[0001] Die Erfindung betrifft eine leistenförmige Halterung für Fassadenverkleidungspaneele,
insbesondere zum Halten von Blechverkleidungspaneelen an Bauwerken, mit einem kanalförmigen
Profil, das einen Profilsteg zur Anbindung der Halterung an eine Unterkonstruktion
und im montierten Zustand nach außen vorstehende Profilschenkel mit hakenförmigen
Nasen zum Anhängen oder Sichern eines Fassadenverkleidungspaneels aufweist. Ferner
betrifft die Erfindung eine aus Blechverkleidungspaneelen gebildete Fassadenverkleidung
unter Verwendung solcher Halterungen.
[0002] Leistenförmige Halterungen für aus Keramik, Naturstein oder Metall hergestellte Fassadenplatten
sind bekannt.
[0003] Die
DE 20 2004 020 824 U1 offenbart ein U-profilförmiges Halteelement zum Anbringen von Blechverkleidungsprofilen
an Bauwerken, mit einem Profilsteg und demgegenüber abgewinkelten Profilschenkeln,
die jeweils eine hakenförmige Nase zum Anhängen bzw. formschlüssigen Halten eines
Blechverkleidungsprofils aufweisen. Dieses bekannte Halteelement ist im Wesentlichen
dadurch gekennzeichnet, dass mit den hakenförmigen Nasen eine aus dem Profilsteg ausgeschnittene,
in Richtung der Nasen vorstehende Haltezunge derart zusammenwirkt, dass das Blechverkleidungsprofil
an den hakenförmigen Nasen klapperfrei festgelegt ist.
[0004] Des Weiteren ist aus der
DE 101 52 717 A1 ein aus Feinblech hergestelltes Befestigungsprofil für keramische oder metallische
Fassadenplatten bekannt, das aus einem im montierten Zustand senkrecht verlaufenden
Doppel-U-Profil besteht, welches zwei zueinander parallel verlaufende Seitenwände
aufweist. In den Seitenwänden sind nach oben offene Haken ausgeschnitten, die über
die Seitenwände hinausragen. Ferner umfasst das Befestigungsprofil einen von seiner
Querbasis ausgehend nach vorne ragenden Mittelrücken, der spitzwinklig zueinander
verlaufende Rückenwandabschnitte sowie in seinem äußeren Endbereich einen U-förmigen
Querschnitt mit parallel zueinander verlaufenden Rückenwandabschnitten aufweist, wobei
letztere den senkrechten Rändern der Fassadenplatten als Anschlag dienen und die Breite
der dort senkrecht verlaufenden Fassadenplattenfuge bestimmen. In den Querbasishälften
sind wiederum Haltezungen (Sicherungszungen) freigeschnitten, die in Richtung der
Vorderseite des Befestigungsprofils vorstehen. Nachteilig bei diesem Befestigungsprofil
ist, dass dessen Verwendung grundsätzlich auf die Befestigung geeigneter Fassadenplatten
unter Bildung einer durch den Profilmittelrücken bestimmten Fassadenplattenfuge beschränkt
ist. Insbesondere besteht aufgrund des Profilmittelrückens keine bzw. kaum eine Möglichkeit
zur individuellen und von der Leiste unabhängigen Ausgestaltung des Zwischenraums
zwischen den einzelnen zu befestigenden Fassadenplatten.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine leistenförmige Halterung
der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, die mehrere Möglichkeiten zur
individuellen Ausgestaltung des Zwischenraums zwischen den einzelnen zu befestigenden
Blechverkleidungspaneelen bietet, die sich sowohl für eine horizontale Ausrichtung
als auch für eine vertikale oder diagonale Ausrichtung oder auch für eine Überkopfanordnung
(Deckenverkleidung) von zu montierenden Blechverkleidungspaneelen eignet, und die
insbesondere auch eine Verlegung von Blechverkleidungspaneelen im Läuferverband mit
auf der Halterung endenden sowie die Halterung überbrückenden Blechverkleidungspaneelen
gestattet.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine leistenförmige Halterung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 bzw. durch eine aus Blechverkleidungspaneelen gebildete Fassadenverkleidung
mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst.
[0007] Die erfindungsgemäße Halterung ist dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Profilschenkel
abgewinkelt ist, so dass er einen Befestigungsflansch definiert, der in einer gegenüber
der Ebene des Profilsteges beabstandeten zweiten Ebene liegt, wobei die hakenförmigen
Nasen zum Anhängen bzw. formschlüssigen Halten eines Blechverkleidungsprofils gegenüber
den Befestigungsflanschen abgewinkelt und einstückig mit den Befestigungsflanschen
verbunden sind.
[0008] Die erfindungsgemäße Halterung weist im Gegensatz zu dem aus der
DE 101 52 717 A1 bekanntem Befestigungsprofil keine daran einstückig ausgebildeten Stoßfugenrippe
(Mittelrücken) auf. Vielmehr besitzt sie im Bereich ihrer Längsmittelachse einen kanalförmigen
Hohlraum, der verschiedene Möglichkeiten zur individuellen Ausgestaltung des Zwischenraums
zwischen den einzelnen zu befestigenden Blechverkleidungspaneelen bietet. Mit der
erfindungsgemäßen Halterung lassen sich Blechverkleidungspaneele sowohl horizontal
ausgerichtet als auch vertikal oder diagonal ausgerichtet oder auch Überkopf (z.B.
als Deckenverkleidung) an einer Unterkonstruktion befestigen.
[0009] Die erfindungsgemäße Halterung ermöglicht insbesondere bei einer vertikalen Verlegung
von Blechverkleidungspaneelen deren durchdringungsfreie, zwängungsfreie exakte Montage,
wobei die entsprechend ausgebildeten Blechverkleidungspaneele eine oder mehrere hakenförmige
Nasen der jeweiligen Halterung hintergreifen. Die Montagezeit und damit die Lohnkosten
lassen sich hierdurch reduzieren. Die erfindungsgemäße Halterung ermöglicht insbesondere
auch eine Verlegung von Blechverkleidungspaneelen mit unterschiedlichen Längen und
in längsversetzter Anordnung (Läuferverband), wobei einige Blechverkleidungspaneele
dann auf der Halterung enden und dort eine Stoßfuge definieren, während andere Blechverkleidungspaneele
dieselbe Halterung überbrücken. Die erfindungsgemäße Halterung ist somit multifunktional
einsetzbar.
[0010] Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass die Halterung mit
einem separat gefertigten Fugenprofil (Fugenelement) versehen ist, das voneinander
abgewandte Flansche aufweist, wobei in den Befestigungsflanschen der Halterung streifenförmige,
parallel zu der Längsachse der Halterung verlaufende Absätze zur Aufnahme der Flansche
des Fugenprofils eingeformt sind. Mit dem Fugenprofil lässt sich das optische Erscheinungsbild
bzw. die ästhetische Wirkung der Fassadenverkleidung im Bereich einer Stoßfuge, die
durch die Querseitenränder der Verkleidungspaneele definiert wird, verbessern. Des
Weiteren können temperaturbedingte Längenausdehnungen der Blechverkleidungspaneele
durch das Fugenprofil kompensiert werden. Das Fugenprofil (Fugenelement) ist zu diesem
Zweck vorzugsweise aus flachem oder gekantetem Material (vorzugsweise Feinblech) oder
aber aus federelastischem Material gefertigt bzw. in Querrichtung federelastisch ausgebildet,
so dass es sich an unterschiedliche Fugenbreiten anpassen kann.
[0011] Eine bevorzugte Weiterbildung der erfindungsgemäßen Halterung (Systemleiste) ist
dadurch gekennzeichnet, dass das darin einsetzbare Fugenprofil als Leuchtleiste (Lichtleiste)
ausgebildet oder mit Beleuchtungsmitteln, vorzugsweise LED-oder Neon-Leuchten versehen
ist. Durch ein derartiges Fugen-Lichtprofil lässt sich nicht nur eine individuelle
ästhetische Wirkung erzielen; das als Leuchtleiste ausgebildete Fugenprofil bzw. die
im Fugenprofil integrierten Beleuchtungsmittel können beispielsweise auch als Positionsleuchte
(Kollisionswarnleuchte) dienen. Positionsleuchten werden in der Praxis insbesondere
an hohen Bauwerken, wie Schornsteinen und Windrädern, aber häufig auch an Hochhäusern
installiert.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Halterung sieht vor,
dass in dem zwischen dem Profilsteg und den Befestigungsflanschen liegenden kanalförmigen
Raum der leistenförmigen Halterung ein separat gefertigtes Stoßverbindungs- und/oder
Verstärkungselement formschlüssig aufgenommen ist. Mittels des in die Halterung einschiebbaren
Stoßverbindungselements (Stoßverbinders) lässt sich in Längsrichtung eine zweite leistenförmige
Halterung auf einfache und zuverlässige Weise fluchtend an eine erste erfindungsgemäße
Halterung unter Formschluss bzw. für die statische Erreichung einer Durchlaufträgerwirkung
auch unter Kraftschluss anschließen. Ferner lässt sich durch formschlüssiges Einschieben
eines entsprechenden Stoßverbindungs- bzw. Verstärkungselementes der innere Profilbereich
der Halterung aussteifen, was beispielsweise bei Fassaden, die besonders hohen Windlasten
standhalten sollen, zweckmäßig sein kann.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Halterung sieht in
diesem Zusammenhang vor, dass deren Profilschenkel einen hinterschnittenen Profilquerschnitt
definieren. Vorzugsweise weisen die Profilschenkel dabei Abschnitte auf, die einen
Winkel einschließen. Durch den hinterschnittenen Profilquerschnitt ergibt sich eine
zuverlässige Formschlussverbindung zwischen der leistenförmigen Halterung und einem
im Wesentlichen komplementär geformten Stoßverbindungs- bzw. Verstärkungselement.
Ein Herausbewegen des Stoßverbindungs-/Verstärkungselementes aus dem kanalförmigen
Raum der Halterung quer zu deren Längsrichtung ist dann nur unter Verformung oder
ggf. Zerstörung des Stoßverbindungs-/Verstärkungselementes bzw. der Halterung möglich.
[0014] Um die Lage der Halterung bei Bedarf in Längsrichtung leicht ausrichten zu können,
sieht eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Lösung vor, dass
der Profilsteg der Halterung eine Vielzahl von in dessen Längsrichtung verlaufenden
Langlöchern aufweist.
[0015] Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Halterung ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Breite des jeweiligen Befestigungsflansches größer ist als
die Tiefe der jeweiligen hakenförmigen Nase ist. In diesem Fall ergibt sich ein relativ
breiter Befestigungsflansch, der eine zuverlässige Befestigung eines Blechverkleidungsprofils
mittels Blechschneidschrauben oder Nieten an dem Befestigungsflansch erleichtert.
[0016] Die leistenförmige Halterung, das Fugenprofil und/oder das Stoßverbindungs-/Verstärkungselement
sind vorzugsweise aus dünnwandigem Stahlblech (Feinblech) hergestellt. Die entsprechenden
Stahlblechprofile lassen sich dabei kostengünstig mittels Rollformen fertigen.
[0017] Weitere bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Halterung
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0018] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer mehrere Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße leistenförmige Halterung mit einem Fugenprofil und einem Stoßverbinder
in Querschnittansicht mit an der Halterung montierten Blechverkleidungspaneelen;
- Fig. 2
- einen Abschnitt der leistenförmigen Halterung der Fig. 1 in Seitenansicht;
- Fig. 3
- den Abschnitt der leistenförmigen Halterung der Fig. 2 in Vorderansicht;
- Fig. 4
- einen Abschnitt einer erfindungsgemäßen Halterung mit zwei daran montieren Blechverkleidungspaneelen
sowie einem an der Halterung vorderseitig angeordneten Fugenprofil, in perspektivischer
Darstellung;
- Fig. 5
- einen Abschnitt einer erfindungsgemäßen Halterung mit drei daran montieren Blechverkleidungspaneelen,
wobei die Halterung mit einem L-Profil verbunden ist, das mittels eines Befestigungswinkels
an einer Gebäudewand montiert wird, in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 6
- eine schematische Vorderansicht eines Abschnittes einer Fassadenverkleidung mit erfindungsgemäßen
Halterungen; und
- Figuren 7
- bis 8 weitere Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Halterung, jeweils in Querschnittansicht,
teilweise in Kombination mit einem Fugenprofil (Stoßfugenelement).
[0019] Die in der Zeichnung dargestellten leistenförmigen Halterungen 1 dienen der Befestigung
von Fassadenverkleidungsprofilen 2 an Bauwerken, insbesondere zur Herstellung von
hinterlüfteten Fassaden. Bei den Fassadenverkleidungsprofilen handelt es sich vorzugsweise
um beschichtete bzw. lackierte Blechverkleidungsprofile.
[0020] Zur Herstellung einer solchen Fassade werden an der Außenseite einer Gebäudewand
Befestigungswinkel 3 montiert (vgl. Fig. 5). Der jeweilige Befestigungswinkel 3 dient
zugleich als Abstandshalter. Denn er definiert die Dicke einer Wärmedämmschicht (nicht
gezeigt), die zwischen der Gebäudewand und den Fassadenverkleidungsprofilen 2 angeordnet
wird. Zudem dient der Befestigungswinkel 3 dem Ausgleich von Bautoleranzen. Der Befestigungswinkel
3 wird mittels eines Dübels und einer Schraube 4 oder dergleichen an der Gebäudewand
befestigt.
[0021] Der der Gebäudewand zugeordnete Schenkel 3.1 des Befestigungswinkels 3 ist rückseitig
mit einer wärmeisolierenden Unterlage 3.2 versehen, die unverlierbar mit dem Befestigungswinkel
3 verbunden ist. An dem Befestigungswinkel 3 wird eine Tragleiste 5 befestigt, die
beispielsweise aus einer L-förmigen Winkelprofilschiene besteht. Hierzu weist der
andere Schenkel 3.3 des Befestigungswinkels 3 nahe seinem vorderen Rand Löcher 3.4
zur Aufnahme von Schauben 6 auf. Die Löcher 3.4 sind vorzugsweise als Langlöcher ausgeführt,
wobei deren Längsachse in Längsrichtung der daran anzuschraubenden Tragleiste 5 verlaufen.
Eine Vielzahl von Befestigungswinkeln 3 und die daran befestigten Tragleisten 5 bilden
eine Unterkonstruktion. An der Vorderseite der in der Regel horizontal ausgerichteten
Tragleisten (L-Profile) 5 und quer zu deren Längsachse werden die erfindungsgemäßen
Halterungen 1 montiert.
[0022] Die jeweilige leistenförmige Halterung 1 weist ein kanalförmiges Profil auf, das
einen Profilsteg 1.1 zur Anbindung der Halterung an die Unterkonstruktion 3, 5 umfasst.
Der Profilsteg 1.1 ist hierzu mit einer Vielzahl von entlang dessen Längsachse verlaufenden
Langlöchern 1.2 versehen. Die Langlöcher 1.2 sind gleichmäßig voneinander beabstandet.
Die Länge des jeweiligen Langloches 1.2 entspricht im Wesentlichen dem Abstand zwischen
zwei aufeinander folgenden Langlöchern 1.2 des Profilsteges 1.1.
[0023] Ferner umfasst die leistenförmige Halterung 1, die auch als Systemleiste oder Befestigungsprofil
bezeichnet werden kann, im montierten Zustand nach außen vorstehende Profilschenkel
1.3 mit hakenförmigen Nasen 1.4 zum Anhängen bzw. Sichern von Fassadenverkleidungspaneelen
2. Der jeweilige Profilschenkel 1.3 ist dabei abgewinkelt, so dass er einen Befestigungsflansch
1.5 definiert, der in einer gegenüber der Ebene des Profilsteges 1.1 beabstandeten
zweiten Ebene liegt. Der jeweilige Befestigungsflansch 1.5 erstreckt sich vorzugsweise
über die gesamte Länge der leistenförmigen Halterung 1. Die hakenförmigen Nasen 1.4
sind einstückig mit den Befestigungsflanschen 1.5 verbunden und gegenüber denselben
nach vorne abgewinkelt. Die Abwinklung der Nasen (Haken) 1.4 beträgt vorzugsweise
ca. 90°. Die Nasen 1.4 beginnen an den äußeren Längskanten der Befestigungsflansche
1.5. Die Befestigungsflansche 1.5 und die daran einstückig ausgebildeten Nasen 1.4
begrenzen spaltförmige Aussparungen 1.6 mit einem geschlossenen Grund 1.7. Die von
dem Spalt 1.6 zu der Nasenvorderkante 1.8 führende Kante 1.9 fällt zu der Vorderseite
bzw. Vorderkante 1.8 hin schräg ab (vgl. Fig. 2).
[0024] Die in den Figuren 1 und 4 dargestellte Halterung (Systemleiste) 1 ist mit einem
separat gefertigten Fugenelement 7 versehen. Das Fugenelement 7 ist in diesen Ausführungsbeispielen
hohlprofilförmig ausgebildet. Es besitzt vorzugsweise die Form eines Hutprofils mit
voneinander abgewandten, in einer gemeinsamen Ebene liegenden Flanschen 7.1. Die Tiefe
bzw. Höhe des gegenüber den Flanschen 7.1 nach vorne vorstehenden Profilabschnittes
7.2 des Fugenprofils 7 ist so bemessen, dass seine Vorderseite im Wesentlichen bündig
mit der Vorderseite der Fassadenverkleidungsprofile 2 abschließt (vgl. Fig. 1). Des
Weiteren kann es zur optimalen Individualisierung vorgesehen sein, das Fugenelement
als flaches Material, beispielsweise als Stahlblech- oder Kunststoffstreifen, vorzugsweise
mit einer von den Fassadenverkleidungsprofilen abweichenden Farbgebung, derartig hinter
die Fassadenverkleidungsprofile einzulegen, dass sich eine Schattenfugenwirkung im
Querstoß ergibt. Ein weiteres Fugenelement kann nach Art einer Lisene ausgebildet
sein, unabhängig davon, ob diese hinter oder bündig mit der Vorderseite der Fassadenverkleidungsprofile
abschließt oder aber hervorsteht.
[0025] In Fig. 1 ist zu erkennen, dass in den Befestigungsflanschen 1.5 der leistenförmigen
Halterung 1 streifenförmige, parallel zu der Längsachse der Halterung verlaufende
Absätze 1.10 zur Aufnahme der Flansche 7.1 des Fugenprofils 7 eingeformt sind. Die
Tiefe der Absätze 1.10 entspricht dabei im Wesentlichen der Dicke der Flansche 7.1
des Fugenprofils 7. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Abstand zwischen
den Längskanten der Fugenprofilflansche 7.1 deutlich kleiner als der Abstand zwischen
den einander zugewandten Innenseiten der paarweise ausgebildeten Nasen 1.4. Vorzugsweise
ist der Abstand zwischen den Längskanten der Flansche 7.1 des Fugenprofils 7 sogar
kleiner als die Breite des Profilsteges 1.1 der leistenförmigen Halterung 1.
[0026] Des Weiteren ist die leistenförmige Halterung 1 so geformt, dass die Breite B des
jeweiligen Befestigungsflansches 1.5 größer als die Tiefe T der jeweiligen hakenförmigen
Nase 1.4 ist (vgl. Figuren 1 bis 3).
[0027] In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die beiden Profilschenkel
1.3 gegenüber dem im Wesentlichen ebenen Profilsteg 1.1 um mehr als 90° abgewinkelt,
so dass sie einen hinterschnittenen Profilquerschnitt definieren. Die ebenfalls im
Wesentlichen eben ausgebildeten Profilschenkelabschnitte 1.31 laufen aufeinander zu
und schließen einen spitzen Winkel ein.
[0028] In dem zwischen dem Profilsteg 1.1 und den Befestigungsflanschen 1.5 liegenden Kanal
1.11 ist ein optionales, separat gefertigtes Profil 8 formschlüssig aufgenommen, das
als Stoßverbinder bzw. als Verstärkungselement dient. Das Profil 8 ist ebenfalls als
offenes Hohlprofil ausgebildet. Es weist beispielsweise einen im Wesentlichen C-förmigen
Profilquerschnitt auf, der sich aus einem Basissteg 8.1 und davon ausgehenden Profilschenkeln
8.2 zusammensetzt. Die Profilschenkel 8.2 umfassen jeweils einen ersten Schenkelabschnitt
8.21, der um mehr als 90° gegenüber dem Basissteg 8.1 abgewinkelt ist, so dass sich
diese ersten Schenkelabschnitte 8.21 des Stoßverbinders oder Verstärkungselements
im Wesentlichen parallel zu den sie formschlüssig umgreifenden Profilschenkeln 1.3
der leistenförmigen Halterung 1 erstrecken. An den jeweiligen ersten Schenkelabschnitt
8.21 schließt sich ein zweiter Schenkelabschnitt 8.22 an, der im montierten Zustand
des Stoßverbinders oder Verstärkungselements schräg in Richtung des Profilsteges 1.1
der Systemleiste 1 ausgerichtet ist und schließlich in einen dritten Schenkelabschnitt
8.23 übergeht, der im Wesentlichen parallel zu dem Profilsteg 1.1 verläuft und einen
Längsspalt 8.24 des Stoßverbinders bzw. Verstärkungselements begrenzt. Der Längsspalt
8.24 erstreckt sich über die gesamte Länge des Stoßverbinders bzw. Verstärkungselements
8. Das Hohlprofil 8 ist vorzugsweise so bemessen, dass es im montierten Zustand mit
seinen ersten Schenkelabschnitten 8.21 formschlüssig und/oder reibschlüssig an den
Innenseiten der Profilschenkel 1.3 der leistenförmigen Halterung 1 anliegt. Das separat
gefertigte Profil 8 kann mittels aller dem Fachmann bekannten Verfahren hergestellt
sein (z.B. Rollformen, Strangguss, etc.).
[0029] In Fig. 6 ist ein Abschnitt einer Fassadenverkleidung schematisch dargestellt, die
aus erfindungsgemäßen leistenförmigen Halterungen 1 (gemäß den Figuren 1 bis 3) und
daran befestigten, in einem Mosaikmuster bzw. Läuferverband angeordneten Blechverkleidungspaneelen
2 gebildet ist. Die vertikal ausgerichteten, hakenförmige Nasen 1.4 aufweisenden Systemleisten
1 sind an im Wesentlichen horizontal ausgerichteten (nicht gezeigten) Tragleisten
mittels selbstschneidender Schrauben (Bohrschrauben), Nieten oder dergleichen befestigt.
Die für die Fassadenverkleidung verwendeten Blechverkleidungspaneele 2 sind in diesem
Beispiel unterschiedlich lang und können zudem unterschiedliche Farbbeschichtungen
aufweisen, was in der Zeichnung durch eine Schraffur bei einigen der Blechverkleidungspaneele
angedeutet ist. Der horizontale Abstand der leistenförmigen Halterungen 1 und die
Längen sowie das Legemuster der Verkleidungspaneele 2 sind so gewählt, dass die Querseitenkanten
einiger Verkleidungspaneele 2 auf den leistenförmigen Halterungen 1 angeordnet sind
und dort eine Stoßfuge 9 bilden, während andere Verkleidungspaneele 2', 2" die leistenförmigen
Halterungen 1 überbrücken. Des Weiteren ist in dem in Fig. 6 dargestellten Ausführungsbeispiel
(mindestens) eine der leistenförmigen Halterungen 1 mit einem Fugenprofil 7 versehen,
das mit den angrenzenden Verkleidungspaneelen 2" und/oder mit der leistenförmigen
Halterung 1 formschlüssig verbunden ist. Beispielsweise kann das Fugenprofil 7 wiederum,
wie in Fig. 1 dargestellt, als Hutprofil ausgebildet sein oder in entgegengesetzte
Richtungen weisende Flansche 7.1 aufweisen, die zwischen die Halterung 1 und die daran
befestigten Verkleidungspaneele 2, 2', 2" formschlüssig eingreifen. Die Vorderseite
des Fugenprofils 7 kann flächenbündig mit den angrenzenden Verkleidungspaneelen 2,
2', 2" abschließen; aber wie bereits erwähnt, kann das Fugenelement 7 auch als Flachblech
oder Lisenenprofil ausgebildet sein. Optional kann das Fugenprofil 7 auch als Lichtleiste
ausgebildet sein, beispielsweise indem es mit einer Vielzahl von Leuchtdioden 7.3
versehen ist (vgl. Fig. 8) .
[0030] In den Figuren 7 bis 9 sind Querschnittansichten von weiteren Ausführungsbeispielen
der erfindungsgemäßen leistenförmigen Halterung (Systemleiste) dargestellt. Die in
den Figuren 7 und 8 gezeigten Ausführungsbeispiele unterscheiden sich von dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 jeweils dadurch, dass die Profilschenkelabschnitte 1.31 im Wesentlichen
rechtwinklig gegenüber dem Profilsteg 1.1 abgewinkelt sind und somit keinen hinterschnittenen
Profilquerschnitt definieren. Ferner sind bei dem in Fig. 7 gezeigten Ausführungsbeispiel
auch die Befestigungsflansche 1.5 im Wesentlichen rechtwinklig gegenüber den Profilschenkelabschnitten
1.31 abgewinkelt. Die streifenförmigen, parallel zu der Längsachse der Systemleiste
1 verlaufenden Absätze 1.10 zur Aufnahme der Flansche 7.1 eines Fugenprofils 7 gemäß
Fig. 1 sowie Fig. 8 sind bei dem in Fig. 7 gezeigten Ausführungsbeispiel nicht vorhanden.
[0031] Des Weiteren ist die leistenförmige Halterung 1 gemäß Fig. 8 mit einem als Leuchtleiste
ausgebildeten Fugenprofil 7 versehen, dessen seitlich abstehende Flansche 7.1 in den
streifenförmigen, parallel zu einander verlaufenden Absätzen 1.10 der Befestigungsflansche
1.5 der Halterung 1 aufgenommen sind. Mit den Bezugszeichen 7.3 und 7.4 sind eine
Leuchtdiode bzw. ein Reflektor bezeichnet. Die Leuchtleiste kann alternativ auch im
hinterschnittenen Querschnitt 1.11 platziert sein, wobei in diesem Falle eine lichttransparente
Abdeckung, die analog zu den verschiedenen Ausführungeformen des Fugenelements 7,
in den streifenförmigen, parallel zu einander verlaufenden Absätzen 1.10 der Befestigungsflansche
1.5 der Halterung 1 aufgenommen sind.
[0032] Bei der in Fig. 9 gezeigten leistenförmigen Halterung 1 sind die Profilschenkelabschnitte
1.31 um deutlich mehr als 90° rechtwinklig gegenüber dem Profilsteg 1.1 abgewinkelt,
so dass sie mit letzterem jeweils einen stumpfen Winkel einschließen.
[0033] Die leistenförmige Halterung 1 und ggf. das Fugenprofil 7 sowie das Stoßverbindungs-
bzw. Verstärkungselement 8 sind bevorzugt aus korrosionsschutzbeschichtetem Stahlblech
hergestellt, beispielsweise aus Zink/Magnesium-beschichtetem oder organisch beschichtetem
Stahlblech. Alternativ können diese Profile 1, 7 und/oder 8 auch aus Aluminium oder
aus Edelstahl hergestellt sein.
[0034] Die Blechverkleidungspaneele 2, 2', 2" werden vorzugsweise mittels Bohrschrauben
10 an den Befestigungsflanschen 1.5 der Systemleisten 1 befestigt. Bei den Bohrschrauben
10 handelt es sich vorzugsweise um Edelstahl-Bohrschrauben.
[0035] Die Befestigungswinkel 3, die L-förmigen Tragleisten (Winkelschiene) 5 und die leistenförmigen
Halterungen (Systemleisten) 1 können zwängungsfrei untereinander befestigt werden,
um eine thermische Ausdehnung dieser Befestigungselemente 1, 5 und 3 zu ermöglichen.
Die Befestigung der leistenförmigen Halterungen 1 an den L-förmigen Tragleisten 5
umfasst dabei Gleit- und/oder Festpunkte. Das erfindungsgemäße System erlaubt eine
optimale Ausrichtung der darauf abgestimmten Blechverkleidungspaneele 2, 2', 2" in
vertikaler sowie gegebenenfalls auch in horizontaler Richtung, sowie einen optimalen
Ausgleich von Wandunebenheiten durch die L-förmigen Tragleisten 5.
[0036] Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen und in der
beiliegenden Zeichnung gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr sind zahlreiche
Varianten denkbar, die auch bei insoweit abweichender Gestaltung von der in den beiliegenden
Ansprüchen angegebenen Erfindung Gebrauch machen. Beispielsweise können die erfindungsgemäßen
leistenförmigen Halterungen 1 auch im Wesentlichen horizontal montiert werden, um
daran vertikal ausgerichtete Verkleidungspaneele 2 zu befestigen. Ebenso liegt auch
eine diagonale Ausrichtung oder eine überkopfartige Anordnung der erfindungsgemäßen
leistenförmigen Halterungen 1 im Rahmen der Erfindung, beispielsweise bei einer Verwendung
der Fassadenverkleidungsprofile als Deckenverkleidung.
1. Leistenförmige Halterung (1) für Fassadenverkleidungspaneele (2, 2', 2"), insbesondere
zum Halten von Blechverkleidungsprofilen an Bauwerken, mit einem kanalförmigen Profil,
das einen Profilsteg (1.1) zur Anbindung der Halterung (1) an eine Unterkonstruktion
(5) und im montierten Zustand nach außen vorstehende Profilschenkel (1.3) mit hakenförmigen
Nasen (1.4) zum Anhängen oder Sichern eines Fassadenverkleidungspaneels (2, 2', 2")
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Profilschenkel (1.3) abgewinkelt ist, so dass er einen Befestigungsflansch
(1.5) definiert, der in einer gegenüber der Ebene des Profilsteges (1.1) beabstandeten
zweiten Ebene liegt, wobei die Nasen (1.4) gegenüber den Befestigungsflanschen (1.5)
abgewinkelt und einstückig mit denselben verbunden sind.
2. Halterung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe mit einem separat gefertigten Fugenprofil (7) versehen ist, das voneinander
abgewandte Flansche (7.1 ) aufweist, wobei in den Befestigungsflanschen (1.5) der
Halterung (1) streifenförmige, parallel zu der Längsachse der Halterung (1) verlaufende
Absätze (1.10) zur Aufnahme der Flansche (7.1) des Fugenprofils (7) eingeformt sind.
3. Halterung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Absätze (1.10) im Wesentlichen der Dicke der Flansche (7.1) des Fugenprofils
(7) entspricht.
4. Halterung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Fugenprofil (7) als Leuchtleiste ausgebildet oder mit Beleuchtungsmitteln, vorzugsweise
LED-Leuchten (7.3) versehen ist.
5. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschenkel (1.3) einen hinterschnittenen Profilquerschnitt definieren.
6. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Profilschenkel (1.3) einen Winkel einschließende Profilschenkelabschnitte (1.31)
aufweisen.
7. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zwischen dem Profilsteg (1.1) und den Befestigungsflanschen (1.5) liegenden
kanalförmigen Raum (1.11) ein separat gefertigtes Stoßverbindungs- und/oder Verstärkungselement
(8) formschlüssig aufgenommen ist.
8. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilsteg (1.1) eine Vielzahl von entlang dessen Längsachse verlaufenden Langlöchern
(1.2) aufweist.
9. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (B) des jeweiligen Befestigungsflansches (1.5) größer als die Tiefe (T)
der jeweiligen hakenförmigen Nase (1.4) ist.
10. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass diese aus Stahlblech oder Aluminium hergestellt ist.
11. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass diese durch Rollformen eines Metallbandes hergestellt ist.
12. Halterung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass diese mit einer metallischen und/oder organischen Korrosionsschutzbeschichtung versehen
ist.
13. Aus Blechverkleidungspaneelen gebildete Fassadenverkleidung, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechverkleidungspaneele (2, 2', 2") an mehreren leistenförmigen Halterungen
(1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12 montiert sind, wobei die Blechverkleidungspaneele
(2, 2', 2") mittels Schrauben (10) oder Nieten an mindestens einem der Befestigungsflansche
(1.5) der leistenförmigen Halterungen (1) befestigt sind.
14. Fassadenverkleidung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Mehrzahl der Blechverkleidungspanelle (2, 2', 2") zueinander im Läuferverband
angeordnet sind.