[0001] Die Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine, die einen im Betrieb zumindest
Wasser führenden Spülbehälter zur Reinigung von eingebrachtem Gut aufweist, wobei
der Spülbehälter mehrteilig ausgebildet ist und zumindest eine ein- oder mehrstückige
Bodeneinheit sowie eine ein- oder mehrstückige, mit der Bodeneinheit in montierter
Stellung verbundene Haubeneinheit aufweist und wobei Bodeneinheit und Haubeneinheit
gegeneinander abgedichtet sind, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Zum einen werden bei Geschirrspülmaschinen Spülbehälter, die Bearbeitungsräume für
eingebrachtes Gut, etwa für Geschirr, Besteck, Gläser und ähnliches, bilden, insgesamt
aus Edelstahl zu fertigen, wobei der Spülbehälter beispielsweise mit einer Rückwand,
einer oberen und unteren Wand und zwei Seitenwänden insgesamt zu einer Baueinheit
verschweißt und nach vorne hin von einer beweglichen Tür verschließbar ist.
[0003] Zum anderen werden Spülbehälter häufig aus mehreren Baueinheiten zusammengesetzt,
wobei eine Bodeneinheit, die ggf. auch untere Teile einer Rückwand oder von Seitenwänden
als aufragende Flanschbereiche mit umfassen kann, zum Beispiel aus Material- und Gewichtsersparnisgründen
aus einem Kunststoff hergestellt wird und auf diese Bodeneinheit eine Haubeneinheit,
die beispielsweise aus Edelstahl gebildet ist, bei der Montage aufgesetzt wird. Die
Haubeneinheit kann etwa die Form eines auf dem Kopf stehenden "U" aufweisen und die
beiden Seitenwände sowie eine obere Wandung mit umfassen, so daß die Rückwand dann
separat eingepaßt werden muß. Die Haubeneinheit kann aber auch die Rückwand mit umfassen,
so daß zur Endmontage des Spülbehälters nur der Montageschritt des Zusammensetzens
der zwei genannten Baueinheiten, Haubeneinheit und Bodeneinheit, vorzunehmen ist.
[0004] Bei der Montage eines solchen zwei- oder mehrteiligen Spülbehälters wird bisher zur
Abdichtung der Verbindung zwischen Bodeneinheit und Haubeneinheit gegen ein Austreten
von Wasser aus dem Spülbehälter ein lang erstreckter Schlauch oder eine Dichtschnur
aus Silikongummi mit einem Werkzeug in einen konstruktiv bedingten Spalt zwischen
den genannten Baueinheiten gedrückt. Um diesen Schlauch gegen ein Herausdrücken, insbesondere
durch den im Betrieb entstehenden Dampfdruck, zu sichern, werden dreiseitig (an der
linken und rechten Seitenwandung sowie der Rückwand) in die Bodeneinheit, dort an
den aufragenden Flanschen, in einem nachträglichen Fertigungsschritt Prägungen eingedrückt.
Dieser Schritt wird häufig auch als "Einbringung von Haltelinsen" bezeichnet.
[0005] Da einerseits der Silikonschlauch schwer zu montieren ist und andererseits der zusätzliche
Fertigungsschritt zum Niederhalten und Sichern des Schlauches erforderlich ist, ist
die Montage einer solchen Dichtung insgesamt sehr aufwendig.
[0006] Der Erfindung liegt daher das Problem zugrunde, die Montage einer Dichtung in einer
mehrteiligen Wandung eines Spülbehälters zu vereinfachen.
[0007] Die Erfindung löst dieses Problem durch eine Geschirrspülmaschine mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 oder durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 11. Weitere
Vorteile und Merkmale sowie Weiterbildungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2
bis 10 und 12 bis 13 angegeben.
[0008] Mit der Erfindung ist eine Geschirrspülmaschine, insbesondere Haushaltsgeschirrspülmaschine,
geschaffen, deren Montage vereinfacht ist, wobei gleichzeitig eine sehr zuverlässige,
sichere Abdichtung zwischen den Baueinheiten des Spülbehälters erreicht ist. Dadurch,
daß die Dichtung fest an der Haubeneinheit gehalten ist und nicht mehr eine Befestigung
sowohl an der Boden- wie auch an der Haubeneinheit erforderlich ist, muß nicht mehr
bei der Endmontage des Spülbehälters die Dichtung positioniert, verdrehgesichert und
befestigt werden, sondern diese kann bereits an der Haubeneinheit vormontiert sein.
Ein Verdrillen eines Dichtungsstrangs ist ausgeschlossen. Zudem ist die Endmontage
erheblich beschleunigt, da die Dichtungsmontage entfällt.
[0009] Auch kann die Lagerhaltung vereinfacht sein, da jetzt die jeweilige Haube und die
daran vorab angebrachte Dichtung vorzugsweise eine einzige Baueinheit bilden.
[0010] Insbesondere greift die Dichtung nach einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung
von ihrer mechanischen Halterung in Richtung der Bodeneinheit derart aus, daß die
Dichtung mit ihrem ausgreifenden Bereich kraftschlüssig gegen die Bodeneinheit gepreßt
wird.
[0011] Die Halterung der Dichtung an der Haubeneinheit kann verschiedenartig erfolgen, beispielsweise
auch durch ein Kleben oder Schweißen. Eine besonders einfache Montage sieht eine rein
mechanische Halterung der Dichtung vor, etwa durch ein formschlüssiges Einfassen,
insbesondere mit einer klemmenden Halterung, um dadurch die Dichtung lagestabil und
unverlierbar zu sichern.
[0012] Wenn nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung der untere Randbereich
der Haubeneinheit zur Ausbildung eines die Dichtung aufnehmenden Kanals von der unteren
Kante der Haubeneinheit U-förmig aufwärts geformt ist, kann eine solche mechanische
Halterung der Dichtung einfach ermöglicht sein.
[0013] Dabei ist günstig nach einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung der
Randbereich zur Ausbildung des die Dichtung aufnehmenden Kanals von der unteren Kante
der Haubeneinheit nach außen umgeformt, so daß die darin gehaltene Dichtung mit einem
Teilbereich nach quer außen greift und damit automatisch mit diesem Teilbereich in
eine kraftschlüssige Anlage zu einem aufragenden Flanschbereich der Bodeneinheit kommen
kann.
[0014] Der genannte Kanal kann nach Einbringen der Dichtung in diesen zweckmäßigerweise
mit einer Einwärtskraftkomponente beaufschlagt werden, so daß er seine lichte Weite
verringert und dadurch die zuvor eingebrachte Dichtung zuverlässig klemmend hält.
[0015] Von dieser Klemmung aus kann dann vorteilhaft der ausgreifende Bereich der Dichtung
einen zumindest nahezu quer zu einer in Betriebsstellung vertikalen Ebene ausgreifenden
Schenkel umfassen, so daß dieser Schenkel beim Aufsetzen der Haubeneinheit auf die
Bodeneinheit noch beweglich ist und sich dabei mit einer großen dichtenden Kontaktfläche
an aufragende randseitige Flanschbereiche anschmiegen kann.
[0016] Für eine zuverlässige Halterung und einfache Vormontage umfaßt die Dichtung zweckmäßigerweise
ein zumindest bezüglich jeder Seitenwandung sowie der Rückwand jeweils einstückiges,
lang erstrecktes und die Haubeneinheit umlaufendes Profil.
[0017] Mit der Erfindung kann das Verfahren zur Herstellung einer Geschirrspülmaschine mit
einem mehrteiligen Spülbehälter beschleunigt werden, da bei der Endmontage von Haubeneinheit
und Bodeneinheit aneinander nicht mehr eine Dichtung zwischen die beiden Baueinheiten
gelegt, positioniert, gegen Verdrehen gesichert und befestigt werden muß, sondern
die Dichtung ist vor der Endmontage der genannten Teile bereits vormontiert und gelangt
bei der Montage der Baueinheiten automatisch in ihre korrekte Anlagestellung.
[0018] Insbesondere gerät die Dichtung durch einfaches Niedersenken des Haubenbereichs in
Richtung der Bodeneinheit automatisch und zwangsweise in ihre korrekte Anlagestellung
an diese, so daß keine weiteren ausrichtenden Maßnahmen oder Maßnahmen zur Verdrehsicherung
nötig sind, was in der Montage Zeit und Kosten senkt.
[0019] Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen wiedergegeben.
[0020] Die Erfindung und ihre vorteilhaften Weiterbildungen sowie deren Vorteile werden
nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert.
[0021] Es zeigen jeweils schematisch:
- Fig. 1
- ein vorteilhaftes Ausfertigungsbeispiel einer erfindungsgemäß ausgebildeten Geschirrspülmaschine
mit einer vorderseitigen Tür und einem mehrteilig ausgebildeten Spülbehälter mit einer
Haubeneinheit und einer Bodeneinheit, wobei die Geschirrspülmaschine hier in Ansicht
von der rechten Seite bei geschlossener Tür und bei der besseren Übersicht halber
teilweise transparenter rechter Seitenwand dargestellt ist,
- Fig. 2
- eine perspektivische Einzelteilansicht der Bodeneinheit vor Anmontage der Haubeneinheit,
- Fig. 3
- eine ähnliche Ansicht wie Figur 2, jedoch nach Aufsetzen der Haubeneinheit,
- Fig. 4
- eine vergrößerte Ausschnittsansicht, etwa entsprechend dem Detail IV in Figur 3, jedoch
der Übersicht halber hier ohne montierte Dichtung gezeichnet,
- Fig. 5
- eine vergrößerte Ausschnittsansicht, etwa entsprechend dem Detail V in Figur 4, hier
vollständig mit eingesetzter Dichtung gezeichnet,
- Fig. 6
- eine gegenüber Figur 5 leicht gedrehte, mehr auf das vordere Dichtungsende schauende
Ansicht,
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht der in dem Rahmenteil - hier angeschnitten-gehaltenen
Dichtung, und
- Fig. 8
- eine Einzelteil-Querschnittsdarstellung einer an der Haubeneinheit fest halterbaren
Dichtung, hier im Bereich der linken Seitenwand.
[0022] Elemente mit der gleichen Funktion und Wirkungsweise sind in den Figuren jeweils
mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0023] Die in Figur 1 dargestellte Geschirrspülmaschine 1 bildet insbesondere eine Haushaltsgeschirrspülmaschine
und weist einen Spülbehälter 2 zur Aufnahme von zu bearbeitendem Spülgut wie Geschirr,
Töpfen, Bestecken, Gläsern, Kochutensilien u. ä. auf. Der Spülbehälter 2 ist im Betrieb
mit Wasser und ggf. mit Reinigungsmittel und/ oder Klarspülmittel, Hilfsstoffen und/
oder Zusatzstoffen wie z.B. Salzen versetztes Wasser, d.h. allgemein ausgedrückt sog.
Spülflottenflüssigkeit bzw. Spülflotte S, beaufschlagbar, die beispielsweise über
Sprüharme 3, 4 eingebracht werden und das in Spülkörben 5, 6 gehaltene Spülgut beaufschlagen
kann. Die Größe des Spülbehälters 2, die Anzahl von Spülkörben und Sprüharmen sowie
die jeweilige Geometrie sind variabel.
[0024] Der Spülbehälter 2 ist hier als gedichteter Innenbehälter in einem äußeren Gehäuse
ausgebildet. Dies ist jedoch nicht zwingend, da das äußere Gehäuse bei Einbaugeräten
zumindest weitgehend entfallen kann.
[0025] Der Spülbehälter 2 ist aus mehreren Baueinheiten zusammengesetzt, hier aus einer
Bodeneinheit 7 und einer Haubeneinheit 8, wobei diese Einheiten 7, 8 jeweils einstückig
oder mehrstückig aufgebaut sein können. Beispielsweise kann die Haubeneinheit ein
aus einem ersten Blech geformtes U-förmiges Portal mit Seitenwandungen 9, 10 und einer
oberen Wandung 11 bilden und mit einer zwischen den Seitenwandungen 9, 10 eingesetzten
Rückwand 12 zur vollständigen Haubeneinheit 8 verschweißt sein. Häufig besteht eine
solche Haubeneinheit 8 im wesentlichen aus Edelstahl, wohingegen die Bodeneinheit
7 zur Gewichts- und Kostenersparnis oft aus Kunststoff gebildet ist. Im montierten
Zustand sind die Haubeneinheit 8 und die Bodeneinheit 7 fest und gegeneinander gedichtet
zur Bildung des Spülbehälters 2 miteinander verbunden.
[0026] Gemäß der Darstellung nach Figur 1 ist der Spülbehälter 2 zur Aufnahme von zu reinigendem
Spülgut durch eine frontseitige, um eine horizontale Achse 13a schwenkbare Tür 13
verschließbar, die eine dem Innenraum des Spülbehälters 2 zugewandte und mit der Tür
13 bewegliche Innenwandung 14 aufweist. Anstelle der frontseitigen Tür 13 kann diese
beispielsweise auch den Spülbehälter 2 oberseitig verschließen.
[0027] Die Geschirrspülmaschine 1 umfaßt weiterhin eine Zuführungseinrichtung für Frischwasser
FW, über die von außen zugeführtes Frischwasser FW in den Spülbehälter 2 eingebracht
werden kann. Das Wasser aus dem Spülbehälter 2 sammelt sich aufgrund seiner Schwerkraft
als Spülflotte S in einem Sammeltopf 15, der sich im unteren Teil des Spülbehälters
2 als Vertiefung in seinem Boden, der auch als Spülwanne 16 bezeichnet wird und hier
im Ausführungsbeispiel Bestandteil der Bodeneinheit 7 ist, befindet. Hier kann sich
auch eine insgesamt mit 17 bezeichnete Siebeinrichtung befinden.
[0028] Dem Sammeltopf 15 ist eine Umwälzpumpe nachgeordnet, mit deren Hilfe die Spülflotte
bzw. Spülflottenflüssigkeit S während einer Umwälzphase eines Spülgangs aus dem Sammeltopf
15 über eine Heizung zu einem Verteilraum zur erneuten Einleitung in die, vorzugsweise
rotierbar gelagerten, Sprüharme 3, 4 gepumpt werden kann.
[0029] Um hingegen nicht mehr benötigte Spülflotte S aus dem Spülbehälter 2 abführen zu
können, ist des weiteren eine Laugenpumpe vorgesehen, die saugseitig mit dem Sammeltopf
15 und ausgangsseitig mit einer Abwasseranschlußleitung verbunden ist. Mittels der
Laugenpumpe ist es so möglich, Spülflotte S während einer Abpumpphase eines Spülgangs
als Abwasser AW nach außen abzupumpen.
[0030] Um die Dichtigkeit des Spülbehälters an seinem Fugenbereich zwischen Haubeneinheit
8 und Bodeneinheit 7 zu gewährleisten, ist dort zumindest eine in montierter Stellung
zwischen Boden- 7 und Haubeneinheit 8 lang erstreckte und dem Fugenverlauf folgende
Dichtung 18 vorgesehen (in Figur 1 nicht eingezeichnet), die allerdings nicht an beiden
genannten Baueinheiten 7, 8 separat befestigt sein muß, sondern lediglich an der Haubeneinheit
8 fest gehalten ist. Von dort aus erstreckt sich die Dichtung 18 in Richtung der Bodeneinheit
7 ausgreifend und ist im montierten Zustand mit ihrem ausgreifenden Teilbereich 19
kraftschlüssig gegen die Bodeneinheit 7 gepreßt, wie beispielsweise in Figur 6 gut
zu erkennen ist.
[0031] Die Dichtung 18 hat hier einen horizontalen, in Draufsicht ungefähr U-förmigen Verlauf
und umgibt so die Haubeneinheit 8 außen umlaufend in ihrem unteren Bereich. Dabei
kann die Dichtung 18 auf unterschiedliche Weise an der Haubeneinheit 8 fest gehalten
sein, beispielsweise auch mit dieser verklebt, verschweißt und/oder verschraubt sein.
Hier ist vorgesehen, daß die Dichtung 18 zumindest mechanisch fest an der Haubeneinheit
8 gehalten ist. Eine zusätzliche Befestigung, wie etwa Kleben, ist möglich. Die Dichtung
ist allgemein betrachtet also vorab, d.h. vor ihrem Zusammenbau mit der Bodeneinheit
an der Haubeneinheit 8 angebracht, insbesondere vorab fixiert.
[0032] Die mechanische Befestigung ist so ausgebildet, daß die Dichtung in einem unteren
Randbereich 20 der Haubeneinheit 8 klemmend gehalten ist. Hierfür ist der Randbereich
20 zur Ausbildung eines die Dichtung 18 aufnehmenden Kanals 21 von der unteren Kante
22 der Haubeneinheit U-förmig aufwärts geformt (Fig. 7). Diese Umformung kann die
ganze Haubeneinheit 8 in Draufsicht ungefähr U-förmig umlaufen und ist so ausgebildet,
daß der Randbereich 20 zur Ausbildung des Kanals 21 von der unteren Kante 22 der Haubeneinheit
nach außen umgeformt ist und die darin gehaltene Dichtung 18 mit einem Teilbereich
19 nach quer außen greift, also nach links von der linken Seitenwand 9, nach rechts
von der rechten Seitenwand 10 und nach hinten von der Rückwand 12 aus. Das Einbringen
der Dichtung 18 kann wahlweise im gestreckten Zustand der Teile der Haubeneinheit
8 vor deren Verbindung als Komplett-Haubeneinheit 8 oder alternativ nach Komplettierung
der Haubeneinheit 8 erfolgen. Dieser Vorgang kann in der Vorfertigung oder in der
späteren Endmontage stattfinden.
[0033] Die Dichtung 18 umfaßt hier ein gummielastisches Extrusionsprofil 23, das aus jedwedem
zur Dichtfunktion geeigneten Material bestehen kann, insbesondere einem Kunststoff-
und/oder Gummimaterial, vorzugsweise zum Beispiel EPDM oder TPE. Um die Dichtung 18
fest und unverlierbar in dem Kanal 21 zu halten, kann dieser nach Einbringen der Dichtung
18 mit einer Einwärtskraftkomponente zur klemmenden Halterung der Dichtung beaufschlagt
werden (Vercrimpung der Blechkontur), um so die Dichtung 18 im Kanal 21 einzuklemmen
und dauerhaft - trotz bei der Montage auftretender Scherkräfte - sichern zu können.
[0034] Die Dichtung 18 mit ihrem Profil 23 ist gemäß der Querschnittsdarstellung nach Figur
8 so ausgebildet, daß ein in dem Kanal 21 beidseits eingefaßter, aufrechter Basiskörper
25 gebildet ist, der in Betriebsstellung vertikal steht und von dem aus ein ausgreifender
Schenkel 19 zumindest nahezu quer zur Seite ragt. Dies bedeutet nicht, daß der Schenkel
genau im rechten Winkel abstehen muß, sondern er kann sich insbesondere auch mit einer
schrägen Aufwärtsorientierung an aufwärts erstreckte Flanschbereiche 26 der Bodeneinheit
7 mit einer Kontaktfläche 27 anlegen, wie zum Beispiel in Figur 5 dargestellt ist.
Die Flanschbereiche 26 können dabei insbesondere zinnenförmig ausgebildet sein. Diese
Anlage ergibt sich dadurch, daß die Haubeneinheit 8 mit der daran vormontierten Dichtung
18 bei der Montage derart auf eine mit in den Spülbehälter weisenden Wasserabläufen
30 versehene Aufnahmenut 29 der Bodeneinheit 7 von oben aufgesetzt ist, daß der Bodeneinheit
7 zugeordnete, aufragende randseitige Flanschbereiche 26 seitlich bzw. lateral, insbesondere
mit Querabstand, außerhalb der unteren Kante 22 der Haubeneinheit 8 stehen und dadurch
der von der Haubeneinheit 8 ausgreifende Schenkel 19 der Dichtung 18 sich automatisch
bei dieser Montage ohne weitere Maßnahmen, wie etwa Einschieben durch ein Werkzeug,
an die genannten aufragenden Flanschbereiche 26 schmiegend anlegt. Durch die Wasserabläufe
30 ist gewährleistet, daß in diesen Bereich spritzende Spülflotte wieder zurück in
den Spülbehälter 2 läuft. Die Haubeneinheit 8 liegt nur auf erhöhten Stufen zwischen
den Wasserabläufen 30 in der Aufnahmenut 29 der Bodeneinheit 7 auf, so daß im Bereich
der Wasserabläufe 30 ein vertikaler Spalt 31 zwischen der Bodeneinheit 7 und der Haubeneinheit
8 verbleibt.
[0035] Um die Beweglichkeit des Schenkels 19 der Dichtung 18 zu erreichen, ist am Basiskörper
25 unterhalb des Schenkels 19 ein verdünnter Bereich 28 ausgebildet, der wie ein Filmscharnier
wirkt. Dadurch wird zwischen dem Schenkel 19 und dem Flanschbereich 26 eine große,
zuverlässig dichtende und nicht nur linienhafte Kontaktfläche 27 gebildet.
[0036] Bei dieser Montage wirkt die U-Abkantung der unteren Kante 22 der Haubeneinheit 8
als Stabilisierung des freien Haubenendes und auch als Schutz für diesen Randbereich
20 (voreilende Blechkontur).
[0037] Unabhängig von der Frage, ob die Dichtung 18 in der Endmontage oder schon vorher
an die Haubeneinheit 8 anmontiert wird, ist sie in jedem Fall vor der Endmontage von
Haubeneinheit 8 und Bodeneinheit 7 aneinander fest, mit ihrem Basiskörper 25 unverrückbar
und unverlierbar an der Haubeneinheit 8 gehalten, und zwar über die gesamte Länge
der Kontaktfuge zwischen den genannten Teilen. Bei dem Vorgang des Montierens von
Haubeneinheit 8 und Bodeneinheit 7 miteinander gelangt dann die Dichtung 18 von ihrer
festen Halterung des Basiskörpers 25 ausgreifend automatisch mit dem ausgreifenden
Schenkel oder anderen Teilbereich 19 in eine abdichtende Anlagestellung (Kontaktfläche
27) an der Bodeneinheit 7, nämlich dort im Bereich von randseitig aufragenden Flanschbereichen
26.
[0038] Durch die klemmende Halterung der Dichtung 18 über ihren Basiskörper 25 kann dabei
auch eine große Scherkraft auf den Teilbereich 19 wirken, ohne daß der Basiskörper
noch verrutschen könnte. Der Basiskörper 25 ist hierfür beispielsweise in einem Kanal
21, der durch U-förmige Umbiegung der unteren Kante 22 der Haubeneinheit 8 entstanden
ist, fest gehalten. Auch die Halterung hinter einer Hinterschneidung, in einer Schwalbenschwanznut
oder ähnliches ist möglich. Allerdings ist bei dem dünnwandigen Blech der Haubeneinheit
8 die beschriebene Umbiegung besonders vorteilhaft.
[0039] Es versteht sich, daß eine Dichtung 18 auch mehrlippig mit mehreren ausgreifenden
Teilbereichen 19 ausgebildet sein kann. Alternativ können auch mehrere Dichtungen
18 übereinander angeordnet sein. Ebenso ist es möglich, daß eine Dichtung 18 der Haubeneinheit
8 und eine weitere Dichtung 18 der Bodeneinheit 7 zugeordnet ist und deren ausgreifende
Teilbereiche 19 sich bei der Montage zum Beispiel automatisch aufeinander legen, um
so einen nach oben dichten Abschluß zu bilden.
[0040] Falls ein oder mehrer Wandungsteile der Spülbehälterhaube und/ oder die Rückwand
des Spülbehälters aus Kunststoff hergestellt sind, kann die Dichtung vorab, d.h. vor
dem Zusammenfügen mit der Bodeneinheit, an das jeweilige Wandungsteil und/ oder die
Rückwand angeformt werden. Dazu kann ein 2K-Kunststoffspritzverfahren zweckmäßig sein.
Insbesondere kann die Dichtung aus einem weicheren Kunststoff als die jeweilige aus
Kunststoff hergestellte Wandung und/ oder die Kunststoffrückwand gefertigt sein.
Bezugszeichenliste:
[0041]
- 1
- Haushaltsgerät,
- 2
- Spülbehälter,
- 3
- Sprüharm,
- 4
- Sprüharm,
- 5
- Spülkorb,
- 6
- Spülkorb,
- 7
- Bodeneinheit,
- 8
- Haubeneinheit,
- 9
- linke Seitenwandung,
- 10
- rechte Seitenwandung,
- 11
- obere Wandung,
- 12
- Rückwand,
- 13
- Tür,
- 13a
- Schwenkachse,
- 14
- Innenwandung der Tür,
- 15
- Sammeltopf,
- 16
- Spülwanne,
- 17
- Siebeinrichtung,
- 18
- Dichtung,
- 19
- ausgreifender Teilbereich,
- 20
- unterer Randbereich,
- 21
- Kanal,
- 22
- Kante,
- 23
- Profil,
- 24
-
- 25
- Basiskörper,
- 26
- Flanschbereiche,
- 27
- Kontaktfläche,
- 28
- verdünnter Bereich,
- 29
- Aufnahmenut,
- 30
- Wasserabläufe,
- 31
- vertikaler Spalt,
- FW
- Frischwasser,
- S
- Spülflotte,
- AW
- Abwasser,
1. Geschirrspülmaschine (1), insbesondere Haushaltsgeschirrspülma-schine, mit einem im
Betrieb zumindest Wasser führenden Spülbehälter (2) für eingebrachtes Gut, wobei der
Spülbehälter (2) zumindest eine ein- oder mehrstückige Bodeneinheit (7) sowie eine
ein- oder mehrstückige, mit der Bodeneinheit (7) in montierter Stellung verbundene
Haubeneinheit (8) aufweist, und wobei Bodeneinheit (7) und Haubeneinheit (8) gegeneinander
abgedichtet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest eine in montierter Stellung zwischen Boden (7)- und Haubeneinheit (8) lang
erstreckte Dichtung (18) lediglich an der Haubeneinheit (8) fest gehalten und von
dieser Halterung in Richtung der Bodeneinheit (7) ausgreifend erstreckt (19) ist.
2. Geschirrspülmaschine (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung (18) mit ihrem ausgreifenden Teilbereich (19) kraftschlüssig gegen die
Bodeneinheit (7) gepreßt ist.
3. Geschirrspülmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung (18) zumindest mechanisch fest an der Haubeneinheit (8) gehalten ist.
4. Geschirrspülmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung (18) in einem unteren Randbereich (20) der Haubeneinheit (18) klemmend
gehalten ist.
5. Geschirrspülmaschine (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Randbereich (20) zur Ausbildung eines die Dichtung (18) aufnehmenden Kanals (21)
von der unteren Kante (22) der Haubeneinheit (8) U-förmig aufwärts geformt ist.
6. Geschirrspülmaschine (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Randbereich (20) zur Ausbildung des die Dichtung (18) aufnehmenden Kanals (21)
von der unteren Kante (22) der Haubeneinheit (8) nach außen umgeformt ist und die
darin gehaltene Dichtung (18) mit einem Teilbereich (19) nach quer außen greift.
7. Geschirrspülmaschine (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kanal (21) nach Einbringen der Dichtung in diesen mit einer Einwärtskraftkomponente
zur klemmenden Halterung der Dichtung (18) beaufschlagt ist.
8. Geschirrspülmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der ausgreifende Teilbereich (19) der Dichtung (18) einen zumindest nahezu quer zu
einer in Betriebsstellung vertikalen Ebene ausgreifenden Schenkel umfaßt.
9. Geschirrspülmaschine (1) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haubeneinheit (8) derart auf die Bodeneinheit (7) aufgesetzt ist, daß der Bodeneinheit
(7) zugeordnete, aufragende randseitige Flanschbereiche (26) außerhalb der unteren
Kante (22) der Haubeneinheit (8) stehen und der von der Haubeneinheit (8) ausgreifende
Schenkel (19) der Dichtung (18) an den aufragenden Flanschbereichen (26) anliegt.
10. Geschirrspülmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung (18) ein einstückiges, lang erstrecktes und die Haubeneinheit (8) umlaufendes
Profil umfaßt.
11. Verfahren zur Herstellung einer Geschirrspülmaschine (1), insbesondere einer Haushaltsgeschirrspülmaschine,
die zur Bildung eines Bearbeitungsraums für Spülgut mit einem mehrteiligen Spülbehälter
(2) ausgerüstet wird, wobei dieser Spülbehälter (2) aus zumindest einer ein- oder
mehrstückigen Bodeneinheit (7) sowie einer ein- oder mehrstückigen, mit der Bodeneinheit
(7) verbindbaren Haubeneinheit (8) aufgebaut wird und bei der Montage Bodeneinheit
(7) und Haubeneinheit (8) gegeneinander abgedichtet werden, insbesondere nach einem
der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß vor der Endmontage der genannten Teile (7;8) aneinander an der Haubeneinheit (8)
eine lang erstreckte Dichtung (18) vormontiert wird und bei der Verbindung von Haubeneinheit
(8) und Bodeneinheit (7) miteinander die Dichtung (18) von ihrer festen Halterung
an der Haubeneinheit (8) mit einem Teilbereich (19) in eine abdichtende Anlagestellung
an der Bodeneinheit (7) gelangt.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung (18) mechanisch fest an der Haubeneinheit (8) gehalten wird und durch
einfaches Niedersenken der Haubeneinheit (8) in Richtung der Bodeneinheit (7) in ihre
korrekte Anlagestellung an diese gelangt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtung (18) in einem unteren Randbereich (20) der Haubeneinheit (8) klemmend
gehalten wird und hierfür der Randbereich (20) zur Ausbildung eines die Dichtung (18)
aufnehmenden Kanals (21) von der unteren Kante (22) der Haubeneinheit U-förmig aufwärts
geformt und nach Einbringen der Dichtung (18) in diesen mit einer Einwärtskomponente
zur klemmenden Halterung der Dichtung (18) beaufschlagt wird.