[0001] Die Erfindung betrifft eine Teleskophubarbeitsbühne mit einer hydraulisch heb- und
senkbaren Arbeitsplattform, einem ausfahrbaren Teleskopgestänge, welches eine Mehrzahl
von teleskopartig ineinander verfahrbaren Stabelemente zum Stützen und Führen einer
Verfahrbewegung der Arbeitsplattform in einer Längsrichtung des Teleskopgestänges
umfasst, und einer Mehrzahl von Hydraulikzylindern zum Verfahren der Stabelemente
des Teleskopgestänges relativ zueinander.
[0002] Eine Hubarbeitsbühne ist beispielsweise aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift
DE 298 06 602 U1 bekannt. Diese umfasst einen Teleskopausleger für Hubarbeitsbühnen mit mehreren zueinander
verschiebbar angeordneten Teleskopträgern, wobei der äußere Teleskopträger zur Aufnahme
und Führung der inneren Teleskopträger dient und mindestens drei der inneren Teleskopträger
miteinander gekoppelt und verschiebbar sind und eine Teleskopträgergruppe bilden,
wobei wenigstens die innersten zwei Teleskopträger über mindestens zwei Ketten- oder
Seilzüge miteinander verbunden sind. Eine Verschiebung der Teleskopträger erfolgt
somit rein mechanisch mit Ketten- und Seilzügen. Diese weisen in der Regel den Nachteil
auf, dass sie einen hohen Wartungsaufwand aufgrund einer großen Anzahl beweglicher
und stark belasteter Bauteile aufweisen. Hierdurch steigt neben den Wartungskosten
außerdem die Ausfallwahrscheinlichkeit der gesamten Anlage.
[0003] Des Weiteren ist in der schweizerischen Patentschrift
CH 394 550 eine hydraulische heb- und senkbare Teleskop-Hebebühne für Lasten mit mindestens
zwei Hohlkolben beschrieben, von denen ein innerer in dem äußeren und letzterer in
einem senkrecht angeordneten Zylinder verschiebbar ist. Die beschriebene Vorrichtung
umfasst also einen mehrstufigen hydraulischen Hubzylinder, der teleskopisch aus- und
eingefahren werden kann. Hierbei wird Hydraulikflüssigkeit direkt im Inneren des Hubzylinders
unter Druck eingebracht. Der Hubzylinder stellt somit eine aus einer großen Anzahl
von Einzelkomponenten bestehende Anordnung dar, die darüber hinaus druckdicht ausgebildet
sein muss. Insbesondere die Abdichtung der bewegten und gleichzeitig gewichtsbelasteten
Bauteile zueinander und eine Wartung des gesamten Hubzylinders gestalten sich hierbei
als besonders komplex und dementsprechend teuer sowie störungsanfällig.
[0004] Die Gebrauchsmusterschrift
DE 85 34 229 U1 beschreibt eine selbstfahrende Hebebühne mit einem fahrbaren Unterbau mit jeweils
zwei Vorder- und Hinterrädern sowie einem nach oben ausfahrbaren Hubelement auf dem
Unterbau und einer mit dem Hubelement verbundenen Arbeitsbühne. Auch dieser als Hubelement
bezeichnete ausfahrbare Hubzylinder ist hydraulisch ausfahrbar ausgeführt und umfasst
mehrere Stufen, sodass sich ebenfalls die genannten Schwierigkeiten im Hinblick auf
eine Abdichtung und eine Wartung beziehungsweise einen Verschleiß der bewegten und
gleichzeitig stark gewichtsbelasteten Bauteile ergeben.
[0005] Des Weiteren sind aus dem Stand der Technik Sprunganlagen bekannt, wie beispielsweise
aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift
DE 201 06 398 U1. Diese umfassen ein Stützgestänge für eine Sprunganlage, das mehrere nach schräg
oben wegstehende Auslegerarme umfasst, an deren freien Enden je zwei elastische Seile
anbringbar sind, wobei die Seile zweier benachbarter Auslegerarme an einer Trageinrichtung
für einen Benutzer derart befestigt sind, dass der Benutzer unter Zuhilfenahme der
nach oben gehenden elastischen Seile vorzugsweise unter Zuhilfenahme einer Sprunghilfeeinrichtung
zwischen je zwei benachbarten Auslegerarmen springen kann.
[0006] Die beschriebene Anordnung weist den Nachteil auf, dass zum Befestigen des Nutzers
die jeweiligen Sprungseile zunächst verlängert werden müssen, um in einem entspannten
Zustand an dem Nutzer befestigt zu werden. Anschließend müssen die Sprungseile zum
Betrieb der Anlage wieder auf eine exakt definierte Länge verkürzt und somit gespannt
werden. Zum Lösen des Nutzers von der Anlage muss dieser Vorgang in umgekehrter Reihenfolge
erneut wiederholt werden. Können mehrere Nutzer die Anlage zeitgleich nutzen, so sind
die voranstehend genannten Schritte für jeden einzelnen Nutzer zu wiederholen. Die
sich ständig wiederholende Verlängerung und Verkürzung der Springseile zum Befestigen
der Nutzer belastet die Seile zusätzlich zu den ständigen elastischen Verformungen
beim Springen der Nutzer so stark, dass diese bereits frühzeitig ausgewechselt werden
müssen. Es besteht für diese Sprunganlage also ein regelmäßiger Kostenaufwand zum
frühzeitigen Wechseln der Seile. Des Weiteren erfordern die Bedienung und das Spannen
der einzelnen Seile einen erheblichen Zeitaufwand, sodass eine ungenutzte Betriebszeit
der Sprunganlage entsteht.
[0007] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Teleskophubbühne bereitzustellen, welche
die voranstehenden Nachteile vermeidet oder zumindest reduziert und kostengünstig
und einfach in der Herstellung sowie leicht handhabbar und einsetzbar ist.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Teleskophubarbeitsbühne gemäß Anspruch
1 gelöst. Demnach wird eine Teleskophubarbeitsbühne mit einer hydraulisch heb- und
senkbaren Arbeitsplattform, einem ausfahrbaren Teleskopgestänge, welches eine Mehrzahl
von teleskopartig ineinander verfahrbaren Stabelementen zum Stützen und Führen einer
Verfahrbewegung der Arbeitsplattform in einer Längsrichtung des Teleskopgestänges
und einer Mehrzahl von Hydraulikzylindern zum Verfahren der Stabelemente des Teleskopgestänges
relativ zueinander umfasst. Die Hydraulikzylinder sind außerhalb des Teleskopgestänges
angeordnet und weisen jeweils eine Hubrichtung der Hydraulikzylinder in Richtung der
Längsrichtung des Teleskopgestänges auf. Des Weiteren sind die Hubzylinder derart
in Reihe geschaltet, dass jeder Hydraulikzylinder eine hydraulische Verbindung zu
einem nachfolgend angeordneten Hydraulikzylinder aufweist.
[0009] Die Arbeitsplattform kann also mittels des ausfahrbaren Teleskopgestänges angehoben
und wieder abgesenkt werden. Die Stabelemente des Teleskopgestänges sind hierzu ineinander
verfahrbar, sodass ein erstes Stabelement zur Aufnahme eines nachfolgenden zweiten
Stabelementes im Inneren des ersten Stabelementes ausgebildet ist und das zweite Stabelement
in das erste Stabelement hinein verschoben werden kann. Entsprechend ist das zweite
Stabelement zur Aufnahme des dritten Stabelementes entsprechend ausgebildet. Diese
Reihe lässt sich beliebig bis zu einem letzten Stabelement fortsetzen. Dieses ist
an einem äußeren Ende mit der Arbeitsplattform verbunden und trägt diese.
[0010] Das Teleskopgestänge selbst weist erfindungsgemäß kein eigenes hydraulisches Drucksystem
im Inneren seiner Stabelemente auf. Dies bietet den Vorteil, dass keine umfangreiche
Abdichtung der zueinander beweglichen Teile vorgesehen werden muss. Das Teleskopgestänge
ist vielmehr zum Stützen und Führen der Arbeitsplattform bei einer Hebe- und Senkbewegung
des Teleskopgestänges vorgesehen.
[0011] Ein Antrieb des Teleskopgestänges erfolgt ausschließlich über die voranstehend beschriebene
Mehrzahl von Hydraulikzylindern. Diese sind außerhalb des Teleskopgestänges angeordnet.
Dies bedeutet, dass die Hydraulikzylinder auf einer jeweiligen Außenseite und nicht
im Inneren des Teleskopgestänges befestigt sind. Somit sind sie besonders leicht zugänglich
und einfach zu warten. Darüber hinaus müssen sie nicht an einen Querschnitt des Teleskopgestänges
angepasst und komplex abgedichtet werden. Vielmehr ist es somit möglich, geeignet
dimensionierte allgemein erhältliche Hydraulikzylinder einzusetzen. Der jeweilige
Hydraulikzylinder ist zum Verfahren eines Stabelementes bezüglich eines anderen Stabelementes
an beiden befestigt. Hierbei kann das eine Stabelement direkt benachbart zu dem anderen
Stabelement angeordnet und zu diesem teleskopartig verschiebbar sein. Ebenso können
eine oder mehrere Stabelemente teleskopartig zwischengeschaltet sein, sodass der Hydraulikzylinder
beispielsweise an einem ersten und einem übernächsten dritten Stabelement befestigt
ist. In diesem Fall wird abhängig vom Bewegungsumfang bei einem Verfahren sowohl das
dritte bezüglich dem ersten als auch das zweite bezüglich dem ersten und dritten Stabelement
mitbewegt.
[0012] Die einzelnen Hydraulikzylinder sind hierbei in einer gemeinsamen hydraulischen Reihenschaltung
derart miteinander gekoppelt, dass Hydraulikfluid zunächst in einen ersten Hydraulikzylinder
eingeleitet wird und durch diesen bis zu einem Auslass hindurchströmt. Der Auslass
des ersten Hydraulikzylinders ist wiederum mit einem Einlass eines zweiten Hydraulikzylinders
verbunden. Dessen Auslass weist eine hydraulische Verbindung mit dem Eingang eines
nachfolgenden dritten Hydraulikzylinders auf. Diese Reihenanordnung lässt sich mit
einer beliebigen Anzahl von Hydraulikzylindern bilden, wobei der letzte Hydraulikzylinder
lediglich einen Eingang zum Einleiten des Hydraulikfluids aufweist, jedoch keinen
Ausgang umfasst und somit die Hydraulikleitung durch die einzelnen Hydraulikzylinder
abschließt.
[0013] Wird nun Hydraulikfluid in den ersten Hydraulikzylinder eingeleitet, so strömt dieses
durch die nachfolgend angeordneten Hydraulikzylinder bis in den letzten Hydraulikzylinder.
Da das Fluid nicht aus dieser Hydraulikleitung entweichen kann, baut sich entlang
dieser Leitung ein Druck auf, der für eine Betätigung bzw. ein Ausfahren der jeweiligen
Hydraulikzylinder sorgt.
[0014] Entsprechend führt eine Absenkung des Drucks in der gesamten Hydraulikleitung zu
einem Einfahren der Hydraulikzylinder. Um beispielsweise eine gesamte Hubhöhe des
Teleskopgestänges zu beschränken, kann jeweils der Ausgang eines Hydraulikzylinders
geschlossen werden. Damit wird dieser Hydraulikzylinder zum letzten Hydraulikzylinder
der Reihe. Nachfolgend angeordnete Hydraulikzylinder werden nicht mehr mit Hydraulikfluid
versorgt und können somit nicht mehr bewegt werden.
[0015] Vorzugsweise kann aufgrund dieser Reihenschaltung auf eine direkte Fluidversorgung
für jeden einzelnen Hydraulikzylinder in Form einer Parallelschaltung mit einer direkten
Verbindung zu einer Hydraulikpumpe verzichtet werden, sodass der Aufwand zur Verlegung
von entsprechenden Zuleitungen vereinfacht wird. Ebenfalls vorzugsweise sind die Hydraulikzylinder
mittels steifer bzw. starrer Rohre miteinander hydraulisch verbunden.
[0016] Die starren Rohre sind beispielsweise als Metall- oder Kunststoffrohre ausgeführt
und im Gegensatz zu flexiblen Schläuchen steif ausgebildet. Hierdurch verringert sich
ihre Anfälligkeit für Beschädigungen.
[0017] Hydraulik-Schlauchleitungen in Leitungsbereichen mit erhöhten Anforderungen, wie
das Hochhalten einer Last, müssen gegen Leitungsbruch gesichert sein. Hydraulische
Sicherungen wie Lasthalteventile, entsperrbare Rückschlagventile oder Sperrblöcke
sind bei starren Rohrverbindungen nicht vorgeschrieben. Der Einsatz starrer Rohrverbindungen
anstatt von flexiblen Schläuchen verringert somit die Herstellkosten und auch den
Wartungsaufwand.
[0018] Gemäß einer Ausführungsform weisen die Stabelemente jeweils einen quadratischen oder
rechteckigen Querschnitt auf.
[0019] Mittels der gewählten Querschnitte können auf der jeweiligen Außenseite plane Oberflächen
zur einfachen Befestigung des Hydraulikzylinders bereitgestellt werden. Außerdem verhindert
die eckige Ausgestaltung der Querschnitte ein Verdrehen der einzelnen ineinander verfahrbaren
Stabelemente zueinander. Selbstverständlich sind aber ebenso andere Querschnittformen
möglich, wie beispielsweise ein kreisrunder, ovaler oder mehreckiger Querschnitt.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das ausfahrbare Teleskopgestänge mindestens
in einem Betriebszustand mit einem unteren Ende senkrecht auf einem Sockel angeordnet.
[0021] Das Teleskopgestänge steht also mit einem unteren Ende vertikal auf einem die Teleskophubarbeitsbühne
tragenden Unterbau als Sockel, wobei die Arbeitsplattform an dem oberen Ende des Teleskopgestänges
angeordnet ist, sodass das Teleskopgestänge und die Arbeitsplattform im Wesentlichen
T-förmig angeordnet sind.
[0022] Folglich definiert das Teleskopgestänge in einem maximal eingefahrenen Zustand, in
dem alle Stabelemente so weit wie möglich ineinander stecken, die minimale Höhe der
Arbeitsplattform. Dies bedeutet, dass das Teleskopgestänge nicht weiter ineinander
geschoben und die Arbeitsplattform nicht weiter abgesenkt werden kann. Vorzugsweise
beträgt hierbei die Höhe der Arbeitsplattform etwa zwischen 1,90 m und 3,00 m bezüglich
eines Untergrunds. Die Arbeitsplattform kann dann beispielsweise bequem über eine
Leiter erreicht werden.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform kann das Teleskopgestänge mindestens in dieser maximal
eingefahrenen Stellung in eine gekippte Transportstellung gekippt werden oder sogar
vollständig waagerecht abgelegt werden. Es kann hierzu vorgesehen werden, die Arbeitsplattform
bezüglich des Teleskopgestänges klappbar für einen einfachen und kompakten Transport
auszugestalten.
[0024] Gemäß einer anderen Ausführungsform ist das ausfahrbare Teleskopgestänge an einem
oberen Ende im Schwerpunkt der Arbeitsplattform mit dieser verbunden. Diese Anordnung
ermöglicht es, die aufgrund von Gewichtskräften der Arbeitsplattform auf das Teleskopgestänge
wirkenden Hebelkräfte so gering wie möglich zu halten.
[0025] Des Weiteren kann die Arbeitsplattform mindestens einen Auslegerarm zur Befestigung
von Lasten umfassen.
[0026] Demnach kann sich von der Arbeitsplattform mindestens ein Auslagerarm weg erstrecken.
Vorzugsweise erstreckt sich dieser in horizontaler Richtung. Möglich ist aber ebenso
eine schräg nach oben geneigte Ausrichtung. An einem äußeren Ende des Auslegerarms
kann eine Last befestigt werden. Vorzugsweise weist die Arbeitsplattform mindestens
zwei Auslegerarme auf, die im Wesentlichen einen in Richtung ihrer äußeren Enden gespreizten
Verlauf zueinander aufweisen. Eine Last kann in diesem Fall an beiden Auslegerarmen
einzeln oder gemeinsam befestigt werden. Des Weiteren wird eine Verwendung der voranstehenden
Teleskophubarbeitsbühne als Sprunggerät mit elastischen Sprungseilen zum elastischen
Verbinden eines Nutzers mit mindestens einem Auslegerarm der Teleskophubarbeitsbühne
vorgeschlagen. Demnach wird an dem mindestens einen Auslegerarm der Arbeitsplattform
ein elastisches Seil zum elastischen Befestigen von Lasten und/oder Personen angeordnet.
Vorzugsweise wird hierbei ein sogenanntes Bungee-Seil mit angepasster Länge eingesetzt.
Eine mit dem Seil gesicherte Person kann somit von der Arbeitsplattform in die Tiefe
springen, wenn sich die Arbeitsplattform in einer vorher definierten Sprunghöhe befindet.
Vorzugsweise weist die Arbeitsplattform hierzu mindestens zwei sich gespreizt zueinander
von der Arbeitsplattform wegerstreckende Auslegerarme auf. An deren äußeren Enden
ist jeweils eines der elastischen Seile mit jeweils einem oberen Ende befestigt. An
einem entgegengesetzten unteren Ende der Seile wird ein sogenanntes Sprunggeschirr
für den Nutzer befestigt, das in der Regel aus Sicherungsgurten besteht. Vorzugsweise
werden die unteren Enden der beiden Seile links und rechts von dem Nutzer an dem Sprunggeschirr
befestigt.
[0027] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Teleskophubarbeitsbühne einen fahrbaren
Unterbau auf. Mit dessen Hilfe kann die Teleskophubarbeitsbühne mobil ausgeführt sein,
um diese leicht transportierbar zu gestalten. Der fahrbare Unterbau ist hierbei gemäß
der vorstehenden Beschreibung als Sockel für die Teleskophubarbeitsbühne vorgesehen.
[0028] Entsprechend einer weiteren Ausführungsform ist der fahrbare Unterbau als PKW-Anhänger
ausgeführt. Dies ermöglicht einen besonders einfachen Transport, da kein zusätzlicher
Führerschein zum Bewegen der Teleskophubarbeitsbühne oder schweres Transportgerät,
beispielsweise in Form eines Tiefladers, benötigt wird. Auch ist der PKW-Anhänger
von keinem LKW-Fahrverbot betroffen und kann darüber hinaus auch bei engen Wegverhältnissen
eingesetzt werden.
[0029] Des Weiteren kann der fahrbare Untersatz einen eigenen Antrieb mit einer Fernsteuerung
zum ferngelenkten Bewegen des fahrbaren Untersatzes umfassen.
[0030] Dies ist insbesondere zum Abstellen der auf dem fahrbaren Unterbau befestigten Teleskophubarbeitsbühne
von Bedeutung. Der fahrbare Unterbau kann mittels der Fernsteuerung und seinem eigenen
Antrieb, beispielsweise nach einem Abkoppeln von einem ziehenden PKW, bequem an seinen
Zielort gefahren werden. Ein kraftraubendes Schieben des fahrbaren Unterbaus kann
somit entfallen. Als Fernsteuerung kommen sowohl kabelgebundene Eingabegeräte als
auch Eingabegeräte mit einer Funkanbindung in Betracht.
[0031] Ferner kann der fahrbare Unterbau eine Geländebereifung zum Verfahren des fahrbaren
Unterbaus abseits von befestigten Straßen umfassen. Unter einer Geländebereifung sind
insbesondere Räder mit griffigem Profil und/oder geeignet großem Durchmesser zu verstehen.
[0032] Dies ermöglicht insbesondere ein Verfahren des PKW-Anhängers in unwegsamem Gelände,
beispielsweise auf einer Wiese, wenn der PKW-Anhänger mit der Teleskophubarbeitsbühne
auf dieser abgestellt werden soll.
[0033] Gemäß einer anderen Ausführungsform umfasst die Arbeitsplattform Lichtmittel zum
Beleuchten einer Umgebung. Somit eignet sich die beschriebene Teleskophubarbeitsbühne
als Lichtmasten zum Beleuchten von Plätzen.
[0034] Vorzugsweise ist die Teleskophubarbeitsbühne als Lastenbeförderer ausgebildet und
weist eine Tragfähigkeit von bis zu 1000kg auf. Ebenfalls vorzugsweise ist die Hubhöhe
der Arbeitsplattform zwischen 3m und 10m stufenlos einstellbar.
[0035] Der Gegenstand der Erfindung ist anhand der in den nachfolgenden Figuren dargestellten
Ausführungsform näher erläutert. Hierbei zeigt
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Teleskophubarbeitsbühne in ei-ner ersten Seitenansicht,
- Fig. 2
- die Teleskophubarbeitsbühne gemäß Figur 1 in einer weiteren Seitenansicht,
- Fig. 3
- die erfindungsgemäße Teleskophubarbeitsbühne in einem eingefahrenen Zustand in seitlicher
Ansicht,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch das ausfahrbare Teleskopgestänge der erfindungsgemäßen Teleskophubarbeitsbühne
und
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung eines Funktionsprinzips der in Reihe geschalteten Hydraulikzylinder
der er-findungsgemäßen Teleskophubarbeitsbühne.
[0036] Figur 1 zeigt eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Teleskophubarbeitsbühne 1
in einem ausgefahrenen Zustand. Diese weist einen fahrbaren Unterbau als Sockel auf,
der aus einem Transportwagen 10 mit Fahrzeugrädern 11 und ausfahrbaren Stützen 12
(dargestellt in nicht ausgefahrenem Zustand) sowie einer Deichsel 13 besteht. Von
dem Transportwagen 10 erstreckt sich in vertikaler Richtung ein Teleskopgestänge 30,
das aus vier Stabelementen 31, 32, 33, 34 besteht. An einem oberen Ende des obersten
Stabelementes 34 ist eine Arbeitsplattform 20 mit einem Geländer 21 zur Sicherung
angeordnet. Die vier Stabelemente 31, 32, 33, 34 des ausfahrbaren Teleskopgestänges
30 sind teleskopartig ineinander verfahrbar und zum Stützen und Führen einer Verfahrbewegung
der Arbeitsplattform 20 vorgesehen. Zum Verfahren der Stabelemente des Teleskopgestänges
30 relativ zueinander sind an dem Teleskopgestänge 30 Hydraulikzylinder 35, 36 und
37 (in Figur 1 verdeckt) angeordnet. Jeder Hydraulikzylinder weist einen Hubzylinder
und eine relativ hierzu bewegliche Kolbenstange auf. Der erste Hydraulikzylinder 35
ist mit seinem Hubzylinder an dem ersten Stabelement 31 sowie mit der ausfahrbaren
Kolbenstange an dem zweiten Stabelement 32 befestigt. Bei einem Betätigen des Hydraulikzylinders
35 fährt die Kolbenstange aus und verfährt das zweite Stabelement 32 bezüglich dem
ersten Stabelement 31 in vertikaler Richtung nach oben. Gemäß der dargestellten Ausführungsform
ist der zweite Hydraulikzylinder 36 an einem oberen Ende des zweiten Stabelementes
32 mit seinem Hubzylinder befestigt. Eine bewegliche Kolbenstange des zweiten Hydraulikzylinders
36 stützt sich an einem oberen Ende des dritten Stabelementes 33 ab, um dieses bei
einem Aus- bzw. Einfahren der Kolbenstange des zweiten Hydraulikzylinders 36 gegenüber
dem zweiten Stabelement 32 zu verfahren.
[0037] Entsprechendes gilt für den dritten Hydraulikzylinder 37, der in der Ansicht in Figur
2 dargestellt ist und an einem oberen Ende des dritten Stabelements 33 befestigt ist
und sich an einem oberen Ende des vierten Stabelements 34 zum Verfahren des vierten
Stabelements 34 bezüglich dem dritten Stabelement 33 abstützen kann. Gemäß der dargestellten
alternativen Ausführungsform stützt sich der dritte Hydraulikzylinder 37 hierzu an
einem oberen Ende des zweiten Stabelements 32 ab.
[0038] Figur 2 zeigt eine Vorderansicht der in Figur 1 beschriebenen Teleskophubarbeitsbühne
1 ebenfalls in der bereits beschriebenen ausgefahrenen Stellung, sodass auf die Beschreibung
zu Figur 1 verwiesen werden kann.
[0039] Figur 3 zeigt die erfindungsgemäße Teleskophubarbeitsbühne 1 in einem eingefahrenen
Zustand, in welchem die Teleskophubarbeitsbühne 1 transportbereit ist. Hierbei sind
die Stützen 12 in eingefahrenem Zustand dargestellt, sodass der als Anhänger ausgebildete
fahrbare Unterbau mittels der Deichsel 13 an einen ziehenden PKW angehängt werden
kann. Die vier Stabelemente 31, 32, 33, 34 des Teleskopgestänges 30 sind in dem dargestellten
Zustand soweit wie möglich ineinander eingeschoben. Beispielsweise kann für diese
eingefahrene Stellung eine Leiter zum Besteigen der Arbeitsplattform 20 vorgesehen
sein (nicht dargestellt).
[0040] Figur 4 zeigt einen Querschnitt durch das in Figur 3 in maximal eingefahrenem Zustand
dargestellte Teleskopgestänge 30. Demnach sind die Stabelemente 31, 32,33 und 34 als
Vierkanthohlprofile ausgebildet. Dies bedeutet, dass sie einen im Wesentlichen quadratischen
Querschnitt und jeweils eine in Längsrichtung durchgängige Ausnehmung mit ebenfalls
quadratischem Querschnitt aufweisen, wobei die innere Ausnehmung in ihrer Größe an
das jeweilige hierin aufzunehmende Stabelement angepasst ist.
[0041] Figur 5 zeigt in schematischer Darstellung die in Reihe geschalteten Hydraulikzylinder
35, 36, 37. Diese weisen jeweils einen Hubzylinder sowie eine relativ hierzu bewegliche
Kolbenstange 35a, 36a und 37a auf. Eine Zuleitung von Hydraulikfluid erfolgt über
einen ersten Eingang 35b in den ersten Hydraulikzylinder 35. Dessen Hubzylinder und
Kolbenstange 35a sind hohl ausgeführt, sodass das Hydraulikfluid bis zu einem Ausgang
35c am oberen Ende der Kolbenstange 35a geleitet werden kann. Von dort aus wird das
Hydraulikfluid über eine Verbindung 50 zu dem zweiten Hydraulikzylinder 36 geleitet.
Dort wird es über einen Eingang 36b in den ebenfalls hohl ausgeführten Hydraulikzylinder
36 eingeleitet und tritt ebenfalls an einem oberen Ende der Kolbenstange 36a aus,
um von dort über eine Verbindung 51 zu einem Eingang 37b des dritten Hydraulikzylinders
37 geleitet zu werden. Der dritte Hydraulikzylinder 37 weist ebenfalls eine Kolbenstange
37a auf, die jedoch in der dargestellten Ausführungsform nicht hohl ausgeführt ist
und keinen Ausgang zum Ausleiten des Hydraulikfluids aufweist. Optional kann in den
Verbindungen 50, 51 jeweils eine Drossel 52 bzw. 53 zur Regelung eines Durchflusses
des Hydraulikfluids vorgesehen sein. Mittels dieser Drosseln ist es möglich, den jeweils
nachfolgenden Hydraulikzylinder von einer Zufuhr von Hydraulikfluid auszuschließen.
Die nachfolgenden Hydraulikzylinder werden somit nicht mehr mit Hydraulikfluid versorgt
und dementsprechend nicht mehr bewegt. Sie verbleiben also in ihrer momentanen Stellung.
Als Druckversorgung zum Bereitstellen eines mit Druck beaufschlagten Hydraulikfluids
kann eine Hydraulikpumpe 54 vorgesehen sein. Diese kann beispielsweise elektrisch
betrieben werden, wobei eine hierzu verwendete elektrische Spannung beispielsweise
über zusätzliche auf dem fahrbaren Unterbau angeordnete Akkus oder einen Netzanschluss
(nicht dargestellt) bereitgestellt werden kann.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Teleskophubarbeitsbühne
- 10
- Transportwagen
- 11
- Fahrzeugräder
- 12
- Stützen
- 13
- Deichsel
- 20
- Arbeitsplattform
- 21
- Geländer
- 30
- Teleskopgestänge
- 31 - 34
- Stabelemente
- 35 - 37
- Hydraulikzylinder
- 35a, 36a, 37a
- Kolbenstange
- 35b, 36b, 37b
- Eingang
- 35c, 36c, 37c
- Ausgang
- 50, 51
- Hydraulische Verbindung
- 52, 53
- Drosseln
- 54
- Hydraulikpumpe
1. Teleskophubarbeitsbühne mit
- einer hydraulisch heb- und senkbaren Arbeitsplattform (20),
- einem ausfahrbaren Teleskopgestänge (30), welches eine Mehrzahl von teleskopartig
ineinander verfahrbaren Stabelementen (31, 32, 33, 34) zum Stützen und Führen einer
Verfahrbewegung der Arbeitsplattform (20) in einer Längsrichtung des Teleskopgestänges
(30) umfasst, und
- einer Mehrzahl von Hydraulikzylindern (35, 36, 37) zum Verfahren der Stabelemente
(31, 32, 33, 34) des Teleskopgestänges (30) relativ zueinander,
dadurch gekennzeichnet, dass die Hydraulikzylinder (35, 36, 37) außerhalb des Teleskopgestänges (30) angeordnet
sind, wobei jeweils eine Hubrichtung der Hydraulikzylinder (35, 36, 37) in Richtung
der Längsrichtung des Teleskopgestänges (30) weist und die Hydraulikzylinder (35,
36, 37) derart in Reihe geschaltet sind, dass jeder Hydraulikzylinder (35, 36, 37)
eine hydraulische Verbindung (50, 51) zu einem nachfolgend angeordneten Hydraulikzylinder
(35, 36, 37) aufweist, dass das ausfahrbare Teleskopgestänge (30) an einem oberen
Ende im Schwerpunkt der Arbeitsplattform (20) mit dieser verbunden ist, dass die Arbeitsplattform
(20) mindestens einen Auslegerarm mit einem elastischen Seil zum elastischen Befestigen
von Lasten und/oder Personen umfasst, wobei die Teleskophubarbeitsbühne (1) auf einem
fahrbaren PKW-Anhänger montiert ist.
2. Teleskophubarbeitsbühne nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die hydraulische Verbindung (50, 51) eine starre Rohrverbindung ist.
3. Teleskophubarbeitsbühne nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stabelemente (31, 32, 33, 34) jeweils einen quadratischen oder rechteckigen Querschnitt
aufweisen.
4. Teleskophubarbeitsbühne nach Anspruch 1 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das ausfahrbare Teleskopgestänge (30) mindestens in einem Betriebszustand mit einem
unteren Ende senkrecht auf einem Sockel angeordnet ist.
5. Teleskophubarbeitsbühne nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der fahrbare Unterbau einen eigenen Antrieb mit einer Fernsteuerung zum ferngelenkten
Bewegen des fahrbaren Unterbaus.
6. Teleskophubarbeitsbühne nach einem der Ansprüche 1 oder 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der fahrbare Untersatz eine Geländebereifung zum Verfahren des fahrbaren Untersatzes
abseits von befestigten Strassen umfasst.
7. Teleskophubarbeitsbühne nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsplattform (20) Lichtmittel zum Beleuchten einer Umgebung umfasst.