| (19) |
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(11) |
EP 2 442 970 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.01.2016 Patentblatt 2016/02 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.05.2010 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/003185 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/145748 (23.12.2010 Gazette 2010/51) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINES BELEIMUNGSSYSTEMS
METHOD FOR OPERATING A GLUING SYSTEM
PROCÉDÉ PERMETTANT DE FAIRE FONCTIONNER UN SYSTÈME D'ENCOLLAGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
18.06.2009 DE 102009029821
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.04.2012 Patentblatt 2012/17 |
| (73) |
Patentinhaber: Focke & Co. (GmbH & Co. KG) |
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27283 Verden (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BARKMANN, Ralf
21031 Hamburg (DE)
- ROHWEDDER, Wolfgang
22459 Hamburg (DE)
- STEGEN, Marc-Daniel
22043 Hamburg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Aulich, Martin |
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Meissner, Bolte & Partner GbR
Hollerallee 73 28209 Bremen 28209 Bremen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 095 709 DE-A1- 19 843 352
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WO-A1-2008/151804 US-A1- 2009 084 773
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines Beleimungssystems
zur Beleimung von Zuschnitten zur Herstellung und/oder Verpackung von Zigaretten oder
anderen rauchbaren Gegenständen, bei dem die Zuschnitte an Leimventilen des Beleimungssystems
entlang gefördert werden. Die Erfindung betrifft des Weiteren ein entsprechendes Beleimungssystem,
das mit diesem Verfahren betrieben werden kann.
[0002] Die in der Zigarettenindustrie verwendeten Beleimungssysteme zur Beleimung von Zuschnitten
werden zunehmend komplexer und ausgefeilter. So wird etwa in der vorangemeldeten
DE 10 2008 027 259 vorgeschlagen, die Leimventile abhängig von verschiedenen Betriebsparametern so zu
regeln, dass die Größen der von den Leimventilen jeweils auf den Zuschnitten erzeugten
Leimportionen während des gesamten Betriebs auf einem konstanten Wert gehalten werden
können.
[0003] Herkömmliche Steuerungen von Beleimungssystemen können zur Umsetzung eines derartigen
Verfahrens nicht oder nur bedingt eingesetzt werden. Bei solchen Steuerungen übernimmt
eine zentrale Steuerungseinrichtung die Steuerung sämtlicher Leimventile. Zu diesem
Zweck verlaufen von der zentralen Steuerungseinrichtung entsprechend der Anzahl zu
steuernder Ventile unidirektionale Signalleitungen zu jedem Leimventil. Rückleitungen
von den Ventilen zu der Steuerung sind dagegen nicht vorgesehen. Derartige Steuerungen
sind statisch, relativ langsam und unflexibel.
[0004] In der Druckschrift
US 2009/0084773 A1 ist ein Beleimungssystem gezeigt, bei denen einem Leimventilkopf ein eigener Mikrocontroller
zugeordnet ist, der im Betrieb mit einer externen Hauptsteuerung Daten austauscht.
[0005] In der
WO 2008/151804 A1 ist ein Ventil gezeigt, dem eine eigene, lokale Steuerung zugeordnet ist.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
ein Verfahren der eingangs genannten Art zum Betreiben eines Beleimungssystems anzugeben,
mit dem auch komplexere Beleimungssysteme möglichst zuverlässig gesteuert und/oder
geregelt werden können. Es ist des Weiteren Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Beleimungssystem der eingangs genannten Art anzugeben, dass mit dem vorgenannten Verfahren
betrieben werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben eines Beleimungssystems
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein entsprechendes Beleimungssystem
mit den Merkmalen des Anspruchs 6.
[0008] Danach ist zur Steuerung und/oder Regelung der Leimventile des Beleimungssystems
ein übergeordneter Mastercontroller vorgesehen, der einzelnen, den Leimventilen zugeordneten,
dem Mastercontroller nachgeordneten Controllern - die jeweils mit dem übergeordneten
Mastercontroller über eine geeignete Datenverbindung verbunden sind - jeweils Werte
mindestens eines Steuer- und/oder Regelparameters übermittelt, anhand derer der jeweilige
nachgeordnete Controller das ihm zugeordnete Leimventil steuert und/oder regelt. Für
ein, mehrere oder jedes Leimventil werden die Werte mindestens einer Kenngröße der
jeweils in das Beleimungssystem integrierten Leimventile erfasst, nämlich des elektrischen
Stroms, der bei von einem Elektromagneten bewirkten Bewegungen des Verschlussorgans
des jeweiligen Leimventils durch die Spule des Elektromagneten des Leimventils fließt,
wobei anhand der Werte der mindestens einen Kenngröße die Art des entsprechenden Leimventils
und/oder Fehlerzustände desselben erkannt und/oder ermittelt werden.
[0009] Es erfolgt erfindungsgemäß eine Aufteilung von Steuerungs- und/oder Regelungsaufgaben
auf einerseits mindestens einen übergeordneten Mastercontroller und auf andererseits
nachgeordnete Controller, die den einzelnen Leimventilen zugewiesen sind. Bei der
erfindungsgemäßen Lösung übernimmt der jeweils nachgeordnete Controller insbesondere
zeitkritische Steuerungs- und/oder Regelungsaufgaben sowie ggf. Verstärkerfunktionen
zur Verstärkung von Steuersignalen. Die Parameter, anhand derer er Steuerungs-/Regelungsaufgaben
vollzieht, werden von dem Mastercontroller verwaltet und gegebenenfalls anhand geeigneter
Algorithmen errechnet oder aus einer Datenbank ausgewählt, auf die der Mastercontroller
zugreifen kann.
[0010] Vorteilhafterweise steuert und/oder regelt jeder nachgeordnete Controller erfindungsgemäß
nur ein Leimventil des Beleimungssystems. So kann für jede Anzahl von Leimventilen,
die in dem Beleimungssystem eingesetzt werden sollen, die passende Anzahl von nachgeordneten
Controllern verwendet werden. Im Stand der Technik dagegen weisen die Steuerungseinrichtungen
einzelne Steuerkarten auf, die jeweils über Ausgänge für mehrere Ventile verfügen.
Sollten dabei weniger oder mehr Ventile angesteuert werden müssen als Ausgänge vorhanden
sind, bleiben dort dementsprechend nachteiligerweise bestimmte Ausgänge der Steuerungskarten
ungenutzt.
[0011] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass an den nachgeordneten
Controllern jeweils Sensoren anschließbar sind, die Messwerte mindestens einer Messgröße
erfassen, dass die nachgeordneten Controller diese Messwerte jeweils an den Mastercontroller
übermitteln und dass der Mastercontroller für das betreffende, an den jeweiligen Controller
angeschlossene Leimventil abhängig von diesen Messwerten die Steuer- und/oder Regelparameter
errechnet und/oder aus einer dem Mastercontroller zugeordneten Datenbank auswählt.
Anschließend wird der errechnete und/oder ausgewählte Parameter dem jeweiligen nachgeordneten
Controller übermittelt.
[0012] Als von dem an den jeweiligen Controller angeschlossenen Sensor zu messende Messgröße
kann die Temperatur des dem jeweiligen Leimventil zugeführten oder des in dem jeweiligen
Leimventil befindlichen Leims erfasst werden. Alternativ oder zusätzlich kann der
Druck stromab einer Förderpumpe gemessen werden, unter dem der Leim dem jeweiligen
Leimventil zugeführt wird. Weiter können Kenngrößen erfasst werden, die Bewegungen
eines sich innerhalb des jeweiligen Leimventils in dem Leim bewegenden Verschlussorgans
desselben kennzeichnen.
[0013] Der oder die entsprechenden Sensoren der Leimventile messen demnach jeweils diese
mindestens eine Messgröße. Die jeweiligen nachgeordneten Controller übersenden dann
die Messwerte über ihre genannten Datenverbindungen an den übergeordneten Mastercontroller.
Dieser verwaltet die Messwerte und wertet diese aus. Abhängig von dem Ergebnis der
Auswertung kann der Mastercontroller anschließend den Leimventilen beispielsweise
jeweils neue, angepasste Werte des mindestens einen Steuer- und/oder Regelparameters
übermitteln. Die Auswertung kann natürlich auch ergeben, dass der Wert des mindestens
einen Steuer- und/oder Regelparameters, anhand dessen der jeweilige nachgeordnete
Controller das an ihm angeschlossene Leimventil steuert und/oder regelt, nicht angepasst
werden muss. In diesem Fall wird der entsprechende Wert des Steuer- und/oder Regelparameters,
auf den der nachgeordnete Controller zugreifen kann, naturgemäß nicht geändert.
[0014] Ein Steuer- und/oder Regelparameter, anhand dessen die nachgeordneten Controller
das jeweils angeschlossene Leimventil steuern/regeln kann beispielsweise die Stärke
und/oder die Zeitdauer des elektrischen Stroms sein, mit dem ein Elektromagnet des
jeweiligen Leimventils beaufschlagt wird, durch den zur Öffnung des Leimventils während
des Betriebs des Beleimungssystems ein Verschlussorgan des jeweiligen Leimventils
bewegt wird. Leimventile mit derartigen Elektromagneten zur Bewegung von Verschlussorgänen
sind beispielsweise in der
DE 10 2008 027 259 beschrieben, deren Inhalt hiermit vollumfänglich integriert wird.
[0015] Gemäß einer weiteren wichtigen und eigenständigen Ausführungsform ist das Beleimungssystem
modular aufgebaut. Genauer gesagt sind die nachgeordneten Controller jeweils als einzelne
Module ausgebildet, die jeweils mit dem Mastercontroller und/oder mit mindestens einem
weiteren nachgeordneten Controller über geeignete Kontaktverbindungsmittel verbindbar
sind, insbesondere über Kontaktstecker und/oder Kontaktzungen. Die Kontaktverbindungsmittel
sind jeweils an den Enden von Signalleitungen zur Übertragung elektrischer (oder ggf.
elektromagnetischer) Signale angeordnet, die an oder in den einzelnen Controllern
verlaufen. Die Kontaktverbindungsmittel verbinden diese Signalleitungen der einzelnen
Controller miteinander. Bevorzugt sind die Signalleitungen dabei Leitungen eines geeigneten
Datenbussystems, etwa eines CAN-Bussystems. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
liegt dabei das Gehäuse eines ersten nachgeordneten Controllers im die Signalleitungen
verbindenden Zustand zumindest bereichsweise an dem Gehäuse des Mastercontrollers
an. In entsprechender Weise liegt das Gehäuse eines zweiten nachgeordneten Controller
im derartig verbundenen Zustand mindestens bereichsweise an dem Gehäuse des ersten
nachgeordneten Controllers an, das Gehäuse eines dritten nachgeordneten Controllers
an dem Gehäuse des zweiten usw.
[0016] Vorzugsweise ist bei Integration eines weiteren Leimventils in das Beleimungssystem
das Beleimungssystem entsprechend erweiterbar um einen weiteren nachgeordneten Controller
zur Steuerung/Regelung des hinzugefügten Leimventils. Dieser modulare Aufbau erlaubt
in einfacher Weise, das System um weitere Leimventile zu ergänzen oder auch umgekehrt
ein oder mehrere Leimventile aus dem System zu entfernen. Nach Verbindung des Mastercontrollers
und der nachgeordneten Controller über die Kontaktverbindungsmittel ist der Mastercontroller
datentechnisch mit jedem einzelnen nachgeordneten Controller nach Art eines Bussystems
verbunden.
[0017] Weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den beigefügten Unteransprüchen,
aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie aus
den beigefügten Zeichnungen.
[0018] Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Leimsystems zur Beleimung von
Zuschnitten bei der Herstellung/Verpackung von Zigaretten,
- Fig. 2
- einen Mastercontroller des vorgenannten Beleimungssystems mit daran angesteckten,
nachgeordneten Controllern in Schrägansicht,
- Fig. 3
- ein Strom-Zeit-Diagramm, das die Stromverläufe durch den Elektromagnet verschiedener,
in das Beleimungssystem integrierbarer Leimventile zeigt.
[0019] Fig. 1 zeigt ein Beleimungssystem 10, das im Zusammenhang mit der Beleimung von Zuschnitten
zur Herstellung und/oder Verpackung von Zigaretten oder anderen rauchbaren Gegenständen
eingesetzt wird. Es kann sich beispielsweise um die Fertigung einer Zigarettenpackung
vom Typ Klappschachtel bzw. Hinge-Lid handeln.
[0020] Mit Hilfe des Beleimungssystems 10, insbesondere mit Hilfe von Leimventilen 11 des
Beleimungssystems 10, werden Bereiche oder Abschnitte von Zuschnitten, aus denen die
entsprechende Packung gebildet wird, mit aus den Leimventilen 11 gezielt austretenden
Leimportionen versehen. Zu diesem Zweck werden die Zuschnitte unterhalb der Leimventile
11, nämlich unterhalb von schließbaren Leimventilöffnungen 12, an diesen vorbeigefördert.
Einzelheiten hierzu sind in der
DE 10 2008 027 259 beschrieben, auf die bereits weiter oben referenziert wurde.
[0021] Das Beleimungssystem 10 muss derart betrieben bzw. gesteuert/geregelt werden, dass
die einzelnen Leimportionen zu gewünschten Zeitpunkten, in gewünschten Größen bzw.
Mengen und/oder in gewünschten Mustern auf dem Zuschnitt positioniert werden.
[0022] Zur geeigneten Steuerung/Regelung des Beleimungssystems 10 verfügt dieses über einen
Mastercontroller 13, an den mittels geeigneter Signal- oder Datenleitungen 14 einzelne
nachgeordnete Controller 15 angeschlossen sind. Die Datenleitungen 14 sind jeweils
Teil eines Bussystems, im vorliegenden Fall eines sogenannten CAN-Bussystems. Dieses
Bussystem erlaubt eine bidirektionale Datenkommunikation zwischen dem Mastercontroller
13 und den einzelnen nachgeordneten Controllern 15. Die nachgeordneten Controller
15 sind über geeignete Stromleitungen 17 an eine Stromversorgung 16 angeschlossen.
[0023] An einen der Steuerausgänge der nachgeordneten Controller 15 ist über eine Steuerleitung
18a ein Elektromagnet mit entsprechender Spulenansteuerung 19 angeschlossen. Der Elektromagnet
befindet sich innerhalb des Leimventils 11 und dient dazu, ein Verschlussorgan zu
bewegen, dass mindestens teilweise von dem Elektromagnet bzw. der Spule des Elektromagneten
umgeben ist. Durch eine Rückstellkraft wird das Verschlussorgan im stromlosen Zustand
des Elektromagneten in an sich bekannter Weise innerhalb eines Ventilsitzes gehalten.
[0024] Das Beaufschlagen der Spule mit einem elektrischen Strom geeigneter Stärke bewirkt
dann, dass das durch das Magnetfeld des Elektromagneten beinflussbare Verschlussorgan
aus seiner Schließstellung gegen die Rückstellkraft nach oben bewegt wird. Die Ventilöffnung
12 wird hierdurch freigegeben, sodass aus dieser Leim austreten kann. Einzelheiten
zu dem Aufbau eines derartigen Leimventils sind der
DE 10 2008 027 259 zu entnehmen.
[0025] An einem weiteren Ausgang der nachgeordneten Controller 15 ist jeweils über eine
Steuerleitung 18b ein Sensor zur Erfassung einer für den ordnungsgemäßen Betrieb der
Leimventile 11 relevanten Messgröße angeordnet. Im vorliegenden Fall handelt es sich
jeweils um einen, sich in das Ventilinnere hinein erstreckenden Temperatursensor 20.
Mit diesem kann als Messgröße die Temperatur des im Betrieb innerhalb des Leimventils
11 befindlichen Leims erfasst werden.
[0026] An einem weiteren Eingang der Controller 15 endet jeweils eine von einer Streckensteuerung
21 ausgehende Steuerleitung 22.
[0027] Der Streckensteuerung 21 werden an einen ihrer Eingänge Signale eines Drehgebers
23 übertragen. Der Drehgeber 21 erfasst Drehungen der zentralen Maschinenachse einer
nicht dargestellten, an sich bekannten Verpackungsmaschine zur Verpackung von Zigaretten.
[0028] Zu diesem Zweck ist der Drehgeber 23 mittels einer Signalleitung 24 mit der Streckensteuerung
21 verbunden. Sowohl der Mastercontroller 13 als auch die Streckensteuerung 21 sind
über entsprechende Signal- bzw. Datenleitungen 25, 26 mit der zentralen Maschinensteuerung
27 der Verpackungsmaschine verbunden. Dabei ist im vorliegenden Fall die Leitung 25,
die den Mastercontroller 13 mit der Maschinensteuerung 27 verbindet, als Ethernet-Verbindung
ausgebildet, über die bidirektional Daten ausgetauscht werden können. Die Signalleitung
26 zwischen der Streckensteuerung 21 und der Maschinensteuerung 27 ist im vorliegenden
Fall ebenfalls bidirektional ausgebildet.
[0029] Die Steuerung/Regelung des Beleimungssystems 10 erfolgt folgendermaßen:
[0030] Die Streckensteuerung 21 greift über die Signal- bzw. Datenleitung 26 auf eine der
Maschinensteuerung 27 zugeordnete Datenbank zu. In der Maschinensteuerung 27 bzw.
der Datenbank sind abhängig von den verwendeten Zuschnitten bzw. von den zu produzierenden
Packungstypen Leimpunktmuster hinterlegt. Die Streckensteuerung 21 sendet abhängig
von dem ausgewählten Leimpunktmuster sowie abhängig von der mit dem Drehgeber 23 ermittelten
Maschinendrehzahl entsprechende Steuerungssignale an die nachgeordneten Controller
15.
[0031] Den nachgeordneten Controllern 15 werden mit anderen Worten jeweils Zeitpunkte mitgeteilt
oder vorgeben, zu denen die Leimventile 11 geöffnet werden müssen. Die Öffnung selbst
erfolgt durch Beaufschlagen der jeweiligen Elektromagneten mit geeigneten elektrischen
Strömen.
[0032] Zu diesem Zweck verfügt jeder nachgeordnete Controller 15 über eine Verstärkereinheit,
die die geringen, von der Streckensteuerung 21 stammenden Steuersignalströme ausreichend
verstärkt, um mit Hilfe der Elektromagneten geeignete Öffnungsbewegungen der Verschlussorgane
der Leimventile bewirken zu können.
[0033] Die Stärke des Stroms, der während eines Öffnungszyklusses durch den Elektromagneten
fließt, steuern die nachgeordneten Controller 15 anhand von Steuer/Regelparametern,
die in den Controllern 15 bzw. in diesen zugeordneten Speichern oder Datenbanken hinterlegt
sind. Diese Parameter können im Betrieb jeweils abhängig von den jeweils durch die
Sensoren 20 gemessenen Leimtemperaturen angepasst werden.
[0034] Bekanntlich ist die Viskosität von Leim temperaturabhängig. So kann der Leim in einem
bestimmten Leimventil 11 bei einer von im Vergleich zu vorgegebenen Sollwerten abweichender,
besonders hohen Temperatur eine so niedrige Viskosität aufweisen, dass eine Nachregelung
des Leimventils 11 notwendig wird. Um diesen Fall zu erfassen, werden zunächst jeweils
die Temperaturwerte, die der jeweilige Temperatursensor 20 misst, von dem jeweiligen
Controller 15 an den Mastercontroller 13 übermittelt. Der Mastercontroller 13 wertet
für jedes Leimventil 11 die gemessenen Temperaturen anhand vorgegebener Sollwerte
oder anhand anderer Kriterien aus.
[0035] Sollte die Auswertung ergeben, dass die Leimtemperatur zu hoch ist, muss das jeweilige
Leimventil 11 entsprechend kürzere Zeit geöffnet bleiben, als dies bei einer niedrigeren
Leimtemperatur der Fall ist, um insgesamt trotz der hohen Temperatur eine vorbestimmte
Leimportionsgröße garantieren zu können.
[0036] Entsprechend sendet der Mastercontroller 13 einen geeignet angepassten Steuer-/Regelparameter,
der die anzupassende Öffnungsdauer des Leimventils repräsentiert, an den jeweiligen
nachgeordneten Controller 15. Der zuvor für die Öffnungsdauer hinterlegte Wert in
dem Controller 15 wird überschrieben. Der nachgeordnete Controller 15 passt entsprechend
bei der Steuerung/Regelung des Leimventils 11 die Öffnungszeit desselben an.
[0037] In gleicher Weise wie die Öffnungsdauer des Leimventils kann abhängig von den gemessenen
Temperaturwerten beispielsweise auch die Stärke des sogenannten Öffnungsstroms, der
durch den Elektromagneten fließt, angepasst werden und/oder die Stärke des sogenannten
Haltestroms. Dies hat folgenden Hintergrund:
[0038] Bei Öffnung des jeweiligen Leimventils 11 muss zunächst ein etwas höherer Öffnungsstrom
durch die Spule des Elektromagneten fließen, um die Bewegung des Verschlussorgans
nach oben entgegen der Rückstellkraft zu bewirken. Sobald das Verschlussorgan die
geöffnete Endstellung erreicht hat, wird nur noch ein geringerer Haltestrom benötigt,
um die Kraft aufzuwenden, das Verschlussorgan in der geöffneten Position festzuhalten.
Die Werte für den Öffnungsstrom bzw. den Haltestrom sind in der vorliegenden Ausführungsform
jeweils ebenfalls als Parameter in den nachgeordneten Controllern 15 hinterlegt und
in der oben beschriebenen Weise durch den Mastercontroller 13 abhängig von der gemessenen
Leimtemperatur dynamisch anpassbar.
[0039] Die zur Produktion eines bestimmten Packungstyps bzw. zur Beleimung der Zuschnitte
dieses Packungstyps erforderlichen Parameter werden zu Produktionsbeginn über die
Ethernet-Verbindung 25 von der zentralen Maschinensteuerung 27 an den Mastercontroller
13 übertragen. Die entsprechenden Parameter sind in geeigneten Datenbanken der Maschinensteuerung
hinterlegt. In gleicher Weise sind dort die Leimpunktmuster hinterlegt, auf die die
Streckensteuerung 21 zugreifen kann.
[0040] Der Mastercontroller 13 kann abhängig von den gemessenen Temperaturen die neuen,
den nachgeordneten Controllern 15 jeweils zu übermittelnden Werte der Steuer-/Regelparameter
entweder durch geeignete Algorithmen errechnen und/oder aus Datenbanken auswählen,
in denen beispielsweise abhängig von den Leimtemperaturen die relevanten Steuer- und/oder
Regelparameter hinterlegt sind.
[0041] Es wird darauf hingewiesen, dass natürlich jedes Leimventil 11 individuell und unabhängig
von den anderen Leimventilen 11 gesteuert/geregelt werden kann.
[0042] Eine weitere besondere Eigenschaft des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. des erfindungsgemäßen
Beleimungssystems 10 wird im Zusammenhang mit der Fig. 3 erläutert. Die Leimventile
11, nämlich die darin verbauten Elektromagneten, weisen charakteristische Stromverlaufskurven
28a-28c auf. Der durch die Spule des Elektromagneten im Betrieb fließende Strom wird
erfindungsgemäß als Kenngröße erfasst.
[0043] Als Kurve 28a ist der Stromverlauf gezeigt, den ein für den Einsatz in dem bestimmten
Beleimungssystem 10 geeignetes Leimventil aufweist.
[0044] Die Stromkurve 28b zeigt einen von der Stromkurve 28a abweichenden Verlauf eines
Ventils, dessen Spezifikationen nicht zu dem Beleimungssystem 10 passen. In dem nicht
passenden Leimventil kann z.B. ein Elektromagnet mit nicht passenden Spezifikationen
verbaut sein.
[0045] Der Mastercontroller 13 vergleicht nun jeweils die Ist-Stromwerte bzw. -kurven der
jeweiligen Leimventile mit hinterlegten Soll-Stromkurven. Bei Detektion von Abweichungen
erkennt der Mastercontroller 13, dass ein nicht passendes Leimventil anderer Spezifikation
verbaut ist.
[0046] Die Stromkurve 28c repräsentiert den Stromverlauf eines zwar passenden, allerdings
defekten Leimventils. Auch dies erkennt der Mastercontroller 13 durch entsprechenden
Vergleich mit Soll-Verläufen.
[0047] Zusätzlich oder alternativ können die erfassten Stromverläufe auch anhand anderer
vorgegebener Kriterien ausgewertet werden, um etwaige Fehler bzw. abweichende Spezifikationen
zu erkennen.
[0048] Je nach Ergebnis der Analyse der Stromverläufe initiiert der Mastercontroller 13
ein ein Leimventil-Fehler repräsentierendes Signal und/oder ein das Fehlen eines vorgegebenen
Merkmals des analysierten Leimventils repräsentierendes Signal. In der Folge kann
ein Bediener über ein akustisches, optisches oder sonstiges Signal hierüber informiert
werden.
[0049] Denkbar ist auch, dass der Mastercontroller 13 abhängig von der Analyse der Stromverläufe
einen bestimmten Steuer-/Regelparametersatz aus einer Datenbank auswählt und den abhängigen
Controllern 15 übermittelt.
[0050] Eine weitere Besonderheit der Erfindung ist der modulartige Aufbau des Beleimungssystems
10 bzw. der Steuer-/Regeleinheiten derselben. Wie in Fig. 2 gezeigt ist, sind die
nachgeordneten Controller 15a-e als einzelne Module ausgebildet, die jeweils mit dem
Mastercontroller 13 und/oder mit mindestens einem weiteren nachgeordneten Controller
15a-e über Kontaktverbindungsmittel, nämlich elektrisch leitende Kontaktzungen 29,
verbunden sind.
[0051] Der Mastercontroller 13 sowie jeder nachgeordnete Controller 15a-e weisen zu diesem
Zweck auf ihren Vorder- und/oder Rückseiten ihrer jeweiligen Gehäuse jeweils eine
entsprechende Kontaktzunge 29 auf. Die Kontaktzungen 29 sind dabei jeweils bezogen
auf die einzelnen Controller 13, 15a-e an Enden von entsprechenden Signalleitungen
bzw. Datenleitungen angebracht, die im Inneren der Gehäuse der Controller 13, 15a-e
verlaufen.
[0052] Bei Aufbau des Beleimungssystems 10 wird zunächst an den Mastercontroller 13 ein
erster nachgeordneter Controller 15a angeschlossen. Zu diesem Zweck werden der Masterkontroller
13 und der erste nachgeordnete Controller 15a zunächst aneinandergelegt und miteinander
über nicht dargestellte Rastmittel in einer miteinander fluchtenden Stellung verrastet.
In diesem verrasteten Zustand liegen eine elektrisch leitende Kontaktzunge 29 an der
Hinterseite des Gehäuses des Mastercontrollers 13 und die entsprechend positionierte
Kontaktzunge 29 des ersten nachgeordneten Controllers 15a an dessen Vorderseite kontaktend
aneinander an. Über die beiden Kontaktzungen 29 an den jeweiligen Gehäuseseiten der
Controller 13, 15a ist somit eine leitende Verbindung 14 zwischen den Controllern
13, 15a hergestellt.
[0053] Der zweite in das System 10 integrierte Controller 15b liegt mit der Vorderseite
seines Gehäuses wiederum an der Rückseite des bereits an dem Mastercontroller 13 anliegenden
bzw. mit diesem verbundenen, ersten nachgeordneten Controllers 15a an. In der oben
beschriebenen Weise sind dabei wiederum deren entsprechende Kontaktzungen 29 miteinander
verbunden bzw. diese liegen kontaktend aneinander an.
[0054] Weitere nachgeordnete Controller 15c-15e werden dem System 10 in analoger Weise hinzugefügt.
[0055] Die Leitungen in den Controllern 13, 15a-e sind derart ausgestaltet und miteinander
verbunden, dass sie insgesamt ein Bussystem bilden, nämlich einen sogenannten CAN-Bus.
[0056] Jeder Controller 15a-e steuert genau ein Leimventil 11. Vorteilhafterweise kann daher
das Beleimungssystem 10 in einfacher Weise erweitert werden. Sollte dem Beleimungssystem
10 ein weiteres Leimventil 11 hinzugefügt werden müssen, so wird in der vorbeschriebenen
Weise ein weiteres Controllermodul 15 mit dem äußersten nachgeordneten Controller
15e der Fig. 2 verbunden.
1. Verfahren zum Betreiben eines Beleimungssystems (10) zur Beleimung von Zuschnitten
zur Herstellung und/oder Verpackung von Zigaretten oder anderen rauchbaren Gegenständen,
bei dem die Zuschnitte an Leimventilen (11) des Beleimungssystems (10) entlang gefördert
werden, wobei zur Steuerung und/oder Regelung der Leimventile (11) ein übergeordneter
Mastercontroller (13) einzelnen, den Leimventilen (11) zugeordneten, dem Mastercontroller
(13) nachgeordneten Controllern (15), die jeweils mit dem übergeordneten Mastercontroller
(13) über eine geeignete Datenverbindung verbunden sind, jeweils Werte mindestens
eines Steuer- und/oder Regelparameters übermittelt, anhand derer der nachgeordnete
Controller (15) das ihm zugeordnete Leimventil (11) steuert und/oder regelt, dadurch gekennzeichnet, dass für ein, mehrere oder jedes Leimventil (11) die Werte mindestens einer Kenngröße
der jeweils in das Beleimungssystem (10) integrierten Leimventile (11) erfasst wird,
nämlich des elektrischen Stroms, der bei von einem Elektromagneten bewirkten Bewegungen
des Verschlussorgans des jeweiligen Leimventils (11) durch die Spule des Elektromagneten
des Leimventils (11) fließt, wobei anhand der Werte der mindestens einen Kenngröße
die Art des entsprechenden Leimventils (11) und/oder Fehlerzustände desselben erkannt
und/oder ermittelt werden.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dass an den nachgeordneten Controllern (15) jeweils angeschlossene
Sensoren (20) Messwerte mindestens einer Messgröße erfassen, dass die nachgeordneten
Controller (15) diese Messwerte jeweils an den Mastercontroller (13) übermitteln und
dass der Mastercontroller (13) für das betreffende Leimventil (11) abhängig von diesen
Messwerten die Steuer- und/oder Regelparameterwerte ermittelt und/oder aus einer dem
Mastercontroller zugeordneten Datenbank auswählt und anschließend an den jeweiligen,
nachgeordneten Controller (15) übermittelt.
3. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Steuer- und/oder Regelparameter die Stärke und/oder die Zeitdauer des elektrischen
Stroms vorgesehen sind, mit dem ein Elektromagnet des jeweiligen Leimventils (11)
beaufschlagt wird, durch den während des Betriebs des Beleimungssystems (10) ein Verschlussorgan
des jeweiligen Leimventils (11) bewegt wird, insbesondere von einer schließenden Stellung
in eine öffnende Stellung.
4. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mastercontroller (13) abhängig von dem oder den Werten der Kenngröße einen Satz
der entsprechenden Steuer- und/oder Regelparameter ermittelt und/oder aus einem diesem
zugeordneten Datenspeicher auswählt und an den jeweiligen, nachgeordneten Controller
(15) übermittelt.
5. Verfahren gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Werte der Kenngröße anhand vorgegebener Kriterien, insbesondere anhand
hinterlegter Sollwerte für die Kenngröße, daraufhin analysiert wird, ob das entsprechende
Leimventil (11) fehlerhaft ist und/oder vorgegebene Merkmale aufweist, wobei abhängig
von dem Ergebnis ein einen Leimventilfehler repräsentierendes Signal und/oder ein
das Fehlen des vorgegebenen Merkmals repräsentierendes Signal an ein Signalanzeigemittel
übermittelt wird, insbesondere an einen Bildschirm.
6. Beleimungssystem zur Beleimung von Zuschnitten zur Herstellung und/oder Verpackung
von Zigaretten oder anderen rauchbaren Gegenständen, insbesondere zur Durchführung
des Verfahrens gemäß Anspruch 1, mit mehreren Leimventilen (11), an denen die Zuschnitte
mittels eines Förderers entlang förderbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Beleimungssystem (10) zur Steuerung und/oder Regelung der Leimventile (11) einen
übergeordneten Mastercontroller (13) umfasst sowie jeweils jedem Leimventil (11) zugeordnete,
dem Mastercontroller (13) nachgeordnete Controller (15), die jeweils mit dem übergeordneten
Mastercontroller (13) über eine Datenverbindung verbunden sind, insbesondere über
ein Datenbussystem, wobei den nachgeordneten Controllern (15) ausgehend von dem Mastercontroller
(13) über die Datenverbindung Werte mindestens eines Steuer- und/oder Regelparameters
übermittelbar sind, anhand derer der jeweilige nachgeordnete Controller (15) das ihm
zugeordnete Leimventil (11) steuern oder regeln kann, und dass das Beleimungssystem
(10) eine Erkennungseinrichtung aufweist, mit deren Hilfe jeweils die Werte mindestens
einer Kenngröße der jeweils in das Beleimungssystem (10) integrierten Leimventile
(11) erfassbar sind, nämlich des elektrischen Stroms, der durch die Spule eines Elektromagneten
des Leimventils (11) fließt, durch den ein Verschlussorgan des Leimventils (11) bewegbar
ist, wobei mit der Erkennungseinrichtung anhand der Werte der mindestens einen Kenngröße
die Art des Leimventils (11) und/oder Fehlerzustände desselben erkennbar und/oder
ermittelbar ist/sind.
7. Beleimungssystem gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an den nachgeordneten Controllern (15) jeweils wenigstens ein Sensor (20) zur Erfassung
einer Messgröße anschließbar ist, abhängig von deren Werten das jeweilige Leimventil
(11) steuerbar/regelbar ist, bevorzugt ein Sensor zur Erfassung der Leimtemperatur
oder des Leimdrucks oder der Leimviskosität und/oder dass die erfassten Messwerte
an den Mastercontroller (13) übermittelbar sind, mit dem abhängig von den Messwerten
die Werte des mindestens einen Steuer-/Regelparameters ermittelbar sind.
8. Beleimungssystem gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 6 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass die nachgeordneten Controller (15) jeweils als einzelne Module ausgebildet sind,
die jeweils mit dem Mastercontroller (13) und/oder mit mindestens einem weiteren nachgeordneten
Controller (15) über geeignete Kontaktverbindungsmittel verbindbar sind, insbesondere
über Kontaktstecker und/oder Kontaktzungen.
9. Beleimungssystem gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 6 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei Integration eines weiteren Leimventils (11) in das Beleimungssystem (10) das
Beleimungssystem (10) entsprechend erweiterbar ist um einen weiteren nachgeordneten
Controller (15) zur Steuerung/Regelung des hinzugefügten Leimventils (11), insbesondere
indem der hinzugefügte nachgeordnete Controller (15) über entsprechende Kontaktverbindungsmittel
(29) mit einem anderen, bereits in das System integrierten nachgeordneten Controller
(15) und/oder mit dem Mastercontroller (13) verbindbar ist.
10. Beleimungssystem gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 6 - 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Erkennungseinrichtung Bestandteil des Mastercontrollers (13) ist.
11. Beleimungssystem gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 8 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Mastercontroller (13) abhängig von den jeweiligen Werten der Kenngröße
ein Satz der Steuer- und/oder Regelparameter ermittelbar ist und/oder aus einem dem
Mastercontroller (13) zugeordneten Speicher auswählbar ist.
1. A method for operating a gluing system (10) for gluing blanks for producing and/or
packaging cigarettes or other smokable objects, in which the blanks are conveyed along
glue valves (11) of the gluing system (10), wherein, in order to control and/or regulate
the glue valves (11), a superordinate master controller (13) respectively transmits
values of at least one control and/or regulation parameter to individual controllers
(15) which are assigned to the glue valves (11), are subordinate to the master controller
(13) and are each connected to the superordinate master controller (13) via a suitable
data connection, the subordinate controller (15) using said values to control and/or
regulate the glue valve (11) assigned to it, characterized in that, for one glue valve (11), for a plurality of glue valves or for each glue valve, the
values of at least one characteristic variable of the glue valves (11) respectively
integrated in the gluing system (10) are recorded, namely of the electric current,
which flows through the coil of the electromagnet of the glue valve (11) in the event
of movements of the closure element of the respective glue valve (11) which have been
caused by an electromagnet, with the type of the corresponding glue valve (11) and/or
fault states of the latter being detected and/or determined using the values of the
at least one characteristic variable.
2. The method as claimed in claim 1, characterized in that sensors (20) respectively connected to the subordinate controllers (15) record measured
values of at least one measurement variable, in that the subordinate controllers (15) respectively transmit these measured values to the
master controller (13), and in that the master controller (13) determines the control and/or regulation parameter values
for the relevant glue valve (11) on the basis of these measured values and/or selects
said parameter values from a database assigned to the master controller and then transmits
said parameter values to the respective subordinate controller (15).
3. The method as claimed in one or more of the preceding claims, characterized in that the control and/or regulation parameters provided are the intensity and/or the duration
of the electrical current applied to an electromagnet of the respective glue valve
(11), which electromagnet moves a closure element of the respective glue valve (11),
in particular from a closing position to an opening position, during operation of
the gluing system (10).
4. The method as claimed in one or more of the preceding claims, characterized in that the master controller (13) determines a set of corresponding control and/or regulation
parameters on the basis of the value(s) of the characteristic variable and/or selects
said set of parameters from a data memory assigned to the master controller and transmits
said set of parameters to the respective subordinate controller (15).
5. The method as claimed in one or more of the preceding claims, characterized in that the value(s) of the characteristic variable is/are analyzed using predefined criteria,
in particular using stored desired values of the characteristic variable, in order
to determine whether the corresponding glue valve (11) is faulty and/or has predefined
features, a signal representing a glue valve fault and/or a signal representing the
absence of the predefined feature being transmitted to a signal display means, in
particular to a screen, on the basis of the result.
6. A gluing system for gluing blanks for producing and/or packaging cigarettes or other
smokable objects, in particular for carrying out the method as claimed in claim 1,
having a plurality of glue valves (11) along which the blanks are conveyable using
a conveyor, characterized in that, in order to control and/or regulate the glue valves (11), the gluing system (10)
comprises a superordinate master controller (13) and controllers (15) which are respectively
assigned to each glue valve (11), are subordinate to the master controller (13) and
are each connected to the superordinate master controller (13) via a data connection,
in particular via a data bus system, values of at least one control and/or regulation
parameter being transmittable to the subordinate controllers (15) from the master
controller (13) via the data connection, the respective subordinate controller (15)
being able to use said values to control or regulate the glue valve (11) assigned
to it, and in that the gluing system (10) has a detection device which can be used to respectively record
the values of at least one characteristic variable of the glue valves (11) respectively
integrated in the gluing system (10), namely of the electric current, which flows
through the coil of an electromagnet of the glue valve (11), which electromagnet can
be used to move a closure element of the glue valve (11), wherein the detection device
can be used to detect and/or determine the type of glue valve (11) and/or fault states
of the latter using the values of the at least one characteristic variable.
7. The gluing system as claimed in claim 6, characterized in that at least one sensor (20) for detecting a measurement variable is respectively connectable
to the subordinate controllers (15), the respective glue valve (11) being controllable/regulatable
on the basis of the values of the measurement variable, preferably a sensor for detecting
the glue temperature or the glue pressure or the glue viscosity, and/or that the recorded
measured values are transmittable to the master controller (13) which can be used
to determine the values of the at least one control/regulation parameter on the basis
of the measured values.
8. The gluing system as claimed in one or more of the preceding claims 6 - 7, characterized in that the subordinate controllers (15) are each in the form of individual modules which
are each connectable to the master controller (13) and/or to at least one further
subordinate controller (15) via suitable contact-connection means, in particular via
contact plugs and/or contact tongues.
9. The gluing system as claimed in one or more of the preceding claims 6 - 8, characterized in that, when a further glue valve (11) is integrated in the gluing system (10), the gluing
system (10) is accordingly expandable by a further subordinate controller (15) for
controlling/regulating the added glue valve (11), in particular by virtue of the added
subordinate controller (15) being connectable to another subordinate controller (15)
already integrated in the system and/or to the master controller (13) via corresponding
contact-connection means (29).
10. The gluing system as claimed in one or more of the preceding claims 6 - 9, characterized in that the detection device is part of the master controller (13).
11. The gluing system as claimed in one or more of the preceding claims 8 - 10, characterized in that the master controller (13) can determine a set of control and/or regulation parameters
on the basis of the respective values of the characteristic variable and/or can select
said set of parameters from a memory assigned to the master controller (13).
1. Procédé permettant de faire fonctionner un système d'encollage (10) destiné à l'encollage
de cartons contrecollés destinés à fabriquer et/ou emballer des cigarettes et d'autres
articles pouvant être fumés, dans lequel les cartons contrecollés sont transportés
longitudinalement vers des soupapes d'encollage (11) du système d'encollage (10),
dans lequel, pour commander et/ou réguler les soupapes d'encollage (11), un contrôleur
maître d'ordre supérieur (13) transmet des valeurs respectives d'au moins un paramètre
de commande et/ou de régulation à des contrôleurs d'ordre inférieur (15) individuels
associés aux soupapes d'encollage (11) et d'ordre inférieur au contrôleur maître (13),
lesquels contrôleurs sont respectivement connectés au contrôleur maître d'ordre supérieur
(13) par l'intermédiaire d'une liaison de données appropriée, paramètre sur la base
duquel le contrôleur d'ordre inférieur (15) commande et/ou régule la soupape d'encollage
(11) qui lui est associée, caractérisé en ce que, pour une, plusieurs ou chaque soupape d'encollage (11), la valeur d'au moins une
grandeur caractéristique de la soupape d'encollage (11) respectivement intégrée au
système d'encollage (10) est détectée, à savoir le courant électrique qui passe à
travers la bobine de l'électroaimant de la soupape d'encollage (11) lors de mouvements
de l'organe de fermeture de la soupape d'encollage respective (11), provoqués par
un électroaimant, dans lequel le type de la soupape d'encollage (11) correspondante
et/ou son état de défaut est reconnu et/ou déterminé sur la base de la valeur de l'au
moins une grandeur caractéristique.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que des capteurs (20) respectivement raccordés aux contrôleurs d'ordre inférieur (15)
détectent des valeurs de mesure d'au moins une grandeur de mesure, en ce que les contrôleurs d'ordre inférieur (15) transmettent respectivement ces valeurs de
mesure au contrôleur maître (13) et en ce que le contrôleur maître (13) détermine, pour la soupape d'encollage (11) concernée,
en fonction desdites valeurs de mesure, la valeur du paramètre de commande et/ou de
régulation et/ou la sélectionne dans une banque de données associée au contrôleur
maître et la transmet ensuite au contrôleur d'ordre inférieur (15) respectif.
3. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu, en tant que paramètres de commande et/ou de régulation, l'intensité
et/ou la durée du courant électrique appliqué à un électroaimant de la soupape d'encollage
respective (11) et au moyen duquel un organe de fermeture de la soupape d'encollage
respective (11) est déplacé pendant le fonctionnement du système d'encollage (10),
notamment d'une position de fermeture à une position d'ouverture.
4. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que le contrôleur maître (13) détermine en fonction de la ou des valeur(s) de la grandeur
caractéristique un ensemble des paramètres de commande et/ou de régulation correspondants
et/ou les sélectionne dans une mémoire de données qui leur est associée et les transmet
au contrôleur d'ordre inférieur (15) respectif.
5. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisé en ce que la ou les valeur(s) de la grandeur caractéristique est/sont analysée(s) sur la base
de critères prédéterminés, notamment sur la base de valeurs nominales stockées pour
la grandeur caractéristique, pour déterminer si la soupape d'encollage correspondante
(11) est défectueuse et/ou présente des caractéristiques prédéterminées, dans lequel
un signal représentant un défaut de la soupape d'encollage et/ou un signal représentant
l'absence de la caractéristique prédéterminée est transmis à un moyen d'affichage
de signaux, notamment à un écran en fonction du résultat.
6. Système d'encollage destiné à encoller des cartons contrecollés pour la fabrication
et/ou l'emballage de cigarettes ou d'autres articles pouvant être fumés, notamment
pour mettre en oeuvre le procédé selon la revendication 1, comportant de multiples
soupapes d'encollage (11) au niveau desquelles les cartons contrecollés peuvent être
transportés longitudinalement au moyen d'un transporteur, caractérisé en ce que le système d'encollage (10) comprend un contrôleur maître d'ordre supérieur (13)
destiné à commander et/ou réguler les soupapes d'encollage (11), ainsi que des contrôleurs
d'ordre inférieur (15) respectivement associés à chaque soupape d'encollage (11) et
d'ordre inférieur au contrôleur maître (13), q ui sont respectivement connectés au
contrôleur maître d'ordre supérieur (13) par l'intermédiaire d'une liaison de données,
notamment par l'intermédiaire d'un système de bus de données, dans lequel des valeurs
d'au moins un paramètre de commande et/ou de régulation peuvent être transmises aux
contrôleurs d'ordre inférieur (15) à partir du contrôleur maître (13) par l'intermédiaire
de la liaison de données, paramètre sur la base duquel le contrôleur d'ordre inférieur
(15) respectif peut commander ou réguler la soupape d'encollage (11) qui lui est associée,
et en ce que le système d'encollage (10) comprend un dispositif de reconnaissance à l'aide duquel
les valeurs d'au moins une grandeur caractéristique de la soupape d'encollage (11)
respectivement intégrée au système d'encollage (10) peuvent être détectées, à savoir
le courant électrique qui passe à travers la bobine d'un électroaimant de la soupape
d'encollage (11), au moyen duquel un organe de fermeture de la soupape (11) peut être
déplacé, dans lequel le type de la soupape d'encollage (11) et/ou son état de défaut
peut/peuvent être reconnu(s) et/ou déterminé(s) au moyen du dispositif de reconnaissance
sur la base de la valeur de l'au moins une grandeur caractéristique.
7. Système d'encollage selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'au moins un capteur (20) destiné à détecter une grandeur de mesure peut être respectivement
raccordé aux contrôleurs d'ordre inférieur (15), en fonction des valeurs de laquelle
la soupape d'encollage respective (11) peut être commandée/régulée, de préférence
un capteur destiné à détecter la température d'encollage, ou la pression d'encollage,
ou la viscosité d'encollage et/ou en ce que les valeurs de mesure détectées peuvent être transmises au contrôleur maître (13),
au moyen duquel les valeurs de l'au moins un paramètre de commande/régulation peuvent
être déterminées en fonction des valeurs de mesure.
8. Système d'encollage selon l'une ou plusieurs des revendications 6 - 7 précédentes,
caractérisé en ce que les contrôleurs d'ordre inférieur (15) sont respectivement réalisés sous la forme
de modules individuels qui peuvent être connectés au contrôleur maître (13) et/ou
à au moins un autre contrôleur d'ordre inférieur (15) par l'intermédiaire de moyens
de connexion par contact appropriés, notamment par l'intermédiaire de fiches de contact
et/ou de lames de contact.
9. Système d'encollage selon l'une ou plusieurs des revendications 6 - 8 précédentes,
caractérisé en ce que, lors de l'intégration d'une soupape d'encollage (11) supplémentaire au système d'encollage
(10), le système d'encollage (10) peut être étendu de manière correspondante afin
de commander/ou de réguler un contrôleur d'ordre inférieur (15) supplémentaire de
la soupape d'encollage (11) ajoutée, notamment en connectant le contrôleur d'ordre
inférieur (15) ajouté par l'intermédiaire de moyens de connexion par contact (29)
correspondants à un autre contrôleur d'ordre inférieur (15) déjà intégré au système
et/ou au contrôleur maître (13).
10. Système d'encollage selon l'une ou plusieurs des revendications 6 - 9 précédentes,
caractérisé en ce que le dispositif de reconnaissance fait partie du contrôleur maître (13).
11. Système d'encollage selon l'une ou plusieurs des revendications 8 - 10 précédentes,
caractérisé en ce qu'un ensemble des paramètres de commande et/ou de régulation peut être déterminé par
le contrôleur maître (13) en fonction des valeurs respectives de la grandeur caractéristique
et/ou peut être sélectionné dans une mémoire associée au contrôleur maître (13).
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