[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bearbeitung, insbesondere zur mechanischen
Bearbeitung, wenigstens eines abgasführenden Oberflächenbereichs eines Brennkraftmaschinen-
oder Kurbelgehäusebestandteils, insbesondere zur Bearbeitung wenigstens einer Zylinderlaufbahn
eines Brennkraftmaschinen-Kurbelgehäuses oder zur Bearbeitung wenigstens einer Zylinderlaufbahn
einer Zylinderlaufbuchse, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ferner betrifft die
Erfindung ein Brennkraftmaschinen-Kurbelgehäuse nach dem Oberbegriff des Anspruchs
7 sowie eine Zylinderlaufbuchse nach dem Oberbegriff des Anspruchs 8.
[0002] Kurbelgehäuse von Brennkraftmaschinen sind allgemein bekannt. Diese dienen zur Lagerung
der Kurbelwelle und weisen Zylinder mit Zylinderlaufbahnen auf, in denen die Kolben
der Verbrennungsmaschinen geführt werden. In Verbindung mit einer Abgasrückführung
kann es beim Betrieb von Brennkraftmaschinen mit einem stark schwefelhaltigen Kraftstoff
zur Bildung von aggressiven Medien kommen, zum Beispiel zur Bildung von Schwefeloxiden
und Stickoxiden, die mit kondensiertem Wasser aggressive Säuren, wie zum Beispiel
Schwefelsäure bilden. Diese aggressiven Medien bzw. Säuren verursachen in den abgasführenden
Bauteilen eines aus einem korrosionsanfälligen Werkstoff hergestellten Brennkraftmaschinen-Kurbelgehäuses,
zum Beispiel im Bereich von Zylinderlaufbahnen eines Brennkraftmaschinen-Kurbelgehäuses,
einen korrosiven Angriff. Damit kommt es zu einer Zerstörung der Oberflächenbereiche
der Zylinderlaufbahnen und schließlich zu einer Beschädigung bzw. Zerstörung derselben,
was sich bekanntlich nachteilig auf den Brennkraftmaschinenbetrieb insgesamt auswirkt.
Das Gleiche gilt vom Prinzip her für solche Zylinderlaufbahnen, die durch in das Kurbelgehäuse
eingesetzte bzw. eingegossene Zylinderlaufbuchsen, auch Zylinderliner genannt, gebildet
werden.
[0003] Des Weiteren ist es allgemein bekannt, zum Beispiel aus der
DE 10 2007 017 977 A1, die Zylinderlaufbahnen eines Brennkraftmaschinen-Kurbelgehäuses durch Honen mechanisch
fein zu bearbeiten, um zwischen dem Kolben und der Zylinderlaufbahn gute Gleiteigenschaften
einzustellen. Derartige aufwendig fein bearbeitete Oberflächen werden jedoch durch
den zuvor beschriebenen Säureangriff beim Betrieb der Brennkraftmaschine mit schwefelhaltigen
Kraftstoff zerstört und führen schnell zu einer Nacharbeitnotwendigkeit der Zylinderlaufbahnen,
was ersichtlich teuer und aufwendig ist.
[0004] Um einen derartigen Korrosionsangriff durch aggressive Säuren, Gase und Kondensate
zu begegnen, können zum Beispiel die herkömmlichen Eisengusswerkstoffe bzw. Stähle
mit weniger korrosivanfälligen Werkstoffen beschichtet werden, zum Beispiel mit Eisen-Chrom-Legierungen,
was jedoch zu einer deutlichen Verteuerung der Brennkraftmaschinen-Kurbelgehäuse oder
Zylinderlaufbuchsen insgesamt führt.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Bearbeitung, insbesondere
zur mechanischen Bearbeitung, wenigstens eines abgasführenden Oberflächenbereichs
eines Brennkraftmaschinen- oder Kurbelgehäusebestandteils, insbesondere zur Bearbeitung
wenigstens einer Zylinderlaufbahn eines Brennkraftmaschinen-Kurbelgehäuses oder zur
Bearbeitung wenigstens einer Zylinderlaufbahn einer Zylinderlaufbuchse, zu schaffen,
mittels dem der wenigstens eine abgasführende Oberflächenbereich auf einfache und
funktionssichere Weise zuverlässig gegen Korrosion, insbesondere zuverlässig gegen
innermotorische Korrosion, geschützt werden kann. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden
Erfindung wird darin gesehen, ein Brennkraftmaschinen-Kurbelgehäuse und/oder eine
Zylinderlaufbuchse zur Verfügung zu stellen, dessen bzw. deren wenigstens einer abgasführender
Oberflächenbereich, insbesondere dessen bzw. deren wenigstens eine Zylinderlaufbahn,
zuverlässig gegen Korrosion durch aggressive Medien geschützt ist.
[0006] Diese Aufgabe wird bezüglich des Verfahrens gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Bezüglich des Brennkraftmaschinen-Kurbelgehäuses wird diese Aufgabe gelöst mit
den Merkmalen des Anspruchs 7. Bezüglich der Zylinderlaufbuchse wird diese Aufgabe
gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 8. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den
Unteransprüchen angegeben.
[0007] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass der wenigstens eine aus einem korrosionsanfälligen
Werkstoff hergestellte abgasführende Oberflächenbereich des Kurbelgehäuses des Brennkraftmaschinen-
oder Kurbelgehäusebestandteils, insbesondere wenigstens eine Zylinderlaufbahn eines
Kurbelgehäuses oder einer Zylinderlaufbuchse, im Rahmen der Bearbeitung mittels eines
die Oberflächenbeschaffenheit verändernden Bearbeitungswerkzeuges mit wenigstens einem
tribochemisch aktivierbaren Stoff in Kontakt gebracht wird, der im Verlauf der Bearbeitung,
insbesondere in Abhängigkeit von einem definierten Anpressdruck des Bearbeitungswerkzeuges
und/oder einer sich während der Bearbeitung einstellenden definierten Bearbeitungstemperatur,
aktiviert wird und mit dem jeweiligen Oberflächenbereich durch tribochemische Reaktion
eine korrosionsbeständige Oberfläche als Triboreaktionsschicht ausbildet.
[0008] Damit können aufwendige Beschichtungsverfahren im Nachgang zur Herstellung des jeweiligen
Bauteils vorteilhaft vermieden werden, ebenso wie der Einsatz von teuren, korrosionsbeständigen
Werkstoffen vermieden werden kann. Vielmehr kann mit der vorliegenden Erfindung im
Rahmen der ohnehin stattfindenden, die Oberflächenbeschaffenheit verändernden Bearbeitung
der abgasführenden Oberflächenbereiche durch eine einfache tribochemische Reaktion
eine korrosionsbeständige Oberfläche ausgebildet werden.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese korrosionsbeständige Oberfläche gegen aggressive Säuren,
Gase und Kondensate, wie sie beim Betrieb von Brennkraftmaschinen mit Abgasrückführung
und schwefelhaltigem Kraftstoff entstehen können, somit nicht erst nachträglich bzw.
im Betrieb der Brennkraftmaschine erzeugt, sondern bereits vorher integral mit der
die Oberflächenbeschaffenheit ändernden Bearbeitung des jeweiligen Bauteils im Rahmen
dessen Herstellung.
[0010] Grundsätzlich kann jedes Bearbeitungswerkzeug verwendet werden, mittels dem die erfindungsgemäße
Ausbildung einer Triboreaktionsschicht erzielt werden kann, zum Beispiel auch thermisch
wirkende Bearbeitungsverfahren wie zum Beispiel das Laserhonen, sofern diese keine
Verdampfung des tribochemisch aktivierbaren Stoffes zur Folge haben. Vorzugsweise
ist das die Oberflächenbeschaffenheit verändernde Bearbeitungswerkzeug jedoch ein
mechanisches Bearbeitungswerkzeug, bevorzugt ein spanabhebendes und/oder spanendes
Bearbeitungswerkzeug, mittels dem der wenigstens eine abgasführende Oberflächenbereich,
insbesondere die wenigstens eine Zylinderlaufbahn, mechanisch bearbeitet und hinsichtlich
der Oberflächenbeschaffenheit verändert wird. Die Begrifflichkeit einer spanabhebenden
und einer spanenden Bearbeitung soll dabei ausdrücklich in einem weiten Sinne verstanden
werden und jedwede mechanische Bearbeitung umfassen, bei der die bearbeitete Oberfläche
verändert und damit in eine bestimmte Form gebracht wird, sei es durch eine geometrisch
bestimmte oder durch eine geometrisch unbestimmte Schneide.
[0011] Besonders bevorzugt ist als mechanisches Bearbeitungswerkzeug ein Honwerkzeug, mittels
dem der wenigstens eine abgasführende Oberflächenbereich, insbesondere die Zylinderlaufbahnen,
gehont wird, wobei sämtliche Honverfahren einzeln oder in Kombination einsetzbar sind.
Das Honen stellt regelmäßig die letzte Bearbeitungsstufe bei der Herstellung des Brennkraftmaschinen-Kurbelgehäuses
dar, insbesondere zur maßgenauen Ausbildung der Zylinderbohrung und damit der Zylinderlaufbahnen
des Kurbelgehäuses. Durch das Honen wird sichergestellt, dass zum Beispiel die Zylinderlaufbahnen
des Kurbelgehäuses das gewünschte Ölhaltevermögen aufweisen, da die gehonten Flächen
gekreuzte Bearbeitungsriefen aufweisen.
[0012] Des Weiteren wird im Rahmen einer mechanischen Bearbeitung durch den Kontakt des
Werkzeugs mit der zu bearbeitenden Oberfläche sichergestellt, dass hohe Reaktionsenergien,
insbesondere im Hinblick auf einen Anpressdruck und/oder eine Bearbeitungstemperatur,
entstehen, die zur Aktivierung des tribochemisch aktivierbaren Stoffes führen und
somit die korrosionsbeständige Oberfläche als Triboreaktionsschicht ausbilden können.
Damit können somit die im Rahmen der mechanischen Bearbeitung ohnehin entstehenden
hohen Anpressdrücke und Temperaturen vorteilhaft ausgenutzt werden, um den tribochemisch
aktivierbaren Stoff so zu aktivieren, dass dieser mit dem jeweiligen Oberflächenbereich
eine korrosionsbeständige Oberfläche ausbildet.
[0013] Der tribochemisch aktivierbare Stoff kann dabei zum einen vor und/oder während der
Bearbeitung mittels des jeweiligen Bearbeitungswerkzeuges direkt auf die zu bearbeitende
Oberfläche aufgebracht werden, zum Beispiel als feste Schicht aufgebracht oder als
Sprühschicht aufgesprüht werden, wobei der tribochemisch aktivierbare Stoff dann möglichst
homogen und fein im jeweiligen Mittel verteilt ist; alternativ oder zusätzlich kann
der tribochemisch aktivierbare Stoff aber auch als Additiv einem bei der Bearbeitung,
insbesondere bei der mechanischen Bearbeitung ohnehin zuzuführenden Schmiermittel
beigemischt sein. Die Begrifflichkeit Schmiermittel ist hier in einem umfassenden
Sinne zu verstehen und soll ausdrücklich sämtliche flüssigen Medien umfassen, die
in Verbindung mit der insbesondere mechanischen Bearbeitung als Emulsion oder dergleichen
in üblicher Weise zugeführt werden. Insbesondere die Zugabe des tribochemisch aktivierbaren
Stoffes als Additiv zu einem derartigen Schmiermittel ist besonders einfach zu bewerkstelligen
und stellt auf einfache Weise sicher, dass der tribochemisch aktivierbare Stoff genau
dort hinkommt, wo die tribochemische Reaktion zur Ausbildung der korrosionsbeständigen
Oberfläche stattfinden soll.
[0014] Als tribochemisch aktivierbarer Stoff eignen sich insbesondere Metallsilikate, gegebenenfalls
auch Borverbindungen. Das Additiv wird bevorzugt in einem Konzentrat in definierter
Menge gelöst bzw. emulgiert, welches Konzentrat dann dem Schmiermittel in einer Konzentration
von 7 bis 15%, bevorzugt in etwa 10%, bezogen auf die Schmiermittelmenge zugegeben
wird, insbesondere dort emulgiert wird.
[0015] Wie bereits zuvor dargestellt, können aufgrund der erfindungsgemäßen Verfahrensführung
die die abgasführenden Oberflächenbereiche ausbildenden
[0016] Bauteile einer Brennkraftmaschine, wie zum Beispiel ein Kurbelgehäuse und/oder eine
Zylinderlaufbuchse, aus einem kostengünstigen Eisenwerkstoff hergestellt sein, zum
Beispiel aus einem korrosionsanfälligen Gusseisen und/oder einem korrosionsanfälligen
Stahl.
[0017] Die sich in Verbindung mit einem Brennkraftmaschinen-Kurbelgehäuse mit abgasführenden
Oberflächenbereichen, insbesondere mit Zylinderlaufbahnen, bzw. mit einer Zylinderlaufbuchse
ergebenden Vorteile sind die Gleichen, wie sie zuvor mit der erfindungsgemäßen Verfahrensführung
beschrieben worden sind. Insofern wird hier auf die zuvor gemachten Ausführungen verwiesen.
[0018] In der einzigen Figur ist schematisch und beispielhaft ein Zylinder 1 eines hier
nicht weiter dargestellten Kurbelgehäuses einer Brennkraftmaschine gezeigt, in dessen
Zylinderbohrung eine hier ebenfalls äußerst schematisch dargestellte Honahle 2 eingeführt
ist, um eine Feinbearbeitung der Zylinderlaufbahn 3 in an sich bekannter Weise durchzuführen.
Die Honahle 2 weist hierzu über den Umfang verteilt mehrere Honsteine 4 tragende Honleisten
5 auf, die in Umfangsrichtung voneinander beabstandet sind. Insofern ist die Honahle
2 herkömmlicher Bauart. Die Honahle 2 führt zur mechanischen Feinbearbeitung der Zylinderlaufbahn
3 eine Drehbewegung entsprechend dem Pfeil 6 mit Vorschub in Richtung des Pfeils 7
aus, um eine Zylinderlaufbahn 3 mit den gewünschten Honriefen (nicht dargestellt)
herzustellen.
[0019] Im Rahmen dieser mechanischen Hon-Feinbearbeitung mittels der Honahle 2 wird mittels
einer hier lediglich äußerst schematisch dargestellten Schmiermitteldüse 8 ein Schmiermittel
9 in die Zylinderbohrung und damit auf die Zylinderlaufbahn 3 aufgebracht, was in
der Figur 1 lediglich äußerst schematisch und beispielhaft dargestellt ist. Das hier
zugeführte Schmiermittel 9 wird von einem Schmiermittelreservoir 10 abgezogen, das
in der einzigen Figur ebenfalls lediglich äußerst schematisch dargestellt ist. Das
Schmiermittel 9 setzt sich dabei zusammen aus einer Basis-Schmiermittelemulsion 12,
in dem ein tribochemisch aktivierbares Additiv 11, zum Beispiel ein Metallsilikat,
emulgiert bzw. feinstverteilt ist, so dass die Zylinderlaufbahn 3 im Rahmen der mechanischen
Feinbearbeitung mittels der Honahle 2 mit dem tribochemisch aktivierbaren Additiv
benetzt ist. Diese wird im weiteren Verlauf der mechanischen Honbearbeitung aufgrund
des im jeweiligen Honbereich vorherrschenden hohen Anpressdrucks der Honahle 2 und
der im Honbereich vorherrschenden relativ hohen Bearbeitungstemperatur aktiviert und
bildet so mit dem mechanisch fein bearbeiteten Oberflächenbereich der Zylinderlaufbahn
3 eine hier lediglich äußerst beispielhaft und schematisch eingezeichnete korrosionsbeständige
Oberfläche 13 als Triboreaktionsschicht aus. Diese bildet einen hervorragenden innermotorischen
Korrosionsschutz gegen aggressive Säuren, Gase, Kondensate und dergleichen, wie sie
insbesondere beim Betrieb von Brennkraftmaschinen mit Abgasrückführung und schwefelhaltigem
Kraftstoff entstehen können.
[0020] Das Kurbelgehäuse selbst und damit die Zylinderlaufbahnen 3 sind vor deren Bearbeitung
bevorzugt aus einem zum Beispiel Eisengusswerkstoff hergestellt.
Bezugszeichenliste
[0021]
- 1
- Zylinder
- 2
- Honahle
- 3
- Zylinderlaufbahn
- 4
- Honsteine
- 5
- Honleisten
- 6
- Pfeil
- 7
- Pfeil
- 8
- Schmiermitteldüse
- 9
- Schmiermittel
- 10
- Schmiermittelreservoir
- 11
- tribochemisch aktivierbares Additiv
- 12
- Basis-Schmiermittelemulsion
- 13
- korrosionsbeständige Oberfläche
1. Verfahren zur Bearbeitung, insbesondere zur mechanischen Bearbeitung, wenigstens eines
abgasführenden Oberflächenbereichs eines Brennkraftmaschinen- oder Kurbelgehäusebestandteils,
insbesondere zur Bearbeitung wenigstens einer Zylinderlaufbahn eines Brennkraftmaschinen-Kurbelgehäuses
oder zur Bearbeitung wenigstens einer Zylinderlaufbahn einer Zylinderlaufbuchse, mittels
eines die Oberflächenbeschaffenheit verändernden Bearbeitungswerkzeuges, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine aus einem korrosionsanfälligen Werkstoff hergestellte abgasführende
Oberflächenbereich, insbesondere wenigstens eine Zylinderlaufbahn eines Kurbelgehäuses
oder einer Zylinderlaufbuchse, im Rahmen der Bearbeitung mittels des die Oberflächenbeschaffenheit
verändernden Bearbeitungswerkzeuges mit wenigstens einem tribochemisch aktivierbaren
Stoff in Kontakt gebracht wird, der im Verlauf der Bearbeitung, insbesondere in Abhängigkeit
von einem definierten Anpressdruck des Bearbeitungswerkzeuges und/oder einer sich
während der Bearbeitung einstellenden definierten Bearbeitungstemperatur, aktiviert
wird und mit dem jeweiligen Oberflächenbereich durch tribochemische Reaktion eine
korrosionsbeständige Oberfläche als Triboreaktionsschicht ausbildet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das die Oberflächenbeschaffenheit verändernde Bearbeitungswerkzeug ein mechanisches
Bearbeitungswerkzeug, bevorzugt ein spanabhebendes und/oder spanendes Bearbeitungswerkzeug,
höchst bevorzugt ein Honwerkzeug, ist, mittels dem der wenigstens eine abgasführende
Oberflächenbereich, insbesondere wenigstens eine Zylinderlaufbahn, mechanisch bearbeitet
und hinsichtlich der Oberflächenbeschaffenheit verändert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der tribochemisch aktivierbare Stoff vor und/oder während der Bearbeitung mittels
des Bearbeitungswerkzeuges direkt auf die mechanisch zu bearbeitende Oberfläche aufgebracht
wird und/oder als Additiv einem bei der mechanischen Bearbeitung zugeführtem Schmiermittel
zugegeben ist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der tribochemisch aktivierbare Stoff durch wenigstens ein Metallsilikat gebildet
ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kurbelgehäuse aus einem Eisenwerkstoff hergestellt ist, insbesondere aus einem
korrisionsanfälligen Gusseisen und/oder aus einem korrosionsanfälligen Stahl.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Triboreaktionsschicht im letzten Bearbeitungsschritt vor der Fertigstellung des
Bauteils hergestellt wird.
7. Brennkraftmaschinen-Kurbelgehäuse mit wenigstens einem abgasführenden Oberflächenbereich,
insbesondere mit wenigstens einer Zylinderlaufbahn, welcher Oberflächenbereich eine
durch ein Verfahren nach einem der Verfahrensansprüche 1 bis 6 gebildete korrosionsbeständige
Oberfläche aufweist.
8. Zylinderlaufbuchse mit wenigstens einer Zylinderlaufbahn, die eine durch ein Verfahren
nach einem der Verfahrensansprüche 1 bis 6 gebildete korrosionsbeständige Oberfläche
aufweist.