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<ep-patent-document id="EP11181441A1" file="EP11181441NWA1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="2431080" kind="A1" date-publ="20120321" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-4">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>ATBECHDEDKESFRGBGRITLILUNLSEMCPTIESILTLVFIROMKCYALTRBGCZEEHUPLSKBAHRIS..MTNORSMESM..................</B001EP><B005EP>J</B005EP><B007EP>DIM360 Ver 2.15 (14 Jul 2008) -  1100000/0</B007EP></eptags></B000><B100><B110>2431080</B110><B120><B121>EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG</B121></B120><B130>A1</B130><B140><date>20120321</date></B140><B190>EP</B190></B100><B200><B210>11181441.4</B210><B220><date>20110915</date></B220><B250>de</B250><B251EP>de</B251EP><B260>de</B260></B200><B300><B310>102010040928</B310><B320><date>20100916</date></B320><B330><ctry>DE</ctry></B330></B300><B400><B405><date>20120321</date><bnum>201212</bnum></B405><B430><date>20120321</date><bnum>201212</bnum></B430></B400><B500><B510EP><classification-ipcr sequence="1"><text>A63C   9/08        20060101AFI20120216BHEP        </text></classification-ipcr><classification-ipcr sequence="2"><text>A63C   9/20        20060101ALI20120216BHEP        </text></classification-ipcr><classification-ipcr sequence="3"><text>A63C   9/085       20060101ALI20120216BHEP        </text></classification-ipcr><classification-ipcr sequence="4"><text>A63C   9/086       20060101ALI20120216BHEP        </text></classification-ipcr></B510EP><B540><B541>de</B541><B542>Gleitbrettbindung, insbesondere Tourenskibindung</B542><B541>en</B541><B542>Glide board binding, in particular cross-country ski binding</B542><B541>fr</B541><B542>Fixation de planche de glisse, notamment fixation de ski de fond</B542></B540><B590><B598>4a</B598></B590></B500><B700><B710><B711><snm>Salewa Sport AG</snm><iid>101160444</iid><irf>47173PEP</irf><adr><str>Schützenstrasse 38</str><city>9100 Herisau</city><ctry>CH</ctry></adr></B711></B710><B720><B721><snm>Lehner, Edwin</snm><adr><str>Bruckerstr. 21</str><city>82205 Gilching</city><ctry>DE</ctry></adr></B721></B720><B740><B741><snm>Feller, Frank</snm><sfx>et al</sfx><iid>101231362</iid><adr><str>Weickmann &amp; Weickmann 
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<abstract id="abst" lang="de">
<p id="pa01" num="0001">Die Erfindung stellt ein Gleitbrettbindung (10) bereit, umfassend einen für die Befestigung an einem Gleitbrett eingerichteten Basisabschnitt (22), welcher eine Gleitbrettebene definiert, sowie eine vordere Halteeinrichtung (24) zum Halten eines vorderen Abschnitts eines Gleitbrettschuhs, wobei die vordere Halteeinrichtung (24) an der Basis (22) drehbar gelagert ist, um in einem Schließzustand der vorderen Halteeinrichtung (24) eine Drehung sowohl der vorderen Halteeinrichtung (24) als auch des Gleitbrettschuhs um eine gemeinsame, im Wesentlichen orthogonal zur Gleitbrettebene verlaufende Vertikaldrehachse (V) zu ermöglichen.
<img id="iaf01" file="imgaf001.tif" wi="98" he="76" img-content="drawing" img-format="tif"/></p>
</abstract><!-- EPO <DP n="1"> -->
<description id="desc" lang="de">
<p id="p0001" num="0001">Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gleitbrettbindung, umfassend eine für die Befestigung an einem Gleitbrett eingerichtete Basis, welche eine Gleitbrettebene definiert, sowie eine vordere Halteeinrichtung zum Halten eines vorderen Abschnitts einen Gleitbrettschuhs.</p>
<p id="p0002" num="0002">Zu Gleitbrettbindungen der vorstehend genannten Art zählen insbesondere Tourenskibindungen, mit denen ein Tourenskischuh an einem Tourenski gehalten werden kann, so dass er in einer Gehstellung um eine quer zur Skiachse verlaufende Querachse schwenkbar ist und in einer Abfahrtsstellung zusätzlich durch eine hintere Halteeinrichtung am Fersenabschnitt gehalten ist. Auch wenn im folgenden vorrangig auf Tourenskibindungen Bezug genommen wird, ist die Erfindung gleichwohl anwendbar auf andere Gleitbrettbindungen, insbesondere auf Abfahrtsskibindungen, Snowboardbindungen, Schneeschuhbindungen oder Splitboardbindungen.</p>
<p id="p0003" num="0003">Bekannte Gleitbrettbindungen weisen Auslösemechanismen auf, welche beispielsweise im Falle eines Sturzes bei Einwirkung eines hohen Drehmoments auf den Gleitbrettschuh auslösen, um den Schuh freizugeben und das Verletzungsrisiko für den Stürzenden zu reduzieren. So sind Mz-Auslösemechanismen dafür verantwortlich, den Gleitbrettschuh freizugeben, wenn von dem Gleitbrettschuh auf Bindung eine Kraft in seitlicher Richtung ausgeübt wird, die gleich oder größer ist, als eine einem vorbestimmten Mz-Auslösedrehmoment der Bindung entsprechende Gegenkraft. Bei einigen Bindungen kann das Mz-Auslösedrehmoment durch eine Verstelleinrichtung der Bindung auf einen dem Gewicht und Fahrstil des Benutzers angepassten Wert eingestellt werden.<!-- EPO <DP n="2"> --></p>
<p id="p0004" num="0004">Da der Gleitbrettschuh in der Abfahrtsstellung der Gleitbrettbindung in der Regel sowohl im vorderen Bereich des Schuhs als auch im Fersenbereich durch jeweils eine vordere bzw. hintere Halteeinrichtung der Gleitbrettbindung gehalten ist, muss herkömmlich ein Auslösemechanismus sowohl für die vordere Halteeinrichtung als auch für die hintere Halteeinrichtung bereitgestellt werden. Da sich ferner vordere und hintere Halteeinrichtungen konstruktiv zumeist deutlich voneinander unterscheiden und somit auch unterschiedliche Auslösemechanismen vorgesehen sind, unterscheiden sich auch die Auslösecharakteristiken, insbesondere die Auslöseschwellwerte und die Kraftverläufe während des Auslösens, für vordere und hintere Halteeinrichtungen deutlich voneinander. Dies führt in der Praxis dazu, dass das Auslöseverhalten des Gleitbrettschuhs insgesamt relativ schwer vorhersehbar ist, da es auf einem kombinierten Auslösevorgang zweier separater Halteeinrichtungen beruht. Um ein zuverlässiges Auslösen im Sturzfalle sicherzustellen, müssen dementsprechend die Auslöseschwellwerte der Halteeinrichtungen tendenziell auf niedrigere Werte eingestellt werden, was im Gegenzug dazu führt, dass die Gleitbrettbindung gelegentlich zu früh auslöst. Dies hat den weiteren Nachteil, dass es insbesondere bei sportlicheren Fahren (z.B. im Rennsportbereich) bei anspruchsvollen Fahrmanövern zu unerwünschten Fehlauslösungen kommen kann.</p>
<p id="p0005" num="0005">Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Gleitbrettbindung der eingangs genannten Art bereitzustellen, welche einfachen Aufbau aufweist, ein gut definiertes und zuverlässiges Auslöseverhalten zeigt, und insbesondere auch für ein sportliches Fahren geeignet ist.</p>
<p id="p0006" num="0006">Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Gleitbrettbindung der eingangs genannten Art gelöst, bei welcher die vordere Halteeinrichtung an der Basis drehbar gelagert ist, um in einem Schließzustand der vorderen Halteeinrichtung eine Drehung sowohl der vorderen Halteeinrichtung als auch des Gleitbrettschuhs um eine gemeinsame, im wesentlichen orthogonal zur Gleitbrettebene verlaufende Vertikaldrehachse zu<!-- EPO <DP n="3"> --> ermöglichen.</p>
<p id="p0007" num="0007">Durch die erfindungsgemäße drehbare Lagerung der vorderen Halteeinrichtung an der am Gleitbrett befestigten Basis kann sich der Gleitbrettschuh in der Schließstellung der vorderen Halteeinrichtung zusammen mit der vorderen Halteeinrichtung um die gemeinsame Vertikaldrehachse drehen, ohne dass die vordere Halteeinrichtung auslöst. Mit anderen Worten, bleibt während der Drehung der vorderen Halteeinrichtung um die Vertikaldrehachse der Gleitbrettschuh fest im Halteeingriff mit der vorderen Halteeinrichtung.</p>
<p id="p0008" num="0008">Weist die Gleitbrettbindung ferner eine hintere Halteeinrichtung zum Halten eines hinteren Abschnitts (Fersenabschnitt) eines Gleitbrettschuhs auf, so kann durch eine drehbare Lagerung der vorderen Halteeinrichtung erreicht werden, dass eine Drehbewegung des Gleitbrettschuhs um eine vertikale Achse vorrangig, insbesondere im Wesentlichen ausschließlich, durch entweder die hintere Halteeinrichtung oder die vordere Halteeinrichtung kontrolliert werden kann. Dies bedeutet insbesondere, dass das Auslöseverhalten des Gleitbrettschuhs in Bezug auf eine Mz-Auslösung maßgeblich durch den Mz-Auslösemechanismus der vorderen oder der hinteren Halteeinrichtung gesteuert werden kann und somit die Auslösecharakteristiken gut definiert sind, so dass die Bindung zuverlässig auslöst und gleichzeitig ein ungewolltes, zu frühes Auslösen vermieden werden kann. Damit ist die Bindung insbesondere auch für sportliches Fahren, z.B. im Rennsportbereich, vorteilhaft einsetzbar.</p>
<p id="p0009" num="0009">Wirkt beispielsweise im Falle eines Sturzes auf den Gleitbrettschuh ein hohes Drehmoment um eine vertikale Achse, so kann etwa zunächst nur die hintere Halteeinrichtung auslösen, während der vordere Teil des Gleitbrettschuhs in der vorderen Halteeinrichtung gehalten bleibt und zusammen mit der vorderen Halteeinrichtung die Drehung um die vertikale Achse mitmacht. Ist der hintere Bereich des Gleitbrettschuhs aus der hinteren Halteeinrichtung ausgelöst, so kann anschließend eine Auslösung<!-- EPO <DP n="4"> --> der vorderen Halteeinrichtung erfolgen. Alternativ könnte sich der Gleitbrettschuh mit der vorderen Halteeinrichtung mehr oder weniger frei um die Vertikaldrehachse drehen, ohne dass sich der Schuh von der vorderen Halteeinrichtung löst, bzw. erst bei Auftreten eines hohen Drehmoments um eine andere Achse als die Z-Achse auslösen.</p>
<p id="p0010" num="0010">In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verläuft die Vertikaldrehachse der vorderen Halteeinrichtung, um welche die vordere Halteeinrichtung drehbar an der Basis gelagert ist, durch einen Abschnitt, in welchem im Schließzustand der Halteeinrichtung ein Gleitbrettschuh, insbesondere ein Ballenabschnitt eines Gleitbrettschuhs angeordnet ist. In einer solchen Konstruktion sind die vordere Halteeinrichtung und die Basis in der Nähe des Gleitbrettschuhs, insbesondere in der Nähe eines vorderen Abschnitts des Gleitbrettschuhs, miteinander verbunden, so dass der Verbindungsabschnitt auch in der Nähe des Eingriffs zwischen vorderer Halteeinrichtung und Gleitbrettschuh liegt und damit die vordere Halteeinrichtung insgesamt relativ kompakt ausgebildet sein kann.</p>
<p id="p0011" num="0011">Im Grunde kann die vordere Halteeinrichtung so an der Basis angebracht sein, dass sie im Bezug auf die Basis frei drehbar ist, d.h. im Wesentlichen ohne eine die normalen mechanischen Reibungskräfte übersteigende Widerstandskraft drehbar ist. Zum Schließen einer hinteren Halteeinrichtung der Gleitbrettbindung beim Einsteigen in die Gleitbrettbindung verschwenkt der Nutzer (vor oder nach dem Einsteigen in die vordere Halteeinrichtung) die vordere Halteeinrichtung in eine zentrale Normalstellung, in welcher der Gleitbrettschuh in Längsrichtung des Gleitbretts ausgerichtet ist. Um das Einsteigen in die Gleitbrettbindung zu erleichtern, kann jedoch in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung eine Spanneinrichtung vorgesehen sein, welche die vordere Halteeinrichtung in Bezug auf ihre Drehstellung um die vertikale Drehachse in eine zentrale Normalstellung vorspannt, aus der die vordere Halteeinrichtung gegen ein elastisches Spanndrehmoment der Spanneinrichtung in beide Richtungen verschwenkbar ist. In einer solchen Ausführungsform stellt sich die vordere<!-- EPO <DP n="5"> --> Halteeinrichtung in der geöffneten Stellung der Gleitbrettbindung automatisch in die zentrale Normalstellung ein, so dass der Nutzer sofort in die Bindung einsteigen kann.</p>
<p id="p0012" num="0012">Die Bereitstellung einer Spanneinrichtung der vorstehend genannten Art kann ferner dazu genutzt werden, eine Sicherheitsfunktion bei Auftreten einer hohen seitlichen Belastung der Verbindung zwischen Gleitbrettschuh und Gleitbrettbindung zu realisieren. So wird bei einem Sturz die Aufnahme von seitlichen Kräften in dem Fall, dass die Spannkraft der Spanneinrichtung größer ist als eine dem Mz-Auslösedrehmoment der hinteren Halteeinrichtung entsprechende Gegenkraft, oder in dem Fall, dass überhaupt keine hintere Halteeinrichtung vorgesehen ist, maßgeblich oder sogar ausschließlich durch die Konstruktion der Spanneinrichtung der vorderen Halteeinrichtung kontrolliert. Bei Erreichen bzw. Überschreiten der Spannkraft der Spanneinrichtung dreht sich der Gleitbrettschuh zusammen mit der vorderen Halteeinrichtung um die gemeinsame Vertikaldrehachse, um der übermäßigen Belastung (z.B. bei einem Sturz) nachzugeben und das Verletzungsrisiko zu reduzieren. Um die Sicherheit der Gleitbrettbindung in diesem Falle weiter zu erhöhen, kann die vordere Halteeinrichtung ferner so ausgestaltet sein, dass sie nach dem Verdrehen der vorderen Halteeinrichtung und des Gleitbrettschuhs um einen vorbestimmten Winkelbetrag um die gemeinsame Vertikaldrehachse den Halteeingriff zwischen der vorderen Halteeinrichtung und dem Gleitbrettschuh löst, so dass sich der Gleitbrettschuh dann vollständig von der Gleitbrettbindung lösen kann.</p>
<p id="p0013" num="0013">Soll dagegen die Mz-Auslösung, wie oben bereits angesprochen, durch eine hintere Halteeinrichtung kontrolliert werden, so ist vorzugsweise die auf einen Schuh (insbesondere auf einen Bezugsabschnitt des Schuhs) in seitlicher Richtung auszuübende Auslösekraft zur seitlichen Auslösung der hinteren Halteeinrichtung entsprechend einem Mz-Auslösedrehmoment der hinteren Halteeinrichtung größer als eine auf den Schuh (insbesondere auf den Bezugsabschnitt des Schuhs) in seitlicher Richtung auszuübende Kraft<!-- EPO <DP n="6"> --> zum Drehen der vorderen Halteeinrichtung um die Vertikaldrehachse, also insbesondere größer als etwaige Reibungskräfte der Drehverbindung und ggf. größer als eine zur Überwindung der Spannkraft der Spanneinrichtung notwendige Kraft. Vorzugsweise ist die Auslösekraft der hinteren Halteeinrichtung dann mindestens gleich dem Vierfachen der auf den Schuh in seitlicher Richtung auszuübenden Kraft zum Drehen der vorderen Halteeinrichtung, wodurch der Einfluss des Drehwiderstands der vorderen Halteeinrichtung auf die gesamte Mz-Auslösecharakteristik der Gleitbrettbindung relativ gering und vorzugsweise vernachlässigbar klein wird, so dass die Gleitbrettbindung in sehr gut definierter und besonders zuverlässiger Weise auslöst und Fehlauslösungen besonders sicher vermieden werden können.</p>
<p id="p0014" num="0014">In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann der Drehwinkel der vorderen Halteeinrichtung um die Vertikaldrehachse durch mindestens ein Drehbegrenzungsmittel begrenzt sein. Durch ein solches Drehbegrenzungsmittel kann in konstruktiv überraschend einfacher Weise ein Mechanismus bereitgestellt werden, der dazu beitragen kann, dass sich im Anschluss an die gemeinsame Drehung der vorderen Halteeinrichtung und des Gleitbrettschuhs um die Vertikaldrehachse der Gleitbrettschuh vollständig von der Gleitbrettbindung löst. Wirkt auf den Gleitbrettschuh, beispielsweise während eines Sturzes, ein hohes Drehmoment um eine vertikale Achse, so dreht sich zunächst die vordere Halteeinrichtung gemeinsam mit dem Gleitbrettschuh um die Vertikaldrehachse bis zum Erreichen des durch das Drehbegrenzungsmittel vorgegebenen maximalen Drehwinkels. Die Drehbewegung wird dann durch das Drehbegrenzungsmittel gestoppt, wobei durch das andauernde, vom Gleitbrettschuh ausgeübte Drehmoment sowie durch das Trägheitsmoment des Gleitbrettschuhs und des Nutzers im Moment der Abbremsung des Gleitbrettschuhs durch das Drehbegrenzungsmittel eine relativ hohe Belastung auf den Halteeingriff zwischen der vorderen Halteeinrichtung und dem Gleitbrettschuh wirkt. Dieser Halteeingriff kann dann beispielsweise in an sich bekannter Weise durch einen Mz-Auslösemechanismus der<!-- EPO <DP n="7"> --> vorderen Halteeinrichtung gelöst werden, um den Gleitbrettschuh von der vorderen Halteeinrichtung zu entkoppeln.</p>
<p id="p0015" num="0015">Der durch das mindestens eine Drehbegrenzungsmittel insgesamt begrenzte Drehwinkel kann zwischen ungefähr 10 Grad (ausgehend von einer zentralen Normalstellung ungefähr 5 Grad nach beiden Seiten) und ungefähr 30 Grad (ausgehend von einer zentralen Normalstellung ungefähr 15 Grad nach beiden Seiten) liegen, wobei die Untergrenze von ungefähr 10 Grad erlaubt, dass die gemeinsame Drehbewegung des Gleitbrettschuhs und der vorderen Halteeinrichtung erst dann gestoppt wird, wenn der hintere Abschnitt des Gleitbrettschuhs sicher aus einer hinteren Halteeinrichtung ausgelöst ist, und wobei die obere Grenze von ungefähr 30 Grad sicherstellen kann, dass der maximale Drehwinkel relativ schnell erreicht wird, um das vollständige Entkoppeln zwischen Gleitbrettbindung und Gleitbrettschuh zuverlässig zu ermöglichen. Besonders bevorzugt wird ein durch das mindestens eine Drehbegrenzungsmittel vorgegebener Drehwinkelbereich von ungefähr 20 Grad, mit welchem die besten Versuchsergebnisse erzielt wurden und Fehlauslösungen weitestgehend verhindert werden können.</p>
<p id="p0016" num="0016">Weist die erfindungsgemäße Gleitbrettbindung das oben erwähnte Drehbegrenzungsmittel auf und weist ferner die vordere Halteeinrichtung einen Mz-Auslösemechanismus auf, um den Gleitbrettschuh von der vorderen Halteeinrichtung freizugeben (zu entkoppeln), wenn von dem Gleitbrettschuh auf die vordere Halteeinrichtung eine Kraft in seitlicher Richtung ausgeübt wird, die gleich oder größer ist, als eine einem vorbestimmten Mz-Auslösedrehmoment der vorderen Halteeinrichtung entsprechende Gegenkraft, so kann die Gleitbrettbindung in besonders bevorzugter Konstruktion für eine zweistufige Auslösung des Gleitbrettschuhs eingerichtet sein, bei der in einer ersten Stufe die hintere Halteeinrichtung auslöst und den hinteren Abschnitt des Gleitbrettschuhs freigibt, wobei der Gleitbrettschuh zusammen mit der vorderen Halteeinrichtung um die gemeinsame Vertikaldrehachse dreht, und in einer<!-- EPO <DP n="8"> --> nachfolgenden zweiten Stufe die gemeinsame Drehung des Gleitbrettschuhs und der vorderen Halteeinrichtung durch das Drehbegrenzungsmittel gestoppt wird und die vordere Halteeinrichtung auslöst, um den vorderen Abschnitt des Gleitbrettschuhs ebenfalls freizugeben. Die Auslösung des Schuhs an der hinteren und an der vorderen Haltevorrichtung finden also zeitlich getrennt voneinander statt, sodass sich die Auslöseverhalten der beiden Haltevorrichtungen nicht überlagern und die Auslösung konstruktiv besser kontrolliert werden kann.</p>
<p id="p0017" num="0017">Vorzugsweise ist die Gleitbrettbindung eine Tourenbindung (für einen Tourenski oder ein Splitboard), wobei die vordere Halteeinrichtung dafür eingerichtet ist, einen Tourenskischuh in einer Gehstellung der Gleitbrettbindung um eine zur Gleitbrettebene parallele und quer zu einer Gleitbrettlängsachse verlaufende Gleitbrettquerachse verschwenkbar zu erhalten. Die Vorteile der Erfindung kommen in einer Tourenbindung besonders zum Tragen, da Tourenbindungen zur Ermöglichung der genannten Gehstellung besonderen konstruktiven Aufbau im Bereich der vorderen Halteeinrichtung aufweisen müssen, der die Bereitstellung eines Auslösemechanismus an der vorderen Halteeinrichtung erschwert. Insbesondere muss die vordere Halteeinrichtung den Tourenskischuh einerseits verschwenkbar lagern und andererseits mit einer relativ hohen Haltekraft festhalten, um eine zu frühe Auslösung im Bereich der vorderen Halteeinrichtung zu verhindern. Die erfindungsgemäße, in Bezug auf die Basis drehbare Halteeinrichtung kann dann insbesondere in Kombination mit einer hinteren Halteeinrichtung dazu verwendet werden, die Mz-Auslösung im Wesentlichen nur durch die hintere Halteeinrichtung zu kontrollieren, um somit die vordere Halteeinrichtung bei der Abfahrt zu entlasten und auch bei sportlichem Fahren eine Fehlauslösung zu verhindern.</p>
<p id="p0018" num="0018">Da bei einer Tourenbindung in der Gehstellung der Bindung der hintere Abschnitt des Gleitbrettschuhs von der hinteren Halteeinrichtung nicht am Ski festgehalten wird, kann eine Tourenbindung der erfindungsgemäßen Art vorzugsweise ferner Mittel aufweisen, welche in der Gehstellung der<!-- EPO <DP n="9"> --> Tourenbindung eine Drehung der vorderen Halteeinrichtung um die Vertikaldrehachse blockieren oder zumindest behindern. Solche Mittel können beispielsweise durch eine bereits angesprochene Spanneinrichtung bereitgestellt werden, die die vordere Halteeinrichtung in die zentrale Normalstellung vorspannt. Zur Verbesserung der Zuverlässigkeit und der Stabilität der Tourenbindung in der Gehstellung kann jedoch die als Tourenbindung ausgebildete Gleitbrettbindung alternativ oder zusätzlich mindestens ein Blockiermittel umfassen, welches in der Gehstellung der Gleitbrettbindung eine Drehung der vorderen Halteeinrichtung um die Vertikaldrehachse blockiert und in einer Abfahrtsstellung der Gleitbrettstellung eine Drehung der vorderen Halteeinrichtung um die Vertikaldrehachse zulässt. Die Gleitbrettbindung kann somit in der Gehstellung die gewohnte seitliche Stabilität aufweisen, während in der Abfahrtsstellung die erfindungsgemäßen Vorteile im Bezug auf die drehbare Halteeinrichtung bereitgestellt werden.</p>
<p id="p0019" num="0019">In einer konstruktiv besonders effektiven Realisierung eines solchen Blockiermittels wird daran gedacht, dass die vordere Halteeinrichtung einen Verriegelungshebel aufweist, welcher in der Gehstellung der Gleitbrettbindung in eine Verriegelungsstellung gestellt oder stellbar ist, in der er eine Auslösung der vorderen Halteeinrichtung verhindert oder erschwert, und dass das mindestens eine Blockiermittel einen gleitbrettfesten Anschlag umfasst, welcher in der Gehstellung der Gleitbrettbindung mit dem Verriegelungshebel zusammenwirkt. Ein Verriegelungshebel der genannten Art, an sich bereits in bekannten Tourenbindungen genutzt wird, kann in der vorstehend beschriebenen Ausführungsform vorteilhaft Doppelfunktion zur Verriegelung des Auslösemechanismus der vorderen Halteeinrichtung in der Gehstellung einerseits und zur Blockierung einer ungewollten Verdrehung der vorderen Halteeinrichtung in der Gehstellung andererseits übernehmen. Alternativ könnte ein anderes Stellelement der Gleitbrettbindung, welches zur Einstellung der Gehstellung bewegt wird, in der Gehstellung mit dem Blockiermittel zusammenwirken, um eine Verdrehung der vorderen<!-- EPO <DP n="10"> --> Halteeinrichtung zu blockieren.</p>
<p id="p0020" num="0020">In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die vordere Halteeinrichtung der als Tourenbindung ausgebildeten Gleitbrettbindung zwei auf der Gleitbrettquerachse angeordnete Lagerzapfen aufweisen, welche dafür eingerichtet sind, gegenüberliegende seitliche Lagerlöcher eines Gleitbrettschuhs in Eingriff zu nehmen. Damit kann die erfindungsgemäße Gleitbrettbindung an die Verwendung eines verbreiteten Typs von Tourenskischuhen mit gegenüberliegenden seitlichen Lagerlöchern angepasst werden und somit insbesondere mit herkömmlichen Tourenskischuhen dieses Typs verwendet werden.</p>
<p id="p0021" num="0021">In der beschriebenen vorderen Halteeinrichtung mit Lagerzapfen kann ferner vorgesehen sein, dass die Lagerzapfen bewegbar sind zwischen einer Schließstellung, in welcher die Lagerzapfen voneinander einen Abstand aufweisen, der für einen Eingriff in den Lagerlöchern eines Gleitbrettschuhs ausgelegt ist, und einer Öffnungsstellung, in welcher die Lagerzapfen einen Abstand aufweisen, der größer ist als in der Schließstellung, so dass der Gleitbrettschuh zwischen den Lagerzapfen eingeführt oder von der vorderen Halteeinrichtung entfernt werden kann, wobei die Gleitbrettbindung ferner einen Schließbetätigungsabschnitt aufweist, dessen Betätigung eine Bewegung der Lagerzapfen zwischen der Öffnungsstellung und der Schließstellung bewirkt. Auf diese Weise wird in an sich aus dem Stand der Technik bekannter Weise ein Mechanismus zum Öffnen bzw. Schließen der vorderen Halteeinrichtung bereitgestellt werden, der eine einfache Bedienung der Gleitbrettbindung zum Einsteigen bzw. Aussteigen erlaubt. Gleichzeitig kann die bewegliche Anordnung der Lagerzapfen mit einem elastischen Mittel in die Schließstellung vorgespannt sein, so dass in einfacher Weise ein Mz-Auslösemechanismus an der vorderen Halteeinrichtung realisiert ist, der ein vollständiges Entkoppeln des Gleitbrettschuhs von der Gleitbrettbindung nach der gemeinsamen Verdrehung der vorderen Halteeinrichtung und des Gleitbrettschuhs ermöglicht. Die bewegliche Halterung der Lagerzapfen, der<!-- EPO <DP n="11"> --> Schließbetätigungsabschnitt und der angesprochene Mz-Auslösemechanismus können von an sich bekannter Konstruktion sein (siehe zum Beispiel <patcit id="pcit0001" dnum="EP0199098A2"><text>EP 0 199 098 A2</text></patcit>).</p>
<p id="p0022" num="0022">Ist die Gleitbrettbindung als Tourenbindung ausgebildet, in welcher der Gleitbrettschuh um die Gleitbrettquerachse schwenkbar an der vorderen Halteeinrichtung gehalten ist, so kann in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung die Vertikaldrehachse, um welche die vordere Halteeinrichtung und der Gleitbrettschuh gemeinsam in Bezug auf das Gleitbrett verschwenkbar sind, die Gleitbrettquerachse im Wesentlichen schneiden. Eine solche Konstruktion erlaubt die symmetrische Anordnung der Lagerung der vorderen Halteeinrichtung in Bezug auf Vertikaldrehachse und der Gleitbrettquerachse und ermöglicht somit einen stabilen und kompakten Aufbau der vorderen Halteeinrichtung.</p>
<p id="p0023" num="0023">Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
<dl id="dl0001">
<dt>Figur 1</dt><dd>eine Seitenansicht eines Tourenskischuhs und einer Tourenskibindung gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung,</dd>
<dt>Figuren 2a bis 2c</dt><dd>eine Seitenansicht, eine Vorderansicht sowie eine Draufsicht der Tourenskibindung des Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung in einer Öffnungsstellung,</dd>
<dt>Figuren 2d und 2e</dt><dd>perspektivische Ansichten der Tourenskibindung des Ausführungsbeispiels in der Öffnungsstellung;</dd>
<dt>Figuren 3a und 3b</dt><dd>eine Draufsicht und eine perspektivische Ansicht der Tourenskibindung des Ausführungsbeispiels in einer<!-- EPO <DP n="12"> --> Abfahrtsstellung,</dd>
<dt>Figuren 4a - 4c</dt><dd>eine Draufsicht, eine perspektivische Ansicht sowie eine Ausschnittsvergrößerung der Tourenskibindungen des Ausführungsbeispiels in einer teilausgelösten Abfahrtsstellung, und</dd>
<dt>Figuren 5a - 5c</dt><dd>eine Seitenansicht, eine perspektivische Ansicht sowie eine Ausschnittsvergrößerung der Tourenskibindung des Ausführungsbeispiels in einer Gehstellung.</dd>
</dl></p>
<p id="p0024" num="0024">In <figref idref="f0001">Figur 1</figref> ist mit 10 allgemein eine Tourenskibindung bezeichnet, welche zur Kopplung eines Tourenskischuhs 12 an einem Tourenski 14 eingerichtet ist. Die Tourenskibindung 10 umfasst eine vordere Einheit 16 zum Halten eines vorderen Abschnitts 18 des Schuhs 12 sowie eine Ferseneinheit 19 zum Halten eines hinteren Abschnitts oder Fersenabschnitts 20 des Schuhs 12.</p>
<p id="p0025" num="0025">Später noch detaillierter zu beschreibende Befestigungsmittel der Tourenskibindung 10, insbesondere der vorderen Einheit 16, definieren eine horizontale Skiebene E des Skis 14, auf welchem die Tourenskibindung 10 zu befestigen ist, eine X-Richtung in der Skieebene E in Vorwärtsrichtung entlang der Längsachse des Skis 14, eine Y-Richtung in der Skiebene E sowie orthogonal zur X-Richtung sowie eine Z-Richtung orthogonal zur Skiebene E nach oben verlaufend. Wenn in der vorliegenden Offenbarung Orts- und Richtungsangaben wie etwa "oben", "unten", "seitlich", "vorn", "hinten", "horizontal", "vertikal" verwendet werden, so beziehen sich diese Angaben auf eine Gleitbrettbindung im montierten Zustand auf einem Gleitbrett, dass auf einem ebenen, horizontalen Untergrund aufliegt.</p>
<p id="p0026" num="0026">Die Tourenskibindung 10 des Ausführungsbeispiels ist in eine Öffnungsstellung (<figref idref="f0002 f0003">Figuren 2a - 2e</figref>) verstellbar, in welcher der Schuh 12 von der vorderen Einheit 16 sowie der Ferseneinheit 19 gelöst ist und somit nicht<!-- EPO <DP n="13"> --> von der Tourenskibindung 10 gehalten ist, jedoch die Tourenskibindung 10 dafür vorbereitet ist, den Schuh 12 aufzunehmen, so dass der Nutzer in die Bindung 10 einsteigen kann. Die Tourenskibindung ist ferner in eine Abfahrtsstellung (<figref idref="f0004">Figuren 3a, 3b, 4a bis 4c</figref>) verstellbar, in welcher die vordere Einheit 16 den vorderen Abschnitt 18 des Schuhs 12 hält und die Ferseneinheit 19 den Fersenabschnitt 20 des Schuhs 12 hält, so dass der Schuh 12 insgesamt am Ski 14 fixiert und für eine Talabfahrt bereit ist. Ferner ist die Tourenskibindung 10 in eine Gehstellung verstellbar, in welcher die Ferseneinheit 19 den Fersenabschnitt 20 des Schuhs 12 freigibt, die vordere Einheit 16 den vorderen Abschnitt 18 des Schuhs 12 jedoch um eine parallel zur Y-Richtung verlaufende Skiquerachse Q verschwenkbar hält, so dass der Schuh 12 zur Ermöglichung des Vorwärtsgehens (insbesondere unter Verwendung von an der Lauffläche der Skier 14 angeklebten Steigfellen) nach vorne kippen kann.</p>
<p id="p0027" num="0027">Der Aufbau der vorderen Einheit 16 der Tourenskibindung 10 wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die <figref idref="f0002 f0003">Figuren 2a bis 2e</figref> näher erläutert. Die vordere Einheit 16 umfasst eine am Ski 14 zu befestigende Basis 22 sowie eine drehbar daran gehaltene, vordere Halteeinrichtung 24, wobei eine Vertikaldrehachse V der drehbaren Verbindung zwischen vorderer Halteeinrichtung 24 und Basis 22 parallel zur Z-Richtung und in etwa durch einen vorderen Fußballenabschnitt des Skischuhs 12 verläuft. Zur Befestigung der Basis 22 am Ski 14 weist die Basis 22 eine Befestigungsanordnung auf, welche aus einer Mehrzahl von Befestigungslöchern 26 gebildet sein kann, durch die Befestigungsschrauben 28 geführt sind.</p>
<p id="p0028" num="0028">Die vordere Halteeinrichtung 24 umfasst einen Grundkörper 30 sowie, daran angebracht, Klemmwinkel 32 zum Halten und schwenkbaren Lagern des Tourenskischuhs 12 und einen Bindungsbetätigungsmechanismus 34 zum Betätigen der vorderen Halteeinrichtung 24 zwischen Öffnungsstellung, Abfahrtsstellung und Gehstellung. Die Klemmwinkel 32 sowie der Bindungsbetätigungsmechanismus 34 können hinsichtlich ihres prinzipiellen<!-- EPO <DP n="14"> --> konstruktiven Aufbaus sowie hinsichtlich ihrer Funktion von an sich bekannter Art sein, beispielsweise gemäß der Offenbarung der <patcit id="pcit0002" dnum="EP0199098A2"><text>EP 0 199 098 A2</text></patcit>, auf welche in Bezug auf diese an sich bekannten Elemente hiermit ergänzend hingewiesen wird.</p>
<p id="p0029" num="0029">Einstückig am Grundkörper 30 ausgebildet oder daran befestigt sind linke und rechte Lagerabschnitte 36, welche die Klemmwinkel 32 jeweils um eine in X-Richtung verlaufende Schwenkachse 38 schwenkbar halten. Jeder Klemmwinkel 32 weist einen sich von der Schwenkachse 38 im Wesentlichen nach oben erstreckenden ersten Arm 40 und einen sich von der Schwenkachse 38 im Wesentlichen zur Skimitte hin erstreckenden zweiten Arm 42 auf. An einem oberen, distalen Ende des ersten Arms 40 ist jeweils ein Lagerzapfen 44 angeordnet, dessen Spitze im Wesentlichen nach innen, d.h.zur Skimitte hin, zeigt. Der Lagerzapfen 44 ist dafür eingerichtet, in eine seitliche Lageröffnung des vorderen Abschnitts 18 des Tourenskischuhs 12 einzugreifen, um den Schuh 12 in der Gehstellung der Tourenskibindung 10 um die Skiquerachse Q verschwenkbar an der Tourenskibindung 10 zu halten.</p>
<p id="p0030" num="0030">Die der Skimitte zugewandten distalen Enden der zweiten Arme 42 der Klemmwinkel 32 werden gemeinsam von einem gabelartigen Endabschnitt 46 eines Betätigungshebels 48 des Bindungsbetätigungsmechanismus 34 ergriffen, welcher um eine in Y-Richtung verlaufende Schwenkachse 50 an einem am Grundkörper 30 ausgebildeten Lagerabschnitt schwenkbar gelagert ist. Speziell ergreift der gabelartige Endabschnitt 46 im Ausführungsbeispiel je eine Endkappe 52 jedes Klemmwinkels 32, welche jeweils verschiebbar auf von dem zweiten Arm 42 jedes Klemmwinkels 32 abstehende Stifte 54 aufgeschoben ist, so dass sich jede der Endkappen 52 entlang der Stifte 54 in Y-Richtung verschieben kann. Mittels um die Stifte 54 gewickelter Druckfedern 56 sind die Endkappen 54 zur Skimitte hin und damit aufeinander zu vorgespannt und sind in Kontakt miteinander gepresst.</p>
<p id="p0031" num="0031">In an sich bekannter Weise führt eine Schwenkbewegung des Betätigungshebels 48 um die Schwenkachse 50 zu einer vertikalen<!-- EPO <DP n="15"> --> Bewegung der beiden Endkappen 52 und damit zu einer Schwenkbewegung der Klemmwinkel 32 um die Schwenkachsen 38.</p>
<p id="p0032" num="0032">An einem distalen Ende eines dem gabelartigen Endabschnitt 46 abgewandten Arms 58 des Betätigungshebels 48 ist an einer in Y-Richtung verlaufenden Schwenkachse 60 schwenkbar ein zweiarmiger Bedienhebel 62 gehalten. Der Bedienhebel 62 weist einen Bedienabschnitt 64 auf, welcher per Hand oder mittels eines Skistocks (z.B. über eine Skistockaufnahmemulde 66) betätigbar ist, um die Bindung zwischen Öffnungsstellung und Abfahrtsstellung bzw. Gehstellung zu bewegen. Ferner umfasst der Bedienhebel 62 einen dem Bedienabschnitt 64 abgewandten Verriegelungsabschnitt 68, welcher dafür eingerichtet ist, bei einer Schwenkbewegung des Bedienhebels 62 mit einer Nockenfläche 70 (ausgebildet auf einer Oberseite des Grundkörpers 30, der vorderen Halteeinrichtung 24, des Skis 14 oder eines skifesten Teils) in Kontakt zu gelangen, um eine Aufwärts- bzw. Abwärtsbewegung des Arms 58 des Betätigungshebels 48 entsprechend der Oberflächenkontur der Nockenfläche 70 zu erzwingen oder zu blockieren und damit die Schwenkbewegung des Betätigungshebels 48 und somit die Schwenkbewegung der Klemmwinkel 32 zu kontrollieren.</p>
<p id="p0033" num="0033">Wie bereits erwähnt ist die vordere Halteeinrichtung 24, einschließlich dem Grundkörper 30, den daran gehaltenen Klemmwinkeln 32 und dem Bindungsbetätigungsmechanismus 34, schwenkbar an der Basis 22 gehalten, so dass diese Elemente sich gemeinsam um die Vertikaldrehachse V drehen können. Dazu ist eine Drehlagerung zwischen dem Grundkörper 30 der vorderen Halteeinrichtung 24 und der Basis 22 vorgesehen. Im Ausführungsbeispiel umfasst die Drehlagerung eine kreisförmige Aussparung am Grundkörper 30, in die ein kreisförmiger Vorsprung 72 der Basis 22 passend eingreift. Insbesondere kann der Grundkörper 30 allgemein ringförmig ausgebildet sein und mit seiner inneren Lagerfläche 74 eine komplementäre äußere Lagerfläche 76 des kreisförmigen Vorsprungs 72 der Basis 22 umlaufen. Das auf diese Weise gebildete Lager zwischen<!-- EPO <DP n="16"> --> Grundkörper 30 und Basis 22 kann ein Gleitlager sein. Alternativ wäre der Einsatz von Wälzkörpern zwischen Grundkörper 30 und Basis 22 denkbar, so dass ein Wälzlager realisiert ist.</p>
<p id="p0034" num="0034">Im Ausführungsbeispiel sind die Befestigungslöcher 26 zur Befestigung der Basis 22 am Ski 14 im kreisförmigen Vorsprung 72 der Basis 22 ausgebildet. Insbesondere umläuft die äußere Lagerfläche 76 des Vorsprungs 22 die Anordnung der Befestigungslöcher 26 im Wesentlichen konzentrisch um eine symmetrische Krafteinleitung zu gewährleisten. Um die vordere Halteeinrichtung 24 so an der Basis 22 zu halten, dass sie relativ zu dieser um die Vertikaldrehachse V drehbar ist, jedoch nicht nach oben von der Basis 22 abgezogen werden kann, sind die innere Lagerfläche 74 des Grundkörpers 30 und die äußere Lagerfläche 76 des Vorsprungs 72 vorzugsweise so geformt, dass eine Trennung des Grundkörpers 30 von der Basis 22 formschlüssig verhindert wird. Im Ausführungsbeispiel weist die äußere Lagerfläche 76 des Vorsprungs 72 der Basis 22 eine kegelförmige Abschrägung in der Form einer Hinterschneidung mit nach oben hin zunehmendem Außendurchmesser auf und die innere Lagerfläche 74 des Grundkörpers 30 weist eine entsprechende kegelförmige Abschrägung mit nach unten hin abnehmendem Innendurchmesser auf. Andere formschlüssig ineinander greifende Ringflächenprofile sind für die Flächen 72, 74 ebenfalls denkbar.</p>
<p id="p0035" num="0035">Um Herstellung und Montage der Tourenskibindung zu erleichtern ist der Vorsprung 72 der Basis 22 im Ausführungsbeispiel als separate Scheibe bereitgestellt, welche nach dem Aufsetzen des Grundkörpers 30 auf die Basis 22 in die innere Ringfläche 74 des Grundkörpers 30 eingesetzt wird. Die Befestigungsschrauben 26 dienen dann gleichzeitig der Montage des aus Vorsprung 72, Grundkörper 30 und Basis 22 gebildeten Drehlagers sowie der Befestigung der vorderen Einheit 16 am Ski 14.</p>
<p id="p0036" num="0036">Die vordere Einheit 16 weist vorzugsweise ferner eine Drehwinkelbegrenzungsanordnung 78 auf, um den Drehwinkel der vorderen Halteeinrichtung<!-- EPO <DP n="17"> --> 24 in Bezug auf die Basis 22 um die Vertikaldrehachse V auf einen vorbestimmten Maximaldrehwinkel zu begrenzen. Im Ausführungsbeispiel umfasst die Drehwinkelbegrenzungsanordnung 78 einen Anschlag 80, welcher in einem Langloch 82 geführt ist, so dass der Maximaldrehwinkel durch den Kontakt des Anschlags 80 mit den gegenüberliegenden Enden des Langlochs 82 festgelegt ist. Wie in den Figuren dargestellt ist, kann der Anschlag 80 als Vorsprung an der Basis 22 ausgebildet sein und in ein entsprechendes Langloch 82 am Grundkörper 30 eingreifen.</p>
<p id="p0037" num="0037">Zwischen dem Anschlag 80 und den gegenüberliegenden Enden des Langlochs 82 sind jeweils Druckfedern 84 eingesetzt, die sich jeweils einerseits am Anschlag 80 und andererseits an den entsprechenden Enden des Langlochs 82 abstützen. Die Anordnung der Druckfedern 84 ist derart eingerichtet, dass der Anschlag 80 in einer unbelasteten Stellung zu seiner zentralen Position in etwa der Mitte des Langlochs 82 hin getrieben wird und aus dieser zentralen Position in beiden Richtungen durch Überwindung einer Federkraft auslenkbar ist. Um die gesamte Länge des Langlochs für die Drehbewegung auszunutzen, können die Druckfedern 84 in Sacklöchern des Grundkörpers 30 oder/und des Anschlags 80 angeordnet sein, anderenfalls wird der maximale Drehwinkel durch die Abmessung der jeweils zusammengepressten Druckfeder 84 im maximal zusammengepressten Zustand bestimmt. Alternative Mittel zur Zentrierung der Drehstellung der vorderen Halteeinrichtung 24, beispielsweise unter Verwendung einer Nocken-Nockenfolger-Anordnung, sind denkbar.</p>
<p id="p0038" num="0038">Die Drehbewegung der vorderen Halteeinrichtung 24 kann ferner durch ein Blockiermittel beeinflusst werden, welches im Ausführungsbeispiel durch einen linken und einen rechten Blockiervorsprung 26r, 26l realisiert ist. Die Blockiervorsprünge 86r, 86l sind vorzugsweise an der Basis 22 angeordnet und ragen im Ausführungsbeispiel beiderseits der Nockenfläche 70 nach oben. Der Abstand zwischen den Blockiervorsprüngen 86r, 86l ist so bemessen, dass sich der Verriegelungsabschnitt 68 des Bedienhebels 62 dann, wenn er auf die Nockenfläche 70 aufgeschoben wird, zwischen den<!-- EPO <DP n="18"> --> Blockiervorsprüngen 86r, 861 passend einschiebt, so dass er sich in seitlicher Richtung im Wesentlichen nicht mehr bewegen kann und somit in der Gehstellung die Verdrehung der vorderen Halteeinrichtung 24 um die vertikale Drehachse V blockierbar ist.</p>
<p id="p0039" num="0039">Die Funktionsweise der Tourenskibindung des in den Figuren illustrierten Ausführungsbeispiels wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert.</p>
<p id="p0040" num="0040">In der Öffnungsstellung der Tourenskibindung 10 ist der Betätigungshebel 48 so verschwenkt, dass der gabelartige Endabschnitt 46 angehoben ist und die Klemmwinkel 32 nach außen so weg geklappt sind, dass ein Skischuh 12 mit einem vorderen Abschnitt 18 zwischen den Lagerzapfen 44 eingeschoben werden kann, bis die Lagerzapfen 44 den seitlichen Lageröffnungen des Skischuhs 12 gegenüberliegen. Mit der Sohle des Schuhs 12 übt der Nutzer dann leichten Druck auf die Oberseite des gabelartigen Endabschnitts 46 aus, um diesen nach unten zu drücken, bis die zweiten Arme 42 der Klemmhebel 32 in etwa zueinander ausgerichtet sind (Totpunkt der durch die Druckfedern 56 vorgespannten Klemmwinkel 32), so dass die Klemmwinkel 32 anschließend selbstätig in die geschlossene Stellung schnappen und die Lagerzapfen 44 in die Lageröffnungen des Skischuhs 12 eindringen.</p>
<p id="p0041" num="0041">Zum Erreichen der Abfahrtsstellung wird anschließend die Ferseneinheit 19 am Fersenabschnitt 20 des Skischuhs angekoppelt, wobei ein an sich beispielsweise aus der <patcit id="pcit0003" dnum="EP0199098A2"><text>EP 0 199 098 A2</text></patcit> bekannter und im folgenden nicht detaillierter beschriebener Kopplungsmeachnismus verwendet werden kann. Insbesondere können zwei von der Ferseneinheit 19 in X-Richtung nach vorn vorstehende Stifte 88 in zwei entsprechende Aussparungen am Fersenabschnitt 20 des Skischuhs 12 eingreifen. Alternativ sind andere an sich beispielsweise aus dem Bereich reiner Alpinbindungen bekannte Kopplungsmechanismen zwischen Ferseneinheit und Schuh denkbar. Nachdem der Schuh 12 im vorderen Abschnitt 18 sowie im Fersenabschnitt<!-- EPO <DP n="19"> --> 20 angekoppelt wurde ist die Abfahrtsstellung erreicht und die Ausrüstung kann für eine Talabfahrt verwendet werden.</p>
<p id="p0042" num="0042">Wirkt auf die Tourenskibindung 10 eine besonders hohe Belastung beispielsweise im Falle eines Sturzes, so ist es wünschenswert, dass die Skibindung dieser Belastung in gewisser Weise nachgibt, um das Verletzungsrisiko für den Nutzer zu verringern. Dazu kann die Ferseneinheit 19 einen an sich bekannten Mz-Auslösemechanismus aufweisen, der dafür eingerichtet ist, bei Einwirkung einer seitlichen Kraft auf den Schuh 12, welcher größer ist als ein einem vorbestimmten Mz-Auslösedrehmoment der Ferseneinheit 19 entsprechende Gegenkraft, den Kopplungseingriff zwischen Ferseneinheit 19 und dem hinteren Abschnitt 20 des Schuhs 12 freizugeben, so dass der Schuh 12 seitlich auslösen kann. Ist die Ferseneinheit 19 von dem aus der <patcit id="pcit0004" dnum="EP0199098A2"><text>EP 0 199 098 A2</text></patcit> bekannten Typ, so umfasst die Ferseneinheit 19 ein am Ski 14 befestigtes erstes Teil 90 und ein daran um eine in Z-Richtung verlaufende Drehachse V' drehbar gehaltenes zweites Teil 92, an dem auch die Stifte 88 angeordnet sind. Die Drehung des zweiten Teils 92 wird durch einen federvorgespannten Nocken-Nockenfolger-Mechanismus kontrolliert, derart, dass das zweite Teil in eine zentrale Drehposition, in der die Stifte 88 in X-Richtung nach vorn zeigen, vorgespannt ist und aus dieser zentralen Position in beide Richtungen nur durch Überwindung eines vorbestimmten Mz-Auslösedrehmoments verdrehbar ist. Die Größe dieses Mz-Auslösedrehmoments ist durch Einstellung einer Vorspannkraft einer Druckfeder 94 mittels einer Stellschraube 96 einstellbar.</p>
<p id="p0043" num="0043">Bei der Sturzauslösung gibt die Ferseneinheit 19 den Fersenabschnitt 20 des Skischuhs 12 durch den oben beschriebenen Mz-Auslösemechanismus oder durch einen anderen an sich für Ferseneinheiten bekannten Auslösemechanismus frei, so dass sich der Schuh 12 seitlich aus der Normalstellung parallel zur X-Richtung herausbewegt. Dabei wirkt auch im vorderen Abschnitt 18 des Schuhs 12 ein Drehmoment um eine in Z-Richtung verlaufende Achse, wobei das Drehmoment über die<!-- EPO <DP n="20"> --> geschlossenen Klemmwinkel 32 auf den Grundkörper 30 übertragen wird. Da die durch die Druckfedern 84 einer Verdrehung des Grundkörpers 30 entgegengesetzte Kraft relativ klein ist gegenüber der zur seitlichen Auslösung der Ferseneinheit 19 notwendigen Kraft, verdreht sich der Grundkörper 30 bei der Auslösung des Fersenabschnitts 20 des Schuhs 12 um die Vertikaldrehachse V gegenüber der Basis 22 bis zu der in <figref idref="f0004">Figuren 4a bis 4c</figref> gezeigten Position.</p>
<p id="p0044" num="0044">Durch die Länge des Langlochs 82 sind die möglichen Drehwinkel von der zentralen Normalstellung bis zu jedem der beiden Drehanschläge (Enden des Langlochs) im Ausführungsbeispiel auf Winkel bis ungefähr 10° festgelegt (entspricht einem maximalen Drehwinkel von insgesamt 20°), wobei die Drehung des Grundkörpers 30 durch jeden der Drehanschläge der Drehwinkelbegrenzungseinrichtung 78 plötzlich gestoppt wird. In diesem Zeitpunkt wirkt auf die Klemmwinkel 32 aufgrund des Trägheitsmoments des sich weiterdrehenden Schuhs 12 eine relativ hohe Belastung, welche dazu führt, dass die Lagerzapfen 44 in an sich bekannter Weise aus den Lageröffnungen des Schuhs 12 heraus gedrängt werden. Dazu verschwenken die Klemmwinkel 32 gegen den Widerstand der Druckfedern 56 ein Stück weit nach außen, bis die Lagerzapfen 44 vollständig aus den Lageröffnungen heraustreten und auch der vordere Abschnitt des Schuhs 12 vollständig von der vorderen Halteeinrichtung 24 entkoppelt ist.</p>
<p id="p0045" num="0045">Die vollständige Entkopplung des Skischuhs 12 von der Tourenskibindung 10 erfolgt somit gemäß diesem Ausführungsbeispiel zweistufig, wobei in der ersten Stufe der Schuh 12 und die vordere Halteeinrichtung 24 um die gemeinsame Vertikaldrehachse V verschwenken, bis die Ferseneinheit 19 ausgelöst ist, und wobei in der zweiten Stufe nach Erreichen der durch die Drehwinkelbegrenzungseinrichtung 78 vorgegebenen maximalen Drehstellung auch der Halteeingriff zwischen den Lagerzapfen 44 und dem vorderen Abschnitt 18 des Schuhs 12 gelöst wird. Bis zum Erreichen der maximalen Drehposition (im Ausführungsbeispiel 10° ausgehend von der zentralen Normalposition) bleibt der vordere Abschnitt 18 des Schuhs 12<!-- EPO <DP n="21"> --> jedoch unverändert und vollständig im Halteeingriff mit der vorderen Halteeinrichtung 24.</p>
<p id="p0046" num="0046">Ist der Schuh 12 von der Tourenskibindung 10 gelöst oder befindet sich die Tourenskibindung 10 in der unbelasteten Öffnungsstellung, so bewirkt die durch die Druckfedern 84 gebildete Spanneinrichtung die Verstellung der vorderen Halteeinrichtung 24 in die zentrale Normalstellung, so dass zum Einsteigen in die Bindung der Schuh 12 in X-Richtung auszurichten ist.</p>
<p id="p0047" num="0047">Wird die Tourenskibindung 10 in die Gehstellung verstellt, in welcher die Ferseneinheit 19 den Fersenabschnitt 20 des Schuhs 12 freigibt, so kann die vordere Halteeinrichtung durch den Verriegelungshebel 62 zusätzlich verriegelt werden. Dazu wird der Bedienhebel 62 an seinem Bedienabschnitt 64 so nach oben gezogen, dass der Verriegelungsabschnitt 68 sich auf die Nockenfläche 70 aufschiebt und somit der Verriegelungsabschnitt 68 im Hebelbewegungsweg des Betätigungshebels 48 angeordnet ist. Damit wird eine Bewegung des Betätigungshebels 48 in die Öffnungsstellung blockiert, so dass die Klemmhebel 32 nicht in Richtung der Öffnungsstellung kippen können und eine unerwünschte Auslösung der vorderen Halteeinrichtung beim Gehen verhindert wird.</p>
<p id="p0048" num="0048">Im Ausführungsbeispiel schiebt sich bei der Verstellung des Bedienhebels 62 in die Verriegelungsstellung der Verriegelungsabschnitt 68 nicht nur auf die Nockenfläche 70 sondern auch zwischen die Blockiervorsprünge 86r, 861, so dass in der verriegelten Stellung auch eine seitliche Bewegung des Bedienhebels 62 verhindert wird. Da die Blockiervorsprünge 86r, 86l skifest montiert sind, z.B. an der Basis 22 ausgebildet sind, blockieren sie nicht nur den Bedienhebel 62 sondern blockieren im Wesentlichen jede Drehung der vorderen Halteeinrichtung 24 in Bezug auf die Basis 22. Damit kann die Tourenskibindung 10 in der Gehstellung im Wesentlichen in der an sich bekannten Funktion und mit der gewünschten Stabilität verwendet werden. Sobald der Bedienhebel 62 wieder in die Abfahrtsstellung verschwenkt wird, wird auch die Kopplung zwischen dem Verriegelungsabschnitt 68 und den<!-- EPO <DP n="22"> --> Blockiervorsprüngen 68r, 681 wieder aufgehoben und die vordere Halteeinrichtung 24 kann sich in der erfindungsgemäßen Art um die Basis 22 drehen.</p>
</description><!-- EPO <DP n="23"> -->
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-0001" num="0001">
<claim-text>Gleitbrettbindung (10), umfassend eine für die Befestigung an einem Gleitbrett (14) eingerichtete Basis (22), welche eine Gleitbrettebene (E) definiert, sowie eine vordere Halteeinrichtung (24) zum Halten eines vorderen Abschnitts (18) eines Gleitbrettschuhs (12),<br/>
<b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die vordere Halteeinrichtung (24) an der Basis (22) drehbar gelagert ist, um in einem Schließzustand der vorderen Halteeinrichtung (24) eine Drehung sowohl der vorderen Halteeinrichtung (24) als auch des Gleitbrettschuhs (12) um eine gemeinsame, im Wesentlichen orthogonal zur Gleitbrettebene (E) verlaufende Vertikaldrehachse (V) zu ermöglichen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0002" num="0002">
<claim-text>Gleitbrettbindung (10) nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Vertikaldrehachse (V) der vorderen Halteeinrichtung (24) durch einen Abschnitt verläuft, in welchem im Schließzustand der Halteeinrichtung (24) ein Gleitbrettschuh (12), insbesondere ein Ballenabschnitt eines Gleitbrettschuhs (12) angeordnet ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0003" num="0003">
<claim-text>Gleitbrettbindung (10) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, ferner <b>gekennzeichnet durch</b> eine Spanneinrichtung (84), welche die vordere Halteeinrichtung (24) in Bezug auf ihre Drehstellung um die Vertikaldrehachse (V) in eine zentrale Normalstellung vorspannt, aus der die vordere Halteeinrichtung (24) gegen ein elastisches Spanndrehmoment der Spanneinrichtung (84) in beide Drehrichtungen verschwenkbar ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0004" num="0004">
<claim-text>Gleitbrettbindung (10) nach einem der vorhergehen Ansprüche, ferner <b>gekennzeichnet durch</b> eine hintere Halteeinrichtung (19) zum Halten eines hinteren Abschnitts (20) eines Gleitbrettschuhs (12), wobei die hintere Halteeinrichtung (19) einen Mz-Auslösemechanismus aufweist, um den Gleitbrettschuh (12) von der hinteren Halteeinrichtung (19) freizugeben, wenn von dem Gleitbrettschuh (12) auf die hintere Halteeinrichtung<!-- EPO <DP n="24"> --> (19) eine Kraft in seitlicher Richtung ausgeübt wird, die gleich oder größer ist, als eine einem vorbestimmten Mz-Auslösedrehmoment der hinteren Halteeinrichtung (19) entsprechende Gegenkraft.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0005" num="0005">
<claim-text>Gleitbrettbindung (10) nach Anspruch 4, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die auf einen Schuh (12) in seitlicher Richtung auszuübende Auslösekraft zur seitlichen Auslösung der hinteren Halteeinrichtung (19) entsprechend einem Mz-Auslösedrehmoment der hinteren Halteeinrichtung (19) größer ist als eine auf den Schuh (12) in seitlicher Richtung auszuübende Kraft zum Drehen der vorderen Halteeinrichtung (24) um die Vertikaldrehachse (V), vorzugsweise mindestens das Vierfache beträgt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0006" num="0006">
<claim-text>Gleitbrettbindung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der Drehwinkel der vorderen Halteeinrichtung um die Vertikaldrehachse (V) durch mindestens ein Drehbegrenzungsmittel (78) begrenzt ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0007" num="0007">
<claim-text>Gleitbrettbindung (10) nach Anspruch 6, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> der durch das mindestens eine Drehbegrenzungsmittel (78) begrenzte Drehwinkel zwischen ungefähr 10 Grad und ungefähr 30 Grad, vorzugsweise bei ungefähr 20 Grad liegt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0008" num="0008">
<claim-text>Gleitbrettbindung (10) nach Anspruch 4 sowie nach einem der Ansprüche 6 und 7, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die vordere Halteeinrichtung einen Mz-Auslösemechanismus aufweist, um den Gleitbrettschuh (12) von der vorderen Halteeinrichtung (24) freizugeben, wenn von dem Gleitbrettschuh (12) auf die vordere Halteeinrichtung (24) eine Kraft in seitlicher Richtung ausgeübt wird, die gleich oder größer ist, als eine einem vorbestimmten Mz-Auslösedrehmoment der vorderen Halteeinrichtung (24) entsprechende Gegenkraft,<br/>
so dass die Gleitbrettbindung (10) für eine zweistufige Auslösung des Gleitbrettschuhs (12) eingerichtet ist, bei der<!-- EPO <DP n="25"> -->
<claim-text>- in einer ersten Stufe die hintere Halteeinrichtung (19) auslöst und den hinteren Abschnitt (20) des Gleitbrettschuhs (12) freigibt, wobei der Gleitbrettschuh (12) zusammen mit der vorderen Halteeinrichtung (24) um die gemeinsame Vertikaldrehachse (V) dreht, und</claim-text>
<claim-text>- in einer nachfolgenden zweiten Stufe die gemeinsame Drehung des Gleitbrettschuhs (12) und der vorderen Halteeinrichtung (24) durch das Drehbegrenzungsmittel gestoppt wird und die vordere Halteeinrichtung (24) auslöst, um den vorderen Abschnitt (18) des Gleitbrettschuhs (12) freizugeben.</claim-text></claim-text></claim>
<claim id="c-de-0009" num="0009">
<claim-text>Gleitbrettbindung (10) nach einem der vorhergehen Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Gleitbrettbindung (10) eine Tourenbindung ist, wobei die vordere Halteeinrichtung (24) dafür eingerichtet ist, einen Gleitbrettschuh (12) in einer Gehstellung der Gleitbrettbindung (10) um eine zur Gleitbrettebene (E) parallele und quer zu einer Gleitbrettlängsachse (X) verlaufende Gleitbrettquerachse (Q) verschwenkbar zu halten.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0010" num="0010">
<claim-text>Gleitbrettbindung (10) nach Anspruch 9, ferner <b>gekennzeichnet durch</b> mindestens ein Blockiermittel (86r, 86l), welches in der Gehstellung der Gleitbrettbindung (10) eine Drehung der vorderen Halteeinrichtung (24) um die Vertikaldrehachse (V) blockiert und in einer Abfahrtsstellung der Gleitbrettbindung (10) eine Drehung der vorderen Halteeinrichtung (24) um die Vertikaldrehachse (V) zulässt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0011" num="0011">
<claim-text>Gleitbrettbindung (10) nach Anspruch 10, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die vordere Halteeinrichtung (24) einen Verriegelungshebel (62) aufweist, welcher in der Gehstellung der Gleitbrettbindung (10) in eine Verriegelungsstellung gestellt oder stellbar ist, in der er eine Auslösung der vorderen Halteeinrichtung (24) verhindert, und<br/>
dass das mindestens eine Blockiermittel (86r, 86l) einen gleitbrettfesten Anschlag umfasst, welcher in der Gehstellung der Gleitbrettbindung (10) mit dem Verriegelungshebel (62) zusammenwirkt.<!-- EPO <DP n="26"> --></claim-text></claim>
<claim id="c-de-0012" num="0012">
<claim-text>Gleitbrettbindung (10) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die vordere Halteeinrichtung (24) zwei auf der Gleitbrettquerachse (Q) angeordnete Lagerzapfen (44) aufweist, welche dafür eingerichtet sind, gegenüberliegende seitliche Lagerlöcher eines Gleitbrettschuhs (12) in Eingriff zu nehmen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0013" num="0013">
<claim-text>Gleitbrettbindung (10) nach Anspruch 12, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Lagerzapfen (44) bewegbar sind zwischen einer Schließstellung, in welcher die Lagerzapfen (44) voneinander einen Abstand aufweisen, der für einen Eingriff in den Lagerlöchern eines Gleitbrettschuhs (12) ausgelegt ist, und einer Öffnungsstellung, in welcher die Lagerzapfen (44) einen Abstand aufweisen, der größer ist als in der Schließstellung, so dass der Gleitbrettschuh (12) zwischen den Lagerzapfen (44) eingeführt oder von der vorderen Halteeinrichtung (24) entfernt werden kann,<br/>
wobei die Gleitbrettbindung (10) ferner einen Bindungsbetätigungsabschnitt (34) aufweist, dessen Betätigung eine Bewegung der Lagerzapfen (44) zwischen der Öffnungsstellung und der Schließstellung bewirkt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0014" num="0014">
<claim-text>Gleitbrettbindung (10) nach einem der Ansprüche 9 bis 13, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Vertikaldrehachse (V) der vorderen Halteeinrichtung (24) die Gleitbrettquerachse (Q) im Wesentlichen schneidet.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="27"> -->
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<figure id="f0001" num="1"><img id="if0001" file="imgf0001.tif" wi="162" he="233" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="28"> -->
<figure id="f0002" num="2A,2B,2C"><img id="if0002" file="imgf0002.tif" wi="162" he="233" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="29"> -->
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<figure id="f0004" num="3A,3B,4A,4B,4C"><img id="if0004" file="imgf0004.tif" wi="165" he="225" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure><!-- EPO <DP n="31"> -->
<figure id="f0005" num="5A,5B,5C"><img id="if0005" file="imgf0005.tif" wi="165" he="223" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure>
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<heading id="ref-h0001"><b>IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE</b></heading>
<p id="ref-p0001" num=""><i>Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.</i></p>
<heading id="ref-h0002"><b>In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente</b></heading>
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<li><patcit id="ref-pcit0001" dnum="EP0199098A2"><document-id><country>EP</country><doc-number>0199098</doc-number><kind>A2</kind></document-id></patcit><crossref idref="pcit0001">[0021]</crossref><crossref idref="pcit0002">[0028]</crossref><crossref idref="pcit0003">[0041]</crossref><crossref idref="pcit0004">[0042]</crossref></li>
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