(19)
(11) EP 2 439 761 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
27.02.2019  Patentblatt  2019/09

(21) Anmeldenummer: 11008192.4

(22) Anmeldetag:  11.10.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01H 23/14(2006.01)
H02G 3/14(2006.01)
H01H 11/00(2006.01)

(54)

Set bestehend aus einer Mehrzahl von voneinander unterschiedlichen Adaptermodulen

Set consisting of a plurality of different adapter modules

Set comprenant plusieurs modules d'adapteur différentes


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 11.10.2010 DE 102010047870

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
11.04.2012  Patentblatt  2012/15

(73) Patentinhaber: eQ-3 Entwicklung GmbH
26789 Leer (DE)

(72) Erfinder:
  • Staudigl, Michael
    58300 Wetter (DE)
  • Reiß, Keno
    26607 Aurich (DE)
  • Weber, Klaus
    56291 Leiningen (DE)

(74) Vertreter: Gerstein, Hans Joachim et al
Gramm, Lins & Partner Patent- und Rechtsanwälte PartGmbB Freundallee 13 a
30173 Hannover
30173 Hannover (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 398 029
DE-U1-202007 017 558
DE-A1- 2 511 422
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Stand der Technik



    [0001] Elektrisches Installationsgerät, wie beispielsweise Unterputzschalter oder Dimmer, die vorwiegend zum Schalten von entsprechenden Verbrauchern vorgesehen sind, sind hinreichend bekannt. Im einfachsten Fall weisen solche elektrischen Installationsgeräte ein Schaltungsmodul auf, mit dem daran angeschlossene Verbraucher, wie beispielsweise eine Lampe, geschaltet werden können, in denen der Stromkreis geöffnet oder geschlossen wird. Mit Hilfe einer mit diesem Schaltungsmodul zusammenwirkenden Schaltwippe, die direkt auf dem Schalter angeordnet ist, wird ein entsprechender Schaltvorgang ausgelöst.

    [0002] Ein solches Installationsgerät zur Elektroinstallation ist beispielsweise aus der DE 299 01 711 U1 bekannt, bei dem Schaltwippe direkt mit dem Schaltungsmodul und dem Schalter verbunden wird. Wird nun ein Tastereignis an der Schaltwippe ausgelöst, d.h. der Schalter wird an einer seiner oberen oder unteren Seite gedrückt, so dass ein Hubbewegung ausgeführt wird, so wird diese direkt an das Schaltungsmodul übertragen, so dass die daran angeschlossenen Verbraucher geschaltet werden können.

    [0003] Eine ähnliche Schalteranordnung ist auch aus der DE 42 42 962 C2 bekannt, bei der die Schaltwippe mit Hilfe eines Kupplungsgliedes direkt auf das Innenschaltglied des Schaltungsmoduls aufgesetzt wird, so dass die Tastereignisse der Schaltwippe direkt an das Schaltungsmodul weitergeleitet werden. Darüber hinaus wird die Wippfunktionalität der Schaltwippe erst durch dieses Innenschaltglied realisiert, da dieses Innenschaltglied wipp- und schwenkbar an dem Schaltungsmodul gelagert ist, so dass eine entsprechende Hubbewegung an der Schaltwippe in einen Schaltvorgang mechanisch umgewandet werden kann. Weitere Beispiele hierfür finden sich in der DE 10 2004 047 114 B4 und DE 40 28 619 C2.

    [0004] DE 1 981 906 U1 beschreibt einen Installations-Wippenschalter, der unter Verwendung einer geringen Anzahl von Baugruppen je nach Bedarf in einen Schalter mit Normalwippe oder mit Großwippe umgewandelt werden kann. Ein in üblicher Weise mit dem elektrischen Schalter verbundener Wippenfuß ist schwenkbar an einem Tragring gelagert und wahlweise mit einer Normalwippe oder einer Großwippe verbindbar.

    [0005] DE 25 11 510 C2 offenbart einen elektrischen Installationsschalter mit einem Schaltglied eines Schaltwerks und mit einem Schlitten mit einem Stößel, der beweglich an einer Abdeckplatte angebracht sind. Eine Wippe ist auf die Taste aufsetzbar. Das Schaltglied ist mit der starr verkuppelt und hat Eingriffsstellen für den Stößel.

    [0006] Die nachveröffentlichte EP 2 398 029 A1 offenbart ein universelles Schaltteil für einen mechanischen Schalter.

    [0007] DE 20 2007 017 558 U1 beschreibt einen fernsteuerbaren Installationsschalter mit einem Gehäusemodul zur Unterputzmontage, mit Gehäuseinnenseitig mindestens einer Leiterplatte mit einem elektronisch ansteuerbaren Schaltelement und mit einem Funkempfänger oder Transceiver zum drahtlosen Schalten des Schaltelementes, sowie mit zwei aus dem Gehäusemodul herausgeführten Tastern zur manuellen Betätigung des Schaltelementes. Auf das Gehäusemodul wird ein Tragring aufgesetzt, der mit den Tastern des großen Moduls koppelbare Stößel aufweist, die mittels einer auf den Tragring aufsetzbaren Wippe betätigbar sind.

    [0008] DE 25 11 422 A1 beschreibt einen elektrischen Tastschalter mit einem Einsatz in Form eines mechanischen Unterputzschalters, einer Abdeckplatte mit einem Stößel, und mit einer Taste, von der angeformte Stege zur Einwirkung auf den Schlitten abragen. Durch die spezifische Ausbildung der Abdeckplatte mit Schlitten und Stößel wird erreicht, dass sich Herstellungs- und Montageungenauigkeiten ebenso wie ungünstige Addition von Toleranzen auf die Lage des Stößels nicht auswirkt. Zudem werden gleich große Tasthübe garantiert.

    [0009] Der Nachteil bei diesen aus dem Stand der Technik bekannten elektrischen Installationsgeräten besteht darin, dass die Schaltwippe immer nur auf die herstellerspezifische Aufnahmen des Schaltungsmoduls passt. Bei Renovierungs- oder Modernisierungsarbeiten, die in der Regel auch einhergehen mit dem Austausch solcher veralteten oder defekten Schaltungsmodulen, können diese dafür passenden Schaltwippen an den neuen Schaltungsmodulen nicht mehr verwendet werden, da die Aufnahmen nicht mehr passen und die Kinematik der herstellerspezifischen Schaltwippen nicht an die zur universellen Verwendung vorgesehenen Schaltungsmodule angepasst ist. Sollen darüber hinaus die Schaltungsmodule durch entsprechende universelle funkferngesteuerte Schaltungsmodule ersetzt werden, so muss der Hersteller dieser funkferngesteuerten Schaltungsmodule für die unterschiedlichsten Aufnahmen der herstellerspezifischen Schaltwippen jeweils ein solches Schaltungsmodule vorsehen, was ineffektiv ist und die Lagerhaltungskosten drastisch erhöht.

    [0010] Werden hingegen nur Schaltungsmodule mit nur einer Form der Befestigung vorgehalten, so können die originalen Schaltwippen beim Austausch des Schaltungsmoduls nicht weiter verwendet werden.

    [0011] Diese Nachteile sind mit Blick auf ökonomische Aspekte und der für die nachfolgenden Generationen immer wichtiger werdenden Aspekt der Nachhaltigkeit nicht mehr in Einklang zu bringen. Außerdem kann so ein Bestandschutz für ältere Installationen nicht mehr gewährleistet werden.

    Aufgabe



    [0012] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Set bestehend aus einer Mehrzahl von voneinander unterschiedlichen Adaptermodulen anzugeben, mit dem die aus dem Stand der Technik genannten Nachteile vermieden werden können.

    Lösung



    [0013] Die Aufgabe wird mit dem Set mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

    [0014] Das Set besteht aus einer Mehrzahl von voneinander unterschiedlichen Adaptermodulen zum mechanischen Verbinden unterschiedlichster, herstellerspezifischer Bedienteile mit einem einheitlichen Schaltungsmodul. Die Adaptermodule haben einen Halterahmen und zumindest einen in dem Halterahmen beweglich gelagertes Übertragungselement. Die Adaptermodule weisen auf einer Unterseite an dem Halterahmen einheitliche Verbindungselemente auf, die zum mechanischen Verbinden der Adaptermodule mit dem einheitlichen Schaltungsmodul eingerichtet sind. Die Adaptermodule sind an einer der Unterseite diametral gegenüberliegenden Oberseite zum mechanischen Kontaktieren mit den herstellerspezifischen Bedienteilen derart individuell an mindestens ein zugeordnetes herstellerspezifisches Bedienteil angepasst, dass die jeweiligen unterschiedlichen, herstellerspezifischen Bedienteile mit zumindest einem zugeordneten Adaptermodul mechanisch miteinander verbindbar sind. Das Übertragungselement des Adaptermoduls ist an der Unterseite einheitlich an das einheitliche Schaltungsmodul angepasst, so dass die Lage des Übertragungselementes von mindestens einem Sensor des Schaltungsmoduls erfassbar ist, um eine Einschaltung, Ausschaltung oder Änderung der Versorgungsspannung oder eine Generierung eines Steuersignals für mindestens einen an das Schaltungsmodul anschließbaren Verbraucher durch eine mit dem mindestens einen Sensor verbundene Elektronik in Abhängigkeit von der erfassten Lage des Übertragungselementes des separaten Adaptermoduls zu bewirken.

    [0015] Es wird somit vorgeschlagen, eine Mehrzahl von Adaptermodulen als mechanische Schnittstelle vorzusehen, die jeweils mit einem oder mehreren herstellerspezifischen Bedienteilen verbunden werden können. Jedes der Adaptermodule ist jedoch auf ein einheitliches Schaltungsmodul aufsetzbar, so dass unterschiedlichste Bedienteile mit ein und demselben Schaltungsmodul verbindbar sind. Dabei kann jedes Adaptermodul so ausgebildet sein, dass es genau mit einem herstellerspezifischen Bedienteil verbindbar ist. Damit lässt sich jedes Bedienteil mit dem Schaltungsmodul verbinden, obwohl die herstellerspezifischen Bedienteile an ihren Verbindungselementen nicht verändert wurden, das Schaltungsmodul nicht an diese Verbindungselemente der Bedienteile angepasst wurde und die Bedienteile an sich mit dem Schaltungsmodul nicht verbunden werden könnte, wenn die Adaptermodule bzw. mechanischen Schnittstellen diese Verbindung erst ermöglichen würden.

    [0016] Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.

    [0017] Ein Schaltungsmodul für ein solches Set hat mindestens einen Sensor zur Erfassung der Lage des Übertragungselementes und eine mit mindestens einem Sensor verbundene Elektronik zur Einschaltung, Ausschaltung oder Änderung der Versorgungsspannung oder zur Generierung eines Steuersignals für mindestens einen an das Schaltungsmodul ankoppelbaren Verbraucher in Abhängigkeit von der erfassten Lage des relativ zu dem mindestens einen Sensor frei beweglichen Übertragungselementes des separaten Adaptermoduls.

    [0018] Mittels der Adaptermodule mit einem relativ zu den Sensoren frei beweglichen Übertragungselement, das nicht wie bei Kippschaltereinsätzen oder Tastereinsätzen fest mit dem Schaltglied des Kippschaltereinsatzes oder Tastereinsatzes verbunden ist, wird es möglich, dass neuere und einheitliche Schaltungsmodule verwendet werden können, die auf die herstellerspezifischen Aufnahmen der Bedienteile keine Rücksicht zu nehmen brauchen. Es können dennoch die herstellerspezifischen Bedienteile verwendet werden, da das als mechanische Schnittstelle dazwischen liegende Adaptermodul mit dem beweglichen Übertragungselement die für die herstellerspezifischen Bedienteile benötigten Kontaktierungsmittel aufweist. Somit werden nur noch die Adaptermodule in der jeweiligen herstellerspezifischen Ausführungsform benötigt, die mit den herstellerspezifischen Bedienteilen korrespondiert, so dass sich die Lagerhaltungskosten und die Produktionskosten drastisch senken lassen. Somit lässt sich jedes herstellerspezifische Bedienteil mit einem einheitlichen Schaltungsmodul verwenden. Dies erleichtert den Komfort beim Austausch alter oder defekter elektrischer Installationen und ermöglicht eine kostenoptimierte Lösung beim gleichzeitigen Erhalt des Bestandes, da nur tatsächlich notwendige Teile getauscht bzw. ersetzt werden. Auch bei einer Neuinstallation kann ein im Hinblick auf das Design gewünschtes herstellerspezifisches Bedienteil genutzt werden und dabei auf das vielfältige Angebot verschiedener Hersteller bei der Designauswahl zurückgegriffen werden, ohne dass es im Hinblick auf die Kompatibilität mit dem Schaltungsmodul Einschränkungen gibt, sofern ein passendes Adaptermodul verfügbar ist.

    [0019] Eine Anpassung der Kinematik der herstellerabhängigen Wippen an den einheitlichen Schaltweg des universellen Schaltungsmoduls gelingt bespielsweise dadurch, dass das Übertragungselement ein von der an das Schaltungsmodul angrenzenden und der oberen Verbindungsseite für das Bedienteil diametral gegenüberliegenden Unterseite abragendes Kupplungsglied aufweist. Das Kupplungsglied ist vorgesehen, um in eine Öffnung des Schaltungsmoduls einzutauchen und mit mindestens einem Sensor des Schaltungsmoduls derart zusammenzuwirken, dass eine Bewegung des Bedienteils über das Übertragungselement in eine von mindestens einem Sensor erfassbare Bewegung des Kupplungsgliedes mechanisch übertragen wird und mit Hilfe der Elektronik zur Ansteuerung eines an das Schaltungsmodul anschließbaren Verbraucher führt.

    [0020] Das herstellerspezifische Bedienteil und das Schaltungsmodul wirken mit dem Übertragungselement derart mechanisch zusammen, dass an dem Bedienteil ausgelöste Ereignisse über die mechanische Schnittstelle an das Schaltungsmodul übertragen werden, ohne dass das Übertragungselement fest mit dem Schaltungsmodul z.B. durch Verrasten gekoppelt ist.

    [0021] Handelt es sich bei dem Schaltungsmodule beispielsweise um eine funkferngesteuertes Schaltungsmodul, dessen Schalter oder Dimmer mit Hilfe einer Funkfernbedienung geschaltet wird, so dass die Verbraucher somit über die Fernbedienung gesteuert werden, kann trotz der neuen Technologie das alte Design des Bedienteils und des Rahmens weiterverwendet werden. Dies ist nicht nur hinsichtlich der Ökologie und Nachhaltigkeit besonders vorteilhaft, sondern erleichtert auch die Installation von neuen Technologien in Gebäuden und Räumen, bei denen es besonders auf den Bestandschutz ankommt, so dass die ursprüngliche Schalteroptik erhalten bleibt.

    [0022] Das Bedienteil kann eine herstellerspezifische Schaltwippe sein, wie man sie aus dem Bereich der Lichtinstallationen, insbesondere als Lichtschalter, kennt. In dem Halterahmen wird ein Schwinger als Übertragungselement gehalten, der über Befestigungselemente verfügt. Die herstellerspezifische Schaltwippe steht dann, wenn die Schaltwippe mit der mechanischen Schnittstelle verbunden wird, mit dem Schwinger im Eingriff und wird von diesem gehalten. Schaltereignisse, die an der Schaltwippe von einer Person mechanisch ausgelöst wurden, werden dann über den Schwinger an das Schaltungsmodul weitergeleitet. Auf der gegenüberliegenden Seite wird der Halterahmen der mechanischen Schnittstelle über Verbindungselemente mit dem Schaltungsmodul verbunden, so dass ein universelles Schaltungsmodul über die mechanische Schnittstelle mit einer herstellerspezifischen Schaltwippe verwendet werden kann.

    [0023] Besonders vorteilhaft ist es nun, wenn der Schwinger der mechanischen Schnittstelle ein Kupplungsglied aufweist, das mit dem Sensor des Schaltungsmoduls mechanisch in Verbindung steht. Tastereignisse, die an der Schaltwippe durch Betätigung der Schaltwippe ausgelöst werden, werden an den Schwinger übertragen, der dann aufgrund des Kupplungsgliedes das Tastereignis an den Sensor des Schaltungsmoduls mechanisch überträgt, so dass die Verbraucher aufgrund des Tastereignisse geschaltet werden.

    [0024] Um den Installationsaufwand und die damit zusammenhängende Fehlerhäufigkeit während der Installation möglichst gering zu halten, ist es ganz besonders vorteilhaft, wenn der Schwinger des Adaptermoduls in seinem Schwingradius begrenzt ist. Dadurch kann beispielsweise erreicht werden, dass bei der Installation des Adaptermoduls auf das Schaltungsmodul ein Kupplungsglied auch in die dafür vorgesehene Öffnung des Schaltungsmoduls eingreift. Eine solche Begrenzung kann insbesondere durch einen am Halterahmen angeordneten Anschlag erfolgen, mit dem der Schwinger formschlüssig zusammenwirkt.

    [0025] Das Bedienteil kann aber auch ein Hubtaster oder Kurzhubtaster sein, bei dem eine Hubbewegung des Bedienteils in der Regel zu einem Schaltvorgang führt. Das Übertragungselement des Adaptermoduls ist dabei als Hubelement derart ausgebildet, dass es mit dem Hubtaster mechanisch kontaktierbar ist und Schaltereignisse so vom dem Hubtaster auf das Hubelement der mechanischen Schnittstelle übertragbar sind. Besteht darüber hinaus auch eine mechanische Verbindung mit dem Schaltungsmodul, so werden die Schaltereignisse des Hubtasters an das Schaltungsmodul weitergegeben, so dass ein Schaltvorgang ausgelöst werden kann.

    [0026] Eine solche mechanische Schnittstelle ist somit nicht auf bestimmte Bedienteiltypen beschränkt.

    [0027] Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn zwei einander im Abstand voneinander gegenüberliegende Taster als Sensoren im Innenraum des Schaltungsmoduls angeordnet und auf das durch die Öffnung in den Innenraum des Schaltungsmoduls hineinragenden Kupplungsgliedes so ausgerichtet sind, dass in jeder Endlage des Übertragungselements ein zugeordneter Taster durch das Kupplungsglied betätigt wird.

    [0028] Vorteilhafterweise steht ein entsprechender Zierrahmen, der das Bedienteil umgibt, mit dem Halterahmen über Befestigungselement im Eingriff, so dass auch ein zu dem Bedienteil passender Rahmen mit Hilfe der mechanischen Schnittstelle weiterhin verwendet werden kann.

    [0029] Um auch auf unterschiedlichste Gegebenheiten Rücksicht nehmen zu können, wird bevorzugt vorgeschlagen, dass die Verbindungselemente des Halterahmens, mit denen die mechanischen Schnittstelle auf das Schaltungsmodul aufgesetzt werden kann, zum Höhenausgleich ausgebildet sind. Somit lässt sich ein Putzausgleich realisieren, ohne dass das Schaltungsmodul modifiziert werden muss. Darüber hinaus lassen sich so auch unterschiedlichste Schwingradien der herstellerspezifischen Schaltwippen realisieren, ohne an der Baussubstanz etwas verändern zu müssen.

    [0030] Das Schaltungsmodul ist im Unterscheid zu herkömmlichen Kippschalteinsätzen oder Tastereinsätzen mit direkt mechanisch betätigten Schaltern ein elektronisches Schaltungsmodul mit z.B. mindestens einem von mindestens einem der Sensoren angesteuerten Relais zum Anschluss mindestens eines Verbrauchers oder mit einer Funksendeeinheit zur drahtlosen Aussendung von Steuersignalen an mindestens einen an die Funksendeeinheit angekoppelten Verbraucher. Unter elektronischen Schaltungsmodulen werden alle Schaltungsmodule verstanden, bei denen mit einem Verbraucher direkt oder indirekt verbundene Schalter indirekt über Sensoren elektrisch, elektromechanisch oder elektronisch angesteuert werden.

    [0031] Die Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnungen beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:
    Figur 1
    - Explosionsdarstellung eines Installationsgerätes;
    Figuren 2a, 2b
    - Seitenansicht der mechanischen Schnittstelle;
    Figur 3
    - Seitenansicht der mechanischen Schnittstelle mit Schaltwippe; und
    Figur 4
    - zusammengesetztes Installationsgerät.


    [0032] Figur 1 zeigt explosionsartig den Aufbau eines Installationsgerätes 1. Das elektrische Installationsgerät 1 umfasst in diesem Ausführungsbeispiel eine Schaltwippe 2, eine mechanische Schnittstelle 3 und das Schaltungsmodul 4. Das Schaltungsmodul 4 ist in diesem Ausführungsbeispiel ein funkferngesteuerter Schalter, an den eine Reihe von Verbrauchern, wie z.B. Lampen, angeschlossen werden können, die dann mit Hilfe des Schaltungsmoduls 4 geschaltet werden können. Das Schaltungsmodul 4 ist hier ein Unterputzmodul, das in die Wand eingelassen wird. Denkbar sind aber auch Schaltungsmodule, die auf die Wand aufgesetzt werden.

    [0033] Um auch weiterhin die herstellerspezifische Schaltwippe 2 zusammen mit diesem Schaltungsmodul 4 verwenden zu können, schlägt die vorliegende Erfindung vor, dass zwischen Schaltwippe 2 und Schaltungsmodul 4 ein Adaptermodul als mechanische Schnittstelle 3 derart angeordnet wird, dass die herstellerspezifische Schaltwippe 2 und ein möglicher Zierrahmen weiterhin verwendet werden kann. Die mechanische Schnittstelle 3 weist hierfür einen Halterahmen 6 sowie einen Schwinger 5 auf, der in dem Halterahmen 6 angeordnet ist. Der Schwinger 5 ist dabei derart ausgebildet, dass die herstellerspezifischen Befestigungselemente der Schaltwippe 2 passend sind und somit die Schaltwippe 2 von dem Schwinger 5 gehalten wird, wenn die Schaltwippe 2 mit dem Schwinger 5 über die Befestigungselemente (nicht gezeigt) im Eingriff stehen.

    [0034] Der Halterahmen 6 der mechanischen Schnittstelle 3 weist hingegen entsprechende Verbindungselemente 11 auf, die in dafür vorgesehene Öffnungen 7 des Schaltungsmoduls 4 eingerastet werden können, so dass die mechanische Schnittstelle 3 mit dem Schaltungsmodul 4 zusammengefügt werden kann. Durch die Anpassung der mechanischen Schnittstelle 3 bzw. des Schwingers 5 an die jeweiligen herstellerspezifischen Schaltwippen und deren Befestigungselemente lassen sich somit auf ein standardisiertes Schaltungsmodul 4 verschiedenste Schaltwippen 2 anbringen, ohne dass dafür jedes Mal das Schaltungsmodul 4 an die neue Schaltwippe 2 angepasst werden muss.

    [0035] Der Schwinger 5 kann vorteilhafterweise hierbei die Wippfunktionalität nachbilden, die sonst aufgrund der direkten Verbindung der Schaltwippe 2 mit dem Schaltungsmodul 4 entstehen würde. Damit auch eine manuelle Betätigung des Funkschaltmoduls 4 erfolgen kann, weist das Schaltungsmodul 4 in diesem Ausführungsbeispiel eine mittlere Öffnung 8 auf, in die ein Kupplungsglied (nicht dargestellt) des Schwingers 5 eingeführt werden kann. Wird nun an der Schaltwippe 2 ein Tastereignis ausgeführt, so wird die Hubbewegung an der Schaltwippe 2 an den Schwinger 5 übertragen, der aufgrund der dreh- und wippbaren Lagerung in den Halterahmen 6 eine leichte Drehbewegung vollführt, so dass Kupplungsglied, welches mit der Öffnung im Eingriff steht, den internen Sensor des Schaltungsmoduls 4 schalten kann, so dass an das Schaltungsmodul angeschlossene Verbraucher entsprechend geschaltet werden können.

    [0036] Der Schwinger kann dabei mittels eines am Halterahmen angeordneten Anschlages in seinem Schwingradius begrenzt werden, um die Installation der Schaltwippe zu vereinfachen.

    [0037] Figur 2a zeigt die mechanische Schnittstelle 3 aus einer seitlichen Perspektive. Wie zu erkennen ist, ist der Schwinger 5 dreh- und kippbar im Halterahmen 4 angeordnet. An der Unterseite ragt von dem Schwinger 5 abstehend ein Kupplungsglied 9 heraus, das in eine entsprechende Öffnung 8 des Schaltungsmoduls 4 eingeführt werden kann (vgl. Figur 1). In dem Schaltungsmodul 4 sind entsprechende elektrische Sensoren 10, z.B. Taster, angeordnet, die dann mit dem Kupplungsglied 9 derart zusammenwirken, dass bei Betätigung der aufgesetzten Schaltwippe 2 auf den Schwinger 5 ein Schaltvorgang ausgelöst werden kann.

    [0038] Figur 2b zeigt die mechanische Schnittstelle 3 um 90° gedreht zu Figur 2a.

    [0039] Auf den Schwinger 5, der in dem Halterahmen 6 angeordnet ist, kann nun die jeweils herstellerspezifische Schaltwippe 2, wie dies in Figur 3 gezeigt ist, eingesteckt werden, so dass Tastereignisse, die über die Schaltwippe 2 ausgelöst werden, direkt an das Schaltungsmodul 4 und den darin enthaltenen Sensor 10 entsprechende Schaltvorgänge auslösen.

    [0040] Der Vorteil hierbei besteht darin, dass nun für die unterschiedlichsten herstellerspezifischen Schaltwippen 2 nicht jedes Mal ein elektronisches Schaltungsmodul 4 mit den entsprechenden Aufnahmen vorgehalten werden muss, um beispielsweise eine bestehende Installation durch ein solches neues elektronisches Schaltungsmodul auswechseln zu können und dabei die bestehenden Schaltwippen weiterverwendet werden können. Vielmehr reicht es aus, wenn die wesentlich kleineren und günstiger herzustellenden mechanischen Schnittstellen für die jeweiligen herstellerspezifischen Schaltwippen 2 vorgehalten werden, während das elektronische Schaltungsmodul universell und standardisiert ausgebildet ist. Damit ist letztlich auch ein einfacher Design- und Herstellerwechsel möglich, der ein höchstmöglichen Freiheitsgrad bei der Wahl sicherstellt.

    [0041] Figur 4 zeigt noch einmal das vollständige Installationsgerät 1 im zusammengebauten Zustand. Die an der mechanischen Schnittstelle 3 angeordneten Verbindungselemente 11, die mit dem Schaltungsmodul 4 form- und kraftschlüssig im Eingriff stehen, können vorteilhafterweise derart ausgebildet sein, dass sie an verschiedenen Rastpositionen einrasten. Somit ist es möglich, die mechanische Schnittstelle 3 in unterschiedlichen Höhenstufen auf dem Schaltungsmodul 4 anzuordnen, so dass beispielsweise ein Ausgleich der Putzhöhe oder der Einbautiefe durchgeführt werden kann. Auch hierfür bedarf es dann keiner weiteren mechanischen Bauteile an dem Schaltungsmodul 4, um einen solchen Höhenausgleich herstellen zu können.


    Ansprüche

    1. Set bestehend aus einer Mehrzahl von voneinander unterschiedlichen Adaptermodulen (3) zum mechanischen Verbinden unterschiedlichster, herstellerspezifischer Bedienteile (2) mit einem einheitlichen Schaltungsmodul (4), wobei die Adaptermodule (3) einen Halterahmen (6) und zumindest einen in dem Halterahmen (6) beweglich gelagertes Übertragungselement (5) haben, wobei die Adaptermodule (3) auf einer Unterseite an dem Halterahmen (6) einheitliche Verbindungselemente (7, 11) aufweisen, die zum mechanischen Verbinden der Adaptermodule (3) mit dem einheitlichen Schaltungsmodul (4) eingerichtet sind, und wobei die Adaptermodule (3) an einer der Unterseite diametral gegenüberliegenden Oberseite zum mechanischen Kontaktieren mit den herstellerspezifischen Bedienteilen derart individuell an mindestens ein zugeordnetes herstellerspezifisches Bedienteil (2) angepasst sind, dass die jeweiligen unterschiedlichen, herstellerspezifischen Bedienteile (2) mit zumindest einem zugeordneten Adaptermodul (3) mechanisch miteinander verbindbar sind, und wobei das Übertragungselement (5) des Adaptermoduls (3) an der Unterseite einheitlich an das einheitliche Schaltungsmodul (4) angepasst ist, so dass die Lage des Übertragungselementes (5) von mindestens einem Sensor (10) des Schaltungsmoduls (4) erfassbar ist, um eine Einschaltung, Ausschaltung oder Änderung der Versorgungsspannung oder eine Generierung eines Steuersignals für mindestens einen an das Schaltungsmodul (4) anschließbaren Verbraucher durch eine mit dem mindestens einen Sensor (10) verbundene Elektronik in Abhängigkeit von der erfassten Lage des Übertragungselementes (5) des separaten Adaptermoduls (3) zu bewirken.
     
    2. Set nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adaptermodule (3) mit den herstellerspezifischen Bedienteilen (2) und mit den Schaltungsmodul (4) derart mechanisch zusammenwirken, dass eine Bewegung des Bedienteils (2) über eine Bewegung des Übertragungselementes (5) des Adaptermoduls (3) von mindestens einem Sensor (10) des Schaltungsmoduls (4) erfassbar ist.
     
    3. Set nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (5) mindestens eines Adaptermoduls (3) des Sets schwenkbar am Halterahmen (6) gelagert ist und einen Schwinger zum mechanischen Kontaktieren einer herstellerspezifischen Schaltwippe als Bedienteil (2) bildet.
     
    4. Set nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement (5) mindestens eines Adaptermoduls (3) des Sets linear beweglich am Halterahmen (6) gelagert ist und ein Hubelement zum mechanischen Kontaktieren eines herstellerspezifischen Hubtasters als Bedienteil (2) bildet.
     


    Claims

    1. Set composed of a plurality of mutually dissimilar adapter modules (3) for mechanically connecting dissimilar manufacturer-specific operating parts (2) to a standardized switching module (4), wherein the adapter modules (3) have a holding frame (6) and at least one transmission element (5) that is movably mounted in the holding frame (6), wherein the adapter modules (3) on a lower side on the holding frame (6) have standardized connections elements (7, 11) which are specified for mechanically connecting the adapter modules (3) to the standardized switching module (4), and wherein the adapter modules (3) on an upper side that is diametrically opposite the lower side for mechanically contacting the manufacturer-specific operating parts are individually adapted to at least one assigned manufacturer-specific operating part (2) in such a manner that the respective dissimilar manufacturer-specific operating parts (2) by way of at least one assigned adapter module (3) are mechanically connectable to one another, and wherein the transmission element (5) of the adapter module (3) on the lower side is adapted in a standardized manner to the standardized switching module (4) such that the position of the transmission element (5) is detectable by at least one sensor (10) of the switching module (4) so as to, by way of electronics that are connected to the at least one sensor (10), cause as a function of the detected position of the transmission element (5) of the separate adapter module (3) an activation, deactivation, or modification, of the supply voltage, or the generation of a control signal, for at least one consumer that is connectable to the switching module (4) .
     
    2. Set according to Claim 1, characterized in that the adapter modules (3) mechanically interact with the manufacturer-specific operating parts (2) and with the switching module (4) in such a manner that a movement of the operating part (2) by way of a movement of the transmission element (5) of the adapter module (3) is detectable by at least one sensor (10) of the switching module (4).
     
    3. Set according to Claim 1 or 2, characterized in that the transmission element (5) of at least one adapter module (3) of the set is mounted so as to be pivotable on the holding frame (6) and forms a rocker for mechanically contacting a manufacturer-specific rocker switch as an operating part (2).
     
    4. Set according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the transmission element (5) of at least one adapter module (3) of the set is mounted so as to be movable in a linear manner on the holding frame (6) and forms a lifting element for mechanically contacting a manufacturer-specific lifting feeler as an operating part (2).
     


    Revendications

    1. Set composé d'une pluralité de modules adaptateurs (3) différents les uns des autres pour le raccordement mécanique de parties de commande (2) les plus variées, qui sont spécifiques du fabricant, à un module de circuit unitaire (4), dans lequel les modules adaptateurs (3) présentent un châssis de support (6) et au moins un élément de transmission (5) monté mobile dans le châssis de support (6), dans lequel les modules adaptateurs (3) présentent, sur une face inférieure du châssis de support (6), des éléments de raccordement unitaires (7, 11) qui sont conçus pour relier mécaniquement les modules adaptateurs (3) au module de circuit uniforme (4), et dans lequel les modules adaptateurs (3) sont adaptés individuellement à au moins une partie de commande (2) associée spécifique du fabricant sur une face supérieure diamétralement opposée à la face inférieure pour un contact mécanique avec les parties de commande spécifiques du fabricant, de telle sorte que les différentes parties de commande (2) spécifiques du fabricant puissent être respectivement reliées les unes aux autres mécaniquement au moyen d'au moins un module adaptateur associé (3), et dans lequel l'élément de transmission (5) du module adaptateur (3) est adapté de manière unitaire au niveau de la face inférieure au module de circuit unitaire (4), de sorte que la position de l'élément de transmission (5) puisse être détectée par au moins un capteur (10) du module de circuit (4), afin d'activer, de désactiver ou de modifier la tension d'alimentation ou de générer un signal de commande pour au moins une charge qui peut être reliée au module de circuit (4) par une électronique qui est reliée audit au moins un capteur (10) en fonction de la position détectée de l'élément de transmission (5) du module adaptateur (3) séparé.
     
    2. Set selon la revendication 1, caractérisé en ce que les modules adaptateurs (3) interagissent mécaniquement avec les parties de commande spécifiques du fabricant (2) et avec le module de circuit (4) de telle sorte qu'un mouvement de la partie de commande (2) puisse être détecté par au moins un capteur (10) du module de circuit (4) par l'intermédiaire d'un mouvement de l'élément de transmission (5) du module adaptateur (3).
     
    3. Set selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément de transmission (5) d'au moins un module adaptateur (3) du set est monté pivotant sur le châssis de support (6) et forme un oscillateur destiné à être mis en contact mécanique avec un interrupteur à bascule spécifique du fabricant en tant que partie de commande (2).
     
    4. Set selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élément de transmission (5) d'au moins un module adaptateur (3) du set est monté sur le châssis de support (6) de manière à pouvoir être déplacé linéairement et forme un élément de levage destiné à être mis en contact mécanique avec un bouton de levage spécifique du fabricant en tant que pièce de commande (2) .
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente