[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Möbel, insbesondere ein Küchen- oder Büromöbel,
vorzugsweise einen Schrank, welches optional mittels elektromotorischer Antriebe oder
mittels Unterstützung solcher Antriebe ein- und ausfahrbare Einschubelemente und/oder
zu öffnende oder zu schließende Türen aufweist.
[0003] Bei Möbeln, insbesondere bei Möbeln, die in Arbeitsräumen wie z.B. Küchen, Büroräumen,
Werkstätten und dergleichen aufgestellt werden, werden die Schränke oftmals mit Informationen
für den Benutzer versehen. Dies erfolgt beispielsweise durch Etiketten, die störend
wirken können. Bei der Änderung der Information müssen Etiketten aufwendig entfernt
werden und neue Etiketten müssen mit der geänderten Information angebracht werden.
[0004] Schränke sind in der Regel mit Drehtüren, Schiebetüren, Klappen oder mit ein- und
ausfahrbaren Einschubelementen versehen, üblicherweise sind dies Schubkästen. Es ist
bekannt, dass derartige Einschubelemente, Klappen oder Türen mit elektromotorischen
Antrieben ausgestattet werden können, die vom Benutzer über Bedienelemente angesteuert
werden. Es ist ferner bekannt, dass die Innenräume derartiger Einschubelemente und
von Möbeln auch mit Lichtquellen ausgestattet sein können.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Möbel der gattungsgemäß beschriebenen Art
grundsätzlich weiterzuentwickeln.
[0006] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand der Ansprüche 1 und 3 gelöst. Die Erfindung
schafft ferner das Verfahren des Anspruchs 13.
[0007] Danach ist wenigstens eine oder sind mehrere Möbelflächen oder zumindest ein Teilbereich
der Möbelfläche mit mindestens einer ein- oder mehrschichtigen, flächig ausgebildeten
Funktionsbeschichtung aufweist, die wenigstens eine Informationsanzeigeschicht und
eine berührungssensitive Schicht als Funktionsschichten aufweist. Diese Funktionsbeschichtung
kann mit bekannten Beschichtungsverfahren wie z.B. Spritzen oder im Sinnen eines Funieres
aufgebracht werden. Somit kann ein Korpus auch über die Kanten hinaus insbesondere
im Sichtbereich mit einer Funktionsbeschichtung versehen werden. wobei die Funktionsbeschichtung
dazu nutzbar ist, Eingaben zu tätigen.
[0008] Das Möbel zeichnet sich dadurch aus, dass die Funktionsbeschichtung zudem eine Dekorschicht
oder eine Dekoranzeigeschicht aufweist, die zwischen der Informationsanzeigeschicht
sowie der berührungssensitiven Schicht und der Möbelfläche angeordnet ist.
[0009] In einer alternativen Ausgestaltung zeichnet sich das Möbel dadurch aus, dass die
berührungssensitive Schicht und die Informationsanzeigeschicht als Berührungssensitive-
und Informationsanzeigeschicht zusammengefasst sind und dass die Funktionsbeschichtung
zudem eine Dekoranzeigeschicht aufweist, die zwischen der Berührungssensitive- und
Informationsanzeigeschicht und der Möbeloberfläche angeordnet ist.
[0010] Die Funktionsbeschichtung kann aus verschiedenen Einzelschichten aufgebaut sein.
Die hier vorgeschlagenen Funktionsbeschichtungen weisen zumindest eine Trägerschicht
auf, die eine Klebeschicht zum Fixieren der Funktionsbeschichtung auf der Möbeloberfläche
aufweisen kann. Eine Trägerschicht kann auch in Form eines Lackes zuvor auf die Möbeloberfläche
aufgebracht werden.
[0011] Des Weiteren ist an der der Möbeloberfläche abgewandten Seite vorzugsweise eine Schutzschicht
vorgesehen, die die zwischenliegenden Schichten vor Beschädigung durch Umwelteinflüsse
schützt.
[0012] Somit weist der Aufbau zwei Anzeigeschichten auf, wobei eine Dekoranzeigeschicht
das gewählte Dekor darstellen kann. Die Informationsanzeigeschicht kann die Darstellung
von Informationen wie z.B. ein Fernsehbild oder die Darstellung im Sinne eines Computerbildschirmes
übernehmen. Anstelle der Dekoranzeigeschicht kann neben der Trägerschicht oder auf
der Trägerschicht eine dauerhafte Dekorschicht aufgebracht sein, sie wird bei Bedarf
durch die Darstellung der Informationsschicht überlagert.
[0013] Über die berührungssensitive Schicht kann der Benutzer dann Funktionen des Möbels
oder anderer Gerätschaften steuern. Eine Steuerung der Anzeigeschichten durch die
Berührungssensitive Schicht ist ebenfalls denkbar.
[0014] In die Anzeigeschichten kann auch eine Leuchtfunktion integriert sein.
[0015] Des Weiteren können die berührungssensitive Schicht und eine Anzeigeschicht zu einer
Schicht mit beiden Funktionalitäten zusammengefasst sein.
[0016] Die mehreren Anzeigeschichten können auch dazu verwendet werden, um mit verschiedenen
OLEDs - die in diesem Fall jeweils nur zur Erzeugung einer Farbe ausgelegt sein können
- dem Möbel verschiedene Farben geben zu können.
[0017] Die Funktionsbeschichtung ist erfindungsgemäß als mehrschichtige Funktionsfolie aufgebaut,
die zumindest eine Anzeigefunktion ausübt, sie kann selbst zur Darstellung von Informationen
und/oder als Designelement genutzt werden. Die Informationen können ggf. auch geändert
werden. Hierzu wird die Funktionsfolie (bzw. deren ansteuerbare Schichten wie die
Anzeigefolienschicht oder eine berührungssensitive Folienschicht) vorzugsweise an
eine Steuerungseinheit angeschlossen (z.B. einen Mikroprozessor) oder mit einer solchen
versehen. Es ist denkbar, dass die Funktionsfolie drahtgebunden oder drahtlos ansteuerbar
ist.
[0018] Besonders vorteilhaft ist die Variante, wenn die Funktionsfolie(n) extern z.B. drahtlos
ansteuerbar sind, so dass sie im Rahmen einer Datenübertragung mit neuen Informationen
(Handhabungshinweisen oder Dekors) beladen werden können. Sie sind ferner vorzugsweise
mit einer Energiequelle (Batterie, Kondensator) versehen oder an eine solche angeschlossen.
[0019] Die Anzeigefolienschicht kann hervorragend zur Darstellung eines Dekors, von Informationen
oder dgl. genutzt werden, so dass sie anders als Etiketten die Optik eines Möbels
vorzugsweise nicht beeinträchtigt sondern auch optimieren kann.
[0020] Der Begriff der "Folie" bzw. der "Folienschicht" ist dabei u.a. derart zu verstehen,
dass vorzugsweise eine gewisse Biegsamkeit der Folienschicht als Ganzes vorhanden
ist, so dass es möglich ist, die Folienschicht auch im Bereich leicht geschwungener
Flächen einzusetzen.
[0021] Erfindungsgemäß ist die Anzeigefolienschicht der Funktionsfolie selber wiederum mehrschichtig
ausgebildet und weist wenigstens eine Informationsanzeigefolienschicht auf und wenigstens
eine Designanzeigefolienschicht.
[0022] Dabei ist es zweckmäßig, wenn zumindest die Informationsanzeigeschicht eine Datenschnittstelle
aufweist. Eine solche kann, muss aber nicht, auch bei der Designanzeigefolienschicht
vorgesehen sein. Die Datenschnittstelle erlaubt zumindest die Eingabe von Daten an
der Anzeige, so um die jeweilige Anzeige zu ändern.
[0023] Bei einem Einsatz einer Designanzeigefolienschicht (insbesondere als Organische Leuchtdiode,
kurz OLED (engl. organic light emitting diode)) kann ggf. auch eine ganze Möbelfläche
oder ein ganzes Möbel entsprechend beschichtet sein und die Designanzeigefolienschicht
wird dann dazu genutzt, dem Möbel eine oder mehrer Farben zu geben oder eine Graphik
oder dgl. darzustellen. Das Designelement kann auch als Leuchtelement ausgebildet
sein, um einen Lichteffekt zu erzielen.
[0024] Die Informationsanzeigefolienschicht kann bevorzugt als Anzeigeelement ausgelegt
sein, um für den Benutzer sichtbare Informationen anzuzeigen, so beispielsweise Piktogramme,
Benutzungshinweise oder dgl.
[0025] Erfindungsgemäß ist die Funktionsfolie mit einer berührungssensitiven Funktionsschicht
versehen, wozu sie um eine berührungsempfindliche Folienschicht ergänzt wird, wie
sie an sich bekannt ist und beispielsweise für berührungssensitive Anzeigen an Mobiltelefonen
oder Computern verwendet wird. In diesem Fall kann diese Schicht dazu genutzt werden,
Eingaben zu tätigen, so um beispielsweise die Farbe oder das Design zu ändern, um
Handhabungsinformationen abzurufen oder aber um elektrische Einrichtungen wie Antriebe
oder dgl. zu betätigen, beispielsweise Antriebe zum Öffnen von Türen oder Schubkästen.
Hierzu wird eine entsprechende drahtgebundene oder drahtlose Verbindung zu diesen
Einrichtungen realisiert. Auch diese Schicht ist mit Energie zu versorgen und sollte
eine Datenschnittstelle aufweisen.
[0026] Eine OLED ist ein flächiges, relativ dünnes und leuchtendes Bauelement aus organischen,
halbleitenden Materialien, die sich auch in Folienform herstellen lassen.
[0027] Sie sind daher zur Realisierung der Erfindung besonders geeignet. Aufgrund der Materialeigenschaften
der OLED ist eine Biegung oder eine ähnliche Verformung möglich.
[0028] Elektronisches Papier, englisch e-paper, ist eine Anzeige, das beim Betrachten den
Eindruck eines bedruckten Papiers vermittelt. Es kann als biegsame Folienschicht gefertigt
werden. In der Regel werden Texte und Bilder ohne eine Spannung zum Erhalten der Information
nach ihrer ersten Ausgabe angezeigt.
[0029] Ein elektronisches Papier ermöglicht es, dass mittels Tinte, Farbe oder dergleichen
gebildete Dekore nachempfunden werden können, wie es auch bei Verwendung von Papier
möglich ist. Ferner wird das Licht ebenfalls wie bei normalem Papier reflektiert.
Besonders vorteilhaft ist, dass Texte oder Dekore vorzugsweise dauerhaft angezeigt
werden können, ohne dass dafür elektrische Energie notwendig ist. Eine solche Anzeige
kann jedoch auch später geändert werden. Ein elektronisches Papier kann auf OLED-Technik
basieren, es sind jedoch auch andere Techniken denkbar. Somit können insbesondere
bei stationären Möbeln wie Einbauküchen die Anzeigen entsprechend der Bedürfnisse
der Benutzer mit geringem Aufwand geändert werden.
[0030] Besonders vorteilhaft ist, dass dem Betrachter aus jedem Blickwinkel ein gleiches
Dekor erscheint, bedingt durch den geringen Abstand zwischen dem bildgebenden Element
der OLED zur äußeren Fläche.
[0031] Dieses Dekor erscheint aufgrund der statischen Anzeige flimmerfrei. Aufgrund der
Biegsamkeit kann es der Form der jeweiligen Oberfläche angepasst werden. Ferner ist
noch vorteilhaft, dass eine OLED in äußerst unterschiedlichen Größen hergestellt werden
kann, beispielsweise von einer relativ kleinen Anzeige, beispielsweise zur aktuellen
Wetteranzeige, bis zu einer relativ großen Anzeigetafel oder einer Plakatfläche.
[0032] Schließlich ist der Einsatz von OLED energiesparend, da zur Erzeugung und Aufrechterhaltung
einer Anzeige keine nennenswerte Energie benötigt wird, sondern ein Stromfluss wird
nur zum Ändern des Inhaltes eines Bildes oder eines Dekors notwendig.
[0033] Da die bildgebenden Elemente reflektierend sind, kann das Bild bzw. das Dekor bei
normalem Raumlicht und auch bei Einwirkung von Sonnenlicht gut erfasst werden.
[0034] In einer bevorzugten Ausführung ist vorgesehen, dass der Schichtenverband der Funktionsfolie
die Anzeigefolienschicht und eine das Berührungssensitive element bzw. das Bedienfeld
bildende Schicht bzw. Folienlage aufweist. Zweckmäßig und vorteilhaft ergänzt wird
diese Anordnung durch eine Schutzfolie an der vom Möbel abgewandten Seite und eine
Klebeschicht an der zum Möbel weisenden Seite.
[0035] Mittels der Klebeschicht lässt sich dieser Schichtenverbund in besonders einfacher
Weise an einer Fläche des Möbels festlegen. Damit vor dem Anbringen dieses Schichtenverbundes
am Möbel die Klebeschicht geschützt ist, ist sie z.B. mit einem abziehbaren Abdeckstreifen
abgedeckt.
[0036] Die zuvor beschriebene Ausführung ist vorzugsweise sehr dünn und biegsam und kann
somit am Möbel an geeigneter Stelle festgelegt werden, ohne dass in dem Möbelbauteil
Aussparungen, Ausfräsungen und dergleichen vorgesehen sind. Außerdem kann es auch
an bogenförmig gestalteten Flächen angesetzt werden.
[0037] Die Anzeigefolienschicht kann auch selber wiederum mehrschichtig ausgebildet sein
und beispielsweise eine e-paper-Schicht zur Anzeige von Informationen aufweisen und
eine OLED-Schicht, um einen Leuchteffekt zu erzielen.
[0038] In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass bei einem Möbel mit mehreren ein-und
ausfahrbare Schubkästen zumindest die Frontblende eines Schubkastens mit wenigstens
einer Funktionsfolie ausgestattet ist. Diese Funktionsfolie ist bevorzugt an einer
der sichtbaren Kanten der Frontblende angeordnet. Bei eingeschobenem Schubkasten ist
diese Funktionsfolie dann unsichtbar bzw. verdeckt, beim Öffnen des Schubkastens können
jedoch die bereits beschriebenen Effekte genutzt werden. Bei dieser Ausführung dient
die Funktionsfolie allein der Information des Benutzers. Da in den Schubkästen beispielsweise
unterschiedliche Gegenstände abgelegt sein können, ist es vorteilhaft, wenn die Frontblenden
aller Schubkästen mit wenigstens einer der Funktionsfolien ausgestattet sind. Die
zuvor beschriebene Ausführung ist besonders für Wohnmöbel geeignet.
[0039] Insbesondere eine Zeile eines Küchenmöbels besteht aus mehreren aneinander gereihten
Unterschränken und einem oder mehreren darüber im Abstand angeordneten Hängeschränken.
Bei einem solchen Möbel ist vorgesehen, dass in den vertikalen Stirnkanten der Arbeitsplatte
der Unterschränke mindestens eine Funktionsfolie, vorzugsweise jedoch mehrere Funktionsfolie
installiert sind. Zweckmäßigerweise ist jedem Unterschrank mindestens eine Funktionsfolie
zugeordnet.
[0040] Alternativ ist es jedoch möglich, dass in jeder Sichtseite der Frontblende eines
Schubkastens eines Möbels wenigstens eine Funktionsfolie angeordnet ist. Sofern es
sich um ein Küchenmöbel handelt, ist mindestens eine weitere Funktionsfolie an der
Frontklappe bzw. an der Tür jedes Hängeschrankes außen sichtbar angeordnet.
[0041] Bedienelemente sowie Informationsanzeigen können somit im gesamten Bereich der Funktionsbeschichtung
erzeugt werden. Somit können die Bedienelemente ergonomisch günstig für den jeweiligen
Benutzer erzeugt werden. Auch kann das Dekor beliebig variiert werden, in der einen
Minute Eiche rustikal, in der nächsten Minute pink. In einem Speicher könnten die
benutzerspezifischen Informationen gespeichert sein und bei Erkennung oder durch Wahl
des Benutzers auf die Funktionsbeschichtung übertragen werden. Somit kann sich das
mit einer Funktionsbeschichtung versehene Möbel an die Bedürfnisse des jeweiligen
Nutzers anpassen.
[0042] Die Erfindung schafft auch ein Verfahren zum Anzeigen von Informationen und oder
zum Ändern von Designs (bzw. des Dekors und/oder der Farbe) an einem Möbel, bei dem
mittels der Funktionsbeschichtung die Informationen angezeigt und/oder das Design
des Möbels geändert wird. Derart kann die Farbe des Möbels beispielsweise je nach
Wunsch geändert werden: beispielsweise kann einer Möbelfront die Farbe dieser Front
auf einfache Weise geändert werden.
[0043] Anhand der beiliegenden Figuren wird die Erfindung noch näher erläutert.
[0044] Es zeigen:
- Figur 1
- eine aus einem Schichtenverbund aufgebaute Funktionsfolie, die an einem Möbelbauteil
festgelegt ist, in Schnittdarstellung
- Figur 2
- eine weitere aus einem Schichtenverbund aufgebaute Funktionsfolie, die an einem Möbelbauteil
festgelegt ist, in Schnittdarstellung
- Figur 3
- eine weitere aus einem Schichtenverbund aufgebaute Funktionsfolie, die an einem Möbelbauteil
festgelegt ist, in Schnittdarstellung
- Figur 4
- ein Möbel mit mehreren ein- und ausfahrbaren Schubkästen, wobei ein Schubkasten teilweise
ausgefahren ist
- Figur 5
- eine Einzelheit V in der Figur 4 in vergrößerter Darstellung
- Figur 6
- einen Hängeschrank in einer perspektivischen Darstellung
- Figur 7
- ein mit mehreren ein- und ausfahrbaren Schubkästen ausgerüstetes Möbel in einer zweiten
Ausführung
- Figur 8
- eine Einzelheit VIII in der Figur 7 in vergrößerter Darstellung
- Figur 9
- einen Flängeschrank in einer weiteren Ausführung
- Figur 10
- ein mit mehreren ein-und ausfahrbaren Schubkästen ausgestattetes Möbel, in einer weiteren
Ausführung
- Figur 11
- eine Einzelheit X in der Figur 10 in vergrößerter Darstellung
- Figur 12
- einen Hängeschrank in einer dritten Ausführung
- Figur 13
- ein mit mehreren ein- und ausfahrbaren Schubkästen ausgestattetes Möbel in einer dritten
Ausführung
- Figur 14
- eine Einzelheit XIV in der Figur 13 in vergrößerter Darstellung
- Figur 15
- ein mit mehreren ein- und ausfahrbaren Schubkästen ausgestattetes Möbel in einer vierten
Ausführung
- Figur 16
- eine Einzelheit XVI in der Figur 15 in vergrößerter Darstellung und
- Figur 17
- ein mit mehreren ein- und ausfahrbaren Schubkästen ausgestattetes Möbel in einer fünften
Ausführung und
- Figur 18
- eine Einzelheit XVIII in der Figur 17 in vergrößerter Darstellung
- Figur 19 - 21
- perspektivische Ansichten eines Möbels in verschiedenen Zuständen.
[0045] In der Figur 1 ist schnittbildlich eine Funktionsbeschichtung 10 für eine (Ober-)Fläche
eines Möbels dargestellt, die als Mehrschichtenverbund ausgelegt it.
[0046] Der Schichtaufbau in der Figur 1 einer Funktionsbeschichtung 10a ist wie folgt vorgesehen:
- Schutzschicht 12
- Berührungssensitive Schicht 13
- Informationsanzeigeschicht 14
- Dekoranzeigeschicht 15
- Tragschicht 16 mit Klebefunktion
[0047] Diese Schichten sind über die Klebefunktion der Tragschicht mit der Möbeloberfläche
11 verbunden.
[0048] Die Figur 2 zeigt einen abweichenden Schichtaufbau einer Funktionsbeschichtung 10b
der wie folgt gestaltet ist:
- Schutzschicht 12
- Berührungssensitive Schicht 13
- Informationsanzeigeschicht 14
- Dekorschicht 25
- Tragschicht 16 mit Klebefunktion
[0049] Eine Dekorschicht 25 dient zur dauerhaften Darstellung eines vorgewählten Dekors
im Hintergrund. Die Anzeige der Informationsanzeigeschicht überdeckt durch ihre Darstellung
temporär das Dekor der Dekorschicht 25.
[0050] Die Figur 3 zeigt einen weiteren abweichenden Schichtaufbau einer Funktionsbeschichtung
10c.
- Schutzschicht 12
- Berührungssensitive-und Informationsanzeigeschicht 26
- Dekoranzeigeschicht 15
- Tragschicht 16 mit Klebefunktion
[0051] In dieser Variante sind vorteilhaft die Berührungssensitive Schicht und die Informationsschicht
zu einer Schicht als Berührungssensitive-und Informationsanzeigeschicht 26 zusammengefasst.
[0052] Die Funktionsbeschichtung 10 ist an einer Möbeloberfläche 11 eines in den Figuren
4 bis 18 dargestellten Möbels angebracht. Die in den Figuren dargestellte Funktionsbeschichtung
10 steht stellvertretend für die zuvor beschriebenen Varianten 10a, 10b und 10c. Auch
weitere Schichtabfolgen und Schichtaufbauten sind zur Erzielung einer Funktionsbeschichtung
10 denkbar.
[0053] Entgegen der Darstellung gemäß den Figuren 1 bis 3 könnte diese Funktionsbeschichtung
10 auch an einer gewölbten Möbeloberfläche 11 angebracht sein.
[0054] Gemäß der Figur 1 weist die Funktionsbeschichtung 10 an der der Möbeloberfläche 11
abgewandt liegenden Seite vorzugsweise zunächst eine Schutzschicht 12 aus einem transparenten
und kratzfesten Material auf.
[0055] In Richtung zur Möbeloberfläche 11 schließt sich hier ein ein Bedienelement bildendes
Berührungssensitives Element an, also eine berührungsempfindliche Berührungssensitive
Schicht 13.
[0056] Darauf folgt hier zum Möbel hin wenigstens eine Anzeigeschicht.
[0057] Die Anzeigeschicht kann selbst einschichtig oder selbst auch wiederum mehrschichtig
ausgebildet sein. Hier weist sie eine als Informationsanzeige dienende Informationsanzeigeschicht
14 auf und eine als Designanzeige dienende Dekoranzeigeschicht 15, die z.B. als Leuchtschicht
ausgebildet sein kann.
[0058] Die als Informationsanzeige dienende Informationsanzeigeschicht 14 (z.B. ein elektronisches
Papier) ist vorzugsweise an eine hier nicht dargestellte Steuerungseinrichtung angeschlossen,
z.B. über einen Stecker 21 (z.B. USB) oder drahtlos. Sie kann auch selbst einen Mikroprozessor
aufweisen.
[0059] Die als Designanzeige dienende Dekoranzeigeschicht 15 (z.B. eine OLED) ist dagegen
(vorzugsweise nur) an eine Spannungsquelle angeschlossen, wie durch die beiden Pole
"+" und "-" rein symbolartig angedeutet (Bezugszeichen: Pole 22). Wird lediglich eine
vorgespeicherte Information angezeigt, genügt eine Spannungsversorgung, ggf. auch
über eine Batterie oder einen Kondensator, die auch in die Anzeige integrierbar ist.
[0060] Mittels einer als Klebeschicht ausgeführten Tragschicht 16 ist die Funktionsbeschichtung
10 z.B. ausgeführt als eine Funktionsfolie an der Möbeloberfläche 11 festgelegt.
[0061] Die einzelnen Schichten 12 bis 16 sind aus Gründen der Darstellung vergrößert gezeichnet.
Die Größe dieser Funktionsbeschichtung kann entsprechend dem Einsatzfall variiert
werden, bis hin zu einer vollflächigen Ausleuchtung eines Möbelbauteiles.
[0062] Die Figuren 4 und 5 zeigen ein Möbel mit mehreren ein- und ausfahrbaren Schubkästen
17. An der oberen horizontal verlaufende Kante eines Schubkastens 17 sind zwei Funktionsbeschichtungen
10 angesetzt, wie insbesondere die Figur 5 zeigt. Entgegen der Darstellung könnten
alle Frontblenden 18 der Schubkästen 17 mit mindestens einer Funktionsbesehichtung
ausgestattet sein.
[0063] Die Figur 6 zeigt, dass oberhalb des die Schubkästen 17 aufweisenden Möbels in Form
eines Unterschrankes ein Hängeschrank 20 angeordnet ist.
[0064] In der Figur 7 ist ein Möbel in Form eines Unterschrankes für eine Küche dargestellt.
Auch dieses Möbel ist mit sechs Schubkästen 17 ausgestattet, die jeweils mit einer
Frontblende 18 versehen sind. Bei dieser Ausführung enthält das Möbel eine die Schubkästen
17 überdeckende Arbeitsplatte 19. An die sichtbare Stirnkante der Arbeitsplatte 19
sind oberhalb jedes Schubkastens 17 jeweils zwei Bedienelemente 23 angesetzt, sie
reagieren auf die Berührung durch den Benutzer. Die Darstellung der Bedienelemente
erfolgt über die Informationsanzeigeschicht die Erfassung der Befehle durch den Benutzer
erfolgt durch die Berührungssensitive Schicht. Die umlaufende Kante ist bei dieser
Ausführung mit einem sogenannten Umleimer in Form einer Funktionsbeschichtung 10 versehen.
Im Gegensatz zu der dargestellten Ausführung könnten an die sichtbaren Möbelbereiche
weitere Funktionsbeschichtungen 10 angesetzt sein.
[0065] Die Figur 8 zeigt die Anordnung in einer vergrößerten Ausführung.
[0066] Die Ausführung gemäß den Figuren 9 bis 11 unterscheidet sich von den Ausführungen
gemäß den Figuren 6 bis 8 dadurch, dass auch an die Klappe des Hängeschrankes 20 außenseitig
zwei Bedienelemente 23 in einer Funktionsbeschichtung 10 angesetzt sind. Bei der Ausführung
ist jede Frontblende 18 außenseitig mit zwei Bedienelementen 23 in einer Funktionsbeschichtung
10 bestückt, wie die Figur 10 und in vergrößerter Darstellung Figur 11 zeigt.
[0067] Die Ausführung gemäß den Figuren 12 bis 14 entspricht im Wesentlichen der Ausführung
gemäß den Figuren 9 bis 11, jedoch mit dem Unterschied, dass mittels der Funktionsbeschichtung
10 ein Dekor, ein Muster oder dergleichen erzielt wird.
[0068] Bevorzugt wird wenigstens eine Anzeigeschicht durch eine OLED gebildet, die als Leuchtschicht
verwendet wird bzw. ausgelegt ist.
[0069] Die Anzahl der an einem Möbel angeordneten Bedienelementen 23 richtet sich nach der
Art des Möbels und nach den Anforderungen hinsichtlich der möglichen Funktionen.
[0070] Die Figuren 15 bis 18 zeigen abweichend zu den Figuren 14 und 15, dass sich mit der
Funktionsbeschichtung beliebig Informationsanzeigen 24 erzeugen lassen. Auch zeigen
insbesondere die Figuren 17 und 18, dass in der Informationsanzeige 24 bei Bedarf
auch Bedienelemente 23 darstellbar und nutzbar sind.
[0071] Bedienelemente 23 sowie Informationsanzeigen 24 können somit im gesamten Bereich
der Funktionsbeschichtung 10 erzeugt werden. Somit können die Bedienelemente ergonomisch
günstig für den jeweiligen Benutzer erzeugt werden. Auch kann das Dekor beliebig variiert
werden, in der einen Minute Eiche rustikal, in der nächsten Minute pink. In einem
Speicher könnten die benutzerspezifischen Informationen gespeichert sein und bei Erkennung
oder durch Wahl des Benutzers auf die Funktionsbeschichtung übertragen werden. Somit
kann sich das mit einer Funktionsbeschichtung versehene Möbel an die Bedürfnisse des
jeweiligen Nutzers anpassen.
[0072] Die Funktionsbeschichtung kann auch eine reine Dekorfolie aufweisen (z.B. ein bedrucktes
Papier, welches als Hintergrund für die anderen transparenten Folien dient).
[0073] Die Figur 19 - 20 zeigen jeweils eine perspektivische Ansicht eines Möbels 27 in
verschiedenen Zuständen. Dieses Möbel 27 ist eine Art Küchenmöbel, welches mit einer
Anzeigeschicht als Funktionsbeschichtung ausgebildet ist, die wenigstens eine Informationsschicht
bzw. Anzeigeschicht aufweist und wobei die die Funktionsbeschichtung ferner dazu nutzbar
ist, Eingaben zu tätigen. Hier wird diese vorzugsweise vollflächige Funktionsbeschichtung
dazu genutzt, eine Art Funktionsfeld 28 auf der Oberfläche zu bilden, welches Anzeigeelemente
wie eine Temperaturanzeige 29 und Eingabefelder 30 aufweist. Das Funktionsfeld kann
beispielsweise nach Art einer Bedienoberfläche für ein Küchengerät wie einen Ofen
ausgebildet sein. Das Küchengerät kann in das Möbel integriert sein, es kann aber
auch an anderer Stelle aufgestellt sein und mit dem Möbel über eine drahtlose oder
drahtgebundene Datenschnittstelle verbunden sein.
[0074] Optional kann eine Kamera 31 vorgesehen sein.
[0075] Nach einer ersten Variante wird auf dem Möbel das Funktionsfeld 28 an einem festen
Ort gebildet. Dieses Funktionsfeld 28 kann nach Art eines Touch-Screen-Eingabefeldes
ausgebildet sein. Es kann dazu genutzt werden, um mit Touch-Screen-Eingabelnitteln
wie einem Eingabefenster mit verschieblichen Balken oder dgl. Einstellungen an dem
Küchengerät vorzunehmen (als Bedienelement). An einem Ofen werden beispielsweise Temperatureingaben,
Zeitvorgaben und dgl. eingegeben.
[0076] In diesem Fall ist die Funktionsbeschichtung mit einer Steuerungseinrichtung des
Küchengerätes über eine Datenschnittstelle verbunden.
[0077] Eingabe auf dem Funktionsfeld 28 werden an die Steuerungseinrichtung übermittelt,
welches die Einstellung des Küchengerätes ändert, beispielsweise durch Ansteuerung
einer Heizung einer Heizplatte oder dgl.
[0078] Das Funktionsfeld ist auch dazu nutzbar, Informationen anzuzeigen, beispielsweise
Informationen über den Istzustand des Küchengerätes. So kann eine Kamera im Gerät
(nicht die Kamera 31) ein Bild des Inneren des Ofens aufnehmen und dieses Bild auf
einem Anzeigefeld 32 anzeigen.
[0079] Es ist auch denkbar, das Funktionsfeld zur Anzeige von Informationen auszubilden.
So könnte es die Isttemperatur eines Ofens anzeigen.
[0080] Das Funktionsfeld 28 könnte über die Datenschnittstelle mit weiteren Geräten wie
einem Rechner (Personal-Computer) und/oder mit dem Internet gekoppelt werden, um Informationen
aus dem Internet oder aus einem sonstigen Speichermedium anzuzeigen (Kochrezepte,
Bedienungsanleitungen usw.).
[0081] Das Funktionsfeld 28 kann bei einer entsprechend großflächig ausgebildeten Funktionsbeschichtung
nicht nur an einem Ort sondern an verschiedenen Orten oder sogar an einer frei wählbaren
Stelle der Funktionsbeschichtung angezeigt werden. Es kann in seiner Größe variabel
sein, wobei vorzugsweise Fenstertechnik aus der Computertechnik zur Anwendung kommt.
[0082] Es ist auch vorteilhaft denkbar, mit der Kamera 31 die Größe eines Nutzers zu ermitteln
und dann entsprechend der Größe das oder die Funktionsfelder 28 auf der Oberfläche
des Möbels (oder einer Möbelanordnung aus mehreren Möbeln) an anderen Orten anzuzeigen
(vergleiche Figur 19, 20, 21).
Bezugszeichenliste
[0083]
- 10
- Funktionsbeschichtung
- 11
- Möbeloberfläche
- 12
- Schutzschicht
- 13
- Berührungssensitive Schicht
- 14
- Informationsanzeigeschicht
- 15
- Dekoranzeigeschicht
- 16
- Tragschicht
- 17
- Schubkasten
- 18
- Frontblende
- 19
- Arbeitsplatte
- 20
- Hängeschrank
- 21
- Stecker
- 22
- Pol
- 23
- Bedienelemente
- 24
- Informationsanzeige
- 25
- Dekorschicht
- 26
- Berührungssensitive-und Informationsanzeigeschicht
- 27
- Möbel
- 28
- Funktionsfeld
- 29
- Temperaturanzeige
- 30
- Eingabefelder
- 31
- Kamera
- 32
- Anzeigefeld
1. Möbel, insbesondere Küchen- oder Büromöbel, vorzugsweise Schrank, welches optional
mittels elektromotorischer Antriebe oder mittels Unterstützung solcher Antriebe ein-
und ausfahrbare Einschubelemente und/oder zu öffnende oder zu schließende Türen aufweist,
wobei wenigstens eine Möbeloberfläche (11) oder zumindest ein Teilbereich der Möbeloberfläche
(11) mit mindestens einer mehrschichtigen, flächig ausgebildeten Funktionsbeschichtung
(10) beschichtet ist, die wenigstens eine Informationsanzeigeschicht (14) und eine
berührungssensitive Schicht (13) als Funktionsschichten aufweist, wobei die Funktionsbeschichtung
(10) dazu nutzbar ist, Eingaben zu tätigen, dadurch gekennzeichnet, dass
die Funktionsbeschichtung (10) zudem eine Dekorschicht (25) oder eine Dekoranzeigeschicht
(15) aufweist, die zwischen der Informationsanzeigeschicht (14) sowie der berührungssensitiven
Schicht (13) und der Möbeloberfläche (11) angeordnet ist.
2. Möbel, insbesondere Küchen- oder Büromöbel, vorzugsweise Schrank, welches optional
mittels elektromotorischer Antriebe oder mittels Unterstützung solcher Antriebe ein-
und ausfahrbare Einschubelemente und/oder zu öffnende oder zu schließende Türen aufweist,
wobei wenigstens eine Möbeloberfläche (11) oder zumindest ein Teilbereich der Möbeloberfläche
(11) mit mindestens einer mehrschichtigen, flächig ausgebildeten Funktionsbeschichtung
(10) beschichtet ist, die wenigstens eine Informationsanzeigeschicht (14) und eine
berührungssensitive Schicht (13) als Funktionsschichten aufweist, wobei die Funktionsbeschichtung
(10) dazu nutzbar ist, Eingaben zu tätigen, dadurch gekennzeichnet, dass
die berührungssensitive Schicht (13) und die Informationsanzeigeschicht (14) als Berührungssensitive-
und Informationsanzeigeschicht (26) zusammengefasst sind und dass die Funktionsbeschichtung
(10) zudem eine Dekoranzeigeschicht (15) aufweist, die zwischen der Berührungssensitive-und
Informationsanzeigeschicht (26) und der Möbeloberfläche (11) angeordnet ist.
3. Möbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Informationsanzeigeschicht (14) und/oder die Dekoranzeigeschicht
(15) wenigstens eine flächig ausgebildete organische lichtemittierende Diodenschicht
und/oder eine elektronische Papierschicht aufweist.
4. Möbel nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsbeschichtung (10) ferner an der der Möbeloberfläche (11) des Möbels
abgewandten Seite eine Schutzschicht (12) aus einem transparenten und vorzugsweise
kratzfesten Material aufweist.
5. Möbel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsbeschichtung (10) an der der Möbeloberfläche (11) zugewandten Seite
des Möbels eine Tragschicht (16) aufweist.
6. Möbel nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsanzeigeschicht (14) und/oder die Dekoranzeigeschicht (15) eine Datenschnittstelle
aufweist und/oder selbst mehrschichtig ausgebildet ist und eine elektronische Papierschicht
aufweist und eine OLED-Schicht.
7. Möbel nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsbeschichtung (10) an einer sichtbaren Kante oder an einer sichtbaren
Fläche einer Frontblende (18) mindestens eines ein- und ausfahrbaren Schubkastens
(17) angeordnet ist.
8. Möbel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsbeschichtung (10) an Sichtflächen aller Frontblenden (18) der ein- und
ausfahrbaren Schubkästen (17) angesetzt ist.
9. Möbel nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsbeschichtung (10) an einer sichtbaren Fläche einer Frontklappe eines
Hängeschrankes (20) angesetzt ist.
10. Möbel nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsbeschichtung (10) an zumindest einer sichtbaren Kante einer Arbeitsplatte
(19) des Möbels angesetzt ist.
11. Möbel nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsbeschichtung (10) als Funktionsfolie ausgebildet ist.
12. Möbel nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein- und ausfahrbare Einschubelemente und/oder zu öffnenden oder zu schließenden
Türen als mittels elektromotorischer Antriebe oder mittels Unterstützung solcher Antriebe
ein- und ausfahrbare Einschubelemente und/oder zu öffnende oder zu schließende Türen
ausgelegt sind.
13. Verfahren zum Anzeigen und Eingeben von Informationen und zum Ändern von Designs an
einem Möbel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Funktionsbeschichtung (10) die Informationen angezeigt und an dieser
eingegeben und das Design des Möbels mittels der Dekoranzeigeschicht (15) geändert
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsbeschichtung (10) ferner dazu nutzbar ist, Eingaben zu tätigen, und
die Funktionsbeschichtung (10) dazu genutzt wird, wenigstens ein Funktionsfeld (28)
an einem festen Ort oder an variablen Orten anzuzeigen, welches vorzugsweise Anzeigeelemente
und/oder Eingabefelder (30) aufweist.
1. A piece of furniture, especially kitchen or office furniture, preferably a cabinet,
which comprises retractable and insertable insert elements and/or doors to be opened
or closed optionally by means of electromotive drives or by means of support of such
drives, wherein at least one surface (11) or at least a partial area of the surface
(11) of the piece of furniture is provided with at least one multilayer planar functional
coating (10), which comprises at least one information display layer (14) and a touch-sensitive
layer (13) as a functional layer, wherein the functional coating (10) can be used
for making inputs, characterized in that the functional coating (10) additionally comprises a decoration layer (25) or a decoration
display layer (15), which is arranged between the information display layer (14) and
the touch-sensitive layer (13) and the furniture surface (11).
2. A piece of furniture, especially kitchen or office furniture, preferably a cabinet,
which comprises retractable and insertable insert elements and/or doors to be opened
or closed optionally by means of electromotive drives or by means of support of such
drives, wherein at least one surface (11) or at least a partial area of the surface
(11) of the piece of furniture is provided with at least one multilayer planar functional
coating (10), which comprises at least one information display layer (14) and a touch-sensitive
layer (13) as a functional layer, wherein the functional coating (10) can be used
for making inputs, characterized in that the touch-sensitive layer (13) and the information display layer (14) are combined
as a touch-sensitive and information display layer (26), and the functional coating
(10) further comprises a decoration display layer (15), which is arranged between
the touch-sensitive and information display layer (26) and the furniture surface (11).
3. A piece of furniture according to claim 1 or 2, characterized in that the at least one information display layer (14, 15) and/or the decoration display
layer (15) comprises at least one planar organic light-emitting diode layer and/or
an electronic paper layer.
4. A piece of furniture according to one or several of the preceding claims, characterized in that the functional coating (10) further comprises a protective layer (12) made of a transparent
and preferably scratch-proof material on the side facing away from the furniture surface
(11).
5. A piece of furniture according to one of the preceding claims, characterized in that the functional coating (10) comprises a support layer (16) on the side of the piece
of furniture which faces away from the furniture surface (11).
6. A piece of furniture according to one or several of the preceding claims, characterized in that the information display layer (14) and/or the decoration display layer (15) comprises
a database interface and/or is arranged with several layers itself and comprises an
electronic paper layer and an OLED layer.
7. A piece of furniture according to one or several of the preceding claims, characterized in that the functional coating (10) is arranged on a visible edge or a visible surface of
a front cover (18) of at least one insertable and retractable drawer (17).
8. A piece of furniture according to claim 7, characterized in that the functional coating (10) is applied to the visible surfaces of all front covers
(18) of the insertable and retractable drawers (17).
9. A piece of furniture according to one or several of the preceding claims, characterized in that the functional coating (10) is applied to the visible surface of a front flap of
a wall cabinet (20).
10. A piece of furniture according to one or several of the preceding claims, characterized in that the functional coating (10) is applied to at least one visible edge of a worktop
(19) of the piece of furniture.
11. A piece of furniture according to one or several of the preceding claims, characterized in that the functional coating (10) is arranged as a functional film.
12. A piece of furniture according to one or several of the preceding claims, characterized in that insertable and retractable insert elements and/or doors to be opened or closed are
formed as insertable and retractable insert elements and/or doors to be opened or
closed by means of electromotive drives or by means of support of such drives.
13. A method for displaying and/or entering information and/or for changing the design
in a piece of furniture according to one of the preceding claims, characterized in that the information is displayed and/or is entered by means of the functional coating
(10) and/or the design of the furniture is changed by means of the decoration display
layer (15).
14. A method according to claim 13, characterized in that the functional coating (10) can further be used to make entries, and the functional
coating (10) is used to display at least one functional field (28) at a fixed location
or at variable locations, which functional field preferably comprises display elements
and/or input fields (30).
1. Meuble, en particulier meuble de cuisine ou de bureau, de préférence placard, comportant
facultativement des éléments de tiroir pouvant être sortis et rentrés et/ou des portes
pouvant être ouvertes ou fermées au moyen ou avec l'assistance de moteurs électriques,
dans lequel au moins une surface de meuble (11) ou au moins une partie de la surface
de meuble (11) est revêtue d'au moins un revêtement fonctionnel (10) plan réalisé
en plusieurs couches, qui comporte comme couches fonctionnelles au moins une couche
d'affichage d'informations (14) et une couche tactile (13), lequel revêtement fonctionnel
(10) peut servir à effectuer des saisies, caractérisé en ce que le revêtement fonctionnel (10) comporte en outre une couche décorative (25) ou une
couche d'affichage de décor (15) disposée entre la couche d'affichage d'informations
(14) et la couche tactile (13), d'une part, et la surface du meuble (11) d'autre part.
2. Meuble, en particulier meuble de cuisine ou de bureau, de préférence placard, comportant
facultativement des éléments de tiroir pouvant être sortis et rentrés et/ou des portes
pouvant être ouvertes ou fermées au moyen ou avec l'assistance de moteurs électriques,
dans lequel au moins une surface de meuble (11) ou au moins une partie de la surface
de meuble (11) est revêtue d'au moins un revêtement fonctionnel (10) plan réalisé
en plusieurs couches, qui comporte comme couches fonctionnelles au moins une couche
d'affichage d'informations (14) et une couche tactile (13), lequel revêtement fonctionnel
(10) peut servir à effectuer des saisies, caractérisé en ce que la couche tactile (13) et la couche d'affichage d'informations (14) sont réunies
sous la forme d'une couche tactile et d'affichage d'informations (26) et en ce que le revêtement fonctionnel (10) comporte en outre une couche d'affichage de décor
(15) qui est disposé entre la couche tactile et d'affichage d'informations (26) et
la surface du meuble (11).
3. Meuble selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'au moins une couche d'affichage d'informations (14) et/ou la couche d'affichage
de décor (15) comportent au moins une couche de diodes électroluminescentes organiques
plane et/ou une couche de papier électronique.
4. Meuble selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement fonctionnel (10) présente en outre, sur la surface opposée à la surface
de meuble (11) du meuble, une couche de protection (12) faite d'un matériau transparent
et de préférence résistant aux rayures.
5. Meuble selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement fonctionnel (10) présente sur le côté du meuble opposé à la surface
de meuble (11) une couche de support (16).
6. Meuble selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche d'affichage d'informations (14) et/ou la couche d'affichage de décor (15)
présentent une interface de données et/ou sont elles-mêmes conformées en plusieurs
couches et présentent une couche de papier électronique ou une couche de diodes électroluminescentes
organiques.
7. Meuble selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement fonctionnel (10) est disposé sur un bord visible ou une surface visible
d'un panneau de façade (18) d'au moins un tiroir (17) pouvant être sorti et rétracté.
8. Meuble selon la revendication 7, caractérisé en ce que le revêtement fonctionnel (10) est appliqué sur des surfaces visibles de tous les
panneaux de façade (18) des tiroirs (17) pouvant être sortis et rétractés.
9. Meuble selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement fonctionnel (10) est appliqué sur une surface visible d'un panneau
de façade d'un placard mural (20).
10. Meuble selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement fonctionnel (10) est appliqué sur au moins un bord visible d'un plan
de travail (19).
11. Meuble selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement fonctionnel (10) est réalisé sous la forme d'un film fonctionnel.
12. Meuble selon une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que des éléments de tiroir pouvant être sortis et rentrés et/ou des portes pouvant être
ouvertes ou fermées sont conçus comme des éléments de tiroir pouvant être sortis et
rentrés et/ou des portes pouvant être ouvertes ou fermées au moyen ou avec l'assistance
de moteurs électriques.
13. Procédé pour l'affichage d'informations et le changement d'apparence d'un meuble selon
l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les informations sont affichées au moyen du revêtement fonctionnel (10) et saisies
sur celui-ci et l'apparence du meuble est modifiée au moyen de la couche d'affichage
de décor (15).
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que le revêtement fonctionnel (10) peut en outre servir à effecteur des données et le
revêtement fonctionnel (10) sert à afficher, à un endroit fixe ou variable, au moins
un tableau de fonctions (28) qui présente de préférence des éléments d'affichage et/ou
des champs de saisie (30).