| (19) |
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(11) |
EP 2 443 346 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.10.2017 Patentblatt 2017/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.06.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/003388 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/145762 (23.12.2010 Gazette 2010/51) |
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| (54) |
PUMPEN UND ARMATUREN MIT SENSOREN
PUMPS AND FITTINGS HAVING SENSORS
POMPES ET ROBINETTERIE À CAPTEURS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
17.06.2009 DE 102009025153
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.04.2012 Patentblatt 2012/17 |
| (73) |
Patentinhaber: KSB Aktiengesellschaft |
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67227 Frankenthal (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BOSBACH, Franz
67227 Frankenthal (DE)
- STECKER, Ulrich
68163 Mannheim (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 957 337 US-A- 4 628 736 US-A1- 2008 163 700
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JP-A- 61 091 509 US-A1- 2007 006 656
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Bauteil für strömungsführende Systeme, wobei mit dem Bauteil
ein innerhalb des strömungsführenden Systems befindliches Fluid beeinflusst wird und
das Bauteil als Kraft- und/oder Arbeitsmaschine oder als Armatur mit Absperrkörper
ausgebildet ist und ein Sensor im Bauteil platziert ist. Weiterhin betrifft die Erfindung
ein Verfahren zur Detektion von Belägen auf Wänden von solchen Bauteilen.
[0002] Solche Bauteile finden in strömungsführenden Systemen als Pumpen, Turbinen und/oder
Armaturen Verwendung. Pumpen sind dabei als Aggregate mit unterschiedlich angekoppelten
Antriebsmotoren, als kompakte Motorpumpenaggregate oder als andere bekannte Bauformen
ausgebildet.
[0003] Die Bauteile sind in strömungsführende Systeme integriert. Dabei kann es sich um
ein Rohrleitungssystem von größeren Anlagen, beispielsweise von chemischen- oder biotechnologischen
Produktionsanlagen oder von Kraftwerken, handeln.
[0004] Die Fluide können flüssig oder gasförmig vorliegen, wobei die Flüssigkeiten oder
Gase auch mit Feststoffpartikeln versetzt sein können. Die Erfindung kommt vorzugsweise
bei Flüssigkeiten zum Einsatz, wobei sich die Anwendung der Erfindung insbesondere
bei wässrigen Lösungen eignet.
[0005] Eine Beeinflussung des Fluids durch das Bauteil kann auf unterschiedliche Weise erfolgen.
Dem Fluid kann, wie dies beispielsweise bei einer Kreiselpumpe der Fall ist, vom dem
Bauteil Energie zugeführt werden. Dabei wird das Fluid zunächst vom Laufrad der Pumpe
beschleunigt. Die zugeführte kinetische Energie wird dann in Druckenergie umgewandelt.
Das Fluid kann auch in seinem Volumenstrom oder seiner Strömungsgeschwindigkeit von
dem Bauteil beeinflusst werden. Dies geschieht beispielsweise bei einer Ausführung
des Bauteils als Armatur. Durch Variation der Stellung des Absperrkörpers der Armatur
wird der Strömungsquerschnitt verändert, den das Fluid passieren muss. Dadurch kann
der Volumenstrom reguliert werden.
[0006] Solche Bauteile sind häufig mit Sensoren versehen, welche Zustände oder spezifische
Stoffeigenschaften des Fluids ermitteln. So können Pumpen mit einem Drucksensor ausgestattet
sein. Auch in Armaturen kommen Sensoren zum Einsatz. In der
DE 197 25 376 A1 wird beispielsweise eine Strangregulierarmatur zur Einregulierung von Volumenströmen
beschrieben. Zur Erfassung des Volumenstroms ist ein Sensor in ein Strömungsgehäuse
integriert. Der Sensor ist mit einer Auswerteeinheit verbunden.
[0007] Bei der Durchströmung von Pumpen oder Armaturen mit Fluiden kann es zur Bildung von
Belägen kommen, die in vielen Fällen ein ernsthaftes wirtschaftliches und technisches
Problem darstellen. Beispielsweise können sich in Belägen Keime bilden, welche die
Produktqualität verschlechtern. Weiterhin führen Beläge zur Beeinflussung der Strömungscharakteristik.
Zudem kommt es zu einem Anstieg des Druckverlustes. Bei kleinen Strömungsquerschnitten
können sogar Verstopfungen auftreten. Auch Schäden am Werkstoff können durch Beläge
hervorgerufen werden.
[0008] Bei den Belägen kann es sich entweder um anorganische oder organische Stoffe handeln.
[0009] Wichtige Beispiele für anorganische Beläge sind Carbonate, Oxide oder Hydroxide,
die sich als Kesselstein, Rost oder Verockerung auf den Wänden des Bauteils niederschlagen.
[0010] Die wichtigsten organischen Beläge sind Biofilme. Im Bereich der Hygienetechnik,
beispielsweise bei der Herstellung von Lebensmitteln und Pharmazeutika oder in der
Biotechnologie können sie zu erheblichen Problemen führen. Der Bewuchs wird durch
Biomasse und Verunreinigungen, die in der Biomasse eingeschlossen sind, verursacht.
Bakterien, Pilze, Hefen, Kieselalgen und Einzeller sind nur einige Organismen, die
den Aufbau von Biomasse verursachen. Wenn der durch diese Organismen verursachte Biobewuchs
nicht kontrolliert wird, stört er Prozessvorgänge und beeinflusst die Produktqualität
negativ. Bei der Herstellung von Lebensmitteln und pharmazeutischen Produkten müssen
strenge Reinheitsgrade eingehalten werden, da Verunreinigungen mit Bakterien, bzw.
Stoffwechselprodukten von Mikroorganismen beim Verbraucher zu gesundheitlichen Schäden
führen können.
[0011] Die Bauteile, auf denen sich Beläge bilden, können aus unterschiedlichen Materialien,
beispielsweise Edelstahl, Grauguss, Keramik oder Kunststoff, gefertigt sein. Dabei
beeinflusst die Oberflächenstruktur die Belagbildung, wobei makroskopisch raue Oberflächen
allgemein eine bessere Angriffsfläche bieten als glatte Oberflächen.
[0012] Auch die Strömungsgeschwindigkeit beeinflusst die Bildung von Belägen. So entstehen
Biobeläge bevorzugt in Bereichen mit einer langsamen Strömung.
[0013] Die
US 2008/0163700 A1 offenbart ein Sensorsystem für eine Rohrleitung, bei der ein Sender und ein Empfänger
räumlich beabstandet auf der Rohrleitung positioniert sind. Die Anordnung dient der
Durchflussbestimmung und Rohrleitungsüberwachung nach dem Ultraschall-Dopplerverfahren.
[0014] Die
US 2007/0006656 A1 offenbart ein ein System und ein Verfahren zur Überwachung von Ablagerungen in Rohrleitungen
eines Heizungssystems. Die verwendeten Sensoren senden akustische Signale in die Rohrleitung
hinein.
[0015] Die
JP 61 091509 A zeigt eine weitere Methode zur Messung der Ablagerungsdicke in einer Rohrleitung
mittels Ultraschall-Dopplerverfahren.
[0016] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Bauteil mit Sensor zur Verfügung zu
stellen, das ein innerhalb eines strömungsführenden Systems befindliches Fluid beeinflusst
und gleichzeitig die Belagbildung kontinuierlich erfasst und quantitativ auswertet.
Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Detektion von Belägen auf
Wänden von solchen Bauteilen zu entwickeln.
[0017] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Sensor mindestens einen
Sender und mindestens einen Empfänger umfasst, wobei der Sender akustische Wellen
auf der Oberfläche des Sensors erzeugt und der Empfänger diese vom Sender erzeugten
Oberflächenwellen wahrnimmt und der Sensor Signale für eine Auswerteeinheit erzeugt,
die durch einen Vergleich mit Referenzdaten den Grad einer Belagbildung im Bauteil
ermittelt.
[0018] Die Oberfläche des Sensors besteht vorzugsweise aus einem piezoelektrischen Substrat
auf dem als Sender und Empfänger Kammelektroden aufgebracht sind. Eine Kammelektrode
bildet einen ersten Interdigitalwandler (IDT = interdigital transducer), den sogenannten
Sender-Interdigitalwandler (Sender-IDT), der auf dem piezoelektrischen Substrat eine
Oberflächenwelle erzeugt. Die zweite Kammelektrode bildet einen zweiten Interdigitalwandler,
den sogenannten Empfänger-Interdigitalwandler (Empfänger-IDT). Nach dem Durchlaufen
einer gewissen Messstrecke werden die vom Sender erzeugten Oberflächenwellen vom Empfänger
wahrgenommen.
[0019] Das Substrat kann aus einem beliebigen Piezoelektrikum bestehen, das zur Anregung
von Wellen geeignet ist. Durch das Anlegen einer hochfrequenten Wechselspannung an
den Sender-IDT werden aufgrund der Piezoelektrizität des Substrats elektroakustische
Wellen angeregt. Eine von dem Sender-IDT angeregte Welle läuft entlang der Oberfläche
des Substrats und generiert im Empfänger-IDT eine hochfrequente Wechselspannung, die
elektronisch ausgewertet wird.
[0020] Die Bildung eines Belags auf der Oberfläche des Sensors beeinflusst die Ausbreitungsgeschwindigkeit
der Wellen. Der Grad der Belagbildung kann auf unterschiedliche Weisen ermittelt werden.
Beispielsweise lassen sich aus Phasen- und/oder Amplitudenverschiebung der Wellen
Rückschlüsse auf den Grad der Belagbildung ziehen. Dabei wird bei Messungen mit einer
festen Frequenz die Phasenverschiebung ermittelt.
[0021] Je nach Belagmasse hat das System eine Eigenfrequenz. Diese verschiebt sich bei Veränderung
der Belagmasse, wobei die Frequenzverschiebung erfasst wird. Über die Verschiebung
der Resonanzfrequenz lassen sich somit ebenfalls Rückschlüsse auf die Masse an Belag
auf der Sensoroberfläche schließen.
[0022] Je stärker die Belagbildung fortschreitet, desto größer ist der Unterschied zur belagfreien
Oberfläche. Maßgeblich für eine Ermittlung des Grades der Belagbildung ist ein Vergleich
der Messdaten mit Referenzdaten. In der Regel werden als Referenz Daten bei einer
belagfreien Sensoroberfläche verwendet. Vorzugsweise entsprechen bei der Referenzmessung
die Prozessbedingungen den Bedingungen, die auch bei der Durchführung der Messung
der Belagbildung vorliegen.
[0023] Der Sensor ist vorzugsweise als kompakte Einheit ausgebildet. Dabei hat es sich als
günstig erwiesen, eine Wand des Bauteils mit einer Bohrung zu versehen, in die der
Sensor passgenau eingefügt wird. In einigen Fällen erweist es sich als besonders günstig,
wenn sich der Sensor bündig in die strömungsführende Wand des Bauteils einfügt. Auf
diese Weise kann er in Pumpen oder Armaturen integriert werden, ohne die strömungscharakteristischen
Eigenschaften des Bauteils störend zu beeinflussen. In diesem Fall wird der Sensor
tangential angeströmt. Diese Anordnung eignet sich insbesondere bei Belägen, die sich
vorzugsweise bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten bilden.
[0024] Es kann auch vorteilhaft sein, den Sensor bezüglich der strömungsführenden Wand des
Bauteils zurückgesetzt anzuordnen. Dadurch entsteht ein Hohlraum vor dem Sensor, in
dem das Fluid langsamer strömt. In dem Hohlraum bildet sich eine Wirbelströmung, die
dazu führt, dass die Sensoroberfläche in unterschiedlichen Winkeln angeströmt wird.
Diese Faktoren können eine Belagbildung fördern, was insbesondere auf Biobeläge zutrifft.
Bei einer solchen Anordnung befindet sich der Sensor an einer Schlechtstelle des Bauteils.
Somit kann die Belagbildung im Bauteil frühzeitig erkannt werden und es können entsprechende
Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
[0025] Der Grad der Belagbildung kann beispielsweise als Masse der Belagschicht angegeben
werden, die sich auf dem Sensor bildet. Mit fortschreitender Belagbildung nimmt auch
die Höhe der Belagschicht zu. Denkbar ist auch, dass sich mit fortschreitender Deckschichtbildung
die Struktur des Belags ändert und dieser zunehmend kompakter wird. In diesem Falle
wäre als physikalische Größe die Dichte der Belagschicht ein Maß für den Grad der
Belagbildung.
[0026] Der Sensor erzeugt Signale und leitet diese an eine Auswerteeinheit weiter. Die Auswerteeinheit
erfasst die Signale des Sensors und bestimmt über einen Algorithmus den Grad der Belagbildung.
Die Signale, die der Sensor zur Auswerteeinheit weiterleitet, fließen als Messsignale
in den Algorithmus ein. Der Algorithmus stellt mit Hilfe von Referenzdaten einen Zusammenhang
zwischen den Sensordaten und dem Grad der Belagbildung her.
[0027] Die Auswerteeinheit kann auch, beispielsweise in Form eines Prozessors, in dem Sensor
integriert sein.
[0028] Bei einer besonders vorteilhaften Variante der Erfindung wird von der Auswerteeinheit
bei Überschreitung eines Grenzwertes, der einem bestimmten Grad an Belagbildung entspricht,
ein Signal abgegeben. Dabei erweist es sich als besonders günstig, wenn dieses Signal
zur Auslösung eines Prozesses führt, der eine Reinigung der Wände bewirkt. Die Verarbeitung
des Sensorsignals und/oder die Auslösung des Reinigungsprozesses können mittels eines
Prozessleitsystems erfolgen.
[0029] Durch den Einsatz des erfindungsgemäßen Bauteils kann der Produktionszyklus so lange
wie möglich und der Reinigungszyklus so kurz wie nötig gefahren werden, ohne dass
es zu einer Beeinträchtigung der Produktqualität kommt. Die Betreiber der Produktionsanlagen
müssen sich nicht mehr auf Erfahrungswerte verlassen, sondern haben verlässliche Messdaten,
die kontinuierlich erfasst werden. Der Reinigungsprozess wird eingeleitet, wenn ein
bestimmter Grad der Belagbildung überschritten wurde. Dadurch wird verhindert, dass
der Reinigungsprozess weder zu spät noch zu früh eingeleitet wird. Zum einen schützt
dies die Produktqualität davor, durch eine zu weit fortgeschrittene Belagbildung negativ
beeinflusst zu werden. Zum anderen wird verhindert, dass Produktionszeit verloren
geht.
[0030] Während des Reinigungsvorgangs geht durch den Einsatz von Reinigungsmitteln der Belag
kontinuierlich zurück. Dabei wird auch während des Reinigungsvorgangs die noch verbleibende
Masse an Belag kontinuierlich erfasst. Der Reinigungsvorgang wird so lange durchgeführt,
bis der Belag vollständig entfernt ist, bzw. einen vorgegebenen Grenzwert unterschreitet.
Anschließend wird mit einem Spülfluid, beispielsweise einer Spülflüssigkeit, das Reinigungsmittel
aus dem Prozess ausgespült. Durch das erfindungsgemäße Bauteil wird verhindert, dass
der Reinigungsprozess oder der Spülvorgang unnötig lange durchgeführt werden. Somit
wird eine Verschwendung von Reinigungsmittel, Spülfluid und Produktionszeit vermieden.
Umgekehrt wird gewährleistet, dass der Reinigungsvorgang erst dann beendet wird, wenn
die Rohrleitungen weitgehend belagfrei sind. Dies sichert eine hohe Produktqualität.
[0031] Änderungen der physikalischen Randbedingungen an der Sensoroberfläche, beispielsweise
Änderungen der Viskosität oder der Temperatur des Fluids, beeinflussen die Ausbreitungsgeschwindigkeit
der Oberflächenwellen. Daher ist es mit dem erfindungsgemäßen Bauteil auch möglich,
die Art des Fluids zu erfassen, die am Sensor vorbei strömt. Somit kann mit dem Sensor
beispielsweise festgestellt werden, ob ein für den Produktionsprozess notwendiges
Fluid, ein Reinigungsmittel oder ein Spülfluid durch das Bauteil strömt.
[0032] Nach Auslösung des Reinigungsprozesses wird ein Reinigungsmittel in den Prozess gegeben,
das den Sensor erst nach einer gewissen Totzeit erreicht. Die Totzeit ist umso größer
je länger die Strömungswege sind, die vom Einleitungsort des Reinigungsmittels zum
Sensor zurückgelegt werden müssen. Da der Sensor eine Änderung der Art des Fluids
erfassen kann, die an seiner Oberfläche vorbeiströmt, kann mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren der Zeitpunkt bestimmt werden, ab dem das Reinigungsmittel am Sensor ankommt.
[0033] Nach Ende des Reinigungsprozesses wird das Bauteil gespült, wobei das Reinigungsmittel
aus dem Bauteil entfernt wird. Erst nach einer bestimmten Totzeit ist das in den Leitungen
vorhandene Reinigungsmittel wieder vollständig aus dem Bauteil ausgespült. Nach dem
Spülvorgang werden die für den Produktionsprozess notwendigen Fluide wieder zugeführt.
Mit dem Sensor kann dabei der Zeitpunkt erfasst werden, ab dem das Spülfluid vollständig
aus dem Bauteil entfernt wurde. Dadurch wird vermieden, dass das Produkt durch Restmengen
an Spülfluid verunreinigt wird.
[0034] Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass der Sensor nicht nur zur
Bestimmung der Belagbildung im dem Bauteil, sondern gleichzeitig zur Bestimmung der
Viskosität oder der Temperatur des Fluids eingesetzt werden kann. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit
der Oberflächenwellen ist von der Viskosität und der Temperatur des Fluids abhängig.
Erfindungsgemäß handelt es sich somit um ein Bauteil, das mehrere Messverfahren integrativ
vereinigt.
[0035] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung enthält das Bauteil
mindestens einen weiteren Sensor. Dieser Sensor bestimmt Zustandsgrößen des Fluids,
welche die Belagsmessungen beeinflussen können. Insbesondere die Viskosität oder die
Temperatur des Fluids können die Messungen des Grades der Belagbildung beeinflussen.
Dabei können bei den zusätzlichen Sensoren unterschiedliche Messverfahren zum Einsatz
kommen. Beispielsweise kann es sich um einen temperaturabhängigen Widerstand oder
ein Thermoelement handeln. Die zusätzlichen Sensoren leiten ihre Signale ebenfalls
an die Auswerteeinheit weiter. Die Auswerteeinheit rechnet die Beeinflussung der Messungen
des Grades der Belagbildung durch Schwankungen innerhalb der Zustandsgrößen des Fluids
heraus. Durch einen Datenvergleich kann somit der erste Sensor bezüglich der Belagmessung
kalibriert werden. Auf diese Weise können Querempfindlichkeiten, die aufgrund von
Schwankungen der Viskosität und/oder der Temperatur des Fluids auftreten, herausgerechnet
werden.
[0036] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von
Ausführungsbeispielen anhand von Zeichnungen und aus den Zeichnungen selbst. Dabei
zeigt
- Fig. 1:
- Eine Kreiselpumpe mit einem Belagsensor,
- Fig. 2:
- Eine Vergrößerung der Sensoroberfläche,
- Fig. 3:
- Eine Armatur mit einem zurückgesetzten Belagssensor,
- Fig. 4:
- Ein Diagramm, das den Wechsel zwischen Produktions-, Reinigungs- und Spülungszyklen
zeigt.
[0037] In Fig. 1 ist ein Bauteil 1 für strömungsführende Systeme dargestellt, wobei mit
dem Bauteil 1 ein innerhalb des strömungsführenden Systems befindliches Fluid beeinflusst
wird. Im Ausführungsbeispiel ist das Bauteil 1 als Kreiselpumpe ausgebildet. Die Förderung
des Fluids erfolgt mit einem Laufrad 10, das auf einer Antriebswelle 11 befestigt
ist. Das Fluid tritt durch den in der Drehachse angeordneten Saugstutzen 12 in die
Pumpe 1 ein und wird vom rotierenden Laufrad 10 beschleunigt. Durch die Wirkung der
Zentrifugalkraft strömt das Fluid von der Drehachse radial nach außen in ein Spiralgehäuse
13 und von dort über den Druckstutzen 14 in eine Rohrleitung des strömungsführenden
Systems. Bei dem strömungsführenden System kann es sich beispielsweise um ein Rohrleitungssysfem
handeln, in welches das Bauteil 1 eingebaut ist. In einer Wand 2 des Bauteils 1 ist
ein Sensor 3 integriert. Die Oberfläche 4 des Sensors 3 steht in Kontakt mit dem Fluid.
An der Fluid abgewandten Seite des Sensors 3 ist ein Verbindungsmittel 5 befestigt,
über das der Sensor 3 mit einer Auswerteeinheit 6 in Verbindung steht. Das Verbindungsmittel
5 kann als Steck-, Schraub-, oder ein ansonsten übliches Verbindungsmittel zur Herstellung
elektrischer Verbindungen ausgebildet sein. Über das Verbindungsmittel 5 werden die
Sensordaten an die Auswerteeinheit 6 weitergeleitet. Auch die Stromversorgung des
Sensors 3 kann über das Verbindungsmittel 5 erfolgen. Der Sensor 3 ragt mit seiner
Oberfläche 4 in den druckseitigen Radseitenraum des Bauteils 1. Der Sensor 3 detektiert
Beläge, die sich auf seiner Oberfläche 4 bilden.
[0038] Fig. 2 zeigt die Oberfläche 4 des Sensors 3. Zumindest ein Teil der Oberfläche 4
des Sensors 3 ist als piezoelektrisches Substrat 7 ausgebildet. Auf dem piezoelektrischen
Substrat 7 sind ein Sender 8 und ein Empfänger 9 angeordnet. Es handelt sich dabei
um zwei als Interdigitaltransducer ausgebildete Kammelektroden. Ein auf eine feste
Frequenz eingestellter Oszillator erzeugt ein elektrisches Wechselsignal mit konstanter
Amplitude. Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Oszillator Teil des
Sensors 3 ist und im Sensorkörper angeordnet ist. Über den Sender 8 wird eine Oberflächenwelle
in dem piezoelektrischen Material 7 erzeugt. Nach Durchlaufen einer Messstrecke wird
das akustische Signal über den Empfänger 9 in ein elektrisches Wechselstromsignal
umgewandelt. Eine Belagbildung führt zu einer Änderung der Ausbreitungsgeschwindigkeit
und der Amplitude der Oberflächenwelle. Die daraus resultierende Phasenänderung des
Signals gegenüber der belagfreien Messung wird von der Auswerteeinheit 6 erfasst.
[0039] In Fig. 3 ist ein anderes erfindungsgemäßes Bauteil 1 dargestellt. Bei dem Bauteil
1 handelt es sich um eine Armatur, die ein innerhalb eines strömungsführenden Systems
befindliches Fluid beeinflusst. Durch das Bauteil 1 kann die Durchflussmenge des Fluids
reguliert werden. Mit Hilfe eines Stellantriebs 15, hier als Handrad ausgeführt, wird
ein Absperrkörper bewegt. Durch die Positionsänderung des Absperrkörpers wird der
Strömungsquerschnitt im Bauteil 1 verändert. Bei dem Bauteil 1 kann es sich beispielsweise
um ein Ventil, einen Schieber, einen Hahn oder eine Klappe handeln. Das Bauteil 1
ist Teil eines strömungsführenden Systems. Dabei kann es sich beispielsweise um ein
Rohrleitungssystem einer größeren Anlage handeln, beispielsweise einer chemischen
Produktionsanlage, einer biotechnologischen Produktionsanlage oder eines Kraftwerks.
Mit dem Bauteil 1 wird das innerhalb des strömungsführenden Systems befindliche Fluid
beeinflusst, indem der Volumenstrom bzw. die Strömungsgeschwindigkeit variiert werden.
Der Sensor 3 ist in einer Wand 2 des Bauteils 1 eingebaut. Dabei verfügt die strömungsführende
Wand 2 auf der Außenseite über eine Materialanhäufung 16. In der Materialanhäufung
16 ist eine Öffnung 17 eingebracht. In der Öffnung 17 ist der Sensor 3 vertieft unter
Bildung eines Innenraumes 18 angeordnet. Der Innenraum 18 befindet sich innerhalb
der Materialanhäufung 16. Im Ausführungsbeispiel ist die Öffnung 17 als einfache Bohrung
innerhalb der Materialanhäufung 16 ausgebildet. Aufgrund der zurückgesetzten Anordnung
der Sensoroberfläche 4 bildet sich innerhalb des Innenraumes 18 ein Sekundärwirbel.
Dieser Sekundärwirbel weist gegenüber der Hauptströmung eine geringere Strömungsgeschwindigkeit
auf. Die Wirbelströmung trifft in beliebigen Winkeln auf die Sensoroberfläche 4. Durch
die verlangsamte Strömung und das senkrechte Auftreffen wird die Bildung von Biobelägen
an der Oberfläche 4 des Sensors 3 begünstigt. Die Oberfläche 4 des Sensors 3 besteht
zumindest teilweise aus einem piezoelektrischen Substrat 7. Auf dem piezoelektrischen
Substrat 7 sind ein Sender 8 und ein Empfänger 9 positioniert. An einem Ausgang des
Sensors 3 ist ein Verbindungsmittel 5 angeschlossen, das mit einer Auswerteeinheit
6 in Verbindung steht. Das Verbindungsmittel 5 kann als Steck-, Schraub-, oder ein
ansonsten übliches Verbindungsmittel zur Herstellung elektrischer Verbindungen ausgebildet
sein. Alternativ zu einem festen Verbindungsmittel kann eine Übertragung der Signale
per Funk erfolgen. Die Auswerteeinheit 6 kann von einer externen Spannungsquelle versorgt
werden und/oder über eine integrierte Spannungsquelle verfügen. Hierbei kann es sich
um Akkumulatoren, Batterien, Netzgeräte, thermoelektrische Generatoren, Solarzellen
oder dergleichen handeln. Der Sensor 3 detektiert, in der bereits beschriebenen Weise,
Beläge auf seiner Oberfläche 4.
[0040] In Fig. 4 ist ein Diagramm dargestellt in dem die Belagsmasse auf der Sensoroberfläche
4 und die Konzentrationen an Produktions-, Reinigungs- und Spülfluid in Abhängigkeit
der Zeit aufgetragen sind. Der Produktionsprozess beginnt zum Zeitpunkt t
0. An dem Sensor 3 strömt das Fluid, beispielsweise eine Flüssigkeit, mit einer konstanten
Produktkonzentration vorbei. Die Produktkonzentration ist als durchgezogene Linie
19 dargestellt. Die Linie 19, zur Darstellung der Produktkonzentration, ist gegenüber
der Linie 20, zur Darstellung der Belagmasse, dünner ausgeführt. Ab einem Zeitpunkt
t
1, beginnt sich ein Belag auf der Sensoroberfläche 4 aufzubauen. Zum Zeitpunkt t
2 wird, bei Überschreitung eines bestimmten, auf der linken Ordinate mit Wert "1" markierten,
Grenzwertes an Belagsmasse, ein Reinigungsfluid, beispielsweise eine Reinigungsflüssigkeit,
in den Prozess gegeben. Das Reinigungsfluid erreicht den Sensor 3 erst zum Zeitpunkt
t
3. Die Zeitspanne t
3-t
2 ist die Totzeit, welche das Reinigungsfluid benötigt, um von seiner Einleitungsstelle
zum Sensor 3 zu gelangen. Ab dem Zeitpunkt t
3 steigt die Konzentration an Reinigungsfluid am Sensor 3 an. Die Konzentration an
Reinigungsfluid ist als gestrichelte Linie 21 dargestellt. Gleichzeit nimmt die Konzentration
an Produktionsfluid ab. Die Belagmasse nimmt zunächst weiter zu und erreicht zum Zeitpunkt
t
4 ihr Maximum. Ab dann wird die Belagmasse abgebaut. Vom Zeitpunkt t
5 an ist das Produktionsfluid vollständig durch das Reinigungsfluid verdrängt. Das
Reinigungsfluid hat seine maximale Konzentration erreicht. Die Belagmasse nimmt bis
zum Zeitpunkt t
6 weiter ab. Ab dem Zeitpunkt t
6 wird Spülfluid in den Prozess geleitet. Die Konzentration an Spülfluid ist als Linie
22 dargestellt, die aus einer Abfolge von einem Strich und zwei Punkten besteht. Das
Spülfluid erreicht den Sensor 3 erst zum Zeitpunkt t
7. Die Zeitspanne t
7-t
6 ist eine Totzeit, die das Spülfluid benötigt, um den Weg von der Einleitungsstelle
bis zum Sensor 3 zurückzulegen. Ab dem Zeitpunkt t
7 steigt die Konzentration an Spülfluid am Sensor 3 an. Gleichzeitig nimmt die Konzentration
an Reinigungsfluid ab. Zum Zeitpunkt t
8 hat die Konzentration an Spülfluid ihr Maximum erreicht, während das Reinigungsfluid
vollständig verdrängt wunde. Um sicher zu gehen, dass sich kein Reinigungsfluid mehr
in dem Prozess befindet wird der Spülvorgang auch nach dem Absinken des Reinigungsfluids
auf eine Konzentration von Null weiter fortgeführt, um auf diese Weise einen zeitlichen
Sicherheitsbereich zu schaffen. Dann wird der Prozess wieder auf Produktionsfluid
umgestellt. Nach einer gewissen Totzeit erreicht das Produktionsfluid zum Zeitpunkt
t
9 den Sensor 3. Die Konzentration an Produktionsfluid nimmt bis zum Zeitpunkt t
10 zu, während die Konzentration an Spülfluid abnimmt. Ab dem Zeitpunkt t
10 ist am Sensor 3 das Spülfluid von dem Produktionsfluid vollständig verdrängt. Gemäß
der bereits beschriebenen Funktionsweise detektiert der Sensor 3 die Masse an Belag
auf seiner Oberfläche 4. Wie bereits ausgeführt kann der Sensor 3 weiterhin detektieren
ob Produktions-, Reinigungs- oder Spülfluid an ihm vorbeiströmt.
1. Bauteil (1) für strömungsführende Systeme, wobei mit dem Bauteil (1) ein innerhalb
des strömungsführenden Systems befindliches Fluid beeinflusst wird und das Bauteil
(1) als Kraft- und/oder Arbeitsmaschine oder als Armatur mit Absperrkörper ausgebildet
ist, wobei das Bauteil (1) einen Sensor (3) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Sensor (3) im Bauteil (1) platziert ist und mindestens einen Sender (8) und mindestens
einen Empfänger (9) umfasst, wobei der Sender (8) akustische Wellen auf der Oberfläche
(4) des Sensors (3) erzeugt und der Empfänger (9) diese vom Sender erzeugten Oberflächenwellen
wahrnimmt und der Sensor (3) Signale für eine Auswerteeinheit (6) erzeugt, die durch
einen Vergleich mit Referenzdaten den Grad einer Belagbildung im Bauteil (1) ermittelt.
2. Bauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Sender (8) und Empfänger (9) als Interdigitaltransducer ausgebildete Kammelektroden
ausgeführt sind.
3. Bauteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Oberfläche (4) aus einem piezoelektrischen Substrat (7) besteht.
4. Bauteil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Sender (8) und Empfänger (9) auf dem piezoelektrischen Substrat (7) positioniert
sind.
5. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit (6) aus einer Frequenzverschiebung und/oder aus einer Phasenverschiebung
und/oder aus einer Amplitudenverschiebung den Grad der Belagbildung ermittelt.
6. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (3) in eine Wand (2) des Bauteils (1) integriert ist.
7. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (3) auf einer Wand (2) des Bauteils (1) platziert ist.
8. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit (6) bei Überschreitung eines Grenzwertes, der einem bestimmten
Grad an Belagbildung entspricht, ein Signal abgibt.
9. Bauteil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Signal einen Prozess auslöst, der eine Reinigung der mit Fluid benetzten Innenwände
des Bauteils (1) bewirkt.
10. Bauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (1) mindestens einen weiteren Sensor enthält, der zumindest eine Zustandsgröße
des Fluids bestimmt und seine Daten an die Auswerteeinheit (6) weiterleitet, wobei
die Auswerteeinheit (6) Beeinflussungen der Messungen des Grades der Belagbildung
durch Schwankungen innerhalb der Zustandsgrößen des Fluids herausrechnet.
11. Verfahren zur Detektion von Belägen auf Wänden eines Bauteils (1) für strömungsführende
Systeme, wobei mit dem Bauteil (1) ein innerhalb des strömungsführenden Systems befindliches
Fluid beeinflusst wird und das Bauteil (1) als Kraft- und/oder Arbeitsmaschine oder
als Armatur mit Absperrkörper ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor (3) im Bauteil (1) platziert ist, wobei der Sensor (3) mindestens einen
Sender (8) und mindestens einen Empfänger (9) umfasst, wobei der Sender (8) akustische
Wellen auf der Oberfläche (4) des Sensors (3) erzeugt und der Empfänger (9) diese
vom Sender erzeugten Oberflächenwellen wahrnimmt und der Sensor Signale für eine Auswerteeinheit
(6) erzeugt, die durch einen Vergleich mit Referenzdaten den Grad einer Belagbildung
im Bauteil (1) ermittelt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass Sender (8) und Empfänger (9) als Interdigitaltransducer ausgebildete Kammelektroden
ausgeführt sind.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche (4) des Sensors (3) aus einem piezoelektrischen Substrat (7) besteht.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit (6) aus einer Frequenzverschiebung und/oder aus einer Phasenverschiebung
und/oder aus einer Amplitudenverschiebung den Grad der Belagbildung ermittelt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (3) in eine Wand (2) des Bauteils (1) integriert ist
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (3) auf einer Wand (2) des Bauteils (1) platziert ist.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit (6) bei Überschreitung eines Grenzwertes, der einem bestimmten
Grad an Belagbildung entspricht, ein Signal abgibt.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Signal einen Prozess auslöst, der eine Reinigung der mit Fluid benetzten Innenwände
des Bauteils (1) bewirkt.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (1) mindestens einen weiteren Sensor enthält, der zumindest eine Zustandsgröße
des Fluids bestimmt und seine Daten an die Auswerteeinheit (6) weiterleitet, wobei
die Auswerteeinheit (6) Beeinflussungen der Messungen des Grades der Belagbildung
durch Schwankungen innerhalb der Zustandsgrößen des Fluids herausrechnet.
1. Component (1) for flow-conducting systems, a fluid within the flow-conducting system
being influenced by the component (1), and the component (1) being formed as a power-generating
and/or working machine or as a fitting with shut-off element, the component (1) having
a sensor (3),
characterized in that
the sensor (3) is placed in the component (1) and comprises at least one transmitter
(8) and at least one receiver (9), the transmitter (8) generating acoustic waves on
the surface (4) of the sensor (3), and the receiver (9) detecting these surface waves
generated by the transmitter, and the sensor (3) generating signals for an evaluation
unit (6), which determines the level of deposit formation in the component (1) by
means of a comparison with reference data.
2. Component according to Claim 1, characterized in that transmitter (8) and receiver (9) are implemented as comb electrodes formed as an
interdigital transducer.
3. Component according to Claim 1 or 2, characterized in that in that at least part of the surface (4) consists of a piezoelectric substrate (7).
4. Component according to Claim 3, characterized in that transmitter (8) and receiver (9) are positioned on the piezoelectric substrate (7).
5. Component according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the evaluation unit (6) determines the level of deposit formation from a frequency
shift and/or from a phase shift and/or from an amplitude shift.
6. Component according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the sensor (3) is integrated into a wall (2) of the component (1).
7. Component according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the sensor (3) is placed on a wall (2) of the component (1).
8. Component according to one of Claims 1 to 7, characterized in that when a limiting value which corresponds to a certain level of deposit formation is
exceeded, the evaluation unit (6) outputs a signal.
9. Component according to Claim 8, characterized in that the signal triggers a process which effects cleaning of the inner walls of the component
(1) that are wetted with fluid.
10. Component according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the component (1) contains at least one further sensor, which determines at least
one state variable of the fluid and forwards the data therefrom to the evaluation
unit (6), wherein the evaluation unit (6) calculates influences on the measurements
of the level of deposit formation through fluctuations within the state variables
of the fluid.
11. Method for detecting deposits on walls of a component (1) for flow-conducting systems,
a fluid within the flow-conducting system being influenced by the component (1), and
the component (1) being formed as a power-generating and/or working machine or as
a fitting with shut-off element, characterized in that a sensor (3) is placed in the component (1), the sensor (3) comprising at least one
transmitter (8) and at least one receiver (9), the transmitter (8) generating acoustic
waves on the surface (4) of the sensor (3), and the receiver (9) detecting these surface
waves generated by the transmitter, and the sensor generating signals for an evaluation
unit (6), which determines the level of deposit formation in the component (1) by
means of a comparison with reference data.
12. Method according to Claim 11, characterized in that transmitter (8) and receiver (9) are implemented as comb electrodes formed as an
interdigital transducer.
13. Method according to Claim 11 or 12, characterized in that the surface (4) of the sensor (3) consists of a piezoelectric substrate (7).
14. Method according to one of Claims 11 to 13, characterized in that the evaluation unit (6) determines the level of deposit formation from a frequency
shift and/or from a phase shift and/or from an amplitude shift.
15. Method according to one of Claims 11 to 14, characterized in that the sensor (3) is integrated into a wall (2) of the component (1).
16. Method according to one of Claims 11 to 14, characterized in that the sensor (3) is placed on a wall (2) of the component (1).
17. Method according to one of Claims 11 to 16, characterized in that when a limiting value which corresponds to a certain level of deposit formation is
exceeded, the evaluation unit (6) outputs a signal.
18. Method according to Claim 17, characterized in that the signal triggers a process which effects cleaning of the inner walls of the component
(1) that are wetted with fluid.
19. Method according to one of Claims 11 to 18, characterized in that the component (1) contains at least one further sensor, which determines at least
one state variable of the fluid and forwards its data to the evaluation unit (6),
wherein the evaluation unit (6) calculates influences on the measurements of the level
of deposit formation through fluctuations within the state variables of the fluid.
1. Composant (1) destiné à des systèmes d'acheminement d'écoulements, dans lequel un
fluide se trouvant à l'intérieur du système d'acheminement d'écoulements est influencé
par le composant (1) et le composant (1) est réalisé sous la forme d'une machine d'entraînement
et/ou entraînée ou sous la forme d'un robinet, dans lequel le composant (1) comporte
un capteur (3),
caractérisé en ce que le capteur (3) est placé dans le composant (1) et comprend au moins un émetteur (8)
et au moins un récepteur (9), dans lequel l'émetteur (8) génère des ondes acoustiques
sur la surface (4) du capteur (3) et le récepteur (9) acquiert lesdites ondes de surface
générées par l'émetteur, et le capteur (3) génère des signaux destinés à une unité
d'évaluation (6) qui détermine, au moyen d'une comparaison à des données de référence,
le degré d'une formation de dépôt dans le composant (1).
2. Composant selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'émetteur (8) et le récepteur (9) sont mis en oeuvre sous la forme d'électrodes
en peigne présentant la forme d'un transducteur interdigité.
3. Composant selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins une partie de la surface (4) est constituée d'un substrat piézoélectrique
(7).
4. Composant selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'émetteur (8) et le récepteur (9) sont positionnés sur le substrat piézoélectrique
(7).
5. Composant selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'unité d'évaluation (6) détermine le degré de formation de dépôt à partir d'un décalage
de fréquence et/ou à partir d'un décalage de phase et/ou à partir d'un décalage d'amplitude.
6. Composant selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le capteur (3) est intégré à une paroi (2) du composant (1).
7. Composant selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le capteur (3) est placé sur une paroi (2) du composant (1).
8. Composant selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que l'unité d'évaluation (6) délivre un signal lors du dépassement d'une valeur limite
qui correspond à un degré déterminé de formation de dépôt.
9. Composant selon la revendication 8, caractérisé en ce que le signal déclenche un processus qui provoque un nettoyage des parois internes mouillées
par un fluide du composant (1).
10. Composant selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le composant (1) contient au moins un autre capteur qui détermine au moins une grandeur
d'état du fluide et réachemine ces données vers l'unité d'évaluation (6), dans lequel
l'unité d'évaluation (6) déduit des influences des mesures du degré de formation de
dépôt par l'intermédiaire de fluctuations se produisant dans les grandeurs d'état
du fluide.
11. Procédé de détection de dépôt sur des parois d'un composant (1) destiné à des systèmes
d'acheminement d'écoulements, dans lequel un fluide se trouvant à l'intérieur du système
d'acheminement d'écoulements est influencé par le composant (1) et le composant (1)
est réalisé sous la forme d'une machine d'entraînement et/ou entraînée ou sous la
forme d'un robinet ayant un corps d'arrêt, caractérisé en ce qu'un capteur (3) est placé dans le composant (1), dans lequel le capteur (3) comprend
au moins un émetteur (8) et au moins un récepteur (9), dans lequel l'émetteur (8)
génère des ondes acoustiques sur la surface (4) du capteur (3) et le récepteur (9)
acquiert lesdites ondes de surface générées par l'émetteur et le capteur génère des
signaux destinés à une unité d'évaluation (6) qui détermine, au moyen d'une comparaison
à des données de référence, le degré d'une formation de dépôt dans le composant (1).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'émetteur (8) et le récepteur (9) sont mis en oeuvre sous la forme d'électrodes
en peigne présentant la forme d'un transducteur interdigité.
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que la surface (4) du capteur (3) est constituée d'un substrat piézoélectrique (7).
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 11 à 13, caractérisé en ce que l'unité d'évaluation (6) détermine le degré de formation de dépôt à partir d'un décalage
de fréquence et/ou à partir d'un décalage de phase et/ou à partir d'un décalage d'amplitude.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 11 à 14, caractérisé en ce que le capteur (3) est intégré à une paroi (2) du composant (1).
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications 11 à 14, caractérisé en ce que le capteur (3) est placé sur une paroi (2) du composant (1).
17. Procédé selon l'une quelconque des revendications 11 à 16, caractérisé en ce que l'unité d'évaluation (6) délivre un signal lors du dépassement d'une valeur limite
qui correspond à un degré déterminé de formation de dépôt.
18. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce que le signal déclenche un processus qui provoque un nettoyage des parois internes mouillées
par un fluide du composant (1).
19. Procédé selon l'une quelconque des revendications 11 à 18, caractérisé en ce que le composant (1) contient au moins un autre capteur qui détermine au moins une grandeur
d'état du fluide et réachemine ses données vers l'unité d'évaluation (6), dans lequel
l'unité d'évaluation (6) déduit des influences des mesures du degré de formation de
dépôt par l'intermédiaire de fluctuations se produisant dans les grandeurs d'état
du fluide.
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