[0001] Die Erfindung betrifft einen Wegwerf-Kittel für den medizinischen, chemischen oder
biotechnologischen Bereich, mit einem Kittelteil, mit einer Gürteleinrichtung zum
Anpassen des Umfangs des Kittelteils an einen Körperumfang, wobei die Gürteleinrichtung
ein erstes Band aufweist, welches mit dem Kittelteil verbunden ist und ein erstes
freies Bandende aufweist, wobei die Gürteleinrichtung ein zweites Band aufweist, welches
mit dem Kittelteil verbunden ist und ein zweites freies Bandende aufweist.
[0002] Aus der
WO 98/45522 ist ein gefalteter Chirurgenkittel bekannt, welcher ein Kittelteil aufweist, an dem
zwei Bänder befestigt sind, welche jeweils ein freies Ende aufweisen. Nachdem ein
Chirurg das Kittelteil angelegt hat, werden die freien Enden der Bänder durch Hilfspersonal
hinter dem Rücken des Chirurgen miteinander verknotet.
[0003] US 4 290 148 offenbart den Oberbegriff der Ansprüche 1 und 12.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wegwerf-Kittel der eingangs
genannten Art zu schaffen, welcher einfach und schnell angezogen werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass in einem herstellerseitig
angebotenen Ausgangszustand des Wegwerf-Kittels das erste Band und das zweite Band
in einem Verschlingungsbereich derart miteinander verschlungen sind, dass durch Ziehen
an dem ersten freien Bandende und an dem zweiten freien Bandende in entgegengesetzten
Richtungen der Umfangs des Kittelteils stufenlos verkleinerbar ist.
[0006] Der erfindungsgemäße Wegwerf-Kittel ermöglicht es, den Wegwerf-Kittel anzulegen und
durch einfaches Ziehen an den freien Bandenden die Gürteleinrichtung in ihrem Umfang
so zu verkleinern, dass der Umfang des Kittelteils verkleinert wird, bis er an den
Körperumfang beispielsweise eines Chirurgen angepasst ist. Es ist insbesondere nicht
erforderlich, dass der Träger selbst oder das Hilfspersonal, beispielsweise eine Krankenschwester,
die freien Bandenden nach Anlegen des Kittelteils miteinander verknotet. Somit kann
der erfindungsgemäße Wegwerf-Kittel schnell und auch ohne Hilfspersonal angezogen
werden.
[0007] Da die Einstellung der Gürteleinrichtung beziehungsweise des Kittelteils an den Körperumfang
durch einfaches Ziehen an den freien Bandenden erfolgen kann, beansprucht das Anpassen
des Kittelteils an einen Körperumfang nur sehr wenig Zeit. Darüber hinaus wird das
Risiko, den Wegwerf-Kittel durch längere Handhabung und Verknoten der Gürteleinrichtung
zu verunreinigen, auf ein Minimum reduziert.
[0008] Da der Verschlingungsbereich ausschließlich durch das miteinander Verschlingen des
ersten und des zweiten Bandes gebildet wird, wird auf das Einbringen weiterer zusätzlicher
Materialkomponenten verzichtet, was auch eine Kosteneinsparung mit sich bringt.
[0009] Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn der Verschlingungsbereich an einer Vorderseite
des Kittelteils angeordnet ist. Prinzipiell ist es möglich, den Verschlingungsbereich
auch an einer Rückseite des Wegwerf-Kittels anzuordnen. Bei Anordnung an einer Vorderseite
jedoch wird das Anlegen des erfindungsgemäßen Wegwerf-Kittels ohne Hilfspersonal erheblich
erleichtert.
[0010] Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass das erste Band und das zweite Band
unterschiedliche Längen aufweisen. Auf diese Weise kann der Verschlingungsbereich
zu einer Körpermitte seitlich versetzt angeordnet werden. Auf diese Weise können der
Verschlingungsbereich und die freien Bandenden in einem Hüftbereich des Trägers oder
hierzu benachbart angeordnet werden.
[0011] In vorteilhafter Weise bildet das erste Band eine Schlinge, in welcher das zweite
Band reibschlüssig fixiert ist. Hierdurch kann ein besonders einfach ausgestalteter
Verschlingungsbereich geschaffen werden, mit dem gewährleistet ist, dass die Bänder
verliersicher aneinander gehalten sind und dass das zweite Band mit Handkraft relativ
zu der Schlinge des ersten Bands bewegbar ist.
[0012] Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn das erste Band kürzer ist als das zweite Band.
Wenn das erste Band eine Schlinge aufweist, ist durch die Länge des ersten Bands die
Lage des Verschlingungsbereichs vorgegeben und unabhängig von dem anzupassenden Umfang
des Kittelteils. Das zweite und längere Band ist in der Schlinge des ersten Bandes
bewegbar. Durch Ziehen an dem freien Bandende des zweiten Bandes werden die Schlinge
des ersten Bandes und das darin liegende zweite Band relativ zueinander verschoben,
so dass über die Länge des zweiten Bandes der vom Träger gewünschte und der an den
Träger angepasste Umfang der Gürteleinrichtung und damit einhergehend der Umfang des
Kittelteils regulierbar und justierbar ist.
[0013] In einer vorteilhaften Weise sind das erste Band und das zweite Band jeweils im Bereich
des Übergangs zwischen einem Vorderteil und einem Rückenteil des Kittelteils mit dem
Kittelteil verbunden, und insbesondere bezogen auf eine Körperhochachse auf derselben
Höhe angeordnet.
[0014] In einer alternativen vorteilhaften Weise sind das erste Band an einem Vorderteil
des Kittelteils oder im Bereich des Übergangs zwischen einem Vorderteil und einem
Rückenteil des Kittelteils und das zweite Band an einem Rückenteil des Kittelteils
angebracht, und insbesondere bezogen auf eine Körperhochachse auf derselben Höhe angeordnet.
Durch die Verkleinerung des Umfangs der Gürteleinrichtung unter Einbeziehen der Rückenseite
kann auf diese Weise besonders vorteilhaft eine Anpassung des Umfangs des unterhalb
des ersten und zweiten Bandes angeordneten Kittelteils erreicht werden. Besonders
bevorzugt ist damit, dass die Bänder zumindest einen Teil des Umfangs eines Trägers
umschließen und dass durch Ziehen an den freien Bandenden in entgegengesetzter Richtung
die Länge der Gürteleinrichtung und damit der Umfang des Bekleidungsstücks stufenlos
verkleinerbar ist. Dabei kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Bänder so vorgesehen
sind, dass eine Umschließung des Umfangs eines Trägers um 180° oder mehr als 180°
vorgesehen sein kann.
[0015] In einer weiteren alternativen Weise sind das erste und das zweite Band an einem
Rückenteil des Kittelteils fixiert, und insbesondere bezogen auf eine Körperhochachse
auf derselben Höhe angeordnet.
[0016] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind das erste Band und das zweite
Band an den den freien Bandenden entgegengesetzten Bandenden miteinander verbunden,
so dass die Befestigung eines Bands an dem Kittelteil auch mittelbar erfolgen kann,
nämlich durch Befestigung des anderen Bands am Kittelteil. Die Bänder können dabei
einstückig oder über einen Verbindungsbereich, in dem sie über Verbindungsmittel miteinander
zu einem Band verbunden sind, verbunden sein. Wenn das erste Band und das zweite Band
miteinander einstückig ausgebildet sind, bilden diese ein gemeinsames Band, wobei
ein Endabschnitt des gemeinsamen Bands das erste Band mit dem ersten freien Bandende
bildet und der entgegengesetzte Endabschnitt das zweite Band mit dem zweiten freien
Bandende. Vorzugsweise weist ein solches gemeinsames Band einen mittleren Bandabschnitt
auf, welcher an der Rückseite des Kittelteils angeordnet ist.
[0017] Das erste und zweite Band sind mit dem Kittelteil im Bereich von Befestigungsabschnitten
verbunden. Für die Verbindung zwischen dem ersten und/oder zweiten Band und dem Kittelteil
können vorzugsweise adhesive und/oder nicht-adhesive Fügemittel eingesetzt werden.
Als adhesives Fügemittel wird insbesondere Hotmeltkleber eingesetzt. Als nicht-adhesive
Fügemittel werden insbesondere Schweißstellen, insbesondere thermische Schweißstellen
und/oder Ultraschallschweißstellen eingesetzt. In einer weiteren Alternative kann
eine Verbindung auch durch mechanische Fügestellen mittels Nähen, also Nähte erhalten
werden. Weiter vorteilhaft können die verschiedenen Fügemittel auch kombiniert eingesetzt
werden.
[0018] Dabei sollen im Folgenden folgende Bezeichnungen für die räumlichen Erstreckungen
des Wegwerf-Kittels gewählt werden. Der Kittel weist als solches eine Erstreckung
in eine erste Richtung und in eine dazu senkrecht stehende zweite Richtung auf, also
eine Längsrichtung und eine dazu senkrecht stehende Querrichtung auf. Die in die jeweilige
Richtung verlaufenden Kanten werden als Längs- bzw. Querkanten bezeichnet. Die in
Gebrauchslage des Kittels im Wesentlichen in Richtung der Längsachse eines aufrecht
stehenden Trägers(auch synonym als Körperhochachse zu verstehen) verlaufenden Richtungen
und Kanten des wegwerfbaren Kittels werden als Längsrichtung und Längskanten definiert.
Die hierzu im Wesentlichen senkrecht verlaufenden Richtungen und Kanten sind als Querrichtung
und Querkanten bezeichnet. Sofern eine Bezeichnung "oben" bzw. "unten" definiert ist,
wird hierbei stets von der Anordnung des wegwerfbaren Kittels in Gebrauchslage an
einem aufrecht stehenden Träger ausgegangen. Unter "Breite" soll daher hier jeweils
eine Erstreckung in Querrichtung sowie mit "Länge" eine Erstreckung in Längsrichtung
verstanden werden. Die Bezeichnungen distal und proximal beziehen sich ebenfalls auf
die Gebrauchslage des Kittels an einem aufrecht stehenden Träger.
[0019] Daneben kann eine Längsrichtung der Bänder definiert sein, deren Richtung durch eine
Bandachse bestimmt ist. Die Bandachse kann dabei von den oben genannten Definitionen
für den Kittel abweichen.
[0020] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das erste Band vom ersten
freien Bandende aus gesehen einen ersten Bandabschnitt, einen zweiten Bandabschnitt,
einen dritten Bandabschnitt und einen vierten Bandabschnitt aufweist, und dass in
dem Verschlingungsbereich die vier Bandabschnitte und das zweite Band übereinander
angeordnet sind, wobei der erste Bandabschnitt zwischen dem zweiten Band und dem vierten
Bandabschnitt, das zweite Band zwischen dem ersten Bandabschnitt und dem dritten Bandabschnitt
und der vierte Bandabschnitt zwischen dem ersten Bandabschnitt und dem zweiten Bandabschnitt
angeordnet ist. Dies ermöglicht eine einfache Umschlingung des zweiten Bands, wobei
gleichzeitig verhindert wird, dass eine mit Hilfe des ersten Bands gebildete Schlinge
unbeabsichtigt gelöst wird.
[0021] Als Materialien für den Kittelteil werden insbesondere Vlies- und/oder Folienmaterial,
oder insbesondere auch Vlies-Folien-Laminate eingesetzt.
[0022] Als Vliesmaterial, so auch im Vlies-Folien-Laminat, wird bevorzugt Spunbond(S) und/oder
Meltblown(M), oder Laminate aus Spunbond- und/oder Meltblownvlieslagen oder insbesondere
Laminate aus Spunbond- und Meltblownvlieslagen, insbesondere Laminate aus Spunbond-
und Meltblownvlieslagen, bei denen die äußere Lage insbesondere durch eine Spunbondvlieslage
gebildet wird, wie insbesondere SM, SMS, SMMS oder SMMS, eingesetzt. Besonders bevorzugt
besteht das Vliesmaterial aus Polyethylen und/oder Polypropylen und/oder aus Mischungen
als Hauptkomponente.
[0023] In einer vorteilhaften Ausführungsform sind das erste und/oder das zweite Band aus
demselben Material wie der Kittelteil gebildet.
[0024] Ein besonders einfaches Anlegen des Wegwerf-Kittels ergibt sich, wenn das Kittelteil
zumindest bereichsweise schlauchförmig ist, d.h. wenn der Kittelteil zumindest im
oberen Rumpfbereich (zu verstehen zwischen vorgesehenem Halsbereich und Taillenbereich)
in Umfangsrichtung verschlossen ist.
[0025] Bei einem solchen Kittelteil schlüpft eine Person von unten her in das Kittelteil
hinein, so dass die Person von dem Kittelteil umhüllt wird. Üblicherweise ist in einem
in Gebrauchslage oberen Bereich des Kittelteils eine Öffnung vorgesehen, durch welche
der Kopf des Trägers durchgeführt werden kann und welche im Tragezustand des Wegwerf-Kittels
einen Halsausschnitt bildet.
[0026] Das Kittelteil umfasst einen Vorderteil und einen Rückenteil. Vorderteil bzw. Rückenteil
werden als die in der Gebrauchslage des Wegwerf-Kittels vorgesehenen Bereiche auf
der Vorder- bzw. Rückenseite eines Trägers verstanden. Der Kittelteil kann aus Vorderteil
und aus Rückenteil als separate, über Fügebereiche miteinander verbundene Teile ausgebildet
oder alternativ auch als einstückig miteinander verbundene Teile ausgebildet sein.
Vorderteil und/oder Rückenteil können Vorder- und/oder Rückenteilabschnitte, welche
über Verbindungsabschnitte verbunden sind, aufweisen.
[0027] Insbesondere vorzugsweise umfasst der Kittelteil einen Vorderteil und einen aus zwei
Rückenteilabschnitten gebildeten Rückenteil, wobei die beiden Rückenteilabschnitte
insbesondere ausgehend vom Halsbereich bis zum Taillenbereich und unter Beibehalt
eines nicht verbundenen Bereiches ausgehend vom Taillenbereich bis zum unteren Ende
des Kittelteils unter Ausbildung eines schlauchförmigen Kittelteils verbunden sind.
[0028] In vorteilhafter Weise kann eine Schlaufe zur Führung des ersten Bandes und/oder
des zweiten Bandes, insbesondere des zweiten Bandes am Kittelteil vorgesehen sein.
[0029] In besonders vorteilhafter Weise kann anstelle einer Schlaufe oder zusätzlich zu
einer Schlaufe eine Bandführungsvorrichtung zur Führung des ersten Bandes und/oder
des zweiten Bandes, insbesondere des zweiten Bandes vorgesehen sein. Diese Bandführungsvorrichtung
umfasst ein Führungsteil mit einer Oberkante und einer Unterkante und Längskanten.
Besonders vorteilhaft weist das Führungsteil insbesondere zwei sich quer, insbesondere
senkrecht zu einer Bandachse, also in Längsrichtung des Bandes, und insbesondere in
Längsrichtung des Kittels und innerhalb der Oberkante und Unterkante erstreckende
Schlitze auf, so dass durch diese Schlitze eine Schlaufe einsteht. Diese Schlaufe
ermöglicht, dass das erste und/oder zweite Band, insbesondere das zweite Band über
die Außenseite des Führungsteils durch einen ersten Schlitz über die Rückseite der
Schlaufe und durch den zweiten Schlitz wieder auf die Außenseite des Führungsteils
geführt werden kann. Die diese Schlaufe bildenden Schlitze sind vorzugsweise noch
verstärkt, so dass beim Durchführen des ersten und/oder zweiten Bandes durch die Schlaufe
ein Freisetzen von dem diese Schlaufe bzw. dieses Führungsteil bildenden Material,
wie beispielsweise Faserbruchstücke, was u.a. auch unter dem Stichwort Linting bekannt
ist, reduziert und auch vermieden wird. Insbesondere vorzugsweise sind die Schlitze
entlang ihrer Kanten randständig durch Einsäumen mittels Nähfaden verstärkt. Zusätzlich
kann das Führungsteil an den Kanten, insbesondere an den Querkanten verstärkt oder
gesäumt sein.
[0030] Vorteilhafterweise ist das Führungsteil entlang den Randabschnitten der Längskanten
an den Kittelteil, insbesondere an dem Vorderteil des Kittelteils befestigt. Diese
Befestigung erfolgt insbesondere jeweils mittels Fügemitteln, welche insbesondere
entnommen sind aus der Gruppe Nähnaht, Kleber, wie insbesondere Hotmeltkleber und
Schweißstellen, wie insbesondere Thermoschweißstellen und/oder Ultraschallschweißstellen,
und Kombinationen davon. Besonders bevorzugt werden Schweißstellen, insbesondere Ultraschallschweißstellen
als Fügemittel eingesetzt.
[0031] Weiter vorteilhaft ist das Führungsteil nur entlang den Randabschnitten der Längskanten
an den Kittelteil unter Beibehalt von freien, ungebundenen Bereichen der Unterkante
und/oder Oberkante des Führungsteils an den Kittelteil befestigt.
[0032] Besonderes bevorzugt ist die Bandführungsvorrichtung auf dem Vorderteil körpermittig
angebracht.
[0033] In vorteilhafter Weise ist der Wegwerf-Kittel in seinem herstellerseitig angebotenen
Ausgangszustand gefaltet, so dass er nur wenig Lagerraum beansprucht.
[0034] Insbesondere ist der Wegwerf-Kittel in seinem Ausgangszustand sterilisiert, so dass
er nach Entnahme aus seiner Verpackung in einer Steril-Umgebung unmittelbar verwendbar
ist.
[0035] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung eines Wegwerf-Kittels
für den medizinischen, chemischen oder biotechnologischen Bereich, wobei der Wegwerf-Kittel
ein Kittelteil aufweist und eine Gürteleinrichtung zum Anpassen des Umfangs des Kittelteils
an einen Körperumfang, wobei die Gürteleinrichtung ein erstes Band aufweist, welches
mit dem Kittelteil verbunden ist und ein erstes freies Bandende aufweist, wobei die
Gürteleinrichtung ein zweites Band aufweist, welches mit dem Kittelteils verbunden
ist und ein zweites freies Bandende aufweist.
[0036] Der Erfindung liegt die weitere Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung eines
Wegwerf-Kittels anzugeben, welches eine besonders einfache Handhabung des Wegwerf-Kittels
ermöglicht.
[0037] Diese Aufgabe wird bei einem vorstehend genannten Verfahren erfindungsgemäß dadurch
gelöst, dass das erste Band und das zweite Band in einem Verschlingungsbereich herstellerseitig
derart miteinander verschlungen werden, dass durch Ziehen an dem ersten freien Bandende
und an dem zweiten freien Bandende in entgegengesetzten Richtungen der Umfang des
Kittelteils stufenlos verkleinerbar ist.
[0038] Ausgestaltungen und Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens sind Gegenstand der
weiteren Unteransprüche, die bereits vorstehend im Zusammenhang mit den besonderen
Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Wegwerf-Kittels erläutert worden sind. Daher
wird im Folgenden nur noch auf jene Ausgestaltungen und Vorteile des erfindungsgemäßen
Verfahrens eingegangen, deren Vorteile nicht bereits vorstehend erläutert wurden.
[0039] Insbesondere ist es bevorzugt, wenn das erste Band vom ersten freien Bandende aus
gesehen einen ersten Bandabschnitt, einen zweiten Bandabschnitt, einen dritten Bandabschnitt
und einen vierten Bandabschnitt aufweist, und dass der Verschlingungsbereich hergestellt
wird, indem der vierte Bandabschnitt und das zweite Band einander kreuzend übereinander
angeordnet werden, indem der dritte Bandabschnitt um das zweite Band gelegt wird,
so dass in einem Zwischenzustand das zweite Band zwischen dem dritten Bandabschnitt
und dem vierten Bandabschnitt angeordnet ist, und indem der zweite Bandabschnitt und
der erste Bandabschnitt um den vierten Bandabschnitt gelegt werden, so dass der vierte
Bandabschnitt zwischen dem zweiten Bandabschnitt und dem ersten Bandabschnitt angeordnet
ist und so dass in einem Endzustand das zweite Band zwischen dem ersten Bandabschnitt
und dem dritten Bandabschnitt angeordnet ist. Auf diese Weise kann das erste Band
sowohl um das zweite Band als auch in Abschnitten um sich selbst verschlungen werden,
so dass eine Schlinge entsteht, in welcher das zweite Band reibschlüssig fixiert,
dabei jedoch bewegbar gehalten ist. Gleichzeitig kann durch die Umschlingung des ersten
Bands um sich selbst eine Sicherung gegen ein Lösen des Verschlingungsbereichs geschaffen
werden.
[0040] Günstig ist es, wenn der Wegwerf-Kittel vor dem Verpacken gefaltet wird, so dass
eine kompakte Verpackung gewählt werden kann, beispielsweise eine Kunststofffolie,
welche einen allseitig verschlossenen Verpackungsraum begrenzt.
[0041] Wenn der Wegwerf-Kittel nach Herstellung des Verschlingungsbereichs und vor dem Verpacken
sterilisiert wird, kann der Zeitraum zwischen der Sterilisierung und dem Verpacken
des Wegwerf-Kittels minimiert werden.
[0042] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung
und der zeichnerischen Darstellung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels.
[0043] In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1
- eine Vorderansicht einer Ausführungsform eines Wegwerf-Kittels mit zwei Bändern, welche
in einem Verschlingungsbereich miteinander verschlungen sind;
- Figuren 2 bis 6
- aufeinander folgende Herstellungsphasen zur Herstellung des Verschlingungsbereichs;
und
- Figur 7
- eine Draufsicht einer Bandführungseinrichtung zur Führung eines Bands.
[0044] Eine Ausführungsform eines Wegwerf-Kittels 10 ist in der Figur 1 dargestellt. Der
Wegwerf-Kittel 10 umfasst ein Kittelteil 12, mit einem Vorderteil 14 und einem Rückenteil
16.
[0045] Das Vorderteil 14 und das Rückenteil 16 sind miteinander einstückig ausgebildet.
Das Rückenteil 16 weist Rückenteilabschnitte 16a und 16b auf, welche im Bereich eines
Verbindungsabschnitts 18 miteinander verbunden sind, insbesondere miteinander vernäht,
oder insbesondere mittels Schweißstellen, weiter insbesondere mittels Ultraschallschweißstellen
miteinander sind.
[0046] Der Wegwerf-Kittel 10 weist ferner von dem Kittelteil 12 abragende Ärmelteile 20
auf, welche vorzugsweise an ihren freien Enden mit Bündchen 22 versehen sind.
[0047] Das Kittelteil 12 ist zumindest bereichsweise schlauchförmig ausgebildet, d.h. ist
in Umfangsrichtung verschlossen und weist eine in Gebrauchslage untere Einstiegsöffnung
24 auf, in welche ein Träger des Wegwerf-Kittels 10 mit dem Kopf voraus eintauchen
kann.
[0048] An dem in Gebrauchslage oberen Ende des Kittelteils 12 ist ein Halsausschnitt 26
vorgesehen, durch welchen hindurch der Kopf des Trägers durchgeführt werden kann.
[0049] Der Wegwerf-Kittel 10 umfasst ferner eine Gürteleinrichtung 28, mittels welcher der
Umfang des Kittelteils 12 an einen Körperumfang eines Trägers, insbesondere an dessen
Hüft-, Bauch- oder Brustumfang angepasst werden kann.
[0050] Die Gürteleinrichtung 28 umfasst ein erstes Band 30, welches mit einem Befestigungsabschnitt
32 an dem Kittelteil 12 befestigt ist. Das erste Band 30 weist ferner ein freies Bandende
34 auf. Ferner umfasst die Gürteleinrichtung 28 ein zweites Band 36, welches mittels
eines Befestigungsabschnitts 38 an dem Kittelteil 12 befestigt ist. Das zweite Band
36 weist ein zweites freies Ende 40 auf.
[0051] Die Befestigungsabschnitte 32 und 38 können im Bereich eines Übergangs zwischen dem
Vorderteil 14 und dem Rückenteil 16 und insbesondere bezogen auf eine Körperhochachse
auf derselben Höhe angeordnet.
[0052] Bei einer weiteren in der Zeichnung nicht dargestellten Ausführungsform ist der Befestigungsabschnitt
32, 38 eines der Bänder 30, 36 auf dem Vorderteil 14 oder im Bereich des Übergangs
zwischen dem Vorderteil 14 und dem Rückenteil 16 und der andere Befestigungsabschnitt
38, 32 des anderen Bandes 36,30 auf dem Rückenteil 16 des Kittelteils 12 fixiert.
[0053] Bei einer weiteren alternativen, in der Zeichnung nicht dargestellten Ausführungsform
sind die Befestigungsabschnitte 32 und 38 an dem Rückenteil 16 des Kittelteils 12
fixiert. Bei einer weiteren, in der Zeichnung nicht dargestellten Ausführungsform
sind die Bänder 30 und 36 im Bereich des Rückenteils 16 miteinander verbunden oder
miteinander einstückig ausgebildet.
[0054] Die freien Enden 34 und 40 der Bänder 30 und 36 sind in einem Verschlingungsbereich
46 miteinander verschlungen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das erste
Band 30 kürzer als das zweite Band 36. Hierdurch verlagert sich der Verschlingungsbereich
46 zur Seite in Richtung auf den Befestigungsabschnitt 32.
[0055] Zur Führung des längeren zweiten Bands 36 ist eine Bandführungseinrichtung 42 vorgesehen,
welche insbesondere in Form einer Schlaufe ausgebildet ist. Vorzugsweise ist die Bandführungseinrichtung
42 körpermittig angeordnet.
[0056] Der Verschlingungsbereich 46 ist insbesondere im Bereich einer Vorderseite 48 angeordnet,
welche durch das Vorderteil 14 gebildet ist.
[0057] Die Bänder 30 und 36 sind bereits in einem herstellerseitig dem Verbraucher angebotenen
Zustand des Wegwerf-Kittels 10 miteinander verschlungen. Zur Herstellung des Verschlingungsbereichs
46 können insbesondere in den Figuren 2 bis 6 dargestellte Herstellungsphasen durchlaufen
werden.
[0058] Das erste Band 30 weist von seinem freien Ende 34 aus gesehen aufeinander folgende
Bandabschnitte auf, nämlich einen ersten Bandabschnitt 50, einen zweiten Bandabschnitt
52, einen dritten Bandabschnitt 54 und einen vierten Bandabschnitt 56.
[0059] In einer in Figur 2 dargestellten Herstellungsphase werden das erste Band 30 und
das zweite Band 36 so übereinander gelegt, dass die Bänder 30 und 36 einander kreuzen
und dass der vierte Bandabschnitt 56 auf dem zweiten Band 36 zur Auflage kommt.
[0060] In einer in Figur 3 dargestellten folgenden Phase wird der dritte Bandabschnitt um
das zweite Band 36 herum gelegt, so dass in dem in Figur 3 dargestellten Zwischenzustand
das zweite Band 36 zwischen dem dritten Bandabschnitt 54 und dem vierten Bandabschnitt
56 angeordnet ist.
[0061] In einer folgenden, in Figur 4 dargestellten Phase wird der zweite Bandabschnitt
52 so umgefaltet, dass sich der zweite Bandabschnitt 52 in etwa parallel zu dem zweiten
Band 36 erstreckt. Hierbei kommt der zweite Bandabschnitt 52 in Auflage auf das erste
Band 30.
[0062] Schließlich wird in einer in Figur 5 dargestellten Phase der erste Bandabschnitt
50 des ersten Bands 30 um den vierten Bandabschnitt 56 des ersten Bands 30 herum gelegt
und zwischen dem vierten Bandabschnitt 56 und dem zweiten Band 36 angeordnet.
[0063] Durch Ziehen an dem vierten Bandabschnitt 56 oder einem sich hieran anschließenden
fünften Bandabschnitt 58 einerseits und an dem ersten freien Ende 34 des ersten Bands
30 andererseits kann die Umschlingung des zweiten Bands 36 in ihrem Umfang verkleinert
werden, so dass eine in Figur 6 dargestellte Schlinge 60 entsteht, in welcher das
zweite Band 36 reibschlüssig fixiert ist.
[0064] Der Wegwerf-Kittel 10 gemäß Figur 1 mit dem Verschlingungsbereich 46 in dem in Figur
6 dargestellten Zustand ermöglicht es einem Träger, den Umfang der Gürteleinrichtung
28 stufenlos an einen Körperumfang des Trägers anzupassen. Hierfür können die freien
Enden 34 und 40 der Bänder 30 und 36 ergriffen und in einander entgegengesetzten Richtungen
62 und 64 auseinander gezogen werden. Hierdurch verschiebt sich das in der Schlinge
60 aufgenommene zweite Band 36, wobei der Befestigungsabschnitt 38 näher in Richtung
Verschlingungsbereich 46 gelangt. Hierdurch ist eine stufenlose Verkleinerung des
Umfangs der Gürteleinrichtung 28 und somit des Kittelteils 12 ermöglicht. Durch Ziehen
an jeweiligen Abschnitten der Bänder 30 und 36, welche zwischen dem Verschlingungsbereich
46 und den jeweiligen Befestigungsabschnitten 32 und 38 angeordnet sind, und zwar
in einander entgegengesetzten Richtungen 63 und 6.5, kann der Umfang der Gürteleinrichtung
28 und somit des Kittelteils 12 stufenlos vergrößert werden.
[0065] Die in Figur 1 dargestellte Schlaufe 44 ist mit Hilfe zwei zueinander beabstandet
angeordneten Nähten 66 und 68 an dem Vorderteil 14 des Kittelteils 12 befestigt. Anstelle
der Schlaufe 44 oder zusätzlich hierzu kann auch eine in Figur 7 dargestellte Bandführungseinrichtung
70 verwendet werden.
[0066] Die Bandführungseinrichtung 70 umfasst ein Führungsteil 72, welches zwischen dem
zweiten Band 36 und dem Vorderteil 14 des Kittelteils 12 angeordnet ist. Das Führungsteil
72 weist zwei Schlitze 74, 76 auf, welche sich innerhalb der Oberkante 92 und Unterkante
94 des Führungsteils 72 und quer, insbesondere senkrecht, zu einer Bandachse 78 erstrecken,
entlang der sich das zweite Band 36 erstreckt. Durch die Schlitzung des Führungsteils
72 entsteht eine Schlaufe 80, welche es ermöglicht, das zweite Band 36 über die Außenseite
82 des Führungsteils 72 durch einen ersten Schlitz 74 über die Rückseite der Schlaufe
80 und durch den zweiten Schlitz 76 wieder auf die Außenseite 82 des Führungsteils
72 zu führen.
[0067] Das Führungsteil 72 weist auf einander entgegengesetzten Längskanten 83, 85 Randabschnitte
84, 86 auf, welche an dem Vorderteil 14 des Kittelteils 12 über Fügemittel 88, 90
befestigt sind, insbesondere mit Hilfe jeweils von angeordneten Ultraschallschweißstellen
88, 90.
[0068] Die Bandführungseinrichtung 70 ermöglicht es, die Fügemittel 88 und 90 relativ weit
zueinander positionieren zu können und dennoch eine gute Führung des zweiten Bands
36 zu gewährleisten. Durch die Beabstandung der Fügemittel 88 und 90 wird das Material
des Vorderteils 14 besonders wenig beansprucht. Gleichzeitig ist es nicht erforderlich,
das Führungsteil 72 im Bereich einer Oberkante 92 oder im Bereich einer Unterkante
94 mit dem Vorderteil 14 zu verbinden. Auf diese Weise entsteht zwischen einer dem
Vorderteil 14 zugewandten Innenseite des Führungsteils 72 und dem Vorderteil 14 ein
von oben und unten her zugänglicher Freiraum, mittels welchem verhindert werden kann,
dass sich in diesem Bereich Schmutzpartikel ansammeln können.
1. Wegwerf-Kittel (10) für den medizinischen, chemischen oder biotechnologischen Bereich,
mit einem Kittelteil (12), mit einer Gürteleinrichtung (28) zum Anpassen des Umfangs
des Kittelteils an einen Körperumfang, wobei die Gürteleinrichtung (28) ein erstes
Band (30) aufweist, welches mit dem Kittelteil (12) verbunden ist und ein erstes freies
Bandende (34) aufweist, wobei die Gürteleinrichtung (28) ein zweites Band (36) aufweist,
welches mit dem Kittelteil (12) verbunden ist und ein zweites freies Bandende (40)
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass in einem herstellerseitig dargebotenen Ausgangszustand des Wegwerf-Kittels (10) das
erste Band (30) und das zweite Band (36) in einem Verschlingungsbereich (46) derart
miteinander verschlungen sind, dass durch Ziehen an dem ersten freien Bandende (34)
und an dem zweiten freien Bandende (40) in entgegengesetzten Richtungen (62, 64) der
Umfang des Kittelteils (12) stufenlos verkleinerbar ist.
2. Wegwerf-Kittel (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlingungsbereich (46) an einer Vorderseite (48) des Kittelteils (12) angeordnet
ist.
3. Wegwerf-Kittel (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Band (30) und das zweite Band (36) unterschiedliche Längen aufweisen, insbesondere
dass das erste Band (30) kürzer ist als das zweite Band (36).
4. Wegwerf-Kittel (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Band (30) eine Schlinge (60) bildet, in welcher das zweite Band (36) reibschlüssig
fixiert ist.
5. Wegwerf-Kittel (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Band (30) und das zweite Band (36) an den den freien Bandenden (34, 40)
entgegengesetzten Bandenden miteinander verbunden sind, insbesondere einstückig miteinander
verbunden sind.
6. Wegwerf-Kittel (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Band (30) an einem Vorderteil (14) des Kittelteils (12) oder im Bereich
des Übergangs zwischen einem Vorderteil (14) und einem Rückenteil (16) des Kittelteils
(12) und das zweite Band (36) an einem Rückenteil (16) des Kittelteils (12), insbesondere
auf derselben Höhe bezogen auf eine Körperhochachse, angeordnet sind.
7. Wegwerf-Kittel (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Band (30) vom ersten freien Bandende (34) aus gesehen einen ersten Bandabschnitt
(50), einen zweiten Bandabschnitt (52), einen dritten Bandabschnitt (54) und einen
vierten Bandabschnitt (56) aufweist, und dass in dem Verschlingungsbereich (46) die
vier Bandabschnitte (50, 52, 54, 56) und das zweite Band (36) übereinander angeordnet
sind, wobei der erste Bandabschnitt (50) zwischen dem zweiten Band (36) und dem vierten
Bandabschnitt (56), das zweite Band (36) zwischen dem ersten Bandabschnitt (50) und
dem dritten Bandabschnitt (54) und der vierte Bandabschnitt (56) zwischen dem ersten
Bandabschnitt (50) und dem zweiten Bandabschnitt (52) angeordnet ist.
8. Wegwerf-Kittel (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kittelteil (12) zumindest bereichsweise schlauchförmig d.h. zumindest im oberen
Rumpfbereich zwischen vorgesehenem Halsbereich und Taillenbereich in Umfangsrichtung
verschlossen ist.
9. Wegwerf-Kittel (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bandführungsvorrichtung (70) zur Führung des ersten Bandes (30) oder des zweiten
Bandes (36), insbesondere des zweiten Bandes (36) vorgesehen ist.
10. Wegwerf-Kittel (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandführungsvorrichtung (70) ein Führungsteil (72) mit einer Oberkante (92) und
einer Unterkante (94) und Längskanten (83, 85) und zwei sich quer, insbesondere senkrecht
zu einer Bandachse (78) innerhalb der Oberkante (92) und Unterkante (94) erstreckenden
Schlitze (74, 76) unter Ausbildung einer Schlaufe (80) aufweist.
11. Wegwerf-Kittel (10) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsteil (72) nur an den Randabschnitten (84, 86) der Längskanten (83, 85)
mit dem Kittelteil (12), insbesondere an dem Vorderteil (14) des Kittelteils (12)
befestigt ist.
12. Verfahren zur Herstellung eines Wegwerf-Kittels (10) für den medizinischen, chemischen
oder biotechnologischen Bereich, wobei der Wegwerf-Kittel (10) ein Kittelteil (12)
aufweist und eine Gürteleinrichtung (28) zum Anpassen des Umfangs des Kittelteils
(12) an einen Körperumfang, wobei die Gürteleinrichtung (28) ein erstes Band (30)
aufweist, welches mit dem Kittelteil (12) verbunden ist und ein erstes freies Bandende
(34) aufweist, wobei die Gürteleinrichtung (28) ein zweites Band (36) aufweist, welches
mit dem Kittelteil (12) verbunden ist und ein zweites freies Bandende (40) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Band (30) und das zweite Band (36) herstellerseitig in einem Verschlingungsbereich
(46) derart miteinander verschlungen werden, dass durch Ziehen an dem ersten freien
Bandende (34) und an dem zweiten freien Bandende (40) in entgegengesetzten Richtungen
(62, 64) der Umfang des Kittelteils stufenlos verkleinerbar ist, und dass der Wegwerf-Kittel
(10) dem Verbraucher mit dem herstellerseitig verbundenen ersten Band (30) und zweiten
Band (36) angeboten wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Band (30) vom ersten freien Bandende (34) aus gesehen einen ersten Bandabschnitt
(50), einen zweiten Bandabschnitt (52), einen dritten Bandabschnitt (54) und einen
vierten Bandabschnitt (56) aufweist, und dass der Verschlingungsbereich (46) hergestellt
wird, indem der vierte Bandabschnitt (56) und das zweite Band (36) einander kreuzend
übereinander angeordnet werden, indem der dritte Bandabschnitt (54) um das zweite
Band (36) gelegt wird, so dass in einem Zwischenzustand das zweite Band (36) zwischen
dem dritten Bandabschnitt (54) und dem vierten Bandabschnitt (56) angeordnet ist,
und indem der zweite Bandabschnitt (52) und der erste Bandabschnitt (50) um den vierten
Bandabschnitt (56) gelegt werden, so dass der vierte Bandabschnitt (56) zwischen dem
zweiten Bandabschnitt (52) und dem ersten Bandabschnitt (50) angeordnet ist und so
dass in einem Endzustand das zweite Band (36) zwischen dem ersten Bandabschnitt (50)
und dem dritten Bandabschnitt (54) angeordnet ist.
1. A disposable smock (10) for the medical, chemical or biotechnology field, having a
smock part (12) and having a sash arrangement (28) for adapting the circumference
of the smock part to the circumference of a body, and the sash arrangement (28) having
a first band (30), which is joined to the smock part (12) and has a first free band
end (34), and the sash arrangement (28) having a second band (36) which is joined
to the smock part (12) and has a second free band end (40), characterized in that in an outset state of the disposable smock (10) as offered by the manufacturer, the
first band (30) and the second band (36) are looped around one another in a looping
region (46) in such a way that by pulling on the first free band end (34) and on the
second free band end (40) in opposite directions (62, 64), the circumference of the
smock part (12) can be decreased in infinitely variable fashion.
2. The disposable smock (10) of claim 1, characterized in that the looping region (46) is located on a front side (48) of the smock part (12).
3. The disposable smock (10) of claim 1 or 2, characterized in that the first band (30) and the second band (36) have different lengths, and in particular
the first band (30) is shorter than the second band (36).
4. The disposable smock (10) of one of the foregoing claims, characterized in that the first band (30) forms a loop (60), in which the second band (36) is fixed in
friction-locking fashion.
5. The disposable smock (10) of one of the foregoing claims, characterized in that the first band (30) and the second band (36) are joined together on the band ends
opposite from the free band ends (34, 40), and in particular are joined in one piece
to one another.
6. The disposable smock (10) of one of the foregoing claims, characterized in that the first band (30) is located on a front part (14) of the smock part (12) or in
the vicinity of the transition between a front part (14) and a back part (16) of the
smock part (12), and the second band (36) is located on a back part (16) of the smock
part (12), in particular at the same level relative to a vertical axis of the body.
7. The disposable smock (10) of one of the foregoing claims, characterized in that the first band (30), viewed from the first free band end (34), has a first band portion
(50), a second band portion (52), a third band portion (54), and a fourth band portion
(56); and that in the looping region (46), the four band portions (50, 52, 54, 56)
and the second band (36) are disposed one on top of the other, and the first band
portion (50) is located between the second band (36) and the fourth band portion (56);
the second band (36) is located between the first band portion (50) and the third
band portion (54); and the fourth band portion (56) is located between the first band
portion (50) and the second band portion (52).
8. The disposable smock (10) of one of the foregoing claims, characterized in that the smock part (12) is closed in the circumferential direction at least intermittently
in tubelike fashion, that is, at least in the upper torso region between the neck
area and waist area that are provided.
9. The disposable smock (10) of one of the foregoing claims, characterized in that a band guide device (70) for guiding the first band (30) or the second band (36),
in particular the second band (36), is provided.
10. The disposable smock (10) of claim 9, characterized in that the band guide device (70) has one guide part (72) with an upper edge (92) and a
lower edge (94) and longitudinal edges (83, 85) and two slits (74, 76), extending
transversely, in particular perpendicularly, to a band axis (78), inside the upper
edge (92) and the lower edge (94), forming a belt loop (80).
11. The disposable smock (10) of claim 9 or 10, characterized in that the guide part (72) is secured to the smock part (12), in particular to the front
part (14) of the smock part (12), only on the peripheral portions (84, 86) of the
longitudinal edges (83, 85).
12. A method for producing a disposable smock (10) for the medical, chemical or biotechnology
field, the disposable smock (10) having a smock part (12) and a sash arrangement (28)
for adapting the circumference of the smock part to the circumference of a body, and
the sash arrangement (28) having a first band (30), which is joined to the smock part
(12) and has a first free band end (34), and the sash arrangement (28) having a second
band (36) which is joined to the smock part (12) and has a second free band end (40),
characterized in that the first band (30) and the second band (36) are looped by the manufacturer around
one another in a looping region (46) in such a way that by pulling on the first free
band end (34) and on the second free band end (40) in opposite directions (62, 64),
the circumference of the smock part (12) can be decreased in infinitely variable fashion,
and that the disposable smock (10) is offered to the user with the first band (30)
and second band (36) joined together by the manufacturer.
13. The method of claim 12, characterized in that the first band (30), viewed from the first free band end (34), has a first band portion
(50), a second band portion (52), a third band portion (54), and a fourth band portion
(56); and that the looping region (46) is produced by locating the fourth band portion
(56) and the second band (36) crossing one another and one on top of the other, by
wrapping the third band portion (54) around the second band (36), so that in an intermediate
state the second band (36) is located between the third band portion (54) and the
fourth band portion (56), and by wrapping the second band portion (52) and the first
band portion (50) around the fourth band portion (56), so that the fourth band portion
(56) is located between the second band portion (52) and the first band portion (50),
and so that in a final state the second band (36) is located between the first band
portion (50) and the third band portion (54).
1. Blouse jetable (10) pour les domaines de la médecine, de la chimie ou des biotechnologies,
comprenant une partie blouse (12) et un système de ceinture (28) servant à adapter
la taille de la partie blouse à un tour de taille, le système de ceinture (28) comprenant
une première sangle (30) reliée à la partie blouse (12) et pourvue d'une première
extrémité de sangle libre (34), le système de ceinture (28) comprenant une seconde
sangle (36) reliée à la partie blouse (12) et pourvue d'une seconde extrémité de sangle
libre (40), caractérisée en ce que, dans un état initial de la blouse jetable (10) présenté par le fabriquant, la première
sangle (30) et la seconde sangle (36) sont entrelacées dans une zone d'entrelacement
(46), de sorte qu'il est possible de réduire en continu la taille de la partie blouse
(12) en tirant sur la première extrémité de sangle libre (34) et sur la seconde extrémité
de sangle libre (40) dans des sens opposés (62, 64).
2. Blouse jetable (10) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la zone d'entrelacement (46) est disposée sur un côté avant (48) de la partie blouse
(12).
3. Blouse jetable (10) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la première sangle (30) et la seconde sangle (36) présentent des longueurs différentes,
en particulier en ce que la première sangle (30) est plus courte que la seconde sangle (36).
4. Blouse jetable (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la première sangle (30) forme une boucle (60) dans laquelle la seconde sangle (36)
est fixée par friction.
5. Blouse jetable (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la première sangle (30) et la seconde sangle (36) sont reliées l'une à l'autre, en
particulier d'une seule pièce, aux extrémités de sangle libre opposées aux extrémités
de sangle libres (34, 40).
6. Blouse jetable (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la première sangle (30) est disposée sur une partie avant (14) de la partie blouse
(12) ou dans la zone de la transition entre une partie avant (14) et une partie dos
(16) de la partie blouse (12) et la seconde sangle (36) est disposée sur une partie
dos (16) de la partie blouse (12), en particulier à la même hauteur, rapportée à un
axe vertical corporel.
7. Blouse jetable (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la première sangle (30), vue à partir de la première extrémité de sangle libre (34),
comprend une première section de sangle (50), une deuxième section de sangle (52),
une troisième section de sangle (54) et une quatrième section de sangle (56), et en ce que les quatre sections de sangle (50, 52, 54, 56) et la seconde sangle (36) sont superposées
dans la zone d'entrelacement (46), la première section de sangle (50) étant disposée
entre la deuxième sangle (36) et la quatrième section de sangle (56), la seconde sangle
(36) étant disposée entre la première section de sangle (50) et la troisième section
de sangle (54) et la quatrième section de sangle (56) étant disposée entre la première
section de sangle (50) et la deuxième section de sangle (52).
8. Blouse jetable (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la partie blouse (12) est fermée dans la direction circonférentielle en présentant
une forme tubulaire au moins par endroits, c'est-à-dire au moins dans la zone supérieure
de torse comprise entre la zone du cou et la zone de la taille.
9. Blouse jetable (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un dispositif de guidage de sangle (70) est destiné à guider la première sangle (30)
ou la seconde sangle (36), en particulier la seconde sangle (36).
10. Blouse jetable (10) selon la revendication 9, caractérisée en ce que le dispositif de guidage de bande (70) comprend une partie de guidage (72) pourvue
d'un bord supérieur (92) et d'un bord inférieur (94) et de bords longitudinaux (83,
85) et deux fentes (74, 76) s'étendant transversalement, en particulier perpendiculairement
à un axe de sangle (78) à l'intérieur du bord supérieur (92) et du bord inférieur
(94) avec formation d'une boucle (80).
11. Blouse jetable (10) selon la revendication 9 ou 10, caractérisée en ce que la partie de guidage (72) n'est fixée qu'au niveau des sections marginales (84, 86)
des bords longitudinaux (83, 85) à la partie blouse (12), en particulier au niveau
de la partie avant (14) de la partie blouse (12).
12. Procédé de fabrication d'une blouse jetable (10) pour les domaines de la médecine,
de la chimie ou des biotechnologies, la blouse jetable (10) comprenant une partie
blouse (12) et un système de ceinture (28) servant à adapter la taille de la partie
blouse (12) à un tour de taille, le système de ceinture (28) comprenant une première
sangle (30) reliée à la partie blouse (12) et pourvue d'une première extrémité de
sangle libre (34), le système de ceinture (28) comprenant une seconde sangle (36)
reliée à la partie blouse (12) et pourvue d'une seconde extrémité de sangle libre
(40), caractérisé en ce que la première sangle (30) et la seconde sangle (36) sont entrelacées par le fabricant
dans une zone d'entrelacement (46), de sorte qu'il est possible de réduire en continu
la taille de la partie blouse en tirant sur la première extrémité de sangle libre
(34) et sur la seconde extrémité de sangle libre (40) dans des sens opposés (62, 64),
et en ce que la blouse jetable (10) est présentée au consommateur avec la première sangle (30)
et la seconde sangle (36) reliées par le fabricant.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que la première sangle (30), vue à partir de la première extrémité de sangle libre (34),
comprend une première section de sangle (50), une deuxième section de sangle (52),
une troisième section de sangle (54) et une quatrième section de sangle (56), et en ce que la zone d'entrelacement (46) est fabriquée par le fait que la quatrième section de
sangle (56) et la seconde sangle (36) sont superposées en croix, par le fait que la
troisième section de sangle (54) est posée autour de la seconde sangle (36), de sorte
que dans un état intermédiaire, la seconde sangle (36) est disposée entre la troisième
section de sangle (54) et la quatrième section de sangle (56), et par le fait que
la deuxième section de sangle (52) et la première section de sangle (50) sont posées
autour de la quatrième section de sangle (56), de sorte que la quatrième section de
sangle (56) est disposée entre la deuxième section de sangle (52) et la première section
de sangle (50) et de sorte que, dans un état final, la seconde sangle (36) est disposée
entre la première section de sangle (50) et la troisième section de sangle (54).