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EP 2 444 324 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.02.2013 Patentblatt 2013/07 |
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Anmeldetag: 18.10.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Tiefziehverpackungsmaschine und Verfahren zum Recken einer Folienbahn
Deep draw packaging machine and method for stretching a sheet of film
Machine d'emballage par emboutissage et procédé de tension d'une bande de feuille
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
20.10.2010 DE 102010048977
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.04.2012 Patentblatt 2012/17 |
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Patentinhaber: Multivac Sepp Haggenmüller GmbH & Co. KG |
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87787 Wolfertschwenden (DE) |
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Erfinder: |
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- Grimm, Bernhard
87435 Kempten (DE)
- Grott, Annett
87787 Wolfertschwenden (DE)
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Vertreter: Grünecker, Kinkeldey,
Stockmair & Schwanhäusser |
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Leopoldstrasse 4 80802 München 80802 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 270 109 US-A- 6 109 000
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US-A- 4 018 028
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Tiefziehverpackungsmaschine zum Recken einer
Folienbahn gemäß Anspruch 1, sowie auf ein Verfahren nach Anspruch 9.
[0002] Aus der
EP 1 620 317 B1 ist eine Tiefziehverpackungsmaschine mit einer Dehnvorrichtung zum Dehnen einer Deckelfolie
bekannt, um die bedruckte Deckelfolie sehr exakt auf eine Verpackungsmulde zu positionieren.
Dabei ermittelt eine Fotozelle mittels einer Druckmarke auf der Deckelfolie die Lage
des Druckbildes gegenüber dem Vorschub und somit zu der Verpackungsmulde. Das Druckbild
hat üblicherweise ein Untermaß und wird gedehnt, indem ein Klemmbalken die flexible
Deckelfolie kurz vor Vorschubende klemmt und die verbleibende Vorschubbewegung die
Deckelfolie dehnt. Zusätzlich kann der Klemmbalken entgegen der Vorschubrichtung verfahren
werden, um die Deckelfolie auf das gewünschte Maß zu dehnen. Hierbei wird die unter
Spannung stehende Deckelfolie an eine Mulde gesiegelt, die so ausgebildet ist, dass
sie die den Spannungen der Deckelfolie entgegenwirken kann, damit eine optisch ansprechende
Verpackung erhalten werden kann.
[0003] Weiterhin sind Reckeinrichtungen bekannt, bei denen die Deckelfolie durch eine Heizplatte
in dem Bereich erwärmt wird, in dem die Reckung stattfindet. Die Reckung dieses Bereiches
der Folie wird durch den Wärmeeintrag ermöglicht. Vor allem bei stärkeren Folien,
insbesondere Hartfolien mit einer Dicke von mehr als 200 µm, ist ein Wärmeeintrag
notwendig, um die Folie im elastisch-plastischen Bereich recken zu können. Bei den
folgenden Vorschubbewegungen der Deckelfolie ergibt sich durch die ungleiche Wärmeverteilung
in der Deckelfolie, die hohen Beschleunigungen beim Anfahren der Vorschubbewegung
und die Umlenkungen an den Umlenkrollen bis zu einer Siegelstation ein unkontrolliertes
Dehnverhalten, das vor allem bei einer längeren Wegstrecke der Deckelfolie bis zur
Siegelstation zu häufigen Nachkorrekturen und großen Toleranzen in der Platzierung
und der Größe des Druckbildes gegenüber der Verpackungsmulde führt. Grund hierfür
ist auch ein unkontrolliertes Schrumpfen der Folienbahn durch die unterschiedlichen
Temperaturbereiche in der Deckelfolie.
[0004] Die gereckte Länge des erwärmten Folienbereichs führt nach dem Abkühlen bis zur Siegelstation
nur zu einer Längung von weniger als einem Prozent des Druckbildes. Dies bedarf einer
engen Toleranz der Länge und Lage des Druckbildes durch den Folienlieferanten.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Tiefziehverpackungsmaschine und ein Verfahren
zum Recken einer Folienbahn zur Verfügung zu stellen, bei denen die vorstehend beschriebenen
Nachteile beseitigt werden können.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Tiefziehverpackungsmaschine zum Recken einer
Folienbahn gemäß Anspruch 1 und ein Verfahren zum Betrieb einer Tiefziehverpackungsmaschine
nach Anspruch 9. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0007] Eine erfindungsgemäße Tiefziehverpackungsmaschine umfasst eine Reckstation zum Recken
einer Folienbahn mit einer Heizeinrichtung, einem Druckmarkensensor, einer Klemmeinrichtung,
wobei die Reckstation eine Folienkühlvorrichtung aufweist. Die Folienkühlvorrichtung
bewirkt, dass die Folienbahn nach dem Recken schnell abgekühlt wird und es bei den
folgenden Vorschüben bis zu einer Siegelstation zu keinen unkontrollierten Veränderungen
der Folienbahn und somit eines Druckbildes kommt. Dieses kann nun sehr exakt auf der
Verpackungsmulde platziert und auf die Verpackungsmulde luftdicht aufgesiegelt werden.
[0008] In einer vorteilhaften Ausführung weist die Folienkühlvorrichtung eine Kühlplatte
auf. Die Kühlplatte stellt eine einfache aber effiziente Lösung dar, um wenigstens
aus dem erwärmten Bereich der Folienbahn die während oder nach dem Recken durch die
Heizeinrichtung eingebrachte Wärme wieder abzuführen.
[0009] Vorzugsweise ist die Folienkühlvorrichtung auf einer anderen Seite der Folienbahn
als die Heizeinrichtung angebracht, um eine besonders kompakte Bauform zur Verfügung
zu stellen.
[0010] In einer bevorzugten Ausführung weist die Reckstation ein Hubwerk zum Hin- und Wegbewegen
der Folienkühlvorrichtung zur Folienbahn auf. Somit kann die Folienkühlvorrichtung
dauergekühlt ausgeführt sein und sie kommt nur zum Kühlen mit der Folienbahn in Kontakt.
[0011] Vorzugsweise wird die Bewegung der Folienkühlvorrichtung und der Heizeinrichtung
gegenüber der Folienbahn gemeinsam durch ein Hubwerk ausgeführt. Dabei bewegt sich
beispielsweise die Heizeinrichtung von der Folienbahn weg, während sich gleichzeitig
die Folienkühlvorrichtung zur Folienbahn hinbewegt und umgekehrt. Dies ermöglicht
eine platzsparende und kostengünstige Lösung, da nur ein Aktor für die Bewegungen
der Folienkühlvorrichtung und der Heizeinrichtung vorgesehen ist.
[0012] Die Folienkühlvorrichtung ist in bevorzugter Ausführung oberhalb der Siegelstation
angebracht, beispielsweise wird als Montagefläche ein in diesem Bereich vorhandener
Schaltschrank der Tiefziehverpackungsmaschine genutzt.
[0013] In einer bevorzugten Ausführung umfasst die Reckstation wenigstens einen Klemmbalken,
der schwenkbar ist, um die Folienbahn zu recken. Idealerweise umfasst der Klemmbalken
einen Servoantrieb, der mit der Steuerung verbunden ist und ein sehr exaktes Recken
der Folienbahn ausführt. Alternativ ist auch eine lineare Bewegung des Klemmbalkens
denkbar.
[0014] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Recken einer Folienbahn auf einer Tiefziehmaschine
mittels einer Reckstation mit einer Heizeinrichtung sieht vor, dass die Reckstation
die Folienbahn nach dem Aufheizen und Recken der Folienbahn aktiv kühlt. Dies führt
zu einem Druckbild, das trotz Beschleunigungen der folgenden Vorschubbewegungen bis
hin zu einer Siegelstation unverändert bleibt und exakt auf einer Verpackung platziert
und gesiegelt werden kann.
[0015] Vorzugsweise kühlt eine Folienkühlvorrichtung, insbesondere eine Kühlplatte, die
Folienbahn, um die durch die Heizeinrichtung in die Folie eingebrachte Wärme schnell
abzuleiten und somit eine hohe Leistung der Tiefziehverpackungsmaschine aufrecht zu
erhalten.
[0016] Vorzugsweise wird die Folienbahn soweit gekühlt, bis diese thermofixiert ist, um
die Folienbahn für die weiteren Vorschubbewegungen unverändert zu erhalten.
[0017] Dabei wird die Folienbahn in bevorzugter Weise über Kontakt mit der Folienkühlvorrichtung
gekühlt, um die Wärme effizient und schnell abzuführen.
[0018] In einer bevorzugten Form nimmt eine Steuerung ein Signal eines Druckmarkensensors
auf und wertet das Signal zusammen mit den Vorgaben in der Steuerung, die durch einen
Bediener eingegeben wurden, aus und steuert das Recken der Folienbahn bzw. die Grö-βe
und Lage das Druckbild entsprechend der Verpackungsmulde. Die Druckmarke stellt die
Referenz für die Lage des Druckbildes dar und sie dient zur Ermittlung des Reckmaßes
des Druckbildes.
[0019] Das Recken erfolgt vorzugsweise durch einen Klemmbalken, der die Folienbahn an eine
Umlenkrolle presst und dann eine radiale Bewegung um die Umlenkrolle mit dem geklemmten
Teil der Folienbahn mittels eines Servoantriebs ausführt. Der Servoantrieb ist geeignet,
um die Genauigkeit der zu reckenden Länge zu erreichen und auch die benötigte Kraft
hierfür aufzubringen.
[0020] Im Folgenden wird ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer
Zeichnung näher dargestellt.
- Figur 1
- eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Tiefziehverpackungsmaschine,
- Figur 2
- schematische Ansicht einer Reckstation während eines Folienvorschubs,
- Figur 3
- schematische Ansicht einer Reckstation mit geklemmter Folienbahn beim Aufheizen,
- Figur 4
- schematische Ansicht einer Reckstation beim Recken,
- Figur 5
- schematische Ansicht einer Reckstation beim Kühlen ,
- Figur 6
- schematische Ansicht einer Reckstation vor einem folgenden Vorschub.
[0021] Gleiche und ähnliche Komponenten sind in den Figuren durchgängig mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0022] Figur 1 zeigt in schematischer Ansicht eine Tiefziehverpackungsmaschine 1. Diese
weist eine Formstation 2, eine Siegelstation 3, eine Querschneideeinrichtung 4 und
Längsschneideeinrichtung 5 auf, die in dieser Reihenfolge in einer Arbeitsrichtung
R an einem Maschinengestell 6 angeordnet sind. Eingangsseitig befindet sich an dem
Maschinengestell 6 eine Zufuhrrolle 7, von der eine Unterfolie 8 abgezogen wird. In
der Formstation 2 wird in die Unterfolie 8 eine Packungsmulde 9 geformt. Im Bereich
der Siegelstation 3 ist ein Materialspeicher 10 vorgesehen, von dem eine Folienbahn
11 abgezogen wird. Vor dem Zuführen der Folienbahn 11 in die Siegelstation 3 durchläuft
diese eine Reckstation 12.
[0023] Ausgangsseitig ist an der Verpackungsmaschine 1 eine Abfuhreinrichtung 13 in Form
eines Transportbandes vorgesehen, mit der fertige vereinzelte Verpackungen 14 abtransportiert
werden. Ferner weist die Verpackungsmaschine 1 eine nicht dargestellte Vorschubeinrichtung
auf, die die Unterfolie 8 seitlich ergreift und in dem Hauptarbeitstakt taktweise
in der Arbeitsrichtung R weitertransportiert. Die Vorschubeinrichtung kann z.B. durch
seitlich angeordnete Transportketten realisiert sein.
[0024] Im Bereich der Einlegestrecke 15 wird ein Produkt 16 eingelegt. Eine Steuerung 17
zur Eingabe von Parametern durch den Bediener und zur Visualisierung von Betriebszuständen
ist an einem Schaltschrank 18 angebracht.
[0025] Figur 2 zeigt eine Reckstation 12, die im Bereich oberhalb der Siegelstation 3 am
Schaltschrank 18 angebracht ist. Von dem Materialspeicher 10 wird die Folienbahn 11
über Umlenkrollen 19 durch die Reckeinrichtung 12 in die Siegelstation 3 transportiert.
Dies geschieht durch die Vorschubbewegung der Unterfolie 8, an die ein vorderer Bereich
der Folienbahn 11 bereits angesiegelt ist, wodurch die Folienbahn 11 mitgezogen wird.
Es sind Klemmbalken 20 und 21 gezeigt, sowie ein Druckmarkensensor 22, eine Heizeinrichtung
23 und eine Kühleinrichtung 24. Ein Hubwerk 25 ist für die gemeinsame Bewegung der
Heizeinrichtung 23 und der Folienkühlvorrichtung 24 dargestellt. In Figur 2 ist der
Prozesszeitpunkt gezeigt, in dem die Folienbahn 11 durch den Vorschub der Unterfolie
8 in Transportrichtung R mitgezogen wird. Dabei erfasst der Druckmarkensensor 22 eine
auf der Folienbahn 11 vorhanden Druckmarke. Das Signal des Druckmarkensensors 22 wird
an die Steuerung 17 gesendet und die Steuerung 17 ermittelt den Zeitpunkt, an dem
die Klemmbalken 20 und 21 schließen.
[0026] Dabei klemmen die Klemmbalken 20 und 21 die Folienbahn 11 an die Umlenkrollen 19,
wie in Figur 3 dargestellt. Dies geschieht vorzugsweise am Ende der intermittierenden
Vorschubbewegung der Unterfolie 8. Gleichzeitig, davor oder kurz nach dem Klemmen
der Folienbahn 11 bewegt das Hubwerk 25 die Heizeinrichtung 23, hier als Heizplatte
dargestellt, an die Folienbahn 11. Dabei stehen die Heizplatte 23 und die Folienbahn
11 in Kontakt und es folgt die Erwärmung auf eine für das Recken entsprechende Recktemperatur.
Die Recktemperatur liegt nahe einer Glasübergangstemperatur, bei der es zu einem signifikanten
Wechsel der mechanischen Eigenschaften wie Härte und Elastizität der Folienbahn 11
kommt. Je nach Folienzusammensetzung liegt diese Temperatur zwischen 60 °C und 90
°C, z.B. liegt bei APET die Glasübergangstemperatur bei ca. 74 °C. Folien mit einer
Dicke von mehr als 200 µm besitzen bei Temperaturen kleiner von 30 °C kein Dehnverhalten.
[0027] Während und nach der Aufwärmphase erfolgt das Recken der Folienbahn 11; wie in Figur
4 gezeigt, durch eine radiale Bewegung des Klemmbalkens 21 um die Umlenkrolle 19 entgegen
der Vorschubrichtung, und der zwischen den zwei Klemmbalken 20 und 21 eingespannte
Bereich wird gereckt bzw. gelängt. Die Bewegung des Klemmbalkens 21 erfolgt durch
einen nicht dargestellten Servoantrieb, der über die Steuerung 17 angesteuert wird
und die notwendige Kraft und Stellgenauigkeit besitzt. Durch die Erwärmung der Folienbahn
11 sind die zum Recken benötigten Zugkräfte wesentlich geringer als beim Recken ohne
eine Heizeinrichtung. Der Servoantrieb kann die Folienbahn 11 auch nach dem Recken
noch weiter auf Spannung halten, um eine eventuelle Faltenbildung zu verhindern.
[0028] Figur 5 zeigt die Phase nach dem Recken, bei der das Hubwerk 25 die Heizeinrichtung
23 von der Folienbahn 11 wegbewegt und die Folienkühlvorrichtung 24 an die Folienbahn
11 heranbewegt, so dass sie in Kontakt kommen, um die Folienbahn 11 in diesem Bereich
auf eine Temperatur herunterzukühlen, bis die Folienbahn 11 in dem gereckten Zustand
thermofixiert ist. Vorzugsweise ist der Bereich der Folienkühlvorrichtung 24 gegenüber
der Heizeinrichtung 23 in Transportrichtung größer, da die Foliebahn 11 durch die
Heizeinrichtung 23 auch über diese hinaus eine Erwärmung erfährt. Somit ist sichergestellt,
dass das gereckte Druckbild der Folienbahn 11 seine Abmaße behält, bis dieses bis
in die Siegelstation 3 hineintransportiert ist.
[0029] Die nach dem Recken thermofixierte Länge entspricht ca. 25 % bis 30% der Längung
des eingespannten Folienbereichs während des Reckvorganges. Damit können auch bei
gleichbleibendem Reckweg des Klemmbalkens 21 Folienbahnen 11 mit größeren Toleranzen
in der Länge und Lage des Druckbildes seitens des Folienlieferanten verarbeitet werden.
Dies führt zu einer Kostenersparnis in der Beschaffung beim Betreiber der Tiefziehverpackungsmaschine.
[0030] Nach Erreichen der Thermofixierung der Folienbahn 11 (s. Figur 6) werden die Klemmbalken
20 und 21 geöffnet, der Klemmbalken 21 wird zurück in seine Ausgangslage geschwenkt
und das Hubwerk 25 bewegt die Folienkühlvorrichtung 24 nach oben bzw. weg von der
Folienbahn 11 und die Heizeinrichtung 23 in Richtung der Positionen zum Erwärmen des
nächsten Folienabschnitts. Ab dem Zeitpunkt der Freigabe der Folienbahn 11 durch die
Klemmbalken 20, 21 kann der nächste Vorschub und Transport der Folienbahn 11 in Richtung
Siegelstation 3 erfolgen.
[0031] Wird das Druckbild auf die entsprechende Länge der Packungsmulde 9 gereckt, so kann
die Folienbahn 11 spannungsfrei aufgesiegelt werden. Dies wiederum ermöglicht den
Einsatz von flexiblen Unterfolien 8. Ebenso bleiben Löcher, die in einer zwischen
der Reckstation 12 und der Siegelstation 3 optional angeordneten Lochstation eingebracht
werden, in ihrer Lage exakt bestehen, da es zu keiner Dehnung der Folie vor oder in
der Siegelstation 3 kommt. Bei einer optionalen Oberfolienformstation ist und/oder
einer Oberfolienklammerkettenführung bietet die Reckstation 12 ebenso die oben genannten
Vorteile.
[0032] Es ist ebenso denkbar, dass die Heizeinrichtung 23 und die Folienkühlvorrichtung
24 eigene Hubwerke besitzen, um unabhängig voneinander an die Foliebahn 11 und zurück
bewegt werden zu können. Um eine optimale Wärmeübertragung bzw. Kühlung zu erhalten,
kann die Folie mittels Vakuum an die Heizeinrichtung 23 und/oder Kühleinrichtung 24
angezogen werden, um einen gleichmäßigen Kontakt über die betreffende Fläche zu erhalten.
[0033] Eine flächiger Kontakt der Folienbahn 11 an die Heizeinrichtung 23 und die Folienkühlvorrichtung
24 kann auch durch eine konvexe Form an der Oberfläche der Heizplatte oder Kühlplatte
ausgeführt sein. Beim Wegbewegen der Heizeinrichtung 23 kann der Servoantrieb den
Klemmbalken 21 um die freiwerdende Folienbahnlänge nachspannen.
[0034] Die Folienkühlvorrichtung 24 kann mittels einer Wasserkühlung dauergekühlt sein.
[0035] Der Klemmbalken 20 kann wie der Klemmbalken 21 schwenkbar sein und durch einen Servoantrieb
schwenkbar oder linear bewegbar ausgeführt sein.
1. Tiefziehverpackungsmaschine (1), umfassend eine Reckstation (12) zum Recken einer
Folienbahn (11) mit einer Heizeinrichtung (23), einem Druckmarkensensor (22) und einer
Klemmeinrichtung (20, 21), dadurch gekennzeichnet, dass die Reckstation (12) eine Folienkühlvorrichtung (24) aufweist.
2. Tiefziehverpackungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienkühlvorrichtung (24) eine Kühlplatte aufweist.
3. Tiefziehverpackungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienkühlvorrichtung (24) auf einer anderen Seite der Folienbahn (11) liegt
als die Heizeinrichtung (23).
4. Tiefziehverpackungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reckstation (12) ein Hubwerk (25) zum Hin- und Wegbewegen der Folienkühleinrichtung
(24) zur Folienbahn (11) aufweist.
5. Tiefziehverpackungsmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienkühlvorrichtung (24) und die Heizeinrichtung (23) gemeinsam gegenüber der
Folienbahn (11) mittels des Hubwerks (25) bewegbar sind.
6. Tiefziehverpackungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienkühlvorrichtung (24) oberhalb einer Siegelstation (3) angeordnet ist.
7. Tiefziehverpackungsmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reckstation (12) wenigstens einen Klemmbalken (21) umfasst, der schwenkbar ist,
um die Folienbahn (11) zu recken.
8. Tiefziehverpackungsmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmbalken (21) einen Servoantrieb hat.
9. Verfahren zum Recken einer Folienbahn (11) auf einer Tiefziehmaschine (1) mittels
einer Reckstation (12) mit einer Heizeinrichtung (23), dadurch gekennzeichnet, dass die Reckstation (12) eine Folienbahn (11) nach dem Aufheizen der Folienbahn (11)
und nach dem Recken der Folienbahn (11) aktiv kühlt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienbahn (11) mittels einer Folienkühlvorrichtung (24), insbesondere einer
Kühlplatte, gekühlt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienbahn (11) soweit gekühlt wird, bis die Folienbahn (11) thermofixiert ist.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienbahn (11) durch Kontakt mit der Folienkühlvorrichtung (24) gekühlt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung (17) ein Signal eines Druckmarkensensors (22) aufnimmt und zusammen
mit Vorgaben in der Steuerung (17), die durch einen Bediener eingegeben wurden, auswertet
und daraus das Recken der Folienbahn (11) steuert.
14. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Recken der Folienbahn (11) durch einen Klemmbalken (21) mittels eines Servoantriebs
erfolgt.
1. A thermoform packaging machine (1), comprising a stretching station (12) for stretching
a film web (11) with a heating unit (23), a print mark sensor (22) and a clamping
unit (20, 21), characterized in that the stretching station (12) includes a film cooling device (24).
2. The thermoform packaging machine according to claim 1, characterized in that the film cooling device (24) is provided with a cooling plate.
3. The thermoform packaging machine according to one of the preceding claims, characterized in that the film cooling device (24) is located on the other side of the film web (11) from
the heating unit (23).
4. The thermoform packaging machine according to one of the preceding claims, characterized in that the stretching station (12) includes a lifting unit (25) for moving the film cooling
device (24) towards and away from the film web (11).
5. The thermoform packaging machine according to claim 4, characterized in that the film cooling device (24) and the heating unit (23) are adapted to be moved in
common relative to the film web (11) by means of the lifting unit (25).
6. The thermoform packaging machine according to one of the preceding claims, characterized in that the film cooling device (24) is arranged above a sealing station (3).
7. The thermoform packaging machine according to one of the preceding claims, characterized in that the stretching station (12) comprises at least one clamping bar (21) which is pivotable
so as to stretch the film web (11).
8. The thermoform packaging machine according to claim 7, characterized in that the clamping bar (21) has a servo drive.
9. A method of stretching a film web (11) on a thermoform machine (1) by means of a stretching
station (12) including a heating unit (23), characterized in that the stretching station (12) actively cools a film web (11) after heating of the film
web (11) and after stretching of the film web (11).
10. The method according to claim 9, characterized in that the film web (11) is cooled by means of a film cooling device (24), in particular
a cooling plate.
11. The method according to claim 9 or 10, characterized in that the film web (11) is cooled until the film web (11) has been thermofixed.
12. The method according to claim 10 or 11, characterized in that the film web (11) is cooled through contact with the film cooling device (24).
13. The method according to one of the claims 9 to 12, characterized in that a controller (17) receives a signal of a print mark sensor (22) and evaluates said
signal together with parameters which are stored in said controller (17) and which
have been inputted by a user, and controls the stretching of the film web (11) on
the basis of this evaluation.
14. The method according to one of the preceding claims 9 to 13, characterized in that the stretching of the film web (11) is executed by a clamping bar (21) by means of
a servo drive.
1. Machine d'emballage à emboutissage (1), comprenant une station d'étirage (12) pour
étirer une bande de film (11) avec un dispositif de chauffage (23), un capteur de
repères d'impression (22) et un dispositif de serrage (20, 21), caractérisée en ce que la station d'étirage (12) comporte un dispositif de refroidissement de film (24).
2. Machine d'emballage à emboutissage selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif de refroidissement de film (24) comporte une plaque de refroidissement.
3. Machine d'emballage à emboutissage selon l'une quelconque des revendications qui précèdent,
caractérisée en ce que le dispositif de refroidissement de film (24) est posé sur un autre côté de la bande
de film (11) que le dispositif de chauffage (23).
4. Machine d'emballage à emboutissage selon l'une quelconque des revendications qui précèdent,
caractérisée en ce que la station d'étirage (12) comporte un système de levage (25) pour approcher et éloigner
le dispositif de refroidissement du film (24) par rapport à la bande de film (11).
5. Machine d'emballage à emboutissage selon la revendication 4, caractérisée en ce que le dispositif de refroidissement de film (24) et le dispositif de chauffage (23)
peuvent être déplacés conjointement par rapport à la bande de film (11) à l'aide du
système de levage (25).
6. Machine d'emballage à emboutissage selon l'une quelconque des revendications qui précèdent,
caractérisée en ce que le dispositif de refroidissement de film (24) est agencé au-dessus d'une station
de scellement (3).
7. Machine d'emballage à emboutissage selon l'une quelconque des revendications qui précèdent,
caractérisée en ce que la station d'étirage (12) comporte au moins une barre de serrage (21), qui est pivotante
pour étirer la bande de film (11).
8. Machine d'emballage à emboutissage selon la revendication 7, caractérisée en ce que la barre de serrage (21) comporte un servomoteur.
9. Procédé d'étirement d'une bande de film (11) sur une machine d'emboutissage (1) au
moyen d'une station d'étirage (12) comportant un dispositif de chauffage (23), caractérisé en ce que la station d'étirage (12) refroidit activement une bande de film (11) après le chauffage
de la bande de film (11) et après l'étirement de la bande de film (11).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que la bande de film (11) est refroidie à l'aide d'un dispositif de refroidissement de
film (24), en particulier une plaque de refroidissement.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que la bande de film (11) est refroidie jusqu'à ce que la bande de film (11) soit stabilisée
thermiquement.
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que la bande de film (11) est refroidie par contact avec le dispositif de refroidissement
de film (24).
13. Procédé selon l'une des revendications 9 à 12, caractérisé en ce qu'une commande (17) reçoit un signal d'un capteur de repères d'impression (22) et l'évalue
conjointement à des instructions de la commande (17), qui sont entrées par un utilisateur,
et commande ainsi l'étirage de la bande de film (11).
14. Procédé selon l'une des revendications 9 à 13 qui précèdent, caractérisé en ce que l'étirage de la bande de film (11) par une barre de serrage (21) s'effectue à l'aide
d'un servomoteur.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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