[0001] Die Erfindung betrifft eine Lötverbindung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Es sind Lötverbindungen zum im Wesentlichen rechtwinkeligen Anbinden eines dünnen
Stiftes an eine Oberfläche bekannt. Dabei wird der Stift mit einer im Wesentlichen
planen Stirnfläche versehen, welche stumpf mit der Oberfläche verlötet wird. Nachteilig
daran ist, dass die betreffenden Stifte, bedingt durch die Großserienfertigung, über
keine planen Stirnflächen verfügen, und daher ein entsprechender Verarbeitungsschritt
erforderlich ist, bevor die Lötverbindung hergestellt werden kann. Weiters neigt eine
derartige Lötverbindung zum Abscheren der Stifte, und weist den Nachteil geringer
Vibrationsfestigkeit auf. Dies ist insbesondere bei Anwendung entsprechend verarbeiteter
Baugruppen in Fahrzeugen von Nachteil, da dies zu erhöhten Ausfallraten führen kann.
Besonders nachteilig wirkt sich dies bei der Verwendung in sicherheitsrelevanten Vorrichtungen,
wie etwa einem Zünder für einen Airbag aus, dessen Funktion insbesondere bei hohen
auftretenden Beschleunigungen sichergestellt sein muss.
[0003] Es sind weiters Lötverbindungen bekannt, bei welchen auf das Herstellen einer planen
Oberfläche gemäß dem vorstehenden Absatz verzichtet wird. Gemäß einer ersten derartigen
bekannten Lötverbindung ist vorgesehen, die abgerundeten Enden eines Kontaktstiftes
stumpf an eine Fläche zu löten. Derartige Ausführungen weisen ebenfalls sehr schlechte
mechanische Eigenschaften auf. Gemäß einer zweiten derartigen bekannten Lötverbindung
ist vorgesehen, einen Stift durch eine Durchgangsöffnung zu führen und beidseitig
in der Kehle zwischen Stift und Körper eine herkömmliche Lötverbindung anzubringen.
Derartige Lötverbindungen sind jedoch sehr unflexibel im Einsatz.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher eine Lötverbindung der eingangs genannten Art
anzugeben, mit welcher die genannten Nachteile vermieden werden können, mit welcher
die vorbereitenden Arbeiten zur Vorbereitung eines Halbzeugs auf die Lötverbindung
verringert werden können, und die Sicherheit der Lötverbindung, insbesondere gegen
Abscheren, erhöht werden kann, und welche flexibel einsetzbar ist.
[0005] Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Patentanspruches 1 erreicht.
[0006] Dadurch kann eine Lötverbindung gebildet werden, welche eine hohe Sicherheit gegen
mechanische Beeinträchtigungen, insbesondere gegen Abscheren aufweist, da aufgrund
der Benetzung sowohl des Stiftes, als auch der Mantelfläche der ersten Vertiefung
allfällige Kerbwirkungen vermieden werden, und eine seitliche Kraftübertragung über
das Lotmaterial auf die Mantelfläche der ersten Vertiefung ermöglicht wird. Dadurch
kann weiters ein Stift im Wesentlichen ohne weitere vorbereitende mechanische Bearbeitung
verarbeitet werden, da keine plane Stirnfläche erforderlich ist. Dadurch können Stifte
mit abgerundeten oder angespitzten Enden ohne weitere Bearbeitung derartiger Enden
sicher verlötet werden. Gemäß heute üblicher Herstellungsverfahren weisen entsprechende
Stifte, etwa für den besonders bevorzugten Einsatzzweck bei Zündersockel für Gasgeneratorenzünder,
nach deren Herstellung abgerundete Enden auf. Derartige Stifte können nunmehr ohne
weitere Nachbearbeitung verarbeitet werden. Dadurch können der Fertigungsaufwand sowie
die Herstellungskosten gesenkt werden. Eine erfindungsgemäße Lötverbindung ist weiters
vielseitig und flexibel einsetzbar.
[0007] Die Unteransprüche, welche ebenso wie der Patentanspruch 1 gleichzeitig einen Teil
der Beschreibung bilden, betreffen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0008] Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in welchen
lediglich bevorzugte Ausführungsformen beispielhaft dargestellt sind, näher beschrieben.
Dabei zeigt:
Fig. 1 eine erste bevorzugte Ausführungsform eines Zündersockels für Gasgeneratoren
mit einer erfindungsgemäßen Lötverbindung im Grundriss;
Fig. 2 die Ausführungsform gemäß Fig. 1 in axonometrischer Ansicht;
Fig. 3 Schnitt A-A gemäß Fig. 1;
Fig. 4 eine zweite bevorzugte Ausführungsform eines Zündersockels für Gasgeneratoren
mit einer erfindungsgemäßen Lötverbindung im Grundriss;
Fig. 5 die Ausführungsform gemäß Fig. 4 in axonometrischer Ansicht;
Fig. 6 Schnitt B-B gemäß Fig. 4;
Fig. 7 eine dritte bevorzugte Ausführungsform eines Zündersockels für Gasgeneratoren
mit einer erfindungsgemäßen Lötverbindung im Grundriss;
Fig. 8 die Ausführungsform gemäß Fig. 7 in axonometrischer Ansicht;
Fig. 9 Schnitt C-C gemäß Fig. 7;
Fig. 10 eine vierte bevorzugte Ausführungsform eines Zündersockels für Gasgeneratoren
mit einer erfindungsgemäßen Lötverbindung im Grundriss;
Fig. 11 Schnitt D-D gemäß Fig. 10; und
Fig. 12 Detail G gemäß Fig. 11.
[0009] Die Fig. 1 bis 12 zeigen jeweils bevorzugte Anordnungen bzw. Details von Anordnungen
aus einem elektrisch leitfähigen Körper 1 sowie einem - mittels einer Lötverbindung
mit dem Körper 1 verbundenen - elektrisch leitfähigen ersten Stift 2, wobei in einer
ersten Oberfläche 3 des Körpers 1 eine erste Vertiefung 4 angeordnet ist, wobei der
erste Stift 2 bereichsweise in der ersten Vertiefung 4 angeordnet ist, wobei in einem
Zwischenraum 5 zwischen einer ersten Mantelfläche 6 der ersten Vertiefung 4 und dem
ersten Stift 2 ein Lotmaterial 7 angeordnet ist, und wobei das Lotmaterial 7 wenigstens
bereichsweise sowohl an dem ersten Stift 2, als auch an der ersten Mantelfläche 6
angeordnet ist.
[0010] Dadurch kann eine Lötverbindung gebildet werden, welche eine hohe Sicherheit gegen
mechanische Beeinträchtigungen, insbesondere gegen Abscheren aufweist, da aufgrund
der Benetzung sowohl des ersten Stiftes 2, als auch der ersten Mantelfläche 6 der
ersten Vertiefung 4 allfällige Kerbwirkungen vermieden werden, und eine seitliche
Kraftübertragung über das Lotmaterial 7 auf die erste Mantelfläche 6 der ersten Vertiefung
4 ermöglicht wird. Dadurch kann weiters ein erster Stift 2 im Wesentlichen ohne weitere
vorbereitende mechanische Bearbeitung verarbeitet werden, da keine plane Stirnfläche
erforderlich ist. Dadurch können Stifte mit abgerundeten oder angespitzten Enden ohne
weitere Bearbeitung derartiger Enden sicher verlötet werden. Gemäß heute üblicher
Herstellungsverfahren weisen entsprechende Stifte, etwa für den besonders bevorzugten
Einsatzzweck bei Zündersockel 13 für Gasgeneratorenzünder, nach deren Herstellung
abgerundete Enden auf. Derartige Stifte können nunmehr ohne weitere Nachbearbeitung
verarbeitet werden. Dadurch können der Fertigungsaufwand sowie die Herstellungskosten
gesenkt werden. Eine erfindungsgemäße Lötverbindung ist weiters vielseitig und flexibel
einsetzbar.
[0011] Der Begriff Lötverbindung bezeichnet eine Verbindung zweier oder mehrerer metallischer
Teile mittels eines geschmolzenen Lots, welches wenigstens bereichsweise die Oberflächen
der wenigstens zwei miteinander verbundenen Teile benetzt, insbesondere wenigstens
bereichsweise in die betreffenden Oberflächen diffundiert ist. Der Begriff Lotmaterial
umfasst bevorzugt jede Art einer Legierung und/oder eines Reinmetalls, welche bzw.
welches zum Hart- und/oder Weichlöten verwendet werden kann, insbesondere jede Art
eines Lots bzw. Lötzinns.
[0012] Der besonders bevorzugte Hauptanwendungszweck erfindungsgemäßer Lötverbindungen betrifft
Zündersockel 13, wie diese etwa bei Gasgeneratoren, Airbags oder Gurtstraffer für
Sicherheitsgurte in Fahrzeugen Verwendung finden. Ein Gasgenerator ist dabei ein Brandsatz,
welcher dazu vorgesehen und ausgebildet ist, dass dessen Verbrennungsgase einen Hohlraum,
etwa den Innenraum eines Airbags, füllen. Die Fig. 1 bis 12 zeigen vier unterschiedliche
bevorzugte Ausführungsformen derartiger Zündersockel 13. In weiterer Folge wird die
erfindungsgemäße Lötverbindung anhand dieser bevorzugten Ausführungsformen näher erläutert.
Der Einsatz erfindungsgemäßer Lötverbindungen ist jedoch nicht auf diese Anwendung
beschränkt. Diese kann etwa auch zur Verbindung anderer Bauteile bzw. Baugruppen vorgesehen
sein.
[0013] Die gegenständliche Erfindung betrifft eine Lötverbindung bei welcher vorgesehen
ist, einen ersten Stift 2, daher einen dünnen Stab mit bevorzugt rundem Querschnitt,
mit einem Körper 1 zu verbinden. Der Körper 1 weist dabei - zur Bildung der Lötverbindung
- eine erste Oberfläche 3 auf, in welcher eine erste Vertiefung 4 angeordnet ist.
[0014] Die erste Vertiefung 4, welche unterschiedlich ausgebildet sein kann, weist einen
Bodenbereich 8 auf, sowie eine erste Mantelfläche 6. Der Bodenbereich 8 bezeichnet
dabei einen Boden der ersten Vertiefung 4 sowie bevorzugt den diesen Boden umgebenden
Bereich normal auf die erste Oberfläche 3, insbesondere sofern der Boden nicht plan
ausgebildet ist. Die erste Mantelfläche 6 bezeichnet die Fläche, welche sich zwischen
der ersten Oberfläche 3 und dem Bodenbereich 8 erstreckt. Bevorzugt ist vorgesehen,
dass die erste Mantelfläche 6 gegenüber der ersten Oberfläche 3 wenigstens bereichsweise
geneigt und/oder gerundet ausgebildet ist. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die erste
Vertiefung 4 kegelstumpfförmig oder pyramidenstumpfförmig ausgebildet ist.
[0015] Der erste Stift 2 ist wenigstens bereichsweise in der ersten Vertiefung 4 angeordnet.
Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass ein Durchmesser bzw. eine Diagonale der ersten
Vertiefung 4 stets größer ist als ein Durchmesser bzw. eine entsprechende Diagonale
des ersten Stiftes 2 im Bereich der ersten Vertiefung 4. Dadurch besteht ein Zwischenraum
5 zwischen der ersten Mantelfläche 6 der ersten Vertiefung 4 und dem in dieser angeordneten
ersten Stift 2. In diesem Zwischenraum 5 ist wenigstens bereichsweise ein Lotmaterial
7 angeordnet, wobei bevorzugt vorgesehen ist, dass im Wesentlichen der gesamte Bodenbereich
8 der ersten Vertiefung 4 mit dem Lotmaterial 7 bedeckt ist. Erfindungsgemäß ist weiters
vorgesehen, dass das Lotmaterial 7 wenigstens bereichsweise sowohl an dem ersten Stift
2, als auch an der Mantelfläche 6 angeordnet ist, daher haftet. Durch die bevorzugt
vorgesehene kegelstumpfförmige oder pyramidenstumpfförmige Ausbildung der ersten Vertiefung
4 wird die Benetzung durch das Lotmaterial 7 verbessert, sowie eine große Oberfläche
zum Kontakt mit dem Lotmaterial 7 zur Verfügung gestellt.
[0016] Die Fig. 1 bis 3 zeigen eine erste bevorzugte Ausführungsform eines Zündersockels
13, mit einem elektrisch leitfähigen Grundkörper 14, einem ersten Kontaktstift 15
und einem zweiten Kontaktstift 16, wobei der erste Kontaktstift 15 elektrisch leitfähig
mit dem Grundkörper 14 verbunden ist, und wobei der zweite Kontaktstift 16, vom Grundkörper
14 elektrisch isoliert und gasdicht, durch den Grundkörper 14 geführt ist. Der erste
Kontaktstift 15 ist mittels einer erfindungsgemäßen Lötverbindung mit dem Grundkörper
14 verbunden. Der erste Kontaktstift 15 entspricht dabei dem ersten Stift 2, und der
Grundkörper 14 dem Körper 1.
[0017] Der leitfähig mit dem Grundkörper 14 verbundene erste Kontaktstift 15 ist bevorzugt
zur Massenanbindung des Zündersockels 13 vorgesehen, wohingegen der zweite Kontaktstift
16, welcher von dem Grundkörper 14 elektrisch isoliert ist, zur Stromführung vorgesehen
ist.
[0018] Der Grundkörper 14 weist eine im Wesentlichen zylinderscheibenförmige Grundform auf,
und ist bevorzugt umfassend Stahl ausgebildet. Der zweite Kontaktstift 16 ist durch
eine Durchgangsöffnung des Grundkörpers 14 geführt, und mittels eines Glaskörpers
19 vom Grundkörper 14 elektrisch isoliert, wobei die betreffende Verbindung weiters
gasdicht ausgeführt ist. Derartige Verbindungen werden auch als
"glass to metal seal" kurz GTMS bezeichnet. Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Grundkörper
14 mit dem zweiten Kontaktstift 16 mittels der Glasmasse 19 verschmolzen ist.
[0019] In dem Grundkörper 14 ist die erste Vertiefung 4 angeordnet, in welcher der erste
Kontaktstift 15 mittels einer erfindungsgemäßen Lötverbindung gehalten ist, wobei
- wie bevorzugt vorgesehen - im Wesentlichen in dem gesamten Zwischenraum 5 im Bodenbereich
8 der ersten Vertiefung 4 das Lotmaterial 7 angeordnet ist.
[0020] Bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 3 ist die erste Vertiefung 4 als Sackloch
ausgebildet. Der erste Stift 2 bzw. der erste Kontaktstift 15 ist in dem Sackloch
4 angeordnet. Dabei bleibt die dem Zündmittel zugewandte Seite 17 des Zündersockels
13 unbeeinflusst von der Lötverbindung. Dabei können insbesondere Spannungsspitzen
aufgrund von Störstellen an der Oberfläche auf der dem Zündmittel zugewandte Seite
17 des Zündersockels 13 vermieden werden.
[0021] Wie insbesondere in der Schnittdarstellung gemäß Fig. 3 zu erkennen ist, kann die
Vertiefung 4 im Wesentlichen kegelstumpfförmig ausgebildet sein. Diese Form ermöglicht
eine besonders zuverlässige und sichere Einbettung des ersten Kontaktstiftes 15. Die
erste Vertiefung 4 kann auch pyramidenstumfförmig ausgebildet sein. Bei anderen Ausführungsformen
kann auch eine zylindrische Form vorgesehen sein.
[0022] Ein Ende des ersten Stiftes 2 bzw. des ersten Kontaktstiftes 15 ist in der ersten
Vertiefung 4 angeordnet und mit dem Grundkörper 14 verlötet. Dabei kann das in der
Vertiefung 4 angeordnete Ende des ersten Stiftes 2 bzw. des ersten Kontaktstiftes
15 abgerundete oder angespitzt ausgebildet sein. Dabei kann der erste Stift 2 bzw.
der erste Kontaktstift 15 nach dessen Herstellung ohne weitere Bearbeitung sicher
verlötet werden.
[0023] Der erste Stift 2 bzw. erste Kontaktstift 15 ist dabei im Wesentlichen normal zu
der ersten Oberfläche 3 angeordnet. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass der erste
Stift 2 bzw. erste Kontaktstift 15 wenigstens im Bereich der Lötverbindung normal
zu der ersten Oberfläche 3 angeordnet ist. Dadurch wird der Lötvorgang verbessert,
da die Ausbildung des Lötmeniskus verbessert wird.
[0024] Die Fig. 4 bis 6 zeigen eine zweite bevorzugte Ausführungsform eines Zündersockels
13, wobei der grundsätzliche Aufbau der ersten bevorzugten Ausführungsform gemäß den
Fig. 1 bis 3 entspricht.
[0025] Der Grundkörper 14 dieser zweiten bevorzugten Ausführungsform weist ebenfalls eine
kegelstumpfförmige erste Vertiefung 4 auf, wobei anschließend an den Bodenbereich
8 der ersten Vertiefung 4 eine Aufnahmeöffnung 9 angeordnet ist. Diese Aufnahmeöffnung
9 weist einen im Wesentlichen zum ersten Kontaktstift 15 gegengleichen Querschnitt
auf, wobei bevorzugt vorgesehen ist, dass die Aufnahmeöffnung 9 Abmessungen aufweist,
welche ein Einführen des ersten Kontaktstiftes 15 mit einem geringen Spiel ermöglichen.
[0026] Es kann vorgesehen sein, dass die Aufnahmeöffnung 9 als Sackloch ausgebildet ist.
Bevorzugt ist jedoch - wie dargestellt - vorgesehen, dass die Aufnahmeöffnung 9 als
Durchgangsbohrung ausgebildet ist, wodurch eine besonders gute Verbindung zwischen
dem ersten Kontaktstift 15 und dem Grundkörper 14 erzielt werden kann.
[0027] Wie insbesondere in Fig. 6 zu erkennen, ist der erste Stift 2 bzw. der erste Kontaktstift
in der Aufnahmeöffnung 9 angeordnet. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform
der gegenständlichen Erfindung ist vorgesehen, dass in einem Spalt 10 zwischen einer
Stiftmantelfläche 11 des ersten Stifts 2 und einer zweiten Mantelfläche der Aufnahmeöffnung
9 wenigstens bereichsweise das Lotmaterial 7 angeordnet ist. Dadurch kann auf ein
aufwändiges Vorbelöten des ersten Stifts 2 bzw. ersten Kontaktstifts 15 verzichtet
werden, wodurch ein weiterer Verarbeitungsschritt eingespart werden kann. Bevorzugt
ist dabei vorgesehen, dass der Spalt 10 im Wesentlichen vollständig mit dem Lotmaterial
ausgefüllt ist.
[0028] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Spalt 10 eine Breite und eine Höhe aufweist, welche
in Zusammenspiel mit einem bestimmten Lotmaterial 7 und einer bestimmten Verarbeitungstemperatur
das Eindringen des Lotmaterial 7 in den Spalt 10 aufgrund der Kapillarwirkung zur
Folge hat. Dadurch kann sowohl die Verarbeitung weiter vereinfacht werden, als auch
die Sicherheit der Lötverbindung erhöht werden, da die wirksame Fläche der Lötverbindung
dabei sehr groß ist. Dadurch kann auch die Belastbarkeit der Lötverbindung und des
gesamten Zündersockels 13 verbessert werden. Dadurch kann die Sicherheit gegen Zerstörung
des Zündersockels 13 - etwa beim Zünden des Gasgenerators - verbessert werden.
[0029] Der in der Aufnahmeöffnung 9 angeordnete erste Stift 2 durchdringt den Grundkörper
14. Bei dieser zweiten Ausführungsform schließen sowohl der erste als auch der zweite
Kontaktstift 15, 16 plan mit der ersten Seite 17 des Grundkörpers 14 ab. Die plane
Oberfläche an der ersten Seite 17 wird dabei bevorzugt durch Überschleifen des Grundkörpers
14 erzielt, nachdem die Lötverbindung hergestellt wurde. Die Verwendung von Stiften
mit gerundeten Enden ist daher bei der zweiten Ausführungsform nicht eingeschränkt.
[0030] Die Fig. 7 bis 9 zeigen eine dritte bevorzugte Ausführungsform eines Zündersockels
13 für einen Gasgenerator, wobei der grundsätzliche Aufbau der zweiten bevorzugten
Ausführungsform gemäß den Fig. 4 bis 6 entspricht.
[0031] Neben einer erfindungsgemäßen Lötverbindung mit einer ersten Vertiefung 4 an der
ersten Oberfläche 3 des Körpers 1 ist weiters eine zweite Vertiefung an der ersten
Seite 17 vorgesehen, unter deren Verwendung eine zweite erfindungsgemäße Lötverbindung
realisiert ist. Weiters ist auch der Spalt 10 mit Lotmaterial 7 befüllt. Die Enden
der beiden Kontaktstifte 15, 16 sind unbearbeitet und weisen die herstellungsbedingten
Rundungen auf.
[0032] Im Bereich der ersten Seite 17 des Grundkörpers 14 bildet die zweite Vertiefung an
deren Rand eine ringförmige Erhebung aus, welche eine spitze Kante aufweist. Diese
dient bevorzugt als Reservoir für ein Lotmaterial 7, wobei bevorzugt vorgesehen ist,
den Rand sowie gegebenenfalls die an der ersten Seite 17 vorstehenden Teile des ersten
und/oder zweiten Stifts 2, 18 abzuschleifen, um eine plane Oberfläche an der ersten
Seite 17 zu bilden.
[0033] Die Fig. 10 bis 12 zeigen eine vierte bevorzugte Ausführungsform eines Zündersockels
13, wobei der grundsätzliche Aufbau der zweiten bevorzugten Ausführungsform gemäß
den Fig. 4 bis 6 entspricht, wobei die erste Oberfläche 3 auf der ersten Seite 17
angeordnet ist, und die Enden der beiden Kontaktstifte über diese erste Oberfläche
3 vorstehen. Die erfindungsgemäße Lötverbindung ist daher lediglich an der ersten
Seite 17 des Grundkörpers 14 angeordnet.
[0034] Bei einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die an der ersten Seite 17
vorstehenden Teile des ersten und/oder zweiten Stifts 2, 18 abzuschleifen, um eine
plane Oberfläche an der ersten Seite 17 zu bilden.
[0035] Weitere erfindungsgemäße Ausführungsformen weisen lediglich einen Teil der beschriebenen
Merkmale auf, wobei jede Merkmalskombination, insbesondere auch von verschiedenen
beschriebenen Ausführungsformen, vorgesehen sein kann.
1. Lötverbindung zwischen einem elektrisch leitfähigen Körper (1) sowie einem elektrisch
leitfähigen ersten Stift (2), dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Oberfläche (3) des Körpers (1) eine erste Vertiefung (4) angeordnet
ist, dass der erste Stift (2) bereichsweise in der ersten Vertiefung (4) angeordnet
ist, dass in einem Zwischenraum (5) zwischen einer ersten Mantelfläche (6) der ersten
Vertiefung (4) und dem ersten Stift (2) ein Lotmaterial (7) angeordnet ist, und dass
das Lotmaterial (7) wenigstens bereichsweise sowohl an dem ersten Stift (2), als auch
an der ersten Mantelfläche (6) angeordnet ist.
2. Lötverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Vertiefung (4) kegelstumpfförmig oder pyramidenstumpfförmig ausgebildet
ist.
3. Lötverbindung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Vertiefung (4) als Sackloch ausgebildet ist.
4. Lötverbindung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein abgerundetes oder angespitztes Ende des ersten Stiftes (2) in der ersten Vertiefung
(4) angeordnet ist.
5. Lötverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Stift (2) - wenigstens im Bereich der Lötverbindung - im Wesentlichen normal
zu der ersten Oberfläche (3) angeordnet ist.
6. Lötverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass anschließend an einen Bodenbereich (8) der ersten Vertiefung (4) eine Aufnahmeöffnung
(9) angeordnet ist, und dass der erste Stift (2) in der Aufnahmeöffnung (9) angeordnet
ist.
7. Lötverbindung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeöffnung (9) als Durchgangsbohrung ausgebildet ist.
8. Lötverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Wesentlichen in dem gesamten Zwischenraum (5) im Bodenbereich (8) der ersten Vertiefung
(4) das Lotmaterial (7) angeordnet ist.
9. Lötverbindung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Spalt (10) zwischen einer Stiftmantelfläche (11) des ersten Stifts (2) und
einer zweiten Mantelfläche der Aufnahmeöffnung (9) wenigstens bereichsweise, insbesondere
im Wesentlichen vollständig, das Lotmaterial (7) angeordnet ist.
10. Lötverbindung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Aufnahmeöffnung (9) angeordnete erste Stift (2) den Körper (1) durchdringt.
11. Zündersockel (13), mit einem elektrisch leitfähigen Grundkörper (14), einem ersten
Kontaktstift (15) und einem zweiten Kontaktstift (16), wobei der erste Kontaktstift
(15) elektrisch leitfähig mit dem Grundkörper (14) verbunden ist, und wobei der zweite
Kontaktstift (16), vom Grundkörper (14) elektrisch isoliert und gasdicht, durch den
Grundkörper (14) geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kontaktstift (15) mittels einer Lötverbindung nach einem der Ansprüche
1 bis 10 mit dem Grundkörper (14) verbunden ist.
12. Zündersockel (13) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kontaktstift (15) in einem Sackloch angeordnet ist.
13. Zündersockel (13) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Lötverbindung an einer ersten, zum Verursachen eines Zündfunkens vorgesehenen,
Seite (17) des Grundkörpers (14) angeordnet ist.