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(11) |
EP 2 441 683 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.12.2012 Patentblatt 2012/50 |
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Anmeldetag: 12.10.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verschließstation und Verfahren zum Schneiden einer Deckelfolie
Sealing station and method for cutting a cover film
Station de verrouillage et procédé de coupe d'une pellicule de couvercle
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.04.2012 Patentblatt 2012/16 |
| (73) |
Patentinhaber: MULTIVAC Sepp Haggenmüller GmbH & Co KG |
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87787 Wolfertschwenden (DE) |
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Erfinder: |
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- Mader, Andreas
87463 Dietmannsried (DE)
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Vertreter: Grünecker, Kinkeldey,
Stockmair & Schwanhäusser |
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Leopoldstrasse 4 80802 München 80802 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 251 264 WO-A2-99/42366 US-A- 4 424 659
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WO-A1-97/46447 DE-A1- 10 031 356 US-A- 5 534 282
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Schneiden einer Deckelfolie gemäß
Anspruch 1 sowie auf eine Verschließstation für eine Schalenverschließmaschine nach
Anspruch 8.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Schalenverschließmaschinen bekannt, die eine Deckelfolie
in einer Verschließstation vor dem Aufbringen auf die zu versiegelnde Schale schneiden.
Ein Messer ist dabei an einen Siegelrahmen so angebracht, dass es in der Bewegungsrichtung
so weit hervorsteht, dass die Deckelfolie geschnitten wird, bevor die geschnittene
Deckelfolie von einem Siegelrahmen auf die Schale geklemmt und anschließend gesiegelt
wird. Der Nachteil dieser Ausführung ist eine nicht prozesssichere Lage der geschnittenen
Deckelfolie auf der Schale.
[0003] Andere Schalenverschließmaschinen, bei denen die Deckelfolie nach dem Klemmen und
nach oder während des Siegelvorgangs geschnitten wird, weisen eine Vorrichtung auf,
die es ermöglicht, das Messer unabhängig von dem Siegelrahmen und der Deckelfolie
so zu bewegen, dass die Deckelfolie außerhalb der Schale geschnitten wird. Solche
Schalenverschließmaschinen, bei denen ein Schneidmesser unabhängig von einem Siegelrahmen
bewegbar ist, sind beispielsweise aus der
WO 99/42366 A2, der
WO 97/46447 A1 oder der
US 4,424,659 bekannt. Der Nachteil dieser Ausführung ist, dass die geschnittene Folie außerhalb
des Schalenrandes geschnitten wird und der Bereich zwischen Siegelnaht und Aussenkante
der Deckelfolie nicht fixiert bzw. lose ist.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Schneiden einer Deckelfolie
und eine Verschließstation einer Schalenverschließmaschine zur Verfügung zu stellen,
bei denen die vorstehend beschriebenen Nachteile beseitigt werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zum Schneiden einer Deckelfolie in
einer Verschließstation einer Schalenverschließmaschine nach Anspruch 1 beziehungsweise
durch eine Verschließstation für eine Schalenverschließmaschine nach Anspruch 8. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Schneiden einer Deckelfolie in einer Verschließstation
einer Schalenverschließmaschine sind folgende Schritte vorgesehen:
- Klemmen der Deckelfolie in einem ersten Bereich durch ein Werkzeugoberteil und ein
Werkzeugunterteil der Verschließstation,
- Klemmen der Deckelfolie und einer Schale in einem zweiten Bereich mittels eines Siegelrahmens
und einer Schalenaufnahme,
- Relativbewegung des Siegelrahmens und der Schalenaufnahme mit dem ersten Bereich der
Deckelfolie und der Schale gegenüber dem Werkzeugunterteil,
- Schneiden der Deckelfolie während der Relativbewegung durch Kontakt der Deckelfolie
mit wenigstens einem Messer, das am Siegelrahmen oder am Werkzeugunterteil angebracht
ist.
[0007] Dieses Verfahren ermöglicht eine Schneidung der Deckelfolie, nachdem die Deckelfolie
mittels des Siegelrahmens an die Schale geklemmt ist, ohne dass eine zusätzliche Vorrichtung
zum Bewegen der Messer gegenüber der Folie notwendig ist. Dies führt zu einer kostengünstigen
Schneidung.
[0008] In einem bevorzugten Verfahren wird die Relativbewegung des Siegelrahmens mit der
Schalenaufnahme sowie dem zweiten Bereich der Deckelfolie und der Schale in Richtung
des Werkzeugunterteils ausgeführt. Somit kann die Bewegung des Siegelrahmens zum Klemmen
der Deckelfolie auf die Schale für den folgenden Schneidvorgang in gleicher Betätigungsrichtung
beibehalten werden, um beide Funktionen in einem Bewegungsablauf auszuführen.
[0009] Vorzugsweise wird ein Bereich der Deckelfolie, der sich zwischen dem ersten und zweiten
Bereich der Deckelfolie befindet, durch die Relativbewegung schräg gespannt. Diese
Schrägstellung bewirkt den Kontakt mit dem Messer.
[0010] Vorzugsweise schneidet das Messer die Deckelfolie zwischen einer Siegelnaht und einem
Schalenaußenrand. Dieses Verfahren ermöglicht eine Schneidung der Deckelfolie nahe
einer Aussenkante einer Siegelnaht, nachdem die Deckelfolie sicher mittels des Siegelrahmens
an die Schale geklemmt wurde. Dies führt zu einem optisch sehr ansprechenden Aussehen
der Verpackung, da es keine lose über die Siegelnaht überstehende Deckelfolie gibt.
[0011] Vorzugsweise wird das Schneiden der Deckelfolie vor dem Siegeln der Deckelfolie an
die Schale ausgeführt. Gegen Ende der Relativbewegung des Siegelrahmens und der Schalenaufnahme
wird die Deckelfolie durch das Messer geschnitten, bevor die Schalenaufnahme am Werkzeugunterteil
anschlägt. Dabei erfolgt das Schneiden der Deckelfolie für alle in der Verschließstation
befindlichen Schalen gleichzeitig.
[0012] Bevorzugt erzeugt der Siegelrahmen am Ende der Relativbewegung eine Siegelkraft auf
die Deckelfolie und Schale. Dabei wirkt als Gegendruckanlage das Werkzeugunterteil
der Verschließstation.
[0013] Das Innere der Schale wird vorzugsweise vor dem Siegeln evakuiert und/oder begast,
um eine lange Haltbarkeit zu erreichen, wenn es sich bei einem Produkt um ein Lebensmittel
handelt.
[0014] Die erfindungsgemäße Verschließstation für eine Schalenverschließmaschine weist ein
Werkzeugoberteil und ein Werkzeugunterteil zum Klemmen der Deckelfolie in einem ersten
Bereich auf, sowie einen Siegelrahmen und eine Schalenaufnahme zum Klemmen einer Deckelfolie
an eine Schale in einem zweiten Bereich. Die Verschließstation weist des Weiteren
eine Hubeinrichtung für den Siegelrahmen auf, und ein Messer zum Schneiden der Deckelfolie
ist am Siegelrahmen oder Werkzeugunterteil angebracht. Der Siegelrahmen und die Schalenaufnahme
zusammen mit dem zweiten Bereich der Deckelfolie und der Schale sind relativ zum Werkzeugunterteil
bewegbar. Bei der erfindungsgemäßen Ausführung, bei der das Messer ohne eine eigene
bzw. zusätzliche Betätigungseinrichtung vorgesehen ist, kann eine Verschließstation
kostengünstig und raumsparend ausgeführt werden.
[0015] Der seitliche Abstand des Messers von dem Siegelrahmen ist vorzugsweise kleiner als
5 mm, besonders bevorzugt kleiner als 3 mm. Dadurch kann die Deckelfolie sehr nahe
an einer Siegelnaht geschnitten werden, welches der Verpackung ein besonders attraktives
Aussehen beschert, da der Anteil der losen Folie im Randbereich der Verpackung auf
ein Minimum reduziert ist. Die Vorderkante des Messers kann gegenüber dem Siegelrahmen
zurückstehend, eben oder etwas überstehend sein. Die Hubbewegung des Siegelrahmens
beträgt vorzugsweise 4 mm bis 8 mm. Der Abstand vom Messer zur Innenseite des Werkzeugober-
bzw. Werkzeugunterteils beträgt vorzugsweise 2 mm bis 4mm.
[0016] Das Messer ist vorzugsweise ringförmig entsprechend der Außenkontur der Siegelnaht
ausgebildet.
[0017] Die Hubeinrichtung der Verschließeinrichtung ist in vorteilhafter Weise dazu geeignet,
in einer Position, bei der die Schalenaufnahme mit dem Werkzeugunterteil in Kontakt
kommt, eine Siegelkraft über den Siegelrahmen auf die Deckelfolie und die Schale im
Bereich der Siegelnaht zu erzeugen.
[0018] Im Folgenden wird ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer
Zeichnung näher dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Verpackungsmaschine,
- Figur 2 bis Figur 7
- schematische Vertikalschnitte durch ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Verschließstation bei unterschiedlichen Schritten des erfindungsgemäßen Verfahrens,
und
- Figur 8 und Figur 9
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verschließstation.
[0019] Gleiche und ähnliche Komponenten sind in den Figuren durchgängig mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0020] Figur 1 zeigt in perspektivischer Ansicht ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Verpackungsmaschine 1. Bei diesem Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine Schalenverschließmaschine
("Traysealer"). Die Verpackungsmaschine 1 verfügt über ein Maschinengestell 2, auf
dem eine Verschließstation 3 zum Verschließen sowie gegebenenfalls zum Siegeln und/oder
Evakuieren und/oder Begasen von zugeführten, schalenförmigen Behältern, sowie zum
Schneiden von einer zum Verschließen verwendeten Deckelfolie angeordnet ist. Die Verschließstation
3 befindet sich unter einer Schutzabdeckung 4.
[0021] Die Verpackungsmaschine 1 verfügt ferner über ein Zuführband 5 zum Zuführen der Behälter,
ein Abführband 6 zum Abtransportieren der verschlossenen Behälter, eine Folienzuführrolle
7 zum Aufnehmen und Zuführen einer nur abschnittsweise dargestellten Deckelfolie 8,
sowie einen Restfolienaufwickler 9 zum Aufwickeln der nach dem Versiegeln verbleibenden
Folienbahn der Deckelfolie 8. Eine Anzeige 10 ermöglicht dem Bediener der Verpackungsmaschine
1 das Überprüfen und Steuern des Betriebs der Verpackungsmaschine 1. An der Anzeige
10 können zu diesem Zweck Bedienelemente 11 vorgesehen sein, beispielsweise Bedienfelder
oder Schalter, um den Betrieb der Verpackungsmaschine 1 zu beeinflussen.
[0022] Figur 2 zeigt eine vertikale Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Verschließstation
3 mit der Folienzuführrolle 7 und dem Restfolienaufwickler 9 für die Deckelfolie 8.
Eine Hubeinrichtung 12 für einen Siegelrahmen 13, an dem ein Messer 14 angebracht
ist, ist in einem Werkzeugoberteil 15 aufgenommen. Das Werkzeugunterteil 16 besitzt
eine Führung 17 für eine Schalenaufnahme 18 mit wenigstens einer (Druck-) Feder 19.
Eine mit einem Produkt gefüllte Schale 20 mit einem umlaufenden und nach unten zusätzlich
abgewinkeltem Rand ist durch eine nicht dargestellte Handhabungsvorrichtung oder manuell
in die Schalenaufnahme 18 eingelegt worden. Der einfacheren Darstellung wegen ist
nur eine Schale 20 gezeigt. In der Praxis werden mehrere hintereinander und/oder nebeneinander
benachbarte Schalen gleichzeitig in einer Verschleißstation mit der Deckelfolie verschlossen.
[0023] Nach einem erfindungsgemäßen Verfahren, wie in Figur 3 gezeigt, wird die Deckelfolie
8 durch das Werkzeugoberteil 15 und das Werkzeugunterteil 16 umlaufend geklemmt. Dieser
Bereich, in dem die Deckelfolie 8 geklemmt wird, wird als ein erster Bereich definiert.
In dieser Stellung bilden das Werkzeugoberteil 15 und das Werkzeugunterteil 16 eine
geschlossene Kammer, die evakuiert und/oder begast wird.
[0024] Nachdem der Atmosphärenaustausch abgeschlossen ist, bewegt sich, wie in Figur 4 dargestellt,
der Siegelrahmen 13 mittels der Hubeinrichtung 12 in der Richtung R nach unten und
klemmt die Deckelfolie 8 in einem zweiten Bereich an die Schale 20, die von der Schalenaufnahme
18 gestützt wird. Die Klemmkraft entspricht annähernd der Federkraft durch die Federn
19.
[0025] Wie in Figur 5 dargestellt, bewegt sich der Siegelrahmen 13 weiter in Richtung Werkzeugunterteil
16. Auch die Schalenaufnahme 18 bewegt sich relativ zum Werkzeugunterteil 16 nach
unten. Dabei werden die Federn 19 soweit zusammengedrückt, bis die Schalenaufnahme
18 am Werkzeugunterteil 16 anschlägt. Durch diese Bewegung wird die Schale 20 mit
dem zweiten Bereich der Deckelfolie 8 relativ zum Werkzeugunterteil 16 und auch zum
Werkzeugoberteil 15 nach unten bewegt. Dies führt zu einer Spannung in dem Bereich
der Deckelfolie 8, der nicht in einem zweiten Bereich durch den Siegelrahmen 13 und
die Schalenaufnahme 18 bzw. in einem ersten Bereich durch das Werkzeugoberteil 15
und das Werkzeugunterteil 16 geklemmt ist.
[0026] Durch die dabei entstehende Schrägstellung der Deckelfolie 8 zwischen dem ersten
und zweiten Bereich, in denen die Deckelfolie 8 geklemmt ist, kommt die Deckelfolie
8 mit dem Messer 14 in Kontakt und wird geschnitten. Das Messer 14 weist vorzugsweise
eine gezackte Form auf, welches den Schneidvorgang erleichtert. Die Deckelfolie 8
ist beispielsweise eine Kunststofffolie oder eine Mehrschichtfolie, die auch schrumpf-
oder skinfähig sein kann.
[0027] In Figur 6 ist dargestellt, dass der Siegelrahmen 8 weiter auf die Schalenaufnahme
18 drückt, um die Siegelkraft Fs zu erzeugen, die nötig ist, um die Deckelfolie 8
an die Schale 20 im Bereich der Siegelnaht 22 luftdicht zu siegeln.
[0028] In Figur 7 sind sowohl das Werkzeugoberteil 15 und das Werkzeugunterteil 16, als
auch der Siegelrahmen 13 und die Schalenaufnahme 18 so weit auseinander gefahren,
dass die verschlossene Verpackung 23 mit einer nicht dargestellten Handhabungseinrichtung
aus der Verschließstation 3 heraustransportiert werden kann.
[0029] Eine Variante der Anordnung des Messers 14 ist in Figur 8 gezeigt. Dabei ist das
Messer 14 am Werkzeugunterteil 16 angebracht, wobei sich die Vorderkante des Messers
sehr nahe an der Schalenaufnahme 18 befindet, um die Deckelfolie 8 direkt am äußeren
Packungsrand zu schneiden.
[0030] In Figur 9 ist dargestellt, wie durch die Relativbewegung R des Siegelrahmens 13
mit der Schalenaufnahme 18 zusammen mit dem zweiten Bereich der Deckelfolie 8 und
der Schale 20 gegenüber dem Werkzeugunterteil 16 nach unten die Deckelfolie 8 durch
das Messer 14 geschnitten wird.
1. Verfahren zum Schneiden einer Deckelfolie (8) in einer Verschließstation (3) einer
Schalenverschließmaschine (1) mit folgenden Schritten:
Klemmen der Deckelfolie (8) in einem ersten Bereich durch ein Werkzeugoberteil (15)
und ein Werkzeugunterteil (16) der Verschließstation (3),
Klemmen der Deckelfolie (8) und einer Schale (20) in einem zweiten Bereich mittels
eines Siegelrahmens (13) und einer Schalenaufnahme (18),
Relativbewegung (R) des Siegelrahmens (13) und der Schalenaufnahme (18) mit dem zweiten
Bereich der Deckelfolie (8) und der Schale (20) gegenüber dem Werkzeugunterteil (16),
Schneiden der Deckelfolie (8) während der Relativbewegung (R) durch Kontakt der Deckelfolie
(8) mit wenigstens einem Messer (14), das am Siegelrahmen (13) oder am Werkzeugunterteil
(16) angebracht ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Relativbewegung (R) des Siegelrahmens (13) und der Schalenaufnahme (18) gemeinsam
mit dem zweiten Bereich der Deckelfolie (8) und der Schale (20) in Richtung des Werkzeugunterteils
(16) ausgeführt wird.
3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bereich der Deckelfolie (8), der sich zwischen dem ersten und zweiten Bereich
der Deckelfolie (8) befindet, durch die Relativbewegung (R) schräg gespannt wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das am Siegelrahmen (13) angebrachte Messer (14) die Deckelfolie (8) zwischen einer
Siegelnaht (22) und einem Schalenaußenrand schneidet.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneiden der Deckelfolie (8) vor einem Siegeln der Deckelfolie (8) an die Schale
(20) ausgeführt wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende der Relativbewegung (R) der Siegelrahmen (13) eine Siegelkraft (Fs) über
die Deckelfolie (8) und die Schale (20) auf die Schalenaufnahme (18) erzeugt.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Siegeln das Innere der Schale (20) evakuiert und/oder begast wird.
8. Verschließstation (3) für eine Schalenverschließmaschine (1), wobei die Verschließstation
(3) ein Werkzeugoberteil (15) und ein Werkzeugunterteil (16) zum Klemmen eines ersten
Bereichs einer Deckelfolie (8) sowie eine Schalenaufnahme (18) und einen Siegelrahmen
(13) zum Klemmen eines zweiten Bereichs der Deckelfolie (8) an eine Schale (20) sowie
ein Messer (14) aufweist, das zum Schneiden der Deckelfolie (8) vorgesehen und am
Siegelrahmen (13) oder am Werkzeugunterteil (16) angebracht ist, wobei die Verschließstation
(3) ferner eine Hubeinrichtung (12) für den Siegelrahmen (13) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Siegelrahmen (13) und die Schalenaufnahme (18) zusammen mit dem zweiten Bereich
der Deckelfolie (8) und der Schale (20) relativ zum Werkzeugunterteil (16) bewegbar
sind.
9. Verschließstation nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der seitliche Abstand des Messers (14) von dem Siegerahmen (13) kleiner als 6 mm
ist, vorzugsweise kleiner als 3 mm.
10. Verschließstation nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Messer (14) ringförmig ausgebildet ist.
11. Verschließstation nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubeinrichtung (12) in einer Position, bei der die Schalenaufnahme (18) mit dem
Werkzeugunterteil (16) in Kontakt steht, dazu ausgebildet ist, eine Siegelkraft (Fs)
über den Siegelrahmen (13) auf die Deckelfolie (8) und die Schale (20) zu erzeugen.
12. Verpackungsmaschine mit einer Verschließstation nach einem der Ansprüche 8 bis 11.
1. Method for cutting a cover film (8) in a sealing station (3) of a tray sealing machine
(1), comprising the following steps:
clamping the cover film (8) in a first region by means of a tool upper part (15) and
a tool lower part (16) of the sealing station (3);
clamping the cover film (8) and a tray (20) in a second region by means of a sealing
frame (13) and a tray holder (18);
causing relative movement (R) of the sealing frame (13) and the tray holder (18) with
the second region of the cover film (8) and the tray (20) with respect to the tool
lower part (16); and
cutting the cover film (8) during the relative movement (R) by means of contact between
the cover film (8) and at least one blade (14) that is mounted on the sealing frame
(13) or on the tool lower part (16).
2. Method according to claim 1, characterised in that the relative movement (R) of the sealing frame (13) and the tray holder (18) is carried
out together with the second region of the cover film (8) and the tray (20) in the
direction of the tool lower part (16).
3. Method according to any of the preceding claims, characterised in that a region of the cover film (8) that is located between the first region and the second
region of the cover film (8) is tautened obliquely by the relative movement (R).
4. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the blade (14) which is mounted on the sealing frame (13) cuts the cover film (8)
between a sealing seam (22) and an outer edge of the tray.
5. Method according to any of the preceding claims, characterised in that the cutting of the cover film (8) is carried out before the cover film (8) is sealed
to the tray (20).
6. Method according to any of the preceding claims, characterised in that, at the end of the relative movement (R), the sealing frame produces a sealing force
(Fs) on the tray holder (18) via the cover film (8) and the tray (20).
7. Method according to any of the preceding claims, characterised in that, prior to sealing, the interior of the tray (20) is evacuated and/or treated with
gas.
8. Sealing station (3) for a tray sealing machine (1), the sealing station (3) comprising
a tool upper part (15) and a tool lower part (16) for clamping a first region of a
cover film (8), a tray holder (18) and a sealing frame (13) for clamping a second
region of the cover film (8) to a tray (20), and a blade (14) which is provided for
cutting the cover film (8) and is arranged on the sealing frame (13) or on the tool
lower part (16), the sealing station (3) further comprising a lifting device (12)
for the sealing frame (13), characterised in that, together with the second region of the cover film (8) and the tray (20), the sealing
frame (13) and the tray holder (18) are movable relative to the tool lower part (16).
9. Sealing station according to claim 8, characterised in that the lateral spacing between the blade (14) and the sealing frame (13) is less than
6 mm, preferably less than 3 mm.
10. Sealing station according to either claim 8 or claim 9, characterised in that the blade (14) has an annular configuration.
11. Sealing station according to any of claims 8 to 10, characterised in that, when the lifting device (12) is in such a position that the tray holder (18) is
in contact with the tool lower part (16), said lifting device is configured to produce
a sealing force (Fs) on the cover film (8) and the tray (20) via the sealing fame
(13).
12. Packaging machine comprising a sealing station according to any of claims 8 to 11.
1. Procédé de coupe d'une pellicule de couvercle (8) dans une station de scellage (3)
d'une machine de scellage de coques (1), comprenant les étapes suivantes :
serrage de la pellicule de couvercle (8) dans une première zone à l'aide d'une partie
d'outil supérieure (15) et d'une partie d'outil inférieure (16) de la station de scellage
(3),
serrage de la pellicule de couvercle (8) et d'une coque (20) dans une deuxième zone
à l'aide d'un châssis de scellage (13) et d'un logement de coque (18),
déplacement relatif (R) du châssis de scellage (13) et du logement de coque (18) conjointement
avec la deuxième zone de la pellicule de couvercle (8) et la coque (20) par rapport
à la partie inférieure de l'outil (16),
découpe de la pellicule de couvercle (8) durant le déplacement relatif (R) par contact
de la pellicule de couvercle (8) avec au moins un couteau (14), qui est monté sur
le châssis de scellage (13) ou sur la partie inférieure de l'outil (16).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le déplacement relatif (R) du châssis de scellage (13) et du logement de coque (18)
conjointement avec la deuxième zone de la pellicule de couvercle (8) et la coque (20)
est effectué en direction de la partie inférieure de l'outil (16).
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une zone de la pellicule de couvercle (8) située entre les première et deuxième zones
de la pellicule de couvercle (8) est tendue transversalement du fait du déplacement
relatif (R).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le couteau (14) monté sur le châssis de scellage (13) coupe la pellicule de couvercle
(8) entre une soudure de scellage (22) et un bord externe de la coque.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la découpe de la pellicule de couvercle (8) est effectuée avant un scellage de la
pellicule de couvercle (8) sur la coque (20).
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'à la fin du déplacement relatif (R), le châssis de scellage (13) exerce une force
de scellage (Fs) sur la pellicule de couvercle (8) et la coque (20) posée sur le logement
de coque (18).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'avant le scellage, l'intérieur de la coque (20) est mis sous vide et/ou purgé avec
un gaz.
8. Station de scellage (3) pour machine de scellage de coques (1), dans laquelle la station
de scellage (3) comporte une partie d'outil supérieure (15) et une partie d'outil
inférieure (16) pour serrer une première zone d'une pellicule de couvercle (8), un
logement de coque (18) et un châssis de scellage (13) pour serrer une deuxième zone
de la pellicule de couvercle (8) sur une coque (20), ainsi qu'un couteau (14) pourvu
pour couper la pellicule de couvercle (8) et monté sur le châssis de scellage (13)
ou sur la partie inférieure de l'outil (16), dans laquelle la station de scellage
(3) comporte en outre un dispositif de levage (12) pour le châssis de scellage (13),
caractérisée en ce que le châssis de scellage (13) et le logement de coque (18) peuvent être déplacés conjointement
avec la deuxième zone de la pellicule de couvercle (8) et la coque (20) par rapport
à la partie inférieure de l'outil (16).
9. Station de scellage selon la revendication 8, caractérisée en ce que la distance latérale entre le couteau (14) et le châssis de scellage (13) est inférieure
à 6 mm, et préférablement inférieure à 3 mm.
10. Station de scellage selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que le couteau (14) présente une forme annulaire.
11. Station de scellage selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisée en ce que le dispositif de levage (12) est constitué de telle sorte que, dans une position
où le logement de coque (18) est en contact avec la partie inférieure de l'outil (16),
une force de scellage (Fs) du châssis de scellage (13) s'exerce sur la pellicule de
couvercle (8) et la coque (20).
12. Machine d'emballage comportant une station de scellage selon l'une des revendications
8 à 11.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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