[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bearbeiten einer optischen
Linse gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, ein Transportbehältnis für eine oder
mehrere optische Linsen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 10 sowie ein Verfahren
zum Bearbeiten einer optischen Linse gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 12.
[0002] Eine optische Linse, beispielsweise für eine Brille, soll bestimmte optische Eigenschaften
aufweisen. Die damit einhergehenden gewünschten optischen Daten der Linse werden beispielsweise
von einem Augenoptiker bestimmt Diese Daten umfassen zum Beispiel die Angabe der Dioptrien,
Daten zu Sphäre und Zylinder, zum pantoskopischen Winkel etc. Weiter können diese
gewünschten optischen Daten auch den Abstand und/oder die Lage zu einem zugeordneten
Auge, insbesondere bei Einbau in ein bestimmtes Brillengestell, also z. B. den pantoskopischen
Winkel, Gesichtsformwinkel bzw. Fassungsscheibenwinkel, Pupillenabstand, etc. enthalten.
[0003] Früher wurden Linsen mit vorbestimmten optischen Daten, beispielsweise mit in verschiedenen
Stufen erhältlichen Dioptrien, eingesetzt. Zunehmend werden jedoch Linsen eingesetzt,
die die jeweils gewünschten, individualisierten optischen Daten bzw, die damit einhergehenden
optischen Eigenschaften aufweisen. Derartige Linsen werden dann in Abhängigkeit von
den jeweils gewünschten optischen Daten bearbeitet bzw. gefertigt, wobei die Linsen
insbesondere mit so genannten Freiformflächen versehen werden (beispielsweise Gleitsichtgläser
etc.). Die nachfolgende Beschreibung und die vorliegende Erfindung beziehen sich vorzugsweise
auf solche Linsen bzw, Linsenrohlinge, die gemäß den gewünschten, individualisierten
optischen Daten bearbeitet und insbesondere mit so genannten Freiformflächen versehen
werden.
[0004] Die gewünschten optischen Daten werden bisher üblicherweise an einen Großbetrieb,
wie ein Zentrallabor o. dgl., übermittelt, wo aus den gewünschten optischen Daten
mittels eines Designmodells in einer zentralen, von den Bearbeitungsmaschinen getrennten
und unabhängigen Verarbeitungseinrichtung die entsprechenden geometrischen Daten der
Linse bestimmt werden.
[0005] Die so gewonnenen geometrischen Daten der Linse werden einer zentralen Prozess- und
Ablaufsteuerung übermittelt. Untersysteme generieren dann entsprechende Bearbeitungsaufträge
mit Fertigungsdaten für verschiedene Bearbeitungsmaschinen, um die Linsen in Abhängigkeit
von den bestimmten geometrischen Daten zu bearbeiten. Diese Datenverarbeitung erfordert
neben der teilweise problematischen Übertragung der gewünschten optischen Daten vom
Optiker an den Großbetrieb einen außerordentlich hohen Hardware-, Software- und Maschinenaufwand,
insbesondere werden hierzu üblicherweise entsprechende Server und Computernetzwerke
eingesetzt. Der Betrieb erfordert außerdem den Einsatz von speziell geschultem Personal.
Dementsprechend ist auch der Personalaufwand hoch.
[0006] Hinsichtlich des bisher erforderlichen Aufwands und der erforderlichen Einbindung
von Serversystemen bzw. in Computernetzwerke oder dem Internet wird beispielhaft auf
die
US 5,808,894 A, die
US 2004/0246440 A1 und die
WO 2010/040757 A1 verwiesen.
[0007] Die zuvor erläuterte, komplexe und mehrstufige Organisation der Bearbeitung von optischen
Linsen ist in Bezug auf den Bearbeitungsablauf bereits verbessert worden. Die
DE 10 2007 007 188 A1 offenbart ein Bearbeitungszentrum zum Bearbeiten einer optischen Linse aus Kunststoff.
Dieses Bearbeitungszentrum weist eine um eine Rotationsachse rotierende Werkstückspindel
mit einer Aufnahme für eine Linse auf. Das Bearbeitungszentrum weist weiter eine Bearbeitungseinrichtung
mit einem Fräswerkzeug, eine Bearbeitungseinrichtung mit einem Drehwerkzeug, eine
Poliereinrichtung, eine Reinigungseinrichtung und eine Graviereinrichtung auf. Die
Werkstückspindel ist in Richtung der Rotationsachse und quer dazu bewegbar, um die
Linse den verschiedenen Einrichtungen zuzuführen und die verschiedenen Bearbeitungen
zu ermöglichen und dabei insbesondere die gewünschten Freiformflächen an den Linsen
zu erzeugen.
[0008] Von einer Steuerung des Bearbeitungszentrums ist in der
DE 10 2007 007 188 A1 nicht die Rede. Es ist jedoch davon auszugehen, dass das Bearbeitungszentrum eine
computergestützte Steuereinrichtung, wie eine CNC-Steuerung, aufweist, so dass die
verschiedenen Einrichtungen in üblicher Weise entsprechend vorgegebener Fertigungsdaten
arbeiten können. Das bekannte Bearbeitungszentrum muss zum Betrieb dann dementsprechend
an ein Computernetzwerk o, dgl. zur Bereitstellung der Fertigungsdaten angeschlossen
werden.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung, eine optische
Linse, ein Transportbehältnis für optische Linsen und ein Verfahren zum Bearbeiten
einer optischen Linse anzugeben, wobei eine Bearbeitung insbesondere vor Ort, beispielsweise
direkt bei einem Optiker o, dgl., und/oder mit geringem Aufwand und/oder durch ungeschultes
Personal erfolgen kann.
[0010] Die obige Aufgabe wird durch eine Vorrichtung gemäß Anspruch 1, durch ein Transportbehältnis
gemäß Anspruch 10 oder durch ein Verfahren gemäß Anspruch 12 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass die Vorrichtung zum Bearbeiten
einer optischen Linse auch eine Benutzerführeinrichtung zur Benutzerführung aufweist.
Dies erleichtert die Benutzung der Vorrichtung und damit das Bearbeiten der optischen
Linse wesentlich. Insbesondere kann so der Aufwand verringert werden und/oder eine
Bearbeitung gegebenenfalls auch durch ungeschultes Personal erfolgen.
[0012] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass eine für eine gewünschte
Bearbeitung benötigte Linse, wie ein bestimmter Linsentyp oder Linsenrohling, und/oder
ein dafür benötigtes Betriebsmittel, wie ein Werkzeug, angezeigt wird. Dies vereinfacht
oder erleichtert die Benutzung und Bedienung der Vorrichtung zur Bearbeitung der Linse
wesentlich, insbesondere so dass auch ungeschultes Personal eingesetzt werden kann
und/oder Fehlbedienungen bzw, -benutzungen vermieden oder zumindest minimiert werden
können.
[0013] Ein weiterer Aspekt liegt darin, dass ein erforderliches Umspannen der vorzugsweise
geblockten Linse, insbesondere von einer Werkzeugspindel zu einer anderen Werkzeugspindel,
und/oder eine für das Einspannen zu benutzende Aufnahme oder Werkzeugspindel der Vorrichtung
angezeigt wird. Dies vereinfacht oder erleichtert die Benutzung und Bedienung der
Vorrichtung zur Bearbeitung der Linse wesentlich, insbesondere so dass auch ungeschultes
Personal eingesetzt werden kann und/oder Fehlbedienungen bzw. -benutzungen vermieden
oder zumindest minimiert werden können.
[0014] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung sieht vor, dass ein erforderlicher
Wechsel der Bearbeitungseinrichtung und/oder die zu benutzende Bearbeitungseinrichtung,
insbesondere eine von mehreren Bearbeitungseinrichtungen der Vorrichtung, angezeigt
wird. Dies vereinfacht oder erleichtert die Benutzung und Bedienung wesentlich, insbesondere
so dass auch ungeschultes Personal eingesetzt werden kann und/oder Fehlbedienungen
bzw. -benutzungen vermieden oder zumindest minimiert werden können,
[0015] Ein andere Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass die Vorrichtung eine
Erfassungseinrichtung zum Erfassen mindestens eines Betriebsmittels für die Bearbeitung
der Linse aufweist. Die Erfassung erfolgt vorzugsweise selbsttätig. Bei dem Betriebsmittel
handelt es sich insbesondere um ein Werkzeug, ein Poliermittel, ein Kühlmittel, ein
Schmiermittel, ein Reinigungsmittel und/oder eine Flüssigkeit oder dergleichen. Dies
vereinfacht oder erleichtert die Benutzung und Bedienung wesentlich, insbesondere
so dass auch ungeschultes Personal eingesetzt werden kann und/oder Fehlbedienungen
bzw. -benutzungen vermieden oder zumindest minimiert werden können.
[0016] Vorzugsweise erfolgt das Erfassen selbsttätig, insbesondere über mindestens einen
oder mehrere entsprechende Detektoreinrichtungen. Dies vereinfacht oder erleichtert
die Benutzung und Bedienung der Vorrichtung zur Bearbeitung der Linse wesentlich,
insbesondere so dass auch ungeschultes Personal eingesetzt werden kann und/oder Fehlbedienungen
bzw. -benutzungen vermieden oder zumindest minimiert werden können.
[0017] Besonders bevorzugt werden für die Bearbeitung erforderliche, auszutauschende, zu
ändernde oder nachzufüllende Betriebsmittel erfasst und/oder angezeigt. Dies vereinfacht
oder erleichtert die Benutzung und Bedienung der Vorrichtung zur Bearbeitung der Linse
wesentlich, insbesondere so dass auch ungeschultes Personal eingesetzt werden kann
und/oder Fehlbedienungen bzw. -benutzungen vermieden oder zumindest minimiert werden
können.
[0018] Besonders bevorzugt ist die Vorrichtung bzw. Benutzerführung bzw. Benutzerführeinrichtung
derart ausgebildet, dass der Zustand und/oder Bearbeitungsfortschritt einem Benutzer
angezeigt oder auf sonstige Art und Weise mitgeteilt wird oder werden kann, insbesondere
können hierbei auch die Zustände oder Bearbeitungsfortschritte einzelner Bearbeitungseinrichtungen
der Vorrichtung und/oder für einzelne Linsen je nach Bedarf angezeigt oder mitgeteilt
werden. Die Ausgabe bzw. Anzeige erfolgt insbesondere über eine entsprechende Anzeigeinrichtung,
eine Schnittstelle o.dgl. Zur Erfassung der Zustände können hierzu entsprechende Zustandsinformationen
oder sonstige Informationen ausgetauscht werden und/oder beispielsweise mittels der
Erfassungseinrichtung bzw, mittels Detektoreinrichtungen o,dgl, erfasst werden.
[0019] Die vorliegende Erfindung betrifft außerdem ein Transportbehältnis für eine oder
mehrere optische Linsen. Das Transportbehältnis enthält vorschlagsgemäß mindestens
ein, insbesondere mehrere oder alle zur spanenden oder sonstigen formgebenden Bearbeitung
der Linsen erforderlichen Betriebsmittel, insbesondere entsprechende Werkzeuge, besonders
bevorzugt mindestens ein Drehwerkzeug, Fräswerkzeug und/oder Polierwerkzeug. Dies
vereinfacht oder erleichtert die Benutzung und Bedienung einer entsprechenden Vorrichtung
zur Bearbeitung der Linse wesentlich, insbesondere so dass auch ungeschultes Personal
eingesetzt werden kann und/oder Fehlbedienungen bzw, -benutzungen vermieden oder zumindest
minimiert werden können.
[0020] Die vorliegende Erfindung betrifft weiter vorzugsweise auch, das Erzeugen von Linsen-Fertigungsdaten
aus eingegebenen gewünschten optischen Daten und/oder das Bestimmen von geometrischen
Daten der Linse aus den gewünschten optischen Daten. Dies erfolgt insbesondere direkt
in der Vorrichtung zum Bearbeiten der optischen Linse bzw. in einer Steuereinrichtung
der Vorrichtung.
[0021] Besonders bevorzugt ist die Vorrichtung mit einer Eingabeeinrichtung versehen, so
dass unmittelbar die gewünschten optischen Daten der Linse eingegeben werden können.
[0022] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung bezieht sich der Begriff gewünschte "optische
Daten" auf die ggf. stark individualisierten optischen Daten der für den jeweiligen
Patienten bestimmten Linse, die typischer Weise von einem Optiker ermittelt werden,
bzw, auf die optischen Solldaten der zu fertigenden Linse. Insbesondere umfassen die
"optischen Daten" bei der vorliegenden Erfindung die sphärische optische Wirkung,
beispielsweise in Dioptrien, Angaben zu einem Zylinder zur Korrektur von Astigmatismus
(beispielsweise Stärke der Krümmung, insbesondere in Dioptrien und Lage der Zylinderachse
beispielsweise in Grad), Angaben zu einem Prisma, insbesondere zur Korrektur von Strabismus
(beispielsweise Neigung oder Stärke des Prismas, Lage und Form des Prismas, Prismenachse
o. dgl.), den Pupillenabstand (Abstand der Augen für die Positionierung der Linsen
im Brillengestell), die Fittinghöhe (Höhe von der Unterkante der Linse zum Augenmittelpunkt),
die Randform (beispielsweise rund unter Angabe des Durchmessers oder oval unter Angabe
von kleiner und großer Ellipsenachse oder eine sonstige Form) und/oder Angaben zur
Winkellage der Linse bezüglich der Augen bzw. im Brillengestell (pantoskopischer Winkel,
Passungsscheibenwinkel zur Angabe der Neigung der Linsenebene zur optischen Achse
des Auges in der Horizontalen o. dgl.).
[0023] Der Begriff "geometrische Daten" der Linse bezeichnet erfindungsgemäß die Daten oder
Werte, die geometrische Eigenschaften der Linse beschreiben, wie Durchmesser, Dicke
ggf. an verschiedenen Stellen, Krümmung an verschiedenen Stellen, etc. Die "geometrischen
Daten" stellen insbesondere die Daten bzw. Werte dar, die die (fertig) bearbeitete
Linse oder eine Fläche der Linse aufweisen sollte oder muss, um die gewünschten optischen
Daten bzw. Eigenschaften zu erreichen. Die geometrischen Daten können sich beispielsweise
nur auf eine gerade zu bearbeitende bzw, zu fertigende Seite, wie die Vorder-oder
Rückseite der Linse, aber auch auf beiden Seiten, den Rand und/oder die Dicke bzw.
den Dickenverlauf der Linse beziehen. Beispielsweise können die geometrischen Daten
einen gewünschten Flächenverlauf bzw. eine gewünschte Flächenform der zu bearbeitenden
Linse angeben oder festlegen. Dies kann beispielsweise durch entsprechende Parameter,
wie Radius einer Sphäre und/oder eines Torus, durch eine Funktion, eine Näherung,
durch Koordinatenwerte, durch CAD-Daten und/oder dazu korrespondierende Werte o. dgl.
erfolgen. Die geometrischen Daten können beispielsweise auch eine Dicke, verschiedene
Dickenwerte oder einen Dickenverlauf der zu fertigenden Linse umfassen. Die geometrischen
Daten können auch einen Randverlauf, insbesondere in der Linsenebene entlang des Rands,
und/oder eine Randform, beispielsweise die Ausbildung einer Fase oder mehrerer Fasen
entlang des Rands, und/oder die Ausbildung einer Nut (Lage, Form) entlang der Randkante
o. dgl. umfassen. Bei den geometrischen Daten handelt es sich insbesondere um Daten
der zu fertigenden Linse, also um Solldaten bzw. Sollwerte o. dgl., auch wenn teilweise
nur eine Näherung und keine vollständige mathematische Beschreibung oder funktionelle
Darstellung möglich ist.
[0024] Insbesondere betreffen die geometrischen Daten also eine Fertigfläche der Linse bzw.
die fertige Linse. Die vorliegende Erfindung befasst sich insbesondere mit der Herstellung
von Linsen mit Freiformflächen, wobei sich "Freiformflächen" im Sinne der vorliegenden
Erfindung insbesondere dadurch auszeichnen, dass sich keine geschlossene mathematische
Darstellung oder nur eine näherungsweise mathematische Darstellung, beispielsweise
durch bikubische oder höhere Splines o. dgl., möglich ist.
[0025] Der Begriff "Fertigungsdaten" bezieht sich erfindungsgemäß insbesondere auf die Daten,
mit denen vorzugsweise eine konkrete Bearbeitungseinrichtung angesteuert wird, um
einen bestimmten Bearbeitungsvorgang auszuführen, Es sind dies insbesondere Daten,
die die Bewegung entsprechender Bearbeitungswerkzeuge und/oder entsprechende Bearbeitungsvorgänge
steuern. Beispielsweise kann es sich bei den Fertigungsdaten um sogenannte CNC-Daten
o. dgl. handeln. Alternativ oder zusätzlich können die Fertigungsdaten beispielsweise
auch geometrische Daten von Zwischenschritten bei der Bearbeitung oder unterschiedlichen
Bearbeitungsvorgängen darstellen oder umfassen bzw. enthalten und/oder die geometrischen
Daten ggf. ganz ersetzen,
[0026] Weiter können die geometrischen Daten und/oder Fertigungsdaten auch ein gewisses
Übermaß oder gegebenenfalls Untermaß - insbesondere im Hinblick auf nachfolgende Bearbeitungsschritte,
wie Schleifen, Polieren oder Beschichten - enthalten oder berücksichtigen.
[0027] Unter "Designmodell" ist erfindungsgemäß insbesondere das zu verstehen, was in der
Fachwelt "lens design" genannt wird. Das Designmodell kann spezifisch für einen Lieferanten
der Linsenrohlinge sein. Insbesondere umfasst es die Gesamtheit der Algorithmen oder
wesentliche Algorithmen, mit denen aus den gewünschten optischen Daten die geometrischen
Daten der speziellen Linse ermittelt werden. Die geometrischen Daten hängen insbesondere
von dem Linsenmaterial, Brechungsindex, Größe, Form, Dicke, Linsentyp, Hersteller
und/oder Art der Verblockung oder dergleichen (diese oder ähnliche, sich insbesondere
auf den Linsenrohling bzw. die Linse im Ausgangszustand bzw. vor der Bearbeitung beziehende
Angaben und/oder eine eindeutige Identifikation werden vorzugsweise als "Ausgangsdaten"
erfindungsgemäß bezeichnet, die insbesondere linsenspezifisch sind) und/oder ggf.
von evtl. Approximationen des Designmodells ab. Auf dem Weg vom Linseorohling zur
fertigen Linse können ggf. auch verschiedene Wege eingeschlagen werden. Der vom jeweiligen
Hersteller des Linsenrohlings und/oder der Bearbeitungsmaschine konkret gewählte Bearbeitungsweg
ist insbesondere im Designmodell und/oder bei der Erzeugung der Fertigungsdaten elektronisch
umsetzbar bzw. berücksichtigt.
[0028] Unter "Bearbeitungseinrichtung" wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung generell
jede Einrichtung verstanden, die eine Bearbeitung der Linse leistet bzw. gestattet.
Insoweit umfasst der Begriff "Bearbeitungseinrichtung" auch eine Poliereinrichtung,
eine Reinigungseinrichtung und/oder eine Graviereinrichtung. Im Speziellen gibt es
aber auch die Begrifflichkeit "Bearbeitungseinrichtung zum spannen oder sonstigen
formgebenden Bearbeiten der Linse". Hierbei handelt es sich insbesondere um die oben
angegebenen speziellen Bearbeitungseinrichtungen mit einem Fräswerkzeug, mit einem
Drehwerkzeug oder mit einem anderen formgebenden Bearbeitungswerkzeug.
[0029] Ein bevorzugter Aspekt der vorliegenden Erfindung liegt darin, dass die Vorrichtung
zum Bearbeiten einer optischen Linse insbesondere mittels einer Erfassungseinrichtung
einen Freischaltcode für die Bestimmung von geometrischen Daten und/oder Fertigungsdaten
der Linse aus gewünschten optischen Daten der Linse erfasst. Alternativ oder zusätzlich
werden linsenspezifische Ausgangsdaten erfasst. Besonders bevorzugt erfolgt die Erfassung
automatisch bzw. selbsttätig. Dies gestattet eine sehr einfache Bearbeitung der Linse,
insbesondere vor Ort, und/oder mit geringem Organisationsaufwand.
[0030] Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung ist die Linse mit einem solchen
Freischaltcode und/oder linsenspezifischen Ausgangsdaten versehen. Alternativ oder
zusätzlich kann ein Transportbehältnis für eine oder mehrere optische Linsen damit
versehen sein. Dies gestattet wiederum eine vereinfachte Handhabung bzw. Bearbeitung,
insbesondere vor Ort, und/oder ermöglicht eine Verringerung des Organisationsaufwands.
[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung erfolgt nur bei Vorliegen
oder Erfassen eines zulässigen Freischaltcodes eine Bestimmung von geometrischen Daten
und/oder Fertigungsdaten der Linse aus gewünschten optischen Daten, insbesondere mittels
eines Designmodells. Zusätzlich oder alternativ können dabei auch die Ausgangsdaten
berücksichtigt werden. Dies erleichtert wiederum die Handhabung bzw. Bearbeitung insbesondere
vor Ort und/oder verringert den Organisationsaufwand.
[0032] Die Erfassungseinrichtung ist vorzugsweise in die Vorrichtung integriert.
[0033] Das Erfassen des Freischaltcodes und/oder der Ausgangsdaten erfolgt insbesondere
optisch, magnetisch und/oder elektromagnetisch, beispielsweise durch Erfassen eines
Barcodes und/oder Kommunizieren mit einem Informationsträger, wie einem RFID-Chip
oder -Transponder. Dies gestattet eine sehr einfache Realisierung.
[0034] Der teilweise verwendete Begriff "Informationen" umfasst erfindungsgemäß vorzugsweise
einen Frezschaltcode im genannten Sinne und/oder Ausgangsdaten der Linse und/oder
Daten zu mindestens einem Betriebsmittel und/oder sonstige für die Bearbeitung relevante
Daten für die jeweilige Linse oder für eine Gruppe von, insbesondere gleichartigen
oder identischen Linsen. Diese Informationen oder Teile davon sind vorzugsweise in
einem Informationsträger gespeichert oder enthalten. Bei dem Informationsträger kann
es sich insbesondere um einen sogenannten RFID-Transponder (Chip oder Einrichtung
zur Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen, abgeleitet aus dem englischen
Begriff "Radio-Frequency-Identification"), oder um eine optische Kennzeichnung, wie
einen Barcode, insbesondere einen 2D-Barcode (zweidimensionalen Barcode) handeln oder
enthalten.
[0035] Vorzugsweise weist die Vorrichtung zum Bearbeiten einer optischen Linse nicht nur
eine Bearbeitungseinrichtung zum spanenden oder sonstigen formgebenden Bearbeiten
der Linse und ggf. eine Poliereinrichtung zum Polieren der Linse, sondern auch eine
Eingabeeinrichtung für die gewünschten optischen Daten der Linse auf. Die Steuereinrichtung
der Vorrichtung ist zum Erzeugen von Linsen-Fertigungsdaten aus den eingegebenen gewünschten
optischen Daten und/oder zum Bestimmen von geometrischen Daten der Linse aus den gewünschten
optischen Daten ausgebildet.
[0036] So kann auf einfache Weise und mit geringem Aufwand, insbesondere auch durch wenig
geschultes Personal und/oder vor Ort, eine Bearbeitung der Linse derart erfolgen,
dass die fertige Linse die gewünschten optischen Daten und damit die gewünschten optischen
Eigenschaften aufweist. Die vom Optiker ermittelten gewünschten optischen Daten der
zu erzeugenden Linse können auf einfache Weise vorgelegt werden. Eine Bedienungsperson
braucht nur diese Daten und gegebenenfalls Ausgangsdaten der zu bearbeitenden Linse
bzw. des Linsenrohlings einzugeben, um die Linse mit den gewünschten optischen Eigenschaften
herzustellen. Die weiteren Datensätze, die den gewünschten optischen Daten nachgeordnet
sind, werden von der Vorrichtung selbst erzeugt.
[0037] Die Eingabeeinrichtung weist vorzugsweise ein Bedienfeld zur manuellen Eingabe der
gewünschten optischen Daten auf. Dies gestattet eine sehr einfache Eingabe und lässt
sich mit geringem Aufwand realisieren. Ein Bedienfeld zur manuellen Eingabe der gewünschten
optischen Daten ist insbesondere eine Tastatur oder ein Touch-Screen.
[0038] Die Eingabeeinrichtung kann alternativ oder zusätzlich zur Eingabe der Informationen,
insbesondere des Freischaltcodes, verwendet werden.
[0039] Die Eingabeeinrichtung kann alternativ oder zusätzlich auch eine Schnittstelle für
eine elektronische Eingabe oder Aufnahme der gewünschten optischen Daten aufweisen,
insbesondere direkt von einem Messgerät, Computer o. dgl.
[0040] Vorzugsweise weist die Eingabeeinrichtung bzw. Vorrichtung, insbesondere für eine
Menüführung oder sonstige Führung des Benutzers, auch eine Anzeigeeinrichtung, insbesondere
in Form eines Dialogfeldes bzw. eines Bildschirms, möglicherweise ausgestattet als
Touch-Screen, auf. Mittels der Benutzer- oder Menüführung kann ein Benutzer die Vorrichtung
vorzugsweise über das Bedienfeld auf einfache Weise insbesondere ohne besondere Schulung
bedienen und/oder können Fehlbedienungen minimiert oder vermieden werden.
[0041] Die Vorrichtung bzw. Steuereinrichtung weist vorzugsweise ein Designmodul mit einem
Designmodell zum Bestimmen von geometrischen Daten der Linse aus den gewünschten optischen
Daten in einem Bestimmungsvorgang auf. Dies stellt eine wesentliche Vereinfachung
gegenüber dem Stand der Technik dar. Insbesondere ist eine Integration des Designmoduls
bzw. Designmodell (lens design) in eine Maschinensteuerung einer Bearbeitungseinrichtung
vorgesehen. Dies vereinfacht den Aufbau und verringert den Aufwand außerordentlich.
[0042] Besonders bevorzugt ist das Designmodell vorgebbar, eingebbar und/oder änderbar.
Dies gestattet einen universellen Einsatz und/oder eine Anpassung an jeweilige Gegebenheiten
bzw. verschiedene Linsen, Linsenhersteller und/oder Kundenwünsche.
[0043] Gemäß einer Variante ist das Designmodell zum Bestimmen von geometrischen Daten der
Linse aus den gewünschten optischen Daten aus mehreren Designmodellen auswählbar.
Dies gestattet eine optimale Anpassung oder Auswahl.
[0044] Die Vorrichtung bzw. Steuereinrichtung weist vorzugsweise ein Fertigungsmodul zum
Erzeugen von Fertigungsdaten zumindest für eine Bearbeitungseinrichtung der vorrichtung
und, so vorhanden, für die Poliereinrichtung aus den zuvor bestimmten geometrischen
Daten der Linse auf. So kann bei geringem Aufwand eine unmittelbare Weiterverarbeitung
der bestimmten geometrischen Daten erfolgen. Insbesondere können Übertragungsprobleme
vermieden werden. Weiter vereinfacht dies die Bedienung und Handhabung.
[0045] Ein "Freischaltcode" im Sinne der vorliegenden Erfindung ist vorzugsweise ein Code,
der zur Freischaltung bzw. Freigabe für die Bearbeitung bzw. für die Bestimmung von
geometrischen Daten und/oder Fertigungsdaten der Linse aus den gewünschten optischen
Daten bzw. zur Benutzung des Designmoduls oder eines Designmodells und/oder des Fertigungsmoduls
erforderlich ist. Grundsätzlich ist es auch möglich, dass der Freischaltcode generell
zur Benutzung der Vorrichtung bzw. zum Bearbeiten einer optischen Linse, auch unabhängig
von der Benutzung eines Designmoduls oder Designmodells und/oder Fertigungsmoduls
erforderlich ist.
[0046] Die Vorrichtung ist besonders bevorzugt als kompaktes Bearbeitungszentrum ausgebildet.
Vom Grundsatz her zeigt bereits die
DE 10 2007 007 188 A1 eine Vorrichtung in Form eines Bearbeitungszentrums. Dort ist allerdings nichts zur
Steuereinrichtung und zur Eingabeeinrichtung erläutert.
[0047] Insbesondere weist die vorschlagsgemäße Vorrichtung ein gemeinsames Gehäuse für mindestens
eine Bearbeitungseinrichtung der Vorrichtung sowie für sonstige optionale Einrichtungen
zum Polieren, Reinigen, Markieren und/oder Blocken auf. Dies gestattet einen besonders
kompakten und/oder kostengünstigen Aufbau und/oder eine Vereinfachung des Aufwands,
der Steuerung und/oder der Bedienung. Weiter können so ansonsten erforderliche externe
Schnittstellen zur Übertragung von Daten bzw. Weitergabe von Informationen minimiert
oder ganz vermieden werden.
[0048] Besonders bevorzugt ist die Steuereinrichtung, das Designmodul, die Eingabeeinrichtung
und/oder die Erfassungseinrichtung in die Vorrichtung integriert oder fest mit dieser
verbunden. Das entspricht dem bevorzugten Gestaltungsprinzip des vorschlagsgemäßen
kompakten Bearbeitungszentroms. Jedoch kann die Steuereinrichtung und/oder Eingabeeinrichtung
gemäß einer Ausführungsvariante auch als separate, insbesondere unmittelbar mit der
Vorrichtung verbindbare Komponente oder Bauteil ausgeführt sein, die dann aber dezidiert
für die Vorrichtung ausgebildet und mit dieser sehr einfach, insbesondere ausschließlich
verbindbar ist oder sind.
[0049] Von besonderem Vorteil ist eine Ausgestaltung der Vorrichtung, bei der die Linse
bzw. der Linsenrohling, insbesondere aufgeblockt auf einem Blockstück, manuell in
die Bearbeitungseinrichtung und, so vorhanden, in die Poliereinrichtung einsetzbar
bzw. einspannbar und aus dieser wieder entnehmbar ist. Entsprechendes gilt hier insbesondere
auch für die Reinigungseinrichtung. Dies entspricht einer einfachen, am Anwendungsort
der Vorrichtung gut handhabbaren Konstruktion. Dadurch werden die Kosten der Vorrichtung
deutlich gesenkt, da kostenträchtige, komplizierte Manipulationseinrichtungen für
die Linse bzw. den Linsenrohling, vorzugsweise auf dem Blockstück, entfallen können.
[0050] Besonders bevorzugt sind Informationen oder ein Teil der Informationen bzw. ein damit
versehener Informationsträger der Linse oder einer Schutzfolie, mit der die Linse
versehen ist, oder einem Blockstück, das die Linse trägt, zugeordnet. Besonders bevorzugt
werden die Informationen bzw. der Informationsträger von der Schutzfolie getragen
bzw. sind davon unlösbar. Alternativ oder zusätzlich kann ein Transportbehältnis mit
den Informationen oder einem Teil der Informationen bzw. dem die Informationen enthaltenen
Informationsträger versehen sein.
[0051] Ein bevorzugtes Verfahren zum Bearbeiten einer optischen Linse zeichnet sich dadurch
aus, dass eine zu bearbeitende Linse, insbesondere also ein Linsenrohling, einer Vorrichtung
zugeführt wird und gewünschte optische Daten der Linse in die Vorrichtung eingegeben
werden, wobei ein Freischaltcodes erfasst wird und nur bei einem zulässigen Freischaltcode
geometrische Daten der Linse aus den gewünschten optischen Daten bestimmt und daraus
Fertigungsdaten erzeugt oder direkt Fertigungsdaten erzeugt werden und die Linse in
Abhängigkeit von den erzeugten Fertigungsdaten von der Vorrichtung bearbeitet wird.
Besonders bevorzugt ist eine externe Beeinflussung oder Störung der Bestimmung der
geometrischen Daten, der Erzeugung der Fertigungsdaten, der Datenverarbeitung und/oder
der Datenweiterleitung an die Bearbeitungseinrichtung(en) nach der Eingabe der optischen
Daten und/oder gegebenenfalls nach einem Starten bzw. einer optionalen anfänglichen
Freigabe nicht mehr möglich. Dies gestattet bei geringem Aufwand eine Bearbeitung
von Linsen vor Ort, wobei die Bedienung wesentlich vereinfacht und insbesondere auf
die unmittelbare Eingabe der gewünschten optischen Daten und gegebenenfalls Informationen
reduziert werden kann.
[0052] Einzelne der vorgenannten und nachfolgenden Aspekte und Merkmale der vorliegenden
Erfindung können beliebig miteinander kombiniert, aber auch unabhängig voneinander
realisiert werden.
[0053] Weitere Aspekte, Merkmale, Vorteile und Eigenschaften der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen schematischen Aufbau einer vorschlagsgemäßen Vorrichtung;
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht der Vorrichtung;
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht einer Erfassungseinrichtung der Vorrichtung und einer zu
bearbeitenden Linse auf einem Blockstück;
- Fig. 4
- eine schematische Draufsicht der Linse mit einer Schutzfolie und einem Informationsträger;
und
- Fig. 5
- eine schematische, schnittartige Ansicht eines Transportbehältnisses für eine oder
mehrere Linsen mit einem Informationsträger für die Vorrichtung.
[0054] In den Figuren werden für gleiche oder gleichartige Komponenten und Einrichtungen
die gleichen Bezugszeichen verwendet, wobei sich die gleichen oder entsprechenden
Vorteile und Eigenschaften ergeben, auch wenn eine Wiederholte Beschreibung weggelassen
ist.
[0055] Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung 1 zum Bearbeiten einer optischen Linse
2. Für den technologischen Hintergrund einer solchen Vorrichtung darf zunächst auf
die Beschreibungseinleitung verwiesen werden.
[0056] Ausgangspunkt für die Entstehung bzw. Bearbeitung einer optischen Linse 2 ist ein
Linsenrohling. Dieser wird spannend oder in einer sonstigen formgebenden Bearbeitung
und in weiteren Bearbeitungsschritten so bearbeitet, dass am Ende eine fertige optische
Linse 2 mit den gewünschten optischen Eigenschaften steht. Der Begriff "Linse" bezeichnet
im Rahmen der vorliegenden Beschreibung vorzugsweise sowohl den Linsenrohling vor
Durchführung der notwendigen Bearbeitungsschritte, als auch am Ende die fertige Linse
2.
[0057] Die Linse 2 bzw. der Linsenrohling besteht vorzugsweise aus Kunststoff. Jedoch kann
grundsätzlich auch ein sonstiger in geeigneter Weise zu bearbeitender Werkstoff, ggf.
auch Glas bzw. Mineralglas, verwendet werden. Wenn die fertige Linse 2 für eine Brille
(nicht dargestellt) eingesetzt bzw. verwendet werden soll, was vorzugsweise der Fall
ist, wird die Linse 2 bei der vorliegenden Erfindung auch als Brillenglas bezeichnet,
selbst wenn die Linse 2 gegebenenfalls nicht aus Glas besteht.
[0058] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 weist mindestens oder ausschließlich eine Bearbeitungseinrichtung
3 zum spanenden oder sonstigen formgebenden Bearbeiten der Linse 2 als zu bearbeitendes
Werkstück auf. Diese Bearbeitungseinrichtung 3 ist in Fig. 1 nur schematisch angedeutet.
[0059] Im dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel weist die Bearbeitungseinrichtung
3 vorzugsweise eine Werkstückspindel 3A auf, die vorzugsweise in eine W-Richtung und
X-Richtung verfahrbar ist, insbesondere mittels eines Kreuzschlittens, der nur angedeutet
ist. Die beiden Richtungen W, X verlaufen vorzugsweise quer oder senkrecht zueinander.
[0060] Bei der Werkstückspindel 3A handelt es sich insbesondere um eine vorzugsweise direkt
angetriebene, präzise gelagerte Welle bzw. einen Direktantrieb oder einen sonstigen
Antrieb jeweils mit vorzugsweise integrierter oder zugeordneter Schnittstelle oder
Aufnahme 3B für das Werkstück, hier also für die Linse 2 bzw, den Linsenrohling. Grundsätzlich
kann eine direkte Aufnahme bzw. Einspannung der Linse 2 erfolgen. Vorzugsweise wird
die Linse 2 bzw. der Linsenrohling jedoch mittelbar über einen Halter, insbesondere
ein sogenanntes Blockstück 2A, gehalten. Das Blockstück 2A wird dann eingespannt.
[0061] Die Linse 2 ist temporär mit dem Blockstück 2A verbunden. Dieser mit dem Blockstück
2A verbundene Zustand wird als "geblockt" oder "aufgeblockt" bezeichnet. Das Blocken,
also temporäre Befestigen, der Linse 2 am Blockstück 2A kann beispielsweise durch
eine vorzugsweise bei niedriger Temperatur schmelzende Legierung, wie sogenanntes
Alloy-Blockmaterial, ein Harz, einen Klebstoff, einen Kunststoff, einen Klebestreifen
o. dgl. erfolgen und ist aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt.
[0062] Die Werkstückspindel 3A weist beim Darstellungsbeispiel vorzugsweise die Aufnahme
3B, insbesondere eine Spannzange, für das Blockstück 2A auf.
[0063] Das Einspannen der Linse 2 bzw. des Blockstücks 2A an der Werkstückspindel 3A bzw.
Aufnahme 3B erfolgt vorzugsweise von Hand, also manuell durch einen nicht dargestellten
Bediener. Jedoch ist grundsätzlich auch ein automatisiertes Einspannen möglich.
[0064] Die Linse 2 bzw. das Blockstück 2A ist bzw. sind vorzugsweise in einer bestimmten
axialen Lage und/oder Drehlage einspannbar, um die Linse 2 definiert bearbeiten zu
können. Hierzu kann das Blockstück 2A auch mehrteilig aufgebaut sein, wie insbesondere
aus dem Stand der Technik bekannt.
[0065] Mittels der Werkstückspindel 3A ist die eingespannte Linse 2 zur Bearbeitung in Drehung
bzw. Rotation versetzbar. Die Werkstückspindel 3A bildet also insbesondere einen Drehantrieb
für die Linse 2. Die Werkstückspindel 3A bildet insbesondere eine gerechnete oder
gesteuerte Rundachse C. Insbesondere erfolgt eine CNC-Steuerung der Werkstückspindel
3A bzw. der Rotation der Linse 2. Besonders bevorzugt ist die Linse 2 gesteuert oder
geregelt mit einer bestimmten Drehzahl und/oder mit einer definierten Drehlage in
Drehung bzw. Rotation versetzbar.
[0066] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Werkstückspindel 3A mit dem eingespannten
bzw, aufgeblockten Linsenrohling 2 vorzugsweise in W-Richtung zu einem Bearbeitungswerkzeug
zustellbar bzw. positionierbar und/oder in X-Richtung quer zur Zustellrichtung (Quervorschub)
bewegbar bzw, verfahrbar. Insbesondere werden eine gesteuerte W-Achse und X-Achse
bzw. Linearachsen gebildet. Grundsätzlich sind auch andere oder zusätzliche Richtungen
und/oder Bewegungsachsen möglich. Insbesondere kann die axiale Ausrichtung der Dreh-
bzw. Rundachse C der Werkstückspindel 3A auch schräg zur W-Richtung oder zur X-Richtung
verlaufen.
[0067] Die Bearbeitungseinrichtung 3 ist vorzugsweise zum Bearbeiten der Linse 2 durch Drehen,
insbesondere Stirndrehen, und/oder Fräsen ausgebildet. Jedoch kann die Bearbeitungseinrichtung
3 alternativ oder zusätzlich auch ein sonstiges, insbesondere spannendes oder formgebendes
Bearbeiten der Linse 2 ermöglichen.
[0068] Beim Darstellungsbeispiel weist die Bearbeitungsvorrichtung 1 vorzugsweise einen
Antrieb 3C mit einem Drehwerkzeug 3D und/oder einen Fräsantrieb 3E mit einem Fräswerkzeug
3F auf. Hier ist als Bearbeitungswerkzeug insbesondere also das Drehwerkzeug 3D bzw.
Fräswerkzeug 3F vorgesehen.
[0069] Die Linse 2 und das jeweilige Bearbeitungswerkzeug (hier Drehwerkzeug 3D bzw. Fräswerkzeug
3F) sind vorzugsweise relativ zueinander zustellbar und/oder bewegbar, um die jeweilige
Bearbeitung zu ermöglichen.
[0070] Vorzugsweise handelt es sich bei dem Antrieb 3C um einen komplexen, vorzugsweise
elektrisch arbeitenden Achsantrieb, wie einen Tauchspulenantrieb, o. dgl., insbesondere
um einen sogenannten Fast-Tool-Antrieb, um das Drehwerkzeug 3D insbesondere in Abhängigkeit
von der Drehlage der Linse 2 und/oder in Abhängigkeit des Abstands des Drehwerkzeugs
3D von der Drehachse der Werkstücksspindel 3A in seiner Axiallage bzw, Z-Achse zu
steuern bzw. schnell vor- und zurückzubewegen. Der Antrieb 3C gestattet eine vorzugsweise
lineare und/oder gesteuerte bzw. geregelte Bewegung des Drehwerkzeugs 3D und bildet
daher vorzugsweise eine gesteuerte Z-Achse,
[0071] Die Richtung der Z-Achse einerseits und die Richtung der W-Achse bzw. die axiale
Ausrichtung der Dreh- bzw. Rundachse C andererseits können parallel zueinander oder
geneigt zueinander verlaufen und/oder zueinander einstellbar sein. Bei einer relativen
Neigung ist diese vorzugsweise derart gering, dass das bevorzugte Stirndrehen zur
Bearbeitung des Werkstücks bzw. der Linse 2 in gewünschter bzw. erforderlicher Weise
noch erfolgen kann.
[0072] Der Begriff "Achse" wird bei der vorliegenden Erfindung besonders bevorzugt im Sinne
der Terminologie bei CNC-Steuerungen (numerischen bzw. rechnergestützten Steuerungen)
als eine gesteuerte oder geregelte bzw. gerechnete Bewegungsachse, wie eine Linearachse
oder Rundachse, verstanden. Dies gilt insbesondere für einzelne oder alle Teile einer
Bearbeitungseinrichtung und/oder mehrere Bearbeitungseinrichtungen bzw. für die vorschlagsgemäße
Vorrichtung 1 insgesamt.
[0073] Das Fräswerkzeug 3F und der zugeordnete Fräsantrieb 3 E sind in Fig. 1 nur schematisch
angedeutet. Die Ausrichtung der Rotations- bzw. Drehachse des Fräswerkzeugs 3F verläuft
vorzugsweise quer oder senkrecht zur axialen Richtung der Dreh- bzw. Rundachse C der
Werkstückspindel 3A. Das Fräswerkzeug 3F kann je nach Bedarf und Ausführung mit seiner
Ausrichtung der Drehachse auch schräg geneigt zur axialen Richtung der Dreh- bzw.
Rundachse C der Werkstückspindel 3A ausgerichtet oder schwenkbar sein und/oder relativ
zur Linse 2, beispielsweise durch entsprechendes Bewegen der Werkstückspindel 3A und/oder
des Fräsantriebs 3E bzw. Fräswerkzeugs 3F, zugestellt werden.
[0074] Im dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Bearbeitungseinrichtung
3 vorzugsweise zweistufig ausgeführt mit einem gröber arbeitenden Fräswerkzeug 3F
zur gröberen Bearbeitung (Vorbearbeitung) und einem feiner arbeitenden Drehwerkzeug
3D zur feineren Bearbeitung (Feinbearbeitung bzw. Hauptbearbeitung). Bei Bedarf kann
die Bearbeitung durch Fräsen jedoch auch ganz entfallen. Dies führt zu einer Vereinfachung
der Vorrichtung 1 bzw. Bearbeitungseinrichtung 3 und gestattet einen kompakteren und/oder
kostengünstigeren Aufbau. Bedarfsweise kann das Drehen in zwei Schritten, wie einem
gröberen Vordrehen und späterem Feindrehen, vorzugsweise mit dem selben Drehwerkzeug
3D gegebenenfalls aber auch mit unterschiedlichen Drehwerkzeugen, erfolgen.
[0075] Insbesondere kann beispielsweise in der Bearbeitungseinrichtung 3 eine Bearbeitung
erfolgen bzw. ein Aufbau vorgesehen sein, wie in der
EP 0 849 038 A2 oder
DE 10 2009 011194 A2 beispielsweise beschrieben.
[0076] Die spanende bzw. formgebende Bearbeitung erfolgt vorzugsweise unter Zugabe von Flüssigkeit,
wie einer Kühlemulsion o. dgl.
[0077] Vorzugsweise weist die Vorrichtung 1, hier insbesondere die Bearbeitungseinrichtung
3, auch eine Markiereinrichtung 3G, beispielsweise einen Laser, auf, um die Linse
2 beispielsweise mit entsprechenden Daten, Markierungen o. dgl., zu markieren. Die
Markiereinrichtung 3G ist vorzugsweise wie in der
EP 1955 811 A1 dargestellt, aufgebaut und/oder ausgebildet.
[0078] Bedarfsweise erfolgt in der Bearbeitungseinrichtung 3 auch eine (erste) Randbearbeitung
der Linse 2. Jedoch kann für die Randbearbeitung alternativ oder zusätzlich auch eine
zusätzliche, nicht dargestellte Bearbeitungseinrichtung, wie ein sogenannter Edger
o. dgl., vorgesehen sein.
[0079] Es ist auch möglich, dass die Vorrichtung 1 bzw. Bearbeitungseinrichtung 3 derart
ausgebildet ist, dass die Linse 2 nach der eigentlichen formgebenden Bearbeitung und
nach einem Beschickten erneut spanend bzw. formgebend bearbeitet werden kann, insbesondere
zur Randbearbeitung der Linse 2 bzw. Fertigbearbeitung des Rands der Linse 2.
[0080] Die Vorrichtung 1 weist zusätzlich zur Bearbeitungseinrichtung 3 vorzugsweise eine
Poliereinrichtung 4 zum Polieren bzw. Endbearbeiten der zuvor in der Bearbeitungseinrichtung
3 bearbeiteten Linse 2 bzw. dieses Linsenrohlings auf. Die Poliereinrichtung 4 ist
im in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel vorzugsweise benachbart zu und/oder
seitlich neben der Bearbeitungseinrichtung 3 angeordnet.
[0081] Die Poliereinrichtung 4 kann ein gemeinsames Gehäuse mit der Bearbeitungseinrichtung
3 oder ein davon getrenntes Gehäuse aufweisen.
[0082] Die Poliereinrichtung 4 ist besonders bevorzugt wie in der
DE 10 2007 042 667 A1 beschrieben aufgebaut oder ausgebildet, wobei die Poliereinrichtung 4 gemäß der vorliegenden
Erfindung bedarfsweise auch nur zur Bearbeitung einer Linse 2 und nicht zur simultanen
Bearbeitung von zwei Linsen 2 ausgebildet sein kann, insbesondere also nur einen Antrieb
zum Rotieren der Linse 2 aufweisen kann.
[0083] Die Poliereinrichtung 4 weist beim Darstellungsbeispiel vorzugsweise eine Werkstückspindel
4A mit einer Aufnahme 4B auf. Die Werkstückspindel 4A kann grundsätzlich ähnlich oder
baugleich wie die Werkstückspindel 3A in der Bearbeitungseinrichtung 3 aufgebaut und/oder
in X-Richtung (Quervorschub) verfahrbar und/oder wie durch Pfeil S angedeutet schwenkbar
sein. Ergänzend wird daher auf die Beschreibung zur Werkstückspindel 3A verwiesen.
Insbesondere dient die Werkstückspindel 4A ebenso als Antrieb, um die Linse 2 in Rotation
für die Bearbeitung, hier das Polieren, zu versetzen, und/oder dient der Zustellung
der Linse 2 zu einem Polierwerkzeug 4D. Insbesondere handelt es sich bei der Werkstückspindel
4A um einen einfachen Drehantrieb, beispielsweise einen Motor mit einem Riemenantrieb,
um die Linse 2 in Rotation für die Bearbeitung bzw. das Polieren zu versetzen. Besonders
bevorzugt wird die Linse 2 bzw. das Blockstück 2A ohne definierte Drehlage aufgenommen
und/oder lediglich mit einer konstanten (je nach Bedarf gegebenenfalls gesteuerten
oder geregelten) Drehzahl rotiert.
[0084] Das Polieren kann grundsätzlich auch erst nach dem Abblocken, also nach einem Lösen
der Linse 2 vom zugeordneten Blockstück 2A erfolgen. In diesem Fall wird die Linse
2 vorzugsweise direkt eingespannt.
[0085] Das Einspannen der Linse 2 bzw. des Blockstücks 2A in die Werkstückspindel 4A bzw.
deren Aufnahme 4B erfolgt vorzugsweise wiederum von Hand, also manuell von einem nicht
dargestellten Bediener. Dementsprechend erfolgt vorzugsweise auch ein manuelles Umspannen
von der Werkstückspindel 3A zur Werkstückspindel 4A. Dieses Umspannen kann, insbesondere
ebenso wie das Einspannen an sich, grundsätzlich auch automatisiert bzw, selbsttätig
mittels einer entsprechenden Manipulier- bzw. Spanneinrichtung durch die Vorrichtung
1 erfolgen.
[0086] Die separaten Antriebe bzw. Werkstückspindeln 3A und 4A und/oder Aufnahmen 3B und
4B für die Bearbeitungseinrichtung 3 einerseits und die Poliereinrichtung 4 andererseits
ermöglichen eine unabhängige Bearbeitung (das Polieren wird auch als Bearbeiten, insbesondere
als geometrische bzw. mechanische Endbearbeitung der Fläche, verstanden) in den beiden
Einrichtungen 3 und 4, so dass der Durchsatz der Vorrichtung 1 an bearbeiteten Linsen
2 entsprechend höher ist verglichen mit einer gemeinsamen Werkstückspindel für beide
Einrichtungen 3 und 4. Jedoch kann grundsätzlich an Stelle der separaten bzw. zusätzlichen
Werkstückspindel 4A für die Poliereinrichtung 4 lediglich eine bzw. die Werkstückspindel
3A gemeinsam für beide Einrichtungen 3 und 4 eingesetzt werden. Bedarfsweise kann
das Polieren in der Poliereinrichtung 4 auch simultan für mehrere Linsen 2 gleichzeitig
und/oder in mehreren Bearbeitungsschritten erfolgen.
[0087] Vorzugsweise weist die Poliereinrichtung 4 mindestens einen Polierantrieb 4C mit
mindestens einem zugeordneten Polierwerkzeug 4D als Bearbeitungswerkzeug auf. Der
Polierantrieb 4C kann das Polierwerkzeug 4D insbesondere in Drehung versetzen, wie
durch Pfeil B angedeutet.
[0088] Besonders bevorzugt ist das Polierwerkzeug 4D insbesondere mit einer vorbestimmten
Kraft gegen die zu bearbeitende Linse 2 bzw. das Werkstück drückbar bzw. anstellbar,
hier beim Darstellungsbeispiel in Z-Richtung. Das Andrücken bzw. Anstellen kann beispielsweise
pneumatisch, durch Federkraft oder auf sonstige geeignete Art und Weise erfolgen.
[0089] Zusätzlich oder alternativ kann der Polierantrieb 4C bzw, das Polierwerkzeug 4D bedarfsweise
auch in X-Richtung bewegbar bzw. verschiebbar sein, insbesondere also eine gesteuerte
X-Achse bilden oder aufweisen, insbesondere zur Relativverstellung (Quervorschub)
relativ zum Werkstück bzw. zur Linse 2.
[0090] Zusätzlich oder alternativ zu der möglichen Schwenkbewegung S des Werkstückantriebs
bzw, des Werkstücks kann sich das Polierwerkzeug 4D vorzugsweise über ein entsprechendes
Gelenk, wie ein Kugelgelenk oder Kardangelenk, in seiner Neigung gelenkig an die Oberfläche
der zu bearbeitenden Linse 2 anpassen.
[0091] Dargestellt ist ein einziger Polierantrieb 4C mit einem einzigen Polierwerkzeug 4D.
Selbstverständlich können auch mehrere Antriebe und/oder Werkzeuge zum Einsatz kommen.
Insbesondere kann der Polierantrieb 4C auch mehrachsig ausgebildet oder gelagert sein.
Beispielsweise kann die Poliereinrichtung 4 aufgebaut sein oder arbeiten, wie in der
DE 10 2007 042 667 A1 beschrieben.
[0092] Das Polieren erfolgt vorzugsweise durch Läppen, insbesondere also unter Einsatz einer
entsprechende Reibkörper enthaltenden Flüssigkeit, wie einer sogenannten Poliermilch
o. dgl. Alternativ oder zusätzlich kann das Polieren auch durch Feinschleifen erfolgen.
Insbesondere kann anstelle des Läppens auch nur ein reines Feinschleifen zur Endbearbeitung
der Linse 2 insbesondere vor einer anschließenden Beschichtung der Linse 2 erfolgen.
[0093] Die polierten bzw, endbearbeiteten Linsen 2 werden vorzugsweise beschichtet, insbesondere
mittels der Vorrichtung 1 bzw. einer darin angeordneten Beschichtungseinrichtung (diese
würde vorzugsweise auch eine Bearbeitungseinrichtung im Sinne der vorliegenden Erfmdung
darstellen) oder einer sonstigen (nicht dargestellten) Vorrichtung.
[0094] Grundsätzlich können Werkstück und Werkzeug bei den beschriebenen Bearbeitungen,
insbesondere bei der spanenden bzw. formgebenden Bearbeitung und/oder bei dem Polieren,
auch vertauscht bzw. kann eine kinematische Umkehr vorgesehen werden.
[0095] Die Vorrichtung 1 weist optional weiter eine Reinigungseinrichtung 5 mit einem Reinigungsraum
5A auf, in dem die zuvor bearbeitete Linse 2 gereinigt werden kann. Die Reinigungseinrichtung
5 ist hier nach bevorzugter Lehre separat - also getrennt von den Einrichtungen 3
und 4 - ausgebildet. Grundsätzlich kann sie auch beispielsweise in die Poliereinrichtung
4 integriert sein.
[0096] Vorzugsweise erfolgt das Reinigen manuell, also nicht automatisiert. Beispielsweise
wird die noch geblockte Linse 2 oder die von dem zugeordneten Blockstück 2A bereits
gelöste Linse 2 nach dem Bearbeiten, insbesondere nach dem spannenden Bearbeiten in
der Bearbeitungseinrichtung 3 und/oder nach dem Polieren in der Poliereinrichtung
4, in der Reinigungseinrichtung 5 gereinigt, vorzugsweise gewaschen oder gespült.
Jedoch kann das Reinigen bei Bedarf auch automatisiert und/oder selbsttätig und/oder
unter Einsatz einer nicht dargestellten Manipuliereinrichtung und/oder einer der Werkstückspindeln
3A oder 4A bzw. Kreuzschlitten erfolgen.
[0097] Die Vorrichtung 1 kann alternativ oder zusätzlich eine beispielhaft angedeutete,
weitere Bearbeitungseinrichtung 6 mit einem weiteren Bearbeitungsraum 6A aufweisen.
In der weiteren Bearbeitungseinrichtung 6 kann beispielsweise ein Beschichten der
bearbeiteten Linse 2 erfolgen, wie bereits angesprochen.
[0098] Alternativ kann in der weiteren Bearbeitungseinrichtung 6 oder einer zusätzlichen
(nicht dargestellten) Bearbeitungseinrichtung ein Aufblocken der Linse 2 auf dem zugeordneten
Blockstück 2A und/oder ein Abblocken der Linse 2 und/oder ein Bearbeiten des Blockstücks
2A erfolgen. Bezüglich der optionalen Bearbeitung des Blockstück 2 ist anzumerken,
dass hierbei eine insbesondere spannende oder sonstige formgebende Bearbeitung vorgesehen
sein kann, beispielsweise um das Blockstück 2A an eine besonders zu bearbeitende Linse
2, beispielsweise mit einem zusätzlichen Prisma zur Korrektur von Strabismus, anzupassen.
Diese oder eine sonstige Bearbeitung des Blockstücks 2 kann in der weiteren Bearbeitungseinrichtung
6 oder einer zusätzlichen, nicht dargestellten Bearbeitungseinrichtung und/oder in
der Bearbeitungseinrichtung 3 erfolgen, wobei je nach Bedarf auch ein zusätzliches
Bearbeitungswerkzeug mit einem ggf. zusätzlichen Antrieb eingesetzt werden kann.
[0099] Die Vorrichtung 1 weist eine Steuereinrichtung 7 jedenfalls zum Steuern der formgebenden
Bearbeitung der Linse 2 bzw. der Bearbeitungseinrichtung 3 und, so vorhanden, der
Poliereinrichtung 4 auf. Die Steuereinrichtung 7 kann auch weitere Einrichtungen 5
und 6 der Vorrichtung 1 steuern. Die Steuereinrichtung 7 ist in Fig. 1 schematisch
angedeutet. Einzelheiten der Steuereinrichtung 7 werden weiter unten erläutert.
[0100] Die Steuereinrichtung 7 ist eingangsseitig mit einer Eingabeeinrichtung 8 der Vorrichtung
1 versehen bzw. verbunden, die so ausgestaltet ist, dass die gewünschten optischen
Daten OD der Linse 2 unmittelbar eingegeben werden können. Die optischen Daten OD,
die mit der Eingabeeinrichtung 8 eingegeben werden, werden an die Steuereinrichtung
7 weitergegeben, die daraus vorzugsweise geometrische Daten GD der Linse 2 bestimmt
und/oder Linsen-Fertigungsdaten FD bestimmt bzw. erzeugt.
[0101] Die Eingabeeinrichtung 8 weist im Ausführungsbeispiel vorzugsweise ein Bedienfeld
8A zur manuellen Eingabe der gewünschten optischen Daten OD und/oder eine Anzeigeeinrichtung
8B, hier in Form eines Bildschirms, insbesondere zur Benutzerführung, auf. Die Eingabeeinrichtung
8 kann bedarfsweise auch einen Touch-Screen alternativ oder zusätzlich zu den Bedienfeld
8A zur Eingabe der gewünschten optischen Daten OD aufweisen. Dieser Touch-Screen kann
bedarfsweise durch die Anzeigeinrichtung 8B und/oder einen zusätzlichen Bildschirm
gebildet sein. Wichtig ist, dass die Eingabeeinrichtung 8 derart ausgebildet ist,
dass die optischen Daten OD auf einfache, gut verständliche Weise eingegeben werden
können.
[0102] Die Anzeigeeinrichtung 8B dient vorzugsweise der Benutzerführung bei der Eingabe
der gewünschten optischen Daten OD und/oder zur (leichten) Bedienung der Vorrichtung
1. Besonders bevorzugt weist die Vorrichtung 1 nur eine einzige Anzeigeeinrichtung
8B oder nur einen einzigen Bildschirm auf, um einen einfachen, kostengünstigen Aufbau
zu ermöglichen und/oder eine besonders einfache Bedienung, auch durch zumindest weitgehend
ungeschultes Personal zu ermöglichen oder erleichtern.
[0103] Bei der Anzeigeeinrichtung 8B kann es sich bevorzugt um ein Dialogfeld handeln, insbesondere
um einen Touch-Screen. Dann ist faktisch das Bedienfeld 8A, das in Fig. 1 als Tastatur
angedeutet ist, in den Bildschirm 8B integriert. Selbstverständlich ist auch eine
eher traditionelle Ausstattung mit einer Tastatur als Bedienfeld 8A ebenfalls möglich.
[0104] Angedeutet ist in Fig. 1 auch eine Variante, bei der die Eingabeeinrichtung 8 eine
Schnittstelle 8C für eine elektronische Eingabe oder Aufnahme der gewünschten optischen
Daten OD aufweist. Hierbei kann es sich beispielsweise um einen Kartenleser, eine
Funk-Schnittstelle oder einen elektrischen Anschluss, wie eine USB-Schnittstelle handeln.
[0105] Die Vorrichtung 1 bzw. Steuereinrichtung 7 weist vorzugsweise ein Designmodul 7A
zur Bestimmung bzw. Erzeugung von geometrischen Daten GD und/oder Fertigungsdaten
FD aus den gewünschten optischen Daten OD. Fig. 1 lässt erkennen, wie von der Eingabeeinrichtung
8 die optischen Daten OD vorzugsweise an eine erste Stufe der Steuereinrichtung 7,
nämlich an das Designmodul 7A übermittelt werden. Im dargestellten und bevorzugten
Ausführungsbeispiel enthält das Designmodul 7A ein Designmodell, mit dessen Hilfe
aus den eingegeben optischen Daten OD in einem Bestimmungsvorgang geometrische Daten
GD der herzustellenden Linse 2 entwickelt oder erzeugt werden. Das Designmodell oder
eine Gruppe von vorzugsweise abgespeicherten Designmodellen führt insbesondere im
Designmodul 7A vorzugsweise mit der im allgemeinen Teil der Beschreibung erläuterten
Struktur von Algorithmen oder durch eine Näherung, Interpolation o. dgl. zu den geometrischen
Daten GD der Linse 2.
[0106] Die gewünschten optischen Daten OD wurden bereits in der allgemeinen Beschreibung
der Erfindung erläutert bzw. definiert, so dass sich eine diesbezügliche Wiederholung
erübrigt. Entsprechendes gilt insbesondere auch für die geometrischen Daten GD, die
Fertigungsdaten FD, die Ausgangsdaten AD und einen Freischaltcode FC.
[0107] Aus den gewünschten bzw. eingegebenen optischen Daten OD werden die geometrischen
Daten GD in einem ersten Schritt und die Fertigungsdaten FD in einem zweiten Schritt
oder alternativ auch direkt die Fertigungsdaten FD - ggf. auch unterschiedliche Fertigungsdaten
FD für unterschiedliche Bearbeitungsschritte - von der Vorrichtung 1, von der Steuereinrichtung
7 und/oder mittels des Designmoduls 7A bzw. Designmodells ermittelt, bestimmt und/oder
erzeugt. Hierbei werden insbesondere auch die Ausgangsdaten AD der zu bearbeitenden
Linse 2 bzw. des zu bearbeitenden Linsenrohlings, wie Linsentyp, Größe, Form, Dicke,
Linsenmaterial, Brechungsindex und/oder Art der Verblockung o. dgl., berücksichtigt.
Diese Ausgangsdaten AD können bedarfsweise insbesondere über die Eingabeeinrichtung
8 eingegeben und/oder ausgewählt und/oder von der Vorrichtung 1 oder Steuereinrichtung
7 automatisch erfasst oder bestimmt werden. Insbesondere kann die Steuereinrichtung
7 bzw. das Designmodul 7A in Abhängigkeit von diesen Ausgangsdaten AD ein entsprechendes
oder geeignetes Designmodell auswählen.
[0108] Alternativ oder zusätzlich kann die Vorrichtung 1 bzw. die Steuereinrichtung 7 oder
das Designmodul 7A derart ausgebildet sein, dass in Abhängigkeit von den optischen
Daten GD und/oder den daraus resultierenden geometrischen Daten GD der optimale Linsenrohling
bzw. Linsentyp - insbesondere aus einer vorgegebenen oder vorgebbaren Gruppe von verfügbaren
Linsenrohlingen oder -typen - selbsttätig auswählbar und ggf. dem Bediener insbesondere
anzeigbar ist.
[0109] Der Bediener kann dann den entsprechenden Linsenrohling in die erste Bearbeitungseinrichtung,
hier die Bearbeitungseinrichtung 3 bzw. deren Werkstückspindel 3A bzw. deren Aufnahme
3B einspannen. Sollte der angeforderte Linsenrohling gerade nicht verfügbar sein,
kann der Bediener dies vorzugsweise eingeben, so dass dann von der Vorrichtung 1 bzw.
Steuerung 7 ein anderer geeigneter Linsenrohling angefordert werden kann. Jedoch sind
hier auch andere Abläufe oder Benutzerführungen möglich. Es ist anzumerken, dass der
Begriff "Benutzerführung" insbesondere die Führung eines nicht dargestellten Bedieners,
besonders bevorzugt über die Anzeigeeinrichtung 8B oder sonstige Einrichtungen, hinsichtlich
der Bedienung der Vorrichtung 1 und/oder Zuführung von Verbrauchsmaterialien, Werkzeugen
oder dergleichen umfasst.
[0110] Das Designmodell ist vorgebbar, eingebbar und/oder änderbar, dies hängt insbesondere
von der Ausgestaltung der Steuereinrichtung 7 bzw. des Designmoduls 7A ab. Bevorzugt
ist eine bestimmte Gruppe von Designmodellen in der Vorrichtung 1, in der Steuereinrichtung
7 oder im Designmodul 7A gespeichert und aus diesen Designmodellen kann je nach Bedarf
ausgewählt werden.
[0111] Das Bestimmen von Linsendaten aus den optischen Daten OD erfolgt nach bevorzugter
Lehre so, dass für jede Linse 2 ein eigener Bestimmungsvorgang für die geometrischen
Daten GD bzw. Fertigungsdaten FD erfolgt. Ein separater Bestimmungsvorgang zur Bestimmung
der geometrischen Daten GD aus den optischen Daten OD oder direkt der Fertigungsdaten
FD aus den optischen Daten OD für jede einzelne Linse 2 ist von besonderer Bedeutung,
auch um eine eindeutige Abrechnung generieren zu können. Jeder Bestimmungsvorgang
von geometrischen Daten GD bzw. Fertigungsdaten FD wird vorzugsweise als separater
Bestimmungsvorgang gezählt und abgerechnet und/oder nur ausgeführt, wenn ein entsprechender
Freischaltcode FC oder eine sonstige Freigabe o. dgl. vorliegt. Die Vorrichtung 1
bzw. Steuereinrichtung 7 oder das Designmodul 7A ist vorzugsweise derart ausgebildet,
dass ein Bestimmungsvorgang nur nach entsprechender Freigabe ausgeführt und/oder jeder
Bestimmungsvorgang gezählt und/oder abgerechnet wird. Die Eingabe eines entsprechenden
Freischaltcodes FC kann insbesondere über die Eingabeeinrichtung 8 bzw. die Schnittstelle
8C oder auf sonstige geeignete Art und Weise erfolgen. Die Erfassung bzw. Eingabe
eines Freischaltcodes FC und/oder von Ausgangsdaten AD bzw. von Informationen im eingangs
genannten Sinne erfolgt besonders bevorzugt mittels einer Erfassungseinrichtung 12
der Vorrichtung 1, wie in Fig. 1 angeduetet. Hierauf wird später noch näher eingegangen.
[0112] Nach bevorzugter Lehre weist die Vorrichtung 1 bzw. Steuereinrichtung 7 vorzugsweise
weiter ein Fertigungsmodul 7B auf, mit dem aus den bestimmten geometrischen Daten
GD der Linse 2 nun die Fertigungsdaten FD für die Bearbeitungseinrichtung 3 und gegebenenfalls
auch für die Poliereinrichtung 4 erzeugt werden. Auch für die weitere Bearbeitungseinrichtungen
5 oder 6 der Vorrichtung 1 können die entsprechenden Fertigungsdaten FD mittels des
Fertigungsmoduls 7B erzeugt werden.
[0113] Außerdem erfolgt im dargestellten Ausführungsbeispiel eine Aufteilung der Fertigungsdaten
FD vorzugsweise in verschiedene Bearbeitungsschritte. Dies kann beispielsweise über
eine in Fig. 1 angedeutete Ablaufsteuerung 7C der Vorrichtung 1 bzw. Steuerung 7 oder
auf sonstige geeignete Weise erfolgen.
[0114] In die Vorrichtung 1 bzw. Steuereinrichtung 7 kann ferner eine Benutzerführeinrichtung
7D integriert sein, die dann insbesondere über die Anzeigeeinrichtung 8B der Eingabeeinrichtung
8 die Rückkopplung an den Benutzer bzw. Bediener bzw. die Benutzerführung ermöglicht.
[0115] Grundsätzlich ist es auch möglich, die Fertigungsdaten FD ohne den Zwischenschritt
der geometrischen Daten GD der Linse 2 direkt aus den gewünschten optischen Daten
OD der Linse 2 entstehen zu lassen bzw. zu erzeugen, wie bereits erwähnt. Das hängt
insbesondere von der Ausgestaltung und/oder Programmierung der Vorrichtung 1 bzw.
Steuereinrichtung 7 ab.
[0116] Im dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel weist jede einzelne Einrichtung
3, 4, 5 und 6 vorzugsweise eine ihr zugeordnete Einrichtungssteuerung 7E auf. Diese
Einrichtungssteuerungen 7E sind im dargestellten und bevorzugten Ausführungsbeispiel
vorzugsweise in die jeweilige Einrichtung 3, 4, 5 und 6 integriert. Sie können aber
auch zumindest teilweise oder vollständig in die Steuereinrichtung 7 oder sonstige
Komponenten der Vorrichtung 1 integriert sein oder davon gebildet sein. Üblicherweise
wird es sich bei den Einrichtungssteuerungen 7E um CNC-Steuerungen handeln.
[0117] Generell ist anzumerken, dass die Steuereinrichtung 7 durch eine speicherprogrammierbare
Steuerung, CNC-Steuerung (numerische bzw. rechnergestüzte +Steuerung) oder dergleichen
gebildet sein oder enthalten kann und/oder eine derartige Steuerung steuern kann.
Die Steuereinrichtung 7 bzw. Teile der Steuerung können auch für die Einrichtungen
3 bis 6 beliebig zusammengefasst und/oder beliebig auf die Einrichtungen 3 bis 6 verteilt
oder nur von diesen gebildet sein.
[0118] Das dargestellte und bevorzugte Ausführungsbeispiel zeigt die Vorrichtung 1 als kompaktes
Bearbeitungszentrum, hier und nach bevorzugter Lehre in oder mit einem gemeinsamen
Gehäuse 9. Dadurch ist die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 an einer passenden Stelle
vorzugsweise komplett mit allen Einrichtungen installierbar. Insbesondere handelt
es sich hier um eine kompakte Vorrichtung 1 in Form eines an jedem beliebigen Ort
aufstellbaren Bearbeitungszentrums.
[0119] Vorzugsweise ist bzw. sind die Steuereinrichtung 7 und/oder die Eingabeeinrichtung
8 in die Vorrichtung 1 bzw. deren Gehäuse 9 fest eingebaut, integriert oder damit
fest verbunden und/oder fest daran - insbesondere über ein nicht dargestelltes Kabel
- angeschlossen.
[0120] Das dargestellte und bevorzugte Ausführungsbeispiel zeigt in Fig. 1 schematisch angedeutet
auch noch einen Tank 10, in dem eine für die Linsenbearbeitung erforderliche Flüssigkeit
10A, beispielsweise ein Poliermittel, eine Reinigungsflüssigkeit, ein Kühlschmiermittel
o. dgl., oder ein sonstiges Betriebsmittel bevorratet werden kann. Der Tank 10 kann
dementsprechend bedarfsweise auch unterteilt sein. Man kann auch den Tank 10 durch
mehrere voneinander getrennte Einzeltanks bilden oder ergänzen.
[0121] Schließlich zeigt Fig. 1 schematisch angedeutet auch noch eine Aufnahmeeinrichtung
11, die beispielsweise zur Bevorratung von Werkzeugen, Blockstücken, Linsenrohlingen
oder dergleichen und/oder der Aufnahme eines in Fig. 5 gezeigten Transportbehältnisses
13 dienen kann.
[0122] Nach bevorzugter Lehre der Erfindung kann die Vorrichtung 1 auch so ausgestaltet
sein, dass der Zustand der Vorrichtung 1 und/oder einzelner Einrichtungen 3 bis 7,
12 der Vorrichtung 1 und/oder sonstige Informationsdaten, wie die Zahl der Bestimmungsvorgänge,
die Art oder Anzahl der bearbeiteten Linsen 2 o. dgl., aus der Ferne abfragbar und/oder
beeinflussbar sind. Das dient insbesondere der Überwachung oder Wartung, ist insbesondere
jedoch nicht für den laufenden Betrieb der Vorrichtung 1 bestimmt. Dazu können dann
entsprechende Schnittstellen zum Anschluss an das Internet, an ein Telfonnetz oder
Funknetz (beispielsweise über ein vorzugsweise integriertes GSM-Modul) oder sonstige
Netze vorgesehen sein. Gegebenenfalls kann hierzu auch die Schnittstelle 8C eingesetzt
werden.
[0123] Fig. 2 zeigt in schematischer, perspektivischer Ansicht die erfindungsgemäße Vorrichtung
1 in einer möglichen Ausgestaltung in Form eines Bearbeitungszentrums in dem kompakten
Gehäuse 9. Das Gehäuse 9 weist vorzugsweise eine Eingabeklappe 9A für die insbesondere
darunter im Gehäuse 9 befindliche, hier lediglich angedeutete Bearbeitungseinrichtung
3, auf. Vorzugsweise rechts im Gehäuse 9 ist die Poliereinrichtung 4 angeordnet. Vorne
ist im Bereich der Poliereinrichtung 4 eine Eingabeklappe 9B für die Poliereinrichtung
4 am Gehäuse 9 vorgesehen. Alternativ kann die Eingabeklappe 9B beispielsweise auch
neben der Eingabeklappe 9A zumindest im Wesentlichen auf gleicher Höhe oder in einer
gemeinsamen Ebene und/oder mit zumindest im Wesentlichen gleicher Orientierung angeordnet
sein, wobei die Poliereinrichtung 4 dann vorzugsweise darunter und nicht dahinter
angeordnet ist.
[0124] Anhand der Darstellung in Fig. 2 ist erkennbar, dass das Umspannen einer Linse 2
bzw. eines Linsenrohlings mit seinem Blockstück 2A von der Bearbeitungseinrichtung
3 in die Poliereinrichtung 4 vorzugsweise manuell, durch eine Bedienungsperson, erfolgt.
[0125] Unterhalb oder hinter der Eingabeklappe 9B bzw. der Poliereinrichtung 4 oder an einer
sonstigen geeigneten Stelle ist vorzugsweise eine Öffnung der Reinigungseinrichtung
5 angeordnet. Vorzugsweise unten am Gehäuse 9 ist der Tank 10 angedeutet bzw. angeordnet.
Vorzugsweise links oben am Gehäuse 9 befindet sich die Eingabeeinrichtung 8 mit der
Anzeigeeinrichtung 8B und/oder dem Bedienfeld 8A, hier insbesondere in Form eines
Touch-Screens.
[0126] Die Vorrichtung 1 bzw. deren Gehäuse 9 weist vorzugsweise auch die Aufnahmeeinrichtung
11, insbesondere für Werkzeuge, Blockstücke 2A, Linsen 2 bzw. Linsenrohlinge und/oder
sonstige Verbrauchsmittel bzw. Betriebsmittel, auf. Die Aufnahmeeinrichtung 11 ist
hier beim Darstellungsbeispiel vorzugsweise seitlich angeordnet.
[0127] Wie bereits erwähnt, weist die Vorrichtung 1 vorzugsweise eine Erfassungseinrichtung
12 zum Erfassen der Informationen, insbesondere eines Freischaltcodes FC für die Bestimmung
von geometrischen Daten GD und/oder Fertigungsdaten FD der Linse 2 aus gewünschten
optischen Daten OD der Linse 2 und/oder zum Erfassen von linsenspezifischen Ausgangsdaten
AD und/oder zum Erfassen mindestens eines (beispielsweise vorhandenen oder fehlenden
oder auszutauschenden) Betriebsmittels auf. Die Erfassungseinrichtung 12 kann insbesondere
in die Eingabeeinrichtung 8 integriert oder von dieser gebildet sein, wie bereits
erwähnt. Vorzugsweise handelt es sich bei der Erfassungseinrichtung 12 jedoch um eine
separate Einrichtung, die besonders bevorzugt aber wiederum in die Vorrichtung 1 integriert
oder fest mit dieser verbunden und/oder insbesondere fest an diese angeschlossen oder
anschließbar ist.
[0128] Die Vorrichtung 1 bzw. Erfassungseinrichtung 12 weist vorzugsweise eine Detektionseinrichtung
12A zum Erfassen der Informationen bzw. eines Freischaltcodes FC und/oder der Ausgangsdaten
AD auf. Beispielsweise kann diese einen Lesekopf, einen Sensor, eine Kamera oder dergleichen
aufweisen oder dadurch gebildet sein.
[0129] Die Detektionseinrichtung 12A ist vorzugsweise in die Vorrichtung 1 oder Erfassungseinrichtung
12 integriert oder fest mit dieser verbunden und/oder insbesondere fest an diese angeschlossen
oder anschließbar.
[0130] Die Erfassungseinrichtung 12 bzw. Detektionseinrichtung 12A ist insbesondere derart
ausgebildet, dass die Informationen bzw. ein Freischaltcode FC bzw. die Ausgangsdaten
AD optisch, magnetisch, elektromagnetisch und/oder auf sonstige geeignete Art und
Weise erfasst, ausgelesen und/oder detektiert werden können. Die von der Detektionseinrichtung
12A detektierten bzw. erfassten Daten werden beispielsweise von der Erfassungseinrichtung
12 verarbeitet, insbesondere dahingehend, dass die Informationen bzw. ein Freischaltcode
FC und/oder Ausgangsdaten AD ausgegeben und insbesondere an die Vorrichtung 1 bzw.
die Steuereinrichtung 7 oder sonstige Komponenten oder Einrichtungen weitergeleitet
werden, wie in Fig. 1 schematisch angedeutet. Insbesondere kann die Erfassungseinrichtung
12 die Detektionseinrichtung 12A in geeigneter Weise steuern.
[0131] Die Erfassungseinrichtung 12 bzw. Detektionseinrichtung 12A kann separat von den
anderen Einrichtungen der Vorrichtung 1 angeordnet oder einer Einrichtung, insbesondere
der Bearbeitungseinrichtung 3, oder einer Aufnahme 3B bzw. 4B zugeordnet oder daran
bzw. darin angeordnet sein.
[0132] Insbesondere ist die Vorrichtung 1 bzw. die Erfassungseinrichtung 12 bzw. die Detektionseinrichtung
12A derart ausgebildet, dass die Informationen bzgl, der jeweiligen, zu bearbeitenden
Linse 2 selbsttätig oder automatisiert erfasst werden können, beispielsweise wenn
die Linse 2 (insbesondere zusammen mit dem zugeordneten Blockstück 2A) in die Nähe
der Detektionseinrichtung 12A gebracht und/oder der Aufnahmeeinrichtung 11 zugeführt
oder entnommen und/oder von einer der Bearbeitungseinrichtungen 3 bis 6 der Vorrichtung
1 aufgenommen und/oder in eine der Aufnahmen 3B oder 4B aufgenommen oder eingespannt
wird. Die Erfassungseinrichtung 12 bzw. deren Detektionseinrichtung 12A ist dann je
nach Bedarf vorzugsweise entsprechend in der Nähe angeordnet oder darin integriert.
[0133] Bei Bedarf kann die Vorrichtung 1 auch mehrere Detektionseinrichtungen 12A aufweisen,
die beispielsweise verschiedenen Bearbeitungseinrichtungen 3, 4 oder sonstigen Einrichtungen
5, 6 der Vorrichtung 1 zugeordnet sind, insbesondere um anhand der dann jeweils erfassten
bzw. detektierten Informationen überprüfen oder verifizieren zu können, dass die richtige
Linse 2 eingesetzt wurde und/oder die richtige Bearbeitung bzw. Behandlung erfolgt.
[0134] Die Informationen im Sinne der vorliegenden Erfindung betreffen alternativ oder zusätzlich
zu der Linse 2 bzw. den Linsen 2 insbesondere mindestens ein Betriebsmittel bzw. mehrere
oder alle Betriebsmittel zum Bearbeiten der Linse 2, insbesondere für eine bestimmte
Bearbeitung oder für bestimmte Linse 2 und/oder zum Betreiben der Vorrichtung 1.
[0135] Ein "Betriebsmittel" im Sinne der vorliegenden Erfindung ist oder umfasst insbesondere
ein Werkzeug, wie das Drehwerkzeug 3D, das Fräswerkzeug 3F und/oder das Polierwerkzeug
4D oder dgl., und/oder ein Poliermittel, ein Kühlmittel, ein Schmiermittel, ein Reinigungsmittel
und/oder eine Flüssigkeit 10A oder dgl.
[0136] Die Informationen können auch eine Identifikation eines Betriebsmittels und/oder
den Füllstand eines Betriebsmittels, das Vorhandensein eines Betriebsmittels, den
Zustand eines Betriebsmittels oder dgl. betreffen oder umfassen.
[0137] Vorzugsweise können die mindestens ein Betriebsmittel betreffenden Informationen
von der Vorrichtung 1 bzw. deren Erfassungseinrichtung 12 (ebenfalls) erfasst werden,
insbesondere zumindest teilweise selbsttätig und/oder durch entsprechende Eingabe,
beispielsweise über die zugeordnete Eingabeeinrichtung 8. Besonders bevorzugt weist
die Vorrichtung 1 bzw. Erfassungseinrichtung 12 hierzu mindestens eine, vorzugsweise
mehrere entsprechende Detektionseinrichtungen 12D auf, wie in Fig. 1 schematisch angedeutet,
auf.
[0138] Die Vorrichtung 1 bzw. Erfassungseinrichtung 12 kann die Detektionseinrichtungen
12D zur Betriebsmittelerfassung und/oder -überwachung zusätzlich oder alternativ zu
der der vorzugsweise der Linse 2 zugeordneten Detektionseinrichtung 12A aufweisen.
[0139] Die Detektionseinrichtungen 12D können, insbesondere ebenso wie die Detektionseinrichtung
12A, fest mit der Vorrichtung 1 oder deren Gehäuse 9 verbunden oder darin integriert
sein und/oder fest oder lösbar an die Vorrichtung 1, Steuereinrichtung 7 und/oder
Erfassungseinrichtung 12 angeschlossen oder anschließbar sein und/oder drahtlos oder
Funk entsprechende Daten bzw. Informationen, insbesondere an die' Vorrichtung 1, Steuereinrichtung
7 und/oder Erfassungseinrichtung 12, übertragen, wie beispielhaft durch die gestrichelten
Linien in Fig. 1 angedeutet.
[0140] Bei den Detektionseinrichtungen 12A und/oder 12D handelt es sich insbesondere um
entsprechende Sensoren, Sensoreinrichtungen, optische Einrichtungen, Kameras, Füllstandsmesser,
Näherungsschalter, Mikroschalter oder dgl. Bedarfsweise können auch mehrere oder unterschiedliche
Detektionseinrichtungen 12D kombiniert werden und/oder der Erfassung von Informationen
bezüglich eines Betriebsmittels dienen.
[0141] Vorzugsweise sind einige oder alle Detektionseinrichtungen 12D in der Nähe des jeweils
zu überwachenden oder zu erfassenden Betriebsmittels bzw. dem jeweiligen Einbauzustand
oder Verwendungsort des Betriebsmittels in der Vorrichtung 1 angeordnet und/oder den
jeweiligen Bearbeitungseinrichtungen 3, 4, 5 und/oder 6 bzw. sonstigen Einrichtungen,
wie der Aufnahmeeinrichtung 11, zugeordnet.
[0142] Beispielsweise kann eine Detektionseinrichtung 12D der Bearbeitungseinrichtung 3
bzw. dem Drehantrieb 3C, hier dem Fast-Tool-Antrieb, bzw. dem Drehwerkzeug 3D zugeordnet
sein, insbesondere um das eingebaute Bearbeitungswerkzeug, hier das Drehwerkzeug 3D,
und/oder dessen Typ, Größe, Zustand, Abnutzung oder dgl. - ggf. auch fortlaufend -
zu überwachen und/oder zu erfassen.
[0143] Beispielsweise kann eine Detektionseinrichtung 12D der Bearbeitungseinrichtung 3
bzw. dem Fräsantrieb 3E zugeordnet sein, insbesondere um das eingebaute Bearbeitungswerkzeug,
hier das Fräswerkzeug 3F, und/oder dessen Typ, Größe, Zustand, Abnutzung oder dgl.
- ggf. auch fortlaufend - zu überwachen und/oder zu erfassen.
[0144] Beispielsweise kann eine Detektionseinrichtung 12D der Poliereinrichtung 4 bzw. dem
Polierantrieb 4C zugeordnet sein, insbesondere um das eingebaute Polierwerkzeug 4D,
beispielsweise dessen Typ, Größe, Zustand, Abnutzung oder dgl., - ggf. auch fortlaufend
- zu überwachen und/oder zu erfassen. Beim Darstellungsbeispiel ist vorzugsweise dem
Tank 10 auch eine entsprechende Detektionseinrichtung 12D zugeordnet, vorzugsweise
um das Vorhandensein des Tanks 10 bzw. eines darin enthaltenen Betriebsmittels, wie
der Flüssigkeit 10A, die Art des Betriebsmittels bzw. der Flüssigkeit 10A, den Füllstand
oder dgl. - ggf. auch fortlaufend - zu erfassen und/oder zu überwachen.
[0145] Weiter kann auch der Aufnahmeeinrichtung 11 eine Detektionseinrichtung 12D zugeordnet
sein, wie in Fig. 1 angedeutet, insbesondere um das Vorhandensein und/oder die Art,
Größe oder dgl. aufgenommener Betriebsmittel und/oder das Vorhandensein bzw. den Typ
eines darin aufgenommenen Transportbehältnisses 13 bzw. von in dem Transportbehältnis
13 enthaltener Betriebsmitteln - ggf. auch fortlaufend - zu erfassen und/oder zu überwachen.
[0146] Die erfassten bzw. detektierten Informationen, insbesondere bezüglich der Betriebsmittel,
können von der Vorrichtung 1, Erfassungseinrichtung 12 und/oder Steuereinrichtung
7 verwendet, weiter verarbeitet und/oder ausgewertet und/oder - insbesondere über
die Anzeigeeinrichtung 8 - angezeigt oder auf sonstige Art und Weise ausgegeben oder
protokolliert werden, vorzugsweise zusammen mit durchgeführten Linsenbearbeitungen.
[0147] Bei Bedarf können die vorzugsweise selbsttätig erfassten oder detektierten Informationen
generell auch korrigiert werden, insbesondere mittels der Eingabeeinrichtung 8A oder
auf sonstige geeignete Art und Weise.
Die Informationen können insbesondere auch einer Identifikation der jeweiligen Linse
2 vor und/oder während und/oder nach der Bearbeitung dienen.
[0148] Die - insbesondere die Linse(n) 2 betreffenden - Informationen oder ein damit versehener
Informationsträger sind bzw. ist der Linse 2 bzw. dem Blockstück 2A gemäß einer bevorzugten
Ausgestaltung jeweils zugeordnet, insbesondere daran angeordnet oder darauf aufgebracht
oder darin integriert. Entsprechende Ausführungsvarianten werden nachfolgend anhand
der weiteren Figuren näher erläutert.
[0149] Fig. 3 veranschaulicht in einer schematischen Darstellung ein Erfassen von Informationen
bzgl. einer zu bearbeitenden Linse 2 bzw. eines Linsenrohlings mittels der Erfassungseinrichtung
12 und Detektionseinrichtung 12A.
[0150] Die Linse 2 ist vorzugsweise mit den Informationen, insbesondere einem Freischaltcode
FC und/oder (linsenspezifischen) Ausgangsdaten AD, versehen, besonders bevorzugt ist
ein Informationsträger 12B mit diesen Informationen versehen und der Linse 2 zugeordnet.
[0151] Bei dem Informationsträger 12B handelt es sich insbesondere um einen RFID-Chip oder
-Transponder, eine mechanische und/oder optische Kennzeichnung, insbesondere einen
Barcode, besonders bevorzugt einen zweidimensionalen Barcode, eine sonstige Kennzeichnung,
ein sonstiges Identifikationsmittel oder dergleichen.
[0152] Der Informationsträger 12B enthält die Informationen je nach Bedarf in kodierter
oder unkodierter Form. Insbesondere ist zumindest der besonders bevorzugt darin enthaltene
Freischaltcode FC und/oder eine vorzugsweise eindeutige Identifikation der jeweiligen
Linse 2 kodiert.
[0153] Die - insbesondere die Linse 2 betreffenden - Informationen bzw. Daten, die diese
Informationen enthalten, werden vorzugsweise von der Erfassungseinrichtung 12 bzw.
Detektionseinrichtung 12A erfasst oder ausgelesen, insbesondere über einen entsprechenden
Signalaustausch, bzw. ein Detektionssignal 12C, wie schematisch in Fig. 3 angedeutet.
Diese Daten werden dann vorzugsweise in der Vorrichtung 1 bzw. Erfassungseinrichtung
12 insbesondere hinsichtlich der Informationen bzw. des Freischaltcodes FC und/oder
der Ausgangsdaten AD ausgewertet und insbesondere zur Weiterverarbeitung bzw. für
den weiteren Betrieb oder Ablauf der Vorrichtung 1 bzw. für andere Komponenten oder
Einrichtungen der Vorrichtung 1, wie der Steuereinrichtung 7, zur Verfügung gestellt.
[0154] Das vorgenannte Detektieren, Lesen bzw. Erfassen der Daten von dem Informationsträger
12B erfolgt insbesondere optisch, durch Funk, magnetisch, elektromagnetisch und/oder
auf sonstige geeignete Art und Weise. Beispielsweise wird ein RFID-Chip oder -Transponder
als Informationsträger 12B per Funk bzw. über ein RFID-Signal ausgelesen. Beispielsweise
wird eine optische Kennzeichnung oder ein Barcode als Informationsträger 12B optisch
erfasst oder gescannt. Beispielsweise kann es sich bei dem Informationsträger 12B
auch um einen sonstigen Chip oder Mikrochip, insbesondere um einen EPROM oder EEPROM,
und/oder um einen magnetischen Datenspeicher oder dgl. handeln. Die Vorrichtung 1
bzw. Erfassungseinrichtung 12 bzw. Detektionseinrichtung 12A ist dementsprechend ausgebildet,
beispielsweise mit einem entsprechenden RFIF-Empfänger oder Abfragegerät, einer Kamera,
einem sonstigen Sensor oder dergleichen versehen.
[0155] Der Informationsträger 12B kann beispielsweise fest mit der Linse 2 verbunden oder
an dieser angebracht sein, ggf, in einem Bereich, der während der Bearbeitung entfernt
wird.
[0156] Beim Darstellungsbeispiel ist die Linse 2 vorzugsweise mit einer Schutzfolie 2B,
insbesondere auf ihrer der Bearbeitungsseite abgewandten Rückseite versehen. Diese
Rückseite ist üblicherweise bereits bearbeitet. Die Schutzfolie 2B dient daher einem
Schutz dieser bearbeiteten Rückseite bei der weiteren Bearbeitung der Linse 2 auf
der anderen Seite bzw. Vorderseite und/oder bei der Bearbeitung des Randes der Linse
2. Insbesondere schützt die Schutzfolie 2B die Rückseite der Linse 2 im verblockten
Zustand gegen Beschädigungen oder dergleichen. Fig. 3 zeigt die Linse 2 im verblockten
Zustand. Das zugeordnete Blockstück 2A ist insbesondere mittels eines Blockmaterials
2C, das in Fig. 3 schematisch angedeutet ist, mit der Linse 2, genauer gesagt mit
der Rückseite der Linse 2 bzw. der Schutzfolie 2B verbunden.
[0157] Beim Darstellungsbeispiel ist der Informationsträger 12B vorzugsweise von der Schutzfolie
2B gebildet oder in diese integriert oder mit dieser verbunden, insbesondere derart,
dass bei einem späteren Lösen der Schutzfolie 2B von der Linse 2 der Informationsträger
12B ebenfalls (zwangsweise) von der Linse 2 gelöst und/oder zerstört wird. Alternativ
kann der Informationsträger 12B auch die Schutzfolie 2B bilden oder umgekehrt.
[0158] Der Informationsträger 12B kann, wie in Fig. 3 nur schematisch angedeutet, wahlweise
auf der der Linse 2 zugewandten Seite oder auf der davon abgewandten Seite der Schutzfolie
2B angeordnet sein. Generell ist der Informationsträger 12B dann vorzugsweise sehr
flach ausgebildet, so dass insbesondere keine Aufwölbung der Schutzfolie 2B erfolgt.
Ggf. kann der Informationsträger 12B auch in eine entsprechende Aussparung oder dgl.
eingelassen sein.
[0159] Beim Darstellungsbeispiel handelt es sich besonders bevorzugt um einen folienartig
ausgebildeten RFID-Chip oder -Transponder als Informationsträger 12B, der insbesondere
mit der Schutzfolie 2B unlösbar und/oder ausschließlich verbunden, besonders bevorzugt
verklebt oder verschweißt oder darin einlaminiert ist. Jedoch sind auch andere konstruktive
Lösungen möglich.
[0160] Alternativ kann der Informationsträger 12B auch am Blockstück 2A angeordnet oder
in dieses integriert sein, wie in Fig. 3 gepunktet angedeutet.
[0161] Fig. 4 zeigt in einer schematischen Draufsicht die Linse 2 mit der Schutzfolie 2B,
jedoch im nicht geblockten Zustand, also getrennt von dem Blockstück 2A. Der der Linse
2 bzw. Schutzfolie 2B zugeordnete Informationsträger 12B ist hier insbesondere mittig
angeordnet und/oder als Barcode ausgeführt.
[0162] Nach dem Abblocken und/oder Bearbeiten der Linse 2 und/oder nach einem Beschichten
der Linse 2 wird die Schutzfolie 2B vorzugsweise nur zusammen mit dem Informationsträger
12B von der Linse 2 entfernt.
[0163] Der Informationsträger 12B ist vorzugsweise derartig angeordnet und/oder ausgebildet,
dass dieser nach einem erstmaligen Auslesen und/oder während der Bearbeitung und/oder
nach der Bearbeitung unbrauchbar oder unlesbar, insbesondere zerstört, wird.
[0164] Vorzugsweise werden die Informationen bzw. Freischaltcodes oder Teile davon nach
einem Auslesen, Benutzen, Erfassen oder dgl. und/oder nach dem Bestimmen der geometrischen
Daten GD und/oder Fertigungsdaten FD unbrauchbar oder unlesbar gemacht oder gelöscht.
Beispielsweise kann ein magnetisches oder elektrisches bzw. elektronisches Löschen
von Informationen bzw. des Informationsträgers 12B erfolgen. Der Informationsträger
12B ist dann vorzugsweise dementsprechend ausgebildet. Beispielsweise kann es sich
auch um einen Mikrochip, EPROM, EEPROM, magnetischen Speicher, magnetischen Datenträger
oder dgl. handeln. Alternativ kann ein Löschen oder Zerstören von Informationen bzw,
des Informationsträgers 12B durch die Markiereinrichtung 3G bzw. optisch oder durch
Lagereinwirkung, UV-Strahlung oder dgl. erfolgen.
[0165] Vorzugsweise wird ein Bestimmungsvorgang nur nach Erfassung eines entsprechenden
bzw. zulässigen Freischaltcodes FC ausgeführt. Besonders bevorzugt ist jener Freischaltcode
FC nur einmal zulässig oder verwendbar oder nur für einen einzigen Bestimmungsvorgang
einsetzbar und/oder nur in Verbindung mit einer einzigen bestimmten Linse 2 benutzbar.
Alternativ oder zusätzlich wird bei der Benutzung des Freischaltcodes FC vorzugsweise
eine Identifikation der damit bearbeitenden Linse 2 zugeordnet und eine nochmalige
Benutzung des Freischaltcodes FC für eine andere Linse 2 ausgeschlossen. Die Vorrichtung
1 bzw. Steuereinrichtung 7 ist vorzugsweise derart ausgebildet, um die vorgenannte
Funktionalität bzw. Funktionalitäten zu ermöglichen.
[0166] Vorzugsweise ist für jede Linse 2 ein eigener Bestimmungsvorgang vorgesehen und ein
eigener Freischaltcode FC erforderlich.
[0167] Vorzugsweise ist das Designmodell aus mehreren Designmodellen durch den Freischaltcode
FC und/oder die Ausgangsdaten AD auswählbar.
[0168] Vorzugsweise erfolgt das Bearbeiten der jeweiligen Linse 2 und/oder die Erzeugung
von geometrischen Daten GD und/oder die Bestimmung von Fertigungsdaten FD nur dann,
wenn ein zulässiger Freischaltcode vorliegt bzw. erfasst wurde.
[0169] Besonders bevorzugt werden bereits benutzte Freischaltcodes FC ggf. zusammen mit
der Identifikation der bearbeiteten Linse 2 gespeichert, um eine nochmalige Verwendung
oder Benutzung ausschließen zu können.
[0170] Besonders bevorzugt werden nur eindeutige Freischaltcodes FC verwendet, die sich
für jede Linse 2 unterscheiden. Jedoch können auch für mehrere Linsen 2 oder Linsentypen
oder eine Gruppe von Linsen 2 besondere Freischaltcodes FC vorgesehen sein, die eine
entsprechende mehrmalige Benutzung bzw. dementsprechend mehrere Bestimmungsvorgänge
für die Linsen 2 ermöglichen.
[0171] Alternativ oder zusätzlich können zu der Benutzung des Freischaltcodes FC die Informationen
bzw. Ausgangsdaten AD insbesondere zu einer Identifizierung oder Unterscheidung der
Linsen 2, zur Überprüfung, ob der richtige Linsentyp verwendet wird oder dergleichen,
und/oder für sonstige Zwecke eingesetzt werden. Die Informationen bzw. Ausgangsdaten
AD enthalten daher vorzugsweise auch eine eindeutige Identifikation der jeweiligen
Linse 2 oder des jeweiligen Linsentyps oder dergleichen.
[0172] Grundsätzlich ist es auch möglich, die Informationen, beispielsweise den Freischaltcode
FC einerseits und die Ausgangsdaten AD andererseits auf verschiedene Informationsträger
12B und/oder auf verschiedene Arten der Erfassung, beispielsweise Erfassung über die
Erfassungseinrichtung 12 bzw. deren Detektionseinrichtung 12A und/oder Detektoren
D einerseits und die Eingabeeinrichtung 8 andererseits, und/oder auf eine selbsttätige
Erfassung einerseits und eine manuelle Erfassung bzw. Eingabe andererseits aufzuteilen.
Weiter können auch verschiedenen Arten der Erfassung, beispielsweise einerseits optisch
und andererseits magnetisch oder elektromagnetisch gemischt verwendet werden.
[0173] Fig. 5 zeigt in einer sehr schematischen Darstellung ein vorschlagsgemäßes Transportbehältnis
13 für eine oder mehrere Linsen 2, insbesondere aufgeblockte Linsen 2, also Linsen
2 mit Blockstücken 2A. Das Transportbehältnis 13 kann bedarfsweise alternativ oder
zusätzlich - wie in Fig. 5 angedeutet - Werkzeuge 3D, 3F und/oder 4D, beispielsweise
verschiedene Werkzeuge für verschiedene Bearbeitungen oder Linsen 2 und/oder Werkzeuge
zum Ersatz, und/oder sonstige Betriebsmittel, wie Kühlmittel, Poliermittel, Beschichtungsmittel,
Reinigungsmittel, Blockmaterial oder dgl., beispielsweise einen/den Tank 10 mit Flüssigkeit
10A als Betriebsmittel, und/oder sonstige Hilfsmittel, wie Handschuhe, Putztücher
oder dgl., enthalten.
[0174] Besonders bevorzugt handelt es sich bei dem Transportbehältnis 13 um ein Behätnis,
das den Benutzer bzw. die Vorrichtung 1 insbesondere mit allen für die Bearbeitung
erforderlichen Linsenrohlingen, Materialien und/oder Informationen bzw. den erforderlichen
Freischaltcodes oder dgl., zu versorgt. Alternativ oder zusätzlich können die Informationen
bzw. Freischaltcodes oder Teile davon auch auf sonstige Weise, beispielsweise per
e-mail, SMS, elektronischer Nachricht, Telefon, Telefax, Internetabruf, Funk oder
dgl. übermittelt oder bereitgestellt werden.
[0175] Beim Darstellungsbeispiel ist das Transportbehältnis 13 vorzugsweise mit den Informationen
bzw, einem Informationsträger 12B versehen. Diese Informationen bzw. dieser Informationsträger
12B können bzw. kann beispielsweise einen Freischaltcode FC für alle mit dem Transportbehältnis
13 gelieferten oder darin enthaltenen Linsen 2 oder mehrer entsprechende Freischaltcodes
FC und/oder in entsprechender Weise Ausgangsdaten AD bezüglich der Linsen 2 enthalten.
[0176] Der Informationsträger 12B kann fest oder unlösbar mit Transportbehältnis 13 verbunden
sein. Alternativ kann der Informationsträger 12B auch davon lösbar sein und beispielsweise
in die Erfassungseinrichtung 12 oder deren Detektionseinrichtung 12A einsteckbar oder
daran anschließbar sein, insbesondere zum Auslesen der darauf enthaltenen Informationen.
[0177] Das Auslesen der Informationen bzw. des Informationsträgers 12B des Transportbehältnisses
13 kann beispielsweise auch dadurch erfolgen, dass das Transportbehältnis 13 von der
Vorrichtung 1 bzw. deren Aufnahmeeinrichtung 11 aufgenommen wird. In diesem Fall kann
das Transportbehältnis 13 bzw, der Informationsträger 12B beispielsweise über entsprechende
elektrische Anschlüsse oder dergleichen auslesbar bzw. mit der Vorrichtung 1 bzw.
Erfassungseinrichtung 12 bzw. Detektionseinrichtung 12A verbindbar oder daran anschließbar
sein.
[0178] Es ist auch möglich, dass den einzelnen Linsen 2 im Transportbehältnis 13 jeweils
zusätzlich ein eigener Informationsträger 12B zugeordnet ist, so dass zur Bearbeitung
der jeweiligen Linse 2 insbesondere sowohl dieser zugeordnete Informationsträger 12B
als auch der dem Transposrtbehältnis 13 zugeordnete Informationsträger 12B bzw. die
jeweils darin enthaltenen Informationen erforderlich sind.
[0179] Generell kann also eine Aufteilung der Informationen bzw. Freischaltcodes auf verschiedene
Informationsträger 12B und/oder verschiedene Arten der Erfassung bzw, verschiedene
Erfassungseinrichtungen erfolgen.
[0180] Alternativ oder zusätzlich kann eine Freischaltung oder Freigabe der Vorrichtung
1 für eine Bestimmung von beispielsweise geometrischen Daten GD und/oder Fertigungsdaten
FD und/oder für eine Bearbeitung (zusätzlich) davon abhängig gemacht werden, dass
entsprechende Voraussetzungen geprüft oder erfüllt werden, wie das Einlegen eines
bestimmten oder erforderlichen Linsentyps oder -rohlings, Bereitstellen erforderlicher
Bearbeitungswerkzeuge oder dgl., und/oder von entsprechenden (ggf. manuell einzugebenden)
Bestätigungen durch einen Benutzer oder von außen durch Dritte oder dgl.
[0181] Generell ist es auch möglich, die Informationen bzw. Freischaltcodes oder Teile davon
nach dem Erfassen oder Benutzen zu löschen. Alternativ oder zusätzlich kann der Informationsträger
12B zumindest teilweise zerstört oder unbrauchbar gemacht werden.
[0182] Einzelne Betriebsmittel, insbesondere einzelne oder alle Werkzeuge, können mit den
entsprechenden Informationen bzw. einem entsprechenden Informationsträger 12B, insbesondere
einem Barcode, versehen sein. Der Tank 10 kann auch in entsprechender Weise mit Informationen
bzw. einem Informationsträger 12B versehen sein.
[0183] Der Informationsträger 12B des Transportbehältnisses 13 kann insbesondere auch Informationen
bezüglich der Betriebsmittel, die erforderlich und/oder in dem Transportbehältnis
13 enthalten sind, umfassen.
[0184] Ein Auslesen der Informationen aus dem Informationsträger 12B des Transportbehältnisses
13 und/oder aus einzelnen Informationsträgern 12B der Linse 2 und/oder der Betriebsmittel
kann besonders bevorzugt über eine dem Transportbehältnis 13 bzw. der Aufnahmeeinrichtung
11 entsprechend zugeordnete Detektionseinrichtung 12D, ggf. sogar automatisiert oder
selbsttätig, beispielsweise beim Einsetzen des Transportbehältnisses 13 in die Vorrichtung
1 oder Aufnahmeeinrichtung 11, erfolgen.
[0185] Vorzugsweise ist von der Vorrichtung 1 bzw, der Erfassungseinrichtung 12 bzw. der
Steuereinrichtuchtung 7 erfassbar, aufnehmbar, feststellbar und/oder auswertbar, welche
Linsen 2 bzw. Linsenrohlinge und/oder Betriebsmittel, insbesondere Werkzeuge, zur
Verfügung stehen. Dementsprechend können in Abhängigkeit davon - vorzugsweise selbsttätig
von der Vorrichtung 1 bzw. der Steuereinrichtung 7, insbesondere der Ablaufsteuerung
7C - die konkrete Bearbeitung und/oder der Ablauf festgelegt und/oder die entsprechenden
Fertigungsdaten FD bestimmt werden. Beispielsweise kann bei Vorhandensein nur eines
Drehwerkzeugs 3D bzw. Fehlen eines Fräswerkzeugs 3F eine erste Bearbeitung durch Fräsen
entfallen und statt dessen eine ausschließliche Bearbeitung durch Drehen bei der spannenden
Bearbeitung der Linse 2 erfolgen.
[0186] Es ist anzumerken, dass das Transportbehältnis 13 selbst mit mindestens einer entsprechenden
bzw. geeigneten Detektoreinrichtung 12D, wie einem Sensor, Mikroschalter oder dgl.,
versehen sein kann, um die entsprechenden Informationen, wie das Vorhandensein eines
Betriebsmittels, beispielsweise eines entsprechenden Werkzeugs, abfragen oder erfassen
zu können. Diese Informationen werden dann beispielsweise drahtlos bzw. per Funk oder
kabelgebunden, beispielsweise durch einen entsprechenden elektrischen Anschluss, insbesondere
bei Anschließen oder Anbringen des Transportbehältnisses 13 an die Vorrichtung 1 oder
die Aufnahmeeinrichtung 11 übertragen oder zur Verfügung gestellt, insbesondere so
dass sie von der Erfassungseinrichtung 12 erfasst und von der Vorrichtung 1 weiter
verarbeitet bzw. verwendet werden können. Dies erfolgt vorzugsweise selbsttätig bzw.
automatisch.
[0187] Die Vorrichtung 1 weist vorzugsweise die Benutzerführeinrichtung 7D zur Benutzerführung
auf, wie bereits erwähnt. Das vorschlagsgemäße Verfahren sieht also insbesondere eine
Benutzerführung vor.
[0188] Die Vorrichtung bzw. Benutzerführeinrichtung 7D bzw. Benutzerführung ist vorzugsweise
zur Anzeige einer benötigten Linse 2 und/oder eines benötigten Betriebsmittels ausgebildet.
Dies erleichtert die Benutzung bzw. Bedienung wesentlich.
[0189] Die Vorrichtung bzw. Benutzerführeinrichtung 7D bzw. Benutzerführung ist vorzugsweise
zur Anzeige eines erforderlichen Wechsels der Linse 2 und/oder eines Werkzeugs, insbesondere
eines Drehwerkzeugs 3D, Fräswerkzeugs 3F und/oder Polierwerkzeugs 4D, ausgebildet.
Dies erleichtert die Benutzung bzw. Bedienung wesentlich.
[0190] Die Vorrichtung bzw. Benutzerführeinrichtung 7D bzw. Benutzerführung ist vorzugsweise
zur Anzeige eines erforderlichen Umspannens der Linse 2 und/oder vorzugsweise zur
Anzeige der zu benutzenden Aufnahme 3B, 4B ausgebildet. Dies erleichtert die Benutzung
bzw. Bedienung wesentlich.
[0191] Die Vorrichtung bzw. Benutzerführeinrichtung 7D bzw. Benutzerführung ist vorzugsweise
zur Anzeige eines erforderlichen Wechsels der Bearbeitungseinrichtung 3 bis 6 und/oder
vorzugsweise zur Anzeige der zu benutzenden Bearbeitungseinrichtung 3 bis 6 ausgebildet.
Dies erleichtert die Benutzung bzw. Bedienung wesentlich.
[0192] Besonders bevorzugt führt die Benutzerführung einen nicht dargestellten Benutzer
derart, dass eine jeweils für die gewünschten optischen Daten OD sinnvolle oder optimale
oder mögliche Bearbeitung und/oder Prozessführung vorgeschlagen, angezeigt und/oder
vorgegeben wird.
[0193] Weiter werden insbesondere alle erforderlichen Betriebsmittel und/oder erforderlichen
manuellen Eingriffe, wie Einspannen, Umspannen, Werkzeugwechsel oder dgl., insbesondere
angezeigt und/oder - insbesondere von der Vorrichtung 1, Steuereinrichtung 7 und/oder
Erfassungseinrichtung 12 bzw. von den Detektionseinrichtungen 12A, 12D - überwacht.
[0194] Weiter ist die Benutzerführung vorzugsweise derart ausgebildet, dass der Fortgang
der Bearbeitungsprozesses und/oder der Abschluss einzelner Bearbeitungsschritte jeweils
angezeigt wird.
[0195] Die Benutzerführung benutzt zur Anzeige besonders bevorzugt die Anzeigeeinrichtung
8B der Vorrichtung 1, kann jedoch alternativ oder zusätzlich auch jede sonstige Anzeigeeinrichtung
und/oder die Schnittstelle 8C zur Ausgabe an andere Anzeigegeräte oder dgl. verwenden.
Bezugszeichenliste
[0196]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Linse
- 2A
- Blockstück
- 2B
- Schutzfolie
- 2C
- Blockmaterial
- 3
- Bearbeitungseinrichtung
- 3A
- Werkstückspindel
- 3B
- Aufnahme
- 3C
- Drehantrieb
- 3D
- Drehwerkzeug
- 3E
- Fräsantrieb
- 3F
- Fräswerkzeug
- 3G
- Markiereinrichtung
- 4
- Poliereinrichtung
- 4A
- Werkstückspindel
- 4B
- Aufnahme
- 4C
- Polierantrieb
- 4D
- Polierwerkzeug
- 5
- Reinigungseinrichtung
- 5A
- Reinigungsraum
- 6
- weitere Bearbeitungseinrichtung
- 6A
- Bearbeitungsraum
- 7
- Steuereinrichtung
- 7A
- Designmodul
- 7B
- Fertigungsmodul
- 7C
- Ablaufsteuerung
- 7D
- Benutzerführeinrichtung
- 7E
- Einrichtungssteuerung
- 8
- Eingabeeinrichtung
- 8A
- Bedienfeld
- 8B
- Anzeigeeinrichtung
- 8C
- Schnittstelle
- 9
- Gehäuse
- 9A
- Eingabeklappe
- 9B
- Eingabeklappe
- 10
- Tank
- 10A
- Flüssigkeit
- 11
- Aufnahmeeinrichtung
- 12
- Erfassungseinrichtung
- 12A
- Detektionseinrichtung
- 12B
- Informationsträger
- 12C
- Detektionssignal
- 12D
- Detektionseinrichtung
- 13
- Transportbehältnis
- B
- Drehung
- C
- Rundachse
- S
- Schwenkbewegung
- W
- Linearachse
- X
- Linearachse
- Z
- Linearachse
- AD
- Ausgangsdaten
- FC
- Freischaltcode
- FD
- Fertigungsdaten
- GD
- geometrische Daten
- OD
- optische Daten