(19)
(11) EP 2 434 074 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
28.03.2012  Patentblatt  2012/13

(21) Anmeldenummer: 11182907.3

(22) Anmeldetag:  27.09.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04H 12/22(2006.01)
E04F 11/18(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 27.09.2010 DE 202010008638 U

(71) Anmelder: Q-Railing Europe GmbH & Co. KG
46446 Emmerich am Rhein (DE)

(72) Erfinder:
  • Klaasen, Maick
    6921 KD Duiven (NL)
  • Blanik, Erik
    46446 Emmerich (DE)
  • oude Luttikhuis, Iwan
    6904 EA Zevenaar (NL)

(74) Vertreter: Tersteegen, Felix 
Patentanwälte Bungartz & Tersteegen Eupener Straße 161a
50933 Köln
50933 Köln (DE)

   


(54) Geländerpfostenfuß


(57) Die Erfindung betrifft einen Geländerpfostenfuß (1) zur Verbindung mit einem Geländerpfostenrohr, wobei am Geländerpfostenfuß ein Stumpf (3) zum Einschieben des Pfostenfußes in das Pfostenrohr ausgebildet ist.
Damit diese System aus Geländerpfostenfuß und Geländerpfostenrohr einfach zusammengefügt werden kann, ohne Einbußen bei der Stabilität oder der Gestaltungsfreiheit des Geländers hinnehmen zu müssen, ist vorgesehen, dass der Stumpf eine Mehrzahl von Stützstegen (6) aufweist, die mit zumindest einem Teilbereich (7) ihrer nach außen weisenden Oberflächen zumindest einen Teil der Kontaktfläche (5,7) bilden, mittels der Pfosteninnenseite und Stumpf miteinander verklebt werden, wobei die Stützstege zwischen sich Freiräume (8) lassen, in die nach bestimmungsgemäßem Zusammenbau Montageelemente eindringen können, ohne einen Teil der Kontaktfläche durchdringen zu müssen.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen Geländerpfostenfuß zur Verbindung mit einem Geländerpfostenrohr, mit einer Bodenplatte zur Befestigung des Pfostenfußes auf dem Untergrund eines Baukörpers und mit einem an der Bodenplatte angeordneten Stumpf zum Einschieben des Pfostenfußes in das Pfostenrohr, wobei der Stumpf mit einem Teil seiner nach außen weisenden Oberfläche eine Kontaktfläche ausbildet, die bei bestimmungsgemäßem Zusammenbau mit dem Pfostenrohr mit der inneren Mantelfläche des Pfostenrohrs in Anlage kommt.

[0002] Solche Pfostenfüße sind als Systemkomponenten für den Aufbau von Geländern für Treppen, Balkone, Balustraden, Emporen oder ähnliche Baukörper bekannt. Sie werden üblicherweise mit dem Geländerpfostenrohr zur Komplettierung des Geländerpfostens verschweißt. Viele Handwerksbetriebe verfügen jedoch nicht über ausreichend ausgebildete Fachkräfte oder über die zum Schweißen notwendige Ausrüstung, um insbesondere Geländerpfosten aus Edelstahl durch das Zusammenschweißen von Pfostenfuß und Pfostenrohr komplettieren zu können. Dies gilt insbesondere für hochpreisige Edelstahlkomponenten, die nicht nur schwieriger zu schweißen sind, sondern an die vom Kunden in aller Regel auch deutlich erhöhte Anforderungen an die Verarbeitungsqualität gestellt werden. Daher sind insbesondere Edelstahlgeländerpfosten von einer Vertriebsgesellschaft in bereits komplettiertem Zustand auf Lager zu halten. Dadurch erhöht sich nicht nur der Platzbedarf im Lager erheblich, sondern auch der auf Lager liegende monetäre Wert der Ware. Es wäre daher von Vorteil, ein System aus Geländerpfostenrohr und Geländerpfostenfuß zur Verfügung zu haben, das es ermöglicht, Geländerpfostenfuß und Geländerpfostenrohr getrennt voneinander auf Lager halten zu können, und deren Komplettierung zum fertigen Geländerpfosten auch von ungeschultem Personal oder schlecht ausgerüsteten Betrieben, insbesondere auch von Privatleuten, vorgenommen werden könnte.

[0003] Das Schweißen von Pfostenfuß und Pfostenrohr ist jedoch nicht nur die stabilste Art des Zusammenfügens bzw. der Komplettierung des Geländerpfostens. Die hervorragende Stabilität von Schweißverbindungen bietet außerdem die Möglichkeit, den an der Bodenplatte angeordneten Stumpf nur sehr gering in das Pfostenrohr hinein eindringen zu lassen. Letztlich ist noch nicht einmal erforderlich, dass der Stumpf überhaupt eine stabilisierende Funktion übernimmt, denn die Stabilität fachmännischer Schweißnähte ist für sich genommen für fast alle Anwendungen ausreichend. Dies ermöglicht es, den innerhalb des Pfostens liegenden Hohlraum bis in unmittelbare Bodennähe freizuhalten, so dass von außen nachträglich anzubringende Befestigungselemente für Geländerfüllungen bis in unmittelbare Bodennähe problemlos durch in den Geländerpfosten nachträglich einzubringende Bohrungen problemlos realisierbar sind. Schrauben oder ähnliche Befestigungsmittel ragen dann in das Pfosteninnere hinein. Bei Schaffung einer Alternativlösung zum Schweißen ist daher darauf zu achten, dass Geländerpfostenfuß und Geländerpfostenrohr nicht nur stabil zusammengefügt werden können, sondern dass auch die Geländergestaltungsmöglichkeiten insbesondere in Bezug auf mögliche Geländerfüllungen nicht eingeschränkt sind.

[0004] Die Erfindung macht es sich daher zur Aufgabe, ein Geländerpfostenfuß bereit zu stellen, der auf besonders einfache Art mit dem Geländerpfostenrohr zusammengefügt werden kann, ohne Einbußen bei der Stabilität oder der Gestaltungsfreiheit des Geländers hinnehmen zu müssen. Dabei ist insbesondere auch darauf zu achten, dass der Geländerpfostenfuß und das System aus Geländerpfostenrohr und Geländerpfostenfuß die gesetzlichen Sicherheitsbestimmungen und Mindestbelastbarkeitsvorgaben für in aller Regel als Absturzsicherung eingesetzte Geländer ohne weiteres erfüllen.

[0005] Gelöst wird die Aufgabe dadurch, der Stumpf eine Mehrzahl von Stützstegen aufweist, die mit zumindest einem Teilbereich ihrer nach außen weisenden Oberflächen zumindest einen Teil der Kontaktfläche bilden, wobei die Stützstege zwischen sich Freiräume lassen, in die nach bestimmungsgemäßem Zusammenbau Montagelemente eindringen können, ohne einen Teil der Kontaktfläche durchdringen zu müssen.

[0006] Durch die Stege ist gewährleistet, dass der Pfostenfuß für eine hohe Stabilität sehr tief in das Pfostenrohr eindringen kann, wobei der dazwischen vorgesehen Freiraum dafür Sorge trägt, dass die Möglichkeit, nachträglich bodennahe Bohrungen in den Pfosten einzubringen, ohne mit der Bohrung einen Teil die Kontaktfläche durchdringen zu müssen, nicht wesentlich beeinträchtigt ist.

[0007] Der von den Stegen gebildete Teil der Kontaktflächen ist bevorzugt durch mehrere über den äußeren Umfang des Stumpfs verteilte, voneinander getrennte Teilflächen gebildet. Dies vereinfacht die Fertigung, spart Material und erleichtert das Zusammenfügen von Pfostenrohr und Pfostenschuh. Hinzu kommt, dass die von den Stegen gebildeten Teilflächen, die einem weiter unten angeordneten Teil der Kontaktflächen beim Einschieben des Pfostenfu-βes in das Pfostenrohr vorauseilen, einen zur Verbindung verwendeten, an der Pfostenrohrinnenseite angebrachten Klebstoff nicht über den vollen Umfang verdrängen können, so dass auch der nacheilende Teil der Kontaktflächen ausreichend mit zuvor auf die Innenseite des Pfostenrohrs aufgebrachten Klebstoff in Kontakt kommt.

[0008] Ein weiteres Konstruktionsdetail sieht vor, dass der von der nach außen gerichteten Oberfläche der Stege gebildete Teil der Kontaktfläche am oberen Ende des Stumpfs, also an den freien Stützstegenden angeordnet ist und um eine Höhe H eines Mittelabschnitts von einem am unteren Ende des Stumpfs gebildeten Teil der Kontaktfläche beabstandet ist. Die Anordnung der Kontaktflächen am oberen Ende des Stumpfes ermöglicht eine hohe Stabilität durch Aufnahme von Querkräften in möglichst großer Entfernung vom Boden. Die am unteren Ende, also in unmittelbarer Bodenplattennähe des Stumpfs vorgesehene Kontaktfläche verstärkt den Kontakt mit dem Pfostenrohr ausreichend, so dass im Mittelabschnitt Material eingespart werden kann und die Freiräume zwischen den Stützstegen großzügig ausgelegt werden können. Außerdem wird dadurch die Kontaktfläche auf ein notwendiges Maß begrenzt, was das Einschieben des Pfostenfußes in das Pfostenrohr aufgrund der gering gehaltenen Größe der Gesamtkontaktfläche, die gleichzeitig natürlich auch eine Reibfläche bildet, die einem Einschieben entgegenwirkt, erleichtert. Auch die Gefahr, dass Pfostenfuß und Pfostenrohr sich aufgrund von etwaigen Verschmutzungen oder Fertigungstoleranzen beim Einschieben ungewollt verklemmen, ist minimiert. Ebenfalls zur Materialeinsparung und damit zur Kostensenkung dient eine Ausgestaltung, bei der die Stege über einen Mittelabschnitt im Bereich zwischen dem ersten Teil und dem zweiten Teil der Gesamtmontagefläche radial einwärts eingezogen sind.

[0009] Sinnvoll ist außerdem eine Ausgestaltung bei der die Stützstege sich ausgehend von einer Mittelachse M radial auswärts erstrecken. Dies schafft die Freiräume zwischen den Stützstegen in besonders einfacher und leicht herzustellender Weise und gewährleistet außerdem die geforderte Stabilität des Geländerpfostenfußes in alle Belastungsrichtungen. Dabei laufen die Stützstege im Bereich der Mittelachse bevorzugt zusammen.

[0010] Um das eingangs erwähnte thermische Fügen von Pfostenfuß und Pfostenrohr entbehrlich zu machen, ist insbesondere vorgesehen, dass die Kontaktfläche als Klebefläche ausgebildet ist.

[0011] Damit sich ein Monteur auch bei bereits komplettiertem Geländerpfosten, also bei bereits unwiderruflich zusammengefügten Geländerpfostenfuß und Geländerpfostenrohr, über die Ausrichtung der sich im Geländerpfosteninneren befindlichen und daher nicht mehr sichtbaren Stützstege sein kann, ist vorgesehen, dass an der Bodenplatte Markierungen vorgesehen sind, anhand derer die Lage bzw. Ausrichtung der Stege ablesbar ist. Diese Markierungen können auch durch eine gezielte Anordnung von Verstärkungsrippen an der Bodenplatte realisiert werden.

[0012] Der Pfostenfuß ist bevorzugt aus Metall, insbesondere aus einem Edelstahl, einstückig gegossen und die zwischen den Stegen vorgesehenen Freiräume sind durch im Gusswerkzeug vorgesehene Kerne erzeugt. Es kann aber grundsätzlich auch vorgesehen sein, dass Bodenplatte und der den unteren Teil der Kontaktfläche ausbildende Stumpf von einem ersten Basisteil gebildet sind und der die Stützstege ausbildende Teil als Einsatzteil ausgebildet sind, wobei das Einsatzteil in das Basisteil eingesetzt und mit diesem zusammengefügt, insbesondere thermisch zusammengefügt, beispielsweise reibverschweißt, ist. Die würde es ermöglichen, den Teil des Pfostenfußes, der die Stützstege aufweist, aus einem nachträglich mit dem Basisteil zu verbindenden Strangpressprofil zu fertigen.

[0013] Insbesondere betrifft die Erfindung also ein einfach aufzubauendes System aus einem Geländerpfostenfuß und einem Geländerpfostenrohr, die aus Metall hergestellt und miteinander verklebbar ausgestaltet sind.

[0014] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen.

[0015] In den Zeichnungen zeigt:

Fig. 1 einen Geländerpfostenfuß für runde Pfostenrohre in perspektivischer Gesamtansicht,

Fig. 2 den Geländerpfostenfuß aus Figur 1 im Schnitt,

Fig. 3 einen Geländerpfostenfuß für eckige Pfostenrohre in perspektivischer Gesamtansicht, und

Fig. 4 den Geländerpfostenfuß aus Figur 3 im Schnitt.



[0016] In Figur 1 ist ein Geländerpfostenfuß 1 mit einer Bodenplatte 2 und einem von der Bodenplatte ausgehenden Stumpf 3 gezeigt. Der Geländerpfostenfuß 1 wird bestimmungsgemäß durch das Aufsetzen eines Geländerpfostenrohrs (nicht gezeigt) zu einem Geländerpfosten komplettiert.

[0017] Im sich unmittelbar an die Bodenplatte 2 anschließenden Bereich ist der Stumpf 3 von einem Zylinderstumpf 4 gebildet und bildet mit der nach außen weisenden Oberfläche des Zylinders eine umlaufende untere Kontaktfläche 5 aus. An den Zylinderstumpf 4 schließen sich Stützstege 6 an, die sich ausgehend von einer Mittelachse M des Geländerpfostenfußes 1 radial nach außen erstrecken. Am oberen, freien Ende der Stütztstege 5 ist eine obere Kontaktfläche 7 ausgebildet, die wie auch die untere Kontaktfläche 5 nach dem Einschieben des Pfostenschuhs 1 in ein Pfostenrohr mit der Pfostenrohrinnenseite in Kontakt stehen. Die obere Kontaktfläche 7 ist von mehreren, voneinander beabstandeten und sich über den Umfang des freien Endes des Stumpfs 3 verteilenden Teilkontaktflächen gebildet. Die Untere Kontaktfläche 5 und obere Kontaktflächen 7 bilden zusammen die Gesamtkontaktfläche.

[0018] Die Ausbildung der oberen Kontakt- bzw. Klebefläche 7 durch mehrere in Umfangsrichtung voneinander beabstandeten Teilklebeflächen hat außerdem den Vorteil, dass Kleber, der vor dem Zusammenfügen von Pfostenfuß und Pfostenrohr bevorzugt auf die Innenseite des Pfostenrohrs aufzutragen ist, durch die vorauseilenden obere Teilkontaktflächen nicht über den gesamten Umfang der Pfostenrohrinnenseite verdrängt wird, so dass für das Verkleben von Pfostenrohr und Pfostenfuß im Bereich der unteren Kontakt- bzw. Klebefläche 5 in jedem Fall genügend Kleber zur Verfügung steht.

[0019] Um Material zu sparen und um die Größe der Gesamtkontaktfläche bzw. der Gesamtklebefläche auf das notwendige Maß zu reduzieren, sind die oberen Kontaktflächen 7 um eine Höhe H eines Mittelabschnitts 10 von den unteren Kontaktflächen beabstandet angeordnet. Im Bereich des Mittelabschnitts 10 sind die nach außen weisenden Ränder der Stützstege au-βerdem aus radial einwärts eingezogen. Gleiches gilt auch für das obere freie Ende des Stumpfs, an dem sich die Stützstegoberkanten nicht horizontal nach innen erstrecken, sondern zur Einsparung von Material nach unten einfallen.

[0020] Die Bodenplatte weist neben zwei Befestigungsbohrungen 11 auch Wasserablaufbohrungen 12 auf, die sich sammelndes Wasser zu einer in der Bodenplattenunterseite eingearbeiteten Drainagenut 13 weiterleiten, über die das Wasser nach außen abgeleitet werden kann.

[0021] In die Freiräume 8 zwischen den Stützstegen 6 können nach bestimmungsgemäßem Zusammenbau bodennah Befestigungsmittel hineinragen, ohne das eine hierfür zu setzende Bohrung einen Teil der Gesamtkontaktfläche zu durchdringen hätte.

[0022] Auf der Bodenplatte 2 befindliche Markierungen, die hier beispielhaft von kleineren Verstärkungsrippen 9 gebildet sind, fluchten mit der Ausrichtung der Stützstege 6, so dass ein Monteur auf bei bereits komplettierter Baugruppe aus Geländerpfostenfuß 1 und Geländerpfostenrohr die Ausrichtung der Stützstege im inneren des Rohres erkennen kann. Die Gefahr, dass nachträglich zu setzende Bohrungen versehentlich die Stege treffen ist minimiert. Außerdem ist die maximale Eindringtiefe etwaiger Befestigungsmittel gewährleistet.

[0023] Figur 2 zeigt den Pfostenfuß 1 aus Figur 1 im Schnitt. Es ist erkennbar, dass der Bereich um die Mittelachse M, in dem die Stützstege 6 zusammengeführt sind, sich bis zur Unterseite der Bodenplatte 2 erstreckt.

[0024] Figur 3 und Figur 4 zeigen einen mit Ausnahme seines quadratischen Grundquerschnitts analog aufgebauten Pfostenfuß. Die Beschreibung der Figur 1 und der Figur 2 kann daher analog für die Beschreibung der Figur 3 und der Figur 4 herangezogen werden.

[0025] Wegen der größeren Stabilität sind die Stützstege 6 bei einem rechteckigen Querschnitt derart ausgerichtet, dass sie diagonal in die Ecken des Geländerpfostenrohrs zeigen. So wird auch verhindert, dass sich in Fällen hoher Belastungen die auf die Innenseite des Pfostenrohrs wirkenden Kontaktflächen 7 in die Planseiten des Pfostenrohrs eindrücken und von außen sichtbar verbeulen. Weiter ist zu erkennen, dass der Bereich um die Mittelachse M, in dem die Stützstege 6 zusammenlaufen sich bei dieser Ausgestaltung nicht zur Unterseite der Bodenplatte erstreckt, was ebenfalls dazu dient, Material einzusparen. Letztere Maßnahme kann selbstverständlich auch bei einem runden Grundquerschnitt eines Pfostenfußes Anwendung finden.

[0026] Der bei der runden Ausgestaltung gemäß der Figuren 1 und 2 sich unmittelbar an die Bodenplatte anschließende untere Zylinderstumpf 4 ist bei der rechteckigen bzw. quadratischen Ausführungsform gemäß der Figuren 3 und 4 selbstverständlich von einem rechteckigen bzw. quadratischen unteren Stumpf gebildet.

[0027] Figur 3 und Figur 4 verdeutlicht außerdem, dass unter dem Begriff "Rohr" nicht notwendiger Weise ein runder Querschnitt zur verstehen ist.

Bezugszeichenliste



[0028] 
1
Geländerpfostenfuß
2
Bodenplatte
3
Stumpf
4
Zylinderstumpf
5
untere Kontaktfläche
6
Stützstege
7
obere Kontaktfläche
8
Freiräume
9
Verstärkungsrippen
10
Mittelabschnitt
11
Befestigungsbohrung
12
Wasserablaufbohrung
13
Drainagenut
M
Mittelachse
H
Abstand der oberen zur unteren Kontaktfläche



Ansprüche

1. Geländerpfostenfuß mit einem Stumpf (3) zum Einschieben des Pfostenfußes in ein Geländerpfostenrohr zwecks Verklebung des Geländerpfostenfußes (1) mit dem Geländerpfostenrohr, wobei der Stumpf (3) mit einem Teil seiner nach außen weisenden Oberfläche eine als Klebefläche ausgebildete Kontaktfläche (5, 7) ausbildet, die bei bestimmungsgemäßem Zusammenbau mit dem Pfostenrohr mit der inneren Mantelfläche des Pfostenrohrs in Anlage kommt,
dadurch gekennzeichnet, dass der Stumpf (3) eine Mehrzahl von Stützstegen (6) aufweist, die mit zumindest einem Teilbereich (7) ihrer nach außen weisenden Oberflächen zumindest einen Teil der Kontaktfläche bilden, wobei die Stützstege (6) zwischen sich Freiräume (8) lassen, in die nach bestimmungsgemäßem Zusammenbau Montageelemente eindringen können, ohne einen Teil der Kontaktfläche (5, 7) durchdringen zu müssen.
 
2. Geländerpfostenfuß nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Stumpf an einer Bodenplatte (2) des zur Verbindung mit einem Geländerpfostenrohr ausgebildeten Geländerpfostenfußes (1) angeordnet ist, der die Bodenplatte (2) zur Befestigung des Pfostenfußes (1) auf dem Untergrund eines Baukörpers aufweist.
 
3. Geländerpfostenfuß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der von den Stützstegen (6) gebildete Teil der Kontaktflächen (7) durch mehrere über den äußeren Umfang des Stumpfs (3) verteilte und voneinander getrennten Teilflächen gebildet ist.
 
4. Geländerpfostenfuß nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der von der nach außen gerichteten Oberfläche der Stützstege gebildete Teil der Kontaktfläche (7) am oberen Ende des Stumpfs (3) angeordnet ist und um eine Höhe H eines Mittelabschnitts (10) von einem am unteren Ende des Stumpfs (3) gebildeten Teil der Kontaktfläche (5) beabstandet ist
 
5. Geländerpfostenfuß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstege (6) über einen Mittelabschnitt (10) im Bereich zwischen einem unteren Teil (5) und einem oberen Teil (7) der Gesamtkontaktfläche radial einwärts eingezogen sind.
 
6. Geländerpfostenfuß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstege (6) sich ausgehend von einer Mittelachse M radial auswärts erstrecken.
 
7. Geländerpfostenfuß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstege (6) im Bereich der Mittelachse M zusammenlaufen.
 
8. Geländerpfostenfuß nach Anspruch 2 oder einem der vorhergehenden Ansprüche, soweit auf Anspruch 2 zurückbezogen, dadurch gekennzeichnet, dass an der Bodenplatte Markierungen (9) vorgesehen sind, anhand derer die Lage der Stützstege (6) auch bei montiertem Pfostenrohr ablesbar ist.
 
9. Geländerpfostenfuß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Pfostenfuß (1) aus Metall, insbesondere aus einem Edelstahl, einstückig gegossen und die zwischen den Stützstegen (6) vorgesehenen Freiräume (8) durch im Gusswerkzeuge vorgesehene Kerne erzeugt sind.
 
10. System aus einem Pfostenfuß (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und einem Pfostenrohr, dadurch gekennzeichnet, dass Pfostenfuß (1) und Pfostenrohr aus Metall, insbesondere aus Edelstahl, hergestellt und miteinander verklebt sind.
 




Zeichnung