[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Stellwand zur Separierung von Schüttgütern, mit
einer Bodenplatte und Seitenwandungen, die unter Einschluss eines zumindest teilweise
mit einem Füllgut auffüllbaren Hohlraums miteinander verbunden sind, und mit zumindest
einem Halteteil, das im Bereich der Oberkante der Stellwand angeordnet ist und mittels
dem die an einer auf der Oberkante der Stellwand angeordneten Dachkonstruktion angreifenden
Kräfte aufnehm- bzw. ableitbar sind.
[0002] Derartige Stellwände werden häufig zu Stellwandanordnungen zusammengestellt, wobei
durch diese Stellwandanordnungen verschiedene von den Stellwänden gebildete Kammern
zur Verfügung gestellt werden, in denen Schüttgüter unterschiedlicher Art gelagert
werden können. Bei entsprechenden Anforderungsprofilen ist es erforderlich, dass auf
den Stellwandanordnungen Dachkonstruktionen angeordnet werden, um die gelagerten Schüttgüter
gegen Witterungseinflüsse od.dgl. zu schützen.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte Stellwand derart
zu verbessern, dass ohne aufwändige bauliche Maßnahmen die von den Stellwänden aufnehmbaren,
von den Dachkonstruktionen auf die Stellwände übertragenen Kräfte beträchtlich erhöht
werden können.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass jedem im Bereich der Oberkante
der Stellwand angeordneten Halteteil eine Unterkonstruktion zugeordnet ist, mittels
der von der Dachkonstruktion zum Halteteil übertragene Kräfte weiterleitbar sind.
Erfindungsgemäß dient nunmehr die Stellwand in ihrer Gesamtheit, d.h. einschließlich
ihrer Bodenplatte etc., als Kraftaufnahme- bzw. Kraftableitungsmittel. Durch den Anschluss
der Halteteile an die Stellwand wird somit erreicht, dass die von der Stellwand insgesamt
aufnehmbaren Kräfte beträchtlich erhöht werden können. Die gesamte Ausdehnung der
Stellwand sowie das gesamte Gewicht derselben einschließlich des in ihr aufgenommenen
Füllguts kann der Kraftaufnahme bzw. der Kraftableitung dienen. Zu beachten ist auch,
dass es grundsätzlich möglich ist, einen Anschluss an den bauseitigen Untergrund,
z.B. ein Fundament, zu realisieren.
[0005] Wenn sich die Unterkonstruktion vom Halteteil zur Bodenplatte der Stellwand erstreckt,
steht von vornherein das gesamte Gewicht der Stellwand zum Ausgleich etwaig an der
Dachkonstruktion angreifender Kräfte zur Verfügung.
[0006] Alternativ ist es möglich, dass sich die Unterkonstruktion vom Halteteil zu einer
vorzugsweise stirnseitigen Seitenwandung der Stellwand erstreckt. Hierdurch können
die Kräfte, die am Halteteil angreifen, mittels der Unterkonstruktion und der Seitenwandung
zur Bodenplatte weitergeleitet werden.
[0007] Wenn die Stellwand mit einer Deckelplatte versehen ist, die den oberen Abschluss
der Stellwand bildet und an der das zumindest eine Halteteil angeordnet ist, ist die
Stellwand im Kopfbereich durch die als Aussteifung wirkende Deckelplatte zusätzlich
stabilisiert. An der Deckelplatte können dann auch in einfacher Weise Halteteile angebracht
werden.
[0008] Die Unterkonstruktion des zumindest einen Halteteils ist vorteilhaft aus Trägern
ausgebildet, die ein Tragwerk ausbilden.
[0009] Vorteilhaft lässt sich die Unterkonstruktion des zumindest einen Halteteils aus waagerecht
und vertikal angeordneten Trägern ausbilden, die ihrerseits ein leiterartiges Tragwerk
ausgestalten. Hierdurch wird mittels einfacher Mittel eine widerstandsfähige Befestigung
des Halteteils an den Seitenwandungen und ggf. an der Bodenplatte der Stellwand erreicht.
[0010] Alternativ ist es möglich, die Unterkonstruktion des zumindest einen Halteteils aus
vertikal und schräg angeordneten Trägern auszugestalten, die ein fachwerkartiges Tragwerk
ausbilden. Insbesondere bei Zugbeanspruchungen kann diese fachwerkartige Ausgestaltung
der Unterkonstruktion Vorteile bieten.
[0011] Zur Einleitung von Reaktionskräften in die Stellwand ist es zweckmäßig, wenn die
Unterkonstruktion fest mit der Bodenplatte und mit den in Längsrichtung der Stellwand
verlaufenden Längsseitenwandungen verbunden, vorzugsweise verschweißt, ist. Zusätzlich
kann noch eine Verbindung zwischen der Unterkonstruktion und den Stirnseitenwandungen
der Stellwand geschaffen werden.
[0012] Die Unterkonstruktion des zumindest einen Halteteils ist mit einem vergleichsweise
geringen technisch-konstruktiven Aufwand aus Flacheisen und/oder aus Winkeleisen ausbildbar.
[0013] Das zumindest eine Halteteil der Stellwand kann einen T-Querschnitt oder einen Doppel-T-Querschnitt
aufweisen.
[0014] Zweckmäßigerweise sind die Halteteile der Stellwand als Konsolen ausgestaltet, mit
denen die Dachkonstruktion verbindbar ist.
[0015] Die Verbindung zwischen Dachkonstruktion und den Konsolen der Stellwand kann vorteilhaft
als Schraubverbindung ausgebildet sein.
[0016] Die Breite der Konsole entspricht zweckmäßigerweise der Innenweite der Stellwand
im Bereich ihrer Oberkante, so dass eine einfache Verschweißung der Konsole in der
Stellwand möglich ist.
[0017] Um auch bei schwierigen Untergründen auf die Ausgestaltung eines Fundaments für die
Stellwand verzichten zu können, ist es vorteilhaft, wenn die Dicke der Stellwand zwischen
der Bodenplatte und ihrer Oberkante in aufwärtiger Richtung vorzugsweise allmählich
und gleichmäßig abnimmt. Hierdurch kann die von der Stellwand ausgeübte Flächenpressung
erheblich reduziert werden, ohne dass das Gewicht der Stellwand vermindert werden
müsste.
[0018] Wenn zwei vorstehend geschilderte Stellwände zu einer Stellwandanordnung zusammengefügt
werden, bei der eine stirnseitige Seitenwandung der einen Stellwand der entsprechenden
stirnseitigen Seitenwandung der weiteren Stirnwand gegenüber liegt, kann das Halteteil
auf den Oberkanten der einander gegenüberliegenden stirnseitigen Seitenwandungen der
beiden Stellwände ruhen, wobei dann in wenig aufwändiger und zweckmäßiger Weise die
beiden einander gegenüberliegenden Seitenwandungen die Unterkonstruktion bilden. Durch
diese Ausgestaltung kann ein in gewisser Weise als Hohlprofil ausgestaltetes Tragwerk
entstehen, mittels dem auch Torsionskräfte ausübende Belastungen aufnehmbar sind.
[0019] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsformen unter Bezugnahme auf
die Zeichnung näher erläutert.
[0020] Es zeigen:
- Figur 1
- eine Prinzipdarstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Stellwand;
- Figur 2
- eine vergrößerte Darstellung eines Teils einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Stellwand;
- Figur 3
- eine Figur 2 entsprechende Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Stellwand;
- Figur 4
- eine vergrößerte Darstellung eines Teils einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Stellwand; und
- Figur 5
- eine Prinzipdarstellung einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Stellwand.
[0021] Eine in Figur 1 anhand eines Ausführungsbeispiels prinzipiell dargestellte erfindungsgemäße
Stellwand 1 ist üblicherweise Bestandteil einer Anordnung mehrerer derartiger Stellwände
1. Derartige Stellwände 1 bzw. Stellwandanordnungen kommen insbesondere bei der Lagerung
von Schüttgütern zum Einsatz, nämlich dort, wo Schüttgüter getrennt gelagert und/oder
sortiert werden müssen. Als Einsatzbereiche kommen insbesondere Recycling- und Entsorgungsbetriebe,
Kompostierungsanlagen, Containerdienste, Tiefbau- und Grünflächenämter von Kommunen,
Häfen, Hüttenwerke, Straßen- und Tiefbaubetriebe, der Baustoffhandel, Städtereinigungen
sowie Landwirtschaft und Gartenbau in Betracht.
[0022] Die in Figur 1 gezeigte Stellwand 1 hat eine Bodenplatte 2, zwei Stirnseitenwandungen
3, 4 und zwei Längsseitenwandungen 5, 6. Die Bodenplatte 2 und die vier Seitenwandungen
3, 4, 5, 6 schließen einen Hohlraum 8 ein. Dieser Hohlraum ist mit einem Füllgut ganz
oder teilweise auffüllbar. Hierzu ist an geeigneter Stelle eine Öffnung vorgesehen,
durch die hindurch der Hohlraum 8 befüllbar ist. Je nach Anforderungsprofil an die
Stellwand 1 kann der Hohlraum 8 mit einem geeigneten Füllgut 9 befüllt werden, wobei
auch hinsichtlich des angestrebten bzw. erforderlichen Füllungsgrads das jeweils erwünschte
Anforderungsprofil beliebig erfüllt werden kann. Je höher der Füllungsgrad des Hohlraums
8 mit Füllgut ist, um so größer ist das Gewicht der Stellwand 1 und um so standfester
ist diese. Zusätzlich kann die Stellwand 1 eine Deckelplatte 7 aufweisen, wie dies
in Figur 1 durch das entsprechende Bezugszeichen angedeutet ist.
[0023] Bei der in Figur 1 gezeigten Stellwand 1 sind im oberen Bereich der Längsseitenwandungen
5, 6, d.h. quasi unmittelbar unterhalb der Oberkante bzw. ggf. der Deckelplatte 7
der Stellwand 1, Halterungen 11, 12 vorgesehen, die die Stellwand 1 durchdringen.
Die beiden Halterungen 11, 12 sind so zueinander beabstandet, dass ein üblicher, in
Figur 1 nicht gezeigter Gabelstapler dazu verwendet werden kann, die Stellwand 1 von
einem Ort zum anderen zu transportieren.
[0024] Die Oberkante bzw. ggf. die Deckelplatte 7 der Stellwand 1 ist so gestaltet, dass
geeignete Dachelemente auf die mehrere Stellwände 1 aufweisende Stellwandanordnung
auflegbar sind, mit der Folge, dass das unter diesen Dachelementen angeordnete Schüttgut
gegen Niederschläge und wird von oben geschützt gelagert ist.
[0025] In Figur 1 ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stellwand 1 gezeigt, bei
der im Bereich der Oberkante bzw. ggf. der Deckelplatte 7 der Stellwand 1 zwei Anschlussplatten
bzw. Halteteile 13 vorgesehen sind, die dem Anschluss einer Dachkonstruktion dienen.
Die Halteteile 13 sind bei dargestelltem Ausführungsbeispiel an den Enden der Stellwand
1 angeordnet und mit Bohrungen 14 versehen, mittels denen eine Dachkonstruktion über
die Halteteile 13 an der Stellwand 1 befestigbar ist. Die Halteteile 13 sind an den
Seitenwandungen 4, 5, 6 bzw. 3, 5, 6 angeschweißt und können aus Stahl ausgebildet
sein. Gegebenenfalls ist auch eine geeignete Verbindung, z.B. eine Schweißverbindung,
mit der Deckelplatte 7 denkbar. Grundsätzlich ist es möglich, die Halteteile 13 über
die gesamte Längserstreckung der Stellwand 1 zu positionieren, wobei bei der Positionierung
der Halteteile 13 der Dachträgerabstand und die Wandlänge zu berücksichtigen sind.
[0026] Die Befestigung der in der Figur nicht gezeigten Dachkonstruktion an der Stellwand
1 erfolgt mittels in der Figur nicht gezeigter Schraubverbindungen, die die Bohrungen
14 der Halteteile 13 durchgreifen.
[0027] Wie dies in Figur 1 durch die strichpunktierten Linien angedeutet ist, sind die beiden
Halteteile 13 jeweils mit einer Unterkonstruktion 9 versehen, mittels denen jedes
Halteteil 13 fest an die Bodenplatte 2 der Stellwand 1 angeschlossen ist. Auf die
Halteteile 13 ausgeübte Kräfte, die von der Dachkonstruktion auf die Halteteile 13
übertragen werden, werden somit mittels der jeweiligen Unterkonstruktion 9 an die
Stellwandkonstruktion weitergeleitet und aufgenommen.
[0028] Aus der in Figur 2 gezeigten vergrößerten Darstellung eines für die vorliegende Erfindung
wesentlichen Teils der Stellwand 1 geht hervor, dass das Halteteil 13 als Konsole
13 durch einen T-Träger gebildet ist. Der T-Träger ist mit den Längsseitenwandungen
5, 6 verschweißt, wobei aus Figur 2 lediglich die Schweißung an der hinteren Längsseitenwand
5 hervorgeht.
[0029] Das Halteteil bzw. die Konsole 13 ist an ihrer Unterseite mit in Vertikalrichtung
angeordneten Trägern 15 der Unterkonstruktion 9 verschweißt. Diese in Vertikalrichtung
angeordneten Träger 15 erstrecken sich von der Unterseite des Halteteils bzw. der
Konsole 13 bis zur in Figur 2 nicht dargestellten Bodenplatte 2 der Stellwand 1, mit
der sie ebenfalls verschweißt sind. Darüber hinaus sind die vertikal angeordneten
Träger 15 an ihren den Längsseitenwandungen 5, 6 zugeordneten Kanten mit den Innenseiten
der Längsseitenwandungen 5, 6 verschweißt. Auch hier ist lediglich die Verschweißung
mit der in Figur 2 hinteren Längsseitenwandung 5 gezeigt.
[0030] Sofern das Anforderungsprofil an die Stellwand 1 geringer ist, kann es ausreichend
sein, wenn sich die Unterkonstruktion 9 der Halteteile nur bis zu in der Stellwand
1 vorgesehenen Horizontalverstrebungen und nicht bis zur Bodenplatte 2 erstreckt.
[0031] In regelmäßigem vertikalen Abstand erstreckt sich bei der dargestellten Ausführungsform
zwischen den beiden vertikal angeordneten Trägern 15 ein senkrecht zu diesen und damit
waagerecht angeordneter Träger 16, der an seinen beiden Enden mit den vertikal angeordneten
Trägern 15 verschweißt ist. Je nach vertikaler Erstreckung der Stellwand 1 ist eine
dieser entsprechende Anzahl waagerecht angeordneter Träger 16 vorgesehen. Die Unterkonstruktion
9 ist im Falle der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform somit als leiterartiges Tragwerk
ausgestaltet. Grundsätzlich ist es bei einem niedrigeren Anforderungsprofil an die
Stellwand 1 möglich, auf die waagerecht angeordneten Träger 16 zu verzichten.
[0032] Des Weiteren sind bei der in Figur 2 gezeigten Ausführungsform der Unterkonstruktion
9 sich in Längsrichtung der Stellwand 1 erstreckende Träger 10 vorgesehen, mittels
denen die vertikal angeordneten Träger 15 der Unterkonstruktion 9 mit den Stirnseitenwandungen
3, 4 verbunden sind. In Figur 2 ist lediglich der auf der Innenseite der in der Figur
hinteren Längsseitenwandung 5 angeordnete Träger 10 gezeigt. Dieser ist sowohl mit
dem vertikal angeordneten Träger 15 als auch mit der Innenseite der in Figur 2 gezeigten
Stirnseitenwandung 3 verschweißt. Ein weiterer Träger 10 verbindet in gleicher Weise
die in Figur 2 gezeigte Unterkonstruktion 9 mit der in Figur 2 nicht gezeigten Stirnseitenwandung
4 bzw. einer zwischen der in Figur 2 gezeigten Unterkonstruktion 9 und dieser Stirnseitenwandung
4 angeordneten weiteren Unterkonstruktion 9.
[0033] Von der Dachkonstruktion, die in den Figuren nicht gezeigt ist, auf das Halteteil
13 ausgeübten Kräfte werden somit auf die Stirnseitenwandungen 3, 4, die Längsseitenwandungen
5, 6 und die Bodenplatte 2 der Stellwand 1 geleitet, so dass die Stellwand 1 als Ganzes
dazu dient, derartige, an der Dachkonstruktion angreifende Kräfte aufzunehmen bzw.
abzuleiten.
[0034] Bei der in Figur 3 gezeigten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stellwand ist
das Halteteil 13 als Doppel-T-Träger ausgebildet. An der Unterseite dieses Halteteils
bzw. dieser Konsole 13 sind ebenfalls zwei vertikal angeordnete Träger 15 vorgesehen,
die in der bereits anhand von Figur 2 beschriebenen Weise mit der Bodenplatte 2 oder
in der Stellwand 1 vorgesehenen Horizontalverstrebungen und den Längsseitenwandungen
5, 6 der Stellwand 1 verschweißt sind. Zwischen den beiden vertikal angeordneten Trägern
15 der in Figur 3 gezeigten Unterkonstruktion 9 sind mit einem Winkel zur Horizontalen
angeordnete Schrägträger 17 vorgesehen, die gemeinsam mit den vertikal angeordneten
Trägern 15 ein fachwerkartiges Tragwerk ausbilden. Auch mittels des derart ausgestalteten
Tragwerks können am Halteteil bzw. an der Konsole 13 über die Dachkonstruktion angreifende
Kräfte gleichmäßig auf die Stellwand 1 abgeleitet und entsprechend dort aufgenommen
werden.
[0035] Die Schrägträger 17 können, wie dies in Figur 3 gezeigt ist, als Winkeleisen ausgebildet
sein. Bei den in den Figuren 2 und 3 gezeigten Ausführungsformen der Unterkonstruktion
9 sind die in Vertikalrichtung und in Horizontalrichtung angeordneten Träger 10, 15,
16 jeweils als Flacheisen ausgestaltet.
[0036] Die vorstehend geschilderte Stellwand kann installiert werden, ohne dass es erforderlich
wäre, für diese ein Fundament zur Verfügung zu stellen. Bei bestimmten Untergründen,
deren Festigkeit für die Aufnahme der Stellwand normalerweise nicht ausreichend ist,
kann die Stellwand so gestaltet werden, dass sie einen trapezförmigen Querschnitt
aufweist, mit der Folge, dass die Bodenplatte weitaus größer ist als die Oberkante
und damit der auf den Untergrund ausgeübte Flächendruck erheblich geringer ist. Die
Stellwand kann somit als Schüttwand für Schüttgüter dienen, wobei sie in der vorstehenden
Ausführungsform auch Tragkonstruktion für eine Dachkonstruktion bzw. Dachelemente
ist.
[0037] Natürlich ist es auch möglich, ein Fundament für die Stellwand zu erstellen. Diese
kann dann mit dem Fundament verbunden werden, wobei die angreifenden Kräfte über die
Stellwandtragkonstruktion in das Fundament eingeleitet werden. Je nach Bauvorhaben
kann eine Lösung mit Fundament sich auch als die wirtschaftlichste Lösung erweisen.
Dies gilt insbesondere dann, wenn bereits Fundamente vorhanden sind. Die Stellwand
kann dann schmaler ausgestaltet werden, da sie mit dem Fundament verbunden wird bzw.
bei schlechtem Untergrund die Last auf das Fundament und vom Fundament an den Untergrund
weitergeleitet wird.
[0038] In Figur 4 wird eine Ausführungsform einer Stellwand 1 gezeigt, bei der sich die
Unterkonstruktion in Form zweier Schrägträger 9a, 9b vom Halteteil 13 zu der im Bereich
des Halteteils 13 vorgesehenen stirnseitigen Seitenwandung 4 der Stellwand 1 erstreckt.
Aufgrund der Verschweißung der Schrägträger 9a, 9b auch mit den Seitenwandungen 5
bzw. 6 werden am Halteteil 13 angreifende Kräfte in die Stellwandkonstruktion abgeleitet.
[0039] In Figur 5 ist eine Ausgestaltung eines Halteteils 13 gezeigt, welches auf den einander
gegenüberliegenden Seitenwandungen 4 zweier benachbarter Stellwände 1 ruht. Die beiden
stirnseitigen Seitenwandungen 4, 4 der beiden benachbarten Stellwände 1, 1 bilden
dann die Unterkonstruktion für das Halteteil 13. Das Halteteil 13 bzw. die Konsole
ruht quasi auf zwei Stellwänden, wobei die beiden einander gegenüberliegenden stirnseitigen
Seitenwandungen 4, 4 dieser beiden Stellwände 1, 1 als Tragwerk für die Konsole genutzt
werden. Hierdurch entsteht eine Art Hohlprofil als Tragwerk, mittels dem auch Torsionskräfte
aufnehmbar sind.
1. Stellwand zur Separierung von Schüttgütern, mit einer Bodenplatte (2) und Seitenwandungen
(3, 4, 5, 6), die unter Ausbildung eines zumindest teilweise mit einem Füllgut auffüllbaren
Hohlraums (8) miteinander verbunden sind, zumindest einem Halteteil (13), das im Bereich
der Oberkante der Stellwand (1) angeordnet ist und mittels dem die an einer auf der
Oberkante der Stellwand (1) angeordneten Dachkonstruktion angreifenden Kräfte aufnehm-
bzw. ableitbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass jedem im Bereich der Oberkante der Stellwand (1) angeordneten Halteteil (13) eine
Unterkonstruktion (9) zugeordnet ist, mittels der von der Dachkonstruktion zum Halteteil
(13) übertragene Kräfte weiterleitbar sind.
2. Stellwand nach Anspruch 1, bei der sich die Unterkonstruktion (9) vom Halteteil (13)
zur Bodenplatte (7) der Stellwand (1) erstreckt.
3. Stellwand nach Anspruch 1, bei der sich die Unterkonstruktion (9) vom Halteteil (13)
zu einer Seitenwandung (4) der Stellwand (1) erstreckt.
4. Stellwand nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einer Deckelplatte (7), die den oberen
Abschluss der Stellwand (1) bildet und an der das zumindest eine Halteteil (13) angeordnet
ist.
5. Stellwand nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Unterkonstruktion (9) des
zumindest einen Halteteils aus Trägern (15, 16) ausgebildet ist, die ein Tragwerk
ausbilden.
6. Stellwand nach Anspruch 5, bei der das Tragwerk leiterartig aus waagerecht und senkrecht
angeordneten Trägern (15, 16) ausgebildet ist.
7. Stellwand nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei der die Unterkonstruktion (9) des
zumindest einen Halteteils (13) aus vertikal und schräg angeordneten Trägern (15,
17) ausgebildet ist, die ein fachwerkartiges Tragwerk ausbilden.
8. Stellwand nach einem der Ansprüche 1, 2 und 4 bis 7, bei der die Unterkonstruktion
(9) fest mit der Bodenplatte (2) und mit den in Längsrichtung der Stellwand (1) verlaufenden
Längsseitenwandungen (5, 6) verbunden, vorzugsweise verschweißt, ist.
9. Stellwand nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der die Unterkonstruktion (9) des
zumindest einen Halteteils (13) aus Flacheisen und/oder aus Winkeleisen ausgebildet
ist.
10. Stellwand nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der das zumindest eine Halteteil (13)
einen T-Querschnitt aufweist.
11. Stellwand nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der das zumindest eine Halteteil (13)
einen Doppel-T-Querschnitt aufweist.
12. Stellwand nach einem der Ansprüche 1 bis 11, deren zumindest ein Halteteil als Konsole
(13) ausgebildet ist, mit der die Dachkonstruktion verbindbar ist.
13. Stellwand nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei der die Verbindung zwischen Dachkonstruktion
und Konsole (13) als Schraubverbindung ausgebildet ist.
14. Stellwand nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei der die Breite der Konsole (13) der
inneren Weite der Stellwand (1) im Bereich ihrer Oberkante entspricht.
15. Stellwand nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei der die Dicke der Stellwand (1) zwischen
der Bodenplatte (2) und ihrer Oberkante in aufwärtiger Richtung vorzugsweise allmählich
und gleichmäßig abnimmt.
16. Stellwand nach einem der Ansprüche 1, 2, 4 und 12 bis 15, die mit einer Seitenwandung
(4) an einer Seitenwandung (4) einer weiteren Stellwand (1) angeordnet ist, wobei
das Halteteil (13) auf den Oberkanten der einander gegenüberliegenden Seitenwandungen
(4, 4) der beiden Stellwände (1, 1) ruht und die beiden Seitenwandungen (4, 4) die
Unterkonstruktion bilden.