[0001] Die Erfindung betrifft einen Zündersockel gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Es sind Lötverbindungen zum im Wesentlichen rechtwinkeligen Anbinden eines dünnen
Stiftes an eine Oberfläche bekannt. Dabei wird der Stift mit einer im Wesentlichen
planen Stirnfläche versehen, welche stumpf mit der Oberfläche verlötet wird. Nachteilig
daran ist, dass die betreffenden Stifte, bedingt durch die Großserienfertigung, über
keine planen Stirnflächen verfügen, und daher ein entsprechender Verarbeitungsschritt
erforderlich ist, bevor die Lötverbindung hergestellt werden kann. Weiters neigt eine
derartige Lötverbindung zum Abscheren der Stifte, und weist den Nachteil geringer
Vibrationsfestigkeit auf. Dies ist insbesondere bei Anwendung entsprechend verarbeiteter
Baugruppen in Fahrzeugen von Nachteil, da dies zu erhöhten Ausfallraten führen kann.
Besonders nachteilig wirkt sich dies bei der Verwendung in sicherheitsrelevanten Vorrichtungen,
wie etwa einem Zünder für einen Airbag aus, dessen Funktion insbesondere bei hohen
auftretenden Beschleunigungen sichergestellt sein muss.
[0003] Es sind weiters Lötverbindungen bekannt, bei welchen auf das Herstellen einer planen
Oberfläche gemäß dem vorstehenden Absatz verzichtet wird. Gemäß einer ersten derartigen
bekannten Lötverbindung ist vorgesehen, die abgerundeten Enden eines Kontaktstiftes
stumpf an eine Fläche zu löten. Derartige Ausführungen weisen ebenfalls sehr schlechte
mechanische Eigenschaften auf. Gemäß einer zweiten derartigen bekannten Lötverbindung
ist vorgesehen, einen Stift durch eine Durchgangsöffnung zu führen und beidseitig
in der Kehle zwischen Stift und Körper eine herkömmliche Lötverbindung anzubringen.
Derartige Lötverbindungen sind jedoch sehr unflexibel im Einsatz.
[0004] Aus der
US 2010/0199872 A1 ist ein Zündersockel gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 mit einem elektrisch leitfähigen
Grundkörper bekannt, wobei ein elektrisch leitfähig mit dem Grundkörper verbundener
erster Kontaktstift durch den Grundkörper geführt ist, und wobei ein zweiter Kontaktstift,
vom Grundkörper elektrisch isoliert und gasdicht, durch den Grundkörper geführt ist.
[0005] Aus der
US 3 906 858 A ist ein Miniaturzünder mit zwei voneinander getrennten elektrisch leitfähigen Teilen,
welche durch eine Zündbrücke miteinander verbunden sind, bekannt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher einen Zündersockel mit einer Lötverbindung der
eingangs genannten Art anzugeben, mit welcher die genannten Nachteile vermieden werden
können, mit welcher die vorbereitenden Arbeiten zur Vorbereitung eines Halbzeugs auf
die Lötverbindung verringert werden können, und die Sicherheit der Lötverbindung,
insbesondere gegen Abscheren, erhöht werden kann, und welche flexibel einsetzbar ist.
Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Patentanspruches 1 erreicht.
[weiter auf Seite 2 der ursprünglichen Beschreibung]
[0007] Dadurch kann eine Lötverbindung gebildet werden, welche eine hohe Sicherheit gegen
mechanische Beeinträchtigungen, insbesondere gegen Abscheren aufweist, da aufgrund
der Benetzung sowohl des Stiftes, als auch der Mantelfläche der ersten Vertiefung
allfällige Kerbwirkungen vermieden werden, und eine seitliche Kraftübertragung über
das Lotmaterial auf die Mantelfläche der ersten Vertiefung ermöglicht wird. Dadurch
kann weiters ein Stift im Wesentlichen ohne weitere vorbereitende mechanische Bearbeitung
verarbeitet werden, da keine plane Stirnfläche erforderlich ist. Dadurch können Stifte
mit abgerundeten oder angespitzten Enden ohne weitere Bearbeitung derartiger Enden
sicher verlötet werden. Gemäß heute üblicher Herstellungsverfahren weisen entsprechende
Stifte, etwa für den besonders bevorzugten Einsatzzweck bei Zündersockel für Gasgeneratorenzünder,
nach deren Herstellung abgerundete Enden auf. Derartige Stifte können nunmehr ohne
weitere Nachbearbeitung verarbeitet werden. Dadurch können der Fertigungsaufwand sowie
die Herstellungskosten gesenkt werden. Eine Lötverbindung ist weiters vielseitig und
flexibel einsetzbar.
[0008] Die Unteransprüche, welche ebenso wie der Patentanspruch 1 gleichzeitig einen Teil
der Beschreibung bilden, betreffen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0009] Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in welchen
lediglich bevorzugte Ausführungsformen beispielhaft dargestellt sind, näher beschrieben.
Dabei zeigt:
Fig. 1 eine erste bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Zündersockels
für Gasgeneratoren mit einer Lötverbindung im Grundriss;
Fig. 2 die Ausführungsform gemäß Fig. 1 in axonometrischer Ansicht;
Fig. 3 Schnitt A-A gemäß Fig. 1;
Fig. 4 ein Beispiel eines Zündersockels für Gasgeneratoren mit einer Lötverbindung
im Grundriss;
Fig. 5 das Beispiel gemäß Fig. 4 in axonometrischer Ansicht;
Fig. 6 Schnitt B-B gemäß Fig. 4;
Fig. 7 ein weiteres Beispiel eines Zündersockels für Gasgeneratoren mit einer Lötverbindung
im Grundriss;
Fig. 8 das Beispiel gemäß Fig. 7 in axonometrischer Ansicht;
Fig. 9 Schnitt C-C gemäß Fig. 7;
Fig. 10 ein weiteres Beispiel eines Zündersockels für Gasgeneratoren mit einer Lötverbindung
im Grundriss;
Fig. 11 Schnitt D-D gemäß Fig. 10; und
Fig. 12 Detail G gemäß Fig. 11.
[0010] Die Fig. 1 bis 12 zeigen jeweils Anordnungen bzw. Details von Anordnungen aus einem
elektrisch leitfähigen Körper 1 sowie einem - mittels einer Lötverbindung mit dem
Körper 1 verbundenen - elektrisch leitfähigen ersten Stift 2, wobei in einer ersten
Oberfläche 3 des Körpers 1 eine erste Vertiefung 4 angeordnet ist, wobei der erste
Stift 2 bereichsweise in der ersten Vertiefung 4 angeordnet ist, wobei in einem Zwischenraum
5 zwischen einer ersten Mantelfläche 6 der ersten Vertiefung 4 und dem ersten Stift
2 ein Lotmaterial 7 angeordnet ist, und wobei das Lotmaterial 7 wenigstens bereichsweise
sowohl an dem ersten Stift 2, als auch an der ersten Mantelfläche 6 angeordnet ist.
[0011] Dadurch kann eine Lötverbindung gebildet werden, welche eine hohe Sicherheit gegen
mechanische Beeinträchtigungen, insbesondere gegen Abscheren aufweist, da aufgrund
der Benetzung sowohl des ersten Stiftes 2, als auch der ersten Mantelfläche 6 der
ersten Vertiefung 4 allfällige Kerbwirkungen vermieden werden, und eine seitliche
Kraftübertragung über das Lotmaterial 7 auf die erste Mantelfläche 6 der ersten Vertiefung
4 ermöglicht wird. Dadurch kann weiters ein erster Stift 2 im Wesentlichen ohne weitere
vorbereitende mechanische Bearbeitung verarbeitet werden, da keine plane Stirnfläche
erforderlich ist. Dadurch können Stifte mit abgerundeten oder angespitzten Enden ohne
weitere Bearbeitung derartiger Enden sicher verlötet werden. Gemäß heute üblicher
Herstellungsverfahren weisen entsprechende Stifte, etwa für den besonders bevorzugten
Einsatzzweck bei Zündersockel 13 für Gasgeneratorenzünder, nach deren Herstellung
abgerundete Enden auf. Derartige Stifte können nunmehr ohne weitere Nachbearbeitung
verarbeitet werden. Dadurch können der Fertigungsaufwand sowie die Herstellungskosten
gesenkt werden. Eine Lötverbindung ist weiters vielseitig und flexibel einsetzbar.
[0012] Der Begriff Lötverbindung bezeichnet eine Verbindung zweier oder mehrerer metallischer
Teile mittels eines geschmolzenen Lots, welches wenigstens bereichsweise die Oberflächen
der wenigstens zwei miteinander verbundenen Teile benetzt, insbesondere wenigstens
bereichsweise in die betreffenden Oberflächen diffundiert ist. Der Begriff Lotmaterial
umfasst bevorzugt jede Art einer Legierung und/oder eines Reinmetalls, welche bzw.
welches zum Hart- und/oder Weichlöten verwendet werden kann, insbesondere jede Art
eines Lots bzw. Lötzinns.
[0013] Die Erfindung betrifft Zündersockel 13, wie diese etwa bei Gasgeneratoren, Airbags
oder Gurtstraffer für Sicherheitsgurte in Fahrzeugen Verwendung finden. Ein Gasgenerator
ist dabei ein Brandsatz, welcher dazu vorgesehen und ausgebildet ist, dass dessen
Verbrennungsgase einen Hohlraum, etwa den Innenraum eines Airbags, füllen. Die Fig.
1 bis 12 zeigen vier unterschiedliche Zündersockel 13. In weiterer Folge wird die
Lötverbindung näher erläutert. Der Einsatz von Lötverbindungen ist jedoch nicht auf
diese Anwendung beschränkt. Diese kann etwa auch zur Verbindung anderer Bauteile bzw.
Baugruppen vorgesehen sein.
[0014] Die gegenständliche Erfindung betrifft einen Zündersockel mit einer Lötverbindung
bei welcher vorgesehen ist, einen ersten Stift 2, daher einen dünnen Stab mit bevorzugt
rundem Querschnitt, mit einem Körper 1 zu verbinden. Der Körper 1 weist dabei - zur
Bildung der Lötverbindung - eine erste Oberfläche 3 auf, in welcher eine erste Vertiefung
4 angeordnet ist.
[0015] Die erste Vertiefung 4, welche unterschiedlich ausgebildet sein kann, weist einen
Bodenbereich 8 auf, sowie eine erste Mantelfläche 6. Der Bodenbereich 8 bezeichnet
dabei einen Boden der ersten Vertiefung 4 sowie bevorzugt den diesen Boden umgebenden
Bereich normal auf die erste Oberfläche 3, insbesondere sofern der Boden nicht plan
ausgebildet ist. Die erste Mantelfläche 6 bezeichnet die Fläche, welche sich zwischen
der ersten Oberfläche 3 und dem Bodenbereich 8 erstreckt. Bevorzugt ist vorgesehen,
dass die erste Mantelfläche 6 gegenüber der ersten Oberfläche 3 wenigstens bereichsweise
geneigt und/oder gerundet ausgebildet ist. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die erste
Vertiefung 4 kegelstumpfförmig oder pyramidenstumpfförmig ausgebildet ist.
[0016] Der erste Stift 2 ist wenigstens bereichsweise in der ersten Vertiefung 4 angeordnet.
Dabei ist bevorzugt vorgesehen, dass ein Durchmesser bzw. eine Diagonale der ersten
Vertiefung 4 stets größer ist als ein Durchmesser bzw. eine entsprechende Diagonale
des ersten Stiftes 2 im Bereich der ersten Vertiefung 4. Dadurch besteht ein Zwischenraum
5 zwischen der ersten Mantelfläche 6 der ersten Vertiefung 4 und dem in dieser angeordneten
ersten Stift 2. In diesem Zwischenraum 5 ist wenigstens bereichsweise ein Lotmaterial
7 angeordnet, wobei bevorzugt vorgesehen ist, dass im Wesentlichen der gesamte Bodenbereich
8 der ersten Vertiefung 4 mit dem Lotmaterial 7 bedeckt ist. Erfindungsgemäß ist weiters
vorgesehen, dass das Lotmaterial 7 wenigstens bereichsweise sowohl an dem ersten Stift
2, als auch an der Mantelfläche 6 angeordnet ist, daher haftet. Durch die bevorzugt
vorgesehene kegelstumpfförmige oder pyramidenstumpfförmige Ausbildung der ersten Vertiefung
4 wird die Benetzung durch das Lotmaterial 7 verbessert, sowie eine große Oberfläche
zum Kontakt mit dem Lotmaterial 7 zur Verfügung gestellt.
[0017] Die Fig. 1 bis 3 zeigen eine erste bevorzugte Ausführungsform eines Zündersockels
13, mit einem elektrisch leitfähigen Grundkörper 14, einem ersten Kontaktstift 15
und einem zweiten Kontaktstift 16, wobei der erste Kontaktstift 15 elektrisch leitfähig
mit dem Grundkörper 14 verbunden ist, und wobei der zweite Kontaktstift 16, vom Grundkörper
14 elektrisch isoliert und gasdicht, durch den Grundkörper 14 geführt ist. Der erste
Kontaktstift 15 ist mittels einer erfindungsgemäßen Lötverbindung mit dem Grundkörper
14 verbunden. Der erste Kontaktstift 15 entspricht dabei dem ersten Stift 2, und der
Grundkörper 14 dem Körper 1.
[0018] Der leitfähig mit dem Grundkörper 14 verbundene erste Kontaktstift 15 ist bevorzugt
zur Massenanbindung des Zündersockels 13 vorgesehen, wohingegen der zweite Kontaktstift
16, welcher von dem Grundkörper 14 elektrisch isoliert ist, zur Stromführung vorgesehen
ist.
[0019] Der Grundkörper 14 weist eine im Wesentlichen zylinderscheibenförmige Grundform auf,
und ist bevorzugt umfassend Stahl ausgebildet. Der zweite Kontaktstift 16 ist durch
eine Durchgangsöffnung des Grundkörpers 14 geführt, und mittels eines Glaskörpers
19 vom Grundkörper 14 elektrisch isoliert, wobei die betreffende Verbindung weiters
gasdicht ausgeführt ist. Derartige Verbindungen werden auch als "glass to metal seal"
kurz GTMS bezeichnet. Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Grundkörper 14 mit dem zweiten
Kontaktstift 16 mittels der Glasmasse 19 verschmolzen ist.
[0020] In dem Grundkörper 14 ist die erste Vertiefung 4 angeordnet, in welcher der erste
Kontaktstift 15 mittels einer erfindungsgemäßen Lötverbindung gehalten ist, wobei
- wie bevorzugt vorgesehen - im Wesentlichen in dem gesamten Zwischenraum 5 im Bodenbereich
8 der ersten Vertiefung 4 das Lotmaterial 7 angeordnet ist.
[0021] Bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 3 ist die erste Vertiefung 4 als Sackloch
ausgebildet. Der erste Stift 2 bzw. der erste Kontaktstift 15 ist in dem Sackloch
4 angeordnet. Dabei bleibt die dem Zündmittel zugewandte Seite 17 des Zündersockels
13 unbeeinflusst von der Lötverbindung. Dabei können insbesondere Spannungsspitzen
aufgrund von Störstellen an der Oberfläche auf der dem Zündmittel zugewandte Seite
17 des Zündersockels 13 vermieden werden.
[0022] Wie insbesondere in der Schnittdarstellung gemäß Fig. 3 zu erkennen ist, kann die
Vertiefung 4 im Wesentlichen kegelstumpfförmig ausgebildet sein. Diese Form ermöglicht
eine besonders zuverlässige und sichere Einbettung des ersten Kontaktstiftes 15. Die
erste Vertiefung 4 kann auch pyramidenstumfförmig ausgebildet sein. Bei anderen Ausführungsformen
kann auch eine zylindrische Form vorgesehen sein.
[0023] Ein Ende des ersten Stiftes 2 bzw. des ersten Kontaktstiftes 15 ist in der ersten
Vertiefung 4 angeordnet und mit dem Grundkörper 14 verlötet. Dabei kann das in der
Vertiefung 4 angeordnete Ende des ersten Stiftes 2 bzw. des ersten Kontaktstiftes
15 abgerundete oder angespitzt ausgebildet sein. Dabei kann der erste Stift 2 bzw.
der erste Kontaktstift 15 nach dessen Herstellung ohne weitere Bearbeitung sicher
verlötet werden.
[0024] Der erste Stift 2 bzw. erste Kontaktstift 15 ist dabei im Wesentlichen normal zu
der ersten Oberfläche 3 angeordnet. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass der erste
Stift 2 bzw. erste Kontaktstift 15 wenigstens im Bereich der Lötverbindung normal
zu der ersten Oberfläche 3 angeordnet ist. Dadurch wird der Lötvorgang verbessert,
da die Ausbildung des Lötmeniskus verbessert wird.
[0025] Die Fig. 4 bis 6 zeigen ein Beispiel eines Zündersockels 13, wobei der grundsätzliche
Aufbau der ersten bevorzugten Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 3 entspricht.
[0026] Der Grundkörper 14 dieses Beispiels weist ebenfalls eine kegelstumpfförmige erste
Vertiefung 4 auf, wobei anschließend an den Bodenbereich 8 der ersten Vertiefung 4
eine Aufnahmeöffnung 9 angeordnet ist. Diese Aufnahmeöffnung 9 weist einen im Wesentlichen
zum ersten Kontaktstift 15 gegengleichen Querschnitt auf, wobei bevorzugt vorgesehen
ist, dass die Aufnahmeöffnung 9 Abmessungen aufweist, welche ein Einführen des ersten
Kontaktstiftes 15 mit einem geringen Spiel ermöglichen.
[0027] Es kann vorgesehen sein, dass die Aufnahmeöffnung 9 als Sackloch ausgebildet ist.
Bevorzugt ist jedoch - wie dargestellt - vorgesehen, dass die Aufnahmeöffnung 9 als
Durchgangsbohrung ausgebildet ist, wodurch eine besonders gute Verbindung zwischen
dem ersten Kontaktstift 15 und dem Grundkörper 14 erzielt werden kann. Wie insbesondere
in Fig. 6 zu erkennen, ist der erste Stift 2 bzw. der erste Kontaktstift in der Aufnahmeöffnung
9 angeordnet. Beispielhaft ist vorgesehen, dass in einem Spalt 10 zwischen einer Stiftmantelfläche
11 des ersten Stifts 2 und einer zweiten Mantelfläche der Aufnahmeöffnung 9 wenigstens
bereichsweise das Lotmaterial 7 angeordnet ist. Dadurch kann auf ein aufwändiges Vorbelöten
des ersten Stifts 2 bzw. ersten Kontaktstifts 15 verzichtet werden, wodurch ein weiterer
Verarbeitungsschritt eingespart werden kann. Bevorzugt ist dabei vorgesehen, dass
der Spalt 10 im Wesentlichen vollständig mit dem Lotmaterial ausgefüllt ist.
[0028] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Spalt 10 eine Breite und eine Höhe aufweist, welche
in Zusammenspiel mit einem bestimmten Lotmaterial 7 und einer bestimmten Verarbeitungstemperatur
das Eindringen des Lotmaterial 7 in den Spalt 10 aufgrund der Kapillarwirkung zur
Folge hat. Dadurch kann sowohl die Verarbeitung weiter vereinfacht werden, als auch
die Sicherheit der Lötverbindung erhöht werden, da die wirksame Fläche der Lötverbindung
dabei sehr groß ist. Dadurch kann auch die Belastbarkeit der Lötverbindung und des
gesamten Zündersockels 13 verbessert werden. Dadurch kann die Sicherheit gegen Zerstörung
des Zündersockels 13 - etwa beim Zünden des Gasgenerators - verbessert werden. Der
in der Aufnahmeöffnung 9 angeordnete erste Stift 2 durchdringt den Grundkörper 14.
Bei diesem Beispiel schließen sowohl der erste als auch der zweite Kontaktstift 15,
16 plan mit der ersten Seite 17 des Grundkörpers 14 ab. Die plane Oberfläche an der
ersten Seite 17 wird dabei bevorzugt durch Überschleifen des Grundkörpers 14 erzielt,
nachdem die Lötverbindung hergestellt wurde. Die Verwendung von Stiften mit gerundeten
Enden ist daher bei diesem Beispiel nicht eingeschränkt.
[0029] Die Fig. 7 bis 9 zeigen ein weiteres Beispiel eines Zündersockels 13 für einen Gasgenerator,
wobei der grundsätzliche Aufbau dem Beispiel gemäß den Fig. 4 bis 6 entspricht.
[0030] Neben einer Lötverbindung mit einer ersten Vertiefung 4 an der ersten Oberfläche
3 des Körpers 1 ist weiters eine zweite Vertiefung an der ersten Seite 17 vorgesehen,
unter deren Verwendung eine zweite Lötverbindung realisiert ist. Weiters ist auch
der Spalt 10 mit Lotmaterial 7 befüllt. Die Enden der beiden Kontaktstifte 15, 16
sind unbearbeitet und weisen die herstellungsbedingten Rundungen auf.
[0031] Im Bereich der ersten Seite 17 des Grundkörpers 14 bildet die zweite Vertiefung an
deren Rand eine ringförmige Erhebung aus, welche eine spitze Kante aufweist. Diese
dient bevorzugt als Reservoir für ein Lotmaterial 7, wobei bevorzugt vorgesehen ist,
den Rand sowie gegebenenfalls die an der ersten Seite 17 vorstehenden Teile des ersten
und/oder zweiten Stifts 2, 18 abzuschleifen, um eine plane Oberfläche an der ersten
Seite 17 zu bilden.
[0032] Die Fig. 10 bis 12 zeigen ein weiteres Beispiel eines Zündersockels 13, wobei der
grundsätzliche Aufbau dem Beispiel gemäß den Fig. 4 bis 6 entspricht, wobei die erste
Oberfläche 3 auf der ersten Seite 17 angeordnet ist, und die Enden der beiden Kontaktstifte
über diese erste Oberfläche 3 vorstehen. Die Lötverbindung ist daher lediglich an
der ersten Seite 17 des Grundkörpers 14 angeordnet.
[0033] Bei einem weiteren Beispiel ist vorgesehen, die an der ersten Seite 17 vorstehenden
Teile des ersten und/oder zweiten Stifts 2, 18 abzuschleifen, um eine plane Oberfläche
an der ersten Seite 17 zu bilden.
[0034] Weitere Beispiele weisen lediglich einen Teil der beschriebenen Merkmale auf, wobei
jede Merkmalskombination vorgesehen sein kann.
1. Zündersockel (13), mit einem elektrisch leitfähigen Grundkörper (14), einem ersten
Kontaktstift (15) und einem zweiten Kontaktstift (16), wobei der erste Kontaktstift
(15) elektrisch leitfähig mit dem Grundkörper (14) verbunden ist, und wobei der zweite
Kontaktstift (16), vom Grundkörper (14) elektrisch isoliert und gasdicht, durch den
Grundkörper (14) geführt ist, wobei der erste Kontaktstift (15) mittels einer Lötverbindung
mit dem Grundkörper (14) verbunden ist, wobei in einer ersten Oberfläche (3) des Grundkörpers
(14) eine erste Vertiefung (4) angeordnet ist, wobei in einem Zwischenraum (5) zwischen
einer ersten Mantelfläche (6) der ersten Vertiefung (4) und dem ersten Stift (2) ein
Lotmaterial (7) angeordnet ist, wobei das Lotmaterial (7) wenigstens bereichsweise
sowohl an dem ersten Stift (2), als auch an der ersten Mantelfläche (6) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein abgerundetes oder angespitztes Ende des ersten Stiftes (2) in der ersten Vertiefung
(4) angeordnet ist.
2. Zündersockel (13) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Vertiefung (4) kegelstumpfförmig oder pyramidenstumpfförmig ausgebildet
ist.
3. Zündersockel (13) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Vertiefung (4) als Sackloch ausgebildet ist.
4. Zündersockel (13) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Stift (2) - wenigstens im Bereich der Lötverbindung - im Wesentlichen normal
zu der ersten Oberfläche (3) angeordnet ist.
5. Zündersockel (13) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Wesentlichen in dem gesamten Zwischenraum (5) im Bodenbereich (8) der ersten Vertiefung
(4) das Lotmaterial (7) angeordnet ist.
6. Zündersockel (13) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lötverbindung an einer ersten, zum Verursachen eines Zündfunkens vorgesehenen,
Seite (17) des Grundkörpers (14) angeordnet ist.
1. An igniter base (13), comprising an electrically conductive base body (14), a first
contact pin (15) and a second contact pin (16), wherein the first contact pin (15)
is connected in an electrically conductive manner to the base body (14), and wherein
the second contact pin (16), which is electrically insulated from the base body (14)
and gas-tight, is guided through the base body (14), wherein the first contact pin
(15) is connected to the base body (14) by means of a solder connection, wherein a
first depression (4) is arranged in a first surface (3) of the base body (14), wherein
a solder material (7) is arranged in an intermediate space (5) between a first jacket
surface (6) of the first depression (4) and the first pin (2), wherein the solder
material (7) is arranged at least in some sections both on the first pin (2) and also
on the first jacket surface (6), characterized in that a rounded or pointed end of the first pin (2) is arranged in the first depression
(4).
2. An igniter base (13) according to claim 1, characterized in that the first depression (4) is formed in the manner of a truncated cone or a truncated
pyramid.
3. An igniter base (13) according to claim 1 or 2, characterized in that the first depression (4) is formed as a pocket hole.
4. An igniter base (13) according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the first pin (2), at least in the region of the solder connection, is arranged substantially
normal to the first surface (3).
5. An igniter base (13) according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the solder material (7) is arranged substantially in the entire intermediate space
(5) in the base region (8) of the first depression (4).
6. An igniter base (13) according to one of the claims 1 to 5, characterized in that the solder connection is arranged on a first side (17) of the base body (14) provided
for producing an ignition spark.
1. Embase de démarreur (13) avec un corps de base (14) conducteur électrique, une première
broche de contact (15) et une deuxième broche de contact (16), dans laquelle la première
broche de contact (15) est reliée de façon électriquement conductrice au corps de
base (14) et dans laquelle la deuxième broche de contact (16) est isolée électriquement
du corps de base (14) et passée à travers le corps de base (14) de façon étanche au
gaz, la première broche de contact (15) étant assemblée au moyen d'une brasure au
corps de base (14), dans laquelle un premier renfoncement (4) est disposé dans une
première surface (3) du corps de base (14), un matériau de brasure (7) étant disposé
dans un espace (5) formé entre une première surface d'enveloppe (6) du premier renfoncement
(4) et la première broche (2), le matériau de brasure (7) étant disposé au moins en
partie aussi bien sur la première broche (2) que sur la première surface d'enveloppe
(6), caractérisée en ce qu'une extrémité arrondie ou pointue de la première broche (2) est disposée dans le premier
renfoncement (4).
2. Embase de démarreur (13) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le premier renfoncement (4) a la forme d'un tronc de cône ou d'une pyramide tronquée.
3. Embase de démarreur (13) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le premier renfoncement (4) est conformé comme un trou borgne.
4. Embase de démarreur (13) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la première broche (2) est disposée, au moins dans la zone de l'assemblage brasé,
de façon sensiblement perpendiculaire à la première surface (3).
5. Embase de démarreur (13) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le matériau de brasure (7) est disposé sensiblement dans tout l'espace (5) dans la
zone de fond (8) du premier renfoncement (4).
6. Embase de démarreur (13) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que l'assemblage brasé est disposé sur un premier côté (17) du corps de base (14) destiné
à produire une étincelle d'allumage.