[0001] Die Erfindung betrifft eine Ausstoßvorrichtung für ein bewegliches Möbelteil, insbesondere
eine drehbare Tür, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Verfahren zum Ansteuern
der Ausstoßvorrichtung.
[0002] Eine Ausstoßvorrichtung bekannter Art zeigt die
DE 20 2007 006 884 U1. Eine weitere bekannte Ausstoßvorrichtung zeigt ferner die
DE 20 2004 007 168 U1. Diese bekannten Lösungen sind allerdings für einen praktischen Einsatz wenig geeignet,
da sie einen relativ großen Bauraum beanspruchen und die Optik des Möbels, an dem
sie montiert ist, beeinträchtigen.
[0003] Eine demgegenüber weiterentwickelte Ausstoßvorrichtung für bewegliche Möbelteile
wie Drehtüren zeigt die gattungsgemäße
WO 2008/135315 A2. Danach ist die Ausstoßvorrichtung derart ausgestaltet, dass sie in eine der Wände
des Möbels integrierbar ist. Dies spart Bauraum und ist optisch damit besonders vorteilhaft.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es die Aufgabe der Erfindung, die gattungsgemäße
Ausstoßvorrichtung und den Betrieb der Ausstoßvorrichtung nach einem Stromausfall
zu optimieren.
[0005] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Gegenstände des Anspruchs 1 und des Anspruchs
6.
[0006] Das lösbare Aktuatorelement, insbesondere ein beweglicher Auswurfstößel, ist vorteilhaft,
da es nach einem Stromausfall entfernt werden kann. Dies ist vorteilhaft, wenn der
Stromausfall genau in dem Moment erfolgt, in welchem sich das Aktuatorelement im ausgefahrenen
(bzw. ausgeschwenkten) Zustand befindet, so dass es unter Umständen nicht möglich
ist, das bewegliche Möbelteil gegen den Stößel zu schließen. Dies kann der Fall sein,
weil die Getriebehemmung eines ggf. einer elektrischen Antriebsvorrichtung nachgeschalteten
Getriebes zwischen der Antriebsvorrichtung und dem Aktuatorelement nicht von Hand
überwunden werden kann, ohne das Getriebe zu beschädigen.
[0007] Zudem können mit Hilfe des lösbaren und damit austauschbaren Aktuatorelementes auch,
auf einfache Weise, bei der Herstellung verschiedene Varianten von Ausstoßvorrichtungen
erzeugt werden, indem einfach der jeweils passende Auswurfstößel gewählt wird (z.B.
je nach Einsatzort und Einsatzzweck zum Beispiel ein längerer oder kürzeres Aktuatorelement,
insbesondere ein längerer oder kürzerer Auswurfstößel).
[0008] Vorzugsweise ist das Aktuatorelement als Auswurfstößel ausgelegt und die Aktuatorelementaufnahme
als Auswurfstößelaufnahme.
[0009] Um ein schnelles Montieren und Demontieren des Auswurfstößels zu erlauben, ist der
Auswurfstößel mit einem Bajonettverschluss an oder in der Auswurfstößelaufnahme lösbar
befestigt. Es sind auch andere lösbare Verbindungen einsetzbar.
[0010] Zur Anzeige der Aktuatorelement-Störfallroutine könnte, auch ggf. durch den Motor
direkt, eine Tonerzeugung erfolgen, wenn dieser so angesteuert wird, dass er ein hörbares
Signal erzeugt.
[0011] Die Erfindung schafft zudem auch ein Verfahren zum Ansteuern einer Ausstoßvorrichtung
für ein bewegliches Möbelteil bei dem die Aktuatorelementaufnahme nach einem Abnehmen
des Aktuatorelementes mit einer Aktuatorelement-Störfallroutine in eine Öffnungsstellung
bewegt wird, in welcher das Aktuatorelement an der Aktuatorelementaufnahme montierbar
ist.
[0012] Vorzugsweise ermittelt die Aktuatorelement-Störfallroutine mit Hilfe der Sensorvorrichtung,
ob sich das bewegliche Möbelteil nach einem Durchführen einer Öffnungsbewegung in
seiner Öffnungsstellung befindet und bewegt die Aktuatorelementaufnahme in eine Montagestellung
zum Anbringen des Aktuatorelementes, wenn diese Bedingung nicht erfüllt ist.
[0013] Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Aktuatorelement-Störfallroutine zumindest
nach einem Stromausfall durchlaufen wird, der während eines Ausstoßvorganges aufgetreten
ist, da bei einem Stromausfall u.U. das Aktuatorelement, insbesondere der Auswurfstößel
entfernt wurde, um das bewegliche Möbelteil schließen zu können, falls sich das bewegliche
Möbelteil im Moment des Stromausfalls im geöffneten Zustand befindet. Wird der Strom
in diesem Zustand wieder angeschaltet, wird nach einem bekannten Steuerverfahren die
Auswurfstößelaufnahme wieder eingezogen. In diesem Zustand ist aber das Aktuatorelement
in der Regel nicht montierbar. Dieses Problem behebt die Erfindung auf einfache Weise.
[0014] Um es dem Benutzer zu signalisieren, dass er das bewegliche Aktuatorelement wieder
montieren kann, ist es in diesem Fall zweckmäßig, wenn ein optisches oder akustisches
Signal ausgegeben wird, wenn sich das bewegliche Möbelteil nach einem Durchführen
einer Öffnungsbewegung nicht in seiner Öffnungsstellung befindet bzw. wenn die erwähnte
Routine gestartet wird.
[0015] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den übrigen Unteransprüchen zu entnehmen.
[0016] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen
näher beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Ausstoßvorrichtung mit abgenommenen Auswurfstößel;
- Fig. 2
- eine Teilansicht der Ausstoßvorrichtung aus Fig. 1 in einer Stellung, wo die Zapfen
des Auswurfstößels mit den Rastkonturen der Auswurfstößelaufnahme noch im Eingriff
sind;
- Fig. 3
- eine Teilansicht der Ausstoßvorrichtung aus Fig. 3 in einer Stellung, wo der Auswurfstößel
mit der Auswurfstößelaufnahme nicht mehr in Kontakt steht; und
- Fig. 4
- ein Schaltschema zur Veranschaulichung des Aufbaus der Erfindung; und
- Fig. 5
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines beispielhaft kastenförmigen Möbelkorpus.
[0017] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht eines beispielhaft kastenförmigen Möbelkorpus
1 mit mehreren Wänden, die hier beispielhaft eine als Boden dienende Bodenwand 2,
eine Ober- bzw. Deckwand 3, zwei Seitenwände, 4, 5 und eine Rückwand 6 umfassen.
[0018] Die Wände 2 - 6 sind vorzugsweise rechtwinklig zueinander ausgerichtet, wobei die
Bodenwand 2 und die Deckwand 3 üblicherweise horizontal und die Seitenwände 3, 4 sowie
die Rückwand 6 vertikal ausgerichtet sind.
[0019] Der derart zu einer Seite hin offene Möbelkorpus ist mit einem beweglichen Möbelteil,
einer Drehtür 7, verschließbar, die an wenigstens einem oder mehreren Ein-oder Mehrachsscharnier(en)
8 um eine - üblicherweise vertikal ausgerichtete - feststehende oder sich im Raum
bewegende (jedenfalls theoretisch vorhandene) Drehachse D geschwenkt und derart geöffnet
und geschlossen werden kann.
[0020] Die Scharniere 8 können an sich nahezu beliebig ausgebildet sein. Bevorzugt werden
Scharniere verwendet, welche gedämpft ausgelegt sind und vorzugsweise die Bewegung
der Tür 7 zur geschlossenen und/oder maximalen Öffnungsstellung hin, insbesondere
ab einer Öffnungswinkelstellung von 40° bis 50°, abdämpfen.
[0021] Um die Tür 7 aus ihrer Schließstellung (hier nicht dargestellt) in eine geöffnete
Stellung zu bewegen, ist am Möbelkorpus 1 eine Ausstoßvorrichtung 9 angeordnet, welche
einen Antriebsabschnitt mit einem Gehäuse 10 und einen relativ zum Gehäuse 10 beweglichen
Auswurfstößel 11 aufweist (als hier bevorzugten, aber nicht zwingenden Spezialfall
eines Aktuatorelements).
[0022] Der Auswurfstößel 11 ist dazu ausgelegt, bei einer Bewegung aus einer ersten in eine
zweite Position das bewegliche Möbelteil zu bewegen, d.h. hier die Tür 7 aufzudrücken
bzw. -stoßen, wodurch die Tür 7 um die Drehachse D aus der geschlossenen Stellung
in die in Fig. 5 dargestellte Öffnungsstellung bzw. -position geschwenkt wird. Nach
Überstreichen eines ersten Öffnungswinkels kann das weitere Öffnen auch von Hand erfolgen.
[0023] Die Ausstoßvorrichtung 10 ist hier derart ausgelegt, dass ihre Dicke bzw. Bauhöhe
nicht größer ist als die Dicke der sie aufnehmenden Wand, in Fig. 5 als die Dicke
d der Bodenwand 2.
[0024] Die Ausstoßvorrichtung 9 dient dazu, die Tür 7 über einen gewissen Öffnungswinkel
aufzustoßen, wozu der Auswurfstößel 11 aus dem Gehäuse 10 ausgefahren wird. Das Schließen
der Tür erfolgt dagegen in der Regel von Hand. Zuvor wird der Auswurfstößel 11 wieder
in das Gehäuse 10 eingezogen, welches hier einen Stößelbasis 18 als Führungshülse
aufweist.
[0025] Die Antriebsvorrichtung der Ausstoßvorrichtung 9 zum Bewegen des Auswurfstößels 11
wird vorzugsweise mit elektrischer Energie betrieben, wozu sie einen Elektromotor
19 aufweisen kann (Fig. 4), dem eine Antriebsmechanik (ein Getriebe) 20 nachgeschaltet
ist, die auf den Auswurfstößel 11 wirkt. Dem Motor 19 kann eine Motorendstufe 22 vorgeschaltet
sein, die mit der Steuervorrichtung 16 verbunden ist. Die Ausstoßvorrichtung ist ferner
an eine Spannungsversorgung 21 angeschlossen und weist vorzugsweise eine Einrichtung
23 zur Tonerzeugung auf.
[0026] Um hier die Tür 7 nach einem Stromausfall in dem Moment, in welchem sich der Auswurfstößel
11 im ausgefahrenen Zustand befindet, auch gegen die Getriebehemmung des elektrischen
Antriebs schließen zu können, ist der Auswurfstößel 11 lösbar an der Ausstoßvorrichtung
9 befestigt (Fig. 1 bis 4). Der Auswurfstößel 11 ist vorzugsweise derart lösbar an
der Ausstoßvorrichtung 9 befestigt, dass ihn der Nutzer werkzeuglos demontieren und
bei Bedarf auch wieder montieren kann.
[0027] Hierzu ist der Auswurfstößel 11 - siehe Fig. 1, 2 und 3 - lösbar an bzw. in Fig.
1 "in" einer im Gehäuse 10 hier in der Führung 18 beweglich geführten Auswurfstößelaufnahme
(als hier bevorzugter, aber nicht zwingender Spezialfall einer Aktuatorelementaufnahme)
12 (zu erkennen in Fig. 3) befestigt, was auf verschiedene Weise realisierbar ist,
so beispielsweise durch ein Gewinde (hier nicht dargestellt) oder durch einen (hier
in einem zylindrischen Abschnitt geringeren Durchmessers ausgebildeten) Bajonettverschluß
13 mit Zapfen 14 an dem Auswurfstößel 11 und korrespondierenden Führungs- und Rastkonturen
15 in der Auswurfstößelaufnahme 12.
[0028] Derart ist es möglich, den Auswurfstößel 11 mittels einer axialen Einsetzbewegung
und anschließender Drehbewegung um seine Längsachse in der Auswurfstößelaufnahme 12
zu verrasten.
[0029] Die Auswurfstößelaufnahme 12 ist selbst beweglich in dem Gehäuse 10 angeordnet.
[0030] Sie ist das eigentliche von einer in Fig. 4 im Verfahrensschema dargestellten Antriebsvorrichtung
bewegte Teil der Ausstoßvorrichtung, welches durch den abnehmbaren Auswurfstößel 11
aus dem Gehäuse 10 nach außen verlängert wird. Die Auswurfstößelaufnahme 12 und der
Auswurfstößel 11 vollziehen den gleichen Hub.
[0031] Wird nach einem Stromausfall die Stromversorgung wieder hergestellt, zieht die Antriebsmechanik
20 die Auswurfstößelaufnahme 12 in das Gehäuse 10 ein, da dies der nächste Schritt
des Steuerungsprogramms ist.
[0032] Dies kann aber das Problem mit sich bringen (siehe Fig. 2), dass sich die Auswurfstößelaufnahme
12 derart weit im Gehäuse 10 befindet, dass es nicht mehr möglich ist, auf sie den
Auswurfstößel 11 aufzurasten.
[0033] Diesem Problem wirkt die Erfindung auf einfache Weise entgegen.
[0034] Hierzu wird ein an die Steuervorrichtung 16 (Fig. 4) drahtlos oder über Kabel angeschlossener
Sensor 17 genutzt, mit welchem die Öffnungsbewegung der Tür 7 überwacht wird. Dieser
Sensor 17 ist in Fig. 5 beispielhaft räumlich getrennt von der Ausstoßvorrichtung
9 angeordnet. Als der Türsensor wird vorzugsweise der Sensor 17 genutzt. Es kann aber
zu diesem Zweck auch noch ein weiterer Sensor vorhanden sein, z.B. an der Ausstoßvorrichtung
(Fig. 4).
[0035] Hat während eines Öffnungsvorganges ein Stromausfall stattgefunden, ist nach einem
Abnehmen des Auswurfstößels 11 zunächst die Tür 7 von Hand zu schließen.
[0036] Wird jetzt eine Öffnungsbewegung durchgeführt, d.h. die Auswurfstößelaufnahme 12
wird von der Antriebsvorrichtung in ihre Öffnungsstellung bewegt, wird mit dem Sensor
17 überwacht, ob sich die Stellung der Tür verändert. Ist dies nicht der Fall, bedeutet
dies, dass sich kein Auswurfstößel 11 an/in der Auswurfstößelaufnahme 12 befindet.
Die Steuervorrichtung bewegt in diesem Fall die Auswurfstößelaufnahme in eine Position
(typischerweise in die vollständige Öffnungsposition), in welcher es möglich ist,
den Auswurfstößel 11 wieder an der Auswurfstößelaufnahme 12 zu befestigen (hier in
die Auswurfstößelaufnahme 12 einzurasten). Diese Position wird durch den Positionssensor
25 erfasst.
[0037] Vorzugsweise realisiert die Erfindung ein vorteilhaftes Steuerverfahren zum Ansteuern
der Ausstoßvorrichtung 9 nach einem Stromausfall zum Wiederansetzen eines abnehmbaren
Auswurfstößels 11 mit folgenden Schritten:
- a) im geschlossenen Zustand der Tür - welche mit der Sensorvorrichtung 17 sensierbar
ist - wird die bewegliche Auswurfstößelaufnahme 12 in die Öffnungsstellung des beweglichen
Möbelteils bewegt;
- b) mit der Sensorvorrichtung 17 wird sensiert, ob sich das bewegliche Möbelteil im
geöffneten Zustand befindet;
- c) wird im Schritt b) sensiert und erkannt, dass sich das bewegliche Möbelteil im
geöffneten Zustand befindet, wird die Auswurfstößelaufnahme 12 wieder eingezogen;
- d) wird im Schritt b) dagegen sensiert und von der Steuervorrichtung 16 erkannt, dass
sich das bewegliche Möbelteil trotz der Öffnungsbewegung der Auswurfstößelaufnahme
noch im geschlossenen Zustand befindet, wird die Auswurfstößelaufnahme 12 zumindest
in eine Montagestellung bewegt, in welcher der Auswurfstößel 11 an oder in der Auswurfstößelaufnahme
12 befestigt werden kann.
[0038] Nachfolgend sei die Erfindung nochmals näher betrachtet.
[0039] Da sich der Auswurfstößel 11 im spannungslosen Zustand der Antriebsvorrichtung aufgrund
der Getriebehemmung nicht oder nur sehr schwer von Hand in seine Grundposition bewegen
lässt, ist der Auswurfstößel 11 der Antriebsvorrichtung konstruktiv so ausgeführt,
dass sich dieser über ein Bajonettsystem aus dem Auswurfstößelaufnahme 12 entnehmen
lässt. Somit wird nach dem Entfernen des Auswurfstößels bei Stromausfall ein Schließen
der Tür ermöglicht. Allerdings entsteht bei entferntem Auswurfstößel und erfolgter
Spannungswiederkehr folgende Problemstellung:
Durch das Aufschalten der Versorgungsspannung (siehe auch die Einrichtung zur Spannungsausfallerkennung
24 in Fig. 4; vorzugsweise "merkt" sich ein nichtflüchtiger Speicher einen beginnenden
Stromausfall, z.B. wenn während des Ausstoßvorganges die Spannung um mehr als 2 Volt
abfällt; Stromausfälle außerhalb der Ausstoßvorgänge werden nicht berücksichtigt,
da hier der Stößel ja nicht ausgefahren ist) fährt die Antriebsmechanik zur Initialisierung
in die Grundstellung. Beim Einstecken des zuvor entfernten Auswurfstößels 1, kann
dieser im Bajonett 15 nicht verrastet werden, weil der in die Antriebsvorrichtung
eingeführte Auswurfstößel 11 nicht die für die verrastende Drehbewegung erforderliche
Angriffsfläche für eine händische Betätigung bereitstellt.
[0040] Vorzugsweise veranlasst die Steuervorrichtung 16 der Antriebsvorrichtung, die ein
Steuerungsprogramm mit einer entsprechenden Spannungsausfall-Erkennungsroutine zu
diesem Zweck aufweist, zunächst nach einem Spannungsausfall das Fahren der Antriebsmechanik
des Auswurfstößels 11 in die Grundstellung (Systeminitialisierung, Schritt 1),
[0041] Die Steuervorrichtung bzw. -elektronik 16 der Antriebsvorrichtung (hier das Gehäuse
10, der Elektromotor 19, die Antriebsmechanik 20, die Spannungsversorgung 21, die
Motorendstufe 22) veranlasst das Fahren der Antriebsvorrichtung (hier der Elektromotor
19, die Antriebsmechanik 20) des Auswurfstößels 11 in Öffnungsrichtung, jedoch nur,
wenn ein Stromausfall während des Ausstoßvorganges stattgefunden hat, die eine geringe
Türöffnung erwarten lässt (Schritt 2).
[0042] Die Steuervorrichtung 16 überwacht mit Hilfe einer mit der Tür in Eingriff befindlichen
Sensorvorrichtung 17 (in diesem Fall ist dies auch die Auslöseeinheit) die zu erwartende
Türbewegung (Schritt 3).
[0043] Bleibt die Türbewegung jedoch aus, erkennt die Steuervorrichtung 16 der Antriebsvorrichtung
hieran ein Nichtvorhandensein des Auswurfstößels (Schritt 4).
[0044] Die Steuervorrichtung 16 der Antriebsvorrichtung veranlasst nun das Fahren der Antriebsmechanik
20 mit der Stößelaufnahme 12 für den Auswurfstößel 11 (Fig. 1) in eine Position, die
genügend Angriffsfläche für ein sicheres Aufstecken und Verrasten des Auswurfstößels
11 mit dem Bajonettverschluß 13 ermöglicht (Schritt 5). Die auf diese Position ausgefahrene
Antriebsmechanik verharrt dort für ein definiertes Zeitfenster (z.B. ca. 30 Sekunden;
Schritt 6). Während dieser Zeit hat der Anwender die Möglichkeit die Tür von Hand
zu öffnen um den Auswurfstößel 11 aufzustecken und zu verrasten.
[0045] War die erneute Auswurfstößelprüfung erfolgreich, gilt der Auswurfstößel als "erkannt"
und die Steuerelektronik der Antriebsvorrichtung veranlasst das Fahren der Antriebsmechanik
des Auswurfstößels 11 in Grundstellung (das System ist nun bereit zur Auslösung eines
Auswurfvorganges); (Schritt 7).
[0046] War die erneute Auswurfstößelprüfung nicht erfolgreich, werden die Verfahrenspunkte
2 bis 6 fortwährend wiederholt, bis die Routine zur Auswurfstößelprüfung einen Auswurfstößel
"erkennt."
[0047] Der Anwender wird auf jede neue Auswurfstößelprüfung vorzugsweise durch ein akustisches
Signal aufmerksam gemacht. Der Anwender hat immer nach dem Ertönen des Signals erneut
die Möglichkeit, den Auswurfstößel in der Antriebsvorrichtung zu verrasten.
[0048] Der Begriff der Auswurfstößelaufnahme 12 ist nicht zu eng zu fassen. Der Auswurfstößel
11 kann entweder in die Auswurfstößelaufnahme 12 einsetzbar sein, er kann aber auch
nach Art einer Außenhülse auf eine innere Auswurfstößelaufnahme 12 aufsetzbar sein.
[0049] Es ist denkbar, die Ausstoßvorrichtung 9 optional mit einer Dämpfvorrichtung zu versehen,
was insbesondere im Nachrüstfall an Türen 7 sinnvoll ist, welche mit nicht gedämpften
Scharnieren 8 versehen sind. Derart wird auf einfache Weise eine Dämpfungsfunktion
beim Schließen des beweglichen Möbelteils, hier der Tür 7 realisiert, ohne dass die
Optik des Möbels und der Ausstoßvorrichtung 9 beeinträchtigt wird.
[0050] Sinnvoll ist es ferner, am Gehäuse 10 oder Möbelkorpus ggf. einen Auslösetaster zu
installieren, der manuell betätigbar ist.
Bezugszeichen
| Möbelkorpus |
1 |
| Bodenwand |
2 |
| Ober- bzw. Deckwand |
3 |
| Seitenwände |
4, 5 |
| Rückwand |
6 |
| Drehtür |
7 |
| Scharnier |
8 |
| Drehachse |
D |
| Ausstoßvorrichtung |
9 |
| Gehäuse |
10 |
| Auswurfstößel |
11 |
| Auswurfstößelaufnahme |
12 |
| Bajonettverschluß |
13 |
| Zapfen |
14 |
| Rastkonturen |
15 |
| Steuervorrichtung |
16 |
| Sensor |
17 |
| Stößelbasis |
18 |
| Elektromotor |
19 |
| Antriebsmechanik |
20 |
| Spannungsversorgung |
21 |
| Motorendstufe |
22 |
| Einrichtung zur Tonerzeugung |
23 |
| Einrichtung zur Spannungsausfallerkennung |
24 |
| Positionssensor |
25 |
1. Ausstoßvorrichtung für ein bewegliches Möbelteil (7), insbesondere eine drehbare Tür,
eines Möbels, das einen Möbelkorpus (1) mit wenigstens einer Wand (2) oder mehreren
Wänden (2 bis 6) aufweist, wobei die Ausstoßvorrichtung (9) ein Aktuatorelement (11)
aufweist, das lösbar an oder in einer von einer Antriebsvorrichtung (19, 20) der Ausstoßvorrichtung
(9) bewegbaren Aktuatorelementaufnahme (12) der Ausstoßvorrichtung (9) befestigbar
ist,
gekennzeichnet durch folgende weitere Merkmale:
a) eine Sensorvorrichtung (17) zum Ermitteln, ob sich das bewegliche Möbelteil im
geöffneten Zustand befindet; und
b) eine Steuervorrichtung (16), insbesondere einen Mikrocontroller, an welche die
Sensorvorrichtung (17) und die Antriebsvorrichtung (19, 20) angeschlossen sind, und
die mit einem Steuerungsprogramm versehen ist, welches dazu ausgelegt ist, die Antriebsvorrichtung
(19, 20) derart anzusteuern, dass die Aktuatorelementaufnahme (12) in eine ausgefahrene
Stellung und in eine eingefahrene Stellung des Aktuatorelements (11) bewegbar ist,
c) wobei das Steuerungsprogramm ferner eine Aktuatorelement-Störfallroutine aufweist,
mit welcher die Aktuatorelementaufnahme (12) nach einem Abnehmen des Aktuatorelementes
(11) in eine Montagestellung zum erneuten Ansetzen des Aktuatorelementes (11) bewegbar
ist, in welcher das Aktuatorelement (11) an der Aktuatorelementaufnahme (12) montierbar
ist
2. Ausstoßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Aktuatorelement (11) als Auswurfstößel (11) ausgelegt ist und dass die Aktuatorelementaufnahme
als Auswurfstößelaufnahme (12) ausgelegt ist.
3. Ausstoßvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswurfstößel (11) mit einem Bajonettverschluss (14) an oder in der der Auswurfstößelaufnahme
(12) lösbar befestigt ist.
4. Ausstoßvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswurfstößel (11) mit einem Gewinde an oder in der der Auswurfstößelaufnahme
(12) lösbar befestigt ist.
5. Ausstoßvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswurfstößel (11) lösbar an der Ausstoßvorrichtung (9) derart befestigt ist,
dass er werkzeuglos demontiert bzw. montiert werden kann.
6. Verfahren zum Ansteuern einer Ausstoßvorrichtung für ein bewegliches Möbelteil nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Aktuatorelement-Störfallroutine mit Hilfe der Sensorvorrichtung (17) ermittelt,
ob sich das bewegliche Möbelteil nach einem Durchführen einer Öffnungsbewegung in
seiner Öffnungsstellung befindet und
- die Aktuatorelementaufnahme (12) in eine Montagestellung zum Anbringen des Aktuatorelementes
(11) bewegt wird, in welcher das Aktuatorelement (11) an der Aktuatorelementaufnahme
(12) montierbar ist, wenn diese Bedingung nicht erfüllt ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass es folgende Schritte aufweist:
a. im geschlossenen Zustand des beweglichen Möbelteils (7) wird die bewegliche Aktuatorelementaufnahme
(12) in die Öffnungsstellung des beweglichen Möbelteils bewegt;
b. mit Hilfe der Sensorvorrichtung (17) wird ermittelt, ob sich das bewegliche Möbelteil
im geöffneten Zustand befindet;
c. wird im Schritt b. sensiert und erkannt, dass sich das bewegliche Möbelteil im
geöffneten Zustand befindet, wird die Aktuatorelementaufnahme (12) wieder eingezogen;
d. wird im Schritt b. dagegen sensiert und von der Steuervorrichtung erkannt, dass
sich das bewegliche Möbelteil trotz der Öffnungsbewegung der Aktuatorelementaufnahme
(12) noch im geschlossenen Zustand befindet, wird die Aktuatorelementaufnahme (12)
zumindest in eine Montagestellung bewegt, in welcher das Aktuatorelement an oder in
der Aktuatorelementaufnahme (12) befestigt werden kann.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass vor Schritt a. die Aktuatorelementaufnahme (12) in eine geschlossene Position - eine
Initialisierungsposition - bewegt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktuatorelement-Störfallroutine zumindest nach einem Stromausfall durchlaufen
wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein optisches oder akustisches Signal ausgegeben wird, wenn sich das bewegliche Möbelteil
nach einem Durchführen einer Öffnungsbewegung nicht in seiner Öffnungsstellung befindet.
1. Ejection apparatus for a movable furniture part (7), in particular a rotatable door,
of a piece of furniture which has a furniture body (1) having at least one wall (2)
or a plurality of walls (2 to 6), wherein the ejection apparatus (9) comprises an
actuator element (11) which can be detachably fastened to or in an actuator element
receptacle (12) of the ejection apparatus (9), which actuator element receptacle can
be moved by a drive device (19, 20) of the ejection apparatus (9),
characterized by the following further features:
a) a sensor device (17) for determining whether the movable furniture part is in the
open state; and
b) a control device (16), in particular a microcontroller, to which the sensor device
(17) and the drive device (19, 20) are connected, and which is provided with a control
program which is designed to control the drive device (19, 20) in such a way that
the actuator element receptacle (12) can be moved into an extended position and into
a retracted position of the actuator element (11),
c) wherein the control program further comprises an actuator element failure routine
with which the actuator element receptacle (12), after removal of the actuator element
(11), can be moved into a mounting position for renewed positioning of the actuator
element (11), in which position the actuator element (11) can be mounted on the actuator
element receptacle (12).
2. Ejection apparatus according to claim 1, characterized in that the actuator element (11) is designed as an ejection tappet (11), and in that the actuator element receptacle is designed as an ejection tappet receptacle (12).
3. Ejection apparatus according to claim 2, characterized in that the ejection tappet (11) is detachably fastened to or in the ejection tappet receptacle
(12) by means of a bayonet lock (14).
4. Ejection apparatus according to claim 2, characterized in that the ejection tappet (11) is detachably fastened with a thread to or in the ejection
tappet receptacle (12).
5. Ejection apparatus according to one of claims 2 to 4, characterized in that the ejection tappet (11) is detachably fastened to the ejection apparatus (9) in
such a way that it can be dismantled or mounted without tools.
6. Method for controlling an ejection apparatus for a movable furniture part according
to claim 1,
characterized in that
- the actuator element failure routine determines with the aid of the sensor device
(17) whether the movable furniture part is in its open position after an opening movement
has been carried out, and
- the actuator element receptacle (12) is moved into a mounting position for attaching
the actuator element (11), in which mounting position the actuator element (11) can
be mounted on the actuator element receptacle (12) if this condition is not met.
7. Method according to claim 6,
characterized in that it comprises the following steps:
a. in the closed state of the movable furniture part (7), the movable actuator element
receptacle (12) is moved into the open position of the movable furniture part;
b. the sensor device (17) is used to determine whether the movable furniture part
is in the open state;
c. if in step b. it is sensed and detected that the movable furniture part is in the
open state, the actuator element receptacle (12) is retracted again;
d. if, on the other hand, it is sensed in step b. and it is recognized by the control
device that the movable furniture part is still in the closed state despite the opening
movement of the actuator element receptacle (12), the actuator element receptacle
(12) is moved at least into a mounting position in which the actuator element can
be fastened to or in the actuator element receptacle (12).
8. Method according to claim 7, characterized in that before step a. the actuator element receptacle (12) is moved into a closed position
- an initialization position.
9. Method according to claim 7 or 8, characterized in that the actuator element failure routine is run through at least after a power failure.
10. Method according to one of claims 7 to 9, characterized in that a visual or acoustic signal is emitted when the movable furniture part is not in
its open position after an opening movement has been performed.
1. Dispositif éjecteur pour une partie de meuble mobile (7), en particulier une porte
pivotante, d'un meuble qui comporte un corps de meuble (1) avec au moins une paroi
(2) ou plusieurs parois (2 à 6), lequel dispositif éjecteur (9) comporte un élément
d'actionnement (11) qui peut être fixé de façon amovible sur ou dans un logement d'élément
d'actionnement (12) du dispositif éjecteur (9) qui peut être déplacé par un dispositif
d'entraînement (19, 20) du dispositif éjecteur (9),
caractérisé en ce qu'il comprend les caractéristiques suivantes :
a) un dispositif de capteur (17) destiné à déterminer si la partie de meuble mobile
est en position ouverte et
b) un dispositif de commande (16), en particulier un microcontrôleur, auquel sont
connectés le dispositif de capteur (17) et le dispositif d'entraînement (19, 20) et
qui est doté d'un programme de commande conçu pour commander le dispositif d'entraînement
(19, 20) de telle manière que le logement d'élément d'actionnement (12) puisse être
déplacé dans une position déployée et une position rétractée de l'élément d'actionnement
(11),
c) le programme de commande comprenant en outre une routine en cas d'incident de l'élément
d'actionnement avec laquelle le logement d'élément d'actionnement (12) peut être déplacé,
après le retrait de l'élément d'actionnement (11), dans une position de montage permettant
une nouvelle application de l'élément d'actionnement (11), dans laquelle l'élément
d'actionnement (11) peut être monté sur le logement d'élément d'actionnement (12).
2. Dispositif éjecteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (11) est conçu comme un poussoir d'éjection (11) et en ce que le logement d'élément d'actionnement est conçu comme un logement de poussoir d'éjection
(12).
3. Dispositif éjecteur selon la revendication 2, caractérisé en ce que le poussoir d'éjection (11) est fixé de façon amovible sur ou dans le logement de
poussoir d'éjection (12) par un raccord à baïonnette (14).
4. Dispositif éjecteur selon la revendication 2, caractérisé en ce que le poussoir d'éjection (11) est fixé de façon amovible sur ou dans le logement de
poussoir d'éjection (12) par un filetage.
5. Dispositif éjecteur selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que le poussoir d'éjection (11) est fixé de façon amovible sur le dispositif éjecteur
(9) de telle manière qu'il puisse être démonté et monté sans outils.
6. Procédé pour l'actionnement d'un dispositif d'éjection pour une partie de meuble selon
la revendication 1,
caractérisé en ce que
- la routine d'incident de l'élément d'actionnement détermine, à l'aide du dispositif
de capteur (17), si la partie de meuble mobile se trouve dans sa position ouverte
après l'exécution d'un mouvement d'ouverture et
- le logement d'élément d'actionnement (12) est déplacé dans une position de montage
pour l'application de l'élément d'actionnement (11) dans laquelle l'élément d'actionnement
(11) peut être monté sur le logement d'élément d'actionnement (12) si cette condition
n'est pas remplie.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce qu'il comprend les étapes suivantes :
a. quand la partie de meuble mobile (7) est fermée, le logement d'élément d'actionnement
mobile (12) est déplacé dans la position d'ouverture de la partie de meuble mobile
;
b. le dispositif de capteur (17) permet de déterminer si la partie de meuble mobile
se trouve en position ouverte ;
c. si, dans l'étape b., il est détecté et reconnu que la partie de meuble mobile est
ouverte, le logement d'élément d'actionnement (12) est rétracté ;
d. en revanche, si le dispositif de commande reconnaît dans l'étape b. que la partie
de meuble mobile est encore fermée malgré le mouvement d'ouverture du logement d'élément
d'actionnement (12), le logement d'élément d'actionnement (12) est déplacé au moins
dans une position de montage dans laquelle l'élément d'actionnement peut être fixé
sur ou dans le logement d'élément d'actionnement (12).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'avant l'étape a., le logement d'élément d'actionnement (12) est déplacé dans une position
fermée représentant une position d'initialisation.
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que la routine d'incident de l'élément d'actionnement est exécutée au moins après une
coupure d'électricité.
10. Procédé selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce qu'un signal optique ou sonore est émis quand la partie de meuble mobile se trouve dans
sa position d'ouverture après avoir effectué un mouvement d'ouverture.