| (19) |
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(11) |
EP 2 430 219 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.01.2013 Patentblatt 2013/05 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.05.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/056486 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/130750 (18.11.2010 Gazette 2010/46) |
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VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM GLEICHZEITIGEN BE- ODER ENTSCHICHTEN EINER MEHRZAHL
VON WERKSTÜCKEN
DEVICE AND METHOD FOR SIMULTANEOUSLY COATING OR REMOVING COATINGS FROM A PLURALITY
OF WORKPIECES
DISPOSITIF ET PROCÉDÉ PERMETTANT D'ENDUIRE OU DE DÉCAPER SIMULTANÉMENT UNE PLURALITÉ
DE PIÈCES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
13.05.2009 DE 102009003072
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.03.2012 Patentblatt 2012/12 |
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Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- KELLER, Rolf
71277 Rutesheim (DE)
- MAUS, Harald
71069 Sindelfingen (DE)
- LINGNER, Michael
71665 Vaihingen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 735 244
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US-A1- 2004 094 427
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Solche Vorrichtungen sind allgemein bekannt. Beispielsweise ist aus der Druckschrift
DE 197 35 244 B4 eine Vorrichtung zum Verchromen von Verchromungsflächen von Werkstücken bekannt,
wobei die Werkstücke kathodenseitig elektrisch leitend an eine Kathode angeschlossen
sind und Verchromungsflächen der Werkstücke einer flächig ausgebildeten Anode gegenüberliegend
angeordnet sind und wobei den Werkstücken zur Verchromung der Verchromungsflächen
ein Elektrolyt in einer gemeinsamen Zuströmkammer zugeführt wird. Die Werkstücke sind
dabei anodenseitig durch eine Blende hindurchgeführt, so dass die an den Verchromungsflächen
anschließenden Oberflächenbereiche der Werkstücke von der Blende abgedeckt sind und
lediglich die Verchromungsflächen mit dem Elektrolyt beaufschlagt werden. Eine Einzelregelung
des Elektrolytstroms oder das Einstellen für jedes einzelne Werkstück ist dabei nicht
vorgesehen.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum gleichzeitigen Be-oder Entschichten einer Mehrzahl
von Werkstücken und das erfindungsgemäße Verfahren zum gleichzeitigen Be- oder Entschichten
einer Mehrzahl von Werkstücken gemäß den nebengeordneten Ansprüchen haben gegenüber
dem Stand der Technik den Vorteil, dass der Elektrolytstrom in Richtung des wenigstens
einen Werkstück mittels der im Strömungskanal angeordneten Badelektrode separat und
unabhängig von den Elektrolytanströmungen in Richtung der anderen Werkstücke, d.h.
in anderen Strömungskanälen modifizierbar ist. Dies hat den Vorteil, dass einerseits
der Elektrolytstrom an das eine Werkstück gezielt anpassbar ist und andererseits die
Einflüsse des einen Werkstücks, wie beispielsweise eine schlechte Kontaktierung des
Werkstücks mit der Bauteilelektrode oder eine nachteilige Oberflächenbeschaffenheit
des Werkstücks, kompensierbar sind und sich nicht zusätzlich auf benachbarte Werkstücke
auswirken. Beispielsweise wird somit verhindert, dass eine schlechte Kontaktierung
dieses einen Werkstücks mit der Bauteilelektrode zu einer unerwünschten erhöhten Elektrolytablagerung
auf benachbarten Werkstücken führt. Der Ausschuss von Werkstücken wird somit deutlich
reduziert und die Qualität und Präzision der Beschichtung gegenüber dem Stand der
Technik insgesamt erheblich gesteigert. Insbesondere ist die Schichtdicke für jedes
Werkstück insbesondere über die Schaltung der einzelnen Werkstücke auf separate Stromquellen
(beispielsweise eine Stromquelle für jedes Werkstück) regelbar. Darüberhinaus wird
trotz der Beeinflussung des Elektrolytstroms in Richtung des wenigstens einen Werkstücks
eine Mehrzahl von Werkstücken gleichzeitig beschichtet, so dass gleichzeitig ein vergleichsweise
hoher Durchsatz bzw. eine hohe Ausbringung der Vorrichtung gewährleistet ist. Besonders
vorteilhaft wird dabei mittels des Strömungsverteilers der gesamte Elektrolytstrom
auf die Mehrzahl von Strömungskanälen insbesondere gleichmäßig verteilt, so dass jedem
einzelnen Werkstück und/oder mehreren Werkstücken ein entsprechender Teilelektrolytstrom
zugeordnet wird, welcher in den entsprechenden Strömungskanal gelenkt wird. Um das
zwischen Bauteilelektrode und Badelektrode ausgebildete elektrische Feld im Wesentlichen
gleichverteilt über den gesamten Querschnitt des Strömungsschachts der Vorrichtung
bzw. über die gesamte Mehrzahl von Werkstücken auszubilden, ist ein Mindestabstand
zwischen der Badelektrode und der Mehrzahl von Werkstücken erforderlich. Nachteiligerweise
bilden sich mit einer für die elektrischen Feldlinien notwendigen größeren Entfernung
zwischen der Bauteilelektrode und der Badelektrode im Strömungsschacht ein parabelförmiges
Strömungsprofil aus, so dass die fluidtechnischen Randbedingungen zur Be- oder Entschichtung
nicht über den gesamten Querschnitt des Strömungsschachts und somit nicht für alle
Werkstücke der Mehrzahl von Werkstücken gleich sind. In vorteilhafter Weise wird durch
die Anordnung einer Mehrzahl von Strömungskanälen zwischen der Mehrzahl von Werkstücken
und den jeweiligen Badelektroden die Bildung eines parabelförmigen Strömungsprofils
auch bei vergleichsweise großen Abständen zwischen der Mehrzahl von Werkstücken und
de Badelektroden unterbunden. In vorteilhafter Weise wird somit eine deutlich gleichmäßigere
Beschichtung aller Werkstücke erzielt. Die Vorrichtung umfasst vorzugsweise eine matrixartige
Anordnung der Mehrzahl von Werkstücken, wobei besonders bevorzugt das Elektrolyt von
der Badelektrode kommend den Strömungsschacht in Richtung der Mehrzahl von Werkstücken
durchströmt und die Matrix rechtwinklig zur Strömungsrichtung des Elektrolyten durch
den Strömungsschacht ausgerichtet ist. Die Mehrzahl von Badelektrode, Bauteilelektroden,
weiteren Elektroden und/oder Strömungskanälen sind bevorzugt senkrecht zur Strömungsrichtung
benachbart angeordnet und umfassen besonders bevorzugt eine Matrixanordnung mit dem
gleichen Rastermaß der Matrixanordnung der Mehrzahl von Werkstücken. Die Vorrichtung
fungiert insbesondere zur Verchromung von Werkstücken. Zur Beschichtung umfasst die
Badelektrode vorzugsweise eine Anode und die Bauteilelektrode vorzugsweise eine Kathode,
während zur Entschichtung die Badelektrode vorzugsweise die Kathode und die Bauteilelektrode
vorzugsweise die Anode umfasst. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung
eine weitere Badelektrode auf, welche entgegen der Strömungsrichtung des Elektrolyten
vor dem Strömungsverteiler im Strömungsschacht angeordnet ist, welche besonders bevorzugt
eine Flächenelektrode umfasst, welche als gemeinsame Anode oder Kathode für eine Mehrzahl
von Werkstücken vorgesehen ist. Die Vorrichtung umfasst ferner insbesondere eine aus
dem Stand der Technik bekannte Blende, wodurch eine partielle Beschichtung einzelner
Oberflächenbereiche der jeweiligen Werkstücke ermöglicht wird. Insbesondere ist vorgesehen,
dass in einem Strömungskanal jeweils genau ein einziges Werkstück angeordnet ist.
Diese Blenden sind für jedes Werkstück separat, in Gruppen von Werkstücken und/oder
für die Gesamtheit der Werkstücke vorgesehen.
[0004] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen,
sowie der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen entnehmbar.
[0005] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass mehreren Werkstücken eine
einzige Bauteil- und/oder Badelektrode zugeordnet ist. In vorteilhafter Weise werden
somit insbesondere alle Werkstücke auf einem gemeinsamen elektrischen Potential gehalten,
so dass der Verschaltungsaufwand vergleichsweise gering ist.
[0006] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass zwischen der
wenigstens einen Bauteilelektrode und der wenigstens einen Badelektrode wenigstens
eine weitere Elektrode angeordnet ist, welche bevorzugt eine virtuelle Elektrode und
besonders bevorzugt eine Drossel umfasst. In vorteilhafter Weise wird durch die virtuelle
Elektrode das elektrische Feld zwischen dem Werkstück und der Badelektrode beeinflusst,
so dass das elektrische Feld insbesondere gerichtet auf das Werkstück gelenkt wird.
Die virtuelle Elektrode umfasst dazu insbesondere eine Drosselengstelle, welche im
Strömungskanal zwischen dem Werkstück und der Badelektrode angeordnet ist und zur
Bündelung des elektrischen Feldes vorgesehen ist.
[0007] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass jeweils genau
einem Werkstück eine Bauteilelektrode, eine Badelektrode und/oder eine weitere Elektrode
zugeordnet sind. Bevorzugt wird jedem Werkstück genau eine Badelektrode zugeordnet,
so dass die Beschichtung jedes einzelnen Werkstücks separat zu steuern ist. Insbesondere
ist jedem Werkstück genau ein Strömungskanal mit einer Badelektrode zugeordnet, in
welchen ein Teilelektrolytstrom mittels des Strömungsverteilers eingeleitet wird,
wobei vorzugsweise der Teilelektrolytstrom nach dem Passieren der Badelektrode durch
eine Drosselengstelle des Strömungskanals geleitet wird und anschließend durch die
Blende auf das Werkstück trifft. Alternativ ist denkbar, dass jedes Werkstück mit
genau einer einzigen speziell jedem Werkstück zugeordneten und einzeln zu besteuernden
Bauteilelektrode elektrisch leitfähig verbunden ist. Bei dafür geeigneten Werkstücken
ist denkbar, dass Gruppen von Werkstücken derart zusammengeschaltet werden, dass beispielsweise
in einer Matrix von 12 auf 12 Werkstücken, zum Beispiel jeweils 3 auf 3 dasselbe Potential
bzw. dieselbe Bauteilelektrode haben.
[0008] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass eine Mehrzahl
von Badelektroden, eine Mehrzahl von Bauteillektroden, eine Mehrzahl von weiteren
Elektroden, eine Mehrzahl von Strömungskanälen und/oder der Strömungsverteiler in
einer Kassette angeordnet sind, welche insbesondere modular austauschbar vorgesehen
ist. In vorteilhafter Weise ist sind somit die Mehrzahl von Badelektroden, die Mehrzahl
von Bauteilelektroden, die Mehrzahl von weiteren Elektroden, die Mehrzahl von Strömungskanälen
und/oder der Strömungsverteiler vergleichsweise einfach austauschbar, beispielsweise
für Reparatur- und Wartungsarbeiten und/oder um die entsprechenden Komponenten auf
die Mehrzahl von Werkstücken anzupassen. Ferner wird somit eine vergleichsweise einfache
und kostengünstige Aufrüstung der aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtung
möglich, wobei die Kassette vorzugsweise zwischen der Blende und der Zuströmkammer
angeordnet wird. Die Kassette wird insbesondere im Strömungsschacht angeordnet oder
ist alternativ Teil des Strömungsschachts.
[0009] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass die Kassette
wenigstens ein Anschlusselement aufweist, welches zur elektrischen Einzelkontaktierung
einer Mehrzahl von Badelektroden und/oder einer Mehrzahl von weiteren Elektroden vorgesehen
ist. Besonders bevorzugt umfasst das Anschlusselement einen mehradrigen elektrischen
Steckerkontakt, welcher zur elektrischen Kontaktierung jeder einzelnen Badelektrode
und/oder weiteren Elektrode fungiert, so dass jede Badelektrode und /oder weitere
Elektrode zur Beeinflussung des jeweiligen Teilelektrolytstroms in Richtung des wenigstens
einen Werkstücks separat und extern schaltbar ist. Denkbar wäre darüberhinaus, dass
mittels des mehradrigen elektrischen Steckerkontaktes auch eine jede einzelne Bauteilelektrode,
Badelektrode und/oder weiteren Elektrode elektrisch kontaktierbar ist.
[0010] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Kassette für eine Vorrichtung
zum gleichzeitigen Beschichten einer Mehrzahl von Werkstücken, wobei die Kassette
eine Mehrzahl von Strömungskanälen aufweist, welche in einer Matrix angeordnet sind
und wobei in jedem Strömungskanal wenigstens eine Badelektrode angeordnet ist. In
vorteilhafter Weise ist die Kassette in eine bestehende Vorrichtung zum gleichzeitigen
Be- oder Entschichten einer Mehrzahl von Werkstücken, beispielsweise gemäß dem Stand
der Technik, in einfacher Weise einsetzbar, so dass die Qualität der Beschichtung
in der Vorrichtung deutlich erhöht wird. Es ist somit möglich bereits bestehende Vorrichtung
mittels der Kassette in einer vergleichsweise kostengünstigen Weise aufzurüsten und
zu verbessern, wobei die Kassette vorzugsweise zwischen die Blende und die Zuströmkammer
eingesetzt wird, so dass der Elektrolytstrom in Richtung jedes einzelnen Werkstücks
separat einstellbar ist. Eine Matrixanordnung der Strömungskanäle im Sinne der vorliegenden
Erfindung umfasst insbesondere eine Anordnung der Strömungskanäle senkrecht zur Strömungsrichtung
nebeneinander.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass in jedem Strömungskanal
ferner eine weitere Elektrode, insbesondere eine virtuelle Elektrode angeordnet ist
und/oder dass die Kassette einen Strömungsverteiler aufweist, so dass in vorteilhafter
Weise das elektrische Feld zwischen der Badelektrode und dem Werkstück zu richten
ist und/oder der gesamte Elektrolytstrom insbesondere gleichmäßig auf die Mehrzahl
von Strömungskanälen verteilt wird.
[0012] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum gleichzeitigen
Beschichten einer Mehrzahl von Werkstücken mit einer Vorrichtung, wobei durch eine
entsprechende Besteuerung der wenigstens einen Badelektrode der Elektrolytstrom in
Richtung des wenigstens einen Werkstücks beeinflusst wird. In vorteilhafter Weise
wird somit eine Beeinflussung des Elektrolytstroms zumindest in Richtung des wenigstens
einen Werkstücks unabhängig von den Elektrolytströmen in Richtung benachbarter Werkstücke,
so dass die Qualität der Beschichtung gesteigert und der Ausschuss von fehlerhaft
beschichteten Werkstück reduziert wird. Dies wird dadurch erreicht, dass sich das
elektrische Feld zwischen dem Werkstück und der Badelektrode aufgrund des elektrischen
Kontakts zwischen dem Werkstück und der Bauteilelektrode je nach Beschaltung der Badelektrode
ausbildet, so dass der Elektrolytstrom in Richtung des Werkstücks separat beeinflussbar
ist.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Elektrolytstrom in
Richtung des Werkstücks ferner durch die wenigstens eine weitere Elektrode beeinflusst
wird. In vorteilhafter Weise wird somit das elektrische Feld zwischen dem Werkstück
und der Badelektrode gerichtet auf das Werkstück gelenkt. Dies wird insbesondere mit
einer virtuellen Elektrode in Form einer Drosselengstelle im Strömungskanal zwischen
der Badelektrode und dem Werkstück erreicht.
[0014] Gemäß einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist vorgesehen, dass eine Verteilung
des Elektrolytstroms auf eine Mehrzahl von Strömungskanälen mittels des Strömungsverteilers
durchgeführt wird, so dass der gesamte aus der Richtung des Strömungsschachts in die
Strömungsschacht durchströmende Elektrolytstrom in eine Mehrzahl von insbesondere
gleich großen Teilelektrolytströmen aufgeteilt wird, welche jeweils zur Beschichtung
genau eines einzelnen Werkstücks vorgesehen sind, dazu jeweils in einen zum Werkstück
führenden entsprechenden Strömungskanal eingeleitet werden und mittels genau einer
Badelektrode im Strömungskanal entsprechend modifiziert werden.
[0015] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Werkstück hergestellt
mit einem erfindungsgemäßen Verfahren. In vorteilhafter Weise ist dieses Werkstück
vergleichsweise kostengünstig herstellbar und umfasst dabei im Vergleich zum Stand
der Technik eine vergleichsweise hohe Beschichtungsqualität.
[0016] Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0017] Es zeigen
Figur 1 eine schematische Perspektivansicht einer Vorrichtung gemäß dem Stand der
Technik,
Figur 2 eine schematische Perspektivansicht einer Vorrichtung gemäß einer beispielhaften
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
Figur 3 eine schematische Perspektivansicht eines Ausschnitts der Vorrichtung gemäß
der beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung und
Figur 4 eine schematische Perspektivansicht einer Kassette gemäß einer beispielhaften
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
Ausführungsformen der Erfindung
[0018] In den verschiedenen Figuren sind gleiche Teile stets mit den gleichen Bezugszeichen
versehen und werden daher in der Regel auch jeweils nur einmal benannt bzw. erwähnt.
[0019] In Figur 1 ist eine schematische Perspektivansicht einer Vorrichtung 1 gemäß dem
Stand der Technik dargestellt, wobei die Vorrichtung 1 eine Bauteilelektrode 3 in
Form einer Flächenelektrode aufweist, welche mit einer Mehrzahl von Werkstücken 2
elektrisch leitfähig verbunden ist. Die Werkstücke 2 sind dabei in einer Matrixanordnung
angeordnet. Auf einer der Bauteilelektrode 3 gegenüberliegenden Seite der Vorrichtung
1 ist eine Badelektrode 4 in Form einer weiteren Flächenelektrode angeordnet. Zwischen
der Badelektrode 4 und der Bauteilelektrode 3 ist ein Strömungsschacht 12, in der
Beschreibung auch als Zuströmkammer bezeichnet, angeordnet. Durch eine elektrische
Potentialdifferenz, welche zwischen der Badelektrode 4 und der Bauteilelektrode 3
angelegt wird, fließt ein Strom des Elektrolyten 11 von der Badelektrode 4 durch den
Strömungsschacht 12 in Richtung der Bauteilelektrode 3, wodurch die Mehrzahl von Werkstücken
2 gleichzeitig beschichtet werden. Zwischen dem Strömungsschacht 12 und den Werkstücken
2 ist ferner eine Blende 13 angeordnet, welche eine Mehrzahl von Aussparungen im Bereich
der Werkstücke 2 aufweist, so dass lediglich Teilbereiche der Oberfläche der Werkstücke
2 mit dem Elektrolyt 11 beaufschlagt werden und die angrenzenden Oberflächenbereiche
des Werkstücke 2 von der Blende 13 in Richtung des Strömungsschachts 12 abgedeckt
werden. Im Bereich der Bauteilelektrode 3 umfasst die Vorrichtung 1 einen Überlauf
14 für den Elektrolyten 11. Ferner weist die Vorrichtung 1 im Bereich der Bauteilelektrode
3 eine austauschbare Werkstückhalterkassette 15 zur Kontaktierung und/oder Aufnahme
der einzelnen Werkstücke 2 auf, welche ferner zum gleichzeitigen Auswechseln der Mehrzahl
von Werkstücken 2 zeitlich vor und nach dem Be- oder Entschichtungsprozess geeignet
ist und zur Befestigung in einer Zwischenblende 16 vorgesehen ist.
[0020] In Figur 2 ist eine schematische Perspektivansicht einer Vorrichtung 1 gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt, wobei die Vorrichtung
1 im Wesentlichen der in Figur 1 illustrierten Vorrichtung 1 gleicht und darüberhinaus
eine Kassette 9 gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
aufweist. Die Kassette 9 ist anstelle der Zwischenblende 16 unterhalb der Blende 13
in den Strömungsschacht 12 eingesetzt und umfasst eine Mehrzahl von Strömungskanälen
7, welche in einer Matrixanordnung angeordnet sind. An einer der Mehrzahl von Werkstücken
2 abgewandten Seite weist die Kassette 9 einen Strömungsverteiler 8 (auch als Sammler
bezeichnet) auf, welcher den gesamten aus der Richtung des Strömungsschachts 12 in
Richtung der Werkstücke 2 strömenden Elektrolytstrom 11 auf die Mehrzahl von Strömungskanäle
7 derart aufteilt, dass eine Mehrzahl von im Wesentlichen gleich großen partiellen
Elektrolytströmen 11' bzw. Teilelektrolytströmen 11' erzeugt werden. Die Teilelektrolytströme
11' werden durch die Strömungskanäle 7 unmittelbar auf die Werkstücke 2 geleitet,
wobei jedem Werkstück 2 genau ein Strömungskanal 7 zugeordnet ist. Zwischen den Werkstücken
2 und dem Strömungsverteiler 8 ist in jedem Strömungskanal 7 genau eine Badelektrode
5 angeordnet, wodurch die in Figur 1 noch dargestellte im Strömungsschacht 8 angeordnete
flächige Badelektrode 4 nicht mehr benötigt wird. Das elektrische Potential dieser
Badelektroden 5 ist für jedes Werkstück 2 separat zu beschalten, so dass sich in jedem
Strömungskanal 7 ein individuelles elektrisches Feld zwischen dem mit der Bauteilelektrode
3 verbundenen Werkstück 2 und der Badelektrode 5 ausbildet, welches zur Beeinflussung
des Strömungsverhaltens des jeweiligen Teilelektrolytstroms 11' geeignet ist. Insbesondere
werden somit beispielsweise ein schlechter elektrischer Kontakt zwischen der Bauteilelektrode
3 und dem Werkstück 2 oder eine schlechte Oberflächenbeschaffenheit des Werkstücks
2 kompensiert, so dass trotz einer gleichzeitigen Beschichtung der gesamten Mehrheit
von Werkstücken 2 eine individuelle Anpassung und Optimierung der Beschichtung auf
einzelne Werkstücke 2 ermöglicht wird und somit eine hohe Beschichtungsqualität mit
einem vergleichsweise großen Durchsatz der Vorrichtung 1 erzielt wird. Jeder Strömungskanal
7 weist optional ferner eine weitere Elektrode 6, insbesondere eine virtuelle Elektrode
6' in Form einer Drosselengstelle 6" auf, welche jeweils zwischen dem Werkstück 2
und der Badelektrode 5 angeordnet ist. Diese virtuelle Elektrode 6' dient dazu das
jeweilige elektrische Feld im jeweiligen Strömungskanal 7 jeweils in Richtung des
Werkstücks 2 zu bündeln und zu richten. Die Kassette 9 umfasst ferner ein von dem
Elektrolyten isoliertes Anschlusselement 10 in Form eines mehradrigen Anschlusssteckers,
welcher zur externen elektrischen Kontaktierung der einzelnen Badelektroden 5 dient.
Die Vorrichtung 1 umfasst im Bereich der Bauteilelektrode 3 optional einen Überlauf
15 für den Elektrolytstrom 11. In diesem Bereich umfasst die Vorrichtung 1 optional
einen Sammler, in welchem sich die Teilelektrolytströme wieder vereinen und in Richtung
des Zulaufs des Elektrolyten 11 gelenkt werden. Ferner umfasst die Bauteilelektrode
3 alternativ eine Flächenelektrode, welche mit allen Werkstücken 2 elektrisch leitfähig
verbunden sind, so dass alle Werkstücke 2 auf dem gleichen elektrische Potential liegen,
oder eine Mehrzahl von Bauteilelektrode 3, wobei jeweils ein Werkstück 2 beispielsweise
mit einer einzigen Bauteilelektrode 3 verbunden ist, so dass die verschiedenen Werkstücke
2 auf unterschiedlichen elektrischen Potentialen liegen können. Die jeweiligen elektrischen
Potentiale der einzelnen Bauteilelektrode 3 bzw. Werkstücke 2 sind in diesem Fall
vorzugsweise extern einstellbar. Ebenso umfasst die Vorrichtung 1 optional eine zusätzliche
gemeinsame Badelektrode 4 in Form einer Flächenelektrode für alle Werkstücke 2 gemeinsam,
welche im Bereich des Zulaufs des Elektrolyten 11 angeordnet ist. In einer bevorzugten
Ausführungsform dient ein Deckel der Vorrichtung 1 als Werkstückhalterkassette 16,
wobei die Werkstückhalterkassette 16 zum Transport der Werkstücke 2 vorgesehen ist
und wobei alternativ zum gleichzeitigen Austauschen aller Werkstücke 2 ein automatisches
Auswechseln lediglich einzelner Werkstücke 2 vorgesehen ist. Die Vorrichtung umfasst
zum Führen des Elektrolyten vorzugsweise ein halboffenes System mit freiem Überlauf
oder ein geschlossenes System bei dem der Elektrolyt innerhalb des Strömungsschachtes
12 bis zu einem Sammler zurückgeführt wird. Die Bauteilelektroden 3 umfassen vorzugsweise
Kathoden und die Badelektroden 5 Anoden. Die einzelnen Werkstücke 2 werden jeweils
mit einem Einzeigleichrichter beschaltet. Die Wandungen des Strömungsschachts 12,
des Strömungsverteilers 8 und/oder der Strömungskanäle 7 sind vorzugsweise aus einem
elektrisch nicht-leitenden Material oder weisen eine elektrisch nicht-leitende Beschichtung
auf. Insbesondere sind der Zustrom und/oder der Überlauf des Elektrolyten elektrisch
voneinander isoliert.
[0021] In Figur 3 ist eine schematische Perspektivansicht eines Ausschnitts der Vorrichtung
1 gemäß der beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt,
wobei der Ausschnitt die Mehrzahl von Werkstücken 2, die Bauteilelektrode 3 und die
Blende 13, sowie einen Teil der Kassette 9 zeigt. Dargestellt ist die Kassette 9 mit
dem Strömungsverteiler 8, der Mehrzahl von Badelektroden 5 und der Mehrzahl von Drosselengstellen
6", während aus Gründen der Übersichtlichkeit lediglich ein Strömungskanal 7 zum Führen
eines Teilelektrolytstroms 11' illustriert ist.
[0022] In Figur 4 ist eine schematische Perspektivansicht einer Kassette 9 gemäß einer beispielhaften
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt, wobei die Kassette 9 gleich
der in Figuren 2 und 3 dargestellten Kassette 9 ist und als ein austauschbares Modul
ausgebildet ist. Die Kassette 9 ist daher beispielsweise für Reparatur- und Wartungsarbeiten
aus der Vorrichtung 1 herausnehmbar. Ferner ermöglicht die modulare Ausführung der
Kassette 9 beispielsweise eine Aufrüstung der in Figur 1 illustrierten Vorrichtung
1, wobei das Modul in der Vorrichtung 1 in den Strömungsschacht 12 und anstelle der
Zwischenblende 16 angeordnet wird. Eine Kontaktierung der Badelektroden 5 erfolgt
anschließend durch die Anschlusselemente 10.
1. Vorrichtung (1) zum gleichzeitigen Be- oder Entschichten einer Mehrzahl von Werkstücken
(2), wobei die Mehrzahl von Werkstücken (2) in einem gemeinsamen von einem Elektrolyt
(11) durchströmten Strömungsschacht (12) angeordnet ist und wobei jedes Werkstück
(2) mit wenigstens einer Bauteilelektrode (3) elektrisch leitfähig verbunden und gegenüber
wenigstens einer Badelektrode (5) elektrisch isoliert ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Strömungsschacht (12) eine Mehrzahl von Strömungskanälen (7) und ein Strömungsverteiler
(8) zur Verteilung des Elektrolyten (11) auf die Mehrzahl von Strömungskanälen (7)
angeordnet sind, wobei die wenigstens eine Badelektrode (5) in einem der Strömungskanäle
(7) angeordnet ist.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehreren Werkstücken (2) eine einzige Bauteil- und/oder Badelektrode (3, 5) zugeordnet
ist.
3. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der wenigstens einen Bauteilelektrode (3) und der wenigstens einen Badelektrode
(5) eine weitere Elektrode (6) angeordnet ist, welche bevorzugt eine virtuelle Elektrode
(6') und besonders bevorzugt eine Drossel (6") umfasst.
4. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils genau einem Werkstück (2) eine Bauteilelektrode (3), eine Badelektrode (5)
und/oder eine weitere Elektrode (6) zugeordnet ist.
5. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Badelektroden (5), eine Mehrzahl von Bauteilelektroden (3), eine
Mehrzahl von weiteren Elektroden (6), eine Mehrzahl von Strömungskanälen (7) und/oder
der Strömungsverteiler (8) in einer Kassette (9) angeordnet sind, wobei die Kassette
(9) insbesondere modular austauschbar vorgesehen ist.
6. Kassette (9) für eine Vorrichtung (1) zum gleichzeitigen Be- oder Entschichten einer
Mehrzahl von Werkstücken (2) insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kassette eine Mehrzahl von Strömungskanälen (7) aufweist, welche in einer Matrix
angeordnet sind und wobei in jedem Strömungskanal (7) wenigstens eine Badelektrode
(5) angeordnet ist.
7. Kassette (9) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in jedem Strömungskanal (7) ferner eine weitere Elektrode (6), insbesondere eine
virtuelle Elektrode (6') angeordnet ist und/oder dass die Kassette (9) einen Strömungsverteiler
und/oder wenigstens ein Anschlusselement (10) aufweist, welches zur elektrischen Einzelkontaktierung
einer Mehrzahl von Badelektroden (5) und/oder einer Mehrzahl von weiteren Elektroden
(6) vorgesehen ist.
8. Verfahren zum gleichzeitigen Be- oder Entschichten einer Mehrzahl von Werkstücken
(2) mit einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass durch eine entsprechende Besteuerung der wenigstens einen Badelektrode (5) der Strom
des Elektrolyten (11) in Richtung des wenigstens einen Werkstücks (2) beeinflusst
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Strom des Elektrolyten (11) in Richtung des Werkstücks (2) ferner durch die wenigstens
eine weitere Elektrode (6) beeinflusst wird und/oder dass eine im Wesentlichen gleichmäßige
Verteilung des Stroms des Elektrolyten (11) auf die Mehrzahl non Strömungskanälen
(7) mittels des Strömungsverteilers (8) durchgeführt wird.
1. Device (1) for simultaneously coating or removing coatings from a plurality of workpieces
(2), the plurality of workpieces (2) being arranged in a common flow shaft (12) through
which an electrolyte (11) flows, and each workpiece (2) being electrically conductively
connected to at least one component electrode (3) and electrically insulated with
respect to at least one bath electrode (5), characterized in that a plurality of flow channels (7) and a flow distributor (8) for distributing the
electrolyte (11) among the plurality of flow channels (7) are arranged in the flow
shaft (12), the at least one bath electrode (5) being arranged in one of the flow
channels (7).
2. Device (1) according to Claim 1, characterized in that a single component electrode (3) and/or bath electrode (5) is assigned to a number
of workpieces (2).
3. Device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a further electrode (6), which preferably comprises a virtual electrode (6') and
particularly preferably comprises a choke (6''), is arranged between the at least
one component electrode (3) and the at least one bath electrode (5).
4. Device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a component electrode (3), a bath electrode (5) and/or a further electrode (6) are
respectively assigned to precisely one workpiece (2).
5. Device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that a plurality of bath electrodes (5), a plurality of component electrodes (3), a plurality
of further electrodes (6), a plurality of flow channels (7) and/or the flow distributor
(8) are arranged in a cartridge (9), the cartridge (9) being provided in particular
such that it can be exchanged in a modular manner.
6. Cartridge (9) for a device (1) for simultaneously coating or removing coatings from
a plurality of workpieces (2), in particular according to one of the preceding claims,
characterized in that the cartridge has a plurality of flow channels (7), which are arranged in a matrix,
and at least one bath electrode (9) being arranged in each flow channel (7).
7. Cartridge (9) according to Claim 6, characterized in that a further electrode (6), in particular a virtual electrode (6'), is also arranged
in each flow channel (7) and/or in that the cartridge (9) has a flow distributor and/or at least one terminal element (10),
which is provided for the individual electrical contacting of a plurality of bath
electrodes (5) and/or a plurality of further electrodes (6).
8. Method for simultaneously coating or removing coatings from a plurality of workpieces
(2) with a device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the stream of the electrolyte (11) in the direction of the at least one workpiece
(2) is influenced by correspondingly controlling the at least one bath electrode (5).
9. Method according to Claim 8, characterized in that the stream of the electrolyte (11) in the direction of the workpiece (2) is also
influenced by the at least one further electrode (6) and/or in that a substantially uniform distribution of the stream of the electrolyte (11) among
the plurality of flow channels (7) is carried out by means of the flow distributor
(8).
1. Dispositif (1) pour appliquer ou enlever simultanément une couche sur une pluralité
de pièces (2), la pluralité de pièces (2) étant disposée dans un puits d'écoulement
(12) à travers lequel s'écoule un électrolyte (11) et chaque pièce (2) étant reliée
électriquement avec au moins une électrode de composant (3) et étant isolée électriquement
par rapport à au moins une électrode de bain (5), caractérisé en ce qu'une pluralité de canaux d'écoulement (7) et un distributeur d'écoulement (8) destiné
à distribuer l'électrolyte (11) sur la pluralité de canaux d'écoulement (7) sont disposés
dans le puits d'écoulement (12), l'au moins une électrode de bain (5) étant disposée
dans l'un des canaux d'écoulement (7).
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une seule électrode de composant et/ou de bain (3, 5) est associée à plusieurs pièces
(2).
3. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une électrode supplémentaire (6) est disposée entre l'au moins une électrode de composant
(3) et l'au moins une électrode de bain (5), laquelle comprend de préférence une électrode
virtuelle (6') et de manière particulièrement préférée une bobine de choc (6").
4. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une électrode de composant (3), une électrode de bain (5) et/ou une électrode supplémentaire
(6) est/sont à chaque fois associée(s) exactement à une pièce (2).
5. Dispositif (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une pluralité d'électrodes de composant (3), une pluralité d'électrodes de bain (5),
une pluralité d'électrodes supplémentaires (6), une pluralité de canaux d'écoulement
(7) et/ou le distributeur d'écoulement (8) sont disposés dans une cassette (9), la
cassette (9) étant notamment prévue interchangeable de manière modulaire.
6. Cassette (9) pour un dispositif (1) pour appliquer ou enlever simultanément une couche
sur une pluralité de pièces (2), notamment selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la cassette présente une pluralité de canaux d'écoulement (7) qui sont disposés en
une matrice et au moins une électrode de bain (5) étant disposée dans chaque canal
d'écoulement (7).
7. Cassette (9) selon la revendication 6, caractérisée en ce que dans chaque canal d'écoulement (7) est en outre disposée une électrode supplémentaire
(6), notamment une électrode virtuelle (6'), et/ou en ce que la cassette (9) présente un distributeur d'écoulement et/ou au moins un élément de
raccordement (10) qui est prévu pour établir le contact électrique individuellement
avec une pluralité d'électrodes de bain (5) et/ou une pluralité d'électrodes supplémentaires
(6).
8. Procédé pour appliquer ou enlever simultanément une couche sur une pluralité de pièces
(2) avec un dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le courant de l'électrolyte (11) en direction de l'au moins une pièce (2) est influencé
par une commande en conséquence de l'au moins une électrode de bain (5).
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que le courant de l'électrolyte (11) en direction de la pièce (2) est en outre influencé
par l'au moins une électrode supplémentaire (6) et/ou en ce qu'une distribution pour l'essentiel régulière du courant d'électrolyte (11) sur la pluralité
de canaux d'écoulement (7) est effectuée au moyen du distributeur d'écoulement (8).
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