[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitspapier zur Herstellung von Wertdokumenten mit
einem optisch variablen Sicherheitselement und einer Farbannahmeschicht mit einer
Aussparung, ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Sicherheitspapiers und eine
Vorrichtung zur Durchführung des Herstellungsverfahrens sowie ein aus dem Sicherheitspapier
hergestelltes Wertdokument.
[0002] Wertdokumente im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise Banknoten,
Aktien, Anleihen, Urkunden, Gutscheine, Schecks, Lotteriescheine, hochwertige Eintrittskarten,
Pässe, Ausweise, Kreditkarten und andere flächige Wertgegenstände. Solche Wertgegenstände
können aber auch Verpackungen für gegebenenfalls hochwertige Produkte sein. Der Begriff
Sicherheitspapier umfasst im Sinne der vorliegend Erfindung Vorstufen solcher Wertdokumente,
die beispielsweise nicht umlauffähig sind. Das Sicherheitspapier kann dabei in quasi
endloser Form vorliegen und zu einem späteren Zeitpunkt weiterverarbeitet werden.
[0003] Solche Wertdokumente werden zur Absicherung oft mit Sicherheitselementen versehen,
die eine Überprüfung der Echtheit der Wertdokumente gestatten und zugleich als Schutz
vor unerlaubter Reproduktion dienen. Zur Erhöhung der Fälschungssicherheit und um
eine Nachahmung zu erschweren, werden solche Sicherheitselemente umfassenden Wertdokumente
häufig mit einem weiteren Druckbild überzogen. Das optisch variable Sicherheitselement
kann dabei bereits Teil des zur Herstellung verwendeten Sicherheitspapiers sein.
[0004] Als Sicherheitselement werden dabei beispielsweise optisch variable Elemente verwendet,
wobei im Sinne der vorliegenden Erfindung unter einem optisch variablen Sicherheitselement
ein optisches Element verstanden wird, dessen bei einem Betrachter erzeugter visueller
Eindruck von der Betrachtungsrichtung abhängt, das heißt dem Blickwinkel des Betrachters
auf das optische Element und gegebenenfalls auch von der Einfallsrichtung eines Beleuchtungs-Lichtstrahles.
[0005] Damit der optisch variable Effekt erkennbar ist, das heißt von einem Betrachter visuell
wahrgenommen oder maschinell detektiert werden kann, muss das optisch variable Element
entweder unmittelbar auf der Substratoberfläche des Sicherheitspapiers angeordnet
werden oder es darf nur von Schichten mit ausreichend hoher Transparenz überzogen
sein. Daher ist es generell problematisch, wenn das Sicherheitspapier beispielsweise
zur Herstellung eines Wertdokuments oberhalb eines solchen optisch variablen Sicherheitselementes
mit einer oder mehreren weiteren Druckschichten bedruckt werden soll, da dabei die
Erkennbarkeit des optisch variablen Effekts beeinträchtigt oder vollständig unterbunden
werden kann. Um die Erkennbarkeit des optisch variablen Effekts dennoch zu gewährleisten,
könnte in der weiteren Druckschicht eine Aussparung im Bereich des optisch variablen
Sicherheitselementes vorgesehen sein. Dies würde jedoch zum einen die Gestaltungsfreiheit
für das aufzubringende Druckbild beeinträchtigen. Zum anderen würde dies zu einer
deutlich sichtbaren Kante in dem zusätzlich aufzubringenden Druckbild führen, was
den optischen Eindruck des Wertdokuments stören würde und daher unerwünscht ist.
[0006] Dies ist zusätzlich problematisch, wenn die genaue Lage des optisch variablen Sicherheitselementes
auf der Substratoberfläche variieren kann, wie dies beispielsweise bei Sicherheitsfäden
der Fall ist, welche durchaus beabsichtigte Registrierungsschwankungen aufweisen.
In einem solchen Fall müsste die Aussparung sämtliche mögliche Positionen des optisch
variablen Sicherheitselementes umfassen um eine Erkennbarkeit des optisch variablen
Effekts zu gewährleisten, was zu einer sehr großen Aussparung in dem aufzubringenden
Druckbild führen würde.
[0007] Um die Farbannahmefähigkeit für eine, ein solches Druckbild bildende Druckfarbe zu
erhöhen, was beispielsweise bei Folien-Verbundbanknoten vorteilhaft ist, oder um die
Farbannahmefähigkeit auf der Substratoberfläche des Sicherheitspapiers einheitlich
zu gestalten, was beispielsweise bei Papier-Banknoten mit auf- oder eingebrachtem
optisch variablem Sicherheitselement vorteilhaft ist, ist es weiterhin bekannt, auf
der Substratoberfläche des Sicherheitspapiers eine Farb- oder Druckannahmeschicht
vorzusehen. Um dabei eine Farbannahmefähigkeit im gewünschten Umfang zu erhalten,
ist es dabei häufig notwendig, die Farbannahmeschicht mit einer Schichtdicke vorzusehen,
die eine mattierende Wirkung hat. Diese mattierende Wirkung ist außerhalb von optisch
variablen Sicherheitselementen kaum störend. Oberhalb von optisch variablen Sicherheitselementen
kann dadurch deren optisch variabler Effekt jedoch vermindert oder ganz unterdrücken
werden.
[0008] Dokument
WO 02/094577 A1 beschreibt ein Wertpapier, insbesondere eine Banknote und ein Verfahren zu dessen
Herstellung. Das Wertpapier weist ein Sicherheitselement und eine Schutzschicht mit
matter Oberfläche auf, die im Bereich des Sicherheitselements ausgespart ist. Im Bedarfsfall
wird der ausgesparte Bereich mit einer aus einem Glanzlack gebildeten Schutzlackschicht
versehen.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Sicherheitspapier anzugeben,
auf dem zur Herstellung eines Wertdokuments ein Druckbild vollflächig aufgebracht
werden kann, wobei zugleich eine ausreichende Erkennbarkeit des optisch variablen
Effekts eines in dem Sicherheitspapier angeordneten optisch variablen Sicherheitselementes
gewährleistet ist. Es ist weiterhin Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren
zur Herstellung eines solchen Sicherheitspapiers, eine Vorrichtung zur Durchführung
des Herstellungsverfahrens sowie ein aus dem Sicherheitspapier hergestelltes Wertdokument
anzugeben.
[0010] Diese Aufgabe wird durch ein Sicherheitspapier, ein Wertdokument, ein Herstellungsverfahren
sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Herstellungsverfahrens mit den Merkmalen
der unabhängigen Ansprüche gelöst. Die abhängigen Ansprüche betreffen bevorzugte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung.
[0011] Das erfindungsgemäße Sicherheitspapier für die Herstellung von Wertdokumenten umfasst
ein Substrat mit einem optisch variablen Sicherheitselement, welches bei Betrachtung
zumindest einer ersten Seite des Substrats erkennbar ist, und eine Farbannahmeschicht,
welche auf der ersten Substratseite in Betrachtungsrichtung vor dem optisch variablen
Sicherheitselement angeordnet ist, wobei die Farbannahmeschicht in einem ersten Bereich
der Substratoberfläche, welcher sich außerhalb des Bereichs befindet, in dem das optisch
variable Sicherheitselement angeordnet ist, eine erste Schichtdicke aufweist und in
einem zweiten Bereich der Substratoberfläche, welcher den Bereich beschreibt, in dem
das optisch variable Sicherheitselement liegt oder gegebenenfalls liegen kann, eine
gegenüber der ersten Schichtdicke verringerte Schichtdicke aufweist.
[0012] Im Sinne der vorliegenden Erfindung wird unter einem erkennbaren optisch variablen
Sicherheitselement ein optisches Element verstanden, dessen optisch variabler Effekt
maschinell detektierbar oder durch einen Betrachter visuell wahrnehmbar ist. Beispiele
solcher optisch variablen Sicherheitselemente sind Beugungsstrukturen, die insbesondere
durch Rekonstruktion von optisch wahrnehmbaren Mustern einen Betrachtungswinkel-abhängigen
visuellen Eindruck erzeugen, wie beispielsweise Präge- oder Volumenhologramme und
sonstige Kinegramme wie achromatische Mattstrukturen. Ein weiteres Beispiel solcher
optisch variablen Elemente sind optische Elemente, die einen so genannten Farbkippeffekt
zeigen, wie beispielsweise ein- oder mehrlagige Dünnschicht-Interferenzschichten oder
Flüssigkristall-Schichten, welche jeweils als durchgängige Schicht oder in Pigmentform
(sogenannte Effektpigmente, wie beispielsweise Iriodine) vorliegen können. Weitere
Beispiele sind Linsen- oder Mikrospiegelstrukturen innerhalb des optisch variablen
Elementes.
[0013] Als Sicherheitspapier können ein- oder mehrlagige Substrate verwendet werden. Im
Fall von einlagigen Substraten kommt jede Art von Papier oder Papier-artigem Material
in Betracht, insbesondere Baumwoll-Velin-Papier. Es kann auch Papier eingesetzt werden,
welches einen gewissen Anteil x eines polymeren Materials im Bereich zwischen 0 und
100 Gew.-% enthält. Weiterhin kann als Substrat eine Kunststoff-Folie, beispielsweise
eine PolyesterFolie verwendet werden. Diese Folie kann zusätzlich monoaxial oder biaxial
gereckt sein. Eine solche Reckung der Folie führt unter anderem dazu, dass sie polarisierende
Eigenschaften erhält, die als weiteres Sicherheitsmerkmal in dem optisch variablen
Sicherheitselement genutzt werden.
[0014] Als mehrlagiges Substrat kann ein mehrlagiger Verbund verwendet werden, der beispielsweise
eine Schicht aus Papier oder einem Papier-artigen Material aufweist. Auf diese Schicht
ist beispielsweise von beiden Seiten eine transparente Kunststoff- oder Polymerschicht
aufkaschiert, wodurch ein solcher mehrlagiger Verbund eine außerordentlich große Stabilität
und Haltbarkeit aufweist. Dabei werden Sicherheitspapiere mit Kunststoff- oder Polymerbeschichteten
Papierschichten zur Herstellung von Folienverbund-Banknoten verwendet. Umgekehrt kann
der mehrlagige Verbund auch eine zentrale Schicht aus einem Kunststoff- oder Polymermaterial
aufweisen, welche beidseitig mit jeweils einer Lage aus Papier oder einem Papier-artigen
Material beschichtet ist. Als mehrlagiges Substratmaterial kann auch ein mehrschichtiges,
papierfreies Kompositmaterial eingesetzt werden.
[0015] Die in solchen ein- oder mehrlagigen Substraten eingesetzten Materialien können Zusatzstoffe
aufweisen, die als weiteres Echtheitsmerkmal dienen, wie beispielsweise Lumineszenzstoffe,
die im sichtbaren Wellenlängenbereich vorzugsweise transparent sind und im nicht sichtbaren
Wellenlängenbereich durch ein geeignetes Hilfsmittel, zum Beispiel eine UV- oder IR-Strahlung
emittierende Strahlungsquelle, angeregt werden können, um eine sichtbare oder zumindest
mit Hilfsmitteln detektierbare Lumineszenz zu erzeugen.
[0016] Im Falle einer Folienverbund-Banknote, dessen Oberfläche beispielsweise durch eine
Kunststoff- oder Polymerschicht gebildet wird, die eine nur geringe Farbannahmefähigkeit
aufweist, kann durch die Verwendung einer zusätzlichen Druck- beziehungsweise Farbannahmeschicht
die Farbannahmefähigkeit verbessert werden oder eine ausreichende Farbannahmefähigkeit
für die Druckfarbe des zusätzlich aufzubringenden Druckbildes überhaupt erst geschaffen
werden.
[0017] Im Sinne der vorliegenden Erfindung werden unter dem Begriff Farbannahmeschicht auch
Schichten verstanden, die eine verbesserte Haftung auf der Substratoberfläche, insbesondere
auf der Kunststoff- oder Polymerschicht einer Folienverbund-Banknote, vermitteln.
Die Farbannahmeschicht kann auch aus mehreren Teilschichten aufgebaut sein. Beispielsweise
vermittelt eine direkt auf der Substratoberfläche angeordnete Teilschicht vornehmlich
eine erhöhte Haftung einer weiteren Teilschicht auf dem Sicherheitspapier, während
die weitere Teilschicht vornehmlich die Farbannahmefähigkeit der das weitere Druckbild
bildenden Druckfarbe gewährleistet. Dabei wird die direkt auf der Substratoberfläche
angeordnete, eine Klebefähigkeit aufweisende Teilschicht auch als Primerschicht bezeichnet.
Die Druckfarbe der Farbannahmeschicht und der gegebenenfalls vorhandenen Teilschichten
besteht vorzugsweise aus Kieselgel, einem Verlaufsadditiv, einem Vernetzer und einem
Bindemittel.
[0018] Solche Farbannahmeschichten sind im Wesentlichen farblos und zeigen häufig mit zunehmender
Schichtdicke eine mattierende Wirkung. Typischerweise wird eine Farbannahmeschicht
vollflächig auf die Substratoberfläche aufgebracht und hat- zumindest im ersten Substratbereich
im Sinne der Erfindung - eine gleich bleibende Schichtdicke. Idealerweise weist die
Farbannahmeschicht keine erkennbaren Strukturen auf und vermittelt dem Betrachter
- im Gegensatz zu sonstigen Farbschichten - keine Informationen, beispielsweise in
Form von Zeichen, graphischen Symbolen oder Farben. Eine Farbannahmeschicht im Sinne
der Erfindung bildet vielmehr eine visuell unauffällige, gleichförmige Grundierung
für die Druckfarbe eines beispielsweise zur Herstellung eines Wertdokuments aufzubringenden
weiteren Druckbildes.
[0019] Das weitere Druckbild kann dabei mit Hilfe des Offset- oder eines anderen geeigneten
Druckverfahrens aufgebracht werden. Dabei kann es sich auch um einen Untergrunddruck
handeln.
[0020] Im Falle einer Papier-Banknote, welche aus einem einlagigen Substrat aus Papier oder
einem Papier-artigen Material besteht, ist das optisch variable Sicherheitselement
zumindest teilweise auf der Oberfläche des Substrats angeordnet und umfasst beispielsweise
ein Folienelement. Somit weist die Substratoberfläche des Sicherheitspapiers bereichsweise
verschiedene Materialien und entsprechend verschiedene Farbannahmefähigkeiten auf.
Durch die Verwendung einer Farbannahmeschicht kann somit eine einheitliche Farbannahmefähigkeit
der Substratoberfläche einer Papier-Banknote gewährleistet werden und gegebenenfalls
dessen Farbannahmefähigkeit erhöht werden.
[0021] Das Sicherheitselement kann direkt auf dem Substrat eines Sicherheitspapiers oder
eines zu sichernden Wertdokuments erzeugt oder auf einem separaten Träger vorbereitet
werden. Ein solcher separater Träger weist bevorzugt Kunststoff oder ein Polymermaterial
auf und kann beispielsweise ein Folienmaterial, insbesondere ein Transfermaterial,
sein oder aufweisen. Für das Folienmaterial kommen Kunststoffe, wie PET (Polyethylenterephthalat),
PBT (Polybutylenterephthalat), PEN (Polyethylennaphthalat), PP (Polypropylen), PA
(Polyamid) und PE (Polyethylen) in Betracht. Diese Folie kann ferner monoaxial oder
biaxial gereckt sein.
[0022] Das Sicherheitselement bildet ein Transferelement und kann in Endlosform auf einem
Trägermaterial aufgebracht sein. Die Befestigung des Sicherheitselements auf dem Substrat
erfolgt dabei mit Hilfe einer Klebstoffschicht, wobei hierfür vorzugsweise ein Heißschmelzkleber
verwendet wird. Nach dem Übertrag des Sicherheitselements auf das Substrat wird das
Trägermaterial gegebenenfalls wieder abgezogen, so dass lediglich das Sicherheitselement
auf dem Substrat verbleibt.
[0023] Das optisch variable Sicherheitselement kann als Patch oder Etikett ausgebildet sein
und beispielsweise eine flächige Form, mit vergleichbaren Längenabmessungen in allen
Richtungen auf der Substratoberfläche, oder eine längliche Form beispielsweise die
Form eines Streifens aufweisen, wie dies bei Sicherheitsfäden der Fall ist. Ist ein
solches optisch variables Sicherheitselement als Transferelement, mit einer gegebenenfalls
transparente Folie als Trägerelement ausgebildet, so wird es auch als Folienelement,
Folienpatch oder Folienstreifen bezeichnet. Ein solcher Streifen wird beispielsweise
in Form eines so genannten Leadstreifen auf die Oberfläche eines Substrats aufgebracht.
Folienelemente können auch über eine Aussparung in Form eines Lochs in dem Substrat
hinweg aufgebracht werden und somit als Lochabdeckung verwendet werden, was zugleich
eine Sichtbarkeit des optisch variablen Sicherheitselements von beiden Substratseiten
gewährleistet. Andererseits kann das optisch variable Sicherheitselement auch teilweise
beispielsweise in Form eines Sicherheitsfadens in das Substratmaterial eingebettet
sein und nur bereichsweise an die Oberfläche treten, wie dies beispielsweise bei so
genannten Fenster-Sicherheitsfäden, bei denen der Sicherheitsfaden auf nur einer Substratseite
bereichsweise und gegebenenfalls periodisch an die Oberfläche tritt, und so genannten
Pendel-Sicherheitsfäden, bei denen der Sicherheitsfaden auf beiden Substratseiten
abwechselnd an die Oberfläche tritt, der Fall ist.
[0024] Im Falle von mehrlagigen Substraten, wie Folien-Verbundbanknoten, ist das optisch
variable Sicherheitselement auf der zentralen Schicht aus Papier oder papierartigem
Material angeordnet oder in dieser eingebettet. Das optisch variable Sicherheitselement
befindet sich somit innerhalb der beiden beidseitig aufkaschierten Kunststoff- oder
Polymerschichten und ist durch diese geschützt. Dabei weisen diese beiden aufkaschierten
Kunststoff- oder Polymerschichten eine ausreichend hohe Transparenz auf, die eine
ausreichende Erkennbarkeit des optisch variablen Effekts des optisch variablen Sicherheitselementes
gewährleistet. Somit ist das optisch variable Sicherheitselement in Betrachungsrichtung
hinter der transparenten Kunststoff- oder Polymerschicht angeordnet und die Farbannahmeschicht
wird in Betrachtungsrichtung vor der transparenten Schicht angeordnet.
[0025] Häufig ist die genaue Position des optisch variablen Sicherheitselements in dem Substrat
des Sicherheitspapiers nicht genau festgelegt und/oder weist Schwankungen auf. Solche
Registrierungsschwankungen sind beispielsweise im Fall von Sicherheitsfäden durchaus
beabsichtigt, da der Sicherheitsfaden eine Verdickung des Substratmaterials verursacht.
Zur Verbesserung der Stapelfähigkeit von Wertdokumenten mit Sicherheitsfäden, beispielsweise
Banknoten, ist es daher vorteilhaft, wenn die Position des Sicherheitsfadens senkrecht
zur Längsrichtung des Sicherheitsfadens variiert. Der Gesamtbereich, in dem der Sicherheitsfaden
zum Liegen kommen kann, wird auch als Wobbelbereich bezeichnet und dieser Bereich
wird als zweiter Substratbereich im Sinne der vorliegenden Erfindung verstanden.
[0026] Durch die erfindungsgemäße Verwendung einer verringerten Schichtdicke der Farbannahmeschicht
in diesem zweiten Substratbereich wird zum einen die Mattierung, die aus der Verwendung
der Farbannahmeschicht resultiert, verringert und bereits damit die Erkennbarkeit
des optisch variablen Effekts verbessert. Zudem resultiert die verringerte Schichtdicke
der Farbannahmeschicht in dem zweiten Substratbereich in einer verringerten Farbannahmefähigkeit
der Substratoberfläche des Sicherheitsfadens, womit auch der Deckungsgrad einer ein
aufzubringendes Druckbild bildenden Druckfarbschicht verringert wird und auch dadurch
die Erkennbarkeit des optisch variablen Effekts des darunter liegenden optisch variablen
Sicherheitselements verbessert wird. Gemäß einer nicht erfindungsgemäßen Ausführungsform
geht die Schichtdicke innerhalb des zweiten Substratbereichs bis auf Null zurück,
womit eine vollständige Aussparung in der Farbannahmeschicht in dem zweiten Substratbereich
geschaffen wird. In diesem Fall hängt die Farbannahmefähigkeit von den Oberflächeneigenschaften
des Substrats des Sicherheitspapiers ab, welche insbesondere bei Folienverbund-Banknoten,
deren Oberfläche durch eine Kunststoff- oder Polymerschicht gebildet wird, sehr gering
ist.
[0027] Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass der optisch variable Effekt
eines optisch variablen Sicherheitselements noch erkennbar ist, wenn sich eine Farbannahmeschicht
mit verminderter Schichtdicke und eine Farbschicht mit entsprechend vermindertem Deckungsgrad
in Beobachtungsrichtung vor dem optisch variablen Element befindet.
[0028] Vorteilhafterweise kann das bei der Herstellung des Wertdokuments aufzubringende
weitere Druckbild vollflächig, ohne Beachtung der Position des optisch variablen Sicherheitselementes
in dem Substrat des Sicherheitspapiers gedruckt werden, wodurch sich der Herstellungsprozess
vereinfacht und die Gestaltungsfreiheit für das weitere Druckbild zunimmt.
[0029] Vorteilhafterweise wird die Farbannahmeschicht im Tiefdruck auf das Substrat des
Sicherheitspapiers aufgebracht. Die dazu verwendete Druckform, beispielsweise ein
Druckzylinder oder eine Druckplatte, weist einen ersten und einen zweiten Druckbereich
auf, welche während des Tiefdrucks jeweils in dem ersten und zweiten Substratbereich
des Sicherheitspapiers zu liegen kommen. Dabei besitzt der zweite Druckbereich der
Druckform eine gegenüber dem ersten Druckbereich verringerte Druckfarb-Aufnahmefähigkeit
für die Druckfarbe, aus welcher die Farbannahmeschicht erzeugt wird.
[0030] Die Druckfarb-Aufnahmefähigkeit wird anhand von Vertiefungen in der Druckform eingestellt.
Diese Vertiefungen können gefräst sein, beispielsweise mittels einer CNC-Maschine,
wie dies im Stahltiefdruck üblich ist, oder geätzt werden, wie dies im Stichtiefdruck
üblich ist.
[0031] In einer vorteilhaften Ausführungsform liegen die Vertiefungen in Form von Näpfchen
vor und der zweite Druckbereich besitzt eine gegenüber dem ersten Druckbereich verringerte
Näpfchengröße, einen erhöhten Näpfchenabstand und/ oder eine verringerte Näpfchentiefe.
[0032] In dem erfindungsgemäßen Sicherheitspapier weist die Schichtdicke der Farbannahmeschicht
innerhalb des zweiten Substratbereichs, ausgehend von der ersten Schichtdicke in dem
ersten Substratbereich, einen treppenförmig oder stufenlos abnehmenden Verlauf auf,
vorzugsweise mit einem konstanten Gradienten.
[0033] Der treppenförmig oder stufenlos abnehmende Verlauf der Schichtdicke der Farbannahmeschicht
in dem zweiten Substratbereich schließt sich nahtlos an die erste Schichtdicke in
dem ersten Substratbereich an. Ein solcher, einen räumlichen Gradienten aufweisenden
Verlauf hat den Vorteil, dass im Randbereich zwischen dem ersten und dem zweiten Substratbereich
keine störenden Kanten auftreten, welche den optischen Eindruck des herzustellenden
Wertdokuments beeinträchtigen. Im Fall eines treppenförmig abnehmenden Verlaufs der
Schichtdicke innerhalb des zweiten Substratbereichs wird die Stufenhöhe des treppenförmigen
Verlaufs vorzugsweise derart klein gewählt, dass diese Stufen für einen Betrachter
nicht wahrnehmbar sind.
[0034] Zur Erzeugung eines solchen graduell abnehmenden Verlaufs der Schichtdicke der Farbannahmeschicht
innerhalb des zweiten Substratbereichs weist die Druckform in ihrem zweiten Druckbereich
einen entsprechenden graduellen Verlauf in der Druckfarb-Aufnahmefähigkeit auf. Dies
kann durch eine entsprechende Ausgestaltung der Vertiefungen in der Druckform gewährleistet
werden. Weist die Druckform Vertiefungen in Form von Näpfchen auf, so wird die Näpfchengröße
graduell verringert, der Näpfchenabstand graduell erhöht und/oder die Näpfchentiefe
graduell verringert. Der graduelle Verlauf von Näpfchengröße, Näpfchenabstand und/oder
Näpfchentiefe kann kontinuierlich ausgestaltet werden. Die Herstellung der Druckform
vereinfacht sich, wenn der Verlauf der Druckfarb-Aufnahmefähigkeit der Druckform einen
konstanten Gradienten aufweist, in dem vorzugsweise Näpfchengröße, Näpfchenabstand
und/oder Näpfchentiefe mit einem konstanten Gradienten variiert werden.
[0035] Die Herstellung der Druckform vereinfacht sich auch, wenn zusätzlich oder alternativ
die Druckfarb-Aufnahmefähigkeit der Druckform einen treppenförmigen, und somit bereichsweise
konstanten Verlauf zeigt. Dabei werden die Vertiefungen in der Druckform derart ausgestaltet,
dass bereichsweise eine gleichförmige Druckfarb-Aufnahmefähigkeit erzielt wird, wobei
Bereiche mit verschiedener, graduell abnehmender Druckfarb-Aufnahmefähigkeit unmittelbar
nebeneinander angeordnet sind. Dabei unterscheidet sich die Druckfarb-Aufnahmefähigkeit
direkt aneinander grenzender Bereiche vorzugsweise nur geringfügig, so dass die Stufenhöhe
des treppenförmigen Verlaufs so klein ist, dass diese in der resultierenden Farbannahmeschicht
von einem Betrachter visuell nicht wahrgenommen werden können. Bei einem treppenförmigen
Verlauf ergibt sich der Gradient aus den Positionen und Höhen der Stufen.
[0036] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung wird eine mehrschichtige Farbannahmeschicht
auf das Substrat des Sicherheitspapiers aufgedruckt, indem mehrere Druckformen, vorzugsweise
mehrere hintereinander angeordnete Druckzylinder, jeweils eine Teilschicht der Farbannahmeschicht
auf das Substrat des Sicherheitspapiers aufdrucken. Dabei besitzt jede Druckform den
oben beschriebenen treppenförmigen Verlauf der Druckfarb-Aufnahmefähigkeit. Die Position
der Stufen der jeweiligen treppenförmigen Verläufe ist jedoch in den verschiedenen
Druckformen relativ zueinander versetzt, so dass auf dem Substrat eine Farbannahmeschicht
erzeugt wird, die eine hohe Anzahl von Stufen mit jeweils geringer Stufenhöhe aufweist.
Dabei ist die Anzahl der Stufen der Schichtdicke der Farbannahmeschicht auf dem Substrat
des Sicherheitspapiers gleich der Summe der Stufen des treppenförmigen Verlaufs der
Druckfarb-Aufnahmefähigkeit über alle verwendeten Druckformen. Dies hat den Vorteil,
dass mit nur wenigen Abstufungen in der Druckfarb-Aufnahmefähigkeit in jeder der Druckformen
eine hohe Anzahl von Stufen in der Schichtdicke der Farbannahmeschicht auf dem Substrat
des Sicherheitspapiers erzeugt werden können, was zum einen die Herstellung der Druckformen
vereinfacht und zum anderen die visuelle Wahrnehmbarkeit des treppenförmigen Verlaufs
der Schichtdicke der Farbannahmeschicht auf dem Substrat verringert oder vollständig
unterdrückt. Mit Hilfe einer solchen mehrschichtigen Farbannahmeschicht kann zudem,
insbesondere in dem ersten Substratbereich, eine verbesserte Homogenität der Farbannahmeschicht
und des aufzubringenden Druckbildes erzielt werden.
[0037] Die Schichtdicke der Farbannahmeschicht innerhalb des zweiten Substratbereichs weist
einen Minimalwert auf. Dieser Minimalwert ist von Null verschieden und beträgt beispielsweise
25% der ersten Schichtdicke in dem ersten Substratbereich. Dieser Minimalwert kann
in einem flächigen Bereich innerhalb des zweiten Substratbereichs angenommen werden.
Weist der zweite Substratbereich eine lang gestreckte Form auf, wie dies beispielsweise
im Fall eines Sicherheitsfadens als optisch variablem Sicherheitselement der Fall
ist, so wird der Minimalwert der Schichtdicke innerhalb des zweiten Substratbereichs
vorzugsweise nur in einem linienförmigen Bereich angenommen. Weist der zweite Substratbereich
vergleichbare Längenabmessungen in allen Richtungen auf der Substratoberfläche auf,
wie dies beispielsweise bei einem flächigen Patch der Fall ist, so weist die Schichtdicke
der Farbannahmeschicht den Minimalwert vorzugsweise nur in einem punktförmigen Bereich
auf. Vorteilhafterweise ist der Verlauf der Schichtdicke der Farbannahmeschicht zu
dem Bereich, in dem der Minimalwert angenommen wird, symmetrisch. Dies hat den Vorteil,
dass die Wahrnehmbarkeit des graduellen Verlaufs der Schichtdicke innerhalb des zweiten
Substratbereichs weiter verringert wird.
[0038] In einer vorteilhaften Ausgestaltung bildet das Sicherheitspapier die Vorstufe einer
Folienverbund-Banknote. Dabei ist auf eine zentrale Schicht aus einem Papier oder
einem Papier-artigen Material beidseitig eine transparente Kunststoff- oder Polymerfolie
aufkaschiert. Das optisch variable Sicherheitselement ist dabei im Bereich der zentralen
Schicht aus Papier oder Papier-artigem Material angeordnet und befindet sich somit
in Betrachtungsrichtung hinter der transparenten Kunststoff- oder Polymerschicht.
Die Farbannahmeschicht ist direkt auf dieser transparenten Schicht angeordnet und
befindet sich daher in Betrachtungsrichtung vor der transparenten Schicht.
[0039] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung des Dokuments ist das optisch variable
Sicherheitselement auch bei Betrachtung einer zweiten, der ersten Substratseite gegenüberliegenden
Seite des Substrats visuell wahrnehmbar. Dies kann beispielsweise durch einen Pendel-Sicherheitsfaden
realisiert werden, welcher abschnittsweise von Vorder- und Rückseite eines Wertdokuments
erkennbar ist oder auch durch ein Sicherheitselement, das eine Lochabdeckung einer
Aussparung in dem Substrat bildet.
[0040] Weitere Ausführungsbeispiele und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend beispielhaft
anhand der begleitenden Figuren erläutert. Die Beispiele stellen bevorzugte Ausführungsformen
dar, die die Erfindung in keiner Weise beschränken. Die gezeigten Figuren sind schematische
Darstellungen, die die realen Proportionen nicht widerspiegeln, sondern einer verbesserten
Anschaulichkeit der verschiedenen Ausführungsbeispiele dienen.
[0041] Im Einzelnen zeigen die Figuren:
- Fig. 1
- eine Banknote mit optisch variablem Sicherheitselement;
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch eine erstes Ausführungsbeispiel eines Sicherheitspapiers mit
Farbannahmeschicht;
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch eine zweites Ausführungsbeispiel eines Sicherheitspapiers
mit Farbannahmeschicht; und
- Fig. 4
- einen zylinderförmigen Druckzylinder.
[0042] In Fig. 1 ist als Wertdokument eine Banknote 1 dargestellt, mit einem Fenstersicherheitsfaden
2 als optisch variablem Sicherheitselement. Der Sicherheitsfaden 2 weist eine Streifenbreite
von 3 bis 5 mm auf und befindet sich infolge von Registrierungsschwankungen an einer
beliebigen Stelle innerhalb des so genannten Wobbelbereichs 3, der eine Streifenbreite
von ca. 1 cm aufweist.
[0043] In Fig. 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel eines Sicherheitspapiers 7, das zur
Herstellung einer Folienverbund-Banknote 1, wie sie in Fig.1 dargestellt ist, verwendet
wird, im Querschnitt entlang der Linie A-A' in Fig. 1, dargestellt. Das Substrat 8
des Sicherheitspapiers 7 umfasst eine zentrale Papierschicht 4 und beidseitig aufkaschierte
transparente PET-Folien 5. Weiterhin ist der Sicherheitsfaden 2 dargestellt, welcher
in der dargestellten Schnittzeichnung (entlang der Linie A-A') an die Oberfläche der
Papierschicht 4 tritt und somit bei Betrachtung des Sicherheitspapiers 7 in Fig. 2
von oben erkennbar ist. Der Sicherheitsfaden 2 zeigt einen optisch variablen Effekt.
Er ist in dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel innerhalb des Wobbelbereichs
3 zentral angeordnet. Seine Position variiert jedoch in dem Sicherheitspapier 7 und
somit von Banknote 1 zu Banknote 1 beliebig innerhalb des Wobbelbereichs 3. Auf der
Oberfläche der in Fig. 2 oben gezeichneten PET-Folie 5 ist eine Farbannahmeschicht
6 aufgebracht. Diese weist außerhalb des Wobbelbereichs 3 eine erste gleichförmige
Schichtdicke auf. Innerhalb des Wobbelbereichs 3 nimmt die Schichtdicke der Farbannahmeschicht
6 ausgehend vom Randbereich des Wobbelbereichs 3 kontinuierlich bis auf einem Minimalwert
ab. Eine solche Farbannahmeschicht kann durch gängige Beschichtungs- und Auftragsverfahren,
beispielsweise mit Hilfe eines Druckzylinders im Tiefdruck, dessen Druckfarb-Aufnahmefähigkeit
in einem Bereich, der beim Tiefdruck auf dem Wobbelbereich 3 des Sicherheitspapiers
7 zu liegen kommt, einen entsprechend kontinuierlichen Verlauf der Druckfarb-Aufnahmefähigkeit
zeigt, geschaffen werden.
[0044] Das in Fig. 3 dargestellte zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem
in Fig. 2 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel durch einen treppenförmigen anstelle
eines kontinuierlichen Verlaufs der Schichtdicke der Farbannahmeschicht 6 innerhalb
des Wobbelbereichs 3. Eine derart ausgestaltete Farbannahmeschicht 6 kann prinzipiell
ebenfalls im Tiefdruck mit Hilfe eines Druckzylinders, der einen entsprechend treppenförmigen
Verlauf der Druckfarb-Aufnahmefähigkeit zeigt, erzeugt werden.
[0045] In dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Druckannahmeschicht
6 zumindest außerhalb des Wobbelbereichs 3 jedoch aus drei Teilschichten 6a, 6b, 6c,
welche jeweils eine Schichtdicke von ca. einem Drittel der gesamten Schichtdicke der
Farbannahmeschicht 6 aufweisen. Innerhalb des Wobbelbereichs weisen die Teilschichten
6b und 6c Aussparungen auf, während die Teilschicht 6a keine Aussparung aufweist und
auf dem Sicherheitspapier 7 vollflächig aufgetragen ist. Somit wird in dem dargestellten
zweiten Ausführungsbeispiel innerhalb des Wobbelbereichs ein Minimalwert der Schichtdicke
der Farbannahmeschicht 6 angenommen, die der Schichtdicke der Teilschicht 6a entspricht,
das heißt von ca. einem Drittel der Schichtdicke außerhalb des Wobbelbereichs 3. Die
drei Teilschichten 6a, 6b und 6c werden durch drei verschiedene Druckzylinder DW1,
DW2, DW3 auf die Banknote 1 aufgebracht, wobei der Druckzylinder, der die Teilschicht
6a druckt, keine Aussparungen der Druckfarb-Aufnahmefähigkeit zeigt, der Druckzylinder,
der die Teilschicht 6b erzeugt, in einem Druckbereich, welcher schmäler ist als der
Wobbelbereich 3 eine Druckfarb-Aufnahmefähigkeit von Null aufweist und der Druckzylinder,
der die Teilschicht 6c erzeugt, in einem Druckbereich, dessen Breite der Breite des
Wobbelbereichs 3 entspricht, eine Druckfarb-Aufnahmefähigkeit Null aufweist. Die drei
Druckzylinder sind zueinander geeignet angeordnet, so dass der in Fig. 2 dargestellte
treppenförmige Verlauf der Schichtdicke der Druckannahmeschicht 6 innerhalb des Wobbelbereichs
3 entsteht. Die oberen Teilschichten 6b und 6c dienen vornehmlich der Verbesserung
der Aufnahme der das noch aufzubringende Druckbild bildenden Druckfarbe. Sie werden
auch als Druckannahmeschichten bezeichnet. Die untere, unmittelbar auf der Oberfläche
des Substrats 8 angeordnete Teilschicht 6a dient vornehmlich der Verbesserung der
mechanischen Haftung der darüberliegenden Teilschichten 6b und 6c auf der Substratoberfläche
des Sicherheitspapiers. Dazu zeigt die Teilschicht 6a eine geeignete Klebefähigkeit.
Sie wird auch als Primerschicht bezeichnet.
[0046] In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel weist jeder der drei Druckzylinder
eine treppenförmige Abstufung der Druckfarb-Aufnahmefähigkeit auf. Die Druckfarb-Aufnahmefähigkeit
in zwei der drei Druckzylinder DW2, DW3 weist dabei fünf Abstufungen mit 0, 25, 50,
75 oder 100% der maximalen Druckfarb-Aufnahmefähigkeit auf, wodurch auf jedem dieser
Druckzylinder vier Stufen beim Übergang von 100% auf 0% Druckfarb-Aufnahmefähigkeit
entstehen. In dem dritten Druckzylinder DW1 weist die Druckfarb-Aufnahmefähigkeit
nur vier Abstufungen mit 25, 50, 75 oder 100% der maximalen Druckfarb-Aufnahmefähigkeit
auf, wodurch in diesem Druckzylinder drei Stufen beim Übergang von 100% auf 25% Druckfarb-Aufnahmefähigkeit
entstehen. Die Stufen der treppenförmigen Verläufe der drei Druckzylinder sind relativ
zueinander geeignet versetzt angeordnet, so dass die resultierende gesamte Farbannahmeschicht
insgesamt elf, bezüglich Höhe und Position gleichförmige Stufen aufweist. Dabei nimmt
die Schichtdicke der Farbannahmeschicht von einem Einheiten-freien Wert von 300 außerhalb
des Wobbelbereichs 3 auf einen Minimalwert von 25 graduell ab. Die daraus resultierende
feine, treppenförmige Abstufung in der Schichtdicke kann von einem Betrachter nicht
mehr wahrgenommen werden, wodurch den visuellen Eindruck der resultierenden Banknote
1 optisch störende Kanten vermieden werden, gleichzeitig aber die Erkennbarkeit des
optisch variablen Effekts des Sicherheitsfaden 2 gewährleistet ist. Der Verlauf der
Druckfarb-Aufnahmefähigkeit der drei Druckzylinder DW1, DW2 und DW3 sowie die resultierende
Gesamt-Schichtdicke der Farbannahmeschicht 6 sind in der folgenden Tabelle numerisch
wiedergegeben.
| DW3 |
100 |
100 |
100 |
75 |
75 |
75 |
50 |
50 |
50 |
25 |
25 |
25 |
0 |
0 |
| DW2 |
100 |
100 |
100 |
100 |
75 |
75 |
75 |
50 |
50 |
50 |
25 |
25 |
25 |
0 |
| DW1 |
100 |
100 |
100 |
100 |
100 |
75 |
75 |
75 |
50 |
50 |
50 |
25 |
25 |
25 |
| Gesamt |
300 |
300 |
300 |
275 |
250 |
225 |
200 |
175 |
150 |
125 |
100 |
75 |
50 |
25 |
[0047] In Fig. 4 ist ein Druckzylinder für Tiefdruck perspektivisch dargestellt. Er enthält
Vertiefungen in Form von Näpfchen 9 zur Aufnahme der die Farbannahmeschicht 6 bildenden
Druckfarbe. In einem Druckbereich 10 nimmt die Größe der Näpfchen 9 kontinuierlich
bis auf einen minimalen Wert ab und die Druckfarb-Aufnahmefähigkeit des Druckzylinders
zeigt einen entsprechenden räumlich graduellen Verlauf. Beim Tiefdruck kommt der Druckbereich
10 auf dem Wobbelbereich 3 des Sicherheitsfadens 2 des Sicherheitspapiers 7 zum Liegen.
Die Länge des Druckbereichs 10 in Richtung der Achse Druckzylinders ist kleiner oder
gleich der Breite des Wobbelbereichs 3 auf dem Substrat 8 des Sicherheitspapiers 7.
Mit dem dargestellten Druckzylinder lässt sich somit eine Farbannahmeschicht 6 erzeugen,
welche innerhalb des Wobbelbereichs 3 eine verminderte Schichtdicke aufweist. Insbesondere
lassen sich dadurch in guter Näherung stufenlose Verläufe der Schichtdicke der Farbannahmeschicht
6 innerhalb des Wobbelbereichs 3 realisieren. Vorzugsweise werden mehrere Druckzylinder
kombiniert, um mehrere Teilschichten der Farbannahmeschicht 6 zu realisieren.
[0048] In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel wird anstelle eines Druckzylinders
eine Druckplatte mit einem entsprechend graduellen Verlauf der Druckfarb-Aufnahmefähigkeit
verwendet. Während bei dem Druckzylinder der graduelle Verlauf der Druckfarb-Aufnahmefähigkeit
nur in axialer Richtung vorliegt, zeigt die Druckplatte einen solchen graduellen Verlauf
in verschiedenen Richtungen auf der Oberfläche der Druckplatte, wobei die Gradienten
in verschiedenen Richtungen verschieden sein können. Somit kann der Bereich, in dem
auf der Druckplatte ein gradueller Verlauf der Druckfarb-Aufnahmefähigkeit vorliegt,
an die Form des zu überdruckenden optisch variablen Sicherheitselements angepasst
werden. Dies gestattet beispielsweise das Überdrucken eines optisch variablen Sicherheitselements
in Form eines flächigen Patches oder eines Etiketts.
[0049] In einem weiteren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst die Farbannahmeschicht
insgesamt 4 Teilschichten, drei Druckannahmeschichten, die vornehmlich der Verbesserung
der Aufnahme (Wegschlagen) der das aufzubringende Druckbild bildenden Druckfarbe dienen,
und eine Primerschicht, die vornehmlich der Verbesserung der mechanischen Haftung
der Druckannahmeschichten auf der Substratoberfläche des Sicherheitspapiers dienen,
wobei die Substratoberfläche aus einer PET-Folie besteht und die Primerschicht unmittelbar
auf dieser angeordnet ist.
[0050] Die drei Druckannahmeschichten weisen neben einem oder verschiedener Kieselgele als
Verlaufsadditiv einen längerkettigen Alkohol, beispielsweise Dowanoltype oder tert.-Butoxypropanol,
auf, als Vernetzer Penthaerythritglycidether und als Bindemittel eine wässrige Polyurethan-
oder Polyacrylat- oder Urethanacrylatdispersion. Gegebenenfalls können weitere Additive
wie Wachse, Oberflächen-, Antischaumadditive verwendet werden. Die Druckannahmeschichten
weisen 0 - 5 % Vernetzer, 0 - 5 % Verlaufsadditiv, 5 - 50 %, vorzugsweise 10 - 25
% Kieselgel und 40 - 80 %, vorzugsweise 65 - 75 % Bindemittel auf.
[0051] Die Zusammensetzung der drei Druckannahmeschichten kann variieren. Beispielsweise
weist die oberste Schicht auf dem Sicherheitspapier eine geringere Menge Kieselgel
als die darunter liegenden Schichten auf. Dies hat den Vorteil, dass die oberste Druckannahmeschicht
gegen Abrieb stabil und zugleich noch ausreichend porös ist, um die Druckfarbe des
aufzubringenden Druckbildes zu den darunter liegenden Druckannahmeschichten durchzulassen.
Die darunter liegenden Druckannahmeschichten weisen höhere Kieselgel- Anteile auf
und wirken daher wie ein Schwamm, wobei eine gegebenenfalls geringere Stabilität gegen
Abrieb nicht ins Gewicht fällt.
[0052] Die Primerschicht weist neben einem oder verschiedender Kieselgele als Verlaufsadditiv
ebenfalls einen längerkettigen Alkohol, beispielsweise Dowanoltype oder tert.-Butoxypropanol,
auf, als Vernetzer polyfunktionelles Aziridin und als Bindemittel eine wässrige Acrylat-,
Stryolacrylat- oder PU-Dispersion, beispielsweise Alberdingk U 520. Die Primerschicht
weist 0 - 5 % Vernetzer, 0 -10 % Verlaufsadditiv, 0 - 20 %, vorzugsweise 0 -10 % Kieselgel
und 80 -100 %, vorzugsweise 85 - 90 % Bindemittel auf.
[0053] Durch eine geeignete, beispielsweise chemische Vorbehandlung der PET-Folie des Sicherheitspapiers
für eine Folienverbund-Banknote kann eine ausreichende Haftung der Druckannahmeschichten
auch unmittelbar auf der PET-Folie erzielt werden, wodurch auf die Primerschicht verzichtet
werden kann.
1. Sicherheitspapier (7) für die Herstellung von Wertdokumenten umfassend ein Substrat
(8) mit einem optisch variablen Sicherheitselement (2), welches bei Betrachtung zumindest
einer ersten Seite des Substrats (8) erkennbar ist, und eine Farbannahmeschicht (6),
welche zumindest auf der ersten Seite des Substrats (8) angeordnet ist, wobei die
Farbannahmeschicht (6) in einem außerhalb des Bereichs des optisch variablen Sicherheitselements
(2) liegenden ersten Substratbereich eine erste Schichtdicke aufweist und in einem
zweiten Substratbereich, in dem das optisch variable Sicherheitselement (2) angeordnet
ist, eine gegenüber der ersten Schichtdicke verringerte Schichtdicke aufweist und
die Schichtdicke innerhalb des zweiten Substratbereichs, ausgehend von der ersten
Schichtdicke in dem ersten Substratbereich, einen treppenförmig oder stufenlos abnehmenden
Verlauf aufweist und die Schichtdicke innerhalb des zweiten Substratbereichs einen
Minimalwert aufweist.
2. Sicherheitspapier (7) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtdicke innerhalb des zweiten Substratbereichs, ausgehend von der ersten
Schichtdicke in dem ersten Substratbereich, einen treppenförmig oder stufenlos abnehmenden
Verlauf mit einem konstanten Gradienten aufweist.
3. Sicherheitspapier (7) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtdicke innerhalb des zweiten Substratbereichs in einem punktförmigen oder
linienförmigen Bereich einen Minimalwert aufweist.
4. Sicherheitspapier (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat (8) eine Schicht (4) aus Papier oder einem Papier-artigen Material umfasst,
welche vorzugsweise mit einer transparenten Kunststoff- oder Polymerschicht (5), besonders
bevorzugt beidseitig, beschichtet ist.
5. Sicherheitspapier (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement (2) des Sicherheitspapiers (7) als Sicherheitsfaden, vorzugsweise
als Fenstersicherheitsfaden, als Folienpatch oder als Folienstreifen ausgebildet ist.
6. Sicherheitspapier (7) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das optisch variable Sicherheitselement (2) auch bei Betrachtung einer der ersten
Substratseite gegenüberliegenden zweiten Seite des Substrats (8) erkennbar ist, wobei
das optisch variable Sicherheitselement (2) vorzugsweise als Pendelsicherheitsfaden
oder als Abdeckung über einer Ausnehmung in dem Substrat (8) ausgebildet ist.
7. Wertdokument umfassend ein Sicherheitspapier (7) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei das Wertdokument eine auf der Farbannahmeschicht (6) angeordnete Druckfarbschicht
aufweist.
8. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitspapiers (7) für die Herstellung von Wertdokumenten,
umfassend die Schritte:
- Bereitstellen eines Substrats (8) mit einem optisch variablen Sicherheitselement
(2), welches bei Betrachtung zumindest einer ersten Seite des Substrats (8) erkennbar
ist, und
- Aufbringen einer Farbannahmeschicht (6) zumindest auf die erste Seite des Substrats
(8), derart, dass die Farbannahmeschicht (6) in einem außerhalb des Bereichs des optisch
variablen Sicherheitselements (2) liegenden ersten Substratbereich eine erste Schichtdicke
aufweist und in einem zweiten Substratbereich, in dem das optisch variable Sicherheitselement
(2) angeordnet ist, eine gegenüber der ersten Schichtdicke verringerte Schichtdicke
aufweist und die Schichtdicke innerhalb des zweiten Substratbereichs, ausgehend von
der ersten Schichtdicke in dem ersten Substratbereich, einen treppenförmig oder stufenlos
abnehmenden Verlauf aufweist und die Schichtdicke innerhalb des zweiten Substratbereichs
einen Minimalwert aufweist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbannahmeschicht im Tiefdruck mit einer Druckform aufgebracht wird, welche
einen ersten und einen zweiten Druckbereich aufweist, welche während des Tiefdrucks
jeweils auf dem ersten und zweiten Substratbereich zu liegen kommen, wobei der zweite
Druckbereich eine gegenüber dem ersten Druckbereich verringerte Druckfarb-Aufnahmefähigkeit
aufweist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckform Näpfchen (9) aufweist, die in dem zweiten Druckbereich gegenüber dem
ersten Druckbereich eine verringerte Größe, einen verringerten Abstand und/ oder eine
verringerte Tiefe aufweisen.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckfarb-Aufnahmefähigkeit innerhalb des zweiten Druckbereichs, ausgehend von
der Druckfarb-Aufnahmefähigkeit in dem ersten Druckbereich, einen treppenförmig oder
stufenlos abnehmenden Verlauf, vorzugsweise mit einem konstanten Gradienten, aufweist.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbringen der Farbannahmeschicht (6) durch mehrere Druckformen in mehreren Teilschritten
geschieht, wobei die mehreren Druckformen in den jeweils zweiten Druckbereichen einen
jeweils relativ zu den übrigen Druckformen versetzten treppenförmigen Verlauf der
Druckfarb-Aufnahmefähigkeit aufweisen.
13. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 8 bis 12, welche
eine Vielzahl von Druckzylindern zur Aufbringung einer Farbannahmeschicht (6) aufweist,
wobei die Vielzahl von Druckzylindern einen jeweils relativ zu den übrigen Druckzylindern
versetzten treppenförmigen Verlauf einer Druckfarb-Aufnahmefähigkeit aufweisen.
1. A security paper (7) for manufacturing value documents, comprising a substrate (8)
having an optically variable security element (2) which is recognizable upon viewing
at least a first side of the substrate (8), and an ink-receiving layer (6) which is
arranged at least on the first side of the substrate (8), wherein the ink-receiving
layer (6) has a first layer thickness in a first substrate region located outside
the region of the optically variable security element (2), and has a reduced layer
thickness compared to the first layer thickness in a second substrate region in which
the optically variable security element (2) is arranged, and the layer thickness within
the second substrate region, starting from the first layer thickness in the first
substrate region, has a course which decreases in stepped or stepless form, and the
layer thickness within the second substrate region has a minimum value.
2. The security paper (7) according to claim 1, characterized in that the layer thickness within the second substrate region, starting from the first layer
thickness in the first substrate region, has a course which decreases in stepped or
stepless form with a constant gradient.
3. The security paper (7) according to claim 1 or 2, characterized in that the layer thickness has a minimum value within the second substrate region in a dot-shaped
or lineshaped region.
4. The security paper (7) according to any of the preceding claims, characterized in that the substrate (8) comprises a layer (4) of paper or paper-like material, which is
preferably coated, particularly preferably on both sides, with a transparent plastic
or polymer layer (5).
5. The security paper (7) according to any of the preceding claims, characterized in that the security element (2) of the security paper (7) is formed as a security thread,
preferably as a windowed security thread, as a foil patch or as a foil strip.
6. The security paper (7) according to any of the preceding claims, characterized in that the optically variable security element (2) is recognizable also upon viewing a second
side of the substrate (8) located opposite the first side of the substrate, wherein
the optically variable security element (2) is preferably formed as a pendulating
security thread or as a cover above a recess in the substrate (8).
7. A value document comprising a security paper (7) according to any of the claims 1
to 6, wherein the value document has a printing ink layer arranged on the ink-receiving
layer (6).
8. A method for manufacturing a security paper (7) for manufacturing value documents,
comprising the steps of:
- making available a substrate (8) having an optically variable security element (2)
that is recognizable upon viewing at least a first side of the substrate (8), and
- applying an ink-receiving layer (6) to at least the first side of the substrate
(8) in such a fashion that the ink-receiving layer (6) has a first layer thickness
in a first substrate region located outside the region of the optically variable security
element (2), and has a reduced layer thickness compared to the first layer thickness
in a second substrate region in which the optically variable security element (2)
is arranged, and the layer thickness within the second substrate region, starting
from the first layer thickness in the first substrate region, has a course which decreases
in stepped or stepless form, and the layer thickness within the second substrate region
has a minimum value.
9. The method according to claim 8, characterized in that the ink-receiving layer is applied by gravure printing using a printing form which
has a first and a second printing region which, during the gravure printing, in each
case come to lie on the first and second substrate region, wherein the second printing
region has a reduced printing-ink receiving capacity compared with the first printing
region.
10. The method according to claim 9, characterized in that the printing form has cells (9) which, in the second printing region, have a reduced
size, a reduced spacing and/or a reduced depth compared with the first printing region.
11. The method according to claim 9 or 10, characterized in that the printing-ink receiving capacity within the second printing region, starting from
the printing-ink receiving capacity in the first printing region, has a course that
decreases in stepped or stepless form, preferably with a constant gradient.
12. The method according to claim 11, characterized in that the application of the ink-receiving layer (6) is effected by a plurality of printing
forms in a plurality of partial steps, wherein the plurality of printing forms in
the respective second printing regions have a stepped course of the printing-ink receiving
capacity that is respectively offset relative to the remaining printing forms.
13. An apparatus for carrying out a method according to any of the claims 8 to 12, which
has a multiplicity of printing cylinders for applying an ink-receiving layer (6),
wherein the multiplicity of printing cylinders have a stepped course of a printing-ink
receiving capacity that is respectively offset relative to the remaining printing
cylinders.
1. Papier de sécurité (7) destiné à la fabrication de documents de valeur, comprenant
un substrat (8) doté d'un élément de sécurité (2) optiquement variable qui, lors d'une
observation d'au moins une première face du substrat (8), est reconnaissable, et une
couche de réception d'encre (6) qui est agencée au moins sur la première face du substrat
(8), la couche de réception d'encre (6) présentant, dans une première zone de substrat
située à l'extérieur de la zone de l'élément de sécurité (2) optiquement variable,
une première épaisseur de couche, et présentant, dans une deuxième zone de substrat
dans laquelle l'élément de sécurité (2) optiquement variable est agencé, une épaisseur
de couche réduite par rapport à la première épaisseur de couche, et l'épaisseur de
couche présentant, à l'intérieur de la deuxième zone de substrat à partir de la première
épaisseur de couche dans la première zone de substrat, une évolution diminuant en
escalier ou progressivement, et l'épaisseur de couche présentant, à l'intérieur de
la deuxième zone de substrat, une valeur minimale.
2. Papier de sécurité (7) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'épaisseur de couche à l'intérieur de la deuxième zone de substrat à partir de la
première épaisseur de couche dans la première zone de substrat présente une évolution
à gradient constant diminuant en escalier ou progressivement.
3. Papier de sécurité (7) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'épaisseur de couche à l'intérieur de la deuxième zone de substrat présente dans
une zone en forme de points ou en forme de lignes une valeur minimale.
4. Papier de sécurité (7) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le substrat (8) comprend une couche (4) en papier ou en un matériau qui ressemble
à du papier revêtue de préférence d'une couche (5) transparente en matière plastique
ou en polymère, particulièrement de préférence sur ses deux faces.
5. Papier de sécurité (7) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de sécurité (2) du papier de sécurité (7) est réalisé sous forme de fil
de sécurité, de préférence sous forme de fil de sécurité à fenêtre, sous forme de
patch de film ou de ruban de film.
6. Papier de sécurité (7) selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de sécurité (2) optiquement variable est aussi reconnaissable lors d'une
observation d'une deuxième face du substrat (8) opposée à la première face du substrat,
l'élément de sécurité (2) optiquement variable étant de préférence réalisé sous forme
de fil de sécurité pendulaire ou en tant que recouvrement par-dessus un évidement
dans le substrat (8).
7. Document de valeur comprenant un papier de sécurité (7) selon une des revendications
de 1 à 6, le document de valeur comportant une couche d'encre d'impression agencée
sur la couche de réception d'encre (6).
8. Procédé de fabrication d'un papier de sécurité (7) destiné à la fabrication de documents
de valeur, comprenant les étapes :
- mise à disposition d'un substrat (8) doté d'un élément de sécurité (2) optiquement
variable qui, lors d'une observation d'au moins une première face du substrat (8),
est reconnaissable, et
- application d'une couche de réception d'encre (6) au moins sur la première face
du substrat (8), de telle façon que la couche de réception d'encre (6) présente, dans
une première zone de substrat située à l'extérieur de la zone de l'élément de sécurité
(2) optiquement variable, une première épaisseur de couche, et présente, dans une
deuxième zone de substrat dans laquelle l'élément de sécurité (2) optiquement variable
est agencé, une épaisseur de couche réduite par rapport à la première épaisseur de
couche, et que l'épaisseur de couche présente, à l'intérieur de la deuxième zone de
substrat à partir de la première épaisseur de couche dans la première zone de substrat,
une évolution diminuant en escalier ou progressivement, et que l'épaisseur de couche
présente, à l'intérieur de la deuxième zone de substrat, une valeur minimale.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que la couche de réception d'encre (6) est appliquée par impression en creux avec un
bloc d'impression comportant une première et une deuxième zone d'impression qui, pendant
l'impression en creux, sont respectivement positionnées sur la première et la deuxième
zone de substrat, la deuxième zone d'impression présentant, par rapport à la première
zone d'impression, une capacité réduite de chargement d'encre d'impression.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le bloc d'impression comporte des alvéoles (9) qui présentent dans la deuxième zone
d'impression, par rapport à la première zone d'impression, une taille réduite, un
écart réduit et/ou une profondeur réduite.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que la capacité de chargement d'encre d'impression à l'intérieur de la deuxième zone
d'impression, à partir de la capacité de chargement d'encre d'impression dans la première
zone d'impression, présente une évolution diminuant en escalier ou progressivement,
de préférence à gradient constant.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'application de la couche de réception d'encre (6) est effectuée par plusieurs blocs
d'impression en plusieurs étapes partielles, les plusieurs blocs d'impression présentant
dans les respectivement deuxièmes zones d'impression une évolution de la capacité
de chargement d'encre d'impression en escalier respectivement décalée par rapport
aux autres blocs d'impression.
13. Dispositif d'exécution d'un procédé selon une des revendications de 8 à 12, lequel
comporte une pluralité de cylindres d'impression pour l'application d'une couche de
réception d'encre (6), la pluralité de cylindres d'impression présentant une évolution
de la capacité de chargement d'encre d'impression en escalier respectivement décalée
par rapport aux autres cylindres d'impression.