[0001] Die Erfindung betrifft einen Einpresskontakt sowie ein Einpresswerkzeug zur Verbindung
eines elektronischen Bauelementes mit einer Leiterplatte, wobei der Einpresskontakt
des elektronischen Bauelementes durch das Einpresswerkzeug in eine Kontaktöffnung
der Leiterplatte einpressbar ist und ein Verfahren zur Herstellung eines Einpresskontaktes.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist eine Vielzahl von Lösungen bekannt, die sich auf die
Ausbildung und Montage von Einpressstiften beziehen, die bei Steckverbindern zum Einsatz
kommen. Für die bei der Montage derartiger Einpressstifte, Messerstecker oder Pins
für Steckverbinder oder Steckerleisten eingesetzten Werkzeuge ist gewöhnlich genügend
Platz vorhanden, um ein ordnungsgemäßes Einpressen beispielsweise in eine Leiterplatte
zu gewährleisten.
[0003] So werden in
DE 87 14 341 U1 stiftartige Messerstecker für Steckverbinder beschrieben, die auf einer Leiterplatte
in einem bestimmten Rastermaß zueinander in mehreren Reihen angeordnet sind. Um einen
Festsitz der Messerstecker in der Leiterplatte zu gewährleisten, ist jeder Messerstecker
mit einer entsprechenden Einpresszone ausgebildet. Die Befestigung der Messerstecker
in der Leiterplatte erfolgt mittels eines Einpresswerkzeuges, mit dem mehrere Messerstecker
in die Öffnungen der Leiterplatte eingepresst werden. Um ein schiefes Einpressen sowie
eine Deformation der Stecker zu vermeiden, ist der Messerstecker oberhalb seiner Einpresszone
mit seitlich über den Stift vorstehenden Anschlagschultern versehen, an denen das
Einpresswerkzeug angreifen kann.
[0004] Ebenso wird der in
DE 10 2006 055 086 B3 beschriebene Einpressstift für elektrische Kontakte insbesondere bei Steckverbindern
eingesetzt.
Hier sollte der Einpressstift so ausgebildet werden, dass dieser, ohne ihn zu beschädigen,
eingepresst werden kann. Zu diesem Zweck weist der Einpressstift ein Schulterelement
auf, mit dessen Hilfe ein Werkzeug den Stift greifen und eine Kraft in Längsrichtung
des Stiftes auf diesen übertragen kann. Dabei kann das Schulterelement unterschiedliche
Ausgestaltungen aufweisen.
[0005] Um bei der Montage elektronischer Bauelemente auf Leiterplatten Verschiebungen bzw.
Verformungen der Bauelemente zu vermeiden, ist ein genaues Positionieren der Einpresskontakte
oder Einpressstifte zu den Kontaktöffnungen der Leiterplatte erforderlich. Bei entsprechend
groß dimensionierten elektronischen Bauelementen müssen spezielle Einpresswerkzeuge
eingesetzt werden, die möglichst wenig Bauraum beanspruchen. Derartige Einpresswerkzeuge,
wie Montagekämme, nehmen die Einpresskontakte oder Einpressstifte auf und führen eine
entsprechende Positionierung durch.
[0006] Ein elektronisches Bauelement zur Anordnung auf einer Leiterplatte ist in
DE 103 03 009 A1 offenbart. Dieses Bauelement weist Anschlussdrähte mit Einpresskontakten auf und
soll so ohne zusätzliche Adapter mit Kontaktöffnungen allein durch Einpressen der
Einpresskontakte elektrisch verbunden werden. Dabei sind die Einpresskontakte mit
einer Schulter versehen, um die Einpresskraft zu übertragen und die Einpresstiefe
in der Kontaktöffnung zu begrenzen.
Mit Hilfe eines Werkzeuges wird der Einpresskontakt in die Kontaktöffnung eingeführt
und eingepresst.
In
DE 103 03 009 A1 wird zwar nicht näher auf das Einpresswerkzeug sowie auf den vorhandenen Bauraum
eingegangen. Es ist aber leicht vorstellbar, dass ein genaues Positionieren der Einpresskontakte
zu den Leiterplattenöffnungen sowie ein gerades Einpressen längs der Achse des Einpresskontaktes
nicht gewährleistet ist. Leicht kann es dabei zu einer Schiefstellung des Einpresskontaktes
kommen, wodurch eine ordnungsgemäße Befestigung des elektronischen Bauelementes nicht
möglich ist.
Montagen (insbesondere verdeckte) von Presskontaktierungen erfordern hingegen ein
genaues Positionieren der Presskontaktspitzen zu den Leiterplattenöffnungen während
der Fügebewegung. Dazu werden zur Zeit sehr aufwändige bzw. durch aufwändige Technik
angetriebene Montagekämme eingesetzt, die einen relativ großen Bauraum benötigen.
So wird in der noch nicht veröffentlichten
DE 20 2008 012 657.6 ein Werkzeug zur Herstellung einer Kontaktierung eines elektronischen Bauelementes
mit einer Leiterplatte beschrieben, bei dem das als Montagekamm ausgebildete Werkzeug
einen hülsenförmig ausgebildeten Führungskörper besitzt, der ein axial bewegbares
Schiebeteil aufnimmt. Zwischen Schiebeteil und Führungskörper besteht dabei eine relative
Beweglichkeit in axialer Richtung. Die Einpresskontakte werden in als Positionierhilfen
dienende Nuten des Führungskörpers oder des Schiebeteils aufgenommen. Dabei weisen
die Einpresskontakte jeweils eine Schulter auf, mit der sie während des Einpressvorganges
an einem Anschlag des Führungskörpers (oder des Schiebeteils) anliegen.
Durch die immer engere Bauweise der elektronischen Baugruppen ist eine Montage mit
dem beschriebenen Montagekamm nur schwer realisierbar.
Auch aus der Druckschrift
WO 95/14315 A1 ist ein Einpresskontakt bekannt, der mit einem Einpresswerkzeug in eine Kontaktöffnung
der Leiterplatte einpressbar ist, Die Führungslänge der Führungskontur weist jedoch
nur eine geringe Länge auf, so dass es zu einem Verkanten beim Einpressen kommen kann.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung eines Einpresskontaktes sowie
eines Einpresswerkzeuges zur Verbindung eines elektronischen Bauelementes mit einer
Leiterplatte, und eines einfachen Verfahrens zur Herstellung eines Einpresskontaktes,
wobei unter Einsatz eines kostengünstigen Einpresswerkzeuges auch bei geringem Bauraum
eine leichte Befestigung des elektronischen Bauelementes auf der Leiterplatte bei
hoher Positioniergenauigkeit gewährleistet ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des 1., 8. und 13.
[0009] Patentanspruches gelöst.
[0010] Weitere Ausgestaltungen zeigen die Unteransprüche.
[0011] Erfindungsgemäß weist der Einpresskontakt wenigstens einen in einer Führungskontur
des Einpresswerkzeuges lagefixierend aufnehmbaren Führungsbereich mit einer maximalen
Führungslänge und einer maximalen Breite auf, wobei die maximale Führungslänge ein
Mehrfaches der maximalen Breite beträgt, so dass der Führungsbereich eine hohe Steifigkeit
in Einpressrichtung (z-Richtung) und Flexibilität in die beiden anderen Richtungen
(x/y-Richtungen) aufweist.
[0012] Vorzugsweise weist der Einpresskontakt zwei (oder mehr), in axialer Richtung voneinander
beabstandete, Schulterelemente auf, die in einer Führungskontur des Einpresswerkzeuges
lagefixierend aufnehmbar sind. Die Schulterelemente sind zwischen einer Einpresszone
des Einpresskontaktes und einem Anschlussstück des elektronischen Bauelementes an
dem Einpresskontakt angeordnet.
Jedes Schulterelement stellt eine der maximalen Breite des Führungsbereiches entsprechende
Querschnittserweiterung des Einpresskontaktes dar, welche jeweils eine mit der Führungskontur
des Einpresswerkzeuges in Kontakt befindliche Führungsfläche aufweist.
[0013] Die Schulterelemente sind in einem Abstand zueinander angeordnet, welcher durch ein
Zwischenstück in Form einer Querschnittsverringerung gebildet wird, dessen Breite
geringer ist als die maximale Breite des Führungsbereiches. Die Schulterelemente können
gleich oder unterschiedlich geformt und/oder dimensioniert sein. Sie können einstückig
oder mehrstückig mit dem Einpresskontakt hergestellt sein.
[0014] Die hohe Steifigkeit des Führungsbereiches in Einpressrichtung (z-Richtung) gewährleistet
die Übertragung der erforderlichen Einpresskräfte. Die Flexibilität des Führungsbereiches
im eingebauten Zustand in x-y-Richtung sichert die weitestgehende Unempfindlichkeit
gegen Schwingungen, Stoßbelastungen und dergleichen. Der Führungsbereich weist dazu
eine die Flexibilität gewährleistende Querschnittsverringerung auf.
Vorzugsweise wurde jeder Einpresskontakt durch Trennen von miteinander verketteten
Einpresskontakten vereinzelt.
[0015] Das erfindungsgemäße Einpresswerkzeug nimmt in wenigstens einer Führungskontur einen
Einpresskontakt lagefixierend auf, welcher einen Führungsbereich mit einer maximalen
Führungslänge und einer maximalen Breite aufweist, wobei die maximale Führungslänge
ein Mehrfaches der maximalen Breite beträgt.
Die Konturlänge der Führungskontur des Einpresswerkzeuges entspricht dabei mindestens
der Führungslänge des Einpresskontaktes. Das dem elektronischen Bauelement am nächsten
befindliche Schulterelement liegt während des Einpressvorganges an wenigstens einem
quer zu der Einpressrichtung angeordneten Anschlag der Führungskontur des Einpresswerkzeuges
an. Die Führungsflächen der beiden Schulterelemente liegen während des Einpressvorganges
in Einpressrichtung an komplementären Seitenflächen der Führungskonturen des Einpresswerkzeuges
an.
Die Führungskontur des Einpresswerkzeuges stellt eine endseitig an dem Einpresswerkzeug
vorgesehene Querschnittserweiterung einer Führungsnut dar. Die Führungskontur kann
aber auch in einem Aufsatzteil angeordnet sein, welches sich endseitig an dem Einpresswerkzeug
befindet. Dabei kann das Aufsatzteil einstückig mit dem Einpresswerkzeug hergestellt
sein. Es kann aber auch als separates Bauteil an das Einpresswerkzeug angebracht sein.
Die Führungskonturen sind in Einsätzen des Aufsatzteils vorgesehen, wobei die Führungskonturen
und/oder die Einsätze vorzugsweise austauschbar sind.
[0016] Die Herstellung eines Einpresskontaktes erfolgt erfindungsgemäß dadurch, dass zuerst
in einem Band die Konturen der Konturen der Einpresskontakte miteinander verkettet/aneinandergereiht
erzeugt werden. Anschließend wird das Band einer Trennstation zugeführt und in dieser
der verkettete Verbund an vorgegebenen Trennstellen zu einzelnen Einpresskontakten
getrennt.
[0017] Im Band sind die einzelnen Konturen der Einpresskontakte zumindest im Bereich der
Führungsbereiche miteinander Verbunden sind und vorzugsweise auch an ihren gegenüberliegenden
Enden.
[0018] Die Trennstellen liegen dabei vorzugsweise zwischen zwei Schulterelementen eines
Einpresskontaktes, so dass sich beim Trennen eine Einschnürung in Form eines Zwischenstücks
zwischen den Schulterelementen ausbildet, wodurch die Führungskonturen der Schulterelemente
durch den Trennvorgang nicht beeinträchtigt werden.
[0019] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- zwei Einpresskontakte eines elektronischen Bauelementes,
- Fig. 2
- eine Teilansicht eines Einpresswerkzeuges,
- Fig. 3
- von einem Einpresswerkzeug aufgenommene Einpresskontakte eines elektronischen Bauelementes,
- Fig. 4
- eine Ausführungsvariante eines Einpresswerkzeuges,
- Fig. 5
- von einem Einpresswerkzeug aufgenommene Einpresskontakte vor dem Einpressvorgang,
- Fig. 6
- von einem Einpresswerkzeug aufgenommene Einpresskontakte zu Beginn des Einpressvorganges,
- Fig. 7
- von einem Einpresswerkzeug aufgenommene Einpresskontakte am Ende des Einpressvorganges.
- Fig. 8
- Ausführungsbeispiele (a) bis (d) von Einpresskontakten,
- Fig. 9
- Darstellung von verketteten Einpresskontakten die aus einem Band 10 vorgefertigt wurden
auf einer Rolle 11,
- Fig. 10
- die Darstellung von mehreren miteinander verbundenen Konturen von Einpresskontakten,
die aus einem Band 10 erzeugt wurden,
- Fig. 11
- vereinzelter Einpresskontakt.
[0020] In Fig. 1 ist ein elektronisches Bauelement B angedeutet, welches beispielsweise
eine Spule darstellt. Das elektronische Bauelement B weist hier zwei Anschlussdrähte/Anschlussstücke
B1 auf, an deren freien Enden jeweils ein Einpresskontakt 1 vorgesehen ist. In Abhängigkeit
von der Größe und der Beschaffenheit des elektronischen Bauelementes B kann die Anzahl
der Anschlussstücke B1 und damit auch der Einpresskontakte 1 variieren. Die Einpresskontakte
1 sind vorteilhafter Weise in axialer Richtung des elektronischen Bauelementes B angeordnet.
Sie können aber ebenso wie die Anschlussstücke B1 abgewinkelt zu dem Bauelement B
angebracht sein. An dieser Stelle sei vermerkt, dass als axiale Richtung oder Längsrichtung
des Einpresskontaktes 1 die Richtung des durchzuführenden Einpressvorganges zu sehen
ist.
Der Einpresskontakt 1 weist einen Führungsbereich 1.1 auf, an den sich leiterplattenseitig
eine Einpresszone 2 und bauteilseitig die Anschlussstücke B1 anschließen. Der Führungsbereich
1.1 besitzt eine maximale axiale Führungslänge a1 sowie eine maximale Breite b1. Dabei
ist die maximale Führungslänge a1 um ein Mehrfaches größer als die maximale Breite
b1 des Führungsbereiches 1.1 des Einpresskontaktes 1.
In einer bevorzugten Ausführung besteht der Führungsbereich 1.1 aus zwei in axialer
Richtung voneinander beabstandeten Schulterelementen 3, 5.
Das erste Schulterelement 3 befindet sich in einem axialen Abstand a zu dem zweiten
Schulterelement 5, wobei der Abstand a gleichzeitig der Länge eines Zwischenstücks
4 mit einer zur Breite b1 verringerten Breite b entspricht. Die Schulterelemente 3,
5 bilden gemeinsam mit dem Zwischenstück 4 eine maximale Führungslänge a1.
[0021] Dabei sind die Schulterelemente 3, 5 vorzugsweise als in etwa gleichgroße, der maximalen
Breite b1 entsprechende, Querschnittserweiterungen des Führungsbereiches 1.1 des Einpresskontaktes
1 ausgebildet, die in axialer Richtung eine Führungsfläche 3.1 bzw. 5.1 aufweisen.
Die Schulterelemente 3, 5 können einstückig mit dem Einpresskontakt 1 gefertigt oder
mehrstückig hergestellt sein und befinden sich hier zwischen der Einpresszone des
Einpresskontaktes 1 und dem Anschlussstück B1 des elektronischen Bauelementes B.
Der Einpresskontakt 1 könnte aber auch ohne Zwischenschaltung eines Anschlussstückes
B1 direkt mit dem Bauelement B verbunden sein.
Zwischen den Schulterelementen 3, 5 (Führungsbereich 1.1) und dem Anschlussstück B1
jedes Einpresskontaktes 1 ist ein nicht näher bezeichneter S-förmig gebogener Bereich
ausgebildet, so dass jeder Einpresskontakt 1 in zwei Richtungen (die durch die Doppelpfeile
angedeutet sind) federn kann, in diesem Fall in Einpressrichtung (z-Richtung) und
von der Ebene des Einpresskontaktes 1 weg (y-Richtung) und rechtwinklig dazu in Richtung
der Ebene des Einpresskontaktes (x-Richtung), wobei eine Verwindungssteifigkeit des
Einpresskontaktes 1 in z-Richtung (Einpressrichtung) gewährleistet ist. Dadurch wird
eine Flexibilität des Bauelementes B in Bezug auf die damit bestückte Leiterplatte
(hier nicht dargestellt) erzielt, die es gewährleistet, das Schwingungen und Erschütterungen
besser standgehalten wird.
Zusätzlich wird durch die Schwächung des Querschnitts im Führungsbereich 1.1 durch
die verringerte Breite b des sich zwischen ersten Schulterelement 3 und zweiten Schulterelement
5 erstreckenden Zwischenstücks 4 eine Flexibilität des Führungsbereiches in x/y-Richtung
bei gleichzeitiger Gewährleistung der erforderlichen Steifigkeit in z-Richtung (beim
Einpressvorgang) erzielt. Die Flexibilität des Führungsbereiches in x/y-Richtung gewährleistet
im eingebauten Zustand eine Flexibilität im Endprodukt und die Steifigkeit in z-Richtung
die Übertragung der erforderlichen Einpresskraft.
[0022] In Fig. 2 ist eine Teilansicht eines Einpresswerkzeuges 6 in der Art eines Montagekammes
gezeigt. Das Einpresswerkzeug 6 weist zwei Führungsnuten 7 auf, wobei jeweils eine
Führungsnut 7 zur Aufnahme von jeweils einem Einpresskontakt 1 vorgesehen ist. Die
Führungsnuten 7 weisen an dem in Richtung einer zu kontaktierenden Leiterplatte L
(in den Figuren 5 bis 7 dargestellt) liegenden Ende des Einpresswerkzeuges 6 durch
Querschnittserweiterung gebildete Führungskonturen 7.1 auf. Deren Konturlänge I entspricht
in etwa der maximalen Führungslänge a1 des Einpresskontaktes 1. Jeweils quer zur axialen
Richtung verlaufende Anschläge 8 begrenzen die zu dem Ende des Einpresswerkzeuges
6 hin offenen Führungskonturen 7.1.
Die weitere konstruktive Ausbildung des Einpresswerkzeuges 6 ist hier nicht erfindungswesentlich
und deshalb nicht dargestellt.
[0023] In Fig. 3 ist das elektronische Bauelement B mit seinen Einpresskontakten 1 von dem
Einpresswerkzeug 6 aufgenommen, wobei das bauteilseitige Schulterelement 5 an den
Anschlägen 8 des Einpresswerkzeuges 6 anliegt. Das sich an die Einpresszone 2 des
Einpresskontaktes 1 anschließende Schulterelement 3 befindet sich dabei am Ende des
Einpresswerkzeuges 6 innerhalb der Führungskontur 7.1. Die beabstandeten, über ihre
jeweiligen Führungsflächen 3.1 bzw. 5.1 mit den Führungskonturen 7.1 in Kontakt befindlichen
Schulterelemente 3, 5 bewirken eine gute Positionierung und Lagefixierung des Einpresskontaktes
1 in dem Einpresswerkzeug 6.
[0024] Fig. 4 zeigt eine weitere mögliche Ausführungsform des Einpresswerkzeuges 6. Hier
weist das Einpresswerkzeug 6 ein Aufsatzteil 9 auf, in welchem sich Einsätze 9.1 in
Form der Führungskonturen 7.1 befinden. Das Aufsatzteil 9 kann dabei einstückig mit
dem Einpresswerkzeug 6 hergestellt sein; es kann aber auch als separates Bauteil an
das Einpresswerkzeug 6 anbringbar sein. Im Falle des zusätzlich auf dem ursprünglichen
Einpresswerkzeug 6 angebrachten Aufsatzteils 9 ist eine einfache Nachrüstung von an
sich bekannten Einpresswerkzeugen 6 für Einpresskontakte 1, z. B. mit einem Schulterelement
3, zu Einpresswerkzeugen 6 mit zwei Schulterelementen 3, 5 möglich. Die Einsätze 9.1
sind vorzugsweise austauschbar vorgesehen. Bei Verschleiß der hoch beanspruchten
[0025] Führungskonturen 7.1 können die alten Einsätze 9.1 entfernt und dafür neue Einsätze
9.1 eingebracht werden. Dadurch bietet sich die Möglichkeit des Einsatzes von effektiveren
Herstellungsverfahren für das Einpresswerkzeug 6.
[0026] Fig. 5 zeigt das Einpresswerkzeug 6 mit den Einpresskontakten 1 vor dem Einpressvorgang
in einer Positionierstellung. Dabei befindet sich die Leiterplatte L mit ihren Kontaktöffnungen
L1 über den Spitzen der Einpresskontakte 1, welche mit den Führungsflächen 3.1 bzw.
5.1 der beiden Schulterelemente 3, 5 an komplementären Seitenflächen der Führungskonturen
7.1 anliegen.
[0027] In Fig. 6 ist das Einpresswerkzeug 6 mit den Einpresskontakten 1 zu Beginn des Einpressvorganges
dargestellt. Die Einpresskontakte 1 befinden sich mit ihren endseitigen Spitzen in
den Kontaktöffnungen L1 der Leiterplatte L.
Gemeinsam mit dem an dem Anschlag 8 anliegenden Schulterelement 5 befinden sich sowohl
das Zwischenstück 4 als auch das Schulterelement 5 innerhalb der Führungskontur 7.1
des Einpresswerkzeuges 6.
[0028] Fig. 7 zeigt das Einpresswerkzeug 6 mit den Einpresskontakten 1 am Ende des Einpressvorganges.
Die Leiterplatte L liegt mit ihrer dem Einpresswerkzeug 6 zugewandten Seite auf diesem
auf. Die Spitzen der Einpresskontakte 1 schauen auf der dem Einpresswerkzeug 6 abgewandten
Seite der Leiterplatte L aus dieser heraus, während die Einpresszonen 2 der Einpresskontakte
1 sich in den Kontaktöffnungen L1 der Leiterplatte L befinden. Beide Schulterelemente
3, 5 befinden sich ebenso wie das Zwischenstück 4 noch in der Führungskontur 7.1 des
Einpresswerkzeuges 6.
[0029] In Fig. 8 sind weitere mögliche Ausführungsformen (a) bis (d) des erfindungsgemäßen
Einpresskontaktes 1 dargestellt, die zwar unterschiedlich ausgebildete Führungsbereiche
1.1 zeigen, bei denen aber in etwa ein gleiches Verhältnis von maximaler Führungslänge
a1 zu maximaler Breite b1 vorliegt und die mit dem erfindungsgemäßen Einpresswerkzeug
6 in die Kontaktöffnung L1 der Leiterplatte L einpressbar sind.
[0030] Die Befestigung des elektronischen Bauelementes B auf der Leiterplatte L wird folgendermaßen
durchgeführt:
Zur Durchführung des Einpressvorganges wird die Leiterplatte L über das Einpresswerkzeug
6 bewegt. Das elektronische Bauelement B befindet sich mit seinen Einpresskontakten
1 in den Führungskonturen 7.1 des Einpresswerkzeuges 6 entsprechend der weiter oben
beschriebenen Figur 3.
Die Kontaktöffnungen L1 der Leiterplatte L werden über den Spitzen der Einpresskontakte
1 positioniert. Durch ein Aufschieben der Leiterplatte L von oben auf die von dem
Einpresswerkzeug 6 gehaltenen Einpresskontakte 1 erfolgt deren Einpressen in die Kontaktöffnungen
L1 der Leiterplatte L.
Nach Beendigung des Einpressvorganges wird das Einpresswerkzeug 6 zurückgefahren,
d. h. es entfernt sich nach unten von der Leiterplatte L. Das elektronische Bauteil
B ist mittels seiner Einpresskontakte 1 auf der Leiterplatte L befestigt.
An dieser Stelle sei angefügt, dass auch die Möglichkeit besteht, das Einpresswerkzeug
6 in Richtung der ruhenden Leiterplatte L zu bewegen und das Einpressen durch Druck
auf das Einpresswerkzeug 6 durchzuführen.
[0031] Durch das gegenüber dem Stand der Technik neu hinzu gekommene zweite Schulterelement
5, das sich in einem dem Zwischenstück 4 entsprechenden Abstand a zu dem ersten Schulterelement
3 befindet, ergibt sich eine verlängerte Führung des Einpresskontaktes 1 innerhalb
des Einpresswerkzeuges 6.
Dabei können die Abmessungen des Einpresskontaktes 1, wie z. B. der Abstand a oder
die Führungslänge a1, in Abhängigkeit von dem Einsatzgebiet (aber in Übereinstimmung
mit der Konturlänge I des Einpresswerkzeuges 6) variieren.
[0032] Aufgrund der beiden beabstandeten Schulterelemente 3, 5, die sich während des gesamten
Einpressvorganges innerhalb der entsprechend ausgestalteten
[0033] Führungskontur 7.1 des Einpresswerkzeuges 6 befinden, kann mit der erfindungsgemäßen
Lösung eine hohe Positioniergenauigkeit während des Positionier- und Fügevorganges
gewährleistet werden. Der Bestückungsvorgang ist leichtgängig ohne Verklemmen durch
herstellungsbedingte Formfehler durchführbar.
Zudem ermöglicht die gegenüber der maximalen Breite b1 in Form einer Querschnittsverringerung
vorhandenen Breite b eine Verkettung der Kontakte im Herstellungsprozess, ohne dass
der Schnittgrat nach dem Vereinzeln (Trennen) der Kontakte einen negativen Einfluss
auf die Führungsflächen hat.
[0034] Ein weiterer Vorteil ist die mit der erfindungsgemäßen Ausbildung erzielte Flexibilität
der Einpresskontakte 1 während des Einpressvorganges und im eingebauten Endprodukt.
[0035] In dem in den Zeichnungen Figur 1 bis Figur 7 dargestellten Ausführungsbeispiel weist
der Einpresskontakt 1 einen Führungsbereich 1.1 auf, dessen Vorteile einer verlängerten
Führung des Einpresskontaktes 1 innerhalb des Einpresswerkzeuges 6 durch zwei axial
beabstandete Schulterelemente 3, 5 erzielt werden, die eine Querschnittserweiterung
des Führungsbereiches 1.1 mit der maximalen Breite b1 darstellen.
Der Führungsbereich 1.1 kann aber auch als einziges Schulterelement ausgebildet sein
(siehe Figur 8), welches über die gesamte maximale Führungslänge a1 oder zumindest
über den Großteil der Führungslänge a1 eine maximale Breite b1 aufweist. Wichtig ist
dabei, dass auch hier die maximale Führungslänge a1 um ein Mehrfaches größer ist als
die maximale Breite b1.
[0036] In der ersten Darstellung (a) von links gemäß Figur 8 wurde der Einpresskontakt mit
einer Doppelschulter im Führungsbereich gemäß den vorgenannt beschriebenen Beispielen
dargestellt. Diese konstruktive Ausführungsvariante trägt durch die Einschnürung zwischen
den beiden Schultern zu einer Flexibilität im Endprodukt (nicht dargestellt) in xy-Richtung
bei. Die zweite Variante (b) von links zeigt eine durchgängige Ausbildung des langen
Führungsbereiches 1.1 der ebenfalls eine hervorragende Führung bei der Montage gewährleistet.
Nach der dritten Darstellung (c) und der vierten Darstellung (d) von links wurde der
langgestreckte Führungsbereich 1.1 mit Aussparungen/ Durchbrüchen (nicht bezeichnet)
versehen um Gewicht zu sparen. Zusätzlich führen die Varianten der Darstellungen (c)
und (d) in Figur 8 im eingebauten Zustand ebenfalls zu einer gewünschten Flexibilität.
Aus den Darstellungen der Figur 8 ist ersichtlich, dass jeder Führungsbereich 1.1
in Einpressrichtung (z-Richtung) eine erste Schulter 1.2 und an seinem dazu entgegen
gesetzten Ende eine zweite Schulter 1.3 aufweist.
[0037] Bei den Varianten (a), (c), (d) in Figur 8 wird somit der langgestreckte und mit
äußeren Einschnürungen oder mit Aussparungen versehene Führungsbereich 1.1, der zwischen
der ersten Schulter 1.2 und der zweiten Schulter 1.3 eine Querschnittsschwächung aufweist,
für zwei Funktionen genutzt. Einerseits gewährleistet dieser Bereich in z-Richtung
die Übertragung der erforderlichen Einpresskraft bei der Herstellung der Verbindung
mit der hier nicht dargestellten Leiterplatte und andererseits trägt er zu einer Flexibilität
im Endprodukt in x-Richtung und in y-Richtung bei, die vorteilhaft bei auftretenden
Schwingungen und Erschütterungen ist.
Die Variante gemäß Figur 8, Darstellung (b) weist eine hohe Steifigkeit in z-Richtung
(Einpressrichtung) auf. Dadurch, dass der Führungsbereich 1.1 "vollflächig" ausgebildet
ist und somit keine Querschnittsverringerung aufweist, ist im Endprodukt eine sehr
eingeschränkte Flexibilität vorhanden.
[0038] Mit der neuartigen Gestaltung, insbesondere mit der Verwendung der "Doppelschulter"
in Form der zwei Schulterelemente 3, 5 zwischen denen sich eine Einschnürung in Form
des Zwischenstücks 4 erstreckt (s. Fig. 1) lässt eine Verkettung der Einpresskontakte
im Herstellungsprozess zu, ohne dass der Schnittgrat nach dem Trennen der Kontakte
einen negativen Einfluss auf die Führungsflächen hat.
[0039] Gemäß Figur 9 können die vom Band 10 vorgestanzten oder anderweitig hergestellten
Konturen (Laser, Wasserstrahlschneiden...) der Einpresskontakte z.B. von einer Rolle
11 (Fig. 9) einer Trennstation zugeführt werden und dort gemäß Figur 10 an den vorgesehenen
Trennstellen T vom Band 10 zu einzelnen Einpresskontakten 1 gemäß Figur 11 getrennt
werden. Dabei befindet sich in Richtung zur Einpresszone 2 die Trennstellen T jeweils
zwischen den Schulterelementen 3, 5, so dass damit das Zwischenstück 4 ausgebildet
wird und die Führungsfläche 3.1 und 5.1 keinen Schnittgrat aufweisen, wodurch eine
gute Führung im Einpresswerkzeug gewährleistet ist.
Die somit vereinzelten Einpresskontakte 1 werden nun S-förmig gebogen und jeweils
zwei Einpresskontakte 1 mit einem Bauelement B verbunden (Fig. 1), welches zur Kontaktierung
mit einer Leiterplatte vorgesehen ist.
[0040] Neben der Herstellung von Einpresskontakten mit Führungsbereichen, deren axiale Führungslänge
a1 größer ist als deren maximale Breite b1, wie in den vorgenannt beschriebenen Ausführungsbeispielen
dargestellt, ist es auch möglich, dass Führungslänge und -breite im Wesentlichen gleich
sind oder dass die Führungslänge unwesentlich kleiner ist als die Breite des Führungsbereiches,
wobei immer noch eine gute Führung gewährleistet ist, und dass dieser Führungsbereich
mit einer Querschnittsverringerung versehen sein kann, die eine Flexibilität in x/y-Richtung
gewährleistet und eine Stabilität in z-Richtung zur Übertragung der Einpresskraft
garantiert.
[0041] Das erfindungsgemäße für das Einpressen der Einpresskontakte verwendete Einpresswerkzeug
ist kostengünstig und einfach herstellbar. Es wird kein Antrieb benötigt und somit
der wirtschaftliche Einsatz dieser Einpresswerkzeuge auf nicht stationären Einrichtungen
ermöglicht.
Es zeigt geringere Abmessungen als die bekannten Montagekämme mit Schiebeteil, wodurch
die Bauelemente näher an die Fügeachsen herangerückt werden können. Die gesamte Baugruppe
kann dadurch in Abmessungen und Gewicht verringert werden.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Einpresskontakt
- 1.1
- Führungsbereich
- 1.2
- erste Schulter
- 1.3
- zweite Schulter
- 2
- Einpresszone
- 3
- Schulterelement
- 3.1
- Führungsfläche
- 4
- Zwischenstück
- 5
- Schulterelement
- 5.1
- Führungsfläche
- 6
- Einpresswerkzeug
- 7
- Führungsnut
- 7.1
- Führungskontur
- 8
- Anschlag
- 9
- Aufsatzteil
- 9.1
- Einsätze
- 10
- Band
- 11
- Rolle
- B
- Bauelement
- B1
- Anschlussstück
- L
- Leiterplatte
- L1
- Kontaktöffnung
- a
- Abstand
- a1
- maximale Führungslänge
- b
- Breite
- b1
- maximale Breite
- I
- Konturlänge
- T
- Trennstellen
1. Einpresskontakt zur Verbindung eines elektronischen Bauelementes mit einer Leiterplatte,
wobei der Einpresskontakt (1) des elektronischen Bauelementes (B) mit einem Einpresswerkzeug
(6) in eine Kontaktöffnung (L1) der Leiterplatte (L) einpressbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlussstück des Einpresskontaktes (1) einen S-förmig gebogenen Bereich aufweist
und dass der Einpresskontakt (1) wenigstens einen in einer Führungskontur (7.1) des
Einpresswerkzeuges (6) lagefixierend aufnehmbaren Führungsbereich (1.1) mit einer
maximalen Führungslänge (a1) und einer maximalen Breite (b1) aufweist,
- wobei die maximale Führungslänge (a1) des Führungsbereiches (1.1) ein Mehrfaches
der maximalen Breite (b1) beträgt,
- so dass der Führungsbereich (1.1) eine hohe Steifigkeit in Einpressrichtung (z-Richtung)
und Flexibilität in die anderen beiden Richtungen (x/y-Richtungen) aufweist.
2. Einpresskontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsbereich (1.1) aus zwei, in axialer Richtung voneinander beabstandeten
Schulterelementen (3, 5) besteht, die in der Führungskontur (7.1) des Einpresswerkzeuges
(6) lagefixierend aufnehmbar sind.
3. Einpresskontakt nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Schulterelement (3, 5) eine der maximalen Breite (b1) entsprechende Querschnittserweiterung
des Führungsbereiches s (1.1) darstellt, welche in axialer Richtung mit der Führungskontur
(7.1) des Einpresswerkzeuges (6) in Kontakt bringbare Führungsflächen (3.1, 5.1) aufweist
und dass die Schulterelemente (3, 5) in einem Abstand (a) zueinander angeordnet sind,
welcher durch ein Zwischenstück (4) gebildet ist, dessen Breite (b) geringer ist als
die maximale Breite (b1) des Führungsbereiches (1.1).
4. Einpresskontakt nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schulterelemente (3, 5) gleich oder unterschiedlich geformt und/oder dimensioniert
sind.
5. Einpresskontakt nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schulterelemente (3, 5) einstückig mit dem Einpresskontakt (1) hergestellt sind
oder dass die Schulterelemente (3, 5) und der Einpresskontakt (1) mehrstückig hergestellt
sind.
6. Einpresskontakt nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsbereich (1.1) eine die Flexibilität in x-Richtung und y-Richtung gewährleistende
Querschnittsverringerung/Reduzierung in Form von Einschnürungen und/oder Aussparungen
und/oder Durchbrüche aufweist.
7. Einpresskontakt nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere miteinander verkettete Einpresskontakte zu einzelnen Einpresskontakten (1)
vereinzelt/getrennt sind.
8. Einpresswerkzeug zur Verbindung eines elektronischen Bauelementes mit einer Leiterplatte,
wobei ein Einpresskontakt (1) des elektronischen Bauelementes (B) mit dem Einpresswerkzeug
(6) in eine Kontaktöffnung (L1) der Leiterplatte (L) einpressbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlussstück des Einpresskontaktes (1) einen S-förmig gebogenen Bereich aufweist
und dass in wenigstens einer Führungskontur (7.1) des Einpresswerkzeuges (6) ein Führungsbereich
(1.1) des Einpresskontaktes (1) mit einer maximalen Führungslänge (a1) und einer maximalen
Breite (b1) lagefixierend aufnehmbar ist, wobei die maximale Führungslänge (a1) des
Führungsbereiches (1.1) ein Mehrfaches seiner maximalen Breite (b1) beträgt.
9. Einpresswerkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskontur (7.1) des Einpresswerkzeuges (6) eine endseitig an dem Einpresswerkzeug
(6) vorgesehene Querschnittserweiterung einer Führungsnut (7) darstellt.
10. Einpresswerkzeug nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungskontur (7.1) des Einpresswerkzeuges (6) in einem endseitig an dem Einpresswerkzeug
(6) angeordneten Aufsatzteil (9) vorgesehen ist.
11. Einpresswerkzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufsatzteil (9) einstückig mit dem Einpresswerkzeug (6) herstellbar ist oder
dass das Aufsatzteil (9) als separates Bauteil an das Einpresswerkzeug (6) anbringbar
ist und dass die Führungskonturen (7.1) in Einsätzen (9.1) des Aufsatzteils (9) vorgesehen
sind.
12. Einpresswerkzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsätze (9.1) und/oder die Führungskonturen (7.1) austauschbar sind.
13. Verfahren zur Herstellung des Einpresskontaktes nach Anspruch 1, der zur Verbindung
eines einen Führungsbereich (1.1) aufweisenden elektronischen Bauelementes mit einer
Leiterplatte (L) dient, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Band (10) hergestellte aneinandergereihte (verkettete) Konturen der Einpresskontakte
einer Trennstation zugeführt werden und in dieser an vorgegebenen Trennstellen (T)
zu einzelnen Einpresskontakten (1) getrennt werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die im Band (10) hergestellten Konturen zumindest im Bereich der Führungsbereiche
(1.1) miteinander Verbunden sind und in der Trennstation getrennt werden und
dass die Trennstellen (T) zwischen zwei Schulterelementen (3, 5) eines Einpresskontaktes
(1) angeordnet sind und dass sich beim Trennen eine Einschnürung in Form eines Zwischenstücks
(4) zwischen den Schulterelementen (3, 5) ausbildet.
1. A press-in contact for connecting an electrical component to a printed circuit board,
wherein the press-in contact (1) of the electrical component (B) can be pressed using
a press-in tool (6) into a contact opening (L1) of the printed circuit board (L),
characterized in that a connection part of the press-in contact (1) has an S-shaped curve region, and the
press-in contact (1) has at least one guide region (1.1), which can be accommodated
in a position-fixing manner in a guide contour (7.1) of the press-in tool (6), having
a maximum guide length (a1) and a maximum width (b1),
- wherein the maximum guide length (a1) of the guide region (1.1) is a multiple of
the maximum width (b1),
- so that the guide region (1.1) has a high stiffness in the press-in direction (z
direction) and flexibility in the other two directions (x/y directions).
2. The press-in contact according to Claim 1, characterized in that the guide region (1.1) consists of two shoulder elements (3, 5), which are spaced
apart from one another in the axial direction, and which can be accommodated in a
position-fixing manner in the guide contour (7.1) of the press-in tool (6).
3. The press-in contact according to Claim 2, characterized in that each shoulder element (3, 5) represents a cross-sectional expansion of the guide
region (1.1) corresponding to the maximum width (b1), which has guide surfaces (3.1,
5.1), which can be brought into contact with the guide contour (7.1) of the press-in
tool (6), in the axial direction, and the shoulder elements (3, 5) are arranged at
a distance (a) in relation to one another, which is formed by an adapter part (4),
the width (b) of which is less than the maximum width (b1) of the guide region (1.1).
4. The press-in contact according to any one of Claims 2 or 3, characterized in that the shoulder elements (3, 5) are shaped and/or dimensioned identically or differently.
5. The press-in contact according to any one of Claims 2 to 4, characterized in that the shoulder elements (3, 5) are produced in one piece with the press-in contact
(1), or the shoulder elements (3, 5) and the press-in contact (1) are formed in multiple
parts.
6. The press-in contact according to Claim 5, characterized in that the guide region (1.1) has a cross-sectional decrease/reduction, which ensures the
flexibility in the x direction and y direction, in the form of constrictions and/or
recesses and/or passages.
7. The press-in contact according to any one of Claims 1 to 6, characterized in that multiple press-in contacts which are chained together are isolated/separated to form
individual press-in contacts (1).
8. A press-in tool for connecting an electronic component to a printed circuit board,
wherein a press-in contact (1) of the electronic component (B) can be pressed using
the press-in tool (6) into a contact opening (L1) of the printed circuit board (L),
characterized in that a connection part of the press-in contact (1) has an S-shaped curve region, and a
guide region (1.1) of the press-in contact (1) can be accommodated in a position-fixing
manner in a guide contour (7.1) of the press-in tool (6), having a maximum guide length
(a1) and a maximum width (b1), wherein the maximum guide length (a1) of the guide
region (1.1) is a multiple of the maximum width (b1).
9. The press-in tool according to Claim 8, characterized in that the guide contour (7.1) of the press-in tool (6) represents a terminal cross-sectional
expansion of a guide groove (7) provided on the press-in tool (6).
10. The press-in tool according to Claim 8 or 9, characterized in that the guide contour (7.1) of the press-in tool (6) is provided in a terminal attachment
part (9) arranged on the press-in tool (6).
11. The press-in tool according to Claim 10, characterized in that the attachment part (9) is producible in one piece with the press-in tool (6), or
the attachment part (9) is attachable as a separate part to the press-in tool (6),
and
the guide contours (7.1) are provided in inserts (9.1) of the attachment part (9).
12. The press-in tool according to Claim 11, characterized in that the inserts (9.1) and/or the guide contour (7.1) are replaceable.
13. A method for producing the press-in contact according to Claim 1, which is used to
connect an electronic component having a guide region (1.1) to a printed circuit board
(L), characterized in that concatenated (chained) contours, which are produced in a strip (10), of the press-in
contacts are supplied to a separating station and are separated therein at predefined
separating points (T) to form individual press-in contacts (1).
14. The method according to Claim 13, characterized in that the contours produced in the strip (10) are connected to one another at least in
the region of the guide regions (1.1) and are separated in the separating station,
and
the separating points (T) are arranged between two shoulder elements (3, 5) of a press-in
contact (1), and upon separation, they form a constriction in the form of an intermediate
part (4) between the shoulder elements (3, 5).
1. Contact à enficher en force pour la connexion d'un composant électronique avec une
carte de circuits, lequel contact à enficher en force (1) du composant électronique
(B) peut être enfiché à l'aide d'un outil d'enfichage en force (6) dans une ouverture
de contact (L1) de la carte de circuits (L),
caractérisé en ce qu'un élément de connexion du contact à enficher en force (1) présente une partie recourbée
en forme de S et
en ce que le contact à enficher en force (1) présente au moins une partie de guidage (1.1)
pouvant être reçue dans un contour de guidage (7.1) de l'outil d'enfichage en force
(6) pour fixer sa position et ayant une longueur de guidage maximale (a1) et une largeur
maximale (b1),
- la longueur de guidage maximale (a1) de la partie de guidage (1.1) représentant
un multiple de la largeur maximale (b1),
- de sorte que la partie de guidage (1.1) présente une grande rigidité dans la direction
d'enfichage (direction z) et une flexibilité dans les deux autres directions (directions
x et y).
2. Contact à enficher en force selon la revendication 1, caractérisé en ce que la partie de guidage (1.1) se compose de deux éléments formant des épaulements (3,
5) distants l'un de l'autre, qui peuvent être reçus dans le contour de guidage (7.1)
de l'outil d'enfichage en force (6) pour fixer sa position.
3. Contact à enficher en force selon la revendication 2, caractérisé en ce que chaque élément formant un épaulement (3,5) représente un élargissement de la partie
de guidage (1.1) correspondant à la largeur maximale (b1), qui présente des surfaces
de guidage (3.1, 5.1) pouvant être mises en contact dans le sens axial avec le contour
de guidage (7.1) de l'outil d'enfichage en force (6) et en ce que les éléments formant des épaulements (3, 5) sont disposés à une distance (a) l'un
de l'autre qui est formée par une pièce intercalaire (4) dont la largeur (b) est-plus
petite que la largeur maximale (b1) de la partie de guidage (1.1).
4. Contact à enficher en force selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé en ce que les éléments formant des épaulements (3,5) ont une forme et/ou des dimensions identiques
ou différentes.
5. Contact à enficher en force selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que les éléments formant des épaulements (3, 5) sont fabriqués d'une pièce avec le contact
à enficher en force (1) ou en ce que les éléments formant des épaulements (3, 5) et le contact à enficher en force (1)
sont fabriqués en plusieurs pièces.
6. Contact à enficher en force selon la revendication 5, caractérisé en ce que la partie de guidage (1.1) présente une réduction de section/striction garantissant
sa flexibilité dans la direction x et la direction y et formée de resserrements et/ou
de découpes et/ou d'ouvertures.
7. Contact à enficher en force selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que plusieurs contacts à enficher en force concaténés ensemble peuvent être dissociés
en contacts à enficher en force (1) séparés.
8. Outil d'enfichage en force pour la connexion d'un composant électronique à une carte
de circuits, dans lequel un contact à enficher en force (1) du composant électronique
(B) peut être pressé avec l'outil d'enfichage en force (6) dans une ouverture de contact
(1.1) de la carte de circuits (L), caractérisé en ce qu'un élément de connexion du contact à enficher en force (1) présente une partie courbée
en forme de S et en ce qu'au moins un contour de guidage (7.1) de l'outil d'enfichage en force (6) peut recevoir
une partie de guidage (1.1) du contact à enficher en force (1) ayant une longueur
de guidage maximale (a1) et une largeur maximale (b1) pour fixer sa position, la longueur
de guidage maximale (a1) de la partie de guidage (1.1) représentant un multiple de
sa largeur maximale (b1).
9. Outil d'enfichage en force selon la revendication 8, caractérisé en ce que le contour de guidage (7.1) de l'outil d'enfichage en force (6) présente un élargissement
de section d'une rainure de guidage (7) prévue à l'extrémité sur l'outil d'enfichage
en force (6).
10. Outil d'enfichage en force selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que le contour de guidage (7.1) de l'outil d'enfichage en force (6) est prévu dans une
partie en relief (9) disposée à l'extrémité sur l'outil d'enfichage en force (6).
11. Outil d'enfichage en force selon la revendication 10, caractérisé en ce que la partie en relief (9) peut être fabriquée d'une pièce avec l'outil d'enfichage
en force (6) ou la partie en relief (9) peut être appliquée sous la forme d'une pièce
séparée sur l'outil d'enfichage en force (6) et
en ce que les contours de guidage (7.1) sont prévus dans des inserts (9.1) de la partie en
relief (9).
12. Outil d'enfichage en force selon la revendication 11, caractérisé en ce que les inserts (9.1) et/ou les contours de guidage (7.1) sont interchangeables.
13. Procédé pour la fabrication du contact à enficher en force selon la revendication
1, qui sert à connecter un composant électrique présentant une partie de guidage (1.1)
à une carte de circuits (L), caractérisé en ce que des contours du contact à enficher en force fabriqués en alignement à la suite les
uns des autres (concaténés) dans une bande (10) sont amenés à une station de séparation
et dissociés dans celle-ci en des points de séparation (T) prédéterminés pour donner
des contacts à enficher en force (1) séparés.
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que les contours fabriqués en bande (10) sont reliés entre eux au moins au niveau des
parties de guidage (1.1) et dissociés dans la station de séparation et
en ce que les points de séparation (T) sont disposés entre deux éléments formant des épaulements
(3, 5) d'un contact à enficher en force (1) et
en ce que lors de la séparation, une réduction de largeur se crée sous la forme d'une pièce
intercalaire (4) entre les éléments formant des épaulements (3, 5).