[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine
Pistenraupe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 2.
[0002] Ein derartiges Verfahren zur Steuerung einer Seilwinde eines Kettenfahrzeugs und
eine derartige Pistenraupe sind aus der
EP 1 431 236 B1 bekannt. Durch das bekannte Verfahren wird die Seilgeschwindigkeit des Zugseils geregelt.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Pistenraupe der eingangs genannten
Art zu schaffen, die eine geringe Belastung des Windenseiles im Windenbetrieb der
Pistenraupe ermöglichen.
[0004] Für das Verfahren wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst
und für die Pistenraupe wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches
2 gelöst.
[0005] Durch die erfindungsgemäße Lösung wird eine Seilzugkraftregelung erzielt, die einer
Schlupfregelung innerhalb eines vorgegebenen Differenz- oder Schlupfsollbereiches
überlagert ist. Durch den Winkel des Windenarmes relativ zur Fahrzeuglängsachse kann
zusammen mit der gewählten Fahrtrichtung auch erfasst werden, ob das Kettenfahrzeug
bergab oder bergauf fahrt. Denn im Windenbetrieb des Kettenfahrzeugs, insbesondere
einer Pistenraupe zur Schneepistenbearbeitung, ist der Windenarm immer relativ zu
einer stationären Verankerung an der Oberseite eines zu bearbeitenden Schneegeländes
ausgerichtet, wohingegen die Pistenraupe sich unter diesem Windenarm wegdreht. Ein
auch als Schlupfsollbereich bezeichneter Differenzsollbereich anstelle eines vorgegebenen
Schlupfsollwertes ist vorgesehen, da bei Bergabfahrt oder Bergauffahrt unterschiedliche
Regelkriterien vorliegen können. So kann bei einer Fahrtrichtung hangabwärts und entsprechender
Ausrichtung des Windenarmes entgegen der Fahrtrichtung die Seilgeschwindigkeit kleiner
oder gleich der Kettengeschwindigkeit gewählt-werden, um eine Bremswirkung zu erreichen.
Bei einer Fahrt hangaufwärts hingegen kann der Schlupfsollwert so definiert werden,
dass die Seilgeschwindigkeit größer oder gleich der Kettengeschwindigkeit ist. Durch
die permanente überwachung der Seilzugkraft und die entsprechende Regelung der Seilzug
kraft ist es mtiglich, die Seilzug kraft in niedrigen Belastungsbereichen zu steuern,
die gerade ausreichen, um den Schlupfsoflbereich für die Differenz aus Kettengeschwindigkeit
und Fahrgeschwindigkeit zu erzielen. Hierdurch ist es möglich, im Windenbetrieb das
Windenseil relativ gering zu belasten und dadurch die Lebensdauer des Windenseites
gegenüber herkömmlichen Seitwindensteuerungen zu erhöhen. Durch die erfindungsgemäße
Lösung erfolgt eine Schlupfregefung innerhalb des Schlupfsollbereiches durch eine
Regelung der Seitzugkraft. Die Regelung der Seilzugkraft kann in besonders vorteilhafter
Weise durch eine Regelung eines Windenantriebs und insbesondere durch eine Regelung
eines Hydraulikdruckes innerhalb eines Antriebsystems des Windenantriebs vorgenommen
werden. Hierdurch ergibt sich eine dreifach kaskadierte Regelung, nämlich die Schlupfregelung,
die Seilzugkraftregelung und eine Druckregelung des Windenantriebs.
[0006] Erfindungsgemäß wird ein maximaler Winkelbetrag des Windenarmes relativ zur Fahrzeuglängsachse
vorgegeben, bei dem die Seilzugkraftregelung abgeschaltet wird. Diese Ausgestaltung
geht von der Erkenntnis aus, dass eine Bestimmung des Schlupfsollbereichs nicht über
alle Winkel des Windenarmes relativ zur Fahrzeugiängsachse berechnet werden kann.
So ist insbesondere bei einem Winkel des Windenseiles und des Windenarmes relativ
zur Fahrzeuglängsachse von 90° keine Seilgeschwindigkeit mehr vorhanden. In Winkelbereichen
nahe dieses rechten Winkels ist nur eine relativ geringe Seilgeschwindigkeit bezogen
auf das Fahrzeug vorhanden. Für diese Bereiche macht eine Seilzugkraftregelung daher
keinen Sinn. In besonders vorteilhafter Weise wird eine Seilzugkraftregelung nur in
Winkelbetragsbereichen zwischen 0° und 50° - bezogen auf eine Ausrichtung des Windenarmes
in Fahrrichtung - und zwischen 180° und 130° - bezogen auf eine Ausrichtung des Windenarmes
entgegen der Fahrtrichtung - vorgenommen.
[0007] Für die Pistenraupe mit einer Seilwinde sowie mit einer Vorrichtung zur Durchführung
eines zuvor beschriebenen Verfahrens mit wenigstens einem Sensor zur Erfassung der
Kettengeschwindigkeit, mit einer Sensoreinrichtung zur Erfassung einer Seilgeschwindigkeit
und mit einem Winkelsensor zur Erfassung eines Winkels eines Windenarmes relativ zu
einer Fahrzeuglängsachse wird die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe dadurch gelöst,
dass ein Zugkraftsensor zur Erfassung einer Seilzugkraft sowie eine eine Datenverarbeitungseinheit
umfassende Steuereinheit vorgesehen sind, die für den Empfang und die Auswertung von
Daten mit dem Sensor, der Sensoreinrichtung, dem Winkelsensor und dem Zugkraftsensor
verbunden ist, und die einen Windenantrieb zur Regelung einer Seilzugkraft abhängig
von einer Auswertung der empfangenen Daten ansteuert. Die Pistenraupe ist in besonders
vorteilhafter Weise für die Bearbeitung von Schneegelände vorgesehen. Die erfindungsgemäße
Lösung ermöglicht einen besonders ökonomischen Betrieb der Pistenraupe im Windenbetrieb,
d.h. in steilem Gelände. Zudem wird durch die Erfindung eine geringe und daher schonende
Belastung des Windenseiles erreicht.
[0008] In Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Sensoreinrichtung zur Erfassung der Seilgeschwindigkeit
einen Restseillängensensor zur Erfassung der von der Haspel abgezogenen oder auf die
Haspel aufgewickelten Seillänge. Da eine Gesamtlänge des Seiles bekannt ist, ist unter
Berücksichtigung der Daten des Restseillängensensors auch der jeweilige Abstand des
Windenarmes und auch der Pistenraupe zu dem Verankerungspunkt an der Oberseite des
Geländes bestimmbar. Unter Zuhilfenahme des Winkels des Windenarmes relativ zur Fahrzeuglängsachse
kann hierdurch auch die momentane Fahrzeugposition berechnet werden. Die Sensoreinrichtung
zur Erfassung der Seilgeschwindigkeit weist in vorteilhafter Weise noch eine Zeitmesseinrichtung
auf, um den durch den Restseillängensensor erfassbaren Seilweg in die Seilgeschwindigkeit
umzurechnen.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist als Restseillängensensor ein Umdrehungen
der Haspel erfassender Absolutwertgeber vorgesehen. Der Absolutwertgeber ist vorzugsweise
koaxial zu einer Drehachse der Haspel angeordnet und erfasst permanent den Drehwinkel
bzw. die Drehwinkeländerung der Haspel. In vorteilhafter Weise kann auch der Absolutwertgeber
mit einem Zeitmodul versehen sein, so dass die Seilgeschwindigkeit direkt Ober die
Daten des Absolutwertgebers berechnet werden kann. Der Absolutwertgeber ist als rotatorischer
Geber ausgeführt und misst den Drehwinkel. Der Absolutwertgeber ist als Multiturn-Drehgeber
ausgeführt, um mehrere Umdrehungen der Haspel erfassen zu können.
[0010] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie
aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiets der Erfindung,
das anhand der Zeichnungen dargestellt ist.
- Fig. 1
- zeigt schematisch in einer Seitenansicht eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Pistenraupe mit einem Blockschaltbild für ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Steuerung
einer Seilwinde,
- Fig. 2
- schematisch in einer Draufsicht die Pistenraupe nach Fig. 1 und
- Fig. 3
- schematisch einen Ausschnitt der Seilwinde nach Fig. 1 im Bereich einer Haspel.
[0011] Eine Pistenraupe 1 gemäß den Fig. 1 bis 3 ist in grundsätzlich bekannter Weise mit
einer Seilwinde 2 versehen, die insbesondere in steilem Schneegelände einen Fahrantrieb
der Pistenraupe 1 unterstützt. Hierzu wird ein Windenseil 13 (Fig. 3) der Seilwinde
an einem oberen Abschnitt eines zu bearbeitenden Steilhanges ortsfest verankert. Die
Seilwinde 2 weist einen Windenarm 3 auf, der um eine nicht näher bezeichnete, in Fahrzeughochrichtung
erstreckte Drehachse relativ zu einer Fahrzeuglängsachse F (Fig. 2) um 360° verdrehbar
ist. Die Seilwinde 2 ist mit einem lediglich schematisch dargestellten Windenantrieb
7 versehen, der nachfolgend näher beschrieben wird.
[0012] Die Pistenraupe 1 weist ein Paar von Antriebsketten 4 auf, die durch jeweils ein
Turasrad angetrieben werden.
[0013] Der Windenarm 3 ist - bei der vorliegenden Ausführungsform gemeinsam mit dem Windenantrieb
7 - auf einem auf einer Ladeplattform der Pistenraupe 1 befestigten Sockel um die
beschriebene Drehachse drehbar gelagert.
[0014] Die Turasräder als Teil eines Fahrantriebes der Pistenraupe 1 sind durch Hydromotoren
hydraulisch angetrieben. Bei einer nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung
sind anstelle von Hydromotoren Elektromotoren vorgesehen.
[0015] Die Seilwinde 2 weist eine in einem nicht näher bezeichneten Windengehäuse drehbar
gelagerte Haspel 10 auf, auf der das Windenseil 2 auf-und abwickelbar gehalten ist
(Fig. 3). Die Haspel 10 weist beim dargestellten Ausführungsbeispiel auf ihrer Trommeloberfläche
eine nutzbare Breite auf, die derart auf eine Dicke des Windenseiles abgestimmt ist,
dass in einer Wicklungslage jeweils 50 Windungen nebeneinander auf die Haspel gelegt
werden können. Bei anderen Ausführungsformen der Erfindung ist eine je nach Einsatzzweck
geringere oder größere Breite vorgesehen. Um ein sorgfältiges und gleichmäßiges Aneinanderlegen
der Windungen jeweils einer Wicklungslage zu gewährleisten, ist für die Auf- und Abwicklung
des Windenseiles 13 relativ zur Haspel 10 ein Wickelarm 12 vorgesehen. Der Wickelarm
12 ist - auf eine Seilauszugrichtung bezogen ― vor der Haspel 10 im Windengehäuse
mittels einer Drehlagerung 14 schwenkbeweglich gelagert. Eine Schwenkebene des Wickelarmes
12 liegt parallel zu einer Manteloberfläche der Zylinderform der Haspel 10 und damit
auch parallel zu der Drehachse der Haspel 10. Ein Drehwinkel β des Wickelarmes 12
ist derart auf die nutzbare Breite der Haspel 10 abgestimmt, dass das Windenseil durch
den Wickelarm 12 für jede der über die Haspel 10 verteilten Windungen jeder Wickellage
geführt werden kann.
[0016] Das Windenseil 13 wird über ein nicht näher dargestelltes Spillgetriebe von der Haspel
10 abgezogen oder auf die Haspel 10 aufgewickelt. Das Spillgetriebe ist Teil des Windenantriebes
7. Auch die Haspel 10 weist einen nicht näher dargestellten Haspelantrieb auf, der
Teil des Windenantriebes 7 ist. Sowohl der Haspelantrieb als auch ein Antrieb für
das Spillgetriebe sind hydraulisch ausgeführt. Hierzu ist dem Spillgetriebe vorzugsweise
ein Hydromotor zugeordnet. Der Haspelantrieb kann anstatt eines Hydraulikantriebes
auch durch einen Elektroantrieb gebildet sein. Auch das Spillgetriebe kann anstatt
eines Hydromotors mit einem ausreichend dimensionierten Elektromotor versehen sein.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 3 ist der Windenantrieb
7 jedoch ausschließlich hydraulisch ausgeführt.
[0017] In einem Windenbetrieb der Pistenraupe 1 erfolgt in vorgegebenen Winkelbereichen
des Windenarmes 3 relativ zu einer Fahrzeuglängsachse F eine Regelung des Windenantriebs
in nachfolgend näher beschriebener Weise. Die Regelung ist in Winkelbetragsbereichen
α gemäß Fig. 2 wirksam. Die entsprechenden Winkelbereiche erstrecken sich ausgehend
von einer Erstreckung des Windenarmes 3 längs der Fahrzeuglängsachse F in Fahrtrichtung
oder entgegen der Fahrtrichtung um jeweils 50° in beiden Richtungen. In der in Fig.
2 dargestellten Ausrichtung des Windenarmes 3 ist der Windenarm 3 in einer Nullstellung.
In entsprechend umgekehrter Ausrichtung ist er in einer 180°-Stellung. Dadurch ergeben
sich die übrigen, gestrichelt dargestellten Winkelendbereiche für die beschriebenen
Winkelbetragsbereiche. In Fahrtrichtung ist die Regelung wirksam zwischen einem Winkel
des Windenarmes 3 relativ zur Fahrzeuglängsachse F von -50° bis +50°. Entgegen der
Fahrtrichtung reicht der Winkelbereich des Windenarmes 3, in dem eine wirksame Regelung
des Windenantriebes erfolgt, von 130° über 180° bis 230°. Eine entsprechende Drehachse
für die beschriebenen Winkelbereiche wird durch die Drehachse des Windenarmes 3 definiert.
[0018] Wenigstens einem Turasrad ist ein Drehzahlsensor 5 zugeordnet, mittels dessen eine
Kettengeschwindigkeit erfassbar ist. Vorzugsweise sind beiden Turasrädern der gegenüberliegenden
Ketten 4 Drehzahlsensoren 5 zugeordnet, die über entsprechende Drehrichtungs- und
Drehzahlerfassung der Turasräder die Ermittlung der Kettengeschwindigkeit vornehmen.
Im Bereich der Drehachse des Windenarmes 3 ist ein Winkelsensor 8 vorgesehen, der
den Drehwinkel des Windenarmes 3 relativ zur Fahrzeuglängsachse F erfasst. Im Windenarm
3 ist im Bereich einer Führung des Windenseiles ein Seilzugkraftsensor 9 vorgesehen.
Zudem ist der Seilwinde 2 eine Sensoreinrichtung 6 zur Erfassung einer Seilgeschwindigkeit
beim Auf- oder Abwickeln des Windenseiles zugeordnet.
[0019] Der Windenantrieb 7 umfasst einen nicht näher dargestellten hydraulischen Spillantrieb
mit einem Spillgetriebe und Spillköpfen, über die das Windenseil für einen Abzug von
der Haspel 10 oder für ein Aufwickeln auf die Haspel 10 umgelenkt wird. Der Windenantrieb
7 umfasst zudem einen Antrieb für die Haspel 10, der die Haspel 10 wenigstens in Aufwickelrichtung
antreibt. Der Haspelantrieb wird durch einen hydraulischen Konstantmotor verwirklicht.
Der Spillantrieb weist einen steuerbaren Hydromotor auf, der auf das Spillgetriebe
wirkt.
[0020] Als Seilzugkraftsensor 9 ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Kraftmessbolzen
im Bereich einer verlagerbaren Umlenkrolle im Windenarm 3 vorgesehen.
[0021] Die Sensoreinrichtung 6 weist einen Restseillängensensor 11 auf, der durch einen
Absolutwertgeber in Form eines Drehgebers gebildet ist. Der Absolutwertgeber erfasst
die Umdrehungen der Haspel in Auf- oder Abwickelrichtung. Zusätzlich weist die Sensoreinrichtung
ein nicht näher dargestelltes Zeitmodul auf, um eine ergänzende Zeitmessung zu der
durch den Restseillängensensor erzielten Wegmessung zu erreichen. Eine Gesamtseillänge
oder zumindest eine nutzbare Seillänge des Windenseils 13 ist bekannt. Auch Durchmesser
und Umfang der zylindrischen Trommeloberfläche der Haspel 10 sind bekannt. Schließlich
ist auch die Anzahl von Seilwindungen, die in einer Wicklungslage auf der Haspel 10
nebeneinandergereiht werden können, bekannt. Hierdurch ist über den Restseillängensensor
11 die jeweils momentan auf der Haspel aufgewickelte bzw. ausgezogene und gespannte
Seillänge ermittelbar. Durch die zusätzliche Zeitmessung bei einem entsprechenden
Auf- oder Abwickelvorgang wird die Seilgeschwindigkeit ermittelt.
[0022] Mit Hilfe des Winkelsensors 8, der den jeweiligen Winkel des Windenarmes 3 relativ
zur Fahrzeuglängsachse erfasst, ist es möglich, über die erfasste Seilgeschwindigkeit
die Fahrgeschwindigkeit der Pistenraupe 1 zu ermitteln. Die Pistenraupe 1 weist eine
elektronische Steuereinheit S auf, mit der der Zugkraftsensor 9, die Sensoreinrichtung
6, der Winkelsensor 8 und der Drehzahlsensor 5 verbunden sind, um entsprechende Istdaten
an die Steuereinheit S zu übermitteln. Die Steuereinheit S steuert abhängig von Vergleichen,
Berechnungen und Auswertungen der erfassten Istdaten den Windenantrieb 7 an, um die
Seilzugkraft für das Windenseil 13 so zu regeln, dass sich zwischen der aus Seilgeschwindigkeit
und Winkel des Winkelarmes 3 relativ zur Fahrzeuglängsachse berechneten Fahrgeschwindigkeit
und Kettengeschwindigkeit eine Differenz ergibt, wobei diese Differenz zwischen errechneter
Fahrgeschwindigkeit und Kettengeschwindigkeit in einem konstanten Differenzbereich
liegen soll. Ergänzend ist die Pistenraupe 1 in nicht näher dargestellter Weise mit
einem Neigungssensor versehen, der eine Fahrzeugneigung relativ zur Horizontalen und
damit insbesondere eine Bergauffahrt oder eine Bergabfahrt der Pistenraupe 1 erkennen
soll. Dieser zusätzliche Neigungssensor ist optional, da alternativ die Erfassung
einer Bergauf-oder Bergabfahrt der Pistenraupe auch durch die Stellung des Windenarmes
gemäß Fig. 2 erfassbar ist. Je nach Stellung des Windenarmes für Bergauf- oder Bergabfahrt
kann die Differenz zwischen Kettengeschwindigkeit und berechneter Fahrgeschwindigkeit
positiv oder negativ ausfallen, denn bei einer Bergabfahrt kann die durch die Seilgeschwindigkeit
und den Winkel des Windenarmes berechnete Fahrgeschwindigkeit geringer ausfallen als
die Kettengeschwindigkeit, um eine Bremswirkung zu erzielen. Bei der Bergauffahrt
hingegen kann ein erhöhter Schlupf der Ketten 4 durch eine relativ zur Kettengeschwindigkeit
höhere Fahrgeschwindigkeit und demzufolge eine höhere Seilgeschwindigkeit ausgeglichen
werden. Die Steuereinheit S gibt unter Berücksichtigung dieser unterschiedlichen Fahrzustände
einen definierten Differenzsollbereich vor, der auch als Schlupfsollbereich bezeichnet
wird. Die Einhaltung dieses Differenz- oder Schlupfsollbereiches wird durch eine Regelung
der Seilzugkraft erzielt, wobei diese derart geregelt wird, dass die jeweils geringstmögliche
Seilzugkraft, die noch ein Fahren der Pistenraupe 1 innerhalb des Schlupfsollbereichs
ermöglicht, eingestellt wird. Die Regelung der Seilzugkraft erfolgt über eine Regelung
des Hydraulikdruckes des Windenantriebes 7. Bevorzugt wird hierzu der Hydraulikdruck
des Hydromotors des Spillantriebes entsprechend angesteuert. Der Haspelantrieb selbst
ist in diese Seilzugkraftregelung nicht eingebunden. Er wird lediglich so gesteuert,
dass eine permanente Zugspannung für das Windenseil zwischen Spillgetriebe und Haspel
10 gegeben ist, um ein einwandfreies Auf- oder Abwickeln des Windenseiles 13 zu ermöglichen.
[0023] Der zentralen Steuereinheit S zur Steuerung der Seilwinde 2 ist ein Steuermodul S
1 zugeordnet, das Auf- oder Abwickelvorgänge des Windenseiles 13 relativ zur Haspel
10 überwacht und bei Erfassung eines Wickelfehlers, der gleichzeitig auch einen Seilfehler
bedeutet, eine Fehlermeldung an den Fahrer der Pistenraupe 1 ausgibt. Hierzu ist dem
Winkelarm 12 im Bereich seiner Schwenklagerung 14 ein Drehwinkelsensor 15 zugeordnet,
der mit dem Steuermodul S
1 verbunden ist. An das Steuermodul S
1 ist zudem auch der Absolutwertgeber 11 angeschlossen, der auf der Drehachse der Haspel
10 sitzt. Anhand der erfassten Istwerte für den Drehwinkel des Wickelarmes 12 und
der gezählten Umdrehungen für die Haspel 10 kann das Steuermodul S
1 im Vergleich mit den abgelegten Solldaten für die Anzahl von Seilwindungen pro Wicklung
und für den Schwenkwinkel β des Wickelarmes 12 zwischen Begin und Ende einer Wicklungslage
ermitteln, ob eine ordnungsgemäße Auf- oder Abwicklung erfolgt ist, oder ob das Windenseil
13 eine falsche Auf- oder Abwicklung vornimmt. Sobald das Steuermodul S
1 dies erkannt hat, steuert es einen Signalgeber 16 an, der die entsprechende Fehlermeldung
ins Fahrerhaus des Fahrers der Pistenraupe, vorzugsweise in einem für den Fahrer schnell
erkennbaren Displaybereich, übermittelt. Der Signalgeber ist vorzugsweise optisch
und/oder akustisch ausgeführt. Ergänzend oder alternativ kann es auch vorgesehen sein,
dass bei Erfassung einer entsprechenden Fehlermeldung in den Fahrantrieb oder in den
Windenantrieb eingegriffen werden kann. Für diesen Fall ist das Steuermodul S
1 über die zentrale Steuereinheit S in geeigneter Weise mit einer Funktionseinheit
innerhalb des Fahrantriebs und/oder des Windenantriebs verbunden.
1. Verfahren zur Steuerung einer Seilwinde (2) eines Kettenfahrzeugs mit folgenden Schritten:
- Erfassen einer Kettengeschwindigkeit,
- Erfassen einer Seilgeschwindigkeit,
- Erfassen eines Winkels eines Windenarmes (3) relativ zu einer Fahrzeuglängsachse
(F),
- Bestimmung einer Fahrgeschwindigkeit aus der erfassten Seilgeschwindigkeit und dem
Winkel des Windenarmes (3) relativ zur Fahrzeuglängsachse (F) und
- Vergleichen der erfassten Kettengeschwindigkeit mit der bestimmten Fahrgeschwindigkeit,
- Erfassen einer Seilzugkraft,
- Bestimmen eines Sollbereiches für eine Differenz aus Kettengeschwindigkeit und Fahrgeschwindigkeit
und
- Bestimmen eines Sollwertes für eine Seilzugkraft unter Berücksichtigung des Differenzsollbereiches,
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein maximaler Winkelbetrag des Windenarmes (3) relativ zur Fahrzeuglängsachse (F)
vorgegeben wird, bei dem die Seilzugkraftregelung abgeschaltet wird.
2. Pistenraupe (1) mit einer Seilwinde (2) sowie mit
wenigstens einem Sensor (5) zur Erfassung der Kettengeschwindigkeit, mit einer Sensoreinrichtung
(6) zur Erfassung einer Seilgeschwindigkeit, mit einem Winkelsensor (8) zur Erfassung
eines Winkels eines Windenarmes (3) relativ zu einer Fahrzeuglängsachse (F), wobei
ein Zugkraftsensor (9) zur Erfassung einer Seilzugkraft vorgesehen ist, wobei eine
eine Datenverarbeitungseinheit umfassende Steuereinheit (S) vorgesehen ist, die für
den Empfang und die Auswertung von Daten mit dem Sensor (5), der Sensoreinrichtung
(6), dem Winkelsensor (8) und dem Zugkraftsehsor (9) verbunden ist und die einen Windenantrieb
(7) zur Regelung einer Seilzugkraft abhängig von einer Auswertung der empfangenen
Daten ansteuert, dadurch gekennzeichnet, dass die Pistenraupe eine Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach Anspruch
1 aufweist.
3. Pistenraupe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (6) zur Erfassung der Seilgeschwindigkeit einen Restseillängensensor
(11) zur Erfassung der von der Haspel (10) abgezogenen oder auf die Haspel (10) aufgewickelten
Seillänge umfasst.
4. Pistenraupe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Restseillängensensor (L) ein Umdrehungen der Haspel (10) erfassender Absolutwertgeber
vorgesehen ist.
1. Method for controlling a cable winch (2) of a tracked vehicle having the following
steps:
- Recording a track speed,
- Recording a cable speed,
- Recording an angle of a winch arm (3) relative to a vehicle longitudinal axis (F),
- Determining a movement speed from the recorded cable speed and the angle of the
winch arm (3) relative to the vehicle longitudinal axis (F) and
- Comparing the recorded track speed with the determined movement speed,
- Recording a cable tension force,
- Determining a set range for a difference from the track speed and movement speed,
and
- Determining a set value for a cable tension force, taking into account the set difference
range,
characterized in that
- a maximum angle of the winch arm (3) relative to the vehicle longitudinal axis (F)
is specified, at which angle the cable tensile force regulator is switched off.
2. Piste grooming vehicle (1) with a cable winch (2) and with at least one sensor (5)
for recording the track speed, with a sensor device (6) for recording a cable speed,
with an angle sensor (8) for recording an angle of a winch arm (3) relative to a vehicle
longitudinal axis (F), where a tensile force sensor (9) is provided for recording
a cable tensile force, where a control unit (S) comprising a data processing unit
is provided which is, for receiving and evaluating data, connected to the sensor (5),
to the sensor device (6), to the angle sensor (8) and to the tensile force sensor
(9), and operates a winch drive (7) for regulating a cable tensile force depending
on an evaluation of the received data, characterized in that the piste grooming vehicle has a device for performing a method according to claim
1.
3. Piste grooming vehicle according to claim 2, characterized in that the sensor device (6) for recording the cable speed comprises a remaining cable length
sensor (11) for recording the cable length unwound from the reel (10) or wound onto
the reel (10).
4. Piste grooming vehicle according to claim 3, characterized in that an absolute value encoder recording revolutions of the reel (10) is provided as the
remaining cable length sensor (L).
1. Procédé de commande d'un treuil à câble (2) d'un véhicule chenillé, comprenant les
étapes suivantes :
- saisie d'une vitesse de chenille,
- saisie d'une vitesse de câble,
- saisie d'un angle d'un bras de treuil (3) par rapport à un axe longitudinal du véhicule
(F),
- détermination d'une vitesse de translation à partir de la vitesse de câble saisie
et de l'angle du bras de treuil (3) par rapport à l'axe longitudinal du véhicule (F)
et
- comparaison de la vitesse de chenille saisie avec la vitesse de translation déterminée,
- saisie d'une force de traction du câble,
- détermination d'une plage théorique pour une différence entre la vitesse de chenille
et la vitesse de translation, et
- détermination d'une valeur théorique pour une force de traction du câble en tenant
compte de la plage théorique de différence,
caractérisé en ce
- qu'est consignée une valeur maximale de l'angle du bras de treuil (3) par rapport à l'axe
longitudinal du véhicule (F) pour laquelle la régulation de la force de traction du
câble est désactivée.
2. Dameuse (1) avec au moins un treuil à câble (2) ainsi qu'au moins un capteur (5) destiné
à saisir la vitesse de chenille, avec un dispositif détecteur (6) destiné à saisir
une vitesse de câble, avec un capteur d'angle (8) destiné à saisir un angle d'un bras
de treuil (3) par rapport à un axe longitudinal du véhicule (F), sachant qu'est prévu
un capteur de force de traction (9) destiné à saisir une force de traction du câble,
qu'est prévue une unité de commande (S) comprenant une unité de traitement des données,
qui, pour la réception et l'analyse de données, est reliée au capteur (5), au dispositif
détecteur (6), au capteur d'angle (8) et au capteur de force de traction (9), et qui
commande un entraînement de treuil (7) afin de réguler une force de traction du câble
en fonction d'une analyse des données reçues, caractérisée en ce que la dameuse présente un dispositif pour réaliser un procédé selon la revendication
1.
3. Dameuse selon la revendication 2, caractérisée en ce que le dispositif détecteur (6) destiné à saisir la vitesse de câble comprend un capteur
de longueur résiduelle de câble (11) destiné à saisir la longueur de câble déroulée
du tambour de treuil (10) ou enroulée sur le tambour de treuil (10).
4. Dameuse selon la revendication 3, caractérisée en ce qu'en tant que capteur de longueur résiduelle de câble (L) est prévu un transmetteur
de valeurs absolues saisissant le nombre de tours effectués par le tambour de treuil
(10).