Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Materialverteilungseinheit nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Es sind bereits von Traufeleinheiten gebildete Materialverteilungseinheiten bekannt,
die eine Verteilerplatte und einen mit der Verteilerplatte fest verbundenen Handgriff
aufweisen.
[0003] Eine herkömmliche Materialverteilungseinheit ist in
EP 2 080 851 A2 vorgeschlagen.
Offenbarung der Erfindung
[0004] Die Erfindung geht aus von einer Materialverteilungseinheit, insbesondere von einer
Handarbeitsmaterialverteilungseinheit, mit einer Anschlusseinheit zum Anschluss an
eine Verteilerplatte.
[0005] Es wird vorgeschlagen, dass die Materialverteilungseinheit eine Antriebseinheit zur
Erzeugung einer Arbeitsbewegung der Anschlusseinheit aufweist. Durch eine erfindungsgemäße
Materialverteilungseinheit können das Aufbringen und das Entfernen von Material vorteilhaft
unterstützt werden. Beim Aufbringen von Material kann durch die Arbeitsbewegung ein
besonders gleichmäßiger Materialauftrag stattfinden und die Arbeitsbewegung kann glättend
wirken. Das Aufquellen des Materials an den Kanten der Verteilerplatte nach dem Aufbringen
kann vermindert werden. Es kann vorteilhaft eine Betätigung mit einem geringen Kraftaufwand
ermöglicht werden. Beim Ablösen von Material, wie zum Beispiel Tapeten, kann die Arbeitsbewegung
das Ablösen der Materialschicht schneidend unterstützen. Damit kann der Benutzer Material
komfortabler und mit weniger Kraftaufwand ablösen. Dabei soll unter einer "Materialverteilungseinheit"
insbesondere eine Einheit verstanden werden, die zum Führen einer Verteilerplatte
vorgesehen ist, welche geeignet ist, Materialien, wie z.B. Spachtelmassen, Gipsarten
und Strukturmassen, auf ein Werkstück aufzubringen. Die Materialverteilungseinheit
weist dabei vorzugsweise eine Masse kleiner als 10 kg und vorzugsweise kleiner als
5 kg auf und ist als eine von einem einzelnen Bediener tragbare Einheit gebildet,
so dass insbesondere die Materialverteilungseinheit dazu genutzt werden kann, Material
an einer vertikalen Fläche zu verteilen. Die Materialverteilungseinheit kann aber
auch an horizontalen oder geneigten Flächen eingesetzt werden. Eine weitere, mögliche
Verwendung einer solchen Materialverteilungseinheit mit einer Verteilerplatte besteht
darin, Materialien, wie Tapeten, Farben oder Gipsschichten, zu entfernen. Unter einer
"Anschlusseinheit" soll insbesondere eine Einheit der Materialverteilungseinheit verstanden
werden, die dazu vorgesehen ist, eine geeignete Verteilerplatte an der Materialverteilungseinheit
zu fixieren. Unter einer "Verteilerplatte" soll dabei insbesondere eine Platte zum
Anschluss an eine Materialverteilungseinheit verstanden werden, die in beschriebener
Weise zum Abtragen und insbesondere zum Aufbringen und Verteilen von Material genutzt
wird. Eine solche Verteilerplatte weist vorteilhaft eine Fläche größer als 100 cm
2, vorzugsweise größer als 200 cm
2 und besonders bevorzugt größer als 300 cm
2 auf. Die Verteilerplatte weist vorzugsweise eine Breite größer als 10 cm und eine
Länge größer als 20 cm auf. Vorzugsweise ist die Verteilerplatte zwischen 10 und 15
cm breit und zwischen 28 und 60 cm lang. Die Verteilerplatte kann über zumindest einen
Großteil ihrer Länge und/oder Breite eine durchgehend geradlinige Kontur oder auch
eine gestufte Kontur aufweisen, um das Material beim Aufbringen zu strukturieren.
Die Verteilerplatte ist vorzugsweise von einer dünnen Platte gebildet, die eine Stärke
kleiner als 2 cm und vorzugsweise kleiner als 1 cm und besonders bevorzugt kleiner
als 5 mm aufweist, wie von einer dünnen Kunststoffplatte, vorzugsweise von einer faserverstärkten
Kunststoffplatte, und/oder von einer Blechplatte, vorzugsweise von einer Stahlblechplatte.
Die Verteilerplatten können verschiedene, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Grundformen
aufweisen, wie eine runde Grundform, eine dreieckige Grundform usw., besonders vorteilhaft
weist die Verteilerplatte jedoch eine rechteckige Grundform auf. Unter einer "Antriebseinheit"
soll insbesondere eine Einheit verstanden werden, die über einen Motor, insbesondere
einen Elektromotor, und vorzugsweise eine geeignete Getriebevorrichtung verfügt, die
dazu geeignet ist, aus der Bewegung des Motors eine gewünschte Arbeitsbewegung auf
mechanischem, pneumatischem oder hydraulischem Weg zu erzeugen. Es sind aber auch
Antriebseinheiten denkbar, die z.B. mit einem Linearmotor eine Arbeitsbewegung direkt
erzeugen. Unter einer "Arbeitsbewegung" soll dabei insbesondere eine Bewegung verstanden
werden, welche die an der Anschlusseinheit befestigte Verteilerplatte relativ zu der
durch den Benutzer ausgeführten Bewegung der Materialverteilungseinheit ausführt und
damit diese Bewegung unterstützend überlagert.
[0006] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Antriebseinheit in wenigstens einem Betriebsmodus
eine oszillierende Arbeitsbewegung in einer Längsachse der Anschlusseinheit durchführt.
Damit kann besonders vorteilhaft die Bewegung, die der Benutzer mit der Materialverteilungseinheit
beim Aufbringen oder Ablösen von Material ausführt, unterstützt werden. Dabei soll
unter einem "Betriebsmodus" insbesondere ein Modus verstanden werden, der vom Benutzer
für einen Gebrauch der Materialverteilungseinheit ausgewählt werden kann. Dabei kann
einer oder es können mehrere Betriebsmodi vorgesehen sein, die sich beispielsweise
in der Art der Arbeitsbewegung, der Frequenz und/oder der Amplitude unterscheiden
können und die zum Beispiel dafür vorgesehen sind, Material zu verteilen oder abzutragen.
Neben den Betriebsmodi soll ein Modus dafür vorgesehen sein, die Antriebseinheit bei
Nichtgebrauch zu deaktivieren. Unter einer "oszillierenden Arbeitsbewegung" soll dabei
insbesondere eine sich wiederholende Bewegung der Anschlusseinheit zwischen zwei Endpunkten
verstanden werden. Besonders vorteilhaft ist die Arbeitsbewegung eine Bewegung in
einer Ebene. Unter einer oszillierenden Arbeitsbewegung "in einer Längsachse der Anschlusseinheit"
soll dabei eine Bewegung verstanden werden, die zumindest im Wesentlichen, d.h. insbesondere
mit einer Abweichung von weniger als 10°, entlang der Längsachse der Anschlusseinheit
erfolgt. Ein Geschwindigkeits- und Beschleunigungsprofil der Bewegung kann insbesondere
einen sinus-/cosinusförmigen Verlauf haben, aber auch andere Bewegungsverläufe sind
denkbar. Unter der "Längsachse der Anschlusseinheit" soll dabei insbesondere eine
Hauptachse der Grundform der Anschlusseinheit verstanden werden, in der die Grundform
die größte Ausdehnung aufweist.
[0007] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Materialverteilungseinheit einen Handgriff zum
Führen der Materialverteilungseinheit aufweist, der auf einer von einer Arbeitsseite
abgewandten Seite einer von der Arbeitsbewegung der Anschlusseinheit aufgespannten
Ebene angeordnet ist. Damit kann ein besonders bequemes, exaktes und kraftsparendes
Führen der Materialverteilungseinheit ermöglicht werden. Unter einem "Handgriff" soll
dabei insbesondere ein Griff verstanden werden, welcher vom Benutzer in der Regel
mit einer Hand umschlossen werden kann und mit dem er die Materialverteilungseinheit
führt. Unter einer "Arbeitsseite" soll insbesondere die Seite der Anschlusseinheit
verstanden werden, die zum Anschluss der Verteilerplatte vorgesehen ist. Unter einer
"von der Arbeitsbewegung der Anschlusseinheit aufgespannten Ebene" soll insbesondere
eine Ebene verstanden werden, in der die Arbeitsbewegung die Anschlusseinheit, insbesondere
eine Hauptebene der Anschlusseinheit, bewegt. Unter einer "Hauptebene der Anschlusseinheit"
soll insbesondere eine Ebene verstanden werden, die von Auflagepunkten für eine Verteilerplatte
der Anschlusseinheit aufgespannt wird und in der die Auflagepunkte der Anschlusseinheit
durch die Arbeitsbewegung bewegt werden. Unter "Auflagepunkten" sollen dabei insbesondere
die Punkte oder Flächen der Anschlusseinheit verstanden werden, die die Lage der Verteilerplatte
bestimmen. Enthält die Anschlusseinheit keine Auflagepunkte, die in einer Ebene liegen,
so soll unter einer "Hauptebene der Anschlusseinheit" insbesondere die Ebene verstanden
werden, in der die Arbeitsseite einer an die Anschlusseinheit angeschlossenen Verteilerplatte
zu liegen kommt und in der die Arbeitsbewegung die Verteilerplatte bewegt.
[0008] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Materialverteilungseinheit einen Handgriff zum
Führen der Materialverteilungseinheit aufweist, der zumindest im Wesentlichen auf
einer einer von der Arbeitsbewegung der Anschlusseinheit aufgespannten Ebene gegenüberliegenden
Seite der Antriebseinheit angeordnet ist. Damit kann ein für den Benutzer zum Führen
der Materialverteilungseinheit vorteilhafter, tiefer Schwerpunkt der Materialverteilungseinheit
erreicht werden. Dabei soll unter der "gegenüberliegenden Seite der Antriebseinheit"
insbesondere ein Raum verstanden werden, der sich zumindest auf der gegenüberliegenden
Seite der Komponenten, welche die Arbeitsbewegung erzeugen, befindet. "Komponenten,
welche die Arbeitsbewegung erzeugen", sind dabei insbesondere der Motor oder die Motoren
und Getriebe der Antriebseinheit. Unter "zumindest im Wesentlichen" soll dabei insbesondere
verstanden werden, dass ein Großteil einer Grifffläche des Handgriffs, mindestens
jedoch mehr als 2/3 einer Grifffläche des Handgriffs, auf einer der Anschlusseinheit
gegenüberliegenden Seite der Antriebseinheit angeordnet ist. Unter einer "Grifffläche
des Handgriffs" soll dabei insbesondere diejenige Oberfläche des Handgriffs verstanden
werden, die dazu vorgesehen ist, beim Gebrauch der Materialverteilungseinheit mit
einer oder beiden Händen gegriffen zu werden. Vorzugsweise liegt der Handgriff in
einer Projektionsfläche der Anschlusseinheit senkrecht zu einer Hauptebene der Anschlusseinheit.
Dies ermöglicht einen besonders angenehmen, ausgeglichenen Kraftverlauf beim Führen
der Materialverteilungseinheit und damit ein besonders gleichmäßiges Aufbringen des
Materials. Unter einer "Projektionsfläche der Anschlusseinheit" soll dabei insbesondere
eine Projektion einer Fläche der Anschlusseinheit, die von den Auflagepunkten für
eine Verteilerplatte aufgespannt wird und die in einer Hauptebene der Anschlusseinheit
liegt, verstanden werden.
[0009] Weiter wird vorgeschlagen, dass eine Hauptachse des Handgriffs und eine Hauptachse
der Arbeitsbewegung zumindest eine parallele Komponente aufweisen. Auf diese Weise
können die vom Benutzer ausgeführten Bewegungen und die Arbeitsbewegung sich besonders
wirkungsvoll ergänzen. Unter einer "Komponente" soll dabei insbesondere die Resultierende
einer Projektion der Richtungen einer Achse und/oder einer Bewegung auf eine gemeinsame
Achse verstanden werden. Unter einer "parallelen Komponente" soll insbesondere verstanden
werden, dass es eine Richtung gibt, auf die die Richtungen mehrerer Achsen und/oder
Bewegungen projiziert werden können, in der alle Resultierenden größer als null sind.
Vorzugsweise ist die Hauptachse zumindest im Wesentlichen parallel zur Hauptachse
der Arbeitsbewegung und/oder parallel zur Längsachse der Anschlusseinheit. Dabei soll
unter der "Hauptachse des Handgriffs" insbesondere die Achse verstanden werden, in
der der Handgriff die größte Erstreckung aufweist und um die der Handgriff gegriffen
wird. Unter "im Wesentlichen parallel" soll verstanden werden, dass sich der kürzeste
Abstand zwischen einem beliebigen Punkt auf der Hauptachse des Handgriffs und der
Hauptachse der Arbeitsbewegung und/oder der Längsachse der Anschlusseinheit, wenn
der Punkt auf der Hauptachse des Handgriffs in eine beliebige Richtung verschoben
wird, um weniger als 10% der Länge ändert, um die der Punkt verschoben wurde.
[0010] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Anschlusseinheit eine Montageeinheit aufweist,
die dazu vorgesehen ist, die Verteilerplatte für den Bediener lösbar zu befestigen.
Damit kann die Materialverteilungseinheit durch den Benutzer einfach für verschiedene
Anwendungen, die unterschiedliche Verteilerplatten erfordern, angepasst werden. Unter
einer "Montageeinheit" soll dabei insbesondere eine Einheit der Anschlusseinheit verstanden
werden, welche die korrekte Lage der Verteilerplatte sicherstellt, die Arbeitsbewegung
auf die Verteilerplatte überträgt und die Mittel zur lösbaren Befestigung der Verteilerplatte
enthält oder aufnehmen kann. Dabei soll unter "für den Bediener lösbar" insbesondere
verstanden werden, dass der Bediener die Verteilerplatte durch Lösen eines oder mehrerer
Befestigungsmittel einfach entfernen und durch eine andere Verteilerplatte ersetzen
kann. Vorteilhaft ist es, wenn die Befestigungsmittel durch ein übliches Werkzeug,
wie z.B. einen Schraubendreher, gelöst werden können. Besonders vorteilhaft ist es,
wenn die Befestigungsmittel werkzeuglos gelöst werden können. Die Montageeinheit kann
dabei insbesondere Auflagepunkte, Auflageflächen, Passflächen und/oder Passstifte
und/oder Ausnehmungen zur Aufnahme von Passstiften zur Bestimmung der Lage der Verteilerplatte
sowie Gewinde zur Aufnahme von weiteren Befestigungsmitteln, wie zum Beispiel Schrauben,
enthalten. Weiter sind Klemmelemente, Führungen und/oder Nuten zur Aufnahme von Nutensteinen
und/oder andere, sinnvolle Mittel, die zur einfach lösbaren Befestigung einer Verteilerplatte
dienen können, denkbar.
[0011] In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Antriebseinheit eine
aktive Schwingungsausgleichseinheit zum Ausgleich einer Massenbeschleunigung aufweist.
Dies ermöglicht eine besonders bequeme, schwingungsarme Handhabung und ermöglicht
eine Verbesserung der Oberfläche des aufgetragenen Materials. Dabei sollen die aus
den Massenbeschleunigungen resultierenden Kräfte, die durch die Arbeitsbewegung erzeugt
werden, zumindest teilweise oder vorzugsweise zumindest zu einem Großteil ausgeglichen
werden können. Dabei soll unter "zu einem Großteil ausgeglichen werden" insbesondere
verstanden werden, dass die verbleibenden, aus der Arbeitsbewegung resultierenden
Massenkräfte, welche an der Materialverteilungseinheit wirken, um mindestens 2/3 reduziert
werden. Der Ausgleich der Massenbeschleunigung kann dabei vorzugsweise durch eine
zumindest weitgehend gegenläufig zur Arbeitsbewegung bewegte Masse erfolgen. Unter
"zumindest weitgehend gegenläufig zur Arbeitsbewegung" soll dabei insbesondere eine
Bewegung verstanden werden, bei der die Richtung des Geschwindigkeitsvektors während
mindestens 2/3 der Zeit einer ganzen Periode der Arbeitsbewegung in eine Richtung
zeigt, die mehr als 170° von der Richtung des Geschwindigkeitsvektors der Arbeitsbewegung
zum selben Zeitpunkt abweicht. Die Schwingungsausgleichseinheit kann dabei über einen
eigenen Antrieb verfügen oder besonders vorteilhaft und kostensparend direkt durch
den Motor der Antriebseinheit über ein geeignetes Getriebe angetrieben werden. Damit
kann auf einfache Art sichergestellt werden, dass die Ausgleichsmasse stets gegenläufig
und mit der gleichen Frequenz wie die Arbeitsbewegung angetrieben wird.
[0012] Ferner wird vorgeschlagen, dass die aktive Schwingungsausgleichseinheit wenigstens
ein Einstellelement zur Einstellung von unterschiedlichen Schwingungsausgleichsmodi
aufweist. Damit kann die Wirksamkeit der Schwingungsausgleichseinheit beim Einsatz
unterschiedlichen Verteilerplatten auf vorteilhafte Art verbessert werden. Unter "unterschiedlicher
Schwingungsausgleichsmodi" sollen dabei insbesondere Modi der Schwingungsausgleichseinheit
verstanden werden, die dazu vorgesehen sind, die resultierenden Kräfte von Massenbeschleunigungen
von Verteilerplatten mit unterschiedlicher Masse auszugleichen. Das Einstellelement
kann zum Beispiel als Verstellvorrichtung ausgebildet sein, welche die Amplitude der
Bewegung der Ausgleichsmasse verändert, so dass die erzeugte Gegenkraft den durch
die Schwingung der Anschlusseinheit und der Verteilerplatte erzeugten Kräften angeglichen
werden kann. Weiter kann das Einstellelement so ausgebildet sein, dass es erlaubt,
in die Schwingungsausgleichseinheit der Masse der verwendeten Verteilerplatte angepasste,
unterschiedliche Ausgleichsmassen einzusetzen. Es sind auch andere, für den Fachmann
sinnvolle Einstellelemente der aktiven Schwingungsausgleichseinheit denkbar.
[0013] In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Materialverteilungseinheit
über ein Energiedepot verfügt. Damit kann auf den Anschluss eines Netzkabels verzichtet
werden und die Materialverteilungseinheit besonders bequem und flexibel geführt werden.
Unter einem "Energiedepot" soll dabei insbesondere ein Energiespeicher verstanden
werden, der geeignet ist, den oder die Motoren der Antriebseinheit für einen Zeitraum
von z.B. mindestens 10 Minuten, bevorzugt für eine Stunde oder länger, mit Energie
zu versorgen. Das Energiedepot kann dabei zum Beispiel aus auswechselbaren Batterien
und/oder einem wieder aufladbaren Akkumulator, besonders vorteilhaft aus einem Lilon-Akkumulator,
bestehen. Die notwendige Ladeelektronik zum Aufladen der Akkumulatoren kann extern
vorgesehen oder in die Materialverteilungseinheit integriert sein. Ebenso kann ein
Akkumulator fest in die Materialverteilungseinheit integriert sein, oder als ein-
oder ansteckbarer Akkupack ausgeführt sein, der vom Benutzer zum Laden einfach entnommen
bzw. abgenommen werden kann.
[0014] Ferner wird eine Verteilerplatte vorgeschlagen, welche wenigstens ein Befestigungsmittel
zur Befestigung an einer Anschlusseinheit einer Materialverteilungseinheit aufweist.
Dadurch kann erreicht werden, dass sich die Verteilerplatte einfach und zuverlässig
mit der Montageeinheit der Anschlusseinheit der Materialverteilungseinheit verbinden
lässt. Geeignete Befestigungsmittel können zum Beispiel Ausnehmungen, Stifte und Bolzen
oder auch Passflächen sein, die zur Befestigung mit oder ohne weitere Hilfsmittel,
wie Stifte, Schrauben oder dergleichen, an der entsprechend gestalteten Montageeinheit
der Anschlusseinheit dienen.
Zeichnung
[0015] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Materialverteilungseinheit in einer schematischen Darstellung
von einer Schmalseite gesehen,
- Fig. 2
- die erfindungsgemäße Materialverteilungseinheit in einer schematischen Darstellung
in einer Draufsicht,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Materialverteilungseinheit
in einer Seitenansicht und
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines möglichen Einsatzes eines erfindungsgemäßen Handarbeitsmaschinensystems
bei der Verteilung von Material.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0017] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Materialverteilungseinheit, und zwar eine Handarbeitsmaterialverteilungseinheit,
von einer Schmalseite gesehen. Die Materialverteilungseinheit weist eine Anschlusseinheit
10 zum Anschluss an eine Verteilerplatte 12 auf (Figuren 1, 2 und 4). Die Materialverteilungseinheit
weist ferner eine Antriebseinheit 14 zur Erzeugung einer Arbeitsbewegung 16 der Anschlusseinheit
10 auf. Die Antriebseinheit 14 führt im Betriebsmodus eine oszillierende Arbeitsbewegung
16 in einer Längsachse 18 der Anschlusseinheit 10 aus (Figur 2).
[0018] Die Materialverteilungseinheit weist einen Handgriff 20 zum Führen der Materialverteilungseinheit
auf, der auf einer von einer Arbeitsseite 22 abgewandten Seite einer von der Arbeitsbewegung
16 der Anschlusseinheit 10 aufgespannten Ebene angeordnet ist. Der Handgriff 20 zum
Führen der Materialverteilungseinheit ist dabei auf einer einer von der Arbeitsbewegung
16 der Anschlusseinheit 10 aufgespannten Ebene gegenüberliegenden Seite der Antriebseinheit
14 angeordnet. Der Handgriff 20 umfasst ein stabförmiges Griffstück 60 und ist mit
einer Halterung 62 an der Antriebseinheit 14 befestigt. Der Handgriff 20 befindet
sich dabei vollständig innerhalb einer Projektionsfläche der Anschlusseinheit 10 senkrecht
zu einer Hauptebene 64 der Anschlusseinheit. Eine Hauptachse 24 des Handgriffs 20
und eine Hauptachse der Arbeitsbewegung 16 weisen eine parallele Komponente auf. Die
Hauptachse 24 des Handgriffs 20 verläuft im Zentrum des Griffstücks 60 und ist parallel
zur oszillierenden Arbeitsbewegung 16 in einer Längsachse 18 der Anschlusseinheit
10 angeordnet.
[0019] Die Anschlusseinheit 10 weist eine Montageeinheit 26 auf, die dazu vorgesehen ist,
die Verteilerplatte 12 für einen Bediener lösbar zu befestigen. Die Montageeinheit
26 weist eine Antriebsplatte 48 auf, die die Arbeitsbewegung 16 überträgt. An der
Antriebsplatte 48 sind vier Hülsen 54 der Montageeinheit 26 mit jeweils einer Auflagefläche
56 und einem Gewinde 58 befestigt. Die Auflageflächen 56 spannen eine Hauptebene 64
der Anschlusseinheit 10 auf.
[0020] Die Antriebseinheit 14 verfügt über eine aktive Schwingungsausgleichseinheit 28 zum
Ausgleich einer Massenbeschleunigung. Die Antriebseinheit 14 umfasst einen Motor 38,
der von einem Elektromotor gebildet wird, und ein Getriebe 40. Das Getriebe 40 wird
von einem Zahnrad 76, das an einer Motorwelle 74 des Motors 38 angebracht ist, und
einem Stirnrad 78, das auf einer zur Hauptebene 64 der Anschlusseinheit 10 senkrechten
Achse 72 angebracht ist und vom Zahnrad 76 angetrieben wird, sowie zwei Exzenterantrieben
42 und 46 gebildet. Im Betrieb treibt der Motor 38 über das Zahnrad 76 und das Stirnrad
78 die Achse 72 an, an der die beiden Exzenterantriebe 42 und 46 angebracht sind.
Der Exzenterantrieb 42 bewegt dabei eine Ausgleichsmasse 44 der Schwingungsausgleichseinheit
28. Die Ausgleichsmasse 44 wird durch eine nicht näher dargestellte Linearführung
der Schwingungsausgleichseinheit 28 geführt, so dass sie sich linear in Richtung der
Hauptachse der Arbeitsbewegung 16 bewegt. Der zweite Exzenterantrieb 46 ist an der
Achse 72 des Getriebes 40 um 180° phasenverschoben angebracht und treibt die Antriebsplatte
48 der Anschlusseinheit 10 an. Die Antriebsplatte 48 wird dabei von schematisch dargestellten
Führungslagern 70 geführt, so dass sie sich in Richtung der Hauptachse der Arbeitsbewegung
16, entgegengesetzt zur Ausgleichsmasse 44, bewegt.
[0021] Die aktive Schwingungsausgleichseinheit 28 weist ein Einstellelement 30 zur Einstellung
von unterschiedlichen Schwingungsausgleichsmodi auf. Als Einstellelement 30 dienen
Aufnahmen 50 an der Ausgleichsmasse 44 der Schwingungsausgleichseinheit 28. In diese
Aufnahmen 50 können weitere Massen eingesetzt werden. Auf diese Art können die durch
die Schwingungsausgleichseinheit 28 erzeugten Massenkräfte so angepasst werden, dass
zumindest ein Großteil der durch die Arbeitsbewegung 16 erzeugten Massenkräfte ausgeglichen
werden kann.
[0022] Die Antriebseinheit 14 verfügt über ein Energiedepot 32. Das Energiedepot 32 ist
als Einschub für einen Akku-Pack 52 ausgestaltet, der vom Benutzer zum Aufladen in
einer externen Ladestation entnommen werden oder durch einen neuen Akku-Pack 52 ersetzt
werden kann. Das Energiedepot 32 ist mit nicht näher dargestellten Kontakten und Kabeln
elektrisch mit dem Akku-Pack 52 und dem Motor 38 verbunden. Über einen ebenfalls nicht
dargestellten, vom Benutzer einfach zu bedienenden Schalter kann ein Stromkreis geschlossen
und so ein Betriebsmodus, in dem die Antriebseinheit 14 die Arbeitsbewegung 16 ausführt,
aktiviert werden.
[0023] Von der Seitenansicht her gesehen (Fig. 3), ist die Achse 72 des Getriebes 40 in
der Mitte der Antriebseinheit 14 angeordnet. Auf der einen Seite des Getriebes 40
ist der Motor 38, auf der anderen gegenüberliegenden Seite das Energiedepot 32 angeordnet.
Die Ausgleichsmasse 44 der Schwingungsausgleichseinheit 28 ist symmetrisch zur Achse
72 des Getriebes 40 ausgebildet. Durch diese Ausführung können eine kompakte Bauweise
und eine ausgeglichene Massenverteilung der Antriebseinheit 14 erreicht werden.
[0024] Die Verteilerplatte 12 verfügt über vier Ausnehmungen 66 als Befestigungsmittel 34
zur Befestigung an der Anschlusseinheit 10 der Materialverteilungseinheit. Die Ausnehmungen
66 sind entsprechend den Hülsen 54 der Montageeinheit 26 angeordnet. Die Verteilerplatte
12 wird vom Benutzer auf die Auflageflächen 56 der Montageeinheit 26 der Anschlusseinheit
10 aufgelegt und anschließend mittels Schrauben 68 mit der Anschlusseinheit 10 verbunden.
Die Ausnehmungen 66 sind als Senkbohrungen ausgeführt. Damit kann erreicht werden,
dass eine Arbeitsseite 80 der Verteilerplatte 12 eine Ebene bildet und die Schrauben
68 bündig mit der Arbeitsseite 80 der Verteilerplatte 12 abschließen oder etwas zur
Ebene der Arbeitsseite 80 der Verteilerplatte 12 zurückversetzt sind.
[0025] Figur 4 zeigt ein Handarbeitsmaschinensystem 36 mit einer Materialverteilungseinheit
mit der Verteilerplatte 12 beim Verteilen von Material 82 auf einer Oberfläche 84.
1. Materialverteilungseinheit, die zum Führen einer Verteilerplatte (12) vorgesehen ist,
welche geeignet ist, Materialien auf ein Werkstück aufzubringen, mit einer Anschlusseinheit
(10) zum Anschluss an die Verteilerplatte (12), mit einer Antriebseinheit (14) zur
Erzeugung einer Arbeitsbewegung (16) der Anschlusseinheit (10), wobei die Anschlusseinheit
(10) eine Montageeinheit (26) aufweist, die dazu vorgesehen ist, die Verteilerplatte
(12) für einen Bediener lösbar zu befestigen, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageeinheit (26) eine Antriebsplatte (48) aufweist, die die Arbeitsbewegung
(16) überträgt, wobei die Antriebseinheit (14) in wenigstens einem Betriebsmodus eine
oszillierende Arbeitsbewegung (16) in einer Längsachse (18) der Anschlusseinheit (10)
durchführt.
2. Materialverteilungseinheit nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Handgriff (20) zum Führen der Materialverteilungseinheit, der auf einer von
einer Arbeitsseite (22) abgewandten Seite einer von der Arbeitsbewegung (16) der Anschlusseinheit
(10) aufgespannten Ebene angeordnet ist.
3. Materialverteilungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Handgriff (20) zum Führen der Materialverteilungseinheit, der zumindest im
Wesentlichen auf einer einer von der Arbeitsbewegung (16) der Anschlusseinheit (10)
aufgespannten Ebene gegenüberliegenden Seite der Antriebseinheit (14) angeordnet ist.
4. Materialverteilungseinheit nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hauptachse (24) des Handgriffs (20) und eine Hauptachse der Arbeitsbewegung
(16) zumindest eine parallele Komponente aufweisen.
5. Materialverteilungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (14) eine aktive Schwingungsausgleichseinheit (28) zum Ausgleich
einer Massenbeschleunigung aufweist.
6. Materialverteilungseinheit nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die aktive Schwingungsausgleichseinheit (28) wenigstens ein Einstellelement (30)
zur Einstellung von unterschiedlichen Schwingungsausgleichsmodi aufweist, die dazu
vorgesehen sind, resultierende Kräfte einer Massenbeschleunigung der Verteilerplatte
(12) mit unterschiedlicher Masse auszugleichen.
7. Materialverteilungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (14) über ein Energiedepot (32) verfügt.
8. Handarbeitsmaschinensystem (36) mit einer Materialverteilungseinheit nach einem der
vorhergehenden Ansprüche und einer Verteilerplatte (12) mit wenigstens einem Befestigungsmittel
(34) zur Befestigung an einer Anschlusseinheit (10) der Materialverteilungseinheit.
1. Material distribution unit, which is provided to guide a distributor plate (12) which
is suitable for applying materials to a workpiece, having a connection unit (10) for
connection to the distributor plate (12), having a drive unit (14) for producing a
working movement (16) of the connection unit (10), the connection unit (10) having
a mounting unit (26) which is provided to fix the distributor plate (12) detachably
for a user, characterized in that the mounting unit (26) has a drive plate (48) which transmits the working movement
(16), wherein, in at least one operating mode, the drive unit (14) carries out an
oscillating working movement (16) in a longitudinal axis (18) of the connection unit
(10).
2. Material distribution unit according to Claim 1, characterized by a handle (20) for guiding the material distribution unit, which is arranged on a
side, facing away from a working side (22), of a plane spanned by the working movement
(16) of the connection unit (10).
3. Material distribution unit according to one of the preceding claims, characterized by a handle (20) for guiding the material distribution unit, which is arranged at least
substantially on a side of the drive unit (14) that is opposite a plane spanned by
the working movement (16) of the connection unit (10).
4. Material distribution unit according to Claim 2 or 3, characterized in that a main axis (24) of the handle (20) and a main axis of the working movement (16)
have at least one parallel component.
5. Material distribution unit according to one of the preceding claims, characterized in that the drive unit (14) has an active vibration compensation unit (28) to compensate
for a mass acceleration.
6. Material distribution unit according to Claim 5, characterized in that the active vibration compensation unit (28) has at least one setting element (30)
for setting various vibration-compensating modes, which are provided to compensate
for resultant forces from a mass acceleration of the distributor plate (12) having
a different mass.
7. Material distribution unit according to one of the preceding claims, characterized in that the drive unit (14) has an energy store (32).
8. Hand-held machine tool system (36) having a material distribution unit according to
one of the preceding claims and a distributor plate (12) with at least one fixing
means (34) for fixing to a connection unit (10) of the material distribution unit.
1. Unité de distribution de matériau qui est prévue pour guider une plaque de distribution
(12), qui est appropriée pour appliquer des matériaux sur une pièce, comprenant une
unité de raccordement (10) pour le raccordement à la plaque de distribution (12),
une unité d'entraînement (14) pour générer un mouvement de travail (16) de l'unité
de raccordement (10), l'unité de raccordement (10) présentant une unité de montage
(26) qui est prévue pour fixer de manière amovible la plaque de distribution (12)
pour un opérateur, caractérisée en ce que l'unité de montage (26) présente une plaque d'entraînement (48) qui transmet le mouvement
de travail (16), l'unité d'entraînement (14), dans au moins un mode de fonctionnement,
effectuant un mouvement de travail oscillant (16) suivant un axe longitudinal (18)
de l'unité de raccordement (10).
2. Unité de distribution de matériau selon la revendication 1, caractérisée par une poignée (20) pour guider l'unité de distribution de matériau, qui est disposée
sur un côté opposé à un côté de travail (22) d'un plan tendu par le mouvement de travail
(16) de l'unité de raccordement (10).
3. Unité de distribution de matériau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée par une poignée (20) pour guider l'unité de distribution de matériau, qui est disposée
au moins essentiellement sur un côté de l'unité d'entraînement (14) opposé à un plan
tendu par le mouvement de travail (16) de l'unité de raccordement (10).
4. Unité de distribution de matériau selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce qu'un axe principal (24) de la poignée (20) et un axe principal du mouvement de travail
(16) présentent au moins une composante parallèle.
5. Unité de distribution de matériau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'unité d'entraînement (14) présente une unité de compensation des oscillations active
(28) pour compenser une accélération de masse.
6. Unité de distribution de matériau selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'unité de compensation des oscillations active (28) présente au moins un élément
d'ajustement (30) pour l'ajustement de divers modes de compensation des oscillations,
lesquels sont prévus pour compenser les forces résultantes d'une accélération de masse
de la plaque de distribution (12) avec une masse différente.
7. Unité de distribution de matériau selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'unité d'entraînement (14) dispose d'un stock d'énergie (32).
8. Système de machine de travail manuel (36) comprenant une unité de distribution de
matériau selon l'une quelconque des revendications précédentes et une plaque de distribution
(12) comprenant au moins un moyen de fixation (34) pour la fixation à une unité de
raccordement (10) de l'unité de distribution de matériau.