[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Eindrehen von Schrauben mit einem teleskopisch
ausgebildeten Ständer, der an einem Ende an einer Tragkonsole befestigt ist und am
anderen Ende an eine zum Zentrieren und Halten einer Schraube vor dem Eindrehvorgang
dienenden Schraubenhalterung angeschlossen oder anschließbar ist, mit einer auf der
Tragkonsole anbringbaren oder angebrachten Antriebseinheit mit einer Antriebswelle,
mit einer Handhabe zum Niederdrücken der Tragkonsole gegen Federkraft und mit einem
Zuführrohr zum manuellen Zuführen von einzelnen Schrauben, das einen oberen Abschnitt
hat, der fest mit der Tragkonsole verbunden ist, und einen unteren Abschnitt, der
einen geraden oberen Teil und einen gekrümmten oder abgewinkelten unteren Teil umfasst.
[0002] Eine bekannte Eindrehvorrichtung (Ersatzteile-Katalog CF 250 SFS intec Juni 2002
/ SFS Stadler Befestigungs- und Umformtechnik AG, 1999) ist in den beigefügten Fig.
7 und 8 dargestellt und insgesamt mit 110 bezeichnet. Diese Eindrehvorrichtung vertreibt
die Anmelderin seit mehr als 10 Jahren. Bei der Vorrichtung 110 ist der teleskopisch
ausgebildete Ständer 130 eine einzelne Teleskopsäule 139, die an ihrem oberen Ende
an einer Tragkonsole 140 befestigt ist und an ihrem unteren Ende an eine Schraubenhalterung
150 angeschlossen ist. Von der Schraubenhalterung 150 aus führt gemäß Fig. 8 ein Schraubenzuführrohr
190 zunächst schräg nach oben. Der sich daran anschließende Teil des Zuführrohres
190 ist durch eine Durchgangsbohrung 142 in der Tragkonsole 140 hindurchgeführt. In
der Bohrung 142 hat das Zuführrohr 190 einen Gleitsitz. Nach oben hin endet das Zuführrohr
190 in einem etwas abgebogenen Teil, in dessen oberes Ende nacheinander einzelne Schrauben
von Hand eingeführt werden, die über das Zuführrohr 190 zu der Schraubenhalterung
150 gelangen, welche jede einzudrehende Schraube vor dem Eindrehvorgang zentriert
und hält. Zwischen der Tragkonsole 140 und einer an dem Ständer 130 befestigten Mittelkonsole
136 ist auf dem Zuführrohr 190 eine Schraubendruckfeder 180 angeordnet. Das Zuführrohr
190 muss in dem Bereich der Schraubendruckfeder 180 sowie in dem Bereich, in welchem
es die Bohrung 142 in der Tragkonsole 140 durchsetzt, wie eine Gleitführungsstange
ausgebildet sein, da es zumindest eine Führungsfunktion für die Schraubendruckfeder
180 erfüllt. Auf der Tragkonsole 140 ist eine Antriebseinheit 160 angebracht, die
sich mit einer Antriebswelle für eine einzudrehende Schraube in die Teleskopsäule
139 erstreckt. Zwischen der Antriebseinheit 160 und dem Zuführrohr 190 sind auf der
Tragkonsole 140 zwei stabile Griffstangen 175, 176 befestigt, die jeweils an ihrem
oberen Ende rechtwinklig nach außen umgebogen sind, um zwei Griffe 171, 172 zu bilden.
Diese kann eine Bedienungsperson ergreifen, um gegen die durch die Schraubendruckfeder
180 erzeugte Federkraft die Tragkonsole 140 mit der Antriebseinheit 160 niederzudrücken
und die Antriebswelle in Schraubeneindrehrichtung zu der Schraubenhalterung 150 zu
bewegen. Schließlich ist der Innendurchmesser des Zuführrohres 190 dem Durchmesser
des Kopfes der Schraube angepasst, die mit der Vorrichtung 110 eingedreht werden können.
Ferner ist beispielsweise am oberen Ende der Schraubenhalterung 150 immer ein Innendurchmesser
gegeben, welcher dem Zuführrohr 190 angepasst ist und daher etwas größer gewählt wird.
Wenn Schrauben mit kleinerem Kopf- und Schaftdurchmesser einzudrehen sind, kann sich
die Schraubenhalterung 150 in einem gewissen Bereich ohne Weiteres daran anpassen.
Die Schraubenhalterung 150 ist leicht auswechselbar, damit sie rasch an verschiedene
zu verschraubende Durchmesserbereiche angeschlossen werden kann. Eine Anpassung des
Zuführrohres 190 selbst ist bei der bekannten Vorrichtung nicht möglich, ohne dass
das Zuführrohr 190 komplett ausgewechselt wird. Das Zuführrohr 190 kann dabei aber
nicht durch irgendein beliebiges Rohr ersetzt werden, sondern muss zum Führen der
Schraubendruckfeder 180 entsprechend ausgebildet oder bearbeitet sein, wie dargelegt.
Die Bohrung 142 in der Tragkonsole 140, welche von dem Zuführrohr 190 durchsetzt wird,
ist in ihrem Durchmesser ohnehin vorgegeben. Es wäre zu aufwändig, auch noch die Tragkonsole
140 auszuwechseln, um eine Durchmesseranpassung an Schraubenköpfe kleineren oder größeren
Durchmessers vorzunehmen.
[0003] Eine ähnliche Eindrehvorrichtung ist aus dem Dokument
DE 91 15 893 U1 bekannt. Bei dieser Eindrehvorrichtung hat das Zuführrohr keine Führungsfunktion
für die Gesamtvorrichtung bei dem Auf- und Abbewegen eines Antriebsmotors.
[0004] Bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art, die aus dem Dokument
AT 360 926 B bekannt ist, von der der Patentanspruch 1 im Oberbegriff ausgeht, hat das Zuführrohr
zwar auch keine Führungsfunktion mehr, es muss aber auch komplett ausgetauscht werden,
wenn eine Anpassung an Schrauben mit unterschiedlichem Kopfdurchmesser erfolgen soll.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so auszubilden,
dass sie bei einfacherem Aufbau leichter handhabbar und insbesondere einfacher an
Schrauben unterschiedlichen Kopfdurchmessers anpassbar ist.
[0006] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei einer Vorrichtung der
eingangs genannten Art der obere Teil des unteren Abschnitts des Zuführrohres in dem
unteren Teil teleskopisch verschiebbar aufgenommen ist und dass der obere Teil des
unteren Abschnitts des Zuführrohres ein in den oberen Abschnitt des Zuführrohres eingesetztes,
sich bis zu einem oberen Ende des Zuführrohres erstreckendes, gelenkig oder biegsam
ausgebildetes Rohr- oder Schlauchelement ist.. Bei der Vorrichtung nach der Erfindung
braucht auf Grund der festen Verbindung zwischen Zuführrohr und Tragkonsole das Zuführrohr
keine Führungsfunktion mehr für die Schraubendruckfeder zu übernehmen. Das Zuführrohr
kann daher einfach ein stabiles Rohr sein, das zugleich als Handhabe benutzt werden
kann, um die Tragkonsole gegen Federkraft niederzudrücken. Die teleskopische Ausbildung
des unteren Abschnitts des Zuführrohres hat einerseits den Vorteil, dass sich dieser
Abschnitt bei dem Arbeiten mit der Vorrichtung nach Bedarf verlängert oder verkürzt.
Die Längenänderung des Zuführrohres in dem unteren Abschnitt stellt sich dabei durch
dessen teleskopische Ausbildung von selbst ein. Die Führungsfunktion für die Schraubendruckfeder
kann bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung einfach durch den Ständer erfüllt werden.
Der Aufbau der Vorrichtung wird erfindungsgemäß weiter dadurch vereinfacht, dass die
separaten Griffstangen, die bei der aus dem oben genannten Dokument
DE 91 15 893 U1 bekannten Vorrichtung an der Tragkonsole befestigt sind, bei der Vorrichtung nach
der Erfindung nicht benötigt werden. Bei der Vorrichtung nach der Erfindung ist der
obere Teil des unteren Abschnitts des Zuführrohres in dem unteren Teil des unteren
Abschnittes teleskopisch verschiebbar aufgenommen und dadurch stets sicherer geführt.
Weiter ist bei der Vorrichtung nach der Erfindung der obere Teil des unteren Abschnitts
des Zuführrohres ein in den oberen Abschnitt des Zuführrohres eingesetztes, sich bis
zu einem oberen Ende des Zuführrohres erstreckendes, gelenkig oder biegsam ausgebildetes
Rohr- oder Schlauchelement. Dadurch lässt sich das Zuführrohr auf einfache Weise an
größere oder kleinere Kopfdurchmesser von einzudrehenden Schrauben anpassen, indem
einfach der obere Teil des unteren Abschnitts durch ein Rohr- oder Schlauchelement
gebildet wird, das einen entsprechenden Innendurchmesser aufweist. Damit wird quasi
nur noch das Futter des Zuführrohres entsprechend angepasst. Hingegen braucht das
Zuführrohr selbst nicht zur Anpassung an unterschiedliche Schraubendurchmesser ausgetauscht
zu werden.
[0007] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung bilden die Gegenstände der Unteransprüche.
[0008] In einer Ausgestaltung der Erfindung ist der obere Abschnitt des Zuführrohres mit
wenigstens einem die Handhabe bildenden Griff versehen. In dieser Ausgestaltung ist
die Vorrichtung leichter handhabbar, weil der Griff bequemer erfasst werden kann als
das Zuführrohr, um die Tragkonsole mit der Antriebseinheit gegen Federkraft niederzudrücken.
[0009] In einer weiteren Ausgestaltung der Vorrichtung nach der Erfindung weist der Ständer
zwei parallele Führungszylinder auf, die auf einer Anschlussplatte für die Schraubenhalterung
befestigt sind und in denen zwei Stangen geführt sind, welche jeweils an der Tragkonsole
befestigt sind. Diese Ausgestaltung der Vorrichtung nach der Erfindung erleichtert
deren Handhabung, weil die beiden beiderseits der Antriebswelle angeordneten Führungszylinder
die Tragkonsole gleichmäßiger abstützen, als es die einzelne Teleskopsäule bei der
bekannten Vorrichtung vermag.
[0010] In einer weiteren Ausgestaltung der Vorrichtung nach der Erfindung ist in den Führungszylindern
axial unterhalb der Stangen jeweils eine Schraubenfeder angeordnet, welche bei dem
Niederdrücken der Tragkonsole die dem Niederdrücken entgegenwirkende Federkraft erzeugt.
Durch die beiderseits der Antriebswelle angeordneten Schraubendruckfedern wird die
Handhabung der Vorrichtung nach der Erfindung weiter erleichtert.
[0011] In einer weiteren Ausgestaltung der Vorrichtung nach der Erfindung sind die Führungszylinder
mit ihren oberen Enden jeweils an einer Mittelkonsole befestigt. Dadurch wird eine
gleichmäßige Führung der Stangen und auf der auf diesen geführten Schraubendruckfedern
weiter verbessert.
[0012] In einer weiteren Ausgestaltung der Vorrichtung nach der Erfindung ist ein unterer
Teil des unteren Abschnitts des Zuführrohres stationär zwischen der Mittelkonsole
und der Schraubenhalterung angeschlossen. Dadurch ist das Zuführrohr in seinem unteren
Abschnitt unabhängig von der Niederdrückphase, in welcher sich die Vorrichtung während
eines Eindrehvorganges befindet, sicher geführt.
[0013] In einer weiteren Ausgestaltung der Vorrichtung nach der Erfindung ist auf der Anschlussplatte
zwischen den Führungszylindern ein Anschlussblock angeordnet, der einen vertikalen
Kanal zum Hindurchführen der Antriebswelle und einen abgewinkelten Kanal zum Anschluss
des Zuführrohres enthält. Dieser Teil braucht nun nicht mehr Teil der Schraubenhalterung
zu sein, wie bei der bekannten Vorrichtung, sondern kann bei unterschiedlichen Schraubenhalterungen
verwendet werden, die einfach von unten an die Anschlussplatte angesetzt werden. Auch
das trägt zum einfacheren Aufbau und zur leichteren Handhabung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung bei.
[0014] In einer weiteren Ausgestaltung der Vorrichtung nach der Erfindung erstrecken sich
zwischen dem Anschlussblock und der Tragkonsole die Antriebswelle und/oder ein mit
der Antriebswelle in Eingriff bringbares Schraubendrehwerkzeug. Eine Teleskopsäule,
die bei der aus dem oben genannten Dokument
AT 360 926 bekannten Vorrichtung die gesamte Vorrichtung abstützen muss, ist bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung nicht mehr vorhanden. Stattdessen braucht lediglich die Antriebswelle
geführt zu werden, aber keine abstützende Funktion zu erfüllen. Letztere erfüllt der
teleskopisch ausgebildete Ständer.
[0015] In einer weiteren Ausgestaltung der Vorrichtung nach der Erfindung ist der oder jeder
Griff der Handhabe über eine weitere Konsole so an das Zuführrohr angeschlossen, dass
sich zumindest die weitere Konsole in der Verlängerung der Antriebswelle befindet.
[0016] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden unter Bezugnahme auf die Fig.
1 bis 6 näher beschrieben. Es zeigt:
- Fig.1
- eine bevorzugte Ausführungsform einer Vorrichtung nach der Erfindung in einer Vorderansicht,
- Fig.2
- die Vorrichtung nach Fig. 1 in einer Seitenansicht,
- Fig.3
- die Vorrichtung nach den Fig. 1 und 2 in perspektivischer Darstellung in einer Rückansicht,
- Fig.4
- die Eindrehvorrichtung nach der Erfindung im unbetätigten Zustand in einer Seitenansicht
und teilweise im Längsschnitt,
- Fig.5
- die Eindrehvorrichtung nach der Erfindung im betätigten Zustand in einer Seitenansicht
und teilweise im Längsschnitt,
- Fig.6
- eine Einzelheit X der Eindrehvorrichtung nach Fig.4,
- Fig. 7
- die bekannte Vorrichtung in einer Vorderansicht und
- Fig.8
- die bekannte Vorrichtung nach Fig. 7 in einer Seitenansicht.
[0017] Eine in den Fig. 1 - 6 in verschiedenen Ansichten und zum Teil im Schnitt dargestellte
Eindrehvorrichtung nach der Erfindung ist mit Bezugszahlen versehen, welche jeweils
um 100 niedriger sind als die Bezugszahlen von entsprechenden Teilen der bekannten
Eindrehvorrichtung nach den Fig. 7 und 8. Eine bevorzugte Ausführungsform der Eindrehvorrichtung
nach der Erfindung ist die in den
[0018] Fig. 1 - 6 dargestellt und insgesamt mit 10 bezeichnet.
[0019] Die Eindrehvorrichtung 10, die in den Fig. 1, 2 und 3 in einer Vorderansicht, einer
Seitenansicht bzw. in perspektivischer Darstellung in einer Rückansicht gezeigt ist,
umfasst einen insgesamt mit 30 bezeichneten Ständer, welcher teleskopisch ausgebildet
ist. Der Ständer 30 ist an einem oberen Ende an einer Tragkonsole 40 befestigt. Weiter
ist der Ständer 30 an einem unteren Ende an eine Schraubenhalterung 50 angeschlossen,
die zum Zentrieren und Halten einer Schraube (nicht dargestellt) vor dem Eindrehvorgang
dient. Auf der Tragkonsole 40 ist eine Antriebseinheit 60 mit einer nach unten vorstehenden
Antriebswelle 62 angebracht. Die Eindrehvorrichtung 10 ist mit einer insgesamt mit
70 bezeichneten Handhabe versehen, mit welcher die Tragkonsole zusammen mit der auf
ihr angebrachten Antriebseinheit 60 gegen die Kraft von Federn 80, 82 niederdrückbar
ist, um die Antriebswelle 62 mit einer einzudrehenden Schraube, die sich in der Schraubenhalterung
50 befindet, formschlüssig in Eingriff zu bringen. Die Zuführung von einzudrehenden
Schrauben zu der Schraubenhalterung 50 erfolgt über ein insgesamt mit 90 bezeichnetes
Zuführrohr. Ein oberer Abschnitt 91 des Zuführrohres 90 ist fest mit der Tragkonsole
40 verbunden. Ein insgesamt mit 92 bezeichneter unterer Abschnitt des Zuführrohres
90 ist in sich teleskopisch ausgebildet. Der obere Abschnitt 91 des Zuführrohres 90
ist ein stabiles Rohr, vorzugsweise aus Metall. Die Tragkonsole 40 hat eine Durchgangsbohrung
42 und ist außen bis zu der Durchgangsbohrung geschlitzt, so dass der obere Abschnitt
91 am unteren Ende in der Durchgangsbohrung 42 durch Anziehen einer Spannschraube
43 fest einspannbar ist, wie es in Fig. 3 zu erkennen ist. Der obere Abschnitt 91
des Zuführrohres 90 ist mit zwei Griffen 71, 72 versehen, welche die Handhabe 70 bilden.
Die Griffe 71, 72 sind durch eine Konsole 73 an dem oberen Ende des Zuführrohres 90
befestigt. Der Anschluss an das Zuführrohr 90 ist dabei so ausgebildet, dass sich
die Konsole 73 in der Verlängerung der Antriebswelle 62 befindet. Das beseitigt jegliche
Tendenz zum Verkanten der Eindrehvorrichtung 10 bei dem Niederdrücken derselben. Die
Eindrehvorrichtung 10 hat einen Schwerpunkt, der wesentlich tiefer liegt als bei der
eingangs beschriebenen bekannten Eindrehvorrichtung. Die Ausbildung der Handhabe 70
und deren Anbringung an das Zuführrohr 90 gewährleisten, dass der Schwerpunkt im Wesentlichen
in der Achse der Antriebswelle 62 bleibt, wenn die Eindrehvorrichtung niedergedrückt
wird.
[0020] Der Ständer 30 umfasst zwei parallele Führungszylinder 31, 32, die am in der Darstellung
in den Zeichnungen unteren Ende auf einer Anschlussplatte 33 für die Schraubenhalterung
50 befestigt sind. Jeder Führungszylinder 31, 32 enthält eine in ihm geführte Stange
34 bzw. 35 und eine in jeder Stange 34, 35 angeordnete Feder 80 bzw. 81. Letztere
sind in Fig. 1 zu erkennen. Die Stangen 34, 35 sind mit ihren oberen Enden jeweils
an der Tragkonsole 40 befestigt, wie es in den Fig. 1 und 3 am besten zu erkennen
ist, und stützen sich mit ihren oberen Enden auf den Federn 80 bzw. 81 ab. Die Federn
80, 81 stützen sich mit ihren unteren Enden auf den inneren unteren Enden der Führungszylinder
31 bzw. 32 ab. Die Stangen 34, 35 führen die Federn 80 bzw. 81 bei der Auf- und Abbewegung
der Antriebseinheit 60. Die Führungszylinder 31, 32 sind mit ihren oberen, zu der
Anschlussplatte 33 entgegengesetzten Enden jeweils an einer Mittelkonsole 36 befestigt.
Die Mittelkonsole 36 hat eine zwischen den oberen Enden der Führungszylinder 31, 32
mittig angeordnete Bohrung 37, in welcher die Antriebswelle 62 geführt ist. Ferner
hat die Mittelkonsole 36 eine Bohrung 38, die in Deckung mit der Durchgangsbohrung
42 angeordnet ist.
[0021] Ein unterer Teil 92" des unteren Abschnittes 92 des Zuführrohres 90 ist stationär
zwischen der Mittelkonsole 36 und der Schraubenhalterung 50 angeschlossen. Ein oberer
Teil 92' des unteren Abschnittes 92 des Zuführrohres 90 ist in dem unteren Teil 92"
teleskopisch verschiebbar aufgenommen, wie es am besten in den Fig. 4 und 5 zu erkennen
ist. In Fig. 4 ist die Eindrehvorrichtung 10 unbetätigt, so dass sich die Tragkonsole
40 in ihrer oberen Stellung befindet. In Fig. 5 ist die Eindrehvorrichtung 10 in betätigtem
Zustand gezeigt, in welchem sich die Tragkonsole 40 in ihrer unteren Stellung befindet.
In dieser Stellung ist der obere Teil 92' des unteren Abschnittes 92 des Zuführrohres
90 in den unteren Teil 92" des unteren Abschnittes 92 eingeschoben, wie es in der
Schnittdarstellung in Fig. 5 zu erkennen ist. In der hier gezeigten bevorzugten Ausführungsform
der Eindrehvorrichtung 10 nach der Erfindung ist der obere Teil 92' des unteren Abschnittes
92 des Zuführrohres 90 ein in den oberen Abschnitt 91 des Zuführrohres 90 eingesetztes
Schlauchelement. Das ist hier von Vorteil, weil der untere Teil 92" des unteren Abschnittes
92 des Zuführrohres 90 gekrümmt ist. Der obere Teil 92' des unteren Abschnittes 92
des Zuführrohres 90 reicht bis zum oberen Ende des Zuführrohres 90 und ist dort durch
eine Büchse 95 in dem Zuführrohr 90 festgeklemmt. Die Büchse 95 ist an dem oberen
Ende des Zuführrohres 90 durch einen Spannring 96 befestigt. Der obere Teil 92' des
unteren Abschnittes 92 des Zuführrohres 90 könnte auch als ein biegsames Rohrelement
oder als ein gelenkig ausgebildetes oder mit einem an passender Stelle mit einem Gelenk
versehenes Rohrelement sein, was jeweils nicht dargestellt ist.
[0022] Auf der Anschlussplatte 33 ist zwischen den Führungszylindern 31, 32 ein Anschlussblock
52 angeordnet, der gemäß der Darstellung in den Fig. 4 und 5 einen vertikalen Kanal
53 zum Hindurchführen der Antriebswelle 62 und einen abgewinkelten Kanal 54 zum Anschluss
des Zuführrohres 90 enthält, genauer gesagt zum Anschluss des unteren Endes des unteren
Teils 92" des unteren Abschnittes 92 des Zuführrohres 90. Zwischen dem Anschlussblock
52 und der Tragkonsole 40 erstrecken sich die Antriebswelle 62 und ein mit der Antriebswelle
62 in Eingriff befindliches Schraubendrehwerkzeug 66, was in Fig. 4 gezeigt ist.
[0023] Das Eindrehen einer Schraube mit der vorstehend beschriebenen Eindrehvorrichtung
10 geht folgendermaßen vor sich:
In der Ausgangsstellung der Eindrehvorrichtung 10, die in den Fig. 1 - 4 gezeigt ist,
wird die Tragkonsole 40 mit der Antriebseinheit 60 und der Antriebswelle 62 durch
die Federn 80, 81 in der in diesen Figuren gezeigten oberen Position gehalten. Die
Vorrichtung 10 wird auf einem Werkstück an der Stelle aufgesetzt, wo eine Schraube
eingedreht werden soll. Die Bedienungsperson führt die einzudrehende Schraube oben
in das Zuführrohr 90 ein. Die Schraube bewegt sich darin unter Schwerkrafteinwirkung
abwärts und gelangt schließlich über den abgewinkelten Kanal 54 in dem Anschlussblock
52 in die Schraubenhalterung 50. In dieser befinden sich mehrere Zentrier- und Haltelemente,
welche durch die Schraube federnd nach außen gedrückt werden können. Die Zentrier-
und Haltelemente halten die Schraube in der Schraubenhalterung 50 in einer Ausgangsstellung,
bis das Schraubendrehwerkzeug 66 an der Antriebswelle 62 mit dem Kopf der Schraube
in Eingriff gebracht wird. Zum Eindrehen der Schraube erfasst die Bedienungsperson
die Vorrichtung 10 mit beiden Händen an den Griffen 71, 72 und rückt die Tragkonsole
40 mit der Antriebseinheit 60 und der Antriebswelle 62 nach unten. Dabei schiebt sich
der obere Teil 92' des unteren Abschnitts 92 des Zuführrohres 90 in den unteren Teil
92" des unteren Abschnitts 92 des Zuführrohres 90, weil diese beiden Teile des Zuführrohres
90 teleskopisch ineinander verschiebbar ausgebildet sind. Die Antriebswelle 62 wird
entsprechend nach unten bewegt, so dass schließlich das Schraubendrehwerkzeug 66 mit
dem Schraubenkopf in Eingriff gelangt. Falls die Antriebseinheit 60 noch nicht eingeschaltet
worden ist, wird sie spätestens jetzt eingeschaltet. Nach dem Abschluss des Eindrehvorganges
kehrt durch die Wirkung der Federn 80, 81 die Eindrehvorrichtung 10 in die in den
Fig. 1 ― 4 gezeigte Ausgangsstellung zurück. In der Eindrehposition, in der die Vorrichtung
10 in Fig. 5 gezeigt ist, steht das Schraubendrehwerkzeug 66 nach unten über die Schraubenhalterung
50 vor.
[0024] Wenn die Eindrehvorrichtung 10 an Schrauben mit einem anderen Kopfdurchmesser angepasst
werden soll, wird der Spannring 96 gelöst und der obere Teil 92' des Zuführrohres
90, der als ein Rohr- oder Schlauchelement ausgebildet ist, das sich bis in die Büchse
95 erstreckt, wird zusammen mit der Büchse oben aus dem Zuführrohr 90 herausgezogen.
Nach dem Austauschen des Teils 92' gegen ein Rohr- oder Schlauchelement mit gleichem
Außendurchmesser, aber entsprechend kleinerem oder größerem Innendurchmesser wird
dieses zusammen mit der Büchse 95 wieder in das Zuführrohr 90 eingeführt und schließlich
mit Hilfe des Spannringes 96 fixiert.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 10
- Eindrehvorrichtung
- 30
- Ständer
- 31
- Führungszylinder
- 32
- Führungszylinder
- 33
- Anschlussplatte
- 34
- Stange
- 35
- Stange
- 36
- Mittelkonsole
- 37
- Bohrung
- 38
- Bohrung
- 40
- Tragkonsole
- 42
- Durchgangsbohrung
- 43
- Spannschraube
- 50
- Schraubenhalterung
- 52
- Anschlussblock
- 53
- vertikaler Kanal
- 54
- abgewinkelter Kanal
- 60
- Antriebseinheit
- 62
- Antriebswelle
- 66
- Schraubendrehwerkzeug
- 70
- Handhabe
- 71
- Griff
- 72
- Griff
- 73
- Konsole
- 80
- Feder
- 81
- Feder
- 90
- Zuführrohr
- 91
- oberer Abschnitt des Zuführrohres
- 92
- unterer Abschnitt des Zuführrohres
- 92'
- oberer Teil des unteren Abschnittes des Zuführrohres
- 92"
- unterer Teil des unteren Abschnitts des Zuführrohres
- 95
- Büchse
- 96
- Spannring
- 110
- Eindrehvorrichtung
- 130
- Ständer
- 139
- Teleskopsäule
- 140
- Tragkonsole
- 142
- Bohrung
- 150
- Schraubenhalterung
- 160
- Antriebseinheit
- 171
- Griff
- 172
- Griff
- 175
- Griffstange
- 176
- Griffstange
- 180
- Schraubendruckfeder
- 190
- Zuführrohr
1. Vorrichtung zum Eindrehen von Schrauben,
mit einem teleskopisch ausgebildeten Ständer (30), der an einem Ende an einer Tragkonsole
(40) befestigt ist und am anderen Ende an eine zum Zentrieren und Halten einer Schraube
vor dem Eindrehvorgang dienenden Schraubenhalterung (50) angeschlossen oder anschließbar
ist,
mit einer auf der Tragkonsole (40) anbringbaren oder angebrachten Antriebseinheit
(60) mit einer Antriebswelle (62),
mit einer Handhabe (70) zum Niederdrücken der Tragkonsole (40) gegen Federkraft und
mit einem Zuführrohr (90) zum manuellen Zuführen von einzelnen Schrauben, das einen
oberen Abschnitt (91) hat, der fest mit der Tragkonsole (40) verbunden ist, und einen
unteren Abschnitt (92), der einen geraden oberen Teil (92') und einen gekrümmten oder
abgewinkelten unteren Teil (92") umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass der obere Teil (92') des unteren Abschnitts (92) des Zuführrohres (90) in dem unteren
Teil (92") des unteren Abschnittes (92) teleskopisch verschiebbar aufgenommen ist
und dass der obere Teil (92') des unteren Abschnitts (92) des Zuführrohres (90) ein
in den oberen Abschnitt (91) des Zuführrohres (90) eingesetztes, sich bis zu einem
oberen Ende des Zuführrohres (90) erstreckendes, gelenkig oder biegsam ausgebildetes
Rohr- oder Schlauchelement ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Abschnitt (91) des Zuführrohres (90) mit wenigstens einem die Handhabe
(70) bildenden Griff (71) versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ständer (30) zwei parallele Führungszylinder (31, 32) aufweist, die auf einer
Anschlussplatte (33) für die Schraubenhalterung (50) befestigt sind und in denen zwei
Stangen (34, 35) geführt sind, welche jeweils an der Tragkonsole (40) befestigt sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in den Führungszylindern (31, 32) axial unterhalb der Stangen (34, 35) jeweils eine
Schraubenfeder (80, 81) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungszylinder (31, 32) mit ihren oberen Enden jeweils an einer Mittelkonsole
(36) befestigt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Teil (92") des unteren Abschnitts (92) des Zuführrohres (90) stationär
zwischen der Mittelkonsole (36) und der Schraubenhalterung (50) angeschlossen ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Anschlussplatte (33) zwischen den Führungszylindern (31, 32) ein Anschlussblock
(52) angeordnet ist, der einen vertikalen Kanal (53) zum Hindurchführen der Antriebswelle
(62) und einen abgewinkelten Kanal (54) zum Anschluss des Zuführrohres (90) enthält.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen dem Anschlussblock (52) und der Tragkonsole (40) die Antriebswelle
(62) und/oder ein mit der Antriebswelle (62) in Eingriff bringbares Schraubendrehwerkzeug
(66) erstrecken.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 ― 8, dadurch gekennzeichnet, dass der oder jeder Griff (71) der Handhabe (70) über eine weitere Konsole (73) so an
das Zuführrohr (90) angeschlossen ist, dass sich zumindest die weitere Konsole (73)
in der Verlängerung der Antriebswelle (62) befindet.