(19)
(11) EP 2 430 622 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
28.02.2018  Patentblatt  2018/09

(21) Anmeldenummer: 10715515.2

(22) Anmeldetag:  23.03.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
G07F 9/02(2006.01)
G07F 19/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2010/053772
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2010/130500 (18.11.2010 Gazette  2010/46)

(54)

EINRICHTUNG ZUM ZENTRALEN ÜBERWACHEN DES BETRIEBES VON BANKAUTOMATEN

DEVICE FOR CENTRALLY MONITORING THE OPERATION OF AUTOMATIC TELLER MACHINES

DISPOSITIF DE SURVEILLANCE CENTRALISÉE DU FONCTIONNEMENT DE GUICHETS AUTOMATIQUES BANCAIRES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 14.05.2009 DE 102009021130

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
21.03.2012  Patentblatt  2012/12

(73) Patentinhaber: Wincor Nixdorf International GmbH
33106 Paderborn (DE)

(72) Erfinder:
  • KAMUF, Robert
    34414 Warburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 1 672 500
GB-A- 2 290 872
WO-A1-02/054223
US-A1- 2006 131 380
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum zentralen Überwachen des Betriebes von Bankautomaten, in denen die Eingabe oder Ausgabe von Banknoten abhängig von einem Programm und Sensorsignalen mittels Aktoren gesteuert wird und Datensätze aus Funktionssignalmustern des Bankautomaten oder seiner Module zeitabschnittsweise erzeugt und diese an eine zentrale Auswerteeinrichtung übertragen werden, wo die Funktionssignalmuster zeitabschnittsweise mit vorgegebenen Funktionssignalmustern verglichen werden.

    [0002] Bankautomaten werden vorzugsweise in sogenannten Geräteparks betrieben. Die Übertragung der Datensätze kann über ein dem Gerätepark zugeordnetes Netzwerk, über das Internet oder über einen Datenspeicher wie z. B. einen USB-Speicher oder eine CD/DVD vorgenommen werden. In der zentralen Auswerteeinrichtung werden die übertragenen Datensätze analysiert, um bei einer Fehlfunktion oder einem Ausfall einer Maschine bzw. einer Komponente (z. B. Cash-Modul) die Geldausgabe zu sperren, eine Fehlersignalgabe zu veranlassen oder den betreffenden Bankautomaten ganz abzuschalten. Anschließend können dann Wartungsarbeiten oder auch Reparaturen vorgenommen werden.

    [0003] Der durch Wartung und Reparaturen verursachte Zeit- und Kostenaufwand kann abhängig vom Alter und dem Einsatzort eines Bankautomaten beträchtlich sein. Dies gilt besonders für Geräteparks, bei denen zwischen den Einsatzorten von Bankautomaten und zentralen Wartungs- und Reparaturstellen lange Wege zurückzulegen sind, wodurch Stillstandszeiten verursacht werden und der Kostenaufwand unerwünscht ansteigt.

    [0004] Aus dem Dokument WO 02/054223 A1 ist ein Verfahren zum Vorhersagen von Fehlerzuständen einer Maschine bekannt, bei dem in einer ersten Phase in Betriebsdaten der Maschine Muster erkannt werden, die vor dem Auftreten von Fehlerzuständen der Maschinen vorliegen. In einer sich an die erste Phase anschließenden zweiten Phase werden die aktuellen Betriebsdaten mit dem gleichen Mustererkennungsverfahren auf das Vorliegen der in der ersten Phase ermittelten Muster überwacht. Beim Vorliegen eines solchen Musters wird auf einen bevorstehenden Fehlerzustand geschlossen.

    [0005] Weitere Verfahren zur Überwachung von Maschinen sind aus den Dokumenten EP 1 672 500 A2 und GB 2 290 872 A bekannt.

    [0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, das Überwachen von Bankautomaten so zu verbessern, dass Totalausfälle und damit verbundene Stillstandszeiten reduziert werden.

    [0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe bei einer Einrichtung der eingangs genannten Art dadurch, dass die Datensätze aus Funktionssignalen der Aktoren und Sensoren des Bankautomaten erzeugt werden, dass die Funktionsmerkmale des jeweiligen Sensors bzw. Aktors in der zentralen Überwachungseinrichtung aus den Datensätzen abgeleitet und mit ihnen entsprechenden Funktionsmerkmalen aus vorherigen Auswertezeitabschnitten verglichen werden, und dass die Vergleichsergebnisse mit Normwerten verglichen werden, bei deren Überschreiten eine Warnsignalgabe erfolgt.

    [0008] Die Erfindung beruht auf der Überlegung, dass ein Erfassen zeitlicher Veränderungen der Funktionsmerkmale von Elementen, die in einem Bankautomaten letztlich die einzelnen mechanischen Schaltfunktionen bei einem Banknotentransport ausführen, ein frühzeitiges Erkennen der Tendenz zu einem Funktionsfehler bei einem Sensor oder Aktor ermöglicht. Ein Funktionsmerkmal eines Aktors ist z.B. dessen Ansprechzeit. Ein Funktionsmerkmal eines Sensors ist z.B. dessen Signalamplitude. Bei der Erfindung werden die Signale, die zum Betätigen eines Aktors ohnehin erforderlich sind, zum Erstellen einer Funktionsanalyse genutzt, um Fehlertendenzen aus der Änderung von Funktionsmerkmalen zu erkennen. Abhängig von der Größe einer solchen Änderung kann dann das fragliche Element gewechselt werden, bevor es zu einem Totalausfall des Elements kommt. So können lange Stillstandszeiten eines Bankautomaten vermieden werden.

    [0009] Eine solche Überwachung besteht demnach nicht in einem einfachen Erfassen von Funktionsfehlern im Betriebsablauf eines Bankautomaten, sondern es werden die im Normalbetrieb verfügbaren Funktionssignale von Aktoren und Sensoren genutzt, um Fehlertendenzen frühzeitig festzustellen und im Rahmen ohnehin erforderlicher Wartungsarbeiten solche Aktoren oder Sensoren austauschen zu können, bei denen ein Funktionsfehler zu erwarten ist.

    [0010] Weiterbildungen der Erfindung, die die Lösung der gestellten Aufgabe begünstigen, sind in den Unteransprüchen angegeben und gehen aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung hervor. Darin zeigen:
    Fig. 1
    den prinzipiellen Aufbau eines Bankautomaten, soweit er für die Erfindung relevant ist,
    Fig. 2
    ein beispielsweises Wartungsnetzwerk eines aus mehreren Bankautomaten bestehenden Geräteparks,
    Fig. 3
    ein Beispiel eines Weichenmechanismus in einem Bankautomaten, und
    Fig. 4
    das Flussdiagramm einer Überwachung des Weichenmechanismus gemäß Fig. 3 in der zentralen Auswerteeinrichtung des Bankautomaten.


    [0011] In Fig. 1 ist der prinzipielle Aufbau eines Bankautomaten dargestellt, soweit er für die Erfindung relevant ist. In dem Bankautomaten befindet sich ein Systemrechner 10, der während des Betriebes des Bankautomaten im Zusammenspiel mit einer Steuerlogik (Master-Controller) 11 über einen sogenannten CAN-Bus 12 Steuereinheiten (Sub-Controller) 13, 14, ..., 1n ansteuert, die wiederum jeweils mit einem Aktor und einem Sensor verbunden sind. Beispiele für Aktoren sind Motoren für Riemenantriebe, Paddel, Stapelräder, Walzen, Hubmagnete für Weichen usw. Beispiele für Sensoren sind Lichtschranken, Mikroschalter, Hall-Sensoren usw.

    [0012] In dem Bankautomaten sind eine Vielzahl von Sensoren und Aktoren an dem Transportweg der Banknoten angeordnet, die über die Steuerlogik 11 mit Kommandos versorgt werden, die sich aus einem in dem Systemrechner10 hinterlegten Betriebsprogramm ergeben. Der Ablauf des Betriebsprogramms wird durch Sensorsignale beeinflusst, die die Betätigung der Aktoren und/oder den Durchgang von Banknoten am Transportweg melden.

    [0013] In dem Systemrechner 10 werden aus den Signalen, die beim Betrieb der Sensoren und der Aktoren auftreten (Kommandosignale), Datensätze erzeugt, die die Arbeitsweise der Sensoren und der Aktoren als Sensordaten und Aktordaten darstellen. Diese Datensätze werden mit einer Zeitinformation (Zeitstempel) versehen, so dass ihr Auftreten bzw. das Auftreten der Kommandosignale zeitlich eingeordnet werden kann, wenn die Datensätze in dem Systemrechner 10 aufgezeichnet bzw. an eine zentrale Auswerteeinrichtung übermittelt werden.

    [0014] In Fig. 2 ist ein Wartungsnetzwerk für einen Gerätepark dargestellt, der aus mehreren Bankautomaten ATM besteht. In diesem Beispiel ist eine zentrale Auswerteeinrichtung 20 für die Bankautomaten ATM1 bis ATMm und ATMm+1 bis ATMn vorgesehen. Diese Bankautomaten sind in zwei Banken 21 und 22 installiert. Die Bankautomaten ATM1 und ATM2 der Bank 21 sind über Netzwerkverbindungen 23 und 24 sowie einen Server 25 und eine Netzwerkverbindung 26 an die zentrale Auswerteeinrichtung 20 angeschlossen.

    [0015] Die Netzwerkverbindungen können leitungsgebunden sein und z.B. über das Internet geführt werden. Es ist auch eine drahtlose Verbindung zu der zentralen Überwachungseinrichtung 20 denkbar.

    [0016] Die Bankautomaten ATM3 bis ATMm der Bank 21 sowie die Bankautomaten ATMm+1 und ATMm+2 der Bank 22 sind über jeweils eine direkte Netzwerkverbindung 27 bzw.28 mit der zentralen Auswerteeinrichtung 20 verbunden. Über die Netzwerkverbindungen 23, 24, 26, 27 und 28 werden aus dem Systemrechner 10 (Fig.1) eines jeden Bankautomaten ATM Datensätze an die zentrale Auswerteeinrichtung 20 übertragen, und diese Datensätze enthalten Sensor- und Aktor-Funktionssignalmuster, die Betriebsmerkmale eines jeden Sensors und Aktors des jeweiligen Geldautomaten ATM wiedergeben. Jeder in der Auswerteeinrichtung 20 auszuwertende Datensatz gilt für einen vorgegebenen Zeitraum von z. B. einem Tag.

    [0017] Die Datensätze können auch mittels Festspeicher 29, z.B. mittels USB-Speicher oder mittels CD/DVD zu der zentralen Auswerteeinrichtung 20 übertragen werden.

    [0018] In einem Bankautomaten wird der Transportweg der Banknoten durch Weichen abhängig von Befehlssignalen umgesteuert. Eine Weiche besteht aus einem Weichenelement, einem als Aktor wirkenden Hubmagneten und einer Lichtschranke, die die Weichenposition überwacht und daher die Funktion eines Sensors hat. Das Weichenelement wird geschaltet bzw. von einer ersten in eine zweite Position gebracht, indem der Hubmagnet, also der Aktor, bestromt wird und das Weichenelement bewegt. Wenn es sich durch die Lichtstrecke der Lichtschranke bewegt, gibt diese ein Sensorsignal ab. Werden die Aktor- und die Sensordaten dieser Funktion aufgezeichnet, so kann aus einer zeitlichen Betrachtung des Bestromungszeitpunktes des Hubmagneten und des Zeitpunktes des Durchgangs des Weichenelements durch den Lichtweg der Lichtschranke die Schaltzeit der Weiche errechnet werden. Diese Schaltzeit ist ein Betriebsmerkmal der Weiche, das bei der zentralen Auswertung weiter untersucht werden kann.

    [0019] Fig. 3 zeigt schematisch einen Weichenmechanismus mit einem Weichenelement 30, das durch einen Hubmagneten 31 betätigt wird, indem dieser es um eine Drehachse 33 schwenkt. Das Weichenelement 30 hat eine gebogene Leichtfläche 34, die in hier nicht näher dargestellter Weise in einen Transportweg geschwenkt werden kann, um die Transportrichtung einer auf sie treffenden Banknote zu ändern. Dieser Vorgang wird mittels einer Lichtschranke 32 an die zugeordnete Steuereinheit 13, 14, ... 1n (Fig. 1) gemeldet, die entsprechende Funktionssignale an die zugehörige Steuerlogik 11 abgibt, so dass aus Ein- und Ausschaltsignalen bestehende Sensordaten und Aktordaten in dem Systemrechner 10 (Fig. 1) des Bankautomaten ATM gespeichert werden können, um sie dann zeitabschnittsweise als Datensätze an die zentrale Auswerteeinrichtung 20 (Fig. 2) zu übertragen.

    [0020] In der zentralen Auswerteeinrichtung 20 wird das aus jeweils einem Datensatz ermittelte Funktionsmerkmal, also z. B. die Schaltzeit der in Fig. 3 dargestellten Weiche, mit entsprechenden Funktionsmerkmalen dieser Weiche aus vergangenen Auswertezeiträumen verglichen. Wenn aus diesen Vergleichen eine Tendenz z. B. zur Verlängerung der Schaltzeit der Weiche zu erkennen ist, so kann diese mit für den gesamten Gerätepark vorgegebenen Normgrößen verglichen werden. Ein Überschreiten der vorgegebenen Normgröße kann dann zu einem Warnsignal führen. Dieser Vorgang wird nun unter Bezugnahme auf das in Fig. 4 dargestellte Flussdiagramm erläutert, das einen Überwachungsvorgang für den in Fig. 3 gezeigten Weichenmechanismus darstellt.

    [0021] Wird ein aktueller Datensatz z. B. aus dem Bankautomaten ATM1n der Bank 22 an die zentrale Auswerteeinrichtung 20 (Fig. 2) übertragen, so wird er in diese in einem Schritt S1 eingegeben. In Schritt S2 wird aus dem empfangenen Datensatz die Schaltzeit der Weiche 30 (Fig. 3) berechnet. In Schritt S3 wird die in Schritt S2 berechnete Schaltzeit der Weiche 30 mit früheren Schaltzeiten dieser Weiche verglichen, die in der zentralen Auswerteeinrichtung 20 (Fig. 2) gespeichert wurden. Für das dargestellte Beispiel zeigt der Schritt S3 den Vergleich der Schaltzeit mit früheren Schaltzeiten, die beispielsweise am 01.05.2007 und am 01.05.2008 erfasst wurden. Für die aktuelle Schaltzeit vom 01.05.2009 ergibt sich ein Wert von 140 Millisekunden, während die vorhergehenden Schaltzeiten 80 Millisekunden und 100 Millisekunden betragen.

    [0022] In Schritt S4 wird ermittelt, ob aus den in Schritt S3 miteinander verglichenen Schaltzeiten eine Tendenz erkennbar ist. Es ergibt sich eine Tendenz zur Verlängerung der Schaltzeit. Wird diese Tendenz in Schritt S4 erkannt, so wird sie in Schritt S5 mit einer Tendenznorm verglichen, die beispielsweise 20 Millisekunden/Jahr betragen kann. Wird diese Tendenznorm überschritten, was für die Werte 100 Millisekunden und 140 Millisekunden in Schritt S3 zutrifft, so wird in Schritt S6 eine entsprechende Entscheidung getroffen und in Schritt S7 ein Warnsignal abgegeben. In Schritt S8 wird die letzte ermittelte Schaltzeit der Weiche 30, also für das vorliegende Beispiel die Zeit 140 Millisekunden, gespeichert, damit sie für zukünftige Auswertungen verfügbar ist.

    [0023] Wird in Schritt S6 festgestellt, dass die vorgegebene Tendenznorm nicht überschritten wurde, so wird unmittelbar zu Schritt S8 übergegangen und die ermittelte Schaltzeit der Weiche 30 gespeichert. Ebenso wird die Schaltzeit in Schritt S8 direkt nach dem Schritt S4 gespeichert, wenn eine Tendenz zur Veränderung nicht auftreten sollte.

    [0024] Mit diesem Verfahren kann für beliebige mechanische und/oder elektrische Funktionen eines Bankautomaten ein Funktionsmerkmal ermittelt werden, das zentral ausgewertet wird. Da es gleichzeitig gespeichert und mit zuvor ermittelten Funktionsmerkmalen verglichen wird, ist es möglich, eine Tendenzauswertung vorzunehmen und für einen Gerätepark Tendenznormen zu erstellen. Werden diese Tendenznormen überschritten, so können mechanische und/oder elektrische Elemente ausgewechselt werden, bevor sie infolge grundlegender Funktionsfehler ausfallen.

    [0025] Die zentrale Auswerteeinrichtung 20 (Fig. 2) arbeitet mit denselben Informationen wie das in der Steuerlogik 11 eines Bankautomaten ATM (Fig. 1) ablaufende Betriebsprogramm. Auf diese Weise kann das Betriebsverhalten des Bankautomaten ATM detailliert beurteilt werden, und es können nach Ablauf eines Betriebszeitabschnitts Verhaltensmerkmale ermittelt werden, die zu einem späteren Zeitpunkt einen Funktionsfehler verursachen könnten. Dadurch ist es möglich, im Rahmen von Wartungsarbeiten bereits präventive Maßnahmen zu ergreifen, bei deren Fehlen das Ausfallen einzelner Elemente nicht verhindert würde und ein vollständiges Abschalten eines Bankautomaten erforderlich wäre.


    Ansprüche

    1. Einrichtung zum zentralen Überwachen des Betriebes von Bankautomaten, in denen die Eingabe oder Ausgabe von Banknoten abhängig von einem Programm und Sensorsignalen mittels Aktoren gesteuert wird und Datensätze aus Funktionssignalmustern des Bankautomaten oder seiner Module zeitabschnittsweise erzeugt und diese an eine zentrale Auswerteeinrichtung übertragen werden, wo die Funktionssignalmuster zeitabschnittsweise mit vorgegebenen Funktionssignalmustern verglichen werden, wobei die Datensätze aus Funktionssignalen der Aktoren (31) und Sensoren (32) des Bankautomaten (ATM) erzeugt werden, wobei die Funktionsmerkmale des jeweiligen Sensors (32) bzw. Aktors (31) in der zentralen Auswerteeinrichtung (20) aus den Datensätzen abgeleitet und mit ihnen entsprechenden Funktionsmerkmalen aus vorherigen Auswertezeitabschnitten verglichen werden, und wobei die Vergleichsergebnisse mit Normwerten verglichen werden, bei deren Überschreiten eine Warnsignalgabe erfolgt, dadurch gekennzeichnet,
    dass die zentrale Auswerteeinrichtung (20) aus einem vom Bankautomaten übertragenen Datensatz als Funktionsmerkmal eine Schaltzeit einer Weiche (30) ermittelt,
    wobei die Weiche (30) einen als Aktor wirkenden Hubmagneten (31) und eine Lichtschranke (32) hat, die die Weichenposition eines Weichenelements (30) der Weiche überwacht und die Funktion eines Sensors hat,
    wobei das Weichenelement (30) von einer ersten in eine zweite Position gebracht wird, indem der als Aktor dienende Hubmagnet (31) bestromt wird,
    dass die Lichtschranke (32) ein Sensorsignal abgibt, wenn sich das Weichenelement (30) durch die Lichtstrecke der Lichtschranke (32) bewegt,
    wobei aus einer zeitlichen Betrachtung des Bestromungszeitpunktes des Hubmagneten (31) und des Zeitpunktes des Durchgangs des Weichenelements (30) durch den Lichtweg der Lichtschranke (32) die Schaltzeit der Weiche (30) berechnet wird,
    wobei die Auswerteeinrichtung (20) die berechnete Schaltzeit mit Schaltzeiten dieser Weiche (30) aus vorherigen Auswertezeitabschnitten vergleicht und prüft, ob eine Tendenz erkennbar ist, wobei, wenn eine Tendenz zur Verlängerung der Schaltzeit erkannt wurde, diese mit einer Tendenznorm verglichen wird, und
    wobei bei Überschreiten der Tendenznorm das Warnsignal ausgegeben wird.
     
    2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Funktionssignalmuster in der zentralen Auswerteeinrichtung (20) gespeichert wird.
     
    3. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zentrale Auswerteeinrichtung (20) zu einem Wartungsnetzwerk eines aus mehreren Bankautomaten (ATM) bestehenden Geräteparks gehört.
     
    4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Wartungsnetzwerk leitungsgebundene Netzwerkverbindungen (23, 24, 26, 27, 28) und/oder Übertragungen mittels Festspeicher (29) vorgesehen sind.
     


    Claims

    1. Device for centrally monitoring the operation of automatic teller machines in which the intake or issue of banknotes is controlled by means of actuators on the basis of a program and sensor signals, and data records are generated in periods from functional signal patterns of the automatic teller machine or its modules and are transmitted to a central evaluation device where the functional signal patterns are compared in periods with predefined functional signal patterns, the data records being generated from functional signals from the actuators (31) and sensors (32) of the automatic teller machine (ATM), the functional features of the respective sensor (32) or actuator (31) being derived from the data records in the central evaluation device (20) and being compared with functional features which correspond to them from previous evaluation periods, and the comparison results being compared with standard values, the exceeding of which gives a warning signal, characterized
    in that the central evaluation device (20) determines a switching time of a switch (30) as a functional feature from a data record transmitted from the automatic teller machine,
    the switch (30) having a solenoid (31) acting as an actuator and a light barrier (32) which monitors the switch position of a switch element (30) of the switch and has the function of a sensor,
    the switch element (30) being changed from a first position into a second position by energizing the solenoid (31) used as an actuator,
    in that the light barrier (32) emits a sensor signal when the switch element (30) moves through the light path of the light barrier (32),
    the switching time of the switch (30) being calculated from a temporal consideration of the energization time of the solenoid (31) and the time at which the switch element (30) passes through the light path of the light barrier (32), the evaluation device (20) comparing the calculated switching time with switching times of this switch (30) from previous evaluation periods and checking whether a trend can be discerned,
    if a trend for extending the switching time has been discerned, said trend being compared with a trend standard, and
    the warning signal being output if the trend standard is exceeded.
     
    2. Device according to Claim 1, characterized in that each functional signal pattern is stored in the central evaluation device (20).
     
    3. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the central evaluation device (20) belongs to a maintenance network of an equipment park consisting of a plurality of automatic teller machines (ATM).
     
    4. Device according to Claim 3, characterized in that wired network connections (23, 24, 26, 27, 28) and/or transmissions by means of read-only memories (29) are provided in the maintenance network.
     


    Revendications

    1. Dispositif de surveillance centralisée du fonctionnement d'automates bancaires, dans lequel l'introduction ou l'émission de billets de banque est commandée au moyen d'actionneurs en fonction d'un programme et de signaux de capteurs et des jeux de données sont formés par intervalles de temps à partir de motifs de signaux de fonctionnement de l'automate bancaire ou de ses modules et sont transmis à un dispositif central d'évaluation dans lequel les motifs de signaux de fonctionnement sont comparés par intervalles de temps à des motifs prédéterminés de signaux de fonctionnement,
    les jeux de données étant formés à partir des signaux de fonctionnement des actionneurs (31) et des capteurs (32) de l'automate bancaire (ATM),
    les caractéristiques de fonctionnement de chaque capteur (32) ou actionneur (31) étant dérivées des jeux de données dans le dispositif central d'évaluation (20),
    des caractéristiques de fonctionnement d'intervalles temporels d'évaluation précédents étant comparées avec ces dernières,
    les résultats de la comparaison étant comparés à des valeurs normalisées et
    un signal d'avertissement étant émis en cas de dépassement,
    caractérisé en ce que
    en tant que caractéristique de fonctionnement, l'unité centrale d'évaluation (20) détermine à partir d'un jeu de données transmis par un automate bancaire un instant de commutation d'un aiguillage (30),
    l'aiguillage (30) possédant un aimant de relèvement (31) agissant comme actionneur et une barrière lumineuse (32) qui surveille la position d'un élément d'aiguillage (30) de l'aiguillage et joue le rôle d'un capteur,
    l'élément d'aiguillage (30) étant amené depuis une première jusque dans une deuxième position dans laquelle l'aimant de relèvement (31) servant d'actionneur est alimenté en courant,
    en ce que la barrière lumineuse (32) délivre un signal de capteur si l'élément d'aiguillage (30) se déplace dans le parcours de la lumière de la barrière lumineuse (32),
    l'instant de commutation de l'aiguillage (30) étant calculé à partir d'un examen temporel de l'instant d'alimentation en courant de l'aimant de relèvement (31) et de l'instant du passage de l'élément d'aiguillage (30) à travers le parcours de la lumière de la barrière lumineuse (32),
    le dispositif d'évaluation (20) comparant l'instant de commutation ainsi calculé à des instants de commutation de cet aiguillage (30) lors d'intervalles d'évaluation précédents et vérifiant si l'on peut reconnaître une tendance,
    cette tendance étant comparée à une norme de tendance si une tendance au prolongement de la durée de commutation a été détectée et
    le signal d'avertissement étant lancé si la norme de tendance est dépassée.
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que chaque motif de signaux de fonctionnement est conservé en mémoire dans l'unité centrale d'évaluation (20).
     
    3. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif central d'évaluation (20) fait partie d'un réseau d'entretien d'un parc d'appareils constitué de plusieurs automates bancaires (ATM).
     
    4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que les liaisons réseau (23, 24, 26, 27, 28) et/ou transmissions filaires du réseau d'avertissement sont réalisées au moyen de mémoires permanentes (29).
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente