[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine schwenkbare Propellerdüse für Wasserfahrzeuge
sowie einen Düsenschaft zur Verschwenkung der Propellerdüse für Wasserfahrzeuge.
[0002] Als Propellerdüse werden Antriebseinheiten von Wasserfahrzeugen, insbesondere von
Schiffen, bezeichnet, die einen Propeller umfassen, der von einem Düsenring umgeben
bzw. ummantelt ist. Derartige Düsenringe werden auch "Kortdüsen" genannt. Der im Inneren
des Düsenringes angeordnete Propeller ist dabei normalerweise feststehend ausgebildet,
d.h. der Propeller ist nur um die Antriebs- bzw. Propellerachse schwenkbar. Hierfür
ist der Propeller über eine drehbare, aber nicht schwenkbare, entlang der Propellerachse
verlaufende Propellerwelle mit dem Schiffskörper verbunden. Die Propellerwelle wird
über einen im Schiffskörper angeordneten Antrieb angetrieben. Der Propeller ist dagegen
nicht (horizontal oder vertikal) schwenkbar.
[0003] Bei einfach ausgebildeten Propellerdüsen ist der den Propeller umgebende Düsenring
ebenfalls feststehend, d. h. nicht schwenkbar, und hat einzig die Funktion, den Schub
des Antriebs zu vergrößern. Insofern werden derartige Propellerdüsen häufig bei Schleppern,
Versorgungsschiffen, u. dgl., eingesetzt, die jeweils einen hohen Schub aufbringen
müssen. Bei derartigen Propellerdüsen mit feststehenden Düsenringen muss zur Steuerung
des Schiffes bzw. Wasserfahrzeuges noch eine zusätzliche Manövrieranordnung, insbesondere
ein Ruder, im Propellerabstrom, d. h. in Schifffahrtsrichtung gesehen hinter der Propellerdüse,
angeordnet sein.
[0004] Im Gegensatz dazu bezieht sich die vorliegende Erfindung ausschließlich auf schwenkbare
Propellerdüsen und insbesondere auf solche schwenkbaren Propellerdüsen, die einen
feststehenden Propeller und einen um den feststehenden Propeller herum schwenkbaren
Düsenring aufweisen. Durch einen solchen schwenkbaren Düsenring wird nicht nur der
Schub des Wasserfahrzeuges erhöht, sondern gleichzeitig kann die Propellerdüse zur
Steuerung des Wasserfahrzeuges eingesetzt werden und kann dadurch zusätzliche Manövrieranlagen,
wie Ruder, ersetzen bzw. überflüssig machen. Durch die Schwenkung des Düsenringes
um die Schwenkachse, die im eingebauten Zustand normalerweise vertikal verläuft, kann
die Richtung des Propellerabstroms geändert und somit das Schiff gesteuert werden.
Daher werden schwenkbare Propellerdüsen auch als "Ruderdüsen" bezeichnet. Im eingebauten
Zustand ist der Düsenring normalerweise entlang einer Horizontalebene bzw. um eine
Vertikalachse schwenkbar. Unter dem Begriff "schwenkbar" ist vorliegend zu verstehen,
dass der Düsenring von seiner Ausgangsstellung sowohl nach Steuerbord als auch nach
Backbord um einen vorgegebenen Winkel verschwenkbar, jedoch nicht um volle 360° drehbar
ist.
[0005] Der Düsenring bzw. die Kortdüse ist dabei normalerweise ein konisch zulaufendes,
bevorzugt rotationssymmetrisch ausgebildetes Rohr, welches die Wandung des Düsenringes
bildet. Durch die Verjüngung des Rohres zum Heck des Schiffes hin, können die Propellerdüsen
einen zusätzlichen Schub auf das Wasserfahrzeug übertragen, ohne dass die Arbeitsleistung
erhöht zu werden braucht. Neben den propulsionsverbessernden Eigenschaften werden
hierdurch ferner Stampfbewegungen bei Seegang vermindert, wodurch bei schwerer See
die Geschwindigkeitsverluste reduziert und die Kursstabilität erhöht werden können.
Da der Eigenwiderstand der Propellerdüse bzw. einer Kortdüse mit zunehmender Schiffsgeschwindigkeit
etwa quadratisch ansteigt, werden ihre Vorteile besonders bei langsamen Schiffen wirksam,
die einen großen Propellerschub erzeugen müssen (Schlepper, Fischereifahrzeuge, etc.).
[0006] Bei aus dem Stand der Technik bekannten schwenkbaren Propellerdüsen sind an der Ober-
und Unterseite des Düsenringes an der Außenseite seiner Wandung jeweils Lager zur
schwenkbaren Lagerung vorgesehen. An der Oberseite erfolgt die Lagerung über eine
meist angeflanschte Welle, den sogenannten Düsenschaft, der wiederum mit einem Schwenkantrieb
bzw. einer Rudermaschine im Wasserfahrzeug verbunden ist. Über diesen Düsen- oder
Drehschaft wird das zur Steuerung notwendige Drehmoment auf den Düsenring übertragen,
d. h., die Propellerdüse ist mittels des Düsenschaftes schwenkbar. An der Unterseite
ist dagegen eine einfache Lagerung über einen Spurzapfen vorhanden, die eine Schwenkung
um die Schwenkachse bzw. Vertikalachse zulässt. Derartige untere Lagerungen werden
auch als "Lagerung in der Stevensohle" bezeichnet. Normalerweise ist der Düsenring
um etwa 30° bis 35° nach beiden Seiten hin schwenkbar.
[0007] Aus der
AT 362 250 B ist eine düsenartige Ummantelung eines Propellers bekannt, welche mittels eines Steuerschaftes
drehbar an einem Schiffskörper befestigt ist. Der Steuerschaft ist vorteilhafterweise
rohrartig ausgebildet.
[0008] Die
DE 1 018 741 B offenbart einen Schraubensteven für Schiffe mit Düsenruder, wobei das Düsenruder
in einem oberen Lager und in einem unteren Lager drehbar gelagert ist.
[0009] Die
US 3,179,081 A beschreibt eine kombinierte Antriebs- und Steuerungsvorrichtung für Schiffe, wobei
eine Düse und ein Propeller in Verbindung mit einem Motor außerhalb einer Schiffshülle
mittels einer röhrenförmigen Aufhängevorrichtung derart angeordnet ist, dass diese
gemeinsam als Einheit unter Beibehaltung fester relativer Positionen zueinander gedreht
werden können.
[0010] Fig. 6 veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel einer um die Ruderachse eines Schiffes
schwenkbar gelagerten Kortdüse 200 mit einem darin angeordneten, feststehenden Schiffspropeller,
wie sie aus dem Stand der Technik bekannt ist. Die Kortdüse 200 ist um den feststehenden
Schiffspropeller 210 eines Schiffes (hier nicht dargestellt) herum angeordnet. Vorliegend
ist die Kortdüse unter einem Winkel α von ca. 30° um die Schiffslängsachse 220 verschwenkt.
Der Pfeil 221 stellt die Strömungsrichtung des Meer bzw. Seewassers dar. In Strömungsrichtung
hinter dem Propeller ist an der Kortdüse 200 eine feststehende Flosse 230 vorgesehen,
durch die die Manövrierkräfte der Kort-Ruderdüse positiv beeinflusst werden. Das Düsenprofil
ist so gewählt, dass der Eingangsbereich 201 (in Bezug auf die Richtung des Strömungsdurchflusses
durch die Kortdüse 200) der Kortdüse 200 erweitert ausgebildet ist. Das bedeutet,
dass der innere Durchmesser des Eingangsbereiches größer ist als der innere Durchmesser
im restlichen Bereich der Kortdüse 200. Hierdurch wird der Wasserdurchfluss durch
die Kortdüse 200 und zum Propeller 210 hin erhöht, was wiederum die Propulsionseffizienz
der Kortdüse verbessert.
[0011] Der Düsenschaft bei bekannten schwenkbaren Propellerdüsen ist als zylindrischer Schaft
mit Vollquerschnitt ausgebildet, der normalerweise einen Durchmesser von ca. 250 mm
aufweist und an seinem Endbereich über Flanschplatten o. dgl. mit dem Düsenring verbunden
ist. Hierfür muss an der Außenwandung des Düsenringes ein entsprechendes Gegenstück,
d. h. eine Flanschplatte und zusätzliche Verstärkungen o. dgl., angeordnet bzw. aus
dem Wandungsmaterial des Düsenringes heraus, ausgebildet sein. Diese Verstärkung und
aufwendige Anflanschung mit Verstärkungsplatten ist notwendig, da es ansonsten aufgrund
der Schnittstelle zwischen dem relativ dünnen, massiven Schaft und dem Hohlkörper
des Düsenringes mit seinem relativ dünnen Profil zu erheblichen Problemen und einer
Instabilität der Verbindung kommen könnte.
[0012] Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Propellerdüse anzugeben, bei
der die Verbindung zwischen Düsenschaft und Düsenring konstruktiv vereinfacht wird
und die gleichzeitig torsionssteif ist und hohen Biegemomenten widerstehen kann.
[0013] Diese Aufgabe wird durch eine Propellerdüse mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst,
wobei die mittels eines Düsenschaftes schwenkbare Propellerdüse einen feststehenden
Propeller und einen den Propeller ummantelnden Düsenring aufweist, wobei der Düsenschaft
als Hohlkörper ausgebildet ist, wobei ein dem Düsenring zugewandter Endbereich des
Düsenschaftes fest mit dem Düsenring verbunden ist, wobei der dem Düsenring zugewandte
Endbereich des Düsenschaftes in die Wandung des Düsenringes hineingeführt ist, und
wobei im Inneren des Düsenschaftes ein Schwenkantrieb für den Düsenschaft zumindest
teilweise angeordnet ist.
[0014] Gemäß der vorliegenden Erfindung ist der Düsenschaft der schwenkbaren Propellerdüse,
um den die Propellerdüse schwenkt, als Hohlkörper oder Hohlzylinder ausgebildet, und
insbesondere als zylindrisches Rohr. Bevorzugt weist der Hohlkörper über seinen gesamten
Verlauf in Axialrichtung, d. h. entlang der Schwenkachse, einen konstanten Durchmesser
auf. Allerdings könnte der Hohlkörper grundsätzlich auch konisch oder abgestuft mit
mehreren aneinandergesetzten Abschnitten verschiedener Durchmesser oder in ähnlicher
Art und Weise ausgebildet sein. Es hat sich jedoch gezeigt, dass der gradlinige Verlauf
mit konstantem Durchmesser die am einfachsten herzustellende und die bezüglich der
Torsions- und Biegebelastungen günstigste Variante darstellt. Mittels des als Hohlkörper
ausgebildeten Düsenschaftes ist der Düsenring, der um den feststehenden Propeller
der Propellerdüse angeordnet ist und diesen ummantelt, schwenkbar.
[0015] Im Gegensatz zur vorliegenden Erfindung wurde bisher der Düsenschaft meist massiv,
insbesondere aus Schmiedestahl, hergestellt. Diese massiven Düsenschäfte mit Vollquerschnitt
haben einen relativ geringen Durchmesser, da sie ansonsten zu schwer sein würden.
Der relativ geringe Durchmesser hat die bereits eingangs erwähnten Probleme bei der
Verbindung zwischen Düsenschaft und dünnwandigem Düsenring zur Folge.
[0016] Anders als die aus dem Stand der Technik bekannten massiven Düsenschäfte weist der
als Hohlzylinder ausgebildete Düsenschaft einen wesentlich größeren Durchmesser auf.
Insbesondere ist der Durchmesser mindestens doppelt so groß wie bei aus dem Stand
der Technik bekannten, herkömmlichen massiven Düsenschäften. Der Hohlzylinder weist
einen Durchmesser im Bereich von 600 mm bis 1500 mm, bevorzugt 750 mm bis 1250 mm,
besonders bevorzugt 900 mm bis 1100 mm auf. Im Regelfall wird im Zusammenhang mit
den vorhergenannten Bereichen der Außendurchmesser des Düsenschaftes gemeint sein.
Grundsätzlich könnte jedoch auch der Innendurchmesser innerhalb der vorgenannten Bereiche
liegen. Vorteil ist hierbei, dass durch den großen Durchmesser des Hohlzylinders eine
sehr gute Torsionssteifigkeit erreicht wird und ferner hohe Biegemomente aufgenommen
werden können. Gleichzeitig wird dies durch einen geringeren Materialaufwand als bei
massiven Düsenschäften erreicht. Ferner wird die Schnittstelle bzw. die Verbindung
zwischen Düsenschaft und Düsenring sehr viel stabiler und einfacher herzustellen.
Durch den größeren Durchmesser werden die im Verbindungsbereich angreifenden Kräfte
auf eine größere Fläche verteilt, so dass keine speziellen Austeifungen, wie Verstärkungsplatten
o. dgl., die bei bekannten Propellerdüsen eingesetzt werden, vorgesehen sein müssen.
Insgesamt wird daher durch die vorliegende Erfindung eine Propellerdüse geschaffen,
die eine verbesserte Torsionssteifigkeit aufweist bzw. höhere Biegemomente aufnehmen
kann und die gleichzeitig, insbesondere im Verbindungsbereich zwischen Düsenschaft
und Düsenring, einfach aufgebaut ist.
[0017] Alternativ oder zusätzlich zur vorgenannten Dimensionierung des Düsenschaftdurchmessers
beträgt die Wandstärke des Hohlzylinders 10 mm bis 100 mm, bevorzugt 20 mm bis 80
mm, besonders bevorzugt 30 mm bis 50 mm. Durch Berechnungen und Tests der Anmelderin
hat sich gezeigt, dass, wenn der Düsenschaft bezüglich seines Durchmessers bzw. die
Wandstärke in den vorgenannten Bereichen liegt, besonders günstige Ergebnisse bezüglich
Torsionssteifigkeit und Anschluss an den Düsenring erreicht werden können und gleichzeitig
der für die Herstellung des Düsenschaftes benötigte Materialeinsatz möglichst gering
gehalten wird.
[0018] Zweckmäßigerweise ist der Hohlkörper bzw. der Hohlzylinder aus Stahl gefertigt. Insbesondere
kann der Hohlzylinder dabei als Stahlrohr vorgesehen sein. Hierdurch wird ein besonders
einfacher Aufbau des Düsenschaftes erreicht. Die Wandstärke des Hohlzylinders ist
vorteilhafterweise über seine gesamte Länge hinweg konstant, sofern keine abgestufte
oder konische Ausführung vorliegt.
[0019] Der Düsenschaft kann vorteilhafterweise einstückig ausgebildet sein, d. h., ein einzelnes
Rohr umfassen, das mit seinem einen Ende an einem Düsenring einer Propellerdüse und
mit seinem anderen Ende an einem Schwenkantrieb befestigt ist.
[0020] Zweckmäßigerweise ist der dem Düsenring abgewandte Endbereich des Düsenschaftes derart
ausgebildet, dass er an einen Schwenkantrieb, insbesondere eine Rudermaschine, zur
Übertragung eines Drehmomentes anschließbar ist. Der Endbereich ist derart ausgebildet,
dass er einen Schwenkantrieb für den Düsenschaft aufnehmen kann. D. h., der Schwenkantrieb
für den Düsenschaft ist zumindest teilweise im Inneren des Düsenschaftes, d. h. in
dessen Hohlraum, angeordnet. Hierbei ist es zweckmäßig, dass die Außenabmaße des Schwenkantriebs
im Wesentlichen den Innenabmaßen des Hohlzylinders entsprechen, so dass ein bündiger
Einsatz des Schwenkantriebs in den Hohlzylinder möglich ist. Entsprechend hat der
Schwenkantrieb bevorzugt einen kreisförmigen Querschnitt und ihr Außendurchmesser
entspricht im Wesentlichen dem Innendurchmesser des Düsenschaftes. Hierdurch wird
erreicht, dass die gesamte Manövrieranlage insgesamt kompakter ausgestaltet werden
kann, da der Schwenkantrieb nunmehr im Düsenschaft vorgesehen ist und somit innerhalb
des Schiffskörpers kein gesonderter Raum für den Schwenkantrieb mehr von Nöten ist.
Auch wird die Montage erleichtert, da der Düsenschaft zusammen mit dem Schwenkantrieb
direkt als ein Modul geliefert und eingebaut werden kann. Zur Befestigung des Schwenkantriebs
sind entsprechende Befestigungsmittel vorzusehen. Der Schwenkantrieb kann dabei direkt
am Düsenschaft oder auch, beispielsweise durch einen am Ende des Düsenschaftes aufliegenden
Flansch o. dgl., am Schiffskörper befestigt sein. Insbesondere ist es vorteilhaft,
dass der Schwenkantrieb als Drehflügelantriebseinheit bzw. Drehflügelrudermaschine
ausgebildet ist. Diese ist kompakt aufgebaut und eignet sich daher besonders zum Einsatz
in den Düsenschaft.
[0021] Ferner kann der Düsenschaft vorteilhafterweise an einem seiner beiden Endbereiche
Verbindungsmittel zur Verbindung des Düsenschaftes mit einem Schwenkantrieb, insbesondere
einer Drehflügelantriebseinheit o. dgl., aufweisen. Grundsätzlich kann der Düsenschaft
einstückig mit den Verbindungsmitteln ausgebildet sein. Bevorzugt sind die Verbindungsmittel
jedoch lösbar, insbesondere mittels einer Schraubverbindung, im Endbereich des Düsenschaftes
angebracht.
Die Verbindungsmittel können ferner ein Axiallager umfassen, mit dem der Düsenschaft
in Axialrichtung gelagert wird. Die Axiallagerung kann beispielsweise durch einen
geeignet ausgebildeten Abschlussflansch, der stirnseitig am Endbereich des Düsenschaftes
angeordnet ist, ausgebildet sein.
[0022] Ein dem Düsenring zugewandter Endbereich des Düsenschaftes ist fest mit dem Düsenring
verbunden. Insbesondere ist es bevorzugt, dass diese Verbindung mittels Schweißen
hergestellt wird. Im Gegensatz hierzu sind beim Stand der Technik die massiven Düsenschäfte
mittels Flanschplatten o. dgl. mit dem Düsenring lösbar verbolzt. Eine Schweißverbindung
oder sonstige feste Verbindung war aufgrund der geringen Durchmesser der bekannten
massiven Düsenschäfte sowie auch aufgrund geforderter Demontierbarkeit der Düsenschäfte
bisher nicht möglich. Die erfindungsgemäße Propellerdüse wird bevorzugt kompakt dimensioniert,
so dass eine Demontage im Dock möglich ist.
[0023] Weiterhin ist für die Herstellung der festen Verbindung der dem Düsenring zugewandte
Endbereich des Düsenschaftes in den Düsenring, d. h. in den Düsenkörper, insbesondere
bis zur inneren Düsenprofilfläche, durchgeführt. Mit anderen Worten kommt der Düsenschaft
nicht einfach an der Außenfläche des Düsenringes zur Anlage, sondern wird in die Struktur,
d. h. ins Innere des Düsenringes eingeführt. Der Düsenschaft ist derart in die Wandung
des Düsenrings eingeführt, dass ein Abschnitt des Düsenschaftes des dem Düsenring
zugewandten Endbereich des Düsenschaftes mit kompletten Düsenschaftumfang im Inneren
des Düsenrings angeordnet ist. Mit anderen Worten ist die gesamte Stirnseite des Düsenschaftes
vollständig in der Düsenringwandung eingebunden. Zweckmäßigerweise beträgt die Länge
des in den Düsenring eingeführten Abschnittes des Düsenschaftes mindestens 25 % der
Düsenringdicke, d. h. der Profilstärke des Düsenringes, bevorzugt mindestens 50 %,
besonders bevorzugt mindestens 75 %. Dieser Endbereich des Düsenschaftes wird bevorzugterweise
auf der Innenseite der inneren Düsenprofilfläche angebunden, d. h. verschweißt und
ausgesteift. Hierdurch wird eine extrem feste Verbindung erreicht, die hohen Belastungen
widersteht.
[0024] Das Profil eines Düsenringes besteht in der Regel aus einer inneren Profilfläche
und einer äußeren Profilfläche, die jeweils aus Stahlplatten gebildet werden. Dazwischen
werden Verbindungselemente bzw. -rippen u. dgl. zur Versteifung vorgesehen. In einer
bevorzugten Ausführungsform wird der Düsenschaft daher durch die äußere Profilfläche
bzw. Stahlplatte sowie durch den gesamten Zwischenraum zwischen äußerer und innerer
Profilfläche hindurchgeführt, bis er im Wesentlichen an die innere Stahlplattung bzw.
Innenwand anstößt bzw. zur Anlage kommt. Hierdurch kann auf einfache Art und Weise
eine besonders feste Verbindung geschaffen werden. Bei dieser Ausführungsform entspricht
die Länge des eingeführten Ausschnitts des Düsenschafts annähernd der Profildicke
des Düsenrings.
[0025] Der Düsenschaft ist gemäß der vorliegenden Erfindung zweckmäßigerweise durchgehend
vom Inneren des Schiffskörpers bis zum Düsenring ausgebildet. Mit anderen Worten ist
der Düsenschaft in seinem Endbereich mit dem Düsenring und mit seinem anderen Endbereich
mit der Rudermaschine verbunden. Besonders zweckmäßig ist hierbei eine einstückige
Ausführung des Düsenschaftes. Die erfindungsgemäße Propellerdüse umfasst somit keine
Rohrstutzen oder ähnliche Anbindungsstücke, die am Düsenring angeordnet sind und in
die dann wiederum ein Düsenschaft eingreift, sondern der erfindungsgemäße Düsenschaft
verläuft vom Schiffskörper bis ins Innere des Düsenrings hinein, so dass keine zusätzliche
Anbindungsmittel, wie beispielsweise Rohrstutzen, Flanschplatten oder dergleichen,
notwendig sind.
[0026] Des Weiteren ist erfindungsgemäß nicht vorgesehen, dass der Hohlraum des Düsenschaftes
als Leitung zur Durchleitung von Wasser oder Öl ausgebildet ist. Auch sind im Inneren
des Düsenschaftes keine separaten Leitungen vorgesehen. Der Düsenschaft wird somit
einzig zur Lagerung des Düsenrings und als Mittel zur Schwenkung des Düsenrings verwendet
und nicht als hohler Leitkörper.
[0027] Der Düsenschaft der Propellerdüse ist erfindungsgemäß nur um seine (vertikale) Längsachse
schwenkbar, nicht dagegen um eine Horizontalachse oder sonstige Achse schwenkbar bzw.
kippbar. Mit anderen Worten ist der Düsenschaft feststehend ausgebildet bzw. angeordnet
und nur um seine eigene Achse schwenkbar. Der maximale Schwenkwinkel, um den der Düsenschaft
schwenkbar ist, ist 180°, bevorzugt maximal 140°, besonders bevorzugt maximal 90°
oder auch maximal nur 60°. Die erfindungsgemäße Propellerdüse ist somit, insbesondere
aufgrund des feststehenden Propellers, nicht um 360° drehbar.
[0028] Zweckmäßigerweise umschließt der Düsenring den Propeller allseitig. Insbesondere
handelt es sich bei der erfindungsgemäßen Propellerdüse nicht um ein Tunnel-Ruder.
[0029] Durch die besonders fest ausgeführte Verbindungsstelle zwischen Düsenring und Düsenschaft
sowie die hohe Torsionssteifigkeit und Biegefestigkeit des Düsenschaftes gemäß der
vorliegenden Erfindung kann die Propellerdüse in einer bevorzugten Ausführungsform
nur mittels des Düsenschaftes gelagert sein und muss keine weitere Lagerung, insbesondere
keine Lagerung in der Stevensohle im unteren Bereich des Düsenringes, aufweisen. Hierdurch
wird zum einen der Aufbau der gesamten Propellerdüse vereinfacht, da das untere Lager
wegfällt. Ferner wird der Propellerabstrom strömungstechnisch verbessert, da das untere
Lager in der Stevensohle mit dem Schiffskörper verbunden sein muss und hier häufig
die Anströmung an der aus dem Schiffskörper herausgezogenen Stevensohle strömungstechnisch
ungünstige Verwirbelungen erzeugt.
[0030] Ferner ist es bevorzugt, dass in der Wandung des Düsenringes mindestens zwei, im
Wesentlichen gegenüberliegend angeordnete Durchbrechungen vorgesehen sind. Die Durchbrechungen
verlaufen jeweils durch die gesamte Wandung hindurch und bestehen somit aus einem
inneren und einem äußeren Öffnungsbereich und einem diese beiden Bereiche verbindenden
mittleren Bereich. Hierdurch kann das Meer- bzw. Seewasser von außerhalb des Düsenringes
durch die mindestens zwei Durchbrechungen hindurch in das Innere des Düsenringes strömen.
Dies ist vorteilhaft, um Strömungsrezirkulationen im Außenbereich des Propellers und
direkt stromabwärts vom Propeller beim Verschwenken bzw. Verdrehen des Düsenringes
zu vermeiden, die ohne die Durchbrechungen auftreten können. Um diese Rezirkulationen
besonders wirksam zu vermeiden, ist es zweckmäßig, dass die beiden Durchbrechungen
jeweils in einem seitlichen Bereich des Düsenringes im eingebauten Zustand angeordnet
sind. Der übrige Bereich des Düsenringes ist dabei geschlossen und ohne weitere Durchbrechung
versehen. Ferner sind die mindestens zwei Durchbrechungen in Strömungsrichtung betrachtet
bevorzugterweise auf Höhe des Propellers oder stromabwärts davon anzuordnen.
[0031] Um die Stabilität und Biegefestigkeit des Düsenschaftes weiter zu verbessern ist
es vorteilhaft, dass der Düsenschaft zumindest bereichsweise in einem Kokerrohr angeordnet
und in diesem gelagert ist. Das Kokerrohr ist fest mit der Struktur des Wasserfahrzeuges
verbunden und kann komplett innerhalb des Wasserfahrzeuges oder auch teilweise außerhalb
von diesem angeordnet sein. Insbesondere ist es vorteilhaft, im oberen und im unteren
Bereich des Kokerrohrs jeweils ein Lager zwischen Kokerrohr und Düsenschaft vorzusehen.
Hierbei ist bevorzugt mindestens ein, insbesondere zylindrisches Gleitlager zwischen
Kokerrohr und Düsenschaft vorgesehen. Der dem Düsenring zugewandte Bereich des Düsenschaftes
steht zweckmäßigerweise über das Kokerrohr hinaus vor, so dass dessen Endbereich mit
dem Düsenring verbunden werden kann. Kokerrohre an sich sind grundsätzlich aus dem
Stand der Technik hinlänglich bekannt und typischerweise als Hohlzylinder ausgebildet,
dessen Innendurchmesser in etwa dem Außendurchmesser des Düsenschaftes entspricht.
[0032] Grundsätzlich ist es bevorzugt, dass der schwenkbare Düsenschaft nur an seinem Außenmantel
gelagert ist und keine innenliegenden Lager o. dgl. aufweist.
[0033] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der in den Zeichnungen dargestellten verschiedenen
Ausführungsformen näher erläutert. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine beispielhaft die Erfindung erläuternde perspektivische Frontansicht eines Düsenringes
mit außenliegendem Schwenkantrieb und rückseitig angeordneter Flosse,
- Fig. 2
- eine beispielhaft die Erfindung erläuternde perspektivische Frontansicht einer Propellerdüse
mit rückseitig angeordneter Flosse und Anordnung an einem Schiffskörper eines Zweischraubers,
nicht dargestellt sind Propellerwelle und Stevenrohr,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch eine beispielhaft die Erfindung erläuternde Propellerdüse,
- Fig. 4
- einen Längsschnitt durch den oberen Endbereich des Düsenschaftes mit im Düsenschaft
angeordnetem Schwenkantrieb gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, und
- Fig. 5
- eine Prinzipiendarstellung des hinteren Schiffskörpers mit Propellerdüse und Propellerschaft
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.
[0034] Bei den in den nachfolgenden Figuren darstellten verschiedenen Ausführungsformen
sind gleiche Bestandteile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0035] Fig. 1 zeigt einen Düsenring 10 einer Propellerdüse mit einem als Hohlzylinder ausgebildeten
Düsenschaft 20. Der Propeller ist der Übersichtlichkeit halber weggelassen. In Fig.
2 ist derselbe Düsenring 10 im eingebauten, d. h. an einem Schiff montierten Zustand
gezeigt, so dass in Fig. 2 der Schiffspropeller 30 im Inneren des Düsenringes 10 angeordnet
ist. Die Propellerwelle ist in Fig. 2 der Übersichtlichkeit halber weggelassen. Der
Schiffskörper 31 des Schiffes ist nur in dem Bereich dargestellt, in dem der Düsenschaft
am selben montiert ist. Gleichzeitig ist der Schiffskörper 31 teilweise durchsichtig
dargestellt, so dass ein auf dem Düsenschaft 20 aufsitzender, als Drehflügelrudermaschine
ausgebildeter Schwenkantrieb 40, der im Inneren des Schiffskörpers 31 angeordnet ist,
und dessen Anschlußkonstruktion 44 an den Schiffskörper 31, teilweise erkennbar sind.
In dieser dargestellten Variante ist jedoch jede beliebige bekannte Ausführungsform
von Schwenkantrieb denkbar.
[0036] Der Düsenring 10 weist an seinem propellerabstromseitigen Ende eine fest installierte
Flosse 11 auf, die in etwa mittig angeordnet ist und vom oberen Wandungsbereich 10a
des Düsenringes 10 bis zum unteren Wandungsbereich 10b des Düsenringes 10 verläuft.
Die Flosse ist mit dem Düsenring 10 fest verbunden. Die Flosse kann grundsätzlich
feststehend oder auch teilweise schwenkbar ausgebildet sein.
[0037] Die Propellerdüse 100 an sich weist kein unteres Lager auf und ist nur mittels des
im oberen Wandungsbereich 10a des Düsenringes 10 fest angebrachten Düsenschaftes 20
aufgehängt bzw. gelagert (siehe auch Fig. 3). Der als zylindrisches Rohr ausgebildete
Düsenschaft 20 ist zumindest teilweise innerhalb eines Kokerrohrs 21 gelagert, welches
fest mit dem Schiffskörper 31 verbunden ist. Der Düsenschaft 20 ist innerhalb des
feststehenden Kokerrohrs 21 schwenkbar. Im oberen, dem Schiffskörper 31 zugewandten
Ende des Kokerrohrs 21 ist ein Abschlussflansch 22 des Düsenschaftes 20 angeordnet,
der über den Düsenschaft 20 hinwegsteht. Dieser Flansch 22 liegt wiederum auf dem
nach außen ausgeformten Rezess 21b des Kokerrohres 21 auf.
[0038] Bei der Darstellung in Fig. 2 ist der obere Teil des Kokerrohrs 21 von einer Abdeckung
bzw. einem Skeg 23 verdeckt. Der Schwenkantrieb 40 sitzt auf einem vom Abschlussflansch
22 des Düsenschaftes 20 nach oben vorstehenden, kegelstumpfförmigen Dorn 24 auf und
ist mit diesem fest verbunden (siehe auch Fig. 3). Über diesen kegelstumpfförmigen
Dorn 24 wird das Drehmoment von dem Schwenkantrieb 40 auf den Düsenschaft 20 übertragen.
Der Düsenschaft 20 steht mit seinem unteren, dem Düsenring 10 zugewandten Endbereich
20a über das Kokerrohr 21 hervor.
[0039] Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Propellerdüse
100. Eine Flosse ist der Übersichtlichkeit halber in Fig. 3 nicht dargestellt. Der
Düsenschaft 20 ist über ein oberes und ein unteres Lager 25a, 25b, welche beide als
Gleitlager ausgebildet sind, im Kokerrohr 21 gelagert. Am unteren Ende des Kokerrohrs
21 sind zwischen Kokerrohr 21 und Düsenschaft 20 ferner Dichtungen 26 vorgesehen.
Der untere Endbereich 20a des Düsenschaftes 20 ist in die Wandung des Düsenringes
im oberen Wandungsbereich 10a hineingeführt. Dabei grenzt die Stirnfläche 20c des
Düsenschaftes 20 an die Wandungsinnenseite 13a an. Die Wandungsaußenseite 13b im oberen
Wandungsbereich 10a ist entsprechend im Bereich des Düsenschaftes 20 durchbrochen,
so dass dieser ins Innere der Wandung bzw. des Düsenringes 10 hineingeführt werden
kann. Der Düsenschaft 20 ist sowohl an seiner Stirnseite 20c als auch im äußeren und
inneren Mantelbereich des unteren Endbereiches 20a fest mit der Wandung des Düsenringes
10 mittels Schweißnaht verbunden. Durch den in den oberen Wandungsbereich 10a eingeführten
unteren Endbereich 20a des Düsenschaftes 20 ist die Verbindung zwischen Düsenschaft
20 und Düsenring 10 sehr viel stabiler als bei der aus dem Stand der Technik bekannten
Verbindungsweise, bei der die Stirnfläche eines Düsenschaftes mit geringen Durchmesser
auf der Wandungsaußenseite 13a oder einer darauf angebrachten Verstärkungsplatte o.
dgl. anliegt.
[0040] Auf der Oberseite des Düsenschaftes 20 sitzt eine fest mit dem Düsenschaft verbundene
Flanschplatte bzw. ein Abschlussflansch 22 auf, der über den Düsenschaft 20 hervorsteht
und in einem dafür vorgesehenen Axiallager 21a im Kokerrohr 21 zur Auflage kommt.
Das Kokerrohr 21 ist in diesem Bereich nach außen hin als Rezess 21b ausgeformt, welcher
das Axiallager 21a aufnimmt.
[0041] Mittig vom Abschlussflansch 22 steht ein kegelstumpfförmiger Dorn 24 vor, der einstückig
mit dem Abschlussflansch 22 ausgebildet ist. Der Anschluss des Dorns 24 an den Schwenkantrieb
40 ist als Konusverbindung ausgeführt, es sind jedoch alle für Rudermaschinen üblichen
Verbindungsarten, wie z.B. durch Klemmung, denkbar. Bei der Konusverbindung greift
der Dorn 24 in eine korrespondierende Aufnahme 40a des Schwenkantriebs 40 ein. Der
als zylindrisches Rohr ausgebildete Düsenschaft 20 weist einen vergleichsweise großen
Durchmesser auf, wobei der Außendurchmesser a1 des Düsenschaftes 20 größer oder gleich
der Hälfte der Gesamtlänge b1 des Düsenringes 10 ist. Der Düsenschaft 20 ist bevorzugt
als einteiliges Stahlrohr ausgebildet.
[0042] Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt durch den oberen Endbereich 20b des Düsenschaftes
20 einer weiteren Ausführungsform. Auch bei dieser Ausführungsform ist der Düsenschaft
20 mittels zweier Lager 25a, 25b in einem Kokerrohr 21 gelagert. Ferner ist ebenfalls
der untere Endbereich 20a des Düsenschaftes 20 durch die Wandungsaußenseite 13b hindurch
in die Wandung des Düsenringes 10 eingeführt. Im Gegensatz zur vorher beschriebenen
Ausführungsform ist bei der Darstellung in Fig. 4 der größte Teil des Schwenkantriebs
40 im Inneren des hohlen Düsenschaftes 20, und insbesondere im oberen Düsenschaftsbereich
20b, angeordnet. Hierfür ist ein Aufnahmeflansch 41a als Traglager vorgesehen, der
mit dem als Drehflügelantriebseinheit ausgebildeten Schwenkantrieb 40 verschraubt
ist und einen Durchbruch aufweist, durch den der Schwenkantrieb 40 in den Düsenschaft
20 hineinragt. Der Flansch liegt auf dem Düsenschaft 20 bzw. dessen Stirnfläche auf
und ist mittels einer Schraubverbindung 42 mit diesem fest verbunden. Ferner weist
der Schwenkantrieb 40 einen Stützflansch 43 auf, der auf dem Schiffskörper aufliegt
und der das Drehmoment in den Schiffskörper 31 einleitet. Durch die in Fig. 4 dargestellte
Konstruktion wird erreicht, dass ein Großteil des für den Schwenkantrieb 40 benötigten
Raumvolumens ins Innere des hohlen Düsenschaftes 20 verlegt wird und somit im Schiffskörper
kein extra Platzbedarf für den Schwenkantrieb 40 besteht.
[0043] Fig. 5 ist eine Prinzipiendarstellung einer erfindungsgemäßen Propellerdüse 100 in
an einem Schiff eingebautem Zustand. Vom Schiff ist nur der Schiffskörper 31 im Bereich
des Hecks teilweise dargestellt. Am Schiffskörper 31 ist ein aus dem Schiffskörper
31 hervorstehendes Kokerrohr 21 vorgesehen, innerhalb dessen ein zylindrischer Düsenschaft
20 gelagert wird. Am oberen Ende des zylindrischen Düsenschaftes 20 ist wiederum ein
Schwenkantrieb 40 zum Antrieb des Düsenschaftes gelagert. Der untere Endbereich 20a
des Düsenschaftes 20 ist fest mit einem Düsenring 10 verbunden, in dem das untere
Ende 20a in die Wandung des Düsenringes 10 hineingeführt und mit der Wandung fest
verschweißt wird. Ferner ist der im Inneren des Düsenringes 10 angeordnete Schiffspropeller
30 schematisch angedeutet, sowie die vom Schiffspropeller 30 ins Innere des Schiffskörpers
31 führende Propellerwelle 32.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 100
- Propellerdüse
- 10
- Düsenring
- 10a
- oberer Wandungsbereich
- 10b
- unterer Wandungsbereich
- 11
- Flosse
- 12
- unteres Flossenlager
- 13a
- Wandungsinnenseite
- 13b
- Wandungsaußenseite
- 20
- Düsenschaft
- 20a
- unterer Endbereich
- 20b
- oberer Endbereich
- 20c
- Stirnseite Düsenschaft
- 21
- Kokerrohr
- 21a
- Axiallager
- 21b
- Rezess
- 22
- Abschlussflansch
- 23
- Skeg
- 24
- Dorn
- 25a
- oberes Kokerlager
- 25b
- unteres Kokerlager
- 26
- Dichtung
- 30
- Propeller
- 31
- Schiffskörper
- 32
- Propellerwelle
- 40
- Schwenkantrieb
- 40a
- Aufnahme
- 41a
- Flansch
- 42
- Schraubverbindung
- 43
- Stützflansch
- 44
- Anschlusskonstruktion
- a1
- Außendurchmesser Düsenschaft
- b1
- Länge Düsenring
1. Propellerdüse für Wasserfahrzeuge, insbesondere Kortdüse, mit einem feststehenden
Propeller (30) und einem den Propeller (30) ummantelnden Düsenring (10), die mittels
eines Düsenschaftes (20) schwenkbar ist,
wobei der Düsenschaft (20) als Hohlkörper, insbesondere als zylindrisches Rohr, ausgebildet
ist,
wobei ein dem Düsenring (10) zugewandter Endbereich (20a) des Düsenschaftes (20) fest
mit dem Düsenring (10), insbesondere mittels Verschweißung, verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
dass der dem Düsenring (10) zugewandte Endbereich (20a) des Düsenschaftes (20) in die
Wandung des Düsenringes (10) hineingeführt ist und bevorzugterweise mit seiner Stirnseite
(20c) an der Innenwandung (13a) des Düsenringes (10) anliegt, und
dass im Inneren des Düsenschaftes (20) ein Schwenkantrieb (40) für den Düsenschaft (20)
zumindest teilweise angeordnet ist.
2. Propellerdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Düsenschaft vorzugsweise über seinen gesamten Verlauf in Axialrichtung einen
konstanten Durchmesser aufweist, und/oder
dass der Düsenschaft (20) einen Durchmesser im Bereich von 60 cm bis 150 cm, bevorzugt
75 cm bis 125 cm, besonders bevorzugt 90 cm bis 110 cm, aufweist, und/oder
dass die Wandungsdicke des Düsenschaftes (20) 1 cm bis 10 cm, bevorzugt 2 cm bis 8 cm,
besonders bevorzugt 3 cm bis 5 cm, beträgt.
3. Propellerdüse nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Düsenschaft (20) aus Stahl gefertigt ist.
4. Propellerdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schwenkantrieb (40) für den Düsenschaft (20), insbesondere eine Drehflügelantriebseinheit,
in einem Endbereich des Düsenschaftes (20) angeordnet ist, wobei die Außenabmaße des
Schwenkantriebs (40) bevorzugterweise im Wesentlichen den Innenabmaßen des Hohlkörpers
entsprechen.
5. Propellerdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass an einem Endbereich des Düsenschaftes (20) Verbindungsmittel zur Verbindung mit einem
Schwenkantrieb (40) zur Schwenkung des Düsenschaftes (20), insbesondere einer Drehflügelantriebseinheit,
vorgesehen sind, wobei die Verbindungsmittel vorzugsweise lösbar mit dem Düsenschaft
(20) verbunden sind.
6. Propellerdüse nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindungsmittel ein Axiallager (22) zur axialen Lagerung des Düsenschaftes
(20) umfassen.
7. Propellerdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Propellerdüse (100) nur mittels des Düsenschaftes (20) gelagert ist und keine
weitere Lagerung aufweist.
8. Propellerdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Wandung des Düsenringes (10) mindestens zwei, im Wesentlichen gegenüberliegend
angeordnete Durchbrechungen vorgesehen sind.
9. Propellerdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der dem Düsenring (10) zugewandete Bereich des Düsenschaftes (20) über das Kokerrohr
(21) hinaus vorsteht.
10. Wasserfahrzeug,
dadurch gekennzeichnet,
dass es eine Propellerdüse (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche umfasst.
1. A propeller nozzle for watercraft, in particular a Kort nozzle, with a fixed propeller
(30) and a nozzle ring (10) surrounding the propeller (30), said nozzle ring being
pivotable by means of a nozzle shaft (20),
wherein the nozzle shaft (20) is designed as a hollow body, in particular as a cylindrical
tube,
wherein an end region (20a) of the nozzle shaft (20) facing the nozzle ring (10) is
fixedly connected to the nozzle ring (10), in particular by means of welding,
characterized in that
the end region (20a) of the nozzle shaft (20) facing the nozzle ring (10) is inserted
into the wall of the nozzle ring (10) and preferably contacts the inner wall (13a)
of the nozzle ring (10) with its front face (20c), and
a pivot drive (40) for the nozzle shaft (20) is arranged at least partially in the
interior of the nozzle shaft (20).
2. The propeller nozzle according to claim 1, characterized in that
the nozzle shaft preferably has a constant diameter in the axial direction across
its entire course, and/or
the nozzle shaft (20) has a diameter in the range from 60 cm to 150 cm, preferably
75 cm to 125 cm, particularly preferably 90 cm to 110 cm, and/or the wall thickness
of the nozzle shaft (20) is 1 cm to 10 cm, preferably 2 cm to 8 cm, particularly preferably
3 cm to 5 cm.
3. The propeller nozzle according to claim 1 or 2,
characterized in that
the nozzle shaft (20) is manufactured from steel.
4. The propeller nozzle according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the pivot drive (40) for the propeller shaft (20), in particular a rotary-wing drive
unit, is arranged in an end region of the nozzle shaft (20), wherein the outer dimensions
of the pivot drive (40) preferably correspond substantially to the inner dimensions
of the hollow body.
5. The propeller nozzle according to any one of the preceding claims,
characterized in that
connection means are provided at an end region of the nozzle shaft (20) for connecting
to a pivot drive (40) for pivoting the nozzle shaft (20), in particular a rotary-wing
drive unit, wherein the connection means are preferably detachably connected to the
nozzle shaft (20).
6. The propeller nozzle according to claim 5,
characterized in that
the connection means comprise an axial bearing (22) for axially mounting the nozzle
shaft (20).
7. The propeller nozzle according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the propeller nozzle (100) is mounted only by means of the nozzle shaft (20) and has
no other mounting.
8. The propeller nozzle according to any one of the preceding claims,
characterized in that
at least two openings, arranged substantially opposite each other, are provided in
the wall of the nozzle ring (10).
9. The propeller nozzle according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the region of the nozzle shaft (20) facing the nozzle ring (10) projects out past
the trunk pipe (21).
10. A water vehicle,
characterized in that
it comprises a propeller nozzle (100) according to any one of the preceding claims.
1. Tuyère d'hélice pour véhicules nautiques, notamment tuyère Kort, avec une hélice fixe
(30) et un anneau de tuyère (10) enveloppant l'hélice (30), qui peut être pivoté au
moyen d'un arbre de tuyère (20),
sachant que l'arbre de tuyère (20) est constitué sous la forme d'un corps creux, notamment
d'un tube cylindrique,
sachant qu'une zone d'extrémité (20a) de l'arbre de tuyère (20) tournée vers l'anneau
de tuyère (10) est reliée de façon solidaire à l'anneau de tuyère (10), notamment
par soudage, caractérisée en ce que
la zone d'extrémité (20a) de l'arbre de tuyère (20) tournée vers l'anneau de tuyère
(10) est introduite dans la paroi de l'anneau de tuyère (10) et vient s'appliquer
de préférence avec sa face avant (20c) à la paroi intérieure (13a) de l'anneau de
tuyère (10), et
en ce qu'un système d'entraînement pivotant (40) pour l'arbre de tuyère (20) est disposé au
moins en partie à l'intérieur de l'arbre de tuyère (20).
2. Tuyère d'hélice selon la revendication 1, caractérisée en ce que
l'arbre de tuyère comporte un diamètre constant de préférence sur tout son profil
dans le sens axial, et/ou
en ce que l'arbre de tuyère (20) comporte un diamètre se situant dans une plage de 60 cm à
150 cm, de préférence de 75 cm à 125 cm, en particulier de préférence de 90 cm à 110
cm,
et/ou
en ce que l'épaisseur de paroi de l'arbre de tuyère (20) est de 1 cm à 10 cm, de préférence
de 2 cm à 8 cm, en particulier de préférence de 3 cm à 5 cm.
3. Tuyère d'hélice selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'arbre de tuyère (20) est fabriqué en acier.
4. Tuyère d'hélice selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le système d'entrainement pivotant (40) pour l'arbre de tuyère (20), notamment une
unité d'entraînement à pas variable, est disposé dans une zone d'extrémité de l'arbre
de tuyère (20), sachant que les mesures extérieures du système d'entraînement pivotant
(40) correspondent de préférence pour l'essentiel aux mesures intérieures du corps
creux.
5. Tuyère d'hélice selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
des moyens de liaison sont prévus à une zone d'extrémité de l'arbre de tuyère (20)
pour la liaison avec un système d'entraînement pivotant (40) pour faire pivoter l'arbre
de tuyère (20), notamment une unité d'entraînement à pas variable, sachant que les
moyens de liaison sont reliés de préférence de façon amovible à l'arbre de tuyère
(20).
6. Tuyère d'hélice selon la revendication 5, caractérisée en ce que
les moyens de liaison comprennent un palier axial (22) pour le logement axial de l'arbre
de tuyère (20).
7. Tuyère d'hélice selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la tuyère d'hélice (100) est uniquement logée au moyen de l'arbre de tuyère (20) et
ne comporte aucun autre logement de support.
8. Tuyère d'hélice selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'
au moins deux passages disposés pour l'essentiel opposés sont prévus dans la paroi
de l'anneau de tuyère (10).
9. Tuyère d'hélice selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la zone de l'arbre de tuyère (20) tournée vers l'anneau de tuyère (10) fait saillie
au-dessus du tube de jaumière (21).
10. Véhicule nautique,
caractérisé en ce qu'
il comprend une tuyère d'hélice (100) selon l'une quelconque des revendications précédentes.