[0001] Die Erfindung betrifft einen Staubsauger und ein Verfahren zum Betrieb eines Staubsaugers
nach den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche.
[0002] Bekannte Staubsauger werden üblicherweise mit einem in einen Staubraum des Staubsaugers
einsetzbaren Wechselfilterbeutel als Hauptfilter betrieben. Es sind auch Staubsauger
bekannt, bei welchen wiederverwendbare Staubsammelbehälter als Hauptfilter zum Einsatz
kommen. In einer Weiterbildung sind bereits Staubsauger bekannt, die so ausgebildet
sind, dass der Benutzer je nach Bedarf die Wahlmöglichkeit hat, den wiederverwendbaren
Staubsammelbehälter oder den Einweg-Filterbeutel zu verwenden.
[0003] Verminderter Luftdurchsatz, welcher z.B. durch einen gefüllten Hauptfilter, eine
Verstopfung oder eine verschlossene Saugdüse hervorgerufen werden kann, kann bei motorgetriebenen
Staubsaugern zu einer Überhitzung des Gebläsemotors führen. Um eine Gefahr für den
Benutzer und/oder eine dauerhafte Schädigung des Staubsaugers sicher auszuschließen,
sind Vorkehrungen zu treffen, um eine derartige Überhitzung des Gebläsemotors zu vermeiden.
[0004] Üblicherweise werde dazu Temperaturüberwachungsschalter eingesetzt, welche den Gebläsemotor
bei Überschreiten einer Grenztemperatur abschalten. Dies führt jedoch zu einem zusätzlichen
Kosten- und Montageaufwand.
[0005] Aus der
DE 10 2008 005 150 A1 ist ein Staubsauger bekannt, der wahlweise mit oder ohne Wechselfilterbeutel in einem
Staubraum betreibbar ist, bei dem eine Elektronik vorgesehen ist, die den Unterdruck
im Staubraum mit einem Sollwert vergleicht und bei Überschreiten des Sollwerts einen
Störungszyklus einleitet. Dabei ist es auch vorgesehen, bei eingeleitetem Störungszyklus
nach einer vorgegebenen Zeitdauer zu prüfen, ob der Unterdruck immer noch oberhalb
des Sollwertes liegt und in diesem Fall die Leistung des Staubsaugers herunter zu
regeln.
[0006] Dieses Verfahren führt jedoch auch dann zu einer Reduzierung der Leistung des Gebläsemotors,
wenn der Unterdruck zu den Prüfzeitpunkten, z.B. aufgrund der Struktur des aktuell
gereinigten Bodenbelags, nur kurzfristig oberhalb des Sollwertes liegt, eine echte
Störung aber nicht vorliegt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Staubsauger und ein Verfahren zu
dessen Betrieb bereitzustellen, bei welchen ein Störungsfall in Form eines verminderten
Luftdurchsatzes mit geringem Kosten- und Montageaufwand sicher detektiert werden kann
und bei hoher Bedienerfreundlichkeit ein zuverlässiger Schutz gegen Überhitzung des
Gebläsemotors gewährleistet ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Staubsauger und ein Verfahren zum
Betrieb eines Staubsaugers mit den Merkmalen gemäß den unabhängigen Patentansprüchen
1 bzw. 8 gelöst.
[0009] Demgemäß umfasst der Staubsauger einen Gebläsemotor, einen Staubraum zur Aufnahme
eines Hauptfilters und ein Sensorsystem zum Erfassen einer einen Luftdurchsatz charakterisierenden
Größe. Erfindungsgemäß leitet eine Elektronikeinheit einen Störungsmodus ein, in welchem
der Gebläsemotor mit reduzierter Leistung betrieben wird, wenn der Luftdurchsatz für
eine vorgebbare erste Zeitdauer im Wesentlichen ununterbrochen unterhalb eines vorgebbaren
Durchsatz-Grenzwertes liegt.
[0010] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betrieb eines Staubsaugers wird eine einen
Luftdurchsatz charakterisierende Größe erfasst und ein Störungsmodus, in welchem der
Gebläsemotor mit reduzierter Leistung betrieben wird, eingeleitet, wenn der Luftdurchsatz
für eine vorgebbare erste Zeitdauer im Wesentlichen ununterbrochen unterhalb eines
vorgebbaren Durchsatz-Grenzwertes liegt.
[0011] Durch die Reduktion der Motorleistung im Störungsfall, das heißt bei dauerhaft reduziertem
Luftdurchsatz, wird eine Überhitzung des Gebläsemotors sicher vermieden. Im Gegensatz
zu einer unmittelbaren Abschaltung bleibt der Staubsauger aber auch im Störungsfall
weiterhin funktionsfähig, so dass eine Bedienperson begonnene Reinigungsarbeiten noch
abschließen kann. Der Weiterbetrieb des Staubsaugers mit reduzierter Leistung hat
darüber hinaus den Vorteil, dass die im Gebläsemotor gespeicherte Wärmeenergie weiterhin
wirksam abgeführt wird, so dass der Staubsauger nach Beseitigung der Störung, also
z.B. nach einem Wechsel des Wechselfilterbeutels oder nach dem Entleeren des Staubsammelbehälters
ohne Abwarten einer Abkühlzeit sofort wieder einsatzbereit ist. Dadurch, dass der
Störungsmodus erst eingeleitet wird, wenn der Luftdurchsatz über einen längeren Zeitraum
dauerhaft im Wesentlichen ununterbrochen eingeschränkt ist, ist sichergestellt, dass
die Motorleistung wirklich nur in einem echten Störungsfall reduziert wird.
[0012] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird der Luftdurchsatz durch den Füllgrad
des Hauptfilters charakterisiert. In diesem Fall erfasst das Sensorsystem eine den
Füllgrad des Hauptfilters charakterisierende Größe und die Elektronikeinheit leitet
den Störungsmodus ein, wenn der Füllgrad des Hauptfilters für die vorgebbare erste
Zeitdauer im Wesentlichen ununterbrochen oberhalb eines vorgebbaren ersten Füllgrad-Schwellwertes
liegt. Zur Realisierung einer Filterwechselanzeige wird der Füllgrad in vielen Staubsaugern
ohnehin erfasst, so dass die Erfindung ohne jeglichen zusätzlichen Hardwareaufwand
realisiert werden kann.
[0013] Der Füllgrad des Hauptfilters kann besonders einfach und zuverlässig anhand des im
Staubraum herrschenden Unterdrucks ermittelt werden. Demgemäß ist es gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung vorgesehen, dass das Sensorsystem mindestens einen analogen oder digitalen
Drucksensor umfasst, welcher den Unterdruck im Staubraum erfasst und die Elektronikeinheit
den Störungsmodus einleitet, wenn der Unterdruck im Staubraum für die vorgebbare erste
Zeitdauer im Wesentlichen ununterbrochen oberhalb eines vorgebbaren ersten Druck-Schwellwertes
liegt. Anhand des Unterdrucks im Staubraum können neben dem Füllgrad des Hauptfilters
auch anderweitig verursachte Einschränkungen des Luftdurchsatzes, z.B. durch eine
Verstopfung in einem Zubehörteil, wie Düse, Saugrohr oder Saugschlauch, detektiert
werden.
[0014] Zum Überwachen der ersten Zeitdauer kann die Elektronikeinheit ein Zeitglied umfassen,
welches bei erstmaligem Unterschreiten des Durchsatz-Grenzwertes oder bei erstmaligem
Überschreiten des ersten Füllgrad- oder ersten Druck-Grenzwertes gestartet wird und
bei nachfolgendem Überschreiten des Durchsatz-Grenzwertes bzw. Unterschreiten des
ersten Füllgrad- oder ersten Druck-Grenzwertes zurückgesetzt wird. Auf diese Weise
wird auf einfache Weise gewährleistet, dass der Störungsmodus nur dann eingeleitet
wird, wenn der Durchsatz-Grenzwert für die vorgebbare erste Zeitdauer ununterbrochen
unterschritten wird bzw. der erste Füllgrad- oder erste Druckgrenzwert für die vorgebbare
erste Zeitdauer ununterbrochen überschritten wird.
[0015] Alternativ dazu kann das Zeitglied auch bei erstmaligem Unterschreiten des Durchsatz-Grenzwertes
oder bei erstmaligen Überschreiten des ersten Füllgrad- oder ersten Druck-Grenzwertes
gestartet werden und bei nachfolgendem Überschreiten des Durchsatz-Grenzwertes bzw.
Unterschreiten des ersten Füllgrad- oder ersten Druck-Grenzwertes zurückgesetzt werden,
wenn der Durchsatz-Grenzwert während der vorgebbaren ersten Zeitdauer nicht länger
als eine vorgebbare zweite Zeitdauer überschritten wird bzw. der erste Füllgrad- oder
erste Druckgrenzwert während der vorgebbaren ersten Zeitdauer nicht länger als eine
vorgebbare zweite Zeitdauer unterschritten wird und/oder wenn der Durchsatz-Grenzwert
um einen vorgebbaren Betrag überschritten bzw. der erste Füllgrad-oder erste Druck-Grenzwert
um einen vorgebbaren Betrag unterschritten wird.
[0016] Auf diese Weise wird vermieden, dass ein kurzfristiges Über- bzw. Unterschreiten
des Grenzwertes, welches z.B. durch einen kurzfristigen Wechsel des aktuell gereinigten
Bodenbelags verursacht werden kann, unmittelbar zu einem Zurücksetzen des Zeitgliedes
und damit ggf. zu einer verspäteten Einleitung des Störmodus führt.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist der Staubsauger eine Filterwechselanzeige
auf, mit Hilfe derer eine Notwendigkeit eines Wechsels oder einer Entleerung des Hauptfilters
signalisiert wird, wenn der Füllgrad des Hauptfilters einen vorgebbaren zweiten Füllgrad-Schwellwert
übersteigt oder der Unterdruck im Staubraum einen vorgebbaren zweiten Druck-Schwellwert
übersteigt. Die Ausgangssignale des Sensorsystems werden auf diese Weise sowohl als
Grundlage für die Einleitung des Störmodus als auch zur Anzeige eines notwendigen
Filterwechsels genutzt. Dabei ist es vorteilhaft, wenn der zweite Füllgrad-Schwellwert
dem ersten Füllgrad-Schwellwert bzw. der zweite Druck-Schwellwert dem ersten Druck-Schwellwert
entspricht.
[0018] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung werden die erste und/oder zweite Zeitdauer
in Abhängigkeit von Betriebsparametern und/oder Kenngrößen des Staubsaugers festgelegt.
Dadurch kann der Zeitpunkt der Einleitung eines Störmodus optimal an die konkreten
Rahmenbedingungen, wie z.B. die Leistungsfähigkeit des Gebläsemotors, angepasst werden.
[0019] Um eine unerwünschte automatische oder manuelle Erhöhung der Leistung des Gebläsemotors
in einem Störungsfall sicher zu vermeiden ist es vorteilhaft, eine derartige Leistungserhöhung
erst nach Beendigung des Störmodus zuzulassen.
[0020] Nach Einleitung des Störmodus kann die damit verbundene Leistungsreduzierung des
Gebläsemotors bei allem bei Gebläsemotoren mit geringer Leistungsfähigkeit dazu führen,
dass die Grenzwerte für den Luftdurchsatz, den Füllgrad des Hauptfilters oder der
Unterdruck im Staubraum nicht mehr erreicht werden. Um eine vorzeitige Beendigung
des Störmodus vor Beseitigung der Störung zu vermeiden, kann vorgesehen werden, dass
der Störungsmodus nur beendet wird, wenn der Staubsauger ausgeschaltet oder von einer
Energieversorgung getrennt wird.
[0021] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
mit Bezugnahme auf die beigefügte Figur erläutert, welche eine perspektivische Ansicht
eines erfindungsgemäßen Staubsaugers zeigt.
[0022] In Figur 1 ist ein Staubsauger 1 mit einem Gehäuse 2 dargestellt. Im Heckbereich
des Staubsaugers 1 sind zwei an gegenüberliegenden Längsseiten des Gehäuses 2 angeordnete
Laufrollen 3 drehbar gelagert. Ein im Frontbereich des Staubsaugers 1 an dessen Oberseite
angeordneter Anschlussstutzen 4 ist am Gehäuse 2 befestigt. Am Anschlussstutzen 4
ist ein Saugschlauch 5 angeschlossen, der mit einer nicht dargestellten Saugdüse verbunden
ist. Im Gehäuse 2 befindet sich ein Staubraum 6. Der Staubsauger 1 ist wahlweise mit
einem Wechselfilterbeutel 7, vorzugsweise einem Einweg-Filter ("bag"-Betrieb) oder
einem wieder verwendbaren und entleerbaren Staubsammelbehälter 8 ("bagless"-Betrieb)
als Hauptfilter in dem Staubraum 6 betreibbar. Der Staubsammelbehälter 8 ist mit einem
Filtersystem 9 kombiniert. Der Staubsammelbehälter 8 ist durch Aufklappen des Gehäuses
2 entnehmbar.
[0023] In dem Gehäuse 2 sind außerdem ein Gebläsemotor 10, ein Sensorsystem 11 und eine
Elektronikeinheit 12 vorgesehen. Das Sensorsystem 11 dient zum Erfassen einer den
Luftdurchsatz charakterisierenden Größe und kann z.B. als analoger oder digitaler
Drucksensor 13 ausgeführt sein, welcher den Unterdruck im Staubraum 6 und damit indirekt
den Füllgrad des Wechselfilterbeutels 7 oder des Staubsammelbehälters 8 erfasst. Ohne
Einfluss auf die Anwendbarkeit der Erfindung kann das Sensorsystem 11 aber auch eine
andere den Luftdurchsatz charakterisierende Größe erfassen. Die Elektronikeinheit
12 wertet dann die Ausgangssignale des Sensorsystems 11 aus. Insbesondere wird die
erfasste den Luftdurchsatz charakterisierende Größe mit einem Schwellwert, also z.B.
der erfasste Unterdruck im Staubraum 6 mit einem ersten vorgebbaren Druck-Schwellwert
verglichen. Liegt der Unterdruck im Staubraum 6 über eine vorgebbare erste Zeitdauer
von z.B. fünf Minuten ununterbrochen oder zumindest im Wesentlichen ununterbrochen
oberhalb des ersten Druck-Schwellwertes, so leitet die Elektronikeinheit 12 einen
Störmodus ein, in welchem der Gebläsemotor 10 mit reduzierter Leistung betrieben wird.
Die Leistung wird dabei sinnvoll derart festgelegt, dass die sich daraus ergebende
Strömgeschwindigkeit gerade noch ausreicht, um einen sicheren Betrieb des Staubsaugers
zu gewährleisten. Die erste Zeitdauer wird dabei durch ein Zeitglied überwacht, welches
integraler Bestandteil der Elektronikeinheit 12 ist.
[0024] An dem Gehäuse 2 des Staubsaugers 1 ist auch eine von außen sichtbare Filterwechselanzeige
14 angeordnet. Diese dient dazu, einer Bedienperson die Notwendigkeit eines Wechsels
des Wechselfilterbeutels 7 oder eines Entleerens des Staubsammelbehälters 8 zu signalisieren.
Dazu wird die durch das Sensorsystem 11 erfasste, den Füllgrad des Hauptfilters charakterisierende
Größe, also z.B. der Unterdruck im Staubraum 6, mit einem zweiten Füllgrad- bzw. Druck-Schwellwert
verglichen, welcher vorteilhaft dem ersten Füllgrad- bzw. dem ersten Druckschwellwert
entspricht. Wird dieser zweite Schwellwert überschritten, so deutet das auf einen
Füllgrad des Hauptfilters hin, welcher einen Wechsel oder eine Entleerung erforderlich
machen, was über die Filterwechselanzeige 14 signalisiert wird.
[0025] Um die Einleitung des Störmodus auch gegen kurzfristige Schwankungen des Luftdurchsatzes
oder des Unterdrucks im Staubraum 6 tolerant zu machen, kann es vorgesehen sein, den
Störmodus auch dann einzuleiten, wenn die erfassten Größen kurzfristig, das heißt
nicht länger als eine vorgebbare zweite Zeitdauer oberhalb bzw. unterhalb des entsprechenden
Grenzwertes liegen und/oder der entsprechende Grenzwert um nicht mehr als einen vorgebbaren
Wert über- bzw. unterschritten wird. Dieses kann z.B. dadurch erreicht werden, dass
das Zeitglied der Elektronikeinheit 12 bei derartigen kurzfristigen Schwankungen nicht
zurückgesetzt wird.
[0026] Um die Einleitung des Störmodus möglichst optimal an die konkrete Ausgestaltung des
Staubsaugers 1 und insbesondere dessen Gebläsemotors 10 anzupassen, können die erste
und/oder zweite Zeitdauer in Abhängigkeit von Betriebs- und/oder Kenngrößen, wie z.B.
der Leistungsfähigkeit des Gebläsemotors 10, des Staubsaugers 1 festgelegt werden.
[0027] Nach Einleitung eines Störmodus ist eine erneute Erhöhung der Leistung des Gebläsemotors
10 ist erst nach Beendigung des Störmodus wieder möglich. Dies gilt sowohl für automatische
Leistungsanpassungen, welche im Normalbetrieb aufgrund aktueller Betriebsparameter
vorgesehen sein können, als auch für manuelle Leistungserhöhungen, welche im Normalbetrieb
z.B. über einen manuell zu betätigenden Leistungsregler vorgenommen werden können.
Der Störmodus kann z.B. dadurch beendet werden, dass der Staubsauger 1 ausgeschaltet
oder von einer Energieversorgung, also z.B. dem öffentlichen Stromnetz, getrennt wird.
[0028] Sollte der Staubsauger ohne Beseitigung des Fehlers, also z.B. ohne Wechsel des Wechselfilterbeutels
7 oder eine Entleerung des Staubsammelbehälters 8, wieder in Betrieb genommen werden,
so werden die entsprechenden Grenzwerte erneut überschritten bzw. unterschritten und
nach Ablauf der ersten Zeitdauer würde erneut ein Störmodus eingeleitet.
[0029] Die Erfindung wurde beispielhaft anhand eines Staubsaugers erläutert, welcher wahlweise
mit einem Wechselfilterbeutel 7 oder einem Staubsammelbehälter 8 betrieben werden
kann. Die Erfindung ist aber selbstverständlich auch für Staubsauger anwendbar, welche
nur mit einem dieser Hauptfilter-Typen betrieben werden können.
[0030] Verwendete Bezugszeichen:
- 1
- Staubsauger
- 2
- Gehäuse
- 3
- Laufrollen
- 4
- Anschlussstutzen
- 5
- Saugschlauch
- 6
- Staubraum
- 7
- Wechselfilterbeutel
- 8
- Staubsammelbehälter
- 9
- Filtersystem
- 10
- Gebläsemotor
- 11
- Sensorsystem
- 12
- Elektronikeinheit
- 13
- Drucksensor
- 14
- Filterwechselanzeige
1. Staubsauger (1) mit
- einem Gebläsemotor (10),
- einem Staubraum (6) zur Aufnahme eines Hauptfilters (7; 8) und
- einem Sensorsystem (11) zum Erfassen einer einen Luftdurchsatz charakterisierenden
Größe,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Elektronikeinheit (12) einen Störungsmodus einleitet, in welchem der Gebläsemotor
(10) mit reduzierter Leistung betrieben wird, wenn der Luftdurchsatz für eine vorgebbare
erste Zeitdauer im Wesentlichen ununterbrochen unterhalb eines vorgebbaren Durchsatz-Grenzwertes
liegt.
2. Staubsauger nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Luftdurchsatz durch den Füllgrad des Hauptfilters (7; 8) charakterisiert wird,
- das Sensorsystem (11) eine den Füllgrad des Hauptfilters (7; 8) charakterisierende
Größe erfasst und
- die Elektronikeinheit (12) den Störungsmodus einleitet, wenn der Füllgrad des Hauptfilters
(7; 8) für die vorgebbare erste Zeitdauer im Wesentlichen ununterbrochen oberhalb
eines vorgebbaren ersten Füllgrad-Schwellwertes liegt.
3. Staubsauger nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der der Luftdurchsatz und/oder Füllgrad des Hauptfilters (7; 8) durch einen Unterdruck
im Staubraum (6) charakterisiert wird,
- das Sensorsystem (11) mindestens einen analogen oder digitalen Drucksensor (13)
umfasst, welcher den Unterdruck im Staubraum (6) erfasst und
- die Elektronikeinheit (12) den Störungsmodus einleitet, wenn der Unterdruck im Staubraum
(6) für die vorgebbare erste Zeitdauer im Wesentlichen ununterbrochen oberhalb eines
vorgebbaren ersten Druck-Schwellwertes liegt.
4. Staubsauger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronikeinheit (12) ein Zeitglied zum Überwachen der ersten Zeitdauer umfasst,
welches bei erstmaligem Unterschreiten des Durchsatz-Grenzwertes oder bei erstmaligen
Überschreiten des ersten Füllgrad- oder ersten Druck-Grenzwertes gestartet wird und
bei nachfolgendem Überschreiten des Durchsatz-Grenzwertes bzw. Unterschreiten des
ersten Füllgrad- oder ersten Druck-Grenzwertes zurückgesetzt wird.
5. Staubsauger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronikeinheit (12) ein Zeitglied zum Überwachen der ersten Zeitdauer umfasst
welches bei erstmaligem Unterschreiten des Durchsatz-Grenzwertes oder bei erstmaligen
Überschreiten des ersten Füllgrad- oder ersten Druck-Grenzwertes gestartet wird und
bei nachfolgendem Überschreiten des Durchsatz-Grenzwertes bzw. Unterschreiten des
ersten Füllgrad- oder ersten Druck-Grenzwertes zurückgesetzt wird, wenn der Durchsatz-Grenzwert
während der vorgebbaren ersten Zeitdauer nicht länger als eine vorgebbare zweite Zeitdauer
überschritten wird bzw. der erste Füllgrad- oder erste Druckgrenzwert während der
vorgebbaren ersten Zeitdauer nicht länger als eine vorgebbare zweite Zeitdauer unterschritten
wird und/oder wenn der Durchsatz-Grenzwert um einen vorgebbaren Betrag überschritten
bzw. der erste Füllgrad- oder erste Druck-Grenzwert um einen vorgebbaren Betrag unterschritten
wird.
6. Staubsauger nach einem Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Filterwechselanzeige (14) vorgesehen ist, mit Hilfe derer eine Notwendigkeit
eines Wechsels oder einer Entleerung des Hauptfilters (7; 8) signalisiert wird, wenn
der Füllgrad des Hauptfilters (7; 8) einen vorgebbaren zweiten Füllgrad-Schwellwert
übersteigt oder der Unterdruck im Staubraum (6) einen vorgebbaren zweiten Druck-Schwellwert
übersteigt.
7. Staubsauger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Füllgrad-Schwellwert dem ersten Füllgrad-Schwellwert bzw. der zweite Druck-Schwellwert
dem ersten Druck-Schwellwert entspricht.
8. Verfahren zum Betrieb eines Staubsaugers (1) mit einem Gebläsemotor (10) und einem
Staubraum (6) zur Aufnahme eines Hauptfilters (7; 8), bei dem
- eine einen Luftdurchsatz charakterisierende Größe erfasst wird und
- ein Störungsmodus eingeleitet wird, in welchem der Gebläsemotor (10) mit reduzierter
Leistung betrieben wird, wenn der Luftdurchsatz für eine vorgebbare erste Zeitdauer
im Wesentlichen ununterbrochen unterhalb eines vorgebbaren Durchsatz-Grenzwertes liegt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine den Füllgrad des Hauptfilters (7; 8) charakterisierende Größe erfasst wird und
der Störungsmodus eingeleitet wird, wenn der Füllgrad des Hauptfilters (7; 8) für
die vorgebbare erste Zeitdauer im Wesentlichen ununterbrochen oberhalb eines vorgebbaren
ersten Füllgrad-Schwellwertes liegt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Unterdruck im Staubraum (6) erfasst wird und der Störungsmodus eingeleitet wird,
wenn der Unterdruck im Staubraum (6) für die vorgebbare erste Zeitdauer im Wesentlichen
ununterbrochen oberhalb eines vorgebbaren ersten Druck-Schwellwertes liegt.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Störungsmodus eingeleitet wird, wenn der Durchsatz-Grenzwert für die vorgebbare
erste Zeitdauer ununterbrochen unterschritten wird bzw. der erste Füllgrad- oder erste
Druck-grenzwert für die vorgebbare erste Zeitdauer ununterbrochen überschritten wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Störungsmodus eingeleitet wird, wenn der Durchsatz-Grenzwert während der vorgebbaren
ersten Zeitdauer nicht länger als eine vorgebbare zweite Zeitdauer überschritten wird
bzw. der erste Füllgrad- oder erste Druckgrenzwert während der vorgebbaren ersten
Zeitdauer nicht länger als eine vorgebbare zweite Zeitdauer unterschritten wird und/oder
der Durchsatz-Grenzwert während der ersten Zeitdauer um nicht mehr als einen vorgebbaren
Wert überschritten wird bzw. der erste Füllgrad- oder erste Druckgrenzwert während
der vorgebbaren ersten Zeitdauer um nicht mehr als einen vorgebbaren Wert unterschritten
wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Zeitdauer in Abhängigkeit von Betriebsparametern und/oder Kenngrößen des
Staubsaugers (1) festgelegt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine manuelle oder automatische Erhöhung der Leistung des Gebläsemotors (10) erst
nach Beendigung des Störmodus zugelassen wird.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Störungsmodus beendet wird, wenn der Staubsauger (1) ausgeschaltet oder von einer
Energieversorgung getrennt wird.