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(11) |
EP 2 444 323 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.09.2014 Patentblatt 2014/38 |
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Anmeldetag: 22.09.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Faltvorrichtung
Folding device
Dispositif de pliage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
22.10.2010 DE 102010049124
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.04.2012 Patentblatt 2012/17 |
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Patentinhaber: Krones AG |
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93073 Neutraubling (DE) |
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Erfinder: |
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- Lindenkamp, Benno
93073 Neutraubling (DE)
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Vertreter: Benninger, Johannes |
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Benninger Patentanwaltskanzlei
Dr.-Leo-Ritter-Strasse 5 93049 Regensburg 93049 Regensburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 3 681 893 US-A- 5 605 027
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US-A- 4 291 518
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Faltvorrichtung zum Hochklappen einer Lasche
einer Umverpackung für Artikel gemäß den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches
1.
[0002] In der Verpackungsindustrie werden häufig eine Mehrzahl von gleichen Produkten zusammengefasst
und in einem Karton verpackt, auf einer tablettartigen Vorrichtung angeordnet o.ä.
Hierfür werden entsprechend vorkonfektionierte Kartonzuschnitte verwendet. Die Produkte
werden beispielsweise in gewünschter Weise zusammengestellt, auf den Kartonzuschnitten
positioniert und anschließend werden die Kartonzuschnitte um die Produkte herum gefaltet
und befestigt, indem beispielsweise überlappende Kartonstücke miteinander verklebt
werden o.ä.
[0003] Um die vordere und die hintere untere Lasche eines Tabletts nach oben zu falten,
offenbart beispielsweise
US 4642967 A einen Rückhaltefinger und einen Faltfinger, die an einer gemeinsamen umlaufenden
Förderkette angeordnet sind.
[0004] Weiterhin zeigt
US 3555776 eine Maschine zur Bildung eines Tabletts um eine Gruppe von Artikeln herum. Diese
weist anführende Faltfinger für das Hochklappen der vorderen Kartonlasche und nachfolgende
Faltfinger für das Hochklappen der hinteren Kartonlasche auf, die an einer umlaufenden
Förderkette angeordnet sind.
[0005] US 4291518 zeigt eine Vorrichtung zum Ablösen von Verbindungsstücken, die die oberen Klappen
beim Beladen von Kartons zurück halten. Die Verbindungsstücke werden gelöst, so dass
die oberen Klappen der Kartons nunmehr verschlossen werden können. Die Kartons werden
auf einer Förderkette transportiert, die drehbare Mitnehmer umfasst. Durch die Drehung
der Mitnehmer wird ein Anheben der vorderen Kartonkante erreicht.
[0006] US 3681893 offenbart einen schwenkbeweglich an einer Förderkette angebrachten und von dieser
geführten ersten Faltfinger, der dazu dient, den nachlaufenden bodenseitigen Überhang
einer Umverpackung nach oben zu falten. Durch einen oberhalb der Förderkette angeordneten
zweiten Faltfinger wird der nachlaufende oberseitige Überhang der Umverpackung nach
unten gefaltet, während gleichzeitig der erste der Förderkette zugeordnete Faltfinger
nach unten bewegt wird und somit nicht zwischen der Umverpackung und der nach unten
gefalteten oberen hinteren Klappe eingeklemmt wird.
[0007] Häufig werden Flaschen mit Hilfe von oben beschriebenen Vorrichtungen in Kartons
oder auf tablettähnlichen Vorrichtungen zusammengestellt. Hierbei können sich Probleme
ergeben, wenn beispielsweise aufgrund fehlender oder fehlerhafter Kartonzuschnitte
etc. einzelne Flaschen umfallen und somit einzeln auf dem Förderband transportiert
werden. Die Faltfinger werden von unten durch die Förderfläche hindurchgeführt und
verschwinden nach dem Faltvorgang wieder unterhalb der Förderfläche. Einzelne umgekippte
Flaschen können zwischen dem Faltfinger und der Förderkette, an der der Faltfinger
angeordnet ist, einklemmen und so massive Schäden an der Maschine verursachen.
[0008] Eine aus dem Stand der Technik bekannte Falteinrichtung mit Faltfinger 1 und die
geschilderte Problematik wird in den Figuren 1 bis 3 verdeutlicht.
[0009] Zwischen zwei nebeneinander laufenden Förderketten 3, 3*, die die Förderfläche für
den Kartonzuschnitt und die darauf positionierten Flaschen 20 bilden, sind der Faltfinger
1 und eine Koppelvorrichtung 2 (vgl. Fig. 1) angeordnet und ausschließlich an einer
der zwei Ketten 3, 3* befestigt. Die Bewegung der zweiten Förderkette 3* kann unabhängig
von der Bewegung der ersten Förderkette 3 sein. Insbesondere ist sie nicht mit dem
Koppelmechanismus der ersten Förderkette 3 verbunden.
[0010] Auf den Ketten 3, 3* sind die ebenen Kartons (so genannte Pads) oder ebene Kartons
mit umlaufendem Rand (so genannte Trays) angeordnet, auf denen wiederum die Flaschen
20 stehen. Die lichte Weite W zwischen den nebeneinander laufenden Ketten 3 kann kleiner
sein als der größte Durchmesser D der auf dem Karton transportierten Flaschen 20,
so dass eine Flasche 20, die vom Karton hinunter und auf das Kettenpaar 3, 3* fällt,
teilweise auf und / oder teilweise zwischen den zwei Ketten 3, 3* liegen bleiben kann
(Fig 2). Diese Flasche 20 wird dann bis zum Ende der Falt- und Klebestrecke 3, 3*
mittransportiert.
[0011] Am Ende der Ketten 3, 3* schwenkt der Faltfinger 1 nach vorne (Fig.3). Wenn die Flasche
20 besonders schlank ist oder der Flaschenhals 22 dem Faltfinger 1 zugewandt ist,
dann drückt der Faltfinger 1 auf die Flasche 20. Die Flasche 20 wird in dieser Situation
gegen benachbarte Bauteile der Faltvorrichtung (Auslaufübergang) gedrückt und blockiert
die Bewegung des Fingers 1 und damit auch die Bewegung der Ketten 3, 3*.
[0012] Dies führt insbesondere zu folgenden Schäden: benachbarte Bauteile, insbesondere
die Auslaufübergänge, verbiegen. Weiterhin wird der Koppelmechanismus 2 des Fingers
1 überlastet und verbiegt sich ebenfalls. Der Antriebsmotor des Kettentriebes wird
überlastet und eine Störung wird gemeldet.
[0013] Alle drei Zustände erfordern den Eingriff eines Maschinenbedieners. Die ersten zwei
Zustände führen vorher schon zu mechanischen Schäden, welche einen Maschinenstillstand
nach sich ziehen, da die beschädigten Teile ersetzt werden müssen. Hierzu ist es außerdem
notwendig, dass die entsprechenden Ersatzteile und Fachpersonal vorhanden sind oder
über einen kostenträchtigen Beschaffungsprozess besorgt werden. Weiterhin geht bei
den beschriebenen Schäden die werkseitige Einstellung der Übergänge verloren, was
in unregelmäßigen Abständen zu Folgefehlern führt, bei denen wiederum Flaschen umfallen.
[0014] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verklemmen von umgefallenen Artikeln
insbesondere Flaschen und die daraus entstehenden Folgeschäden zu verhindern.
[0015] Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine Faltvorrichtung gelöst, die die Merkmale
in dem Patentanspruch 1 umfasst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden durch
die Unteransprüche beschrieben.
[0016] Die Erfindung betrifft eine Faltvorrichtung zur Herstellung einer Umverpackung für
Artikel, insbesondere zur Herstellung einer Kartonumverpackung um eine Zusammenstellung
von Behältern, Flaschen o.ä.wobei eine Lasche der Umverpackung hochgeklappt wird.
Eine solche Faltvorrichtung umfasst mindestens eine Förderkette, vorzugsweise mindestens
ein Förderkettenpaar zum Transport der Umverpackung, beispielsweise eines Kartonzuschnitts
o.ä. und der darauf angeordneten gruppierten Artikel.
[0017] Zum Hochklappen der sich gegenüber liegenden Seiten der Umverpackung umfasst die
Faltvorrichtung weiterhin je mindestens einen vorderen und einen hinteren Faltfinger.
Der mindestens eine Faltfinger ist schwenkbeweglich an der Förderkette angebracht
und von dieser geführt. Ein solcher Faltfinger ist über eine Kopplungseinrichtung,
beispielsweise einer Koppelstange, durch mindestens einer der Förderketten eines Förderkettenpaares
geführt. Die Kopplungseinrichtung bewirkt, dass der Faltfinger zwischen dem Beginn
und dem Ende des Falt- und Klebeprozesses in der gewünschten (senkrechten) Orientierung
gehalten wird. Die Koppelstange des vorderen Faltfingers liegt (von der Umverpackung
abgewandt) vor dem vorderen Faltfinger. Die Koppelstange des hinteren Faltfingers
liegt (von der Umverpackung abgewandt) hinter dem hinteren Faltfinger, so dass die
Koppelstangen nie mit der zu faltenden Umverpackung kollidieren. Insbesondere bewirkt
die Koppelungseinrichtung ein Verschwenken des Faltfingers im Zusammenhang mit einer
Richtungsänderung und/oder Umlenkung der Förderkette.
[0018] Erfindungsgemäß weist die Faltvorrichtung einen Abweiser zum Anheben von Gegenständen
aus der Förderebene auf. Der der Abweiser ist als Anlaufschräge ausgebildet. Der Abweiser
bzw. die Anlaufschräge ist dem Faltfinger und / oder der Koppelungseinrichtung zugeordnet.
[0019] Insbesondere ist die Kopplungseinrichtung dergestalt ausgebildet, dass sie zumindest
teilweise auf der dem zu faltenden Gebinde gegenüber liegenden Seite des Faltfingers
aus der Förderebene hinausragt. Insbesondere ist die Kopplungseinrichtung zum Finger
hin nach oben vergrößert. Hierdurch bildet sich der Abweiser bzw. die Anlaufschräge,
der/die unter den auf den Förderketten liegenden Artikel greift und diesen über die
Förderebene hinaus anhebt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Anlaufschräge
für die Vorwärtsfahrt an der Koppelstange des vorderen Faltfingers und die Anlaufschräge
für Rückwärtsfahrt an der Koppelstange des hinteren Faltfingers angebracht. Der Abweiser
bzw. die Anlaufschräge ist vorzugsweise so ausgestaltet, dass nicht nur Flaschen,
Behälter oder andere Artikel aufgenommen werden, sondern alle Arten von Gegenständen,
Fremdkörpern, Kartonresten etc. Dies können bspw. auch Datenträger o. dgl. sein, die
einer Verpackung beigegeben werden sollen und aufgrund einer Störung von der Verpackung
getrennt wurden. Um zu verhindern, dass ein solcher Gegenstand wie bspw. ein Datenträger
(z.B. CD-ROM) in die Förderebene fällt und dort verklemmt wird oder zu weiteren Störungen
führen kann, sieht der Abweiser ein Anheben über die Förderebene vor.
[0020] Vorzugsweise bildet die Anlaufschräge einen spitzen Winkel mit der Förderebene. Dadurch
werden die einzelnen Artikel, beispielsweise umgekippte Flaschen, zumindest teilweise
angehoben und können zur Seite wegrollen. Die Bahn für den Faltfinger ist dann frei
von Hindernissen.
[0021] Liegt der Artikel am Ende der Förderebene immer noch auf der oder den umlaufenden
Förderkette(n), dann wird er so weit angehoben, dass er zwischen Faltfinger und angrenzenden
Bauteilen (Auslaufübergänge) nicht mehr eingeklemmt werden kann, weil der Artikel
durch die Anlaufschräge der Kopplungseinrichtung höher angehoben wird, als der Faltfinger
hinaufreicht. Eine Quetschsituation ist damit ausgeschlossen.
[0022] Gemäß einer alternativen Ausführungsform kann der verwendete Faltfinger selbst die
Anlaufschräge aufweisen bzw. als Abweiser ausgebildet sein. Dabei werden die erfindungsgemäßen
Vorteile, insbesondere ein Verhindern eines Einquetschens umgefallener Artikel bzw.
Flaschen oder sonstiger Gegenstände oder Fremdkörper, ebenfalls erreicht.
[0023] Gemäß einer weiteren alternativen Ausführungsform kann eine Anlaufschräge, die einen
spitzen Winkel zur Förderebene bildet, eigenständig an der umlaufenden Fingerkette
befestigt sein.
[0024] Die Faltvorrichtung mit Anlaufschräge kann in allen Umverpackung faltenden Maschinen,
insbesondere kartonfaltenden Maschinen, mit Faltfingern, die mittels Koppelstange
angetrieben werden, verwendet werden. Dies schließt auch Koppelmechanismen mit ein,
deren Koppelstangen nicht an der den mindestens einen Finger tragenden Kette befestigt
sind, sondern beispielsweise durch Kulissen geführt werden.
[0025] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Faltvorrichtung an einer umlaufenden
Förderkette befestigt. Anstelle einer zweiten umlaufenden Förderkette ist ein ruhendes
Bauteil, beispielsweise ein Führungselement wie z.B. eine Bodenplatte oder eine Geländerführung
etc. vorgesehen, auf der die Umverpackung entlang gleitet.
[0026] Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der
beigefügten Figuren näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente
zueinander in den Figuren entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen,
da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert
im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind.
[0027] Figuren 1 bis 3 zeigen einen Faltfinger und dessen Anordnung an einer Kopplungsvorrichtung
an einer Förderkette gemäß dem bekannten Stand der Technik (Beschreibung siehe oben).
[0028] Figuren 4 bis 6 zeigen eine erfindungsgemäßen Falteinrichtung und deren Anordnung
an einer Förderkette.
[0029] Für gleiche oder gleich wirkende Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen
verwendet. Ferner werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren
dargestellt, die für die Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind. Die
dargestellten Ausführungsformen stellen lediglich Beispiele dar, wie die erfindungsgemäße
Vorrichtung oder das erfindungsgemäße Verfahren ausgestaltet sein können und stellen
keine abschließende Begrenzung dar.
[0030] Figur 4 zeigt eine erfindungsgemäße Falteinrichtung 10 zur Verwendung in einer Karton
faltenden Vorrichtung (nicht dargestellt), insbesondere zum Hochklappen der in Transportrichtung
TR gesehenen vorderen Kartonlasche einer Kartonumverpackung, eines so genannten Trays
o.ä. Die Falteinrichtung 10 besteht aus einem Faltfinger 11, der an einer Kopplungseinrichtung
12 angeordnet ist. Die Kopplungseinrichtung 12 wird auch Koppelstange 13 genannt und
treibt den Faltfinger 11 an. Erfindungsgemäß ist die Kopplungseinrichtung 12 nach
oben und in Transportrichtung TR der Kette 3 vergrößert. Hierdurch bildet sich eine
Anlaufschräge A, bzw. ein Keil. Diese Anlaufschräge A greift unter die auf den Förderketten
3, 3* liegenden Flasche 20 (nicht dargestellt, vgl. Figuren 5 und 6) und hebt diese
an.
[0031] Figur 5 stellt das Anheben einer zwischen den Förderketten 3, 3* liegenden Flasche
20 durch die erfindungsgemäß konturierte Kopplungseinrichtung 12 dar und Figur 6 zeigt
die Situation am Ende der Förderkette 3, 3*, wenn der Faltfinger 11 wieder unterhalb
der Förderketten 3, 3* wegtaucht.
[0032] Die Flasche 20 liegt nur noch zu einem kleinem Teil zwischen den zwei Ketten 3, 3*
und wird am Ende der Ketten 3, 3* seitlich von dem Kettenpaar 3, 3* hinunterrollen.
Sollte die Flasche 20 nicht hinunterrollen, dann kann sie dennoch nicht vom Faltfinger
11 von oben nach unten gegen angrenzende Bauteile am Auslaufübergang gedrückt werden,
weil die Flasche 20 höher angehoben wird als der Finger 11 hinauf reicht. Eine Quetschsituation
wie im bekannten Stand der Technik (vgl. Figur 1 bis 3) ist damit ausgeschlossen.
[0033] Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform beschrieben.
Es ist jedoch für einen Fachmann vorstellbar, dass Abwandlungen oder Änderungen der
Erfindung gemacht werden können, ohne dabei den Schutzbereich der nachstehenden Ansprüche
zu verlassen.
Bezugszeichenliste:
[0034]
- 1
- Faltfinger
- 2
- Koppeleinrichtung / Kopplungsvorrichtung
- 3, 3*
- Förderkette
- 10
- Falteinrichtung
- 11
- Faltfinger
- 12
- Kopplungseinrichtung
- 13
- Koppelstange
- 20
- Flasche
- 22
- Flaschenhals
- A
- Anlaufschräge
- D
- Durchmesser
- TR
- Transportrichtung
- W
- Weite
1. Faltvorrichtung zum Hochklappen einer Lasche einer Umverpackung für Artikel (20),
umfassend mindestens eine Förderkette (3,3*) zum Transport der Umverpackung und mindestens
einen schwenkbeweglich an dieser Förderkette (3,3*) angebrachten und von dieser geführten
Faltfinger (1,11) sowie eine zwischen Faltfinger (1, 11) und Förderkette (3, 3*) befindliche
Koppelungseinrichtung (12, 13) zum Verschwenken des Faltfingers (1, 11) im Zusammenhang
mit einer Richtungsänderung und/oder Umlenkung der Förderkette (3, 3*), dadurch gekennzeichnet, dass die Faltvorrichtung einen Abweiser zum Anheben von Gegenständen aus der Förderebene
aufweist, wobei der Abweiser als Anlaufschräge (A) ausgebildet ist und wobei der Abweiser
bzw. die Anlaufschräge (A) dem Faltfinger (1, 11) und / oder der Koppelungseinrichtung
(12, 13) zugeordnet ist.
2. Faltvorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Abweiser derart ausgebildet ist, um Artikel
und/oder Gegenstände aus der Förderebene anzuheben.
3. Faltvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der eine Artikel und/oder Gegenstand
über die Anlaufschräge (A), des Abweisers aus der Förderebene anhebbar ist.
4. Faltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Abweiser bzw. die
Anlaufschräge (A) im Bereich der Kopplungseinrichtung (12, 13) angeordnet und von
dieser unabhängig ist.
5. Faltvorrichtung nach Anspruch 4, wobei die Anlaufschräge (A) im Falle eines vorderen
Faltfingers (1, 11) in Transportrichtung vor der Kopplungseinrichtung (12, 13) angeordnet
ist.
6. Faltvorrichtung nach Anspruch 4, wobei die Anlaufschräge (A) im Falle eines hinteren
Faltfingers in Transportrichtung hinter der Kopplungseinrichtung angeordnet ist.
7. Faltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Anlaufschräge (A) in einem
spitzen Winkel zur Längsrichtung der Transportebene ausgebildet ist.
8. Faltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Artikel (20) durch den
Abweiser bzw. die Anlaufschräge (A) über den Faltfinger (1,11) anhebbar ist.
9. Faltvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei der Faltfinger (1, 11) und
die Kopplungseinrichtung (12) eine Einheit bilden.
1. Folding device for upfolding a flap of an outer packaging for articles (20), comprising
at least one conveyor chain (3,3*) for transporting the outer packaging and comprising
at least one folding finger (1, 11), the folding finger (1, 11) being pivotable attached
to and guided by the conveyor chain (3.3 *) and one coupling device (12, 13) located
between the folding finger (1, 11) and the conveyor chain (3, 3 *) for pivoting the
folding finger (1, 11) in connection with a change of direction and / or a deflection
of the conveyor chain (3, 3*), characterized in that the folding device comprises a deflector for lifting objects above the conveying
plane, wherein the deflector is designed as a starting slope (A) and whereby the deflector
or the starting slope (A) is associated with the folding finger (1, 11) and / or with
the coupling device (12, 13).
2. Folding device according to claim 1, wherein the deflector is designed to lift articles
and / or objects above the conveyance plane.
3. Folding device according to claims 1 or 2, wherein the one article and / or object
is lifted above the conveyance plane by the starting slope (A) of the deflector.
4. Folding device according to one of the claims 1 to 3, wherein the deflector or the
starting slope (A) is arranged in the region of the coupling device (12, 13) and wherein
the deflector or the starting slope (A) is independent of the coupling device (12,
13).
5. Folding device according to claim 4, wherein the starting slope (A) of a front folding
finger (1, 11) in regard of the transport direction is arranged upstream of the coupling
device (12, 13).
6. Folding device according to claim 4, wherein the starting slope (A) of a rear folding
finger (1, 11) in regard of the transport direction is arranged downstream of the
coupling device (12, 13).
7. Folding device according to one of the claims 1 to 6, wherein the starting slope (A)
is formed at an acute angle to the longitudinal direction of the transport plane.
8. Folding device according to one of the claims 1 to 7, wherein the article (20) can
be lifted above the folding finger (1,11) by the deflector or the starting slope (A)
9. Folding device according to one of the claims 5 to 8, wherein the folding finger (1,
11) and the coupling device (12) form a unit.
1. Dispositif de pliage pour relever une languette d'un suremballage pour articles (20),
comprenant au moins une chaîne de transport (3, 3*) pour transporter ledit suremballage
et au moins un doigt de pliage (1, 11) qui est monté mobile en pivotement sur cette
chaîne de transport (3, 3*) et est guidé par celle-ci, ainsi qu'un dispositif de couplage
(12, 13) situé entre ledit doigt de pliage (1, 11) et ladite chaîne de transport (3,
3*) et destiné à faire pivoter le doigt de pliage (1, 11) en rapport avec un changement
de direction und/ou un renvoi de la chaîne de transport (3, 3*), caractérisé par le fait que ledit dispositif de pliage présente un déflecteur destiné à soulever des objets du
plan de transport, ledit déflecteur étant réalisé en tant que pente ascendante (A)
et ledit déflecteur ou bien ladite pente ascendante (A) étant associé(e) au doigt
de pliage (1, 11) et/ou au dispositif de couplage (12, 13).
2. Dispositif de pliage selon la revendication 1, dans lequel ledit déflecteur est réalisé
de manière à soulever des articles et/ou objets dudit plan de transport.
3. Dispositif de pliage selon la revendication 1 ou 2, dans lequel ledit un article et/ou
objet peut être soulevé dudit plan de transport via ladite pente ascendante (A) du
déflecteur.
4. Dispositif de pliage selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel
ledit déflecteur ou bien ladite pente ascendante (A) est disposé(e) au niveau du dispositif
de couplage (12, 13) et est indépendant(e) de celui-ci.
5. Dispositif de pliage selon la revendication 4, dans lequel, dans le cas d'un doigt
de pliage (1, 11) avant, ladite pente ascendante (A) est disposée en amont du dispositif
de couplage (12, 13) dans la direction de transport.
6. Dispositif de pliage selon la revendication 4, dans lequel, dans le cas d'un doigt
de pliage arrière, ladite pente ascendante (A) est disposée en aval du dispositif
de couplage dans la direction de transport.
7. Dispositif de pliage selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, dans lequel
ladite pente ascendante (A) est réalisée à un angle aigu par rapport à la direction
longitudinale du plan de transport.
8. Dispositif de pliage selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, dans lequel
ledit article (20) peut être soulevé par le déflecteur ou bien la pente ascendante
(A) au-dessus dudit doigt de pliage (1, 11).
9. Dispositif de pliage selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, dans lequel
ledit doigt de pliage (1, 11) et ledit dispositif de couplage (12) forment une unité.
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