[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Pulvers enthaltend eines
oder mehrere Derivate der Glycin-N,N-diessigsäure und/oder eines oder mehrere Derivate
der Glutamin-N,N-diessigsäure und Methylglycin-N,N-diessigsäure-Trinatriumsalz-pulver.
[0002] Derivate der Glycin-N,N-Diessigsäure haben komplexierende Eigenschaften für Erdalkali-
und Schwermetallionen und werden in weiten Bereichen der Industrie zum Beispiel in
der Wasch- und Reinigungsmittelindustrie oder bei der Behandlung von Metalloberflächen
usw. eingesetzt. In vielen Anwendungen werden diese aktiven Komponenten als Feststoffe
mit anderen Feststoffen zusammen als Mischungen, zum Beispiel in Tablettenform gebracht
und als Geschirrspülerreinigungstabs eingesetzt. Die Herstellung der Pulver erfolgt
dabei primär aus wässrigen Lösungen, was jedoch zu entsprechend aufwändigen und unwirtschaftlichen
Massenkristallisationsverfahren (Verdampfungs- und Kühlungskristallisation) führt,
weil die unsymmetrische Molekülform die Kristallisation stark_erschwert.
[0003] Daher werden diese Pulver großtechnisch meistens in Sprühtrocknungsanlagen hergestellt,
was jedoch zu Feststoffen mit hohen amorphen Anteilen führt. Dies führt zu einem stark
hygroskopischen Verhalten und schlechter Lager- und Weiterverarbeitbarkeit zum Beispiel
in Tablettenpressen etc., was beispielsweise durch Nachbehandlung in Buildern für
Waschmittel zur Zugabe von Benzoesäure kompensiert wird (vgl.
US 3,932,316).
[0004] Die
EP-A 08 45 456 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Pulvern der obigen Komplexbildner mit
erhöhtem Kristallinitätsgrad, wobei insbesondere von Ausgangsmassen mit Wasseranteilen
im Bereich von 10-30% ausgegangen wird und bevorzugt Kristallisationskeime zugegeben
werden. Dieses Verfahren führt zu überwiegend kristallinen Pulvern, erfordert aber
wegen der zähen und pastösen Phasen während der Herstellung den Einsatz von aufwändigen
Mischer-Kneter-Apparaten, um die Umwandlung in die kristallinen Modifikationen mit
zu gewährleisten.
[0005] Es war demgegenüber Aufgabe der Erfindung, ein technisch einfacheres Verfahren zur
Bereitstellung von Pulvern der obigen Komplexbildner mit erhöhtem Kristallinitätsgrad
zur Verfügung zu stellen.
[0006] Die Lösung besteht in einem Verfahren zur Herstellung eines Pulvers enthaltend eines
oder mehrere Derivate der Glycin-N,N-diessigsäure und/oder eines oder mehrere Derivate
der Glutamin-N,N-diessigsäure mit einem Kristallinitätsgrad von ≥ 30%, ausgehend von
einer wässrigen Lösung, enthaltend das eine oder die mehreren Derivate der Glycin-N,N-diessigsäure
und/oder das eine oder die mehreren Derivate der Glutamin-N,N-diessigsäure, in einem
Konzentrationsbereich von 20 bis 60%, bezogen auf das Gesamtgewicht der wässrigen
Lösung, wobei
die wässrige Lösung in einem ersten Verfahrensschritt in einem Verdampfer mit rotierenden
Einbauten, die in einem Abstand zur Innenwand des Verdampfers von ≤ 1% des Durchmessers
des Verdampfers angeordnet sind, zu einem Kristallbrei mit einer Feststoffkonzentration
im Bereich von 60 bis 85 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht des Kristallbreis,
aufkonzentriert wird, und wobei
der Kristallbrei in einem zweiten Verfahrensschritt in einem Pastenbunker und anschließend
in einem Dünnschichtkontakttrockner ausreifen gelassen wird, wobei die Verweilzeit
im Pastenbunker und im Dünnschichtkontakttrockner insgesamt ≥ 15 Minuten ist.
[0007] Das Verfahren geht aus von wässrigen Lösungen enthaltend eines oder mehrere Derivate
der Glycin-N,N-diessigsäure und/oder eines oder mehrere Derivate der Glutamin-N,N-diessigsäure,
bevorzugt eines oder mehrere Alkalisalze der Methylglycin-N,N-diessigsäure, im Folgenden
abgekürzt mit MGDA bezeichnet, in einer Gesamtkonzentration im Bereich von etwa 20
bis 60%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Lösung.
[0008] Bevorzugt werden Derivate der Glycin-N,N-diessigsäure oder der Glutamin-N,N-diessigsäure
mit hoher Reinheit eingesetzt. Die Nebenprodukte aus der Synthese sollen in möglichst
geringen Anteilen vorliegen, insbesondere soll der Anteil an 2-(Carboxymethyl-amino)-propionsäure-dinatriumsalz
< 2%, Nitrilotriessigsäure-trinatriumsalz < 0,5%, Iminodiessigsäure-dinatriumsalz
< 2% und Natriumhydroxid < 2% sein. Insbesondere wird von einer wässrigen Lösung ausgegangen,
die das eine oder die mehreren Derivate der Glycin-N,N-diessigsäure und/oder der Glutamin-N,N-diessigsäure
jeweils in einer Reinheit von ≥ 84%, bezogen auf die Trockenmasse, enthält.
[0009] Bevorzugt werden eines oder mehrere Derivate der Glycin-N,N-diessigsäure und/oder
eines oder mehrere Derivate der Glutamin-N,N-diessigsäure eingesetzt, die hergestellt
wurden, indem man entsprechende 2-Alkyl- bzw. 2-Alkenylglycine oder 2-Alkyl- bzw.
2-Alkenylglycinnitrile oder verdoppelte Glycine der Formel

oder verdoppelte Glycinnitrile der Formel

mit Formaldehyd und Cyanwasserstoff oder Alkalimetallcyanid oder Iminodiessigsäure
oder Iminodiacetonitril mit entsprechenden Monoaldehyden oder Dialdehyden der Formel
OHC-A-CHO und Cyanwasserstoff oder Alkalimetallcyanid umsetzt und anschließend noch
vorhandene Nitrilgruppen zu Carboxylgruppen hydrolysiert
[0010] Die wässrige Lösung wird bevorzugt bei einer Temperatur im Bereich zwischen 20 und
90° eingesetzt.
[0011] Die wässrige Lösung enthaltend eines oder mehrere Derivate der Glycin-N,N-diessigsäure
und/oder eines oder mehrere Derivate der Glutamin-N,N-diessigsäure wird in einem ersten
Verfahrensschritt einem Verdampfer mit rotierenden Einbauten zugeführt und darin zu
einem Kristallbrei mit einer Feststoffkonzentration im Bereich von 60 bis 85 Gew.-%
aufkonzentriert.
[0012] Erfindungsgemäß überstreichen die rotierenden Einbauten die Innenwand des Verdampfers
in einem sehr geringen Abstand von kleiner oder gleich 1 % des Durchmessers des Verdampfers.
Durch den sehr geringen Abstand der rotierenden Einbauten zur Innenwand des Verdampfers
wird eine hohe Scherrate im Flüssigkeitsfilm an der Innenwand des Verdampfers bewirkt.
Dadurch wird eine intrinsische Kristallkeimbildung initiiert.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die rotierenden Einbauten dergestalt positioniert,
dass sie an der Innenwand des Verdampfers kratzen.
[0014] Die Verdampfung in der ersten Verfahrensstufe erfolgt insbesondere in einem Temperaturbereich
zwischen 50 und 140°C, vorzugsweise zwischen 80 und 110°C und in einem Druckbereich
zwischen 0,1 bar absolut und 4 bar absolut, bevorzugt in einem Druckbereich zwischen
0,8 bar absolut und 1,2 bar absolut. Die erhöhte Temperatur in der ersten Verfahrensstufe
wird insbesondere durch Beheizen der Wände des eingesetzten Verdampfungsapparats unter
Ausbildung eines Doppelmantels, durch den ein Wärmeträger zirkuliert, gewährleistet.
[0015] Bevorzugt wird als Verdampfer im ersten Verfahrensschritt ein Sambay®-Verdampfer
eingesetzt. Sambay®-Verdampfer sind spezielle Dünnschichtverdampfer, mit einem zentral
angeordneten Kernrohr, auf dem bewegliche Wischerblätter angeordnet sind. Diese werden
durch die Zentrifugalkraft an die beheizte Wand des Verdampfers gepresst. Durch Variation
des Wischerblatttyps und somit des Anpressdruckes kann dieser Verdampfer an viele
Problemstellungen optimal angepasst werden. Er ermöglicht bei niedriger Rotordrehzahl
ein hohes Eindampfverhältnis bei gleichzeitig sehr geringen Ablaufmengen und ist v.a.
für die Verarbeitung von belagbildenden Produkten geeignet. Der Sambay®-Verdampfer
verarbeitet Viskositäten bis zu ca. 35.000 mPas.
[0016] Der nach dem ersten Verfahrensschritt resultierende Kristallbrei wird anschließend
ausreifen gelassen, indem er geeigneten Apparaten zugeführt wird, die eine ausreichende
Verweilzeit, von mindestens 15 Minuten, bevorzugt zwischen 15 Minuten und 1 Stunde,
oder auch zwischen 15 Minuten und 3 Stunden, zur Verfügung stellen.
[0017] Hierzu wird der Kristallbrei aus dem ersten Verfahrensschritt zunächst einem Pastenbunker
zugeführt, der bevorzugt mit Rührorganen zur Durchmischung des pastenförmigen Kristallbreis
ausgestattet ist. Dem Pastenbunker kann zusätzlich eine Feinpulverfraktion, mit mittleren
Partikeldurchmessern ≤ 200 µm zugeführt und dem Kristallbrei zugemischt werden, bevorzugt
in einem Anteil von bis zu 50%, bezogen auf das Gesamtgewicht der dem Pastenbunker
zugeführten Stoffe. Dadurch können Feingutanteile, die im Gesamtverfahren anfallen,
an dieser Stelle genutzt werden.
[0018] Der Kristallbrei mit ggf. zugemischtem Feinpulver wird anschließend einem Dünnschichtkontakttrockner
zugeführt, worin bei einer Verweilzeit von etwa 0,5 bis 20 Minuten, insbesondere von
etwa 10 Minuten und einer Temperatur im Bereich von etwa 60-140°C der Wassergehalt
der Feststoffmischung dergestalt eingestellt wird, dass am Produktausgang aus dem
Dünnschichtkontakttrockner ein Pulver erhalten wird, das überwiegend die Kristallmodifikation
des Monohydrats oder des Dihydrats von MGDA aufweist.
[0019] Als Dünnschichtkontakttrockner werden beispielsweise schnelldrehende Schaufeltrockner
unterschiedlicher Hersteller, beispielsweise Turbodryer der Fa. Vomm, horizontale
Dünnschichttrockner der Fa. Buss, Kurzwegverdampfer der Fa. 3V Cogeim oder horizontale
Zentrifugal-Trockner-Reaktoren der Fa. VRV, eingesetzt.
[0020] Das aus dem Dünnschichtkontakttrockner erhaltene Produkt zeichnet sich durch eine
bessere Fließfähigkeit, geringere Hygroskopizität und bessere Lagerstabilität aus
gegenüber Pulvern, die nach bekannten Trocknungsverfahren, beispielsweise durch Sprühtrocknung
oder nach dem Mischer-Kneter-Verfahren, hergestellt wurden.
[0021] Gegenstand der Erfindung ist auch Methylglycin-N,N-diessigsäure-trinatriumsalz-Pulver
mit einem Kristallinitätsgrad ≥ 30% enthaltend eine erste kristalline Modifikation
mit den nachfolgend angegebenen d-Werten in Angström bei den Beugungswinkeln 2-theta
in °:
| 2-theta (°) |
d Wert (Angström) |
| 8.4 |
10.5 |
| 9.5 |
9.3 |
| 11.1 |
8.0 |
| 13.2 |
6.7 |
| 13.9 |
6.35 |
| 15.8 |
5.6 |
| 16.5 |
5.36 |
| 16.84 |
5.26 |
| 17.34 |
5.11 |
| 17.67 |
5.02 |
| 18.92 |
4.69 |
| 20.29 |
4.37 |
| 21.71 |
4.09 |
| 22.3 |
3.98 |
| 23.09 |
3.85 |
| 24.74 |
3.59 |
| 25.36 |
3.51 |
| 27.04 |
3.29 |
| 28.28 |
3.15 |
| 29.63 |
3.01 |
| 30.09 |
2.97 |
oder eine erste kristalline Modifikation entsprechend der obigen Definition und eine
zweite kristalline Modifikation mit den d-Werten in Angström bei den jeweiligen Beugungswinkeln
2-theta in ° im Pulver-Diffraktogramm entsprechend der nachfolgenden Tabelle:
| 2-theta (°) |
d Wert (Angström) |
| 8.2 |
10.80 |
| 10.5 |
8.40 |
| 15.55 |
5.70 |
| 16.47 |
5.38 |
| 17.09 |
5.18 |
| 18.10 |
4.90 |
| 18.82 |
4.71 |
| 21.00 |
4.23 |
| 21.35 |
4.16 |
| 22.64 |
3.92 |
| 23.69 |
3.75 |
| 24.73 |
3.60 |
| 26.75 |
3.33 |
| 28.93 |
3.08 |
| 29.88 |
2.99 |
| 31.46 |
2.84 |
| 31.88 |
2.80 |
[0022] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen sowie einer Zeichnung
näher erläutert.
1 bar = 1.10
5 Pa.
Ausführungsbeispiel 1 (zum Vergleich) Sprühtrocknung
[0023] Ein Mengenstrom von 60 kg/h einer wässrigen Lösung von MGDA mit einem Feststoffgehalt
von 40% wurde in einem Plattenwärmetauscher-Verdampfer (Heizfläche 1,7 m
2) auf einen Feststoffgehalt von 59% eingedampft und in einem Abscheidebehälter abgeschieden.
Die Eindampfung erfolgte bei einer Wandtemperatur von 152°C (Dampfbeheizung) und bei
einem Druck von 2,5 bar abs im Abscheider.
Die eingedampfte Lösung wurde bei einer Temperatur von ca. 128°C mit einer Zahnradpumpe
in die nachgeschaltete Kolbenmembranpumpe dosiert und mit einer Einstoffdüse in einem
Sprühturm versprüht.
Der Sprühturm hatte einen Durchmesser von 800 mm und eine Länge von 12 m. Der Sprühturm
wurde mit einer Luftmenge von 1400 kg/h und einer Gaseintrittstemperatur von 160°C
betrieben. Die Produktaustrittstemperatur betrug 127°C und der Feststoffgehalt des
Trockenproduktes 94,1%. Das Produkt wurde über einen 2-Punktaustrag (direkt am Sprühturm
und am nachgeschalteten Filter) abgeschieden.
Das so hergestellte Produkt war ein rieselfähiges Pulver. Das Schüttgewicht betrug
529 kg/m
3. Die Röntgenstrukturanalyse zeigt, dass das Produkt amorph ist.
Das Lagerverhalten dieser Probe wurde im Exikkator-Test bewertet. Dazu wird eine Probe
von 3 g in einem offenen Wägeschälchen in einen Exikkator bei 20°C und einer relativen
Luftfeuchte von 76% über einen Zeitraum von 144 Stunden gelagert. Anschließend wird
die Massezunahme der Probe ermittelt und die Rieselfähigkeit der Probe bewertet. Die
Massezunahme betrug 27,1% und die Probe war angelöst, d.h. sie war nass und nicht
mehr rieselfähig.
Ausführungsbeispiel 2 (zum Vergleich) Mischer-Kneter-Verfahren
[0024] Ein Mengenstrom von 20,5 kg/h einer wässrigen Lösung von MGDA mit einem Feststoffgehalt
von 40% wurde in einem Plattenwärmetauscher (Heizfläche 1,7 m
2) auf eine Lösungstemperatur von 80°C vorgewärmt und mit einer Zahnradpumpe in einem
CRP® 25 Conti-Kontakttrockner der Fa. List eindosiert.
Der List-Kontakttrockner ist ein Zweiwellenapparat mit den Innenabmessungen von 170*280
mm, einem Volumen von 31 Litern, einer Heizfläche von 1,3 m
2 und er wurde mittels Dampf auf eine Wandtemperatur von 174°C beheizt. Die Wellen
wurden mit den Drehzahlen von 30 und 24 Umdrehungen pro Minute betrieben. In diesem
Kontakttrockner wurde das Produkt auf einen Feststoffgehalt von 92% getrocknet.
Das so hergestellte Produkt war ein sehr gut rieselfähiges Granulat. Das Schüttgewicht
betrug ca. 650 kg/m
3. Das Röntgenpulverdiffraktogramm zeigt, dass das Produkt amorphe und kristalline
Anteile hat. Der Kristallinitätsgrad entsprechend oben beschriebener Analyse beträgt
30%.
Das Lagerverhalten der Probe wurde wie unter Beispiel 1 beschrieben ermittelt. Die
Massenzunahme betrug 22,7% und die Probe war leicht verklumpt, d.h. sie war nicht
mehr rieselfähig, konnte aber durch leichtes Klopfen an das Wägeschälchen wieder in
den rieselfähigen Zustand gebracht werden.
Ausführungsbeispiel 3 (zum Vergleich) Mischer-Kneter-Verfahren
[0025] Ein Mengenstrom von 32 kg/h einer wässrigen Lösung von MGDA mit einem Feststoffgehalt
von 40% wurde in einem Plattenwärmetauscher-Eindampfer (Heizfläche 1,7 m
2) auf einen Feststoffgehalt von 61,8% eingedampft und mit einer Zahnradpumpe über
eine Druckhalteventil in einen DTB® 25 Conti Kontakttrockner der Fa. List eindosiert.
Die Eindampfung erfolgte bei einer Wandtemperatur von 142°C am Verdampfer und bei
einem Druck von 2,5 bar abs. im Abscheidebehälter.
Der List-DTB 25 Conti-Kontakttrockner ist ein Einwellenapparat mit dem Innendurchmesser
von 170 mm, einem Volumen von 30 Litern und einer Heizfläche von 1,2 m
2. Er wurde mittels Dampf auf eine Wandtemperatur von 186°C beheizt. Die Welle wurde
mit der Drehzahl von 16 Umdrehungen pro Minute betrieben. In diesem Kontakttrockner
wurde das Produkt auf einen Feststoffgehalt von 88,1% getrocknet.
Das so hergestellte Produkt war ein sehr gut rieselfähiges Granulat. Das Schüttgewicht
betrug ca. 600 kg/m
3. Das Röntgenpulverdiffraktogramm zeigt, dass das Produkt amorphe und kristalline
Anteile hat. Der Kristallinitätsgrad entsprechend oben beschriebener Analyse beträgt
27%.
Das Lagerverhalten der Probe wurde wie unter Beispiel 1 beschrieben ermittelt. Die
Massenzunahme betrug 21,7% und die Probe war leicht verklumpt, d.h. sie war nicht
mehr rieselfähig, konnte aber durch leichtes Klopfen an das Wägeschälchen wieder in
den rieselfähigen Zustand gebracht werden.
Ausführungsbeispiel 4 (Erfindung)
[0026] Ein Mengenstrom von 3,3 kg/h einer wässrigen Lösung von MGDA mit einem Feststoffgehalt
von 45,8% wurde in einem Labor-Sambay®-Verdampfer (Heizfläche 0,046 m
2) auf einen Feststoffgehalt von 65,9% eingedampft. Die Eindampfung erfolgte bei einer
Wandtemperatur von 205°C bei Normaldruck.
Die eingedampfte Lösung wurde mit einer Temperatur von ca. 100°C in einem Dosierbunker
von 8 Litern Inhalt aufgefangen und unter Rühren abgekühlt. Aus dem Dosierbunker wurde
das Produkt mittels Dosierschnecke in einen schnelldrehenden Kontakttrockner gefördert.
Der Kontakttrockner hatte einen Durchmesser von 134 mm und eine Heizfläche von 0,166
m
2 und wurde mittels Dampf auf eine Wandtemperatur von 184°C beheizt. Er wurde mit einer
Drehzahl von 276 Umdrehungen pro Minute betrieben. In diesem Kontakttrockner wurde
das Produkt von Feststoffgehalt von 65,9% auf einen Feststoffgehalt von 91,6% getrocknet.
Das so hergestellte Produkt war ein gut rieselfähiges Granulat. Das Schüttgewicht
betrug 548 kg/m
3. Das Röntgenpulverdiffraktogramm zeigt, dass das Produkt kristallin ist. Der Kristallinitätsgrad
entsprechend oben beschriebener Analyse beträgt 39%.
Das Lagerverhalten der Probe wurde wie unter Beispiel 1 beschrieben ermittelt. Die
Massenzunahme betrug 20,3% und die Probe war unverändert rieselfähig wie bei der Einwaage.
Ausführungsbeispiel 5 (Erfindung)
[0027] Ein Mengenstrom von 3,2 kg/h einer wässrigen Lösung von MGDA mit einem Feststoffgehalt
von 45,5% wurde in einem Labor-Sambay®-Verdampfer (Heizfläche 0,046 m
2) auf einen Feststoffgehalt von ca. 69% eingedampft. Die Eindampfung erfolgte bei
einer Wandtemperatur von 120°C bei reduziertem Druck von 0,5 bar.
Die eingedampfte Lösung wurde mit einer Temperatur von ca. 80°C in einem Dosierbunker
von 8 Litern Inhalt aufgefangen und unter Rühren abgekühlt. Aus dem Dosierbunker wurde
das Produkt mittels Dosierschnecke in einen schnelldrehenden Kontakttrockner gefördert.
Der Kontakttrockner hatte einen Durchmesser von 134 mm und eine Heizfläche von 0,166
m
2 und wurde mittels Dampf auf eine Wandtemperatur von 120°C beheizt. Er wurde mit einer
Drehzahl von 275 Umdrehungen pro Minute betrieben. In diesem Kontakttrockner wurde
das Produkt von Feststoffgehalt von 69% auf einen Feststoffgehalt von 88% getrocknet.
Das so hergestellte Produkt war ein gut rieselfähiges Granulat. Das Schüttgewicht
betrug 555 kg/m
3. Das Röntgenpulverdiffraktogramm zeigt, dass das Produkt kristallin ist. Der Kristallinitätsgrad
entsprechend oben beschriebener Analyse beträgt 58% der Modifikation 1.
Das Lagerverhalten der Probe wurde wie unter Beispiel 1 beschrieben ermittelt. Die
Massenzunahme betrug 18% und die Probe war unverändert rieselfähig wie bei der Einwaage.
[0028] Die Figuren 1 bis 5 zeigen Röntgenpulver-Diffraktrogramme der nach den Ausführungsbeispielen
1 bis 5 erhaltenen Pulver und belegen die erhöhten Kristallinitätsgrade für nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren erhaltene Pulver (Figuren 4 und 5).
[0029] In den Figuren ist auf der Abszisse der Beugungswinkel 2-theta, in °, und auf der
Ordinate die gemessene Intensität, in Counts (Impulse) (dimensionslos), aufgeführt.
[0030] Die Röntgenpulverdiffraktometer-Messungen wurden an einem Diffraktometer D8 Advance®
der Fa. Bruker AXS (Karlsruhe) durchgeführt. Gemessen wurde in Reflexion mit Cu-K
a-Strahlung mit einer variablen Blendeneinstellung primär- und sekundärseitig. Der
Messbereich betrug 2° bis 80° 2-theta, die Schrittweite 0,01° und die Messzeit pro
Winkelschritt 3,6 Sekunden.
[0031] Aus den Röntgenpulverdiffraktogrammen wurde der Kristallinitätsgrad in bekannter
Weise ermittelt, indem, wie üblich, der Flächenanteil der kristallinen Phase und der
amorphen Phase bestimmt wurde und hieraus der Kristallinitätsgrad, KG, als das Verhältnis
der Fläche der kristallinen Phase, I
c, zur Gesamtfläche, bestehend aus der Fläche der amorphen Phase, I
a, und der Fläche der kristallinen Phase, I
c, berechnet:

[0032] Die Bestimmung des Kristallinitätsgrads kann insbesondere mit einem Softwareprogramm,
beispielsweise dem Softwareprogramm TOPAS® der Fa. Bruker AXS durchgeführt werden.
[0033] Hierzu wird zunächst eine amorphe Probe vermessen und der Linienverlauf mit Hilfe
von sechs Einzellinien in einem Profilfit angefittet. Danach werden die Linienlagen
dieser Linien sowie ihre Halbwertsbreiten fixiert und diese Werte als "amorphe Phase"
abgespeichert.
[0034] Bei der zu vermessenden Probe, für die der Kristallinitätsgrad bestimmt werden soll,
wird nun der Flächenanteil der kristallinen Phase und der Flächenanteil der amorphen
Phase bestimmt und hieraus nach der vorstehend angegebenen Formel der Kristallinitätsgrad
KG berechnet.
[0035] Die amorphe Phase wird wie oben definiert verwendet.
[0036] Die kristalline Phase kann ebenfalls über ihre Einzellinienlagen analog zur amorphen
Phase definiert werden, oder anhand folgender Gitterkonstanten, als sog. (hkl)-Phase
(a = 33,63, b = 11,36 und c = 6,20 und Raumgruppe Pbcm), wobei die Gitterparameter
frei verfeinerbare Variablen sind. Der Untergrund wird als Polynom 1. Grades angefittet.
[0037] Das Programm TOPAS® berechnet die optimale Anpassung zwischen gemessenem Diffraktogramm
und dem theoretischen Diffraktogramm bestehend aus amorpher und kristalliner Phase.
1. Verfahren zur Herstellung eines Pulvers enthaltend eines oder mehrere Derivate der
Glycin-N,N-diessigsäure und/oder eines oder mehrere Derivate der Glutamin-N,N-diessigsäure
mit einem Kristallinitätsgrad von ≥ 30%,
ausgehend von einer wässrigen Lösung, enthaltend das eine oder die mehreren Derivate
der Glycin-N,N-diessigsäure und/oder das eine oder die mehreren Derivate der Glutamin-N,N'-diessigsäure,
in einem Konzentrationsbereich von 20 bis 60 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der wässrigen Lösung, wobei die wässrige Lösung in einem ersten Verfahrensschritt
einem Verdampfer mit rotierenden Einbauten, die in einem Abstand zur Innenwand des
Verdampfers von ≤ 1% des Durchmessers des Verdampfers angeordnet sind, zu einem Kristallbrei
mit einer Feststoffkonzentration im Bereich von 60 bis 85 Gew-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Kristallbreis, aufkonzentriert wird, und wobei der Kristallbrei in einem zweiten
Verfahrensschritt in einem Pastenbunker und anschließend in einem Dünnschichtkontakttrockner
ausreifen gelassen wird, und wobei die Verweilzeit im Pastenbunker und im Dünnschichtkontakttrockner
insgesamt ≥ 15 Minuten ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die rotierenden Einbauten an der Innenwand des Verdampfers kratzen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Derivat der Glycin-N,N-diessigsäure eines oder mehrere Alkalisalze der Methylglycin-N,N-diessigsäure
eingesetzt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichhet, dass die wässrige
Lösung das eine öder die mehreren Derivate der Glycin-N,N-diessigsäure und/oder der
Glutamin-N,N=diessigsäure jeweils in einer Reinheit von ≥ 84%, bezogen auf die Trockenmasse,
enthält.
5. Verfahren nach Ansprüch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das eine oder die mehreren Derivate der Glycin-N,N-diessigsäure und/oder det Glutamin-N,N-digssigsaure
hergestellt werden, indem man entsprechende 2-Alkyl- bzw. 2-Alkenylglycine oder 2-Alkyk-
bzw. 2-Alkenylglycinnitrile oder verdoppelte Glycine der Formel

oder verdoppelte Glycinnitrile der Formel

mit Formaldehyd und Cyanwasserstoft oder Alkalimetallcyanid oder Iminodiessigsäure
öder Iminodiacetonitril mit entsprechenden Monoaldehyden oder Dialdehyden der Formel
OHC-A-OHO und Cyanwasserstoff oder Alkalimetallcyanid
umsetzt und anschließend noch vorhandene Nitrilgruppen zu Carboxylgruppen hydrolysiert.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die wässrige Lösung enthaltend eines oder mehrere Derivate der Glycin-N,N-diessigsäure
und/oder der Glutamin-N,N'-diessigsäure bei einer Temperatur im Bereich zwischen 20
und 90°C dem Verdampfer mit rotierenden Einbauten zugeführt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdampfer mit rotierenden Einbauten ein Sambay®-Verdampfer ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Summe der Verweilzeiten im Pastenbunker und im Dünnschichtkontakttrockner insgesamt
im Bereich zwischen 15 Minuten und 1 Stunde, bevorzugt im Bereich zwischen 15 Minuten
und 3 Stunden liegt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdampfer mit rotierenden Einbauten bei einer Temperatur im Bereich von 50-140°C,
bevorzugt bei einer Temperatur im Bereich von 80-110°C, und bei einem Druck im Bereich
von 0,1-4 bar absolut, vorzugsweise bei einem Druck vön 0,8-1,2 bar absolut, betrieben
wird.
10. Verfahren nach einem der Anspruche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass den Pastenbunker, zusätzlich zu dem Kristallbrei aus dem ersten Verfährensschritt
bis zu 50 Gew.% Feihpülver mit einer mittleren Korngröße ≤ 200 µm, bezogen auf das
Gesamtgewicht des Kristallbreis und des Feinpulvers zugegeben wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Dünnschichtkontakttrockner bei einer Temperatur im Bereich zwischen 60 und 140°C
betrieben wird.
12. Methylglycin-N,N-diessigsäure-Trinatriumsalz-Pulver mit einem Kristallinitätsgrad
≥ 30%, enthaltend eine erste kristalline Modifikation mit den nachfolgend angegebenen
d-Werten in Angström bei den Beugungswinkeln 2-theta in °:
| 2-theta (°) |
d Wert (Angström) |
| 8.4 |
10.5 |
| 9.5 |
9.3 |
| 11.1 |
8.0 |
| 13.2 |
6.7 |
| 13.9 |
6.35 |
| 15.8 |
5.6 |
| 16.5 |
5.36 |
| 16.84 |
5.26 |
| 17.34 |
5.11 |
| 17.67 |
5.02 |
| 18.92 |
4.69 |
| 20.29 |
4.37 |
| 21.71 |
4.09 |
| 22.3 |
3.98 |
| 23.09 |
3.85 |
| 24.74 |
3.59 |
| 25.36 |
3.51 |
| 27.04 |
3.29 |
| 28.28 |
3.15 |
| 29.63 |
3.01 |
| 30.09 |
2.97 |
oder eine erste kristalline Modifikation entsprechend der obigen Definition und eine
zweite kristalline Modifikation, entsprechend den d-Werten in Angström bei den jeweiligen
Beugungswinkeln 2-theta in ° im Röntgen-Pulver-Diffraktogramm entsprechend der nachfolgenden
Tabelle, jeweils gemessen mit Cu-K α-Strahlung mit einer variablen Blendeneinstellung
primär- und sekundärseitig, in einem Messbereich von 2° bis 80°, mit einer Schrittweite
von 0,01° und einer Messzeit pro Winkelschritt von 3,6 Sekunden, mit einem Diffraktometer
D8 Advance
® der Fa. Bruker AXS.
| 2-theta (°) |
d Wert (Angström) |
| 8.2 |
10.80 |
| 10.5 |
8.40 |
| 15.55 |
5.70 |
| 16.47 |
5.38 |
| 17.09 |
5.18 |
| 18.10 |
4.90 |
| 18.82 |
4.71 |
| 21.00 |
4.23 |
| 21.35 |
4.16 |
| 22.64 |
3.92 |
| 23.69 |
3.75 |
| 24.73 |
3.60 |
| 26.75 |
3.33 |
| 28.93 |
3.08 |
| 29.88 |
2.99 |
| 31.46 |
2.84 |
| 31.88 |
2.80 |
1. A process for the preparation of a powder comprising one or more derivatives of glycine-N,N-diacetic
acid and/or one or more derivatives of glutamine-N,N-diacetic acid with a degree of
crystallinity of ≥ 30%,
starting from an aqueous solution comprising the one or more derivatives of glycine-N,N-diacetic
acid and/or the one or more derivatives of glutamine-N,N-diacetic acid in a concentration
range from 20 to 60% by weight, based on the total weight of the aqueous solution,
where the aqueous solution is concentrated in a first process step in an evaporator
with rotating internals, which are arranged at a distance relative to the inside wall
of the evaporator of ≤ 1% of the diameter of the evaporator, to give a crystal slurry
with a solids concentration in the range from 60 to 85% by weight, based on the total
weight of the crystal slurry, and where in a second process step the crystal slurry
is left to ripen in a paste bunker and then in a thin-film contact dryer, and where
the residence time in the paste bunker and in the thin-film contact dryer is in total
≥ 15 minutes.
2. The process according to claim 1, wherein the rotating internals scratch on the inside
wall of the evaporator.
3. The process according to claim 1 or 2, wherein one or more alkali metal salts of methylglycine-N,N-diacetic
acid are used as derivative of glycine-N,N-diacetic acid.
4. The process according to any one of claims 1 to 3, wherein the aqueous solution comprises
the one or more derivatives of glycine-N,N-diacetic acid and/or of glutamine-N,N-diacetic
acid in each case in a purity of ≥ 84%, based on the dry mass.
5. The process according to claim 4, wherein the one or more derivatives of glycine-N,N-diacetic
acid and/or of glutamine-N,N-diacetic acid are prepared by reacting corresponding
2-alkyl- or 2-alkenylglycines or 2-alkyl- or 2-alkenylglycine nitriles or double glycines
of the formula

or double glycine nitrides of the formula

with formaldehyde and hydrogen cyanide or alkali metal cyanide or
iminodiacetic acid or iminodiacetonitrile with corresponding monoaldehydes or dialdehydes
of the formula OHC-A-CHO and hydrogen cyanide or alkali metal cyanide
and then hydrolyzing any nitrile groups still present to give carboxyl groups.
6. The process according to any one of claims 1 to 5, wherein the aqueous solution comprising
one or more derivatives of glycine-N,N-diacetic acid and/or of glutamine-N,N-diacetic
acid is introduced into the evaporator with rotating internals at a temperature in
the range between 20 and 90°C.
7. The process according to any one of claims 1 to 6, wherein the evaporator with rotating
internals is a Sambay® evaporator.
8. The process according to any one of claims 1 to 7, wherein the sum of the residence
times in the paste bunker and in the thin-film contact dryer is in total in the range
between 15 minutes and 1 hour, preferably in the range between 15 minutes and 3 hours.
9. The process according to any one of claims 1 to 8, wherein the evaporator with rotating
internals is operated at a temperature in the range from 50-140°C, preferably at a
temperature in the range from 80-110°C, and at a pressure in the range from 0.1-4
bar absolute, preferably at a pressure of 0.8-1.2 bar absolute.
10. The process according to any one of claims 1 to 9, wherein, in addition to the crystal
slurry from the first process step, up to 50% by weight of fine powder with an average
particle size of ≤ 200 µm, based on the total weight of the crystal slurry and of
the fine powder, is added to the paste bunker.
11. The process according to any one of claims 1 to 10, wherein the thin-film contact
dryer is operated at a temperature in the range between 60 and 140°C.
12. A methylglycine-N,N-diacetic acid trisodium salt powder with a degree of crystallinity
of ≥ 30%, comprising a first crystalline modification with the d values in angstroms
given below at the diffraction angles 2-theta in °:
| 2-theta (°) |
d value (angstroms) |
| 8.4 |
10.5 |
| 9.5 |
9.3 |
| 11.1 |
8.0 |
| 13.2 |
6.7 |
| 13.9 |
6.35 |
| 15.8 |
5.6 |
| 16.5 |
5.36 |
| 16.84 |
5.26 |
| 17.34 |
5.11 |
| 17.67 |
5.02 |
| 18.92 |
4.69 |
| 20.29 |
4.37 |
| 21.71 |
4.09 |
| 22.3 |
3.98 |
| 23.09 |
3.85 |
| 24.74 |
3.59 |
| 25.36 |
3.51 |
| 27.04 |
3.29 |
| 28.28 |
3.15 |
| 29.63 |
3.01 |
| 30.09 |
2.97 |
or a first crystalline modification corresponding with the above definition and a
second crystalline modification corresponding with the d values in angstroms at the
respective diffraction angles 2-theta in ° in the X-ray powder diffractogram corresponding
to the table below, in each case measured with Cu-K α-radiation with a variable diaphragm
adjustment on the primary side and on the secondary side, in a measurement range of
from 2° to 80° with a step width of 0.01° and a measurement time per angle step of
3.6 seconds, using a D8 Advance® diffractometer from Bruker AXS.
| 2-theta (°) |
d value (angstroms) |
| 8.2 |
10.80 |
| 10.5 |
8.40 |
| 15.55 |
5.70 |
| 16.47 |
5.38 |
| 17.09 |
5.18 |
| 18.10 |
4.90 |
| 18.82 |
4.71 |
| 21.00 |
4.23 |
| 21.35 |
4.16 |
| 22.64 |
3.92 |
| 23.69 |
3.75 |
| 24.73 |
3.60 |
| 26.75 |
3.33 |
| 28.93 |
3.08 |
| 29.88 |
2.99 |
| 31.46 |
2.84 |
| 31.88 |
2.80 |
1. Procédé pour la préparation d'une poudre contenant un ou plusieurs dérivés de l'acide
glycine-N,N-diacétique et/ou un ou plusieurs dérivés de l'acide glutamine-N,N-diacétique
présentant un degré de cristallinité ≥ 30%, partant d'une solution aqueuse contenant
ledit un ou lesdits plusieurs dérivés de l'acide glycine-N,N-diacétique et/ou ledit
un ou lesdits plusieurs dérivés de l'acide glutamine-N,N-diacétique, dans une plage
de concentration de 20 à 60% en poids, par rapport au poids total de la solution aqueuse,
la solution aqueuse étant concentrée dans une première étape de procédé dans un évaporateur
équipé d'encastrements rotatifs, qui sont disposés à une distance de la paroi interne
de l'évaporateur ≤ 1% du diamètre de l'évaporateur, en une bouillie de cristaux présentant
une concentration en solides dans la plage de 60 à 85% en poids, par rapport au poids
total de la bouillie de cristaux, et la bouillie de cristaux étant portée à maturité
dans une deuxième étape de procédé dans un conteneur à pâte puis dans un séchoir à
couche mince par contact, le temps de séjour dans le conteneur à pâte et dans le séchoir
à couche mince par contact étant au total ≥ 15 minutes.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les encastrements rotatifs raclent la paroi interne de l'évaporateur.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'on utilise, comme dérivé de l'acide glycine-N,N-diacétique, un ou plusieurs sels de
métal alcalin de l'acide méthylglycine-N,N-diacétique.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la solution aqueuse contient ledit un ou lesdits plusieurs dérivés, de l'acide glycine-N,N-diacétique
et/ou de l'acide glutamine-N,N-diacétique à chaque fois en une pureté ≥ 84%, par rapport
à la masse sèche.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que ledit un ou lesdits plusieurs dérivés de l'acide glycine-N,N-diacétique et/ou de
l'acide glutamine-N,N-diacétique sont préparés
en ce qu'on transforme des 2-alkylglycines ou, selon le cas, des 2-alcénylglycines ou des 2-alkylglycinenitriles
ou, selon le cas, des 2-alcénylglycinenitriles correspondants ou des doubles glycines
de formule

ou des doubles glycinenitriles de formule

avec du formaldéhyde et de l'acide cyanhydrique ou du cyanure de métal alcalin ou
de l'acide iminodiacétique ou de l'iminodiacétonitrile avec des monoaldéhydes ou des
dialdéhydes correspondants de formule OHC-A-CHO et de l'acide cyanhydrique ou du cyanure
de métal alcalin, puis on hydrolyse les groupes nitriles encore présents en groupes
carbonyle.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la solution aqueuse contenant un ou plusieurs dérivés de l'acide glycine-N,N-diacétique
et/ou de l'acide glutamine-N/N-diacétique est introduite à une température dans la
plage entre 20 et 90°C dans l'évaporateur équipé d'encastrements rotatifs.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'évaporateur équipé d'encastrements rotatifs est un évaporateur Sambay®.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la somme des temps de séjour dans le conteneur à pâte et dans le séchoir à couche
mince par contact est située au total dans la plage entre 15 minutes et 1 heure, de
préférence dans la plage entre 15 minutes et 3 heures.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'évaporateur équipé d'encastrements rotatifs est exploité à une température dans
la plage de 50-140°C, de préférence à une température dans la plage de 80-110°C, et
à une pression dans la plage de 0,1-4 bars absolus, de préférence à une pression de
0,8-1,2 bar absolu.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le conteneur à pâte est alimenté, en plus de la bouillie de cristaux de la première
étape de procédé, en jusqu'à 50% en poids de poudre fine présentant une grosseur moyenne
≤ 200 µm, par rapport au poids total de la bouillie de cristaux et de la poudre fine.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le séchoir à couche mince par contact est exploité à une température dans la plage
entre 60 et 140°C.
12. Poudre de sel trisodique de l'acide méthylglycine-N,N-diacétique présentant un degré
de cristallinité ≥ 30%, contenant une première modification cristalline présentant
les valeurs d indiquées ci-dessus, en Angströms, aux angles de diffraction 2-thêta
en ° :
| 2-thêta (°) |
Valeur d (Angströms) |
| 8,4 |
10,5 |
| 9,5 |
9,3 |
| 11,1 |
8,0 |
| 13,2 |
6,7 |
| 13,9 |
6,35 |
| 15,8 |
5,6 |
| 16,5 |
5,36 |
| 16,84 |
5,26 |
| 17,34 |
5,11 |
| 17,67 |
5,02 |
| 18, 92 |
4,69 |
| 20,29 |
4,37 |
| 21,71 |
4,09 |
| 22,3 |
3,98 |
| 23,09 |
3,85 |
| 24,74 |
3,59 |
| 25,36 |
3,51 |
| 27,04 |
3,29 |
| 28,28 |
3,15 |
| 29,63 |
3,01 |
| 30,09 |
2,97 |
ou une première modification cristalline correspondant à la définition ci-dessus et
une deuxième modification cristalline correspondant aux valeurs d en Angströms aux
différents angles de diffraction 2-thêta en ° dans le diffractogramme de rayons X
sur des poudres selon le tableau ci-après, à chaque fois mesurées par un rayonnement
Cu-K α avec un réglage variable du diaphragme, côté primaire et côté secondaire, dans
une plage de mesure de 2° à 80°, avec une largeur de pas de 0,01° et un temps de mesure
par pas angulaire de 3,6 secondes, à l'aide d'un diffractomètre D8 Advance® de la
société Bruker AXS.
| 2-thêta (°) |
Valeur d (Angströms) |
| 8,2 |
10,80 |
| 10,5 |
8,40 |
| 15,55 |
5,70 |
| 16,47 |
5,38 |
| 17,09 |
5,18 |
| 18,10 |
4,90 |
| 8,82 |
4,71 |
| 21,00 |
4,23 |
| 21,35 |
4,16 |
| 22,64 |
3,92 |
| 23,69 |
3,75 |
| 24,73 |
3,60 |
| 26,75 |
3,33 |
| 28,93 |
3,08 |
| 29,88 |
2,99 |
| 31,46 |
2,84 |
| 31,88 |
2,80 |