[0001] Die Erfindung betrifft ein Steckerteil für einen elektrischen Steckverbinder, welches
zur Aufnahme eines Kabels und zum Verbinden mit einem weiteren Steckerteil des Steckverbinders
ausgebildet ist, und welches ein Gehäuseteil umfasst, in das sich das Kabel mit seinem
vorderen Ende erstreckt, wobei das Kabel in dem Gehäuse durch eine Haltevorrichtung
gehalten ist. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage eines
Steckerteils für einen elektrischen Steckverbinder.
[0003] Die Anbringung von Kabeln in einem Steckerteil, insbesondere einem Gehäuseteil des
Steckerteils, ist wesentliche Voraussetzung für ein zuverlässiges Funktionsprinzip
und ein in hoher Anzahl verschleißarm durchführbares Trennen und Verbinden von Steckerteilen
des Steckverbinders.
[0004] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Steckerteil für einen elektrischen
Steckverbinder sowie ein Verfahren zur Montage eines Steckerteils zu schaffen, bei
welchem eine sichere und zuverlässige dauerhafte Halterung des Kabels in dem Steckerteil
gewährleistet ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Steckerteil, welches die Merkmale nach Anspruch 1 aufweist,
und ein Verfahren, welches die Merkmale nach Anspruch 15 aufweist, gelöst.
[0006] Ein erfindungsgemäßes Steckerteil für einen elektrischen Steckverbinder ist zur Aufnahme
eines Kabels und zum Verbinden mit einem weiteren Steckerteil des Steckverbinders
ausgebildet. Das Steckerteil umfasst ein Gehäuseteil, in das sich das Kabel mit seinem
vorderen Ende hineinerstreckt. Das Kabel ist in dem Gehäuseteil durch eine Haltevorrichtung
gehalten. Die Haltevorrichtung umfasst einen Sicherungsring zur axialen Positionssicherung
von in dem Gehäuseteil angeordneten weiteren separaten Komponenten. Der Sicherungsring
ist im zusammengesetzten Endzustand des Steckerteils an einer Innenseite des Gehäuseteils
derart abgestützt, dass eine axiale Haltekraft zur axialen Positionssicherung der
Komponenten aufgebracht ist. Es ist somit Axialsicherung geschaffen, die selbsthaltend
ist.
[0007] Die Komponenten können eine Dichtung und/oder ein Stützelement und/oder eine Schirmanbindung
umfassen. Es können auch weitere Elemente vorgesehen sein.
[0008] Es kann vorgesehen sein, dass der Sicherungsring das Kabel umfangsseitig umgibt und
im verbauten Endzustand in dem Steckerteil einen in einem Winkel größer 2° und kleiner
25°, insbesondere zwischen 3° und 15°, gegenüber der Ebene eines Grundrings des Sicherungsrings
geneigt angeordneten vollständig umlaufenden Randsteg aufweist. Der Sicherungsring
ist dann insbesondere als Tellerfeder ausgebildet. Es kann auch vorgesehen sein, dass
der Sicherungsring grundsätzlich auch im unverbauten Zustand einen derartig geneigten
Randsteg aufweist. Es kann auch vorgesehen sein, dass der Randsteg erst bei Einschieben
des Sicherungsrings in das Gehäuseteil sie ergibt und entsprechend geneigt gebogen
wird.
[0009] Der Sicherungsring kann sich an einer glatten Innenseite des Gehäuseteils abstützen
und wobei dann durch das Einschieben eine gewisse Verkrallung des Sicherungsrings
in dem Material der Innenseite ausbildet, so dass die axiale Haltekraft erzeugt und
gehalten wird. Vorzugsweise ist dann das Material des Gehäuseteils zumindest im Bereich,
in dem die Abstützung und Verbindung mit dem Sicherungsring auftritt weicher, als
der Sicherungsring. Es kann auch vorgesehen sein, dass an der Innenseite des Gehäuseteils
in diesem Bereich eine spezifische weichere Materialeinlage als separates Bauteil
in dem Gehäuseteil eingebracht, insbesondere eingebettet ist.
[0010] Vorzugsweise ist vorgesehen , dass an der Innenseite zumindest eine, insbesondere
mehrere Sicherungsnute ausgebildet sind, in welche der Randsteg oder Sicherungszähne
des Sicherungsrings zur Abstützung und Erzeugung der axialen Haltekraft eingreifen.
Dies ermöglicht eine besonders dauerhaft haltende und großen axialen Gegenkräften
widerstehende Positionsfixierung.
[0011] Die Haltevorrichtung umfasst in vorteilhafter Ausführung einen Sicherungsring, welcher
das Kabel umfangsseitig umgibt und welcher eine Mehrzahl von Sicherungszähnen aufweist.
Der Sicherungsring umfasst darüber hinaus einen Grundring, an dem die Sicherungszähne
angeordnet sind, und von dem sie nach außen abstehend ausgebildet sind. Im zusammengesetzten
Zustand des Steckerteils sind die Sicherungszähne des Sicherungsrings in eine Sicherungsnut
eingreifend, wobei die Sicherungsnut an einer Innenseite des Gehäuseteils ausgebildet
ist. Durch eine derartige Ausgestaltung wird eine besonders positionssichere und mechanisch
stabile Zahnverrastung geschaffen. Da das Gehäuseteil ein mechanisch besonders stabiles
und robustes Bauteil ist, kann es im Hinblick auf die innere Aufnahme der Komponenten
und in mechanischer Wechselwirkung mit dem Sicherungsring eine besonders stabile und
robuste Halterung gewährleisten. Durch die mechanische Verbindung des Sicherungsrings
mit der innenliegenden Sicherungsnut ist auch eine geschützte Position der Verbindungsstellen
geschaffen. Darüber hinaus ist durch die Ausgestaltung der Sicherungsnut an der Innenseite
des Gehäuseteils diese besonders platzsparend und bauraumminimiert angeordnet, so
dass auch der Platz im inneren des Gehäuseteils für einzubringende Komponenten durch
Sicherungsnute nicht verkleinert und beeinträchtigt wird. Nicht zuletzt wird durch
dieses ganz spezielle Konzept und die Ausgestaltung des Sicherungsrings die vorgesehene
Verbindung mit dem Gehäuseteil auch dahingehend besonders vorteilhaft wirken, da beim
Zusammenbau des Steckerteils ein ganz gezieltes und definiertes Einfügen des Sicherungsrings,
welcher das Kabel umgibt, in axialer Richtung erfolgen kann und dadurch quasi automatisch
und besonders definiert und präzise eine Verrastung in einer Sicherungsnut ortsgenau
erfolgen kann.
[0012] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass zumindest einige, insbesondere alle, der Sicherungszähne
im unverbauten Zustand des Sicherungsrings in einem Winkel größer 2° und kleiner 24°,
insbesondere zwischen 2° und 14°, gegenüber der Ebene des Grundrings geneigt angeordnet
sind. Die Sicherungszähne sind somit bei einer Ausführung des Sicherungsrings im unverbauten
Zustand quasi schon vorgebogen und in einer gewissen radialen Schrägstellung nach
außen geneigt angeordnet. Dies ist dahingehend vorteilhaft, dass dadurch dann beim
Zusammenbauen das zuverlässige Halten in der Sicherungsnut und das besonders definierte
Verrasten gewährleistet werden kann und dadurch dann aufgrund der speziellen Einbaulage
des Sicherungsrings quasi durch die Sicherungszähne eine Art Widerhaken gebildet werden.
Bei einer derartigen Ausgestaltung ist eine besonders positionsfixierende Halterung
in dem Gehäuseteil ermöglicht.
[0013] In einer weiteren Ausführung kann vorgesehen sein, dass zumindest einige, insbesondere
alle, der Sicherungszähne im unverbauten Zustand des Sicherungsrings sich in der Ebene
des Grundrings erstrecken. Bei einer derartigen Ausgestaltung liegt somit im unverbauten
Zustand des Sicherungsrings keine Neigung der Sicherungszähne oder zumindest nur von
einigen der Sicherungszähne keine derartige Neigung sondern eine lediglich in streng
radialer Ausrichtung vorgesehene Orientierung der Sicherungszähne vor.
[0014] In besonders vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass die Sicherungszähne im verbauten
Endzustand des Sicherungsrings im Gehäuseteil in einem Winkel zwischen 3° und kleiner
25°, insbesondere zwischen 3° und 15°, gegenüber der Ebene des Grundrings geneigt
angeordnet sind. Die bereits oben genannte Vorteilhaftigkeit im Hinblick auf die besonders
positionfixierende Anordnung durch die Bildung von quasi Widerhaken ist dadurch gewährleistet.
Gerade dadurch wird im verbauten Zustand dauerhaft und stabil der eingepresste Zustand
der Komponenten in dem Gehäuseteil positionssicher gehalten, auch wenn sehr große
axiale Kräfte auf den Sicherungsring in Richtung entgegen der ursprünglichen Einpresskraft
wirken. Darüber hinaus kann durch diese Neigung eine stabile Abstützung der Sicherungszähne
an der Wand der Sicherungsnut, in der die Zähne eingreifen, erreicht werden, um diesen
axialen Kräften Stand zu halten.
[0015] Vorzugsweise ist eine Sicherungsnute im Schnitt V-förmig ausgebildet, so dass bei
geneigter Position der Sicherungszähne diese Zähne insbesondere mit ihren vorderen
Rändern sich in der Kerbe oder benachbart zur Kerbe an einer Wand der V-Form anlegen
bzw. abstützen und insbesondere die Au-βenflächen der Sicherungszähne großflächig
an der hinteren Wand der V-Form anliegen. Dadurch ergibt sich ein besonders robustes
und mechanisch höchsten Ansprüchen standhaltendes Konzept der Positionsfixierung.
[0016] In besonders vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass die Sicherungszähne und der
Sicherungsring formmäßig und/oder materialmäßig so ausgebildet sind, dass die Neigung
der Sicherungszähne im verbauten Endzustand des Sicherungsrings im Gehäuseteil größer
ist als die ggf. vorhandene Neigung im unverbauten Zustand. Insbesondere ist somit
vorgesehen, dass die Sicherungszähne beim Zusammensetzen des Steckerteils und beim
Eingreifen in eine Sicherungsnut in ihrer Stellung bewusst verbiegbar ausgebildet
sind und somit ihre Position im Hinblick auf die Neigung verändern können. Die positionsfixierende
Verrastung und die präzise Positionierung mit der Funktionalität von besonders stabil
haltenden Widerhaken in Form der Sicherungszähne ist dadurch erreicht.
[0017] Vorzugsweise ist der Sicherungsring einstückig ausgebildet. Er ist vorzugsweise aus
einem Metall ausgebildet.
[0018] Insbesondere ist vorgesehen, dass an dem Grundring des Sicherungsrings eine Anzahl
größer 4 derartiger Sicherungszähne ausgebildet ist. Vorzugsweise beträgt die Anzahl
der Sicherungszähne kleiner 15, insbesondere kleiner 8.
[0019] Im Hinblick auf die Formgebung der Sicherungszähne sind diese in besonders vorteilhafter
Weise als plattenartige Streifen ausgebildet. Sie weisen vorzugsweise über ihre gesamte
Länge eine gleiche Breite auf. Der vordere Rand eines derartigen Sicherungszahns ist
vorzugsweise im Wesentlichen gradlinig ausgebildet und weist abgerundete Eckbereiche
auf. Es kann auch vorgesehen sein, dass der vordere Rand leicht bogenförmig ist, beispielsweise
kann vorgesehen sein, dass diese bogenförmige Ausgestaltung an die Bogenform der Sicherungsnut
angepasst ist. Eine besonders passgenaue und formschlüssige mechanische Kontaktierung
eines Sicherungszahns beim Eingreifen in eine Sicherungsnut kann dadurch gewährleistet
werden.
[0020] Besonders vorteilhaft ist vorgesehen, dass dann, wenn zumindest einige, insbesondere
alle, der Sicherungszähne im unverbauten Zustand bereits in einer gewissen geneigten
Stellung radial nach außen angeordnet sind, der Sicherungsring so auf das Kabel aufgeschoben
ist, dass die Zähne sich in abgewandter Richtung zum Gehäuseteil vor dem Einschieben
in das Gehäuseteil orientieren.
[0021] Insbesondere ist auch im verbauten Zustand des Sicherungsrings in dem Gehäuseteil
vorgesehen, dass die geneigten Sicherungszähne in Richtung des dann hinteren Endes
des Gehäuseteils geneigt sind und entsprechend orientiert sind.
[0022] Vorzugsweise umfasst das Steckerteil einen Stützring, in den der Sicherungsring eingelegt
ist. Durch den Stützring wird dadurch quasi eine zusätzliche Halterung für den Sicherungsring
geschaffen, wobei der Stützring als Komponente der Haltevorrichtung zugeordnet ist.
[0023] Der Stützring ist vorzugsweise aus Kunststoff ausgebildet und einstückig gefertigt.
[0024] Insbesondere umfasst der Stützring einen umlaufenden Steg, der Unterbrechungen aufweist,
durch die sich die Sicherungszähne im eingesetzten Zustand des Sicherungsring in den
Stützring radial nach außen erstrecken können. Dadurch wird eine besonders stabile
Halterung des Sicherungsrings in den Stützring gewährleistet und dennoch der Eingriff
der Sicherungszähne in die Sicherungsnut sowie das Verbiegen der Sicherungszähne bei
der Montage des Steckerteils gewährleistet. Insbesondere kann durch diesen Stützring
mit den Unterbrechungen sogar eine besonders gezielte und geführte Einführung des
Sicherungsrings in eine Sicherungsnut ermöglicht werden. Darüber hinaus wird durch
diese Unterbrechungen auch eine ganz gezielte Verbiegerichtung der Sicherungszähne
geführt erreicht und quasi die Verbiegung in paralleler Richtung zur Längsachse des
Gehäuseteils erzielt. Durch eine derartige Ausgestaltung kann somit in besonders vorteilhafter
Weise ein möglichst gleichmäßiges Verbiegen aller Sicherungszähne in die gleiche Richtung
und im Wesentlichen um den gleichen Winkel erzielt werden. Dadurch kann eine besonders
symmetrische und zentrierte positionsfixierte Anordnung der Komponenten und auch des
Sicherungsrings im Gehäuseteil geschaffen werden. Durch den Stützring wird auch bei
relativ gro-βen Presskräften, die auf den Sicherungsring wirken, dessen unerwünschte
Verformung, beispielsweise ein Verdrillen oder radiales Einknicken, verhindert.
[0025] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Stützring auf der für die Aufnahme des Sicherungsrings
vorgesehenen Seite gegenüberliegenden Seite einen umlaufenden Aufnahmebereich für
eine Dichtung aufweist. Auch die Dichtung ist somit zumindest teilweise sich in den
Stützring hinein erstreckend angeordnet, wenn das Steckerteil zusammengebaut ist.
Auch dadurch kann somit die Dichtung vor einem unerwünschten Verkippen oder Verdrehen
geschützt werden und liegt somit quasi völlig axial und zentriert in dem Gehäuseteil.
Der Aufnahmebereich für die Dichtung ist insbesondere trichterförmig oder konusförmig
ausgebildet.
[0026] Die Dichtung ist vorzugsweise als Ringwulst und somit mit einer gewölbten Außenfläche
ausgebildet. Die Dichtung ist insbesondere aus einem elastischen Material, beispielsweise
aus einem Elastomer ausgebildet.
[0027] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Sicherungsnut an dem hinteren Ende des Gehäuseteils
an der Innenseite ausgebildet ist. Insbesondere ist vorgesehen, dass unmittelbar an
dem hinteren Rand des Gehäuseteils an der Innenseite des Gehäuseteils eine Sicherungsnut
ausgebildet ist.
[0028] In vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass die Sicherungsnut als vollständig umlaufend
an der Innenseite ausgebildet ist.
[0029] Es kann auch vorgesehen sein, dass in Umlaufrichtung betrachtet eine Sicherungsnut
aus einer Mehrzahl von Ringabschnitten besteht, die in axialer Richtung betrachtet
auf gleichem Längsabschnitt der Achse sich befinden und in Umlaufrichtung um die Längsachse
vorzugsweise äquidistant an der Innenseite des Gehäuseteils ausgebildet sind. Bei
einer derartigen Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass ein Ringabschnitt dieser
Sicherungsnut zur Aufnahme von zumindest einem oder mehreren Sicherungszähnen des
Sicherungsrings ausgebildet ist.
[0030] In besonders vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass eine Mehrzahl von Sicherungsnuten
ausgebildet ist, die in axialer Richtung betrachtet unmittelbar benachbart zueinander
und in Reihenfolge aufeinander folgend ausgebildet sind. Vorzugsweise ist jede dieser
Sicherungsnute als vollständig umlaufend an der Innenseite ausgebildet. Vorzugsweise
ist die Anzahl der Sicherungsnute kleiner 10, vorzugsweise zwischen 3 und 6.
[0031] Dadurch kann mittels einem Gehäuseteil eine Vielzahl von Steckerteilvarianten gebildet
werden, welche sich beispielsweise durch unterschiedliche Kabel charakterisieren.
Es kann somit vorgesehen sein, dass unterschiedlichste Kabelarten in dem Gehäuseteil
arretiert werden können, und obwohl diese unterschiedlich sind, allesamt quasi gleich
positionsfixiert werden können. Durch die Mehrzahl der Sicherungsnute ist es ermöglicht,
dass Sicherungszähne abhängig von dem zu positionfixierenden Kabel in die jeweils
geeignete Sicherungsnut verrastbar sind.
[0032] Insbesondere ist es gewährleistet, das zum Positionieren von Kabeln mit unterschiedlichen
Durchmessern eine axiale Einpresskraft für die Kabel und einer ein Kabel umgreifenden
haltenden Dichtung vorgegeben ist und der Sicherungsring und die Sicherungsnute so
ausgebildet und angeordnet sind, dass abhängig von dem jeweiligen Durchmesser eines
Kabels und/oder einer diesem Durchmesser zugeordneten Dichtung eine definierte Verrastung
der Sicherungszähne in einer diesem Durchmesser und/oder der Dichtung zugeordneten
Sicherungsnut auftritt. Dadurch können besonders präzise und genau auch unterschiedlichste
Kabel quasi definiert und gleich positionsfixiert in dem Gehäuseteil gehalten werden.
Die kabelspezifischen Dichtungen können in Form und/oder Durchmesser und/oder axialen
Ausmaßen variieren.
[0033] Wird ein Kabel mit einem ersten Durchmesser für die Verbauung in einem Gehäuseteil
vorgesehen und mit einer definierten axialen Einpresskraft in das Gehäuseteil eingedrückt,
so verrastet der Sicherungsring mit seinen Sicherungszähnen in einer dafür vorgesehenen
ersten Sicherungsnut.
[0034] Ist es andererseits vorgesehen, dass das Gehäuseteil zur Aufnahme eines anderen Kabels,
mit beispielsweise einem größeren Durchmesser vorgesehen ist bzw. entsprechend bestückt
werden soll, so wird mit der gleichen Einpresskraft wie bei dem anderen Kabel dieses
dickere Kabel in axialer Richtung in das Gehäuseteil gedrückt und somit auch entsprechend
die an der Außenseite des Kabels anliegende und das Kabel haltende Dichtung, insbesondere
auch der Stützring und der Sicherungsring in das Gehäuseteil axial eingeschoben und
darin positioniert, indem der Sicherungsring mit seinen Sicherungszähnen dann in eine
zugeordnete andere Sicherungsnut als bei dem dünneren Kabel verrastet.
[0035] Im Hinblick auf die Position des Sicherungsrings ist dieser quasi das nach hinten
abschließende und quasi letzte Bauteil der Haltevorrichtung, welcher den in das Gehäuse
eingedrückten Zustand der Dichtung und des Stützrings und somit auch des Kabels hält.
[0036] Es ist vorgesehen, dass in axialer Richtung betrachtet vom vorderen Ende nach hinten
gesehen in dem Gehäuseteil ein Träger für die elektrischen Kontakte angeordnet ist,
darauffolgend eine ringförmige Schirmanbindung und wiederum darauffolgend die Dichtung
und wiederum darauffolgend der Stützring und wiederum darauffolgend nach hinten abschließend
der Sicherungsring. Zumindest teilweise an der Außenseite des Gehäuseteils kann eine
Abdeckhülse vorgesehen sein, die nach hinten ein elastisches und biegbares Knickschutzelement
umfasst, das das Kabel umgibt und dieses im Hinblick auf Knickschutz stabilisiert.
Vorzugsweise sind die Designhülse und der Knickschutz einstückig ausgebildet.
[0037] Vorzugsweise sind die Sicherungsnute alle mit einer gleichen Tiefe und einer gleichen
Nutenbreite in axialer Richtung betrachtet ausgebildet.
[0038] Es ist insbesondere vorgesehen, dass der Innendurchmesser des Sicherungsrings derart
größer ist als der Außendurchmesser des Kabels, dass im zusammengebauten Zustand des
Steckerteils der Sicherungsring berührungslos mit der Außenseite des Kabels angeordnet
ist. Da der Sicherungsring relativ dünn (Ausmaß in axialer Richtung des Steckerteils)
ist, kann dadurch ein unerwünschtes Scheuern oder Einschneiden in die äußere Kabelisolierung
vermieden werden.
[0039] Durch die Haltevorrichtung ist das Kabel sowohl radial als auch axial in dem Gehäuseteil
positionsfixiert.
[0040] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Montage eines Steckerteils
für einen elektrischen Steckverbinder, bei welchem ein Kabel in einem Gehäuseteil
des Steckerteils positionsfixiert gehalten wird. Ein das Kabel umgebender Sicherungsring
einer Haltevorrichtung, welcher zur axialen Positionssicherung von in dem Gehäuseteil
angeordneten Komponenten angeordnet wird, wird auf das Kabel aufgeschoben und beim
Einbringen des vorderen Endes des Kabels in das Gehäuseteil wird der Sicherungsring
in das Gehäuseteil eingeschoben und kommt mit einer Innenseite des Gehäuseteils in
Anlage. Durch das weitere Einschieben des Sicherungsrings in das Gehäuseteil wird
im zusammengesetzten Endzustand des Steckerteils der Sicherungsring an einer Innenseite
des Gehäuseteils derart abgestützt, dass eine axiale Haltekraft zur axialen Positionssicherung
der Komponenten erzeugt und aufrecht erhalten wird.
[0041] Vorzugsweise wird ein das Kabel umgebender Sicherungsring einer Haltevorrichtung
wird auf das Kabel aufgeschoben und beim Einbringen des vorderen Endes des Kabels
in das Gehäuseteil wird eine Mehrzahl von Sicherungszähnen des Sicherungsrings, die
von einem Grundring des Sicherungsrings nach außen abstehend angeordnet sind, in eine
Sicherungsnut an der Innenseite des Gehäuseteils eingreifend positioniert und das
Kabel positionsfixiert in dem Gehäuseteil gehalten.
[0042] Insbesondere wird bei der Montage vorgesehen, dass das vordere Ende des Kabels mit
einer formschlüssig anliegenden Dichtung an der Außenseite umgriffen ist, so dass
diesbezüglich vorzugsweise eine Presspassung vorliegt und eine Axialbewegung relativ
zwischen der Dichtung und dem Kabel nicht oder nur äußerst schwer gegeben ist.
[0043] Im Weiteren wird dann ein Stützring und ein Sicherungsring auf das Kabel quasi aufgefädelt,
wobei der Stützring und der Sicherungsring vorzugsweise größere Innendurchmesser aufweisen
als der Außendurchmesser des Kabels derart, dass der Stützring und der Sicherungsring
im zusammengebauten Zustand des Steckerteils kontaktfrei zur Außenseite des Kabels
positioniert sind.
[0044] Im Hinblick auf den Sicherungsring wird dieser als hinteres abschließendes Bauteil
der Haltevorrichtung angeordnet, so dass das vordere Ende des Kabels, die Dichtung
und der Stützring in einer verpressten Endposition in dem Gehäuseteil des Steckerteils
gehalten werden.
[0045] Insbesondere wird diese Komponentenanordnung mit einer axialen Einpresskraft in das
Innere des Gehäuseteils eingedrückt und die Sicherungszähne werden dann beim Eingleiten
in das Gehäuseteil im gewünschten und definierten Maße verbogen. Aufgrund der Richtung
der axialen Einpresskraft erfolgt ein Verbiegen dieser Sicherungszähne in die andere
Richtung, da der Außendurchmesser des Sicherungsrings an seinen äußeren Enden der
Sicherungszähne größer ist als der Innendurchmesser des Gehäuseteils. Durch dieses
gewünschte und definierte Verbiegen der Sicherungszähne in einem Winkel zwischen 3°
und 25°, insbesondere zwischen 3° und 15°, wird dann beim Verrasten der nach hinten
gebogenen Sicherungszähne in einer Sicherungsnut eine besonders positionsfixierte
und präzise Halterung und Einpressung erreicht. Durch diese Verbiegung der Sicherungszähne
nach hinten wird quasi auch eine Widerhakengeometrie geschaffen, so dass der Sicherungsring
nicht in ungewollter Weise in axialer Richtung wieder nach außen gedrückt werden kann.
[0046] Insbesondere kommen die definiert verbogenen Sicherungszähne in einer im Querschnitt
insbesondere V-förmigen Sicherungsnut definiert zu liegen und stützen sich dort an
den Wänden der V-Form ab. Aufgrund der Form und Lage treten insbesondere auch axiale
und radiale Abstützkräfte auf.
[0047] Die Einpresskraft beträgt beispielsweise mehrere tausend N, vorzugsweise zwischen
2800 N und 3200 N.
[0048] Weitere vorteilhafte Ausführungen des erfindungsgemäßen Steckerteils sind als vorteilhafte
Ausführungen des erfindungsgemäßen Verfahrens anzusehen.
[0049] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der
Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen
sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung alleine genannten und/oder in den
Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der
jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung
verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
[0050] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Steckerteils;
- Fig. 2
- eine weitere Explosionsdarstellung des Steckerteils mit teilweise geschnittenem bzw.
aufgebrochenem Gehäuseteil des Steckerteils; und
- Fig. 3
- eine skizzenhafte Darstellung des im verbauten Endzustand im Gehäuseteil angeordneten
Sicherungsrings.
[0051] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0052] In Fig. 1 ist in einer Explosionsdarstellung ein Steckerteil 1 für einen elektrischen
Steckverbinder gezeigt. Das Steckerteil 1 wird mit einem nicht dargestellten zweiten
Steckerteil des Steckverbinders gekoppelt. Das Steckerteil 1 ist ein Rundstecker,
der ein aus Metall ausgebildetes und hohlzylinderartiges Gehäuseteil 2 aufweist. An
einem vorderen Ende 3, welches zur Verbindung mit dem nicht gezeigten zweiten Steckerteil
vorgesehen ist, ist an einer Au-βenseite 4 des Gehäuseteils 2 eine Überwurfhülse 5
ausgebildet, die an dem Gehäuseteil 2 gehalten ist. Die Überwurfhülse 5 ist um die
Längsachse A relativ zum Gehäuseteil 2 drehbar. Sie ist darüber hinaus durch eine
innenliegende Feder, beispielsweise eine Torsionsfeder, gehalten. Durch die Federvorspannung
wird auch ein automatisches Rückführen der in Umlaufrichtung gedrehten Überwurfhülse
5 in die Ausgangsstellung bei Loslassen der Überwurfhülse 5 erzielt.
[0053] Das Steckerteil 1 umfasst darüber hinaus einen Träger 6, der zur Aufnahme und Halterung
der elektrischen Kontakte ausgebildet ist. Der Träger 6 ist insbesondere einstückig
aus Kunststoff ausgebildet. Er ist darüber hinaus zur Aufnahme der vorderen Enden
von Leitungslitzen 7, die dann in die elektrischen Kontakte münden, ausgebildet. Diese
Litzen 7 sind einem Kabel 8 zugehörig, wobei die Litzen 7 umfangsseitig durch eine
Ummantelung 9 umgeben sind.
[0054] Das Steckerteil 1 umfasst darüber hinaus eine Schirmanbindung 10, die das Kabel 8
insbesondere am vorderen Ende der Ummantelung 9 als Ring umgreift. In axialer Richtung
nachfolgend nach hinten umfasst das Steckerteil 1 darüber hinaus eine ringförmige
und wulstartige Dichtung 11, die passgenau an der Außenseite der Ummantelung 9 angeordnet
ist.
[0055] Des Weiteren ist ein aus Kunststoff und einstückig ausgebildeter Stützring 12 vorgesehen,
der ebenfalls die Ummantelung 9 ringförmig umgreift.
[0056] Darüber hinaus ist ein einstückig und aus Metall ausgebildeter Sicherungsring 13
vorgesehen, der in axialer Richtung betrachtet hinter dem Stützring 12 angeordnet
ist bzw. teilweise in dem Stützring 12 eingebettet positioniert ist, wenn das Steckerteil
1 zusammengebaut ist.
[0057] Die Innendurchmesser des Stützrings 12 und des Sicherungsrings 13 sind so bemessen,
dass im zusammengebauten Zustand des Steckerteils 1 die Au-βenseite der Ummantelung
9 berührungslos zu dem Stützring 12 und dem Sicherungsring 13 angeordnet ist (siehe
Fig. 3).
[0058] Zumindest die Komponenten des Stützrings 12 und des Sicherungsrings 13, insbesondere
auch die Dichtung 11 und die Schirmanbindung 10, sind Bauteile einer Haltevorrichtung,
mit welcher das Kabel 8 mit seinem vorderen Ende positionsfixiert in dem Inneren des
Gehäuseteils 2 gehalten ist.
[0059] Wie zu erkennen ist, weist der Stützring 12 an seinem der Dichtung 11 zugewandten
Ende bzw. an dieser Seite eine Konusform 14 als Aufnahmebereich auf, so dass sich
im zusammengebauten Zustand die Außenseite 15 der Dichtung 11 in den Stützring 12
hineinerstreckt und an dieser Konusform 14 anliegt.
[0060] Auf der gegenüberliegenden Seite, und somit der der Dichtung 11 abgewandten Seite,
weist der Stützring 12 einen ringförmigen Steg 16 auf, der eine Mehrzahl von Unterbrechungen
aufweist, von denen der Übersichtlichkeit dienend nur die Unterbrechungen 17 und 18
stellvertretend mit Bezugszeichen versehen sind.
[0061] Der Stützring 12 ist zur Aufnahme des Sicherungsrings 13 ausgebildet.
[0062] Dabei ist vorgesehen, dass ein Grundring 19 des Sicherungsrings 13 im zusammengesetzten
Zustand des Steckerteils 1 hinter bzw. radial innen zu dem Steg 16 in dem Stützring
12 eingebettet angeordnet ist.
[0063] Wie aus der Darstellung der Fig. 1 hervorgeht, sind an dem Grundring 19 eine Mehrzahl
von radial nach außen stehenden Sicherungszähnen angeordnet, von denen der Übersichtlichkeit
dienend beispielhaft und stellvertretend für die anderen nur zwei mit den Bezugszeichen
20 und 21 versehen sind. Vorzugsweise ist die Anzahl der Sicherungszähne 20 bzw. 21
kleiner 10, insbesondere 8. Die Sicherungszähne 20 bzw. 21 sind in Umlaufrichtung
um den Grundring 19 äquidistant angeordnet und erstrecken sich, wie bereits erwähnt,
radial nach außen. Es kann dabei vorgesehen sein, dass sich zumindest einige, insbesondere
alle der Sicherungszähne 20 bzw. 21 gradlinig radial nach außen erstrecken und sich
auch in der Ebene erstrecken, in der der Grundring 19 sich erstreckt. Dies ist für
die Ausgangsausgestaltung des Sicherungsrings 13 und somit in dessen unverbauten Zustand
bzw. im Gehäuseteil 2 noch nicht verbauten Zustand zu verstehen.
[0064] Ebenso kann jedoch auch in diesem unverbauten Zustand des Sicherungsrings 13 bereits
vorgesehen sein, dass zumindest einige, insbesondere alle der Sicherungszähne 20 bzw.
21 gewinkelt gegenüber der Ebene, in der sich der Grundring 19 erstreckt, ausgebildet
sind. Vorzugsweise ist in dem Zusammenhang dann eine Anwinkelung zwischen 2° und 24°,
insbesondere zwischen 2° und 14° vorteilhaft. Bei einer derartigen Ausgestaltung ist
dann vorgesehen, dass der Sicherungsring 13 im noch unverbauten Zustand so angeordnet
ist, dass sich die geneigte Orientierung der Sicherungszähne 20 und 21 von dem Stützring
12 abgewandt quasi nach hinten ergibt.
[0065] Die Sicherungszähne 20 bzw. 21 sind plattenartige ebene Streifen, die im Wesentlichen
rechteckförmig sind. Eine äußere und somit eine dem Grundring 19 abgewandte Kante
bzw. der vordere Rand 28 (Fig. 2) eines Sicherungszahns 20 kann gerade sein oder in
Umlaufrichtung um die Achse A eine gewisse bogenförmige Kontur aufweisen.
[0066] Die Anzahl der Unterbrechungen 17 bzw. 18 im Stützring 12 entspricht insbesondere
der Anzahl der Sicherungszähne 20 bzw. 21. Im zusammengebauten Zustand erstrecken
sich die Sicherungszähne 20 bzw. 21 durch die Unterbrechungen 17 bzw. 18 nach außen
und stehen in radialer Richtung nach außen über die Mantelfläche 22 des Stützrings
12 über. Die Breite und somit das Ausmaß in Umlaufrichtung um die Achse A einer Unterbrechung
17 ist so bemessen, dass ein Sicherungszahn 20 im Wesentlichen passgenau darin einführbar
ist.
[0067] In der Darstellung gemäß Fig. 2 ist der zusammengesetzte Zustand des Stützrings 12
mit dem Sicherungsring 13 gezeigt. Der Sicherungsring 13 ist quasi vollständig eingebettet
in dem Stützring 12 angeordnet.
[0068] Im Hinblick auf die Positionsfixierung des Kabels 8 und auch der Komponenten des
Stützrings 12, der Dichtung 11 und der Schirmanbindung 10 in dem Gehäuseteil 2 wird
gemäß der Ansicht in Fig. 2 eine axiale Einpresskraft erzeugt, die beispielsweise
bei 3000 N liegt. Wie aus der Darstellung in Fig. 2 zu erkennen ist, ist an einer
Innenseite 23 des Gehäuseteils 2 an dessen hinteren Ende 24 eine Mehrzahl 25 von Sicherungsnuten
ausgebildet. Im Ausführungsbeispiel sind fünf Sicherungsnute vorgesehen, wobei der
Übersichtlichkeit dienend lediglich die beiden dem hinteren Ende 24 nächstgelegenen
Sicherungsnute mit den Bezugszeichen 26 und 27 gekennzeichnet sind. Die Sicherungsnute
26 und 27, die stellvertretend für die weiteren Sicherungsnute, die analog ausgebildet
sind, erläutert werden, sind alle voll umfänglich umlaufend ausgebildet. Sie weisen
in axialer Richtung die gleiche Breite und in radialer Richtung die gleiche Tiefe
auf.
[0069] Der Außendurchmesser des Stützrings 12 ist so bemessen dass er problemlos ins Innere
des Gehäuseteils 2 und somit auch an den Sicherungsnuten 26 und 27 vorbeibewegt werden
kann.
[0070] Der Außendurchmesser des Sicherungsrings 13 und insbesondere der Durchmesser gemessen
an den äußeren Rändern 28 von zwei gegenüberliegenden Sicherungszähnen ist größer
als der Innendurchmesser des Gehäuseteils 2, insbesondere im Bereich der Mehrzahl
25 der Sicherungsnute .
[0071] Beim axialen Einschieben in Richtung des Pfeils P gemäß der Darstellung in Fig. 2
mit der vorgegebenen definierten Einpresskraft wird somit erreicht, dass die Sicherungszähne
20 bzw. 21 in eine der Sicherungsnute 26 bzw. 27 oder eine der weiteren nicht näher
gekennzeichneten Sicherungsnute einrasten und eine axiale Haltekraft erzeugt wird,
durch welche eine axiale Positionsfixierung der Komponenten 10, 11 und 12 und des
Kabels 8 im Gehäuseteil 2 erreicht ist. Dies ist abhängig von dem Außendurchmesser
des Kabels 8, insbesondere des Außendurchmessers der Ummantelung 9. In diesem Zusammenhang
ist zu erwähnen, dass das Gehäuseteil 2 zur Aufnahme verschiedenster Kabel mit unterschiedlichsten
Außendurchmessern ausgebildet ist. Wird in dem Zusammenhang ein erstes Kabel mit einem
ersten Außendurchmesser in das Gehäuseteil 2 eingebracht, so ist dies mit der axialen
Einpresskraft definiert vorgesehen. Bei dieser Kombination verrasten dann die Sicherungszähne
20 bzw. 21 in einer diesbezüglich zugeordneten und vorgesehenen Sicherungsnut. Ist
andererseits vorgesehen, dass das Gehäuseteil 2 ein anderes Kabel aufnehmen soll,
welches im Vergleich zum ersten Kabel einen größeren Außendurchmesser aufweist, so
wird auch dieses Kabel mit der gleichen definierten Einpresskraft in axialer Richtung
in das Gehäuseteil 2 eingepresst bzw. eingeschoben, wobei dann die Sicherungszähne
20 bzw. 21 an einer zur ersten Sicherungsnut unterschiedlichen anderen Sicherungsnut
verrasten, insbesondere in einer dem hinteren Ende 24 näher gelegenen Sicherungsnut
verrasten.
[0072] Besonders vorteilhaft ist es, dass bei einer Montage das Steckerteil 1 beim axialen
Einpressen des Kabels 8 und der Komponenten 10, 11, 12 und 13 in das Innere des Gehäuseteils
2 die Sicherungszähne 20 und 21 definiert und gewollt verbogen werden. Aufgrund der
Richtung der Einpresskraft und der Anordnung und Orientierung des Sicherungsrings
13 beim Verrasten in eine der Sicherungsnute 26 bzw. 27 werden diese Sicherungszähne
20, 21 definiert und gewollt so verbogen, dass sie gegenüber der Ebene des Grundrings
19 in einem Winkel zwischen 3° und 15° geneigt nach hinten orientiert sind. Im verbauten
Zustand des Sicherungsrings 13 erstrecken sich somit dann die Sicherungszähne 20 bzw.
21 in diesem Winkel zwischen 3°und 15° in Richtung zum hinteren Ende 24 des Gehäuseteils
2 (siehe Fig. 3). Durch eine derartige Anordnung und gewollte Verbiegung und Neigungsorientierung
wird quasi eine Sicherungsverankerung erzielt, wobei dabei die Sicherungszähne 20
und 21 quasi Widerhaken bilden. Aufgrund der Verpressung entstehen Kräfte entgegen
des Pfeils P, die aufgrund der definiert erzeugten Schrägstellung der Sicherungszähne
20 und 21 und deren Abstützung in einer Sicherungsnut nach hinten besonders gut gehalten
und abgefangen werden können.
[0073] Durch die Einbettung der Sicherungszähne 20 und 21 in die Unterbrechungen 17 und
18 sowie deren Formgebung und Orientierung kann ein sehr geführtes und gewünschtes
Verbiegen im Hinblick auf die Verbiegerichtung und die Verbiegeneigung erzielt werden.
Ein unerwünschtes Deformieren oder anderweitiges Verbiegen oder Verdrehen und Verdrillen
der Sicherungszähne 20 und 21 und/oder des Grundrings 19 kann dadurch vermieden werden.
[0074] In der Darstellung gemäß Fig. 3 ist eine schematische Schnittdarstellung (der Übersichtlichkeit
dienend ohne schraffierte Schnittflächen) durch ein im Endzustand montiertes Steckerteil
1 in einem Teilausschnitt gezeigt. Es ist dabei zu erkennen, dass die Sicherungszähne
20 bzw. 21 in diesem verbauten Zustand des Sicherungsrings 13 in einem Winkel α zwischen
3° und 15° gegenüber der Ebene 29, in der sich der Grundring 19 erstreckt, in Richtung
zum hinteren Ende 24 des Gehäuseteils 2 orientiert sind. Es ist bei der Darstellung
in Fig. 3 zu erkennen, dass die Ummantelung 9 kontaktfrei mit dem Stützring 12 und
dem Sicherungsring 13 angeordnet ist. Darüber hinaus ist beispielhaft gezeigt, dass
die Sicherungszähne 20 und 21 in der hintersten Sicherungsnut 26 verrastet sind. Bei
einer derartigen Ausgestaltung weist die Ummantelung 9 praktisch den maximal in dem
Gehäuseteil 2 aufnehmbaren und verbaubaren Außendurchmesser eines Kabels 8 auf. Die
zugehörige Dichtung 11 ist daran angepasst ausgebildet. Wird, wie bereits oben angesprochen,
ein Kabel mit einem kleineren Außendurchmesser verbaut und eingepresst, und eine im
Vergleich zu oben andere an das dünnere Kabel daran angepasste Dichtung 11 vorgesehen,
so verrasten die Sicherungszähne 20 und 21 in einer dem hinteren Ende 24 ferneren
Sicherungsnut, beispielsweise in der Sicherungsnut 27 oder einer weiter vorne angeordneten
Sicherungsnut.
[0075] Gemäß der Darstellung in Fig. 3 ist zu erkennen, dass in vorteilhafter Ausführung
zumindest ein geneigter Sicherungszahn 20, 21 mit seinem vorderen freien Rand 28 (Bezugszeichen
der Übersichtlichkeit nur in Fig. 2 eingezeichnet) benachbart zur Kerbe der im Wesentlichen
im Schnitt V-förmigen Sicherungsnut 26 an der vorderen Wand der V-Form anliegt und
sich dort abstützt. Des Weiteren ist zu erkennen, dass sich insbesondere zumindest
ein Sicherungszahn 20, 21 vorzugsweise mit seiner Außenseite an der anderen Wand der
V-Form der Sicherungsnut 26 möglichst großflächig anlegt bzw. abstützt.
[0076] Wie in den Darstellungen in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigt ist, umfasst das Steckerteil
1 auch noch eine Schutzhülse 30, die im zusammengebauten Zustand die Außenseite 4
bis zu einem Anschlag 31 umgibt. An der Außenseite 4 ist eine Erhebung 32 ausgebildet,
die zur Verankerung mit komplementären Eingriffen an der Innenseite der Schutzhülse
30 vorgesehen ist, sodass auch diese positionsfixiert an dem Gehäuseteil 2 gehalten
ist. Die Schutzhülse 30 umfasst darüber hinaus auch noch einen elastischen Knickschutz
33, der einstückig mit der Schutzhülse 30 ausgebildet ist und im Ausführungsbeispiel
spiralförmig gewunden ist.
[0077] In einer weiteren Ausführung könnte auch vorgesehen sein, dass die Innenseite 18
im Bereich der Abstützung mit dem Sicherungsring 13 auch glatt und somit ohne Sicherungsnute
ausgebildet ist. Bei einer derartigen Ausführung ist dann eine Abstützung des Sicherungsrings
13 an der Innenseite 18 durch eine Materialverkrallung und/oder Materialabscherung
(weicheres Material der Innenseite 18 im Vergleich zum Sicherungsring 13) erzeugt
und eine axiale Haltekraft, wie sie auch bei den Ausführungen, wie sie in Fig. 1 bis
3 bisher erläutert wurden, erzeugt wird, aufgebracht und gehalten.
[0078] Anstatt der Sicherungszähne 20 und 21 kann auch ein umlaufender Randsteg am Grundring
19 ausgebildet sein.
1. Steckerteil für einen elektrischen Steckverbinder, welches zur Aufnahme eines Kabels
(8) und zum Verbinden mit einem weiteren Steckerteil des Steckverbinders ausgebildet
ist, und welches ein Gehäuseteil (2) umfasst, in das sich das Kabel (8) mit seinem
vorderen Ende erstreckt, wobei das Kabel (8) in dem Gehäuseteil (2) durch eine Haltevorrichtung
gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass
die Haltevorrichtung einen Sicherungsring (13) zur axialen Positionssicherung von
in dem Gehäuseteil (2) angeordneten Komponenten (8, 10, 11, 12) aufweist, und der
Sicherungsring (13) im zusammengesetzten Endzustand des Steckerteils (1) an einer
Innenseite (23) des Gehäuseteils (2) derart abgestützt ist, dass eine axiale Haltekraft
zur axialen Positionssicherung der Komponenten (10, 11, 12) aufgebracht ist.
2. Steckerteil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sicherungsring (13) das Kabel (8) umfangsseitig umgibt und im verbauten Endzustand
in dem Steckerteil (1) einen in einem Winkel größer 2° und kleiner 25°, insbesondere
zwischen 3° und 15°, gegenüber der Ebene (29) eines Grundrings des Sicherungsrings
(13) geneigt angeordneten vollständig umlaufenden Randsteg aufweist, der im zusammengesetzten
Zustand des Steckerteils (1 ) an der Innenseite (23) abgestützt ist.
3. Steckerteil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sicherungsring (13) das Kabel (8) umfangsseitig umgibt und eine Mehrzahl von Sicherungszähnen
(20, 21) aufweist, die von einem Grundring (19) nach außen abstehend angeordnet sind
und im zusammengesetzten Zustand des Steckerteils (1) an der Innenseite (23) abgestützt
sind.
4. Steckerteil nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sicherungszähne (20, 21) oder der Randsteg in eine Sicherungsnut (25, 26, 27)
eingreifen, die an der Innenseite (23) des Gehäuseteils (2) ausgebildet ist.
5. Steckerteil nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest einige, insbesondere alle, der Sicherungszähne (20, 21) im unverbauten Zustand
des Sicherungsrings (13) in einem Winkel größer 2° und kleiner 25°, insbesondere zwischen
3° und 15°, gegenüber der Ebene (29) des Grundrings (19) geneigt angeordnet sind.
6. Steckerteil nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest einige, insbesondere alle, der Sicherungszähne (20, 21) im unverbauten Zustand
des Sicherungsrings (13) sich in der Ebene (29) des Grundrings (19) erstrecken.
7. Steckerteil nach einem der Ansprüche 2 bis 6 ,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sicherungszähne (20, 21) oder der Randsteg im verbauten Endzustand des Sicherungsrings
(13) im Gehäuseteil (2) in einem Winkel größer 2° und kleiner 25°, insbesondere zwischen
3° und 15°, gegenüber der Ebene (29) des Grundrings (19) geneigt angeordnet sind bzw.
ist.
8. Steckerteil nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Neigung der Sicherungszähne (20, 21) oder des Randstegs im verbauten Endzustand
des Sicherungsrings (13) im Gehäuseteil (2) größer ist als die ggf. vorhandene Neigung
im unverbauten Zustand, insbesondere der Sicherungsring (13) so angeordnet ist, dass
die geneigten Sicherungszähne (20, 21) oder der Randsteg in Richtung des hinteren
Endes (24) des Gehäuseteils (2) orientiert sind bzw. ist.
9. Steckerteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Sicherungszähne (20, 21) oder der Randsteg beim Zusammensetzen des Steckerteils
(2) und beim Eingreifen in eine Sicherungsnut (25, 26, 27) in ihrer Stellung verbiegbar
ausgebildet sind bzw. ist.
10. Steckerteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Stützring (12) ausgebildet ist, an dem der Sicherungsring (13) anliegt, insbesondere
darin eingelegt ist.
11. Steckerteil nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Stützring (12) einen umlaufenden Steg (16) aufweist, der Unterbrechungen (17,
18) aufweist, durch die sich die Sicherungszähne (20, 21) im eingesetzten Zustand
des Sicherungsrings (13) in den Stützring (12) radial nach au βen erstrecken.
12. Steckerteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass
die Sicherungsnut (25, 26, 27) benachbart zum hinteren Ende (24) des Gehäuseteils
(2) ausgebildet ist.
13. Steckerteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Mehrzahl (25) von Sicherungsnute (26, 27) ausgebildet ist, die in axialer Richtung
(A) betrachtet unmittelbar benachbart zueinander und aufeinander folgend ausgebildet
sind.
14. Steckerteil nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
zum Positionieren von Kabeln (8) mit unterschiedlichen Durchmessern eine axiale Einpresskraft
für das Kabel (8) und einer das Kabel (8) umgreifenden und haltenden Dichtung (11)
vorgegeben ist und der Sicherungsring (13) und die Sicherungsnute (25, 26, 27) so
ausgebildet und angeordnet sind, dass abhängig von dem jeweiligen Durchmesser eines
Kabels (8) und/oder der dem Durchmesser des Kabels (8) in radialem und/oder axialem
Ausmaß angepassten Dichtung (11) eine definierte Verrastung der Sicherungszähne (20,
21) oder des Randstegs in einer diesem Durchmesser des Kabels (8) und/oder der Dichtung
(11) zugeordneten Sicherungsnut (25, 26, 27) auftritt.
15. Verfahren zur Montage eines Steckerteils (1) für einen elektrischen Steckverbinder,
bei welchem ein Kabel (8) in einem Gehäuseteil (2) des Steckerteils (1) positionsfixiert
gehalten wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein das Kabel (8) umgebender Sicherungsring (13) einer Haltevorrichtung, welcher zur
axialen Positionssicherung von in dem Gehäuseteil (2) angeordneten Komponenten (8,
10, 11, 12) angeordnet wird, auf das Kabel (8) aufgeschoben wird und beim Einbringen
des vorderen Endes des Kabels (8) in das Gehäuseteil (2) der Sicherungsring (13) in
das Gehäuseteil (2) eingeschoben wird und mit einer Innenseite (23) des Gehäuseteils
(2) in Anlage kommt und durch das weitere Einschieben des Sicherungsrings (13) in
das Gehäuseteil (2) im zusammengesetzten Endzustand des Steckerteils (1) der Sicherungsring
(13) an einer Innenseite (23) des Gehäuseteils (2) derart abgestützt wird, dass eine
axiale Haltekraft zur axialen Positionssicherung der Komponenten (10, 11, 12) erzeugt
wird.