[0001] Die Erfindung betrifft eine Ansteuereinrichtung für hydraulische Verbraucher mit
mindestens einem Ansteuerventil zum Ansteuern einer Einspeiseleitung für den jeweiligen
hydraulischen Verbraucher und mit einem Tankrücklauf gemäß der Merkmalsausgestaltung
des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
[0002] Dahingehende Ansteuereinrichtungen dienen insbesondere als sog. mobile Wegeventile
der Ansteuerung von hydraulischen Verbrauchern, wie beispielsweise Arbeitszylinder
und Hydromotore. Manche der dahingehenden Verbraucher erfahren immer die gleiche Kraftrichtung
der äußeren Last; andere Lasten ändern ihre Kraftrichtung im Betrieb. So erfährt der
Hubzylinder eines Hubstaplers immer eine nach unten gerichtete Kraft, wohingegen der
Hydromotor eines Drehwerks beim Beschleunigen eine drückende Last erfahren kann und
beim Bremsen eine ziehende Last, weil die träge Masse des Drehwerks in der ursprünglichen
Antriebsrichtung weiterläuft.
[0003] Wenn nun ziehende Lasten den Verbraucher schneller bewegen als es der Volumenstrommenge
in der Einspeiseleitung entspricht, sinkt der Zulaufdruck rapide ab bis zum Kavitationsdruck
und darunter. Das gilt es grundsätzlich zu verhindern.
[0004] Um dem zu begegnen, sind auf dem Markt frei käufliche Ansteuereinrichtungen erhältlich,
die verhindern, dass bei der angesprochenen auftretenden Saugwirkung von ziehenden
Lasten der Kavitationsdruck unterschritten wird. Bei den bekannten Lösungen wird hierzu
über ein zusätzliches Speisesystem Fluid in die jeweils gefährdete Druckleitung als
Einspeiseleitung zugeführt. Die dahingehende Einspeisung gelingt aber nur dann, wenn
der über dieses Speisesystem aufgebrachte Speisedruck größer ist als der Druck in
der gefährdeten Einspeiseleitung plus die Summe aller Druckabfälle an den eingesetzten
Drosselstellen von der Einspeiseleitung zur gefährdeten Leitung. Als zusätzliches
Speisesystem trifft man bei hydrostatischen Antrieben häufig ein zusätzliches Pumpensystem
an. Eine demgegenüber kostengünstigere Möglichkeit stellt es dar, wenn man bei konventionellen
Ventilsteuerungen über ein sog. Tankvorspannventil als Ansteuerventil den Fluidrückfluß
zum Tank als Druckraum aufstaut und dann das benötigte Einspeisevolumen aus diesem
Druckraum entnimmt. Nachteilig ist bei diesen bekannten Lösungen der dauernde Energieverlust,
resultierend aus der zusätzlich benötigten Pumpenfördermenge und dem eingestellten
Staudruck bzw. ein um den Staudruck grundsätzlich vermindertes Arbeitsvermögen der
hydraulischen Verbraucher.
[0005] Um dem zumindest teilweise zu begegnen, ist in der
DE 43 42 487 B4 ein hydrostatisches Antriebssystem vorgeschlagen worden mit einem beidseitig beaufschlagbaren,
im offenen Kreislauf angeordneten Verbraucher hydraulischer Energie, dessen beiden
Anschlüssen mindestens ein Bremsventil mit damit in Wirkverbindung stehendem Nachsaugeventil
zugeordnet ist, wobei das Nachsaugeventil das Einspeisen von Druckmittel von der Ablaufseite
zur Zulaufseite des Verbrauchers ermöglicht. Bei der bekannten Lösung ist vorgesehen,
dass das Nachsaugeventil in der Bremsphase, in der durch das Bremsventil ein ablaufseitiger
Druck erzeugbar ist, durch den in der Bremsphase ablaufseitig erzeugten Druck auf
einen erhöhten Nachsaugedruck vorspannbar ist. Im normalen Betriebszustand kann dann
fluidisches Druckmittel ohne großen Widerstand über das Nachsaugeventil zum Tank entweichen
und in der Bremsphase wird das Nachsaugeventil selbsttätig auf einen höheren Öffnungsdruck
vorgespannt, so dass durch das erhöhte Nachsaugedruckniveau auf eine extreme Einspeisung
in das hydrostatische Antriebssystem verzichtet werden kann. Insoweit entfällt bei
dieser bekannten Lösung die Notwendigkeit, wie eingangs erwähnt, ein zusätzliches
Pumpensystem in der Art einer Hilfspumpe zur Aufrechterhaltung eines bestimmten zulaufseitigen
Druckniveaus vorzusehen; jedoch ist die bekannte Lösung mit einem Ansteuerventil in
Zweifach-Kolbenausführung aufwendig und mithin teuer in der Herstellung.
[0006] Durch die
DE 42 43 578 A1 ist eine Nutzfahrzeughydraulik bekannt, insbesondere für ein Müllfahrzeug, mit mindestens
einem Hydraulikkreis, an dem verschiedene Stellorgane zur Durchführung verschiedener
Funktionen, wie beispielsweise Öffnen des Heckteils, Heben und Kippen eines Müllbehälters
etc., angeschlossen sind. Ferner weist die bekannte Lösung eine von einem Motor oder
einem mit diesem gekoppelten Nebenabtrieb des Nutzfahrzeuges antreibbare Pumpe auf
zur Förderung von Hydrauliköl in den Hydraulikkreis. Die Pumpe ist derart aufgebaut,
dass ihre Förderleistung zumindest teilweise unabhängig von der Drehzahl des Motors
regelbar ist. Mit der bekannten Lösung ist es möglich, unter Einsatz einer Regeleinrichtung
die den Leistungsbedarf der am Hydraulikkreis angeschlossenen Stellorgane zu ermitteln
und die Förderleistung der Pumpe stets so einzustellen, dass die Drehzahl des Motors
des Nutzfahrzeuges möglichst niedrig bleibt und erst bei höherem Leistungsbedarf angehoben
wird, was Energieverluste vermeiden hilft.
[0007] Ferner ist durch die
DE 197 35 482 A1 ein hydraulisches System bekannt mit einem Differentialzylinder mit Kolbenstange
und Kolben, der einen kolbenstangenseitigen Druckraum und einen kolbenstangenabseitigen
Druckraum voneinander trennt. Mittels eines Wegeventils mit zwei Verbraucheranschlüssen
sind die beiden Druckräume des Differentialzylinders wechselweise mit einer Druckmittelquelle
und mit einem Tank verbindbar. Unabhängig von diesem Wegeventil ist mittels eines
Eilgangventils der kolbenstangenseitige Druckraum mit dem kolbenstangenabseitigen
Druckraum des Differentialzylinders verbindbar. Bei der bekannten Lösung wird ein
sog. Absturz der Last bei einer Betätigung des Eilgangventils in einer Ruhestellung
oder in einer Arbeitsstellung des Wegeventils, in der dem kolbenstangenabseitigen
Druckraum des Differentialzylinders Druckmittel von der Druckmittelquelle zugeführt
wird, durch ein Rückschlagventil verhindert, das in der über das Eilgangventil herstellbaren
Verbindung zwischen den beiden Druckräumen des Differentialzylinders angeordnet ist
und vom kolbenstangenabseitigen Druckraum zum kolbenstangenseitigen Druckraum hin
sperrt. Die bekannte Lösung erlaubt somit unabhängig von der Größe der Last, die mit
dem Differentialzylinder bewegt wird und die dem Ausfahren der Kolbenstange entgegenwirkt,
eine willkürliche Betätigung des Eilgangventils ohne Gefährdung von Personen und ohne
die Gefahr einer Beschädigung der Maschine, so dass zu jedem Zeitpunkt eine Eilgangbewegung
möglich ist.
[0008] Durch die
DE 38 23 892 A1 ist eine gattungsgemäße Ansteuereinrichtung für hydraulische Verbraucher bekannt
mit mindestens einem Ansteuerventil zum Ansteuern einer Einspeiseleitung für den jeweiligen
hydraulischen Verbraucher und mit einem Tankrücklauf, wobei das Ansteuerventil an
eine zusätzliche Einspeiseleitung angeschlossen und derart als Prioritätsventil ausgebildet
ist, dass die Einspeiseleitung den Vorzug einer Fluidversorgung gegenüber dem Tankrücklauf
erhält. Die bekannte Ansteuereinrichtung ist als Hydraulikanlage mit mehreren Pumpen
konzipiert, die ein konstantes Fördervolumen aufweisen, wobei einer Pumpe ein bevorzugter
Verbraucher (Primärkreis) zugeordnet ist. Für beide Pumpen, von denen die erste Pumpe
vorwiegend dem bevorzugten Verbraucher zugeordnet ist, die andere einem Sekundärkreis,
ist ein einziges Stromregelventil zugeordnet. Dieses ist derart gesteuert und ausgebildet,
dass bei Bedarf es den Förderstrom der zweiten Pumpe zum bevorzugten Verbraucher zu
steuern vermag oder den Förderstrom der ersten Pumpe dem zweiten Verbraucher zuführen
kann. Zwar ist die bekannte Lösung in der Realisierung einfach und kostengünstig herzustellen;
allein was die Funktionssicherheit anbelangt, läßt die bekannte Lösung noch Wünsche
offen.
[0009] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
die bekannten Lösungen dahingehend weiter zu verbessern, dass in funktionssicherer,
energiesparender und kostengünstiger Weise schädigende Kavitationen in jedem Anwendungsfall
mit Sicherheit verhindert sind. Eine dahingehende Aufgabe löst eine Ansteuereinrichtung
mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 in seiner Gesamtheit.
[0010] Das Ansteuerventil für die erfindungsgemäße Ansteuereinrichtung ist in der Art eines
Prioritätsventils aufgebaut, das als sog. Tankvorspannventil der angesprochenen Einspeiseleitung
den Vorzug gibt vor dem freien Tankrücklauf.
[0011] Hierzu ist gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 vorgesehen, dass
das Ansteuerventil eine zweite Speiseleitung aufweist, die von einer zweiten Drossel
beeinflußt ist und dass eine Steuerkante des Ventilkolbens des Ansteuerventils den
freien Durchfluß dieser zweiten Speiseleitung beeinflußt.
[0012] Die weitere zweite Speiseleitung kann dabei zur zusätzlichen und direkten Versorgung
der Einspeiseleitung dienen. Dadurch, dass die weitere Speiseleitung im Ansteuerventil
über die Steuerkante des Ventilkolbens beeinflußbar ist, kann durch den Regelhub einer
Regelfeder des Ansteuerventils derart abgesperrt werden, dass es zu einer Unterbrechung
der Verbindung in der Einspeiseleitung kommt. Vorzugsweise beginnt die weitere zweite
Speiseleitung in einem Kanal der Druckversorgung und wird über eine definierte Drosselstelle
in ihrem Durchflußverhalten bestimmt.
[0013] Vorzugsweise verhindert dabei ein zwischen Einspeiseleitung und Speiseleitung angeordnetes
Rückschlagventil, das in Richtung der Einspeiseleitung öffnet, dass ungewollt ein
Rückfluß aus der Einspeiseleitung in die Speiseleitung erfolgt.
[0014] Durch eine dauernde gedrosselte Entlastungsleitung von der Einspeiseleitung in den
freien Tankrücklauf läßt sich das Regelverhalten der Ansteuereinrichtung verbessern.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Ansteuereinrichtung sind
Gegenstand der sonstigen Unteransprüche.
[0016] Im Folgenden wird die erfindungsgemäße Ansteuereinrichtung anhand eines Ausführungsbeispiels
nach der Zeichnung näher erläutert.
[0017] Dabei zeigen in prinzipieller und nicht maßstäblicher Darstellung die
- Fig.1
- die Ansteuereinrichtung für hydraulische Verbraucher in der Art eines Schaltplans;
- Fig.2 bis 5
- in der Art einer Schnittdarstellung das Ansteuerventil in verschiedenen Arbeitsstellungen;
- Fig.6
- eine perspektivische Ansicht auf das geschnitten dargestellte Ansteuerventil gemäß
den Fig.2 bis 5.
[0018] In der Fig.1 ist die Ansteuereinrichtung für hydraulische Verbraucher in der Art
eines Schaltplanes wiedergegeben. Der dahingehende Schaltplan ist nur beispielhaft;
andere Ausführungsmöglichkeiten sind denkbar. Als hydraulische Verbraucher dienen
ein Arbeitszylinder 10 sowie ein Hydromotor 12. Der Arbeitszylinder 10 ist mit seinem
Kolbenraum fluidführend an einen Nutzanschluß A
1 angeschlossen und mit seiner Stangenseite an einen Nutzanschluß B
1. Ebenso ist der Hydromotor an Nutzanschlüsse A
2, B
2 angeschlossen, wobei alle Nutzanschlüsse A
1,B
1,A
2,B
2 jeweiligen Ausgang eines als Ganzes mit 14 bezeichneten Steuerblockes bilden.
[0019] Der aufgezeigte Arbeitszylinder 10 kann beispielsweise Bestandteil einer Arbeitsmaschine
in Form eines Radladers od. dgl. sein zwecks Heben und Senken einer Arbeitsgerätschaft
in Form eines üblichen Hubwerkes mit Schaufel. Der Hydromotor 12 treibt beispielsweise
ein mechanisches Drehwerk 16 an, dem ein Trägheitsmoment J zugrunde gelegt ist. Mit
dahingehenden Hydromotoren 12 lassen sich beispielsweise hydraulische Aufzüge betätigen,
Fahrwerke von Arbeitsmaschinen, wie Gabelstapler, antreiben und dergleichen mehr.
Die Nutzungsmöglichkeiten sowohl für hydraulische Arbeitszylinder als auch für Hydromotoren
sind nahezu unbeschränkt. Wie die Doppelpfeile bei dem Arbeitszylinder 10 und dem
Hydromotor 12 symbolisch aufzeigen, ist sowohl die Arbeitsbewegung der Kolbenstangeneinheit
des Arbeitszylinders 10 als auch die jeweilige Drehrichtung für den Hydromotor 12
umkehrbar. Dabei gilt für den Hydromotor 12, dass beim Antreiben des Drehwerkes 16
in der einen Richtung er beim Beschleunigen eine drückende Last erfährt, wohingegen
beim Bremsen eine ziehende Last entsteht, weil die träge Masse (Trägheitsmoment J)
des Drehwerkes 16 weiterläuft. Vergleichbar ist die Situation am Arbeitszylinder 10,
wenn in der einen Richtung eine Last gedrückt und in der anderen gegenläufigen Richtung
für eine Einfahrbewegung entsprechend gezogen werden muß. Grundsätzlich gilt dann,
dass, wenn ziehende Lasten den jeweiligen Verbraucher 10,12 schneller bewegen als
es dem nachströmenden Volumenstrom im Zulaufkanal an den Nutzanschlüssen A
1, B
1, A
2, B
2 entspricht, der Zulaufdruck dann schnell auf den Kavitationsdruck und darunter sinken
kann, was es aufgrund der schädlichen Auswirkungen zu verhindern gilt. Hierzu dient
die noch näher aufzuzeigende Ansteuereinrichtung.
[0020] Die Ansteuereinrichtung weist hierfür ein Ansteuerventil 18 auf, das unter anderem
dem Ansteuern einer Einspeiseleitung T
Reg für den jeweiligen hydraulischen Verbraucher 10,12 dient. Diametral gegenüberliegend
zu der ausgangsseitigen Einspeiseleitung T
Reg ist an das Ansteuerventil 18 des weiteren ein Tankrücklauf T
RO auf die Eingangsseite geschaltet. Ein weiterer Ausgang des Ansteuerventils 18 ist
an eine zusätzliche Speiseleitung T
R angeschlossen und das Ansteuerventil 18 ist derart als Prioritätsventil ausgebildet,
dass die Einspeiseleitung T
Reg den Vorzug einer Fluidversorgung gegenüber dem Tankrücklauf T
RO erhält.
[0021] Für die Fluid- oder Druckversorgung p dient eine nicht näher aufgezeigte hydraulische
Pumpeneinrichtung üblicher Bauart. Die Druckversorgung p ist über eine Drossel D
1 wiederum auf die Eingangsseite des Ansteuerventils 18 geschaltet und in einen Nebenzweig
20 mündet die Druckversorgung p auf die Eingangsseite zweier weiterer Ansteuerventile
22,24, wobei das eine Ansteuerventil 22 ausgangsseitig mit seinen Fluidanschlüssen
jeweils mit den Nutzanschlüssen A
1, B
1 des Hydraulikzylinders 10 in Verbindung steht und das zweite weitere Ansteuerventil
24 ist entsprechend an die Nutzanschlüsse A
2, B
2 des Hydromotors 12 angeschlossen. Das jeweilige Ventil 22,24 ist darüber hinaus eingangsseitig
in fluidführender Verbindung mit der Speiseleitung T
R und die beiden zu den jeweiligen Nutzanschlüssen A
1, B
1, A
2, B
2 führenden Ausgänge sind jeweils über eine Fluidleitung an die Einspeiseleitung T
Reg angeschlossen.
[0022] In die dahingehenden Fluidleitungen sind jeweils zwei Rückschlagventile 26,28 angeschlossen,
wobei das Rückschlagventil 28 das jeweils zu dem Nutzanschluß B
1,B
2 führt, mit einer Druckbegrenzungsfunktion versehen sein soll. Des weiteren öffnen
alle Rückschlagventils 26,28 in Richtung ihrer jeweils zuordenbaren Nutzanschlüsse
A
1,B
1,A
2,B
2. Die weiteren zweiten Ansteuerventile 22,24 sind in der Art von 4/3-Wege-Ventilen
ausgebildet und in ihrer mittleren unbetätigten Stellung gezeigt, bei der die jeweilige
Eingangsseite von der Ausgangsseite getrennt ist. Das jeweilige 4/3-WegeVentil läßt
sich hydraulisch oder elektro-hydraulisch auf übliche Art und Weise über gegenüberliegende
Steueranschlüsse a
1,b
1 sowie a
2,b
2 ansteuern. Auch die dahingehenden 4/3-Wege-Ventile lassen sich gegebenenfalls durch
andere Ventilkonstruktionen ersetzen und neben dem gezeigten Arbeitszylinder 10 sowie
dem Hydromotor 12 können weitere Verbraucher der gleichen Art oder verschiedener Art
treten. Auch kann der Steuerblock 14 nur der Ansteuerung eines hydraulischen Verbrauchers
10 oder 12 dienen.
[0023] Wie sich des weiteren aus der Fig.1 ergibt, ist zwischen der Einspeiseleitung T
Reg und der Speiseleitung T
R ein Rückschlagventil RV geschaltet, das in Richtung der Einspeiseleitung T
Reg öffnet. Das Ansteuerventil 18 weist des weiteren eine intern verlaufende zweite Speiseleitung
30 auf, die von einer zweiten Drossel D2 beeinflußt ist. Die näheren Einzelheiten
hierzu werden noch anhand der Schnittbilder nach den Fig. 2 ff erläutert werden. Der
Ventilkolben 32 des Ansteuerventils 18 stützt sich gegen eine Regelfeder 34 in Form
einer Druckfeder ab.Wie sich weiter aus der Fig.1 ergibt, ist zwischen den Tankrücklauf
T
RO und der Einspeiseleitung T
Reg eine dauernd gedrosselte Entlastungsleitung 36 geschaltet, die vorzugsweise eine
weitere definierte Drosselstelle D2' aufweist. Die Entlastungsleitung 36 mündet des
weiteren auf die Steuerseite 38 des Ansteuerventils 18, die gegenüberliegend zu der
Regelfeder 34 am Ventilkolben 32 wirkt. Ebenso mündet neben der Regelfeder 34 eine
weitere Abzweigleitung 40 vom freien Tankrücklauf T
RO auf die andere Steuerseite 42 des Ansteuerventils 18. Welche möglichen Arbeitsstellungen
das Ansteuerventil 18 einnehmen kann, ist Gegenstand der noch zu erläuternden Schnittbilddarstellung
nach den Fig.2 bis 5.
[0024] Die in Fig.1 gezeigte Ansteuereinrichtung ist in der Art einer Sensorschaltung ausgebildet,
die "nachfühlt", ob ein Bedarf an Einspeisestrom für den jeweiligen Verbraucher 10,12
besteht. Nur wenn der dahingehende Bedarf "gefühlt" ist, wird der freie Tankrücklauf
T
RO auf die erforderliche benötige Druckhöhe angestaut. Zu diesem Zweck werden die beiden
unabhängigen Rücklaufleitungen im Steuerblock 14 eingesetzt. Die eine ist hierbei
durch die Speiseleitung T
R für das Ansteuerventil 18 gebildet, die andere ist die Einspeiseleitung T
Reg zu den als Rückschlagventilen 26,28 ausgebildeten Einspeiseventilen. Das Ansteuerventil
18 bildet mithin eine Art Tankvorspannventil aus und ist als Prioritätsventil derart
ausgebildet, dass es der Einspeiseleitung T
Reg von der Fluidversorgung her den Vorzug gibt vor dem freien Tankrücklauf T
RO.
[0025] Die angesprochene Sensorschaltung entlastet den Tankrücklauf T
RO, so lange kein Einspeisebedarf gemeldet wird. Ansonsten wird der Tankrücklauf T
RO auf eine konstruktiv vorbestimmte Höhe, die im wesentlichen durch die Federkraft
der Regelfeder 34 vorgegeben ist, angedrosselt. Solange in der Einspeiseleitung T
Reg kein Mengenabfluß erfolgt, wird das Fluid ungedrosselt in die Tankrücklaufleitung
T
RO geleitet. Fließt dagegen ein Einspeisestrom ab, dann regelt das Ansteuerventil 18
weiterhin den konstruktiv eingestellten Druck in der Einspeiseleitung T
Reg, indem es den Abflußquerschnitt zum freien Tankrücklauf T
RO drosselt, dadurch gleichzeitig den Druck in T
R über denjenigen in der Einspeiseleitung T
Reg hebt und das Fluidmedium jetzt durch das Rückschlagventil RV in die Einspeiseleitung
T
Reg fließen muß. Zur Realisierung des Sensors dient die jeweils wirksame Druckfläche
am Ventilkolben 32 des als Druckwaage ausgebildeten Ansteuerventils 18. Gemäß der
Schaltplandarstellung nach der Fig.1 ist hierbei das Ansteuerventil 18 unter Bildung
der Druckwaage vorzugsweise als 4/3-Wege-Proportionalventil ausgebildet.
[0026] Das Ansteuerventil ist in den nachfolgenden Figuren anhand verschiedener Arbeitsstellungen
näher aufgezeigt. Dabei entspricht die Darstellung nach der Fig.2 der Schaltdarstellung
des Ventils nach der Fig.6, d.h. in Blickrichtung auf die Fig.2 und 6 gesehen befindet
sich der innerhalb des Ventilgehäuses 44 geführte Regel- oder Ventilkolben 32 in seiner
äußerst linken Schaltposition, bei der er linksseitig an eine Wandung des Ventilgehäuses
44 anstößt. In dem Ventilgehäuse 44 sind mehrere, im Umfang verbreiterte Ringräume
46,48,50,52 und 54 vorhanden. Der zuletzt genannte Ringraum 54 nimmt unter anderem
die als Druckfeder konzipierte Regelfeder 34 auf. Des weiteren mündet von links nach
rechts gesehen in den ersten Ringraum 46 die Einspeiseleitung T
Reg und an den weiteren zweiten Ringraum 48 ist die Druckversorgung p angeschlossen mit
der Drosselstelle D1. In den nachfolgenden dritten Ringraum 50 mündet die Speiseleitung
T
R und an den nachfolgenden vierten Ringraum 52 ist der freie Tankrücklauf T
RO angeschlossen.
[0027] Des weiteren sind die einzelnen Ringräume 46,48,50,52 und 54 über Kolbensegmente
56,58,60 und 62 im wesentlichen fluiddicht voneinander getrennt. Die dahingehenden
Kolbensegmente 56,58,60 und 62 sind im Durchmesser gegenüber dem sonstigen Durchmesserverlauf
des Ventilkolbens 32 unter Bildung wirksamer ringförmiger Kolbenflächen verbreitert.
In der in den Fig.2 und 6 gezeigten linken Anschlagstellung für den Ventilkolben 32
sind einzelne mit a,b,c bezeichnete Überdeckungen des Ventilkolbens 32 im Ventilgehäuse
44 wiedergegeben, wobei in der dahingehenden Arbeitsstellung gilt a<b<c und im Hinblick
auf die genannte linke Anschlagstellung ist der freie Verfahrweg x für den Ventilkolben
32 in der möglichen Verfahrrichtung nach rechts gleich 0. Der Ventilkolben 32 ist
entlang seiner Längsachse 66 von einer Längsbohrung 68 durchgriffen, die zu beiden
Seiten des Ventilkolbens 32 nach außen hin ins Freie ausmündet, also in den ersten
Ringraum 46 sowie in den fünften Ringraum 54.
[0028] Des weiteren ist zwischen dem ersten Kolbensegment 56 und dem zweiten Kolbensegment
58 eine erste Querbohrung 70 vorhanden, die in der gezeigten Arbeitsstellung nach
der Fig.2 in den zweiten Ringraum 48 ausmündet und im übrigen fluidführend mit der
Längsbohrung 68 in Form eines Längskanals in Verbindung steht. Hierzu um 90° in der
Bildebene versetzt angeordnet tritt eine zweite Querbohrung 72 größeren Durchmessers
als Teil der Längsbohrung 68 in Richtung des Ventilgehäuses 44 aus dem zweiten Kolbensegment
58 aus. Des weiteren ist eine dritte Querbohrung 74 vorgesehen, die in den vierten
Ringraum 52 zwischen den Kolbensegmenten 60 und 62 ausmündet. Sofern hier von Querbohrungen
die Rede ist, kann jede Querbohrung 70,72,74 auch mehrere, insbesondere vier senkrecht
aufeinanderstehende Kanalabschnitte umfassen.
[0029] Des weiteren können die in Längsebenen aufeinanderfolgenden Querbohrungsanordnungen
einander benachbart um jeweils 90° zueinander versetzt verlaufend angeordnet sein.
Wie sich des weiteren aus der Fig.2 ergibt, ist innerhalb der Längsbohrung 68 im Kolbenabschnitt
zwischen dem zweiten Kolbensegment 58 und dem dritten Kolbensegment 60 die zweite
Drossel D2 angeordnet. Um eine gute Anlagefläche für die Regelfeder 34 zu bilden,
ist des weiteren der Ventilkolben 32 an seinem, in Blickrichtung auf die Fig.2 gesehen,
rechten Ende in Stufen verlaufend ausgebildet. Der Außendurchmesser aller Kolbensegmente
ist gleich; die wirksamen Kolbenflächen 64 jedoch sind im Durchmesser voneinander
verschieden ausgebildet; jedoch weisen die zueinander benachbart liegenden Kolbenflächen
64 zweier Kolbensegmente 56,58;58,60 sowie 60 und 62 die gleiche wirksame Kolbenfläche
64 auf.
[0030] Die Fig.2 und 6 betreffen dem Grunde nach die sog. Einspeisestellung als mögliche
Arbeitsstellung der erfindungsgemäßen Ansteuereinrichtung. Zur näheren Funktionsbeschreibung
sollen im Sinne einer gedanklichen Annahme die Drosseln D1 und D2 verschlossen sein.
Im drucklosen Zustand drückt dann die Ventilfeder 34 den Regelkolben 32 gegen den
mechanischen Anschlag in Form einer inneren Gehäusewandung des Ventilgehäuses 44.
Hierbei ist dann die fluidführende Verbindung zwischen T
R und T
RO abgesperrt. Wenn jetzt die hydraulische Pumpe eingeschaltet wird und Fluiddruck p
im zweiten Ringraum 48 ansteht, ist im Einspeisekanal T
Reg kein hydraulischer Widerstand vorhanden mit der Folge, dass das im Rücklauf strömende
Arbeitsmedium über das Ventil RV drucklos über die Einspeiseventile 26,28 zu den hydraulischen
Verbrauchern 10,12 gelangt. Dieser Arbeitszustand herrscht bei ziehenden Lasten. Treten
keine ziehenden Lasten mehr auf, dann schließen die Einspeiseventile 26,28 und es
fließt kein Volumenstrom mehr ab. Der Druck in T
Reg und T
R steigt.
[0031] Wenn die auf den Regelkolben 32 wirkende Druckkraft höher wird als die Kraft der
Regelfeder 34, bewegt sich der Regelkolben 32 gegen die Feder 34. Dabei wird die Verbindung
von T
R nach T
RO geöffnet und der Speisedruck T
R sowie der Druck in der Einspeiseleitung T
Reg sinken. Jetzt setzt eine Regelbewegung ein mit dem Ziel, den Druck in T
Reg genau auf die Kraft der Regelfeder 34 als Ventilfeder einzustellen. Der Druck in
der Speiseleitung T
R kann deshalb nicht unter den entsprechenden Druckwert der Regelfeder 34 sinken, so
dass der Rücklauf T
RO immer vorgespannt ist. Fig.3 entspricht dabei dem Arbeitszustand, wenn a<x<b ist.
Da bei der Schaltdarstellung nach der Fig.3 keine Einspeisung über die Einspeiseventile
26,28 erfolgt, tritt kein Verbrauch ein und der Fluiddruck im freien Tankrücklauf
T
RO ist in regelnder Weise gehalten.
[0032] Im bereits angesprochenen gedanklichen Funktionsablauf soll nun die Drossel D1 geöffnet
werden. Der T
Reg fluidführende Kanal als Einspeiseleitung wird dann nicht nur über das Ventil RV von
seiten T
R versorgt, sondern auch über die Drossel D1, ausgehend von einem hohen Druckniveau,
beispielsweise in Form des Pumpenversorgungsdruckes p. Wenn jetzt keine ziehenden
Lasten auftreten, dann bewegt sich der Ventilkolben 32 wiederum in Blickrichtung auf
die Figuren gesehen nach rechts gegen die Feder 34 und dabei kommt es innerhalb des
Ventils zu einer fluidführenden Verbindung von T
R zum drucklosen Rücklauf T
RO. Die Folge hiervon ist, dass der Druck in T
R sinkt. Das Ventil RV schließt, weil die Einspeiseleitung T
Reg zusätzlich über die Drossel D1 gespeist wird und kein Volumenstrom abfließt. Deshalb
bleibt der Druck in der Einspeiseleitung T
Reg auf einer Höhe, der dem Betrag der Regelfeder 34 entspricht.
[0033] Der Regel- oder Ventilkolben 32 kann dann vollständig gegen die Regelfeder 34 laufen,
ohne dass Speisedruck aus T
R entnommen wird. Daher sinkt bei vollständig geöffneter Verbindung T
R zu T
RO der Druck bei T
R auf das Niveau von T
RO. Wenn der Ventilkolben 32 gegen die Feder 34 bis zum mechanischen Anschlag laufen
würde, dann wäre der Druck in der Einspeiseleitung T
Reg bis auf die Höhe des Zulaufdrucks in der zweiten Speiseleitung 30 gelaufen. Der dahingehende
Ventilzustand ist in Fig.5 gezeigt mit x = c. Die jeweiligen Einspeiseventile 26,28
würden dann gegebenenfalls öffnen und unerwünscht in Verbraucheranschlüsse A
1,B
1,A
2,B
2 einspeisen. Um dies zu vermeiden, wächst der Druck in der Einspeiseleitung T
Reg nicht über die voreingestellte Höhe der Federkraft der Regel- oder Ventilfeder 34,
so dass der Regelkolben 32 den Zulauf der zweiten Speiseleitung 36 verschließt, bevor
der mechanische Anschlag erreicht ist. Es wird sich dann eine Regelbewegung einstellen,
die um die Position der Steuerkante 76 (Fig. 2) des Ventilgehäuses 44 herumpendelt.
[0034] Wenn ziehende Lasten an dem jeweiligen Verbraucher 10,12 wirken, dann sperrt das
Ansteuerventil 18 als Tankvorspannventil den Abfluß in den freien Tankrücklauf T
RO ab und die Steuerkante 76 der zweiten Speiseleitung 30 ist voll geöffnet. Damit jetzt
nicht beliebig viel Volumenstrom aus dem hohen Druckniveau entnommen wird, ist der
Zulauf der zweiten Speiseleitung 30 mit der Drossel D2 abgesichert. Um zu vermeiden,
dass die Regelbewegungen nicht zu Schwingungen führen, ist eine dritte Drosselstelle
D2' in der Entlastungsleitung 36 geöffnet vorhanden. Hieraus resultiert ein kleiner
Steuerölverlust von T
Reg nach T
R, der aber insoweit, wie angesprochen, stabilisierend auf das Ansteuer- oder Regelventil
18 wirkt und vernachlässigbar klein ist im Hinblick auf die realisierten Energieeinspareffekte.
Die Schaltdarstellung nach der Fig.4 gibt die Situation wieder, wenn b<x<c ist, was
bedeutet, dass T
RO offen, aber die Druckbegrenzungsfunktion (DBV) für die Einspeiseleitung T
Reg geschlossen ist.
[0035] Die Höhe des Steuerölverbrauchs wird bestimmt durch die Höhe der Kraft der Regelfeder
34 und der Drosselwirkung von D2. Typische Auslegungswerte variieren zwischen einer
Druckvorspannung von 10 bar, kombiniert mit D2 gleich 0,8 mm und einer Druckvorspannung
von 7 bar, kombiniert erhalten aus zwei hintereinander geschalteten Drosseln von 0,6
mm als D2. Damit kann man per Auslegung den Steuerölverbrauch von 1 l/min bis 0,34
l/min ohne weiteres variieren. Die zugeordneten Energieverluste sind dann abhängig
vom aktuellen Pumpendruck p, der die zweite Speiseleitung 30 mit versorgt. Bei einem
mittleren Pumpendruck von 200 bar treten dann Verluste von 0,3 KW bzw. 0,1 KW auf.
[0036] Wird aus irgendwelchen Gründen zusätzlich ein Volumenstrom in die Einspeiseleitung
T
Reg eingespeist, z.B. herrührend aus den Druckbegrenzungsventilen an den Rohranschlüssen,
darf dieser zusätzliche Volumenstrom nicht zu einer unerlaubten Überhöhung des Druckes
in der Einspeiseleitung T
Reg führen. Also muß an und für sich dieser zusätzliche Volumenstrom sicher abgeführt
werden. Zu diesem Zweck kann das Tankvorspannventil in Form des Ansteuerventils 18
seinen Hub so weit führen, bis eine Verbindung Einspeiseleitung T
Reg zu Speiseleitung T
R öffnet, wobei Speiseleitung T
R bereits ungedrosselt mit dem freien Tankrücklauf T
RO verbunden ist.
[0037] Mit der beschriebenen Ansteuereinrichtung läßt sich insbesondere das Arbeitsvermögen
der hydraulischen Verbraucher 10,12 erhöhen, soweit gerade kein Einspeisezustand vorliegt.
Eine Druckerhöhung um 7 bis 10 bar ist ohne weiteres möglich, so dass insoweit um
diesen freigeschalteten Staudruck auch Energie eingespart wird. Durch die Energieeinsparung
kann auch die Auslegung eines zuordenbaren Kühlsystems kleiner dimensioniert werden.
Ferner kommt es zu Ersparnissen beim Kraftstoff, insbesondere Dieselkraftstoffverbrauch.
Das Arbeitsvermögen der hydraulischen Verbraucher wird, wenn kein Einspeisezustand
vorliegt, beispielsweise um 7 bis 10 bar erhöht. Es wird dann Energie eingespart im
Umfang des freigeschalteten Staudrucks von 7 bis 10 bar. Ein typisches Beispiel ist
ein Kleinbagger mit einem mittleren Volumenstsrom von 50 l/min und 7 bar Staudruck
im Einspeisekanal. Dies ergibt einen Energiegewinn von etwa 0,58 KW, wovon jedoch
ungefähr 0,1 KW Steuerölverlust abzuziehen wären. Bei einem Mobilbagger mit einem
mittleren Volumenstsrom von 200 l/min könnten bei einem Staudruck von 10 bar gleich
3,3 KW eingespart werden. Davon gingen für den Steuerölverlust wieder maximal 0,3
KW verloren, so dass die totale Energieeinsparung 3 KW betragen würde.
1. Ansteuereinrichtung für hydraulische Verbraucher (10,12) mit mindestens einem Ansteuerventil
(18) zum Ansteuern einer Einspeiseleitung (TReg) für den jeweiligen hydraulischen Verbraucher (10,12) und mit einem Tankrücklauf
(TRO), wobei das Ansteuerventil (18) an eine zusätzliche Speiseleitung (TR) angeschlossen und derart als Prioritätsventil ausgebildet ist, dass die Einspeiseleitung
(TReg) den Vorzug einer Fluidversorgung gegenüber dem Tankrücklauf (TRO) erhält, dadurch gekennzeichnet, dass das Ansteuerventil (18) eine zweite Speiseleitung (30) aufweist, die von einer zweiten
Drossel (D2) beeinflußt ist und dass eine Steuerkante (76) des Ventilkolbens (32)
des Ansteuerventils (18) den freien Durchfluß dieser zweiten Speiseleitung (30) beeinflußt.
2. Ansteuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Einspeiseleitung (TReg) und Speiseleitung (TR) ein Rückschlagventil (RV) geschaltet ist, das in Richtung der Einspeiseleitung (TReg) öffnet.
3. Ansteuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ansteuerventil (18) an eine Druckversorgung (p) als Fluidversorgung angeschlossen
ist, die über eine Drossel (D1) beeinflußt ist.
4. Ansteuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkolben (32) des Ansteuerventils (18) sich gegen eine Regelfeder (34) abstützt,
dass der Ventilkolben (32) eine innere Fluidführung mit der zweiten Drossel (D2) und
voneinander beabstandete Kolbenflächen (64) aufweist, die in Ringräume (46,48,50,52,54)
im Ventilgehäuse (44) des Ansteuerventils (18) ausmünden, an die jeweils die Druckversorgung
(p), der Tankrücklauf (TRO) die Einspeiseleitung (TReg) sowie die erste Speiseleitung (TR) fluidführend angeschlossen sind.
5. Ansteuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Tankrücklauf (TRO) und der Einspeiseleitung (TReg) eine dauernd gedrosselte Entlastungsleitung (Drosselstelle D2') geschaltet ist.
6. Ansteuereinrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilkolben (32) des Ansteuerventils (18) gegen die Regelfeder (34) einen Regelhub
zur Druckbegrenzung ausführt, um dergestalt die Einspeiseleitung (TReg) mit der Speiseleitung (TR) zu verbinden, sobald eine vorgebbare Druckhöhe überschritten ist.
7. Ansteuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in die Einspeiseleitung (TReg) jeweils zwei Einspeiseventile (26,28) geschaltet sind, die jeweils einen Nutzanschluß
(A1,B1;A2,B2) des hydraulischen Verbrauchers (10,12) ansteuern und dass in die dahingehenden Verbindungsleitungen
ausgangsseitig ein weiteres Ansteuerventil geschaltet ist, das auf seiner Eingangsseite
jeweils an die Fluidversorgung angeschlossen ist sowie an die Speiseleitung (TR).
8. Ansteuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Ansteuerventil (18) als Druckwaage ausgebildet ist.
9. Ansteuereinrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das eine Ansteuerventil (18) als Druckwaage ein 4/3-Wege-Proportionalventil und das
jeweils zweite Ansteuerventil (22,24) ein 4/3-Wegeventil ist.