriegelt ist. Der Sockel
22 ist am besten in Figur 3 erkennbar in der der Sockel 22 komplett gezeigt ist. Der
Sockel 22 weist von oben nach unten folgendes auf: einen Sockelkopf 28, eine umlaufende
Sockelnut 42, einen Sockelschaft 80 und einen Sockelfuß 82. Der Sockelschaft 80, der
als ein gerader Zylinder mit gleichbleibendem Durchmesser ausgebildet ist, verbindet
die umlaufende Sockelnut 42 mit dem Sockelfuß 82. Der Sockelfuß 82 ist in Form einer
dünnen und großen kreisrunden Platte ausgebildet. Der Sockelkopf 28, die umlaufende
Sockelnut 42, der Sockelschaft 80 und der Sockelfuß 82 sind zu ihren Längsachsen axial
ausgerichtet, so dass ihre Längsachsen auch mit der Längsachse 30 des Gehäuses 24
zusammenfallen. Zwischen dem Sockelfuß 82 und dem Unterteil 32 befindet sich ein Bandagegurt
39 mit einer Segelöse 41, die auf einem Bandagegurt 39 zur Verstärkung angebracht
ist. Der Bandagegurt 39 und die Segelöse 41 sind zwischen dem Sockelfuß und dem Unterteil
32 eingespannt. Die Segelöse 41 umgibt den Sockelschaft 80. Diese Anordnung wird zur
Fixierung einer hier nicht gezeigten Person verwendet.
[0021] Das Gehäuse 24 weist ein zylindrisches Oberteil 25 auf, das in Richtung auf den Boden
des Gehäuses 24 zu offen ausgeführt ist. An der oben befindlichen Wandung des Oberteils
25 ist eine konische bzw. kegelförmige Aussparung 34 bzw. Aufnahme ausgebildet, die
man besonders gut in Figur 3 und Figur 4 sieht. Das Gehäuse 24 weist weiterhin ein
Unterteil 32 auf, welches das Oberteil 25 an seinem unteren Ende verschließt. Das
Unterteil 32 und das Oberteil 25 bilden in ihrem Inneren einen Hohlraum aus, der die
weiteren Bauteile des Magnetschlosses 20 enthält. Eine Öffnung 26 befindet sich in
der Mitte des Unterteils 32 und erstreckt sich durch das Unterteil 32 hindurch. Sowohl
die Öffnung 26 als auch der Sockel 22 sind zur Längsachse 30 des Gehäuses 24 axial
ausgerichtet.
[0022] Das in das Oberteil 25 eingeschobene Unterteil 32 hat die Form eines Vollzylinders
mit einem umlaufenden Absatz 33. An der Oberseite des Unterteils 32 ist gegenüber
der Riegelbleche 53, 55 eine Kippnut 35 eingelassen. Die Kippnut 35 bildet einen Kreis,
der die Längsachse 30 zum Mittelpunkt hat und vertieft sich von innen nach außen.
Das Unterteil 32 ist in so eine breite Öffnung des Oberteils 25 eingesteckt, dass
das Oberteil 25 abgedichtet wird. Zwischen der oberen Wandung des Oberteils 25 und
dem Unterteil 32 ist ein Hohlraum ausgespart. Die Höhe des Hohlraumes ist ein wenig
größer als die Höhe des kegelstumpfförmigen Sockelkopfes 28 und der Sockelnut 42.
Das Unterteil 32 ist im Oberteils 25 eingeklebt, so dass die zwei Teile 25, 32 des
Gehäuses 24 festgefügt und entlang der Längsachse 30 des Gehäuses 24 axial ausgerichtet
sind.
[0023] Zwei Magnetmitnehmer 36, 38 sind im Hohlraum zwischen Oberteil 25 und dem Unterteil
32 vorgesehen. Die beiden Magnetmitnehmer 36, 38 haben eine identische Form, die einem
Halbmond ähnelt. Diese Form der Magnetmitnehmer ist besonders gut in Figur 2 erkennbar,
die eine Draufsicht auf einen Querschnitt durch das Magnetschloss 20 entlang der Schnittlinie
A-A in Figur 1 zeigt. Die zwei Magnetmitnehmer 36, 38 liegen verschieblich auf einer
inneren Planfläche 201 des Unterteils 32 auf. Die Stirnflächen 58, 60, 66, 68 der
halbmondförmigen Bereiche liegen aneinander an. Der linke Magnetmitnehmer 36 ist in
Figur 2 auf der linken Seite des Unterteils 32 platziert, wohingegen der rechte Magnetmitnehmer
38 an der rechten Seite des Unterteils 32 platziert ist. Der linke Magnetmitnehmer
36 und der rechte Magnetmitnehmer 38 sind somit symmetrisch zur Längsachse 30 des
Gehäuses 24 herum angeordnet. Die Magnetmitnehmer 36, 38 sind auf dem Unterteil 32
verschiebbar. Der Führungssteg 27 im Oberteil 25 greift in eine Konturvertiefung 202
auf den Magnetmitnehmern 36, 38 ein und sichert die Magnetmitnehmer gegen eine Drehung
um die Achse 30 des Magnetschlosses 20. Der Führungssteg 27 ist besonders gut in den
Figuren 18 bis 20 erkennbar und die Konturvertiefung 202 ist besonders gut in Figur
21 erkennbar.
[0024] Die zwei Magnetmitnehmer 36, 38 treffen an ihren oberen Enden aufeinander aber lassen
einen Spalt 200 an ihrem unteren Ende frei. Dieser Spalt 200 hat das Profil eines
umgekehrten V, wie in der Figur 1 gezeigt ist. Weitere Details der Magnetmitnehmer
36, 38 sind ebenfalls besser in der Figur 2 erkennbar. Jeder der Magnetmitnehmer 36,
38 hat zwei Magnete und ein Riegelblech. Alle vier Magnete sind Ferrit-Magnete oder
NdFeB-Magnete. Der linke Magnetmitnehmer 36 hat zwei Magnete 44, 46 oberhalb eines
linken Riegelblechs 53. Der rechte Magnetmitnehmer 38 hat zwei andere Magnete 48,
50 oberhalb eines rechten Riegelblechs 55.
[0025] Die Struktur des Sockels 22 mit dem Sockelkopf 28, der als konischer Kegelstumpf
ausgebildet ist, ist in Figur 1 besonders gut zu sehen. Ein vorderes Ende des Sockels
22 weist, verglichen mit dem Sockeldurchmesser des Sockels 22, einen reduzierten Durchmesser
auf. Unter dem Sockelkopf 28 ist eine umlaufende Sockelnut 42 um den Sockel 22 herum
angeordnet. Teile der zwei Magnetmitnehmer 36, 38 liegen über die Riegelbleche 53,
55 an der umlaufenden Sockelnut 42 des Sockels 22 an.
[0026] Figur 2 stellt eine Draufsicht des Magnetschlosses 20 dar, und zwar entlang einer
Schnittlinie A-A in Figur 1, so dass man die inneren Teile des Magnetschlosses 20
erkennen kann. In der Draufsicht hat das Gehäuse 24 im äußeren Profil eine kreisrunde
Form. In dem Gehäuse 24 ist eine Vertikalachse 52 und ein Horizontalachse 54 derart
eingezeichnet, dass die zwei Achsen 52, 54 rechtwinklig zueinander verlaufen, und
sich in der Mitte des Gehäuses 24 kreuzen. Die Projektion der Längsachse 30 fällt
somit mit dem Schnittpunkt der Horizontalachse 54 mit der Vertikalachse 52 zusammen.
Eine zylindrische Wand 203 des Gehäuses 24 umschließt sowohl die Magnetmitnehmer 36,
38 als auch den Sockelkopf 28 des Sockels 22. In dem Zentrum des Gehäuses 24 zeigen
zwei konzentrische Kreise den konischen kegelstumpfförmigen Sockelkopf 28 des Sockels
22. Die zwei Magnetmitnehmer 36, 38 sind nahe des Sockels 22 an der umlaufenden Sockelnut
42 angeordnet.
[0027] Der linke Magnetmitnehmer 36 hat ein linkes Riegelblech 53 und zwei Rundmagnete 44,
46 an der oberen Planfläche des linken Riegelblechs 53, nämlich einen linken oberen
Schlossmagnet 44 und einen linken unteren Schlossmagnet 46. Der linke obere Schlossmagnet
44 und der linke untere Schlossmagnet 46 sind symmetrisch zur Horizontalachse 54 an
entgegengesetzten Enden des halbmondförmigen linken Riegelblechs 53 bzw. an entgegengesetzten
Enden des linken Magnetmitnehmers 36 angeordnet. Ein Nordpol des linken oberen Schlossmagneten
44 und ein Südpol des linken unteren Schlossmagneten 46 sind nach oben gerichtet.
[0028] An der linken Seite des Magnetmitnehmers 36 weist der linke Magnetmitnehmer 36 einen
äußeren Rand 56 auf, der teilweise kreisförmig ist. Der äußere Rand 56 passt zu einer
Innenwand 205 des Oberteils 25. An der rechten Seite des linken Magnetmitnehmers 36
sind zwei kurze linke gerade Ränder 58, 60 mit jeweils gleicher Länge angeordnet.
In dem Mittelteil des linken Magnetmitnehmers 36 ist rechts ein linker halbkreisförmiger
Rand 62 ausgebildet, der die zwei linken geraden Ränder 58, 60 miteinander verbindet.
Die zwei kurzen linken geraden Ränder 58, 60 werden durch einen oberen linken geraden
Rand 58 am oberen Ende und einen unteren linken geraden Rand 60 am unteren Ende gebildet.
Die zwei linken geraden Ränder 58, 60 sind symmetrisch zur Horizontalachse 54 angeordnet.
[0029] Der rechte Magnetmitnehmer 38 ist identisch zu dem linken Magnetmitnehmer 36 aufgebaut.
Der rechte Magnetmitnehmer 38 hat ein rechtes Riegelblech 55 und zwei Rundmagnete
48, 50 am oberen und am unteren Ende des rechten Riegelblechs 54, nämlich einen rechten
oberen Schlossmagnet 48 und einen rechten unteren Schlossmagnet 50. Die Rundmagnete
48, 50 sind symmetrisch zur Horizontalachse 54 an entgegengesetzten Enden des halbmondförmigen
rechten Magnetmitnehmers 38 angeordnet. Ein Südpol des rechten oberen Schlossmagneten
48 und ein Nordpol des rechten unteren Schlossmagneten 50 sind nach oben gerichtet.
[0030] Auf der rechten Seite des rechten Magnetmitnehmers 38 weist der rechte Magnetmitnehmer
38 einen äußeren Rand 64 auf, der teilweise kreisförmig ist. Der äußere Rand 64 passt
zu einer Innenwand 205 des Gehäuses 24. An der linken Seite des rechten Magnetmitnehmers
38 sind zwei kurze rechte gerade Ränder 66, 68 mit jeweils gleicher Länge angeordnet.
In dem Mittelteil des rechten Magnetmitnehmers 38 ist links ein rechter halbkreisförmiger
Rand 70 angeordnet, der die zwei kurzen rechten geraden Ränder 66, 68 miteinander
verbindet. Die zwei kurzen rechten geraden Ränder 66, 68 werden durch einen oberen
rechten geraden Rand 66 am oberen Ende und einen unteren rechten geraden Rand 68 am
unteren Ende gebildet. Die zwei rechten geraden Ränder 66, 68 sind auch symmetrisch
zur Horizontalachse 54 angeordnet.
[0031] Wie in der Figur 2 gezeigt ist, berührt in der Verriegelungsstellung der obere linke
gerade Rand 58 den oberen rechten geraden Rand 66 und der untere linke gerade Rands
60 den unteren rechten geraden Rand 68, und zwar jeweils entlang der Vertikalachse
52. Weiterhin befinden sich der linke halbkreisförmige Rand 62 und der rechte halbkreisförmige
Rand 70 in der Verriegelungsstellung des Magnetschlosses 20 gemäß Figur 2 sehr nahe
am Sockelkopf 28. Das zylindrische Loch, das zwischen dem linken und dem rechten Magnetmitnehmer
36, 38 ausgebildet wird, hat einen etwas größeren Durchmesser als der Sockelkopf 28.
[0032] Ein umlaufender Pfeil 43 gibt einen Kraftfluss 43 an, der entstehen kann, wenn auf
den Bandagengurt 39 auf der rechten Seite eine Kraft nach oben ausgeübt wird. Hierbei
wird das Unterteil 32 nach oben gezogen, so dass sich der Zwischenraum zwischen dem
rechten Riegelblech 55 und dem Sockelkopf 28 schließt. Der Kraftfluss 43 verläuft
dann vom Bandagengurt 39 über das Unterteil 32, das rechte Riegelblech 55, den Sockelkopf
28, den Sockelschaft 80, den Sockelfuß 82 und die Segelöse 41. Das Oberteil 25 und
die Magnetmitnehmer 36, 38 sind nicht im Kraftfluss.
[0033] Zur leichteren Positionierung eines Magnetschlüssels können optional gemäß einer
weiteren Ausgestaltung zusätzlich Markierungen auf dem äußeren oberen Ende des Gehäuses
24 vorgesehen werden, wie in Fig. 2 gezeigt Die vier Markierungen 72, 74, 76, 78 sind
eine obere Markierung 72, eine linke Markierung 74, eine untere Markierung 76 und
eine rechte Markierung 78. Die obere Markierung 72 und die untere Markierung 76 sind
mit Farbe ausgefüllt, und sie sind entlang der Vertikalachse 52 angeordnet. Bei der
linken Markierung 74 und der rechten Markierung 78 ist die Farbe ausgelassen, und
sie sind entlang der Horizontalachse 54 angeordnet. Alle vier Markierungen 72, 74,
76, 78 sind nahe dem äußeren Rand des Gehäuses 24 angeordnet.
[0034] Figur 3 stellt eine Seitenansicht des Magnetschlosses 20 dar. In Figur 3 ist das
Magnetschloss 20 in einer aufrechten Position gezeigt, wobei das Gehäuse 24 auf das
obere Ende des Sockels 22 aufgesetzt ist. Der linke und der rechte Magnetmitnehmer
36, 38 stehen über die Riegelbleche 53, 55 mit der umlaufenden Sockelnut 42 des Sockels
22 in Eingriff und verhindern ein Abziehen des Magnetschlosses 20 vom Sockel 22.
[0035] Ein starker Magnet 84 ist auf der oberen Planfläche 207 des Gehäuses 24 platziert.
Die Magnete 44, 46, 48, 50 der Magnetmitnehmer 36, 38 werden an den Magneten 84 herangezogen,
wenn der Magnet 84 ausreichend stark ist. Dadurch werden die zwei Magnetmitnehmer
36, 38 angehoben und gegen die konische Aussparung 34 gedrückt. Deren Begrenzungskanten
150 sind besonders gut in Figur 1 und Figur 2 zu sehen. Die unteren Enden der Magnetmitnehmer
36, 38 kommen sich unter dem Einfluss des beliebigen Magneten 84 näher. Dadurch schließt
sich der in Figur 1 gezeigte V-förmige Spalt 200 zwischen den Magnetmitnehmern 36,
38. Die Unterseiten der Riegelbleche 53, 55 sowie die untere Außenkante der Magnetmitnehmer
36, 38 werden in die Kippnut 35 gedrückt. Ein Öffnen der Verriegelung durch einen
beliebigen Magneten wird dadurch verhindert, selbst wenn die Magnetmitnehmer in diesem
Zustand durch ein Hin- und Herbewegen des Magneten 84 aufgeschoben werden. Der äußere
Rand der Kippnut 35 blockiert nämlich die Magnetmitnehmer 36, 38 und die Riegelbleche
53, 55 mechanisch gegen ein weiteres Auseinanderbewegen. Die Riegelbleche 53, 55 in
der umlaufenden Sockelnut 42 bleiben zwischen dem Sockelschaft 80 und dem konischen
kegelstumpfförmigen Sockelkopf 28 eingeschlossen, so dass der Sockel 22 nicht aus
der Öffnung 26 herausgezogen werden kann.
[0036] Figur 4 und Figur 5 zeigen das Magnetschloss 20 in einer Entriegelungsstellung. Im
Vergleich mit den Figuren 1 bis 3 sind die zwei Magnetmitnehmer 36, 38 weiter voneinander
beabstandet, denn Magnetkräfte eines hier nicht gezeigten Magnetschlüssels 90 ziehen
die Magnetmitnehmer 36, 38 auseinander bis sie an der Innenwand 205 des Gehäuses 24
anliegen. Dies ist gut in Figur 8 erkennbar, die auch den Magnetschlüssel 90 zeigt.
Wie in den Figuren 4 und 5 gezeigt ist, werden der linke innere halbkreisförmige Rand
63 und der rechte innere halbkreisförmige Rand 71 der Riegelbleche 53, 55 aus der
umlaufenden Sockelnut 42 herausgezogen, so dass der Sockel 22 aus der Öffnung 26 des
Gehäuses 24 herausgezogen werden kann.
[0037] Figur 6 und Figur 7 zeigen eine erste Ausführungsform eines Magnetschlüssels 90,
der auf das Magnetschloss 20 gemäß Figur 4 und 5 aufgesetzt ist. Figur 6 zeigt eine
Draufsicht auf die untere Bodenfläche des Magnetschlüssels 90 für das Magnetschloss
20. Der Magnetschlüssel 90 hat einen im Wesentlichen zylindrischen Körper 92. Der
Magnetschlüssel 90 hat weiter einen Deckel 94 mit einer Kontur 208 zum Greifen mit
der Hand und eine flache Bodenfläche 96. An der Bodenfläche 96 steht ein ringförmiger
Rand 98 nach unten ab. Der Innendurchmesser der ringförmigen Wand 98 ist ein wenig
größer als der Außendurchmesser des Gehäuses 24. Die Vertikalachse 52 und die Horizontalachse
54 kreuzen sich in der Mitte der flachen Deckfläche 94, so dass die flache Bodenfläche
96 in vier gleiche und zu den Achsen 52, 54 symmetrische Bereiche aufgeteilt ist.
[0038] Vier Rundmagnete 99, 100, 102, 104 sind ringförmig um eine Längsachse des Magnetschlüssels
90 herum angeordnet, und zwar mit gleichem Abstand. Die Längsachse des Magnetschlüssels
90 stimmt mit der Längsachse 30 des Gehäuses 24 überein. Alle vier Rundmagnete 99,
100, 102, 104 sind SeltenerdMagnete oder auch NdFeB-Magnete oder auch Hartferrit-Magnete.
Die vier Rundmagnete 99, 100, 102, 104 sind innerhalb des Magnetschlüssels 90 fixiert.
Die Orientierungen und Anordnungen dieser Rundmagnete 99, 100, 102, 104 sind in den
Figuren 6 bis 8 gezeigt. Jeweils zwei ringförmig benachbarte Magnete weisen einen
Zwischenwinkel α von 90° auf.
[0039] Wie in der Figur 6 gezeigt, sind die zwei oberen Rundmagnete 99, 104 symmetrisch
zu den zwei unteren Rundmagneten 100, 102 bezüglich der Horizontalachse 54 angeordnet.
Die zwei linken Rundmagnete 99, 100 sind symmetrisch zu den rechten Rundmagneten 102,
104 bezüglich der Vertikalachse 52 angeordnet. Die vier Rundmagnete 99, 100, 102,
104 sind so ausgerichtet, dass zwei diagonal gegenüberliegende Rundmagneten jeweils
dieselbe nach oben gerichtete Polarität haben. In der Anordnung von Figur 6 zeigen
die Südpole des linken unteren Schlüsselmagneten 100 und des rechten oberen Schlüsselmagneten
104 nach oben und die Nordpole des rechten unteren Schlüsselmagneten 102 und des linken
oberen Schlüsselmagneten 99 zeigen nach oben.
[0040] Orientierungsmarkierungen 106, 108, 110, 112 des Magnetschlüssels 90 sind weiterhin
zwischen den ringförmig benachbarten Magneten verteilt. Die vier Orientierungsmarkierungen
106, 108, 110, 112 sind gleichmäßig zwischen vier Rundmagneten 99, 100, 102, 104 verteilt.
Insbesondere sind die Markierungen 99, 100, 102, 104 entlang der Horizontalachse 54
bzw. der Vertikalachse 52 nahe der Außenbegrenzung des Magnetschlüssels 90 verteilt.
Die vier Rundmagnete 99, 100, 102, 104 sind innerhalb des Magnetschlüssels 90 verborgen.
[0041] In der Querschnittsansicht von Figur 7 sind die beiden an der Bodenfläche 96 des
Magnetschlüssels 90 angeordnete Rundmagnete 100, 102 von der Seite sichtbar. Weiterhin
ist eine Kontur 208 zum Greifen des Magnetschlüssels 90 mit der Hand gezeigt.
[0042] Figur 8 zeigt eine Seitenansicht des Magnetschlosses 20 aus den Figuren 4 bis 5 entspricht,
in der Entriegelungsstellung zusammen mit dem Magnetschlüssel 90, aus Figur 7 in einer
Querschnittsansicht.
[0043] Das Magnetschloss 20 ist direkt unterhalb des Magnetschlüssels 90 platziert, so dass
es im Rand 98 aufgenommen ist. Die Markierungen 106, 108, 110, 112 an dem Magnetschlüssel
90 sind zur Veranschaulichung passend zu den Markierungen 72, 74, 76, 78 an dem Magnetschloss
20 ausgerüstet. Nur die zwei unteren Rundmagnete 46, 50 des Magnetschlosses 20 sind
in der Figur 8 sichtbar. Figur 8 macht weiterhin deutlich, dass die Rundmagneten 100,
102 des Magnetschlüssels 90 in der Entriegelungsstellung weiter voneinander entfernt
sind als die Rundmagneten 46, 50 des Magnetschlosses 20. Damit ist gewährleistet,
dass die Magnetmitnehmer 36 stets sicher in die geöffnete Position angezogen werden.
Durch die entgegengesetzte Polarität der gegenüberliegenden Seiten der Magnete 100,
46 und der Magneten 102, 50 wirken anziehende Kräfte zwischen den Magneten 100, 46
und zwischen den Magneten 102, 50. Dadurch werden die frei verschiebbar angeordneten
Magnetmitnehmer 36, 38 auseinandergezogen. Die Magnetmitnehmer 36, 38 bewegen sich
somit von dem Sockel 22 weg, so dass die Riegelbleche 53, 55 der Magnetmitnehmer 36,
38 ebenfalls voneinander weg bewegt und aus der umlaufenden Sockelnut 42 des Sockels
22 herausbewegt werden. Wenn die Riegelbleche 53, 55 aus der umlaufenden Sockelnut
42 bewegt werden, kann der Sockel 22 aus der Öffnung 26 des Gehäuse 24 herausgezogen
werden.
[0044] Das Magnetschloss 20 schafft eine einfache Verriegelungsvorrichtung zum Koppeln und
Entkoppeln des Sockels 22 mit dem Gehäuse 24 und dem Unterteil 32. Das Magnetschloss
20 weist sehr wenige Bauteile auf. Deshalb kann das Magnetschloss 20 und der Magnetschlüssel
90 einfach konstruiert und hergestellt werden.
[0045] Die Anforderungen an die äußere Form und die innere Kopplung des Magnetschlosses
20 liegen typischerweise im Hunderstelmillimeter-Toleranzbereich. Diese Toleranzen
können durch kostengünstige Spritzgussformteile erfüllt werden. Die Kosten für die
serienmäßige Herstellung des Magnetschlosses in großen Stückzahlen können daher gering
gehalten werden.
[0046] Das Magnetschloss 20 benötigt keine teueren Bauteile. Zum Beispiel können die Rundmagnete
44, 46, 48, 50 in dem Magnetschlüssel 20 als Seltenerd-Ferrit-Magnete ausgebildet
werden. Die Rundmagnete 44, 46, 48, 50 in dem Gehäuse 24 des Magnetschlosses können
auch Ferrit- oder Alnico-Magnete sein, die ebenfalls kostengünstig sind. Das Oberteil
25, das Unterteil 32, die Magnetmitnehmer 36, 38 und auch der Sockel 22 können durch
typisches Spritzgießen von thermoplastischen Materialien wie beispielsweise Polystyren,
ABS bzw. Acrylnitril-Butadien-Styrol, Polyamid, Polypropylen, Polyethylen und Polyvinylchlorid
oder PVC kostengünstig hergestellt werden. Der Sockel kann auch aus Stahl oder anderen
Metallen hergestellt sein.
[0047] Die Magnete des Magnetschlosses 20 und des Magnetschlüssels 90 können weiterhin auch
metallische Magnetelemente, Komposit- und Seltenerdmagnete aufweisen. Geeignete Kompositmagnete
für den Magnet sind beispielsweise Keramik-Magnete, Ferrit-Magnete, Alnico-Magnete,
Ticonal-Magnete, Neodym-Eisen-Bor Magnete, kunstharzbasierte spritzgussgeformte Magnete,
flexible kunstharz- oder binderbasierte Magnete, etc. Einzelne Bauteile des Magnetschlosses
20 und des Magnetschlüssels 90 können auch magnetisiert oder aus Permanentmagneten
entsprechend einem vorbestimmten magnetischen Muster hergestellt sein, um gewünschte
Funktionen zu erfüllen.
[0048] Das Magnetschloss 20 ist widerstandsfähig und betriebssicher. Es ist unwahrscheinlich,
dass Vibrationen oder ungeschickte Handhabungen das Magnetschloss 20 zerstören. Diese
Eigenschaften erlauben es, dass das Magnetschloss 20 in einem weiten Anwendungsbereich
benutzt werden kann, beispielsweise als Sicherung für Bandagensysteme, als Lagerschloss,
oder als Sicherheitsetikett für Kleidungsstücke und Gepäcktaschen.
[0049] Das Magnetschloss 20 lässt sich leicht in andere Anwendungen integrieren. Zum Beispiel
kann das Gehäuse 24 des Magnetschlosses 20 ein integraler Bestandteil einer Tür mit
einer Kindersicherung sein. Der Sockel 22 des Magnetschlosses 20 kann auf einem Rahmen
der Tür montiert sein. Eine Vorrichtung mit dem Magnetschloss 20 kann mit einer integrierten
Verriegelungsfunktion unter Verwendung des Magnetschloss 20 hergestellt werden.
[0050] Die Markierungen 72, 74, 76, 78, 106, 108, 110, 112 an dem Gehäuse 24 und dem Magnetschlüssel
90 sorgen für eine einfache Entriegelung. Die Markierungen 72, 74, 76, 78, 106, 108,
110, 112 sorgen für eine Benutzerführung beim Gebrauch des Magnetschlosses 20. Die
Markierungen 72, 74, 76, 78, 106, 108, 110, 112 können auch als Teil einer Verzierung
des Magnetschloss 20 und des Magnetschlüssels 90 verwendet werden.
[0051] Das Magnetschloss 20 benötigt für den Betrieb keine externe Energieversorgung. Zum
Beispiel benötigt das Magnetschloss 20 für den Betrieb keine Batterie, die Zusatzkosten
und einen Ausfall aufgrund von Stromausfall verursachen kann. Das Magnetschloss 20
ist ein abgeschlossenes System, das unabhängig betrieben werden kann.
[0052] Alternativ kann das Gehäuse 24 anders geformt sein, wie zum Beispiel kubisch. Wenn
das Gehäuse 24 eine rechteckig geformte Deckfläche aufweist, kann ein Magnetschlüssel,
der mit der Deckfläche zusammenpasst, das Magnetschloss 20 leicht entriegeln. Hierbei
wird die korrekte Positionierung des Magnetschlüssels 90 auf dem Magnetschloss 20
durch die Form des Magnetschlosses 20 erleichtert. Weitere Formgebungen, bei denen
der Magnetschlüssel 90 eine Gegenform zum Magnetschloss 20 bildet, sind auch möglich.
[0053] Gemäß einer Alternative kann die umlaufende Sockelnut 42 eine andere Form annehmen,
die mit den Magnetmitnehmern 36, 38 zusammenpasst. Statt zweier Magnetmitnehmer 36,
38 kann ein einzelner Magnetmitnehmer vorgesehen werden, zum Beispiel dann wenn die
Öffnung 26 nahe der Seitenwand des Gehäuses 24 vorgesehen ist.
[0054] Der Sockel 22 kann auch in einer anderen Form hergestellt werden, die durch den Magnetmitnehmer
36, 38 blockiert werden kann. Zum Beispiel kann der Sockel 22 einen quadratischen
Querschnitt, dreieckigen Querschnitt, einen Mehrkant oder eine andere Form aufweisen.
Die Öffnung 26 kann den Sockel auch mit Spiel aufnehmen.
[0055] Das Gehäuse 24 des Magnetschlosses 20 schützt die Magnetmitnehmer 36, 38 vor Erschütterungen,
Korrosion und Bestrahlung etc. von außen. Selbst wenn das Gehäuse 24 des Magnetschlosses
20 aus der Höhe fallengelassen wird, sind die inneren Magnetmitnehmer 36, 38 gegen
Bruch und Verkratzen geschützt.
[0056] Die Rundmagnete 44, 46, 48, 50 des Magnetschlosses 20 sorgen für Antriebskräfte zum
Öffnen und Schließen des Magnetschlosses 20. Wenn kein externer Magnet vorhanden ist,
ziehen sich die Rundmagnete 44, 46, 48, 50 an den Magnetmitnehmern 36, 38 an, so dass
sie sich aufeinender zu bewegen bis sie die in Figur 2 gezeigte Verriegelungsstellung
erreichen und den Sockel 22 fixieren.
[0057] Die Rundmagnete 44, 46, 48, 50 innerhalb des Gehäuses 24 des Magnetschlosses 20 sind
schwächere Magnete als die Rundmagnete des Magnetschlüssels 90. Bei Vorhandensein
des Magnetschlüssels 90, wie in Figur 8 gezeigt ist, werden die Rundmagnete 44, 46,
48, 50 innerhalb des Gehäuses 24 zu den Magneten 99, 100, 102, 104 des Magnetschlüssels
90 herangezogen, so dass die Magnetmitnehmer 36, 38 voneinander wegbewegt und in die
Entriegelungsstellung gezogen werden. Dabei werden die Magnetmitnehmer 36, 38 gegen
die zylindrische Innenwand 205 des Gehäuses 24 bewegt.
[0058] Das konische kegelstumpfförmige Sockelkopf 28 des Sockels 22 erleichtert das Einführen
des Sockels 22 in das Gehäuse 24 des Magnetschlosses 20. Da die Spitze des Sockels
22 einen kleineren Durchmesser als die Öffnung 26 und das Loch zwischen den in Anlage
befindlichen Magnetmitnehmern 36, 38 aufweist, kann der Sockel 22 leicht durch die
Öffnung 26 und durch dieses Loch gedrückt werden.
[0059] Die umlaufende Sockelnut 42 des Sockels 22 wirkt mit den Riegelblechen 53, 55 der
Magnetmitnehmer 36, 38 derart zusammen, dass die Riegelbleche 53, 55 den Sockel 22
daran hindern, sich aus dem Gehäuse 24 heraus zu bewegen, wenn die zwei Riegelbleche
53, 55 in die umlaufende Sockelnut 42 eingeführt sind.
[0060] Ein Verfahren zum Herstellen des Magnetschlosses weist folgende Schritte auf: Einige
der Schritte können in ihrer Abfolge verändert werden. In einem ersten Schritt wird
das Gehäuse 24 bereitgestellt. In einem zweiten Schritt werden die Magnetmitnehmer
36, 38 mit den Magneten 44, 46, 48, 50 und den Riegelblechen 53, 55 in das Gehäuse
24 verbracht. In einem dritten Schritt werden die Magnetmitnehmer 36, 38 innerhalb
des Gehäuses 24 mit dem Unterteil 32 verdeckt. In einem dritten Schritt kann der Sockel
22 bereitgestellt werden. Optional können das Magnetschloss 20, Der Sockel 22 oder
beides an einem zu verschließenden Objekt befestigt werden. Das Verfahren zur Herstellung
des Magnetschlosses ist einfach durchzuführen, da es ohne Maschinen für einen präzisen
Arbeitsvorgang auskommen kann.
[0061] Ein Verfahren zum Verriegeln des Magnetschlosses 20 weist ein Einführen des Sockels
22 in die Öffnung 26 auf. Ein Verfahren zum Entriegeln des Magnetschlosses 20 weist
ein in Anlage Bringen des Magnetschlüssels 90 an das Magnetschloss 20 gemäß einer
vorgegebenen Anordnung auf, so dass der Sockel 22 aus dem Magnetschloss 20 herausgezogen
werden kann. Die Verfahren zum Verriegeln und Entriegeln sind einfach durchzuführen,
da keine externe Energie und auch keine komplexen Geräte notwendig sind.
[0062] Der Magnetschlüssel 90 kann eine Drehscheibe mit den benannten Rundmagneten 99, 100,
102, 104 aufweisen, die sich dann beim Annähern an das Magnetschloss selbständig durch
die axiale Magnetkraft zu der Polarisierung der Rundmagneten 44, 46, 48, 50 des Magnetschlosses
20 ausrichtet. Ebenfalls könnte eine weitere Ausführung ein Oberteil 25 ohne Führungssteg
27 aufweisen, damit sich die Polarisierung der Rundmagneten 44, 46, 48, 50 der Magnetmitnehmer
36, 38 frei beweglich rotierend zu dem sich annähernden Magnetschlüssel 90, der mit
den Rundmagneten 99, 100, 102,104 ausrichten kann.
[0063] Es ist auch möglich, dass sich zur Führung der Magnetmitnehmer 36, 38 ein Führungssteg
auf dem Unterteil 25 oder auf den Magnetmitnehmern 36, 38 befindet und in eine gegenüberliegende
Kontur eingreift.
[0064] Die Figuren 9 bis 17 zeigen ein Magnetschloss 20 gemäß einer weiteren Ausführungsform.
Zahlreiche Teile des Magnetschlosses 20 aus Figur 9 entsprechen dem Magnetschloss
der vorhergehenden Figuren. Sich entsprechende Bauteile sind mit einem Apostroph versehen.
Mitnehmer sind in diesen Ansichten weggelassen.
[0065] Der Sockelschaft 80' aus Figur 9 ist in Figur 16 vollständig gezeigt. Unterhalb der
Sockelnut 42' hat der Sockelschaft 80' einen zylinderförmigen Abschnitt 118, dessen
Durchmesser dem Durchmesser des Sockelkopfes 28' entspricht. Unterhalb des zylinderförmigen
Abschnitts 118 hat der Sockelschaft 80' einen zehnkantförmigen Abschnitt 115, dessen
Durchmesser etwas größer als der Durchmesser des zylinderförmigen Abschnitts ist und
wiederum unterhalb des zehnkantförmigen Abschnittes 115 weist der Sockelschaft 80'
einen unteren zylindrischen Abschnitt auf. An den unteren zylindrischen Abschnitt
schließt sich eine Bodenplatte 82 an. Hierbei hat der untere zylindrische Abschnitt
einen variablen Radius. Der weitere Aufbau des Sockels 22' entspricht dem Aufbau des
Sockels aus Figur 8.
[0066] Das Unterteil 32' des in Fig. 9 gezeigten Gehäuses 24' hat eine Öffnung 26' zum Einführen
des Sockels 22'. Die Öffnung 26' hat einen zylinderförmigen Abschnitt 117 und unterhalb
des zylinderförmigen Abschnitts 117 einen zehnkantförmigen Abschnitt 116. Der zylinderförmige
Abschnitt 118 des Sockelschafts 80' passt in den zylinderförmigen Abschnitt 117 der
Öffnung 26'. Ebenfalls passt der zehnkantförmige Abschnitt 115 des Sockelschafts 80'
in den zehnkantförmigen Abschnitt 116 der Öffnung 26'. Durch den Formschluss des zehnkantförmigen
Abschnitts 115 mit der zehnkantförmigen Aussparung 116 wird ein Verdrehen des Unterteils
32' gegenüber dem Sockelschaft 80 verhindert, so dass die Mitnehmer 36, 38 nicht durch
eine schnelle Drehung des Unterteils 32' oder des damit verbundenen Oberteils 25'
gegenüber dem Sockelschaft 80' in Rotation versetzt und durch die Zentrifugalkraft
auseinandergezogen werden können.
[0067] Im Unterschied zur Ausführungsform von Figur 1 hat das Oberteil 25' keinen Führungssteg
und keine dachförmige Aussparung. Weiterhin enthält das Unterteil 32' keine Kippnut.
[0068] Figur 10 zeigt eine Querschnittsansicht des Oberteils 25' aus Figur 9. Figur 10 zeigt
eine Führungsbund 40 der mit dem Sockelkopf 28' zusammenpasst, so dass dieser formschlüssig
aufgenommen wird, wie in Figur 9 gezeigt. Weiterhin befindet sich an der Unterseite
des Führungsbunds 40' ein Radius 210. An der Innenwand 205 des Oberteils 25' ist unten
eine umlaufende Fase angebracht.
[0069] Figur 11 zeigt eine Ansicht von unten in das Oberteil 25', in der der Führungsbund
40', der Radius 210 und die umlaufende Fase 209 von unten gezeigt sind.
[0070] Figur 12 zeigt eine Ansicht auf das Unterteil 32' entlang der Schnittlinie B-B in
Figur 9 und 10 von unten. Das Unterteil 32' weist im oberen Bereich eine zylindrische
Öffnung 117 auf und im unteren Bereich eine gestrichelt eingezeichnete Öffnung 116
in Form eines regelmäßigen Zehnecks.
[0071] Figur 13 zeigt einen Querschnitt des Unterteils 32' aus Figur 9. Hierin ist die untere
zehneckförmige Öffnung 116 und die obere runde Öffnung 117 von der Seite gezeigt.
[0072] Die Figuren 14 und 15 zeigen einen Ausschnitt des Unterteils 32' aus Fig. 13 und
einen darin eingesetzten Sockelschaft 80'. Wie in Fig. 14 und 15 erkennbar ist der
Spalt 119 zwischen dem Sockelschaft 80' und der runden Öffnung 117 des Unterteils
32' so schmal ausgeführt, dass sich der Sockelschaft 80' gegenüber der Achse 30 nur
geringfügig verkippen kann. Dadurch wird ein Verkippen der Mitnehmer 36, 38 verhindert,
so dass sich die Riegelbleche 53, 55 nicht in der umlaufenden Sockelnut 42 verkanten
können. Das Öffnen des Magnetschlosses 20 mit einem Magnetschlüssel wird damit erleichtert.
[0073] Die Figuren 16 und 17 zeigen einen Sockelschaft 80' gemäß des Ausführungsbeispiels
der Figuren 9 bis 15. Figur 16 zeigt eine Seitenansicht des Sockels 22'. Der Sockelschaft
80' weist an seinem oberen Ende einen zylinderförmigen Abschnitt 118 auf. Daran anschließend
weist der Sockelschaft 80' einen Zehnkant-Abschnitt 117 mit zehneckigem Querschnitt
auf. Unterhalb des Zehnkant-Abschnittes ist der Sockelschaft 80' zylindrisch ausgebildet
und geht an seinem unteren Ende in den Sockelfuß 82' über. In Figur 17 ist eine Querschnittsansicht
des Sockels 22' aus Figur 16 entlang der Querschnittslinie F-F gezeigt, die die Form
des Zehnkantabschnitts 115 verdeutlicht.
[0074] Die Figuren 18 bis 20 zeigen ein Oberteil 25" gemäß einer weiteren Ausführungsform.
Hierbei ist an der Unterseite des Oberteils 25" ein Führungssteg 27" angebracht. Dieser
Führungssteg 27" verhindert ein Drehen der Mitnehmer 36, 38 um die Achse 30 des Magnetschlosses
20. Der Führungssteg 27" ist in Figur 18 in der Draufsicht gezeigt. Der Führungssteg
27" verläuft entlang der Horizontalachse 54 und wird durch den Führungsbund 40 unterbrochen.
Dies ist ebenfalls in der Querschnittsansicht von Fig. 20 erkennbar, in der der Führungssteg
27" von der Seite gezeigt ist.
[0075] Fig. 19 zeigt einen Querschnittsansicht des Oberteils 25" entlang der Linie D-D.
Der Querschnitt des Führungsstegs 27" ist durch eine gestrichelte Linie angedeutet.
Der Führungssteg 27" befindet sich in Blickrichtung vor und hinter dem Querschnitt
C-C von Fig. 18.
[0076] Die Figuren 21 und 22 zeigen Draufsichten auf die Mitnehmer 36, 38 gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel. In Fig. 21 sind die Mitnehmer in der Verriegelungsstellung gezeigt.
Fig. 21 zeigt weiterhin eine gestrichelt eingezeichnete Kontur 121 auf den Mitnehmern
36, 38. Diese Kontur 121 ist auch in der weiter oben beschriebenen Fig. 2 erkennbar.
Die Kontur 121 wird durch einen erhöhten Bereich 122 gebildet, der sich außen an der
Oberseite der Mitnehmer 36, 38 befindet. Der erhöhte Bereich 122 enthält eine Aussparung
bzw. Vertiefung 202, in die ein Führungssteg 27 eingreifen kann.
[0077] In Figur 22 sind die Mitnehmer 36, 38 in der Entriegelungssstellung dargestellt.
Gestrichelte Linien zeigen die Positionen der Rundmagnete 44, 46, 48, 50 der Mitnehmer
36, 38 in einer Entriegelungssstellung 216 und in einer Verriegelungsstellung 215.
Die Position der Schlüsselmagneten 99, 100, 102, 104 ist durch durchgezogene Linien
dargestellt. Die Mittelpunkte der Schlüsselmagneten 99, 100, 102, 104 sind um einen
horizontalen Versatz 125 weiter von der Symmetrieachse 52 entfernt als die Mittelpunkte
der Rundmagneten 44, 46, 48, 50 des Magnetschlosses. Weiterhin sind die Mittelpunkte
der Schlüsselmagneten 99, 100, 102, 104 um einen vertikalen Versatz 127 weiter von
der Symmetrieachse 54 entfernt als die Mittelpunkte der Rundmagneten 44, 46, 48, 50
des Magnetschlosses. Durch den horizontalen Versatz wird ein sicheres Öffnen gewährleistet,
da auch in der Entriegelungsstellung noch eine seitliche Kraft auf die Rundmagneten
44, 46, 48, 50 wirkt. Durch den vertikalen Versatz wirkt auf die Rundmagneten des
Schlosses zusätzlich eine vertikale Kraft parallel zur Symmetriachse 52. Diese vertikale
Kraft trägt dazu bei, die Magnetmitnehmer 36, 38 vertikal zu zentrieren und somit
ein Verkanten der Schließbleche 53, 55 zu verhindern.
[0078] Figur 23 zeigt eines der beiden baugleichen Riegelbleche 53, 55 in einer Draufsicht.
Der Umriss des Riegelblechs 53, 55 umfasst einen äußeren Halbkreis. In der Mitte des
äußeren Halbkreises ist ein Mikrosteg 127 vorhanden. Dieser Mikrosteg 127 entsteht
beim Laserschneiden durch das Anfang und das Ende der Schnittführung in einem Stahlblech.
Er kann dazu verwendet werden, das Riegelblech 53, 55 in den dazugehörigen Mitnehmer
36, 38 einzupassen. Figur 24 zeigt eine Querschnittsansicht des Riegelblechs 53 aus
Figur 23 entlang der Querschnittslinie A-A. Hierbei ist der Mikrosteg 127 von der
Seite sichtbar.
[0079] Die Figuren 25 und 26 zeigen eine weitere Ausführungsform eines Oberteils 25''' für
ein Magnetschloss. In dem Oberteil 25''' sind vier Vertiefungen 128 vorgesehen, die
ein erhabenes Kreuz 129 stehen lassen. Auf der Unterseite eines dazugehörigen Magnetschlüssels,
der hier nicht gezeigt ist, ist ein kreuzförmiger Steg vorgesehen, der in die Vertiefungen
128 des Oberteils 25''' passt. Dies ermöglicht eine sichere Positionierung des Magnetschlüssels
auf dem Oberteil 25"'. Bei der Ausführungsform von Figur 25 und 26 brauchen die Mitnehmer
und die Magneten des Magnetschlosses nicht frei drehbar zu sein, da hier die korrekte
Positionierung der Magneten durch die Ausrichtung des Magnetschlüssels gewährleistet
werden kann.
[0080] Die Figuren 27 und 28 zeigen eine weitere Ausführungsform eines Magnetschlüssels
90' für ein Magnetschloss 20. Hierbei sind die Magneten 99', 100', 102', 104' des
Magnetschlüssels auf einer Drehscheibe drehbar angeordnet. Dies ist in Figur 28 erkennbar.
Dagegen ist die Position der Mitnehmer im Magnetschloss gegen Verdrehung gesichert,
beispielsweise durch den in den Figuren 1 bis 5 und in den Figuren 16 bis 18 gezeigten
Führungssteg 27.
[0081] Figur 27 zeigt die äußere Formgebung des Magnetschlüssels 90'. Der Magnetschlüssel
90' besitzt eine längliche, tropfenförmige Form mit einer ebenen, kreisförmigen Bodenfläche
130. In dieser tropfenförmigen Form sind drei Griffmulden 131 vorgesehen, die zum
Erfassen des Magnetschlüssels mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger dienen. An der Bodenfläche
130 auf der Unterseite des Magnetschlüssels befindet sich ein kreisförmiger Überstand
132. Der Radius des kreisförmigen Überstands ist so bemessen, dass der kreisförmige
Überstand auf das Oberteil 25 des Magnetschlosses 20 passt. Der kreisförmige Überstand
132 hat drei symmetrisch angebrachte Stufen 133. Die Stufen 133 verbessern das Aufsetzen
des Magnetschlüssels und dienen gleichzeitig zur leichteren optischen Erfassung. In
der Mitte der Bodenfläche 130 ist eine Bohrung 134 zur Aufnahme eines Achsbolzens
135 vorgesehen, der in Figur 28 gezeigt ist.
[0082] Die Figur 28 zeigt weitere Details des Magnetschlüssels von Figur 27 in einer Querschnittsansicht.
Wie in Figur 28 gezeigt, hat der Achsbolzen 135 einen Bund in Form einer Stufe 136.
Zwischen dem Achsbolzen 135 und der Bodenfläche 130 befindet sich eine Drehscheibe
137 in Form eines ringförmigen Mitnehmers, in den die Magneten des Magnetschlosses
98', 99', 100', 102' eingefügt sind. Durch die Stufe 136 des Achsbolzens 135 wird
die Drehscheibe 137 von unten drehbar festgehalten. Beim Aufsetzen der Drehscheibe
137 auf dem Achsbolzen 135 können sich die Magneten 99', 100', 102', 104' des Magnetschlüssels
selbsttätig gegenüber den Magneten des Magnetschlosses 20' ausrichten.
[0083] Die Figur 29 zeigt einen Querschnitt des Magnetschlüssels auf Figur 28 entlang der
Querschnittslinie H-H. Hierbei sind die Stufen 133 im Überstand 132 im Querschnitt
erkennbar.
[0084] Die Figur 30 zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine Variante eines Oberteils
25 eines weiteren Magnetschlosses. Das Oberteil 25 enthält Aussparungen 210, die mit
den Stufen 133 des Magnetschlüssels aus Figur 27 zusammenpassen. Dadurch wird eine
sicheres Aufsetzen des Magnetschlüssels gewährleistet.
[0085] Figur 31 zeigt eine Draufsicht auf eine Erodierstruktur 213 für ein Oberteil 25 eines
weiteren Magnetschlosses. Auf der Oberseite des Magnetschlosses sind zwei polierte
Oberflächen 211, 212 vorgesehen. Die polierte Oberfläche 211 befindet sich parallel
und seitlich versetzt zu einer Symmetrieachse 52. Die polierte Oberfläche 212 befindet
sich symmetrisch zu einer dazu senkrechten Symmetrieachse 54. In der polierten Oberfläche
212 ist ein Markenname angebracht. Der Markenname ist von oben gut sichtbar ist und
durch die Vertiefung 212 geschützt.
[0086] Im folgenden wird die Funktionsweise eines Magnetschlüssels gemäß der Anmeldung zum
Öffnen eines Magnetschlosses gemäß der Anmeldung erläutert. Hierbei gibt es gemäß
der Anmeldung verschiedene Alternativen. Gemäß einer ersten Alternative können die
Schlossmagneten durch eine Führungseinrichtung geführt werden, wie in Fig. 1 bis 5
bzw. in Fig. 18 bis 20 gezeigt ist, und die Schlüsselmagneten fest im Schlüssel angeordnet
sein, wie in Figur 6 und 7 gezeigt ist. Gemäß einer zweiten Alternative können die
Magnetmitnehmer 36, 38 frei drehbar angeordnet sein, wie in Fig. 9 bis 17 gezeigt
und die Schlüsselmagneten fest im Schlüssel angeordnet sein. Gemäß einer dritten Alternative
können die Schlossmagneten durch eine Führungseinrichtung geführt werden und die Schlüsselmagneten
auf einer Drehscheibe angeordnet sein, wie in Fig. 27, 28 gezeigt. Das in Zusammenhang
mit Fig. 21, 22 bezüglich der Versätze 125, 217 der Schlüsselmagneten zu den Schlossmagneten
Erläuterte gilt hierbei sinngemäß für alle Alternativen.
[0087] Die Wirkungsweise eines Magnetschlüssels gemäß der ersten Alternative wurde oben
unter Fig. 8 erläutert. Hierbei kann die richtige Aufsetzposition durch Ertasten der
Kraftwirkung oder durch Ausrichten an den Markierungen gefunden werden. Zusätzlich
zu diesen beiden Möglichkeiten oder alternativ zu den Markierungen ist auch ein Formschluss
zwischen Magnetschlüssel und Magnetschloss möglich, wie für das Magnetschloss von
Fig. 27 - 30 erläutert. Damit wird die richtige Aufsetzposition festgelegt.
[0088] Beim Aufsetzen eines Magnetschlüssels gemäß Figur 27 - 29 werden die Stufen 133 des
Magnetschlüssels 90' in die Aussparungen 210 am Oberteil 25 des Magnetschlosses 20
eingesetzt. Durch die magnetische Anziehungskraft zwischen den Schlüsselmagneten 99',
100', 102', 104' und den Schlossmagneten 44, 46, 48, 50 dreht sich die Drehscheibe
137 des Magnetschlüssels 90', so dass sich die Schlüsselmagneten 99', 100', 102',
104' so zu den Schlossmagneten 44, 46, 48, 50 ausrichten, dass sich entgegengesetzte
Pole gegenüberstehen. Weiterhin werden die Schlossmagneten 44, 46, 48, 50 von den
Schlüsselmagneten 99', 100', 102', 104' in die Entriegelungsstellung gezogen, wie
unter Fig. 8 beschrieben.
[0089] Beim Aufsetzen eines Magnetschlüssels auf ein Magnetschloss gemäß Figur 9 bis 17
richten die Schlossmagneten 44, 46, 48, 50 die frei drehbar angeordneten Magnetmitnehmer
36, 38 so zu den Schlüsselmagneten 99, 100, 102, 104 aus, dass sich entgegengesetzte
Pole gegenüberstehen. Weiterhin werden die Schlossmagneten 44, 46, 48, 50 von den
Schlüsselmagneten 99', 100', 102', 104' in die Entriegelungsstellung gezogen werden,
wie unter Fig. 8 beschrieben. Dies erfolgt weil die zwischen den Schlossmagneten 44,
46, 48, 50 und den Schlüsselmagneten 99', 100', 102', 104' wirkende Anziehungskraft
in der ausgerichteten Stellung gerade etwas größer ist als die unter den Schlossmagneten
44, 46, 48, 50 wirkende Anziehungskraft.
[0090] Bei Nichtvorhandensein eines Magnetschlüssels bzw. entsprechender äußerer Magnetkräfte
wirken die magnetischen Anziehungskräfte der Schlossmagneten 44, 46, 48, 50 so zusammen,
dass sich die Magnetmitnehmer 36, 38 gegenseitig von selbst in die Verriegelungsstellung
ziehen.
[0091] Zusätzlich kann auch ein hier nicht gezeigter Federmechanismus wie eine Druckspiralfeder,
eine Zugfeder, Blattfeder, Elastomerblock oder auch ein Gummiring - etwa wie in der
EP1 355 550 vorgesehen werden, der die Magnetmitnehmer in die Verriegelungsstellung bewegt bzw.
sie in der Verriegelungsstellung hält. Die Schlüsselmagneten müssen dann so dimensioniert
sein, dass sie die Anziehungskraft der Schlossmagneten und die Gegenkraft des Federmechanismus
überwinden können.
Bezugszeichen
[0092]
- 20
- Magnetschloss
- 22
- Sockel
- 24
- Gehäuse
- 25
- Oberteil
- 26
- Öffnung
- 27
- Führungssteg
- 28
- Sockelkopf
- 30
- Längsachse des Sockels
- 32
- Unterteil
- 33
- Absatz
- 34
- konische Aussparung
- 35
- Kippnut
- 36
- linker Magnetmitnehmer
- 38
- rechter Magnetmitnehmer
- 39
- Bandagengurt
- 40
- Führungsbund
- 41
- Segelöse
- 42
- umlaufende Sockelnut
- 43
- Kraftfluss
- 44
- linker oberer Schlossmagnet
- 46
- linker unterer Schlossmagnet
- 48
- rechter oberer Schlossmagnet
- 50
- rechter unterer Schlossmagnet
- 52
- Vertikalachse
- 53
- linkes Riegelblech
- 54
- Horizontalachse
- 55
- rechtes Riegelblech
- 56
- äußerer Rand des linken Magnetmitnehmers
- 58
- oberer linker gerader Rand des rechten Magnetmitnehmers
- 60
- unterer linker gerader Rand des linken Magnetmitnehmers
- 62
- linker halbkreisförmiger Rand des Magnetmitnehmers
- 63
- linker halbkreisförmiger Rand des Riegelblechs
- 64
- äußerer Rand des rechten Magnetmitnehmers
- 66
- oberer rechter gerader Rand des rechten Magnetmitnehmers
- 68
- unterer rechter gerader Rand des rechten Magnetmitnehmers
- 70
- rechter halbkreisförmiger Rand des Magnetmitnehmers
- 71
- rechter halbkreisförmiger Rand des Riegelblechs
- 72
- obere Markierung des Magnetschlosses
- 74
- linke Markierung des Magnetschlosses
- 76
- untere Markierung des Magnetschlosses
- 78
- rechte Markierung des Magnetschlosses
- 80
- Sockelschaft
- 82
- Sockelfuß
- 84
- Magnet
- 90
- Magnetschlüssel
- 92
- Körper
- 94
- Kontur zum Eingreifen
- 96
- Bodenfläche
- 98
- Rand des Magnetschlüssels
- 99
- linker oberer Schlüsselmagnet
- 100
- linker unterer Schlüsselmagnet
- 102
- rechter unterer Schlüsselmagnet
- 104
- rechter oberer Schlüsselmagnet
- 106
- obere Markierung des Magnetschlüssels
- 108
- linke Markierung des Magnetschlüssels
- 110
- untere Markierung des Magnetschlüssels
- 112
- rechte Markierung des Magnetschlüssels
- 115
- Zehnkant-Abschnitt
- 116
- Zehnkant Öffnung
- 117
- kreisförmige Öffnung
- 118
- runder Abschnitt
- 119
- Spalt
- 121
- Kontur im Mitnehmer
- 122
- erhabene Kontur
- 124
- Mindestabstand
- 125
- Sicherheitsabstand
- 127
- Mikrosteg
- 128
- abgesenkter Bereich
- 129
- Erhebung
- 130
- Bodenfläche
- 131
- Griffmulde
- 132
- Überstand
- 133
- Stufe im Überstand
- 134
- Bohrung
- 135
- Achsbolzen
- 136
- Bund
- 137
- Drehscheibe
- 138
- Durchgangsbohrung
- 150
- Kontur
- 200
- Spalt
- 201
- Planfläche
- 202
- Konturvertiefung
- 203
- Wand
- 204
- obere Planfläche
- 205
- Innenwand
- 206
- zylindrische Oberfläche
- 207
- obere Planfläche
- 208
- Kontur
- 209
- Fase
- 210
- Radius
- 211
- rillenartige Vertiefung
- 212
- rillenartige Vertiefung
- 213
- Aufsatz
- 215
- Verriegelungsstellung
- 216
- Entriegelungssstellung
- 217
- vertikaler Versatz
[0093] Weitere Beispiele für Magnetschlösser, Schlossanordnungen und Magnetschlüssel sind
in den folgenden, nummerierten Absätzen angegeben:
- 1. Magnetschloss (20) mit wenigstens einem Riegel (36, 53) mit einem ersten Magneten
(44) aufweist, wobei der Riegel (36, 53) zwischen einer Verriegelungsstellung und
einer Entriegelungsstellung hin- und herbewegbar ist, so dass in der Verriegelungsstellung
der Riegel (36, 53) eine Aufnahmeöffnung (26) für einen Riegelelement (22) wenigstens
teilweise verschließt,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Magnetschloss (20) ein zweiter Magnet (48) vorgesehen ist, wobei der
erste Magnet (44) und der zweite Magnet (48) eine Kraft aufeinander ausüben.
- 2. Magnetschloss (20) nach Absatz 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
in dem Magnetschloss (20) ein erster Riegel (36, 53) und ein zweiter Riegel 38, 55)
vorgesehen sind, wobei der erste Riegel (36, 53) wenigstens einen ersten Magneten
(44) aufweist und wobei der zweite Riegel (38, 55) den zweiten Magneten (48) aufweist,
wobei der erste Riegel (36, 53) und der zweite Riegel (38, 55) zwischen
einer Verriegelungsstellung und einer Entriegelungsstellung hin- und herbewegbar sind,
so dass in der Verriegelungsstellung der erste Riegel (36, 53) und der zweite Riegel
(38, 55) eine Aufnahmeöffnung (26) für ein Riegelelement (22) wenigstens teilweise
verschließen.
- 3. Magnetschloss (20) nach Absatz 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der erste Riegel (36, 53) zwei erste Magneten (44, 46) aufweist, und der
zweite Riegel (38, 55) zwei zweite Magneten (48, 50) aufweist, wobei jeweils ein erster
Magnet (44) und ein zweiter Magnet (48) eine Kraft aufeinander ausüben.
- 4. Magnetschloss (20), wobei die Riegel (36, 53; 38, 55) durch eine Schlosskontur
(27) und durch Riegelkontur (121) gegen ein Verdrehen relativ zu dem Magnetschloss
(20) gesichert sind.
- 5. Magnetschloss (20) gemäß einem der Absätze 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet dass
in einem Oberteil (25) eine Aussparung (34) vorgesehen ist und einem Unterteil (32)
eine Kippnut (35) vorgesehen ist, wobei die Riegel (36, 53; 38, 55) in der Kippnut
(35) aufgenommen sind, wenn die Riegel (36, 53; 38, 55) in der Aussparung (34) aufgenommen
sind.
- 6. Magnetschloss (20) gemäß einem der vorhergehenden Absätze, wobei der Riegel einen
Mitnehmer (36; 38) aufweist, der aus einem nichtmagnetischem Material gefertigt sind.
- 7. Magnetschloss (20) gemäß einem der vorhergehenden Absätze, wobei der Riegel ein
Riegelblech (53; 55) aufweist, das Metall aufweist.
- 8. Schlossanordnung mit einem Magnetschloß nach einem der vorhergehenden Absätze und
mit einem Riegelelement (22), das die folgenden Merkmale aufweist:
- einen Sockelkopf (28),
- eine umlaufende Sockelnut (42) unterhalb des Sockelkopfes (28),
- einen Sockelschaft (80) unterhalb der umlaufenden Sockelnut (42), wobei der Riegel
(36, 53) bzw. die Riegel (36, 53; 38, 55) in der Verriegelungsstellung in die umlaufende
Sockelnut eingreifen,
- 9. Magnetschlüssel (90) mit wenigstens zwei Schlüsselmagneten (99), (104), die nebeneinander
angeordnet sind, so dass ein Nordpol eines Schlüsselmagneten (99) in eine Richtung
zeigt und ein Nordpol eines anderen Schlüsselmagneten (104) im wesentlichen in die
entgegengesetzte Richtung zeigt.
- 10. Magnetschlüssel (90) nach Absatz 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
vier Schlüsselmagneten (99), (100), (102), (104) vorgesehen sind, die so angeordnet
sind, so dass bei Schlüsselmagneten, die sich gegenüberliegen jeweils der gleiche
Pol nach oben zeigt.
- 11. Magnetschlüssel (90) nach Absatz 9 oder Absatz 10,
dadurch gekennzeichnet dass
die Schlüsselmagneten auf einer Scheibe (137) drehbar angeordnet sind.
- 12. Magnetschlüssel (20) nach einem der Absätze 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
dass an einem Überstand (132) an der Unterseite des Magnetschlüssels Vorsprünge (133)
vorgesehen sind, die an Aussparungen (210) eingreifen, die an der Oberseite des Magnetschlosses
(20) vorgesehen sind.
- 13. Kombination eines Magnetschlüssels (20) nach einem der Absätze 9 bis 12 und eines
Magnetschlosses nach einem der Absätze 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass je ein Schlüsselmagnet (99; 100; 102; 104) in der Entriegelungsstellung jeweils
einen horizontalen Versatz (125) gegenüber einem benachbarten Schlossmagneten (44;
46; 48; 50) aufweist, so dass die Schlüsselmagneten (99; 100; 102; 104) weiter voneinander
entfernt sind als die Schlossmagneten (44; 46; 48; 50).
- 14. Kombination eines Magnetschlüssels (20) nach einem der Absätze 9 bis 12 und eines
Magnetschlosses nach einem der Absätze 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass je ein Schlüsselmagnet (99; 100; 102; 104) in der Entriegelungsstellung jeweils
einen vertikalen Versatz (217) gegenüber einem benachbarten Schlossmagneten (44; 46;
48; 50) aufweist.
1. Magnetschloss (20) mit einem ersten Riegel (36, 53) und einem zweiten Riegel (38,
55), die in dem Magnetschloss (20) vorgesehen und zwischen einer Verriegelungsstellung
und einer Entriegelungsstellung hin- und herbewegbar sind, so dass in der Verriegelungsstellung
der erste Riegel (36, 53) und der zweite Riegel (38, 55) eine Aufnahmeöffnung (26)
für ein Riegelelement (22) wenigstens teilweise verschließen, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Riegel (36, 53) einen ersten Permanentmagneten (44) und der zweite Riegel
(38, 55) einen zweiten Permanentmagneten (48) aufweist, wobei der erste Permanentmagnet
(44) und der zweite Permanentmagnet (48) eine Kraft aufeinander ausüben, die den ersten
Riegel (36, 53) und den zweiten Riegel (38, 55) in die Verriegelungsstellung zieht.
2. Magnetschloss (20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Riegel (36, 53) zwei erste Permanentmagneten (44, 46) aufweist und der
zweite Riegel (38, 55) zwei zweite Permanentmagneten (48, 50) aufweist, wobei jeweils
ein erster Permanentmagnet (44) und ein zweiter Permanentmagnet (48) eine Kraft aufeinander
ausüben.
3. Magnetschloss (20) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegel (36, 53; 38, 55) durch eine Schlosskontur (27) und durch eine Riegelkontur
(121) gegen ein Verdrehen relativ zu dem Magnetschloss (20) gesichert sind.
4. Magnetschloss (20) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet dass in einem Oberteil (25) eine Aussparung (34) vorgesehen ist und in einem Unterteil
(32) eine Kippnut (35) vorgesehen ist, wobei die Riegel (36, 53; 38, 55) in der Kippnut
(35) aufgenommen sind, wenn die Riegel (36, 53; 38, 55) in der Aussparung (34) aufgenommen
sind.
5. Magnetschloss (20) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Riegel (36, 53) und/oder der zweite Riegel (38, 55) einen Mitnehmer (36;
38) aufweist, der aus einem nichtmagnetischen Material gefertigt ist.
6. Magnetschloss (20) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Riegel (36, 53) und/oder der zweite Riegel (38, 55) ein Riegelblech (53;
55) aufweist, das Metall aufweist.
7. Schlossanordnung mit einem Magnetschloß (20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
und mit einem Riegelelement (22), das die folgenden Merkmale aufweist:
• einen Sockelkopf (28),
• eine umlaufende Sockelnut (42) unterhalb des Sockelkopfes (28),
• einen Sockelschaft (80) unterhalb der umlaufenden Sockelnut (42), wobei der erste
Riegel (36, 53) und der zweite Riegel (38, 55) in der Verriegelungsstellung in die
umlaufende Sockelnut (42) eingreifen.
8. Magnetschlüssel (90) mit wenigstens zwei Schlüsselmagneten (99, 104), die nebeneinander
angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Schlüsselmagneten (99, 104) so angeordnet sind, dass ein Nordpol
eines Schlüsselmagneten (99) in eine Richtung zeigt und ein Nordpol eines anderen
Schlüsselmagneten (104) im Wesentlichen in die entgegengesetzte Richtung zeigt, wobei
die Schlüsselmagneten (99, 100, 102, 104) auf einer Drehscheibe (137) drehbar angeordnet
sind.
9. Magnetschlüssel (90) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Überstand (132) an der Unterseite des Magnetschlüssels Vorsprünge (133)
vorgesehen sind, die in Aussparungen (210) eingreifen, die an der Oberseite des Magnetschlosses
(20) vorgesehen sind.
10. Kombination eines Magnetschlüssels (90) nach Anspruch 8 oder 9 und eines Magnetschlosses
(20) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Schlüsselmagnet (99; 100; 102; 104) in der Entriegelungsstellung jeweils einen
horizontalen Versatz (125) gegenüber einem benachbarten Schlossmagneten (44; 46; 48;
50) aufweist, so dass die Schlüsselmagneten (99; 100; 102; 104) weiter voneinander
entfernt sind als die Schlossmagneten (44; 46; 48; 50).
11. Kombination eines Magnetschlüssels (90) nach Anspruch 8 oder 9 und eines Magnetschlosses
(20) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Schlüsselmagnet (99; 100; 102; 104) in der Entriegelungsstellung jeweils einen
vertikalen Versatz (217) gegenüber einem benachbarten Schlossmagneten (44; 46; 48;
50) aufweist.
1. A magnetic lock (20) comprising a first latch (36, 53) and a second latch (38, 55)
which are provided in the magnetic lock (20) and can move back and forth between a
locked position and an unlocked position so that, when in the locked position, the
first latch (36, 53) and the second latch (38, 55) at least partially close a receiving
hole (26) for a locking element (22), characterized in that the first latch (36, 53) has a first permanent magnet (44) and the second latch (38,
55) has a second permanent magnet (48), wherein the first permanent magnet (44) and
the second permanent magnet (48) exert a force on each other which pulls the first
latch (36, 53) and the second latch (38, 55) into the locked position.
2. A magnetic lock (20) according to claim 1, characterized in that the first latch (36, 53) has two first permanent magnets (44, 46) and the second
latch (38, 55) has two second permanent magnets (48, 50), wherein a first permanent
magnet (44) and a second permanent magnet (48) exert a force on each other.
3. A magnetic lock (20) according to claim 1 or 2, characterized in that the latches (36, 53; 38, 55) are secured by a lock contour (27) and a latch contour
(121) against rotating relative to the magnetic lock (20).
4. A magnetic lock (20) according to one of claims 1 to 3, characterized in that a recess (34) is provided in a top part (25) and a tip groove (35) is provided in
a bottom part (32), the latches (36, 53; 38, 55) being accommodated in the tip groove
(35) when the latches (36, 53; 38, 55) are accommodated in the recess (34).
5. A magnetic lock (20) according to one of the preceding claims, characterized in that the first latch (36, 53) and/or the second latch (38, 55) has a catch (36; 38) that
is produced from a nonmagnetic material.
6. A magnetic lock (20) according to one of the preceding claims, characterized in that the first latch (36, 53) and/or the second latch (38, 55) has a lock plate (53; 55)
that comprises metal.
7. A lock arrangement with a magnetic lock (20) according to one of the preceding claims
and with a locking element (22) having the following features:
• a pin head (28),
• a peripheral pin groove (42) below the pin head (28),
• a pin shaft (80) below the peripheral pin groove (42), wherein the first latch (36,
53) and the second latch (38, 55) engage in the peripheral pin groove (42) when in
the locked position.
8. A magnetic key (90) having at least two key magnets (99, 104) which are arranged next
to each other, characterized in that the at least two key magnets (99, 104) are arranged so that a north pole of one key
magnet (99) points in one direction and a north pole of the other key magnet (104)
points substantially in the opposite direction, wherein the key magnets (99, 100,
102, 104) are rotatably arranged on a disk (137).
9. A magnetic key (90) according claim 8, characterized in that projections (133) are provided on a protrusion (132) on the bottom side of the magnetic
key that engage in recesses (210) which are provided in the top side of the magnetic
lock (20).
10. A combination of a magnetic key (90) according to claim 8 or 9 and a magnetic lock
(20) according to one of claims 1 to 7, characterized in that each key magnet (99; 100; 102; 104) in the unlocked position has a horizontal offset
(125) relative to a neighbouring lock magnet (44; 46; 48; 50) so that the key magnets
(99; 100; 102; 104) are spaced farther apart than the lock magnets (44; 46; 48; 50).
11. A combination of a magnetic key (90) according to claim 8 or 9 and a magnetic lock
(20) according to one of claims 1 to 7, characterized in that each key magnet (99; 100; 102; 104) in the unlocked position has a vertical offset
(217) relative to a neighbouring lock magnet (44; 46; 48; 50).
1. Serrure magnétique (20) comprenant un premier pêne (36, 53) et un second pêne (38,
55), qui sont prévus dans la serrure magnétique (20) et mobiles en va-et-vient entre
une position de verrouillage et une position de déverrouillage, de sorte que, dans
la position de verrouillage, le premier pêne (36, 53) et le second pêne (38, 55) ferment
au moins en partie une ouverture de réception (26) pour un élément de verrouillage
(22), caractérisée en ce que le premier pêne (36, 53) comporte un premier aimant permanent (44) et le second pêne
(38, 55) comporte un second aimant permanent (48), le premier aimant permanent (44)
et le second aimant permanent (48) exerçant une force l'un sur l'autre, qui attire
le premier pêne (36, 53) et le second pêne (38, 55) dans la position de verrouillage.
2. Serrure magnétique (20) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le premier pêne (36, 53) comporte deux premiers aimants permanents (44, 46) et le
second pêne (38, 55) comporte deux seconds aimants permanents (48, 50), un premier
aimant permanent (44) et un second aimant permanent (48) exerçant respectivement une
force l'un sur l'autre.
3. Serrure magnétique (20) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les pênes (36, 53 ; 38, 55) sont bloqués en rotation par rapport à la serrure magnétique
(20) par un contour de serrure (27) et par un contour de pêne (121).
4. Serrure magnétique (20) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce qu'un évidement (34) est prévu dans une partie supérieure (25) et une rainure de basculement
(35) est prévue dans une partie inférieure (32), les pênes (36, 53 ; 38, 55) étant
reçus dans la rainure de basculement (35) quand les pênes (36, 53 ; 38, 55) sont reçus
dans l'évidement (34).
5. Serrure magnétique (20) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le premier pêne (36, 53) et/ou le second pêne (38, 55) comporte(nt) un élément d'entraînement
(36 ; 38) qui est fabriqué en un matériau non magnétique.
6. Serrure magnétique (20) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le premier pêne (36, 53) et/ou le second pêne (38, 55) comporte(nt) une plaque de
verrouillage (53 ; 55), qui comporte du métal.
7. Agencement de serrure comprenant une serrure magnétique (20) selon l'une des revendications
précédentes et un élément de verrouillage (22), qui présente les caractéristiques
suivantes :
• une tête de socle (28),
• une rainure de socle périphérique (42) sous la tête de socle (28),
• une tige de socle (80) sous la rainure de socle périphérique (42), le premier pêne
(36, 53) et le second pêne (38, 55) venant en prise dans la rainure de socle périphérique
(42) dans la position de verrouillage.
8. Clé magnétique (90) comprenant au moins deux aimants de clé (99, 104), qui sont disposés
l'un à côté de l'autre, caractérisée en ce que les au moins deux aimants de clé (99, 104) sont disposés de telle sorte qu'un pôle
nord d'un aimant de clé (99) indique dans une direction et un pôle nord d'un autre
aimant de clé (104) indique sensiblement dans la direction opposée, les aimants de
clé (99, 100, 102, 104) étant disposés rotatifs sur un disque rotatif (137).
9. Clé magnétique (90) selon la revendication 8, caractérisée en ce que des saillies (133) sont prévues sur une projection (132) sur la face inférieure de
la clé magnétique, lesdites saillies venant en prise dans des évidements (210) qui
sont prévus sur la face supérieure de la serrure magnétique (20).
10. Combinaison d'une clé magnétique (90) selon la revendication 8 ou 9 et d'une serrure
magnétique (20) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que respectivement un aimant de clé (99 ; 100 ; 102 ; 104) présente, dans la position
de déverrouillage, respectivement un décalage horizontal (125) par rapport à un aimant
de serrure (44 ; 46 ; 48 ; 50) voisin, de sorte que les aimants de clé (99 ; 100 ;
102 ; 104) sont plus éloignés l'un de l'autre que les aimants de serrure (44 ; 46
; 48 ; 50).
11. Combinaison d'une clé magnétique (90) selon la revendication 8 ou 9 et d'une serrure
magnétique (20) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que respectivement un aimant de clé (99 ; 100 ; 102 ; 104) présente, dans la position
de déverrouillage, respectivement un décalage vertical (217) par rapport à un aimant
de serrure (44 ; 46 ; 48 ; 50) voisin.