[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gerätesystem mit einer Vorrichtung zur Befestigung
eines Werkzeuggerätes an einem Geräteständer mit den Merkmalen gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] EP 2 067 578 A2 offenbart ein ständergeführtes Gerätesystem, das einen Geräteständer, einen Führungsschlitten,
der in einer Vorschubrichtung entlang des Geräteständers verschiebbar ist, und ein
Werkzeuggerät, das mittels einer ersten und zweiten Kopplungseinrichtung am Führungsschlitten
feststellbar ist, aufweist. Die als Maschinenkupplungsteil ausgebildete erste Kopplungseinrichtung
ist am Werkzeuggerät angeordnet und umfasst ein erstes und zweites Eingreifelement.
Das erste und zweite Eingreifelement sind als Bolzen, die zumindest teilweise umfänglich
freiliegend sind, ausgebildet. Die als Schlittenkupplungsteil ausgebildete zweite
Kopplungseinrichtung ist am Führungsschlitten angeordnet und umfasst ein erstes und
zweites Hintergreifelement, die in einer Verriegelungsposition das erste und zweite
Eingreifelement hintergreifen oder umgreifen. Das erste Hintergreifelement ist starr
am Schlittenkupplungsteil festgelegt und das zweite Hintergreifelement ist über einen
Excentermechanismus um eine Drehachse verstellbar.
[0003] Am ersten und zweiten Hintergreifelement des Schlittenkupplungsteils sind jeweils
zwei Führungsflächen ausgebildet, die mit zwei beidseits des ersten und zweiten Bolzens
verlaufenden entsprechenden Führungsflächen zusammenwirken. Mit dem Schlittenkupplungsteil
sind außerdem Nutensteine verbunden, die in T-förmige Quernuten im Führungsschlitten
eingreifen.
[0004] Nachteilig ist, dass das schwenkbar ausgebildete zweite Hintergreifelement Führungsflächen
aufweist, die mit entsprechend ausgebildeten Führungsflächen der ersten Kopplungseinrichtung
zusammen wirken sollen. Die Führungsflächen der ersten Kopplungseinrichtung müssen
einerseits eine Schwenkbewegung des zweiten Hintergreifelements ermöglichen und andererseits
das zweite Hintergreifelement in der Verriegelungsposition möglichst genau positionieren.
Beide Bedingungen können aber nicht gleichzeitig erfüllt sein. Außerdem treten beim
Erstellen von Bohrlöchern mit Hilfe eines Kernbohrgerätes hohe Kräfte und Drehmomente
auf, die über die Bolzen vom Werkzeuggerät auf den Geräteständer übertragen werden
müssen, so dass die Bolzen sehr dick ausgebildet sein müssen.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht demgegenüber darin, ein Gerätesystem
der eingangs genannten Art dahingehend weiterzuentwickeln, dass das Werkzeuggerät
in der Verriegelungsposition mit einer höheren Genauigkeit zum Geräteständer positionierbar
ist. Außerdem sollen die bei der Bearbeitung mit dem Werkzeuggerät auftretenden Kräfte
und Drehmomente zuverlässig vom Werkzeuggerät auf den Geräteständer übertragen werden.
[0006] Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Gerätesystem erfindungsgemäß durch
die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
[0007] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das erste und zweite Eingreifelement der ersten
Kopplungseinrichtung in eine einteilige Adapterplatte, die über eine Verbindungseinrichtung
mit dem Werkzeuggerät verbunden oder in das Werkzeuggerät integriert ist, integriert
sind.
[0008] Bevorzugt weist die Adapterplatte eine erste und zweite Führungsfläche auf, die in
der Verriegelungsposition an einer ersten und zweiten Gegenführungsfläche, die am
Führungsschlitten vorgesehen sind, ausgerichtet sind. Die Ausbildung von Gegenführungsflächen,
die fest mit dem Führungsschlitten verbunden sind, hat den Vorteil einer höheren Positioniergenauigkeit
in der Verriegelungsposition.
[0009] In einer besonders bevorzugten Ausführung sind die erste und zweite Gegenführungsfläche
als parallele Flächen eines Führungselementes, das am Führungsschlitten befestigt
ist, ausgebildet. Ein separates Führungselement hat den Vorteil, dass das separate
Führungselement verschleißfest ausgeführt werden kann.
[0010] In einer alternativen besonders bevorzugten Ausführung sind die erste und zweite
Gegenführungsfläche als parallele Flächen in ein Gehäuse des Führungsschlittens integriert.
Die Integration der Gegenführungsflächen in das Gehäuse des Führungsschlittens hat
den Vorteil, dass kein separates Führungselement erforderlich ist. Die exakte Ausrichtung
der Gegenführungsflächen erfolgt bei der Herstellung des Gehäuses.
[0011] In einer alternativen besonders bevorzugten Ausführung ist eine der Gegenführungsflächen
in ein Gehäuse des Führungsschlittens integriert und die andere der Gegenführungsflächen
ist an einem Führungselement, das mit dem Führungsschlitten verbunden ist, vorgesehen.
Diese Ausführung hat den Vorteil, dass das Gehäuse des Führungsschlittens vorteilhaft
bearbeitet werden kann.
[0012] Die erste und zweite Gegenführungsfläche sind besonders bevorzugt an einem Gehäuseteil
des Führungsschlittens vorgesehen. Wenn die erste und zweite Gegenführungsfläche am
gleichen Gehäuseteil angeordnet sind, haben Maßabweichungen zwischen den Gehäuseteilen
keinen Einfluss auf die Genauigkeit der Positionierung.
[0013] Bevorzugt weist die Adapterplatte eine oder mehrere Kontaktflächen auf, die mit einem
Maschinengehäuse des Kernbohrgerätes formschlüssig verbunden sind. Durch den Formschluss
der Adapterplatte und des Maschinengehäuses über die Kontaktflächen wird die Kraftübertragung
vom Kernbohrgerät auf den Führungsschlitten bzw. den Bohrständer unterstützt.
[0014] Bevorzugt sind das erste Hintergreifelement und/oder das zweite Hintergreifelement
aus einem oder mehreren Stanzteilen ausgebildet. Stanzteile bieten den Vorteil, dass
sie sich günstig, mit wiederholbarer Genauigkeit herstellen lassen. Da die stanzbare
Blechdicke allerdings begrenzt ist, werden mehrere Stanzteile miteinander verbunden,
um eine ausreichende Klemmfläche am ersten und zweiten Hintergreifelement auszubilden.
[0015] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben.
Diese soll die Ausführungsbeispiele nicht notwendigerweise maßstäblich darstellen,
vielmehr ist die Zeichnung, wo zur Erläuterung dienlich, in schematischer und/oder
leicht verzerrter Form ausgeführt. Im Hinblick auf Ergänzungen der aus der Zeichnung
unmittelbar erkennbaren Lehren wird auf den einschlägigen Stand der Technik verwiesen.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass vielfältige Modifikationen und Änderungen betreffend
die Form und das Detail einer Ausführungsform vorgenommen werden können, ohne von
der allgemeinen Idee der Erfindung abzuweichen. Die in der Beschreibung, der Zeichnung
sowie den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln für
sich als auch in beliebiger Kombination für die Weiterbildung der Erfindung wesentlich
sein. Zudem fallen in den Rahmen der Erfindung alle Kombinationen aus zumindest zwei
der in der Beschreibung, der Zeichnung und/oder den Ansprüchen offenbarten Merkmale.
Die allgemeine Idee der Erfindung ist nicht beschränkt auf die exakte Form oder das
Detail der im folgenden gezeigten und beschriebenen bevorzugten Ausführungsform oder
beschränkt auf einen Gegenstand, der eingeschränkt wäre im Vergleich zu dem in den
Ansprüchen beanspruchten Gegenstand. Bei gegebenen Bemessungsbereichen sollen auch
innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als Grenzwerte offenbart und beliebig
einsetzbar und beanspruchbar sein. Der Einfachheit halber sind nachfolgend für identische
oder ähnliche Teile oder Teile mit identischer oder ähnlicher Funktion gleiche Bezugszeichen
verwendet.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein ständergeführtes Gerätesystem mit einem Kernbohrgerät, das über einen Führungsschlitten
an einem Bohrständer geführt und mittels einer ersten und zweiten Kopplungseinrichtung
am Führungsschlitten feststellbar ist;
- Fign. 2A,B
- die am Kernbohrgerät angeordnete und als Adapterplatte ausgebildete erste Kopplungseinrichtung
mit einem ersten und zweiten Eingreifelement (Fig. 2A) und die am Führungsschlitten
angeordnete zweite Kopplungseinrichtung mit einem ersten und zweiten Hintergreifelement
(Fig. 2B); und
- Fign. 3A-C
- das erste Hintergreifelement (Fig. 3A), das zweite Hintergreifelement (Fig. 3B) und
die Adapterplatte mit dem ersten und zweiten Eingreifelement (Fig. 3C).
[0017] Fig. 1 zeigt in einer schematischen Darstellung ein ständergeführtes Gerätesystem
1 bestehend aus einem Werkzeuggerät
2, das an einer als Bohrständer ausgebildeten Führungsvorrichtung
3 angeordnet ist. Das Werkzeuggerät ist als Kernbohrgerät
2 ausgebildet und umfasst eine in einem Maschinengehäuse
4 angeordnete Maschineneinheit
5, die eine Bohrkrone
6 um eine Drehachse
7 antreibt.
[0018] Der Bohrständer 3 ist an einem Untergrund
8 angeordnet und besteht aus einer Fussplatte
9, die mittels einer Befestigungseinrichtung
10 am Untergrund 8 befestigbar ist, und einer Führungsschiene
11, die mittels einer Verbindungseinrichtung
12 mit der Fussplatte 9 verbunden ist. Das Kernbohrgerät 2 ist über einen Führungsschlitten
13 am Bohrständer 3 angeordnet und mittels einer Vorschubeinrichtung
14 entlang der Führungsschiene 11 in einer Vorschubrichtung
15 verschiebbar. Die Vorschubeinrichtung 14 umfasst eine manuelle Antriebseinrichtung
16 und eine Übertragungseinrichtung
17, die mit der manuellen Antriebseinrichtung 16 und dem Führungsschlitten 13 gekoppelt
ist und als Vorschubritzel ausgebildet ist. Die Bewegung der manuellen Antriebseinrichtung
16 wird auf das Vorschubritzel 17 übertragen und in eine Verschiebung des Führungsschlittens
13 und des angekoppelten Kernbohrgerätes 2 entlang der Führungsschiene 11 umgesetzt.
Die Führungsschiene 11 ist als Zahnstange mit einem Konturelement
18, das mit einem entsprechenden Gegenkonturelement
19 der Übertragungseinrichtung 17 in Eingriff bringbar ist, ausgebildet.
[0019] Fign. 2A, B zeigen eine Vorrichtung zur Befestigung des Kernbohrgerätes 2 am Bohrständer 3 bestehend
aus einer ersten Kopplungseinrichtung
21, die am Kernbohrgerät 2 angeordnet ist (Fig. 2A), und einer zweiten Kopplungseinrichtung
22, die am Führungsschlitten 13 angeordnet ist (Fig. 2B).
[0020] Fig. 2A zeigt die am Kernbohrgerät 2 angeordnete erste Kopplungseinrichtung 21, die
als einteilige Adapterplatte
23 ausgebildet ist und mit dem Maschinengehäuse
4 des Kernbohrgerätes 2 verbunden ist. Die erste Kopplungseinrichtung 21 umfasst ein
erstes Eingreifelement
24 und ein zweites Eingreifelement
25.
[0021] Die Adapterplatte 23 ist auf einer dem Führungsschlitten 13 in der Verriegelungsposition
zugewandten Vorderseite als Anlagefläche
27 ausgebildet, die in der Verriegelungsposition mit einer entsprechend ausgebildeten
Gegenanlagefläche im Führungsschlitten 13 zusammenwirkt. Auf einer der Vorderseite
gegenüberliegenden Rückseite steht die Adapterplatte 23 mit dem Maschinengehäuse 4
des Kernbohrgerätes 2 in Kontakt.
[0022] Die Adapterplatte 23 ist in eine Vertiefung
28 des Maschinengehäuses 4 eingesetzt und über vier Schraubverbindungen
29 kraftschlüssig mit dem Maschinengehäuse 4 verbunden. Die Schraubverbindungen 29 sind
hinsichtlich der Anzahl und Größe so dimensioniert, dass die im Betrieb auftretenden
Kräfte über die Kontaktfläche übertragen werden können. Die Vertiefung 28 im Maschinengehäuse
4 ist so ausgestaltet, dass die Adapterplatte 23 formschlüssig mit dem Maschinengehäuse
4 verbunden ist. Die Toleranzen der Vertiefung 28 sind so ausgelegt, dass die Ausrichtung
der Werkzeugmaschine auch bei sehr großen Lasten gewährleistet ist.
[0023] Die Adapterplatte 23 umfasst eine erste und zweite Führungsfläche
30, 31, die parallel zueinander verlaufen und in der Verriegelungsposition mit entsprechenden
Gegenführungsflächen, die am Führungsschlitten 13 angeordnet sind, zusammenwirken.
[0024] Fig. 2B zeigt einen Ausschnitt des Führungsschlittens 13 mit der am Führungsschlitten
13 angeordneten zweiten Kopplungseinrichtung 22. Die zweite Kopplungseinrichtung 22
umfasst ein erstes Hintergreifelement
33 und ein zweites Hintergreifelement
34, die mit dem ersten und zweiten Eingreifelement 24, 25 in Eingriff bringbar sind.
In der Verriegelungsposition stehen das erste Hintergreifelement 33 mit dem ersten
Eingreifelement 24 und das zweite Hintergreifelement 34 mit dem zweiten Eingreifelement
25 in Eingriff.
[0025] Das erste Hintergreifelement 33 ist drehfest mit dem Führungsschlitten 13 verbunden
und das zweite Hintergreifelement 34 ist mittels einer Verstelleinrichtung
35 um eine Drehachse 36 drehbar ausgebildet. Die Verstelleinrichtung 35 umfasst einen
Exzenterbolzen
37 und einen Hebel, der über ein Aufnahmeelement
38 in Form eines Vierkants mit dem Exzenterbolzen 37 verbunden ist.
[0026] Der Führungsschlitten 13 ist zweiteilig aus einem ersten Gehäuseteil
39 und einem zweiten Gehäuseteil
40 ausgebildet. Der zweiteilige Aufbau ermöglicht eine einfache Montage der im Führungsschlitten
13 angeordneten Bauteile. Im ersten und zweiten Gehäuseteil 39, 40 ist eine Gegenanlagefläche
41 vorgesehen, die in der Verriegelungsposition mit der Anlagefläche 27 der Adapterplatte
23 in Kontakt steht.
[0027] Die exakte Ausrichtung des Kernbohrgerätes 2 in der Verriegelungsposition erfolgt
über eine erste und zweite Gegenführungsfläche
42, 43, die im zweiten Gehäuseteil 40 des Führungsschlittens 13 angeordnet sind. Die Kräfte,
die während der Arbeit mit dem Kernbohrgerät auftreten, werden über die Gegenanlagefläche
41, die Gegenführungsflächen 42, 43 und die Hintergreifelemente 33, 34 auf den Führungsschlitten
13 übertragen. Um Maßabweichungen zwischen der ersten und zweite Gegenführungsfläche
42, 43 zu begrenzen, sind beide auf dem gleichen Gehäuseteil 40 des Führungsschlittens
13 angeordnet, da in diesem Fall die Maßabweichung zwischen den Gehäuseteilen 39,
40 keinen Einfluss hat.
[0028] In der Ausführungsform der Fig. 2B ist die erste Gegenführungsfläche 42 als Außenfläche
eines Führungselementes
44 in Form einer Passfeder ausgebildet und die zweite Gegenführungsfläche 43 ist in
den zweiten Gehäuseteil 40 des Führungsschlittens 13 integriert. Alternativ können
die erste und zweite Gegenführungsfläche in ein Gehäuseteil des Führungsschlittens
13 integriert sein oder die erste und zweite Gegenführungsfläche stellen einander
gegenüberliegende Außenflächen eines Führungselementes dar.
[0029] Fign. 3A
-C zeigen das erste Hintergreifelement 33 (Fig. 3A), das zweite Hintergreifelement 34
(Fig. 3B) und das in die Adapterplatte 23 integrierte erste und zweite Eingreifelement
24, 25 (Fig. 3C).
[0030] Fig. 3A zeigt das erste Hintergreifelement 33, das zweiteilig aus einem ersten und
zweiten Element
45, 46 ausgebildet ist. Das erste und zweite Element 45, 46 sind über Stifte am Führungsschlitten
13 zueinander ausgerichtet und weisen eine erste Klemmfläche
47 auf, die in der Verriegelungsposition mit dem ersten Eingreifelement 24 in Kontakt
steht.
[0031] Fig. 3B zeigt das zweite Hintergreifelement 34, das zweiteilig aus einem ersten und
zweiten Element
48, 49 ausgebildet ist. Das erste und zweite Element 48, 49 sind über Zapfen
50 zueinander positioniert und formschlüssig verbunden und weisen eine zweite Klemmfläche
51 auf, die in der Verriegelungsposition mit dem zweiten Eingreifelement 25 in Kontakt
steht.
[0032] Um das Kernbohrgerät 2 am Bohrständer 3 zu befestigen, wird das erste Eingreifelement
24 in das erste Hintergreifelement 33 eingehängt. Das Kernbohrgerät 2 wird um eine
Schwenkachse, die durch die erste Klemmfläche 47 und parallel zur Drehachse 36 verläuft,
geschwenkt. Dabei berührt das Kernbohrgerät 2 das zweite Hintergreifelement 34, das
dem Kernbohrgerät 2 durch Drehung um die Drehachse 36 ausweicht. Am zweiten Hintergreifelement
34 ist eine Anschlagfläche
52 ausgebildet.
[0033] Die ersten und zweiten Elemente 45, 46, 48, 49 des ersten und zweiten Hintergreifelementes
33, 34 sind jeweils als Stanzteile ausgebildet. Da die stanzbare Blechdicke beim Stanzen
begrenzt ist, sind mehrere Stanzteile miteinander verbunden, um eine ausreichende
Klemmfläche 47, 51 am ersten und zweiten Hintergreifelement 33, 34 auszubilden.
[0034] Fig. 3C zeigt die Adapterplatte 23 mit den integrierten ersten und zweiten Eingreifelementen
24, 25 in einer Ansicht auf die dem Führungsschlitten 13 in der Verriegelungsposition
abgewandten Rückseite. In der Verriegelungsposition positionieren die erste und zweite
Führungsfläche 30, 31 das Kernbohrgerät 2 zusammen mit den ersten und zweiten Gegenführungsflächen
42, 43 am Führungsschlitten 13.
[0035] Die Adapterplatte 23 weist an einer Außenseite
53 mehrere Kontaktflächen
54 auf, die mit entsprechend gestalteten Gegenkontaktflächen im Maschinengehäuse 4 des
Kernbohrgerätes 2 zusammenwirken. Durch den Formschluss der Adapterplatte 23 und des
Maschinengehäuses 4 über die Kontaktflächen 54 wird die Kraftübertragung vom Kernbohrgerät
2 auf den Führungsschlitten 13 bzw. den Bohrständer 3 unterstützt.
[0036] Die Adapterplatte 23 weist außerdem eine erste und zweite Zentrierfläche
55, 56 auf, die das Kernbohrgerät 2 beim Verschwenken des Kernbohrgerätes 2 zentrieren.
Die erste und zweite Zentrierfläche 55, 56 bilden eine Führung für die Adapterplatte
23 beim Verschwenken in die Verriegelungsposition.
[0037] Die Adapterplatte 23 ist einteilig als Stanzteil ausgebildet. Die Eigenschaften der
Führungsflächen 30, 31 und der Kontaktflächen 54 können durch Nachbearbeitung an die
Anforderungen angepasst werden.
1. Gerätesystem (1) aufweisend
einen Geräteständer (3),
einen Führungsschlitten (13), der in einer Vorschubrichtung (15) entlang des Geräteständers
(3) verschiebbar ist, und
ein Werkzeuggerät (2), das mittels einer ersten und zweiten Kopplungseinrichtung (21)
am Führungsschlitten (22) feststellbar ist, wobei
die erste Kopplungseinrichtung (21) am Werkzeuggerät (2) angeordnet ist und ein erstes
und zweites Eingreifelement (24, 25) aufweist,
die zweite Kopplungseinrichtung (22) am Führungsschlitten (13) angeordnet ist und
ein erstes und zweites Hintergreifelement (33, 34) aufweist und
das erste und zweite Hintergreifelement (33, 34) in einer Verriegelungsposition das
erste und zweite Eingreifelement (24, 25) hintergreifen oder umgreifen,
dadurch gekennzeichnet, dass
das erste und zweite Eingreifelement (24, 25) in eine einteilige Adapterplatte (23),
die über eine Verbindungseinrichtung (29) mit dem Werkzeuggerät (2) verbunden oder
in das Werkzeuggerät (2) integriert ist, integriert sind.
2. Gerätesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterplatte (23) eine erste und zweite Führungsfläche (30, 31) aufweist, die
in der Verriegelungsposition an einer ersten und zweiten Gegenführungsfläche (42,
43), die am Führungsschlitten (13) vorgesehen sind, ausgerichtet sind.
3. Gerätesystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Gegenführungsfläche als parallele Flächen eines Führungselementes,
das am Führungsschlitten (13) befestigt ist, ausgebildet sind.
4. Gerätesystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Gegenführungsfläche als parallele Flächen in ein Gehäuse des
Führungsschlittens (13) integriert sind.
5. Gerätesystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Gegenführungsflächen (43) in ein Gehäuse des Führungsschlittens (13) integriert
ist und die andere der Gegenführungsflächen (42) an einem Führungselement (44), das
mit dem Führungsschlitten (13) verbunden ist, vorgesehen ist.
6. Gerätesystem nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Gegenführungsfläche (42, 43) an einem Gehäuseteil (40) des Führungsschlittens
(13) vorgesehen sind.
7. Gerätesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterplatte (23) eine oder mehrere Kontaktflächen (54) aufweist, die mit einem
Maschinengehäuse (4) des Kernbohrgerätes (2) formschlüssig verbunden sind.
8. Gerätesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Hintergreifelement (33) und/oder das zweite Hintergreifelement (34) aus
einem oder mehreren Stanzteilen (45, 46, 48, 49) ausgebildet sind.
9. Gerätesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterplatte (23) als Stanzteil ausgebildet ist.