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(11) |
EP 2 428 359 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.01.2017 Patentblatt 2017/02 |
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Anmeldetag: 22.11.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Druckvorrichtung und Verfahren zum Bedrucken von Flächengebilden
Printer and method for printing on flat materials
Dispositif d'impression et procédé d'impression de structures plates
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
14.09.2010 CH 14672010
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.03.2012 Patentblatt 2012/11 |
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Patentinhaber: Hoffmann Neopac AG |
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3602 Thun (CH) |
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Erfinder: |
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- Ludin, Guntmar Michael
3612 Steffisburg (CH)
- Wagner, Michael
3653 Oberhofen (CH)
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Vertreter: Gachnang, Hans Rudolf et al |
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Gachnang AG Patentanwälte
Badstrasse 5
Postfach 8501 Frauenfeld 1 8501 Frauenfeld 1 (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-02/18703 WO-A1-2010/060788 JP-A- 59 115 851
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WO-A1-2005/053958 WO-A2-03/089244
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gegenstand der Erfindung ist eine Druckvorrichtung und ein Verfahren zum Bedrucken
von Flächengebilden gemäss dem Oberbegriff der Patentansprüche 1 und 4.
[0002] Weissblech wird als Halbzeug unter anderem in der Verpackungsindustrie zur Herstellung
von Gebinden wie z.B. Blechdosen verwender. übliche Handelsformen sind Tafeln bzw.
rechteckige Zuschnitte und Coils bzw. Rollen. Durch mechanische Nachbearbeitungsschritte
wie z.B. Stanzen, Tiefziehen, Prägen und Bördeln kann das Blech zur gewünschten Gestalt
umgeformt werden. Zusätzlich können derart hergestellte Gebinde oder andere Objekte
lackiert und/oder mittels unterschiedlicher Drucktechniken wie z.B. offsetdruck oder
Siebdruck mit einer oder mehreren Farben bedruckt werden. Bei relativ kleinen Stückzahlen
erfolgt die Bedruckung in der Regel erst nach der Umformung des Bleches. Bei grösseren
Stückzahlen hingegen ist es wirtschaftlicher, das Blech in Tafelform zu bedrucken
und erst anschliessend zur gewünschten Gestalt umzuformen.
[0003] Weissblechtafeln umfassen ein kaltgewalztes Stahlblech, welches elektrolytisch mit
einer dünnen Zinnschicht überdeckt ist. Die Oberfläche von Weissblech kann zusätzlich
mit einer Cr
6+ - haltigen oder alternativ mit einer chromatfreien Passivierungsschicht überzogen
und z.B. mit Dioctylsebacat (DOS) oder Acetyltributylcitrat (ATBC) befettet sein.
Dadurch wird einerseits die Oxidationsbeständigkeit des beschichteten Stahlblechs
erhöht und andererseits dessen Reibungskoeffizient erniedrigt, damit das Blech mechanisch
besser bearbeitbar ist. In dieser Weise behandelte Weissblechtafeln haben eine niedrige
Grenzflächenspannung bzw. Oberflächenspannung und sind deshalb schlecht benetzbar.
Vor dem Bedrucken solcher Weissblechtafeln mit Druckfarben wird herkömmlich zuerst
jeweils ein Haftmittel (Haftlack oder -pulver, auch "Primer" genannt, z.B. ein Epoxylack)
auf deren Oberfläche aufgebracht. In einem Trockenofen werden allfällige Lösungsmittel
abgedampft, und der Lack wird durch die Temperatureinwirkung vernetzt. Im Vergleich
zur unlackierten Oberfläche des Weissblechs weist der verwendete Lack eine wesentlich
höhere Oberflächenspannung und damit bessere Adhäsionseigenschaften auf. Deshalb können
Druckfarben auf den Lack aufgebracht werden, deren Oberflächenspannungen ebenfalls
relativ hoch sind. Die Oberflächenspannungen von Lösungsmittelfarben sind in der Regel
grösser als etwa 40mN/m, jene von UV (Ultraviolett)-trocknenden Farben grösser als
etwa 55mN/m und jene von auf Wasser basierten Farben grösser als etwa 70mN/m. Eine
Voraussetzung für eine sichere Haftung solcher Farben auf der Lackoberfläche ist,
dass die Oberflächenspannung des Lacks bzw. des Haftgrundes grösser ist als die Oberflächenspannung
der jeweiligen Farben.
[0004] Ein bei der Herstellung von Kunststofffolien eingesetztes Verfahren zur Erhöhung
der Oberflächenspannung ist die Coronabehandlung. Dabei wird eine Folienbahn meist
am Ende des Fertigungsprozesses einer elektrischen Hochspannungs-Entladung ausgesetzt.
Diese tritt zwischen einer geerdeten, polierten Walze aus Stahl oder Aluminium und
einer eng anliegenden isolierten Elektrode auf. Die Folie liegt dabei auf der polierten
Walze auf, sodass nur die der Elektrode zugewandte Seite behandelt wird. Die Elektrode
wird durch einen Hochfrequenzgenerator mit einer Wechselspannung versorgt. Elektrische
Entladungen führen zu einer Ionisierung der Luft und zur lokalen Bildung von Ozon.
Im Weiteren bewirken die elektrischen Entladungen auch eine Erhöhung der Oberflächenspannung
solcher Folien. Coronabehandlungen sind nur schwer kontrollierbar. Die ungleichmässige
Verteilung der Entladungen führt zu Ungleichmässigkeiten bei der Oberflächenspannung
und damit zu Inhomogenitäten der Haftung von Druckfarben. Hohe Entladungsströme und
die starke Ozonbildung stellen eine Gefahr für den Menschen dar und erfordern aufwändige
Sicherheitsmassnahmen. Die Ozonbelastete Luft im Entladungsbereich muss abgesaugt
werden.
[0005] Aus der
WO03/089244 ist eine Druckvorrichtung zum Bedrucken von Metalltafeln bekannt. Diese Druckvorrichtung
umfasst ein oder mehrere Druckwerke zum Aufbringen von einer oder mehreren Druckfarben.
Die Druckvorrichtung umfasst in Prozessrichtung gesehen vorgelagert zu den Druckwerken
eine erste Druckeinrichtung zum Aufbringen einer Grundierung, eine zweite Druckeinrichtung
zum Aufbringen von Weisslack und eine Trocknungseinrichtung zum Trocknen einer auf
das Flächengebilde aufgebrachten Grundierung und/oder Weisslackschicht, bever das
derart vorbehandelte Flächengebilde den weiteren Druckwerken zum Aufbringen der Druckfarben
zugeführt wird.
[0006] Aus der
WO2010/060788 ist eine Druckereieinrichtung mit mindestens einem Bogenführungszylinder und mit
Bogenhaltemitteln für den Bogentransport bekannt, wobei in dieser Druckereieinrichtung
anfallende Abwärme von wenigstens einer Wärmequelle in den mindestens einen Bogenführungszylinder
geführt wird.
[0007] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Druckvorrichtung und ein Druckverfahren
zu schaffen, mit denen Flächengebilde in Gestalt von Weissblechtafeln, deren Oberflächenspannung
kleiner ist als die Oberflächenspannung einer aufzutragenden Druckfarbe, ohne vorheriges
Aufbringen eines Haftgrundes und ohne vorherige Coronabehandlung mit mindestens einer
Druckfarbe bedruckt werden können.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Druckvorrichtung und durch ein Verfahren zum
Bedrucken von Flächengebilden gemäss den Merkmalen der Patentansprüche 1 und 4. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Vorrichtung und des Verfahrens sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] Druckanlagen umfassen in der Regel mehrere nacheinander angeordnete Druckwerke zum
Bedrucken eines Bedruckstoffs mit mehreren Farben. Stromabwärts ist nach dem letzten
dieser Druckwerke eine Trocknereinrichtung zum Trocknen der aufgetragenen Farben angeordnet.
Optional können stromabwärts eines oder mehrerer dieser Druckwerke zusätzlich UV-Zwischentrockner
zwischen benachbarten Druckwerken angeordnet sein. UV-härtbare Druckfarben können
mit solchen Zwischentrocknern nach dem Auftragen zumindest teilweise getrocknet bzw.
gehärtet werden, bevor in einem oder mehreren nachfolgenden Druckwerken weitere Druckfarben
aufgetragen werden. Das energiereiche UV-Licht bewirkt bei solchen Farben eine Polymerisation
und damit eine Härtung oder Trocknung der aufgetragenen Druckfarben.
[0010] Abhängig von der Anzahl der zu druckenden Farben können bei Anlagen mit mehreren
in Prozessrichtung hintereinander angeordneten Druckwerken eines, mehrere oder alle
dieser Druckwerke zum Bedrucken des Flächengebildes aktiviert sein. Jene Druckwerke,
die für einen spezifischen Druckprozess nicht benötigt werden, können als reine Durchlaufwerke
konfiguriert bzw. abgekoppelt werden. Diese Druckwerke werden fortan auch inaktive
Druckwerke genannt. Das Flächengebilde wird bei diesen Druckwerken weiter transportiert,
jedoch nicht bedruckt.
[0011] Jene Druckwerke, die zum Aufdrucken von Druckfarbe auf das Flächengebilde konfiguriert
sind, werden fortan auch aktive Druckwerke genannt. Die Konfiguration der Druckwerke
als aktive oder inaktive Druckwerke erfolgt vorzugsweise von einer übergeordneten
Steuerung aus. Stromabwärts eines oder mehrerer der aktiven Druckwerke können optional
Zwischentrockner angeordnet sein, mit denen UV-härtbare Druckfarben nach dem Auftragen
auf das Flächengebilde bei dem oder den aktiven Druckwerken getrocknet werden können.
Solche Zwischentrockner sind meist als UV-Zwischentrockner mit einer langgestreckten
UV-Gasentladungsröhre ausgebildet. Sie können wahlweise fest oder austauschbar an
der Druckanlage angeordnet sein. In der Regel umfasst jeder Zwischentrockner eine
eigene Trocknersteuerung, mit der die Strahlungsleistung gesteuert oder vorzugsweise
geregelt werden kann. Zwischentrockner, die zwar in der Druckanlage angeordnet sind,
jedoch beim Drucken ausgeschaltet bleiben, werden im Zusammenhang mit dieser Patentanmeldung
als inaktive Zwischentrockner bezeichnet, jene, die beim Drucken UV-Licht abstrahlen
als aktive Zwischentrockner. Herkömmlich sind aktive Zwischentrockner nur stromabwärts
bzw. in der Prozessreihenfolge nach einem aktiven Druckwerk angeordnet.
[0012] Erfindungsgemäss ist mindestens ein aktiver UV-Zwischentrockner oder eine andere
elektromagnetische Strahlungsquelle stromaufwärts des in der Prozessreihenfolge ersten
aktiven Druckwerks angeordnet. Vorzugsweise sind zwischen allen Druckwerken Zwischentrockner
vorgesehen, von denen all jene als aktive Zwischentrockner konfiguriert sind, welche
stromaufwärts des ersten aktiven Druckwerks angeordnet sind. Falls bereits das erste
Druckwerk als aktives Druckwerk genutzt wird, ist ein Zwischentrockner oder eine entsprechende
andere elektromagnetische Strahlungsquelle vor diesem ersten Druckwerk angeordnet.
[0013] Ein zu bedruckendes Flächengebilde in Gestalt einer Weissblechtafel durchläuft somit
vor dem ersten aktiven Druckwerk eine oder mehrere Bestrahlungszonen und wird dort
mit energiereicher elektromagnetischer Strahlung bestrahlt. Dadurch wird die Oberfläche
derart aktiviert, dass sich die Oberflächenspannung des Flächengebildes erhöht. Nach
dem Aufbringen einer ersten Druckfarbe im ersten aktiven Farbwerk können optional
in einem oder mehreren weiteren Farbwerken weitere Druckfarben auf das Flächengebilde
aufgetragen werden. Der Druck erfolgt Nass in Nass, das heisst, dass nach dem Aufdrucken
der ersten Druckfarbe bzw. vor dem Aufdrucken weiterer Druckfarben keine Zwischentrocknung
erfolgt. Vorzugsweise ist das letzte aktive Druckwerk zugleich auch das letzte Druckwerk
der Druckvorrichtung, sodass das Flächengebilde nach dem Durchlaufen dieses letzten
aktiven Druckwerks direkt dem Endtrockner zugeführt werden kann. Die Druckwerke sind
demnach vorzugsweise so konfiguriert, dass in Prozessrichtung gesehen zuerst die inaktiven
Druckwerke und anschliessend aktiven Druckwerke vom zu bedruckenden Flächengebilde
durchlaufen werden.
[0014] Eine solche Druckvorrichtung eignet sich zum direkten Bedrucken von Metalltafeln
in Gestalt von Weissblechtafeln. Anhand einiger Figuren wird die Erfindung im Folgenden
näher beschrieben. Dabei zeigen
- Figur 1
- eine schematisch dargestellte herkömmliche Druckvorrichtung,
- Figur 2
- eine schematisch dargestellte beispielhafte Ausführungsform einer erfindungsgemässen
Druckvorrichtung.
[0015] Figur 1 zeigt eine herkömmliche Druckvorrichtung 1a zum Bedrucken von Flächengebilden
wie z.B. Papierbogen oder anderen Materialien mit gutem Haftgrund bzw. mit guten Adhäsionseigenschaften.
Die Druckvorrichtung 1a umfasst eine Steuerung 3, fünf in Prozessrichtung (Pfeil P)
nacheinander angeordnete Druckwerke 5, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e ein stromabwärts bzw. in
Prozessrichtung nach dem letzten Druckwerk 5e angeordnetes Lackwerk 7, eine am Ende
der Prozesskette angeordnete Trocknereinrichtung 9 mit einem oder mehreren Trocknern
(nicht dargestellt) sowie eine eingangsseitig angeordnete Zuführeinrichtung 11 zum
Zuführen des Bedruckstoffs bzw. der zu bedruckenden Flächengebilde. Die Druckeinrichtung
1a ist zum Bedrucken von Flächengebilden mit bis zu fünf UV-härtbaren Druckfarben
mit den Druckwerken 5a, 5b, 5c, 5d, 5e ausgebildet. Vor dem Lackwerk 7 ist ein Zwischentrockner
13 mit einer oder mehreren UV-Strahlungsquellen angeordnet. Als Strahlungsquellen
werden üblicherweise langgezogene Gasentladungsröhren mit einer Leistung von ca. 160
bis 200 W/cm verwendet, welche sich über die gesamte Breite des zu bestrahlenden Flächengebildes
erstrecken. Solche UV-Zwischentrockner 13 werden beispielsweise von mehreren Firmen
angeboten. Üblicherweise werden solche Zwischentrockner von einer autonomen Trocknersteuerung
15 kontrolliert. Alternativ kann eine Trocknersteuerung 15 auch teilweise oder vollständig
in die Steuerung 3 der Druckvorrichtung 1a integriert sein (nicht dargestellt). Eines,
mehrere oder alle der Druckwerke 5, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e können mit je einer Druckfarbe
zum Bedrucken des Flächengebildes ausgerüstet werden. Bei der in Figur 1 beispielhaft
dargestellten Druckvorrichtung 1a sind die mit einem Kreuz 17 markierten Druckwerke
5a, 5b, 5c von der Steuerung 3 als aktive Druckwerke 5a, 5b, 5c zum Bedrucken des
Flächengebildes konfiguriert.
[0016] Figur 2 zeigt schematisch eine erfindungsgemäss ausgebildete Druckvorrichtung 1b.
Im Unterschied zur Druckvorrichtung 1a gemäss Figur 1 ist stromaufwärts jedes der
Druckwerke 5, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e je eine elektromagnetische Bestrahlungseinrichtung
19, 19a, 19b, 19c, 19d, 19e angeordnet. vorzugsweise umfasst jede dieser Bestrahlungseinrichtungen
19, 19a, 19b, 19c, 19d, 19e je einen UV-Zwischentrockner 13 mit zugehöriger Trocknersteuerung
15. Alternativ oder zusätzlich könnte die Bestrahlungsvorrichtung 19, 19a, 19b, 19c,
19d, 19e auch andere Strahlungsquellen wie z.B. Infrarotstrahler, Laser oder ein Magnetron
umfassen. Zusätzlich können auch weitere Energiequellen wie ein Heissluftgebläse vorgesehen
sein. Bei der beispielhaften Anordnung gemäss Figur 2 sind nur die letzten beiden
Druckwerke 5d und 5e als aktive Druckwerke 5d, 5e zum Bedrucken des Flächengebildes
konfiguriert und entsprechend mit einem Kreuz 17 markiert. Analog zu den Markierungen
der aktiven Druckwerke 5 sind auch jene Bestrahlungseinrichtungen 19 als aktive Bestrahlungseinrichtungen
19 mit einem Kreuz 17 markiert, welche das Flächengebilde mit energieintensiver elektromagnetischer
Strahlung bestrahlen, wenn dieses in Prozessrichtung P durch die Druckvorrichtung
1b befördert wird. Bei der beispielhaft dargestellten Druckvorrichtung 1b sind die
drei stromaufwärts am nächsten beim ersten aktiven Druckwerk 5d angeordneten Bestrahlungseinrichtungen
19b, 19c und 19d als aktive Bestrahlungseinrichtungen 19b, 19c und 19d konfiguriert
und entsprechend mit Kreuzen 17 markiert. Vor dem Bedrucken im ersten aktiven Druckwerk
5d, wird das Flächengebilde in Gestalt einer Weissblechtafel mit niedriger Oberflächenspannung
- durch Bestrahlung mit energieintensivem UV-Licht der Bestrahlungseinrichtungen 19b,
19c und 19d aktiviert. Die langgestreckten UV-Gasentladungsröhren haben pro Längeneinheit
der Lampe eine Lampenleistung von etwa 120 W/cm bis etwa 200 oder 240 W/cm. Der Abstand
zwischen der Gasentladungsröhre und der zu bestrahlenden Oberfläche liegt vorzugsweise
in der Grössenordnung von etwa 60mm bis etwa 120mm.
[0017] Nach der Bestrahlung mit UV-Licht und dem Bedrucken im ersten aktiven Druckwerk 5d
folgt ohne weiteren Trocknungsschritt die Bedruckung mit einer zweiten Druckfarbe
im letzten Druckwerk 5e. Anschliessend, nachdem alle Druckfarben aufgebracht worden
sind, werden diese UV-härtbaren Druckfarben vor dem Eintritt in das Lackwerk 7 durch
den dort angeordneten Zwischentrockner 13 getrocknet. Nach dem Passieren des Lackwerks
7 wird das Flächengebilde der Trocknungseinrichtung 9 zugeführt, wo die Druckfarben
und der Lack vollständig getrocknet werden. Die Vorbehandlung des Flächengebildes
vor dem Aufbringen der ersten Druckfarbe im ersten aktiven Druckwerk - bei der Ausführungsform
gemäss Figur 2 ist dies das Druckwerk 5d - kann durch eine oder mehrere der stromaufwärts
dieses aktiven Druckwerks 5d angeordneten Bestrahlungseinrichtungen 19a, 19b, 19c,
19d erfolgen.
1. Druckvorrichtung (1b) zum Bedrucken von Flächengebilden in Gestalt von Weissblechtafeln
mit mindestens einer Druckfarbe, wobei die Oberflächenspannung dieser Flächengebilde
kleiner als die Oberflächenspannung der Druckfarbe ist, umfassend mindestens ein aktivierbares
Druckwerk (5, 5e) und eine diesem mindestens einen aktivierbaren Druckwerk (5, 5e)
nachgelagerte Endtrockenanlage (9) zum Trocknen der vom mindestens einen aktivierbaren
Druckwerk (5, 5e) auf das Flächengebilde aufgetragenen Druckfarbe, dadurch gekennzeichnet, dass stromaufwärts des in Prozessreihenfolge ersten aktivierbaren Druckwerks (5, 5e) mindestens
eine Bestrahlungseinrichtung (19a, 19b, 19c, 19d, 19e) mit je mindestens einer elektromagnetischen
Strahlungsquelle zum Bestrahlen und Erhöhen der Oberflächenspannung des Flächengebildes
vor dessen Zufuhr zum ersten aktivierbaren Druckwerk (5, 5e) ausgebildet ist, und
dass die Strahlungsquelle eine langgestreckte UV-Gasentladungsröhre oder ein langgestreckter
Infrarotstrahler ist.
2. Druckvorrichtung (1b) nach Anspruch 1, umfassend mehrere nacheinander angeordnete
Druckwerke (5, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e), wobei jedes dieser Druckwerke (5, 5a, 5b, 5c,
5d, 5e) von einer Steuerung (3) zum Aufdrucken einer Druckfarbe auf das Flächengebilde
als aktives Druckwerk (5, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e) oder alternativ als Transitwerk ohne
Druckfunktion konfigurierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass ausgehend vom letzten Druckwerk (5e) stromaufwärts ein oder mehrere paarweise benachbarte
Druckwerke (5a, 5b, 5c, 5d) zum Aufdrucken von Farbe konfigurierbar sind, und dass
die Bestrahlungsvorrichtung (19a, 19b, 19c, 19d, 19e) eine oder mehrere Strahlungsquellen
umfasst, die stromaufwärts der zum Aufdrucken konfigurierten aktivierbaren Druckwerke
(5, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e) angeordnet sind.
3. Druckvorrichtung (1b) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Bestrahlungseinrichtungen (19a, 19b, 19c, 19d, 19e) einen UV-Zwischentrockner
umfasst.
4. Mit einer Druckvorrichtung (1b) nach einem der Ansprüche 1 bis 3 durchführbares Verfahren
zum Bedrucken von Flächengebilden in Gestalt von Weissblechtafeln, dadurch gekennzeichnet, dass die zu bedruckenden Flächengebilde vor dem Bedrucken im ersten aktiven Druckwerk
(5a, 5b, 5c, 5d, 5e) mit einer ersten Druckfarbe durch die Strahlungsquelle der mindestens
einen stromaufwärts des ersten Druckwerks (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) angeordneten Bestrahlungseinrichtung
(19a, 19b, 19c, 19d, 19e) mit elektromagnetischer Strahlung bestrahlt werden, und
dass die Oberflächenspannung dieser Flächengebilde aufgrund der Bestrahlung erhöht
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Beschichtung des Flächengebildes mit einer ersten Druckfarbe mindestens
eine weitere Druckfarbe in mindestens einem weiteren aktiven Druckwerk (5a, 5b, 5c,
5d) beschichtet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Aufbringen der Druckfarbe bzw. der Druckfarben ein Trocknungsschritt zum
Trocknen dieser Druckfarbe bzw. Druckfarben in einem Zwischentrockner (13) erfolgt.
1. A printer (1b) for printing on flat materials in the form of tinplate sheets with
at least one printing ink, wherein the surface tension of these flat materials is
less than the surface tension of the printing ink, comprising at least one printing
unit (5, 5e) which can be activated and a drying unit (9) which is arranged at the
downstream side of this at least one printing unit (5, 5e) which can be activated,
said drying unit being provided to dry the printing ink applied to the flat material
by at least one printing unit (5, 5e) which can be activated, characterized in that upstream of the first printing unit (5, 5e) which can be activated in the process
sequence at least one irradiation unit (19a, 19b, 19c, 19d, 19e) having at least one
electromagnetic radiation source each is configured to irradiate and increase the
surface tension of the flat material prior to the supply thereof to the first printing
unit (5, 5e) which can be activated, and that the radiation source is an elongated
UV gas-discharge tube or an elongated infrared heater.
2. The printer (1b) according to claim 1, comprising multiple printing units (5, 5a,
5b, 5c, 5d, 5e) arranged one behind the other, wherein each of these printing units
(5, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e) can be configured by a control device (3) to print a printing
ink on the flat material as an active printing unit (5, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e) or alternatively
as a transit unit without a printing function, characterized in that upstream, starting from the last printing unit (5e), one or more printing units (5a,
5b, 5c, 5d) which are adjacent to one another in pairs can be configured to print
in colour, and that the irradiation unit (19a, 19b, 19c, 19d, 19e) comprises one or
more radiation sources which is/are arranged upstream of the printing units (5, 5a,
5b, 5c, 5d, 5e) which can be activated and which are configured to print.
3. The printer (1b) according to any one of claims 1 to 2, characterized in that at least one of the irradiation units (19a, 19b, 19c, 19d, 19e) comprises a UV intermediate
drier.
4. A method for printing on flat materials in the form of tinplate sheets, which can
be carried out with a printer (1b) according to any one of claims 1 to 3, characterized in that, prior to printing in the first active printing unit (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) with a
first printing ink, the flat materials to be printed are irradiated with electromagnetic
radiation by means of the radiation source of the at least one irradiation unit (19a,
19b, 19c, 19d, 19e) arranged upstream of the first printing unit (5a, 5b, 5c, 5d,
5e), and that the surface tension of these flat materials is increased due to the
irradiation.
5. The method according to claim 6, characterized in that following coating of the flat material with a first printing ink at least one additional
printing ink is coated in at least one additional printing unit (5a, 5b, 5c, 5d).
6. The method according to any one of claims 4 or 5, characterized in that following the application of the printing ink or printing inks a drying step is carried
out to dry said printing ink or printing inks in an intermediate dryer (13).
1. Dispositif d'impression (1b) pour l'impression de structures plates sous la forme
de feuilles de fer-blanc avec au moins une couleur d'impression, la tension de surface
de ces structures plates étant inférieure à la tension de surface de la couleur d'impression,
comprenant au moins un système d'impression activable (5, 5e) et une installation
de séchage final (9) en aval de ce système d'impression activable (5, 5e) pour le
séchage d'une couleur d'impression appliquée sur la structure plate par l'au moins
un système d'impression activable (5, 5e), caractérisé en ce que, en amont du premier système d'impression activable (5, 5e) dans la séquence de processus,
au moins un dispositif d'irradiation (19a, 19b, 19c, 19d, 19e) avec respectivement
au moins une source de rayonnement électromagnétique pour l'irradiation et l'augmentation
de la tension de surface de la structure plate avant son amenée au premier système
d'impression activable (5, 5e) est formé, et en ce que la source de rayonnement est un tube à décharge de gaz à UV allongé ou un émetteur
infrarouge allongé.
2. Dispositif d'impression (1b) selon la revendication 1, comprenant plusieurs systèmes
d'impression disposés les uns derrière les autres (5, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e), chacun
de ces systèmes d'impression (5, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e) étant configurable par une commande
(3) pour l'impression d'une couleur d'impression sur la structure plate comme système
d'impression actif (5, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e) ou alternativement, comme système de transit
sans fonction d'impression, caractérisé en ce que, en amont à partir du dernier système d'impression (5e), un ou plusieurs systèmes
d'impression (5a, 5b, 5c, 5d) disposés par pairs sont configurables pour l'impression
de couleur, et en ce que le dispositif d'irradiation (19a, 19b, 19c, 19d, 19e) comprend une ou plusieurs sources
de rayonnement, lesquelles sont disposées en amont des systèmes d'impression activables
(5, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e) configurés pour l'impression.
3. Dispositif (1b) selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce qu'au moins un des dispositifs d'irradiation (19a, 19b, 19c, 19d, 19e) comprend un sécheur
intermédiaire aux UV.
4. Procédé pour l'impression de structures plates sous la forme de feuilles de fer-blanc
réalisable avec un dispositif d'impression (1b) selon l'une des revendications précédentes
1 à 3, caractérisé en ce que les structures plates devant être imprimées sont irradiées avec un rayonnement électromagnétique
par la source de rayonnement de l'au moins un dispositif d'irradiation (19a, 19b,
19c, 19d, 19e) disposé en amont du premier système d'impression (5a, 5b, 5c, 5d, 5e),
avant l'impression dans le premier système d'impression actif (5a, 5b, 5c, 5d, 5e)
avec une première couleur d'impression, et en ce que la tension de surface de ces structures plates est augmentée du fait de cette irradiation.
5. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que, après le revêtement de la structure de surface avec une première couleur d'impression,
au moins une autre couleur d'impression est appliquée dans au moins un autre système
d'impression actif (5a, 5b, 5c, 5d).
6. Procédé selon l'une des revendications 4 ou 5, caractérisé en ce que, après l'application de la couleur d'impression ou des couleurs d'impression, une
étape de séchage est effectuée, pour le séchage de cette couleur d'impression ou de
ces couleurs d'impression dans un sécheur intermédiaire (13).

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