[0001] Die Erfindung betrifft eine Sohlenauflageplatte für die Sohle eines in eine Sicherheitsskibindung
eingesetzten Skischuhs, insbesondere für den einem Vorderbacken zugeordneten Abschnitt
der Schuhsohle, welche Sohlenauflageplatte eine Grundplatte und eine Tragplatte mit
einem mit der Schuhsohle in Kontakt kommenden Gleitplättchen aufweist, wobei die Tragplatte
gegenüber der Grundplatte in vertikaler Richtung elastisch federnd bewegbar ist.
[0002] Es ist bekannt, dass Skischuhsohlen aufgrund von Herstellungstoleranzen eine unterschiedliche
Dicke aufweisen können und es ist üblich, dass die Schuhsohlen von Skischuhen für
Kinder oder für Jugendliche eine geringere Dicke aufweisen, als die Sohlen von Skischuhen
für Erwachsene. Es sind bereits Sohlenauflageplatten bekannt, die eine automatische
Anpassung der Höhe der Sohlenauflageplatte gewährleisten, um derart unterschiedliche
Stärken von Skischuhsohlen zu kompensieren. So ist beispielsweise aus der
DE-A-40 40 383 eine Sicherheitsskibindung mit einer Sohlenauflageplatte bekannt, welche eine Tragplatte,
auf welcher die Skischuhsohle aufliegt, und eine Grundplatte aufweist, welche sich
auf der Oberseite des Skis abstützt. Die Tragplatte und die Grundplatte sind übereinander
angeordnet und im Bereich eines ihrer jeweiligen Längsränder durch einen elastisch
verformbaren Bereich verbunden, der ein elastisches Scharnier bildet und die Tragplatte
nach oben zurückstellt, derart, dass unter der Wirkung einer vertikalen Kraft nach
unten die Tragplatte in Richtung der Grundplatte gegen die Rückstellkraft des elastisch
verformbaren Bereiches abgesenkt wird.
[0003] Eine ähnliche, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 ausgeführte Sohlenauflageplatte
ist aus der
EP-A-0 595 170 bekannt. Auch hier ist die Tragplatte mit der Grundplatte über elastische Abschnitte
verbunden und kann bis zu einem Anschlag, welcher als Vorsprung oder Quersteg der
Grundplatte ausgebildet ist, nach unten gedrückt werden. Auf diese Weise wird ein
Einsetzen von Skischuhen mit verschieden starken Sohlen zwischen dem Sohlenniederhalter
der Skibindung und der Tragplatte bzw. dem auf diesem befestigten Gleitplättchen ermöglicht.
Es sind als Einschiebeelemente ausgebildete Einlagen vorgesehen, sodass der Abstand
zwischen der Tragplatte und den die Skischuhsohle von oben übergreifenden Sohlenniederhaltern
zusätzlich verändert werden kann. Werden Skischuhe mit geringer Sohlenstärke verwendet,
so wird ein Einschiebeelement mit einer größeren Stärke vorgesehen. Sollen Skischuhe
mit stärkerer, insbesondere mit von der Norm abweichender Sohle verwendet werden,
so wird ein Einschiebeelement mit geringerer Höhe verwendet.
[0004] Aus der
EP-B-0 500 881 ist eine Abstützplatte, die einem vorderen Element einer Skibindung zugeordnet ist,
bekannt, die mit einem Gleitplättchen versehen ist, auf dem die Sohle des Schuhs ruht.
Der das Gleitplättchen tragende Teil weist eine Basisplatte und einen Träger für das
Gleitplättchen auf. Der Träger ist auf entfernbare Weise an der Basisplatte durch
wechselseitige Einfügeeinrichtungen und durch reversible Verriegelungseinrichtungen
montiert. Unter dem Träger kann ein Block aus einem elastisch komprimierbaren Material
angeordnet sein, um eine Dämpfungswirkung der vorderen Abstützung des Schuhs zu erzielen.
[0005] Es ist ferner bekannt, Gleitplättchen an Sohlenauflageplatten derart anzuordnen,
dass sie quer zur Skilängsrichtung begrenzt bewegbar sind, um derart ein seitliches
Freikommen des Skischuhs aus dem Vorderbacken zu erleichtern.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine sich "automatisch" an unterschiedliche
Dicken aufweisende Schuhsohlen anpassende Sohlenauflageplatte derart zu verbessern,
dass bei einer seitlichen Auslösung des Bindungsbackens ein Freigeben des eingesetzten
Skischuhs unterstützt wird.
[0007] Gelöst wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass das Gleitplättchen
an der Tragplatte seitlich auslenkbar und unter Federwirkung in seine Ausgangslage
rückführbar gelagert ist.
[0008] Die Erfindung ermöglicht daher auf simple und zweckmäßige Weise eine Unterstützung
der seitlichen Freigabe eines eingesetzten Skischuhs.
[0009] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Tragplatte ein separater,
in die Grundplatte eingesetzter Bauteil. Diese Maßnahme gestattet es, die Sohlenplatte
insgesamt sehr kompakt und mit geringer Bauhöhe auszuführen.
[0010] Erfindungsgemäß sind ferner die Tragplatte und die Grundplatte mittels zumindest
eines Federelementes in vertikaler Richtung aneinander abgestützt. Dieses Federelement
befindet sich vorzugsweise unterhalb der Tragplatte, was für die Funktionssicherheit
unter allen Witterungsbedingungen von Vorteil ist, und kann bei einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung ein integraler Bestandteil der Tragplatte und/oder der
Grundplatte sein. Das bzw. die Federelement(e) kann bzw. können auch separate Feder(n)
sein, die an der Tragplatte und der Grundplatte entsprechend abgestützt werden.
[0011] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind mehrere Federelemente
vorgesehen, welche als Blättchen ausgeführt sind, deren eines Ende jeweils mit der
Tragplatte oder mit der Grundplatte fest verbunden ist. Dabei kann diese feste Verbindung
auch dadurch gebildet sein, dass diese Blättchen einteilig mit der Tragplatte bzw.
der Grundplatte ausgeführt sind, insbesondere dann, wenn diese Teile aus Kunststoff
hergestellt sind.
[0012] Für eine geringe Bauhöhe der Sohlenauflageplatte ist es vorteilhaft, wenn die Grundplatte
eine Ausformung oder Vertiefung aufweist, in welcher die Tragplatte in vertikaler
Richtung begrenzt beweglich geführt ist. Zu diesem Zweck kann die Tragplatte an zwei
aneinander gegenüberliegenden Rändern Vorsprünge aufweisen, mittels welcher sie unterhalb
von Anschlagflächen, welche an den Randbereichen der Ausformung oder Vertiefung der
Grundplatte ausgebildet sind, positionierbar sind. Diese Anschlagflächen bestimmen
die oberste Position der Tragplatte gegenüber der Grundplatte.
[0013] Sind nun die Federelemente an der Tragplatte ausgebildet, können sie auf einfache
Weise am Boden der Vertiefung der Grundplatte abgestützt sein. Für das Gleitplättchen
sind an der Oberseite der Tragplatte Gleitführungen ausgebildet. Diese Gleitführungen
werden derart angeordnet, dass das Gleitplättchen in der Tragplatte weitgehend versenkt
angeordnet werden kann.
[0014] Die seitlichen Auslenkbewegungen des Gleitplättchens werden auf zweckmäßige Weise
dadurch begrenzt, dass an der Unterseite des Gleitplättchens Anschlagelemente vorgesehen
sind, welche mit einem an der Tragplatte ausgebildeten Anschlagelement zusammenwirken,
welches an einem gegenüber der Tragplatte in vertikaler Richtung federnden Teil vorgesehen
ist. Beim erstmaligen Aufschieben des Gleitplättchens in/auf die Tragplatte kann der
federnde Teil entsprechend ausweichen.
[0015] Erfindungsgemäß ist ferner die Grundplatte an ihren in Skilängsrichtung verlaufenden
Randbereichen mit Freistellungen bzw. Ausnehmungen versehen, so dass eine seitliche
Auslenkung des Gleitplättchens in einer abgesenkte Position der Tragplatte ermöglicht
ist.
[0016] Die Erfindung betrifft ferner eine Skibindung, insbesondere den Vorderbacken einer
Skibindung, mit einer Sohlenauflageplatte, die erfindungsgemäß ausgeführt ist.
[0017] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nun anhand der Zeichnung,
die ein Ausführungsbeispiel darstellt, näher beschrieben. Dabei zeigen
Fig. 1 eine Schrägansicht einer Sohlenauflageplatte,
Fig. 2 eine Schrägansicht einer Grundplatte,
Fig. 3 eine Ansicht der Unterseite der Grundplatte,
Fig. 4 eine Schrägansicht einer Tragplatte,
Fig. 5 eine Ansicht der Unterseite der Tragplatte,
Fig. 6 eine Ansicht der Oberseite eines Gleitplättchens und
Fig. 7 eine Ansicht der Unterseite des Gleitplättchens.
[0018] Die Sohlenauflageplatte gemäß der Erfindung dient zur Auflage des vorderen Endabschnittes
der Sohle eines Skischuhs und wird, bezogen auf die Spitze eines nicht gezeigten Skis,
hinter dem vorderen Skibindungsteil, dem Vorderbacken, einer ebenfalls nicht dargestellten
zweiteilig ausgeführten Sicherheitsskibindung montiert. Die beiden Skibindungsteile
- Vorderbacken und Fersenhalter - können auf herkömmliche Weise ausgeführt sein und
insbesondere mit an sich bekannten federbelasteten Auslösemechanismen zur Sicherheitsauslösung
eines in die Skibindung eingesetzten Skischuhs versehen sein. Der Vorderbacken weist
beispielsweise an zur Skioberseite vertikalen Achsen schwenkbar gelagerte Sohlenhalter
auf, die das vordere Ende der Skischuhsohle von oben und von der Seite erfassen und
derart bei Bedarf eine Sicherheitsauslösung in den beiden seitlichen Richtungen -
quer zur Skilängsrichtunggewährleisten.
[0019] Die hinter dem Vorderbacken positionierte Sohlenauflageplatte besteht gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung aus einer Grundplatte 1, einer Tragplatte
2 und einem Gleitplättchen 3. Wie Fig. 2 und Fig. 3 zeigen, weist die Grundplatte
1 im Wesentlichen drei Abschnitte auf, einen vorderen, dem Vorderbacken zugewandten
Abschnitt 1a, einen mittleren Abschnitt 1b und einen rückwärtigen Abschnitt 1c. Der
vordere Abschnitt 1a ist mit zwei Löchern 4 versehen, die ein Anschrauben der Grundplatte
1 an einem Bestandteil des Vorderbackens, beispielsweise einer Basisplatte oder einem
Gehäuseteil desselben, ermöglichen. Die Grundplatte 1 kann ferner mit der Basisplatte
oder einem sonstigen Bestandteil des Vorderbackens einteilig ausgeführt sein. Bei
einer etwaigen Längsverstellung des Vorderbackens in Skilängsrichtung S
1 zur Anpassung der Sicherheitsskibindung an unterschiedliche Skischuhlängen verbleibt
die Sohlenauflageplatte jedenfalls in fester Verbindung mit dem Vorderbacken. Fig.
3 zeigt die Unterseite der Grundplatte 1 mit einer Anzahl von Stützflächen 1d, mit
welchen die Grundplatte 1 an der nicht gezeigten Basisplatte des Vorderbackens aufliegt.
Wie es Fig. 2 zeigt, ist der rückwärtige Abschnitt 1c bei der dargestellten Ausführungsvariante
an seiner Oberseite mit einer in Richtung zur Skioberseite abfallenden Schrägfläche
1e versehen. Im mittleren Abschnitt 1b ist im Wesentlichen über die gesamte Breite
der Grundplatte 1, sich quer zur Skilängsrichtung S
1 erstreckend, eine etwa rechteckige gegenüber ihrer Oberseite abgesenkte Ausnehmung
bzw. Vertiefung 6 ausgebildet, an deren Boden bei der dargestellten Ausführungsvariante
zwei relativ großflächige Durchbrüche 6a vorgesehen sind. Der Boden der Vertiefung
6 kann auch durchgehend - ohne Durchbrüche - ausgebildet sein. Am Boden der Vertiefung
6 sind neben den in Skilängsrichtung S
1 verlaufenden Randbereichen 6b Stege 7 vorgesehen, welche jeweils eine Stützfläche
7a für die Tragplatte 2, wie weiter unten beschrieben wird, zur Verfügung stellen.
An den quer zur Skilängsrichtung S
1verlaufenden Randbereichen 6c der Vertiefung 6 sind jeweils unterhalb der Randkanten
Hinterschnitte mit Anschlagflächen 8 gebildet, bei der gezeigten Ausführungsvariante
pro Randkante jeweils zwei Anschlagflächen 8, für Vorsprünge 12 der Tragplatte 2,
wie weiter unten beschrieben wird. Unterhalb der Anschlagflächen 8 bilden Ausformungen
8a Freistellungen bzw. Führungen für die an der Tragplatte 2 vorgesehenen Vorsprünge
12. Die in Skilängsrichtung S
1verlaufenden Randbereiche 6b der Vertiefung 6 sind mit flach U-förmigen Ausnehmungen
9 versehen.
[0020] Die in den Figuren 4 und 5 gezeigte Tragplatte 2 wird in die Vertiefung 6 der Grundplatte
1 eingesetzt und ist in ihrer eingesetzten Lage an der Grundplatte 1 gegen ein Verschieben
in und quer zur Skilängsrichtung S
1 gehalten, in vertikaler Richtung zwar gegen ein Abheben von der Grundplatte 1 gesichert,
dabei aber gleichzeitig in dieser Richtung begrenzt bewegbar. An der Oberseite der
Tragplatte 2 bilden zwei umgebogene Randbereiche 10 Gleitführungen 10a für das Gleitplättchen
3. Die beiden parallel und in der komplettierten Sohlenauflageplatte quer zur Skilängsrichtung
S
1 verlaufenden Gleitführungen 10a sind entlang von konzentrischen Kreisbogenabschnitten
gekrümmt, deren Mittelpunkt im Bereich des Fersenhalters der Skibindung liegt. An
ihrer Unterseite ist die Tragplatte 2 mit vier Federelementen 10 versehen, die integrale
Bestandsteile der insbesondere aus Kunststoff durch Spritzguss hergestellten Tragplatte
2 sind. Die Federelemente 11 sind Kunststoffblättchen, welche sich paarweise von ihren
Anbindungsstellen im mittleren Bereich der Tragplatte 2 jeweils unter einem spitzen
Winkel < 45° zur Tragplattenunterseite und in Richtung der Gleitführungen 10a erstrecken.
An der Unterseite der Randbereiche 10 sind jeweils zwei der bereits erwähnten Vorsprünge
12 ausgebildet, welche über die Randbereiche 10 hinaus ragen. An der Unterseite der
Tragplatte 2 sind im Bereich der in Skilängsrichtung S
1 verlaufenden weiteren Randkanten kurze Stützteile 13 vorgesehen. Die Positionen der
Vorsprünge 12 und ihre Abmessungen sind an die Positionen und die Abmessungen der
Anschlagflächen 8 und der Ausformungen 8a angepasst. Beim Einsetzen der Tragplatte
2 in die Vertiefung 6 der Grundplatte 1 rasten die Vorsprünge 12 unterhalb der Anschlagflächen
8 der Grundplatte 1 ein, die Stützteile 13 kommen in Kontakt mit den Innenflächen
6d an den die Vertiefung 6 in Skilängsrichtung S
1begrenzenden Randbereichen 6b. Die freien Enden der Federelemente 11 gelangen in Kontakt
mit den Stützflächen 7a und stützen sich derart auf diesen ab, dass die Vorsprünge
12 geringfügig gegen die Anschlagflächen 8 gedrückt werden. Wird die in die Grundplatte
1 eingesetzte Tragplatte 2 in vertikaler Richtung von ihrer Oberseite her belastet,
kann sie sich unter elastischer Verformung der Federelemente 11 in Richtung des Bodens
der Vertiefung 6 bewegen. Lässt die Druckbelastung nach geht die Tragplatte 2 unter
der Wirkung der Federelemente 11 wieder in ihre Ausgangslage zurück. Die einzelnen
Bauteile sind derart aufeinander abgestimmt, dass der maximale Bewegungsspielraum
der Tragplatte 2 relativ zur Grundplatte 1 etwa 4mm beträgt.
[0021] Das in den Figuren 6 und 7 gezeigte langgestreckte Gleitplättchen 3 weist an seinen
längeren Randkanten 3a zwei abgesetzte Gleitleisten 14 auf, mittels welcher es in
die Gleitführungen 10a der Tragplatte 2 einsetzbar und in diesen, in vertikaler Richtung
gesichert, quer zur Skilängsrichtung S
1gleitbeweglich ist. Die Gleitleisten 14 sind daher an die Bogenform der Gleitführungen
10a angepasst. Das Ausmaß der seitlichen Beweglichkeit des Gleitplättchens 3 ist durch
Anschläge begrenzt, um einen Verlust des Gleitplättchens 3 zu vermeiden. An der Unterseite
des Gleitplättchens 3 ist konzentrisch zu den Gleitleisten 14 eine flache Vertiefung
15 ausgebildet, welche nahezu über die gesamte Erstreckung des Gleitplättchens 3 verläuft.
Die beiden die Vertiefung 15 quer zur Skilängsrichtung S
1 begrenzenden Randkanten 16 bilden die Anschläge am Gleitplättchen 3. In der Mitte
der Tragplatte 2 ist auf einer mit der Tragplatte 2 federnd verbundenen Zunge 17 ein
Anschlagelement 17a gebildet. Die Zunge 17 kann in vertikaler Richtung soweit ausweichen,
dass ein Aufschieben des Gleitplättchens 3 über das Anschlagelement 17a hinweg möglich
ist. Bei eingeschobenem Gleitplättchen 3 begrenzt, je nach Bewegungsrichtung des Gleitplättchens
3, jeweils einer der am Anschlagelement 17a anschlagenden Randkanten 16 den seitlichen
Bewegungsweg des Gleitplättchens 3. Die flach U-förmigen Ausnehmungen 9 an der Tragplatte
2 gestatten eine seitliche Bewegung des Gleitplättchens 3 auch dann, wenn die Tragplatte
2 ganz nach unten bewegt ist. Dadurch wird auch die Bauhöhe der Sohlenauflageplatte
gering gehalten.
[0022] An der Unterseite des Gleitplättchen 3 ist ferner konzentrisch zu den Gleitleisten
14 eine rillenförmige Vertiefung 18 ausgebildet, an deren Enden je eine kurze Stütznase
18a in die Vertiefung 18 ragt. Hier sind die Enden einer in die Vertiefung 18 eingesetzten
Schraubenfeder 19 gehalten. Eine weitere rillenförmige Vertiefung 20 ist zur Aufnahme
der Feder 19 an der Unterseite der Tragplatte 2 ausgebildet. Die Feder 19 bewirkt
nach einer seitlichen Auslenkung des Gleitplättchens 3 deren Rückführung in die Ausgangslage.
[0023] Die Erfindung ist auf das dargestellte Ausführungsbeispiel nicht eingeschränkt. Es
ist beispielsweise möglich, die Federelemente als Bestandteile der Grundplatte auszuführen.
Es können mehr oder weniger als vier Federelemente vorgesehen sein. Des weiteren sind
auch separate Federn als Federelemente verwendbar, beispielsweise Druckfedern, Gummifedern
oder Blattfedern, die auf an sich bekannte Weise an der Tragplatte und an der Grundplatte
abgestützt werden können. Bei weiteren, nicht gezeigten Ausführungsvarianten der Erfindung
können die Grundplatte, die Tragplatte und das Gleitplättchen jeweils aus mehreren
Teilen zusammengesetzt sein. Das Gleitplättchen kann ferner quer zur Skilängsrichtung
- ohne bogenförmige Bewegung - verschiebbar gelagert sein.
Bezugsziffernliste
[0024]
- 1 ...............
- Grundplatte
- 1a.............
- Abschnitt
- 1b.............
- Abschnitt
- 1c.............
- Abschnitt
- 1d.............
- Stützfläche
- 1e.............
- Schrägfläche
- 2...............
- Tragplatte
- 3 ...............
- Gleitplättchen
- 3a .............
- Randkante
- 4...............
- Loch
- 6...............
- Vertiefung
- 6a.............
- Durchbruch
- 6b.............
- Randbereich
- 6c .............
- Randbereich
- 6d .............
- Innenfläche
- 7...............
- Stützsteg
- 7a.............
- Stützfläche
- 8...............
- Anschlagfläche
- 8a .............
- Ausformung
- 9...............
- Ausnehmung
- 10.............
- Randbereich
- 10a...........
- Gleitführung
- 11 .............
- Federelement
- 12.............
- Vorsprung
- 13 .............
- Stützteil
- 14.............
- Gleitleiste
- 15.............
- Vertiefung
- 16.............
- Randkante
- 17.............
- Zunge
- 17a...........
- Anschlagelement
- 18.............
- Vertiefung
- 18a...........
- Stütznase
- 20.............
- Vertiefung
1. Sohlenauflageplatte für die Sohle eines in eine Sicherheitsskibindung eingesetzten
Skischuhs, insbesondere für den einem Vorderbacken zugeordneten Abschnitt der Schuhsohle,
welche Sohlenauflageplatte eine Grundplatte (1) und eine Tragplatte (2) mit einem
mit der Schuhsohle in Kontakt kommenden Gleitplättchen (3) aufweist, wobei die Tragplatte
(2) gegenüber der Grundplatte (1) in vertikaler Richtung elastisch federnd bewegbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gleitplättchen (3) an der Tragplatte (2) seitlich auslenkbar und unter Federwirkung
in seine Ausgangslage rückführbar gelagert ist.
2. Sohlenauflageplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragplatte (2) ein separater, in die Grundplatte (1) eingesetzter Bauteil ist.
3. Sohlenauflageplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragplatte (2) und die Grundplatte (1) mittels zumindest eines Federelementes
(11) in vertikaler Richtung aneinander abgestützt sind.
4. Sohlenauflageplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest ein Federelement (11) integraler Bestandteil der Tragplatte (2) und/oder
der Grundplatte (1) ist.
5. Sohlenauflageplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Federelement eine separate Feder ist.
6. Sohlenauflageplatte nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Federelemente (11) vorgesehen sind, welche jeweils als Blättchen ausgeführt
sind, deren eines Ende jeweils mit der Tragplatte (2) oder mit der Grundplatte (1)
fest verbunden ist.
7. Sohlenauflageplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (1) eine Ausnehmung bzw. Vertiefung (6) aufweist, in welcher die
Tragplatte (2) in vertikaler Richtung begrenzt beweglich geführt ist.
8. Sohlenauflageplatte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragplatte (2) an zwei einander gegenüber liegenden Rändern Vorsprünge (12) aufweist,
mittels welcher die Tragplatte (2) unterhalb von Anschlagflächen (8), welche an Randbereichen
der Vertiefung (6) der Grundplatte (1) ausgebildet sind, positionierbar sind.
9. Sohlenauflageplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente (11) Bestandteile der Tragplatte (2) sind und am Boden der Vertiefung
(6) der Grundplatte (1) abgestützt sind.
10. Sohlenauflageplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Oberseite der Tragplatte (2) Gleitführungen (10a) für das Gleitplättchen (3)
ausgebildet sind.
11. Sohlenauflageplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitplättchen (3) an seiner Unterseite Anschlagkanten (16) aufweist, welche
mit einem an der Tragplatte (2) ausgebildeten Anschlagelement (17a) zusammenwirken,
das an einem gegenüber der Tragplatte (2) in vertikaler Richtung federnden Teil (17)
vorgesehen ist.
12. Sohlenauflageplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (2) an ihren in Skilängsrichtung verlaufenden Randbereichen Freistellungen,
beispielsweise Ausnehmungen (9), aufweist, sodass eine seitliche Auslenkung des Gleitplättchens
(3) in einer abgesenkten Position der Tragplatte (2) ermöglicht ist.
13. Skibindung, insbesondere ein Vorderbacken einer Skibindung, mit einer Sohlenauflageplatte
gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12.