[0001] Die Erfindung betrifft ein Öltransformatorisolationsmodul mit einer Vielzahl an längs
einer Linie bündig übereinander angeordneten, miteinander verbundenen, gleichartigen,
scheibenähnlichen Isolationselementen mit einem jeweils zumindest ähnlichen Grundriss.
[0002] Es ist allgemein bekannt, dass Transformatoren mit einer Nennleistung von beispielsweise
100MVA und höher bei einer Nennspannung von 110kV und höher üblicherweise als Öltransformatoren
ausgeführt werden, welche ein Gewicht von bis zu 200t aufweisen können. Hierbei ist
der Transformator innerhalb eines mit Öl gefüllten Transformatorkessels angeordnet,
wobei das Öl sowohl der Isolation als auch der verbesserten Kühlung dient. Die elektrische
Verbindung der jeweiligen Anschlüsse des Transformators mit Ausleitungsisolatoren
an der Außenseite des Ölkessels erfolgt hierbei durch elektrische Leiter, welche gegebenenfalls
von einem Barrierensystem umgeben sind. Ein Barrieresystem ist radialsymmetrisch um
den betreffenden Leiter aufgebaut und umfasst ein elektrisch leitfähiges Schirmrohr
sowie bedarfsweise mehrere voneinander beabstandete Isolationsbarrieren.
[0003] Aus Gründen der mechanischen Stabilität sind die Leiter beziehungsweise die rohr-ähnlichen
Barrieresysteme in bestimmten Abständen innerhalb des Ölkessels abzustützen. Hierzu
werden bedarfsweise Stützisolatoren verwendet, welche beispielsweise dem Material
Pressspan gefertigt sind. Die Isolationsfähigkeit eines masssiven Stützisolators ist
bei identischer Isolationsstrecke wegen der zusätzlichen Belastung durch Kriechwege
in der Regel geringer als die Isolationsfähigkeit von reinem Öl.
[0004] Nachteilig ist daher, dass ein geforderter Isolationsabstand im Bereich eines Stützisolators
höher ist, als wenn der Leiter beziehungsweise das Barrieresystem frei im Öl schwebend
wären, so dass der Ölkessel größer auszuführen ist, als unbedingt notwendig. Zudem
sind Öltransformatoren größerer Leistung und Spannung Unikate oder werden nur in Kleinstserien
gefertigt, so dass sich auch verschiedenste Geometrieanforderungen an die Stützisolatoren
ergeben, welche zu einer unerwünschten Variantenvielfalt führt, welche letztendlich
einen erhöhten Produktionsaufwand bedingt.
[0005] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, eine Öltransformatorisolationsmodul
beziehungsweise einen Stützisolator für den Einsatz in einer ölgefüllten Umgebung
wie einem Ölkessel anzugeben, welcher ein verbessertes Isolationsvermögen aufweist
und zudem einfach in einer hohen Variantenvielfalt zu fertigen ist.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Öltransformatorisolationsmodul der eingangs genannten
Art. Dieses ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Isolationselement wenigstens eine
erste ebene und eine zweite dazu benachbarte und überwiegend parallele Lage aus einem
mechanisch festen, flächigen ersten Isolationsmaterial aufweist, dass die erste und
die zweite Lage Isolationsmaterial mit einer dritten dazwischen angeordneten, gewellten
Lage aus einem mechanisch festen, flächigen, zweiten Isolationsmaterial verbunden
und beabstandet sind, wobei die dritte Lage seitliche Kanten aufweist und derart gewellt
ist, dass alle durch die gewellte Form gebildeten Hohlräume über die seitlichen Kanten
komplett mit einer Flüssigkeit flutbar sind.
[0007] Die Grundidee der Erfindung besteht darin, anstelle einer massiven Stützisolators
beispielsweise aus Pressspan oder Keramik eine Stützstruktur mit Hohlräumen zu verwenden,
welche beim Betrieb des Transformators komplett mit Öl gefüllt sind. Die Stützstruktur
ist vorzugsweise aus dem Material Pressspan gefertigt. Jeder Pfad längs einer den
kürzesten Durchschlagsweg bestimmenden Oberflächennormalen durch ein so gebildetes
Öltransformatorisolationsmodul verläuft nicht ausschließlich in festem Isolationsmaterial,
vielmehr sind die Hohlräume durch die Wellenform der dritten Lagen der jeweiligen
Isolationselemente derart ausgestaltet, dass stets ein Teil des Pfades auch durch
Öl verläuft. Bedingt durch die verschiedenen Isolationsfähigkeiten von Öl und festem
Isolationsstoff wie Pressspan in Kombination mit deren unterschiedlichen Dielektrizitätskonstanten
ergibt sich daraus eine insgesamt höhere Isolationsfähigkeit der gesamten Anordnung.
Der Effekt der Verdrängung des elektrischen Feldes infolge der höheren Permittivität
eines festen Isolierstoffes wie Pressspan in anliegende Ölkanäle, wie sie beispielsweise
zwischen den Barrieren der abzustützenden Ausleitung existieren, wird gegenüber massiven
Konstruktionen durch einen Ölanteil der Isolationsstrecke in dem erfindungsgemäßen
Stützisolator drastisch reduziert. Der Ölanteil liegt entsprechend einer bevorzugten
Variante in einem Bereich von 40% bis 60%, besonders bevorzugt ist der Bereich um
50%.
[0008] Ein rein durch festen Isolationsstoff verlaufender Pfad folgt bei einem erfindungsgemäßen
Öltransformatorisolationsmodul abschnittsweise der Wellenform der dritten Lage jedes
Isolationselementes und ist daher abschnittsweise schräg und gegenüber dem kürzesten
Pfad längs einer Flächennormalen entsprechend länger, so dass sich auch diesbezüglich
eine verbesserte Isolationsfähigkeit ergibt.
[0009] Voraussetzung für eine erfindungsgemäße Isolationsfähigkeit eines Öltransformatorisolationsmoduls
im Betrieb ist jedoch, dass dessen Hohlräume komplett mit Öl geflutet und Lufteinschlüsse
vermieden sind. Hierzu sind alle Hohlräume so auszugestalten, dass sie zumindest von
einer, vorzugsweise von zwei Seiten flutbar sind. Selbstverständlich lässt sich anstelle
des bewährten flüssigen Isolationsmittels Öl auch ein anderes geeignetes flüssiges
Isolationsmittel verwenden. Eine Flutung eines Öltransformatorisolationsmoduls beziehungsweise
eines Isolationselementes mit Öl erfolgt durch dessen offene Seitenkanten, in welche
die durch die gewellten dritten Lagen entstandenen Hohlräume sozusagen als Kanäle
münden. Durch ein Ziehen eines Vakuums lassen sich besonders zuverlässig eventuelle
Lufteinschlüsse auch aus waagerecht angeordneten durch Hohlräume gebildete Kanäle
entfernen.
[0010] Um eine mechanische Stabilität eines Öltransformatorisolationsmoduls beziehungsweise
der dieses zumindest abschnittsweise bildenden Isolationselemente zu gewährleisten
ist die Verwendung eines mechanisch festen Isolationsmaterials für die jeweiligen
Lagen notwendig. Hier hat sich insbesondere in der Kombination mit dem Isolationsmittel
Öl das Isolationsmaterial Pressspan oder ein anderes entsprechend hartes Material
auf Zellstoffbasis bewährt. Gänzlich ungeeignet ist hingegen ein weiches Zellstoffmaterial
wie Pappe. In dem Verbund der ersten bis dritten Lage ergibt sich somit eine hohe
mechanische Stabilität eines Öltransformatorisolationsmoduls, ebenso in dem Gesamtverbund
aller übereinander angeordneten Isolationselemente. Ein Öltransformatorisolationsmodul
ist erfindungsgemäß längs der Linie am höchsten mit einer elektrischen Spannung zu
beanspruchen, längs derer die Isolationselemente übereinander angeordnet sind.
[0011] Der modulare Aufbau aus einer Vielzahl von übereinander angeordneten, miteinander
verbundenen, gleichartigen, scheibenähnlichen Isolationselementen ermöglicht eine
einfache Fertigung verschiedener Stützisolatorvarianten. So ist vorzugsweise zunächst
eine größere Platte eines dreischichtigen Verbundmaterials zu fertigen, beispielsweise
mit einer Kantenlänge von 1m mal 1m. Anschließend ist die gewünschte Vielzahl von
Isolationselementen in einer gewünschten Grundrissform, beispielsweise 15cm mal 15cm
Kantenlänge, auszuschneiden beziehungsweise auszusägen. Diese Isolationselemente sind
dann beispielsweise mittels einer Klebeverbindung übereinander anzuordnen. Somit ist
ein Öltransformatorisolationsmodul beziehungsweise ein Stützisolator mit verbesserter
Isolationseigenschaft bereitgestellt, welcher besonders einfach in einer hohen Variantenvielfalt
zu fertigen ist.
[0012] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Öltransformatorisolationsmoduls
ist die jeweilige dritte Lage der Isolationselemente zumindest bereichsweise trapezähnlich
gewellt. Dies bietet eine verbesserte flächige Verbindungsmöglichkeit der durch die
Trapezform gebildeten Plateaus der dritten gewellten Lagen mit den angrenzenden ebenen
ersten und zweiten Lagen, was sich zudem auch positiv auf die Isolationsfähigkeit
des Isolationselementes auswirkt. Darüber hinaus ist die mechanische Stabilität durch
die nunmehr annähernd gerade Strebenform der Trapezseiten zwischen jeweils erster
und dritter Lage vorteilhaft gesteigert.
[0013] Entsprechend einer weiteren Ausgestaltungsvariante eines erfindungsgemäßen Öltransformatorisolationsmoduls
sind bei wenigstens einem Isolationselement wenigstens eine weitere ebene Lage und
eine damit verbundene weitere gewellte Lage zwischen der ersten und zweiten Lage angeordnet,
so dass sich eine alternierende Abfolge von ebenen und gewellten Lagen ergibt. Diese
mehrlagige Struktur steigert in vorteilhafter Weise sowohl die elektrische Isolationsfähigkeit
als auch die mechanische Stabilität.
[0014] Entsprechend einer weiteren Ausgestaltungsform entspricht das erste Isolationsmaterial
dem zweiten Isolationsmaterial, abgesehen von der Wellenform. Hierdurch ist die Fertigung
eines Öltransformatorisolationsmoduls vereinfacht. Unterschiede im Isolationsmaterial
könnten beispielsweise in dessen Dicke, beispielsweise 1 mm bis 4mm, oder in dessen
Flexibilität begründet sein, wobei Pressspanvarianten eine jeweils bevorzugte Ausführungsform
sind.
[0015] In einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante entspricht die Höhe der durch
die gewellte Form gebildeten Hohlräume wenigstens der doppelten Dicke des ungewellten
zweiten Isolationsmaterials, wobei auch eine vier- oder sechsfache Dicke durchaus
geeignet sein kann. Hierdurch ist sichergestellt, dass jeder längs einer Oberflächennormalen
durch das Öltransformatorisolationsmodul verlaufende Isolationspfad zu einem Mindestanteil
durch Öl verläuft, wodurch die Isolationsfähigkeit vorteilhaft gesteigert ist.
[0016] Gemäß einer besonders bevorzugten Form des Öltransformatorisolationsmoduls sind die
seitlichen Kanten einer gewellten Lage allseitig gegenüber den Kanten der angrenzenden
ebenen Lagen nach innen versetzt sind, so dass eine umlaufende erste Nut gebildet
ist, durch welche in vorteilhafter Weise der Kriechweg verlängert und die Isolationsfähigkeit
des Isolationselementes gesteigert wird.
[0017] Entsprechend einer weiteren Ausgestaltungsvariante des erfindungsgemäßen Öltransformatorisolationsmoduls
ist zwischen wenigstens zwei übereinander angeordneten Isolationselementen eine Zwischenschicht
mit ähnlichem Grundriss aus einem festen Isolationsmaterial angeordnet. Dies kann
dann sinnvoll sein, wenn beispielsweise nur eine geringere Verbesserung der Isolationsfähigkeit
gefordert ist. Als besonders bevorzugte Untervariante hiervon weist die Zwischenschicht
einen Grundriss auf, welcher größer ist als der jeweilige Grundriss der angrenzenden
Isolationselemente, so dass durch die Zwischenschicht ein umlaufender Überstand gebildet
ist. Auch dieser verlängert den Kriechweg und verbessert so die Isolationsfähigkeit.
Derselbe Effekt wird auch dadurch erreicht, dass die Zwischenschicht einen Grundriss
aufweist, welcher kleiner ist als der jeweilige Grundriss der angrenzenden Isolationsmodule,
so dass durch die Zwischenschicht eine umlaufende zweite Nut gebildet ist, welche
nach innen gerichtet ist.
[0018] Ein geeigneter Klebstoff zum Verbinden benachbarter Lagen eines Isolationselementes,
oder zum Verbinden von Isolationselementen untereinander oder mit einer Zwischenschicht
ist hochspannungsbeständigen Klebstoff wie beispielsweise Kasein. Dieser trocknet
vorzugsweise unter erhöhtem Druck und unter erhöhter Temperatur, um so im getrockneten
Zustand eine gewünschte stabile Verbindung zu gewährleisten.
[0019] Im Betrieb eines Öltransformatorisolationsmodul sind alle durch die gewellte Form
der dritten Lagen der Isolationselemente gebildeten Hohlräume komplett mit Öl geflutet.
Seine gewünschte Isolationsfähigkeit erreichen ein Öltransformatorisolationsmodul
beziehungsweise dessen Isolationselemente erfindungsgemäß erst dann, wenn alle Hohlräume
mit Öl oder einem anderen geeigneten flüssigen Isolationsmittel gefüllt sind.
[0020] Ein Öltransformator mit Ölkessel und wenigstens einem erfindungsgemäßen Öltransformatorisolationsmodul
kann somit auch in besonders vorteilhafter Weise mit einem etwas kleineren Ölkessel
gefertigt werden.
[0021] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten sind den weiteren abhängigen Ansprüchen
zu entnehmen.
[0022] Anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele sollen die Erfindung,
weitere Ausführungsformen und weitere Vorteile näher beschrieben werden.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch ein Teil eines ölgefüllten Isolationselementes,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht auf ein erstes exemplarisches Öltransformatorisolationsmodul,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht auf zweites exemplarisches Öltransformatorisolationsmodul sowie
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf verschiedene Grundrisse.
[0024] Fig. 1 zeigt einen Schnitt 10 durch einen Abschnitt eines ölgefüllten Isolationselementes.
Eine erste ebene Lage 12 aus einem ersten Isolationsmaterial ist an mehreren Verbindungsstellen,
von denen eine exemplarisch mit der Bezugsziffer 22 bezeichnet ist, mit einer dritten
gewellten Lage 16 eines zweiten Isolationsmaterials verbunden. Die andere Seite der
dritten gewellten Lage 16 ist mit einer zweiten ebenen Lage 14 eines ersten Isolationsmaterials
an weiteren Verbindungsstellen 24 verbunden, so dass zwischen den ebenen Lagen 12,
14 und der gewellten Lage 16 Hohlräume 18, 20 gebildet sind, welche in der Fig. als
mit Öl 26 gefüllt angedeutet sind. Diese sind an den seitlichen Kanten des Isolationselementes
offen und weisen eine kanalähnliche Form auf. Damit ist sichergestellt, dass jeder
Kanal über die seitlichen Kanten mit einem flüssigen Isolationsmedium, in diesem Beispiel
Öl 26, flutbar ist. Ein Isolationselement weist nämlich nur dann seine volle elektrische
Isolationsfähigkeit auf, wenn alle Hohlräume komplett mit einem entsprechenden flüssigen
Isolationsmedium gefüllt sind und keine luftgefüllten Bereiche mehr vorhanden sind.
Als Isolationsmaterialien sind insbesondere Materialvarianten von Pressspan oder einem
anderen stabilen Zellstoffmaterial geeignet, wobei die Dicke einer jeweiligen ersten
beziehungsweise zweiten Lage beispielsweise 2mm bis 5mm betragen kann und die Dicke
einer gewellten dritten Lage beispielsweise 10mm bis 20mm, wobei sich letzterer Wert
aus einer eigentlichen Materialdicke 30 und einer Höhe 28 eines jeweiligen Hohlraums
18, 20 zusammensetzt. In nicht ölbefülltem Zustand ist dieser Aufbau besonders leichtgewichtig,
so dass ein derartiges Modul im Vergleich zu einem massiven Isolator beispielsweise
bei der Montage in einen Ölkessel eines zu fertigenden Öltransformators besonders
einfach zu handhaben ist.
[0025] Durch eine trapezähnliche Form der gewellten Lage 16 ist eine flächige Kontaktierung
22, 24 der ersten 12 und zweiten 14 Lage mit der dritten Lage 16 an den somit abgeplatteten
Flächen ermöglicht, was sich im Vergleich zu einer sinusähnlichen Wellenform aufgrund
der größeren Kontaktfläche sowohl positiv auf die mechanische Stabilität des Isolationselementes
auswirkt als auch auf dessen Isolationsfähigkeit. Der durch die Trapezform gebildete
schräge Verbindungssteg läuft nämlich in einem fest definierten Winkel auf die erste
Lage 12 zu und nicht wie bei einer Sinusform in einem beliebig spitzen Winkel, durch
welchen die angrenzenden kanalähnlichen Hohlräume 18, 20 im Verbindungsstellenbereich
entsprechend spitz ausgeprägt und schwer mit Öl zu füllen wären, was sich beides negativ
auf das Isolationsvermögen auswirkt. Die Verbindungsstellen 22, 24 können beispielsweise
mit einem geeigneten hochspannungsbeständigen Klebstoff wie Kasein realisiert sein.
[0026] Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht 40 auf ein erstes exemplarisches Öltransformatorisolationsmodul
mit einer Vielzahl an gleichartigen Isolationselementen 44, welche längs einer Linie
42 bündig übereinander angeordnet sind. Zwischen zwei axial benachbarten Isolationselementen
44 ist jeweils eine erste Zwischenschicht 46 aus einem festen Isolationsmaterial angeordnet,
welche jeweils eine ähnliche Dicke aufweist, wie die Isolationselemente, beispielsweise
1cm oder 2cm. Die Verbindung zwischen Isolationselementen 44 und Zwischenschichten
46 erfolgt über einen ausgehärteten hochspannungsbeständigen Klebstoff. Auch für das
Material der Zwischenschichten 46 bietet sich eine Pressspanvariante an.
[0027] Die Zwischenschichten 46 weisen einen kleineren Grundriss auf als der Grundriss der
jeweiligen Isolationselemente 44, so dass jeweils eine quer zur Linie 42 ausgerichtete
umlaufende zweite Nut 50 ausgeprägt ist, welche in vorteilhafter Weise den Kriechweg
längs der Linie 42 verlängert. Durch ein Zurücksetzen der jeweiligen gewellten Lagen
der Isolationselemente gegenüber deren angrenzenden ersten und zweiten Lagen, durch
welche der Grundriss eines Isolationselementes bestimmt ist, ist jeweils eine erste
umlaufende Nut 48 gebildet, welche den Kriechweg abermals verlängert. Eine Zwischenschicht
46 kann ihrerseits auch aus mehreren miteinander verbundenen ebenen Lagen eines oder
auch verschiedener Isolationsstoffe gebildet sein, wie in der Fig. angedeutet.
[0028] Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht 60 auf zweites exemplarisches Öltransformatorisolationsmodul.
Dieses entspricht im Wesentlichen dem in Fig. 2 gezeigten Öltransformatorisolationsmodul,
weist also übereinander angeordnete Isolationselemente 66 und dazwischen angeordnete
Zwischenschichten 62 auf, jedoch weisen hier die jeweiligen Zwischenschichten 62 einen
größeren Grundriss auf, als die Isolationselemente 66, so dass jeweils ein umlaufender
Überstand 64 gebildet ist, durch welchen der Kriechweg ebenfalls vorteilhaft verlängert
ist. Eine weitere Kriechwegverlängerung durch erste Nuten, welche durch jeweiliges
Zurücksetzen der jeweiligen gewellten Lagen gebildet sind, ist ebenfalls in dem gezeigten
Öltransformatorisolationsmodul realisiert, aber nicht mit entsprechenden Bezugszeichen
versehen.
[0029] Fig. 4 zeigt eine exemplarische Draufsicht auf verschiedene Grundrisse eines Öltransformatorisolationsmoduls
entsprechend der Seitenansicht in Fig. 3. Die Grundrisse sind sich von der Form her
jeweils ähnlich, weisen aber verschiedene Querschnitte auf. Mit der Bezugsziffer 72
gezeigt ist ein Grundriss eines exemplarischen Isolationselementes, beispielsweise
mit 12cm mal 12cm Kantenlänge. Dieser seinerseits ist bestimmt durch den Grundriss
der ersten und dritten Lage des Isolationselementes. Der Grundriss der von den beiden
ebenen Lagen eines Isolationselementes eingeschlossenen gewellten und nach innen zurückgesetzten
Lage ist mit der Bezugsziffer 74 angedeutet. Die aus dem Zurücksetzen resultierende
umlaufende erste Nut ist mit der Bezugsziffer 80 angedeutet. Entsprechend zeigt die
Bezugsziffer 76 den Grundriss einer Zwischenschicht 76, welche einen Überstand 78
aufweist, welcher ebenfalls den Kriechweg verlängert.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 10
- Schnitt durch ein Teil eines ölgefüllten Isolationselementes
- 12
- erste ebene Lage
- 14
- zweite ebene Lage
- 16
- dritte gewellte Lage
- 18
- erster Hohlraum
- 20
- zweiter Hohlraum
- 22
- erste Verbindungsstelle
- 24
- zweite Verbindungsstelle
- 26
- Öl
- 28
- Höhe eines Hohlraums
- 30
- Dicke des zweiten Isolationsmaterials
- 40
- Seitenansicht auf erstes exemplarisches Öltransformatorisolationsmodul
- 42
- Linie
- 44
- gleichartiges, scheibenähnliches Isolationselement
- 46
- erste Zwischenschicht
- 48
- umlaufende erste Nut
- 50
- umlaufende zweite Nut
- 60
- Seitenansicht auf zweites exemplarisches Öltransformatorisolationsmodul
- 62
- zweite Zwischenschicht
- 64
- umlaufender Überstand
- 66
- gleichartiges, scheibenähnliches Isolationselement
- 70
- Draufsicht auf verschiedene Grundrisse
- 72
- Grundriss eines Isolationselementes
- 74
- Grundriss von allseitig nach innen versetzter gewellter Lage
- 76
- Grundriss von Zwischenschicht mit umlaufendem Überstand
- 78
- umlaufender Überstand
- 80
- umlaufende erste Nut
1. Öltransformatorisolationsmodul (40, 60) mit einer Vielzahl an längs einer Linie (42)
bündig übereinander angeordneten, miteinander verbundenen, gleichartigen, scheibenähnlichen
Isolationselementen (10, 44, 66) mit einem jeweils zumindest ähnlichen Grundriss (72),
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Isolationselement (10, 44, 66) wenigstens eine erste (12) ebene und eine zweite
(14) dazu benachbarte und überwiegend parallele Lage aus einem mechanisch festen,
flächigen ersten Isolationsmaterial aufweist, dass die erste (12) und die zweite (14)
Lage Isolationsmaterial mit einer dritten dazwischen angeordneten, gewellten Lage
(16) aus einem mechanisch festen, flächigen, zweiten Isolationsmaterial verbunden
und beabstandet sind, wobei die dritte Lage (16) seitliche Kanten aufweist und derart
gewellt ist, dass alle durch die gewellte Form gebildeten Hohlräume (18, 20) über
die seitlichen Kanten komplett mit einer Flüssigkeit (26) flutbar sind.
2. Öltransformatorisolationsmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Lage (16) zumindest bereichsweise trapezähnlich gewellt ist.
3. Öltransformatorisolationsmodul nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine weitere ebene Lage und eine damit verbundene weitere gewellte Lage
zwischen der ersten (12) und zweiten (14) Lage angeordnet sind, so dass sich eine
alternierende Abfolge von ebenen und gewellten Lagen ergibt.
4. Öltransformatorisolationsmodul nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Isolationsmaterial dem zweiten Isolationsmaterial entspricht.
5. Öltransformatorisolationsmodul nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe (28) der durch die gewellten Form gebildeten Hohlräume (18, 20) wenigstens
der doppelten Dicke (30) des ungewellten zweiten Isolationsmaterials entspricht.
6. Öltransformatorisolationsmodul nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Kanten einer gewellten Lage (16) allseitig gegenüber den Kanten der
angrenzenden ebenen Lagen (12, 14) nach innen versetzt sind, so dass eine umlaufende
erste Nut (48, 80) gebildet ist.
7. Öltransformatorisolationsmodul nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen wenigstens zwei übereinander angeordneten Isolationselementen (10, 44, 66)
eine Zwischenschicht (46, 62) mit ähnlichem Grundriss (76) aus einem festem Isolationsmaterial
angeordnet ist.
8. Öltransformatorisolationsmodul nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenschicht (46, 62) einen Grundriss (76) aufweist, welcher größer ist als
der jeweilige Grundriss (72) der angrenzenden Isolationselemente (10, 44, 66), so
dass durch die Zwischenschicht (46, 62) ein umlaufender Überstand (64, 78) gebildet
ist.
9. Öltransformatorisolationsmodul nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenschicht (46, 62) einen Grundriss aufweist, welcher kleiner ist als der
jeweilige Grundriss der angrenzenden Isolationsmodule (72), so dass durch die Zwischenschicht
(46, 62) eine umlaufende zweite Nut (50) gebildet ist.
10. Öltransformatorisolationsmodul nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Lagen mittels eines hochspannungsbeständigen Klebstoffes miteinander
verbunden sind.
11. Öltransformatorisolationsmodul nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle durch die gewellte Form gebildeten Hohlräume (18, 20) komplett mit Öl (26) geflutet
sind.
12. Öltransformator mit Ölkessel und wenigstens einem Öltransformatorisolationsmodul nach
einem der Ansprüche 1 bis 11.