[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Erwärmung warm umzuformender
metallischer Werkstücke, zum Beispiel von Blechteilen einer Fahrzeugkarosserie.
[0002] Zur Warmumformung von metallischen Werkstücken, wie Blechteilen, mit einem auf Diffusion
beruhenden Oberflächenschutz bedarf es nicht nur einer Erwärmung der Blechteile auf
die zur Umformung erforderliche Endtemperatur. Damit eine genügende Menge des den
Oberflächenschutz bildenden Materials in die Blechoberfläche eindiffundieren kann,
müssen die Blechteile ferner über einen vorgegebenen Mindestzeitraum auf einer vorgegebenen
Mindesttemperatur gehalten werden, was eine entsprechend große Verweildauer in einer
Aufheizvorrichtung erfordert. Um dennoch oberflächengeschützte Blechteile in schneller
Folge einem Warmumformprozess zuführen zu können, werden zu deren Erwärmung bislang
lange Rollenherdöfen eingesetzt, welche die Blechteile in einem Zeitraum von mehreren
Minuten in einer langen Reihe durchlaufen. Neben außerordentlich viel Platz erfordern
solche Öfen einen hohen Investitionsund Instandhaltungsaufwand. Der Ofeninnenraum
ist im Betrieb weitgehend unzugänglich. Defekte und Störungen im Ofeninneren führen
unvermeidlich zur Stilllegung der gesamten Anlage.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neue verbesserte Vorrichtung sowie
ein neues verbessertes Verfahren zur Erwärmung warm umzuformender Werkstücke zu schaffen.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit einer Wärmebehandlungsvorrichtung
gemäß Patentanspruch 1 und einem Wärmebehandlungsverfahren, vorzugsweise mit einer
solchen Wärmebehandlungsvorrichtung, nach Patentanspruch 6 sowie für konkrete Anwendungen
der Wärmebehandlung von warm umzuformenden metallischen Werkstücken, zum Beispiel
Blechteilen einer Fahrzeugkarosserie mit einem hierfür speziellen Wärmebehandlungsverfahren
nach Patentanspruch 15.
[0005] Die Lösung gemäß Patentanspruch 1 sieht eine Wärmebehandlungsvorrichtung, ggf. mit
nachgeschalteter Warmumformvorrichtung, zum Beispiel mit einer Presse für metallische
Werkstücke, vorzugsweise Blechteile einer Fahrzeugkarosserie, vor. Diese Wärmebehandlungsvorrichtung
umfasst
- eine erste Wärmestation,
- eine nachgeschaltete zweite Wärmestation,
- gegebenenfalls eine oder mehrere weitere nachgeschaltete Wärmestation(en),
- eine Überführungsvorrichtung, um die Werkstücke den Wärmestationen zu und/oder abzuführen,
und
- eine Steuerungseinrichtung für den Betrieb der Überführungsvorrichtung und/oder den
Betrieb der Wärmestationen,
wobei vorgesehen ist,
- dass die erste Wärmestation derart ausgebildet ist, dass das darin aufgenommene Werkstück
oder die darin aufgenommenen Werkstücke jeweils innerhalb einer für die erste Wärmestation
vorbestimmten Verweilzeit auf eine für die erste Wärmestation vorbestimmte Temperatur
erwärmbar ist bzw. sind,
- dass die zweite Wärmestation mehr Werkstückaufnahmeplätze als die erste Wärmestation
aufweist, und derart ausgebildet ist, dass die darin aufgenommenen Werkstücke jeweils
innerhalb einer für die zweite Wärmestation vorbestimmten Verweilzeit, die größer
ist als die für die erste Wärmestation vorbestimmte Verweilzeit, auf eine für die
zweite Wärmestation vorbestimmte Temperatur erwärmbar und/oder auf dieser vorbestimmten
Temperatur konstant haltbar sind, wobei die für die zweite Wärmestation vorbestimmte
Temperatur ungefähr gleich oder höher ist als die für die erste Wärmestation vorbestimmte
Temperatur.
[0006] Bei dieser erfindungsgemäßen Wärmebehandlungsvorrichtung können eine oder mehrere
solcher ersten Wärmestationen und eine oder mehrere solcher zweiten Wärmestationen
vorgesehen sein. Ferner können weitere Wärmestationen vor- und/oder nachgeschaltet
und gegebenenfalls zwischengeschaltet sein. Durch die Aufteilung in mehrere unterschiedliche
Wärmestationen wird die apparative Voraussetzung geschaffen, die Erwärmung der Werkstücke
in mehreren unterschiedlichen Wärmebehandlungsphasen durchzuführen. Bei den unterschiedlichen
Wärmebehandlungsphasen kann es sich um mehrere erwärmungs- und/oder temperaturerhaltende
Phasen mit vorzugsweise unterschiedlichen Temperaturen in den Wärmestationen und mit
vorzugsweise unterschiedlicher Verweilzeit in den Wärmestationen handeln.
[0007] Bei besonders vorteilhaften Anwendungen der erfindungsgemäßen Wärmebehandlungsvorrichtung
werden mit einem Oberflächenschutz beschichtete Teile eingesetzt, es kann sich dabei
um warm umzuformende metallische Werkstücke handeln, vorzugsweise Blechteile einer
Fahrzeugkarosserie. Die erfindungsgemäße Wärmbehandlungsvorrichtung ist jedoch nicht
auf diese Anwendungen beschränkt. Im Falle der warm umzuformenden metallischen Werkstücke
mit Oberflächenschutz wird in der ersten Wärmestation eine schnelle Erwärmungsphase
und in der zweiten Wärmestation eine Diffusionsphase durchgeführt. In der Diffusionsphase
erfolgt bei einer für die Diffusion erforderlichen Temperatur die Diffusion des Beschichtungsmaterials
in das metallische Werkstück hinein. Die Verweilzeit in der Wärmestation der Diffusionsphase
wird im Vergleich zu der Verweilzeit in der vorgeschalteten schnellen Erwärmungsstation
größer eingestellt.
[0008] Erfindungsgemäß können die unterschiedlichen Stationen in Verbindung mit den unterschiedlichen
Verweilzeiten eine unterschiedliche Anzahl von Werkstückaufnahmeplätzen aufweisen.
Mit der Anzahl der Werkstückaufnahmeplätze in den Stationen wird eine Mehrfachbelegung
und damit eine Parallelbehandlung von mehreren Werkstücken in jeweils einer Wärmestation
möglich.
[0009] Wesentlich bei der erfindungsgemäßen Wärmebehandlungsvorrichtung ist, dass die zweite
Wärmestation mehr Werkstückaufnahmeplätze als die erste Wärmestation aufweist. Dies
bedeutet, dass in der zweiten Wärmestation eine größere Anzahl von Werkstückaufnahmeplätzen
zur Verfügung steht. Es ist damit in der zweiten Wärmestation also eine Parallelbehandlung
von mehreren Werkstücken gleichzeitig oder zumindest zeitlich überlappend möglich.
Es müssen allerdings nicht grundsätzlich bei allen Ausführungen des Wärmebehandlungsprozesses
alle zur Verfügung stehenden Werkstückeaufnahmeplätze genutzt, das heißt mit Werkstücken
belegt werden.
[0010] Ferner kann die zweite Wärmestation erfindungsgemäß gewissermaßen einen Pufferspeicher
bilden. Es ist damit möglich, in der zweiten Wärmestation relativ lange Verweilzeiten
der Werkstücke vorzusehen und in der vorgeschalteten und/oder nachgeschalteten Wärmestation
kürzere Verweilzeiten zu realisieren, wobei die Taktzeit durch die kürzere Verweilzeit,
zum Beispiel durch eine nachgeschaltete Wärmestation oder die nachgeschaltete Warmumformungsvorrichtung
bestimmt werden kann. Die Entnahmezeit der in den Stationen erwärmten Werkstücke kann
damit gegenüber der herkömmlichen Technik um ein Vielfaches reduziert werden und kann
zum Beispiel auf die Taktzeit der Umformmaschine abgestimmt werden.
[0011] Durch das erfindungsgemäße Konzept der Vorrichtung mit der Mehrfachbelegung bzw.
Parallelwärmebehandlung in der zweiten Wärmestation in Verbindung mit vor- und nachgeschalteten
Wärmestationen mit geringerer Anzahl von Werkstückaufnahmeplätzen kann relativ klein
gebaut werden und eine gute Zugänglichkeit und geringere Instandhaltungskosten erreicht
werden.
[0012] Durch die hohe Werkstückaufnahmekapazität, das heißt die Vielzahl der Werkstückaufnahmeplätze
in der zweiten Wärmestation, kann auch eine hohe Variabilität und Flexibilität der
Wärmebehandlungsvorrichtung erreicht werden. So können der zweiten Wärmebehandlungsstation
wechselnde Stationen unterschiedlicher Werkstückaufnahmekapazität bzw. unterschiedlicher
Verweilzeit vor- und/oder nachgeschaltet werden.
[0013] Bei bevorzugten Ausführungen ist vorgesehen, dass eine der zweiten Wärmestation nachgeschaltete
dritte Wärmestation vorgesehen ist, die weniger Werkstückaufnahmeplätze als die zweite
Wärmestation aufweist und derart ausgebildet ist, dass das darin aufgenommene Werkstück
oder die darin aufgenommenen Werkstücke jeweils innerhalb einer für die dritte Wärmestation
vorbestimmten Verweilzeit, die kleiner ist als die für die zweite Wärmestation vorbestimmte
Verweilzeit auf einen für die dritte Wärmestation vorbestimmte Temperatur erwärmbar
und/oder auf diese vorbestimmte Temperatur konstant haltbar ist bzw. sind, wobei diese
vorbestimmte Temperatur ungefähr gleich oder höher ist als die für die zweite Wärmestation
vorbestimmte Temperatur.
[0014] Es können eine oder mehrere solcher dritten Wärmestationen vorgesehen sein. Wesentlich
ist, dass die Anzahl der Werkstückaufnahmeplätze dieser dritten Wärmestation geringer
ist als die der zweiten Wärmestation. Bei speziellen Ausführungen kann die Anzahl
der Werkstückaufnahmeplätze der dritten Wärmestation gleich sein wie die Anzahl der
Werkstückaufnahmeplätze der ersten Wärmestation. Es sind Ausführungen vorgesehen,
bei denen die erste Wärmestation und/oder die zweite Station jeweils nur einen Werkstückaufnahmeplatz
aufweist.
[0015] Die Art der Heizungseinrichtungen in den verschiedenen Wärmestationen kann unterschiedlich
sein. Damit können wesentliche Vorteile erreicht werden, weil abhängig von der Leistung
der jeweiligen Heizungseinrichtung die Anzahl der Werkstückaufnahmeplätze für die
betreffende Wärmestation gewählt werden kann. Besonders bevorzugt ist, wenn in der
ersten Wärmestation eine induktive Heizeinrichtung vorhanden ist, um eine besonders
schnelle Erwärmung der Werkstücke zu erhalten. Hierbei kann vorgesehen sein, dass
die erste Wärmestation eine Wärmeeinrichtung zur induktiven Erwärmung der Werkstücke
aufweist. Es sind jedoch auch Ausführungen mit konduktiver Erwärmung der Werkstücke
in der ersten Wärmestation denkbar.
[0016] Was die Heizeinrichtung der zweiten Wärmestation betrifft, ist von Vorteil, wenn
die zweite Wärmestation eine Wärmeeinrichtung zur Beheizung der Werkstücke mittels
Brennstoffverbrennung oder/und durch elektrische Widerstandsbeheizung aufweist. Es
ist auch möglich, den Energiebedarf durch gute Isolierung der zweiten Wärmestation
zu senken. Dies ist von besonderem Vorteil bei der zweiten Wärmestation, die eine
relativ lange Verweilzeit vorsieht. Vorzugsweise werden gut isolierte Abschlussvorrichtungen,
wie Abschlussklappen oder Abschlussdeckel, vorgesehen, die ein Zuführen und Abführen
der Werkstücke ermöglichen, aber die Wärmeverluste während der Verweilzeit der betreffenden
Werkstücke möglichst minimieren.
[0017] Was die dritte Wärmestation betrifft, ist von Vorteil, wenn die dritte Wärmestation
mindestens eine Wärmeeinrichtung zur induktiven Erwärmung der Blechteile aufweist.
In der dritten Wärmestation kann vorzugsweise auch eine zonenweise Erwärmung vorgesehen
sein. Es kann vorgesehen sein, dass die dritte Wärmestation mindestens zwei oder mehr
gleichartige oder verschiedenartige Wärmeeinrichtungen aufweist, die zonenweise zwei
oder mehr unterschiedliche für die dritte Wärmestation vorbestimmte Temperaturen ausbilden.
Für jede der Zonen kann vorzugsweise ein eigener Induktor zum Einstellen der erforderlichen
unterschiedlichen Temperatur vorgesehen sein, z. B. Temperaturen unterhalb oder oberhalb
der Austenitisierungstemperatur des metallischen Werkstoffs. Es ist aber auch möglich,
die erforderlichen unterschiedlichen Temperaturen durch einen Induktor mit unterschiedlichen
Wärmeerzeugungszonen zu verwenden. In Verbindung mit der Mehrzonenerwärmung kann ein
Mehrzonenhärten erfolgen. Es kann durch unterschiedliche Erwärmung in den unterschiedlichen
Zonen eine in den unterschiedlichen Zonen vordefinierte Festigkeit erreicht werden.
Besondere Vorteile ergeben sich mit den Mehrzonenheizeinrichtungen, auch wenn die
zu erwärmenden Werkstücke in den unterschiedlichen Zonen unterschiedliche Materialdicken
aufweisen,
[0018] Die Abstimmung in den unterschiedlichen Zonen kann auch für Materialkombinationen
mit unterschiedlichen Schmelzpunkten und unterschiedlicher Leitfähigkeit in den Zonen
erfolgen.
[0019] Wie oben bereits erwähnt ergeben sich besonders bevorzugte Anwendungen der Wärmebehandlung,
wenn vor der Wärmebehandlung auf die Werkstücke ein Schutzmaterial aufgebracht wird,
so kommt es bei der Wärmebehandlung von warm umzuformenden metallischen Werkstücken
mit Oberflächenbeschichtung insbesondere darauf an, dass vor dem Warmumformen das
Material der Oberflächenbeschichtung in die Werkstücke eindiffundiert. Das Wärmebehandlungsverfahren
kann gemäß Patentanspruch 15 hierfür vorzugsweise die folgenden Schritte aufweisen:
- Schritt a:
- Erwärmen des Werkstücks über einen ersten Zeitabschnitt,
- Schritt b:
- Warmhalten des Werkstückes durch Wärmeisolieren und/oder Beheizen auf einer Temperatur
für das Eindiffundieren des Materials zur Oberflächenbeschichtung in das Werkstück
über einen zweiten Zeitabschnitt,
- Schritt c:
- weiteres Erwärmen des Werkstückes auf eine Temperatur, die gleich oder höher ist als
die Austenitisierungstemperatur des Werkstücks, und Halten der Temperatur auf mindestens
der Austenitisierungstemperatur über einen dritten Zeitabschnitt,
wobei die Zeitdauer des Schrittes a und die Zeitdauer des Schrittes c jeweils kürzer
ist als die Zeitdauer des Schrittes b und
wobei Werkstücke, die sukzessive nacheinander oder mit zeitlicher Überlappung dem
Schritt a unterzogen werden, sodann gleichzeitig, d. h. zumindest überlappend, dem
Schritt b unterzogen werden und sodann sukzessive ohne zeitliche Überlappung dem Schritt
c unterzogen werden.
[0020] Vorzugsweise kann in Schritt a induktives Erwärmen des Werkstücks vorgesehen sein,
es ist aber auch möglich, andere Erwärmungsverfahren vorzusehen, beispielsweise konduktives
Erwärmen. Vorzugsweise kann im Schritt b das Beheizen mittels Brennstoffverbrennung
und/oder mittels elektrischer Widerstandsbeheizung durchgeführt werden.
[0021] Das Wärmebehandlungsverfahren kann vorzugsweise mit einer Wärmebehandlungsvorrichtung
mit einer ersten, einer zweiten und einer dritten Wärmestation, wie sie vorangehend
beschrieben sind, durchgeführt werden. Eine solche Lösung gibt der Gegenstand des
Patentanspruchs 6, wonach die folgenden Verfahrensschritte zyklisch durchlaufen werden:
- a) Übergabe eines Werkstücks an die erste Wärmestation,
- b) Erhitzen des Werkstücks während einer für die erste Wärmestation vorbestimmten
Verweilzeit auf eine für die erste Wärmestation vorbestimmte Temperatur,
- c) Zuordnung der positionsverstellbaren ersten Wärmestation zu einem freien zweiten
Werkstückaufnahmeplatz der zweiten Wärmestation,
- d) Übergabe des Werkstücks nach Ablauf der für die erste Wärmestation vorbestimmten
Verweilzeit an die zweite Wärmestation,
- e) Erhitzen des Werkstücks auf eine für die zweite Wärmestation vorbestimmte Temperatur
und Halten dieser Temperatur;
- f) Zuordnung der positionsverstellbaren dritten Wärmestation zu einem belegten zweiten
Werkstückaufnahmeplatz der zweiten Wärmestation, an dem eine die Verweilzeit größer
oder gleich der für die zweite Wärmestation vorbestimmten Verweilzeit ist,
- g) Übergabe des Werkstücks an die dritte Wärmestation,
- h) Erhitzen des Werkstücks auf die für die dritte Wärmestation vorbestimmte Temperatur,
- i) Positionieren der dritten Wärmestation, sodass das Werkstück an die stromabwärts
hinter der dritten Wärmestation angeordnete Warmumformvorrichtung übergebbar ist,
- j) Übergabe des Werkstücks an die Warmumformvorrichtung.
[0022] Die nachfolgenden Ausführungen sind auf besonders bevorzugte Spezifizierungen der
Verfahrensschritte gerichtet.
[0023] Es kann vorgesehen sein, dass die Verfahrensschritte b) bis d) und e) bis g) und
h) bis j) simultan ausgeführt werden.
[0024] Weiter kann vorgesehen sein, dass in Schritt h) mindestens zwei für die dritte Wärmestation
vorbestimmte Temperaturen vorgesehen sind, wobei diese zwei Temperaturen unterschiedlichen
Werkstückabschnitten zugeordnet sind. Auf diese Weise ist es möglich, unterschiedliche
Kristallstrukturen im Werkstück auszubilden, beispielsweise austenistische und nichtaustenitische
Bereiche, sodass das Werkstück nach dem Erkalten gehärtete und duktile Bereiche aufweisen
kann. Als Austenit werden γ-Mischkristalle des Eisens bezeichnet. Austenit ist Bestandteil
vieler nichtrostender Stähle. Das Gefüge hat eine geringe Härte, kann jedoch durch
Kaltverformung beträchtlich gesteigert werden.
[0025] Es kann vorgesehen sein, dass die Temperatur bzw. die Temperaturen in der dritten
Wärmestation größer oder gleich der Austenitisierungstemperatur ist bzw. sind. Es
kann hierbei vorgesehen sein, dass mindestens eine der für die dritte Wärmestation
vorbestimmten Temperaturen kleiner als die Austenitisierungstemperatur ist.
[0026] Was die zonenweise unterschiedlichen Temperaturen in der dritten Wärmestation betrifft,
kann die Temperatur eines der Werkstückabschnitte beispielsweise über der Austenitisierungstemperatur
liegen, die Temperaturen in den anderen Werkstückabschnitten können unter der Austenitisierungstemperatur
liegen, wobei die Austenitisierungstemperatur beispielsweise aus dem Zustandsdiagramm
der Stahllegierung ablesbar ist, aus der das Werkstück gebildet ist. So ist es besonders
einfach möglich, dass Werkstückabschnitte im Anschluss an die Warmumformung in einer
Pressvorrichtung pressgehärtet werden, während andere Werkstückabschnitte duktil bleiben.
Die duktilen Bereiche des aus dem Werkstück hergestellten Bauteils können sich bei
Überbelastung stark plastisch verformen und sind daher in der Lage, Aufprallenergie
zu absorbieren, während die gehärteten Bereiche zur Stabilität beitragen. Die so ausgebildeten
Bauteile sind besonders zur Verbesserung der Sicherheit von Kraftfahrzeugen bei Auffahrunfällen
geeignet, weil die duktilen Bereiche als Knautschzonen wirken können und durch Deformation
Aufprallenergie vernichten.
[0027] Weiter kann vorgesehen sein, dass die für die zweite Wärmestation vorbestimmte Verweilzeit
mindestens gleich ist der Zeit, in welcher der Diffusionsprozess abgeschlossen ist.
Es ist möglich, die Verweilzeit in der dritten Wärmestation den technologischen Erfordernissen
anzupassen und größer zu wählen, wodurch das Ergebnis der Diffusion nicht in Frage
gestellt ist.
[0028] Es ist möglich, dass die Taktzeit der Warmumformvorrichtung größer ist als die für
die erste Wärmestation vorbestimmte Verweilzeit und/oder die für die dritte Wärmestation
vorbestimmte Verweilzeit. In diesem Falle bestimmt die Taktzeit der Warmumformvorrichtung
unter Einrechnung der Übergabezeit zwischen der dritten Wärmestation und der Warmumformvorrichtung
und der Zeit für die Entnahme des fertigen Bauteils aus der Warmumformvorrichtung
die kleinste mögliche Taktzeit.
[0029] Es kann vorgesehen sein, dass die Taktzeit der Warmumformvorrichtung sehr viel kleiner
ist als die zweite Verweilzeit, vorausgesetzt die zweite Wärmestation, die eine relativ
hohe Verweilzeit vorsieht, hat eine ausreichend hohe Anzahl von Werkstückaufnahmeplätzen.
[0030] Wie weiter oben ausgeführt, sind die für die erste und die dritte Wärmestation vorbestimmte
Verweilzeit wesentlich kleiner als die für die zweite Wärmestation vorbestimmte Verweilzeit.
Wenn beispielsweise die für die zweite Wärmestation vorbestimmte Verweilzeit 4 Minuten
beträgt, das sind 240 Sekunden, und die für die erste und die dritte Wärmestation
vorbestimmte Verweilzeit jeweils 4 Sekunden beträgt, so ist die für die zweite Wärmestation
vorbestimmte Verweilzeit (240/4)-mal, d. h. 80mal größer als die für die erste Wärmestation
vorbestimmte Verweilzeit. Folglich muss die zweite Wärmestation mindestens 80 zweite
Werkstückaufnahmeplätze aufweisen, um im gleichen Takt wie die erste Wärmestation
zu arbeiten. Diese sehr grobe Abschätzung berücksichtigt noch nicht die Übergabezeiten
zwischen den Wärmebehandlungsstationen. Wenn die Übergabezeit zwischen benachbarten
Wärmestationen beispielsweise 6 Sekunden beträgt, werden nur noch mindestens 240/(4
+ 6) = 24 zweite Werkstückaufnahmeplätze benötigt, um den gleichen Taktzeit-Einsparungseffekt
zu erzielen. Wie weiter oben ausgeführt, kann jedoch die Taktzeit der Warmumformvorrichtung
unter Einrechnung der Übergabezeit zwischen der dritten Wärmestation und der Warmumformvorrichtung
und der Zeit für die Entnahme des fertigen Bauteils aus der Warmumformvorrichtung
die kleinste mögliche Taktzeit bestimmen, die dann zur Berechnung der Mindestanzahl
der benötigten zweiten Werkstückaufnahmeplätze zu verwenden ist. Unter der Annahme,
dass die besagte Summe aus der Taktzeit der Warmumformvorrichtung und den Übergabezeiten
20 Sekunden beträgt, werden nur noch mindestens 240/20 = 12 zweite Werkstückaufnahmeplätze
benötigt.
[0031] Weitere vorteilhafte Ausführungen sind auf besonders bevorzugte apparative Gestaltungen
der Wärmestationen gerichtet.
[0032] Es kann vorgesehen sein, dass mindestens eine der Wärmestationen und/oder der Werkzeugaufnahmeplatz
und/oder die Werkzeugaufnahmeplätze mindestens einer der Wärmestationen positionsverstellbar
ist bzw. sind.
[0033] Weiter kann vorgesehen sein, dass die Wärmestation und/oder der Werkstückaufnahmeplatz
und/oder die Werkstückaufnahmeplätze derart positionsverstellbar ist bzw. sind, dass
mindestens ein Werkstückaufnahmeplatz der verstellbaren Wärmestation oder der verstellbare
Werkstückaufnahmeplatz und/oder die verstellbaren Werkstückaufnahmeplätze einem Werkstückaufnahmeplatz
einer nachgeschalteten oder vorgeschalteten Wärmestation zuordenbar ist bzw. sind
für die Zufuhr eines Werkstückes von der vorgeschalteten Wärmestation oder für die
Abfuhr eines Werkstückes zu der nachgeschalteten Wärmestation.
[0034] Weiter kann vorgesehen sein, dass das Werkstück auf einem verfahrbaren Träger abgestützt
angeordnet ist, welcher während der Verweilzeit des Werkstücks in einer Wärmestation
auf dem Werkstückaufnahmeplatz stillstehend und/oder festgestellt angeordnet ist und
während der Zufuhr des Werkstücks von einer vorgeschalteten Wärmestation oder während
der Abfuhr des Werkstücks zu einer nachgeschalteten Wärmestation bewegbar geführt
ist. Bei dem verfahrbaren Träger kann es sich beispielsweise um einen Transportwagen
handeln, auf dem das Werkstück abgelegt und ggf.fixiert ist.
[0035] Insbesondere bei induktiver Erwärmung ist das Fixieren des Werkstücks auf dem Werkstückaufnahmeplatz
bzw. dem verfahrbaren Träger vorteilhaft, weil andernfalls das Werkstück bei induktiver
Erwärmung unkontrollierte Bewegungen, etwa Flatterbewegungen, ausführen könnte. Es
ist bei bevorzugten Ausführungen von Wärmestationen mit induktiver Erwärmung vorgesehen,
die Werkstücke auf den Werkstückaufnahmeplätzen bzw. den verfahrbaren Trägern zu fixieren.
Die Fixierung der Werkstücke kann davon abgesehen bei allen Ausführungen mit verfahrbaren
Trägern oder positionsverstellbaren Werkstückaufnahmeplätzen oder positionsverstallbaren
Wärmestationen vorteilhafterweise vorgesehen sein, um sicherzustellen, dass die Werkstücke
während der Wärmebehandlung bzw. während ihres Transportes durch die Wärmebehandlungsvorrichtung
sicher in Position gehalten werden. Dies gilt insbesondere auch, wenn die Wärmestation
selbst positionsverstellbar ausgebildet ist oder positionsverstellbare Werkstückaufnahmeplätze
aufweist.
[0036] Bei bevorzugten Ausführungen kann vorgesehen sein, dass die positionsverstellbare
Wärmestation und/oder der positionsverstellbare Werkstückaufnahmeplatz in vertikaler
Richtung verstellbar ist oder in horizontaler Richtung verstellbar ist.
[0037] Weiter kann vorgesehen sein, dass eine oder mehrere der Wärmestationen vertikal übereinander
oder horizontal nebeneinander angeordnete Werkstückaufnahmeplätze aufweist. Horizontal
nebeneinander angeordnete Werkstückaufnahmeplätze können bevorzugt sein, um mehr als
eine technologische Linie zur Wärmebehandlung und Warmumformung nebeneinander anzuordnen,
wobei die nachstehend beschriebene Ausbildung der zweiten Wärmestation mit vertikal
übereinander angeordneten Werkstückaufnahmeplätzen bevorzugt sein kann.
[0038] In einer bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, dass die zweite Wärmestation vertikal
übereinander angeordnete Werkstückaufnahmeplätze aufweist und die vorgeschaltete erste
Wärmestation oder die nachgeschaltete dritte Wärmestation in vertikaler Richtung positionsverstellbar
ist oder mindestens einen in vertikaler Richtung positionsverstellbaren Werkstückaufnahmeplatz
aufweist,
oder
dass die zweite Wärmestation horizontal nebeneinander angeordnete Werkstückaufnahmeplätze
aufweist und die vorgeschaltete erste Wärmestation und/oder die nachgeschaltete dritte
Wärmestation in horizontaler Richtung positionsverstellbar ist oder mindestens einen
in horizontaler Richtung positonsverstellbaren Werkstückaufnahmeplatz aufweist.
[0039] In einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die erste und/oder
dritte Wärmestation auf einem vertikal oder horizontal verfahrbaren Lift montiert
sind.
[0040] Weiter kann vorgesehen sein, dass der Werkstückaufnahmeplatz einen Führungsbahnabschnitt
bildet oder mit einem Führungsbahnabschnitt verbunden ist, der für die Zufuhr eines
Werkstücks von einer vorgeschalteten Wärmestation oder für die Abfuhr eines Werkstücks
zu einer nachgeschalteten Wärmestation einem Führungsbahnabschnitt eines Werkstückaufnahmeplatzes
dieser vorgeschalteten bzw. nachgeschalteten Wärmestation zuordenbar ist unter Ausbildung
einer aus den Führungsbahnabschnitten zusammengesetzten Führungsbahn. Die Führungsbahnabschnitte
können jeweil als Plattform ausgebildet sein. Sie können selbst als Werkstückaufnahmeplatz
ausgebildet sein oder einen Träger, vorzugsweise einen beweglichen Träger, abstützen,
auf dem das jeweilige Werkstück anordenbar ist. Um die Werkstücke von den Stationen
zu- und abzuführen, können diese durch die Überführungsvorrichtung auf den zum Beispiel
als Plattform ausgebildeten Führungsbahnabschnitten von der einen zur anderen Station
hin verfahren werden. Die Plattformen der Werkstückaufnahmeplätze, zwischen denen
die Überführung erfolgt, bilden dabei eine aus den Plattformen zusammengesetzte Führungsbahn
für die zu transferierenden Werkstücke.
[0041] Es kann vorgesehen sein, dass die Überführungsvorrichtung eine Antriebseinrichtung
aufweist, die mit ihrer Abtriebsseite an dem Werkstück und/oder einem das Werkstück
aufnehmenden bewegbaren Träger und/oder an einem bewegbaren Bauteil eines Werkstückaufnahmeplatzes
unmittelbar oder mittelbar impulsartig oder permanent angreift. Die Antriebseinrichtung
kann beispielsweise als eine Zahnstangenantrieb, Gewindestangenantrieb oder eine mit
einem pneumatischen, hydraulischen oder elektrischen Linearantrieb ausgebildete Schubstange
ausgebildet sein. Diese Ausführungen haben den Vorteil, dass der Antriebsmotor bzw.
das Antriebsglied außerhalb der Wärmestationen angeordnet sein können und daher keinem
Verschleiß durch hohe Temperaturen unterliegen.
[0042] Die Überführungsvorrichtung kann bei abgewandelten Ausführungen auch als Robotergreifarme
oder dergleichen ausgebildet sein.
[0043] Die weiter oben genannte Steuerungseinrichtung für den Betrieb der Überführungsvorrichtung
und/oder den Betrieb der Wärmestationen kann vorteilhafterweise als eine computergesteuerte
elektronische Steuerungseinrichtung ausgebildet sein, die mindestens alle zum Betrieb
der Wärmebehandlungsvorrichtung benötigten Mess-, Steuer- und Regelkomponenten umfasst,
wobei in einem Computer ein Steuerungsprogramm abgelegt sein kann, das das Zusammenwirken
der genannten Komponenten koordiniert und überwacht.
[0044] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und der beiliegenden,
sich auf diese Ausführungsbeispiele beziehenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung (Seitenansicht) einer Vorrichtung nach der Erfindung
in Verbindung mit einer Warmumformvorrichtung;
- Fig. 2
- eine Teildarstellung der Vorrichtung in Fig. 1;
- Fig. 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Vorrichtung nach der Erfindung in schematischer
Darstellung (Draufsicht).
[0045] Bei dem in Figur 1 gezeigten Ausführungsbeispiel einer Wärmebehandlungsvorrichtung
1 handelt es sich um eine Vorrichtung zur Erwärmung warmumzuformender Werkstücke 11.
Diese weist in dem dargestellten Fall drei aufeinanderfolgenden Wärmestationen 12,
13 und 14 auf. Der Wärmestation 14 ist eine Warmumformvorrichtung 15 nachgeschaltet.
Bei den Werkstücken 11 handelt es sich um metallische Werkstücke, zum Beispiel zugeschnittene
Blechteile einer Fahrzeugkarosserie. Bei den zum Einsatz kommenden Blechteilen handelt
es sich vorzugsweise um mit einer Schutzschicht bereits beschichtete Blechteile. Es
kann aber auch vorgesehen sein, die Werkstücke 11 in einer der Wärmebehandlungsvorrichtung
vorgeschalteten, nicht dargestellten Beschichtungsstation mit einer Schutzschicht
zu versehen und anschließend zu trocknen. Die Werkstücke durchlaufen die in Figur
1 dargestellten Stationen, indem sie jeweils von der einen Station in die andere Station
auf im einzelnen im nachfolgenden beschriebener Weise überführt werden.
[0046] Die erste Wärmestation 12 dient zum schnellen Erwärmen der Werkstücke 11. In der
nachgeschalteten zweiten Wärmestation 13 erfolgt bei einer vorbestimmten Temperatur
im Falle des beschriebenen Ausführungsbeispiels mit den vorbeschichteten Werkstücken
11 die Diffusion des Schutzmaterials in das metallische Material des Werkstücks hinein.
Die vorbestimmte Temperatur wird hierbei so eingestellt, wie sie für die Diffusion
des Schutzmaterials erforderlich ist. In der nachgeschalteten dritten Wärmestation
14 erfolgt in dem dargestellten Fall die Austenitisierung der Werkstücke 11. Hierfür
wird eine für die gewünschte Austenitisierung erforderliche Temperatur eingestellt.
Der Aufbau der einzelnen Stationen und die Betriebsbedingungen werden im nachfolgenden
noch im einzelnen erläutert.
[0047] Wie in Figur 1 erkennbar, weist die erste Wärmestation 12 einen Werkstückaufnahmeplatz
12a auf. Dieser Werkstückaufnahmeplatz 12a ist durch eine erste Wärmeeinrichtung 12e
erwärmbar, die zur schnellen Erwärmung des Werkstücks als induktive Wärmeeinrichtung
ausgebildet ist. Es kann aber auch ein anders Erwärmungsverfahren vorgesehen sein,
beispielsweise konduktives Erwärmen.
[0048] Diese erste Wärmestation 12 weist bei dem Ausführungsbeispiel in Figur 1 nur einen
Werkstückaufnahmeplatz 12a auf. Er ist als Plattform ausgebildet, auf dem, wie in
Figur 1 erkennbar, ein Transportwagen 16 angeordnet ist. Der Transportwagen 16 weist
eine in Figur 1 nicht dargestellte Haltevorrichtung zur Aufnahme und Fixierung des
Werkstücks 11 auf. Die den Werkstückaufnahmeplatz 12a bildende Plattform durchgreift
die Wärmestation 12 und bildet damit einen Führungsabschnitt 12f für die Überführung
des Werkstücks, wie noch näher erläutert werden wird.
[0049] Im dargestellten Fall ist die erste Wärmestation 12 auf einem Lift 17 angeordnet,
der an einem säulenartigen stationären Trag- und Führungskörper 17 senkrecht verfahrbar
ist.
[0050] Die zweite Wärmestation 13 weist mehrere Werkstückaufnahmeplätze 13a auf, die bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Aufnahmefächer regalartig übereinander angeordnet
sind. Diese Werkstückaufnahmeplätze 13a sind jeweils als Plattformen ausgebildet,
auf denen jeweils ein Transportwagen 16 mit dem Werkstück 11 anordenbar ist. Die Plattformen
bilden jeweils den Boden der Aufnahmefächer. Sie durchgreifen jeweils die Wärmestation
13 und bilden damit Führungsbahnabschnitte 13f für die separat noch näher erläuterte
Übergabe der Werkstücke.
[0051] Die Werkstückaufnahmeplätze 13a der zweiten Wärmestation sind in dem in Figur 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel als wärmeisolierte Aufnahmefächer ausgebildet. Sie weisen verschließbare
Ein- und Ausgänge auf, die beispielsweise als wärmeisolierte Klappen ausgebildet sind.
[0052] Bei der Wärmeeinrichtung der Wärmestation 13 kann es sich um eine mittels Brennstoffverbrennung
und/oder durch elektrische Widerstandsbeheizung betrieben Wärmeeinrichtung handeln.
Die Wärmeeinrichtung ist als gemeinsame Heizeinrichtung für sämtliche Werkstückaufnahmeplätze
der Wärmestation 13 ausgebildet. Die Werkstückaufnahmeplätze sind in dem dargestellten
Fall daher nicht gegenseitig wärmeisoliert, sondern lediglich die Außenwände und die
verschließbaren Aus- und Eingänge sind wärmeisoliert. Bei abgewandelten Ausführungen
ist es auch möglich, für jeden der Werkstückaufnahmeplätze 13a eine separate Wärmeeinrichtung
vorzusehen, die beispielsweise als eine induktive oder andersartige Wärmeeinrichtung
ausgebildet sein kann. Bei einer anderen Abwandlung ist es möglich, die Wärmestation
13 auch lediglich als reine Wärmeisolationsstation ohne eine beheizende Wärmeeinrichtung
auszubilden. Bei solchen Ausführungen ist es vorteilhaft, wenn die Wände der Wärmestation
dann entsprechend stark isoliert sind und vorzugsweise können dann auch die Werkstückaufnahmeplätze
als jeweils einzelne Wärmeisolationsfächer ausgebildet sein.
[0053] Die dritte Wärmestation 14 weist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel nur einen
Werkstückaufnahmeplatz 14a auf. Dieser ist in dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
abschnittsweise durch drei Wärmeeinrichtungen 14e, 14e' und 14e" erwärmbar, wobei
das Werkstück 11 auf für den nachfolgenden Warmumformprozess notwendige Temperaturen
oder vorzugsweise auf verschiedene geeignete Temperaturen erwärmt wird. Die Wärmeeinrichtungen
14e bis 14e" für die zonenweise Erwärmung sind nebeneinander angeordnet und so dimensioniert,
dass die Temperatur getrennt einstellbar bzw. regelbar ist, so dass im Werkstücks
11 Temperaturzonen ausgebildet werden. Auf diese Weise ist es möglich, unterschiedliche
Kristallstrukturen im Werkstück auszubilden, beispielsweise austenistische und nichtaustenitische
Bereiche, sodass das Werkstück nach dem Erkalten gehärtete und duktile Bereiche aufweisen
kann. Als Austenit werden γ-Mischkristalle des Eisens bezeichnet. Der Begriff Austenit
wird auch auf andere kubisch-flächenzentrierte Strukturen übertragen, beispielsweise
auf Formgedächtnis-Legierungen. Austenit ist Bestandteil vieler nichtrostender Stähle.
Das Gefüge hat eine geringe Härte, kann jedoch durch Kaltverformung beträchtlich gesteigert
werden. In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Endtemperatur der
zweiten Wärmeeinrichtung 14e' über der Austenitisierungstemperatur, die Endtemperaturen
der beiden anderen Wärmeeinrichtungen 14e und 14e" sind unterhalb der Austenitisierungstemperatur,
wobei die Austenitisierungstemperatur beispielsweise aus dem Zustandsdiagramm der
Stahllegierung ablesbar ist, aus der das Werkstück 11 gebildet ist. Es kann aber auch
vorgesehen sein, dass die dritte Wärmestation 14 nur eine Wärmebehandlungseinrichtung
aufweist und keine unterschiedliche Zonenerwärmung durchgeführt wird.
[0054] Die Wärmeeinrichtungen 14e bis 14e" der dritten Wärmestation sind vorteilhafterweise
als induktive Wärmeeinrichtungen ausgebildet, sodass wie bei der Wärmeeinrichtung
der ersten Wärmestation 12 eine kurze Erwärmungszeit vorgesehen sein kann.
[0055] Der Werkstückaufnahmeplatz 14a der dritten Wärmestation 14 ist von einem ebenfalls
als Plattform ausgebildeten Führungsbahnabschnitt 14f durchgriffen, der einen Transportwagen
16 aufnehmen kann.
[0056] Die dritte Wärmestation 14 ist in gleicher Weise wie die erste Wärmestation 12 auf
einem Lift 18 angeordnet, der an einem Trag- und Führungskörper 18t senkrecht verfahrbar
ist.
[0057] Die Transportwagen 16 und die Führungsbahnabschnitte 12f, 13f und 14f sind Baugruppen
einer Überführungsvorrichtung, die für die Zufuhr eines Werkstücks 11 von einer vorgeschalteten
Wärmestation oder für die Abfuhr eines Werkstücks 11 zu einer nachgeschalteten Wärmestation
vorgesehen ist, wobei aus zugeordneten Führungsbahnabschnitten der Wärmestationen
eine Führungsbahn ausbildbar ist, auf der die Transportwagen 16 verfahrbar sind.
[0058] Stromabwärts hinter der dritten Wärmestation 14 ist eine Warmumformvorrichtung 15
angeordnet. Bei der Warmumformvorrichtung 15 handelt es sich um eine Warmpressvorrichtung
mit einem Presswerkzeug 15p. Die Übergabe des auf dem Transportwagen 16 abgelegten
Werkstücks 11 kann beispielsweise durch einen in Fig. 1 nicht dargestellten Industrie-Roboter
erfolgen. In der Warmumformvorrichtung 15 findet in dem von der Wärmeeinrichtung 14e'
erwärmten Bereich des Werkstücks 11 eine Presshärtung statt, während die von den Wärmeeinrichtungen
14e und 14e"erwärmten Bereich des Werkstücks 11 duktil bleiben. Das beispielhaft beschriebene
Werkstück 11 kann vorteilhafterweise in ein Bauteil eines Kraftfahrzeugs umgeformt
werden, das die Sicherheit des Fahrzeugs gegen Aufprallunfälle vergrößern kann. Die
duktilen Bereiche des besagten Bauteils können sich bei Überbelastung stark plastisch
verformen und sind daher in der Lage, Aufprallenergie zu absorbieren, während die
gehärteten Bereiche zur Stabilität beitragen.
[0059] Die Wärmestationen, die Überführungsvorrichtung und die Warmumformvorrichtung sind
vorteilhafterweise mit einer in Fig. 1 nicht dargestellten Steuerungseinrichtung verbunden.
Die Steuerungseinrichtung kann vorteilhafterweise als eine computergesteuerte elektronische
Steuerungseinrichtung ausgebildet sein, die mindestens alle zum Betrieb der Wärmebehandlungsvorrichtung
1 benötigten Mess-, Steuer- und Regelkomponenten umfasst, wobei in einem Computer
ein Steuerungsprogramm abgelegt ist, das das Zusammenwirken der genannten Komponenten
koordiniert und überwacht.
[0060] Das Werkstück 11 wird auf einem leeren Transportwagen 16 abgelegt, gesichert und
der Transportwagen 16 sodann in den Werkstückaufnahmeplatz 12a der ersten Wärmestation
12 eingefahren. Bei bevorzugten Ausführungen ist ein Festspannen der Werkstücke auf
dem Transportwagen vorgesehen. Zum Beladen eines leeren Transportwagens 16 in der
ersten Wärmestation 12 kann ein Industrieroboter oder eine andere geeignete Zuführ-
und Bestückungseinrichtung vorgesehen sein. Bei auf dem Werkstückaufnahmeplatz 12a
festgestelltem still stehendem Transportwagen 16 wird nun das Werkstück 11 mittels
der Wärmeeinrichtung 12e innerhalb einer vorbestimmten, relativ kurzen Verweilzeit
in dieser Wärmestation auf eine erste Temperatur erwärmt, die vorzugsweise oberhalb
von 600 °C ist. Diese Verweilzeit kann beispielsweise etwa 4 Sekunden betragen.
[0061] Während dieser Verweilzeit des Werkstücks auf dem Aufnahmeplatz 12a in der ersten
Wärmestation wird durch die Steuerungseinheit ein leerer Werkstückaufnahmeplatz 13a
in der zweiten Wärmestation 13 ermittelt und der mit dem Werkstück 11 belegte erste
Werkstückaufnahmeplatz 12a der ersten Wärmestation 12 wird mittels des Liftes 17 dem
besagten leeren zweiten Werkstückaufnahmeplatz 13a zugeordnet. Dabei fluchtet der
Führungsbahnabschnitt 12f der ersten Wärmestation mit dem Führungsbahnabschnitt 13f
der zweiten Wärmestation, sodass die beiden Führungsbahnabschnitte 12f, 13f eine gemeinsam
zusammengesetzte Führungsbahn bilden, auf der der Transportwagen 16 verfahrbar ist.
[0062] Nach Ablauf der vorbestimmten Verweilzeit in der ersten Wärmestation wird nun der
Antrieb der Überführungsvorrichtung aktiviert, der mit dem Transportwagen 16 verbunden
ist, sodass der Transportwagen 16 an den leeren Werkstückaufnahmeplatz 13a der zweiten
Wärmestation übergeben wird. Sobald der Transportwagen 16 in dem Werkstückaufnahmeplatz
13a zum Stillstand gekommen und gegebenenfalls festgestellt ist, wird die Messung
der Verweilzeit in der zweiten Wärmestation 13 gestartet, die mindestens so groß wie
eine Mindestverweilzeit ist, in der der Diffusionsprozess abgeschlossen ist. Diese
Mindestverweilzeit in der zweiten Wärmestation 13 ist wesentlich größer als die Verweilzeit
in der ersten Wärmestation 12. Sie kann beispielsweise etwa 4 Minuten betragen.
[0063] Parallel zu dem beschriebenen Prozessablauf kann die Steuerungseinheit einen besetzten
Werkstückaufnahmeplatz 13a der zweiten Wärmestation 13 bestimmt haben, bei dem die
zweite Verweilzeit größer als die Mindestverweilzeit ist und die dritte Wärmebehandlungsstation
14 mittels des Liftes 18 diesem besetzten Werkstückaufnahmeplatz 13a durch Verfahren
in die betreffende Position zugeordnet worden sein. Dabei fluchtet der Führungsbahnabschnitt
13f mit dem Führungsbahnabschnitt 14f, sodass die beiden Führungsbahnabschnitte 13f,
14f eine gemeinsame Führungsbahn bilden, auf der der Transportwagen 16 von der zweiten
Wärmestation 13 in die dritte Wärmestation 14 verfahrbar ist.
[0064] Sodann wird der Antrieb der Überführungsvorrichtung aktiviert, der mit dem Transportwagen
16 verbunden ist, sodass der Transportwagen 16 an den leeren Werkstückaufnahmeplatz
14a der dritten Wärmestation 14 übergeben wird. Sobald der Transportwagen 16 in dem
Werkstückaufnahmeplatz 14a zum Stillstand gekommen und festgestellt ist, wird die
Messung der Verweilzeit in der dritten Wärmestation 14 gestartet, die als wesentlich
kleiner als die Mindestverweilzeit in der zweiten Wärmestation 13 vorbestimmt ist.
Vorteilhafterweise kann auch vorgesehen sein, bei der dritten Wärmestation auf die
Zeitmessung zu verzichten und die Verweilzeit in dieser Wärmestation dann zu beenden,
wenn alle drei in dieser Wärmestation angestrebten Temperaturen erreicht sind. Die
Verweilzeit in der dritten Wärmestation kann vorzugsweise in der Größenordnung der
Verweilzeit in der ersten Wärmestation gewählt werden, beispielsweise bei etwa 4 Sekunden.
[0065] Alternativ kann vorgesehen sein, dass der Werkstückaufnahmeplatz 12a der ersten Wärmestation
12 einem belegten Werkstückaufnahmeplatz 13a der zweiten Wärmestation 13 zugeordnet
wird, dessen Mindestverweilzeit überschritten ist und dass der leere Werkstückaufnahmeplatz
14a der dritten Wärmestation 14 dem belegten Werkstückaufnahmeplatz 13a der zweiten
Wärmestation 13 zugeordnet wird. Dabei bilden die Führungsbahnabschnitte 12f bis 14f
eine Führungsbahn, wobei der in dem Werkstückaufnahmeplatz 12a angeordnete Transportwagen
16 den in dem belegten Werkstückaufnahmeplatz 13a angeordneten Transportwagen 16 verdrängt
und in den leeren Werkstückaufnahmeplatz 14a hineinschiebt (siehe Fig. 2). In analoger
Weise kann mit leeren Transportwagen 16 verfahren werden, wobei zwei leere Transportwagen
16 in umgekehrter Verschieberichtung bewegt werden. In diesem Fall kann der Antrieb
der Transportwagen sehr einfach als eine Zahnstangenantrieb, Gewindestangenantrieb
oder eine mit einem pneumatischen, hydraulischen oder elektrischen Linearantrieb ausgebildete
Schubstange ausgebildet sein.
[0066] Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel mit einer Wärmebehandlungsvorrichtung
2, die wie die Wärmebehandlungsvorrichtung 1 in Fig. 1 und 2 ausgebildet ist, mit
dem Unterschied, dass sie statt einer Wärmebehandlungslinie zur Wärmebehandlung zwei
Wärmebehandlungslinien aufweist, die parallel nebeneinander angeordnet sind. Zum besseren
Verständnis ist die Wärmebehandlungsvorrichtung 2 in schematischer Draufsicht gezeigt.
[0067] Die erste Wärmebehandlungslinie ist aus der ersten Wärmestation 12, der zweiten Wärmestation
13 und der dritten Wärmestation 14 gebildet, wobei die zweite Wärmestation 13 in jeder
Bearbeitungsebene zwei nebeneinander angeordnete Werkstückaufnahmeplätze aufweist.
Die zweite Wärmebehandlungslinie ist aus einer weiteren ersten Wärmestation 12', der
zweiten Wärmestation 13 und einer weiteren dritten Wärmestation 14' gebildet, sodass
im Vergleich zu dem in Fig. 1 und 2 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel doppelt
soviel Werkstücke 11 in der gleichen Zeit wärmebehandelt werden. Es kann vorzugsweise
vorgesehen sein, dass beiden Wärmebehandlungslinien eine gemeinsame Warmumformvorrichtung,
wie weiter oben beschrieben, mit hoher Kapazität nachgeschaltet ist. Es kann aber
auch vorgesehen sein, dass jeder der beiden Wärmebehandlungslinien eine Warmumformvorrichtung
nachgeschaltet ist. Wie weiter oben ausgeführt, sind die Verweilzeiten in der ersten
Wärmestation und in der dritten Wärmestation wesentlich kleiner als die Verweilzeit
in der zweiten Wärmestation. Wenn, wie weiter oben angegeben, die Verweilzeit in der
zweiten Wärmestation 4 Minuten beträgt, d. h. 240 Sekunden, und die Verweilzeit in
der ersten Wärmestation 4 Sekunden beträgt, so ist die zweite Verweilzeit 240/4 mal,
d. h. 80mal größer als die Verweilzeit in der ersten Wärmestation. Folglich muss die
zweite Wärmestation 13 mindestens 80 Werkstückaufnahmeplätze 13a aufweisen, um im
gleichen Takt wie die erste Wärmestation 12 zu arbeiten. Die zweite Wärmestation 13
erfüllt also die Funktion eines Pufferspeichers, so dass die längste Taktzeit durch
Parallelbetrieb der zweiten Wärmestation 13 auf die Taktzeit der ersten Wärmestation
12 reduziert wird. Wenn die Übergabezeit zwischen benachbarten Wärmestationen beispielsweise
6 Sekunden beträgt, werden nur noch mindestens 240/(4 + 6) = 24 Werkstückaufnahmeplätze
13a benötigt, um den gleichen Effekt zu erzielen.
[0068] In einer bevorzugten Ausführung bestimmen die Taktzeit der Warmumformvorrichtung
15, die Übergabezeit zwischen der dritten Wärmestation 14 und der Warmumformvorrichtung
15 sowie die Entnahmezeit des fertiggestellten Bauteils aus der Warmumformvorrichtung
in Summe in Relation zu der Verweilzeit in der zweiten Wärmestation die Anzahl der
benötigten Werkstückaufnahmeplätze 13a. Unter der Annahme, dass die besagte Summe
aus der Taktzeit der Warmumformvorrichtung 15 und der Übergabezeit 20 Sekunden beträgt,
werden mindestens 240/20 = 12 Werkstückaufnahmeplätze 13a benötigt.
[0069] In den beiden in Verbindung mit den Figuren vorbeschriebenen Ausführungsbeispielen
wies die zweite Wärmestation 13 übereinander angeordnete Werkstückaufnahmeplätze 13a
auf. Es ist aber auch möglich, dass die zweite Wärmestation 13 nebeneinander angeordnete
Werkstückaufnahmeplätze 13a aufweist, wobei anstelle der Lifte 17 und 18 waagerecht
arbeitende Transporteinrichtungen vorgesehen sein können, welche die Werkstückaufnahmeplätze
einander zuordnen.
Bezugszeichenliste
[0070]
- 1
- Wärmebehandlungsvorrichtung
- 11
- Werkstück
- 12, 12'
- erste Wärmestation
- 12a
- erster Werkstückaufnahmeplatz
- 12f
- erster Führungsbahnabschnitt
- 12e
- erste Wärmeeinrichtung
- 13, 13'
- zweite Wärmestation
- 13a
- zweiter Werkstückaufnahmeplatz
- 13f
- zweiter Führungsbahnabschnitt
- 14, 14'
- dritte Wärmestation
- 14e - 14e"
- dritte Wärmeeinrichtungen
- 14f
- dritter Führungsbahnabschnitt
- 15
- Warmumformvorrichtung
- 15p
- Presswerkzeug
- 16
- Transportwagen
- 17, 17'
- Lift
- 17t, 17t'
- Trag- und Führungskörper
- 18, 18'
- Lift
- 18t, 18t'
- Trag- und Führungskörper
1. Wärmebehandlungsvorrichtung (1), gegebenenfalls mit nachgeschalteter Warmumformvorrichtung
(15), zum Beispiel Presse, für metallische Werkstücke (11), vorzugsweise Blechteile
einer Fahrzeugkarosserie, umfassend
- eine erste Wärmestation (12),
- eine nachgeschaltete zweite Wärmestation (13),
- gegebenenfalls eine oder mehrere weitere nachgeschaltete Wärmestation(en) (14),
- eine Überführungsvorrichtung, um die Werkstücke (11) den Wärmestationen (12 - 14)
zu- und/oder abzuführen, und
- eine Steuerungseinrichtung für den Betrieb der Überführungsvorrichtung und/oder
den Betrieb der Wärmestationen (12 - 14),
wobei vorgesehen ist,
- dass die erste Wärmestation (12) derart ausgebildet ist, dass das darin aufgenommene
Werkstück (11) oder die darin aufgenommenen Werkstücke (11) jeweils innerhalb einer
für die erste Wärmestation (12) vorbestimmten Verweilzeit auf eine für die erste Wärmestation
(12) vorbestimmte Temperatur erwärmbar ist bzw. sind,
- dass die zweite Wärmestation (13) mehr Werkstückaufnahmeplätze (13a) als die erste
Wärmestation (12) aufweist, und derart ausgebildet ist, dass die darin aufgenommenen
Werkstücke (11) jeweils innerhalb einer für die zweite Wärmestation (13) vorbestimmten
Verweilzeit, die größer ist als die für die erste Wärmestation (12) vorbestimmte Verweilzeit,
auf eine für die zweite Wärmestation (13) vorbestimmte Temperatur erwärmbar und/oder
auf dieser vorbestimmten Temperatur konstant haltbar sind, wobei die für die zweite
Wärmestation (13) vorbestimmte Temperatur ungefähr gleich oder höher ist als die für
die erste Wärmestation (12) vorbestimmte Temperatur,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine der Wärmestationen (12 - 14) und/oder der Werkstückaufnahmeplatz
(12a - 14a) und/oder die Werkstückaufnahmeplätze (12a - 14a) mindestens einer der
Wärmestationen (12 - 14) positionsverstellbar ist bzw. sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine der zweiten Wärmestation (13) nachgeschaltete dritte Wärmestation (14) vorgesehen
ist, die weniger Werkstückaufnahmeplätze (14a) als die zweite Wärmestation (13) aufweist
und derart ausgebildet ist, dass das darin aufgenommene Werkstück (11) oder die darin
aufgenommenen Werkstücke (11) jeweils innerhalb einer für die dritte Wärmestation
(14) vorbestimmten Verweilzeit, die kleiner ist als die für die zweite Wärmestation
(13) vorbestimmte Verweilzeit auf eine für die dritte Wärmestation vorbestimmte Temperatur
erwärmbar und/oder auf diese vorbestimmte Temperatur konstant haltbar ist bzw. sind,
wobei diese vorbestimmte Temperatur ungefähr gleich oder höher ist als die für die
zweite Wärmestation vorbestimmte Temperatur.
3. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufnahmekapazität der zweiten Wärmestation (13) n mal größer ist als die Aufnahmekapazität
der ersten oder der dritten Wärmestation (12, 14), wobei n ≥ 2.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die dritte Wärmestation (14) eine Wärmeeinrichtung (14e) zur induktiven Erwärmung
der Werkstücke (11) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die dritte Wärmestation (14) zwei oder mehr gleichartige oder verschiedenartige Wärmeeinrichtungen
(14e) aufweist, die zonenweise zwei oder mehr unterschiedliche für die dritte Wärmestation
(14) vorbestimmte Temperaturen ausbilden.
6. Wärmebehandlungsverfahren für warm umzuformende Werkstücke (11) mit einer Wärmebehandlungsvorrichtung
(1, 2) mit einer ersten Wärmestation (12), einer zweiten Wärmestation (13) und einer
dritten Wärmestation (14), vorzugsweise einer Wärmebehandlungsvorrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 5,
wobei vorgesehen ist,
dass folgende Verfahrensschritte zyklisch durchlaufen werden:
a) Übergabe eines Werkstücks (11) an die erste Wärmestation (12),
b) Erhitzen des Werkstücks (11) während einer für die erste Wärmestation (12) vorbestimmten
Verweilzeit auf eine für die erste Wärmestation (12) vorbestimmte Temperatur,
c) Zuordnung der positionsverstellbaren ersten Wärmestation (12) zu einem freien zweiten
Werkstückaufnahmeplatz (13a) der zweiten Wärmestation (13),
d) Übergabe des Werkstücks (11) nach Ablauf der für die erste Wärmestation (12) vorbestimmten
Verweilzeit an die zweite Wärmestation (13),
e) Erhitzen des Werkstücks (11) auf eine für die zweite Wärmestation vorbestimmten
Temperatur und Halten dieser Temperatur;
f) Zuordnung der positionsverstellbaren dritten Wärmestation (14) zu einem belegten
zweiten Werkstückaufnahmeplatz (13a) der zweiten Wärmestation (13), an dem die Verweilzeit
größer oder gleich der für die zweite Wärmestation (13) vorbestimmten Verweilzeit
ist,
g) Übergabe des Werkstücks (11) an die dritte Wärmestation (14),
h) Erhitzen des Werkstücks (11) auf eine oder mehrere für die dritte Wärmestation
(14) vorbestimmte Temperatur bzw. Temperaturen,
i) Positionieren der dritten Wärmestation (14), sodass das Werkstück (11) an eine
stromabwärts hinter der dritten Wärmestation (14) angeordnete Warmumformvorrichtung
(15) übergebbar ist,
j) Übergabe des Werkstücks (11) an die Warmumformvorrichtung (15).
7. Wärmebehandlungsverfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verfahrensschritte b) bis d) und e) bis g) und h) bis j) simultan ausgeführt
werden.
8. Wärmebehandlungsverfahren nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Schritt b die vorbestimmte Temperatur der ersten Wärmestation (12) eine Temperatur
ist, die für die Diffusion eines auf das Werkstück (11) aufgebrachten Schutzmaterials
erforderlich ist.
9. Wärmebehandlungsverfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Schritt h) mindestens zwei für die dritte Wärmestation (14) vorbestimmte Temperaturen
vorgesehen sind, wobei diese zwei Temperaturen unterschiedlichen Werkstückabschnitten
zugeordnet sind.
10. Wärmebehandlungsverfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die für die dritte Wärmestation (14) vorbestimmte Temperatur oder mindestens eine
der für die dritte Wärmestation (14) vorbestimmten Temperaturen größer oder gleich
der Austenitisierungstemperatur ist.
11. Wärmebehandlungsverfahren nach Anspruch 9oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine der für die dritte Wärmestation (14) vorbestimmte Temperaturen kleiner
als die Austenitisierungstemperatur ist.
12. Wärmebehandlungsverfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die für die zweite Wärmestation (13) vorbestimmte Verweilzeit mindestens gleich ist
der Zeit, in welcher der Diffusionsprozess abgeschlossen ist.
13. Wärmebehandlungsverfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Taktzeit der Warmumformvorrichtung (15) größer ist als die für die erste Wärmestation
(12) vorbestimmte Verweilzeit und/oder die für die dritte Wärmestation (14) vorbestimmte
Verweilzeit.
14. Wärmebehandlungsverfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Taktzeit der Warmumformvorrichtung (15) sehr viel kleiner ist als die für die
zweite Wärmestation (13) vorbestimmte Verweilzeit.
15. Wärmebehandlungsverfahren von warm umzuformenden metallischen Werkstücken (11), zum
Beispiel Blechteilen einer Fahrzeugkarosserie, mit folgenden Schritten:
Schritt a: Erwärmen des Werkstücks (11) über einen ersten Zeitabschnitt,
Schritt b: Warmhalten des Werkstückes (11) durch Wärmeisolieren und/oder Beheizen
auf einer Temperatur für das Eindiffundieren des Materials der Oberflächenbeschichtung
in das Werkstück über einen zweiten Zeitabschnitt,
Schritt c: weiteres Erwärmen des Werkstückes (11) auf eine Temperatur, die gleich
oder höher ist als die Austenitisierungstemperatur des Werkstücks (11), und Halten
der Temperatur auf mindestens der Austenitisierungstemperatur über einen dritten Zeitabschnitt,
wobei die Zeitdauer des Schrittes a und die Zeitdauer des Schrittes c jeweils kürzer
ist als die Zeitdauer des Schrittes b und wobei Werkstücke (11), die sukzessive nacheinander
oder mit zeitlicher Überlappung dem Schritt a unterzogen werden, sodann gleichzeitig,
d. h. zumindest überlappend, dem Schritt b unterzogen werden und sodann sukzessive
ohne zeitliche Überlappung dem Schritt c unterzogen werden.
1. Heat treatment device (1), where required having a downstream hot forming device (15),
for example a press, for metallic workpieces(11), preferably sheet metal parts of
a vehicle body, comprising
- a first heating station (12),
- a downstream second heating station (13),
- where required, one or several further downstream heating station(s) (14),
- a transfer device to lead the workpieces (11) to and/or from the heating stations
(12-14), and
- a control device for the operation of the transfer device and/or the operation of
the heating stations (12-14),
wherein it is provided that,
- the first heating station (12) is formed in such a way that the workpiece (11) taken
into it or the workpieces (11) taken into it can each be heated to a predetermined
temperature for the first heating station (12) within a predetermined dwell time for
the first heating station (12),
- the second heating station (13) has more workpiece intake spaces (13a) than the
first heating station (12), and is formed in such a way that the workpieces (11) taken
into it can each be heated to a predetermined temperature for the second heating station
(13) within a predetermined dwell time for the second heating station (13), which
is greater than the predetermined dwell time for the first heating station (12) and/or
can be kept constant at this predetermined temperature, wherein the predetermined
temperature for the second heating station (13) is approximately equal to or higher
than the predetermined temperature for the first heating station (12),
characterised in that,
at least one of the heating stations (12-14) and/or the workpiece intake space (12a-14a)
and/or the workpiece intake spaces (12a-14a) of at least one of the heating stations
(12-14) can be adjusted in terms of position.
2. Device according to claim 1,
characterised in that,
a third heating station (14) is provided downstream of the second heating station
(13), which has fewer workpiece intake spaces (14a) than the second heating station
(13) and is formed in such a way that the workpiece (11) taken into it or the workpieces
(11) taken into it can each be heated to a predetermined temperature for the third
heating station within a predetermined dwell time for the third heating station (14),
which is lower than the predetermined dwell time for the second heating station (13)
and/or can be kept constant at this predetermined temperature, wherein this predetermined
temperature is approximately equal to or higher than the predetermined temperature
for the second heating station.
3. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that,
the intake capacity of the second heating station (13) is n times greater than the
intake capacity of the first or the third heating station (12, 14), wherein n ≥ 2.
4. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that,
the third heating station (14) has a heating device(14e) for inductive heating of
the workpiece (11).
5. Device according to one of the preceding claims,
characterised in that,
the third heating station (14) has two or more homogeneous or heterogeneous heating
devices (14e) which generate two or more different predetermined temperatures for
the third heating station (14)in different zones.
6. Heat treatment method for workpieces (11) to be hot formed with a heat treatment device
(1, 2) having a first heating station (12), a second heating station (13) and a third
heating station (14), preferably a heat treatment device according to one of claims
1 to 5,
wherein it is provided that,
the following method steps are performed cyclically:
a) transfer of a workpiece (11) to the first heating station (12),
b) heating the workpiece (11) to a predetermined temperature for the first heating
station (12) for a predetermined dwell time for the first heating station (12),
c) assigning the first heating station (12) which is adjustable in terms of position
to a free second workpiece intake space (13a) of the second heating station (13),
d) transferring the workpiece (11) to the second heating station (13) after the predetermined
dwell time for the first heating station (12) has ended,
e) heating the workpiece (11) to a predetermined temperature for the second heating
station and maintaining this temperature;
f) assigning the third heating station (14) which is adjustable in terms of position
to an occupied second workpiece intake space (13a) of the second heating station (13),
for which the dwell time is greater than or equal to the predetermined dwell time
for the second heating station (13),
g) transferring the workpiece (11) to the third heating station (14),
h) heating the workpiece (11) to one or more predetermined temperature(s) for the
third heating station (14),
i) positioning the third heating station (14) in such a way that the workpiece (11)
can be transferred to a hot forming device (15) which is arranged downstream, behind
the third heating station (14),
j) transferring the workpiece (11) to the hot forming device (15).
7. Heat treatment method according to claim 6,
characterised in that,
method steps b) to d) and e) to g) and h) to j) are carried out simultaneously.
8. Heat treatment method according to claim 6 or 7,
characterised in that,
in step b, the predetermined temperature of the first heating station (12) is a temperature
which is required for the diffusion of a protective material applied on the workpiece
(11).
9. Heat treatment method according to one of claims 6 to 8,
characterised in that,
in step h), at least two predetermined temperatures for the third heating station
(14) are provided, wherein these two temperatures are assigned to different workpiece
sections.
10. Heat treatment method according to one of claims 6 to 9,
characterised in that,
the predetermined temperature for the third heating station (14) or at least one of
the predetermined temperatures for the third heating station (14) is higher than or
equal to the austenitising temperature.
11. Heat treatment method according to claim 9 or 10,
characterised in that,
at least one of the predetermined temperatures for the third heating station (14)
is lower than the austenitising temperature.
12. Heat treatment method according to one of claims 6 to 11,
characterised in that,
the predetermined dwell time for the second heating station (13) is at least equal
to the time in which the diffusion process is completed.
13. Heat treatment process according to one of claims 6 to 12,
characterised in that,
the cycle time of the hot forming device (15) is greater than the predetermined dwell
time for the first heating station (12) and/or the predetermined dwell time for the
third heating station (14).
14. Heat treatment process according to one of claims 6 to 13,
characterised in that,
the cycle time of the hot forming device (15) is much smaller than the predetermined
dwell time for the second heating station (13).
15. Heat treatment method of metallic workpieces to be hot formed (11), for example, sheet
metal parts of a vehicle body, having the following steps:
Step a: heating the workpiece (11) over a first period,
Step b: keeping the workpiece warm (11) by means of heat insulation and/or heating
to a temperature for the diffusion of the material of the surface coating into the
workpiece over a second period,
Step c: further heating of the workpiece (11) to a temperature which is equal to or
higher than the austenitising temperature of the workpiece (11), and keeping the temperature
at at least the austenitising temperature over a third period,
wherein the duration of step a and the duration of step c are both shorter than the
duration of step b and
wherein workpieces (11) which undergo step a successively after one another or with
a time overlap, then simultaneously i.e. at least overlapping, undergo step b and
then successively undergo step c without a time overlap.
1. Dispositif de traitement à chaud (1), éventuellement à l'aide d'un dispositif de mise
en forme à chaud (15) installé en aval, par exemple une presse, pour des pièces à
usiner (11) métalliques, de préférence des éléments en tôle d'une carrosserie de véhicule,
comprenant
- un premier poste de chauffage (12),
- un deuxième poste de chauffage (13) installé en aval,
- éventuellement un ou plusieurs postes de chauffage (14) installés en aval,
- un dispositif de transfert afin d'acheminer les pièces à usiner (11) aux postes
de chauffage (12 - 14) et/ou afin de les évacuer, et
- un système de commande servant à faire fonctionner le dispositif de transfert et/ou
à faire fonctionner les postes de chauffage (12 - 14),
sachant qu'il est prévu
- que le premier poste de chauffage (12) est réalisé de telle manière que la pièce
à usiner (11) logée dans ce dernier ou les pièces à usiner (11) logées dans ce dernier
peut ou peuvent être chauffée(s) respectivement à une température prédéfinie pour
le premier poste de chauffage (12) respectivement pendant le temps de séjour prédéfini
pour le premier poste de chauffage (12),
- que le deuxième poste de chauffage (13) présente un plus grand nombre d'emplacements
de logement de pièce à usiner (13a) que le premier poste de chauffage (12), et qu'il
est réalisé de telle manière que les pièces à usiner (11) logées dans ledit poste
de chauffage peuvent être chauffées à une température prédéfinie pour le deuxième
poste de chauffage (13) et/ou peuvent être maintenues de manière constante à ladite
température prédéfinie respectivement pendant le temps de séjour prédéfini pour le
deuxième poste de chauffage (13), qui est plus long que le temps de séjour prédéfini
pour le premier poste de chauffage (12), sachant que la température prédéfinie pour
le deuxième poste de chauffage (13) est approximativement égale ou supérieure à la
température prédéfinie pour le premier poste de chauffage (12),
caractérisé en ce
que la position d'au moins un des postes de chauffage (12 - 14) et/ou de l'emplacement
de logement de pièce à usiner (12a - 14a) et/ou des emplacements de logement de pièce
à usiner (12a - 14a) au moins d'un des postes de chauffage (12 -14) est réglable.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce
qu'un troisième poste de chauffage (14) installé en aval du deuxième poste de chauffage
(13) est prévu, lequel présente un nombre inférieur d'emplacements de logement de
pièce à usiner (14a) que le deuxième poste de chauffage (13), et en ce qu'il est réalisé
de telle manière que la pièce à usiner (11) logée dans ledit poste de chauffage ou
les pièces à usiner (11) logées dans ledit poste de chauffage peuvent être chauffées
à une température prédéfinie pour le troisième poste de chauffage ou peuvent être
maintenues de manière constante à ladite température prédéfinie respectivement pendant
un temps de séjour prédéfini pour le troisième poste de chauffage (14), lequel temps
de séjour est inférieur au temps de séjour prédéfini pour le deuxième poste de chauffage
(13), sachant que ladite température prédéfinie est approximativement égale ou supérieure
à la température prédéfinie pour le deuxième poste de chauffage.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la capacité de logement du deuxième poste de chauffage (13) est n fois supérieure
à la capacité de logement du premier ou du troisième poste de chauffage (12, 14),
sachant que n ≥ 2.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le troisième poste de chauffage (14) présente un système de chauffage (14e) servant
à chauffer de manière inductive les pièces à usiner (11).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le troisième poste de chauffage (14) présente deux systèmes de chauffage (14e) de
même type ou de type différent, ou plus, lesquels forment par zone deux températures
prédéfinies, ou plus, différentes pour le troisième poste de chauffage (14).
6. Procédé de traitement à chaud destiné à des pièces à usiner (11) à mettre en forme
à chaud à l'aide d'un dispositif de traitement à chaud (1, 2) comprenant un premier
poste de chauffage (12), une deuxième poste de chauffage (13) et un troisième poste
de chauffage (14), de préférence à l'aide d'un dispositif de traitement à chaud selon
l'une quelconque des revendications 1 à 5,
sachant qu'il est prévu
que les étapes de procédé qui suivent sont exécutées de manière cyclique :
a) le transfert d'une pièce à usiner (11) au premier poste de chauffage (12) ;
b) le chauffage de la pièce à usiner (11) pendant un temps de séjour prédéfini pour
le premier poste de chauffage (12) à une température prédéfinie pour le premier poste
de chauffage (12) ;
c) l'association du premier poste de chauffage (12), dont la position est réglable,
à un deuxième emplacement de logement de pièce à usiner (13a) libre du deuxième poste
de chauffage (13) ;
d) le transfert de la pièce à usiner (11) au deuxième poste de chauffage (13), une
fois le temps de séjour prédéfini pour le premier poste de chauffage (12) écoulé ;
e) le chauffage de la pièce à usiner (11) à une température prédéfinie pour le deuxième
poste de chauffage et le maintien à ladite température ;
f) l'association du troisième poste de chauffage (14), dont la position est réglable,
à un deuxième emplacement de logement de pièce à usiner (13a) occupé du deuxième poste
de chauffage (13), au niveau duquel le temps de séjour est supérieur ou égal au temps
de séjour prédéfini pour le deuxième poste de chauffage (13) ;
g) le transfert de la pièce à usiner (11) au troisième poste de chauffage (14) ;
h) le chauffage de la pièce à usiner (11) à une température ou à plusieurs températures
prédéfinies pour le troisième poste de chauffage (14) ;
i) le positionnement du troisième poste de chauffage (14) de sorte que la pièce à
usiner (11) peut être transférée à un dispositif de mise en forme à chaud (15) disposé
en aval après le troisième poste de chauffage (14) ;
j) le transfert de la pièce à usiner (11) au dispositif de mise en forme à chaud (15).
7. Procédé de traitement à chaud selon la revendication 6,
caractérisé en ce
que les étapes de procédé b) à d) et e) à g) et h) à j) sont exécutées simultanément.
8. Procédé de traitement à chaud selon la revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce
qu'à l'étape b), la température prédéfinie du premier poste de chauffage (12) est une
température qui est requise pour la diffusion d'un matériau protecteur appliqué sur
la pièce à usiner (11).
9. Procédé de traitement à chaud selon l'une quelconque des revendications 6 à 8,
caractérisé en ce
qu'à l'étape h), au moins deux températures prédéfinies pour le troisième poste de chauffage
(14) sont prévues, sachant que ces deux températures sont associées à des sections
différentes de pièce à usiner.
10. Procédé de traitement à chaud selon l'une quelconque des revendications 6 à 9,
caractérisé en ce
que la température prédéfinie pour le troisième poste de chauffage (14) ou au moins une
des températures prédéfinies pour le troisième poste de chauffage (14) est supérieure
ou égale à la température d'austénitisation.
11. Procédé de traitement à chaud selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce
qu'au moins une des températures prédéfinies pour le troisième poste de chauffage (14)
est inférieure à la température d'austénitisation.
12. Procédé de traitement à chaud selon l'une quelconque des revendications 6 à 11,
caractérisé en ce
que le temps de séjour prédéfini pour le deuxième poste de chauffage (13) est au moins
égal à la durée, lors de laquelle le processus de diffusion est achevé.
13. Procédé de traitement à chaud selon l'une quelconque des revendications 6 à 12,
caractérisé en ce
que le temps de cadence du dispositif de mise en forme à chaud (15) est supérieur au
temps de séjour prédéfini pour le premier poste de chauffage (12) et/ou au temps de
séjour prédéfini pour le troisième poste de chauffage (14).
14. Procédé de traitement à chaud selon l'une quelconque des revendications 6 à 13,
caractérisé en ce
que le temps de cadence du dispositif de mise en forme à chaud (15) est nettement inférieur
au temps de séjour prédéfini pour le deuxième poste de chauffage (13).
15. Procédé de traitement à chaud de pièces à usiner (11) métalliques à mettre en forme,
par exemple d'éléments en tôle d'une carrosserie de véhicule, comprenant les étapes
suivantes :
étape a : le chauffage de la pièce à usiner (11) sur un premier laps de temps ;
étape b : le maintien au chaud de la pièce à usiner (11) en isolant au chaud et/ou
en réchauffant à une température pour la pénétration du matériau du revêtement de
surface dans la pièce à usiner sur un deuxième laps de temps ;
étape c : la poursuite du chauffage de la pièce à usiner (11) à une température, qui
est égale ou supérieure à la température d'austénitisation de la pièce à usiner (11),
et le maintien de la température à au moins la température d'austénitisation sur un
troisième laps de temps,
sachant que la durée de l'étape a et la durée de l'étape c sont respectivement inférieures
à la durée de l'étape b, et
sachant que des pièces à usiner (11), qui sont soumises à l'étape a successivement
les unes après les autres ou avec un chevauchement dans le temps, sont soumises alors
dans le même temps, c'est-à-dire au moins de manière à se chevaucher, à l'étape b,
puis sont soumises à l'étape c de manière successive sans chevauchement dans le temps.