[0001] Die Erfindung betrifft ein Halteelement zur Befestigung eines Leiterseils, insbesondere
an einem Isolator. Die Erfindung beschäftigt sich dabei mit dem Problem, dass an Freileitungsmasten
geführte Leiterseile bei starker Beanspruchung reißen können, wodurch die Gefahr besteht,
dass ein Freileitungsmast umstürzt.
[0002] Für die Übertragung und Verteilung elektrischer Energie werden bekanntermaßen an
Freileitungsmasten geführte Leiterseile verwendet. Über diese werden Industrie und
Privathaushalte mit Energie versorgt.
[0003] Üblicherweise wird ein Leiterseil über einen Isolator mittels eines Halteelements
an einem Masten befestigt. Ein Halteelement kann ein Leiterseil beispielsweise über
Schraub- oder Nietverbindungen am Mast halten. Über die Halteelemente werden Kräfte,
die aufgrund des Gewichts des darin geführten Leiterseils wirken, auf den Masten übertragen.
[0004] In bestimmten Wettersituationen, insbesondere bei kalter Witterung, kann beispielsweise
Schnee oder Eis an Leiterseilen anfrieren oder eine starke Sturmbelastung auftreten.
Derartige extreme Belastungen können zu einem Abriss des Leiterseils führen. Im Falle
eines Leiterseilabrisses verbleibt das eingespannte Leiterseil in dem Halteelement,
so dass auf den Freileitungsmast nun einseitig starke Belastungen in Form von Zugkräften
wirken. Während die Zugbelastung auf der abgerissenen Seite abnimmt, bleibt die Zugbelastung
auf der anderen, intakten Seite bestehen.
[0005] Ein Mast wird vor der Installation üblicherweise auf seine Standfestigkeit geprüft.
Die Kräfte, denen er standhalten muss, sind dabei durch Normen festgelegt. Derartige
Normen können einseitige Belastungen allerdings nur bis zu einem gewissen Grad berücksichtigen.
Wird eine einseitige Belastung, die auf einen Mast_wirkt, größer als die Kraft, für
die er ausgelegt ist und die er in der Lage ist auszugleichen, besteht die Gefahr,
dass der Mast umstürzt.
Beispielsweise halten etwa für 500 kV ausgelegte Freileitungsmasten einseitigen Zugbelastungen
von etwa 6 kN stand. Werden diese Werte, oder allgemein die Werte, für die ein System
ausgelegt ist, überschritten, kann die Standfestigkeit eines Masts nicht mehr gewährleistet
werden und eine Überbelastung kann zu einem Umstürzen oder Abknicken eines Freileitungsmasten
führen.
[0006] Aus der
DE 6 906 708 U ist eine Trag- bzw. Hängeklemme mit einstellbarer Rücklast für elektrische Freileitungen
bekannt. Die Hängeklemme dient zum Halten von Freileitungen großen Seildurchmessers.
Das Freileitungsseil ist in einem Seilkanal gelagert und dort mittels eines Druckstücks
und einer Federplatte durch Schrauben festgeklemmt. Die Schrauben werden in sogenannten
Augen eingesetzt, die sich seitlich des Seilkanals befinden. Dies dient der Befestigung
der Federplatte und somit dem Halt des Leiterseils innerhalb des Seilkanals.
[0007] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein Halteelement für ein Leiterseil anzugeben,
welches auch bei einer einseitigen Überlastung ein Umstürzen oder Abknicken eines
Freileitungsmasten verhindern kann.
[0008] Die Aufgabe der Erfindung wird erfindungsgemäß gelöst durch ein einstückiges Halteelement
mit der Merkmalskombination gemäß Anspruch 1.
[0009] Demnach umfasst das Halteelement zur Befestigung eines Leiterseils einen sich im
Wesentlichen entlang einer Längsachse erstreckenden Seilkanal, zumindest einen Klemmbereich
zur Klemmung des Leiterseils im Seilkanal und einen Haltebereich zur Montage, wobei
der Klemmbereich zwei Klemmschenkel aufweist, die zumindest abschnittsweise den Seilkanal
bilden, und wobei zumindest im Bereich des Seilkanals zu einer elastischen Klemmung
der Abstand zwischen den Klemmschenkeln kleiner ist als der Außendurchmesser des einzulegenden
Leiterseils.
[0010] In einem ersten Schritt geht die Erfindung von der Tatsache aus, dass Freileitungssysteme
durch Krafteinwirkungen, wie sie zum Beispiel bei unruhigem Wetter und Stürmen oder
Eisregen vorkommen, stark beansprucht werden. Hierbei besteht die Gefahr, dass beispielsweise
vereiste Leiterseile zwischen zwei benachbarten Freileitungsmasten reißen können.
Bei einem derartigen Vorfall wirken auf einen ein Leiterseil führenden Mast infolge
der nicht beschädigten Seilseite große einseitige Zugkräfte, die zu einem Einknicken
oder Umstürzen des Mastes führen können.
[0011] In einem zweiten Schritt erkennt die Erfindung, dass die von der Fachwelt bislang
verwendeten Halteelemente zur Befestigung von Leiterseilen an Freileitungsmasten aufgrund
des festen Halts Ursache für die geschilderten Probleme sind. Denn diese Halteelemente
halten auch bei einer Beschädigung eines Leiterseils, also zum Beispiel bei einem
Abriss, das Leiterseil fest. Hierdurch ist der Mast einer einseitigen Belastung ausgesetzt,
die er nicht ausgleichen kann, so dass der Mast umknicken oder umstürzen kann.
[0012] Die Erfindung sieht nun vor, ein Halteelement derart zu konzipieren, dass es einerseits
eine feste Positionierung des Leiterseils an dem Mast gewährleistet und andererseits
bei starken Beanspruchungen in der Lage ist, das Leiterseil freizugeben.
[0013] Die Erfindung erkennt hierzu, dass das zuvor Genannte durch ein Halteelement mit
einem Klemmbereich gewährleistet werden kann, wobei der Klemmbereich zwei Klemmschenkel
aufweist, die zumindest abschnittsweise den Seilkanal bilden, und wobei zumindest
im Bereich des Seilkanals zu einer elastischen Klemmung der Abstand zwischen den Klemmschenkeln
kleiner ist als der Außendurchmesser des einzulegenden Leiterseils. Mit anderen Worten
wird das eingelegte Leiterseil infolge des verringerten Abstands zwischen den Klemmschenkeln
elastisch deformiert und hierdurch im Halteelement gehalten.
[0014] Durch eine solche, elastische Klemmung kann überraschenderweise das eingelegte Leiterseil
zum einen unter normalen Bedingungen in dem Halteelement sicher gehalten werden. Zum
anderen wird im Fall einer Überbelastung das Leiterseil aus der Klemmung freigegeben.
[0015] Überraschenderweise bietet die Erfindung insofern mit einer elastischen Klemmverbindung
als solcher die Möglichkeit, mittels eines entsprechend ausgebildeten Halteelements
ein Umstürzen von Freileitungsmasten und die daraus resultierenden Gefahren möglichst
zu verhindern.
[0016] Diese Ausgestaltung eines Halteelements eröffnet die Möglichkeit, einen entsprechend
ausgerüsteten Freileitungsmast besonders kostengünstig auszulegen. Die Anforderungen
an das verwendete Material, beispielsweise im Hinblick auf die Menge oder die Beschaffenheit
werden geringer, wodurch die Herstellungskosten gesenkt werden können. Der Mast braucht
nämlich den hinsichtlich des Leiterseils vorgeschriebenen Belastungen selbst nicht
mehr standzuhalten, da das Halteelement das Leiterseil rechtzeitig freigibt.
[0017] Das Halteelement kann grundsätzlich, abgesehen vom Klemmbereich, beliebig ausgestaltet
sein. Insbesondere kann das Halteelement einstückig als ein Tiefziehteil ausgestaltet
sein. Das Halteelement umfasst zur Führung und zum Festhalten des Leiterseils einen
Seilkanal, der sich über die gesamte Länge des Halteelementes oder auch nur über Teilbereiche
erstrecken kann. Der Seilkanal wird im Wesentlichen durch die Dimensionierung des
Halteelements sowie durch die Form der einzelnen Teilbereiche, die das Halteelement
bilden, bestimmt. Der Seilkanal kann beispielsweise mit einem eckigen oder runden
Querschnitt ausgebildet sein. Er erstreckt sich im Wesentlichen entlang einer Längsachse
und kann insbesondere über seine Länge zu einer gewünschten Seilführung eine Krümmung
aufweisen. Die Krümmung kann hierbei je nach Ausführungsform unterschiedlich stark
ausgeprägt sein. Alternativ kann der Seilkanal auch gradlinig ausgebildet sein.
[0018] Das Halteelement umfasst zumindest einen Klemmbereich zur Klemmung des Leiterseils.
Der Klemmbereich kann sich über das ganze Halteelement erstrecken oder insbesondere
in einzelnen Teilbereichen ausgebildet sein und dient insbesondere zur Führung des
Leiterseils, welches beispielsweise durchgehend im Seilkanal geführt ist. Der Klemmbereich
kann ferner symmetrisch um die Befestigungsstelle angeordnet sein. Der Haltebereich
ist zur Montage des Halteelements im Freileitungssystem ausgebildet. Über den Haltebereich
ist somit das Halteelement_an den entsprechenden Bauteilen eines Masten, wie beispielsweise
an einem Tragarm, unmittelbar an dem Mast selbst oder an einem entsprechend ausgebildeten
Tragschenkel oder dergleichen befestigt. Hierfür kann eine geeignete kraft-, form-
oder materialschlüssige Verbindung vorgesehen werden. Insbesondere ist der Haltebereich
zu einer Montage des Halteelements an einem Isolator ausgebildet. Im Falle eines Halteisolators
ist hierfür eine Bolzenverbindung bevorzugt. Das Leiterseil selbst wird durch das
Halteelement hindurch geführt. Mit anderen Worten stellt das Halteelement insbesondere
ein Durchführungselement dar. Ein solches Durchführungselement hält ein symmetrisch
durchlaufendes Leiterseil an dem Mast, insbesondere an einem Isolator, fest.
[0019] Der Klemmbereich weist Schenkel auf, die das Leiterseil entlang der Längsachse umschließen
und so zumindest abschnittsweise den Seilkanal bilden. Weiterhin kann der Klemmbereich,
je nach Anwendung entweder abgerundet oder mit Kanten versehen sein. Durch die elastische
Klemmung im Klemmbereich wird das Leiterseil unter einer Normalbelastung fest in seiner
Position im Seilkanal gehalten. Bei Überbelastung reicht die Haltekraft nicht mehr
aus, das Leiterseil zu halten. Es wird freigegeben.
[0020] Die elastische Klemmung wird durch einen verengten Raum zwischen den Klemmschenkeln
des Halteelementes erreicht. Durch eine solche Klemmung wird die Bewegbarkeit des
Leiterseils durch einen Kraftschluss mit einer gewünschten Haltekraft verhindert.
Die Klemmung selbst kann an einer beliebigen Stelle, je nach Ausbildung des Klemmbereiches
geschehen. Die miteinander verbunden Teile, Leiterseil und Halteelement, können bis
zum Erreichen einer äußeren Zugkraft, die der Haltekraft entspricht, nicht gegeneinander
verschoben werden.
[0021] Eigene Untersuchungen haben ergeben, dass durch eine elastische Klemmung im Halteelement
die Haltekraft für das Leiterseil problemlos derart eingestellt werden kann, dass
das Leiterseil im Normalfall fest in dem Halteelement gehalten ist und im Schadensfall
aus dem Halteelement gleiten kann.
[0022] Das Gleiten des Leiterseils entlang des Seilkanals wird durch die mechanische Verklemmung
im Klemmbereich, also durch die Haltekraft Q behindert. Es zeigt sich, dass die Haltekraft
Q insbesondere direkt proportional zur Verringerung des Durchmessers d des Leiterseils
um einen Betrag Δd durch die Klemmung ist. Die Änderung des Durchmessers ist hierbei
abhängig von der Klemmkraft P, die der Klemmbereich auf das Leiterseil ausübt. Die
Klemmkraft P kann über die Materialeigenschaften des Klemmbereiches und insbesondere
durch die Verformbarkeit und die Vorspannung des verwendeten Materials variiert werden.
[0023] Nach dem Coulomb'schen Reibungsgesetz ist die Halte- oder Reibkraft Q, die das Leiterseil
gegen ein Verrutschen im Seilkanal festhält, direkt proportional zur Klemmkraft P:

[0024] Die Klemmkraft P ist die Kraft, die durch die Klemmung senkrecht auf das eingelegte
Leiterseil wirkt. Der Proportionalitätsfaktor k ist der Reibungskoeffizient, der in
Abhängigkeit des Materials variieren kann. Beispielsweise beträgt k = 0,3 für die
Reibung von Aluminium auf Stahl. Bei einem typischen Leiterseil mit einer Länge von
400 m zwischen zwei benachbarten Freileitungsmasten liegt der Wert der Gewichtskraft,
die das Leiterseil alleine aufgrund seines Gewichtes auf das Halteelement ausübt,
bei etwa 7240 N. Unter Berücksichtigung des Reibungskoeffizienten ergibt sich somit
bereits ohne weitere Hilfsmittel im Halteelement eine Haltekraft Q von etwa 2170 N.
[0025] Wenn die Zugkräfte zu groß werden, beispielsweise bei einem einseitigen Abriss des
Leiterseils, verringert sich die durch das Gewicht bedingte Haftkraft Q, so dass sich
die Verbindung lösen und das Seil aus dem Halteelement hinaus gleiten kann.
[0026] Weiter ist die Änderung des Durchmessers d durch die Klemmung zu beachten. Der Durchmesser
d des Leiterseils im verklemmten Zustand ist um einen Betrag Δd geringer als vor der
Einbringung des Leiterseils in den Seilkanal bzw. den Klemmbereich. Durch die Wahl
des Grads der Klemmung, beziehungsweise durch die Änderung des Durchmessers des Leiterseils
kann das Halteelement für die jeweiligen Beanspruchungen ausgelegt werden.
[0027] Dabei kann davon ausgegangen werden, dass die auf das Halteelement wirkende Kraft
nahezu linear von der Änderung des Durchmessers und somit vom Grad der Klemmung des
Leiterseils abhängig ist. Der Grad der Klemmung, der zur stabilen Konstruktion eines
Halteelements nötig ist, lässt sich mittels des Hookschen Gesetzes bestimmen:

wobei die Konstanten sowohl den Querschnitt A des Leiterseils als auch das Elastizitäts-
oder Young-Modul E berücksichtigen. Das Young-Modul E beschreibt den Zusammenhang
zwischen Spannung und Dehnung bei der Verformung eines festen Körpers bei linear elastischem
Verhalten und entspricht im einfachsten Fall der Proportionalitätskonstante k.
[0028] Insgesamt lässt sich damit die Halte- oder Reibkraft zum Halten eines Leiterseils
mit einem bestimmten Durchmesser d unter Berücksichtigung der zuvor genannten Zusammenhänge
nach

berechnen. Die Konstante C ist ein Proportionalitätsfaktor, der den Zusammenhang
zwischen der Haltkraft Q und der Änderung Δd des Durchmessers des Leiterseils herstellt.
Er setzt sich wie folgt zusammen:

[0029] Der Proportionalitätsfaktor C berücksichtigt neben dem ursprünglichen Durchmesser
d des Leiterseils, also dem Durchmesser vor dem Einlegen in den Seilkanal, und der
Querschnittsfläche A auch die Materialelastizität E und den Reibungskoeffizienten
k, der sich in Abhängigkeit der Materialien ändert. Die einzelnen Werte können den
jeweiligen Anforderungen entsprechend zuvor beispielsweise in Experimenten bestimmt
werden. Typischerweise ist zum Erreichen einer Halte- oder Reibkraft von 6 kN eine
Durchmesser-Änderung von 0,5 mm erforderlich.
[0030] Mit anderen Worten ist die Haltekraft Q abhängig von der elastischen Verformung des
Leiterseils.
[0031] Insgesamt kann also einerseits durch eine elastische Klemmung des Leiterseils eine
sichere Befestigung gewährleistet werden und andererseits über den Grad der Klemmung,
beziehungsweise über die Änderung Δd des Durchmessers der Klemmbereich den jeweiligen
Anforderungen angepasst werden.
[0032] Mit anderen Worten kann bei vorgegebener Konstellation insbesondere die Haltekraft
berechnet werden, die bei einer einseitigen Überlast zu einer Leiterseilfreigabe aus
dem Klemmbereich, beziehungsweise aus dem Halteelement führt.
[0033] Zusätzlich kann durch eine Klemmung des Leiterseils der Montageaufwand bei der Einbringung
des Leiterseils verringert werden, da zum Einlegen des Leiterseils in den Seilkanal
einfach zu handhabende Presswerkzeuge verwendet werden können.
[0034] Weiterhin umfasst das Halteelement einen Haltebereich zur Montage. Der Haltebereich
kann wie erwähnt konstruktiv je nach der vorgesehenen Befestigungsart durchaus verschieden
ausgebildet sein. Er kann, ebenso wie der Klemmbereich, Schenkel aufweisen, die den
Seilkanal entlang der Längsachse begrenzen. Der Haltebereich kann insbesondere ebenfalls
für eine Klemmverbindung des Leiterseils ausgebildet sein.
[0035] Eine zur Montage vorgesehene Befestigungsstelle kann an den Schenkeln des Haltebereichs
ausgebildet sein und zum Beispiel in Form eines Loches oder Einkerbung ausgebildet
sein. Sie dient insbesondere der direkten Anbindung des Halteelementes und kann den
jeweiligen Belastungen entsprechend ausgebildet sein. Zur Anbindung, beispielsweise
an einen Isolator, kann an der Befestigungsstelle insbesondere ein Verbindungsmittel
angebracht sein, welches beispielsweise für eine Bolzen- oder Nietverbindung ausgebildet
ist. Bevorzugt ist die Befestigungsstelle außerhalb der Längsachse vorgesehen. Dadurch
wird die Seilführung durch das Halteelement nicht behindert.
[0036] Insgesamt bietet die Befestigung über ein Halteelement mit den vorgenannten Eigenschaften
zum einen die Möglichkeit einer stabilen und sicheren Befestigung eines Leiterseils,
insbesondere an einem Isolator, und zum anderen kann das Halteelement sehr effektiv
ein eventuelles Umstürzen von Freileitungsmasten verhindern.
[0037] Dadurch, dass die Klemmschenkel zumindest abschnittsweise den Seilkanal bilden, wird
gewährleistet, dass das in dem Seilkanal gehaltene Leiterseil von den Klemmschenkeln
eingefasst und sicher in seiner Position gehalten wird. Die Ausbildung der Klemmschenkel
kann sich entweder über das ganze Halteelement oder auch nur über Teilbereiche erstrecken.
Bevorzugt sind die Klemmschenkel der Form des Leiterseils angepasst, so dass das Leiterseil
im eingebrachten Zustand nahezu vollumfänglich von den Klemmschenkeln umschlossen
beziehungsweise umfangen wird. Hierdurch kann eine gleichmäßige Klemmung des Leiterseils
im Klemmbereich gewährleistet werden.
[0038] Bei einem Einbringen des Leiterseils in den Seilkanal wird der Durchmesser des Leiterseils
verringert und der Abstand der Schenkel zueinander dementsprechend vergrößert, so
dass das Leiterseil alleine durch die Materialverformung und die wirkenden Rückstellkräfte
fest im Klemmbereich gehalten ist. Die Klemmung des Leiterseils kann weiterhin beispielsweise
durch die Materialdicke, durch die elastischen Materialeigenschaften oder durch die
Ausgestaltung der Schenkel eingestellt werden. Die elastische Deformation des Leiterseils
wird durch die Ausgestaltung und durch den Abstand der Klemmschenkel bewirkt. Eine
äußere Verpressung der Schenkel kann entfallen.
[0039] Grundsätzlich genügt es bei einer derartigen Materialklemmung, wenn an wenigstens
einer Position der Abstand zwischen den Schenkeln so gering ist, dass ein Leiterseil
dort durch eine Klemmung gehalten werden kann. Bei im Wesentlichen parallel zueinander
ausgebildeten und sich gegenüberliegenden Klemmschenkeln kann das Leiterseil jedoch
gleichmäßig und einfach eingespannt werden, da die Klemmfläche in dieser Ausführung
besonders groß ist. Die Reibkraft ist hierdurch erhöht.
[0040] Um das Einbringen des Leiterseils in den Seilkanal zu erleichtern, sind die Klemmschenkel
an ihren freien Schenkelenden bevorzugt kanalauswärts gebogen. Durch die gebogenen
Schenkelenden kann so ein gegenüber dem Seilkanal aufgeweiteter Einführkanal ausgebildet
sein, der es ermöglicht, das Leiterseil ohne großen Montageaufwand in den Seilkanal
einzubringen. Hierbei kann das Seil beispielsweise in den Seilkanal mittels eines
Werkzeuges eingepresst werden und dann zwischen den Klemmschenkeln fest positioniert
sein.
[0041] Das in dem Klemmbereich eingepresste Leiterseil liegt vorteilhaft in diesem Bereich
auf einer Auflagefläche auf. Die Auflagefläche kann grundsätzlich in verschiedenen
Formen, also beispielsweise in einer abgerundeten oder eckigen Form, ausgestaltet
sein. Um das Leiterseil sicher und mit einer gewünschten Reibkraft im Seilkanal halten
zu können, weist der Klemmbereich eine der Seilkontur angepasste Auflagefläche auf.
Beispielsweise ist es von Vorteil, wenn bei einem Leiterseil mit einem runden Querschnitt
die Auflagefläche des Klemmbereiches entsprechend abgerundet ausgebildet ist. Damit
ist das Seil bei entsprechend ausgestalteten Klemmschenkeln passgenau im Klemmbereich
gehalten und somit stabil in dem Halteelement gesichert.
[0042] Im Allgemeinen kann die Auflagefläche für das Leiterseil insbesondere entlang der
Längsachse variabel ausgebildet sein. Es ist beispielsweise vorstellbar, dass die
Auflagefläche im Wesentlichen geradlinig ausgebildet ist. In einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung ist die Auflagefläche entlang der Längsachse gekrümmt. Der Grad der
Krümmung kann hierbei beispielsweise je nach Größe und Gewicht des Leiterseils gewählt
sein. Die Ausgestaltung berücksichtigt insbesondere, dass Leiterseile mit einem Durchhang
zwischen zwei benachbarten Masten befestigt sind. Durch die Krümmung der Auflagefläche
wird diesem Umstand Rechnung getragen. Insbesondere Gewichtskräfte des Seils wirken
somit gleichmäßig auf das Halteelement.
[0043] Weiterhin ist die Auflagefläche bevorzugt an der Seilauslassöffnung kanalauswärts
gekrümmt. Unter Berücksichtigung des Durchhangs des Leiterseils wird hierdurch eine
erhöhte mechanische Belastung des Leiterseils an der Stelle verhindert, an welcher
es aus dem Halteelement austritt.
[0044] Zweckmäßigerweise ist der Haltebereich zwischen zwei Klemmbereichen angeordnet. Der
Haltebereich kann hierbei unterschiedlich weit ausgedehnt sein. Eine gegebenenfalls
vorgesehene Befestigungsstelle ist bevorzugt etwa mittig im Haltebereich positioniert
und von den Klemmbereichen symmetrisch umgeben. Der Abstand der Seitenwände im Haltebereich
zueinander kann größer sein als der Abstand zwischen den Klemmschenkeln des Klemmbereichs.
Das Leiterseil wird so im Haltebereich nicht verklemmt, sondern dort nur geführt.
Alternativ kann der Haltebereich natürlich ebenfalls zur Klemmung ausgebildet sein.
[0045] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Haltebereich
durch zwei gegenüberliegende Schenkel mit jeweils einer Auskragung gebildet. Die Schenkel
können einen Abstand voneinander aufweisen, der sich von dem Abstand zwischen den
Klemmschenkeln unterscheidet. Insbesondere kann der Haltebereich auch einen vergrößerten
Abstand zwischen den Schenkeln aufweisen, so dass das Leiterseil im Haltebereich nicht
verklemmt ist. Die Schenkel des Haltebereichs können direkt mit den Klemmschenkeln
des Klemmbereiches verbunden sein, so dass das Halteelement insgesamt einstückig,
zum Beispiel als ein Tiefziehteil oder als ein Umformteil, gefertigt sein kann. Somit
ist bei der Fertigung nur ein Prozessschritt nötig und es entstehen keine zusätzlichen
Kosten für die Herstellung.
[0046] Die Auskragung an den Schenkeln, also der quer zur Längsachse über die Schenkel hinausragende
Teil des Haltebereiches, dient bevorzugt der Anbindung des Halteelementes über eine
Befestigungsstelle, insbesondere auch an einen Isolator. Die Auskragung kann unterschiedlich
geformt sein und sich beispielsweise auch in ihrer Materialdicke von den Schenkeln
unterscheiden. Hierdurch kann die Auskragung den jeweiligen Belastungen entsprechend
ausgebildet sein.
[0047] Bevorzugt ist in die Auskragungen jeweils eine Bohrung zur Realisierung einer Bolzenverbindung
eingebracht. Die Bohrung entspricht insofern der Befestigungsstelle zur Anbindung
des Halteelementes. Über die Bohrung kann das Halteelement beispielsweise mit dem
Endstück der Metallarmatur eines Isolators über einen sich durch beide Bohrungen erstreckenden
Bolzen verbunden sein. Der Durchmesser der Bohrung kann in Abhängigkeit der Metallarmatur
verschieden groß sein und beispielsweise am Rand verstärkt sein. Derartige Verbindungen
stellen gängige Methode zur Befestigung von Halteelementen an Isolatoren dar. Bolzen
können insbesondere mit Splinten oder durch Verschraubung an einem Isolator befestigt
werden. Bolzenverbindungen sind einfach zu handhaben und stellen eine sichere mechanische
Verbindung bei Erhalt eines Drehfreiheitsgrades dar. Über die Bolzenverbindung kann
das Halteelement selbstverständlich auch an einem Metallteil des Masten, wie einem
Tragarm oder dergleichen, montiert sein.
[0048] Je nach Anwendungsbedarf kann das Halteelement aus geeigneten Werkstoffen bestehen.
Da das Halteelement bei der Verwendung in einem Freileitungssystem hohen Ansprüchen
genügen muss, ist es zweckmäßigerweise aus einem metallischen Werkstoff gefertigt.
Geeignete metallische Werkstoffe und insbesondere Legierungen weisen eine hohe Härte
auf und eignen sich somit gut zum Führen eines Leiterseils, auch unter Berücksichtigung
der Kräfte, die auf das Halteelement wirken. Weiterhin können metallische Legierungen
witterungs- und korrosionsbeständig hergestellt werden, zum Beispiel durch eine zusätzliche
Verwendung von Kunststoff als Beschichtung des Seilkanals, durch die Wahl der Legierung
und der Zusammensetzung oder durch eine Passivierung des Metalls vor dem Einbau.
[0049] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine seitliche Darstellung eines Halteelementes mit einem in einem Seilkanal gehaltenen
Leiterseil,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch das Halteelement mit dem Leiterseil und
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf das Halteelement mit dem Leiterseil.
[0050] Fig. 1 zeigt eine seitliche Darstellung eines Halteelementes 1 mit einem in einem
Seilkanal 3 gehaltenen Leiterseil 5. Das Halteelement 1 ist aus eloxiertem Aluminium
gefertigt und weist eine hohe Korrosionsbeständigkeit auf. Es erstreckt sich im Wesentlichen
entlang der Längsachse 6 und hält das Leiterseil 5 in seiner Position. Das Leiterseil
5 ist mit einem runden Querschnitt ausgebildet und liegt im Seilkanal 3 auf einer
Auflagefläche 7 auf. Die Auflagefläche 7 ist im Haltebereich 9 der Seilkontur des
Leiterseils 5 angepasst und insbesondere senkrecht zur Blattebene abgerundet.
[0051] Das Halteelement 1 ist mit einem Haltebereich 9 und jeweils zwei symmetrisch um diesen
Haltebereich 9 angeordneten Klemmbereichen 11 einstückig als ein Tiefziehteil ausgebildet.
Der Haltebereich 9 weist zwei gegenüberliegende Schenkel 13 auf, von denen aufgrund
der Perspektive jeweils nur ein Schenkel 13 zu sehen ist. Innerhalb des Haltebereichs
9 ist das Leiterseil 5 zwischen den Schenkeln 13 gehalten und nicht verklemmt, da
die Schenkel 13 einen Abstand voneinander größer aufweisen als der Außendurchmesser
des in den Seilkanal 3 eingelegten Leiterseils 5.
[0052] Die Schenkel 13 des Haltebereichs 9 sind jeweils mit einer Auskragung 15 versehen,
die in einer abgerundeten Form ausgebildet ist. Die Auskragungen 15 sind jeweils gegenüberliegend
mit einer als Bohrung ausgestalteten Befestigungsstelle 17 ausgebildet, die außerhalb
der Längsachse 6 liegt. Über die Befestigungsstelle 17 wird das Halteelement 1 an
einem in Fig. 1 nicht gezeigten Isolator befestigt. Hierzu werden sowohl die Bohrungen
als auch ein metallisches Endstück des Isolators von einem Bolzen, der nicht gezeigt
ist, durchsetzt.
[0053] Die Schenkel 13 gehen direkt über in die Klemmschenkel 19 der Klemmbereiche 11, so
dass das Halteelement einstückig gefertigt ist. Die Klemmbereiche 11 sind jeweils
mit zwei sich gegenüberliegenden Klemmschenkel 19 ausgebildet, von denen ebenfalls
nur ein Klemmschenkel 19 zu sehen ist. Die Auflagefläche 7 ist auch im Klemmbereich
11 der Seilkontur des Leiterseils 5 angepasst, insbesondere ist sie senkrecht zur
Blattebene abgerundet ausgebildet. Das Leiterseil 5 ist im Halteelement 1 durchgehend
im Seilkanal 3 geführt. Die Klemmschenkel 19 sind gegenüberliegend positioniert. Im
durch die Klemmschenkel 19 gebildeten Seilkanal 3 wird der Durchmesser des Leiterseils
5 komprimiert. Hierdurch wird eine gewünschte Reibkraft zum Halten des Leiterseils
5 erzeugt. Der Abstand zwischen den Klemmschenkeln 19 ist kleiner als der Außendurchmesser
des Leiterseils 5. Durch die unterschiedlichen Durchmesser wirkt eine Klemmkraft auf
das im Klemmbereich 11 gehalten ist.
[0054] Die Klemmkraft kann über die Materialeigenschaften des Klemmbereiches 11 und insbesondere
über die Form und über den Abstand der Klemmschenkel 19 variiert und dem Leiterseil
3 angepasst werden. Das Leiterseil 5 wird so durch die Klemmung unter Normallast fest
in den Klemmbereichen 11 gehalten, während es bei Überlast freigegeben wird.
[0055] Die Auflagefläche 7 für das Leiterseil 5 ist entlang der kompletten Längsachse 6
mit einer leichten Krümmung ausgebildet. Die Krümmung ist dem Gewicht und dem Verlauf
des Leiterseils 5 nach der Montage angepasst und kann demnach in Abhängigkeit der
Ausführungsform stärker oder weniger stark ausgeprägt sein. Insgesamt wird das Leiterseil
entlang der ganzen Längsachse 6 auf der Auflagefläche 7 geführt und mittels der Klemmschenkel
19 im Klemmbereich 11 fest in seiner Position gehalten.
[0056] An den jeweiligen äußeren Enden des Halteelementes 1 beziehungsweise der Klemmbereiche
11 sind Seilauslassöffnungen 23 für das Leiterseils 5 ausgebildet. An diesen Seilauslassöffnungen
23 ist das Halteelement 1 nach unten abgewinkelt ausgeführt. Durch diese Ausbildung
wird unter Berücksichtigung des Durchhangs des Leiterseils 5 zwischen zwei Masten,
die in Fig. 1 nicht zu sehen sind, eine erhöhte mechanische Belastung des Leiterseils
5 am Austritt aus dem Seilkanal 3 verhindert. Der Grad des Winkels der Seilauslassöffnungen
25 kann insgesamt dem Leiterseil 5, also zum Beispiel seinem Gewicht und Durchhang,
angepasst werden.
[0057] Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch das Halteelement 1 aus eloxiertem Aluminium
mit dem Leiterseil 3 gemäß Fig. 1. Das Halteelement 1 zeigt den Haltebereich 5 mit
den jeweils symmetrisch um diesen Haltebereich 9 angeordneten Klemmbereichen 11.
[0058] Die Schenkel 13 des Haltebereiches 9 erstrecken über die Klemmschenkel 19 des Klemmbereichs
11 hinaus. Die sich gegenüberliegenden Teile der Schenkel 13 sind als Auskragungen
15 gemäß Fig. 1 ausgebildet. In den Auskragungen 15 sind die als Bohrungen ausgebildeten
Befestigungsstellen zur Befestigung an einem Isolator eingebracht, die hier aufgrund
der Querschnitt-Darstellung nicht zu sehen sind.
[0059] Das runde Leiterseil 5 hat vor dem Einpressen in das Halteelement 1 einen etwas größeren
Durchmesser als im eingebrachten Zustand, so dass es fest im Seilkanal 3 gehalten
werden kann. Die Auflagefläche 7 des Halteelements 1 ist der Form des Leiterseils
5 entsprechend abgerundet und bietet so einen passgenauen Halt für das Leiterseil
5. Ebenfalls sind die Klemmschenkel 19 der runden Kontur angepasst.
[0060] Die Klemmschenkel 19 verklemmen das Leiterseil 5 fest im Seilkanal 3. Die Auflagefläche
7 für das Leiterseil 5 ist entlang der kompletten Längsachse 6, die in Fig. 2 nicht
gezeigt ist, mit einer leichten Krümmung gegenüber dem Leiterseil 5 ausgebildet.
[0061] Um ein leichtes Einbringen des Leiterseils 5 über einen Einführkanal 25 in den Seilkanal
3 gewährleisten zu können, sind die jeweiligen freien Schenkelenden 27 der Klemmschenkel
19 kanalauswärts gebogen. Über den Einführkanal 25 kann das Leiterseil 5 beispielsweise
mit einem Presswerkzeug in das Halteelement 1 eingepresst sein.
[0062] Nach dem Einbringen über den Einführkanal 25 in den Seilkanal 3 ist der Durchmesser
d des Leiterseils 5 gegenüber dem Ausgangszustand um einen Betrag Δd verringert. Das
Leiterseil 5 wird somit unter elastischer Verformung im Seilkanal 3 des Halteelements
1 gehalten.
[0063] In Fig. 3 ist eine Draufsicht auf das Halteelement 1 mit dem Leiterseil 3 gemäß den
Fig. 1 und 2 zu sehen. Die Ausführungen zu Fig. 3 entsprechen denen aus den beiden
vorhergegangenen Figuren und können dementsprechend sinngemäß übertragen werden.
[0064] Insbesondere ist in Fig. 3 der durchgehende Seilkanal 3 im Halteelement 1 zu erkennen.
Innerhalb des Seilkanals 3 wird das Leiterseil 5 entlang der Längsachse 6 durchgehend
geführt. Es wird von den Klemmschenkeln 19 verklemmt und innerhalb des Haltebereiches
9 von den Halteschenkeln nur geführt. Der Abstand der sich gegenüberliegenden Klemmschenkeln
19 zueinander ist deshalb kleiner als der Abstand der sich gegenüberliegenden Schenkeln
13 des Haltebereichs 9.
Bezugszeichenliste
[0065]
- 1
- Halteelement
- 3
- Seilkanal
- 5
- Leiterseil
- 6
- Längsachse
- 7
- Auflagefläche
- 9
- Haltebereich
- 11
- Klemmbereich
- 13
- Schenkel
- 15
- Auskragung
- 17
- Befestigungsstelle
- 19
- Klemmschenkel
- 23
- Seilauslassöffnung
- 25
- Einführkanal
- 27
- Schenkelenden
1. Einstückiges Halteelement (1) zu einer hängenden Befestigung eines Leiterseils (5)
an einem Freileitungsmast, umfassend einen sich im Wesentlichen entlang einer Längsachse
(6) erstreckenden Seilkanal (3), einen Klemmbereich (11) zur Klemmung des Leiterseils
(5) im Seilkanal (3) und einen Haltebereich (9) zur Montage, wobei der Klemmbereich
(11) eine der Seilkontur angepasste untere Auflagefläche (7) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmbereich (11) zwei sich in vertikaler Richtung erstreckende Klemmschenkel
(19) aufweist, die zumindest abschnittsweise den Seilkanal (3) bilden, wobei zumindest
im Bereich des Seilkanals (3) zu einer elastischen Klemmung der Abstand zwischen den
Klemmschenkeln (19) kleiner ist als der Außendurchmesser des einzulegenden Leiterseils
(5).
2. Halteelement (1) nach Anspruch 1,
wobei der Haltebereich eine Befestigungsstelle (17) außerhalb der Längsachse (6) umfasst.
3. Halteelement (1) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei die Klemmschenkel (19) an ihren freien Schenkelenden (23) kanalauswärts gebogen
sind.
4. Halteelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Auflagefläche (7) entlang der Längsachse (6) gekrümmt ist.
5. Halteelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Auflagefläche (7) an der Seilauslassöffnung (23) kanalauswärts gekrümmt
ist.
6. Halteelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Haltebereich (9) zwischen zwei Klemmbereichen (11) angeordnet ist.
7. Halteelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Haltebereich (9) durch zwei gegenüberliegende Schenkel (13) mit jeweils
einer Auskragung (15) gebildet ist.
8. Halteelement (1) nach Anspruch 7,
wobei in die Auskragungen (15) jeweils eine Bohrung zur Realisierung einer Bolzenverbindung
eingebracht ist.
9. Halteelement (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
das aus einem metallischen Werkstoff gefertigt ist.
1. One-piece holding element (1) for suspended fastening of a conductor cable (5) on
a transmission tower, comprising a cable channel (3) which extends substantially along
a longitudinal axis (6), a clamping region (11) for clamping the conductor cable (5)
in the cable channel (3), and a holding region (9) for mounting, wherein the clamping
region (11) has a lower bearing surface (7) adapted to the cable contour, characterized in that the clamping region (11) has two clamping legs (19) which extend in a vertical direction
and which at least partially form the cable channel (3), wherein, at least in the
region of the cable channel (3), and to obtain elastic clamping, the distance between
the clamping legs (19) is less than the outside diameter of the conductor cable (5)
to be inserted.
2. Holding element (1) according to Claim 1, wherein the holding region comprises a fastening
point (17) outside the longitudinal axis (6).
3. Holding element (1) according to Claim 1 or 2, wherein the clamping legs (19) are
bent outwards from the channel at their free leg ends (23).
4. Holding element (1) according to one of the preceding claims, wherein the bearing
surface (7) is curved along the longitudinal axis (6).
5. Holding element (1) according to one of the preceding claims, wherein the bearing
surface (7) is curved outwards from the channel at the cable outlet opening (23).
6. Holding element (1) according to one of the preceding claims, wherein the holding
region (9) is arranged between two clamping regions (11).
7. Holding element (1) according to one of the preceding claims, wherein the holding
region (9) is formed by two opposite legs (13) with a respective projection (15).
8. Holding element (1) according to Claim 7, wherein a hole is made in each of the projections
(15) to achieve a bolted connection.
9. Holding element (1) according to one of the preceding claims, which is produced from
a metal material.
1. Élément de maintien (1) en monobloc, pour une fixation suspendue d'un câble conducteur
(5) sur un pylône de lignes électriques aériennes, comprenant un canal pour câble
(3) s'étendant sensiblement le long d'un axe longitudinal (6), une zone de serrage
(11) pour le serrage du câble conducteur (5) dans le canal pour câble (3) et une zone
de maintien (9) pour le montage, la zone de serrage (11) comportant une surface d'appui
(7) inférieure adaptée au contour du câble, caractérisé en ce que la zone de serrage (11) comporte deux branches de serrage (19) s'étendant en direction
verticale qui au moins par tronçons forment le canal pour câble (3), pour un serrage
élastique, au moins dans la zone du canal pour câble (3), l'écart entre les branches
de serrage (19) étant inférieur au diamètre extérieur du câble conducteur (5) qui
doit être inséré.
2. Élément de maintien (1) selon la revendication 1, la zone de maintien comprenant un
point de fixation (17) hors de l'axe longitudinal (6).
3. Élément de maintien (1) selon la revendication 1 ou la revendication 2, sur leurs
extrémités de branche (23) libres, les branches de serrage (19) étant recourbées vers
l'extérieur du canal.
4. Élément de maintien (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, la
surface d'appui (7) étant curviligne le long de l'axe longitudinal (6).
5. Élément de maintien (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, sur
l'orifice de sortie (23) du câble, la surface d'appui (7) étant curviligne vers l'extérieur
du canal.
6. Élément de maintien (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, la
zone de maintien (9) étant placée entre deux zones de serrage (11).
7. Élément de maintien (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, la
zone de maintien (9) étant formée par deux branches (13) opposées avec chacune un
porte-à-faux (15).
8. Élément de maintien (1) selon la revendication 7, dans les porte-à-faux (15) étant
ménagé chaque fois un perçage pour la réalisation d'un assemblage par boulon.
9. Élément de maintien (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, qui
est fabriqué en une matière métallique.