[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltgeräteanordnung mit einem innerhalb eines Kapselungsgehäuses
angeordneten bewegbaren Aktivleiter und einer außerhalb des Kapselungsgehäuses angeordneten
Antriebseinrichtung mit einem Getriebe als Teil einer Kinematischen Kette zur Bewegung
des Aktivleiters, wobei die kinematischen Kette das Kapselungsgehäuse durchsetzt.
[0002] Eine derartige Schaltgeräteanordnung ist beispielsweise aus dem Gebrauchsmuster
DE 298 06 654 U1 bekannt. Dort ist eine gasisolierte Hochspannungsschaltanlage beschrieben, welche
einen Trennschalter und eine zugehörige Antriebseinrichtung aufweist. Die dortige
Antriebseinrichtung weist einen ersten und einen zweiten quaderförmigen Bereich auf,
so dass an der Antriebseinrichtung eine Schulter gebildet ist. Derartig konstruierte
Antriebseinrichtungen können in gering dimensionierten Freiräumen der gasisolierten
Hochspannungsschaltanlage angeordnet werden, wobei mehrere einander überlappende Antriebseinrichtungen
eine effektive Raumnutzung ermöglichen.
[0003] Unabhängig von der Lage der Antriebseinrichtung ist deren Wirkungsweise und damit
deren abgegebene Bewegungsrichtung gleichbleibend.
[0004] In unterschiedlichen Lagen kann es jedoch auch vorgesehen sein, dass von einer Antriebseinrichtung
zu erzeugende Bewegungen in unterschiedlichen Richtungen wirken sollen. Für derartige
Anwendungen ist es bisher erforderlich, Antriebseinrichtungen in zwei Versionen auszuführen.
[0005] Das Vorhalten von zwei Versionen von Antriebseinrichtungen bringt eine aufwändige
Lagerhaltung mit sich.
[0006] Weiterhin ist aus der Patentanmeldung
US 2007/0261946 A1 ein feststoffisolierter Trennschalter bekannt, welcher ein Stirnradgetriebe aufweist,
mittels welchem eine Antriebsbewegung auf drei Schaltpole verteilt wird. Bei der dortigen
Vorrichtung ist zum Erzielen einer Änderung der abgegebenen Bewegungsrichtung ein
Umpolen des Elektromotors der Antriebseinrichtung nötig. Entsprechend ist auch hier
für die Nutzung der Antriebseinrichtung bei feststoffisolierten Trennschaltern, die
seitenverkehrt ausgeführt sind, verschiedene Antriebseinrichtungen vorzuhalten.
[0007] Aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 198 25 386 A1 ist des Weiteren ein Kapselungsbaustein mit einem kombinierten Trenn-Erdungsschalter
für eine gasisolierte Schaltanlage bekannt, wobei dort zur Ausbildung einer kinematischen
Kette ein Kurbelgetriebe Einsatz findet, mittels welchem eine Drehbewegung in eine
Linearbewegung umgewandelt wird.
[0008] Daher ist es Aufgabe der Erfindung, eine Schaltgeräteanordnung mit einer Antriebseinrichtung
anzugeben, welche in einfacher Weise Antriebskräfte in unterschiedlichen Bewegungsrichtungen
abgeben kann.
[0009] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer Schaltgeräteanordnung der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, dass das Getriebe zur Richtungsumkehr einer abgebbaren Bewegung
wechselweise um eine Wendeachse gewendet und infolge des Wendens die von dem Getriebe
abgebare Bewegung mit geändertem Richtungssinn in die kinematische Kette eingekoppelt
ist.
[0010] Ein Kapselungsgehäuse ist beispielsweise ein fluiddichtes Kapselungsgehäuse wie es
in Hochspannungsschaltanlagen eingesetzt ist. Fluiddichte Kapselungsgehäuse sind beispielsweise
in Form von Gussgehäusen oder Schweißgehäusen ausgeführt, wobei das Innere der Kapselungsgehäuse
mit einem Fluid, beispielsweise einem Isoliergas oder einer Isolierflüssigkeit, befüllt
ist. Von dem Fluid umspült sind innerhalb eines Kapselungsgehäuses vorzugsweise Aktivleiter
bzw. Aktivleiterzüge angeordnet, welche der Leitung eines elektrischen Stromes dienen
und dazu mit elektrischen Potentialen beaufschlagt sind, welche beispielsweise verschieden
vom Potential des Kapselungsgehäuses sind. Bewegbare Aktivleiter sind bedarfsweise
zur Herstellung einer Trennstrecke, einer Erdverbindung oder ähnlichem eingesetzt.
Die bewegbaren Aktivleiter können neben der Ausbildung einer Trennstelle in einem
Aktivleiterzug auch einer Herstellung einer Verbindung eines Aktivleiterzuges mit
Erdpotential dienen. Besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, eine Kombination von
mehreren bewegbaren Aktivleitern einzusetzen, die von einer gemeinsamen Antriebseinrichtung
bewegbar sind, wobei ein erster Aktivleiter der Herstellung einer Trennstelle innerhalb
eines Aktivleiterzuges und ein zweiter Aktivleiter einer Verbindung eines Aktivleiterzuges
mit Erdpotential dient. Vorteilhafterweise können der erste und der zweite Aktivleiter
von ein und derselben Antriebseinrichtung angetrieben sein.
[0011] Eine Antriebseinrichtung ist vorteilhaft außerhalb des Kapselungsgehäuses angeordnet
und weist ein Getriebe auf. Das Getriebe ist Teil einer kinematischen Kette, welche
einer Übertragung einer Bewegung von einer Quelle, beispielsweise einem elektromotorischen
Antrieb, einem Handantrieb oder ähnlichem zu einem bewegbaren Aktivleiter dient. Die
kinematische Kette durchsetzt dazu das Kapselungsgehäuse. Bei einer fluiddichten Ausgestaltung
des Kapselungsgehäuses sollte die kinematische Kette eine fluiddichte Übertragung
einer Bewegung durch das Kapselungsgehäuse hindurch ermöglichen.
[0012] Bei einer Betätigung zweier bewegbarer Aktivleiter durch dieselbe Antriebseinrichtung
ist eine Neutralstellung vorteilhaft, in welcher die beiden bewegbaren Aktivleiter
elektrisch isoliert vom Kapselungsgehäuse sind sowie eine Trennstelle in einem Aktivleiterzug
ausgebildet ist. Aus dieser Neutralstellung ist es mittels der Antriebseinrichtung
möglich, den ersten Aktivleiter in eine Einschaltstellung zu bewegen und so die Trennstelle
im Aktivleiterzug zu überbrücken. Dazu erzeugt die Antriebseinrichtung eine Bewegung
in eine erste Richtung. Zur Rückstellung des ersten Aktivleiters in die Neutralstellung
erfolgt eine Richtungsumkehr der Bewegung in eine zweite Richtung bis die Neutralstellung
erreicht ist. Zum Antreiben des zweiten bewegbaren Aktivleiters erfolgt eine Abgabe
einer Bewegung von der Antriebseinrichtung in die zweite Richtung und zur Rückbewegung
des zweiten bewegbaren Aktivleiters und zur Verbringung desselben in die Neutralstellung
erfolgt eine Bewegung in die erste Richtung.
[0013] Der Richtungssinn von erster Bewegung und zweiter Bewegung ist entgegengesetzt zueinander
gerichtet. Abhängig von den konstruktiven Gegebenheiten der Aktivleiter im Innern
des Kapselungsgehäuses sind die erste Richtung und die zweite Richtung jeweils zu
definieren.
[0014] Erfolgt im Innern nunmehr eine Änderung der Anordnung der Aktivleiter, ist ggf. eine
Umkehr des Richtungssinns von erster und zweiter Richtung zum Bewegen von erstem und
zweitem Aktivelement nötig.
[0015] Um Änderungen an dem Kapselungsgehäuse zu vermeiden, ist dazu eine entsprechende
Anpassung der Antriebseinrichtung vorteilhaft. Eine Richtungsumkehr wird dadurch erreicht,
dass das Getriebe um eine Wendeachse gewendet ist.
[0016] Durch eine Drehung um die Wendeachse erfolgt eine Änderung des Richtungssinns, der
von dem Getriebe abgegebenen Bewegungen. Dadurch ist es möglich, die Antriebseinrichtung
an sich in ihrer Konstruktion beizubehalten und die Antriebseinrichtung lediglich
hinsichtlich der Lage des Getriebes, welches der Übertragung einer Bewegung auf einen
bewegbaren Aktivleiter im Innern des Kapselungsgehäuses dient, zu modifizieren. Das
Getriebe ist dazu nach Art einer Kassette konstruiert, welche die einzelnen Getriebeelemente
zueinander fixiert und ein problemloses Wenden des Getriebes ermöglicht. Damit ist
es möglich, das Getriebe in den beiden Wendelagen in die kinematische Kette einzukoppeln
und so eine Richtungsumkehr an ein und demselben Kapselungsgehäuse zu ermöglichen.
Dabei sind die Bewegungsbahnen des Getriebes unabhängig von dessen Lage gleichbleibend.
In Bezug auf die erste Richtung und die zweite Richtung wird deren Richtungssinn ausgetauscht.
Die Antriebseinrichtung weist einen elektromotorischen Antrieb auf, welcher winkelstarr
mit dem Getriebe verbunden ist. Unabhängig von der Lage des Getriebes bleibt dessen
elektrische Ansteuerung gleich, da ein Wechsel des Richtungssinns durch ein Wenden
des Getriebes erreicht wird. Der elektromotorische Antrieb wird gemeinsam mit dem
Getriebe gewendet.
[0017] Eine vorteilhafte Ausgestaltung kann dabei vorsehen, dass die kinematische Kette
eine das Kapselungsgehäuse durchsetzende Welle aufweist und die Wendeachse radial
zur Welle ausgerichtet ist.
[0018] Eine Welle dient einer Übertragung einer Drehbewegung. Drehbewegungen sind mit entsprechenden
Dichtungsringen in einfacher Weise abgedichtete durch das Kapselungsgehäuse zu übertragen.
Aufgrund eines Rotierens ist ein günstiges Abdichten im Umfangsbereich der Welle ermöglicht.
Weiterhin ist bei einer Ausrichtung der Wendeachse radial zur Achse der Welle die
Möglichkeit gegeben, eine lotrechte Ausrichtung von Getriebe und Welle in den verschiedenen
Einbaulagen des Getriebes beizubehalten.
[0019] Weiterhin kann dabei vorgesehen sein, dass das Kapselungsgehäuse einen Aufnahmeschacht
aufweist, in welchen das Getriebe wechselweise um 180° um die Wendeachse gedreht eingesetzt
ist.
[0020] Durch den Aufnahmeschacht am Kapselungsgehäuse ist es möglich, das Getriebe relativ
zum Kapselungsgehäuse zu fixieren. Aufgrund der Lage der Welle, welche das Kapselungsgehäuse
durchsetzt, ist der Aufnahmeschacht geeignet, die lotrechte Ausrichtung von Welle
und Getriebe zueinander aufrecht zu erhalten. Eine 180°-Drehbewegung des Getriebes
um die Wendeachse ermöglicht weiterhin bei einer kassettenartigen Ausgestaltung des
Getriebes dieses innerhalb des Aufnahmeschachtes zu positionieren und dabei zur winkelstarren
Fixierung des Getriebes innerhalb des Aufnahmeschachtes in verschiedenen Montagelagen
ein und dieselben Aufnahmepunkte zu nutzen. Somit ist es möglich, die radiale Ausrichtung
von Welle und Wendeachse aufrecht zu erhalten. Die Welle sollte vorteilhaft das Kapselungsgehäuse
innerhalb des Aufnahmeschachtes durchsetzen. Bei einer Nutzung von ineinandergreifenden
Zahnrädern an dem Getriebe sollte zumindest eine Zahnradachse, vorzugsweise eine Mehrzahl
von Zahnradachsen, insbesondere alle Zahnradachsen, parallel zur Wendeachse liegen.
Bewegungsachsen von Bewegtteilen des Getriebes sollten in einer Projektion vorzugsweise
lotrecht bzw. parallel zur Wendeachse liegen.
[0021] Das Getriebe sollte vorteilhafterweise Zahnräder mit stirnseitig verzahnten Zahnrädern
aufweisen, wobei die Drehachsen der Zahnräder vorzugsweise parallel zur Wendeachse
ausgerichtet sind. Eine Drehbewegung eines der Zahnräder wird über eine Schubkurbel
in eine laterale Bewegung umgeformt und diese laterale Bewegung auf eine bewegbare
Zahnstange übertragen. Die laterale Bewegung sollte in einer Projektion lotrecht zur
Wendeachse verlaufen. Durch eine derartige Anordnung ist es beispielsweise möglich,
eine elektromotorisch erzeugte Drehbewegung in das Getriebe einzukoppeln und eine
laterale Bewegung abzugeben. An weiteren Wellen des Getriebes besteht zusätzlich die
Möglichkeit, weitere Antriebskräfte einzuspeisen bzw. Bewegungen auszukoppeln. So
kann beispielsweise vorgesehen sein, dass mittels eines manuell bedienbaren Antriebselementes,
beispielsweise einer Kurbel, eine Bewegung in das Getriebe eingespeist werden kann.
[0022] Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Aufnahmeschacht von einer umlaufenden,
die Antriebseinrichtung umschließenden Dichtfläche begrenzt ist.
[0023] Eine Begrenzung des Aufnahmeschachtes mittels einer in sich umlaufenden Dichtfläche
gestattet es, den Aufnahmeschacht zu verschließen, wobei eine dichtende Wirkung an
der Dichtfläche erzeugbar ist. Somit kann die Antriebseinrichtung selbst frei von
Gehäusen oder Schutzeinrichtungen konstruiert werden. Damit kann das Volumen insbesondere
des Getriebes gering gehalten werden und dieses durch eine Haube, welche dichtend
auf der Dichtfläche aufliegt, überspannt werden. Damit ist es möglich, die Antriebseinrichtung
im Innern des Aufnahmeschachtes vor dem Einwirken von Fremdkörpern zu schützen.
[0024] Vorteilhafterweise kann weiterhin vorgesehen sein, dass der Aufnahmeschacht Lagerpunkte
aufweist und das Getriebe mittels zumindest einer Adapterplatte an den Lagerpunkten
festgelegt ist.
[0025] Eine Anordnung von Lagerpunkten innerhalb des Aufnahmeschachtes ermöglicht es, die
Antriebseinrichtung innerhalb des Aufnahmeschachtes relativ zu der umlaufenden Dichtfläche
bzw. zur Welle zu positionieren. Damit ist eine Möglichkeit gegeben, eine einfache
Montage der Antriebseinrichtung vorzusehen, um das Getriebe in einfacher Weise in
die kinematische Kette einkoppeln zu können.
[0026] Die Lagerpunkte sollten dabei vorteilhafterweise sowohl für die eine als auch für
die andere Lage des Getriebes verwendet werden. Dadurch kann sichergestellt werden,
dass Montagefehler ausgeschlossen sind und die jeweils erwünschte Definition des Richtungssinns
bezüglich erster und zweiter Richtung eingehalten ist.
[0027] Um unabhängig von der Lage des Getriebes im Innern des Aufnahmeschachtes eine gute
Zugänglichkeit zu gewährleisten, kann vorgesehen sein, dass das Getriebe über zumindest
eine Adapterplatte mit den Lagerpunkten verbunden ist.
[0028] Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Welle eine Verzahnung aufweist,
über welche eine Bewegung des Getriebes eingekoppelt wird.
[0029] Eine Verzahnung an der Welle ermöglicht es, hohe Stellkräfte in die Welle einzukoppeln
und dabei aufgrund der Verzahnung eine eindeutige Positionierung der einzelnen Bewegtteile
des Getriebes zu der Welle festzulegen. Diese eindeutig zugeordnete Lage bleibt auch
nach einer Vielzahl von Bewegungsspielen erhalten.
[0030] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass die Verzahnung eine Verzahnung eines
Stirnrades ist.
[0031] Die Verzahnung eines Stirnrades ist an der Welle in einfacher Weise anzuformen. Eine
Ankopplung des Getriebes an eine stirnseitige Verzahnung kann aus verschiedenen radialen
Richtungen erfolgen. Damit ist eine geeignete Ausgestaltungsform gegeben, um einen
flach bauenden Antrieb einsetzen zu können, welcher auch in beengten Verhältnissen
angeordnet werden kann. Weiterhin ist eine stirnseitige Verzahnung besonders geeignet,
um eine Wendeachse des Getriebes in radialer Richtung zur Welle auszurichten und eine
radiale Einkopplung des Getriebes zu ermöglichen.
[0032] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass das Getriebe eine lateral bewegbare
Zahnstange aufweist, welche mittel oder unmittelbar mit der Verzahnung der Welle in
Eingriff steht.
[0033] Eine lateral bewegbare Zahnstange kann das Abtriebselement des Getriebes darstellen.
Eine laterale Bewegung einer Zahnstange kann auch in schlitzartigen Ausnehmungen einer
Schaltgeräteanordnung erfolgen und dabei große Stellkräfte übertragen.
[0034] Die bewegbare Zahnstange kann mit der Verzahnung der Welle mittelbar oder unmittelbar
in Eingriff stehen.
[0035] Dabei kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Zahnstange über ein unabhängig vom
Getriebe gelagertes Zahnrad mit der Welle in Eingriff steht.
[0036] Der Einsatz eines unabhängig vom Getriebe gelagerten Zahnrades zur Übertragung der
Bewegung der Zahnstange auf die Welle gestattet es, eine zusätzliche Untersetzung
der Bewegung der Zahnstange vornehmen zu können. Weiterhin kann durch einen seitlichen
Versatz des Zahnrades bezüglich der Wendeachse die Tiefe der Antriebseinrichtung reduziert
werden. So kann zum einen die lateral bewegbare Zahnstange näher in Richtung der Welle
bewegt werden, zum anderen kann über das unabhängig vom Getriebe gelagerte Zahnrad
eine entsprechende Untersetzung der Bewegung bzw. der aufzubringenden Kräfte erfolgen.
Durch die unabhängige Lagerung des Zahnrades ist es möglich, die von dem Getriebe
übertragbaren Stellkräfte an verschiedene Schaltgeräteanordnungen einzukoppeln und
eine Anpassung der von dem Getriebe abgegebenen Bewegungen an die an der Welle benötigten
Bewegungen anzupassen.
[0037] Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Zahnrad mit Wechsel der Lage
des Getriebes zur Wendeachse gespiegelt an dem Kapselungsgehäuse angeschlagen ist.
[0038] In der Neutrallage des Getriebes sollte die lateral bewegbare Zahnstange möglichst
zentrisch zu der Wendeachse ausgerichtet sein. Somit ist es möglich, bei einer Wendung
des Getriebes die lateral bewegbare Zahnstange sowohl in die erste als auch in die
zweite Richtung annähernd gleiche Hübe ausführen zu lassen. Bei einer asymmetrischen
Anordnung der Zahnstange zu der Wendeachse kann nunmehr über den Wechsel der Position
des Zahnrades ein Ausgleichen der Asymmetrie der Lage der bewegbaren Zahnstange erfolgen.
Dabei ist die Kontaktierung des Zahnrades mit der Zahnstange möglichst zentrisch,
d. h. mittig, an der Zahnstange vorzusehen, so dass eine gleichartige Abgabe einer
Bewegung sowohl in die erste als auch in die zweite Richtung erfolgen kann. Bei einer
Drehung des Getriebes um die Wendeachse wird mit der gespiegelten Anordnung des Zahnrades
die asymmetrische Lage der bewegbaren Zahnstange bezogen auf die Wendeachse ausgeglichen
und eine annähernd mittige Kontaktierung von Zahnrad und Zahnstange an der Zahnstange
ermöglicht.
[0039] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass beiderseits der Wendeachse zu der Wendeachse
beabstandet jeweils eine Schaltstellungsanzeigeeinrichtung angeordnet ist.
[0040] Schaltstellungsanzeigeeinrichtungen können vorteilhafterweise beiderseits der Wendeachse
angeordnet sein, so dass unabhängig von der Anordnung des Getriebes ein Ansteuern
der Schaltstellungseinrichtungen in gleicher Art und Weise erfolgen kann. Aus dem
Getriebe werden zur Ansteuerung der Schaltstellungsanzeigeeinrichtungen Bewegungen
ausgekoppelt, welche in die Schaltstellungsanzeige übertragen werden. So kann unmittelbar
in mechanischer Art und Weise jeweils eine Schaltstellung angezeigt werden. Die Schaltstellungsanzeigeeinrichtungen
können darüber hinaus mit Abbildungskontakten versehen sein, so dass auch eine elektrische
Signalisierung der Schaltstellung ermöglicht ist.
[0041] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch in Figuren gezeigt
und nachfolgend näher beschrieben.
[0042] Dabei zeigt die
- Figur 1
- einen Schnitt durch eine Schaltgeräteanordnung mit bewegbaren Aktivleitern; die
- Figur 2
- zeigt eine perspektivische Ansicht der aus der Figur 1 bekannten Schaltgeräteanordnung;
die
- Figur 3
- zeigt eine Draufsicht auf einen Aufnahmeschacht eines aus den Figuren 1 und 2 bekannten
Kapselungsgehäuses mit einem Getriebe in einer ersten Einbaulage und die
- Figur 4
- zeigt eine Draufsicht auf den Aufnahmeschacht mit dem Getriebe in einer zweiten Einbaulage.
[0043] Die Figur 1 zeigt einen Schnitt durch ein Kapselungsgehäuse 1. Das Kapselungsgehäuse
1 ist im vorliegenden Falle als Aluminiumgussgehäuse ausgeführt, wobei das Kapselungsgehäuse
1 einen ersten Flansch 2, einen zweiten Flansch 3, einen dritten Flansch 4 sowie einen
vierten Flansch 5 aufweist. Die Flansche 2, 3, 4, 5 sind jeweils als Ringflansche
ausgeführt, wobei jeweils zwei Flansche koaxial zueinander ausgerichtet und an entgegengesetzten
Enden des Kapselungsgehäuses 1 angeordnet sind. So sind der erste sowie der zweite
Flansch 2, 3 koaxial zueinander ausgerichtet sowie der dritte und der vierte Flansch
4, 5 koaxial zueinander ausgerichtet. Koaxialachsen des ersten und zweiten sowie dritten
und vierten Flansches 2, 3, 4, 5 sind dabei derart zueinander ausgerichtet, dass diese
einander schneiden. Vorzugsweise sollten sich die Koaxialachsen dabei im rechten Winkel
schneiden, so dass das Kapselungsgehäuse als sogenannter Kreuzbaustein ausgebildet
ist. In Richtung des Schnittpunktes der Koaxialachsen erstrecken sich Rohrstutzen,
welche sich an die Flansche 2, 3, 4, 5 anschließen und ineinander übergehen. Das Kapselungsgehäuse
1 bildet so in seinem Inneren einen Aufnahmeraum. Die Flansche 2, 3, 4, 5 können beispielsweise
mit fluiddichten Scheibenisolatoren verschlossen werden, so dass das Innere des Kapselungsgehäuses
1 mit einem elektrisch isolierenden Fluid befüllbar ist. Ein derartiges Fluid ist
beispielsweise ein elektrisch isolierendes Gas, wie Schwefelhexafluorid, Stickstoff
oder ein anderes elektrisch isolierendes Gas. Vorzugsweise sollte das Fluid unter
einem erhöhten Druck im Innern des Kapselungsgehäuses 1 angeordnet sein.
[0044] Das Kapselungsgehäuse 1 ist von einem ersten Aktivleiterzug 6 sowie einem zweiten
Aktivleiterzug 7 durchsetzt. Der erste Aktivleiterzug 6 erstreckt sich in Richtung
der Koaxialachse des ersten und zweiten Flansches 2, 3. Der zweite Aktivleiterzug
7 erstreckt sich in Richtung der Koaxialachse des dritten und vierten Flansches 4,
5. Der erste und der zweite Aktivleiterzug 6, 7 sind elektrisch leitend miteinander
kontaktiert, so dass sämtliche die jeweiligen Flansche 2, 3, 4, 5 durchsetzenden Leiterzüge
6, 7 dasselbe elektrische Potential aufweisen können. Die Aktivleiterzüge 6, 7 sind
elektrisch isoliert bezüglich des Kapselungsgehäuses 1 gelagert (beispielsweise über
die Flansche 2, 3, 4, 5 verschließende Scheibenisolatoren). Im ersten Aktivleiterzug
6 ist ein erster bewegbarer Aktivleiter 8 angeordnet. Der erste Aktivleiter 8 ist
Teil des ersten Aktivleiterzuges 6 und ermöglicht die Ausbildung einer Trennstelle
im Verlauf des ersten Aktivleiterzuges 6. Über die durch den ersten bewegbaren Aktivleiter
8 herstellbare Trennstrecke ist der erste Aktivleiterzug in einem ersten Abschnitt
6a sowie einem zweiten Abschnitt 6b aufteilbar. Dazu ist der erste Aktivleiter 8 relativ
zu dem zweiten Aktivleiterzug 7 sowie zum ersten und zweiten Abschnitt 6a, 6b bewegbar.
Weiterhin ist ein zweiter bewegbarer Aktivleiter 9 vorgesehen. Der zweite bewegbare
Aktivleiter 9 ist galvanisch mit dem ersten Aktivleiterzug 6 verbunden und relativ
zu dem ersten Aktivleiterzug 6 bewegbar.
[0045] Neben den in der Figur 1 erkenntlichen ersten und zweiten Aktivleiterzügen 6, 7 sowie
ersten Aktivleiter und zweiten Aktivleiter 8, 9 sind auch weitere Aktivleiterzüge
sowie weitere bewegbare Aktivleiter innerhalb des Kapselungsgehäuses 1 positionierbar.
Diese können beispielsweise ähnlich den in der Figur erkennbaren Aktivleiterzügen
und Aktivleitern ausgestaltet sein und beispielsweise bezüglich der Zeichnungsebene
hintereinander liegend angeordnet sein. Das Kapselungsgehäuse 1 mit den Aktivleiterzügen
6, 7 und den Aktivleitern 8, 9 stellt eine Schaltgeräteanordnung dar.
[0046] Der zweite Aktivleiterzug 7 ist dauerhaft mit dem zweiten Abschnitt 6b des ersten
Aktivleiterzuges 6 galvanisch und damit elektrisch leitend verbunden. An dem ersten
Abschnitt 6a des ersten Aktivleiterzuges 6 ist ein dielektrisch schirmendes Umlenkgehäuse
10 angeordnet. Das Umlenkgehäuse 10 ist beispielsweise aus elektrisch leitendem Material
gefertigt und galvanisch mit den ersten Aktivleiterzug 6 in Verbindung stehend ausgeführt.
Im Innern des Umlenkgehäuses ist ein Aufnahmeraum vorgesehen, um den ersten und den
zweiten Aktivleiter 8, 9 zumindest teilweise aufnehmen zu können. Eine Bewegung der
beiden Aktivleiter 8, 9 kann dabei derart vorgesehen sein, dass eine Bewegung des
zweiten Aktivleiters 9 aus dem Umlenkgehäuse 10 heraus nur möglich ist, wenn der erste
Aktivleiter 8 in das Umlenkgehäuse 10 zurückgezogen ist bzw. das umgekehrt eine Bewegung
des ersten Aktivleiters 8 aus dem Umlenkgehäuse 10 heraus nur möglich ist, wenn der
zweite Aktivleiter 9 in das Umlenkgehäuse 10 zurückgezogen ist. Zur Einkopplung einer
Bewegung ist am Umlenkgehäuse 10 eine elektrisch isolierende Welle 11 gelagert. Die
Welle 11 ist drehbar gelagert und dient einer Einkoppelung einer Drehbewegung im Innern
des Umlenkgehäuses 10 auf die bewegbaren Aktivleiter 8, 9. Innerhalb des Aufnahmeraumes
des Umlenkgehäuses 10 ist ein Umlenkgetriebe angeordnet.
[0047] Der erste bewegbare Aktivleiter 8 dient der Erzeugung einer Trennstrecke zwischen
dem ersten und dem zweiten Abschnitt 6a, 6b des ersten Aktivleiterzuges 6. Der zweite
bewegbare Aktivleiter 9 dient einer elektrischen Kontaktierung des ersten Abschnittes
6a des ersten Aktivleiterzuges 6 mit dem Potential des Kapselungsgehäuses 1. Das Kapselungsgehäuse
1 führt im Regelfall Erdpotential.
[0048] Am Kapselungsgehäuse 1 ist ein Gegenkontakt 12 angeformt, in welchen der zweite bewegbare
Aktivleiter 9 einfahrbar ist. Zur elektrischen Kontaktierung der beiden Abschnitte
6a, 6b des ersten Aktivleiterzuges 6 ist für den ersten Aktivleiter 8 ein Gegenkontakt
13 in dem zweiten Abschnitt 6b des ersten Aktivleiterzuges 6 angeordnet. Die Gegenkontakte
12, 13 sind jeweils als Buchsen ausgeformt, wohingegen die bewegbaren Aktivleiter
8, 9 bolzenförmig ausgestaltet sind.
[0049] Die Welle 11 ist derartig dimensioniert, dass diese das Kapselungsgehäuse 1 zumindest
in einem Punkt durchsetzt. In der Figur 2 ist eine perspektivische Darstellung des
Kapselungsgehäuses 1 gezeigt. Eine Wandung des Kapselungsgehäuses 1 ist von der Welle
11 durchsetzt. Die Welle 11 ist dazu in ein fluiddichtes Lager eingesetzt und gedichtet.
Der Punkt des Durchsatzes der Welle 11 durch das Kapselungsgehäuse 1 ist von einer
Dichtfläche 14 umgeben. Die Dichtfläche 14 läuft in sich geschlossen um und weist
im vorliegenden Falle eine im Wesentlichen rechteckige Kontur auf, wobei die Ecken
der rechteckigen Kontur abgerundet ausgeführt sind. Die Dichtfläche 14 ist beispielsweise
auf einer Erhebung auf einer äußeren Oberfläche des Kapselungsgehäuses 1 angeordnet.
Im vorliegenden Falle ist diese Erhebung keilförmig abfallend ausgeformt, wobei die
Welle 11 vollständig von der Dichtfläche 14 umschlossen ist. Die Erhebung weist in
radialen Richtungen unterschiedliche Höhen auf.
[0050] Innerhalb des von der Dichtfläche 14 umgebenen Bereiches sind Lagerpunkte 15a, 15b,
15c, 15d angeordnet. Die Lagerpunkte 15a, 15b, 15c, 15d sind beispielsweise als Angüsse
am Kapselungsgehäuse 1 ausgestaltet, in welchen sacklochartige Ausnehmungen eingebracht
sind, die mit Gewinden versehen sind, so dass mittels Gewindebolzen an diesen Lagerpunkten
15a, 15b, 15c, 15d beispielsweise eine Adapterplatte festlegbar ist.
[0051] Zu der Achse der Welle 11 radial ausgerichtet ist eine Wendeachse 16 angeordnet.
Die Wendeachse 16 dient als Spiegelachse, welche rechtwinklig die Achse der Welle
11 durchläuft. Spiegelsymmetrisch zu der Wendeachse 16 ist ein erster Anschlagpunkt
17a sowie ein zweiter Anschlagpunkt 17b angeordnet. Durch die umlaufende Dichtfläche
14 ist ein Aufnahmeschacht abgegrenzt, in welchen eine Antriebseinrichtung einsetzbar
ist. Die Figuren 3 und 4 zeigen nunmehr zwei Einbauvarianten einer Antriebseinrichtung
im Antriebsschacht nach Figur 2. Dabei ist eine Draufsicht auf die Achse 11 in den
Figuren 3 und 4 dargestellt, wobei die Achse der Welle 11 lotrecht aus der jeweiligen
Zeichenebene herausragt.
[0052] Auf die Lagerpunkte 15a, 15b, 15c, 15d ist eine erste Adapterplatte 18a aufgesetzt.
An die erste Adapterplatte 18a ist ein Getriebe 19 angesetzt. Das Getriebe 19 ist
über einen elektromotorischen Antrieb 20 bewegbar. Der elektromotorische Antrieb 20
wirkt über eine Vielzahl von Zahnrädern, welche eine Drehbewegung des elektromotorischen
Antriebes 20 untersetzen auf eine Welle, welche über Zapfen mit einer lateral bewegbaren
Zahnstange 21 in Verbindung steht. Die Zahnstange 21 ist nach Art eines Schlittens
auf einem Träger geführt, welcher in einem Bügel 22 gehalten ist, welcher mit einem
Chassi des Getriebes 19 winkelstarr verbunden ist. Zahnräder des Getriebes 19 und
Zahnstange 21 sind Bewegtteile des Getriebes 19. Die Welle 11 ist mit einer Verzahnung
versehen, mit welcher ein unabhängig vom Getriebe 19 an dem Kapselungsgehäuse 1 gelagertes
Zahnrad 23 in Eingriff steht. Neben einer Koppelung des Zahnrades 23 mit der Verzahnung
der Welle 11 steht das Zahnrad 23 mit der Verzahnung der Zahnstange 21 in Eingriff,
so dass bei einer lateralen Bewegung der Zahnstange 21 über das Zahnrad 23 die laterale
Bewegung in eine Drehbewegung der Welle 11 umgesetzt wird, d. h. die bewegbare Zahnstange
21 stellt die Abgabebewegung des Getriebes 19 zur Verfügung, wobei diese Bewegung
mittelbar über das Zahnrad 23 in die Welle 11 eingekoppelt ist. Bei einer entsprechenden
konstruktiven Ausgestaltung kann auch auf eine Verwendung eines Zahnrades 23 verzichtet
werden und eine direkte Ankopplung der Zahnstange 21 an die Welle 11 erfolgen.
[0053] Beiderseits der Wendeachse 16 sind Schaltstellungsanzeigeeinrichtungen 24a, 24b angeordnet.
Die Schaltstellungsanzeigeeinrichtungen 24a, 24b zeigen außerhalb des Kapselungsgehäuses
1 die Schaltstellungen der bewegbaren Aktivleiter 8, 9 an. Dabei ist eine der Schaltstellungsanzeigeeinrichtungen
24a dem ersten Aktivleiter 8 und die andere Schaltstellungsanzeigeeinrichtung 24b
dem zweiten Aktivleiter 9 zugeordnet.
[0054] Die Schaltstellungsanzeigeeinrichtungen 24a, 24b arbeiten mechanisch, wobei Bewegungen
aus dem Getriebe 19 ausgekoppelt und auf bewegbare Anzeigeelemente der Schaltstellungsanzeigeeinrichtungen
24a, 24b übertragen werden. Weiterhin können die Schaltstellungsanzeigeeinrichtungen
24a, 24b mit Abbildungskontakten versehen sein, so dass auch eine elektrische Auswertung
von Informationen der Schaltstellungsanzeigeeinrichtungen 24a, 24b ermöglicht ist.
[0055] Die Figur 4 zeigt nunmehr ein um 180° um die Wendeachse 16 gedrehtes Getriebe 19,
wobei zur Positionierung des Getriebes 19 eine zweite Adapterplatte 18b zum Einsatz
gelangt, welche mit den Lagerpunkten 15a, 15b, 15c, 15d in Verbindung steht und an
welcher das Getriebe 19 angekoppelt ist. Aufgrund der Lage der Wendeachse 16 radial
zur Achse der Welle 11 ist in der Figur 4 nunmehr der Teil des Getriebes 19 erkennbar,
welcher in der Figur 3 von dem Betrachter abgewandt ist. Umgekehrt ist in der Figur
3 der Teil des Getriebes zu sehen, welcher in der Figur 4 vom Betrachter abgewandt
ist. Aufgrund der asymmetrischen Lage der lateral bewegbaren Zahnstange 21 zur Wendeachse
16 in Neutralposition wurde ein Umsetzen des Zahnrades 23 vom Anschlagpunkt 17b zum
Anschlagpunkt 17a vorgenommen, so dass nunmehr in der Neutrallage des Getriebes 19
und damit der Neutrallage der Aktivleiter 8, 9, wie in der Figur 1 gezeigt, eine mittige
Kontaktierung des eingreifenden Zahnrades 23 bezogen auf die laterale Ausdehnung der
Zahnstange 21 gegeben ist. Durch eine Wendung des Getriebes 19 um die Wendeachse 16
ist eine Änderung des Richtungssinnes bezüglich der ersten Richtung und der zweiten
Richtung, welche an der bewegbaren Zahnstange 21 abgreifbar ist, gegeben. Dadurch
ist ermöglicht, dass bei gleichbleibenden konstruktiven Aufbau und gleichbleibender
elektrischer Auslegung der Ansteuerung des elektromotorischen Antriebes 20 eine Richtungssinnumkehr
an der Welle 11 gegeben ist.
[0056] Die Lage des Getriebes 19 bezüglich der Wendeachse 16 kann wiederholt umgekehrt werden.
Durch eine Wendung des Getriebes 19 um 180° um die Wendeachse 16 wird der Richtungssinn
der an die Welle 11 abgegebenen Bewegung umgekehrt, wobei der konstruktive Aufbau
des Getriebes erhalten bleibt. Dadurch ist eine Doppelauslegung verschiedener Getriebe
zur Drehrichtungsumkehr vermieden.
[0057] Auf die Dichtfläche 14 ist eine mit einer gegengleichen Dichtfläche versehene Abdeckhaube
aufsetzbar, so dass innerhalb des Aufnahmeschachtes des Kapselungsgehäuses 1 angeordnete
Baugruppen, wie das Getriebe 19, das Zahnrad 23 usw., vor äußerer Einflüssen geschützt
sind.
1. Schaltgeräteanordnung (1) mit einem innerhalb eines Kapselungsgehäuses (1) angeordneten
bewegbaren Aktivleiter (8, 9) und einer außerhalb des Kapselungsgehäuses (1) angeordneten
Antriebseinrichtung mit einem Getriebe (19) als Teil einer Kinematischen Kette zur
Bewegung des Aktivleiters (8, 9), wobei die kinematischen Kette das Kapselungsgehäuse
(1) durchsetzt,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Getriebe (19) zur Richtungsumkehr einer abgebbaren Bewegung wechselweise um eine
Wendeachse (16) gewendet und infolge des Wendens die von dem Getriebe (19) abgebare
Bewegung mit geändertem Richtungssinn in die kinematische Kette eingekoppelt ist.
2. Schaltgeräteanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die kinematische Kette eine das Kapselungsgehäuse (1) durchsetzende Welle (11) aufweist
und die Wendeachse (16) radial zur Welle (11) ausgerichtet ist.
3. Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Kapselungsgehäuse (1) einen Aufnahmeschacht aufweist, in welchen das Getriebe
(19) wechselweise um 180° um die Wendeachse (16) gedreht eingesetzt ist.
4. Schaltgeräteanordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Aufnahmeschacht von einer umlaufenden, die Antriebseinrichtung umschließenden
Dichtfläche (14) begrenzt ist.
5. Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Aufnahmeschacht Lagerpunkte (15, 15b, 15c, 15d) aufweist und das Getriebe (19)
mittels zumindest einer Adapterplatte (18a, 18b) an den Lagerpunkten festgelegt ist.
6. Schaltgeräteranordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Welle (11) eine Verzahnung aufweist, über welche eine Bewegung des Getriebes (19)
eingekoppelt wird.
7. Schaltgeräteanordnung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verzahnung eine Verzahnung eines Stirnrades ist.
8. Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Getriebe (19) eine lateral bewegbare Zahnstange (21) aufweist, welche mittel oder
unmittelbar mit der Verzahnung der Welle (11) in Eingriff steht.
9. Schaltgeräteanordnung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zahnstange (21) über ein unabhängig vom Getriebe (19) gelagertes Zahnrad (23)
mit der Welle (11) in Eingriff steht.
10. Schaltgeräteanordnung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Zahnrad (23) mit Wechsel der Lage des Getriebes (19) zur Wendeachse (16) gespiegelt
an dem Kapselungsgehäuse (1) angeschlagen ist.
11. Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass beiderseits der Wendeachse (16) zu der Wendeachse beabstandet jeweils eine Schaltstellungsanzeigeeinrichtung
(24a, 24b) angeordnet ist.
12. Schaltgeräteanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
der bewegbar angeordnete Aktivleiter (8, 9) innerhalb des Kapselungsgehäuses (1) von
einem Fluid umspült ist.
1. Switching device arrangement (1) having a movable active conductor (8, 9) which is
arranged within an encapsulating housing (1) and a drive device which is arranged
outside the encapsulating housing (1) and has a gear mechanism (19) as part of a kinematic
chain for moving the active conductor (8, 9), the kinematic chain passing through
the encapsulating housing (1),
characterized in that
the gear mechanism (19) is turned alternately about a turning axis (16) so as to reverse
the direction of a movement which can be output and as a result of the turning the
movement which can be output by the gear mechanism (19) is coupled into the kinematic
chain with a change in the sense of direction.
2. Switching device arrangement according to Claim 1,
characterized in that
the kinematic chain has a shaft (11) which passes through the encapsulating housing
(1), and the turning axis (16) is aligned radially with respect to the shaft (11).
3. Switching device arrangement according to either of Claims 1 and 2,
characterized in that
the encapsulating housing (1) has an accommodating shaft, into which the gear mechanism
(19) is inserted in such a way as to be rotated alternately through 180° about the
turning axis (16).
4. Switching device arrangement according to Claim 3,
characterized in that
the accommodating shaft is delimited by a peripheral sealing face (14), which surrounds
the drive device.
5. Switching device arrangement according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that
the accommodating shaft has bearing points (15, 15b, 15c, 15d), and the gear mechanism
(19) is fixed by means of at least one adaptor plate (18a, 18b) at the bearing points.
6. Switching device arrangement according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that
the shaft (11) has a toothed portion, via which a movement of the gear mechanism (19)
is coupled in.
7. Switching device arrangement according to Claim 6,
characterized in that
the toothed portion is a toothed portion of a spur gear.
8. Switching device arrangement according to one of Claims 1 to 7,
characterized in that
the gear mechanism (19) has a laterally movable toothed rack (21), which is in indirect
or direct engagement with the toothed portion of the shaft (11).
9. Switching device arrangement according to Claim 8,
characterized in that
the toothed rack (21) is in engagement with the shaft (11) via a toothed gear (23)
which is mounted independently of the gear mechanism (19).
10. Switching device arrangement according to Claim 9,
characterized in that
the toothed gear (23) abuts the encapsulating housing (1) when the position of the
gear mechanism (19) changes in mirror-inverted fashion with respect to the turning
axis (16).
11. Switching device arrangement according to one of Claims 3 to 10,
characterized in that
a switching position indicator device (24a, 24b) is arranged on either side of the
turning axis (16) spaced apart from the turning axis.
12. Switching device arrangement according to one of Claims 1 to 11,
characterized in that
a fluid flows around the active conductor (8, 9), which is arranged so as to be movable,
within the encapsulating housing (1).
1. Agencement d'appareil de coupure comprenant un conducteur (8, 9) actif mobile disposé
à l'intérieur d'un boîtier (1) de blindage et un dispositif d'entraînement disposé
à l'extérieur du boîtier (1) de blindage et ayant une transmission (19) comme partie
d'une chaîne cinématique de déplacement du conducteur (8, 9) actif, la chaîne cinématique
traversant le boîtier (1) de blindage,
caractérisé en ce que
la transmission (19) tourne autour d'un axe (16) de rotation, en alternance, pour
l'inversion du sens d'un mouvement donné à l'avance et, à la suite de la rotation,
le mouvement, pouvant être donné par la transmission (19), est appliqué à la chaîne
cinématique en ayant un sens modifié.
2. Agencement d'appareil de coupure suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
la chaîne cinématique a un arbre (11) traversant le boîtier (1) de blindage et l'axe
(16) de rotation est dirigé radialement par rapport à l'arbre (11).
3. Agencement d'appareil de coupure suivant l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le boîtier (1) de blindage a un puits de réception, dans lequel la transmission (19)
est montée tournante, en alternance de 180° autour de l'axe (16) de rotation.
4. Agencement d'appareil de coupure suivant la revendication 3,
caractérisé en ce que
le puits de réception est délimité par une surface (14) d'étanchéité faisant tout
le tour et entourant le dispositif d'entraînement.
5. Agencement d'appareil de coupure suivant l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
le puits de réception a des points (15, 15b, 15c, 15d) de palier et la transmission
(19) et la transmission (19) est fixée aux points de palier à l'aide d'au moins une
plaque (18a, 18b) d'adaptateur.
6. Agencement d'appareil de coupure suivant l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
l'arbre (11) a une denture par laquelle un mouvement de la transmission (19) est appliqué.
7. Agencement d'appareil de coupure suivant la revendication 6,
caractérisé en ce que
la denture est une denture d'une roue droite.
8. Agencement d'appareil de coupure suivant l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
la transmission (19) a une crémaillère (21), mobile latéralement, qui engrène indirectement
ou directement avec la denture de l'arbre (11).
9. Agencement d'appareil de coupure suivant la revendication 8,
caractérisé en ce que la crémaillère (21) engrène avec l'arbre (11) par une roue (23) dentée montée indépendamment
de la transmission (19).
10. Agencement d'appareil de coupure suivant la revendication 9,
caractérisé en ce que
la roue (23) dentée vient, de manière symétrique comme en un miroir par rapport à
l'axe (16) de rotation avec le changement de la position de la transmission (19),
buter sur le boîtier (1) de blindage.
11. Agencement d'appareil de coupure suivant l'une des revendications 3 à 10,
caractérisé en ce que
un dispositif (24a, 24b), indiquant la position de coupure, est monté respectivement
des deux côtés de l'axe (16) de rotation, à distance de l'axe de rotation.
12. Agencement d'appareil de coupure suivant l'une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que
le conducteur (8, 9) actif est léché par un fluide à l'intérieur du boîtier (1) de
blindage.