[0001] Die Erfindung betrifft ein Stimzahnrad mit einem Zahnradkörper aus einem Sinterwerkstoff,
der einen Umfang aufweist, über den verteilt in radialer Richtung vorstehend Zähne
angeordnet sind, und der in axialer Richtung von zwei Endflächen begrenzt ist, wobei
auf zumindest einer Endfläche im Bereich der Zähne und/oder in radialer Richtung unterhalb
der Zähne zumindest ein Formelement in Form einer Ausnehmung oder einer Erhebung angeordnet
ist, sowie einen Zahnradantrieb mit zumindest zwei miteinander kämmenden Zahnrädern
oder mit zumindest zwei Zahnrädern die über ein Zugmittel miteinander wirkverbunden
sind.
[0002] Zahnräder aus Sinterwerkstoffen haben gegenüber Zahnrädern aus Vollwerkstoffen den
Vorteil, dass sie auch in komplexeren Geometrien einfacher gefertigt werden können
und somit kostengünstiger herstellbar sind. Aus diesem Grund werden Sinterzahnräder
z.B. in modernen Getrieben vermehrt eingesetzt. Naturgemäß haben jedoch derartige
Sinterwerkstoffe gegenüber Vollmaterialien den Nachteil, dass die einzelnen Sinterpartikel,
also das Sinterpulver, mit vertretbarem Aufwand nur auf eine bestimmte Dichte verdichtet
werden können, die normalerweise unterhalb der Volldichte des Materials liegt. Damit
einhergehend ist, dass die mechanische Festigkeit im Vergleich zu Zahnrädern aus Vollmaterial
geringer ist. Um dies zu vermeiden ist es heute üblich, dass die Zähne von Stirnzahnrädern
einer Nachbehandlung unterzogen werden, beispielsweise einer nachträglichen Verdichtung
durch Rollverfahren, etc., wobei je nach Festigkeitsanforderungen die Zahnköpfe und/oder
die Zahnflanken und/oder die Zahnfußbereiche zusätzlich verdichtet werden. Auch Oberflächenbehandlungen,
wie zum Beispiel das Härten, das Anlassen, etc., sind übliche Verfahren. Bei der mechanischen
nachträglichen Verdichtung erfolgt die Beaufschlagung des Sinterzahnrades durch Druckbeanspruchung
in radialer Richtung.
[0003] Die gattungsgemäße
DE 101 35 385 A1 beschreibt ein verzahntes Teil, umfassend Zähne aus einem ersten Material, wobei
die Zähne zumindest einen Kopfbereich, zwei Stirnseiten und zwei Flanken umfassen,
der jeweilige Zahn einen nichtverschwindenden Schrägungswinkel aufweist, und mindestens
ein Zahn einen oder mehrere Raumbereiche aus zweitem Material umfasst, wobei das zweite
Material sich vom ersten Material unterscheidet, wobei der eine oder die mehreren
Raumbereiche die Kopffläche des Zahnes umfassen, berühren oder als Begrenzung aufweisen,
und wobei die Tiefe des Raumbereiches oder der Raumbereiche von der Mitte des Zahnes
aus in Flankenrichtung zu den beiden Stirnseiten hin zunimmt.
[0004] Die
EP 1 271 001 A2 beschreibt ein geräuschgedämpftes Zahnrad mit einer achsparallel durch seinen Zahn
sich erstreckenden, abgerundet berandeten Durchbrechung in der Umgebung der radialen
Höhe des Eingriffspunktes eines davon getriebenen Zahnes, wobei das Zahnrad ein Kunststoff-Spritzgussteil
ist, das mit gegenüber einer Normverzahnung verlängerten Zähnen ausgestattet ist,
in denen jeweils ein Durchbruch in Form eines im Querschnitt etwa wenigstens annähernd
runden Loches freigespart ist.
[0005] Aus der
US 2009/0099675 A1 ist ein Kraftübertragungssystem bekannt bei dem zumindest ein Teil eine Mehrzahl
an Mikrodefekten aufweist. Die Oberfläche weist verteilt Oberflächenungenauigkeiten
auf, wodurch zu einer ersten Resonanzfrequenz des Teils eine zweite Resonanzfrequenz
erzeugt wird, die im Wesentlichen außerhalb des Frequenzbereiches der ersten Resonanzfrequenz
liegt. Die Zähne können dabei eine schiefe Geometrie aufweisen.
[0006] Aus der
DE 10 2005 027 049 A1 ist Verfahren zur Herstellung einer Verzahnung aus verdichtetem Sintermaterial bekannt,
wobei eine vorverdichtete Zahnvorform zumindest in einem Bereich mittels iterativ
ermittelter Daten auf ihre Endform verdichtet wird, und eine Rauigkeit in dem Bereich
gegenüber der Vorform um zumindest 400 % verbessert wird, wobei eine Oberflächenhärte
von zumindest 130 HB eingestellt wird. Die Stirnfläche der Zähne kann nach innen gewölbt
ausgeführt sein. Diese Vertiefung dient dazu, das Wachsen der durch die Oberflächenverdichtung
erzielten Verdrängung von Sintermaterial und damit einhergehendem Wachsen des Zahnes
in die Höhe und/oder Breite zumindest zu minimieren bzw. auszugleichen.
[0007] Ausgehend vom Stand der Technik ist es die Aufgabe der Erfindung, das Tragbild eines
Stirnzahnrades aus einem Sinterwerkstoff zu verbessern.
[0008] Unter Tragbild des Stirnzahnrades werden im Sinne der Erfindung einerseits die mechanische
Festigkeit derartiger Stirnzahnräder und andererseits auch die Geräuschentwicklung
beim Betrieb des Stirnzahnrades verstanden.
[0009] Diese Aufgabe der Erfindung wird einerseits durch das Stimzahnrad gelöst, bei dem
das Formelement oder die Formelemente die Kontur der Verzahnung nachformen, sowie
durch den eingangs genannten Zahnradantrieb, bei dem zumindest eines der Zahnräder
entsprechend der Erfindung ausgebildet ist.
[0010] Die Erfindung zielt also auf eine spezielle Formgebung der bei Stirnzahnrädern nach
dem Stand der Technik üblicherweise als Planflächen ausgebildeten Endflächen des Stimzahnrades
ab.
[0011] Üblicherweise wurden diese Endflächen in der Zahnradbearbeitung zur Erhöhung der
mechanischen Festigkeit von Sinterzahnrädern bislang nicht beachtet, da die Beanspruchung
der Zahnräder normalerweise in radialer bzw. tangentialer Richtung erfolgt. Es hat
sich jedoch überraschend herausgestellt, dass mit den erfindungsgemäßen Stirnzahnrädern
höhere Zahnfußfestigkeiten erreicht werden können. Normalerweise gehen Risse im Bereich
des Zahnfußes von der so genannten 30 ° Tangente aus. Eine Verstärkung dieses Bereiches
bringt Vorteile bei der an die Gestaltung der Endflächen anschließenden Wärmebehandlung.
Es kann durch diese Formelemente eine Änderung des Steifigkeitsverhaltens des Zahnradkörpers,
insbesondere der Verzahnung, bewirkt werden, wodurch einerseits die Geräuschbildung,
beispielsweise bei kämmenden Zahnrädern, und andererseits das mechanische Tragbild,
das heißt die mechanische Festigkeit des Zahnradkörpers, insbesondere im Bereich der
Verzahnung verbessert werden. Ebenso konnte eine verbesserte Beölung des Stirnzahnrades
beobachtet werden. Weiters ist es dabei von Vorteil, dass die Formelemente auf den
jeweiligen Sinterwerkstoff abgestimmt werden können. Durch die Ausbildung von Negativformen,
also von vertieften Bereichen, in den Endflächen kann das Tragbild insofern verbessert
werden, als der Randbereich der Verzahnung "weicher" gestaltet werden kann, sodass
sich in der Folge bei Belastung die Kanten besser verformen können und damit Kantenträger
besser vermieden werden können.
[0012] Nach einer Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass das zumindest eine Formelement
verdichtet ausgebildet ist.
[0013] Nach einer anderen Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass zusätzlich an zumindest
einer der Endflächen zumindest ein Formelement in Form eines verdichteten Bereichs
angeordnet ist.
[0014] Gemäß einer Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass sich das oder die Formelement(e)
in radialer Richtung maximal bis in einen Bereich unterhalb des Fußkreises der Zähne
erstreckt/erstrecken von 35 % des maximalen Durchmessers des Zahnradkörpers, also
jenes Durchmessers zwischen einander gegenüberliegenden Zahnköpfen. Es konnte damit
eine Verbesserung des Tragbildes erreicht werden, indem die Randbereiche weicher ausgestaltet
werden können und sich damit bei Belastung besser verformen.
[0015] In Abwandlungen dazu ist vorgesehen, dass sich das oder die Formelement(e) in radialer
Richtung maximal bis in einen Bereich unterhalb des Fußkreises der Zähne erstreckt/erstrecken
von 30 % des maximalen Durchmessers des Zahnradkörpers, bzw. dass sich das oder die
Formelement(e) in radialer Richtung maximal bis in einen Bereich unterhalb des Fußkreises
der Zähne erstreckt/erstrecken von 25 % des maximalen Durchmessers des Zahnradkörpers.
[0016] Es sei jedoch angemerkt, dass es im Rahmen der Erfindung auch möglich ist, dass sich
das oder die Formelement(e) in radialer Richtung bis in den Nabenbereich erstrecken.
[0017] Das Formelement kann sich entlang der Außenkontur der Endfläche erstrecken. Beispielsweise
ist es also möglich, ein einziges Formelement an der Endfläche bzw. den Endflächen
auszubilden, welches auch der Außenkontur der Verzahnung erfolgt. Durch diese symmetrische
Anordnung des Formelementes konnten Verbesserungen des Tragbildes des Stirnzahnrades
sowohl im Zahnkopf als auch im Zahnfuß und in den Zahnflankenbereich beobachtet werden.
[0018] Insbesondere von Vorteil ist es, wenn das Formelement sich zumindest über 5 % des
Flächenanteils der Zähne an der Endfläche erstreckt. Ein geringerer Flächenanteil
des Formelementes an der Gesamtfläche der Zähne bewirkt zwar ebenfalls eine Verbesserung
des Tragbildes, jedoch konnte ab einem Flächenanteil von 5 % ein deutlicher Anstieg
in der mechanischen Festigkeit und/oder eine Verringerung des Geräuschpegels beobachtet
werden.
[0019] In besonderen Ausführungsvarianten dazu ist vorgesehen, dass sich das Formelement
zumindest über 10 % des Flächenanteils der Zähne an der Endfläche erstreckt bzw. dass
sich das Formelement sich zumindest über 30 % des Flächenanteils der Zähne an der
Endfläche erstreckt.
[0020] Die Formelemente können sich beginnend zumindest annähernd vom Zahnkopfkreis in radialer
Richtung nach innen erstrecken, wodurch insbesondere bei positiven Formelementen eine
bessere Beölung der Verzahnung erreicht werden kann und bei Negativformelementen,
also Vertiefungen, eine weitere Reduktion der Kantenträgerbildung erreicht werden
konnte. Auch in der Ausführung mit den verdichteten Bereichen im Bereich des Zahnes,
das heißt den Seitenflächen der Verzahnung, konnte eine entsprechende Verbesserung
der Festigkeit festgestellt werden.
[0021] Es ist aber andererseits auch möglich, dass sich die Formelemente beginnend zumindest
annähernd vom Zahnfußkreis in radialer Richtung nach innen erstrecken, also entweder
die Zähne selbst keine Formelemente aufweisen oder diese Formelementen unterhalb des
Zahnfußkreises zusätzlich zu den Formelementen im Bereich der Endflächen der Zähne
angeordnet sind. Insbesondere in der Ausbildung der Formelemente als Erhebungen konnte
eine weitere Verbesserung der Beölung der Verzahnung erreicht werden, wenn unterhalb
des Zahnfußkreisses derartige Formelemente angeordnet sind.
[0022] Gemäß einer Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass sich die Formelemente zusätzlich
an den Zahnköpfen und/oder Zahnfüßen in axialer Richtung erstrecken, also sich diese
Formelemente nach einer Richtungsänderung im Bereich der Verzahnung, das heißt der
Zähne, fortpflanzen bzw. können bei dieser Ausführungsvariante die Formelemente im
Bereich der Zähne soweit fortgesetzt werden, dass Formelemente an einander gegenüberliegenden
Bereichen der einander gegenüberliegenden Endflächen des Stirnzahnrades durch die
Formelemente im Zahnbereich selbst miteinander verbunden werden. Beispielsweise kann
durch die Ausbildung einer Vertiefung, die sich über den Zahnkopf und/oder den Zahnfuß,
beginnend von den Endflächen, erstreckt, die Zähne "weicher" eingestellt werden, sodass
diese bei Belastung nachgiebiger ausgeführt sind. Durch diese Nachgiebigkeit können
wiederum Kantenträger besser ausgeschlossen werden, sodass das Tragbild der Verzahnung
insgesamt verbessert werden kann.
[0023] Es ist weiters gemäß einer Ausführungsvariante vorgesehen, dass der verdichtete Bereich
zumindest im Bereich der Endfläche eine Dichte von mindestens 7,2 g/cm
3 um das Tragbild zu verbessern.
[0024] Dabei kann der verdichtete Bereich zumindest im Bereich der Endfläche auch eine Dichte
von mindestens 7,3 g/cm
3 bzw. von mindestens 7,4 g/cm
3 aufweisen.
[0025] Verdichtete Bereiche können ebenflächig mit der Endfläche ausgebildet sein. Es wird
mit dieser Ausführungsvariante erreicht, dass über die verdichteten Bereiche, das
heißt diese Formelemente, eine Verbesserung der mechanischen Festigkeit erreicht werden
kann.
[0026] Weiters positiv auf das Tragbild wirkt sich gemäß einer Ausführungsvariante aus,
wenn eine Kontur des Formelementes mit Rundungen zumindest im Bereich eines Richtungswechsel
der Konturlinie des Formelementes versehen ist, also diese Formelemente im Bereich
deren Auβenkontur keine scharfkantigen Übergänge aufweisen. Einerseits werden dabei
Verbesserungen im Hinblick auf die Formgebung der Formelemente selbst erreicht, insbesondere
auf die Entformung der Stempel des Presswerkzeuges, da damit eine geringere Gefahr
besteht, dass Kantenbereiche der Formelemente abbrechen, andererseits haben sich derartige
Ausgestaltungen der Erfindung im Betrieb des Stimzahnrades als vorteilhaft erwiesen.
[0027] Wie bereits erwähnt, ist es möglich, dass das Formelement eine Kontur aufweist, die
zumindest annähernd der Kontur des Zahnes entspricht, sodass also der Zahn selbst
wiederum im Bereich der Endflächen eine verbesserte mechanische Belastbarkeit bzw.
eine bessere Verformbarkeit bei Belastung, je nach Ausgestaltung der Formelemente,
aufweisen kann.
[0028] In einer Weiterbildung dieser Ausführungsvariante ist vorgesehen, dass das bzw. die
Formelement(e) in axialer Richtung einen pilzförmigen Querschnitt aufweisen, wobei
der "Pilzkopf" sich in radialer Richtung nach innen über den Fußkreis hinweg erstrecken
kann, sodass also über die Zahnfußbereiche eine Verbesserung hinsichtlich der mechanischen
Festigkeit und/oder der Beölung der Verzahnung erreicht werden kann.
[0029] Es ist aber auch möglich, dass in einfachen Ausführungsvarianten das bzw. die Formelement(e)
annähernd einen in axialer Richtung betrachtet kreisförmigen oder ovalen Querschnitt
aufweisen, wodurch die Presstempelgestaltung einfacher wird und damit das Verfahren
zur Herstellung dieser Sinterzahnräder kostengünstiger durchgerührt werden kann.
[0030] Es ist weiters von Vorteil, wenn ein Übergang zwischen dem oder den Formelement(en)
und der Endfläche abgeschrägt oder gerundet ausgeführt ist, sodass also auch in diesem
Bereich keine scharfkantigen Übergänge zwischen Endfläche und Formelement vorhanden
sind. Diese Ausführungsvariante der Erfindung hat sich im Betrieb der Stimzahnräder
in einem Zahnradantrieb als vorteilhaft erwiesen. Zudem kann mit dieser Ausführungsvariante
eine abrupte Eigenschaftsänderung vom Übergang der Formelemente in den Bereich der
planflächig ausgebildeten Endflächen vermieden werden, sodass sich also je nach Anwendungsfall
das Tragbild kontinuierlich oder entsprechend einer anderen Kurve verändern lässt,
beispielsweise in Form einer Exponentialfunktion, etc.
[0031] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0032] Es zeigen jeweils in stark schematisch vereinfachter Darstellung:
- Fig. 1 bis 3
- Einen Ausschnitt aus zwei miteinander kämmenden Zahnrädern in Seitenansicht, wobei
an den Endflächen Formelemente als Erhebungen ausgebildet sind;
- Fig. 4
- einen Ausschnitt aus zwei miteinander kämmenden, nicht erfmdungsgemäßen Zahnrädern;
- Fig. 5 und 6
- Ausschnitte von zwei miteinander kämmenden Zahnrädern;
- Fig. 7 und 8
- Ausschnitte von zwei miteinander kämmenden, nicht erfindungsgemäßen Zahnrädern;
- Fig. 9
- einen Ausschnitt aus zwei miteinander kämmenden Zahnrädern im Bereich der Verzahnung
in Seitenansicht mit negativ ausgeformten Formelementen;
- Fig. 10
- einen Ausschnitt aus einer nicht erfindungsgemäßen Verzahnung mit unterschiedlicher
Geometrie der Zähne,
- Fig. 11
- ein Diagramm des Geräuschverhaltens eines erfindungsgemäßen Zahnrades im Vergleich
zu einem herkömmlichen Zahnrad;
- Fig. 12
- ein nicht erfindungsgemäßes mehrschichtiges Zahnrad;
- Fig. 13
- einen Ausschnitt aus einer nicht erfindungsgemäßen Verzahnung eines Zahnrades in Schrägansicht.
[0033] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiters
können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder
erfmdungsgemäße Lösungen darstellen.
[0034] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mit umfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereich beginnen mit
einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder
weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1 oder 5,5 bis 10.
[0035] In den Fig. 1 bis 9 ist jeweils ein Ausschnitt aus einem Zahnradantrieb 1 von zwei
miteinander kämmenden Zahnrädern 2, 3 in Schrägansicht dargestellt. Obwohl nicht dargestellt,
kann der Zahnradantrieb 1 auch durch einen Umschlingungstrieb gebildet sein, beispielsweise
einen Zahnriementrieb oder einen Kettentrieb. In diesem Fall sind naturgemäß normalerweise
keine miteinander kämmenden Zahnräder 2, 3 vorgesehen.
[0036] Die Zahnräder 2, 3 sind als Stirnzahnräder ausgebildet und bestehen aus einem Sinterwerkstoff.
Beispielsweise kann dieser Sinterwerkstoff durch einen Sinterstahl SK 7201 bzw. P-FL05M1
mod. gebildet sein. Dieser Sinterstahl ist lt. Norm vergütet auf 0,6 Gew.-% C. Die
Norm basiert auf einem Basispulver mit 0,85 Gew.-% Mo.
[0037] Da die sintertechnische prinzipielle Herstellung derartiger Zahnräder 2, 3 aus dem
Stand der Technik bekannt ist, diese also beispielsweise über den Verfahrensweg Pulvermischen,
Pulverpressen, Sintern, Kalibrieren erhältlich sind, wobei gegebenenfalls Zwischensinterschritte
und eine abschließende Nachbehandlung durch Härten etc. durchgeführt werden kann,
sei hierzu auf die einschlägige Literatur verwiesen. Die jeweilige Temperaturführung
sowie die weiteren Verfahrensparameter richten sich nach dem verwendeten Sinterwerkstoff.
[0038] Die Zahnräder 2, 3 weisen jeweils einen Zahnradkörper 4, 5 auf, die an ihrem Umfang
mit Zähnen 6, 7 zur Ausbildung der Verzahnungen versehen sind. Die Zahnradkörper 4,
5 weisen jeweils in axialer Richtung einander gegenüberliegende Endflächen 8, 9 bzw.
10, 11 auf. Auf zumindest einer dieser Endflächen 8 bis 11 von zumindest einem Zahnrad
2,3, vorzugsweise auf beiden Endflächen 8, 9 bzw. 10, 11 der beiden Zahnräder 2, 3,
ist/sind (ein) Formelemente 12 angeordnet bzw. ausgebildet. Prinzipiell können diese
Formelemente 12 negativ, neutral oder positiv ausgebildet sein, das heißt sie können
in Form von Ausnehmungen 13 bzw. Vertiefungen, Erhebungen 14 oder planflächig mit
den Endflächen 8 bis 11 als verdichtete Zonen bzw. Bereiche ausgebildet sein. Die
Fig. 1 bis 3 zeigen dabei Ausführungsvarianten der Erfindung bei denen diese Formelemente
12 in Form von Erhebungen 14, die Fig. 5 und 6 zeigen Ausführungsvarianten der Erfindungen
bei denen diese Formelemente 12 in Form von Ausnehmungen 13 vorhanden sind.
[0039] Prinzipiell stellen die in den Fig. 1 bis 3, 5, 6, und 9 dargestellten bevorzugten
Ausführungsvarianten der Erfindung nur einige Möglichkeiten von Anordnungen von Formelementen
12 an Zahnrädern 2, 3 im Bereich der Endflächen 8 bis 11 dar und ist die Erfindung
nicht auf die dargestellten Ausführungsvarianten der Formelemente 12 beschränkt. Es
besteht nämlich auch die Möglichkeit anderer Formgestaltungen dieser Formelemente
12 bzw. können an ein und demselben Zahnrad 2, 3 mehrere unterschiedliche Formelemente
12 angeordnet werden, beispielsweise in Form unterschiedlich hoher Erhebungen 14 und/oder
unterschiedlich vertiefter Ausnehmungen 13 und/oder unterschiedlicher Kontur und/oder
in Form von Ausnehmungen 13 und Erhebungen 14. Es ist auch möglich, dass die Endflächen
8, 9 bzw. 10, 11 der Zahnräder 2, 3 unterschiedliche Formelemente 12 tragen, beispielsweise
an den Endflächen 8 und 10 Formelemente 12 in Art von Ausnehmungen 13 und an den Endflächen
9, 11 Formelemente 12 in Form von Erhebungen 14 vorgesehen sind.
[0040] Daneben besteht, wie bereits erwähnt, die Möglichkeit, die Formelemente 12 in Form
von verdichteten Bereichen auszubilden, wobei sich diese verdichteten Bereiche nicht
zwingenderweise über die Endflächen 8 bis 11 erheben müssen bzw. vertieft ausgebildet
sein müssen, sondern planflächig mit diesen Endflächen 8 bis 11 ausgebildet sein können.
Die Gestalt dieser Formelemente 12 kann jenen der in den Fig. 1 bis 9 dargestellten
folgen bzw. können diese Formelemente 12 auch jede andere beliebige Gestalt aufweisen.
[0041] Bei den Ausführungsvarianten nach den Fig. 1 bis 4 sind die Formelemente 12, wie
bereits erwähnt, als Erhebungen 14 ausgebildet. So zeigt Fig. 1 eine Ausführungsvariante
bei der das erhabene Formelement 12 einerseits die Form der Zähne 6, 7 nachformt und
daran anschließend, das heißt unterhalb des Fußkreises der Verzahnung, ein zumindest
annähernd wulstförmiger Steg, der sich entlang des gesamten Fußkreises erstrecken
kann, ausgebildet ist. Im Bereich der Zahnköpfe, Zahnflanken und im Bereich des Fußkreises
ist also bei dieser Ausführungsvariante eine Absetzung auf der Endfläche 8, 10 ausgebildet,
das heißt dass in diesen Bereichen die Endfläche 8, 10 sichtbar ist.
[0042] Die Fig. 6 zeigt hinsichtlich der Kontur der Formelemente 12 eine dazu ähnliche Ausführungsvariante
der Erfindung, wobei in diesem Fall die Formelemente 12 als Vertiefungen bzw. Ausnehmungen
13 mit derselben Kontur wie in Fig. 1 dargestellt ausgebildet sind. Auch bei dieser
Ausführungsvariante ist also im Bereich der Zahnköpfe, der Zahnflanken und des Zahnfußes
eine Absetzung vorhanden.
[0043] Bei der Ausführungsvariante nach Fig. 2 sind die Formelemente 12 in Draufsicht in
axialer Richtung betrachtet zumindest annähernd pilzförmig ausgebildet, wobei wiederum
die Kontur der Zähne 6, 7 zumindest annähernd durch die Formelemente 12 nachgebildet
wird und unterhalb des Fußkreises eine Erweiterung ausgebildet ist, die pilzkopfförmig
in Erscheinung tritt.
[0044] Die Fig. 9 zeigt dazu das entsprechende Pendant für die Formelemente 12 in Art von
Ausnehmungen 13 bzw. Vertiefungen, die wiederum zumindest annähernd pilzförmig ausgebildet
sind.
[0045] Auch bei der Ausführungsvariante nach Fig. 3 wird die Kontur der Zähne 6, 7 durch
die Formelemente 12 zumindest annähernd nachgebildet, wobei diese Formelemente 12
als wulstförmige Erhebungen 14 über die Endflächen 8, 10 ausgeformt sind. Es können
wie dargestellt im Zahnkopfbereich, das heißt unterhalb des Zahnkopfbereiches, diese
Formelemente 12 mit einem größeren Querschnitt ausgebildet sein (in axialer Richtung
in Draufsicht betrachtet). Auch bei dieser Ausführungsvariante erstrecken sich die
Formelemente 12 entlang der gesamten Verzahnung der Zahnräder 2, 3.
[0046] Bei der Ausführungsvariante nach Fig. 4 sind die Formelemente 12 wiederum als Erhebungen
14 ausgebildet, allerdings mit zumindest annähernd kreisförmigem Querschnitt (in axialer
Richtung in Draufsicht betrachtet), wobei sich diese Formelemente 12 im Bereich des
Fußkreises und/oder der Zähne 2, 3 erstrecken können. Ein Durchmesser dieser Formelemente
12 beträgt dabei annähernd 50 % der Zahndicke in Umfangsrichtung, wobei sich die Formelemente
12 auch über die gesamte Zahnbreite in Umfangsrichtung erstrecken können.
[0047] Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass im Rahmen der Erfindung generell möglich ist
sowohl ein einziges Formelement 12 im Bereich zumindest einer der Endflächen 8 bis
11 anzuordnen, sodass also dieses Formelement 12 umlaufend über die gesamte Verzahnung
ausgebildet ist, bzw. besteht auch die Möglichkeit diese Formelemente 12 in diskreten
Bereichen anzuordnen. Auch Mischformen hiervon sind möglich, beispielsweise dass im
Bereich der Zähne 6, 7 an den Endflächen 8, 10 diskrete Formelemente 12 angeordnet
werden und im Bereich unterhalb des Fußkreises jeweils ein umlaufendes Formelement
12.
[0048] Die Ausführungsvariante nach Fig. 5 zeigt wiederum Formelemente 12 in Form von Ausnehmungen
13, die im Bereich der Zähne 6, 7 unterhalb der Außenkontur der Zahnräder 2, 3 ausgebildet
sind, sodass also diese Formelemente 12 wiederum die Kontur der Verzahnungen nachformen.
[0049] Bei der Ausführungsvariante nach Fig. 7 sind die Formelemente 12 in Form von zumindest
annähernd schlitzförmigen Vertiefungen bzw. Ausnehmungen 13 ausgebildet, wobei diese
Ausnehmungen 13 beginnend beim Zahnkopfbereich radial nach innen verlaufend an den
Endflächen 8,10 ausgebildet sind und können zusätzlich im Bereich der Zahnfüße derartig
ausgeformte Formelemente 12 angeordnet werden. Dabei ist es möglich, dass eine Tiefe
der Ausnehmungen 13 beginnend beim Zahnkopf bzw. Zahnfußkreis in radialer Richtung
nach innen kleiner wird, sodass also die Formelemente 12 stetig bis in die Endflächen
8 bis 11 auslaufen wie es in Fig. 7 dargestellt ist. Eine maximale lichte Weite dieser
Formelemente kann 80% der Zahnkopfbreite betragen.
[0050] In einer Abwandlung hierzu besteht die Möglichkeit, dass diese Formelemente 12 sich
über die Zahnfüße bzw. die Zahnköpfe in axialer Richtung strecken, wobei in einer
speziellen Ausführungsvariante hierzu dies so weit geführt werden kann, dass jeweils
zwei einander gegenüberliegende Formelemente 12 an den Endflächen 8, 9 bzw. 10,11
damit miteinander verbunden werden.
[0051] Die Fig. 8 zeigt eine Ausführungsvariante bei der die Formelemente 12 wiederum als
Ausnehmungen 13 bzw. Vertiefungen ausgeführt sind, wobei in diesem Fall die Zahnköpfe
der Zähne 6, 7 gegenüber den restlichen Endflächen 8 bis 11 abgesetzt ausgeführt sind,
und wobei zwischen den Formelementen 12 und den Endflächen 8 bis 11 ein rampenförmiger
Übergang vorzugsweise ausgebildet ist, der in Form einer Schräge oder Rundung gebildet
sein kann. Auch in diesem Fall ist es möglich, dass die Ausnehmungen 13, das heißt
die Fonnelemente 12, sich wiederum über die Zahnköpfe in axialer Richtung erstrecken.
[0052] Generell sei angemerkt, dass eine Tiefe der Ausnehmung 13 vorzugsweise im Bereich
zwischen 1 % und 20 % einer Breite der Zahnräder 2, 3 in axialer Richtung entspricht.
Andererseits können die Formelemente 12 in Form von Erhebungen 14 eine Höhe gegenüber
den Endflächen 8 bis 11 aufweisen, die im Bereich zwischen 1 % und 20 % der Breite
der Zahnräder 6, 7 in axialer Richtung beträgt.
[0053] Es ist weiters möglich dass eine Tiefe der Ausnehmung 13 vorzugsweise im Bereich
zwischen 2 % und 15 % einer Breite der Zahnräder 2, 3 in axialer Richtung entspricht.
Andererseits können die Formelemente 12 in Form von Erhebungen 14 eine Höhe gegenüber
den Endflächen 8 bis 11 aufweisen, die im Bereich zwischen 3 % und 16 % der Breite
der Zahnräder 6, 7 in axialer Richtung beträgt.
[0054] Weiters ist es möglich, dass sich die Formelemente zumindest über 5 % des Flächenanteils
der Zähne an der Endfläche erstrecken.
[0055] Des Weiteren ist es generell möglich, dass ein Übergang zwischen den Formelementen
und den Endflächen 8 bis 11 scharfkantig oder vorzugsweise gerundet bzw. abgeschrägt
ausgeführt ist. Ebenso kann ein Übergang zwischen einzelnen Formelementen derartig
ausgebildet sein.
[0056] Weiters können nach einer Ausführungsvarianten die Formelemente 12 über ihren gesamten
Verlauf eine unterschiedliche Höhe bzw. unterschiedliche Tiefe aufweisen, sodass sie
also Formelementebereiche aufweisen die weiter über die Endfläche 8 bis 11 vorstehen
die bzw. tiefer in die Endflächen 8 bis 11 eingeformt sind.
[0057] Im Fall der Formelemente 12 in Form von verdichteten Bereichen ist es bevorzugt,
wenn diese verdichteten Bereiche zumindest im Bereich der Endfläche 8 bis 11 eine
Dichte von mindestens 7,2 g/cm
3, insbesondere eine Dichte von mindestens 7,3 g/cm
3 aufweisen.
[0058] Für die Herstellung der Zahnräder 2, 3 insbesondere der Formelemente 12, wird die
Formgebung vorzugsweise bereits während des Verpressens des Sinterpulvers vorgenommen.
Es werden also Matrizen, das heißt Ober- und Unterstempel, verwendet, die die Herstellung
der Ausnehmungen 13 entsprechende Erhebungen aufweisen bzw. für die
[0059] Herstellung der Erhebungen 14 entsprechende Ausnehmungen aufweisen. Für die Herstellung
von verdichteten Formelementen besteht die Möglichkeit, dass diese nachträglich verpresst
werden. Sollen diese verdichteten Bereiche plan mit den Endflächen 8 bis 11 abschließen,
kann die Verpressung dieser verdichteten Bereiche entsprechend erfolgen. Dabei ist
es auch möglich, dass in einem ersten Pressschritt die Erhebungen 14 gesondert gefertigt
werden und in einem weiteren daran anschließenden Pressschritt diese Erhebungen 14
soweit verpresst werden, dass plane Endflächen 8 bis 11 entstehen. Die Formgebung
der Formelemente 12 kann aber auch nach dem Sintern, beispielsweise während des Kalibrierens,
erfolgen.
[0060] Durch die Ausbildung von negativen Formelementen 12 mit Vertiefungen bzw. Ausnehmunggen
13 kann das Tragbild der Zahnräder 2, 3 insofern verbessert werden, als die Randbereiche,
beispielsweise bei den Ausführungen nach Fig. 1 oder 8, "weicher" sind als der Rest
der Endflächen 8 bis 11, sodass sich also die Kanten besser verformen können bei mechanische
Beanspruchung und damit Kantenträger besser vermieden werden können. Dieser Ausschluss
der Kantenträger kann auch damit bewirkt werden, dass vor dem Sintern beispielsweise
eine Balligkeit am Zahn erzeugt wird bzw. diese Balligkeit am Zahn beim Sintern erzeugt
oder verstärkt wird, wodurch wiederum Kantenträger besser ausgeschlossen werden können.
Insbesondere ist es auch von Vorteil, wenn im Bereich der 30°-Tangente eine Verstärkung
im Fußkreisbereich ausgebildet wird, um entstehende Risse bei Beanspruchung der Zähne
6, 7 besser vermeiden zu können. Verdichtete Bereiche können auch damit hergestellt
werden, dass positive Formen, also Formelemente 12 als Erhebungen 14, in einem an
das Sintern anschließenden Kalibrierschritt verdichtet werden und damit die Endflächen
8 bis 11 als Planflächen hergestellt werden.
[0061] Neben den dargestellten Konturen bzw. Formen der Formelemente 12 können diese auch
davon abweichende Formen aufweisen beispielsweise ovale, rechteckige, quadratische,
dreieckige, polygonale etc. jeweils in axialer Richtung in Draufsicht betrachtet.
[0062] Es ist weiters möglich kombinierte Formelemente 12 an zumindest einer der Endflächen
8 bis 11 anzuordnen, also beispielsweise verdichtete Vertiefungen bzw. Ausnehmungen
13 oder verdichtete Erhebungen 14. Im letzteren Fall muss eine entsprechend höhere
Menge an Sinterpulver während der Formgebung der Zahnräder 2, 3 zur Verfügung gestellt
werden.
[0063] In Fig. 10 ist ein Ausschnitt aus einer Verzahnung 15 mit Zähnen 6, 7 und 16 dargestellt.
Wie übertrieben dargestellt ist, ist die Verzahnung 15 ungleichförmig ausgebildet,
wobei diese Geometrieabweichungen von der jeweils "idealen" Zahnform entweder einzeln
oder in Kombination miteinander am Zahnrad 2 angeordnet sein können.
[0064] Bei der dargestellten Variante weist der Zahn 16 (linker Zahn) jene Form auf, die
als Bezugsgröße für die anderen Zähne 6, 7 der Verzahnung 15 herangezogen wird. Es
ist also die "Normform" die bei einem Zahnrad nach dem Stand der Technik für eine
gewünschte Verzahnung hergestellt wird. Bei diesem Stand der Technik Zahnrad weisen
die restlichen Zähne der Verzahnung ebenfalls diese Form auf.
[0065] Zumindest einzelne der restlichen Zähne 5, 6 der Verzahnung 15 können eine dazu abweichende
Geometrie aufweisen. Beispielsweise weist der Zahn 7 (mittlerer Zahn) eine geringere
Zahnhöhe 17, gemessen vom Zahnkopfende bis zur tiefsten Stelle der Zahnlücke zwischen
dem Zahn 16 und dem Zahn 7, auf als der Zahn 16. Die dem Zahn 16 entsprechende Höhe
des Zahnes 7 ist in Fig. 10 strichliert dargestellt. Der Zahn 6 weist wieder die gleiche
Höhe auf wie der Zahn 16, allerdings ist eine Zahnlückentiefe 18 kleiner als die Zahnlückentiefe
zwischen zwei gleichen Zähnen 16 (Normzahn). Mit anderen Worten weist das Zahnrad
2 mehrere Zahnfußkreise mit unterschiedlichem Durchmesser auf.
[0066] Neben diesen Geometrieänderungen kann auch eine Zahnbreite 19 variiert werden, wobei
diese Variation sowohl hinsichtlich gleicher Zahnform größer oder kleiner sein kann,
jeweils gemessen an der breitesten Stelle eines Zahnes 6, 7, 16, als auch bzgl. des
Verlaufes über die Zahnflanken variiert werden kann, also unterschiedliche Zahnformen
an sich die Verzahnung 15 bilden. (In Fig. 10 ist nur eine Zahnform gezeigt). Es sind
also auch die Zahnflankensteilheiten der Zähne 6, 7, 16 variabel über die Verzahnung
15 gestaltbar.
[0067] Hinsichtlich der bevorzugten Bereiche der Variationen sei auf voranstehende Ausführungen
verwiesen.
[0068] Es besteht weiters die Möglichkeit, die Teilung der Verzahnung 15 zu variieren, d.h.
dass die Zähne 6, 7, 16 unterschiedlich weit voneinander beabstandet angeordnet sind.
[0069] Wie bereits erwähnt können diese Geomtrieabweichungen der Zähne 6, 7, 16 untereinander
einzeln oder in Kombination von zwei oder mehr bzw. allen Möglichkeiten innerhalb
eines Zahnrades 2 angewandt werden.
[0070] Daneben besteht die Möglichkeit, dass zusätzlich oder alternativ zu den Geometrievariationen
Zähne 6, 7, 16 mit zueinander unterschiedlicher Härte in der Verzahnung 15 angeordnet
werden, wobei bzgl. der Härtewerte auf voranstehende Ausführungen verwiesen sei.
[0071] Es wird also die Verzahnung 15 eines Zahnrades 2 bewusst "falsch" ausgeführt, also
mit nicht gleichen Zähnen 6, 7, 16. Es müssen dabei nicht sämtliche Zähne 6, 7, 16
unterschiedlich sein, sondern können auch nur einzelne unterschiedlich zu den restlichen
gleichen Zähnen sein. Die Auslegung kann in Abhängigkeit von der Gesamtgeometrie des
Zahnrades bzw. von dessen Einsatzbereich gewählt werden,
[0072] Fig. 11 zeigt ein Diagramm bzgl. des Geräuschverhaltens eines erfindungsgemäßen Zahnrades
2 in Abhängigkeit von der Drehzahl. Dabei zeigt die obere Kurve A das Geräuschverhalten
eines Zahnrades nach dem Stand der Technik. Die untere Kurve B ist von einem Zahnrad
2 nach der Erfindung erstellt worden, welches mit Ausnahme der Verzahnung dem Zahnrad
nach dem Stand der Technik entspricht. Hinsichtlich der Verzahnung wurde bei dem erfindungsgemäßen
Zahnrad 2 die Zähne in radialer Richtung mit unterschiedlicher Höhe ausgefiihrt. Mit
Ausnahme eines Bereiches der Drehzahl von 750 rpm bis ca. 1000 rpm zeigt das erfindungsgemäße
Zahnrad 2 eine deutliche niedrigere Geräuschentwicklung als das Zahnrad nach dem Stand
der Technik.
[0073] Von Vorteil ist, wenn die Ungenauigkeit der Verzahnung 15 keine Periodizität aufweist,
also beispielsweise eine Abfolge hoch-tief der Zähne 6, 7, 16 nicht vorhanden ist,
in der eine Schwingungsanregung stattfinden kann. Daher werden die Ungenauigkeiten
bzw. die Geometrieabweichungen vorzugsweise aperiodisch bzw. nach dem Zufallsprinzip
angeordnet, wobei jedoch darauf zu achten ist, dass keine Eingriffstörungen der Verzahnung
15 in eine weitere Verzahnung auftritt, also bei Vorhandensein mehrere Fuß- und/oder
Kopfkreise diese aufeinander abgestimmt sind, beispielsweise diese mit üblichen, rechnergestützten
Simulationsmethoden berechnet werden.
[0074] Die Zahnhöhen 17 können generell in Bereichen variiert werden, dass eine Profilüberdeckung
von 1 möglichst nicht unterschritten wird.
[0075] Bei hohen Verzahnungen ist es möglich, dass ein Zahn zur Gänze ausgelassen wird,
sodass also die Zahnhöhen 17 in diesem Fall um +/- 100 % der originalen Zahnhöhe 17
variieren kann. Insbesondere sollte dabei auch auf die Festigkeitsanforderungen des
Zahnrades 2 Rücksicht genommen werden. Letzteres gilt auch für die Zahnfußtiefen.
[0076] In Fig. 12 ist eine Ausführungsvariante eines mehrschichtigen Zahnrades 2 dargestellt.
Dieses Zahnrand umfasst dabei eine äußere Randschicht 20 bzw. einen äußeren Ring,
eine Mittelschicht 21 bzw. einen Mittelring, sowie eine innere Randschicht 22 bzw.
einen inneren Ring, wobei die einzelnen Schichten in radialer Richtung übereinander
angeordnet sind, sodass also die innere Randschicht zur Anlage an eine nicht dargestellte
Welle gelangt und die äußere Randschicht die Verzahnung 15 aufweist. Die beiden Randschichten
20, 22 sind bevorzugt aus einem Sinterwerkstoff gebildet.
[0077] Es besteht die Mittelschicht 21 aus einem Kunststoff, insbesondere ausgewählt aus
einem Duroplast. Prinzipiell ist es aber auch möglich, dass der Kunststoff ein Thermoplast
oder ein Elastomer ist. Beispielsweise können Fluorkunststoffe verwendet werden.
[0078] Diese Mittelschicht weist eine Härte auf die kleiner ist als die Härte der beiden
Randschichten 20, 22, sodass über diese Mittelschicht 21 eine Vibrationsdämpfung erfolgen
kann.
[0079] Es besteht auch die Möglichkeit mehr als drei Schichten im Zahnrad 2 anzuordnen,
beispielsweise vier, fünf oder mehr, wobei diese weiteren Schichten eine Härte aufweisen
können die zwischen der Mittelschicht 21 und den beiden Randschichten 20, 22 liegt,
um das Dämpfungsverhalten feiner abstufen zu können.
[0080] Die Schichten untereinander sind bevorzugt über eine Stoff- und/oder Formschluss
miteinander verbunden, können aber auch miteinander verklebt sein.
[0081] Die Mittelschicht 21 weist insbesondere eine Schichtdicke aus voranstehend genanntem
Bereich auf.
[0082] Es besteht die Möglichkeit eine Verzahnung 15 auszubilden, die "biegeweiche" Zähne
6, 7, 16 aufweist, wobei mit "biegeweich" eine Zahnsteifigkeit von maximal 20 N/(mm
µm Radbreite), insbesondere maximal 10 N/(mm µm Radbreite), gemeint ist.
[0083] Zusätzlich zu diesen "biegeweichen" Zähnen 6, 7, 16 können diese auch relativ schlank
und/oder hoch ausgebildet sein, wobei die Werte für die Zahnbreite 19 bzw. die Zahnhöhe
17 aus den voranstehend genannten Bereichen ausgewählt sein können.
[0084] Diese Variante eignet sich insbesondere bei Verzahnungen mit Umkehrspiel. Es kann
damit der Eintrittsstoß verringert werden.
[0085] In Fig. 13 sind vier verschiedne Ausführungsvarianten von Zähnen 6 gemäß gezeigt.
Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass auch Mischvarianten der gezeigten bzw. beschriebenen
Ausführungsvarianten möglich sind.
[0086] Der erste vollständig dargestellte Zahn 6 im linken Teil der Fig. 13 weist an einem
Zahnkopf 23 an einer radial äußeren Stirnfläche 24 eine Kopfrücknahme auf, wodurch
eine Konizität des Zahnkopfes 23 entsteht. Durch diese Konizität weist der Zahn 6
über ein Zahntiefe 25 von der Endfläche 8 ausgehend eine in Richtung auf die Endfläche
9, also in axialer Richtung, eine abnehmende Zahnhöhe 26, die Höhe eines Zahnes wird
vom Fußkreis aus gemessen, in radialer Richtung auf. Die Abnahme der Zahnhöhe 26 kann
dabei im Bereich zwischen 0 % und 100 %, insbesondere zwischen 10 % und 90 %, beispielsweise
zwischen 12 % und 75 %, der maximalen Zahnhöhe dieses Zahnes 6 betragen.
[0087] Neben der dargestellten linearen Abnahme der Zahnhöhe 23 ist es auch möglich, dass
diese nach einer anderen Funktion abnimmt, also beispielsweise mit einer Rundung versehen
ist. Es ist also z.B. möglich, dass die Zahnhöhe 23 ausgehend von der Endfläche 8
in Richtung auf die Endfläche 9 vorerst stärker abnimmt und im Bereich der Endfläche
9 die Stirnfläche 24 flacher, d.h. mit geringerer Neigung ausläuft.
[0088] Daneben ist es auch möglich, dass zumindest einer der Übergänge von den Endflächen
8, 9 in die Stirnfläche 24 mit einer Abschrägung oder Rundung versehen ist.
[0089] Der in Fig. 13 an den ersten vollständig dargestellten linken Zahn 6 anschließende
Zahn 6 weist ebenfalls eine Konizität auf, allerdings keine Konizität der Stirnfläche
24, wie soeben beschrieben, sondern eine Konizität im Übergangsbereich von der Stirnfläche
24 in eine daran anschließende Zahnflanke 27. Der Übergangsbereich ist dabei, wie
Fig. 13 zeigt, zumindest annähernd dreieckförmig ausgebildet, kann jedoch auch eine
andere Geometrie aufweisen. Die Zahnbreite 19 im Zahnkopfbereich variiert dadurch
von der Endfläche 8 ausgehend in die Richtung auf die Endfläche 9, sodass also z.B.
der Zahn 6 in diesem Bereich in der angegebenen Richtung breiter wird, bzw. in umgekehrter
Richtung schmäler wird. Die Abnahme der Zahnbreite 19 kann zwischen 1 % und 10 %,
insbesondere zwischen 2 % und 7 %, beispielsweise zwischen 3 % und 6 %, der maximalen
Zahnbreite in derselben Ebene betragen.
[0090] Obwohl in Fig. 13 nur eine Konizität im Übergangsbereich Stirnfläche 24 - Zahnflanke
27 dargestellt ist, besteht selbstverständlich die Möglichkeit, dass auch die zweite
Zahnflanke des Zahnes 6 mit einer derartigen Abnahme der Zahnbreite 19 versehen ist,
wobei die beiden Abnahmen auch gegengleich verlaufen können.
[0091] Durch diese beiden Ausführungsvarianten wird eine Verringerung des sog. Eintrittsstoßes
erreicht, wie dies bereits voranstehend beschrieben wurde.
[0092] Die in Fig. 13 an diesen, soeben beschriebenen Zahn 6 rechts anschließenden Zähne
6 weisen in zumindest einer der beiden Zahnflanken 27 zumindest eine Vertiefung 28
auf, wobei der rechte der beiden Zähne 6 drei Vertiefungen 28 und der links daran
anschließende Zahn 6 nur eine Vertiefung 28 aufweist, die allerdings breiter ist.
[0093] Generell kann eine Breite 29 einer Vertiefung 28 zwischen 1 % und 20 %, insbesondere
zwischen 2 % und 17 %, beispielsweise zwischen 7 % und 16 %, der Zahnhöhe 26 betragen.
Eine Tiefe 30 einer Vertiefung 28 kann zwischen 1 % und 5 %, beispielsweise zwischen
2 % und 3 %, der maximalen Zahnbreite 19 des Zahnes betragen.
[0094] Es ist auch möglich eine von der dargestellten Anzahl der Vertiefungen 28 unterschiedliche
Anzahl an Vertiefungen 28 in einer Zahnflanke 27 vorzusehen. Des Weiteren können die
angeordneten Vertiefungen eines Zahnes 6 eine unterschiedliche Tiefe 30 und/oder Breite
29 aufweisen. Die Vertiefung(en) 28 müssen sich auch nicht über die gesamte Zahntiefe
25 in axialer Richtung erstrecken, wie dies in Fig. 13 strichliert dargestellt ist.
Beispielsweise können sich die Vertiefungen 28 über einen Bereich in axialer Richtung
erstrecken, der ausgewählt ist aus einem Bereich mit einer unteren Grenze von 2 %
und einer oberen Grenze von 10 %, insbesondere zwischen 3 % und 8 %, beispielsweise
zwischen 3 % und 6 %, der gesamten Zahntiefe 25 eines Zahnes 6 in axialer Richtung.
Auch Kombinationen von sich von der Endfläche 8 bis in die Endfläche 9 sich durchgehend
ersteckenden mit nicht durchgehenden Vertiefungen an einer oder beiden Zahnflanken
27 sind möglich. Es können weiters an beiden Zahnflanken derartige Vertiefungen 28
vorgesehen sein. Des Weiteren können zumindest einzelne der Vertiefungen 28 schräg
zur axialen Richtung verlaufend angeordnet sein.
[0095] Von Vorteil ist die Anordnung derartiger Vertiefungen 28 für schnell laufende Zahnräder,
d.h. Zahnräder mit Umfangsgeschwindigkeiten von über 15 m/s, und für die Ausbildung
des Schmierfilmes bzw. zur Geräuschminimierung, wie dies voranstehend schon beschrieben
wurde.
[0096] Es besteht die Möglichkeit, dass jeder Zahn 6 einer Verzahnung mit einer Ausführungsvariante
entsprechend Fig. 13 versehen ist, ebenso kann nur jeder zweite, dritte, vierte, etc.
Zahn 6 derart ausgebildet sein. Des weiteren besteht die Möglichkeit, dass Abfolge
der Zähne 6, die mit derartigen "Unregelmäßigkeiten" der Gestalt versehen sind, nicht
regelmäßig ist, also z.B. zwei nebeneinander liegende Zähne 6 eine derartige Gestaltsabweichung
aufweisen, daran anschließend ein regelmäßiger Zahn 6 ausgebildet ist, daran nur einer
oder drei Zähne 6 mit Gestaltsabweichungen anschließen, etc.
[0097] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Zahnrades 2, 3,
wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass auch diverse Kombinationen der einzelnen
Ausführungsvarianten untereinander möglich sind.
[0098] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus des Zahnrades 2, 3 dieses bzw. dessen Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
[0099]
- 1
- Zahnradantrieb
- 2
- Zahnrad
- 3
- Zahnrad
- 4
- Zahnradkörper
- 5
- Zahnradkörper
- 6
- Zahn
- 7
- Zahn
- 8
- Endfläche
- 9
- Endfläche
- 10
- Endfläche
- 11
- Endfläche
- 12
- Formelement
- 13
- Ausnehmung
- 14
- Erhebung
- 15
- Verzahnung
- 16
- Zahn
- 17
- Zahnhöhe
- 18
- Zahnlückentiefe
- 19
- Zahnbreite
- 20
- Randschicht
- 21
- Mittelschicht
- 22
- Randschicht
- 23
- Zahnkopf
- 24
- Stirnfläche
- 25
- Zahntiefe
- 26
- Zahnhöhe
- 27
- Zahnflanke
- 28
- Vertiefung
- 29
- Breite
- 30
- Tiefe
1. Stirnzahnrad mit einem Zahnradkörper (4, 5) aus einem Sinterwerkstoff, der einen Umfang
aufweist, über den verteilt in radialer Richtung vorstehend Zähne (6, 7) angeordnet
sind, und der in axialer Richtung von zwei Endflächen (8, 9, 10, 11) begrenzt ist,
wobei auf zumindest einer Endfläche (8, 9, 10, 11) im Bereich der Zähne (6, 7) und/oder
in radialer Richtung unterhalb der Zähne (6, 7) zumindest ein Formelement (12) in
Form einer Ausnehmung (13) oder einer Erhebung (14) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Formelement (12) oder die Formelemente (12) die Kontur der Verzahnung nachformen.
2. Stirnzahnrad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Formelement (1) verdichtet ausgebildet ist.
3. Stirnzahnrad nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich an zumindest einer der Endflächen (8, 9, 10, 11) zumindest ein Formelement
(12) in Form eines verdichteten Bereichs angeordnet ist.
4. Stirnzahnrad nach Anspruch 1 einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich das oder die Formelement(e) (12) in radialer Richtung maximal bis in einen Bereich
unterhalb des Fußkreises der Zähne (6, 7) erstreckt/erstrecken von 35 % des maximalen
Durchmessers des Zahnradkörpers (4, 5).
5. Stirnzahnrad nach Anspruch 1 einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Formelement (12) entlang der Außenkontur der Endfläche (8, 9, 10, 11) erstreckt.
6. Stirnzahnrad nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Formelement (12) sich zumindest über 5 % des Flächenanteils der Zähne (6, 7)
an der Endfläche (8, 9, 10, 11) erstreckt.
7. Stirnzahnrad nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich Formelemente (12) beginnend zumindest annähernd vom Zahnkopfkreis in radialer
Richtung nach innen erstrecken.
8. Stirnzahnrad nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich Formelemente (12) beginnend zumindest annähernd vom Zahnfußkreis in radialer
Richtung nach innen erstrecken.
9. Stirnzahnrad nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Formelemente (12) zusätzlich an den Zahnköpfen und/oder den Zahnfüßen sich in
axialer Richtung erstreckend angeordnet sind.
10. Stirnzahnrad nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die verdichtete(n) Formelement (12) zumindest im Bereich der Endfläche (8,
9, 10, 11) eine Dichte von mindestens 7,2 g/cm3 aufweist.
11. Stirnzahnrad nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der verdichtete Bereich ebenflächig mit der Endfläche (8, 9, 10, 11) ausgebildet
ist.
12. Stirnzahnrad nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kontur des Formelementes (12) mit Rundungen zumindest im Bereich eines Richtungswechsels
der Konturlinie versehen ist.
13. Stirnzahnrad nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das bzw. die Formelement(e) (12) annähernd einen in axialer Richtung betrachtet pilzförmigen
Querschnitt aufweist bzw. aufweisen.
14. Stirnzahnrad nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das bzw. die Formelement(e) (12) annähernd einen in axialer Richtung betrachtet kreisförmigen
oder ovalen Querschnitt aufweisen.
15. Stirnzahnrad nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Übergang zwischen dem oder den Formelement(en) (12) und der Endfläche (8, 9,
10, 11) abgeschrägt oder gerundet ausgeführt ist.
16. Zahnradantrieb (1) mit zumindest zwei miteinander kämmenden Zahnrädern (6, 7) oder
mit zumindest zwei Zahnrädern (6, 7) die über ein Zugmittel mit einander wirkverbunden
sind, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Zahnräder (6,7) entsprechenden einem der vorhergehenden Ansprüche
ausgebildet ist.
1. Spur gear wheel with a gear body (4, 5) made from a sintered material, having a circumference
around which teeth (6, 7) projecting in the radial direction are distributed, and
which is delimited in the axial direction by two end faces (8, 9, 10, 11), and at
least one shaped element (12) in the form of a recess (13) or an elevation (14) is
disposed on at least one end face (8, 9, 10, 11) in the region of the teeth (6, 7)
and/or in the radial direction underneath the teeth (6, 7), characterized in that the shaped element (12) or the shaped elements (12) at least approximately imitate
the contour of the toothing.
2. Spur gear wheel according to claim 1, characterized in that the at least one shaped element (1) is embodied to be compacted.
3. Spur gear wheel according to claim 1 or 2, characterized in that at least one shaped element (12) in the form of a compacted area is additionally
disposed on at least one of the end faces (8, 9, 10, 11).
4. Spur gear wheel according to one of claims 1 to 3, characterized in that the shaped element(s) (12) extends/extend in the radial direction at most as far
as a region underneath the root line of the teeth (6, 7) comprising 35 % of the maximum
diameter of the gear body (4, 5).
5. Spur gear wheel according to one of claims 1 to 4, characterized in that the shaped element (12) extends along the external contour of the end face (8, 9,
10, 11).
6. Spur gear wheel according to one of claims 1 to 5, characterized in that the shaped element (12) extends at least across 5 % of the surface portion of the
teeth (6, 7) on the end face (8, 9, 10, 11).
7. Spur gear wheel according to one of claims 1 to 6, characterized in that shaped elements (12) extend starting at least approximately from the tooth crest
circle inwardly in the radial direction.
8. Spur gear wheel according to one of claims 1 to 7, characterized in that shaped elements (12) extend starting at least approximately from the tooth root line
inwardly in the radial direction.
9. Spur gear wheel according to claim 7 or 8, characterized in that the shaped elements (12) are additionally disposed extending in the axial direction
on the tooth crests and/or tooth roots.
10. Spur gear wheel according to one of claims 2 to 9, characterized in that the shaped element(s) (12) has/have a density of at least 7.2 g/cm3, at least in the region of the end face (8, 9, 10, 11).
11. Spur gear wheel according to one of claims 3 to 10, characterized in that the compacted area is in the same plane as the end face (8, 9, 10, 11).
12. Spur gear wheel according to one of claims 1 to 11, characterized in that a contour of the shaped element (12) is provided with rounded areas at least in the
region of a change of direction in the contour line.
13. Spur gear wheel according to one of claims 1 to 12, characterized in that the shaped element(s) (12) has or have an approximately mushroom-shaped cross-section
as viewed in the axial direction.
14. Spur gear wheel according to one of claims 1 to 12, characterized in that the shaped element(s) (12) have an approximately circular or oval cross-section as
viewed in the axial direction.
15. Spur gear wheel according to one of claims 1 to 13, characterized in that a transition between the shaped element(s) (12) and the end face (8, 9, 10, 11) is
of an angled or rounded design.
16. Gear drive (1) with at least two mutually meshing gears (6, 7) or with at least two
gears (6, 7) which are actively connected to one another by a traction means, characterized in that at least one of the gears (6, 7) corresponds to one of the preceding claims.
1. Roue dentée frontale comprenant un corps de roue dentée (4, 5) constitué d'un matériau
fritté qui présente une circonférence sur laquelle sont réparties des dents (6, 7)
faisant saillie dans la direction radiale et qui est délimitée dans la direction axiale
par deux surfaces d'extrémité (8, 9, 10, 11), étant entendu qu'au moins un élément
de forme (12) ayant la forme d'un évidement (13) ou d'un rehaussement (14) est agencé
sur au moins une surface d'extrémité (8, 9, 10, 11) dans la zone des dents (6, 7)
et/ou en dessous des dents (6, 7) dans la direction radiale, caractérisée en ce que l'élément de forme (12) ou les éléments de forme (12) reproduisent le contour de
la denture.
2. Roue dentée frontale selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'au moins un élément de forme (1) est réalisé de façon comprimée.
3. Roue dentée frontale selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'en plus, au moins un élément de forme (12) ayant la forme d'une zone comprimée est
agencé sur au moins une des surfaces d'extrémité (8, 9, 10, 11).
4. Roue dentée frontale selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que l'élément ou les éléments de forme (12) s'étend ou s'étendent dans la direction radiale
au maximum jusqu'à une zone située en dessous du cercle de pied des dents (6, 7) de
35 % du diamètre maximal du corps de la roue dentée (4, 5).
5. Roue dentée frontale selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que l'élément de forme (12) s'étend le long du contour extérieur de la surface d'extrémité
(8, 9, 10, 11).
6. Roue dentée frontale selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que l'élément de forme (12) s'étend au moins sur 5 % de la part de la surface des dents
(6, 7) sur la surface d'extrémité (8, 9, 10, 11).
7. Roue dentée frontale selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que des éléments de forme (12) s'étendent vers l'intérieur dans la direction radiale
en commençant au moins à proximité du cercle de sommet des dents.
8. Roue dentée frontale selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que des éléments de forme (12) s'étendent vers l'intérieur dans la direction radiale
en commençant au moins à proximité du cercle de pied des dents.
9. Roue dentée frontale selon la revendication 7 ou 8, caractérisée en ce que les éléments de forme (12) sont en outre agencés aux sommets des dents et/ou aux
pieds des dents en s'étendant dans la direction axiale.
10. Roue dentée frontale selon l'une des revendications 2 à 9, caractérisée en ce que l'élément ou les éléments de forme comprimés (12) présentent une densité d'au moins
7,2 g/cm3 au moins dans la zone de la surface d'extrémité (8, 9, 10, 11).
11. Roue dentée frontale selon l'une des revendications 3 à 10, caractérisée en ce que la zone comprimée est réalisée dans un seul plan avec la surface d'extrémité (8,
9, 10, 11).
12. Roue dentée frontale selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce qu'un contour de l'élément de forme (12) est pourvu d'arrandis au moins dans la zone
d'un changement de direction de la ligne de contour.
13. Roue dentée frontale selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que l'élément ou les éléments de forme (12) présente ou présentent approximativement
une section, considérée dans la direction axiale, en forme de champignon.
14. Roue dentée frontale selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que l'élément ou les éléments de forme (12) présentent approximativement une section,
considérée dans la direction axiale, de forme circulaire ou ovale.
15. Roue dentée frontale selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce qu'une transition entre l'élément ou les éléments de forme (12) et la surface d'extrémité
(8, 9, 10, 11) est réalisée dans une forme biseautée ou arrondie.
16. Commande à roues dentées (1) comprenant au moins deux roues dentées (6, 7) s'engageant
l'une avec l'autre ou comprenant au moins deux roues dentées (6, 7) qui sont reliées
de façon opérationnelle l'une avec l'autre par le biais d'un mécanisme de traction,
caractérisé en ce qu'au moins une des roues dentées (6, 7) est réalisée conformément à l'une des revendications
précédentes.