[0001] Die Erfindung betrifft eine Sicherheitskupplung für einen sichelartig arbeitenden,
motorisch angetriebenen Rasenmäher mit einem Schnittkessel an dessen unteren, offenen
Rand ein mit der Motorwelle starr verbundenes, d.h. direkt angetriebenes zwei- oder
mehrflügeliges Messer umläuft.
[0002] Sichelartig arbeitende, motorisch angetriebene Rasenmäher mit Schnittkesseln an deren
unteren, offenen Rändern mit der Motorwelle verbundene, d.h. direkt angetriebene,
zwei- oder mehrflügelige Messer umlaufen sind im Stand der Technik mehrfach vorbeschrieben.
[0004] Ein wesentlicher Nachteil der im Stand der Technik vorbeschriebenen Bauformen, mit
direkt mit der Motorwelle starr verbundenen Mäh- und Mulchmessern, besteht insbesondere
darin, dass die Motorwellen verbogen werden, wenn die am freien Ende der Motorwelle
angeordneten Messer extrem hohen Belastung ausgesetzt werden.
[0005] Derartige extrem hohe Belastungen treten beim "Einmähen" in eine Wurzel, oder in
die Reste eines einbetonierten, grasüberwachsenen Stahlrohres auf, wenn z.B. so in
diese eingemäht / "eingehackt" wird, dass das am freien Ende der Motorwelle angeordnete
Messer sofort steht, d.h. auch der Motor zum Stillstand gezwungen, so zu sagen "abgewürgt"
wird.
[0006] Bei einer Motorleistung von 4,4 kW, einer Messergesamtlänge von 530 mm und einer
Drehzahl von 3.000 U/min wurden bei derartigen "Crash-Test's", im charakteristischen
Kraftangriffspunkt derartiger Extrembelastungen, etwa 2 cm vor dem Messerrand, Belastungen
am Messer von ca. 1,45 t ermittelt. Derartige am Messer angreifende "Crash-Lasten"
haben an der Motorwelle ein solch hohes Biegemoment zur Folge, dass es zu einer plastischen
Verformung der Motorwelle kommt, bevor die in üblicher Weise bei Rasenmähern im Stand
der Technik nahe der Motorwelle angeordneten, und auf Torsionsbeanspruchung bemessenen
"Überlastsicherungen", wie z.B. Reibscheiben oder auch "Sollbruchstellen", wie Scherstifte,
Scherkeile o.ä., in den Bereich der Grenzlast kommen, dabei die Motorwelle vom Messer
trennen und so eine plastische Verformung der Welle vermeiden.
[0007] Bei Rasenmähern mit an freien Wellen angeordeneten Sichelmessern, den sogenannten
Sichelmähern, treten daher unter den oben geschilderten extremen Belastungen immer
Motorschäden durch plastische Verformungen der Motorwellen auf, ohne dass die für
den Grenzlastfall im Motor integrierten Sollbruchsicherungen, wie Reibscheiben, Keile,
Stifte o.ä. auslösen.
[0008] Der "Einschlag" des Mähmessers eines Rasenmähers in einen ortsfesten Gegenstand,
wie z. B. eine Wurzel oder einen einbetonierten, grasüberwachsenen Pfostenrest, hat
daher zwangsläufig stets hohe Reparatur-und Instandsetzungskosten zur Folge, da neben
dem völlig verbogenen Messer, auch die verbogene Motorwelle und oftmals auch die Schwungmassen
u.s.w. ersetzt werden müssen, so dass es zwangsläufig zu größeren Ausfallzeiten kommt,
da der Rasenmäher zwingend in eine Werkstatt muss. Zudem ist ein solcher "Einschlag"
des Mähmessers auch für den Bediener des Rasenmähers infolge der dabei auftretenden
Kräfte nicht ganz ungefährlich. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde eine
Sicherheitskupplung für einen sichelartig arbeitenden, motorisch angetriebenen Rasenmäher
mit einem Schnittkessel zu entwickeln, welche die vorgenannten Nachteile des Standes
der Technik beseitigt, eine plastische Verformung der Motorwelle bei "Einschlag" eines
Messers in einen ortsfesten Gegenstand vermeidet, dadurch die Unfallgefahr senkt,
Motorschäden vermeidet, Ausfallzeiten minimiert, zudem die Ersatzteillagerhaltung
und gleichzeitig die Ersatzteilkosten minimiert, die Instandsetzungskosten und gleichzeitig
auch die Reparaturzeiten deutlich senkt und dabei gleichzeitig fertigungstechnisch
einfach und kostengünstig herstellbar ist.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Sicherheitskupplung für einen sichelartig
arbeitenden, motorisch angetriebenen Rasenmäher mit einem Schnittkessel nach den Merkmalen
des Hauptanspruches der Erfindung gelöst. Vorteilhafte Ausführungen, Einzelheiten
und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der nachfolgenden
Beschreibung des erfindungsgemäßen Ausführungsbeispieles in Verbindung mit fünf Zeichnungen
zur erfindungsgemäßen Lösung.
[0010] Nachfolgend soll nun die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung
mit fünf Figuren näher erläutert werden.
[0011] Es zeigen dabei:
- Figur 1 :
- einen Teilschnitt durch die erfindungsgemäße Anordnung in der Seitenansicht,
- Figur 2 :
- einen Teilschnitt durch die erfindungsgemäße Anordnung in der Vorderansicht,
- Figur 3 :
- eine Explosionsdarstellung der erfindungsgemäßen Anordnung,
- Figur 4 :
- die Explosionsdarstellung der erfindungsgemäßen Anordnung, gemäß Figur 3, mit jeweils
mittig geschnittenen Bauteilen,
- Figur 5 :
- eine räumliche Darstellung einer nicht mit der Motorwelle 5 und nicht mit dem Messer
6 verbundenen erfindungsgemäßen Sicherheitskupplung, mit Blick in die Messeraufnahmenut
17, die Schiebenut 16 und auf den in der Schiebenut 16 angeordneten Zentrierzylinder
14.
[0012] Die fünf Darstellungen des erfindungsgemäßen Ausführungsbeispieles zeigen eine Sicherheitskupplung
für einen sichelartig arbeitenden, von einem Motor 1 angetriebenen Rasenmäher mit
einem Schnittkessel 2 an dessen unteren, offenen Kesselrand 3, dem Kesselboden 4 gegenüberliegend,
mit der Motorwelle 5 starr verbundene zwei- oder mehrflügelige Messer 6 umlaufen.
Erfindungsgemäß ist zentrisch zur Motorwelle 5 am Kesselboden 4, ein in den Schnittkessel
2 hineinragender Fangringträger 7 mit einem Fangring 8 angeordnet.
[0013] Erfindungswesentlich ist dabei auch, dass die Motorwelle 5 in einer Wellenbohrung
9 eines Scherkopfhalters 10 drehfest angeordnet ist, wobei der Scherkopfhalter 10
durch den Fangringträger 7 hindurch ragt und den Fangring 8 mit einem am Scherkopfhalters
10 angeordneten Scherkopf 12 überragt, wobei im Bereich des Fangringes 8 am Scherkopfhalter
10 ein Anlaufring 11 angeordnet ist, welcher bei im Betriebszustand rotierender Motorwelle
5 berührungslos, d.h. frei im Fangring 8 umläuft.
[0014] Kennzeichnend ist weiterhin, dass an dem unterhalb des Anlaufringes 11 am Scherkopfhalter
10 angeordneten Scherkopf 12 zwei einander diagonal gegenüberliegende durch den Scherkopf
12 hindurch gehende Scherbohrungen 13 angeordnet sind, wobei stirnseitig, mittig am
Scherkopf 12 ein Zentrierzylinder 14 angeordnet ist, in dem mittig eine zentrisch
in die Wellenbohrung 9 mündende, in der Achse der Motorwelle 5 liegende Befestigungsbohrung
15 angeordnet ist.
[0015] Kennzeichnend ist auch, dass dem Scherkopf 12 des Scherkopfhalters 10 benachbart
ein Schiebestück 18 angeordnet ist, welches scherkopfseitig mit einer, mit dem Zentrierzylinder
14 in Wirkverbindung tretenden, Schiebenut 16, und auf der gegenüberliegenden Seite,
mit einer rechwinklig zur Schiebenut 16 verlaufenden Messeraufnahmenut 17 versehen
ist, wobei im Schiebestück 18, der Messeraufnahmenut 17 benachbart, ein zylinderförmiger
Federraum 19 angeordnet ist.
[0016] Erfindungsgemäß ist auch, dass das Schiebestück 18 entlang der Schiebenut 16 am Zentrierzylinder
14 des Scherkopfes 12 vom Scherkopfhalter 10 längsverschiebbar und zugleich verdrehbar
angeordnet ist, und zwischen dem Schiebestück 18 und dem Scherkopf 12 des Scherkopfhalters
10 ein Gleitelement 20 angeordnet ist.
[0017] Erfindungswesentlich ist weiterhin, dass im Schiebestück 18 achssymmetrisch, beidseitig
der Schiebenut 16, mittig zu deren Längsausdehnung, und in der radialen Lage zu den
Scherbohrungen 13 im Scherkopf 12 fluchtend, Gewindebohrungen 21 angeordnet sind,
welche gegenüber den Scherbohrungen 13 einen größeren Durchmesser aufweisen.
[0018] Kennzeichnend ist auch, dass mittig im Messer 6 eine Durchgangsbohrung 23, sowie
symmetrisch beidseitig der Durchgangsbohrung 23, jeweils zu den Gewindebohrungen 21
und damit auch zu den Scherbohrungen 13 im Scherkopf 12 fluchtend, den Gewindebohrungen
21 zugeordnete Durchsteckbohrungen, die Messerbefestigungsbohrungen 22 angeordnet
sind. Erfindungswesentlich ist auch, dass das Messer 6 formschlüssig in der Messeraufnahmenut
17 angeordnet ist, und mittels der in den Messerbefestigungsbohrungen 22 und den Gewindebohrungen
21 des Schiebestückes 18 verschraubten Scherschrauben 24 am Schiebestück 18 befestigt
ist.
[0019] Kennzeichnend ist weiterhin, dass an den Scherschrauben 24 den Gewindebereich überragende
Scherbolzen 25 derart angeordnet sind, dass diese bei am Schiebestückes 18 verschraubten
Scherschrauben 24 das Schiebestück 18 überragen.
[0020] Erfindungswesentlich ist dabei, dass die Schiebenut 16 des Schiebestückes 18 derart
auf den Zentrierzylinder 14 des Scherkopfes 12 vom Scherkopfhalter 10 aufgesetzt wird,
dass die das Schiebestück 18 überragenden, an den Scherschrauben 24 endseitig angeordneten
Scherbolzen 25 in die Scherbohrungen 13 des Scherkopfhalters 10 hineinragen und so
bis zu der vom jeweiligen Scherbolzen vorgegebenen Scherkraft eine formschlüssige
Kraftübertragung gewährleisten.
[0021] Wesentlich ist in diesem Zusammenhang, dass zwischen den Anlageflächen von Schiebestück
18 und Scherkopf 12 ein Gleitelement 20 angeordnet ist. Vorteilhaft ist, wenn zwischen
jeder der Scherschrauben 24 und dem Messer 6 Sicherungsringe 32 angeordnet sind um
bei den dynamischen Beanspruchungen des Messers einen zuverlässigen Sitz der Scherschrauben
24 zu gewährleisten.
[0022] Kennzeichnend ist weiterhin, dass im Federraum 19 des Schiebestückes 18 zwischen
der Schiebenut 16 und dem mit dem Schiebestück 18 verbundenen Messer 6 eine im Bereich
der Schiebenut 16 am Schiebestück 18 anliegende Tellerfeder 26, und dieser messerseitig
benachbart eine Zentrierplatte 27 angeordnet ist, wobei mittels einer durch die Zentrierplatte
27, die Tellerfeder 26 und die Befestigungsbohrung 15 hindurch ragende Befestigungsschraube
28, welche mit Hilfe eines durch die Durchgangsbohrung 23 hindurch anzuordnenden Spannschlüssels
derart verspannt wird, dass das Schiebestück 18 gegen den am Scherkopfhalter 10 angeordneten
Scherkopf 12 mit dazwischenliegenden Gleitelement 20 gepresst und so auch definiert
reibschlüssig drehfest mit der Motorwelle 5 verspannt wird.
[0023] Diese in den Darstellungen zum Ausführungsbeispiel gezeigte erfindungsgemäße Anordnung
bewirkt in ihrem erfindungsgemäßen Zusammenwirken, dass bei den Bauformen von Rasenmähern
mit einem Schnittkesseln und direkt mit der Motorwelle 5 starr verbundenen, d.h. direkt
angetriebenen Messern 6, bei "Einschlag" eines Messers in einen ortsfesten Gegenstand,
keine plastische Verformung der Motorwelle mehr auftritt, so dass die Unfallgefahr
deutlich sinkt und Motorschäden vermieden werden.
[0024] Die erfindungsgemäße Anordnung ist fertigungstechnisch einfach und kostengünstig
herstellbar.
[0025] All diese Vorteile werden dadurch bewirkt, dass selbst unter extremen Belastungen
am Ende des Messer 6 keine plastischen Verformungen der Motorwelle 5 bei der erfindungsgemäßen
Anordnung mehr auftreten können. Erfindungsgemäß wird dabei eine plastische Verformung
der Motorwelle 5 unter extremen Belastungen wie folgt verhindert.
[0026] Die am Messer angreifende Extrembelastung bewirkt zunächst eine Biegeverformung der
Motorwelle. Diese Biegeverformung wird jedoch nur im elastischen Bereich zugelassen,
da sich der am Scherkopfhalter 10 angeordnete Anlaufring 11 noch im Bereich der elastischen
Verformung bereits am Fangring 8 abstützt.
[0027] Der Fangring 8 überträgt nun die Belastung bis zu einer über das Material des Gleitelementes
20 und die Federhärte der Tellerfeder 26 einstellbaren Grenze über den Fangringträger
7 auf den Kesselboden 4 des Schnittkessels 2.
[0028] Wird nun diese vom Material des Gleitelementes 20 und der Federhärte der Tellerfeder
26 vorgegebene Haftreibungskraft überwunden, beginnt sich das Schiebestück 18 gegenüber
dem Scherkopf 12 zu bewegen.
[0029] Da die im Schiebestück 18 angeordnete Schiebenut 16 in Kraftrichtung, d.h. senkrecht
zur Längsausdehnung des Messers verläuft, und der am Scherkopf 12 angeordnete Zentrierzylinder
14 sich in der Nut nur verdrehen und/oder definiert in der Längsrichtung der Schiebenut
16 verlagern kann, werden nun die Scherbolzen 25 der erfindungsgemäß im Schiebestück
18 beidseitig der Schiebenut 16 fest verschraubten Scherschrauben 24, welche in die
im Scherkopf 12 angeordneten Scherbohrungen 13 hineinragen definiert mit einer Scherkraft
beaufschlagt.
[0030] Das Abscheren der Scherbolzen 25 ist dabei so bemessen, dass dieses bereits erfolgte
noch bevor eine plastische Verformung des Kesselbodens 4 auftreten konnte.
[0031] Mit dem definierten Abscheren der Scherbolzen 25 löst die erfindungsgemäße Sicherheitskupplung
aus und vermeidet so plastische Verfomungen am Kesselboden 4 und/oder an der Motorwelle
5.
[0032] Dabei bewirkt die erfindungsgemäße Anordnung in Ihrer Gesamtheit, dass das Messer
6 bei gebrochener Sollbruchstelle / ausgelöster Überlastsicherung sich weder von der
Motorwelle 5 löst noch in die Seitenwände des Schnittkessels 2 einschlägt.
[0033] Auf Grund der definierten, erfindungsgemäßen Auslösemechanik können die Auslösekräfte,
wie bereits erläutert, über die auslösende Scherkraft der Scherbolzen und den Gleitreibungskoeffizienten
des jeweiligen Gleitelementes reproduzierbar eingestellt werden.
[0034] Auf Grund der erfindungsgemäßen Lösung ist zudem auch eine schnelle Instandsetzung
vor Ort möglich.
[0035] Am Schnellsten geht es, wenn man eine zweite bereits vormontierte "Absorbereinheit"
bestehend aus einem Schiebestück 18 mit einem bereits daran montiertem Messer 6, d.h.
mit Tellerfeder 26, Zentrierplatte 27, Befestigungsschraube 28, Unterlegscheiben 32,
Scherschrauben 24 sowie ein neues Gleitelement 20 am Mähort bereit hält.
[0036] Dann muss lediglich die "ausgelöste" Absorbereinheit mit den bei dieser abgebrochenen
Scherbolzen 25 durch Lösen der Befestigungsschraube 28 abgeschraubt, die in den Scherbohrungen
13 steckenden Scherbolzen 25 ausgeschlagen und die bereits vormontierte Absorbereinheit
mit intakten Scherschrauben 24 auf das neue Gleitelement 20 aufgesetzt und die Befestigungsschraube
28 wieder angezogen werden.
[0037] Auch bei nicht am Mähort bereitliegender Ersatz-"Absorbereinheit" ist kurzzeitig
eine Reparatur vor Ort möglich.
[0038] Man benötigt dann neben einem neuen Messer 6 und einem neuen Gleitelement 20 (aus
Sicherheitsgründen sollte das Messer 6 und auch das Gleitelement 20 - selbst bei nicht
sichtbaren Beschädigungen - nach solch einem Crash stets erneuert werden) lediglich
noch zwei "neue" Scherschrauben 24 die man nach der bereits oben erläuterten Demontage
des Schiebestückes 18 dann für die abgescherten Scherschrauben 24 einsetzt, wie bereits
erläutert, die in den Scherbohrungen 13 steckenden Scherbolzen 25 herausschlägt um
anschließend das reparierte Schiebestück 18 mit den erneuerten Scherschrauben 24 und
dem neuen Messer 6 auf ein neues Gleitelement 20 aufzusetzen und die Befestigungsschraube
27, wie z.B. in Figur 1 dargestellt, in der Motorwelle 5 zu verspannen.
[0039] Diese Ausführungen zeigen, dass mit der erfindungsgemäßen Lösung die Ausfallzeiten
deutlich gesenkt werden können, und dass zugleich auch die Ersatzteillagerhaltung
und die Ersatzteilkosten deutlich minimiert werden, da neben dem aus Sicherheitsgründen
auszutauschenden Messer 6 nur sehr kostengünstige Ersatzteile wie Scherschrauben 24
und Gleitelement 20 bereitgehalten und ersetzt werden müssen, so dass neben den Reparaturzeiten
auch die Instandsetzungskosten deutlich sinken,
[0040] Vorteilhaft ist, dass wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt, zwischen der Motorwelle
5 und dem Scherkopfhalter 10 im Bereich der Wellenbohrung 9 zur Drehmomentenübertragung
Passfedern oder Keile 29 angeordnet sind. Dadurch wird eine einfache, kostengünstige
und betriebssichere Drehmomentenübertragung von der Motorwelle 5 auf den Scherkopfhalter
10 gewährleistet.
[0041] Erfindungsgemäß ist auch, wie im Ausführungsbeispiel dargestellt, dass der Anlaufring
11 als separates ringförmiges Bauteil auf dem Scherkopfhalter 10 angeordnet ist, und
aus einem gegenüber dem Scherkopfhalter 10 verschleißfesteren Material besteht.
[0042] Erfindungsgemäß ist ebenfalls, wie in den Figuren 1, 3 und 4 dargestellt, dass die
Scherbohrungen 13 von im Scherkopf 12 angeordneten Passhülsen (33) mit selbstschneidenden
Außengewinde gebildet werden.
[0043] Durch beide vorgenannten Maßnahmen wird es möglich den Grundkörper des Scherkopfhalter
10 beispielsweise aus Aluminium, leicht, mit geringer Schwungmasse und zudem sehr
kostengünstig herzustellen, um dann die aus verschleißfestem Material bestehende Verschleißteile
am Grundkörper des Scherkopfhalters 10 zu montieren.
[0044] Erfindungswesentlich ist auch, dass Gleitelement 20 ein Anstrich, beispielsweise
mit Silikon, ein in Öl oder Fett getränktes Papier, eine Kunststoffscheibe o.ä. ist,
wodurch den jeweiligen Anforderungen optimal entsprochen werden kann.
[0045] Erfindungsgemäß kann an den Scherschrauben 24 zwischen dem Gewindebereich und dem
den Gewindebereich überragenden Scherbolzen 25 eine Kerbnut 30 als Sollbruchstelle
angeordnet sein, wodurch die Auslösekraft, d.h. der Auslösepunkt der Kupplung noch
"präziser" eingestellt werden kann. Erfindungsgemäß kann am Scherkopfhalter 10 eine
Keilriemennut 31 angeordnet sein, welche mittels eines Keilriemens beispielsweise
den Fahrantrieb des Rasenmähers ermöglicht.
Bezugszeichenzusammenstellung
[0046]
- 1
- Motor
- 2
- Schnittkessel
- 3
- Kesselrand
- 4
- Kesselboden
- 5
- Motorwelle
- 6
- Messer
- 7
- Fangringträger
- 8
- Fangring
- 9
- Wellenbohrung
- 10
- Scherkopfhalter
- 11
- Anlaufring
- 12
- Scherkopf
- 13
- Scherbohrung
- 14
- Zentrierzylinder
- 15
- Befestigungsbohrung
- 16
- Schiebenut
- 17
- Messeraufnahmenut
- 18
- Schiebestück
- 19
- Federraum
- 20
- Gleitelement
- 21
- Gewindebohrung
- 22
- Messerbefestigungsbohrung
- 23
- Durchgangsbohrung
- 24
- Scherschraube
- 25
- Scherbolzen
- 26
- Tellerfeder
- 27
- Zentrierplatte
- 28
- Befestigungsschraube
- 29
- Keil
- 30
- Kerbnut
- 31
- Keilriemennut
- 32
- Sicherungsring
- 33
- Passhülse
1. Sicherheitskupplung für einen sichelartig arbeitenden, von einem Motor (1) angetriebenen
Rasenmäher mit einem Schnittkessel (2) an dessen unteren, offenen Kesselrand (3),
dem Kesselboden (4) gegenüberliegend, ein mit der Motorwelle (5) starr verbundenes,
d.h. von der Motorwelle (5) direkt angetriebenes zwei- oder mehrflügeliges Messer
(6) umläuft,
dadurch gekennzeichnet,
- dass zentrisch zur Motorwelle (5) am Kesselboden (4), ein in den Schnittkessel (2) hineinragender
Fangringträger (7) mit einem Fangring (8) angeordnet ist, und
- dass die Motorwelle (5) in einer Wellenbohrung (9) eines Scherkopfhalters (10) drehfest
angeordnet ist, wobei der Scherkopfhalter (10) durch den Fangringträger (7) hindurch
ragt und den Fangring (8) mit einem am Scherkopfhalters (10) angeordneten Scherkopf
(12) überragt, wobei im Bereich des Fangringes (8) am Scherkopfhalter (10) ein Anlaufring
(11) angeordnet ist, welcher/welche bei im Betriebszustand rotierender Motorwelle
(5) berührungslos, d.h. frei im Fangring (8) umläuft, und
- dass an dem unterhalb des Anlaufringes (11) am Scherkopfhalter (10) angeordneten Scherkopfes
(12) zwei einander diagonal gegenüberliegende durch den Scherkopf (12) hindurchgehende
Scherbohrungen (13) angeordnet sind, wobei stirnseitig, mittig am Scherkopf (12) ein
Zentrierzylinder (14) angeordnet ist, in dem mittig eine zentrisch in die Wellenbohrung
(9) mündende, in der Achse der Motorwelle (5) liegende Befestigungsbohrung (15) angeordnet
ist, und
- dass dem Scherkopf (12) des Scherkopfhalters (10) benachbart ein Schiebestück (18) angeordnet
ist, welches scherkopfseitig mit einer mit dem Zentrierzylinder (14) in Wirkverbindung
tretenden Schiebenut (16), und auf der gegenüberliegenden Seite mit einer rechwinklig
zur Schiebenut (16) verlaufenden Messeraufnahmenut (17) versehen ist, wobei im Schiebestück
(18), der Messeraufnahmenut (17) benachbart, ein zylinderförmiger Federraum (19) angeordnet
ist, und
- dass das Schiebestück (18) entlang der Schiebenut (16) am Zentrierzylinder (14) des Scherkopfes
(12) vom Scherkopfhalter (10) längsverschiebbar und verdrehbar angeordnet ist, und
- dass zwischen dem Schiebestück (18) und dem Scherkopf (12) des Scherkopfhalters (10) ein
Gleitelement (20) angeordnet ist, und
- dass im Schiebestück (18) achssymmetrisch, beidseitig der Schiebenut (16), mittig zu deren
Längsausdehnung, und in der radialen Lage zu den Scherbohrungen (13) im Scherkopf
(12) fluchtend, Gewindebohrungen (21) angeordnet sind, welche gegenüber den Scherbohrungen
(13) einen größeren Durchmesser aufweisen,
- dass mittig im Messer (6) eine Durchgangsbohrung (23), sowie symmetrisch beidseitig der
Durchgangsbohrung (23), jeweils zu den Gewindebohrungen (21) und damit auch zu den
Scherbohrungen (13) im Scherkopf (12) fluchtend, den Gewindebohrungen (21) zugeordnete
Durchsteckbohrungen, die Messerbefestigungsbohrungen (22) angeordnet sind, und
- dass das Messer (6) formschlüssig in der Messeraufnahmenut (17) angeordnet ist, und mittels
der in den Messerbefestigungsbohrungen (22) und den Gewindebohrungen (21) des Schiebestückes
(18) verschraubten Scherschrauben (24) am Schiebestück (18) befestigt ist, und
- dass an den Scherschrauben (24) den Gewindebereich überragende Scherbolzen (25) derart
angeordnet sind, dass diese bei am Schiebestück (18) verschraubten Scherschrauben
(24) das Schiebestück (18) überragen, und
- dass die Schiebenut (16) des Schiebestückes (18) derart auf den Zentrierzylinder (14)
des Scherkopfes (12) vom Scherkopfhalter (10) aufgesetzt wird, dass die das Schiebestück
(18) überragenden, an den Scherschrauben (24) endseitig angeordneten Scherbolzen (25)
in die Scherbohrungen (13) des Scherkopfhalters (10) hineinragen, wobei zwischen den
Anlageflächen von Schiebestück (18) und Scherkopf (12) das Gleitelement (20) angeordnet
ist, und
- dass im Federraum (19) des Schiebestückes (18) zwischen der Schiebenut (16) und dem mit
dem mit dem Schiebestück (18) verbundenen Messer (6) eine im Bereich der Schiebenut
(16) am Schiebestück (18) anliegende Tellerfeder (26) und dieser messerseitig benachbart
eine Zentrierplatte (27) angeordnet ist, wobei mittels einer durch die Zentrierplatte
(27), die Tellerfeder (26) und die Befestigungsbohrung (15) hindurchragende Befestigungsschraube
(28) das Schiebestück (18) gegen den Scherkopfhalter (10) presst, und dabei alle vg.
Bauteile drehfest mit der Motorwelle (5) verspannt wird.
2. Sicherheitskupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Motorwelle (5) und dem Scherkopfhalter (10) im Bereich der Wellenbohrung
(9) zur Drehmonentenübertragung Passfedern oder Keile (29) angeordnet sind.
3. Sicherheitskupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anlaufring (11) als separates ringförmiges Bauteil auf dem Scherkopfhalter (10)
angeordnet ist.
4. Sicherheitskupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Gleitelement (20) ein Anstrich, ein ölgetränktes Papier, eine Kunststoffscheibe o.ä.
ist.
5. Sicherheitskupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Scherbohrungen (13) von im Scherkopf (12) angeordneten Passhülsen (33) mit selbstschneidenden
Außengewinde gebildet werden.
6. Sicherheitskupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den Scherschrauben (24) zwischen dem Gewindebereich und dem den Gewindebereich
überragenden Scherbolzen (25) eine Kerbnut (30) als Sollbruchstelle angeordnet ist.
7. Sicherheitskupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Scherkopfhalter (10) eine Keilriemennut (31) angeordnet ist.
8. Sicherheitskupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen jeder der Scherschrauben (24) und dem Messer (6) Sicherungsringe (32) angeordnet
sind.